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2011/0027

Stadtwirtschaftsstrategie Geschäftsfeld Kultur und Kongresse

Magistratsvorlage 12.01.2011

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2011/0027

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
17.01.2011 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Rechtsamt - 
Stadtwirtschaftskoordinatio
n 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2011/0027 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Stadtwirtschaftsstrategie Ge schäftsfeld Kultur und Kongresse 
 
Vorlage vom: 12. 1.2011 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der als Anlage (Entwurf vom 11.01.2011) beigefügten Neufassung der Stadtwirtschaftsstrategie im Bereich 
des Geschäftsfeldes Kultur & Kongresse (Ziffer 2.10.5) wird zugestimmt. 
 
 
Anlagen: Altfassung vom 17.12.2009 
Neufassung vom 11.01.2011 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 12.01.2011: 
 
 
 
Begründung: 
 
Mit Gremienbeschluss vom 17. Dezember 2009 sowie mit ergänzenden 
Ausschussbeschlüssen vom 26.01.2010 wurde der Stadtwirtschaftsstrategie 
(Magistratvorlage 2009/0514) zugestimmt. 
 
Der Beschluss vom 26.01.2010 sieht unter anderem vor, die Stadtwirtschaftsstrategie des 
Geschäftsfeldes Kultur & Kongresse zu überarbeiten. 
 
Die Überarbeitung erfolgte durch die HEAG Holding AG – Beteiligungsmanagement der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem 
Kulturdezernenten, der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft, der 
Leiterin des Kulturamtes sowie den Verantwortlichen der städtischen Kulturinstitutionen.  
 
Wesentliche Ergebnisse der Überarbeitung liegen in folgenden Punkten vor: 
 
/square4 Umbenennung des Geschäftsfeldes Kultur & Kongresse in Kultur & Veranstaltungen 
  
Der Änderungsbeschluss vom 26.01.2010 sah vor, die Trennung des Geschäftsfeldes zu 
prüfen. In Abstimmung mit den Verantwortlichen wurde eine gänzliche Trennung nicht als 
zielführend erachtet. Die Beteiligungen in dem Geschäftsfeld bieten alle vielfältige 
Leistungen für Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Region 
sowie nationalen und internationalen Besuchern in den Bereichen Kultur, 
Veranstaltungen, Kongresse, Märkte, etc. an. Dieses Leistungsangebot vereint alle 
Beteiligungen in diesem Geschäftsfeld. Demzufolge wurde das Geschäftsfeld in Kultur & 
Veranstaltungen umbenannt und die Beteiligung Darmstadt Marketing GmbH diesem und 
nicht mehr den Geschäftsfeld Weitere Aktivitäten zugeordnet. 
 
 
/square4 Überarbeitung der strategischen Ziele des Geschäftsfeldes  
 
Die strategischen Ziele des Geschäftsfeldes wurden überprüft, weiterentwickelt und neue 
Inhalte aufgenommen. Im Ergebnis ergeben sich strategische Ziele in den folgenden 
Bereichen: 
 
 - Verankerung der Bedeutung des Geschäftsfeldes Kultur & Veranstaltungen für    
   den  Standort Darmstadt  
 - Zugang zu Kultur & Veranstaltungen für alle 
 - Prüfung von neuen Trends 
 - Verstärkung der Zusammenarbeit und Identifikation von Synergien 
 - Weiterentwicklung des Kultur- und Veranstaltungsmarketings 
 - Stärkung der Eigenfinanzierung 
 - Prüfung der Einführung eines Qualitätsmanagements 
 
 
 
 
/square4 Anpassung des erwarteten Ergebnisbeitrags 
 
Der Zuschussbedarf im Geschäftsfeld Kultur & Veranstaltung pro Bürger soll konstant 
gehalten werden.

3 
... 
 
 
Der Gremienbeschluss vom 17. Dezember 2009 beinhaltete auch, über den Stand der 
Umsetzung der Projekte aus der Stadtwirtschaftsstrategie nach einem Jahr zu berichten. Zur 
Umsetzung der Stadtwirtschaftsstrategie wurde ein Lenkungskreis eingerichtet, dem der 
Oberbürgermeister und die hauptamtlichen Dezernenten der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
angehören. Die Mitglieder des Lenkungskreises setzen sich aktiv für die Umsetzung der 
Stadtwirtschaftstrategie ein. Bisher konnten in vielen Beteiligungen die Ziele der 
Stadtwirtschaftsstrategie in den Zielvereinbarungen der Verantwortlichen verankert werden, 
zahlreiche Projekte sind angestoßen und zum Teil bereits umgesetzt. Darüber wird 
gesondert berichtet. 
 
