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V/0951/2014

Umweltdaten Münster 2012/2013

Vorlagen 17.12.2014

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Vorlage Umweltdaten 2012_13 Anlage 1

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Vorlage Umweltdaten 2012_13 Anlage 1

57880 Zeichen

Umweltdaten Münster 2012/13 
 
  
 
Anlage 1 
64 62 
51 47 46 
43 40 
30 
40 
50 
60 
70 
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 
Jahresmittelwert N0 2 [µg/m³]

2
Inhaltsverzeichnis 
1. 
 Umweltindikatoren für Münster............................................................................ 3 
2.  Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen ..................................................... 3 
3.  Umweltindikatoren im Überblick .......................................................................... 4 
4.  Die Umweltmedien im Detail ............................................................................... 7 
Abfall ....................................................................................................................... 7 
Abwasser .............................................................................................................. 10  
Biodiversität .......................................................................................................... 13  
Boden/Fläche ....................................................................................................... 17  
Grün ...................................................................................................................... 21  
Klima / Energie ..................................................................................................... 23  
Lärmimmissionen.................................................................................................. 26  
Luftschadstoffe ..................................................................................................... 29  
Natur und Landschaft - Schutzgebiete .................................................................. 32  
Natur und Landschaft - Eingriffsregelung ............................................................. 35  
Umweltmanagement ............................................................................................. 38  
Verkehr/Mobilität ................................................................................................... 40  
Wasser ................................................................................................................. 43

3
1. Umweltindikatoren für Münster 
Mit den Umweltdaten 2009 hat die Stadt Münster erst mals Umweltindikatoren 
festgelegt, mittels derer die Umweltsituation in Mü nster regelmäßig beobachtet und 
gesteuert werden kann. Die Umweltdaten werden im 2- jährlichen Turnus 
fortgeschrieben, um jeweils einen schnellen Überbli ck über Zustand, Entwicklung 
und Steuerungsnotwendigkeiten der Umwelt zu erlangen. 
Zielsetzung der Umweltindikatoren im Überblick 
• Zusammenschau der relevanten Umweltbelange 
• Kontinuierliche Umweltbeobachtung und –dokumentat ion 
• Darstellung von Entwicklungstrends 
• Abgleich mit festgelegten Zielsetzungen zum Umwel tschutz 
• Ableitung von Handlungserfordernissen 
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen 
Die vorliegende Fortschreibung der Umweltdaten umfa sst in dieser Ausgabe die 
beiden Jahre 2012 und 2013. Gegenüber der vorherige n Ausgabe wurden die 
Umweltdaten gemäß Beschluss des Ausschusses für Umw eltschutz und Bauwesen  
vom 15.10.2013 (V/0619/2013) dahingehend ergänzt, dass das Thema Ausgleich als 
zusätzliche Information eingefügt wurde. Das Thema soll zukünftig regelmäßig unter 
dem Thema „Natur und Landschaft“ behandelt werden.. 
Für folgende Umweltmedien liegen Umweltindikatoren vor: 
• Abfall 
• Abwasser 
• Biodiversität 
• Boden/Fläche 
• Grün 
• Klima/Energie 
• Lärm  
• Luft  
• Natur und Landschaft (neu: einschließlich Thema Eingriffsregelung) 
• Umweltmanagement 
• Verkehr/Mobilität 
• Wasser

4
3. Umweltindikatoren im Überblick 
Umwelt- 
medium 
Indikator Letzter 
Ist-Wert 
(Jahr) 
Neuer 
Ist-Wert 1 
2012 / 
2013 
Soll-Wert 
 
(Zieljahr) 
Abfall  Abfälle und Wertstoffe aus 
Haushalten [kg/EW*a] 
459 
 
(2009)  
438 / 431  425  
(2020)  
Abwasser  
 
Stickstoff-Emissionen aus 
Kläranlagen / Nges-Ablauffracht 
[t/a]. 
139 
 
(2011) 
119 / 128  120  
(2010)  
Kupfer in Klärschlämmen [mg/kg] 388  
(2011) 
354 / 334  550  
(2010)  
Zink in Klärschlämmen [mg/kg] 468  
(2011) 
434 / 411  1.400  
(2010)  
Boden/Fläche  Jährlicher Zuwachs der Siedlungs- 
und Verkehrsfläche  [ha/a] 
156 
 
(2011) 
   91 / 51     30  
(2020)  
Biodiversität  
 
Bestandentwicklung ausgewählter 
Indikatorarten  
- Wiesenschaumkraut 
Anzahl Individuen Grünland 
- Laubfrosch 
Anzahl Individuen  
besiedelte Gewässer 
- Schwanenblume 
- Vorkommen am Emmerbach 
- Vorkommen an der Aa 
- Steinbeißer  
besiedelte Gewässer 
 
 
> 5.000  
(2012)  
k.A.  
 
 
 
k.A  
 
2  
(2007)  
 
 
 
k.A.  
 
395 / 279 
20 / 13  
 
 
stark  
schwach  
- / 4 
 
 
wird noch 
festgelegt  
Grün  
 
Eingriffe in das Grünsystem [St./a] k.A  0  0 
(ab 2013) 
 
                                            
1 Nicht für jeden Indikator liegt eine jährliche Fortschreibung vor.

5
Umwelt- 
medium 
Indikator Letzter 
Ist-Wert 
(Jahr) 
Neuer 
Ist-Wert 1 
2012 / 
2013 
Soll-Wert 
 
(Zieljahr) 
Klima  / 
Energie 
Kohlendioxid-Emissionen [t/EW*a] 7,0  
(2011) 
7,0 / 6,7  5,4  
(2020)  
Anteil der erneuerbaren Energien 
am Energieverbrauch der Stadt [%] 
 
2,6 
(2011) 
4,3 / 4,5  20  
(2020)  
Natur und 
Landschaft 
Fläche der Naturschutzgebiete [ha]  1.905  
(2011) 
1.905  
/ 1.905  
 
2133 
(2014)  
(4.668)  
Vergleichs-
wert BSN 
im 
Regional-
plan  
 
Natur und 
Landschaft 
Ausgleichsflächen im Rahmen von 
Bebauungsplänen [ha] 
-
 / 0 
 
Kein 
Zielwert  
 
Lärm -
immissionen 
Lärmbelastung an 
Hauptverkehrsstraßen 
L
den  >55 dB(A) [Einwohner tags] 
29.074  
(2008)  
- / 27.575  Liegt 
noch 
nicht vor  
Lnight >50 dB(A) nachts  
[Einwohner nachts] 
19.454  
(2008)  
- / 16.496  Liegt 
noch 
nicht vor  
Lden  >70 dB(A) tags [Einwohner 
tags] 
6.450  
(2008)  
- / 1.952  Liegt 
noch 
nicht vor  
Lnight  >60 dB(A) nachts  
[Einwohner nachts] 
6.862  
(2008)  
- / 2.535  Liegt 
noch 
nicht vor  
Luftschad -
stoffe 
Stickstoffdioxid -Immissionen 
[µg/m³] 
46 
 
(2011) 
43 / 40 40  
(ab 2010)  
Feinstaub-Immissionen 
[Überschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel)] 
22 
 
(2011) 
13 / 17  <36  
(ab 2011)  
Ozon-Immissionen 
[Überschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel)] 
20 
 
(2011) 
14 / 15  <26  
(ab 2010)

6
Umwelt- 
medium 
Indikator Letzter 
Ist-Wert 
(Jahr) 
Neuer 
Ist-Wert 1 
2012 / 
2013 
Soll-Wert 
 
(Zieljahr) 
Umwelt -
management 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
[Anzahl Staffeln / 2 Jahre] 
1
 
(2009/ 
2010) 
1 
(2011/  
2012)  
 
1 
(ab 2011) 
Verkehr / 
Mobilität 
Anteil Umweltverbund am Modal 
Split [%] 
63,7 
 
(2007)  
- / 71,0  
(2013)  
70  
(2025)  
Anteil des Kfz-Anteils im  
Regionalverkehr [%] 
80  
(2007)  
k.A.  75  
(2025)  
Wasser  Anteil der Fließgewässer mit 
Gewässergüteklasse II-III oder 
besser [%] 
89 
 
(2010) 
89 / k.A.  100  
(2020)

7
4. Die Umweltmedien im Detail 
Umweltmedium/Ressource: 
Abfall 
Indikator: 
Abfälle und Wertstoffe aus Haushalten 
Definition: 
Abfallaufkommen (nur Haushalte) pro Kopf der Bevölkerung. [kg/EW*Jahr] 
Erläuterung: 
Die Haushaltabfälle (Hausmüll, Sperrmüll, Wertstoff e u.ä.) stellen einen Teil der 
insgesamt anfallenden Siedlungsabfälle dar. Zu den sonstigen Siedlungsabfällen 
gehören zudem Baurestabfälle, Rückstände der Stadtr einigung und Gewerbeabfälle. 
Der Bezug auf die Bevölkerungszahl stellt die relative Vergleichsmöglichkeit sicher.  
Datenlage/Grafik: 
 
Zielwert: 425 kg/EW*a (2020)  
 
0
25.000 
50.000 
75.000 
100.000 
125.000 
150.000 
2008 2009 2010 2011 2012 2013 
Siedlungsabfälle Verwertung/Deponierung [t] 
deponierte 
Abfälle 
Verwertung

