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AN/0936/2021

Abschaffung von Gendersprache

AfD Antrag nach § 3 26.04.2021

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 24.06.2021, TOP 3.1.11

AfD Antrag nach § 3

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AfD Antrag nach § 3

3867 Zeichen

An die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln 
 
 
Haus Neuerburg 
Gülichplatz 1 – 3  
50667 Köln 
 
Stephan Boyens 
Zimmer 320 
 
Tel: +49 (221) 221-25396 
 
stephan.boyens@stadt-
koeln.de 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 26.04.2021 
AN/0936/2021 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 06.05.2021 
 
Abschaffung von Gendersprache 
 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrte Damen und Herren, 
 
die AfD Fraktion bittet Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung zu 
nehmen: 
 
 
Beschluss:  
 
 
Der Rat der Stadt Köln beschließt: 
 
1. den Ausstieg aus der geschlechterneutralen Sprache und eine Rückkehr zur herkömmlichen, 
grammatikalisch richtigen und verständlichen Sprache. 
2. dafür Sorge zu tragen, dass in Köln, im Schriftverkehr mit dem Bürger, in allen sozialen Medien 
und in der internen und externen Kommunikation zum generischen Maskulinum zurückgekehrt wird. 
Das heißt konkret, die Spielereien mit Geschlechtern und Zeichen im internen und externen Schrift-
ausdruck der Verwaltung zu beenden, insbesondere die Verwendung des Binnen-„I“ (wie bei „Sport-
lerInnen“), des „*“ (wie bei „Sportler*innen“) und des „x“-Suffix („Studierx“, „Professx“) auszuschlie-
ßen; 
3. der Verkomplizierung der deutschen Sprache entgegenzuwirken und den Ausstieg aus der Gen-
der-Sprache zu fördern.

- 2 - 
 
Begründung:  
 
Der gemeinnützige Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) hat aktuell aus Sorge um die „zer-
störerischen Eingriffe in die deutsche Sprache“ zum Kampf gegen die vermeintlich geschlechterge-
rechte Sprache aufgerufen und unter dem Titel „Schluss mit dem Gender-Unfug!“ zum Widerstand 
aufgerufen. Der Verein appelliert an Politiker, Behörden, Firmen, Gewerkschaften, Betriebsräte und 
Journalisten: „Setzt die deutsche Sprache gegen diesen Gender-Unfug wieder durch!“ Unter den 
Erstunterzeichnern der gestarteten Unterschriftenaktion befinden sich viele Vertreter aus Wissen-
schaft, Medien und Kultur, wie z.B. die Lyriker Wulf Kirsten, Günter Kunert und Reiner Kunze, oder  
Josef Kraus, langjähriger Präsident des Deutschen Lehrerverbandes.1 
Neben dem Aufruf des Vereins Deutsche Sprache startete am 04.03.2019 bereits unter dem Titel 
„Stop Gendersprache jetzt!“ eine weitere Aktion. Dort unterzeichneten unter anderen der Journalist 
und Politiker Helmut Markwort sowie der Publizist Matthias Matussek.2 
In unserem Nachbarland Frankreich hat Premierminister Édouard Philippe  2017 seinen Beamten 
untersagt, „genderneutrale“ Schreibweisen von Wörtern zu benutzen. Nachdem es zu ähnlichen 
sprachlichen Auswüchsen wie in Deutschland gekommen war, wurde in Frankreich gehandelt.3 Ab 
sofort soll es in Ämtern und Behörden keine erzwungene „geschlechtergerechte“ Sprache mehr ge-
ben. Das gilt für amtliche Schreiben, Verordnungen und Schulbücher. 
Zur Begründung seiner Anordnung sagte der französische Premierminister: „Die wichtigen Staats-
verwaltungen müssen sich aus Gründen der Verständlichkeit und der Klarheit an die grammatischen 
und syntaktischen Regeln halten.“ 
Köln steht im Frühjahr 2021 vor schweren wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen in Folge der 
Corona-Krise. In einer solchen Situation die gesamte interne und externe Kommunikation auf gen-
derneutrale Sprache umzustellen und damit eine Vielzahl von Kräften in der Verwaltung zu binden, 
zeugt von einer abgehobenen und realitätsfernen Prioritätensetzung durch die Oberbürgermeisterin 
und die politisch Verantwortlichen in dieser Stadt. 
 
 
gez. Matthias Büschges  
(Fraktionsgeschäftsführer) 
 
 
                                                
1 https://vds-ev.de/  
2 https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/unterschriftenaktion-und-aufruf-gegen-gender-unfug/  
3 https://www.welt.de/kultur/article170857223/Frankreichs-Premier-verbietet-Gender-Schreibweisen.html

Beratungsverlauf (1)

24.06.2021 Rat
TOP 3.1.11 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Gülichplatz 1

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Details

Aktenzeichen
AN/0936/2021
Typ
AfD Antrag nach § 3
Datum
26.04.2021
Erstellt
26.04.2021 10:41