V/0986/2005
Liegenschaft Am Hawerkamp 22
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Anlage-Konzeptentwurf
25247 Zeichen
Zur Geschichte des Musikzentrums Münster
- wie alles anfing –
Die beiden Gebäude des Musikzentrums Münster „Am Ha werkamp 24“ wurden in den
frühen 60er Jahren von der Firma Peter Büscher und Sohn (Pebüso) Betonwerke als
Büro/Lager erbaut. Seit 1990 benötigte Pebüso das gr ößere der beiden Gebäude nicht
mehr. In diese Räumlichkeiten zog der Musikalienhand el „Musik aktiv“, der vorher in
Warendorf ansässig war. Ein halbes Jahr später ließ sich das „Musikhaus Lyra“ in dem
Gebäude nieder. Einige Zeit danach begannen Mitarbei ter der Firma zwei Räume im
Keller des Hauses als Proberäume zu nutzen. Die Kell er des vorderen und hinteren
Gebäudes sind durch eine Tür miteinander verbunden. Da der Keller des vorderen, von
Pebüso noch genutzten Hauses leer stand, kam die Ide e auch diesen in kleinere Räume zu
unterteilen und an Bands als Proberäume zu vermiete n. Dies geschah gegen Ende 1991.
Somit waren dort insgesamt 10 Proberäume verfügbar. Um die Bürokräfte von Pebüso
nicht bei der Arbeit zu stören, wurde mit den Bands vereinbart, die Räume erst ab 18 Uhr
zu nutzen. Jede Band hatte einen Schlüssel zum Kelle reingang. Es wurde vereinbart, dass
die Band, die das Haus als letzte verließ, die Außent ür abschließen sollte. Dies geschah
jedoch nicht immer und das unvermeidliche passierte : Es wurde zweimal in Proberäume
eingebrochen und Musikalien entwendet.
Es reifte der Gedanke, den Probebetrieb auf die Zeit von 18 - 24 Uhr zu begrenzen und zu
beaufsichtigen. Ferner entstand die Idee, die zwei gr ößten Räume mit Band Equipment
der Firma Lyra zu bestücken und stundenweise an Ban ds zu vermieten. Zusätzlich wurde
ein kleines Büro für diese Zwecke im Eingangsbereich integriert.
Die Honorare der erforderlichen Aufsichtspersonen w urden vom Kulturamt der Stadt
Münster im Rahmen einer kulturellen Förderung zu Ve rfügung gestellt. Das Projekt
nannte sich fortan „Probezentrum“. Dieses umfasste ca. 300 m² Nutzfläche und wurde von
der Firma Lyra sehr erfolgreich bis Ende 1999 gefüh rt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch zog
sich Lyra aus den Räumlichkeiten zurück. Die Fortfüh rung des Probebetriebes war
gefährdet, da nun der erforderliche Träger des Projektes fehlte.
Um das Probezentrum Münster nicht einfach untergehe n zu lassen wurde im Jahr 2000
von langjährigen Nutzern des Zentrums die Firma „Zu kunftsmusik GbR“ gegründet. Im
Juli 2000 wurde mit der Firma Pebüso ein neuer Miet vertrag ausgehandelt, der das
komplette hintere Gebäude (Gebäude II) umfasste. Die übrigen Etagen des Hauses wurden
ebenfalls an Bands vermietet. Kurz darauf räumte Peb üso auch das vordere Haus
(Gebäude I) und bot der Zukunftsmusik GbR an, dieses auch anzumieten. Da die
zusätzlichen Etagen des Gebäudes II in Windeseile a n Musiker vermietet waren und
weiterer Raumbedarf bestand, wurde auch das Gebäude I angemietet. So entstand
innerhalb kurzer Zeit ein Gebäudekomplex mit 1300 m ² Nutzfläche, der von ca. 400
Musiker/innen genutzt wird.
Im November 2000 erwarb die Stadt Münster die beide n Gebäude um sie im Zuge des
Ausbaus der Halle Münsterland zurück zubauen. Die Ge bäude sollten laut Schreiben des
Liegenschaftsamtes der Stadt Münster am 02.01.2001 be senrein übergeben werden.
Betreiber und Nutzer waren von dieser Planung ersch üttert und es blieb keine andere
Möglichkeit als schnellstens „Initiative zu ergreif en“. Unter dem Motto „Stoppt den
Bagger“ wurde eine Initiative gegründet. Politiker u nd Fraktionen der verschiedenen
Parteien wurden eingeladen, die örtlichen Medien wur den eingeschaltet. Infostände in der
Fußgängerzone und Unterschriftenlisten in kulturell en Begegnungsstätten brachte Politik
und Verwaltung zum Nachdenken. In langwierigen Verha ndlungen wurde nach einer
akzeptablen Lösung gesucht. Über ein Jahr wurde von den Betreibern, Politikern und der
Verwaltung nach einem Ersatzstandort gesucht. Der S tandort „Am Hawerkamp 24“
erwies sich aus vielen Gründen immer wieder als Ideal für die Belange der Musiker/innen.
