V/1152/2019
Konzernabschluss 2018 der Stadtwerke Münster GmbH
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V_1152_2019_Anlage 1_Vorlage 30_2019 Konzernabschluss 2018 SWMS
4823 Zeichen
1 Münster, 15.11.2019 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 30/2019 Betreff Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2018 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Sebastian Jurczyk Anlage Prüfungsbericht des Abschlussprüfers einschließlich Bestätigungsvermerk, darin jeweils als Anlage Konzernabschluss zum 31.12.2018 einschließlich Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfoh- len: Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2018 in der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer PKF FASSELT SCHLAGE Partner- schaft mbB, Duisburg, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 15.11.2019 testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesell- schafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Der Konzernlagebericht wird zur Kenntnis genommen. Begründung Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB hat für das Geschäftsjahr 2018 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. In dem Konzernabschluss wurden neben den Stadtwerken Münster als Muttergesell- schaft die folgenden Gesellschaften einbezogen: Anlage 1 zur Beschlussvorlage V/1152/2019 2 Vollkonsolidierte Unternehmen Eigenkapital am 31.12.2018 T€ __________ Höhe des An- teils am Kapital am 31.12.2018 % _________ münsterNETZ GmbH, Münster 100 100 Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 60 100 Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 28.581 99 Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen 5.758 100 Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster 31 100 Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß § 310 Abs. 1 HGB wurde anteilmäßig konsolidiert: Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 2.736 50 Als assoziierte Unternehmen gemäß § 311 Abs. 1 HGB im Konzernabschluss berücksichtigt: smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 6.682 32 smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 205 50 FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven (Teilkonzernabschluss) 60.612 35 items GmbH, Münster 6.493 31 Nederlands-Duitse Internet Exchange B. V., 1.315 50 Enschede/Niederlande 3 Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahres - und Konzernabschlüsse folgen bis auf die Abschlüsse der at-equity einbezogenen Nederlands -Duitse Internet Exchange B.V., Enschede/Niederlande, und der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Gre- ven, in Bilanzierung und Bewertung grundsätzlich den von der Stadtwerke Münster GmbH angewandten Methoden und sind von den jeweil igen Abschlussprüfern geprüft und un- eingeschränkt bestätigt worden. Für die Abschlüsse der Nederlands -Duitse Internet Exchange B.V., Enschede und der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, wurde auf eine Anpassung der Bewertung im Konzernabschluss in Anwendung der § 312 Abs. 5 HGB verzichtet. Sonstige Beteiligungen Die Stadtwerke Münster GmbH hält ferner Anteile an folgenden Unternehmen: Höhe des An- teils am Kapital am 31.12.2018 % _________ Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum 49,9 Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH und Co. KG, Münster 25 Auf Grund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären diese Un- ternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB als assoziierte Unternehmen (Beteiligung 20 %) in den Konzernabschluss einzubeziehen. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 311 Abs. 2 HGB ist die Einbeziehung unterblieben, da die Unternehmen sowohl einzeln als auch zu- sammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Aus dem Konzern jahresüberschuss von 28,1 Mio. € ergibt sich nach Verrechnung des Gewinnvortrags in der Konzernbilanz von 4,5 Mio. €, der Einstellung in die anderen Ge- winnrücklagen von 21,1 Mio. € sowie der Vorabgewinnausschüttung von 6,5 Mio. € ein Konzernbilanzgewinn von 5,0 Mio. €. Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des Konzerns im Jahr 2018 sowie die Prognose für 2019 sind dem beigefügten Konzernlagebericht zu entnehmen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind von der PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg, geprüft worden. Beanstan- dungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde er- teilt. Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes an den Aufsichtsrat ergibt sich aus § 52 GmbHG in Verbindung mit § 171 AktG, die Vorlage an die Gesell- schafterversammlung erfolgt nach § 46 GmbHG. Stadtwerke Münster GmbH gez. Sebastian Jurczyk gez. Frank Gäfgen
Anlage A
2318 Zeichen
Anlage A zur V/1152/2019 Kurzüberblick Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des Ge- sellschaftsvertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Beschlussfassung der Gesell- schafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Er- gebnisses. Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2018 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt- schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Zur Ermächtigung des Vertreters der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadt- werke Münster GmbH ist ein Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses notwendig. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die „Stadtwerke Münster GmbH“ ist eine 100 %-ige Beteiligung der Stadt Münster. Ihr obliegt gemäß Gesellschaftsvertrag die Versorgung der Bevölkerung – vornehmlich der Stadt Münster – mit Energie und Wasser, der öffentliche Personennahverkehr, der Hafenbetrieb, die Be- triebsführung der Straßenbeleuchtung, der Bau und Betrieb von Bädern, die Beteiligung an Unter- nehmen der Versorgungs- und Verkehrswirtschaft sowie die Beteiligung an sonstigen Unterneh- men, insbesondere soweit, als diese geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern, sowie die Telekommunikation und damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen sowie Geschäfte je- der Art, die der Erreichung des Gesellschaftszwecks mittelbar oder unmittelbar dienen. Finanzierung Produktgruppe: 1501 Produkt 150101 Stadtwerke Münster GmbH Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein keine direkten Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Münster Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig k.A. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) k.A.
V_1152_2019_Anlage 2_Konzernabschluss 2018 SWMS
132674 Zeichen
Stadtwerke Münster GmbH,
Münster
Konzernlagebericht und Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2018
Anlage 2 zur Beschlussvorlage V/1152/2019
PKF FASSEL T SCHLAGE
Inhaltsverzeichnis
Konzernbilanz der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
zum 31.12.2018
Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung
der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, für
das Geschäftsjahr 2018 (01.01. -31.12.)
Konzernanhang der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2018
Konzern-Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2018 (01.01. -31.12.)
Konzern-Eigenkapitalspiegel der Stadtwerke Münster GmbH
für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 (01.01. -31.12.)
Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr 2018 (01.01. -31.12.)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Allgemeine Auftragsbedingungen
für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
vom 1. Januar 2017 des Instituts der Wirtschaftsprüfer
in Deutschland e.V.
sowie
Besondere Auftragsbedingungen
PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte vom 1. Januar 2018
Seiten
1
1
17
1
1
17
6
Konzernbilanz der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, zum 31.12.2018
Aktivseite
A. Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte
2. Geschäfts-oder Firmenwert
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Verteilungsanlagen
3. Sonstige technische Anlagen und Maschinen
4. Fahrzeuge für Personenverkehr
5. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
2. Sonstige Beteiligungen
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Ausleihungen
B. Umlaufvermö<:ien
1. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe
2. Unfertige Leistungen
3. Fertige Erzeugnisse und Waren
4. Emissionsrechte
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen den Gesellschafter
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Vermögensgegenstände
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
C. Rechnunasabarenzungsposten
Münster, am 15. November 2019
Stadtwerke Münster GmbH
2440490/40029870
Stand Stand Stand
31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR
6.638.532,38 7.136.278,38
4.010.346,66 4.374.923,62
10.648.879,04 11.511.202,00
109.443.240,51 105.602.642,90
150.448.286,40 137.986.677,49
65.911.742, 15 68.273.806,65
7.687.694,00 8.766.760,00
13.329.524,24 11.806.655,56
22.689.820,66 23.446.456,63
369.510.307,96 355.882.999,23
9.297.517,88 9.191.745,87
3.658.298,88 4.037.960,28
5.521.934,05 5.890.063,00
1.684.536,35 2.489.267,21
20.162.287, 16 21.609.036,36
400.321.474, 16 389.003.237,59
8.551.275,01 8.353.097,88
1.513.296,90 1.053.904,44
11.890.557,80 11.529.592,37
366.040,67 48.491,61
22.321.170,38 20.985.086,30
56.673.032,64 60.236.965,45
13.757.105,69 20.498.880,66
550.841,54 523.377,11
18.383.805,40 19.082.634,30
89.364.785,27 100.341.857,52
53.247.471,56 44.898.322,85
164.933.427,21 166.225.266,67
826.523,24 870.081,01
566.081.424,61 556.098.585,27
Stand Stand Stand
31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017
Passivseite EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 51.200.000,00 51.200.000,00
II. Kapitalrücklage 106.531.865,40 106.224.265,40
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 78.114.107,45 56.992.107,45
IV. Konzernbilanzgewinn 4.978.311,38 4.484.850,38
V. Nicht beherrschende Anteile 334.624,83 326.503,99
241.158.909,06 219.227.727,22
B. Empfangene Ertragszuschüsse 2.680.566,00 4.136.344,41
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 49.050.687,00 45.944.245,00
2. Steuerrückstellungen 11.242.329,75 12.500.366,71
3. Sonstige Rückstellungen 38.951.814,63 46.754.927,48
99.244.831,38 105.199.539, 19
D. Verbindlichkeiten
1. Genussscheinkapital 1. 775.000,00 1.967.500,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 119.983.229,42 115.926.814,64
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.539.555,23 300.796,76
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.969.369,20 45.685.913,65
5. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 3.551.297,03 1.248.127,35
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.311.794,41 20.340.835,01
7. Sonstige Verbindlichkeiten 16.771.285,88 15.483.463,57
-davon aus Steuern EUR 9.023.103,53
( i. Vj. EUR 8.975.234,66 )
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR-,-
( i. Vj. EUR 1.992,10)
194.901.531,17 200.953.450,98
E. Rechnunasabarenzunasposten 28.095.587 ,00 26.581.523,47
566.081.424,61 556.098.585,27
Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr 2018 (01.01. -31.12.)
1. Brutto-Umsatzerlöse
Abzüglich darin enthaltener Energiesteuer
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
davon für Altersversorgung EUR 6.209.006,35
(i. Vj. EUR 5.176.933,80)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die
in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben
b) Übrige betriebliche Aufwendungen
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
10. Erträge aus sonstigen Beteiligungen
11. Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
16. Ergebnis nach Steuern
17. Sonstige Steuern
18. Konzernjahresüberschuss
19. Nicht beherrschende Anteile
20. Gewinnvortrag
21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen
22. Vorabgewinnausschüttung
23. Konzernbilanzgewinn
Münster, am 15. November 2019
Stadtwerke Münster GmbH
2440490/40029870
2018 2018
EUR EUR
583.204.779,01
-34. 711.640,45
548.493.138,56
818.958,79
8.989.901,90
34.776.385,91
260.808.210,88
120.124.703, 19
380.932.914,07
63.170.213,40
18.087.591,22
81.257.804,62
30.452.250,95
30.452.250,95
17.984.346,38
38.149.378, 70
56.133. 725,08
922.538,32
351.377,98
153.466,59
234.788, 13
307.600,00
5. 714.558,28
9.265.348,91
30.676.354,27
2.525.272,43
28.151.081,84
35.620,84
4.484.850,38
21.122.000,00
6.500.000,00
4.978.311,38
2017
EUR
574.017.697,57
-38.736.017,79
535.281.679,78
11.976.639,54
9.612.242, 72
18.200.550,53
255.655.287,51
120.800.665,85
376.455.953,36
58.990.863,08
16. 773.298, 10
75.764.161,18
29.421.149,98
360.000,00
29.781.149,98
17.724.916,90
36.608.131,09
54.333.047,99
859.658,38
313.579,13
160.798,44
73.796,74
12.076.856,00
6.245.893,06
7.119.329,98
14. 702.553, 71
188.359,94
14.514.193,77
32.386,80
4.628.043,41
10.625.000,00
4.000.000,00
4.484.850,38
1
Konzernanhang der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2018
1. Darstellung von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung
Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster
GmbH, Münster -nachfolgend auch kurz Stadtwerke Münster -wurden nach den für große
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der
Art des Betriebs folgenden Besonderheiten wurde die Darstellung der Aktiv-und Passivposten
in der Konzernbilanz erweitert (§ 265 Abs. 5 HGB):
Die Sachanlagen wurden um die Posten Verteilungsanlagen (für Energie-und Wasserversor
gung) und Fahrzeuge für Personenverkehr ergänzt. Die Darstellung der Vorräte wurde um den
Posten Emissionsrechte erweitert.
Für den gesonderten Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesell
schafter(§ 42 Abs. 3 GmbHG) wurden entsprechend bezeichnete Posten unter den Forderun
gen und sonstigen Vermögensgegenständen bzw. den Verbindlichkeiten ergänzt.
Die Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren geglie
dert.
II. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss wurden neben den Stadtwerken Münster als Muttergesellschaft die
folgenden Gesellschaften einbezogen. Die Angaben erfolgen jeweils zum 31.12.2018:
Name/Sitz
Als verbundene Unternehmen wurden vollkonsolidiert:
münsterNETZ GmbH, Münster
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster
Als Gemeinschaftsunternehmen wurde anteilsmäßig einbezogen:
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster
Als assoziierte Unternehmen wurden "at equity" einbezogen:
smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück
smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven
items GmbH, Münster
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande
Kapitalanteil in %
100
100
99
100
100
50
32
50
35
31
50
Folgende assoziierte Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet:
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster
49,9
25
Die Unternehmen wurden gemäß§ 311 Abs. 2 HGB nicht "at equity" bewertet, weil deren Ein
fluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns -auch zusammengefasst -
von untergeordneter Bedeutung ist. Die Beurteilung erfolgte unter Berücksichtigung der jewei
ligen Jahresabschlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Konzernverflechtungen.
2440491/40029870
2
III. Konsolidierungsmethoden
Die nachfolgende Übersicht gibt die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Verrechnung
von Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital jeweils zugrunde gelegten Methoden
und Verrechnungszeitpunkte wieder.
Übersicht über Methode und Verrechnunqszeitpunkt der Kapitalkonsolidierunq
Kapitalkonsolidierung
Erstkonso-Verrechnungszeitpunkt
lidierungs-Erstmalige Erwerb/
Einbezogene Gesellschaften stichtag Einbeziehung Gründung Methode Variante
Westfälische Bauindustrie
GmbH, Münster 31.12.1997 31.12.1997 -Erwerbsmethode Buchwert
Westfälische Fernwärme-
versorgung GmbH, Münster 31.12.1997 31.12.1997 -Erwerbsmethode Buchwert
FMO Flughafen Münster/
Osnabrück GmbH, Greven 31.12.1997 31.12.1997 -Equity-Methode Buchwert
items GmbH, Münster
bis 2008 31.12.1999 -21.05.1999 Erwerbsmethode Buchwert
items GmbH, Münster
ab 2009 ---Equity-Methode Buchwert
Verkehrsservice Gesell-
schaft Münster mbH,
Münster 31.12.2002 -11.06.2001 Erwerbsmethode Buchwert
Nederlands-Duitse Internet
Exchange B.V., Enschede,
Niederlande 31.12.2003 -25.11.2003 Equity-Methode Buchwert
münsterNETZ GmbH,
Münster 31.12.2007 -15.11.2007 Erwerbsmethode Neubewertung
smart OPTIMO GmbH &
Co. KG, Osnabrück 31.12.2008 -23.12.2008 Equity-Methode Buchwert
smart OPTIMO Verwal-
tungs-GmbH, Osnabrück 31.12.2008 -23.12.2008 Equity-Methode Buchwert
Bürgerwindpark Löningen
GmbH & Co. KG, Löningen 31.12.2013 01.01.2013 -Erwerbsmethode Neubewertung
Bürgerwindpark Löningen
Verwaltungs-GmbH,
Münster 31.12.2013 01.01.2013 -Erwerbsmethode Neubewertung
Forderungen u·nd Verbindlichkeiten, aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sowie
Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden im Rahmen
von Schuldenkonsolidierung und Aufwands-und Ertragseliminierung miteinander verrechnet.
Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände, die auf Lieferungen
oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beru
hen, wurden um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.
Negative Equity-Werte wurden zum Erinnerungswert von 1 EUR unter den Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen angesetzt. Zum 31.12.2018 ergab sich aus der statistischen Wert
fortschreibung ein negativer Equity-Wert in Höhe von -3.220 TEUR.
2440491/40029870
3
IV. Erläuterungen zu Posten von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn-und Verlust-
rechnung
1. Auf Aktiva angewandte Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bilanz
erläutert.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs-oder Herstellungskosten bewertet.
Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten die direkt zurechenbaren Einzel
kosten sowie Lagergemeinkosten. Für Vermögensgegenstände der Energie-und Wasser
netze werden darüber hinaus Regiegemeinkosten berücksichtigt. Die Zuschlagsätze für die
Regiegemeinkosten betragen in Abhängigkeit von den maßnahmenbeteiligten technischen
Funktionsbereichen zwischen einem und fünfundzwanzig Prozent. Sie bemessen sich nach
den Herstellungskosten vor Regiegemeinkosten. Der Zuschlagsatz für Lagergemeinkosten
beträgt zwanzig Prozent auf Lagermaterialentnahmen. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die
Herstellungskosten eingegangen. Erhaltene Zuschüsse sind von den Anschaffungs-und Her
stellungskosten abgesetzt worden.