8
Qualitative Ziele: 
Abfallvermeidung schont Ressourcen; aber Abfall ist  auch “Rohstoff”. Durch 
ordnungsgemäße Verwertung können Abfallpotenziale g enutzt werden. Durch die 
schadlose Beseitigung nicht verwertbarer Abfälle we rden Umweltschäden 
vermieden. Eine nachvollziehbare Überwachung der Ab fallströme sichert den 
sorgsamen Umgang mit Abfall. 
• Prioritäre Vermeidung von Abfall 
• Optimierte Verwertung von Abfällen durch Weiteren twicklung des 
stoffstromoptimierten Abfallwirtschaftskonzeptes 
• Entsorgung der in Münster anfallenden Abfälle nur  im Rahmen abfallrechtlicher 
Vorgaben 
Quantitative Ziele: 
Senkung des Abfallaufkommens der Haushalte auf 425 kg/EW*a. 
Der Zielwert wurde im Rahmen der Beratung der Umwel tdaten 2009 als Prüfwert 
festgelegt. Aus Sicht der Abfallwirtschaftsbetriebe  ist eine Reduzierung des Abfall- 
und Wertstoffaufkommens aus Haushalten um 10.000 t zum Erreichen des 
Zielwertes von 425 kg/EW*a auch bei Durchführung de r unten aufgeführten 
Maßnahmen nicht zu realisieren (vgl. Vorlage V/0223/2011).  
Entwicklung 
: 
In 2012 und 2013 ist das Abfallaufkommen der Hausha lte gegenüber dem Schnitt 
der letzten Jahre weiter leicht gesunken und nähert  sich dem Zielwert an. Die 
Steigerung der Einwohnerzahl in Münster (2.Wohnsitz ) wirkt sich dabei positiv auf 
die Zielerreichung aus. Es bleibt aber weiterhin be i der kritischen Einschätzung 
durch die AWM, ob durch die Maßnahmen eine deutlich e Reduzierung des Abfall- 
und Wertstoffaufkommens zu erreichen ist. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Einrichtung von „Give-Boxen“ – zunächst auf den e lf Recyclinghöfen der AWM. 
Eine spätere Ausweitung auf den Stadtbereich ist de nkbar. Hintergrund: Die Give 
Boxen (alte, umgebaute Telefonzellen) dienen als „Tausch- und Verschenkmarkt“ 
vor Ort. Bürger können dort für Interessierte Spiel zeug, CDs/DVDs und Bücher 
ablegen, die noch gut erhalten sind, aber von ihnen  selbst nicht mehr verwendet 
werden. 
• Einrichtung einer Online-Tauschbörse auf der Home page der 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM). Aktueller Stand (Juli 2014): Die 
entsprechende Internetseite wird aktuell entwickelt  und voraussichtlich Ende 
August/Anfang September 2014 online gehen. 
• Tipps zur Abfallvermeidung auf der Homepage der A WM und in AWM-
Broschüren (z. B. Eigenkompositierung, Second-Hand etc.) 
 
• Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Abfallvermeidung “ (Aktionstage, Pressearbeit, 
aktuelle AWM-Kampagne „101 saubere Lösungen für Mün ster“, abfallpäda-
gogische Angebote für Schulen und Kitas)

9
 
Adressaten: 
Bürgerinnen und Bürger 
Kosten: 
Umlage über Gebühren  
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Geschäftsberichte / Abfallbilanz der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Aktualisierung: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2008  2009  2010  2011  2012  2013  
Gesamtaufkommen 
Siedlungsabfälle [t] 
173.653 
 195.414  221.042  178.371  185.199  173.128  
Anteil verwertete 
Siedlungsabfälle [%] 
83% 
 83%  84%  81%  82%  81%

10 
Umweltmedium/Ressource : 
Abwasser 
Indikator : 
Stickstoff-Emissionen aus Kläranlagen 
Definition : 
Der Indikator gibt die jährlich aus den Kläranlagen  in die Vorfluter emittierte Fracht 
an Stickstoff an. Die Angabe erfolgt als Gesamtstickstoff in Tonne pro Jahr [t/a]. 
Erläuterung :  
Stickstoff führt zur Eutrophierung von Gewässern. D ie Verringerung der Stickstoff-
Emissionen führt zu einer Verbesserung der Gewässergüte. 
Erläuterung : 
Datenlage/Grafik : 
 
Zielwert: 120 t/a  
Qualitative Ziele: 
Die Wasserrahmenrichtlinie schafft einen Rahmen für den Schutz der Gewässer. Zur 
Erreichung der anspruchsvollen Ziele der WRRL trägt  auch eine leistungsfähige 
Abwasserbehandlung bei.  
Ziele: 
• Fortführung des Qualitäts- und Umweltmanagements in der Stadtentwässerung. 
• Elimination von Nährstoffen aus dem Abwasser 
• Schrittweise Reduzierung der Verschmutzung durch prioritäre Stoffe und 
schrittweises Einstellen von Einleitungen, Emission en und Verlusten prioritärer 
gefährlicher Stoffe in Oberflächengewässer sowie Verhindern und Begrenzen der 
Einleitung von Schadstoffen in das Grundwasser.

11 
Quantitative Ziele : 
Integrierendes Ziel ist die Einhaltung der Zielvorgaben der WRRL (vgl. Wasser) 
• Ziel hinsichtlich der Stickstoffemission ist eine  Nges-Ablauffracht von ca. 120 t/a.  
• Ziel hinsichtlich der Klärschlämme ist die Einhal tung des QLA Gütezeichens für 
Kupfer und Zink (Cu = 550 mg/kg, Zn = 1.400 mg/kg] 
Entwicklung : 
Der Zielwert der Stickstoff-Emission von 120 t/a wu rde 2012 knapp unterschritten, 
2013 aber nicht erreicht. Die Veränderungen sind ei nerseits auf Schwankungen im 
Zulauf, andererseits auf Veränderungen in der Betri ebsweise der Verfahrensschritte 
zurückzuführen. Die Reinigungsleistung war jedoch b ei deutlicher Unterschreitung 
der Überwachungswerte hinsichtlich der Eliminationsrate von ca. 92 % konstant. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Eine Studie zur Vorbehandlung stark stickstoffhalti ger Prozesswässer auf der 
Hauptkläranlage liegt vor. Die in der Studie genann ten Maßnahmen sollen ab 2015 
realisiert werden. Dadurch werden die Prozesswässer  separat und energieeffizient 
entfrachtet. Dies wird zu einer Reduzierung der emittierten N-Frachten führen.  
Die Zielwerte für Klärschlämme wurden erreicht. Die  Konsequenzen, die sich ggf. 
aus der Novellierung der Düngemittelverordnung und der Novellierung der 
Abfallklärschlammverordnung 
 ergeben, werden im Entsorgungskonzept 
berücksichtigt. 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
2012: 10.000 € (Studie) 
2013: 75.000 
€ (Leistungsphasen I-IV)  
Datenherkunft/Zuständigkeit : 
Tiefbauamt 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2010  2011  2012  2013  
Eliminationsrate Stickstoff [%] 91,9  92,2  92,4  92,1  
CSB-Emissionen [t/a] 726  696  668  652  
Eliminationsrate CSB [%] 95,6  94,3  93,2  93,1  
Phosphor-Emissionen [t/a] 8  7 6 5

12 
Eliminationsrate Phosphor [%] 97,1  97,1  97,4  97,4  
Angeschlossene Einwohnerwerte [EW]  373.500  367.300  367.300  367.300  
Kupfer im Klärschlamm HKA [mg/kg] 384  388  354  334  
Zink im Klärschlamm HKA [mg/kg] 496  468  434  411

13 
Umweltmedium/Ressource : 
Biodiversität 
Indikator : 
Repräsentative Arten 
Definition : 
Für ausgewählte Indikatorarten erfolgt im 3-5 jähri gen Turnus im Auftrag der Stadt 
Münster eine Erhebung der Bestandssituation bzw. de r Populationsentwicklung in 
Münster durch die NABU-Naturschutzstation Münsterla nd e.V.. Die Indikatorarten 
geben stellvertretend Hinweise auf die Entwicklung der Biodiversität der wichtigsten 
Lebensraumtypen: 
1. Jahr: Wiesenschaumkraut (frische-feuchte Wiesen), Laubfrosch (Stillgewässer) 
(vgl. Umweltdaten 2010/2011) 
2. Jahr: Steinbeißer (Fließgewässer), Schwanenblume (Gewässerufer), 
3. Jahr: Kiebitz (Feuchtwiesen, Brachflächen), Korn-/Mohnblume (Acker/Feldflur). 
Erläuterung 
: 
Die Bestandsentwicklung der repräsentativen Arten s teht stellvertretend für die 
Bestandsentwicklung vieler anderer Arten. Sie zeigt  die Qualität von Biotopen und 
die Eignung der Landschaft als Lebensraum.  
Qualitative Ziele 
: 
Auf der Grundlage eines Beschlusses des Hauptaussch usses vom 29.09.2010 ist 
die Stadt Münster dem „Bündnis für biologische Vielfalt“ im Rahmen der Deklaration 
„Biologische Vielfalt in Kommunen“ beigetreten. Die Stadt verpflichtet sich damit die 
Biodiversität im Bereich folgender Bereiche zu fördern: 
• Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich 
• Arten und Biotopschutz 
• Nachhaltige Nutzung  
• Bewusstseinsbildung und Kooperation.  
Die Zielsetzung weiterer Umweltmedien/Ressourcen si nd auch im Sinne der 
Biodiversität von Relevanz (z.B. Boden/Fläche, Wasser, Grünflächen). 
Quantitative Ziele 
: 
Erreichung nachhaltiger Populationsgrößen bzw. Sied lungsdichten der gewählten 
Referenzarten. Für die ausgewählten Arten müssen di e Zielgrößen im Rahmen des 
weiteren Monitorings der Arten noch entwickelt werd en. Auf der Grundlage der 
bislang vorliegenden Daten ist eine entsprechende Festlegung noch nicht möglich.

14 
Datenlage/Grafik: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung:  
Vorkommen der Schwanenblume am Emmerbach südlich Amelsbüren  
(NABU 2013) 
Entwicklung: 
Die Untersuchungen aus 2013 zeigen, dass die Schwan enblume an geeigneten 
Standorten (z.B. Emmerbach) mit ausreichend flachen  Uferbereichen noch recht 
weit verbreitet ist, sofern die Ufer nicht zu stark  durch Gehölze verschattet sind. In 
weiten Bereichen potentiell geeigneter Gewässer, z.B. der Münsterschen Aa, kommt 
die Art jedoch aktuell wegen zu starker Fließgeschw indigkeit, der verkürzten 
Gewässerläufe und fehlender Uferzone nicht oder nur sporadisch vor.