Nach über zweijährigen Verhandlungen und ergebnislo ser Ersatzstandortsuche, ist es im
Februar 2003 gelungen, einen unbefristeten Mietvertr ag mit der Stadt Münster
abzuschließen. Mittlerweile proben im Musikzentrum M ünster weit über 70
Musikgruppen unterschiedlichster Stilrichtungen und multikultureller Herkunft in fest
angemieteten Proberäumen. Hinzu kommen noch die Musi ker/innen, die das Angebot der
jeweils 3 Stunden zu mietenden und mit modernem Equ ipment ausgestatteten
Proberäumen nutzen. Dieses Angebot ist in NRW einmal ig und wird gern von jungen
Bands, die noch keine eigenen Musikanlagen haben, wah rgenommen. Des Weiteren ist
der Verein „pro Band e.V.“, der sich um die Belange d er Musiker/innen kümmert, in den
Gebäuden der MZ ansässig.
Zurzeit erstreckt sich das Altersspektrum der Musik zentrumsnutzer von 7 bis über 60
Jahre. Das Zentrum verfügt über 23 Proberäume, 2 Aufn ahmestudios und eine
Musikerservice-Werkstatt. Nicht zuletzt ist es diese r Einrichtung zu verdanken, dass viele
Bands aus Münster überregional bekannt wurden. In Mu sikveranstaltungskreisen anderer
Städte redet man sogar von einem „Münster-Boom“. Da s Musikzentrum ist die weitaus
größte Einrichtung dieser Art in Münster und verfüg t über weiteres Ausbau- und
Erweiterungspotenzial, welches jetzt durch die kreat ive Nutzung der ehemaligen
städtischen Ausstellungshalle Am Hawerkamp 22 abgerundet werden soll.
Alleinstellungsmerkmale Musikzentrum
„alles unter einem Dach“
Das Musikzentrum in Münster genießt im Münsterland ein Alleinstellungsmerkmal.
Es stellt mehr dar als eine Akkumulation von Hobbyk ellern zum Proben, vielmehr bildet
es die gelungene Synthese aus ehrenamtlich organisi ertem Probebetrieb
(altes Probezentrum) mit musikwirtschaftlichen, unternehmerischen Impulsen.
Das Musikzentrum hält 23 Proberäume bereit, die sich mehrere Bands, insgesamt über 70,
teilen. In der Woche sind hier etwa 20 Nachwuchsband s kontinuierlich tätig. Zudem
proben in den Räumen 1 und 2 etwa 30 Bands, als rund 120 Nachwuchsmusiker/innen.
Die Räume 1 und 2 werden zur stundenweisen Nutzung mit kompletten Backlines zur
Verfügung gestellt.
Die Räume werden werktags 18 - 24 Uhr und am Wochenende, samstags von 15 - 24 Uhr,
sonntags von 12 - 24 Uhr genutzt. Lediglich ihre Ins trumente müssen die Musiker/innen
selbst mitbringen.
Die Räume 1 und 2 können während der Öffnungszeiten für jeweils 3 Stunden gemietet
werden. Dieser Unternehmensbereich wird städtisch ge fördert und steht einem regionalen
Einzugsbereich zur Verfügung, der von Studenten, Schü lern, Auszubildenden und
Berufstätigen genutzt wird.
Seit Eröffnung des Probezentrums am 1. Juni 1991 hab en sich rund 1.000 Personen in die
Mieterkartei eingetragen. Der jüngste Nutzer ist 7, der älteste 61 Jahre jung.
Neben dem täglichen Probebetrieb befinden sich im H ause „Aufnahmestudios“, die es
Bands ermöglichen, unter einem Dach zu proben und C D- und Kassettenaufnahmen zu
erstellen.
Diese Synthese von städtisch gefördertem Probebetri eb und privatwirtschaftlichen
Dienstleistern stellt ein Alleinstellungsmerkmal des Münsteraner Musikzentrums dar.
Die Kombination von feierabendlichem Probebetrieb u nd direkter Produktion von Tapes
garantiert die qualitative Weiterentwicklung der Bands und öffnet die Option von Existenz
Gründungen. Unter anderem begannen im Musikzentrum e inst mal die „H-Blockx“ ihre
Musikkarriere.
Bezeichnet sind damit weitere Betätigungsfelder des Musikzentrums. Neben den Studios
befindet sich im Haus eine Elektrowerkstatt, in der die Musiker/innen ihre Instrumente vor
Ort kostengünstig reparieren lassen können. Das Ang ebot ist Bestandteil des Konzeptes
„alles unter einem Dach“ und erweitert das Dienstleistungsspektrum.
Die Angebotspalette wird ergänzt durch den Verkauf von Zubehör und Musikaliengeräten
wie Sticks, Gitarrenseiten (Strings) und Aufnahmekas setten, die von Musikern/innen
direkt genutzt werden können und ihnen Umwege und langes Suchen ersparen.
Ansiedeln möchte sich ein Gitarrenbauer. Die Hinzuna hme eines Graphik-Designers und
einer Filmwerkstatt sind geplant, um das Dienstleist ungsspektrum zu erweitern und das
Konzept „alles unter einem Dach“ abzurunden.