Erneuerungsmaßnahmen im bestehenden Netz, die eine Länge von 200 Metern und mehr
erreichen, werden aktiviert.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen Nutzungs
dauern der Vermögensgegenstände zugrunde. Zugänge werden seit dem Geschäftsjahr 2011
linear (zuvor degressiv) abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 250 EUR wurden als Auf
wand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 EUR
bis 800 EUR wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei:
Immateriellen Vermögensgegenständen
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten
Verteilungsanlagen
Technischen Anlagen und Maschinen
Anderen Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
3 - 7 Jahre
7 -50 Jahre
20 -55 Jahre
5 -22 Jahre
5 -14 Jahre
Der Abschreibung des Geschäfts-oder Firmenwerts wurde -soweit aus der in 2013 erfolgten
Erstkonsolidierung der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG resultierend -mit einem
Abschreibungszeitraum von 17 Jahren die planmäßige Restnutzungsdauer der zum Windpark
gehörenden Windenergieanlagen im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zugrunde gelegt. Soweit
der Geschäfts-oder Firmenwert aus der in 2014 erfolgten Verrechnung nachträglicher
Anschaffungskosten für die Anteile am Bürgerwindpark Löningen resultiert, wurde der
Abschreibung mit einem Zeitraum von noch 16 Jahren die zum Jahresende 2014 verbliebene
Restnutzungsdauer der Windenergieanlagen des Bürgerwindparks zugrunde gelegt.
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden mit dem anteiligen Eigenkapital
gemäß§ 312 HGB angesetzt.
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Die Bewertung der sonstigen Ausleihungen erfolgte zum Nennwert.
Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wert
berichtigungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung ausgewiesen. Soweit die
Gründe für die Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag nicht mehr bestanden, ist entsprechend
§ 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben worden.
Die Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe wurden unter Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß
§ 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen, durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren Börsen-oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.
Der Bewertung der zum Bilanzstichtag unfertigen Leistungen wurden die Herstellungskosten,
bestehend aus Einzelkosten und notwendigen Gemeinkosten, zugrunde gelegt. Soweit die
Herstellungskosten den Wert, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizu
legen war, überschritten haben, wurde auf diesen Wert abgeschrieben.
Die unter den fertigen Erzeugnissen und Waren ausgewiesenen zum Verkauf bestimmten
Windkraftanlagen sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten
die direkt zurechenbaren Material-und Fertigungseinzelkosten sowie einen Materialgemein
kostenzuschlag in Höhe von zwanzig Prozent der Lagermaterialentnahmen. Die unter der glei
chen Position ausgewiesenen Wasservorräte wurden zu Anschaffungskosten bewertet.
Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach § 9 TEHG (Treibhausgas-Emissionshan
delsgesetz) i.V.m. §§ 7 und 8 ZuG 2012 (Zuteilungsgesetz 2012) sind mit dem Wert von 1 EUR
ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedri
geren beizulegenden Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag bewertet.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zum Nennwert
oder -soweit erforderlich -unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wur
den 75 TEUR mit den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs
verhältnis besteht, verrechnet.
2. Auf Passiva angewandte Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden
Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz) wer
den auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswerts aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang wird
der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die Zugänge
werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens verrechnet und
wirken sich entsprechend den dort geltenden Nutzungsdauern abschreibungsmindernd aus.
Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze
der Strom-und Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den Netzbetreiber gezahlte
Ertragszuschüsse werden als Netzentgeltvorauszahlungen betrachtet und in einen passiven
Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versiche
rungsmathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der laufenden
Einmaiprämie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätz
licher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird, und bewertet jeden dieser Leis
tungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Als Rechnungszins
wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung
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der für Ende Dezember 2018 veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe von 3,21 % ver
wendet und somit das Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 zur Abzinsung über eine Laufzeit
von 15 Jahren genutzt. Als Rechnungsgrundlage dienten die neuen Richttafeln 2018 G von
Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die aus der Verwendung der neuen Richttafeln ausgelöste Bewer
tungsänderung hat sich nur unwesentlich ausgewirkt. Bei der Berechnung der
Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik von 2,0 % p. a. in die versicherungsma
thematischen Berechnungen einbezogen.
Für die unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Deputatverpflichtungen wurden
Kostensteigerungen von 2,50 % p. a. berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2 % p. a. bei
einem Alter von bis zu 30 Jahren bzw. 1,00 % p. a. bei einem Alter von bis zu 40 Jahren.
Die Rückstellung zur Abdeckung der Unterdeckung von Versorgungsverpflichtungen in der
Kommunalen Versorgungskasse Westfalen-Lippe (KVW), Münster, wurde auf Basis eines ver
sicherungsmathematischen Gutachtens zum 31.12.2018 bewertet (Rechnungszins 3,21 %,
Gehaltstrend 1,50 % p. a., Rententrend 1,0 % p. a.). Für die hiernach auf den Konzern entfal
lenden mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde zum Stichtag 31.12.2018 ein Unterde
ckungsbetrag von 75.893 TEUR ermittelt.
Unter Berücksichtigung der von den versicherten Mitarbeitern durchschnittlich noch zu leisten
den Arbeitszeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung wurde die Rückstellung anteilig dotiert. Im
Berichtsjahr wurden der Rückstellung insgesamt 2.118 TEUR zugeführt.
Die Rückstellung beträgt zum 31.12.2018 39.832 TEUR. Die nicht bilanzierte Unterdeckung
beträgt 36.061 TEUR. Es ist vorgesehen, diese Deckungslücke durch ratierliche Rückstel
lungszuführungen in den kommenden Jahren systematisch zu schließen.
Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ein Rechnungszins von 2,32 % zugrunde. Für die
Erhöhung von Gehalt und Beitragsbemessungsgrenzen wurden Kostensteigerungen in Höhe
von jeweils 2 % p. a. berücksichtigt.
Der Buchwert der Aufwandsrückstellungen nach§ 249 Abs. 2 HGB a. F., die gemäß Artikel 67
Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten wurden, beträgt zum 31.12.2018 5.938 TEUR.
Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurtei
lung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Zur Sicherung von Bankdarlehen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die mit den
Schuldposten zu handelsrechtlichen Bewertungseinheiten zusammengefasst werden.
Die Energiebeschaffungs-und Energieabsatzverträge (Strom und Gas) werden in Anwendung
des IDW RS ÖFA 3 abweichend vom Grundsatz der Einzelbewertung zu Vertragsportfolien
zusammengefasst. Es besteht ein angemessenes energiewirtschaftliches Steuerungssystem,
aus dem die gebildeten Vertragsportfolien nach der Homogenität der Risiken abgeleitet wur
den. Daran orientiert sich der Aufbau der Mengen-, Preis-und Ergebnisplanung der Portfolien.
Die konkreten Beschaffungs-und Vermarktungsprozesse sowie deren Überwachung setzen
die Vorgaben des Steuerungssystems um.
Die durch den Abschluss von Verträgen mit Kunden zu liefernden Mengen an Strom oder Gas
werden durch das Portfoliomanagement je Kundenvertrag einzeln (back-to -back) oder zu
sammengefasst beschafft. Ebenso werden vom Portfoliomanagement die für die Energieer
zeugung in der Gas-und Dampfturbinen-Anlage (GuD-Anlage) und den weiteren Erzeugungs
einheiten (Blockheizkraftwerke, BHKW) benötigten Mengen Gas beschafft sowie der erzeugte
Strom vermarktet. Das Portfoliomanagement strukturiert die Beschaffung und den Absatz der
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Energiemengen Strom oder Gas jeweils getrennt in Bücher, das Vertriebsbuch, das Erzeu
gungsbuch und das Hedgebuch, sowie den darin geführten Portfolien.
Das implementierte Risikomanagementsystem erfasst die aggregierten Positionen im Hedge
buch auf Basis von vorgegebenen Risikolimiten, die ebenso wie die zur Angebotskalkulation
und zur Bewertung verwendeten Preiskurven täglich durch das Risikocontrolling überwacht
werden.
Die implementierte Deckungsbeitragsrechnung erfasst jedes gebildete Vertragsportfolio.
Dabei werden interne Geschäfte zwischen den Vertragsportfolien zu marktüblichen
Bedingungen abgeschlossen und in die jeweilige Deckungsbeitragsrechnung einbezogen.
Zurechenbare Gemeinkosten werden angemessen berücksichtigt.
Die Bewertungszeiträume bestehen aufgrund der rollierenden Durchführung der Sicherungs
transaktionen für einen unbegrenzten Zeitraum. Aktuell sind Zeiträume bis zum Lieferjahr 2022
betroffen.
Bei einem negativen Deckungsbeitrag eines Vertragsportfolios wird eine Drohverlustrückstel
lung gebildet.
3. Verzicht auf Bewertungsanpassungen bei assoziierten Unternehmen
Die at-equity einbezogene FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH hat in dem von ihr auf
den 31.12.2018 aufgestellten Konzernabschluss teilweise abweichende Bewertungsmethoden
angewandt: Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als
250 EUR bis 1.000 EUR hat die Gesellschaft entsprechend§ 6 Abs. 2a EStG einen Sammel
posten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den darauffolgenden vier Geschäftsjahren mit
einem Fünftel abgeschrieben wird. Aus der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Vorschriften
auf die Pensionsrückstellungen der Gesellschaft in 201 O resultiert ein Unterschiedsbetrag, den
die Gesellschaft in Ausübung des Wahlrechts nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB ratierlich
den Pensionsrückstellungen zuführt. Zum 31.12.2018 beträgt die sich hieraus ergebende
Unterdeckung der Pensionsrückstellungen 153 TEUR. Eine Rückstellung für die mittelbare
Verpflichtung aus der Unterdeckung von Versorgungsansprüchen der Mitarbeiter gegenüber
der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe) wurde nicht gebildet.
Die at-equity einbezogene smart OPTIMO GmbH & Co. KG hat in ihrem Jahresabschluss von
dem Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anla
gevermögens Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag werden selbst geschaffene immaterielle
Vermögenswerte in Höhe von 3.137 TEUR ausgewiesen. Im Konzernabschluss der Stadt
werke Münster wurde von dem Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.
Für die at-equity einbezogene Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V. wurde der nach nie
derländischem Recht auf den 31.12.2018 aufgestellte und geprüfte Jahresabschluss unverän
dert übernommen.
In diesen Fällen wurde auf eine Anpassung der Bewertung im Konzernabschluss in Anwen
dung des § 312 Abs. 5 HGB verzichtet.
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4. Angaben zu Aktivposten der Konzernbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Konzernanhang gezeigt.
Aus der in 2013 erfolgten Erstkonsolidierung der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG
resultierte ein Geschäfts-oder Firmenwert in Höhe von 5.885 TEUR. Für in 2014 hierauf
angefallene nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von 295 TEUR wurde der Geschäfts
oder Firmenwert entsprechend erhöht. Der Abschreibung des Geschäfts-oder Firmenwerts
wurde mit einem Abschreibungszeitraum von 17 Jahren -für den goodwill aus der Erstkonso
lidierung in 2013 -bzw. von 16 Jahren -angewandt auf den Zugang in 2014 -jeweils die
planmäßige, stichtagsbezogene Restnutzungsdauer der zum Windpark gehörenden Wind
energieanlagen zugrunde gelegt.
Die auf die Vermögensgegenstände der stromerzeugenden Bestandteile der Gas-und Dampf
turbinenanlage (GuD-Anlage), Standort HKW Hafen, im Jahr 2013 vorgenommene außerplan
mäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 13.947 TEUR wurde bei
behalten.
In 2014 haben die Gesellschafter der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven,
(FMO) ein Finanzierungskonzept zur Ausstattung des FMO mit Eigenkapital beschlossen. Das
Konzept sieht jährliche Zuführungen der Gesellschafter in das Eigenkapital des FMO vor, die
jeweils gesondert mit einem Vorlauf von zwei Kalenderjahren von den Gesellschaftern ver
pflichtend beschlossen werden. Die durch diesen verpflichtenden Beschluss begründete
Erhöhung des Beteiligungswertes wurde regelmäßig, zuletzt im Geschäftsjahr 2017, durch
eine außerplanmäßige Abschreibung korrigiert.
Die Gesellschaft erhielt weiterhin aufgrund des oben genannten Finanzierungskonzepts im
Dezember 2015 ein Darlehen in Höhe von 5.890 TEUR. Für dieses Darlehen ergibt sich auf
grund der vertraglich vereinbarten, marktgerechten Zins-und Tilgungsregelungen sowie der
mit dem Finanzierungskonzept verbundenen, positiven Entwicklungsprognose der FMO kein
Wertberichtigungsbedarf.
Auf die Beteiligung an der Westfälische Landeseisenbahn GmbH, Lippstadt, (WLE) wurde eine
außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 308 TEUR nach § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB vor
genommen.
Die sonstigen Ausleihungen beinhalten Forderungen aus Festgeldguthaben, die zum Zwecke
der Besicherung langfristiger Bürgschaften sicherungsübereignet wurden (955 TEUR; Vorjahr:
1.622 TEUR). Darüber hinaus sind im Wesentlichen niedrig verzinsliche Mitarbeiterdarlehen
enthalten (724 TEUR; Vorjahr: 867 TEUR). Die Bewertung erfolgte jeweils zum Nennwert der
Forderungen.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (56.673 TEUR; Vorjahr: 60.237 TEUR)
sind auch die Forderungen aus der Abgrenzung der Energie-und Wasserlieferungen zwischen
letztem Ablesestichtag und dem Bilanzstichtag enthalten, die mit den hierfür bis zum Bilanz
stichtag aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurden.
Den Forderungen gegen den Gesellschafter (13.757 TEUR; Vorjahr: 20.499 TEUR) liegen im
Wesentlichen Ausgleichsansprüche der Stadtwerke Münster aus den für die Geschäftsjahre
2019 und 2020 beschlossenen Einzahlungen der Stadtwerke Münster in die Kapitalrücklage
der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH in Höhe von insgesamt 11.780 TEUR
zugrunde. Auf eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr entfallen davon 5.890 TEUR. Auf
Energie-und Wasserlieferungen entfallen 1.772 TEUR.
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Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(551 TEUR; Vorjahr: 523 TEUR), betreffen im Wesentlichen Kostenerstattungen und Forde
rungen aus Energie-und Wasserlieferungen. In Höhe von 75 TEUR wurden im Berichtsjahr
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht mit den ent
sprechenden Verbindlichkeiten verrechnet.
Die sonstigen Vermögensgegenstände (18.384 TEUR; Vorjahr: 19.083 TEUR) beinhalten im
Wesentlichen die die Energie-und Stromsteuer betreffenden Entlastungsbeträge
(10.468 TEUR) insbesondere resultierend aus dem Erdgasbezug für die GuD-Anlage, vor
nehmlich auf Energiebezüge entfallende, noch nicht abziehbare Vorsteuer (5.360 TEUR).
Die nachfolgende Übersicht gibt die aktiven und passiven Steuerlatenzen in Bezug auf die
Konzernabschlussebene und die betroffenen Hauptabschlussposten wieder. Auf die Steuerla
tenzen ist aufgrund des regionalen Schwerpunkts des Konzerns grundsätzlich ein konzernweit
einheitlicher Ertragsteuersatz in Höhe von 31,9 % (Vorjahr: 31,9 %) zur Anwendung gekom
men. Soweit den Steuerlatenzen Beteiligungen an Personengesellschaften zugrunde liegen,
war hiervon abweichend ein Ertragsteuersatz von 15,8 % anzuwenden.
Steuerlatenzen Konzern Stadtwerke Münster per 31.12.2018 in TEUR
Latente
Posten Latenzrechnung HBI HBII Konzern Steuern
Aktivlatenzen
Sachanlagen 2.008 2.008 641
Beteiligungen an Kapitalgesellschaften 3.002 3.002 958
Beteiligungen an Personengesellschaften 4.660 4.660 738
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 43.869 43.869 14.007
Sonstige Rückstellungen 16.473 16.473 5.222
Verbi ndl ic hkeiten 732 732 234
Summe Aktivlatenzen aus Buchwertdifferenzen 70.744 70.744 21.800
Passivlatenzen
Sachanlagen -2.084 -6.875 -8.959 -2.523
Sonderposten mit Rücklageanteil -11.401 -11.401 -3.640
Summe Passivlatenzen aus Buchwertdifferenzen -13.485 -6.875 -20.360 -6.163
Aktiv-/Passivüberhang aus Differenzen 57.259 -6.875 50.384 15.637
Auf die Aktivierung des sich bis auf Konzernebene ergebenden Überhangs von aktiven laten
ten Steuern in Höhe von 15.637 TEUR (Vorjahr: 18.568 TEUR) wurde verzichtet. Aus der
Konsolidierung ergab sich ein nur unwesentlicher Überhang aktiver latenter Steuern von des
sen Bilanzierung vereinfachend abgesehen werden durfte.
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5. Angaben zu Passivposten der Konzernbilanz
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Vorjahr unverändert 51.200 TEUR.
Der Kapitalrücklage (106.532 TEUR; Vorjahr: 106.224 TEUR) wurden aus Gesellschaftermit
teln 308 TEUR zugeführt. Der Zuführung liegt der Belastungsausgleich für den auf die Stadt
werke Münster entfallenden Anteil am Verlustausgleich der Westfälischen Landeseisenbahn
GmbH, Lippstadt, zugrunde.
