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V/0986/2005

Liegenschaft Am Hawerkamp 22

Vorlage 21.11.2005

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Anlage-Konzeptentwurf

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Anlage-Konzeptentwurf

25247 Zeichen

Zur Geschichte des Musikzentrums Münster 
- wie alles anfing – 
 
 
Die beiden Gebäude des Musikzentrums Münster „Am Ha werkamp 24“ wurden in den 
frühen 60er Jahren von der Firma Peter Büscher und Sohn (Pebüso) Betonwerke als 
Büro/Lager erbaut. Seit 1990 benötigte Pebüso das gr ößere der beiden Gebäude nicht 
mehr. In diese Räumlichkeiten zog der Musikalienhand el „Musik aktiv“, der vorher in 
Warendorf ansässig war. Ein halbes Jahr später ließ  sich das „Musikhaus Lyra“ in dem 
Gebäude nieder. Einige Zeit danach begannen Mitarbei ter der Firma zwei  Räume  im 
Keller des Hauses als Proberäume zu nutzen. Die Kell er des vorderen und hinteren 
Gebäudes sind durch eine Tür miteinander verbunden. Da der Keller des vorderen, von 
Pebüso noch genutzten Hauses leer stand, kam die Ide e auch diesen in kleinere Räume zu 
unterteilen und an Bands als Proberäume zu vermiete n. Dies geschah gegen Ende 1991. 
Somit waren dort insgesamt 10 Proberäume verfügbar. Um die Bürokräfte von Pebüso 
nicht bei der Arbeit zu stören, wurde mit den Bands vereinbart, die Räume erst ab 18 Uhr 
zu nutzen. Jede Band hatte einen Schlüssel zum Kelle reingang. Es wurde vereinbart, dass 
die Band, die das Haus als letzte verließ, die Außent ür abschließen sollte. Dies geschah 
jedoch nicht immer und das unvermeidliche passierte : Es wurde zweimal in Proberäume 
eingebrochen und Musikalien entwendet. 
 
Es reifte der Gedanke, den Probebetrieb auf die Zeit  von 18 - 24 Uhr zu begrenzen und zu 
beaufsichtigen. Ferner entstand die Idee, die zwei gr ößten Räume mit Band Equipment 
der Firma Lyra zu bestücken und stundenweise an Ban ds zu vermieten. Zusätzlich wurde 
ein kleines Büro für diese Zwecke im Eingangsbereich integriert. 
Die Honorare der erforderlichen Aufsichtspersonen w urden vom Kulturamt der Stadt 
Münster im Rahmen einer kulturellen Förderung zu Ve rfügung gestellt. Das Projekt 
nannte sich fortan „Probezentrum“. Dieses umfasste ca. 300 m² Nutzfläche und wurde von 
der Firma Lyra sehr erfolgreich bis Ende 1999 gefüh rt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch zog 
sich Lyra aus den Räumlichkeiten zurück. Die Fortfüh rung des Probebetriebes war 
gefährdet, da nun der erforderliche Träger des Projektes fehlte. 
 
Um das Probezentrum Münster nicht einfach untergehe n zu lassen wurde im Jahr 2000 
von langjährigen Nutzern des Zentrums die Firma „Zu kunftsmusik GbR“ gegründet. Im 
Juli 2000 wurde mit der Firma Pebüso ein neuer Miet vertrag ausgehandelt, der das 
komplette hintere Gebäude (Gebäude II) umfasste. Die übrigen Etagen des Hauses wurden 
ebenfalls an Bands vermietet. Kurz darauf räumte Peb üso auch das vordere Haus 
(Gebäude I) und bot der Zukunftsmusik GbR an, dieses  auch anzumieten. Da die 
zusätzlichen Etagen des Gebäudes II in Windeseile a n Musiker vermietet waren und 
weiterer Raumbedarf bestand, wurde auch das Gebäude I angemietet. So entstand 
innerhalb kurzer Zeit ein Gebäudekomplex mit 1300 m ² Nutzfläche, der von ca. 400 
Musiker/innen genutzt wird. 
 