Vertreten sind im Musikzentrum nahezu alle Stilrichtungen. Dazu gehören:
- Art Rock - Blues
- Brit – pop - Cover – Pop
- Crossover - Deutsch – Rock
- Ethno - Gothic
- Hardrock - HipHop
- Indie - Jazz
- Metal - New Metal
- New Wave - Oldies
- Punk – Rock - Schlager
- Techno - Trance
- Volksmusik - World Music
Das Musikzentrum stellt einen Ort musikalischer und kultureller Vielfalt dar, der es
ermöglicht, das sich Menschen unterschiedlicher Nati onen und Kulturen verbinden und
gemeinsam unter einem Dach zu musizieren. Weiterhin ist diese Einrichtung ein Ort
urbaner Kommunikation und erzeugt Gemeinschaftsgefü hle entgegen dem Trend zur
Vereinzelung.
Hier wird zusammengeführt, was zusammen gehört!
Antrag Musikzentrum/pro Band e. V.,
hier: - Nutzungskonzept ehemalige Ausstellungshalle -
Um Räumlichkeiten für Auftrittsgestaltung, Cafeteria betrieb und Projektentwicklung nutzen
zu können, stellte die Betreibergesellschaft einen A ntrag an die Ratsfraktionen der Stadt
Münster mit dem Anliegen zur Weiternutzung der ehem aligen Ausstellungshalle (Am
Hawerkamp 22). Diesem Antrag wurde von der CDU-Frakt ion mit großer Mehrheit
zugestimmt (siehe Schreiben der CDU-Fraktion vom 20.01.2004).
Unser Konzept beruht auf einer Aufteilung der ehema ligen Ausstellungshalle in zwei
Segmente, die durch den Einbau einer flexiblen Trennwand bei Bedarf auch wieder zu einem
großen Veranstaltungsraum gewandelt werden können. Im vorderen Bereich ist eine Cafeteria
mit kleiner Bühne geplant, im hinteren Teil soll eine Veranstaltungshalle mit
großer Bühne entstehen. Beide Bereiche können sowoh l von einander getrennt, als auch mit
wenig Aufwand zusammen als eine Veranstaltungshalle (Multifunktionshalle) genutzt
werden.
Die für das Musikzentrum erweiterte Nutzung durch L ive-Plattformen ermöglicht auf der
einen Seite die Durchführung von Workshops, Sessions und Wettbewerben, kleineren Gigs
und Auftritten für Nachwuchsmusiker/innen, sowohl im öffentlichen als auch im
halböffentlichen Raum. Hiermit kann die Förderung d es Musiker/innen Nachwuchses
optimiert werden. Gleichzeitig bietet die ehemalige Ausstellungshalle Platz für eine Cafeteria
als Kommunikationsebene, die bei einer von pro Band e. V. durchgeführten Umfrage unter
den Musiker/innen des Musikzentrums mit großem Abst and (92 %) den ersten Platz auf der
Liste der Wünsche einnahm. Die Nachwuchsförderung fi ndet hauptsächlich im Bereich der
Cafeteria mit täglichem Betrieb statt. Auf der ander en Seite ergibt sich bei einer Nutzung als
Multifunktionshalle eine Förderung der kulturellen Infrastruktur.
Zum breiten Kooperationskreis für Veranstaltungen g ehören bereits jetzt das Gleis 22, Hot
Jazz Club, Metro, Starkton, Hawerkampszene, mehrere be reits kontaktierte Konzertagenturen
und Veranstalter, sowie die Initiative zur bundeswei ten Nachwuchsförderung von Bands,
Solistinnen und Solisten RoPoJaDa e.V.. In Vorbereitun g sind Vernetzungen mit regionalen
Musikschulen.
Angestrebt wird ein differenziertes Kulturangebot m it regionalen- und überregionalen
Projekten. Das Angebots- und Dienstleistungsspektrum des Musikzentrums kann hier um eine
gesamte Sparte erweitert werden. Um die kulturelle N achwuchsförderung im Musikbereich
auf gemeinnütziger und ehrenamtlicher Basis sicherz ustellen, ist es erforderlich, mit
begrenzten kommerziellen Veranstaltungen eine finanzielle Absicherung zu gewährleisten.
Live-Bands, Kleinkunst, Performances, freie Theatergru ppen, Lesungen werden als
Veranstaltungsformen ebenfalls mit eingebunden. Koop erationen sind bereits besprochen,
einige Gesprächspartner warten nur darauf, dass die Räumlichkeiten nutzbar gemacht werden.
Die Szenerie „Am Hawerkamp“ ist als Veranstaltungso rt überregional bekannt. Hierfür
werden vorrangig die Club-Räume im hintern Teil des Geländes genutzt, die von der
Altersgruppe von 18 bis ca. 25 Jahre intensiv frequentiert wird.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die kulturelle Angeb otspalette zu erweitern und auch den 30
- 50+jährigen einen ansprechenden Veranstaltungsort zu bieten. Diese Altersgruppe stellt eine
kontinuierlich wachsende, mobile und finanzkräftige Nachfragergruppe dar. Auf die
Bedürfnisse dieser Altersgruppe zielt daher auch das Veranstaltungsangebot ab.
