2011/0027
Stadtwirtschaftsstrategie Geschäftsfeld Kultur und Kongresse
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 17.01.2011 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Rechtsamt - Stadtwirtschaftskoordinatio n Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2011/0027 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Stadtwirtschaftsstrategie Ge schäftsfeld Kultur und Kongresse Vorlage vom: 12. 1.2011 Beschlussvorschlag: Der als Anlage (Entwurf vom 11.01.2011) beigefügten Neufassung der Stadtwirtschaftsstrategie im Bereich des Geschäftsfeldes Kultur & Kongresse (Ziffer 2.10.5) wird zugestimmt. Anlagen: Altfassung vom 17.12.2009 Neufassung vom 11.01.2011 Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 12.01.2011: Begründung: Mit Gremienbeschluss vom 17. Dezember 2009 sowie mit ergänzenden Ausschussbeschlüssen vom 26.01.2010 wurde der Stadtwirtschaftsstrategie (Magistratvorlage 2009/0514) zugestimmt. Der Beschluss vom 26.01.2010 sieht unter anderem vor, die Stadtwirtschaftsstrategie des Geschäftsfeldes Kultur & Kongresse zu überarbeiten. Die Überarbeitung erfolgte durch die HEAG Holding AG – Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Kulturdezernenten, der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft, der Leiterin des Kulturamtes sowie den Verantwortlichen der städtischen Kulturinstitutionen. Wesentliche Ergebnisse der Überarbeitung liegen in folgenden Punkten vor: /square4 Umbenennung des Geschäftsfeldes Kultur & Kongresse in Kultur & Veranstaltungen Der Änderungsbeschluss vom 26.01.2010 sah vor, die Trennung des Geschäftsfeldes zu prüfen. In Abstimmung mit den Verantwortlichen wurde eine gänzliche Trennung nicht als zielführend erachtet. Die Beteiligungen in dem Geschäftsfeld bieten alle vielfältige Leistungen für Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Region sowie nationalen und internationalen Besuchern in den Bereichen Kultur, Veranstaltungen, Kongresse, Märkte, etc. an. Dieses Leistungsangebot vereint alle Beteiligungen in diesem Geschäftsfeld. Demzufolge wurde das Geschäftsfeld in Kultur & Veranstaltungen umbenannt und die Beteiligung Darmstadt Marketing GmbH diesem und nicht mehr den Geschäftsfeld Weitere Aktivitäten zugeordnet. /square4 Überarbeitung der strategischen Ziele des Geschäftsfeldes Die strategischen Ziele des Geschäftsfeldes wurden überprüft, weiterentwickelt und neue Inhalte aufgenommen. Im Ergebnis ergeben sich strategische Ziele in den folgenden Bereichen: - Verankerung der Bedeutung des Geschäftsfeldes Kultur & Veranstaltungen für den Standort Darmstadt - Zugang zu Kultur & Veranstaltungen für alle - Prüfung von neuen Trends - Verstärkung der Zusammenarbeit und Identifikation von Synergien - Weiterentwicklung des Kultur- und Veranstaltungsmarketings - Stärkung der Eigenfinanzierung - Prüfung der Einführung eines Qualitätsmanagements /square4 Anpassung des erwarteten Ergebnisbeitrags Der Zuschussbedarf im Geschäftsfeld Kultur & Veranstaltung pro Bürger soll konstant gehalten werden. 3 ... Der Gremienbeschluss vom 17. Dezember 2009 beinhaltete auch, über den Stand der Umsetzung der Projekte aus der Stadtwirtschaftsstrategie nach einem Jahr zu berichten. Zur Umsetzung der Stadtwirtschaftsstrategie wurde ein Lenkungskreis eingerichtet, dem der Oberbürgermeister und die hauptamtlichen Dezernenten der Wissenschaftsstadt Darmstadt angehören. Die Mitglieder des Lenkungskreises setzen sich aktiv für die Umsetzung der Stadtwirtschaftstrategie ein. Bisher konnten in vielen Beteiligungen die Ziele der Stadtwirtschaftsstrategie in den Zielvereinbarungen der Verantwortlichen verankert werden, zahlreiche Projekte sind angestoßen und zum Teil bereits umgesetzt. Darüber wird gesondert berichtet. Darmstadt, den 12.01.2011 Walter Hoffmann Oberbürgermeister