 
Darmstadt, den 12.01.2011 
 
 
 
 
Walter Hoffmann 
Oberbürgermeister

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Neufassung 
 
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
  
 
 
Entwurf vom 11.01.2011 
2.10.5 Geschäftsfeld Kultur & Veranstaltungen 
 
Schwerpunkt: 
 
Die Beteiligungen in dem Geschäftsfeld Kultur & Ve ranstaltungen bieten vielfältige Leistungen für 
Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Region sowie nationalen und 
internationalen Besuchern in den Bereichen Kultur, Veranstaltungen, Kongresse , Märkte, etc. an. Das 
Leistungsangebot in diesen Bereichen vereint alle Beteiligungen dieses Geschäftsfelds. 
 
Im Bereich Kultur schaffen die Beteiligungen darüber hinaus Freiräume für kü nstlerische Kreativität, 
initiieren und fördern den wissenschaftlichen wie äs thetischen kulturellen Diskurs und tragen zur 
Vermittlung zwischen künstlerischer Arbeit und ihrem Publikum bei. 
 
Die Leistungen des Geschäftsfeldes Kultur & Ve ranstaltungen werden insbesondere durch das 
Staatstheater, das Internationale  Musikinstitut, das Jazz-Institut, die Einheiten im Eigenbetrieb 
Kulturinstitute mit u.a. Institut Mathildenhöhe und Akademie für Tonkunst, die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt Marketing GmbH, den Eigenbetrieb Bü rgerhäuser und Märkte, das Wissenschafts- und 
Kongresszentrum (darmstadtium) und die Centrals tation erbracht. Darüber hinaus fördert die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt wichtige national und in ternational tätige und be kannte Institutionen, wie 
das Deutsche Polen Institut, die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung sowie das P.E.N.-Zentrum. 
 
 
Hauptstoßrichtung: 
 
Die Beteiligungen sollen die Leistu ngen zu angemessenen Preisen erbringen. Dabei ist die kulturelle 
Vielfalt zu erhalten, dauerhaft zu sichern und nach Möglichkeit auszubauen. 
 
Es sollen Projekte von nationaler und internatio naler Bedeutung beibehalte n und weiter ausgebaut 
werden. 
 
Die Zahl der mit den Veranstaltungen erreichten Bürger soll weiter erhöht werden. 
 
 
Strategische Ziele: 
 
Standortfaktor 
 
Das Geschäftsfeld Kultur und Veranstaltungen nimmt  eine wichtige Rolle für die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt ein. Mit dem Leistungsangebot in diesem Geschäftsfeld werden nac hhaltig Werte geschaffen – 
sowohl für das Image der Kultur- und Wissenschaftsstadt Darmstadt als auch fü r die Wirtschaftskraft 
Darmstadts. 
 
Eine gute und vielfältige kulturelle Infrastruktur, ei n lebendiger kultureller Di skurs sowie ein attraktives 
Angebot von Veranstaltungen, vor allem in den Bereichen Kultur, Kongresse und Märkte tragen maßgeblich 
zur Attraktivität und Wirtschaftskraft der Stadt bei. Sie leisten zudem einen wesentlichen Beitrag zur   
Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsqualität von Bewohnern und Besuchern.

Neufassung 
 
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
  
 
 
 
Entwurf vom 11.01.2011 
Unternehmen achten bei der Suche nach neuen Standorten zunehmend auf so genannte „weiche 
Standortfaktoren“. Diese werden in Zukunft an Re levanz bei der Standortwahl  innovativer Unternehmen 
noch zunehmen. Insbesondere beim  Wettbewerb um hoch qualifiziert e Arbeitskräfte sehen Unternehmen 
immer mehr Vorteile bei Standorten mit einer hohen Lebensqualität. Dafür unabdingbar ist ein 
hochwertiges und abwechslungsreic hes Veranstaltungs- und Kulturangebot sowie ein Klima kultureller 
Vielfalt und Offenheit im Sinne der gesamtstrategi schen Ausrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
Unternehmen in einer kulturell aktiven Stadt gelten daher als besonders attraktive  Arbeitgeber. Auch die 
ansässigen Bildungs- und Hochschuleinri chtungen profitieren hiervon, da si e als Studienort an Attraktivität 
gewinnen. 
 