Die Nutzung der Ausstellungshalle stellt eine Erwei terung des bestehenden Angebots dar und
zielt nicht auf Konkurrenz am Standort ab. Eine Gefährdung anderer kommerziell betriebenen
Einrichtungen im Stadtbereich schließen wir aufgrund unserer Konzeption und des Zuschnitts
auf eine andere Altersgruppe aus. Vielmehr ist eine Zusammenarbeit mit anderen Akteuren
angestrebt wie z.B. eine gemeinsame Nutzung der Multi funktionshalle, die u.a. auch von
Clubbetreibern gewünscht wird.
Einer der vorrangigen Faktoren bei Umbau und Herric htung der ehemaligen
Ausstellungshalle ist es, ein für die Künstler optim ales Ambiente (Hallenakustik, Sound und
Lichttechnik, Backstagebereich etc.) zu schaffen. Da w ir seit vielen Jahren selbst in der
Branche tätig sind, ist der Betreiberkreis kompetent, diese Anforderungen umzusetzen.
Eine Veranstaltungshalle, die diese Kriterien erfüll t, ist nicht nur in dieser Größenordnung in
Münster eine absolute Marktlücke, sondern wird soga r zu Notwendigkeit, weil viele
Konzertagenturen aus Mangel an attraktiven Spielstä tten, Münster von vornherein nicht in
ihre Tourplanung einbeziehen. Mit der Realisierung u nseres Projektes ist eine gute
Ausbuchung der Veranstaltungshalle vorprogrammiert.
Es können bei einem erweiterten Veranstaltungskonze pt, neben ehrenamtlichen Tätigkeiten,
zwei Vollzeitarbeitsplätze geschaffen werden. Die Tä tigkeitsfelder umfassen
Veranstaltungsplanung und Durchführung, sowie das Ma rketing, also die
Öffentlichkeitsarbeit und zielgerichteten Erweiteru ng des Angebotsspektrums. Zusätzlich
würden ca. 15 Halbtags- bzw. 400-Euro- oder Honorarkr äfte benötigt, die für die
Veranstaltungsdurchführung, Bewirtung etc. eingesetzt werden.
Wichtiges Kriterium für die optimale Entwicklung is t der Standortvorteil am Hafen, der in
den zurückliegenden Jahren einen regelrechten Boom durch geplante stadtstrukturelle
Entwicklung am Kreativkai (Stadthafen I) und durch die ungesteuerte Entwicklung der freien
Kunst - und Kulturszene „Am Hawerkamp“ ( Stadthafen II ) erlebte.
Beide Elemente des Hafens stellen zudem einen Kernb ereich dar und Dokumentiert damit
strukturell und historisch den wirtschaftlichen Wandel vom alten Industriehafen zur modernen
Dienstleistungsökonomie. Der Kreis der Mieter/innen des Musikzentrums erstreckt sich bis
nach Warendorf und Ibbenbüren, so dass neben dem Mün ster spezifischen auch der regionale
Aspekt als förderungswürdiges Kriterium einfließt.
Bekanntestes Produkt des Münsteraner Musikzentrums ist die Band „H-BlockX“, die in
diesen Gebäuden die ersten musikalischen Schritte t at. Hier empfiehlt sich noch einmal ein
Blick in die Agenda und Geschichte des Musikzentrum s („wie alles anfing“). Die genannten
Maßnahmen und Vorhaben dienen der Adressbildung des Musikzentrums und der kulturellen
Qualitätsverbesserung des Standortes Hansaviertel/Hafen.
Plankostenrechnung Cafeteria - Halle Am Hawerkamp 22
I. Gebäude ca. 650 m² fix variabel gesamt
Miete 1500,00 € 1500,00 €
Nebenkosten 450,00 € 450,00 €
Strom 150,00 € 600,00 € 750,00 €
Heizung 100,00 € 300,00 € 400,00 €
Gebäudekosten 2200,00 € 900,00 € 3100,00 €
Gebäudekosten / Betriebsstunden = ca. 15,00 €
(bei 210 Betriebsstd./Mon.)
II. Personalkosten - Cafeteria - bei täglicher Öffnungszeit von 7 Std.
Thekenkraft und Kellner für je 7 Std. tägl. a. 8,50 € / Std. 120 ,00 €
Reinigung tägl. je 2,5 Std. a. 8,00 € / Std. 20,00 €
Einkauf und Speisenvorbereitung 5 Std. tägl. a. 8,00 € / Std. 40,00 €
180,00 €/Tag
180,00 € x 30 Tage 5400,00 € / Mon.
Lohnnebenkosten 1350,00 € / Mon.
Personalkosten Cafeteria 6750,00 €
Personalkosten Cafeteria / Betriebsstunde = ca. 32,00 €
9850,00 €
9850,00 €
Personalkosten - Halle - bei vorerst 8 Event/Mon.
3 Thekenkräfte / Event 24 Std. a. 8,50 € 240,00 €
Nachfüllen / Gläser 10 Std. a. 7,00 € 70,00 €
Kasse 6 Std. a.10,00 € 60,00 €
Roadie 5 Std. a. 8,00 € 40,00 €
Reinigung 3 Std. a. 8,00 € 24,00 €
Kosten pro Event ca. 400,00 €
400,00 € x 8 Events 3200,00 €
Lohnnebenkosten 800,00 €
Personalkosten Halle 4000,00 €
Personalkosten Halle / pro Eventstunde = ca. 19,00 €
Variable Kosten/Mon.