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Neufassung Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Entwurf vom 11.01.2011 2.10.5 Geschäftsfeld Kultur & Veranstaltungen Schwerpunkt: Die Beteiligungen in dem Geschäftsfeld Kultur & Ve ranstaltungen bieten vielfältige Leistungen für Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Region sowie nationalen und internationalen Besuchern in den Bereichen Kultur, Veranstaltungen, Kongresse , Märkte, etc. an. Das Leistungsangebot in diesen Bereichen vereint alle Beteiligungen dieses Geschäftsfelds. Im Bereich Kultur schaffen die Beteiligungen darüber hinaus Freiräume für kü nstlerische Kreativität, initiieren und fördern den wissenschaftlichen wie äs thetischen kulturellen Diskurs und tragen zur Vermittlung zwischen künstlerischer Arbeit und ihrem Publikum bei. Die Leistungen des Geschäftsfeldes Kultur & Ve ranstaltungen werden insbesondere durch das Staatstheater, das Internationale Musikinstitut, das Jazz-Institut, die Einheiten im Eigenbetrieb Kulturinstitute mit u.a. Institut Mathildenhöhe und Akademie für Tonkunst, die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH, den Eigenbetrieb Bü rgerhäuser und Märkte, das Wissenschafts- und Kongresszentrum (darmstadtium) und die Centrals tation erbracht. Darüber hinaus fördert die Wissenschaftsstadt Darmstadt wichtige national und in ternational tätige und be kannte Institutionen, wie das Deutsche Polen Institut, die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung sowie das P.E.N.-Zentrum. Hauptstoßrichtung: Die Beteiligungen sollen die Leistu ngen zu angemessenen Preisen erbringen. Dabei ist die kulturelle Vielfalt zu erhalten, dauerhaft zu sichern und nach Möglichkeit auszubauen. Es sollen Projekte von nationaler und internatio naler Bedeutung beibehalte n und weiter ausgebaut werden. Die Zahl der mit den Veranstaltungen erreichten Bürger soll weiter erhöht werden. Strategische Ziele: Standortfaktor Das Geschäftsfeld Kultur und Veranstaltungen nimmt eine wichtige Rolle für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein. Mit dem Leistungsangebot in diesem Geschäftsfeld werden nac hhaltig Werte geschaffen – sowohl für das Image der Kultur- und Wissenschaftsstadt Darmstadt als auch fü r die Wirtschaftskraft Darmstadts. Eine gute und vielfältige kulturelle Infrastruktur, ei n lebendiger kultureller Di skurs sowie ein attraktives Angebot von Veranstaltungen, vor allem in den Bereichen Kultur, Kongresse und Märkte tragen maßgeblich zur Attraktivität und Wirtschaftskraft der Stadt bei. Sie leisten zudem einen wesentlichen Beitrag zur Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsqualität von Bewohnern und Besuchern. Neufassung Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Entwurf vom 11.01.2011 Unternehmen achten bei der Suche nach neuen Standorten zunehmend auf so genannte „weiche Standortfaktoren“. Diese werden in Zukunft an Re levanz bei der Standortwahl innovativer Unternehmen noch zunehmen. Insbesondere beim Wettbewerb um hoch qualifiziert e Arbeitskräfte sehen Unternehmen immer mehr Vorteile bei Standorten mit einer hohen Lebensqualität. Dafür unabdingbar ist ein hochwertiges und abwechslungsreic hes Veranstaltungs- und Kulturangebot sowie ein Klima kultureller Vielfalt und Offenheit im Sinne der gesamtstrategi schen Ausrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Unternehmen in einer kulturell aktiven Stadt gelten daher als besonders attraktive