Die Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018 weist einen Konzern
jahresüberschuss von 28.151 TEUR aus (Vorjahr: 14.514 TEUR). Der Gewinnvortrag beträgt
4.485 TEUR (Vorjahr: 4.628 TEUR). Der vom Konzernjahresüberschuss abzusetzende, ande
ren Gesellschaftern zustehende Gewinn beträgt 36 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR). In die anderen
Gewinnrücklagen wurden 21.122 TEUR eingestellt (Vorjahr: 10.625 TEUR). Unter Berücksich
tigung einer Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 6.500 TEUR (Vorjahr: 4.000 TEUR) ergibt
sich ein Konzernbilanzgewinn von 4.978 TEUR (Vorjahr: 4.485 TEUR).
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (49.051 TEUR; Vorjahr:
45.944 TEUR) umfassen Rückstellungen zur Abdeckung von Versorgungsverpflichtungen in
der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe; 39.832 TEUR; Vorjahr: 37.714
TEUR), Rückstellungen für Deputatverpflichtungen (6.668 TEUR; Vorjahr: 5.690 TEUR),
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (2.534 TEUR; Vorjahr: 2.513 TEUR) sowie Rück
stellungen für die Verpflichtungen zum Ausgleich der Rentenminderung bei Altersteilzeitver
einbarungen (17 TEUR; Vorjahr: 26 TEUR).
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellun
gen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssat
zes der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des
durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt 18.380 TEUR. Hier
von wurden bis zum 31.12.2018 5.370 TEUR zur Deckung künftiger Zinsrisiken der Rückstel
lung für die Unterdeckung von Versorgungsverpflichtungen in der KVW zugeführt.
Die erwarteten Zahlungen aus der Abrechnung der Strom-und Erdgassteuer 2018
(6.115 TEUR; Vorjahr: 8.761 TEUR) und den ertragsabhängigen Steuern (5.127 TEUR; Vor
jahr: 3.739 TEUR) sind unter den Steuerrückstellungen ausgewiesen (11.242 TEUR im
Berichtsjahr; Vorjahr: 12.500 TEUR).
Die sonstigen Rückstellungen (38.952 TEUR; Vorjahr: 46.755 TEUR) betreffen insbesondere
ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebs aus der Aufteilung der Fahrgeldeinnahmen
unter den Verkehrsunternehmen der Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM)
(9.419 TEUR; Vorjahr: 9.155 TEUR), Entsorgungsverpflichtungen (5.938 TEUR; Vorjahr:
5.938 TEUR), ein Rücktrittsrecht aus Immobilienverkauf (5.110 TEUR), Ansprüche der Mitar
beiter aus Leistungszulage, Urlaubsrückständen und Gleitzeitguthaben (4.452 TEUR; Vorjahr:
4.31 O TEUR), Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (3.953
TEUR; Vorjahr: 19.243 TEUR), bestehende Altersteilzeitverpflichtungen (1.359 TEUR; Vor
jahr: 2.254 TEUR) und Netzinstandhaltung (1.224 TEUR; Vorjahr: 1.166 TEUR).
Den Drohverlustrückstellungen liegen im Wesentlichen von Besitzstandsregelungen begleitete
betriebliche Umstrukturierungen im Bereich Planung, Bau und Betrieb von Versorgungsnetzen
zugrunde (3.546 TEUR; Vorjahr: 3.773 TEUR) zugrunde.
Das Genussscheinkapital (1.775 TEUR; Vorjahr: 1.968 TEUR) ist zum Erfüllungsbetrag ange
setzt. Die Gesamtlaufzeiten der Genussrechte betragen zwischen 7 und 20 Jahren. Die Rück
zahlung des Genussscheinkapitals erfolgt zum Laufzeitende. Die Genussrechte haben sich in
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2018 mit Zinssätzen von 3,5 % bis 8,0 % verzinst (89 TEUR Zinsen im Berichtsjahr; im Vorjahr
93 TEUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (119.983 TEUR; Vorjahr: 115.927 TEUR)
resultieren insbesondere aus dem zur Finanzierung der Strategie 2020 in 2012 aufgenomme
nen endfälligen Schuldscheindarlehen in Höhe von 70.000 TEUR. Im Berichtsjahr ist ein bei
der Berliner Sparkasse aufgenommenes Darlehen in Höhe von 10.000 TEUR zur Auszahlung
gekommen. Das Darlehen finanziert die bereits zum Ende des Vorjahres erfolgte Ablösung
eines Bankdarlehens der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG.
Im Vorjahr wurde zur Finanzierung neu errichteter Windenergieanlagen ein Darlehen über
6.800 TEUR bei der Sparkasse Münsterland Ost aufgenommen. Das Darlehen ist durch
Sicherungsübereignung von Windenergieanlagen gesichert. Per 31.12.2018 beträgt die Dar
lehensvaluta 6.313 TEUR.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2013 ein Darlehen der Hamburger Sparkasse AG, Hamburg, in
Höhe von nominal 5,9 Mio. EUR aufgenommen. Dieses wurde zum Erwerb der Photovoltaik
Freiflächenanlage in Hassendort verwendet. Durch Übertragung der PV-Anlage ist das Darle
hen abgesichert. Per 31.12.2018 beträgt die Darlehensvaluta 4.030 TEUR.
Zur preislichen Absicherung von Dieselbezügen im Bereich ÖPNV wurden Swaps abgeschlos
sen. Für negative Marktwerte dieser Swaps wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften in Höhe von insgesamt 191 TEUR gebildet, handelsrechtliche
Bewertungseinheiten wurden in diesem Zusammenhang nicht gebildet.
Zur Zinssicherung von variabel verzinslichen Darlehen werden die folgenden Zinsswaps ein
gesetzt:
Lfd. Nr. Produkt Laufzeit BetraQ in TE UR Marktwert in TEUR
1 Zinsswap 22.11 .13 -22.11 .19 6.000 -99
2 Zinsswap 22.11.13 -22.11.22 5.000 -403
3 Zinsswap 22.11.13 -22.11.24 3.000 -359
4 Zinsswap 22. 1 0. 17 -22. 1 0. 27 2.550 -270
5 Zinsswap 30.03.12 -30.12.26 5.300 -249
6 Zinsswap 01.09.17 -30.06.37 6.800 -229
7 Zinsswap 30.06.12 -30.06.27 3.000 -128
> Zinsswap 31.650 -1.737
Die Grundgeschäfte (Darlehen) und die Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) weisen neben der
Betragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf und wurden in Bewertungseinheiten zusammen
gefasst (critical-term-match-Methode im Rahmen des Micro-Hedging). Aufgrund der
deckungsgleichen Beziehung konnte auf eine bilanzielle Risikovorsorge für die nach bankin
ternen Berechnungsmodellen errechneten negativen Zeitwerte in Höhe von insgesamt
-1.737 TEUR (Vorjahr: -1.935 TEUR) verzichtet werden. Es wurde die Einfrierungsmethode
verwendet.
Den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (1.540 TEUR; Vorjahr: 301 TEUR) liegen Vor
leistungen im Rahmen schwebender Geschäfte zugrunde. Per 31.12.2018 wird hier im We
sentlichen eine Anzahlung für den Verkauf einer Windkraftanlage ausgewiesen (1.200 TEUR).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (37.969 TEUR; Vorjahr: 45.686 TEUR)
resultieren vornehmlich aus dem Strom-und Gasbezug. Darüber hinaus entfallen wesentliche
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Beträge auf die an Übertragungsnetzbetreiber zu entrichtenden Netzentgelte und Umlagen
sowie auf die Beauftragung von Busfahrleistungen im öffentlichen Linienverkehr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (3.551 TEUR; Vorjahr: 1.248 TEUR)
betreffen die Inanspruchnahme des Cash-Pool-Verfahrens des Gesellschafters (1.879 TEUR),
Gewerbesteuerverbindlichkeiten (925 TEUR) und Guthaben aus Überzahlungen von Energie
und Wasserlieferungen (747 TEUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
(13.312 TEUR; Vorjahr: 20.341 TEUR) betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber
der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, auf Kapitaleinzahlungen in Höhe von
11.780 TEUR für die Jahre 2019 und 2020. Auf Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr ent
fallen hiervon 5.890 TEUR. Gegenüber der items GmbH, Münster, bestehen Verbindlichkeiten
aus dem Bezug von IT-Dienstleistungen in Höhe von 1.41 O TEUR (Vorjahr: 2.385 TEUR).
Die sonstigen Verbindlichkeiten (16.771 TEUR; Vorjahr: 15.483 TEUR) betreffen im Wesentli
chen die Umsatzsteuer (3.952 TEUR), die Energiesteuern für Strom und Erdgas
(3.288 TEUR), erhaltene, noch nicht abgerechnete Zuschüsse überwiegend die ÖPNV-lnfra
struktur betreffend (2.032 TEUR), Überzahlungen aus der Leistungsabrechnung
(4.149 TEUR) und die Lohnsteuer (762 TEUR).
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum Stichtag von Berichtsjahr und Vorjahr sind den
nachfolgenden Tabellen zu entnehmen.
Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2018 (alle Angaben in TEUR):
Konzernbilanz da\iOn mit einer Restlaufzeit
Bilanzpositionen 31.12.2018 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Genussscheinkapital 1.775 163 662 950
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 119.983 16.416 53.900 49.667
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.540 1.540 --
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.969 37.137 665 167
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 3.551 3.551 --
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.312 7.422 5.890 -
Sonstige Verbindlichkeiten 16.771 16.771 --
Summe 194.901 83.000 61.117 50.784
Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2017 (alle Angaben in TEUR):
Konzernbilanz dal.{)n mit einer Restlaufzeit
Bilanzpositionen 31.12.2017 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Genussscheinkapital 1.968 193 675 1.100
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 115.927 6.774 54.181 54.972
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 301 301 --
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.686 44.757 631 298
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.248 1.248 --
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungs\.€rhältnis besteht 20.340 8.560 11.780 -
Sonstige Verbindlichkeiten 15.483 15.483 --
Summe 200.953 77.316 67.267 56.370
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Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesi
chert sind, beträgt 20.403 TEUR (Vorjahr: 22.484 TEUR). Auf die Besicherung durch Grund
schulden entfallen davon 4.838 TEUR (Vorjahr: 5.404 TEUR), auf Sicherungsübereignungen
15.565 TEUR (Vorjahr: 17.080 TEUR). Grundschulden und Sicherungsübereignungen betref
fen vollständig die Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Darüber hin
aus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche Sicherheiten. Mit
einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten (28.096 TEUR; Vorjahr: 26.582 TEUR) beinhaltet
im Wesentlichen die von den Kunden als Netzanschlussbeiträge (Baukostenzuschüsse und
Hausanschlusskostenbeiträge) vorausgezahlten Netzentgelte für das Strom-und Gasnetz in
Höhe von 24.658 TEUR (Vorjahr: 24.590 TEUR). Die Auflösung dieser Beträge erfolgt jährlich
mit 5 % gegen die Umsatzerlöse.
6. Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr für die Tätigkeitsbereiche wie folgt entwickelt:
Umsatzerlöse nach Tätiqkeitsbereichen in TEUR
Tätigkeitsbereiche 2018 2017 O/o
Enerqie-und Wasserversorgung 492.622 480.405 2,54
ÖPNV incl. Parkraumbewirtschaftung 47.101 45.843 2,74
Sonstiges 8.770 9.034 -2,92
L Tätigkeitsbereiche 548.493 535.282 2,47
Der Tätigkeitsbereich Sonstiges beinhaltet insbesondere die Immobilienbewirtschaftung.
Der Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (819 TEUR; Vorjahr:
11.977 TEUR) liegen die Herstellungskosten von zum Stichtag unfertigen Aufträgen und für
unter den fertigen Erzeugnissen ausgewiesene zum Verkauf bestimmte Windenergieanlagen
zugrunde.
Die anderen aktivierten Eigenleistungen (8.990 TEUR; Vorjahr: 9.612 TEUR) entfallen insbe
sondere auf Investitionen in die Energie-und Wassernetze (7.935 TEUR).
Die sonstigen betrieblichen Erträge (34.776 TEUR; Vorjahr: 18.201 TEUR) resultieren im
Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen (24.757 TEUR) und Schadensersatzansprüchen
(7.354 TEUR). Letzteren liegt im Wesentlichen ein Schaden am Gas-und Dampfturbinenkraft
werk zugrunde.
Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung sonstiger
Rückstellungen (16.524 TEUR) und Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage
vermögens (7.651 TEUR).
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
(260.808 TEUR; Vorjahr: 255.655 TEUR) sind, wie im Vorjahr, im Wesentlichen geprägt durch
Bezugsaufwendungen für Energie-und Wasserlieferungen (162.311 TEUR), EEG-Zahlungen
an Übertragungsnetzbetreiber (76.968 TEUR) und Einspeisevergütungen für Strom aus EEG
und KWK-Anlagen (21.529 TEUR).
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (120.125 TEUR; Vorjahr: 120.801 TEUR) betref
fen insbesondere die an Übertragungsnetzbetreiber und andere fremde Netzbetreiber zu ent
richtenden Netznutzungsentgelte (57.465 TEUR), die Aufwendungen aus der Anmietung von
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Busfahrleistungen im ÖPNV (16.970 TEUR), Aufwendungen aus der Immobilienbewirtschaf
tung (5.336 TEUR) sowie Aufwendungen für den Messstellenbetrieb und Messdienstleistun
gen (5.205 TEUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (56.134 TEUR; Vorjahr: 54.333 TEUR) enthalten
neben der Konzessionsabgabe (17.984 TEUR) im Wesentlichen Aufwendungen für IT-Dienst
leistungen (9.105 TEUR), für ein Rücktrittsrecht aus einem Grundstücksverkauf (5.11 O TEUR),
Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb (4.559 TEUR), für Öffentlichkeitsarbeit
(2.964 TEUR), für Prüfung und Beratung (2.727 TEUR), Wartung und Pflege von Software
(2.111 TEUR), Versicherungen (2.024 TEUR), Miet-, Pacht-und Leasingaufwendungen
(1.484 TEUR) Gebühren und Abgaben (1.423 TEUR) sowie Aufwendungen für Porto, Telefo
nie und Frachten (1.297 TEUR).
Die periodenfremden Aufwendungen betragen 2.359 TEUR (Vorjahr: 693 TEUR). Davon wer
den 1.723 TEUR für Steuernachforderungen aufgrund einer Betriebsprüfung unter den Steu
ern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Für auf das Vorjahr entfallende Strom-und
Erdgassteueraufwendungen sind unter den sonstigen Steuern 600 TEUR enthalten.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betragen 308 TEUR (Vorjahr: 12.077 TEUR). Ihnen
liegen nachträgliche Anschaffungskosten aus Verlustausgleichszahlungen an die Beteiligung
Westfälische Landeseisenbahn GmbH, Lippstadt, zugrunde. Der Vorjahreswert resultiert im
Wesentlichen aus der Abschreibung der für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 beschlossenen
Zuführungen in das Eigenkapital der Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven
(11.780 TEUR). Auf die Verlustausgleichszahlung an die Westfälische Landeseisenbahn ent
fielen im Vorjahr 297 TEUR.
Der Zinsaufwand des Berichtsjahres (5.715 TEUR; Vorjahr: 6.246 TEUR) setzt sich im
Wesentlichen aus den Zinsen für die Fremddarlehen (3.131 TEUR; Vorjahr: 3.704 TEUR)
sowie aus den Zinsen für die Aufzinsung langfristiger Personalrückstellungen (1.688 TEUR;
Vorjahr: 1.833 TEUR) zusammen. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung verteilen sich
im Wesentlichen auf die mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Unterdeckung der Kom
munalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (KVW) (1.241 TEUR; Vorjahr: 1.339 TEUR),
auf Deputatzusagen (206 TEUR; Vorjahr: 206 TEUR), Rückbauverpflichtungen für regenera
tive Stromerzeugungsanlagen (93 TEUR; Vorjahr: 84 TEUR) und auf Direktzusagen
(89 TEUR; Vorjahr: 95 TEUR).
V. Haftungsverhältnisse
Zum 31. Dezember 2018 bestehen acht (Vorjahr acht) Bürgschaften zugunsten der FMO Flug
hafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, mit einer Bürgschaftsvaluta zum Bilanzstichtag in
Höhe von insgesamt 5.809 TEUR (Vorjahr: 8.789 TEUR). Der FMO wird aufgrund des von den
Gesellschaftern in 2014 beschlossenen Finanzierungskonzepts durch Erhöhung des Eigenka
pitals und durch Gesellschafterdarlehn in seiner Finanzkraft gestärkt. Die bürgschaftsgesicher
ten Darlehen sollen dann abgelöst werden. Die Gesellschafter haben bereits die Beschlüsse
zur Umsetzung der Tranchen des Finanzierungskonzeptes bis einschließlich 2020 gefasst.