Fix variable gesamt
Werbekosten x 1000,00 €
Gema Gebühren x x 500,00 €
Versicherungen x 400,00 €
Reparaturen x 500,00 €
Verwaltung x 300,00 €
Variable Kosten gesamt 2700,00 €
Kosten gesamt/Mon.
Gebäudekosten 3100,00 €
Personalkosten 10750,00 €
Variable Kosten 2700,00 €
AFA / Investition mittlere Nutzungsdauer 8 J. 1550,00 €
Gesamtkosten / Monat 18100,00 €
III. Kosten pro Betriebsstunde
Gebäude 15,00 €
Personal 32,00 €
Event 19,00 €
Variable 13,00 €
Absch. 7,50 €
Gesamtkosten pro Betriebsstunde 86,50 €
zu erwartenden Umsatz / Mon. Ab 2. Betriebsjahr
Cafeteria 350,00 €/Tag x 30 10500,00 €
Halle 2400,00 €/Event x 8 19200,00 €
Gesamtumsatz 29700,00 €
IV. Umsatzplan Basis 210 Std. monatlich
Umsatz Cafeteria 50,00 € / Std.
Umsatz Event 90,00 € / Std.
Betriebskosten - 86,50 € / Std.
Wareneinsatz ( Aufschlag 250 % ) - 40,00 € / Std.
Eigenkapital / Fremdkapitalzins 6% - 4,00 € / Std.
Gewinn 9,50 € / Std.
Die Erweiterung (Veranstaltungshalle/Caféteria) is t kalkuliert auf täglichen Betrieb in der
Cafeteria (7 Tage die Woche von 19:00 - 01:30 Uhr), sowie zu Beginn 8 Veranstaltungen pro
Monat in der Halle. Nach unserer Einschätzung wird e in Umsatz von ca. 350.000,00 €/Jahr
benötigt, um kostendeckend zu arbeiten. Dies ist durc haus realistisch, da sich nach einer
Anlaufphase die Zahl der Events erhöhen wird. Des We iteren sind im Obergeschoss der Halle
zwei Vermietungen an kleine Fremdunternehmer geplan t. Wir sind bereits im Gespräch mit
einem Instrumentenbauer und einem Graphik Designer der eine Existenzgründung plant.
Diese Vermietungen senken die Kosten im Bereich Gebäude.
Um Anlaufschwierigkeiten im ersten Jahr zu überbrüc ken, benötigt das Projekt eine
Anschubfinanzierung für das erste Betriebsjahr in Höhe von 50.000,00 €.
Weitere Folgekosten entstehen nicht.
Musikzentrum Münster / pro Band e. V.
Antrag auf Fördermittel durch das Landesprogramm „Initiative ergreifen“
Nachwuchsförderung im Bereich Rock/Pop
Bundesweit gibt es, wenn man von Angaben des Deutsch en Rockmusikerverbandes ausgeht,
weit über 60.000 Musikgruppen (Bands) im Rock- und P opbereich. Von diesen sind maximal
1 - 2 Prozent der Musiker und Bands überregional er folgreich. Der gesamte „Rest“ der aktiv
Musikbegeisterten geht somit einem kreativen, kommun ikativen und persönlichkeits-
bildenden Hobby nach.
Genau dieser immer bedeutender werdenden Sparte der Freizeitgestaltung (mit weit über 250
Bands liegt Münster über dem Bundesdurchschnitt) gi lt die Aufmerksamkeit der
Nachwuchsförderung durch das Musikzentrum Münster u nd dem Verein pro Band e. V. Bei
dieser überaus großen Zahl Musikschaffender besteht ein erheblicher Organisationsbedarf,
dessen öffentliche Relevanz im Folgenden erläutert werden soll.
Zwei Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt der Nachwuchsförderarbeit Rock/Pop:
Erstens müssen Grundbedingungen zur Ausübung von Ro ck/Pop Musik geschaffen werden,
auch und gerade für sozial Benachteiligte.
Diese Grundbedingung sind Proberäume, Unterrichts- u nd Auftrittsmöglichkeiten sowie
Aufnahmestudios.
Zweitens gilt es, die Durchlässigkeit der vielen kle inen Teilszenen der Musiker/innen
untereinander zu verbessern. Die Schaffung von neuen Kommunikationswegen und
Möglichkeiten durch Vernetzungsprojekte in der Szen e, wie zum Beispiel Workshops und
Sessions hat im Wesentlichen zwei positive Aspekte:
1. Der Wettbewerbsfördernde Aspekt: durch vermehrte K ontakte der Musiker
untereinander wird die Szene vertikal durchlässiger . Das heißt, neue Talente haben
schneller die Chance andere Musiker ihrer Leistungs ebene kennen zu lernen. Die Szene
kann also musikalisch besser von neuen Talenten profitieren.