15 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung:  
Vorkommen des Steinbeißers in Münster (orangefarben e Punkte = Daten LANUV 
1998 bis 2012; blaue Punkte = Erhebung NABU 2013) 
Entwicklung 
: 
Im Rahmen der Untersuchungen zum vorliegenden Beric ht konnten 2013 
Steinbeißer in allen beprobten Fließgewässern (Müns tersche Aa, Angel, 
Emmerbach, Werse) nachgewiesen werden. Lediglich in  den beiden renaturierten 
Abschnitten der Münsterschen Aa unterhalb, also nör dlich, des Stadtgebietes bei 
Haus Coerde und am Nevinghoff fehlte die Art. Eine Besiedlung dieser Abschnitte ist 
noch nicht eingetreten, ist aber zukünftig zu erwarten.

16 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen sind im Zuge des weiteren Monitorings u nd nach Definierung von 
Zielgrößen noch festzulegen. 
Adressaten: 
Stadt Münster, Landwirte und sonstige Grundeigentüm er, Wasser- und 
Bodenverbände, NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. u.a. 
Kosten: 
Noch nicht bezifferbar. 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. im Auftrag  des Amtes für Grünflächen 
und Umweltschutz. 
Weitere Daten:  Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Sta dtplanung, 
Verkehrsplanung 
Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Wes tfalen (IT.NRW), 
Landwirtschaftszählung 2010 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2001  2003  2005  2007  2010*  
Anteil der Ackerflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
80,3 
 80,9  80,8  81,4  82,8  
Anteil der Grünlandflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
17,7 
 17,6  17,9  17,4  
 
16,0  
* Daten 2010 ggü. den Vorjahren mit leicht veränder ter Erhebungsmethodik; die nächste 
vergleichbare Zählung findet nach Auskunft des Land esbetriebes Information und Technik erst im 
Jahr 2016 wieder statt und steht Mitte 2017 zur Verfügung.

17 
Umweltmedium/Ressource : 
Boden/Fläche 
Indikator : 
Siedlungs- und Verkehrsfläche 
Definition : 
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) beinhaltet die Gebäude- und Freiflächen, 
Betriebsflächen (ohne Abbauland), Erholungs-, Verke hrs- und Friedhofsflächen. Die 
Angabe erfolgt in Hektar und stellt die Veränderung  gegenüber dem Vorjahr für die 
einzelnen Flächennutzungsarten und in der Gesamtsumme dar. 
Erläuterung : 
Die Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche stellt als Summenindikator einen 
Maßstab für den Verlust von Freiflächen und die Ver änderung von Böden durch 
Siedlungs- und Verkehrszwecke dar. Bisherige Nutzun gsfunktionen wie 
Landwirtschaft, Erholungsräume, Biotope oder Frisch luftkorridore gehen verloren. 
Durch den hohen Versiegelungsgrad von Siedlungs- un d Verkehrsflächen (NRW 
58%, Stand 2009) werden natürliche Bodenfunktionen in erheblichem Umfang 
zerstört. Diese Flächeninanspruchnahme – allgemein häufig auch als  
„Flächenverbrauch“ bezeichnet – ist jedoch nicht mi t Versiegelung gleichzusetzen, 
da auch unbebaute Erholungsflächen und Gärten zur S iedlungs- und Verkehrsfläche 
zählen.  
Datenlage/Grafik 
: 
+60 
+79 
+44 
+81 
+178 
+117 
+63 
+156 
+91 
+51 
-150 
-125 
-100 
-75 
-50 
-25 
0
25 
50 
75 
100 
125 
150 
175 
200 
225 
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 
in ha 
Jahr 
Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche der Jahre 2004-2013 
nach Flächennutzungsarten - Zielwert 2020 = 30 ha/Jahr 
Gebäude- und Freifläche Verkehrsfläche Erholungsfläche Betriebsfläche Friedhof 
 Zielwert 2020: 30 ha/Jahr

18 
Qualitative Ziele : 
Der Boden ist aufgrund seiner vielfältigen Funktion en im Naturhaushalt ein 
unverzichtbares Gut. Sein Verlust ist nicht ausglei chbar. Münster trägt auch als 
Mitglied der „Allianz für die Fläche“ Verantwortung . Als eine von sechs 
Pilotkommunen ist Münster 2014 vom Umweltministeriu m NRW mit dem 
„Meilenstein“ als flächensparende Kommune zertifiziert worden (Meilenstein „Gold“). 
Ziele: 
• Reduktion der Inanspruchnahme von Freiflächen für  Siedlungs- und 
Verkehrszwecke 
• Erhaltung natürlicher Böden 
• Sicherung besonders schutzwürdiger Böden 
• Reduzierung von einwirkenden Belastungen.  
Quantitative Ziele 
: 
In Anlehnung an die Zielsetzung auf Bundes- und Lan desebene (Verringerung des 
Zuwachses an SuV-Fläche bis 2020 auf 5 ha pro Tag i n NRW) wird für Münster ein 
durchschnittlicher jährlicher Zielwert für den Zuwa chs an SuV-Flächen für das 
Zieljahr 2020 von rund 30 ha festgelegt, der nicht überschritten werden soll. Eine 
Überschreitung ist nur begründet vertretbar, um der  Entwicklung des Oberzentrums 
Münster aufgrund der besonderen Funktionen, der Bed arfe aus 
Einwohnerentwicklung und aus Arbeitsplatzentwicklun g angemessen gerecht 
werden zu können. Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt 
soll dafür Rechnung getragen werden, dass eine nach haltige Flächenentwicklung 
nicht zu Lasten von Menschen mit geringen und mittl eren Einkommen geht (vgl. 
Vorlage V/0288/2012/1. Erg.) 
Entwicklung 
: 
Im Hinblick auf den Zielwert befindet sich die jähr liche Inanspruchnahme für 
Siedlungs- und Verkehrsflächen in den letzten Jahre n absolut auf einem relativ 
hohen Niveau. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt d er Zuwachs an SuV-Fläche in 
Münster deutlich unter dem Durchschnitt von Nordrhe in-Westfalen. In den letzten 
Jahren beruhte die erhebliche Steigerung der Siedlu ngs- und Verkehrsflächen zu 
einem großen Teil auf der Zunahme der Erholungsfläc hen (2008: 128 ha, 2009: 93 
ha, 2011: 82 ha, 2012: 40 ha). Hierbei ist zu berüc ksichtigen, dass es sich dabei 
nicht nur um eine tatsächliche Ausdehnung der Erhol ungsflächen in diesem Umfang 
handelt, sondern für den Anstieg auch methodische G ründe (statistische 
Umschlüsselungen von Flächen) ausschlaggebend waren . Auch für die Jahre 2012 
(+91 ha) und 2013 (+51 ha) sind die Werte für die j ährliche Zunahme der SuV-Werte 
in erheblichem Maße durch Umschlüsselungen von Fläc hen beeinflusst (2012: 
Friedhofsflächen +19 ha; 2013: Betriebsflächen +148  ha, Gebäude-/Freifläche –133 
ha). Die Aussagefähigkeit der Werte ist hierdurch entsprechend eingeschränkt.   
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Maßnahmen gemäß Vorlage V/0288/2012, die ca. 127 ha  städtebauliches 
Wiedernutzungspotenzial bieten (kontinuierliche For tschreibung entsprechend den 
vorhandenen Potenzialen, den zur Verfügung stehende n Ressourcen und den 
parlamentarischen Zielsetzungen)

19 
• Wiedernutzung der aufgegebenen britischen Kaserne nstandorte und 
Wohnstandorte 
• Umstrukturierung des Bereiches zwischen Meckmannw eg und Schwarzer Kamp 
zu einem attraktiven Wohnquartier 
• Weitgehende Umnutzung der ehemaligen OSMO-Flächen  nördlich des 
Stadthafens 1 in ein innerstädtisches Wohnquartier 
• Städtebauliche Entwicklung des bisher als Parkrau m genutzten Bereichs 
zwischen Hörsterstraße / Sonnenstraße / Korduanenstraße / Bült  
• Weitere Stärkung der inneren Entwicklung im Berei ch Wohnen gemäß Vorlage 
V/0006/2011 (Erfassung und Bewertung von Entwicklun gspotenzialen; 
modellhafte Erprobung von Aktivierungs- und Prozess strategien in zwei 
Quartieren) 
• Qualifizierung des Flächenmonitorings durch Hinzu ziehung weiterer Quellen (z. 
B. Luftbilder) und Nutzung laufender Verwaltungspro zesse (z. B. Fortschreibung 
der Deutschen Grundkarte), um ein realistisches Bil d der realen 
Flächennutzungsveränderungen zu erhalten. 
Eine Fortschreibung der Maßnahmen erfolgt im sog. F lächenbericht zur 
Zertifizierung als flächensparende Kommune, der End e 2014 den zuständigen 
Gremien zur Beratung vorgelegt werden soll (V/0761/2014). 
Adressaten: 
Stadt Münster, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben  (BImA), externe 
Maßnahmenträger, Private Grundstücks- und Immobilieneigentümer. 
Kosten: 
Zurzeit noch nicht bezifferbar 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
IT.NRW (Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung) auf der Basis von 
Angaben des Vermessungs- und Katasteramtes der Stad t Münster (Auswertung des 
Automatisierten Liegenschaftsbuches); Jahres-Statis tik des Amtes für 
Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  
Weitere Daten:  Amt für Grünflächen und Umweltschutz

20 
Weitere Daten zum Umweltmedium : 
 2009  2010  2011  2012  2013  
Siedlungs- und Verkehrsfläche [ha] 9.785  9.849  10.004  10.095  10.146  
Anzahl erfasster Altlasten-/Verdachtsflächen 
[Stück] 
678 
 618  642  661  615  
Noch nicht bewertete Altlasten-
/Verdachtsflächen [%] *
 
7%  8%  7%  7%  11%  
* Veränderungen basieren auch auf der Neuaufnahme u nbewerteter bzw. Entlassung bereits 
bewerteter Altlasten-/Verdachtsflächen.