Im November 2000 erwarb die Stadt Münster die beide n Gebäude um sie im Zuge des 
Ausbaus der Halle Münsterland zurück zubauen. Die Ge bäude sollten laut Schreiben des 
Liegenschaftsamtes der Stadt Münster am 02.01.2001 be senrein übergeben werden. 
Betreiber und Nutzer waren von dieser Planung ersch üttert und es blieb keine andere 
Möglichkeit als schnellstens „Initiative zu ergreif en“. Unter dem Motto „Stoppt den 
Bagger“ wurde eine Initiative gegründet. Politiker u nd Fraktionen der verschiedenen 
Parteien wurden eingeladen, die örtlichen Medien wur den eingeschaltet. Infostände in der 
Fußgängerzone und Unterschriftenlisten in kulturell en Begegnungsstätten brachte Politik

und Verwaltung zum Nachdenken. In langwierigen Verha ndlungen wurde nach einer 
akzeptablen Lösung gesucht. Über ein Jahr wurde von den Betreibern, Politikern und der 
Verwaltung nach einem Ersatzstandort gesucht. Der S tandort „Am Hawerkamp 24“ 
erwies sich aus vielen Gründen immer wieder als Ideal für die Belange der Musiker/innen. 
 
Nach über zweijährigen Verhandlungen und ergebnislo ser Ersatzstandortsuche, ist es im 
Februar 2003 gelungen, einen unbefristeten Mietvertr ag mit der Stadt Münster 
abzuschließen. Mittlerweile proben im Musikzentrum M ünster weit über 70 
Musikgruppen unterschiedlichster Stilrichtungen und  multikultureller Herkunft in fest 
angemieteten Proberäumen. Hinzu kommen noch die Musi ker/innen, die das Angebot der 
jeweils 3 Stunden zu mietenden und mit modernem Equ ipment ausgestatteten 
Proberäumen nutzen. Dieses Angebot ist in NRW einmal ig und wird gern von jungen 
Bands, die noch keine eigenen Musikanlagen haben, wah rgenommen. Des Weiteren ist 
der Verein „pro Band e.V.“, der sich um die Belange d er Musiker/innen kümmert, in den 
Gebäuden der MZ ansässig. 
 
Zurzeit erstreckt sich das Altersspektrum der Musik zentrumsnutzer von 7 bis über 60 
Jahre. Das Zentrum verfügt über 23 Proberäume, 2 Aufn ahmestudios und eine 
Musikerservice-Werkstatt. Nicht zuletzt ist es diese r Einrichtung zu verdanken, dass viele 
Bands aus Münster überregional bekannt wurden. In Mu sikveranstaltungskreisen anderer 
Städte redet man sogar von einem „Münster-Boom“.  Da s Musikzentrum ist die weitaus 
größte Einrichtung dieser Art in Münster und verfüg t über weiteres Ausbau- und 
Erweiterungspotenzial, welches jetzt durch die kreat ive Nutzung der ehemaligen 
städtischen Ausstellungshalle Am Hawerkamp 22 abgerundet werden soll.

Alleinstellungsmerkmale Musikzentrum 
 
„alles unter einem Dach“ 
 
Das Musikzentrum in Münster genießt im Münsterland ein Alleinstellungsmerkmal. 
Es stellt mehr dar als eine Akkumulation von Hobbyk ellern zum Proben, vielmehr bildet 
es die gelungene Synthese aus ehrenamtlich organisi ertem Probebetrieb 
                              
(altes Probezentrum) mit musikwirtschaftlichen, unternehmerischen Impulsen. 
 