2. Der sozio-kulturelle Aspekt: durch die genannte Ver netzungsarbeit (dazu gehören auch
Gruppenunterricht, gemeinsame Auftritte und Wettbewe rbe) wird die Musikszene
horizontal durchlässiger. Das bedeutet: Es kommen M usiker aus den verschiedensten
musikalischen, ethnischen und gesellschaftlichen Ber eichen miteinander in Berührung.
So kann also der immanent kulturübergreifende Chara kter der Popularmusik durch
Schaffung von Kommunikationsinfrastruktur (Nutzung der ehemaligen
Ausstellungshalle mit integrierter Cafeteria und kl einer Bühne) erheblich zur
Umsetzung positiver gesellschaftlicher Energie genutzt werden.
Es handelt sich also bei der Nachwuchsförderung im Bereich Rock / Pop hauptsächlich um
Basisförderung.
Elementare Bereiche der Nachwuchsförderung im Bereich Rock / Pop
Schaffung von Grundbedingungen Nachwuchsföderung d. Ver netzungsprojekte
Proberäume, Unterrichtsmöglichkeit, Sessions, Workshops, gemeinsame Auftritte,
Auftrittsmöglichkeiten, Aufnahmestudios Austauschprojekte, Wettbewerbe, Kooperationen
mit Schulen, Musikschulen, anderen Vereinen
und Trägern etc.
Ziel: Ziele:
Bessere Ausgangsbedingungen für Verbesserung der Szenendurchlässigkeit,
alle Musiker
vertikal: Amateur-Profi sowie
Horizontal: Teilszenen nach Stil, Fertigkeit,
Anspruch, etc.
Das obige Schema verdeutlicht zusammenfassend die g esellschaftlichen und musikalischen
Belange einer guten Nachwuchsförderarbeit im Bereich Popularmusik.
Das zurzeit bestehende Angebot des Musikzentrums de ckt die Grundbedingungen der
Musiker/innen auf einer soliden Basis ab. Mit der Nu tzung der ehemaligen Ausstellungshalle
werden durch das Entstehen der Live - Plattformen a uch die Vernetzungsprojekte realisierbar.
Die jüngst initiierte Kooperation mit der Initiativ e zur landes - & bundesweiten
Nachwuchsförderung von Bands, Solistinnen und Solist en RoPoJaDa E. V. (Rock, Pop, Jazz,
Dance e. V.) mit Sitz in 16547 Birkenwerder ermöglich t uns vielfältige weitere Perspektiven
in der (auch gezielten) Nachwuchsförderung. Diese Zusammenarbeit eröffnet uns Kontakte zu
Radiosendern, Musikindustrie, Festivals im In- und eu ropäischen Ausland, Bandaustausch
und German Sounds - Musikexportbüro. Ferner gibt es auch das Angebot eines
Musikverlages.
Sogar Bands und Solisten/innen, die an der Schwelle zur Professionalität stehen, können
gezielt mit dieser Angebotserweiterung vorangebracht werden.
Berichtsvorlage
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V/0986/2005 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft Liegenschaft Am Hawerkamp 22 (ehemalige Ausstellungshalle) Beratungsfolge 01.12.2005 Kulturausschuss Bericht Bericht: I. Ausgangslage Die Immobilie Am Hawerkamp 22 ist in der Zeit von 1991 bis Anfang 2004 als Ausstellungs- halle für zeitgenössische Kunst durch das Kulturamt genutzt worden. Angesichts des Umzu- ges der Ausstellungshalle in den Speicher II ist die Ausstellungstätigkeit im Februar 2004 eingestellt worden. Für die Zeit von März bis Ende Oktober 2004 ist die Austellungshalle vo- rübergehend der Theatergruppe Titanick zur Nutzung überlassen worden. Nach Beendigung der Überlassung an die Theatergruppe Titanick stellt sich die Frage der weiteren Nutzung der Liegenschaft. II. Baulicher Zustand/planungsrechtliche Situation Laut geltender Beschlusslage ist die Fläche, auf der die Gebäude Am Hawerkamp 22 und 24 stehen, im Zuge der Erweiterung der Halle Müns terland als Parkfläche ausgewiesen (Vorla- ge 1377/99). Dies wurde anlässlich der Verlängerung des Mietvertrages für das Probenzentrum im März 2001 durch den Haupt- und Finanzausschuss bestätigt (s. Vorlage 183/01). Mit Verabschie- dung des Masterplanes im Februar 2004 und dem Baubeschluss zur Sanierung des Probe- zentrums im Juli 2004 wurde sichergestellt, dass das Probezentrum langfristig erhalten blei- ben soll (s. Vorlage 0485/2004). Das Gebäude Am Hawerkamp 22 ist davon nicht betroffen; es kommt hinzu, dass die Halle sich auf der für die künftig geplante Verkehrsanbindung zum Industrieweg vorgesehenen Fläche befindet (Masterplan). Die erforderlichen Baumaßnahmen für eine Instandhaltung sind abhängig von der späteren Nutzung. Bei einer Nutzung als Aufführungsort/Versammlungsstätte wären erhebliche Inves- titionen erforderlich; eine reine Lagernutzung kann mit unwesentlichen Maßnahmen ermög- licht werden. III. Nutzungsvorstellungen/Interessenten Vorlagen-Nr.: V/0986/2005 Auskunft erteilt: Herr Ehling Ruf: 492 41 00 E-Mail: EhlingK@stadt-muenster.de Datum: 17.11.2005 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0986/2005 Die Halle Münsterland hat mehrfach ihr Interesse an einem Abriss des Gebäudes und Nut- zung der Flächen zur eigenen Erweiterung artikuliert. Des Weiteren liegen zwei Anträge vor: 1. Anregung des Vereins „Erhaltet den Hawerkamp e. V.