21 
Umweltmedium/Ressource : 
Grün 
Indikator : 
Bauliche Eingriffe in das Grünsystem 
Definition : 
Der Indikator gibt die jährliche Anzahl der baulich en Eingriffe in das Grünsystem der 
Stadt Münster an. Berücksichtigt werden Eingriffe ( > 500 m² versiegelte Fläche) in 
die Grünzüge sowie den 1. und 2. Grünring gemäß Grü nordnung der Stadt Münster. 
(Ausgenommen sind privilegierte Vorhaben im Außenbereich). 
Erläuterung : 
Das Grünsystem der Stadt Münster ist von maßgeblich er Bedeutung für die 
Freiraumsicherung. Es stellt die Grundvoraussetzung  dafür dar, dass der Freiraum 
seine Funktionen für Freizeit und Erholung einersei ts sowie Natur-/ 
Landschaftsschutz und Stadtökologie andererseits er füllen kann. Flächenverluste in 
diesen Bereichen führen zu nachhaltigen Beeinträcht igungen der 
Freiraumfunktionen. 
Datenlage/Grafik 
: 
Wird erst seid 2013 neu erhoben. Eine Grafik liegt daher noch nicht vor. 
Qualitative Ziele : 
Sicherung des kohärenten Systems der städtischen Grünzüge und Grünringe gemäß 
Grünordnung. 
Weitere Ziele mit Bezug zu öffentlichen Grünflächen:  
• Sicherstellung der Erreichbarkeit und Vernetzung von Grünflächen 
• Bereitstellung geeigneter Angebote für alle Nutze rgruppen 
• Ausstattung aller Stadtteile mit qualitativ hochw ertigen und bedarfsgerechten 
Grünflächen 
• Bedarfsgerechte Pflege zur nachhaltigen Sicherste llung der Funktionalität 
• Gewährleistung der stadtökologischen Funktionen v on Grünflächen, z.B. für das 
Stadtklima  oder als Lebensraum für Tiere und Pflanzen 
Quantitative Ziele 
: 
Als maßgeblicher Indikator soll zukünftig die Anzah l der baulichen Eingriffe in das 
Grünsystem der Stadt Münster erhoben werden. Ziel i st es, derartige Eingriffe 
vollständig zu vermeiden. 
Von der Festlegung eines Zielwertes für die Größe d er öffentlichen Grünflächen pro 
Einwohner wurde Abstand genommen, da sich maßgebend e Faktoren wie 
Aufenthaltsqualitäten, räumliche Vernetzung oder st adtökologische Funktionen

22 
quantitativ nicht hinreichend abbilden lassen. Der Orientierungswert des Deutschen 
Rates für Landespflege (DRL 1992) liegt bei 15 m²/Einwohner.  
Entwicklung : 
Im Jahr 2013 wurden keine Eingriffe von mehr als 50 0 m² versiegelte Fläche 
innerhalb des städtischen Grünsystems vorgenommen.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Vermeidung von Eingriffen in das Grünsystem. 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
keine 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
:  
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
Aktualisierung 
: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2009  2010  2011  2012  2013 * 
Öffentliche Grünflächen [ha] 348  354  355  360  374  
Öffentliche Grünflächen je Einwohner 12,6  12,7 12,3  12,4  12,7  
Spielplatzflächen [ha] 63  64  64  61  49* 
Anzahl Spielplätze [Stück] 330  334  336  313 314  
Einzelbäume / überwiegend 
Straßenbäume gemäß Baumdatei   
[Stück] 
46.554 
 47.209  47.816  48.330  47.880  
 
*ab 2013 Flächenabgrenzungen von Spiel- und Grünflächen bereinigt, daher Abzug bei Spielflächen 
und Zuwachs bei Grünflächen

23 
Umweltmedium/Ressource : 
Klima / Energie 
Indikator : 
Kohlendioxid-Emissionen 
Definition : 
Der Indikator gibt die lokale CO 2-Emission pro Einwohner durch die Nutzung fossiler 
Energieträger an. Die Emissionen umfassen energiebe dingte Emissionen 
(Raumwärme, Prozesswärme, Elektrizität) und persone nverkehrsbedingte 
Emissionen. Die Angabe erfolgt in Tonnen pro Einwohner und Jahr [t/EW*a]. 
Erläuterung : 
Der Indikator zeigt den Beitrag der Stadt Münster an der Klimaproblematik durch das 
Treibhausgas CO 2 an.  
Datenlage/Grafik : 
9,1 
8,1 7,4 7,4 
7,0 7,0 6,7 
5,0 
6,0 
7,0 
8,0 
9,0 
10,0 
1990 2006 2009 2010 2011 2012 2013 
CO 2-Emissionen 
[t/EW*a] 
Zielwert 2020: < 5,4 t/EW*Jahr  
Qualitative Ziele : 
Der Treibhauseffekt zwingt zum Handeln. Durch den r ationellen Einsatz von Energie 
und die Nutzung regenerativer Energien kann der Aus stoß klimaschädlicher CO 2-
Emissionen begrenzt werden.  
Ziele: 
• Reduzierung der CO 
2-Emissionen durch Senkung des Energieverbrauchs im 
Bereich Wärme, Strom und Verkehr 
• Steigerung des Anteils der Nutzung und Erzeugung regenerativer Energien 
Quantitative Ziele : 
• Senkung der CO 2-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 % (ggü. dem S tand 
1990 von 9,1 t/EW *a um mindestens 3,7 t/EW*a auf < 5,4 t/EW*a) 
• Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am E nergieverbrauch der Stadt bis 
2020 auf 20%

24 
Entwicklung :  
Mit dem deutlichen Ausbau der Klimaschutzaktivitäte n und dem damit verbundenen 
Anstieg der erneuerbaren Energien sowie dem Bau der  GUD-Anlage im Jahr 2005 
konnte in Münster bis Ende des Jahres 2013 eine Red uzierung der CO 2-Emissionen 
pro Kopf der Bevölkerung um 27% gegenüber 1990 erre icht werden. Die absolute 
Reduzierung von 1990 bis 2013 beläuft sich wegen de r gestiegenen 
Bevölkerungszahlen auf 20%.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen gemäß „Handlungskonzept zur Umsetzung d es 
Klimaschutzkonzeptes 2020 in Münster“ (vgl. Vorlage  V/0592/2010 und 
V/0592/2010/E1) 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, IHK, Handwe rk, Wohnungswirtschaft, 
Energieberater, Busunternehmer, u.a. 
Kosten: 
6.625.000 € bis zum Jahr 2020 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Stadtwerke Münster GmbH / Amt für Grünflächen und Umweltschutz  
Aktualisierung 
: 
Von 1990 bis 2005 alle 5 Jahre. Ab 2009 (nach Änderung der Systematik) jährlich. 
Weitere Daten zum Umweltmedium :2 
 2009  2010  2011  2012  2013  
Sonnenenergie Photovoltaik [kWp] 7.667  11.765  19.974  31.599  37.519  
Sonnenenergie Thermie  
(m² Kollektorfläche) 
15.212 
 18.155  20.493  19.766  20.438  
 
                                            
2 Bedingt durch methodische Weiterentwicklungen in d er Datenerfassung ergeben sich z.T. 
geringfügige Veränderungen der Daten ggü. den Umweltdaten 2010/2011.

25 
 
 
2009  2010  2011  2012  2013  
Stromverbrauch [kWh/Einw./Jahr] 5.181  5.187  4.972  4.770  4.664  
Heizenergiebedarf [kWh/Einw./Jahr] 11.466  11.433  10.559  10.667  10.229  
Kommunaler Heizenergiebedarf  
[Mio kWh/Jahr] 
58,2 
 59,6  58,2  59,3  59,3  
Stromverbrauch kommunale 
Einrichtungen [Mio kWh/Jahr] 
15,6 
 16,6  15,6  16,9  15,9  
Anteil erneuerbarer Energien am 
Gesamt-Energieverbrauch der Stadt 
[%] 
2,0 
 2,3  2,6  4,3  4,5

26 
Umweltmedium/Ressource : 
Lärmimmissionen 
Indikator : 
 Lärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen  
Definition : 
Geschätzte Anzahl der Menschen an Hauptverkehrsstra ßen, d.h. Straßen mit mehr 
als 6 Mio. Kfz/Jahr, die in Häusern wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von  
Lden  >55 dB(A) tags oder L night >50 dB(A) nachts bzw. 
Lden  >70 dB(A) tags oder L night  >60 dB(A) nachts  
[Einwohner tags/nachts] 
Erläuterung 
: 
In Münster werden auf der Grundlage der Umgebungslä rmrichtlinie die Gebiete 
ermittelt, bei denen die Lärmbelastung durch Verkeh r besonders hoch ist. Im Jahr 
2012 wurde das relevante Straßennetz Münsters untersucht.  
Zum Vergleich: Die vorsorgeorientierten Orientierun gswerten der DIN 18005 für 
Allgemeine Wohngebiete betragen 55 dB(A) tags und 4 5 dB(A) nachts. 
Lärmimmissionen >70 dB(A) tags und >60dB(A) nachts spiegeln die Schwelle der 
Gesundheitsgefährdung wider. 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Qualitative Ziele : 
Der allgegenwärtige Lärm hat sich zu einem zentrale n Umweltschutzthema 
entwickelt. Die Gesundheit gefährdende oder die Leb ensqualität mindernde 
Lärmpegel sollen daher vermieden werden.