Unter der Voraussetzung, dass auch die weiteren verpflichtenden Beschlüsse ebenso wie die
bisher gefassten umgesetzt werden, ist eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bei
Umsetzung der positiven Entwicklungsprognose nicht zu erwarten.
Des Weiteren bestehen drei Bürgschaften zugunsten der Westfälischen Landeseisenbahn
GmbH, Lippstadt, mit einer Bürgschaftsvaluta zum Bilanzstichtag in Höhe von 732 TEUR (Vor
jahr: 592 TEUR) für drei Darlehen. Die Gesellschaft hat 2014 ein Darlehen über 2.700 TEUR
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mit einer Laufzeit von 15 Jahren, im Jahr 2015 ein Darlehen über 2.000 TEUR mit einer Lauf
zeit von 20 Jahren und im Jahr 2018 ein weiteres Darlehen über 1.300 TEUR mit einer Laufzeit
von 20 Jahren aufgenommen. Diese Darlehen werden durch die drei Hauptgesellschafter
Kreis Warendorf, Kreis Soest und Stadtwerke Münster GmbH verbürgt. Aufgrund eines Ergeb
nisübernahmevertrages ist das Risiko einer Inanspruchnahme nahezu auszuschließen.
VI. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Bestellverpflichtungen im Investitionsbereich beliefen sich zum 31.12.2018 auf
9.617 TEUR. Aus Miet-, Pacht-und Leasingverträgen mit Laufzeiten zwischen 1 und 5 Jahren
resultieren jährliche Verpflichtungen von 214 TEUR. Für langfriste Pacht-und Erbbaurechts
verträge betragen die jährlichen Zahlungen 2.040 TEUR. Aus mit der smart OPTIMO GmbH
& Co. KG, Osnabrück, geschlossenen Pacht-und Dienstleistungsverträgen zur Durchführung
von Messstellenbetrieb und Messdienstleistungen ergibt sich für das Jahr 2019 eine Zahlungs
verpflichtung in Höhe von 7.956 TEUR.
Aus der Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Trois
dorf, können sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeugung
finanzielle Verpflichtungen bis zu einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. EUR ergeben. Bis zum
31.12.2018 wurden Investitionen in Höhe von 3,5 Mio. EUR realisiert.
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sondervertrags
und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unternehmerischer
Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie zum Nominal
wert von 206,0 Mio. EUR geschlossen worden.
2. Gesamtbezüge von Geschäftsführung und Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge der im September 2018 ausgeschiedenen Geschäftsführung betrugen für
das Berichtsjahr 474 TEUR. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Vergütungsbestandteile Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Dirk Wernicke
Festvergütung
(inkl. geldwertem Vorteil) 161 198
leistungsorientierte Vergütung 35 35
Arbeitgeberfinanzierte Beiträge
zur Alters'v€rsorgung 25 20
Gesamt 221 253
Die Gesamtbezüge von Herrn Stefan Grützmacher betrugen für den Zeitraum vom 19. Sep
tember 2018 bis zum 31.12.2018 77 TEUR und ergeben sich aus der vereinbarten Festvergü
tung auf Basis von nachgewiesenen Stunden.
Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr 182 TEUR
an Pensionen aufgewendet. Für sie bestehen per 31.12.2018 Pensionsrückstellungen in Höhe
von 2.534 TEUR.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für die Teilnahme an den Sitzungen ein Sitzungs
geld. Aufsichtsratsmitglieder, die gleichzeitig Mitglieder des Rates der Stadt Münster sind,
erhalten kein Sitzungsgeld von den Stadtwerken Münster. Die Bezüge für den Aufsichtsrat
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betrugen insgesamt 3.462,90 EUR. Die nachfolgende Übersicht zeigt deren Verteilung auf die
Aufsichtsratsmitglieder:
Aufsichtsratsmitqlied Aufsichtsratsbezüqe 2018 in €
Breitenbach, Wilhelm 357,00
Dünzelmann, Katrin 392,70
Gemmeke, Franz 357,00
Grinqel, Guido 357,00
Ludorf, lnes 107,10
Machado, Antonio 142,80
Pike, Wayne 214,20
Röhricht, Dominic 178,50
Spiekermann-Blankertz, Michael 178,50
Szcepanek, Anneliese 214,20
Terborg, Hermann 392,70
Vorholt, Marcus 357,00
Weidekamp, Michael 35,70
Wischer, Rolf 178,50
:5'" Aufsichtsratsbezüqe 3.462,90
Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darlehen
erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Auf
sichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten. Deren Wert betrug zum
31.12.2018 12.342 EUR bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %. Im Berichtsjahr wurden neue
Darlehen im Wert von 13.552 EUR aufgenommen und Tilgungen in Höhe von 1.21 O EUR
geleistet. Lohn-und Gehaltsvorschüsse wurden nicht gewährt.
3. Belegschaft
Im Geschäftsjahr 2018 wurden durchschnittlich 1 .250 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.277).
Die Belegschaft bestand durchschnittlich aus 1.003 (Vorjahr: 1.040) vollzeitbeschäftigten und
247 (Vorjahr: 237) teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern. Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig
konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH 2,5 Arbeitnehmer in Vollzeit (Vorjahr:
2,5 Arbeitnehmer).
Die Stadtwerke Münster GmbH und die münsterNETZ GmbH sind Mitglied der Kommunalen
Versorgungskassen Westfalen-Lippe, Münster (KVW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeit
nehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-Invaliditäts-und Hin
terbliebenenversorgung zu gewähren. Die Gesellschaften haben sich bei Begründung der Mit
gliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag über die
Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) zu versi
chern sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % plus 3,25 % Sanierungsgeld und wird von
den Gesellschaften allein getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen Löhne und Gehäl
ter für das Jahr 2018 beträgt 53,7 Mio. EUR (Vorjahr: 49,9 Mio. EUR). Zur Abdeckung der aus
einer möglichen Unterdeckung der Versorgungsverpflichtungen in der KVW folgenden Verpflich
tungen in Höhe von insgesamt 75,9 Mio. EUR wurde eine Rückstellung in Höhe von
39,8 Mio. EUR gebildet.
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\1
I'
16
4. Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 berechnete
Gesamthonorar beträgt 336 TEUR (Vorjahr: 220 TEUR). Auf Abschlussprüfungsleistungen ent
fallen 137 TEUR, auf andere Bestätigungsleistungen 24 TEUR, auf Steuerberatungsleistungen
3 TEUR und auf sonstige Leistungen 172 TEUR.
5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktübli-
chen Bedingungen zustande gekommen sind
Im Geschäftsjahr 2018 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen
sind.
6. Auf Gemeinschaftsunternehmen entfallende Vermögenswerte und Schulden sowie
Aufwendungen und Erträge
Auf das Gemeinschaftsunternehmen Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster,
entfallen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 379 TEUR (Vorjahr: 884 TEUR), langfris
tige Vermögenswerte in Höhe von 1.997 TEUR (Vorjahr: 1.822 TEUR) und kurzfristige Schul
den in Höhe von 319 TEUR (Vorjahr: 234 TEUR). Von den Aufwendungen und Erträgen im
Konzern entfallen auf das Gemeinschaftsunternehmen im Wesentlichen Umsatzerlöse in
Höhe von 3.551 TEUR (Vorjahr: 3.451 TEUR), Materialaufwand in Höhe von 170 TEUR (Vor
jahr: 133 TEUR), Personalaufwand in Höhe von 230 TEUR (Vorjahr: 224 TEUR) und Abschrei
bungen in Höhe von 141 TEUR (Vorjahr: 146 TEUR).
7. Nachtragsbericht
Die Stadtwerke Münster GmbH haben Beschlüsse zur Übertragung des Eigentums an den
Versorgungsnetzen auf die münsterNETZ GmbH sowie den Wechsel der für die Versorgungs
netzte tätigen Mitarbeiter zur münsterNETZ GmbH gefasst. Die rechtliche Umsetzung soll im
Geschäftsjahr 2020 erfolgen.
Münster, am 15. November 2019
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schäftsführung
ergie)
T r_ ,_
FrankGJ;r
(Geschäftsführer Mobilität)
17
E;ntwicklung des Anlagevermögens im Konzernabschluss Stadtwerke Münster für das Geschäftsjahr 2 0 1 8 -Anlage zum Anhang
:~
Anschaffungs -und Herstellungskosten Abschreibungen/ Wertberichtigungen Buchwerte
Vor Abrechnung von Zuschüssen Erhaltene Zuschüsse
Um-Um-Um-
Stand Zugänge Abgänge buchungen Stand Stand Zugänge Abgänge buchungen Stand Stand Zugänge Abgänge buchungen Zuschreibungen Stand Stand Stand
01.01.2018 2018 2018 2018 31.12.2018 01.01.2018 2018 2018 2018 31.12.2018 01.01.2018 2018 2018 2018 2018 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen
und ähnliche Rechte 39.237 1.152 1.823 42.212 2.816 2.816 29.285 pA 3.472 32.757 6.639 7.136
2. Geschäfts-oder Firmenwert 6.188 6.188 1.813 pA 365 2.178 4.010 4.375
45.425 1.152 1.823 48.400 2.816 2.816 31.098 pA 3.837 34.935 10.649 11.511
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken 281.454 5.757 166 4.155 291.200 12.955 12.955 162.896 pA 5.981 75 168.802 109.443 105.603
2. Verteilungsanlagen 731.974 16.345 268 6.588 754.639 61.615 1.550 63.165 532.372 pA 8.922 268 -541.026 150.448 137.987
3. Sonstige technische Anlagen
und Maschinen 237.105 2.501 994 2.736 241.348 2.881 91 2.972 165.950 pA 7.448 934 172.464 65.912 68.274
4. Fahrzeuae für Personenverkehr 34.560 1.565 1.244 779 35.660 11.171 1.748 308 12.611 14.622 PA 1.674 935 15.361 7.688 8.767
5. Andere Anlagen, Betriebs-und
Geschäftsausstattung 65.946 2.945 474 1.189 69.606 5.324 . 5.324 48.816 pA 2.590 453 50.953 13.329 11.806
6. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 23.446 16.514 -17.270 22.690 -22.690 23.446
1.374.485 45.627 3.146 -1.823 1.415.143 93.946 3.389 308 97.027 924.656 pA 26.615 2.665 948.606 369.510 355.883
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen 62.069 1 -61.252 . 52.877 E 50 E 973 51.954 9.298 9.192
E 816
2. Beteiliaunaen 6.947 308 380 6.875 2.909 aoA 308 3.217 3.658 4.038
3. Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht 5.890 368 5.522 5.522 5.890
0
4. Sonstige Ausleihungen 2.489 52 857 1.684 -. -1.684 2.489
77.395 360 1.606 75.333 55.786 apA 308 E 973 55.171 20.162 21.609
E 816 E 50
L 2.422 L 358
Gesamt 1.497.305 47.139 4.752 0 1.538.876 96.762 3.389 308 99.843 1.011.540 pA 30.452 2.665 1.038.712 400.321 389.003
E 816 apA 308 E 973
L 5.568 E 50 L 973
:, 30.810
Erläuterung der Abkürzungen:
pA = planmäßige Abschreibungen
apA = außerplanmäßige Abschreibungen
E Equity-Fortsch reibung
Erläuterung der Eguit)I-Fortschreibung:
Anschaffungskosten Abgang E: Gewinnausschüttungen assoziierter Unternehmen = 816 T€
Abschreibungen Zugang E: Anteilige Jahresfehlbeträge assoziierter Unternehmen= 50 T€
Abschreibungen Zuschreibung E: Anteilige Jahresüberschüsse assoziierter Unternehmen= 973 T€
2440497/40029870
111
Konzern-Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2018 (01.01. -31.12.)
2018 2017 Veränderun
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss 28.151 14.514
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 30.810 41.506
Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens aus Equity-Bewertung -973 -1.365
Abnahme der Rückstellungen -11.162 -10.696
Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen -1.456 -1.706
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -7.624 -3.129
Abnahme (im Vorjahr Zunahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva, die nicht der Investitions-oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 134 -5.693
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der
Investitions-oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.434 -655
Zinsaufwendungen/Zinserträge 5.326 6.011
Sonstige Beteiligungserträge -351 -314
Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.265 7.119
Ertragsteuerzahlungen -3.455 -3.830
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 45.231 41.762
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.152 -563
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7.797 3.584
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -45.627 -50.528
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 2.422 2.082
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -360 -6.187
Erhaltene Zinsen 388 235
Erhaltene Dividenden 351 314
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -36.181 -51.063
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 307 6.187
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 10.000 6.800
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -6.129 -17.900
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 3.389 4.811
Gezahlte Zinsen -3.619 -4.071
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.500 -4.000
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -27 -27
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -2.579 -8.200
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.471 -17.501
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 44.898 62.399
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 51.369 44.898
davon Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 53.247 44.898
davon andere kurzfristige Kreditaufnahmen mit Zurechnung zur Liguiditätsdiseosition -1.878
Der Finanzmittelfonds setzt sich im Berichtsjahr aus den Kassenbeständen und den Guthaben bei Kreditinstituten (53.247 T€) sowie aus
anderen kurzfristigen Kreditaufnahmen zur Liquiditätsdisposition zusammen (-1.878 T€). Die anderen kurzfristigen Kreditaufnahmen zur
Liquiditätsdisposition sind in der Konzernbilanz unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen. Im
Vorjahr bestand der Finanzmittelfonds mangels anderer kurzfristiger Kreditaufnahmen zur Liquiditätsdisposition ausschließlich aus dem
Posten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten (44.898 T€).
18 T€ des Finanzmittelfonds entfallen auf Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten der quotal einbezogenen Westfälische
Fernwärmeversorgung GmbH (Vorjahr 454 T€).
Münster, am 15. November 2019
Stadtwerke Münster GmbH
2440492/40029870
TEUR
13.637
-10.696
392
-466
250
-4.495
5.827
-2.779
-685
-37
2.146
375
3.469
-589
4.213
4.901
340
5.827
153
37
14.882
-5.880
3.200
11.771
-1.422
452
-2.500
0
5.621
23.972
-17.501
6.471
8.349
-1.878
Konzern-Eigenkapitalspiegel der Stadtwerke Münster GmbH für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 (01.01. -31.12.)
Mutterunternehmen Minderheitengesellschafter Konzern
Nicht beherr-Auf nicht beherr-
Posten Gezeichnetes Kapitalrücklage nach Andere sehende Anteile
Kapital § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Eigenkapital sehende Anteile entfallende Eigenkapital Konzerneigenkapital
vor Jahresergebnis GewinneNerluste
€ € € € € € € € €
Entwicklung
Stand 31. Dezember 2016 51.200.000,00 94.147.409,40 46.367.107,45 4.628.043,41 196.342.560,26 315.830, 17 5.787,02 321.617, 19 196.664.177,45
Einstellung in Rücklagen 2017 -12.076.856,00 10.625.000,00 -10.625.000,00 12.076.856,00 12.076.856,00
Ausschüttung 2017 ----4.000.000,00 -4.000.000,00 --27.500,00 -27.500,00 -4.027.500,00
Konzern-14.481.806,97 14.481.806,97 32.386,80 32.386,80 14.514.193,77 ---- Jahresüberschuss 2017
Stand 31. Dezember 2017 51.200.000,00 106.224.265,40 56.992.107,45 4.484.850,38 218.901.223,23 315.830, 17 10.673,82 326.503,99 219.227.727,22
Einstellung in Rücklagen 2018 -307.600,00 21.122.000,00 -21.122.000,00 307.600,00 307.600,00
Entnahmen aus Rücklagen 2018 ---------
Ausschüttung 2018 ----6.500.000,00 -6.500.000,00 --27.500,00 -27.500,00 -6.527.500,00
Konzern-28.115.461,00 28.115.461,00 35.620,84 35.620,84 28.151.081,84 ---- Jahresüberschuss 2018
Stand 31. Dezember 2018 51.200.000,00 106.531.865,40 78.114.107,45 4.978.311,38 240.824.284,23 315.830,17 18.794,66 334.624,83 241.158.909,06
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Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr 2018 (01.01. -31.12.)
Geschäftsmodell des Konzerns
Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur
Die Stadtwerke Münster GmbH, Münster, (Stadtwerke Münster) sind als 100-prozentige Toch
ter der Stadt Münster in der Versorgung von Kunden mit Energie und Wasser, im öffentlichen
Personennahverkehr und weiteren kommunalen Dienstleistungen für die Bürger und Kunden
in Münster und der Region tätig.
1
Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke Münster gliedert sich in die vier Geschäftsfelder
Energie-und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung und Verkehr.
Das Geschäftsfeld Versorgungsnetze des Konzerns umfasst auch die münsterNETZ GmbH.
Als 100-prozentige Konzerngesellschaft fungiert die münsterNETZ als Netzbetreiber in den
Konzessionsgebieten der Stadtwerke Münster für die im Eigentum der Stadtwerke Münster
stehenden Strom-, Gas-, Wasser-und Wärmenetze. Es bestehen wechselseitige Verträge
über Pacht, Planung, Bau und Betrieb der Versorgungsnetze.