Das Musikzentrum hält 23 Proberäume bereit, die sich mehrere Bands, insgesamt über 70, 
teilen. In der Woche sind hier etwa 20 Nachwuchsband s kontinuierlich tätig. Zudem 
proben in den Räumen 1 und 2 etwa 30 Bands, als rund  120 Nachwuchsmusiker/innen. 
Die Räume 1 und 2 werden zur stundenweisen Nutzung mit kompletten Backlines zur 
Verfügung gestellt. 
Die Räume werden werktags 18 - 24 Uhr und am Wochenende, samstags von 15 - 24 Uhr, 
sonntags von 12 - 24 Uhr genutzt. Lediglich ihre Ins trumente müssen die Musiker/innen 
selbst mitbringen. 
Die Räume 1 und 2 können während der Öffnungszeiten  für jeweils 3 Stunden gemietet 
werden. Dieser Unternehmensbereich wird städtisch ge fördert und steht einem regionalen 
Einzugsbereich zur Verfügung, der von Studenten, Schü lern, Auszubildenden und 
Berufstätigen genutzt wird. 
Seit Eröffnung des Probezentrums am 1. Juni 1991 hab en sich rund 1.000 Personen in die 
Mieterkartei eingetragen. Der jüngste Nutzer ist 7, der älteste 61 Jahre jung. 
Neben dem täglichen Probebetrieb befinden sich im H ause „Aufnahmestudios“, die es 
Bands ermöglichen, unter einem Dach zu proben und C D- und Kassettenaufnahmen zu 
erstellen.  
Diese Synthese von städtisch gefördertem Probebetri eb und privatwirtschaftlichen 
Dienstleistern stellt ein Alleinstellungsmerkmal des Münsteraner Musikzentrums dar. 
Die Kombination von feierabendlichem Probebetrieb u nd direkter Produktion von Tapes 
garantiert die qualitative Weiterentwicklung der Bands und öffnet die Option von Existenz 
Gründungen. Unter anderem begannen im Musikzentrum e inst mal die „H-Blockx“ ihre 
Musikkarriere. 
Bezeichnet sind damit weitere Betätigungsfelder des  Musikzentrums. Neben den Studios 
befindet sich im Haus eine Elektrowerkstatt, in der die Musiker/innen ihre Instrumente vor 
Ort kostengünstig reparieren lassen können. Das Ang ebot ist Bestandteil des Konzeptes 
„alles unter einem Dach“ und erweitert das Dienstleistungsspektrum. 
Die Angebotspalette wird ergänzt durch den Verkauf von Zubehör und Musikaliengeräten 
wie Sticks, Gitarrenseiten (Strings) und Aufnahmekas setten, die von Musikern/innen 
direkt genutzt werden können und ihnen Umwege und langes Suchen ersparen. 
Ansiedeln möchte sich ein Gitarrenbauer. Die Hinzuna hme eines Graphik-Designers und 
einer Filmwerkstatt sind geplant, um das Dienstleist ungsspektrum zu erweitern und das 
Konzept „alles unter einem Dach“ abzurunden.

Vertreten sind im Musikzentrum nahezu alle Stilrichtungen. Dazu gehören: 
 
- Art Rock    - Blues 
- Brit – pop   - Cover – Pop 
- Crossover   - Deutsch – Rock 
- Ethno    - Gothic 
- Hardrock    - HipHop 
- Indie    - Jazz 
- Metal    - New Metal 
- New Wave   - Oldies 
- Punk – Rock   - Schlager 
- Techno    - Trance 
- Volksmusik   - World Music 
 
 
Das Musikzentrum stellt einen Ort musikalischer und  kultureller Vielfalt dar, der es 
ermöglicht, das sich Menschen unterschiedlicher Nati onen und Kulturen verbinden und 
gemeinsam unter einem Dach zu musizieren. Weiterhin ist diese Einrichtung ein Ort 
urbaner Kommunikation und erzeugt Gemeinschaftsgefü hle entgegen dem Trend zur 
Vereinzelung. 
 
Hier wird zusammengeführt, was zusammen gehört!