27 
Ziele:   
Senkung der Anzahl der Münsteraner, die von gesundh eitsgefährdenden bzw. 
erheblich belästigenden Lärmimmissionen betroffen sind.  
Kurzfristig:  Vermeidung von Gesundheitsgefährdung (> 65 dB(A) / 55 dB(A)) 
Mittelfristig: Minderung der erheblichen Belästigun g (>60 dB(A) / 50 dB(A)) 
Langfristig : Vermeidung von erheblicher Belästigun g (>55 dB(A) /45 dB(A)) 
     [ Immissionswerte = L den  / L night  ] 
Quantitative Ziele : 
Eine quantitative Zielvorgabe wird in der Lärmaktio nsplanung entwickelt, die sich zur 
Zeit noch in der Aufstellung befindet. 
Entwicklung: 
Die Lärmbelastungen an Hauptverkehrsstraßen sind 20 13 im Vergleich zu 2008 vor 
allem nachts signifikant zurückgegangen. Diese Lärm minderung geht überwiegend 
auf die verminderte Höchstgeschwindigkeit im Hauptverkehrsstraßennetz zurück. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen werden im Rahmen der Lärmaktionsplanung  entwickelt. 
Adressaten: 
Noch festzulegen 
Kosten: 
Noch festzulegen 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
LANUV NRW / Amt für Grünflächen und Umweltschutz  
Aktualisierung 
: 
5-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2008  2013  
Geschätzte Zahl der von Umgebungslärm durch Schienenlärm  
der Eisenbahnen des Bundes in ihren Wohnungen belasteten 
Menschen: 
  
LDEN      > 55 dB(A) tags 14.600  k.A* 
LNIGHT    > 50 dB(A) nachts 12.100  k.A.

28 
LDEN      > 70 dB(A) tags   1.630  k.A.  
LNIGHT    > 60 dB(A) nachts   2.790  k.A.  
*Eine Fortschreibung der Übersicht für Schienenlärm  erfolgte bislang nicht. Das 
Eisenbahnbundesamt hat die entsprechende Kartierung   bzw. die Ergebnisse noch 
nicht durchgeführt bzw. vorgelegt.

29 
Umweltmedium/Ressource : 
Luftschadstoffe 
Indikator : 
Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Immissionen 
Definition : 
Jahresmittel für NO 2 [µg/m³] und Anzahl der Tage mit Überschreitung des  
Tagesgrenzwertes für PM 10 [Überschreitungstage > 5 0 µg/m³] an der 
kontinuierlichen Messstation Weseler Straße. 
Erläuterung 
: 
Der Grenzwert für das NO 2-Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³ (ab 2010). Für PM 10 gilt 
ein Tagesgrenzwert von 50 µg/m³, der maximal an 35 Tagen pro Jahr überschritten 
werden darf. PM 10 umfasst alle Feinstäube < 10 Mik rometer, die als 
gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Zentrale Qu elle für lokale Feinstaub- und 
Stickstoffdioxidbelastungen ist der Straßenverkehr. 
Datenlage/Grafik : 
64 62 
51 47 46 
43 40 
30 
40 
50 
60 
70 
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 
Jahresmittelwert N0 2 [µg/m³] 
 
Zielwert 2010: 40 µg/m³ 
31 
38 
22 22 22 
13 17 
0
10 
20 
30 
40 
50 
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 
Überschreitungstage PM 10 > 50 µg/m³ [Tage] 
 
Zielwert 2010: < 36 Überschreitungstage

30 
Qualitative Ziele : 
Feinstäube und Stickoxide stehen im Brennpunkt der aktuellen Diskussionen zu 
Luftschadstoffen. Ozon ist als Hauptverursacher des  Sommersmogs mit zu 
betrachten. Um mögliche Gesundheitsgefahren und nac hteilige Umweltfolgen zu 
mindern ist es erforderlich, dass die entsprechende n Luftbelastungen gemindert 
werden.  
Ziele:  
• Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz der menschli chen Gesundheit der EU-
Luftqualitätsrichtlinie für die Leitsubstanzen Ozon, PM10 und NO 
2 
• Verringerung der flächenhaften Stickstoffdepositi onen 
Quantitative Ziele 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für NO 
2 von 40 µg/m³ als Jahresmittelwert ab 
2010 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für PM10 von < 36 Ü berschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel) 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 Ü berschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel) 
Entwicklung : 
Die Stickstoffimmissionen sind von 2007 bis 2013 rü ckläufig. Der Grenzwert für 
Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) wurde im J ahr 2013 an der Weseler Straße 
erstmals nicht überschritten. Hierfür sind verschie dene Faktoren ursächlich 
(meteorologische Bedingungen, Emissionsverhalten de r Fahrzeugflotte, ...). Als eine 
Maßnahme zur Minderung der Immissionen besteht seit  dem 1. Januar 2010 im  
Stadtkern von Münster eine Umweltzone. An der Messs tation „Bült“ verbleibt trotz 
leichter Abnahmen der NO2-Belastungen eine Überschreitung des Grenzwertes.  
Aus der Entwicklung der Feinstaubbelastung kann abg elesen werden, dass auch 
zukünftig die Wahrscheinlichkeit einer Überschreitu ng des Grenzwertes für PM 10 
sehr gering sein wird.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Mit Hilfe des Luftqualitätsplans (2009) wurden Ma ßnahmen zur Minderung der 
Belastungen eingeleitet (z.B. Umweltzone).  
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster, Bürgerinnen und Bürger 
Kosten: 
Gemäß Vorlage: V/1072/2008 
• erstmalige Beschilderung für die Einrichtung eine r Umweltzone (50.000,-€) 
• begleitende Öffentlichkeitsarbeit (50.000,- €)

31 
• Einnahmen für Bewilligung von Genehmigungen im Ra hmen der Umweltzone  
(jährliche Erträgen von ca. 30.000,- €) 
Gemäß Vorlage: V/0991/2013 
• Änderung der Beschilderung (Kostenschätzung 5.000 ,-€) 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
LANUV NRW / Bezirksregierung Münster 
Aktualisierung 
: 
jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2009  2010  2011  2012  2013  
Ozon-Immissionen Münster Geist  
[Überschreitungstage mit 120 µg/m³  
(8 Std.-Mittel)] 
8
 18  20  14  15  
Ozon-Immissionen (Jahresmittelwert) 
Münster-Geist [µg/m³] 
39 
 41  41  40  43

32 
Umweltmedium/Ressource : 
Natur und Landschaft - Schutzgebiete 
Indikator : 
Schutzgebiete 
Definition : 
Fläche der Schutzgebiete (Naturschutzgebiete / Landschaftsschutzgebiete) in Hektar 
[ha]. 
Erläuterung 
: 
Der Indikator gibt den Stand der Sicherung der für Natur und Landschaft 
bedeutsamen Landschaftsbestandteile wieder. Nicht e nthalten sind die Geschützten 
Landschaftsbestandteile mit einer Gesamtgröße von 159,1 ha. 
Datenlage/Grafik : 
 
Vergleichswert: 4.686 ha BSN-Flächen 
(BSN = Bereiche für den Schutz der Natur gemäß Regionalplan 2014) 
Qualitative Ziele 
: 
Die unterschiedlichen Naturräume und Nutzungsformen  haben zur Ausbildung der 
für Münster typischen Landschaften und Lebensräume geführt. Diese gilt es zu 
sichern und zu optimieren.  
Ziele: 
• Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen 
• Schutz der bedeutsamen Natur- und Kulturlandschaf ten  
• Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Vielfal t der Tier- und Pflanzenwelt / 
Biodiversität von Arten und Lebensgemeinschaften

33 
• Anreicherung strukturarmer Landschaftsräume mit g liedernden und belebenden 
Elementen 
• Sicherung der Landschaft für die Erholung des Men schen 
Quantitative Ziele : 
Als Vergleichsmaßstab für die Größe der zu schützen den Gebiete wird 
näherungsweise auf die Flächen, die im Entwurf des Regionalplans als „Bereiche für 
den Schutz der Natur (BSN)“ dargestellt sind, zurück gegriffen. Dabei handelt es sich 
um ökologisch hochwertige und daher schutzwürdige u nd schutzbedürftige Gebiete. 
„Bei der Umsetzung der BSN kommt auf die Träger der  Landschaftsplanung die 
Aufgabe zu, unter Beachtung der lokal bestehenden B edingungen Umsetzungs-
konzepte zum Aufbau eines Biotopverbundsystems zu e ntwickeln. Sie wählen aus 
den fachplanerischen Instrumenten die notwendigen F estsetzungen (z.B. Natur-
schutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, geschützte L andschaftsbestandteile) aus 
und bestimmen deren gebietsscharfe Abgrenzung“ (Reg ionalplan Münsterland 
2014). Der Regionalplan verzeichnet insgesamt 4.668  ha als BSN-Flächen. Die 
Konkretisierung der Schutzausweisungen erfolgt somi t über die Landschaftspläne. 
Ziel ist daher auch eine flächendeckende Landschaft splanung für den Außenbereich 
von Münster. 
Entwicklung 
: 
Die Entwicklung der Schutzgebiete ist in den letzte n Jahren konstant geblieben und 
zeigt erst mit dem Satzungsbeschluss des Landschaft splans 3 „Roxeler Riedel“ im 
Jahr 2014 Veränderungen. Die Fläche der Naturschutz gebiete stieg um 12 % auf 
2.133 ha. Die Fläche der Landschaftsschutzgebiete e rhöhte sich um 13 % auf 9.941 
ha. Im Vergleich zu den BSN-Flächen des Regionalpla ns sind ca. 41% als 
Naturschutzgebiet ausgewiesen. 
Waldflächen haben in den letzten Jahren eine kontin uierliche Zunahme erfahren, die 
überwiegend eine Folge forstrechtlichen Ausgleichs bei Eingriffen in Waldbestände 
darstellt. Die leichte Abnahme der Naturdenkmale be ruht auf natürlichen Abgängen 
in Folge von Sturmereignissen oder Krankheitsbefall der Bäume. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Umsetzung der Landschaftspläne 1-3 
• Aufstellung des Landschaftsplans 4 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
Geschätzte Kosten für Umsetzung des LP 3 (Maßnahmen realisierung und 
Grunderwerb): 1,2 Mill. € 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz

34 
 Weitere Daten:  
Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Sta dtplanung, Verkehrsplanung / 
Amt 61 
Aktualisierung 
: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2009  2010  2011  2012  2013  
Waldfläche [ha] 4.798  4.843  5.297  5.381  5.400  
Landwirtschaftliche Fläche [ha] 13.881  13.968  14.030  13.903  13.873  
Anzahl der Naturdenkmale 331  329  329  326  325

35 
Umweltmedium/Ressource : 
Natur und Landschaft - Eingriffsregelung 
Indikatoren : 
1. Ersatzgeld 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von B ebauungsplänen und 
Satzungen nach § 34 BauGB 
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenka taster 
 
Erläuterung 
: 
Die Indikatoren setzen den Beschluss der Vorlage V/ 0619/2013 um, über die 
Abwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung regelmäßig zu berichten. 
1. Ersatzgeld  
Definition : 
Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und über die für  landschaftspflegerische oder 
Artenschutzmaßnahmen noch zur Verfügung stehenden E rsatzgelder [€] nach 
Landschaftsgesetz im Zusammenhang mit Eingriffen in  Boden, Natur und 
Landschaft. 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Eine Übersicht über die in 2014 geplanten bzw. sich  bereits in der Realisierung 
befindlichen landschaftspflegerischen Maßnahmen ist in der Anlage  A-1 dargestellt. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist t endenziell rückläufig. Die Stadt 
Münster dringt darauf, dass im Zusammenhang mit Ein griffsvorhaben der 
entsprechende Ausgleich durch den jeweiligen Vorhabenträger nachgewiesen wird.