Neben den Einflüssen auf die Attraktivität als Untern ehmens- und Lebensstandort ist ein vielfältiges 
Leistungsangebot in den Bereichen Kultur, Kongresse , Märkte und den weiteren Aktivitäten in diesem 
Geschäftsfeld attraktiv für Touristen. Insbesondere im sich zunehmend entwickelnden europäischen Städte- 
und Kulturtourismus sind Destinationen nachgefragt,  die gut aufgestellte und vernetzte Kulturangebote 
bereit halten. Dafür sollen Projekte von nationaler und internationaler Bedeutun g beibehalten und weiter 
ausgebaut werden. Eine große Rolle spielt di e Zielsetzung der Aufnahme des Kulturdenkmals 
Mathildenhöhe in die Liste der Unesco-Weltkulturerbestätten. 
 
Auch die Mitgliedschaften bei der Kulturregion Frankfurt RheinMain gGmbH und der Gemeinnützigen 
Kulturfonds Frankfurt-Rhein-Main GmbH sollen zur Nu tzung von regionalen, nationalen und internationalen 
Projekten und Kooperationen beibehalten und weiterentwickelt werden. 
 
Von den Veranstaltungen im Bereich Kultur, Kongresse , Märkte und den weiteren Angeboten profitieren 
nicht allein die Einheiten in diesem Geschäftsfeld. Die mit anderen ökonomischen  Sektoren verflochtene 
Veranstaltungs-, Kultur, - und Kongresswirtschaft bietet vielen Menschen einen qualifizierten Arbeitsplatz, 
trägt zur Wertschöpfung und damit zu einer erfolgreichen Wirtschafts- und Regionalentwicklung bei. 
 
Die Einheiten in diesem Geschäftsfeld sollen sich daher für die Beibehaltung und Schaffung von guten 
Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende einsetzen und so das kreative Potenzial optimal für den Standort 
Darmstadt nutzen. 
 
 
Kultur & Veranstaltungen für alle 
 
Menschen sind vielfältig – daher muss Kultur es auch sein: Es gibt bei Menschen unterschiedliche 
Interessen, Vorlieben und ganz ve rschiedene Vorbildungen. Darüber hinaus zeigen sie eine ganz 
differenzierte Bereitschaft, sich für Kultur und Veranstaltungen begeistern  zu lassen. Darmstadts Ziel muss 
es daher sein, Veranstaltungen in allen Facetten zu bieten, um damit die unterschiedlich interessierten und 
breiten Bevölkerungsgruppen auf verschiedene Weisen zu gewinnen und zu begeistern. 
 
Das bedeutet konkret, die kulturelle Bildung zu befö rdern und insbesondere das kulturelle Interesse bei 
Kindern und Jugendlichen zu wecken. Gleichzeitig bietet der demographische Wandel und die Zunahme 
älterer Bürger eine Chance, das Kult urleben zu bereichern und neue Ge schäftsfelder zu entwickeln. Auch 
die Ausrichtung des Kulturlebens auf die speziellen  Bedürfnisse von älteren Menschen bedeutet eine 
Zukunftsinvestition, denn der Anteil älterer Menschen  an der Stadtpopulation wie an den Besuchern der 
Stadt wird absehbar weiter wachsen. Die Teilhabe älterer Menschen am Kulturleben hat neben der sozialen 
Funktion eine wirtschaftliche Dimension, die auch Ku ltureinrichtungen nutzen können: zur Steigerung der 
Besucherzahl, als Aktionsfeld gese llschaftlicher Auseinan dersetzung, als Bühne des Zusammenkommens 
von Alt und Jung.

Neufassung 
 
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
  
 
 
Entwurf vom 11.01.2011 
Neue Trends - Virtualisierung von Kultur 
 
Im Zeitalter der Digitalisierung eröffnen sich neue Möglichkeiten der Sicherung und weltweiten Vermittlung 
und Verbreitung von Kultur.  
 