Antrag Musikzentrum/pro Band e. V., 
hier: - Nutzungskonzept ehemalige Ausstellungshalle -  
 
 
Um Räumlichkeiten für Auftrittsgestaltung, Cafeteria betrieb und Projektentwicklung nutzen 
zu können, stellte die Betreibergesellschaft einen A ntrag an die Ratsfraktionen der Stadt 
Münster mit dem Anliegen zur Weiternutzung der ehem aligen Ausstellungshalle (Am 
Hawerkamp 22). Diesem Antrag wurde von der CDU-Frakt ion mit großer Mehrheit 
zugestimmt (siehe Schreiben der CDU-Fraktion vom 20.01.2004). 
 
Unser Konzept beruht auf einer Aufteilung der ehema ligen Ausstellungshalle in zwei 
Segmente, die durch den Einbau einer flexiblen Trennwand bei Bedarf auch wieder zu einem 
großen Veranstaltungsraum gewandelt werden können. Im vorderen Bereich ist eine Cafeteria 
mit kleiner Bühne geplant, im hinteren Teil soll eine Veranstaltungshalle mit 
großer Bühne entstehen. Beide Bereiche können sowoh l von einander getrennt, als auch mit 
wenig Aufwand zusammen als eine Veranstaltungshalle  (Multifunktionshalle) genutzt 
werden. 
 
Die für das Musikzentrum erweiterte Nutzung durch L ive-Plattformen ermöglicht auf der 
einen Seite die Durchführung von Workshops, Sessions  und Wettbewerben, kleineren Gigs 
und Auftritten für Nachwuchsmusiker/innen, sowohl im  öffentlichen als auch im 
halböffentlichen Raum. Hiermit kann die Förderung d es Musiker/innen Nachwuchses 
optimiert werden. Gleichzeitig bietet die ehemalige Ausstellungshalle Platz für eine Cafeteria 
als Kommunikationsebene, die bei einer von pro Band e. V. durchgeführten Umfrage unter 
den Musiker/innen des Musikzentrums mit großem Abst and (92 %) den ersten Platz auf der 
Liste der Wünsche einnahm. Die Nachwuchsförderung fi ndet hauptsächlich im Bereich der 
Cafeteria mit täglichem Betrieb statt. Auf der ander en Seite ergibt sich bei einer Nutzung als 
Multifunktionshalle eine Förderung der kulturellen Infrastruktur.  
 
Zum breiten Kooperationskreis für Veranstaltungen g ehören bereits jetzt das Gleis 22, Hot 
Jazz Club, Metro, Starkton, Hawerkampszene, mehrere be reits kontaktierte Konzertagenturen 
und Veranstalter, sowie die Initiative zur bundeswei ten Nachwuchsförderung von Bands, 
Solistinnen und Solisten RoPoJaDa e.V.. In Vorbereitun g sind Vernetzungen mit regionalen 
Musikschulen. 
 
Angestrebt wird ein differenziertes Kulturangebot m it regionalen- und überregionalen 
Projekten. Das Angebots- und Dienstleistungsspektrum des Musikzentrums kann hier um eine 
gesamte Sparte erweitert werden. Um die kulturelle N achwuchsförderung im Musikbereich 
auf gemeinnütziger und ehrenamtlicher Basis sicherz ustellen, ist es erforderlich, mit 
begrenzten kommerziellen Veranstaltungen eine finanzielle Absicherung zu gewährleisten.  
 
Live-Bands, Kleinkunst, Performances, freie Theatergru ppen, Lesungen werden als 
Veranstaltungsformen ebenfalls mit eingebunden. Koop erationen sind bereits besprochen, 
einige Gesprächspartner warten nur darauf, dass die Räumlichkeiten nutzbar gemacht werden. 
 
Die Szenerie „Am Hawerkamp“ ist als Veranstaltungso rt überregional bekannt. Hierfür 
werden vorrangig die Club-Räume im hintern Teil des  Geländes genutzt, die von der 
Altersgruppe von 18 bis ca. 25 Jahre intensiv frequentiert wird. 
 