36 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
Aktualisierung: 
2-jährlich 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von B ebauungsplänen und 
Satzungen nach § 34 BauGB 
Definition: 
Im Zuge der planrechtlichen Aufstellung von Bebauun gsplänen und Satzungen nach 
§ 34 (4) BauGB werden Freiflächen im Außenbereich f ür Siedlungs- und 
Verkehrsflächen „verbraucht“. Für den naturschutz- und forstrechtlichen Ausgleich 
der Eingriffe werden z. T. landwirtschaftliche Prod uktionsflächen in Anspruch 
genommen. Dargestellt werden der „Flächenverbrauch“  durch entsprechende 
Verfahren mit zugeordnetem Ausgleich und die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Entwicklung : 
Von insgesamt sechs zwischen dem 01.08.13 und 09.09 .14 in Kraft getretenen 
Bebauungsplänen umfassen vier Innenbereichsverfahre n zur Nachverdichtung. Die 
Stadt Münster ist auch weiterhin um eine Reduzierun g des Flächenverbrauchs im 
Außenbereich bemüht. Auch in den kommenden Jahren w ird die Stadt Münster in 
erheblichem Maße die Innenentwicklung forcieren. 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
Aktualisierung 
: 
2-jährlich

37 
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenkataster 
Definition: 
Die nicht für Eingriffe in Natur und Landschaft geb undenen Flächen im Flächenpool 
des Kompensationsflächenkatasters (Komkat) stehen f ür zukünftige 
Kompensationsflächenbedarfe zur Verfügung. 
Datenlage/Grafik: 
 
Entwicklung: 
Die Entwicklung des Flächenpools für Kompensationsm aßnahmen ist mit der 
städtischen Siedlungsentwicklung unmittelbar verknü pft. Insbesondere die 
Bebauungsplanverfahren im Innenbereich (nach § 13 a  BauGB) sind aufgrund der 
planungsrechtlichen Bedingungen meist nicht mehr ko mpensationspflichtig. Der 
größte Teil der zur Rechtskraft gelangenden kompens ationspflichtigen Verfahren 
wird vorhabenbezogen durchgeführt. Hierbei stellt d er jeweilige Vorhabenträger 
Kompensationsflächen in entsprechender Größenordnung zur Verfügung. Insgesamt 
kann deshalb das vorhandene Flächenpoolangebot gege nwärtig als ausreichend 
bewertet werden. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
Aktualisierung: 
2-jährlich

38 
Umweltmedium/Ressource : 
Umweltmanagement 
Indikator : 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
Definition : 
Anzahl der Betriebe, die sich am Projekt ÖKOPROFIT der Stadt Münster beteiligen.  
Erläuterung : 
Seit 2001 unterstützt die Stadt Münster im Rahmen d es Projektes ÖKOPROFIT 
Unternehmen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen im 
Bereich Energie, Abfall, Wasser und Rohstoffe.  Der Indikator ist ein Maßstab für das 
Umweltengagement von Unternehmen in Münster. 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Qualitative Ziele : 
Betriebliche Prozesse haben erheblichen Einfluss au f die Umwelt. Durch 
Optimierung dieser Prozesse kann die Umwelt entlast et werden (z.B. reduzierter 
Wasserverbrauch, Energieeinsparung, Abfallvermeidung u.a.m.)  
Ziele: 
• Förderung des betrieblichen Umweltschutzes in Mün steraner Unternehmen 
• Ausbau des Umweltmanagements im Konzern Stadt Mün ster 
Quantitative Ziele 
: 
Eine konkrete Zielvorgabe für die Anzahl der Betrie be, die sich pro Jahr am 
ÖKOPROFIT beteiligen, lässt sich nicht benennen. Pr imäres Ziel ist es, das 
erfolgreiche ÖKOPROFIT-Projekt dauerhaft in Münster zu etablieren.

39 
Entwicklung : 
Im Durchgang 2012 wurden erneut 12 Betriebe neu aus gezeichnet. Darüber hinaus 
wurden 4 Betrieb rezertifiziert, d.h. sie unterzoge n sich einer erneuten Überprüfung 
ihrer Maßnahmen im Umweltschutz. Seit Beginn des Pr ojektes steigt die Anzahl der 
Gesamtbetriebe kontinuierlich auf gegenwärtig 85 Be triebe an. Bislang konnte die 
Kontinuität im Sinne der Zielfestlegung erhalten bleiben. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Einwerbung weiterer Betriebe.  
Adressaten: 
Stadt Münster, Gewerbebetriebe / Münsteraner Unternehmen 
Kosten: 
ca. 16.000,- € je Durchgang (nach Abzug von Landesmitteln) 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz  
Aktualisierung 
: 
2-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2009  2010  2011  2012  2013  
Anzahl Kontakte in der Umweltberatung / 
Umweltservice [Stück] 
12.035 
 12.081  10.286  13.730  12966  
Hinweis: 2010 Daten nur vom 04.01.-17.12.2010 wegen  der Verlagerung der 
Umweltberatung vom Kundenzentrum des Stadthauses 3 zum Stadtwerke-City-
Shop. Die Daten umfassen ab November 2011 die Kunde nkontakte im 
Umweltservice sowie der Beratungen in der Umweltber atung im Stadtwerke-City-
Shop.

40 
Umweltmedium/Ressource : 
Verkehr/Mobilität 
Indikator : 
Anteil Umweltverbund am Modal Split 
Definition : 
Anteil des Umweltverbundes (Fußgänger, Radfahrer, Ö PNV/SPNV) am Modal Split 
in Prozent [%]. 
Erläuterung 
: 
Der Modal Split bezeichnet die Verteilung des Verke hrs auf die verschiedenen 
Verkehrsträger. Für den Indikator relevant ist der Anteil des Umweltverbundes 
(Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV/SPNV) am Gesamtverkehr.  Darüber hinausgehend 
sind für die langfristige Bewertung des Verkehrs un ter Nachhaltigkeitsaspekten aber 
auch künftige Anteile der Elektromobilität im Kfz-V erkehr sowie der 
Fahrzeugbesetzungsgrad, der zurzeit in Münster 1,25  Personen/Pkw beträgt, von 
Relevanz. Die Beeinflussung dessen ist jedoch wesen tlich von bundesweiten 
Rahmenvorgaben abhängig und weniger auf kommunaler Ebene steuerbar. 
Datenlage/Grafik : 
25,0% 21,2% 21,5% 13,4% 15,7% 21,7% 
29,2% 33,9% 31,7% 
35,2% 37,6% 
39,1% 
6,6% 6,6% 9,5% 10,9% 
10,4% 
10,2% 
0,0% 
10,0% 
20,0% 
30,0% 
40,0% 
50,0% 
60,0% 
70,0% 
80,0% 
1982 1990 1994 2001 2007 2013 
Anteil und Zusammensetzung des Umweltverbundes am M odal Split 
[in % des Münsteraner Verkehrs] 
Bus + Bahn 
Fahrrad 
Fuß 
 
Zielwert 2025:  70% Umweltverbund 
   geplante neue Zielgröße: 75 % 
Qualitative Ziele 
: 
Der Verkehr wirkt sich maßgeblich auf viele Bereich e der Umwelt aus. So hängt die 
Belastung durch Luftschadstoffe, Lärm oder der CO 2-Ausstoß in erheblichem Maße 
von der Wahl des Verkehrsmittels ab. Daher soll der  Umweltverbund im Modal Split 
gestärkt werden.

41 
• Erhöhung des Wegeanteils des Fußgängerverkehrs  
• Weitere Stärkung des Fahrradverkehrs  
• Stärkung des ÖPNV/SPNV 
• Minderung des Kfz-Anteils im Regionalverkehr (Pen dler) 
Quantitative Ziele (Berichtsstand 2013) 
: 
Zielwerte für das Jahr 2025: 
70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen auf den Umweltverbund, davon 
• 40 % Rad 
• 18 % Fuß 
• 12 % ÖPNV/SPNV 
Im Regionalverkehr Minderung des Kfz-Anteils von z.Zt. ca. 80% auf ca. 75 %. 
Entwicklung 
: 
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mitte l einen Anstieg des 
Umweltverbundes. 2013 ist der Anteil des Umweltverb undes gegenüber der 
Autonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass de r Umweltverbund erstmals 
über 70% lag. Der gesetzte Zielwert für das Jahr 2025 von 70 % wurde damit bereits 
frühzeitig erreicht. Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1.  
Auf Grund dieser erfreulichen Entwicklung ist es du rchaus realistisch, als Zielgröße 
für den Umweltverbund einen 75% Anteil zu benennen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Maßnahmen gemäß des in Arbeit befindlichen verkehrlichen Rahmenplans „Mobilität 
Münster 2025“ (ehemals Verkehrsentwicklungsplan Mün ster 2025, V/0266/2007, 
V/0982/2007, V/1019/2008 und V/0625/2010) mit den T eilbausteinen 3. Nahver-
kehrsplan Stadt Münster (Entwurf 3. Nahverkehrsplan  Stadt Münster V/0985/2013), 
P+R-Anlagen in Münster - Bestandsaufnahme und Konze pt (V/0953/2013), 
Fortschreibung Radverkehrskonzept (in Bearbeitung)). 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, Regionalbus unternehmen, 
Zweckverband SPNV Münsterland, angrenzende Kreise, Nachbargemeinden u. a. 
Kosten: 
Keine Angaben möglich, zumal der o. g. Mobilitätspl an im Wesentlichen 
Programmaussagen enthalten wird, die anschließend i n Planungen umgesetzt und 
dann auch erst mit Kosten belegt werden können und b) Kostenangaben zum 
jetzigen Zeitpunkt eine aufwendige wissenschafts-th eoretische Modellierung 
erforden, die extern vergeben werden müsste.