Die Digitalisierung von Kulturgütern kann sich dabei ni cht allein auf Bibliotheken und Archive beschränken. 
Vielmehr können auch Sehenswürdigkeiten in Da rmstadt, Ausstellungen in Museen, jegliche 
Veranstaltungen, wie zum Beispiel Aufführungen im Staatstheater und in der Centralstation, digitalisiert 
und im Internet veröffentlicht werden.     
 
Dabei ist auch zu prüfen, inwiefern die Einbindung so zialer Netzwerke in den Auftritt der Beteiligungen 
erfolgen kann. Weiterhin ist zu prüfen, ob ein zentrales Digitalisierungszentrum eingerichtet werden kann 
und welche finanziellen Fördermöglichkeiten hierzu angeboten werden. 
 
Mit Hilfe der neuen Medien könnte die Wissenschaftsst adt Darmstadt den Informat ionszugang zur Kultur 
für alle Bürgerinnen und Bürger ausweiten. 
 
 
Zusammenarbeit / Synergien 
 
Egal ob Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Kong resse oder auch Märkte – jeder davon und auch jede 
Einrichtung kann für sich alleine viel erreichen. Gemeinsam ergeben sich aber neue Möglichkeiten, die für 
den einzelnen, das Geschäftsfeld und nicht zuletzt für ganz Darmstadt nur Vorteile bringen. 
 
Zur Ausschöpfung von Synergien ist die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligungen im Geschäftsfeld und 
darüber hinaus, wie zum Beispiel mit dem Kulturamt und weiteren Ämtern der Stadt sowie den anderen 
Beteiligungen der Stadtwirtschaft zu verbessern.  
 
Die Zusammenarbeit kann sowohl im Verwaltungsb ereich als auch im operativen Kultur- und 
Veranstaltungsbereich liegen:  
 
Dabei sind im Verwaltungsbereich
 übergreifende Aufgaben, wie beispi elsweise Buchhaltung (Doppik), 
Personalabrechnung, IT, Einkauf und Versicherungen sowie gebäudebezogene Au fgaben, worunter die 
Gebäudereinigung, -instandhaltung und auch -technik fällt, zu prüfen.  
 
Im operativen Geschäft kann eine Zusammenarb eit im Servicepersonal (Licht-/Bühnentechnik, 
Sicherheitsdienst, Toiletten, Garderobe, Catering, Bestuhlung) erfolgen od er auch hinsichtlich der Produkte 
in den Bereichen Künstlermanagement (inkl.  Buchung, Übernachtung, VIP-Betreuung), 
Ausstellungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit (u.a . Druck, Werbemedien), Fördervereinsmanagement, 
Ticketing (zentral/e-commerce), Ve rkehrsmanagement, Virtueller Intern etauftritt, Homepage/Kulturportal 
oder auch der Bündelung von Produkten und das Angebot gemeinsamer Veranstaltungen.  
 
Innerhalb des Geschäftsfeldes sollen Werkstattgespräc he mit dem Ziel der besseren Vernetzung etabliert 
werden. Mit dem Aufbau von Kommunikationsstruk turen zwischen den relevanten Akteuren können 
eigene Stärken identifiziert und den örtl ichen Gegebenheiten an gemessene kommunale 
Entwicklungsstrategien und Aktivitäten formuliert werden.  
 
Ein Verfahren für die Einführung von Zielvereinbarungen für die verantwortlichen Akteure zur Sicherstellung 
der Koordination von Aktivitäten im Geschäftsfeld soll geprüft werden.

Neufassung 
 
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
  
 
 
 
Entwurf vom 11.01.2011 
Kultur- und Veranstaltungsmarketing 
 
Es wird eine Entwicklung der aktuellen Strukturen hin zu einem Kultur- und Veranstaltungsmanagement 
und eine konzeptionelle Weiterentwicklung eines integrierten Marketingkonzeptes angestrebt. 
 
Die Information über das kulturelle  Geschehen sowie das vielfältige Ve ranstaltungsangebot in Darmstadt 
soll stärker verbreitert und vertie ft werden. Insbesondere soll die Termininformation und –koordination 
unter den jeweiligen Einheiten im Geschäftsfeld optimiert werden. 
 