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die kulturelle Angeb otspalette zu erweitern und auch den 30 
- 50+jährigen einen ansprechenden Veranstaltungsort zu bieten. Diese Altersgruppe stellt eine

kontinuierlich wachsende, mobile und finanzkräftige Nachfragergruppe dar. Auf die 
Bedürfnisse dieser Altersgruppe zielt daher auch das Veranstaltungsangebot ab.  
 
Die Nutzung der Ausstellungshalle stellt eine Erwei terung des bestehenden Angebots dar und 
zielt nicht auf Konkurrenz am Standort ab. Eine Gefährdung anderer kommerziell betriebenen 
Einrichtungen im Stadtbereich schließen wir aufgrund unserer Konzeption und des Zuschnitts 
auf eine andere Altersgruppe aus. Vielmehr ist eine Zusammenarbeit mit anderen Akteuren  
angestrebt wie z.B. eine gemeinsame Nutzung der Multi funktionshalle, die u.a. auch von 
Clubbetreibern gewünscht wird.    
 
Einer der vorrangigen Faktoren bei Umbau und Herric htung der ehemaligen 
Ausstellungshalle ist es, ein für die Künstler optim ales Ambiente (Hallenakustik, Sound und 
Lichttechnik, Backstagebereich etc.) zu schaffen. Da w ir seit vielen Jahren selbst in der 
Branche tätig sind, ist der Betreiberkreis kompetent, diese Anforderungen umzusetzen. 
 
Eine Veranstaltungshalle, die diese Kriterien erfüll t, ist nicht nur in dieser Größenordnung in 
Münster eine absolute Marktlücke, sondern wird soga r zu Notwendigkeit, weil viele 
Konzertagenturen aus Mangel an attraktiven Spielstä tten, Münster von vornherein nicht in 
ihre Tourplanung einbeziehen. Mit der Realisierung u nseres Projektes ist eine gute 
Ausbuchung der Veranstaltungshalle vorprogrammiert. 
 
Es können bei einem erweiterten Veranstaltungskonze pt, neben ehrenamtlichen Tätigkeiten, 
zwei Vollzeitarbeitsplätze geschaffen werden. Die Tä tigkeitsfelder umfassen 
Veranstaltungsplanung und Durchführung, sowie das Ma rketing, also die 
Öffentlichkeitsarbeit und zielgerichteten Erweiteru ng des Angebotsspektrums. Zusätzlich 
würden ca. 15 Halbtags- bzw. 400-Euro- oder Honorarkr äfte benötigt, die für die 
Veranstaltungsdurchführung, Bewirtung etc. eingesetzt werden. 
 
Wichtiges Kriterium für die optimale Entwicklung is t der Standortvorteil am Hafen, der in 
den zurückliegenden Jahren einen regelrechten Boom durch geplante stadtstrukturelle 
Entwicklung am Kreativkai (Stadthafen I) und durch die ungesteuerte Entwicklung der freien 
Kunst - und Kulturszene „Am Hawerkamp“ ( Stadthafen II ) erlebte. 
 
Beide Elemente des Hafens stellen zudem einen Kernb ereich dar und Dokumentiert damit 
strukturell und historisch den wirtschaftlichen Wandel vom alten Industriehafen zur modernen 
Dienstleistungsökonomie. Der Kreis der Mieter/innen des Musikzentrums erstreckt sich bis 
nach Warendorf und Ibbenbüren, so dass neben dem Mün ster spezifischen auch der regionale 
Aspekt als förderungswürdiges Kriterium einfließt.  
 
Bekanntestes Produkt des Münsteraner Musikzentrums ist die Band „H-BlockX“, die in 
diesen Gebäuden die ersten musikalischen Schritte t at. Hier empfiehlt sich noch einmal ein 
Blick in die Agenda und Geschichte des Musikzentrum s („wie alles anfing“). Die genannten 
Maßnahmen und Vorhaben dienen der Adressbildung des  Musikzentrums und der kulturellen 
Qualitätsverbesserung des Standortes Hansaviertel/Hafen.