Ein Anfang 2019 abgeschlossenes Analyseprojekt hat aufgezeigt, dass eine Weiterentwick
lung der Tochtergesellschaft münsterNETZ GmbH, die bisher als kleine Netzgesellschaft die
Bereiche Regulierungsmanagement, Asset Management und Netzvertrieb abgedeckt hat, zu
einer großen Netzgesellschaft mit einem eigenen Asset Service und mit dem Eigentum an den
Versorgungsnetzen wirtschaftliche Vorteile bietet. Auf dieser Basis wird im laufe des Jahres
2019 der Netzbereich der Stadtwerke Münster mit dem Ziel reorganisiert, die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des bisher auf Seiten der Stadtwerke Münster GmbH angesiedelten Asset
Services in 2020 auf die münsterNETZ GmbH zu überführen und zugleich das bisher bei der
Stadtwerke Münster GmbH zugeordnete und an die münsterNETZ GmbH verpachtete Netz
vermögen eigentumsrechtlich auf die münsterNETZ zu übertragen. Zur Absicherung der spar
tenübergreifenden Synergien ist vorgesehen, auch die nicht regulierten Sparten mit zu über
tragen. Die Ausgestaltung wird -vorbehaltlich einer bereits beantragten verbindlichen Aus
kunft der Finanzbehörden -so erfolgen, dass sowohl der bisherige Ergebnisabführungsver
trag mit der Stadtwerke Münster GmbH als auch die bestehende ertragsteuerliche Organschaft
zwischen Mutter-und Tochtergesellschaft erhalten bleiben.
Dem Geschäftsfeld Erzeugung ist auch die Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG zuge
ordnet.
Wesentliches Ereignis des Geschäftsjahrs 2018 im Geschäftsfeld Verkehr war der Betriebs
übergang des Fahrdienstes inklusive Personal der Verkehrsservice Gesellschaft Münster
mbH auf die Stadtwerke Münster zum 01. Juli 2018.
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Westfälische Bauindustrie GmbH liegt im Bereich
Parken (ruhender Verkehr) und ist dem Geschäftsbereich Verkehr zugeordnet.
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Unternehmensstrategie
Die Ziele der Unternehmensstrategie, die mit den Kernthemen „Klimaschutz, Energieeffizienz
und erneuerbare Energien", ,,innovative kommunale Mehrwertdienste" und „Dienstleistungen
für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur" definiert wurden, bilden
weiter die maßgebliche Grundlage für die Weiterentwicklung der Stadtwerke Münster, die
Ableitung laufender Umsetzungsmaßnahmen und -projekte. Flankiert werden diese strategi
schen Ziele weiterhin von den Maßnahmen zur Sicherstellung der hohen Prozessqualität und
-effizienz im Kerngeschäft.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2018 um 1,5 % an. Die Gesamtstromerzeugung in Deutsch
land ging in 2018 geringfügig um 0,7 % auf 649 Milliarden kWh zurück. Gleichzeitig stieg der
Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland auf
35,2 %. Damit stellen die erneuerbaren Energien den weitaus größten Anteil an der gesamten
Stromerzeugung, mehr als die Anteile von Braunkohle und Kernenergie zusammengerechnet
(Quelle: Statistisches Bundesamt).
Das Vertriebs-und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist stark vom Handels-und
Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwicklung wirkt
sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung aus. Lediglich
der Absatz an unsere Geschäftskunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der Konjunk
turentwicklung.
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2018 konnte in dem Teilbereich Stadtwerke Münster GmbH mit einem Jah
resüberschuss von 26,8 Mio. EUR das gesteckte Ziel des Wirtschaftsplans deutlich übertroffen
werden. Das den Erwartungen entsprechende, gute operative Ergebnis ergänzt um die Erträge
aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen bildete die Grundlage für dieses ins
gesamt sehr zufriedenstellende Jahresergebnis. In 2014 haben die Gesellschafter des FMO
ein Finanzierungskonzept zur Ausstattung des FMO mit Eigenkapital beschlossen. Das Kon
zept sieht jährliche Zuführungen der Gesellschafter in das Eigenkapital des FMO vor, die
jeweils gesondert mit einem Vorlauf von zwei Kalenderjahren von den Gesellschaftern ver
pflichtend beschlossen werden. Die durch diesen verpflichtenden Beschluss begründete
Erhöhung des Beteiligungswertes wurde regelmäßig -zuletzt im Geschäftsjahr 2017 -durch
eine außerplanmäßige Abschreibung korrigiert. Im Geschäftsfeld Verkehr nutzten im
Geschäftsjahr 2018 nochmals mehr Fahrgäste unser Angebot im ÖPNV.
Im Teilbereich münsterNETZ GmbH liegt das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von
6,8 Mio. EUR deutlich über dem Planergebnis von 4,6 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind unter
anderem die im Vergleich zum Plan höheren Umsatzerlöse aus Gasnetzentgelten. Den nied
rigeren Umsatzerlösen aus Stromnetzentgelten stehen mengenbedingt verringerte Aufwen
dungen für das vorgelagerte Stromnetz gegenüber. Gleichzeitig wirkte sich die niedrigere Be
zugsmenge aus dem vorgelagerten Stromnetz erhöhend auf die von der münsterNETZ an
dezentrale Stromerzeuger gezahlten vermiedenen Netzentgelte aus. Im Vergleich zum Plan
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fielen des Weiteren geringere Aufwendungen für Netzpachten, Netzverluste und konzernin
terne Serviceleistungen an. Zudem ging mit einer weiteren zeitlichen Verschiebung beim
Rollout intelligenter Messsysteme auch eine Verschiebung von Initial-Aufwendungen in fol
gende Geschäftsjahre einher.
Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2018 mit einem Konzernjahresüberschuss von
28,2 Mio. EUR ist aufgrund der guten operativen Basis und angesichts der positiven außer
planmäßigen Effekte als gut zu bezeichnen.
Lage
Leistungsindikatoren
Die Stadtwerke Münster GmbH ist die prägende Gesellschaft des Konzerns. Für den Konzern
selbst werden keine Leistungsindikatoren definiert, da die Konzerngesellschaften dezentral
gesteuert werden. Folgende finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Stadt
werke Münster GmbH werden zur Darstellung des Geschäftsverlaufs des Konzerns herange
zogen:
finanzielle lndikato-Ist 2018 Plan 2018 relative Veränderung
ren
Jahresüberschuss 26,8 Mio. EUR 9,1 Mio. EUR 194,5 %
Umsatzerlöse 547,0 Mio. EUR 542,0 Mio. EUR 0,9%
Investitionen 37,9 Mio. EUR 54,4 Mio. EUR -30,3 %
nichtfinanzielle lndi-Ist 2018 Plan 2018 relative Veränderung
katoren
Stromabsatz 1.242 Mio. kWh 1.386 Mio. kWh -10,4 %
Erdgasabsatz 1.986 Mio. kWh 2.056 Mio. kWh -0,3 %
Wärmeabsatz 574 Mio. kWh 609 Mio. kWh -5,7 %
Wasserabsatz 17,1 Mio. m3 16,8 Mio. m3 1,8 %
Stromerzeugung
423 Mio. kWh 475 Mio. kWh -10,9 %
Fahrgastzahlen 46,3 Mio. 47,5 Mio. -2,5 %
Die Umsatzerlöse entsprachen bei einer Abweichung von + 0,9 % wiederum nahezu dem
Planansatz. Im Strommarkt gingen die abgesetzten Mengen insgesamt um 14, 1 % gegenüber
dem Vorjahr zurück und unterschritten damit auch die anspruchsvolle Planmenge. Der Rück
gang war in fast allen Segmenten zu verzeichnen. Dagegen konnten vor allem bei Lieferungen
an Privatkunden außerhalb des eigenen Netzgebietes die Mengen nochmals deutlich gestei
gert werden. Gleiches gilt für die Ökostromprodukte, bei denen die Absatzmenge auch in 2018
wiederum um 16,5 % über der des Vorjahres lag. Im Gasmarkt waren die abgesetzten Mengen
trotz wieder leicht gestiegener Anzahl an Kunden etwas rückläufig. Parallel sanken die
Umsatzerlöse, auch bedingt durch Preissenkungen. Eine parallele Entwicklung zeigte der
Wärmemarkt. Trotz einer leichten Steigerung der Kundenanzahl ging die Abgabemenge
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nochmals aufgrund der ganzjährig überdurchschnittlich warmen Witterung leicht zurück. Dem
gegenüber stiegen die Umsatzerlöse aufgrund der zum 01.01.2018 in Anwendung der Preis
formeln erhöhten Wärmepreise.
Das den Erwartungen entsprechende, gute operative Ergebnis sowie die Erträge aus der Auf
lösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen und aus dem Verkauf nicht betriebsnotwen
diger Grundstücke führten zu einem Jahresüberschuss von 26,8 Mio. EUR.
Die Investitionen des Geschäftsjahres 2018 erreichen nicht den Planwert, da sich der Ausbau
des Breitbandnetzes ebenso wie die Erneuerung der Erzeugungsstruktur der Wasserwerke
zeitlich streckt.
Die abgesetzte Menge Wasser übertrat wiederum leicht den Plan.
Die Stromerzeugung der GuD-Anlage lag aufgrund des schadensbedingten längeren Ausfalls
einer der beiden Gasturbinen unter der für das Geschäftsjahr 2018 angesetzten Planmenge.
Die Zahl der Fahrgäste bestätigte auch in 2018 die seit Jahren positive Entwicklung im öffent
lichen Personennahverkehr in Münster, lag nochmals leicht über der Zahl des Vorjahres,
konnte jedoch auch in 2018 nicht die ehrgeizigen Planwerte erreichen.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse des Konzerns -ohne Strom-und Erdgassteuer -(548.493 TEUR, im Vorjahr
535.282 TEUR) entfallen im Wesentlichen auf den Versorgungsbereich (492.622 TEUR, im
Vorjahr 480.405 TEUR) und den Verkehrsbereich incl. Parkraumbewirtschaftung
(47.101 TEUR, im Vorjahr 45.843 TEUR).
Der Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 11.977 TEUR im
Vorjahr um -11.158 TEUR auf 819 TEUR im Berichtsjahr liegen im Wesentlichen die Herstel
lungskosten von drei zum Verkauf bestimmten, unter den fertigen Erzeugnissen ausgewiese
nen Windenergieanlagen zugrunde.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (34.776 TEUR; Vorjahr: 18.201 TEUR) resultieren im
Wesentlichen aus periodentremden Erträgen (24.757 TEUR) und Schadensersatzansprüchen
(7.354 TEUR). Diese ergeben sich im Wesentlichen aus einem Schaden an der GuD-Anlage.
Die periodentremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung sonstiger
Rückstellungen (16.524 TEUR) und Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage
vermögens (7.651 TEUR).
Die Aufwendungen für Roh-, Hilts-und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (260.808
TEUR; Vorjahr: 255.655 TEUR) sind, wie im Vorjahr, im Wesentlichen geprägt durch Bezugs
aufwendungen für Energie-und Wasserlieferungen (162.311 TEUR), EEG-Zahlungen an
Übertragungsnetzbetreiber (76.968 TEUR) und Einspeisevergütungen für Strom aus EEG
und KWK-Anlagen (21.529 TEUR).
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (120.125 TEUR; Vorjahr: 120.801 TEUR) betref
fen insbesondere die an Übertragungsnetzbetreiber und andere fremde Netzbetreiber zu ent
richtenden Netznutzungsentgelte (57.465 TEUR), die Aufwendungen aus der Anmietung von
Busfahrleistungen im ÖPNV (16.970 TEUR), Aufwendungen aus der Immobilienbewirtschaf
tung (5.336 TEUR) sowie Aufwendungen für den Messstellenbetrieb und Messdienstleistun
gen (5.205 TEUR).
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Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (56.134 TEUR; Vorjahr: 54.333 TEUR) enthalten
neben der Konzessionsabgabe (17.984 TEUR) im Wesentlichen IT-Aufwendungen
(9.105 TEUR), Aufwendungen für ein Rücktrittsrecht aus einem Grundstücksverkauf
(5.11 O TEUR), für Verwaltung und Vertrieb (4.559 TEUR), für Öffentlichkeitsarbeit
(2.964 TEUR), für Prüfung und Beratung (2. 727 TEUR), Wartung und Pflege von Software
(2.111 TEUR) Versicherungen (2.024 TEUR), Miet-, Pacht-und Leasingaufwendungen
(1.484 TEUR) Gebühren und Abgaben (1.423 TEUR) sowie Aufwendungen für Porto, Telefo
nie und Frachten (1.297 TEUR).
Die periodenfremden Aufwendungen betragen 2.359 TEUR (Vorjahr 693TEUR). Davon wer
den 1.723 TEUR für Steuernachforderungen aufgrund einer Betriebsprüfung unter den Steu
ern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Für auf das Vorjahr entfallende Strom-und
Erdgassteueraufwendungen sind unter den sonstigen Steuern 600 TEUR enthalten.
Das Finanzergebnis von -4,4 Mio. EUR (Vorjahr: -16,9 Mio. EUR) wird nicht mehr durch die
im Vorjahr notwendige außerplanmäßige Abschreibung des Buchwertes der Finanzbeteiligung
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH geprägt. Gleichwohl überwogen die Zinsauf
wände, insbesondere aus der Aufzinsung von Rückstellungen wesentlich im Bereich der Al
tersvorsorge die Zinserträge und die Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften bei weitem.
Energie-und Wasservertrieb
Das Geschäftsfeld Energie-und Wasservertrieb entwickelte sich im Geschäftsjahr 2018 ins
gesamt zufriedenstellend. Im Strommarkt ging die abgesetzte Menge bei um 4 % gestiegener
Kundenzahl um 14 % zurück. Die Erlöse sanken allerdings nur um 7,8 %, da die Mengenver
luste besonders in den margenschwachen Segmenten zu akzeptieren waren. Gegen den
Trend stieg die abgesetzte Menge an Privatkunden in fremden Netzen sowie insbesondere
bei den Ökostromprodukten.
Auch im Gasvertrieb war die abgesetzte Menge (ohne GuD-Anlage) gegenüber dem Vorjahr
über alle Kundensegmente mit 1.986 Mio. kWh (im Vorjahr 2.078 Mio. kWh) leicht rückläufig
(-4,4 %). Zwar konnten die Absatzmengen an Privat-und Gewerbekunden in fremden Netzen
gesteigert werden. Dieses konnte aber nicht die im Wesentlichen witterungsbedingten Rück
gänge in allen anderen Segmenten ausgleichen. Bei Gewerbekunden, Sonderverträgen und
Kunden außerhalb des Stammmarkts konnten höhere Absatzmengen erreicht und damit wit
terungsbedingte Mengenrückgänge bei den Privatkunden ausgeglichen werden.
Im Wärmevertrieb konnte die Anzahl an Kunden nochmals leicht um 0,3 % gesteigert werden
bei allerdings um 0,9 % leicht rückläufiger Absatzmenge (2018: 574 Mio. kWh).
Die abgesetzte Menge Wasser war im Geschäftsjahr 2018 mit 17, 1 Mio. m3 nach 16,7 Mio. m3
in 2017 um 2,4 % höher. Die Erlöse stiegen um 2,0 % auf 35,7 Mio. EUR.
Versorgungsnetze
Im Geschäftsjahr 2018 wurden 16,3 Mio. EUR in den Ausbau der Versorgungsnetze, in die
Leitungsnetze, Hausanschlüsse und die zugehörigen Anlagen investiert. Der Schwerpunkt lag
weiterhin neben dem Ausbau des Leitungsnetzes und der Hausanschlüsse bei den Schalthäu
sern, den Trafostationen sowie in der Wassergewinnung.
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Erzeugung
Die konventionelle Erzeugung von Strom und Wärme in der GuD-Anlage am Standort HKW
Hafen erreichte im Geschäftsjahr 2018 durch den längeren schadensbedingten Ausfall einer
der beiden Gasturbinen nicht die geplanten Mengen.
Auch die Erzeugung aus erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergieanlagen,
erreichte sowohl in der erzeugten Menge (-14,6 %) als auch bei den Erlösen (-13,3 %) nicht
die Planwerte.
Verkehr
Der von den Stadtwerken Münster betriebene öffentliche Personennahverkehr konnte seine
bereits gute Aufstellung in 2018 weiter verbessern. Wesentliches Ereignis in diesem
Geschäftsjahr war der Betriebsübergang des Fahrdienstes incl. Personal von der VSM auf
die Stadtwerke Münster. Die Zahl der Fahrgäste stieg abermals an auf 46,3 Millionen und
erreichte damit einen neuen Spitzenwert, wenn auch der ehrgeizige Planwert unterschritten
wurde.
Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs lagen im Geschäftsjahr 2018 mit 39,4 Mio. EUR um
3,9 % unter denen des Vorjahres. Der operative Kostendeckungsgrad Verkehr ging parallel
auf 70,5 % zurück.