42 
Datenherkunft/Zuständigkeit : 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung: 
• Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Müns teraner -  Ergebnisse einer 
Haushaltsbefragung im Herbst 2013, Beiträge zur Sta dtforschung, 
Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 1/2014  
• Zwischenbericht Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025, Vorlage V/1019/2008 
• Mobilität Münster/Münsterland 2050 (V/0625/2010) 
Weitere Daten: Stadtwerke Münster 
Aktualisierung 
: 
Erfassung des Modal Split in möglichst regelmäßigen  Zeitabständen mittels 
Haushaltsbefragungen zum Mobilitätsverhalten der Mü nsteraner. Die letzte 
Aktualisierung aus 2013 ist in die Umweltdaten eingeflossen. 
Weitere Daten zum Umweltmedium : 
 2009  2010  2011  2012  2013  
Entwicklung der Fahrgastnachfrage auf den 
Stadtbussen [Fahrgäste in Mio./Jahr] 
1)  
32 32  35  38  40  
Länge der Radwege [km] 2)  457*  459  460  460  
 
469  
(* ab 2009 veränderter Berechnungsmodus) 
 
 
 1982  1990  2007  2013  
Anteil des Umweltverbundes am regionalen 
Verkehr (Einpendler) [%] 
3)  
 24,3  21,9  19,1  k.A.  
Anteil des Umweltverbundes am 
Gesamtverkehr [%] 
3)  
 54,3  52,9  52,1  k.A.  
Quellenangaben: 
1) Geschäftsberichte Stadtwerke Münster  
2) Jahresstatistik Stadt Münster 2012/2013 
3) Mobilität Münster 2025

43 
Umweltmedium/Ressource : 
Wasser 
Indikator : 
Guter ökologischer und chemischer Zustand (Gewässergüteklasse II-III oder 
besser) bzw. Potenzial für alle Fließgewässer (gem. EG-WRRL) 
Definition : 
Der gute ökologische Zustand der Fließgewässer ist ein zentrales Ziel der EG-
Wasserrahmenrichtlinie. Die Zustandbewertung und Zi elerreichung wird durch ein 
regelmäßiges Monitoring seitens des Landes NRW durc hgeführt. In diesem 
Verfahren sind die größeren Fließgewässer (Aa, Wers e, Angel, Mecklenbach, 
Kinderbach, Emmerbach, Kreuzbach, Getterbach, Floth bach, Offerbach und 
Kannenbach) eingebunden. 
Für die übrigen kleineren Gewässer wird der Indikat or der Gewässergüte auf der 
Grundlage eigener Untersuchungen herangezogen. 
Dieser Indikator gibt den Anteil der Gewässerabschn itte von Fließgewässern an, 
deren Gewässergüteklasse mit der Klasse II-III (kri tisch belastet) oder besser 
bewertet wird. Die Angabe erfolgt in Prozent. [%] 
Erläuterung 
: 
Die "biologische Gewässergüte" lässt vor allem die Beeinträchtigung der Gewässer 
durch biologisch leicht abbaubare Stoffe und die si ch daraus ergebenden Defizite im 
Sauerstoffhaushalt erkennen. Bei der Überwachung de r Fließgewässer ist die 
biologische Gewässergüte ein Leitparameter für die Beschaffenheit des Gewässers. 
Datenlage/Grafik : 
74,0% 
83,0% 84,0% 81,0% 
86,0% 
89,0% 89,0% 89,0% 
50,0% 
60,0% 
70,0% 
80,0% 
90,0% 
100,0% 
1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 
Anteil der Fließgewässerabschnitte 
mit Gewässergüteklasse II-III oder besser 
[in % der Fließgewässerabschnitte] 
 
Zielwert 2020: 100% Gewässergüteklasse II-III oder besser

44 
Qualitative Ziele : 
Gewässer sind in Münster ein prägendes Element. Die  Sicherung und Verbesserung 
des ökologischen Zustandes von Oberflächengewässern  und Grundwasser ist eine 
Herausforderung für die Zukunft. Der Erhalt von Auen und Retentionsräumen schützt 
vor Hochwassergefahren.   
Ziele: 
• Generelle Vermeidung starker Verschmutzungen in a llen Münsteraner 
Gewässern 
• Einhaltung der Qualitätsziele der Wasserrahmenric htlinie (WRRL) 
• Verbesserung der Wasserqualität des Aasees 
• Nachhaltige Sicherung einer guten Qualität und Qu antität des Grundwassers 
Quantitative Ziele 
: 
100% der Fließgewässerabschnitte haben bis 2020 ein e Gewässergüteklasse II-III 
oder besser  
Erläuterung: 
Sanierungsziel gemäß WRRL ist in NRW der gute ökolo gische Zustand für 40% und 
das gute ökologische Potenzial für 60% der Gewässer bis 2027.  
Der gute Zustand ist definiert als ein Zustand, der von eine m "sehr guten" (d.h. 
weitgehend anthropogen unbeeinflussten) Zustand nur  geringfügig abweicht. Er ist 
ausgerichtet auf die Vielfältigkeit vorhandener Pfl anzen- und Tierarten und die 
morphologische Gewässerausprägung. 
Da die Regelungen der WRRL sich in Münster im wesen tlichen auf die 
Hauptgewässer beziehen und die weiteren Gewässer ni cht erfassen, wird als 
Vergleichsmaßstab die Gewässergüte herangezogen, di e für alle namhaften 
Gewässer in Münster regelmäßig geprüft wird. Im Vor dergrund steht die Beseitigung 
von stark verschmutzten Gewässern ab Gewässergütekl asse III. Der zudem 
angestrebten Erhöhung des Anteils von Gewässern mit  Gewässergüteklasse II sind 
z.T. naturräumlich bedingte Grenzen gesetzt. 
Entwicklung 
Ab dem Jahr 2000 ist eine deutliche Verbesserung de r Gewässergüte zu erkennen. 
Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlreiche Maßnahmen 
zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässer schutz abzielen. Im letzten 
Erhebungsintervall von 2010-2012 stellte sich keine  erneute Verbesserung der 
Gewässergüte ein. Eine weitere Verbesserung der Gew ässergüte erweist sich 
bislang insbesondere bei kleinen Gewässern mit geri nger Wasserführung im 
Sommer als schwierig. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Abwasserreinigung und Abwasserablei tung aus dem 
Abwasserbeseitigungskonzept (ABK)

45 
• Umsetzungsfahrpläne zur WRRL 
• Ökologische Verbesserung der kleineren Gewässer 
Adressaten: 
Tiefbauamt, Wasser und Bodenverbände im Stadtgebiet
.  
Kosten: 
Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK): 73 Mio € 
Umsetzungsfahrpläne WRRL: Diese Kosten können noch nicht beziffert werden. Die 
sind von der Stadt und von den Wasser- und Bodenver bänden aufzubringen. Diese 
Maßnahmen werden zur Zeit mit 80% vom Land gefördert 
Ökologische Verbesserung von kleineren Fließgewässe rn. Die sind von der Stadt 
und von den Wasser- und Bodenverbänden aufzubringen . Diese Maßnahmen 
werden zur Zeit mit 80% vom Land gefördert. 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Tiefbauamt 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz  
Stadtwerke Münster 
Aktualisierung 
: 
2-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2009  2010  2011  2012  2013  
Privater Trinkwasserverbrauch * 
[l/Einw. und Jahr] 
47.149 
 47.541  46.973    
Nitrat im Trinkwasser (Mittelwert der vier 
Wassergewinnungsgebiete Münster) in 
mg/l 
11,9 
 12,8  12,2  12,9  12,4  
Microcystine (Toxine der Cyanobakterien/ 
„Blaualgen“) im Aasee, Mittelwert der 
Jahresmesswerte [µg/l]  
0,5 
 0,2  0,4  1,2  1,0  
* Daten gegenüber 2009 nach Angaben der Stadtwerke Münster korrigiert  
(Bezug: Einwohner am Ort der Hauptwohnung)

Ersatzgeld – Maßnahmen 2014 Anlage A-1 
 
Projekt  Landschaftspflegerische 
Maßnahmen 
NSG/  
LSG 
Flächen -
größe 
Nutzung vor 
Maßnahme 
Nachfolge -
nutzung 
Stand des 
Projekts 
Vorauss. 
Baukosten 
Kosten 
Liegenschaf 
t 
 
Kosten gesamt  
Erwerb von 
zusätzlichen 
Amphibienschut 
z-zäunen 
• Aufstellen von Schutz-
zäunen an neuen 
Standorten 
- - - -  Beendet 2.010,- € 0 2.010,- € 
Uferrandstreifen 
westl. 
Coermühle/ 
südl. Gittruper 
Str. 
 
Gittrup 
• Anlage einer Baumreihe 
• Anlage einer Feldhecke 
• Entwicklung eines 
Hochstaudensaums 
- 1.023 m² vorhandener 
Uferrand-
streifen mit 
Extensivbe-
wirtschaftung 
Keine 
grundle-
gende Än-
derung der 
Bewirt-
schaftung 
In der 
Herstellung 
12.050,- € 5.115,- € 17.165,- € 
Kleingewässer 
Fachwerk 
Gieven-beck 
 
Gievenbeck 
• Anlage eines Klein-
gewässers 
• Anlage eines Eichen-
spaltpfostenzauns 
- 900 m² Grünfläche Klein-
gewässer 
In der Her-
stellung 
8.290,- € 0 € 8.290,- € 
    Summen: 22.350,- € 5.115,- € 27.465, -€

Berichtsvorlage

8074 Zeichen

V/0951/2014 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Umweltdaten Münster 2012/2013 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
27.01.2015 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1. Einleitung 
 
Die Umweltdaten Münster sind eine Zusammenstellung wichtiger Daten zur Entwicklung 
der Umwelt in Münster. Sie umfassen alle wesentlichen Umweltthemen und werden mit 
Beschluss des Rates der Stadt Münster vom 12.12.2012 im 2-jährlichen Turnus fortge-
schrieben. Nunmehr liegen die Umweltdaten für die Fortschreibungsjahre 2012 und 2013 
vor und sind in der beigefügten Anlage 1 zur Vorlage dokumentiert.  
 