Arbeitgeber. Auch die ansässigen Bildungs- und Hochschuleinri chtungen profitieren hiervon, da si e als Studienort an Attraktivität gewinnen. Neben den Einflüssen auf die Attraktivität als Untern ehmens- und Lebensstandort ist ein vielfältiges Leistungsangebot in den Bereichen Kultur, Kongresse , Märkte und den weiteren Aktivitäten in diesem Geschäftsfeld attraktiv für Touristen. Insbesondere im sich zunehmend entwickelnden europäischen Städte- und Kulturtourismus sind Destinationen nachgefragt, die gut aufgestellte und vernetzte Kulturangebote bereit halten. Dafür sollen Projekte von nationaler und internationaler Bedeutun g beibehalten und weiter ausgebaut werden. Eine große Rolle spielt di e Zielsetzung der Aufnahme des Kulturdenkmals Mathildenhöhe in die Liste der Unesco-Weltkulturerbestätten. Auch die Mitgliedschaften bei der Kulturregion Frankfurt RheinMain gGmbH und der Gemeinnützigen Kulturfonds Frankfurt-Rhein-Main GmbH sollen zur Nu tzung von regionalen, nationalen und internationalen Projekten und Kooperationen beibehalten und weiterentwickelt werden. Von den Veranstaltungen im Bereich Kultur, Kongresse , Märkte und den weiteren Angeboten profitieren nicht allein die Einheiten in diesem Geschäftsfeld. Die mit anderen ökonomischen Sektoren verflochtene Veranstaltungs-, Kultur, - und Kongresswirtschaft bietet vielen Menschen einen qualifizierten Arbeitsplatz, trägt zur Wertschöpfung und damit zu einer erfolgreichen Wirtschafts- und Regionalentwicklung bei. Die Einheiten in diesem Geschäftsfeld sollen sich daher für die Beibehaltung und Schaffung von guten Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende einsetzen und so das kreative Potenzial optimal für den Standort Darmstadt nutzen. Kultur & Veranstaltungen für alle Menschen sind vielfältig – daher muss Kultur es auch sein: Es gibt bei Menschen unterschiedliche Interessen, Vorlieben und ganz ve rschiedene Vorbildungen. Darüber hinaus zeigen sie eine ganz differenzierte Bereitschaft, sich für Kultur und Veranstaltungen begeistern zu lassen. Darmstadts Ziel muss es daher sein, Veranstaltungen in allen Facetten zu bieten, um damit die unterschiedlich interessierten und breiten Bevölkerungsgruppen auf verschiedene Weisen zu gewinnen und zu begeistern. Das bedeutet konkret, die kulturelle Bildung zu befö rdern und insbesondere das kulturelle Interesse bei Kindern und Jugendlichen zu wecken. Gleichzeitig bietet der demographische Wandel und die Zunahme älterer Bürger eine Chance, das Kult urleben zu bereichern und neue Ge schäftsfelder zu entwickeln. Auch die Ausrichtung des Kulturlebens auf die speziellen Bedürfnisse von älteren Menschen bedeutet eine Zukunftsinvestition, denn der Anteil älterer Menschen an der Stadtpopulation wie an den Besuchern der Stadt wird absehbar weiter wachsen. Die Teilhabe älterer Menschen am Kulturleben hat neben der sozialen Funktion eine wirtschaftliche Dimension, die auch Ku ltureinrichtungen nutzen können: zur Steigerung der Besucherzahl, als Aktionsfeld gese llschaftlicher Auseinan dersetzung, als Bühne des Zusammenkommens von Alt und Jung. Neufassung Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Entwurf vom 11.01.2011 Neue Trends - Virtualisierung von Kultur Im Zeitalter der Digitalisierung eröffnen sich neue Möglichkeiten der Sicherung und weltweiten Vermittlung und Verbreitung von Kultur. Die Digitalisierung von Kulturgütern kann sich dabei ni cht allein auf Bibliotheken und Archive beschränken. Vielmehr können auch Sehenswürdigkeiten in Da rmstadt, Ausstellungen in Museen, jegliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel Aufführungen im