“ und „ZukunftsMusik GbR“ vom 27.03.2003. Hiermit wird beantragt, die Ausstellungshalle Am Hawerkamp zu erhalten und für die Durchführung von Musikveranstaltungen, Auftrittsmöglichkeiten und Ausstel- lungen der ZukunftsMusik GbR zur Verfügung zu stellen. 2. Die Theatergruppe Titanick hat angefragt, die Ausstellungshalle auch über die befristete Überlassung bis Ende Oktober 2004 hinaus als Lager nutzen zu können. Zur Zeit nutzt die Theatergruppe eine Lagerhalle auf dem Gelände Hawerkamp 31, hat hierfür aber erhebliche Mietzinsen zu entrichten. IV. Derzeitige Beschlusslage Auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 14.07.2004 ist dem Trägerverein „Erhaltet den Hawerkamp e. V.“ zwischenzeitlich seitens der Stadt Münster ein Angebot unterbreitet wor- den, den Gebäudebestand im rückwärtigen Bereich des Hawerkamps in Selbstverwaltung zu übernehmen. Hierzu laufen die Gespräche zurzeit. Die Ausstellungshalle Am Hawerkamp 22 ist in diesem Gebäudebestand nicht enthalten und somit separat davon zu beurteilen. Ebenfalls am 14.07.2004 hat der Haupt- und Finanzausschuss der Sanierung und dem Teil- umbau des Probezentrums für Musik Am Hawerk amp 24 zugestimmt. Die gleichzeitig avi- sierte Prüfung einer möglichen Landesförderung für die Herrichtung des Nachbargebäudes Am Hawerkamp 22 zu einem Musik- und Veranstaltungszentrum ist vom Kulturausschuss ohne nähere Kenntnis von Konzept und Folgekosten eher skeptisch beurteilt und somit aus der Vorlage herausgenommen worden. Zwischenzeitlich sind die Sanierungsarbeiten Am Hawerkamp 24 abgeschlossen worden. V. Konzept eines Musik- und Veranstaltungszentrums (ZukunftsMusik GbR) Die ZukunftsMusik GbR und der ProBand e. V. bewirtschaften das Probezentrum Am Ha- werkamp 24 seit Jahren. Die dort angebotenen Probemöglichkeiten für junge Musikgruppen stellen einen wesentlichen Baustein in der Musikförderung in der Stadt Münster dar. Insbe- sondere die beiden eingerichteten Equipmenträume, die auch jungen Nachwuchsgruppen ohne eigenes Equipment erste Probeerfahrungen ermöglichen, werden intensiv genutzt. Das Musikzentrum hält 23 Proberäume vor, die sich mehrere Bands, insgesamt rund 70, teilen. Zuzüglich dazu proben in den Equipmenträumen etwa 30 Bands, also rund 120 Nach- wuchsmusiker. Diese Equipmenträume werden zur stundenweisen Nutzung mit kompletten Backlines zur Verfügung gestellt. Neben dem täglichen Probebetrieb befinden sich im Haus Aufnahmestudios, die es den Bands ermöglichen, unter einem Dach zu proben und CD- und Kassettenaufnahmen zu ma- chen. Die Idee zur Nutzung der ehemaligen Städtischen Ausstellungshalle Am Hawerkamp bein- haltet eine Nutzung als Aufführungsort wie auch als Cafébetrieb. Der große Saal soll als Aufführungsstätte mit einer Kapazität von 800 bis 1.000 Gästen her- gerichtet und technisch ausgestattet und als neuer Veranstaltungsort im Musikbereich profi- liert werden. Eine Caféteria steht nach einer im Kreis der Musiker durchgeführten Umfrage ganz oben auf der Wunschliste des Dienstleistungsspektrums rund um das Probezentrum. Diese soll nach den Vorstellungen der ZukunftsMusik GbR im vorderen Teil der ehemaligen Ausstellungshal- le Platz finden und gegebenenfalls auch Raum bieten für kleinformatigere Auftritte. Der derzeitige Konzeptentwurf ist als Anlage beigefügt. 3 V/0986/2005 VI. Derzeitiger Planungsstand Die ZukunftsMusik GbR hat von Beginn an auf eine Förderung der Maßnahme aus dem Landesprogramm „Initiative ergreifen“ orientiert. Es handelt sich hierbei um ein Programm im Rahmen der Städtebauförderung, das Initiativen unterstützt, die bürgerschaftliches Engage- ment verbinden mit sozialen, kulturellen, nachbarschaftlichen und städtebaulichen Anliegen. Das Programm will helfen, ungewöhnliche und anspruchsvolle Projekte in überschaubarer Zeit zu realisieren und dient der Verbesserung von Infrastruktur in Städten, Stadtteilen und Siedlungen. Das verbindende an den Projekten ist, dass diese nicht von großen Institutionen entwickelt und vorangetrieben