2. Fortschreibung der Umweltdaten 2012/2013 
 
Die Entwicklung der Indikatoren für die einzelnen Umweltthemen werden in nachfolge n-
der Tabelle kurz ausgeführt: 
 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
Abfall In 2012 und  2013 ist das Abfallaufkommen der Hausha lte gegenüber dem 
Schnitt der letzten Jahre weiter leicht gesunken und nähert sich dem Zie lwert 
an. Die Steigerung der Einwohnerzahl  (2.Wohnsitz) in Münster wirkt sich d a-
bei positiv auf die Zielerreichung aus. Es ble ibt aber weiterhin bei der krit i-
schen Einschätzung durch die AWM, ob durch die eingeleiteten Maßnahmen 
wie Tauschbörsen und erweiterte Öffentlichkeitsarbeit eine deutliche Red u-
zierung des Abfall- und Wertstoffaufkommens zu erreichen ist. 
Abwasser 
 
Der Zie lwert der Stickstoff -Emission von 120 t/a wurde 2012 knapp unte r-
schritten, 2013 aber nicht erreicht. Die Veränderungen sind einerseits auf 
Schwankungen im Zulauf, andererseits auf Veränderungen in der Betrieb s-
weise der Verfahrensschritte zurückzuführen. Die Reinigungsleistung war 
jedoch bei deutlicher Unterschreitung der Überwachungswerte hinsichtlich 
der Eliminationsrate von ca. 92 % konstant. 
Boden/Fläche Im Hinblick auf den Zielwert befindet sich die jährliche Inanspruchnahme für 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0951/2014 
Auskunft erteilt: 
Herr Kuttenkeuler 
Ruf: 
492 67 44 
E-Mail: 
Kuttenkeuler@stadt-muenster.de 
Datum: 
17.12.2014 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0951/2014 
 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
Siedlungs- und Verkehrsflächen in den letzten Jahren absolut auf einem rela-
tiv hohen Niveau. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt der Zuwachs an SuV -
Fläche in Münster deutlich unter dem Durchschnitt von Nordrhein -Westfalen. 
In den letzten Jahren beruhte die erhebliche Steigerung der Siedlungs- und 
Verkehrsflächen zu einem großen Teil auf der Zunahme der Erholungsfl ä-
chen (2008: 128 ha, 2009: 93 ha, 2011: 82 ha, 2012: 40 ha). Hierbei ist zu 
berücksichtigen, dass es sich dabei nicht nur um eine tatsächliche Ausde h-
nung der Erholungsfl ächen in diesem Umfang handelt, sondern für den A n-
stieg auch methodische Gründe (statistische Umschlüsselungen von Fl ä-
chen) ausschlaggebend wa ren. Auch für die Jahre 2012 (+91 ha) und 2013 
(+51 ha) sind die Steigerungsraten der SuV -Flächen in erheblichem M aße 
durch Umschlüsselungen von Flächen beeinflusst (2012: Friedhofsfl ächen 
+19 ha; 2013: Betriebsflächen + 148 ha, Gebäude-/Freifläche –133 ha). Die 
Aussagefähigkeit der Werte ist hierdurch entsprechend eingeschränkt. 
Biodiversität 
 
Im Rahmen der Untersuch ungen zum vorliegenden Bericht wurden in 2013 
als Fischart der Steinbeißer sowie die Schwanenblume als Ind ikatoren für 
Fließgewässer neu untersucht. Eine Entwicklung ist noch nicht ablesbar.  
Grün Eingriffe in das Grünsystem gemäß der Grünordnung der Stadt Münster tra-
ten nicht auf. 
Klima / Energie Mit dem deutlichen Ausbau der Klimaschutzaktivitäten und dem damit ve r-
bundenen Anstieg der erneuerbaren Energien sowie dem Bau der GUD -
Anlage im Jahr 2005 konnte in Münster bis Ende des Jahres 2013 eine R e-
duzierung der CO2-Emissionen pro Kopf der Bevölkerung um 27% gegenüber 
1990 erreicht werden. Die absolute Reduzierung von 1990 bis 2013 beläuft 
sich wegen der gestiegenen Bevölkerungszahlen auf 20%. 
Lärm-
immissionen 
Die Lärmbelastungen an Hauptverkehrsstraßen s ind 2013 im Vergleich zu 
2008 vor allem nachts signifikant zurückgegangen. Diese Lärmminderung 
geht überwiegend auf die verminderte Höchstgeschwindigkeit im Hauptve r-
kehrsstraßennetz zurück. 
Luftschadstoffe Die Stickstoffimmissionen sind von 2007 bis 2013 rückläufig. Der Grenzwert 
für Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) wurde im Jahr 2013 an der W e-
seler Straße erstmals nicht überschritten. Hierfür sind verschiedene Faktoren 
ursächlich (meteorologische Bedingungen, Emissionsverhalten der Fahrzeug-
flotte, ...). Als eine Maßnahme zur Minderung der Immissionen besteht seit 
dem 1. Januar 2010 im  Stadtkern von Münster eine Umweltzone. An der 
Messstation „Bült“ verbleibt trotz leichter Abnahmen der NO2 -Belastungen 
eine Überschreitung des Grenzwertes. 
Aus der E ntwicklung der Feinstaubb elastung kann abgelesen werden, dass 
auch zukünftig die Wahrscheinlichkeit einer Überschreitung des Grenzwe rtes 
für PM 10 sehr gering sein wird. 
Natur und Land-
schaft - Schutz-
gebiet 
Die Entwicklung der Schutzgebiete ist in den letz ten Jahren konstant gebli e-
ben und zeigt erst mit dem Satzungsbeschluss des Landschaftsplans 3 „R o-
xeler Riedel“ im Jahr 2014 Veränderungen. Die Fläche der Naturschutzgebie-
te stieg um 12 % auf 2.133 ha. Die Fläche der Landschaftsschutzgebiete e r-
höhte sich um 13 % auf 9.941 ha. 
Natur und Land-
schaft - Eingriffs-
regelung 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist tendenziell rückläufig. Die 
Stadt Münster dringt darauf, dass im Zusammenhang mit Eingriffsvorhaben 
der entsprechende Ausgleich durch den jeweiligen Vorhabenträger nachge-
wiesen wird. 
Von insgesamt sechs zwischen dem 01.08.13 und 09.09.14 in Kraft getrete-
nen Bebauungsplänen umfassen vier Innenbereichsverfahren zur Nachver-
dichtung. Die Stadt Münster ist auch weiterhin um eine Reduzierung des Flä-

3 
V/0951/2014 
 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
chenverbrauchs im Außenbereich bemüht.  
Die Entwicklung des Flächenpools für Kompensationsmaßnahmen ist mit der 
städtischen Siedlungsentwicklung unmittelbar verknüpft. Insbesondere die 
Bebauungsplanverfahren im Innenbereich (nach § 13 a BauGB) sind auf-
grund der planungsrechtlichen Bedingungen meist nicht mehr kompensati-
onspflichtig.  
 
Umwelt-
management 
Im Durchgang 2012 wurden erneut 12 Betriebe neu ausgezeichnet. Da rüber 
hinaus wurden 4 Betrieb e rezertifiziert, d.h. sie unterzogen sich einer erne u-
ten Überprüfung ihrer Maßnahmen im Umweltschutz. Seit Beginn des Projek-
tes steigt die Anzahl der Gesamtbetriebe kontinuierlich auf gegenwärtig 85 
Betriebe an. Bislang konnte die Kontinuität im Sinne der Zielfestlegung erha l-
ten bleiben. 
Verkehr / Mobili-
tät 
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mittel einen Anstieg des U m-
weltverbundes. 2013 ist der Anteil des Umweltverbundes gegenüber der A u-
tonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass der Umweltverbund erstmals 
über 70% lag. Der gesetzte Zielwert für das Jahr 2025 von 70 % wurde damit 
bereits frühzeitig erreicht. Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1. Auf Grund 
dieser erfreulichen Entwicklung ist es durchaus realistisch, als Zielgröße für 
den Umweltverbund einen 75% Anteil im Jahr 2025 zu benennen. 
Wasser Ab dem Jahr 2000 ist eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte zu e r-
kennen. Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlre i-
che Maßnahmen zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässe r-
schutz abzielen. Im letzten Erhebungsintervall von 2010-2012 stellte sich kei-
ne erneute Verbesserung der Gewässergüte ein. Eine weitere Verbess erung 
der Gewässergüte erweist sich bislang insbesondere bei kleinen G ewässern 
mit geringer Wasserführung im Sommer als schwierig. 
 
3. Ausblick 
Zum Jahresende 2016 erfolgt die erneute Vorlage der dann fortgeschrittenen Umweltd a-
ten Münster. Entwicklungstrends lassen sich durch den längeren Betrachtungsraum dann 
noch besser ableiten und interpretieren. 
 
 
 
I.V. 
 
Gez.  
 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
 
 
Anlage 1: Umweltdaten Münster 2012/2013

Beratungsverlauf (1)

14.04.2015 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 5.10 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (11)

  • Hörsterstraße
  • Sonnenstraße
  • Korduanenstraße
  • Weseler Straße
  • Schwarzer Kamp
  • Gittruper Straße
  • Am Emmerbach
  • Nevinghoff
  • Kreuzbach
  • Coermühle
  • Werse

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Details

Aktenzeichen
V/0951/2014
Typ
Vorlagen
Datum
17.12.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37