Staatstheater und in der Centralstation, digitalisiert und im Internet veröffentlicht werden. Dabei ist auch zu prüfen, inwiefern die Einbindung so zialer Netzwerke in den Auftritt der Beteiligungen erfolgen kann. Weiterhin ist zu prüfen, ob ein zentrales Digitalisierungszentrum eingerichtet werden kann und welche finanziellen Fördermöglichkeiten hierzu angeboten werden. Mit Hilfe der neuen Medien könnte die Wissenschaftsst adt Darmstadt den Informat ionszugang zur Kultur für alle Bürgerinnen und Bürger ausweiten. Zusammenarbeit / Synergien Egal ob Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Kong resse oder auch Märkte – jeder davon und auch jede Einrichtung kann für sich alleine viel erreichen. Gemeinsam ergeben sich aber neue Möglichkeiten, die für den einzelnen, das Geschäftsfeld und nicht zuletzt für ganz Darmstadt nur Vorteile bringen. Zur Ausschöpfung von Synergien ist die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligungen im Geschäftsfeld und darüber hinaus, wie zum Beispiel mit dem Kulturamt und weiteren Ämtern der Stadt sowie den anderen Beteiligungen der Stadtwirtschaft zu verbessern. Die Zusammenarbeit kann sowohl im Verwaltungsb ereich als auch im operativen Kultur- und Veranstaltungsbereich liegen: Dabei sind im Verwaltungsbereich übergreifende Aufgaben, wie beispi elsweise Buchhaltung (Doppik), Personalabrechnung, IT, Einkauf und Versicherungen sowie gebäudebezogene Au fgaben, worunter die Gebäudereinigung, -instandhaltung und auch -technik fällt, zu prüfen. Im operativen Geschäft kann eine Zusammenarb eit im Servicepersonal (Licht-/Bühnentechnik, Sicherheitsdienst, Toiletten, Garderobe, Catering, Bestuhlung) erfolgen od er auch hinsichtlich der Produkte in den Bereichen Künstlermanagement (inkl. Buchung, Übernachtung, VIP-Betreuung), Ausstellungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit (u.a . Druck, Werbemedien), Fördervereinsmanagement, Ticketing (zentral/e-commerce), Ve rkehrsmanagement, Virtueller Intern etauftritt, Homepage/Kulturportal oder auch der Bündelung von Produkten und das Angebot gemeinsamer Veranstaltungen. Innerhalb des Geschäftsfeldes sollen Werkstattgespräc he mit dem Ziel der besseren Vernetzung etabliert werden. Mit dem Aufbau von Kommunikationsstruk turen zwischen den relevanten Akteuren können eigene Stärken identifiziert und den örtl ichen Gegebenheiten an gemessene kommunale Entwicklungsstrategien und Aktivitäten formuliert werden. Ein Verfahren für die Einführung von Zielvereinbarungen für die verantwortlichen Akteure zur Sicherstellung der Koordination von Aktivitäten im Geschäftsfeld soll geprüft werden. Neufassung Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Entwurf vom 11.01.2011 Kultur- und Veranstaltungsmarketing Es wird eine Entwicklung der aktuellen Strukturen hin zu einem Kultur- und Veranstaltungsmanagement und eine konzeptionelle Weiterentwicklung eines integrierten Marketingkonzeptes angestrebt. Die Information über das kulturelle Geschehen sowie das vielfältige Ve ranstaltungsangebot in Darmstadt soll stärker verbreitert und vertie ft werden. Insbesondere soll die Termininformation und –koordination unter den jeweiligen Einheiten im Geschäftsfeld optimiert werden. Die Darmstadt Marketing GmbH soll dabei die Aufgaben eines übergr eifenden Kultur- und Veranstaltungsmarketings im Hinblick auf die Vermarktung im Tourismus übernehmen. Dazu kann die Definition eines gemeinsamen Leitbildes und geme insamer Ziele zählen. Hierzu soll eine enge Abstimmung mit dem Kulturdezernen ten und dem Kulturamt erfolgen. Aus dem Leitbild und den Zielen können gemeinsame Aktivitäten im Marketingbereich