Vermögens-und Finanzlage
Das Sachanlagevermögen zeigt mit einem nochmals gestiegenen Anteil von 65,3 % (Vorjahr
64,0 %) der Konzernbilanzsumme die weiterhin hohe Anlagenintensität kommunaler Versor
gungsunternehmen. Die Kennzahl ergibt sich aus dem Anstieg des Sachanlagevermögens um
13,6 Mio. EUR (3,8 %) bei einem parallelen Anstieg der Bilanzsumme um 10,0 Mio. EUR
(1,8 %).
Die Finanzanlagen gingen im Geschäftsjahr 2018 um 1,4 Mio. EUR auf 20,2 Mio. EUR zurück.
Dieser Rückgang entfiel vor allem auf die sonstigen Ausleihungen.
Die Vorräte erhöhten sich um 1,3 Mio. EUR auf 22,3 Mio. EUR.
Den Forderungen gegen den Gesellschafter (13.757 TEUR; Vorjahr: 20.499 TEUR) liegen im
Wesentlichen Ausgleichsansprüche der Stadtwerke Münster aus den für die Geschäftsjahre
2019 und 2020 beschlossenen Einzahlungen der Stadtwerke Münster in die Kapitalrücklage
der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH in Höhe von insgesamt 11.780 TEUR
zugrunde. Auf eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr entfallen davon 5.890 TEUR. Auf
Energie-und Wasserlieferungen entfallen 1.772 TEUR.
Die liquiden Mittel sind wieder um 8,3 Mio. EUR (18,6 %) auf 53,2 Mio. EUR gestiegen. Die
Liquidität wird zur Finanzierung saisonaler Schwankungen im Bestandsgeschäft und der
Erweiterungsinvestitionen vorgehalten.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (49.051 TEUR; Vorjahr:
45.944 TEUR) umfassen Rückstellungen zur Abdeckung von Versorgungsverpflichtungen in
der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe; 39.832 TEUR; Vorjahr: 37.714
TEUR), Rückstellungen für Deputatverpflichtungen (6.668 TEUR; Vorjahr: 5.690 TEUR),
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Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (2.534 TEUR; Vorjahr: 2.513 TEUR) sowie Rück
stellungen für die Verpflichtungen zum Ausgleich der Rentenminderung bei Altersteilzeitver
einbarungen (17 TEUR; Vorjahr: 26 TEUR).
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellun
gen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssat
zes der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des
durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt 18.380 TEUR. Hier
von wurden bis zum 31.12.2018 5.370 TEUR zur Deckung künftiger Zinsrisiken der Rückstel
lung für die Unterdeckung von Versorgungsverpflichtungen in der KVW zugeführt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 4, 1 Mio. EUR (3,5 %) auf
120,0 Mio. EUR an. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen betreffen im
Wesentlichen noch zu leistende Kapitalmaßnahmen bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH.
Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns ist in der als Anlage beigefügten Kapitalflussrech
nung dargestellt. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war
jederzeit gegeben. Die aus der Konzernbilanz abgeleitete Eigenkapitalquote konnte durch die
Erhöhung des Eigenkapitals um 21,9 Mio. EUR (10,0 %) bei der um 10,0 Mio. EUR (1,8 %)
erhöhten Bilanzsumme auf 42,6 % nochmals gesteigert werden. Ebenso konnte der Anlagen
deckungsgrad (Anteil des durch Eigenkapital finanzierten Anlagevermögens) nach 56,4% im
Vorjahr auf 60,2 % im Berichtsjahr gesteigert werden.
Die Kapitalflussrechnung weist für den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach
dem Rückgang im Vorjahr im Berichtsjahr wieder einen leichten Anstieg um 3,5 Mio. EUR auf
45,2 Mio. EUR aus. Diese Entwicklung ergibt sich wesentlich aus dem deutlich gestiegenen
Konzernjahresüberschuss bei einem gegenläufigen Rückgang der Abschreibungen.
Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit 36,2 Mio. EUR nach 51, 1 Mio. EUR
um 29, 1 % gesunken, wesentlich verursacht durch geringere Auszahlungen für Investitionen
in Finanz-und Sachanlagen sowie höhere Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Sachanlagevermögens.
Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ging um 5,6 Mio. EUR auf -2,6 Mio.
EUR zurück. Dies ergibt sich wesentlich aus geringeren Auszahlungen für die Tilgung von
Krediten und höheren Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten bei geringeren Einzah
lungen aus Eigenkapitalzuführungen des Gesellschafters des Mutterunternehmens.
Der Finanzmittelfonds ist zum Ende des Geschäftsjahres 2018 um 6,5 Mio. EUR auf 51,4 Mio.
EUR (Vorjahr 44,9 Mio. EUR) gestiegen.
Die Vermögens-und Finanzlage bildet damit weiterhin eine valide wirtschaftliche Basis für die
weitere Strategie-und Geschäftsentwicklung.
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2018 wurden durchschnittlich 1.250 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.277).
Die Belegschaft bestand durchschnittlich aus 1.003 (Vorjahr: 1.040) vollzeitbeschäftigten und
247 (Vorjahr: 237) teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern. Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig
konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH 2,5 Arbeitnehmer in Vollzeit (Vor
jahr: 2,5 Arbeitnehmer).
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Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung
Konjunkturelle Entwicklung
Aufgrund des hohen Anteils an Privatkunden und des stark dienstleistungsorientierten
Geschäftskundensegments ist die Geschäftsentwicklung der Stadtwerke Münster nur mittelbar
konjunkturabhängig. Von zentraler Bedeutung für die Ergebnisentwicklung sind hingegen die
Preisbewegungen auf den Beschaffungsmärkten für Strom, Gas, Kohle und Erdöl. Dabei sind
die Primärenergieträger Gas, Kohle und Erdöl weitgehend von den Einflüssen des Weltmark
tes abhängig, während die Beschaffungspreise für Strom stärker von den nationalen energie
politischen Rahmenbedingungen in Deutschland geprägt sind.
Die Konjunkturprognose der 1KB Deutsche Industriebank AG geht für 2019 von einem Wachs
tum des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland von unter 1 % aus. Damit ergibt sich nach
einem Wachstum von 1,5 % in 2018 ein deutlicher Wachstumsrückgang. Die Erwartungen sind
weiterhin von möglichen Handelsbeschränkungen durch US-Präsident Trump in Form von
höheren Importzöllen zulasten der deutschen Automobilindustrie geprägt. Noch weitreichen
dere Folgen für das deutsche Wirtschaftswachstum könnte der bevorstehende Brexit verursa
chen. infolge intensiver Handelsbeziehungen mit Großbritannien könnte ein Ausscheiden
Großbritanniens aus der EU ohne klare bi-oder multilaterale Handelsabkommen die stark
exportabhängigen Unternehmen in Deutschland empfindlich treffen.
Energiepolitische Rahmenbedingungen
Im Januar 2019 veröffentlichte die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission
ihre Empfehlung, bis 2038 aus der Stromerzeugung mit Braun-und Steinkohle in Deutschland
auszusteigen. Auch wenn zur Umsetzung noch zahlreiche Gesetzgebungsverfahren durchlau
fen werden müssen, ist davon auszugehen, dass die auf einem breiten Konsens innerhalb der
mit verschiedensten Interessengruppen besetzten Kommission basierende Zielsetzung beste
hen bleibt. Damit erfährt die deutsche Energiebranche nach dem Ausstiegsbeschluss für die
Atomkraftwerke wiederum einen signifikanten Umbruch der Rahmenbedingungen zur Ener
gieerzeugung.
In der Konsequenz müsste es nun geradewegs zu einem neuen Boom beim Ausbau der
erneuerbaren Energien kommen -wenn denn auf diesem Sektor hinreichend positive Rah
menbedingungen gegeben wären. Das ist aber nach wie vor keineswegs der Fall. Stattdessen
haben insbesondere Gesetzgebungen und Verordnungen der Bundesländer, z. B. in Bayern
und in Nordrhein-Westfalen, dafür gesorgt, dass aufgrund verschärfter Abstandsregelungen
die Anzahl attraktiver Standorte für Onshore-Windenergieanlagen deutlich reduziert wurde.
Hinzu kommt, dass der Ausbau der großen Übertragungsnetze zum Transport des in den Off
shore-Windparks erzeugten Stroms in die Mitte und den Süden Deutschlands aufgrund
unzähliger lokaler und regionaler Klageverfahren nur sehr mühsam und langwierig voran
kommt. Wenn man die C02-Ziele tatsächlich erreichen und den Ausbau der regenerativen
Erzeugung vorantreiben möchte, wird der Gesetzgeber auch hier nachbessern müssen.
Anderenfalls wird man in hohem Maße Atom-und Kohlestrom aus dem benachbarten Ausland
importieren müssen, um die drohende Lücke zu schließen.
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Mittelfristig kann sich durch den Kohleausstieg eine neue Perspektive für Gaskraftwerke -und
damit auch für die erdgasbasierte KWK-Erzeugung ergeben. Die regenerativen Kapazitäten
werden eine schnell verfügbare Technologie zum Ausgleich von Erzeugungsschwankungen
erforderlich machen. Diesen Ausgleich können Gaskraftwerke leisten -zumindest als Brü
ckentechnologie, bis die regenerative Erzeugung einschließlich der erforderlichen Stromnetze
so ausgebaut sein wird, dass das Gesamtsystem lokale Schwankungen selbst ausgleichen
kann. Fraglich ist aus heutiger Sicht, ob sich in dieser Übergangsphase Marktkonditionen ein
stellen werden, die hinreichende Investitionsrenditen für Gaskraftwerke ermöglichen. Auch
aus diesem Grund wäre es ein falsches politisches Signal, insbesondere die Förderung mo
derner und umweltfreundlicher, gasbefeuerter KWK-Bestandsanlagen ab 2019 tatsächlich,
wie momentan vorgesehen, auslaufen zu lassen. Positiv ist zu bewerten, dass die Bundesre
gierung eine KWK-Förderung für bis 2022 neu errichtende Anlagen zugesagt hat, ja sogar das
entsprechende Zeitfenster bis 2025 ausgedehnt hat, sicherlich auch, um einer preislichen
Überhitzung für den Bau entsprechender Anlagen entgegenzuwirken.
Eine spürbare Entwicklung hat nach Jahren der Stagnation der C02-Handel vollzogen. Im
laufe des Jahres 2018 stiegen die Forwardpreise der entsprechenden Zertifikate von 8 €/tauf
25 €/t, somit um über 200 %, und sind damit erstmalig zumindest in die Nähe der Werte
gekommen, bei denen tatsächlich eine lenkungswirkung zugunsten umweltfreundlicher Ener
gieerzeugung erzielt werden kann. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2019 haben sich
die Zertifikatspreise allerdings bereits wieder auf ein Niveau um die 15 €/t reduziert. Steue
rungseffekte werden tendenziell ab einem Niveau von ca. 30 €/t erwartet. Es bleibt abzuwar
ten, ob dies durch entsprechende Mengensteuerung des Zertifikateangebotes erreicht werden
kann -mit entsprechend positiven Effekten auf die Gestehungskosten umweltfreundlicher
Erzeugung, z.B. über KWK-Anlagen.
Aktuelle Preisentwicklungen
Die Börsennotierungen der Forwardpreise für die Commodities Strom, Gas und Kohle haben
sich im laufe des Jahres 2018 uneinheitlich entwickelt. So stieg der Preis für Strom-Forwards
zwischen Januar und Dezember 2018 um ca. 47 % an, während Erdgas im gleichen Zeitraum
ein Plus von knapp 23 % verzeichnete. Durch den in Relation zum Gasbezug stärkeren Anstieg
der Großhandelspreise für Strom hat sich die spezifische Marge insofern verbessert, so dass
z. B. Gaskraftwerke davon profitieren. Dennoch reicht die Marge weiterhin nicht aus, um große
KWK-Anlagen auf reiner Marktpreisbasis ohne KWK-Förderung wirtschaftlich zu betreiben.
Die Forwardpreise für Kohle lagen -bei innerjährlichen Schwankungen von +/-15 % -am
Jahresende 2018 nahezu exakt auf dem gleichen Niveau wie zu Jahresbeginn. Hier dürfte
bereits die Erwartung einer sich abkühlenden Weltkonjunktur eine Rolle spielen. Der Ölpreis
als Globalindikator zeigt sich aufgrund der unsicheren weltpolitischen Situation im Jahresver
lauf mit einem Anstieg von 60 US-$/b um fast 36 % auf ca. 82 US-$/b bis Oktober 2018 und
einem darauffolgenden Rückgang um rd. 33 % auf 55 US-$/b sehr volatil. Insgesamt sank der
Ölpreis im Jahresverlauf 2018 um etwa 8 %.
Infolge der mehrjährigen Beschaffungsstrategie der Stadtwerke Münster für Strom und Gas
wirken sich Preisentwicklungen nur sukzessive auf die Absatzpreise aus. Insofern wurden die
Absatzpreise für das Segment der Privatkunden im Stromvertrieb trotz des deutlichen Preis
anstiegs an den Großhandelsmärkten zum 01.01.2019 nur moderat um ca. 3,3 % angehoben.
Für die Privatkunden des Erdgasvertriebs konnten zum Jahresbeginn infolge der nachhaltigen
Beschaffungspolitik des Portfoliomanagements die Preise trotz des Anstiegs der Forwardno
tierungen an den Großhandelsmärkten konstant gehalten werden. Nachdem zuletzt im Jahre
2015 die Wasserpreise angepasst worden waren, war es erforderlich, die Preise nach vier
Jahren der Preiskonstanz zum Ausgleich der inflationsbedingten Kostensteigerungen zum
Jahresbeginn um 4,8 % zu erhöhen. Der Fernwärmepreis hat sich entsprechend der
zugrundeliegenden Preisformel zum 01.01.2019 um 9,5 % erhöht. Die Preise des öffentlichen
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Personennahverkehrs wurden zum 01.08.2019 um 2,9 % zum Ausgleich von Kostensteige
rungen angehoben.
Entwicklung der Absatzmengen
Die Absatzmengen insbesondere der wärmegeführten Sparten der Gas-und Wärmeversor
gung werden bereits signifikant durch die Witterung des ersten Quartals beeinflusst. Die Grad
tagszahl als Beurteilungsmaßstab für die entsprechende Absatzentwicklung liegt für Münster
in den ersten zwei Monaten des Jahres insbesondere aufgrund der sehr milden Witterung im
Februar 2019 um ca. 9,4 % unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Dieser Wertüberschrei
tet das übliche Schwankungsintervall. Sofern sich die weiteren Quartale des Jahres 2019
lediglich entsprechend des langjährigen Temperaturmittels bewegen, ist somit von einer
Absatzmengenminderung für den Gas-und Fernwärmevertrieb gegenüber der Planung für
2019 auszugehen. Die Absatzmengen der Sparten Strom und Wasser liegen für die ersten
beiden Monate des Jahres hingegen in etwa auf dem geplanten Niveau.
Strategie, Chancen und Risiken
Die Ziele aus der Strategie 2020 mit den Kernthemen „Klimaschutz und Energieeffizienz", ,,in
novative kommunale Mehrwertdienste" und „Dienstleistungen für eine intelligente und
zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur" sind weiterhin prägend für die Weiterentwicklung
der Stadtwerke Münster. Kontinuierlich werden die Rahmenbedingungen für die Strategie ana
lysiert und geeignete neue Umsetzungsmaßnahmen und -projekte aufgelegt. Bestandteil der
Strategie bleibt ebenso die Sicherstellung einer hohen Prozessqualität und Prozesseffizienz
im Kerngeschäft.
Klimaschutz und Energieeffizienz
Der Ausbau der regenerativen Erzeugung auf Basis von Onshore-Windenergieanlagen ist
nach wie vor ein wichtiges Element des strategischen Fokus der Stadtwerke Münster GmbH.
Aufgrund der Verschärfung von Abstandsregelungen im Hinblick auf Wohnbebauung ist aber
zumindest in NRW die Zahl verfügbarer neuer Standorte für Windenergieanlagen stark einge
schränkt. In 2019 werden die Akquise-Tätigkeiten bzgl. Flächen zur Entwicklung von Wind
energieprojekte fortgesetzt sowie die in den letzten Jahren akquirierten Flächen weiterentwi
ckelt. Weiterhin wird der Genehmigungsantrag einer Windenergieanlage in Ostwestfalen
Lippe mit einer Nennleistung von ca. 4 MW vorbereitet. Eine Errichtung ist frühestens 2021
möglich, den Erhalt der Genehmigung und eines Zuschlags im Auktionsverfahren vorausge
setzt. Ziel ist es, im regenerativen Bereich kontinuierlich zu wachsen, sofern die Projekte wirt
schaftlich umsetzbar sind.