werden, sondern von Menschen, Gruppen, Vereinigungen aus der Gesellschaft, die ihr Engagement auf ein praktisches Projekt konzentrieren und ihre An- liegen selbst in die Hände nehmen wollen. Gefördert werden Projekte, die eigenständige Träger und Organisationsformen entwickeln. Sämtliche Initiativen werden auf dem Weg zu einem realisierungsfähigen Projekt von dem dazu vom Land beauftragten Büro „startklar.projekt.kommunikation“ mit Sitz in Dortmund be- gleitet. Zur Klärung der Fördermöglichkeiten im Rahmen dieses Programms hat die Kulturverwal- tung Kontakt zum Büro startklar.projekt.kommunikation in Dortmund aufgenommen. Ein ers- tes Gespräch mit zwei Vertretern des Büros startklar.projekt.kommunikation und zahlreichen Akteuren aus dem Umfeld des Probezentrums fand im Juni 2005 in den Räumen des Probe- zentrums statt. Anfang September 2005 folgte ein zweites Gespräch zusätzlich unter Beteili- gung der Bezirksregierung und einer Vertreterin des Städtebauministeriums. Die weitere Projektentwicklung orientiert sich nach dem derzeitigen Gesprächsstand an den folgenden Eckpunkten: 1. Profilscharfe, inhaltliche Konzeption Das inhaltliche Profil und das Veranstaltungs segment müssen sich klar und trennscharf in Abgrenzung zu anderen Veranstaltungsstätten definieren. Es muss schlüssig begrün- det ausgeschlossen sein, dass anderen, privatwirtschaftlich tätigen Akteuren, durch den Betrieb eines solchen Veranstaltungszentrums der Boden entzogen wird oder auch nur eine Marktkonkurrenz besteht. 2. Wirtschaftliche Konzeption Ebenfalls noch zu erstellen ist ein Betreiberkonzept, das die verschiedenen Geschäfts- bereiche (Veranstaltung/Cafébetrieb) darstellt und die wirtschaftliche Tragfähigkeit er- läuert. Auch hier muss wie bei der inhaltlichen Konzeption ausgeschlossen sein, dass aus wirtschaftlichen Gründen eine programmatische Änderung vorgenommen wird, die wiederum in das Veranstaltungssegment privatwirtschaftlich betriebener Bereiche ein- greift. Darüber hinaus ist die gesamte Trägerkonstruktion bzw. deren Rechtsform darzu- stellen. 3. Ausweisungen im Masterplan Eine grundsätzliche und positive Beschlussfassung zur Umsetzung der Projektidee wür- de in der Konsequenz Anpassungen im zurzeit gültigen Masterplan erforderlich machen. Die Fläche müsste zusätzlich als Kulturfläche ausgewiesen werden. Darüber hinaus wäre eine Verlegung der geplanten Erschließungsspange notwendig. 4. Finanzierung 4 V/0986/2005 Die Umsetzung der Projektidee ist in dem dargestellten Umfang nur mit erheblicher För- derung seitens des Landes möglich. Zu dem bei allen Städtebauförderungsprojekten er- forderlichen städtischen Eigenanteil hat die ZukunftsMusik GbR angeboten, diesen zu übernehmen. Die Stadt Münster müsste dennoch als Antragsteller gegenüber dem Land auftreten, womit die Übernahme der Garantie für eine zweckentsprechende Nutzung während der Zweckbindungsfrist (mindestens 15 Jahre) verbunden ist sowie eine ent- sprechende Einordnung in der städtischen Prioritätenliste bei der Förderung von Stadt- erneuerungsprojekten (siehe dazu Vorlage V/0733/2005 „Förderung von Stadterneue- rungsprojekten - Festlegung der Prioritäten“). Hier käme eine Förderung voraussichtlich nicht vor 2007 in Betracht. VII. Weiteres Verfahren Für den weiteren Projektfortschritt wird ein Grundsatzbeschluss des Kulturausschusses/des Rates zu dem Gesamtprojekt erforderlich sein. Ein solcher Beschluss - und das hat der Kul- turausschuss im Juni 2004 bereits deutlich zum Ausdruck gebracht, setzt ein entsprechen- des Konzept voraus, das neben den inhaltlichen Anforderungen schlüssig darlegen muss, wie der Betrieb über eine Laufzeit von 15 Jahren ohne öffentliche Zuschüsse gefahren werden kann. Die derzeit vorliegende Konzeption ist nach Einschätzung der Verwaltung da- für nicht ausreichend. Die Kulturverwaltung wird die Gespräche mit der ZukunftsMusik GbR in diesem Sinne wei- terführen. Für den Fall, dass ein überzeugendes Konzept vorgelegt werden kann, wird auf dieser Grundlage eine entsprechende Beschlussvorlage vorbereitet. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin Anlagen: Konzeptentwurf
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Industrieweg
- Am Hawerkamp 22v
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0986/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 21.11.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37