abgeleitet werden, wie beispielsweise ein Kultur- und Veranstaltungskalender für Darmstadt, ein gemeinsamer Internetauftritt bis hin zu einem übergreifenden Kultur- und Veranstaltungsportal. Die Verantwortung des Marketings für einzelne Verans taltungen obliegt den jeweiligen Beteiligungen im Geschäftsfeld. Dennoch sollte die Einrichtung einer zentralen Pressestelle geprüft werden. Finanzierung Zur Finanzierung der Aktivitäten in diesem Geschä ftsfeld trägt auch weiterhin die Wissenschaftsstadt Darmstadt bei. Dabei soll der Zuschussbedarf pro Bürger konstant gehalten und gleichzeitig die Zahl der mit den Veranstaltungen erreichten Besucher erhöht werden. Die Einheiten sollen aktiv dazu beitragen, dass ihre Eigenfinanzierung gestärkt und neben der Wissenschaftsstadt Darmstadt weitere Einnahmemö glichkeiten ausgeschöpft werden. Dabei sind Fördermittel von Land, Bund, EU sowie von weiteren Organisationen zu id entifizieren. Darüber hinaus sind alle vertretbaren Möglichkeiten für Spenden und Sponsoring zu nutzen. Qualitätsmanagement Die Durchführung einer Evaluation für die Einheiten in diesem Geschäftsfeld soll geprüft werden. Diese soll der Qualitätssicherung und -verbesserung dienen und neue Ansätze für Ziele, Wirkungen und Perspektiven anstoßen. Defizite in Abläufen und Strukturen so wie die verschiedenen Inte ressen können besser erkannt werden, so dass Ziele vereinbart und kontrolliert und die finanziellen Mittel effizienter eingesetzt werden. An die Evaluationsergebnisse sollen direkt keine Förderentscheidungen gekoppelt werden. Die Chance auf Optimierung steht im Vordergrund. Strategische Ziele der Kultureinheiten Das Staatstheater, das in den vier Sparten Oper, Tanz, Schauspiel und Konzertwesen aktiv ist, soll sich unter der Zielsetzung der Förderung der Kultur dauerhaft als zentrale Kultureinrichtung behaupten und die kulturelle Versorgung in Darmstadt und in der Region gewährleisten. Die Aufgaben des Theaters sind dabei weitgehend mit dem Einsatz eines fest verpfl ichteten Ensembles zu erfüllen. Mögliche Neufassung Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Entwurf vom 11.01.2011 Personalkostensteigerungen und steigende Sachkost en können zukünftig nur bedingt durch weitere Rationalisierungen aufgefangen werden, ohne den Auftrag des Staatstheat ers in ökonomischer Hinsicht zu gefährden. Der Zuschussbedarf des Staatstheaters soll daher zumindest konstant bleiben. Das Internationale Musikinstitut und das Jazz-Institut stimmen ihre strategische Ausrichtung direkt mit dem Kulturdezernenten ab. Der Fokus li egt insbesondere bei einer stärke ren Vernetzung mit den weiteren Kultureinheiten in Darmstadt. Der Eigenbetrieb Kulturinstitute soll die Kulturförderung an die öffe ntlich rechtlich und privatrechtlich organisierten Kulturträger in Form von Zuschü ssen beibehalten. Dabei ist auf den Ausbau der Leistungsqualität und Optimierung der Effizienz hi nzuwirken. Insbesondere sind organisatorische Verfahrensweisen zu verbessern, wie beispielsweise die klare Zuordnung von Verantwortungsbereichen und schnellere Entscheidungswege. Darmstadt Marketing ist im Bereich des Standort-Marketings tä tig und vermarktet hier die strategischen Ziele der Wissenschaftsstadt Darmstadt durch Veranstaltungen und Tourismusang ebote mit Schwerpunkten auf Wissenschaft, Lebensraum für junge Familien so wie Freizeit. Gemeinsam mi t der Wissenschaftsstadt Darmstadt und den ansässigen Firmen, wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen sowie den verschiedenen Beteiligungen im Geschäftsfeld Kultur & Veranstaltungen ist das Profil für Darmstadt als Wissenschaftsstadt