Das seit 2005 bestehende Gas-und Dampfkraftwerke (GuD-Anlage) der Stadtwerke Münster
bedarf in den nächsten Jahren einer großen und kostenintensiven Revision beider Gasturbi
nen. Zudem endet die KWK-Förderung der Anlage Ende 2019. Vor diesem Hintergrund unter
suchen die Stadtwerke Münster, inwieweit der Neubau eines neuen Gasmotorenkraftwerks
anstelle der Ertüchtigung der Gasturbinen wirtschaftlich und technisch vorteilhaft ist. Im Falle
der Realisierung würden die Gasturbinen mit einer Gesamtleistung von ca. 60-80 MW durch
6-8 Gasmotoren a jeweils 1 O MW ersetzt werden. Die in der GuD-Anlage bereits vorhandene
Dampfturbine mit 20 MW Leistung soll in diesem Falle erhalten bleiben. Die Neuerrichtung
eines Gasmotorenkraftwerks bietet die Möglichkeit, auch nach 2019 von der KWK-Förderung
zu profitieren, zudem ist die Anlagenflexibilität durch die Aufteilung in einzelne Motoren größer,
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so dass auf unterschiedliche Lastsituationen passgenauer reagiert werden kann. Die Ausle
gungsplanung einschließlich der detaillierten Wirtschaftlichkeitsanalyse für das neue Kraftwerk
erfolgt in 2019; in Abhängigkeit von den Ergebnissen erfolgt die Errichtungsentscheidung vo
raussichtlich Anfang 2020. Im Falle einer positiven Entscheidung soll die neue Anlage mög
lichst Ende 2022 in Betrieb genommen werden.
Auch der öffentliche Personennahverkehr wird in 2019 weitere wichtige Beiträge zum Klima
schutz in Münster leisten. So wird der bereits begonnene Ausbau der Elektrobusflotte konse
quent weiterverfolgt. Auch für 2019 ist wiederum die Anschaffung von zwei weiteren, emissi
onsfreien Elektrobussen mit Ladestromtechnik geplant. Darüber hinaus wird die Busflotte in
2019 um zwei Elektrobusse mit Wasserstoffantrieb ergänzt, welche ebenfalls weder C02 noch
Stickoxide ausstoßen. Die Beschaffung von sechs weiteren Elektrobussen für das Jahr 2020,
z. T. mit Ladetechnik, z. T. mit Brennstoffzellentechnik, befindet sich bereits in Vorbereitung.
Aufgrund ihrer immer noch hohen Anschaffungskosten können Elektrobusse wirtschaftlich nur
einschließlich einer öffentlichen finanziellen Förderung aus Bundes-und Landesmitteln mit
konventionellen Dieselantrieben Schritt halten. Voraussetzung für die weiteren Investitionen
der Stadtwerke Münster in Elektrobusse ist deshalb, dass entsprechende Fördermittel akqui
riert werden können und so mit konventionellen Antrieben vergleichbare Lebenszykluskosten
erreichbar sind.
Passend zur Elektrobusstrategie wird zudem die Umgestaltung des Busbetriebshofes mit 24
zusätzlichen Ladepunkten gestartet, über die zukünftig bis zu 40 elektrisch betriebene Busse
automatisch über Stromabnehmer an der Decke netzdienlich und platzsparend kabellos gela
den werden können. Auch für dieses Teilprojekt konnten Fördermittel gesichert werden, die
eine Kostendeckung der damit verbundenen Investitionen in Höhe von 90 % gewährleisten.
Zur weiteren Attraktivität des ÖPNV in Münster wollen die Stadtwerke Münster gemeinsam mit
dem städtischen Planungsdezernat einen Modellversuch für ein völlig neues Bedienkonzept
im Münsteraner Stadtteil Hiltrup unter dem Titel „Hiltrup on demand" auflegen. Statt großräu
miger Busse auf fixierten Linienverläufen holen kleine Shuttlebusse mit bis zu acht Plätzen die
ÖPNV-Kunden direkt in ihrem Wohnviertel ab (,,Corner-to-Corner-Betrieb") und bringen diese
dann bis zu sogenannten Metrobuslinien, die ihrerseits in sehr enger Taktung und mit nur
wenigen Haltepunkten über die großen Einfallstraßen schnell und direkt die Innenstadt
ansteuern. Die Shuttlebusse können bequem via App ohne vorgegebenen Fahrplan von den
Kunden geordert werden; die App ermittelt für die bis zu acht Fahrgäste die optimale Route
zur Abholung. Indem so die Individualität der Kundenbedürfnisse noch besser berücksichtigt
wird, soll die Convenience der ÖPNV-Nutzung weiter gesteigert werden. Das Konzept ist ein
gebettet in den Masterplan Mobilität 2035plus der Stadt Münster.
In der ersten Hälfte des Jahres 2019 wird gemeinsam mit einem professionellen Partner
zunächst eine Modellsimulation im Hinblick auf das Systemangebot, dessen Nachfrage sowie
die resultierenden Betriebskosten und -erträge durchgeführt. In Abhängigkeit von den Simula
tionsergebnissen und der Zustimmung durch den Gesellschafter Stadt Münster soll „Hiltrup on
demand" dann voraussichtlich ab Ende 2020 über einen Zeitraum von drei Jahren im physi
schen Modellbetrieb getestet und laufend evaluiert werden. Das Pilotprojekt wäre in seiner
Ausprägung mit vollständiger Integration in den laufenden ÖPNV-Betrieb in Münster das
größte Projekt seiner Art in NRW und hat hohes Interesse bei der NRW-Landesregierung, die
bereits attraktive Förderkonditionen für den Modellversuch in Aussicht gestellt hat.
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Innovative kommunale Mehrwertdienste
Mit der Entwicklung und Etablierung der elektronischen Stadtwerke Pluscard ebenso wie der
münster:app haben sich die Stadtwerke Münster als „early mover" der Branche ein hohes Maß
an digitaler Kompetenz erarbeitet. Dieses bereits in zahlreichen Anwendungen wie elektroni
sches Busticket, digitale Fahrplanauskunft, bargeldloser Zugang zu den städtischen Parkhäu
sern, den „Leezenboxen" an diversen Bahnhöfen, etc. sichtbare und von den Kunden wertge
schätzte Potenzial soll in einem nächsten Schritt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Müns
ter zu einem übergreifenden Smart City-Konzept ausgebaut werden.
Ein wichtiger neuer Baustein dazu wird das LoraWAN-Netzwerk sein, mit dessen Ausbau die
Stadtwerke Münster bereits gestartet sind. Über diese im Niedrigfrequenzbereich arbeitende
innovative Funktechnologie lassen sich mittels Sensoren sehr effizient Daten erheben, die
dann über eine entsprechende Plattformlösung den Nutzern zur Verfügung gestellt werden
können. Ein erster Ansatz ist beispielsweise die Erkennung von freien Parkplätzen im Stadt
raum, die dann wiederum über eine App mit entsprechender Navigationsunterstützung den
Nutzern angezeigt werden können. Des Weiteren können z. B. Zustandsdaten zum aktuellen
Füllgrad von Abfallbehältern im Stadtgebiet erhoben werden, wodurch wiederum eine Kapazi
täts-und Routenoptimierung für die Abfallwirtschaftsbetriebe ermöglicht wird. Zahlreiche wei
tere Anwendungen im Sinne der Entwicklung der Stadt Münster zur Smart City sind vorstellbar.
Die Stadtwerke wollen der lnfrastrukturentwickler und -anbieter für diese Technologie in
Münster sein und somit die Option für datengetriebene Geschäftsmodelle als Erweiterung zum
klassischen Energie-und Verkehrsgeschäft aufbauen.
Der 2018 begonnene Ausbau eines Hochgeschwindigkeit-Glasfasernetzes in Münster wird
konsequent weiterverfolgt. Die Kunden erhalten damit direkten Zugang zur Zukunftstechnolo
gie Glasfaser, über die Downloadraten für Internetdienste (einschließlich Telefonie und TV)
von bis zu 500 Mbit/s verlustfrei erreichbar sind. Die entsprechenden digitalen Produkte kön
nen die Kunden direkt bei den Stadtwerken Münster beziehen. Für eine bestmögliche Auslas
tung der neuen Infrastruktur sollen freie Glasfaserkapazitäten auch an Drittanbieter von Inter
netdienstleistungen vermarktet werden, um eine hohe Netzauslastung zu erreichen.
Im November 2018 haben die Stadtwerke Münster als Gastgeber in Kooperation mit dem
Digital Hub Münsterland, der items GmbH, der Stadt Münster und weiteren Partnern aus der
lokalen IT-Branche bereits zum zweiten Mal einen Hackathon unter dem Titel „Münster-Hack
2018" durchgeführt. Unter anderem wurde eine LoraWAN-basierte Anwendung zur sensorba
sierten permanenten Überwachung der Wasserqualität in Münsters Gewässern am Beispiel
des Aasees vorgestellt. Im Hinblick auf die Entwicklung einer Smart City-Plattform ist die Zur
verfügungstellung aktueller Messdaten zur Unterstützung eines präventiven Gewässerschut
zes bereits auf Interesse der Stadt Münster gestoßen.
Dienstleister für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur
Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes schreitet auch aus technischer Perspektive die Weiter
entwicklung einer intelligenten Infrastruktur für Münster durch die Stadtwerke Münster voran.
Die Netzerrichtung in Münsters Kreuzviertel wurde im September 2019 abgeschlossen. Die
Vorbereitungen für den daran anschließenden Netzaufbau im Hansaviertel sind bereits im
Gange. Parallel erfolgt eine Ausstattung mit Glasfaser durch die Stadtwerke Münster in
Münsters Neubaugebieten. Die bis dato weitgehend friktionsfrei ablaufenden Baumaßnah
men, insbesondere in den engen Innenstadtvierteln, zeigen, dass die Stadtwerke Münster ihre
langjährige Kompetenz in Planung, Bau und Betrieb von Versorgungsnetzen auch bei der
Errichtung des Glasfasernetzes unter komplexen baulichen Rahmenbedingungen erfolgreich
einbringen können.
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Mit der neuen Verbundleitstelle zur spartenintegrierten Überwachung und Steuerung der Ver
sorgungsnetze wurde in 2018 ein weiterer Meilenstein des umfassenden Aufbaus einer intel
ligenten Versorgungsinfrastruktur für Münster erreicht. Das Einspeise-und Lastmanagement
wird durch die stetig ansteigende Dezentralisierung der Energieerzeugung immer anspruchs
voller; der neue Leitstand ist nach modernsten Anforderungen konzipiert und durchgehend auf
die neue Energiewelt ausgerichtet. Neben dem Einsatz für eigene Zwecke konnte mit einem
weiteren Stadtwerk aus der Region Münsterland bereits ein Kunde gewonnen werden, für den
die Stadtwerke Münster nun über die neue Verbundleitstelle den Rufdienst außerhalb der
üblichen Arbeitszeiten übernehmen. Die Erbringung von entsprechenden Services für Partner
in der Region soll zukünftig weiter ausgebaut werden.
Die Neustrukturierung der Wasserwerke in Münster, bei der die bisher vier Wasserwerke der
Stadtwerke Münster -bei gleichzeitiger Steigerung der Wassergewinnungsleistung -auf zwei
investiv grundlegend zu überarbeitende Wasserwerke reduziert werden, schreitet voran. Die
komplexen Ausschreibungen für die zu erstellenden Gewerke sind erarbeitet und z. T. bereits
platziert. Mit der neuen Struktur wird die Wassergewinnung in Münster zukunftsfähig gemacht
und nachhaltig gesichert. Die Reduktion auf zwei dann hochleistungsfähige Wasserwerke stellt
dabei die qualitativ, aber auch wirtschaftlich optimale Alternative dar.
Das Thema Elektromobilität gehört für die Stadtwerke Münster weiterhin zu den strategischen
Zukunftsthemen. Für 2019 gilt die vertriebliche Konzentration dem Aufbau von
Geschäftsmodellen zur Elektromobilität insbesondere mit Partnern im Business-to-Business
Segment. Die Stadtwerke Münster verstehen sich dabei in erster Linie als lnfrastrukturdienst
leister, der die Wertschöpfungskette modular unterstützen kann, sei es als „full-service-Anbie
ter" rund um die Ladeinfrastruktur bis hin zu Wartung und Inspektion von Ladesäulen, die der
Geschäftspartner selbst errichtet.
Im Bereich der Ladesäulen im öffentlichen Raum ist festzustellen, dass die Nutzungsfrequen
zen noch recht gering sind. Dennoch werden die Stadtwerke Münster im Sinne der Weiterent
wicklung der Ladeinfrastruktur für private Nutzer in 2019 zusätzlich zu den bisher 12 öffentlich
zugänglichen Ladesäulen im Stadtgebiet die Errichtung weiterer, möglichst zentrumsnaher
Ladesäulen und auch eine Erweiterung der bereits vorhandenen Ladeinfrastruktur in den Park
häusern der Tochtergesellschaft Westfälische Bauindustrie GmbH prüfen. Zudem ist auch die
Ausstattung von zwei neuen Stadtquartieren, die auf Konversionsflächen errichtet werden, mit
Ladesäuleninfrastruktur vorgesehen. Dies bietet u. a. die Grundlage für E-Carsharing-Lösun
gen, ggf. in Kooperation mit einem lokalen Carsharing-Anbieter.
Qualität und Effizienz im Kerngeschäft
Neben der Innovationsstrategie mit dem Fokus auf digitale Geschäftsmodelle und
Zukunftsausrichtung der Infrastruktur gehört auch die kontinuierliche Weiterentwicklung und
Optimierung des Kerngeschäfts zur Strategie der Stadtwerke Münster.
So werden beispielweise im Vertrieb neue Technologien zur Effizienzverbesserung, wie z. B.
Robotic Process Automation (RPA) zur strukturierten Massendatenerfassung eingesetzt und
weiterentwickelt. Im Administrationsbereich wird der gesamte Order-to-Pay-Prozess mit dem
Ziel restrukturiert, Aktivitäten wie die Rechnungsprüfung, aber auch die Zuordnung kreditori
scher Buchungen auf die Kontierungsobjekte mithilfe von systemintegrierten Prüfalgorithmen
zu automatisieren.
Eine zentrale Voraussetzung der digitalen Prozessoptimierung, sei es im Vertrieb oder sei es
im Administrationsbereich, ist die Verfügbarkeit valider lnputdaten. Um die entsprechende
Datenqualität zu verbessern und sicherzustellen, wird ab Sommer 2019 die neue Stelle eines
Datenqualitätsmanagers kompetent besetzt werden.
Erste Erfahrungen sollen in 2019 auch mit der Nutzung von predictive Analytics, d. h. mit
innovativen statistischen Prognoseverfahren, gesammelt werden. So werden in Kooperation
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mit einem externen spezialisierten Institut beispielsweise Massendaten aus den Verlaufspro
tokollen der im Heizkraftwerk der Stadtwerke Münster eingesetzten Gasturbinen analysiert,
um daraus Anhaltspunkte für eine bessere Schadensprognose zu gewinnen. Im Bereich des
Portfoliomanagements für die Energiebeschaffung werden ebenfalls predictive-Methoden ein
gesetzt, um Optimierungsansätze für die Beschaffungsmengenprognose zu gewinnen.
Weitere Chancen und Risiken
Nach Einführung des Auktionsmodells für Onshore-Windenergieanlagen und der Verschär
fung von Abstandsregelungen zur Wohnbebauung in einigen Bundesländern, u. a. in Nord
rhein-Westfalen, ist bundesweit inzwischen eine deutliche Investitionszurückhaltung für Wind
energie „an Land" zu spüren. Auch die Stadtwerke Münster mussten die mittelfristigen Planun
gen zur Errichtung neuer Windkraftanlagen deutlich reduzieren. Aus aktueller Perspektive ist
zu erwarten, dass sich dieses Geschäftsfeld deutlich langsamer entwickeln wird als noch vor
2 - 3 Jahren erwartet. Nun fehlen neben der erforderlichen Investitionssicherheit auch attrak
tive regionale Standorte.
Risiken bestehen für die Stadtwerke Münster nach wie vor im Energievertrieb infolge des wett
bewerbsbedingten Margendrucks sowohl auf den Strom-als auch auf den Wärmemärkten.
Kalkulationssicherheit ist für die Stadtwerke Münster inzwischen für den Bereich der regulier
ten Strom-und Gasnetzentgelte erreicht worden. Die Erlösobergrenzen für die dritte
Regulierungsperiode sind inzwischen von Bundesnetzagentur (Strom) und Landesregulie
rungsbehörde (Gas) genehmigt worden.
