2112/2025
Beantwortung der RheinEnergie, Anfrage der CDU-Fraktion AN/0898/2025 aus der Sitzung am 30.06.2025
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
4598 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/02/02-2 Vorlagen-Nummer 2112/2025 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 30.06.2025 Beantwortung der RheinEnergie, Anfrage der CDU-Fraktion AN/0898/2025 aus der Sitzung am 30.06.2025 Beantwortung der Anfrage der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Rodenkirchen AN/08989/2025 der RheinEnergie AG: „Im Zuge der Energiewende (Stromsektor) sind nicht nur die Höchstspannungsleitungen, son- dern auch die Niederspannungsleitungen an die steigenden Anforderungen aus Stromver- brauch (Wärmepumpen, Wallboxen, etc.) und dezentraler Stromerzeugung anzupassen. Hierzu hat die CDU-Fraktion einen Fragekomplex vorgelegt, zu dem wir wie folgt Stellung nehmen: 1. Gibt es analog zur Bestands- und Potenzial-Analyse für den Wärmesektor eine entspre- chende Analyse zum Zustand und notwendigen Ausbau der Stromnetze in der Stadt Köln? Der Netzbetrieb für das Kölner Stromnetz liegt bei der RheinNetz. Als zuständiger Verteilnetzbetreiber (bis einschließlich 110 kV) für die Stromnetze in Köln ist die RheinNetz sowohl für den Betrieb der Netze als auch die Prognose der zukünftigen Versorgungsentwicklung und die hierzu notwendige Erneuerungs- und Ausbaube- darfe verantwortlich, um langfristig einen sicheren Netzbetrieb zu gewährleisten. Hierzu berücksichtigt die RheinNetz unter anderem die Hochlaufprognosen zu Wärmepumpen und Wallboxen aber auch die Ergebnisse der Kommunalen Wär- meplanung. In den Prozess der Kommunalen Wärmeplanung für das Kölner Stadt- gebiet ist die RheinNetz als Stakeholderin eingebunden. 2. Wenn ja, wie sehen die Ergebnisse für den Stadtbezirk Rodenkirchen aus? Insgesamt für ganz Köln geht die RheinNetz von einer Leistungssteigerung um das 2,5-3-fache der Heutigen Spitzenleistung bis 2045 aus. Die Leistungssteigerungen resultieren unter anderem aus der Energiewende (in Köln im Wesentlichen Wärme- und Mobilitätswende), der Dekarbonisierung von Industrie und dem Anschluss von Rechenzentren und Speichern. Der genaue Hochlauf in den einzelnen Bereichen kann durch ext. Faktoren (z.B. Förderprogramme) beeinflusst werden, was sich dann auch im Gesamthochlauf widerspiegelt. Insgesamt ist mit einer deutlichen Leistungssteigerung in allen Netzebenen (Hoch- bis Niederspannung) zu rechnen. Durch die Aktualisierung der Planungsrichtlinien, werden bei Erneuerungs- und Er- weiterungsmaßnamen schon heute auf die zukünftigen Leistungsanforderungen angepasste Betriebsmittel (z.B. Kabelquerschnitte, Trafogrößen) eingesetzt. 2 Hieraus ergeben sich (auch) für Rodenkirchen verschiedene Maßnahmen, einige sind hier beispielhaft aufgeführt sind: Neuer Netzeinspeisepunkt vom Übertragungsnetz der Amprion. Hier soll in Meschenich ein neuer Einspeisepunkt 380/110 kV gebaut werden. Erschließung Rondorf (Mittel- und Niederspannungskabel sowie Ortsnetzstatio- nen) mit zukunftsfähiger Netzausgestaltung Zielnetzplanung Gebiet Hahnwald (Fokus: Mittelspannungskabel und Ortsnetz- stationen) Größere Kundenanschlüsse mit Ladeinfrastruktur, insb. Eifeltor, Ikea (An- schluss in der Mittelspannung) Erneuerungsstrategie Planungscluster (zukunftsfähiger Netzausgestaltung Mit- tel- bis Niederspannung) 3. Wenn nein, wie bewerten Sie den Status des Stromnetzes im Stadtbezirk Rodenkirchen und welche konkreten Engpässe im Hinblick auf die vorgenannten steigenden An- forderungen sind der Verwaltung bekannt, die den Ausbau zusätzlicher Verbrau- cher verhindern oder beschränken oder verzögern? Siehe Punkt 2. 4. Welche konkreten Investitionen in die Niederspannungsnetze sind im Stadtbezirk Ro- denkirchen mittelfristig (2025-2029) vorgesehen und mit welchem Budget ausge- stattet? Wir bitte um Verständnis, dass ein genaues Mengengerüst über die nächsten fünf Jahre speziell für einen Stadtteil nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Dies liegt zum einen am Planungshorizont von Niederspannungsmaßnahmen, der deut- lich kürzer ist als für „große und komplexe“ Maßnahmen in der Mittel- und Hoch- spannung. Zum anderen, dass das Netz sich von seiner Struktur nicht nach Stadt- teilen richtet, sondern über das Gesamtgebiet von Köln erstreckt. Somit wirken sich Maßnahmen, die lokal in einem anderen Stadtteil liegen können, z.B. auch positiv auf die Versorgung von Rodenkirchen aus und umgekehrt. Dies gilt im Besonderen für die Hoch- und Mittelspannungsebene. Mit Blick auf die steigenden Anforderungen an die Stromnetze hat die RheinNetz die Investitionen in das Kölner Netz bereits deutlich erhöht.“
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2112/2025
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 24.06.2025
- Erstellt
- 24.06.2025 17:25