und Jugendstilstadt zu schärfen. Der Eigenbetrieb Bürger häuser und Märkte soll in den Bürgerhäusern die Auslastung prüfen und eine weitere Verbesserung realisieren. Das Angebot von Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen auf dem Markt- und Messplatz wird fort gesetzt und ist um weitere geeignete Veranstaltungen zu erweitern, damit eine optimale Auslastung erzielt werden kann. Das darmstadtium soll sich als die Destination für wissenschaftliche Kongresse in den Schwerpunktbranchen der Engineering Region Darmstadt Rhein Main Neckar etablieren. Es bietet weiter ein ganzheitliches Veranstaltungsmanagement fü r die Kunden und strebt eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit auf einen Zufriedenheitsg rad von 90% an. Zudem soll das Konzept von „Greenmeetings“ mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit be sonders herausgestellt we rden. Die Umsatzerlöse sind zu steigern und eine effektive und effiziente Ablauforganisation soll ge schaffen werden. Dabei sind Ergebnisverbesserungen zu erwarten. Der Zuschussbedarf ist zu minimieren. Die Centralstation soll das weit gefächerte Angebot in Form von Musik-, Literatur- und Comedy- Veranstaltungen, Vorträgen, Ausstellungen sowie Fa milienveranstaltungen beibehalten und profitable Bereiche ausbauen. Die programmatische Vielfalt vereint die unterschiedli chsten Interessen - auch die der internationalen Mitbürger - unter einem Dach. Auch Veranstaltungen aus Wissenschaft und Bildung tragen im Wesentlichen zum Veranstaltungskonzept der Centrals tation bei. Die Zielgruppe "Jugend" soll zu einem wesentlichen Schwerpunkt ausgebaut werden, ebenso die der "Best Agers". Die Centralstation soll in kaufmännischen Fragen und Aufgaben eng mit der HEAG zusammenarbeiten. Das Image als „Magnet“ in der Innenstadt soll aufrechterhalten werden. Durch diesen Anziehungspunkt wird insbesondere auch das Nachtleben in der Darmstädter In nenstadt belebt und somit noch attraktiver für die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger gemacht. Erwarteter Ergebnisbeitrag: Der Zuschussbedarf im Geschäftsfeld Kultur & Veranstaltung pro Bürger ist konstant zu halten.
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Altfassung Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Stand: 17. Dezember 2009 2.10.5 Geschäftsfeld Kultur & Kongresse Schwerpunkt: Die Leistungen des Geschäftsfeldes Kultur & Kongresse werden insbesondere durch das Wissenschafts- und Kongresszentrum (darmstadtium) , den Eigenbetrieb Kulturinstitute sowie den Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte erbracht. Städtische Förd erungen ermöglichen insbesondere auch das Angebot von Centralstation und Staatstheater. Hauptstoßrichtung: Die Beteiligungen sollen die Leistungen zu angemessenen Preisen erbringen. Dabei ist die kulturelle Vielfalt, insbesondere auch bei Centralstation und Staatstheater, zu erhalten und nach Möglichkeit weiter auszubauen. Das darmstad tium soll sich als die Destination für wissenschaftliche Kongresse in den Schwerpunk tbranchen der Engineering Region Darmstadt Rhein Main Neckar etablieren. Der Zuschussbed arf ist sowohl durch eine Optimierung der Auslastung als auch durch die Ausschöpfun g weiterer Einnahmemöglichkeiten und die Reduzierung von Betriebsaufwendungen zu minimi eren. Darüber hinaus sind alle vertretbaren Möglichkeiten für Spenden und Sponsoring zu nutzen. Strategische Ziele: Es wird eine Entwicklung der aktuellen Strukt uren hin zu einem Kulturmanagement und eine konzeptionelle Weiterentwicklung eines Kulturma rketingkonzeptes angestrebt. Zur Ausschöpfung von Synergien ist die