Ein Anfang 2019 abgeschlossenes Analyseprojekt hat aufgezeigt, dass eine Weiterentwick
lung der Tochtergesellschaft münsterNETZ GmbH, die bisher als kleine Netzgesellschaft die
Bereiche Regulierungsmanagement, Asset Management und Netzvertrieb abgedeckt hat, zu
einer großen Netzgesellschaft mit einem eigenen Asset Service und mit dem Eigentum an den
Versorgungsnetzen, wirtschaftliche Vorteile bietet. Auf dieser Basis wird im laufe des Jahres
2019 der Netzbereich der Stadtwerke Münster mit dem Ziel reorganisiert, die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des bisher auf Seiten der Stadtwerke Münster GmbH angesiedelten Asset
Services in 2020 auf die münsterNETZ GmbH zu überführen und zugleich das bisher bei der
Stadtwerke Münster GmbH zugeordnete und an die münsterNETZ GmbH verpachtete Netz
vermögen eigentumsrechtlich auf die münsterNETZ zu übertragen. Zur Absicherung der spar
tenübergreifenden Synergien ist vorgesehen, auch die nicht regulierten Sparten mit zu über
tragen. Die Ausgestaltung wird -vorbehaltlich einer noch zu beantragenden verbindlichen
Auskunft der Finanzbehörden -so erfolgen, dass sowohl der bisherige Ergebnisabführungs
vertrag mit der Stadtwerke Münster GmbH als auch die bestehende ertragsteuerliche Organ
schaft zwischen Mutter-und Tochtergesellschaft erhalten bleiben.
Risikobehaftet bleibt nach wie vor die Anlaufphase für die flächendeckende Ausstattung von
Wohnungen mit Smart Metern. Die Gatewayadministratoren, so auch die smartOPTIMO
GmbH & Co. KG als Beteiligung der Stadtwerke Münster GmbH, sind seit geraumer Zeit auf
den Smart Meter Rollout vorbereitet und haben dazu hohe fixe Vorlaufkosten in Kauf genom
men. Nach wie vor lassen die abschließenden Genehmigungen des Bundesamtes für Sicher
heit in der Informationstechnik auf sich warten, wenn auch Ende des vergangenen Jahres
erstmalig ein entsprechendes Smart Meter-Modell für den Markteinsatz und zwischenzeitlich
ein weiteres genehmigt wurde, allein: es fehlt noch die Genehmigung für ein weiteres Modell,
bevor der Rollout tatsächlich beginnen kann. Aufgrund des langen Fixkostenvorlaufes sowie
anfänglich geringer Installationszahlen wird dieses Geschäftsfeld auf mittlere Sicht nicht kos
tendeckend zu gestalten sein. Milderung bringt hier lediglich die Teilung der Fixkostenblöcke
über Kooperationslösungen, wie es die Stadtwerke Münster mit smartOPTIMO umsetzen.
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Insgesamt ergreifen die Stadtwerke Münster sich eröffnende Marktchancen in neuen
Geschäftsfeldern, wie z. B. der Breitbandtechnologie oder Smart City-Ansätzen, um sich im
hart umkämpften Commodity-Markt des Kerngeschäfts vom Wettbewerb zu differenzieren. Die
neuen Geschäftsfelder und Technologien werden vor einer Entscheidung zum Einstieg jeweils
sorgfältig auf Chancen und Risiken analysiert. Daraus resultierende Investitionsentscheidun
gen werden jeweils unter Berücksichtigung ihrer langfristigen Auswirkungen auf Rentabilität,
Finanzierbarkeit, Liquidität und Eigenkapitalquote abgeleitet.
Leistungsindikatoren
Der geplante Jahresüberschuss des Jahres 2019 beträgt 8, 1 Mio. EUR und repräsentiert die
operative Ergebniserwartung. Das Ist-Ergebnis 2018 ist hingegen u. a. geprägt von verschie
denen positiven Sondereffekten, wie z. B. der Auflösung einer Drohverlustrückstellung und
Erträgen aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken. Um diese Effekte
bereinigt, bewegt sich das Ist-Ergebnis 2018 auf dem erwarteten Niveau. Für die übrigen
finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Stadtwerke Münster wird folgende
Entwicklung erwartet:
finanzielle Ist 2018 Plan 2019 relative
Indikatoren Veränderung
Jahresüberschuss 26,8 Mio. EUR 8,1 Mio. EUR -69,8 %
Umsatzerlöse 547,0 Mio. EUR 546,2 Mio. EUR -0, 15 %
Investitionen* 37,9 Mio. EUR 57, 1 Mio. EUR +50,7 %
* Sachanlagevermögen abzgl. Zuschüsse
Die für das Jahr 2019 geplanten Umsatzerlöse bewegen sich noch in etwa auf dem Niveau,
das für das Jahr 2018 realisiert wurde. Dabei werden insbesondere im Geschäftskundenseg
ment für die wettbewerbsintensiven Bereiche Strom-und Gasvertrieb leichte mengen-und
absatzpreisbedingte Margenrückgänge erwartet.
Die für das Geschäftsjahr 2018 vorgesehenen Investitionen konnten nicht vollumfänglich rea
lisiert werden. Maßgeblich sind dabei insbesondere Verzögerungen beim Start des auf meh
rere Jahre ausgelegten Breitbandausbaus im Innenstadtbereich von Münster. Die Maßnah
men werden aber voraussichtlich bis zum Herbst des Jahres 2019 realisiert. Eine weitere Ver
zögerung gab es im Jahr 2018 bei den Investitionen für die Neustrukturierung der Wasser
werke, die sich insgesamt ebenfalls über mehrere Jahre erstrecken werden. Auch diese wer
den ab 2019 nachgeholt. Der Planwert 2019 für das Investitionsvolumen beinhaltet wiederum
die Gesamtheit der vorgesehenen Sachinvestitionen der Stadtwerke Münster einschließlich
der Fortführung der Maßnahmen in den Bereichen Breitbandausbau und Wasserwerke.
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nicht-finanzielle Ist 2018 Plan 2019 relative Verän-
Indikatoren derung
Stromabsatz 1.242 Mio. kWh 1.219 Mio. kWh -1,9%
Erdgasabsatz 1.986 Mio. kWh 2.004 Mio. kWh +0,9%
Wärmeabsatz 574 Mio. kWh 628 Mio. kWh +9,4%
Wasserabsatz 17,1 Mio. m3 16,9 Mio. m3 -1,2%
Stromerzeugung 423 Mio. kWh 427 Mio. kWh +1,0 %
Fahrgastzahlen 46,3 Mio. 47,1 Mio. +1,7%
Beim Stromabsatz rechnen die Stadtwerke Münster für das Planjahr 2019 im hart umkämpften
Großkundensegment wettbewerbsbedingt mit einem leichten Rückgang, der aufgrund der in
diesem volatilen Kundensegment ohnehin sehr engen Margen nur unterproportionalen Ergeb
niseinfluss haben wird. Für den Gasabsatz wurde das Mengengerüst aus 2018 für das Jahr
2019 im Wesentlichen fortgeschrieben. Der Wärmeabsatz wurde für 2019 auf Basis des lang
fristigen Temperaturmittels oberhalb der in 2018 realisierten Absatzmengen geplant; das ver
gangene Jahr war durch den bis weit in den Herbst reichenden „Jahrhundertsommer" und
einen sehr milden Winter geprägt, so dass die Durchschnittstemperaturen deutlich oberhalb
des langjährigen Mittelwertes lagen. Auch die Erwartungen für den Wasserabsatz bewegen
sich für 2019 auf „Normalniveau". Der Absatz lag in 2018 -ebenfalls aufgrund der langen
Hitzeperiode im Sommer -etwas darüber. Die Stromerzeugung ist insbesondere durch die
Produktionsmengen der GuD-Anlage am Hafen geprägt. Für 2019 wird in etwa mit dem Men
genansatz gerechnet, der auch in 2018 realisiert wurde. Aufgrund der Tatsache, dass im Jahr
2018 für längere Zeit eine der beiden Gasturbinen schadensbedingt ausgefallen war und beide
Turbinen mit inzwischen über 13 Betriebsjahren dauerhaft starken physikalischen Kräften aus
gesetzt sind, wurde die Planung der Erzeugungsmengen für 2019 bewusst vorsichtig vorge
nommen.
Der Verkehrsbetrieb konnte in 2018 bereits die Fahrgastzahlen gegenüber dem Vorjahr stei
gern. Auch für 2019 gehen die Stadtwerke Münster von einem weiteren, wenn auch leicht
geringeren Wachstum aus, da der Trend zur Nutzung des qualitativ hochwertigen ÖPNV in
Münster ungebrochen ist. Treiber des Wachstums sind nach wie vor das attraktive 90-Minuten
Ticket sowie die zielgruppenspezifischen Abo-Angebote als „Rundum-sorglos-Paket" für den
Kunden.
Die münsterNETZ geht von einer zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung und einem posi
tiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 5.266 T€ im Geschäftsjahr 2019 aus.
Die "at-equity" konsolidierte FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH erwartet für das
Geschäftsjahr 2019 insbesondere aufgrund der Einstellung des Flugbetriebs der Germania
GmbH im Februar 2019 starke Verwerfungen der Umsatzerlöse gegenüber dem ursprüngli
chen Wirtschaftsplan und prognostiziert nunmehr einen Jahresfehlbetrag von 7,3 Mio. EUR.
Aktuell wird ein Finanzierungskonzept 2.0 mit einem Planungshorizont bis 2030 erarbeitet. Auf
dessen Basis wird angestrebt, eine grundsätzliche Einigung über die Anschlussfinanzierung
der Gesellschaft herzuleiten.
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Die "at-equity" konsolidierte items GmbH plant für das Geschäftsjahr 2019 einen weiteren Aus
bau des Projektgeschäfts, weitere Effizienzeffekte und einen Anstieg von Geschäft aus neuen
Themen, die den Rückgang von kleineren Betriebsaufträgen, Kostensteigerungen bei Lizen
zen, Material und Anbindungen sowie weitere Preissenkungen für Kunden mehr als kompen
sieren werden und erwartet daher ein sehr gutes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätig
keit.
Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung weiterhin herausfordernde Rahmenbedingungen für
den Konzern Stadtwerke Münster. Das Konzernergebnis wird vor diesem Hintergrund einer
realistischen Beurteilung der Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung wieder auf ei
nem angemessenen, positiven Niveau erwartet.
Münster, den 15. November 2019
Stadtwerke Münster GmbH
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eschäftsführung
ergie)
L~
(Geschäftsführer Mobilität)
PKF FASSEL T SCHLAGE
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Stadtwerke Münster GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH und ihrer Tochtergesell
schaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der
Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzern
kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018
sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und
t Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der
Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezem
ber 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhält
nissen entsprechendes Bild der Vermögens-und Finanzlage des Konzerns zum
31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Ja
nuar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht
in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vor
schriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
Gemäß§ 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
geführt hat.
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PKF FASSEL T SCHLAGE 2
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Über
einstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verant
wortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla
geberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den
Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtli
chen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufs
pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung,
dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss
und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses,
der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen ent
spricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um
die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen
-beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verant
wortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurtei
len. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind
sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortfüh
rung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche
Gegebenheiten entgegenstehen.
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Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernla
geberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie
in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwick
lung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die
Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nach
weise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
t des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernab
schluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen
Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernab
schluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünfti
gen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass
eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts
prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstel
lungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insge
samt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffe
nen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
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Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbe
absichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht,
planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie
erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstel
lungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da
Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollstän
digkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts
relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Ver
tretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unter
nehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob
eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenhei
ten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen,
dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsver
merk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebe
richt aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser
jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf
der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prü
fungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernab
schlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss
unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und
Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungs
informationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns
ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzu
geben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der
Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prü
fungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss,
seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des
Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunfts
orientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeut
samen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunfts
orientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu
den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
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Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten
Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein
schließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Duisburg, den 15. November 2019
PKF Fasselt Schlage
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte
Pentschev
Wirtschaftsprüfer
(Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Konzernabschluss zum
31. Dezember 2018 (Konzernbilanzsumme EUR 566.081.424,61; Konzernjahresüberschuss
EUR 28.151.081,84) und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 der
Stadtwerke Münster GmbH, Münster.)
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Besondere Auftragsbedingungen
P K F Fasselt Schlage Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte
Präambel
Diese Besonderen Auftragsbedingungen der PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte (nachstehend als
PKF bezeichnet) modifizieren die vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V.
publizierten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungs
gesellschaften vom 1. Januar 2017 (IDW AAB).
Aus berufsrechtlichen Gründen modifiziert PKF die in den IDW AAB enthaltenen
Haftungsregelungen für Leistungen, auf welche weder eine gesetzliche noch eine
einzelvertragliche Haftungsbeschränkung Anwendung findet, indem zugunsten der
Auftraggeber der Haftungshöchstbetrag auf 1 O Mio. EUR für Einzelschäden bzw. 12,5 Mio.
EUR für Serienschäden erhöht und der Haftungsmaßstab auf einfache Fahrlässigkeit
ausgeweitet wird.
'f Dazu wird Ziffer 9. ,,Haftung" der IDW AAB aufgehoben und durch die nachfolgenden Regelungen
ersetzt:
Haftung von PKF
(1) Für gesetzlich vorgeschriebene Leistungen des Wirtschaftsprüfers, insbesondere Prüfungen,
gelten die jeweils anzuwendenden gesetzlichen Haftungsbeschränkungen, insbesondere die
Haftungsbeschränkung des § 323 Abs. 2 HGB.
(2) Sofern weder eine gesetzliche Haftungsbeschränkung Anwendung findet noch eine
einzelvertragliche Haftungsbeschränkung besteht, ist die Haftung von PKF für
Schadenersatzansprüche jeder Art, mit Ausnahme von Schäden aus der Verletzung von Leben,
Körper und Gesundheit sowie von Schäden, die eine Ersatzpflicht des Herstellers nach § 1
ProdHaftG begründen, bei einem durch einfache Fahrlässigkeit verursachten einzelnen
Schadensfall gern.§ 52 Abs. 1 Nr. 2 BRAO auf 10 Mio. EUR beschränkt.
(3) Einreden und Einwendungen aus dem Vertragsverhältnis mit dem Auftraggeber stehen PKF
1 auch gegenüber Dritten zu.
(4) Leiten mehrere Anspruchsteller aus dem mit PKF bestehenden Vertragsverhältnis Ansprüche
aus einer durch einfache Fahrlässigkeit verursachten Pflichtverletzung durch PKF her, gilt der in
Abs. 2 genannte Höchstbetrag für die betreffenden Ansprüche aller Anspruchsteller insgesamt.
(5) Ein einzelner Schadensfall im Sinne von Abs. 2 ist auch bezüglich eines aus mehreren
Pflichtverletzungen stammenden einheitlichen Schadens gegeben. Der einzelne Schadensfall
umfasst sämtliche Folgen einer Pflichtverletzung ohne Rücksicht darauf, ob Schäden in einem
oder in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren entstanden sind. Dabei gilt mehrfaches auf
gleicher oder gleichartiger Fehlerquelle beruhendes Tun oder Unterlassen als einheitliche
Pflichtverletzung, wenn die betreffenden Angelegenheiten miteinander in rechtlichem oder
wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. In diesem Fall kann PKF nur bis zur Höhe von
12,5 Mio. EUR in Anspruch genommen werden. Die Begrenzung auf das fünffache der
Mindestversicherungssumme gilt nicht bei gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtprüfungen.
(6) Ein Schadenersatzanspruch erlischt, wenn nicht innerhalb von sechs Monaten nach der
schriftlichen Ablehnung der Ersatzleistung Klage erhoben wird und der Auftraggeber auf diese
Folge hingewiesen wurde. Dies gilt nicht für Schadenersatzansprüche, die auf vorsätzliches
Verhalten zurückzuführen sind, sowie bei einer schuldhaften Verletzung von Leben, Körper oder
Gesundheit sowie bei Schäden, die eine Ersatzpflicht des Herstellers nach § 1 ProdHaftG
begründen. Das Recht, die Einrede der Verjährung geltend zu machen, bleibt unberührt.
Stand: 1. Januar 2018
Beschlussvorlage
2343 Zeichen
V/1152/2019 V/1152/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Konzernabschluss 2018 der Stadtwerke Münster GmbH Beratungsfolge 11.12.2019 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgenden Beschluss zu fassen: Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2018 in der vorli e- genden, vom Jahresabschlussprüfer PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbH, Duisburg, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 15.11.2019 testierten Fassung (Anlage 2), wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festg e- stellt. Der Konzernlagebericht wird zur Kenntnis genommen. II. Finanzielle Auswirkungen: Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Münster. Begründung: Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des G e- sellschaftsvertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Bes chlussfassung der Gesell- schafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des E r- gebnisses. Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2018 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt- schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Amt für Finanzen und Beteiligungen 26.11.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Rothermundt Telefon: 492-2006 Rothermundt@stadt- muenster.de - 2 - V/1152/2019 Einzelheiten zum Konzernabschluss 2018 können der beigefü gten Aufsichtsratsvorlage Nr. 30/2019 der Stadtwerke Münster GmbH ( Anlage 1) und den weiteren Ausführungen im Ko n- zernlagebericht (Anlage 2) entnommen werden. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wird am 03.12.2019 über die Vorlage beraten. Über das Ergebnis der Entscheidung des Aufsichtsrates wird dem Haupt - und Finanzausschuss mündlich berichtet. i. V. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Anlage 1: Vorlage an den Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH Nr. 30/2019 Anlage 2: Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2018 der Stadtwerke Münster GmbH
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/1152/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.11.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37