Plankostenrechnung Cafeteria - Halle Am Hawerkamp 22 
 
 
 
 
I.  Gebäude ca. 650 m²       fix   variabel    gesamt 
 
Miete        1500,00 €             1500,00 € 
Nebenkosten         450,00 €                                                 450,00 € 
Strom                                      150,00 €               600,00 €  750,00 € 
Heizung                                  100,00 €               300,00 €                     400,00 € 
Gebäudekosten       2200,00 €               900,00 €                   3100,00 € 
  
Gebäudekosten / Betriebsstunden  = ca. 15,00 €  
(bei 210 Betriebsstd./Mon.)  
 
 
 
 
II.  Personalkosten  - Cafeteria -  bei täglicher Öffnungszeit von 7 Std. 
 
Thekenkraft und Kellner für je 7 Std. tägl.         a.     8,50 € / Std. 120 ,00 € 
Reinigung tägl. je 2,5 Std.                                  a.     8,00 € / Std.           20,00 € 
Einkauf und Speisenvorbereitung 5 Std. tägl.    a.     8,00 € / Std.           40,00 € 
          180,00 €/Tag 
 
180,00 € x 30 Tage                5400,00 € / Mon. 
Lohnnebenkosten                                                                                  1350,00 € / Mon. 
Personalkosten Cafeteria                                                                    6750,00 €  
 
Personalkosten Cafeteria / Betriebsstunde = ca. 32,00 € 
 
 
 
 
 
 
 
                                                                                                                9850,00 €

9850,00 €
 
 
 
 
 
 
Personalkosten - Halle - bei vorerst 8 Event/Mon. 
 
 
3 Thekenkräfte / Event  24 Std. a.  8,50 €                      240,00 € 
Nachfüllen / Gläser 10 Std. a.  7,00 € 70,00 € 
Kasse 6 Std. a.10,00 € 60,00 € 
Roadie 5 Std. a.  8,00 € 40,00 € 
Reinigung 3 Std. a.  8,00 € 24,00 € 
Kosten pro Event                                ca.  400,00 € 
 
400,00 € x 8 Events                                       3200,00 € 
Lohnnebenkosten   800,00 € 
Personalkosten Halle                                       4000,00 € 
 
Personalkosten Halle / pro Eventstunde = ca. 19,00 € 
 
 
Variable Kosten/Mon. 
    Fix  variable  gesamt 
Werbekosten                               x                             1000,00 € 
Gema Gebühren                 x                         x                              500,00 € 
Versicherungen                  x                                                         400,00 € 
Reparaturen                                                   x                              500,00 € 
Verwaltung                        x                                                         300,00 € 
Variable Kosten gesamt                                                           2700,00 € 
 
 
 
 
Kosten gesamt/Mon. 
 
Gebäudekosten       3100,00 € 
Personalkosten                                                                          10750,00 € 
Variable Kosten                                                                          2700,00 € 
AFA / Investition mittlere Nutzungsdauer 8 J.                           1550,00 € 
Gesamtkosten / Monat                                                            18100,00 €

III.  Kosten pro Betriebsstunde 
 
Gebäude  15,00 € 
Personal  32,00 € 
Event  19,00 € 
Variable  13,00 € 
Absch.                                                7,50 € 
Gesamtkosten pro Betriebsstunde  86,50 € 
 
 
 
zu erwartenden Umsatz / Mon.  Ab 2. Betriebsjahr 
 
 
Cafeteria                         350,00 €/Tag x 30   10500,00 € 
Halle                             2400,00 €/Event x 8                              19200,00 € 
Gesamtumsatz                                                                           29700,00 € 
 
IV.            Umsatzplan Basis 210 Std. monatlich 
                   
                 Umsatz Cafeteria   50,00 € / Std. 
                 Umsatz Event   90,00 € / Std. 
                 Betriebskosten - 86,50 € / Std. 
                 Wareneinsatz ( Aufschlag 250 % ) - 40,00 € / Std. 
                 Eigenkapital / Fremdkapitalzins 6% -   4,00 € / Std. 
Gewinn      9,50 € / Std.  
 