Die Darmstadt Marketing GmbH soll dabei die Aufgaben eines übergr eifenden Kultur- und 
Veranstaltungsmarketings im Hinblick auf die Vermarktung im Tourismus übernehmen. Dazu kann die 
Definition eines gemeinsamen Leitbildes und geme insamer Ziele zählen. Hierzu soll eine enge 
Abstimmung mit dem Kulturdezernen ten und dem Kulturamt erfolgen.  Aus dem Leitbild und den Zielen 
können gemeinsame Aktivitäten im Marketingbereich abgeleitet werden, wie beispielsweise ein Kultur- 
und Veranstaltungskalender für Darmstadt, ein gemeinsamer Internetauftritt bis hin zu einem 
übergreifenden Kultur- und Veranstaltungsportal.  
 
Die Verantwortung des Marketings für einzelne Verans taltungen obliegt den jeweiligen Beteiligungen im 
Geschäftsfeld. Dennoch sollte die Einrichtung einer zentralen Pressestelle geprüft werden. 
 
 
Finanzierung  
 
Zur Finanzierung der Aktivitäten in diesem Geschä ftsfeld trägt auch weiterhin die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt bei. Dabei soll der Zuschussbedarf pro Bürger konstant gehalten und gleichzeitig die Zahl der mit 
den Veranstaltungen erreichten Besucher erhöht werden.  
 
Die Einheiten sollen aktiv dazu beitragen, dass ihre Eigenfinanzierung gestärkt und neben der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt weitere Einnahmemö glichkeiten ausgeschöpft werden. Dabei sind 
Fördermittel von Land, Bund, EU sowie von weiteren Organisationen zu id entifizieren. Darüber hinaus sind 
alle vertretbaren Möglichkeiten für Spenden und Sponsoring zu nutzen.  
 
 
Qualitätsmanagement 
 
Die Durchführung einer Evaluation für die Einheiten in diesem Geschäftsfeld soll geprüft werden. Diese soll 
der Qualitätssicherung und -verbesserung dienen und neue Ansätze für Ziele, Wirkungen und Perspektiven 
anstoßen. Defizite in Abläufen und Strukturen so wie die verschiedenen Inte ressen können besser erkannt 
werden, so dass Ziele vereinbart und kontrolliert und die finanziellen Mittel effizienter eingesetzt werden. 
An die Evaluationsergebnisse sollen  direkt keine Förderentscheidungen  gekoppelt werden. Die Chance auf 
Optimierung steht im Vordergrund. 
 
 
Strategische Ziele der Kultureinheiten 
 
Das Staatstheater, das in den vier Sparten Oper, Tanz, Schauspiel und Konzertwesen aktiv ist, soll sich unter 
der Zielsetzung der Förderung der Kultur dauerhaft als zentrale Kultureinrichtung behaupten und die 
kulturelle Versorgung in Darmstadt und in der Region gewährleisten. Die Aufgaben des Theaters sind dabei 
weitgehend mit dem Einsatz eines fest verpfl ichteten Ensembles zu erfüllen. Mögliche

Neufassung 
 
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
  
 
 
Entwurf vom 11.01.2011 
Personalkostensteigerungen und steigende Sachkost en können zukünftig nur bedingt durch weitere 
Rationalisierungen aufgefangen werden, ohne den Auftrag des Staatstheat ers in ökonomischer Hinsicht zu 
gefährden. Der Zuschussbedarf des Staatstheaters soll daher zumindest konstant bleiben.   
 
Das Internationale Musikinstitut und das Jazz-Institut stimmen ihre strategische Ausrichtung direkt mit dem 
Kulturdezernenten ab. Der Fokus li egt insbesondere bei einer stärke ren Vernetzung mit den weiteren 
Kultureinheiten in Darmstadt. 
 
Der Eigenbetrieb Kulturinstitute  soll die Kulturförderung an die öffe ntlich rechtlich und privatrechtlich 
organisierten Kulturträger in Form von Zuschü ssen beibehalten. Dabei ist auf den Ausbau der 
Leistungsqualität und Optimierung der Effizienz hi nzuwirken. Insbesondere sind organisatorische 
Verfahrensweisen zu verbessern, wie beispielsweise  die klare Zuordnung von Verantwortungsbereichen 
und schnellere Entscheidungswege. 
 