Zusammenarbeit zwischen de n Beteiligungen im Geschäftsfeld sowie auch über das Geschäftsfeld hinaus, wie zum Beispiel mit dem Kulturamt, der Kulturbeauftragten, der Darmstadt Marketing GmbH sowie dem Standortma rketing Kultur zu verbessern. Innerhalb des Geschäftsfeldes soll die Einrichtung einer Koordinationsstelle geprüft werden. Die Mitgliedschaften bei Kulturregion Frankfurt RheinMain gGmbH un d Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt Rhein- Main GmbH sollen zur Nutzung von regionalen , nationalen und inte rnationalen Projekten beibehalten werden. Das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darm stadt bietet weiter ein ganzheitliches Veranstaltungsmanagement für die Kunden und st rebt eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit auf einen Zufriedenheitsgrad von 90% an. Zudem soll das Konzept von „Greenmeetings“ mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit besonders herausgestellt werden. Die Umsatzerlöse sind zu steigern und eine effektive und effiziente Ablauforgani sation soll geschaffe n werden. Dabei sind Ergebnisverbesserungen zu erwarten. Der Eigenbetrieb Kulturinstitute soll die Kult urförderung an die öffentlich rechtlich und privatrechtlich organisierten Kulturträger in Form von Zuschüssen beibehalten. Dabei ist auf den Ausbau der Leistungsqualität und Optimierung de r Effizienz hinzuwirken. Insbesondere sind organisatorische Verfahrensweisen zu verbessern, wie beispielsweise klare Zuordnung von Verantwortungsbereichen und schnellere Entscheidungswege. Der Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte soll in den Bürgerhäusern die Auslastung prüfen und eine weitere Verbesserung realisieren. Da s Angebot von Märkten, Messen und sonstigen Altfassung Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Stand: 17. Dezember 2009 Veranstaltungen auf dem Markt- und Messplatz wi rd fortgesetzt und ist um weitere geeignete Veranstaltungen zu erweitern, damit eine optimale Auslastung erzielt werden kann. Die Centralstation soll das breite Angebot in Form von Konzert- und Theaterveranstaltungen, sonstigen Darbietungen aus dem Bereic h Musik, Literatur und Kunst sowie Familienveranstaltungen beibeh alten und profitable Bereiche ausbauen. Das Angebot der Tagesgastronomie soll erhalten werden. Die Cent ralstation soll in kaufmännischen Fragen und Aufgaben eng mit der HEAG zusa mmenarbeiten. Das Image als „Magnet“ in der Innenstadt soll aufrechterhalten werden. Durch diesen Anziehun gspunkt wird insbesondere das Nachtleben in Darmstadt belebt und somit sicherer für die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. Das Staatstheater, das in den vier Sparten Oper, Ta nz, Schauspiel und Konzertwesen aktiv ist, soll sich unter der Zielsetzung der Förderung der Kultur weiter als zentrale Kultureinrichtung etablieren und die kulturelle Versorgung in Darmstadt und in der Region gewährleisten. Die Aufgaben des Theaters sind dabei weitgehend mit dem Einsatz eines fest verpflichteten Ensembles zu erfüllen. Mögliche Personalkostensteigerungen und steige nde Sachkosten können zukünftig nicht mehr durch weitere Rationalisierungen aufgefangen werden, ohne den Auftrag des Staatstheaters in ökonomischer Hinsicht zu gefährden. Der Zuschu ssbedarf des Staatstheaters soll daher zumindest konstant bleiben. Erwarteter Ergebnisbeitrag: Ziel für die Beteiligungen im Geschäftsfeld ist die Minimierung des Zuschussbedarfes.
Beratungsverlauf (6)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2011/0027
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.01.2011
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00