Darmstadt Marketing  ist im Bereich des Standort-Marketings tä tig und vermarktet hier die strategischen 
Ziele der Wissenschaftsstadt Darmstadt durch Veranstaltungen und Tourismusang ebote mit Schwerpunkten 
auf Wissenschaft, Lebensraum für junge Familien so wie Freizeit. Gemeinsam mi t der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und den ansässigen Firmen, wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen sowie den 
verschiedenen Beteiligungen im Geschäftsfeld Kultur & Veranstaltungen ist das Profil für Darmstadt als 
Wissenschaftsstadt und Jugendstilstadt zu schärfen. 
 
Der Eigenbetrieb Bürger häuser und Märkte  soll in den Bürgerhäusern die Auslastung prüfen und eine 
weitere Verbesserung realisieren. Das Angebot von Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen auf 
dem Markt- und Messplatz wird fort gesetzt und ist um weitere geeignete Veranstaltungen zu erweitern, 
damit eine optimale Auslastung erzielt werden kann. 
 
Das darmstadtium soll sich als die Destination für wissenschaftliche Kongresse in den 
Schwerpunktbranchen der Engineering Region Darmstadt Rhein Main Neckar etablieren. Es bietet weiter 
ein ganzheitliches Veranstaltungsmanagement fü r die Kunden und strebt eine Erhöhung der 
Kundenzufriedenheit auf einen Zufriedenheitsg rad von 90% an. Zudem soll das Konzept von 
„Greenmeetings“ mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit be sonders herausgestellt we rden. Die Umsatzerlöse 
sind zu steigern und eine effektive und effiziente Ablauforganisation soll ge schaffen werden. Dabei sind 
Ergebnisverbesserungen zu erwarten. Der Zuschussbedarf ist zu minimieren. 
 
Die Centralstation soll das weit gefächerte Angebot in Form von Musik-, Literatur- und Comedy-
Veranstaltungen, Vorträgen, Ausstellungen sowie Fa milienveranstaltungen beibehalten und profitable 
Bereiche ausbauen. Die programmatische  Vielfalt vereint die unterschiedli chsten Interessen - auch die der 
internationalen Mitbürger - unter einem Dach. Auch Veranstaltungen aus Wissenschaft und Bildung tragen 
im Wesentlichen zum Veranstaltungskonzept der Centrals tation bei. Die Zielgruppe "Jugend" soll zu einem 
wesentlichen Schwerpunkt ausgebaut werden, ebenso die der "Best Agers". Die Centralstation soll in 
kaufmännischen Fragen und Aufgaben eng mit der HEAG zusammenarbeiten. Das Image als „Magnet“ in 
der Innenstadt soll aufrechterhalten werden. Durch diesen Anziehungspunkt wird insbesondere auch das 
Nachtleben in der Darmstädter In nenstadt belebt und somit noch attraktiver für die Darmstädter 
Bürgerinnen und Bürger gemacht. 
 
 
Erwarteter Ergebnisbeitrag: 
 
Der Zuschussbedarf im Geschäftsfeld Kultur & Veranstaltung pro Bürger ist konstant zu halten.

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Altfassung 
 
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Stand: 17. Dezember 2009 
 
 
 
2.10.5 Geschäftsfeld Kultur & Kongresse 
 
Schwerpunkt: 
 
Die Leistungen des Geschäftsfeldes Kultur & Kongresse werden insbesondere durch das 
Wissenschafts- und Kongresszentrum (darmstadtium) , den Eigenbetrieb Kulturinstitute sowie den 
Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte erbracht. Städtische Förd erungen ermöglichen 
insbesondere auch das Angebot von Centralstation und Staatstheater. 
 
Hauptstoßrichtung:
 
 
Die Beteiligungen sollen die Leistungen zu angemessenen Preisen erbringen. Dabei ist die 
kulturelle Vielfalt, insbesondere auch bei Centralstation und Staatstheater, zu erhalten und nach 
Möglichkeit weiter auszubauen. Das darmstad tium soll sich als die Destination für 
wissenschaftliche Kongresse in den Schwerpunk tbranchen der Engineering Region Darmstadt 
Rhein Main Neckar etablieren. Der Zuschussbed arf ist sowohl durch eine Optimierung der 
Auslastung als auch durch die Ausschöpfun g weiterer Einnahmemöglichkeiten und die 
Reduzierung von Betriebsaufwendungen zu minimi eren. Darüber hinaus sind alle vertretbaren 
Möglichkeiten für Spenden und Sponsoring zu nutzen.  
 
Strategische Ziele:
 
 
Es wird eine Entwicklung der aktuellen Strukt uren hin zu einem Kulturmanagement und eine 
konzeptionelle Weiterentwicklung eines Kulturma rketingkonzeptes angestrebt. Zur Ausschöpfung 
von Synergien ist die Zusammenarbeit zwischen de n Beteiligungen im Geschäftsfeld sowie auch 
über das Geschäftsfeld hinaus, wie zum Beispiel mit dem Kulturamt, der Kulturbeauftragten, der 
Darmstadt Marketing GmbH sowie dem Standortma rketing Kultur zu verbessern. Innerhalb des 
Geschäftsfeldes soll die Einrichtung einer Koordinationsstelle geprüft werden. Die Mitgliedschaften 
bei Kulturregion Frankfurt RheinMain gGmbH un d Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt Rhein-
Main GmbH sollen zur Nutzung von regionalen , nationalen und inte rnationalen Projekten 
beibehalten werden.  
 
Das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darm stadt bietet weiter ein ganzheitliches 
Veranstaltungsmanagement für die Kunden und st rebt eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit 
auf einen Zufriedenheitsgrad von 90% an. Zudem soll das Konzept von „Greenmeetings“ mit dem 
Fokus auf Nachhaltigkeit besonders herausgestellt werden. Die Umsatzerlöse sind zu steigern und 
eine effektive und effiziente Ablauforgani sation soll geschaffe n werden. Dabei sind 
Ergebnisverbesserungen zu erwarten. 
 
Der Eigenbetrieb Kulturinstitute soll die Kult urförderung an die öffentlich rechtlich und 
privatrechtlich organisierten Kulturträger in Form  von Zuschüssen beibehalten. Dabei ist auf den 
Ausbau der Leistungsqualität und Optimierung de r Effizienz hinzuwirken. Insbesondere sind 
organisatorische Verfahrensweisen zu verbessern, wie beispielsweise klare Zuordnung von 
Verantwortungsbereichen und schnellere Entscheidungswege. 
 
Der Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte soll in den Bürgerhäusern die Auslastung prüfen und 
eine weitere Verbesserung realisieren. Da s Angebot von Märkten, Messen und sonstigen

Altfassung 
 
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Stand: 17. Dezember 2009 
 
 
 
Veranstaltungen auf dem Markt- und Messplatz wi rd fortgesetzt und ist um weitere geeignete 
Veranstaltungen zu erweitern, damit eine optimale Auslastung erzielt werden kann. 
 
Die Centralstation soll das breite Angebot in Form von Konzert- und Theaterveranstaltungen, 
sonstigen Darbietungen aus dem Bereic h Musik, Literatur und Kunst sowie 
Familienveranstaltungen beibeh alten und profitable Bereiche ausbauen. Das Angebot der 
Tagesgastronomie soll erhalten werden. Die Cent ralstation soll in kaufmännischen Fragen und 
Aufgaben eng mit der HEAG zusa mmenarbeiten. Das Image als „Magnet“ in der Innenstadt soll 
aufrechterhalten werden. Durch diesen Anziehun gspunkt wird insbesondere das Nachtleben in 
Darmstadt belebt und somit sicherer für die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. 
 
Das Staatstheater, das in den vier Sparten Oper, Ta nz, Schauspiel und Konzertwesen aktiv ist, soll 
sich unter der Zielsetzung der Förderung der Kultur weiter als zentrale Kultureinrichtung etablieren 
und die kulturelle Versorgung in Darmstadt und in  der Region gewährleisten. Die Aufgaben des 
Theaters sind dabei weitgehend mit dem Einsatz eines fest verpflichteten Ensembles zu erfüllen.  
Mögliche Personalkostensteigerungen und steige nde Sachkosten können zukünftig nicht mehr 
durch weitere Rationalisierungen  aufgefangen werden, ohne den Auftrag des Staatstheaters in 
ökonomischer Hinsicht zu gefährden. Der Zuschu ssbedarf des Staatstheaters soll daher zumindest 
konstant bleiben.   
 
Erwarteter Ergebnisbeitrag:
 
 
Ziel für die Beteiligungen im Geschäftsfeld ist die Minimierung des Zuschussbedarfes.

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Details

Vorlagen-Nr.
2011/0027
Typ
Magistratsvorlage
Datum
12.01.2011
Erstellt
29.09.2026 00:00