 
 
Die Erweiterung  (Veranstaltungshalle/Caféteria) is t kalkuliert auf täglichen Betrieb in der 
Cafeteria (7 Tage die Woche von 19:00 - 01:30 Uhr), sowie zu Beginn 8 Veranstaltungen pro 
Monat in der Halle. Nach unserer Einschätzung wird e in Umsatz von ca. 350.000,00 €/Jahr 
benötigt, um kostendeckend zu arbeiten. Dies ist durc haus realistisch, da sich nach einer 
Anlaufphase die Zahl der Events erhöhen wird. Des We iteren sind im Obergeschoss der Halle 
zwei Vermietungen an kleine Fremdunternehmer geplan t. Wir sind bereits im Gespräch mit 
einem Instrumentenbauer und einem Graphik Designer der eine Existenzgründung plant. 
Diese Vermietungen senken die Kosten im Bereich Gebäude.  
Um Anlaufschwierigkeiten im ersten Jahr zu überbrüc ken, benötigt das Projekt eine 
Anschubfinanzierung für das erste Betriebsjahr in Höhe von 50.000,00 €. 
Weitere Folgekosten entstehen nicht.

Musikzentrum Münster / pro Band e. V.   
Antrag auf Fördermittel durch das Landesprogramm „Initiative ergreifen“ 
 
 
Nachwuchsförderung im Bereich Rock/Pop 
 
Bundesweit gibt es, wenn man von Angaben des Deutsch en Rockmusikerverbandes ausgeht, 
weit über 60.000 Musikgruppen (Bands) im Rock- und P opbereich. Von diesen sind maximal 
1 - 2 Prozent der Musiker und Bands überregional er folgreich. Der gesamte „Rest“ der aktiv 
Musikbegeisterten geht somit einem kreativen, kommun ikativen und persönlichkeits-
bildenden Hobby nach. 
 
Genau dieser immer bedeutender werdenden Sparte der  Freizeitgestaltung (mit weit über 250 
Bands liegt Münster über dem Bundesdurchschnitt) gi lt die Aufmerksamkeit der 
Nachwuchsförderung durch das Musikzentrum Münster u nd dem Verein pro Band e. V. Bei 
dieser überaus großen Zahl Musikschaffender besteht  ein erheblicher Organisationsbedarf, 
dessen öffentliche Relevanz im Folgenden erläutert werden soll. 
 
Zwei Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt der Nachwuchsförderarbeit Rock/Pop: 
 
Erstens müssen Grundbedingungen zur Ausübung von Ro ck/Pop Musik geschaffen werden, 
auch und gerade für sozial Benachteiligte. 
Diese Grundbedingung sind Proberäume, Unterrichts- u nd Auftrittsmöglichkeiten sowie 
Aufnahmestudios. 
 
Zweitens gilt es, die Durchlässigkeit der vielen kle inen Teilszenen der Musiker/innen 
untereinander zu verbessern. Die Schaffung von neuen  Kommunikationswegen und 
Möglichkeiten durch Vernetzungsprojekte in der Szen e, wie zum Beispiel Workshops und 
Sessions hat im Wesentlichen zwei positive Aspekte: 
 
1.  Der Wettbewerbsfördernde Aspekt: durch  vermehrte K ontakte der Musiker 
untereinander wird die Szene vertikal durchlässiger . Das heißt, neue Talente haben 
schneller die Chance andere Musiker ihrer Leistungs ebene kennen zu lernen. Die Szene 
kann also musikalisch besser von neuen Talenten profitieren. 
 
2.  Der sozio-kulturelle Aspekt: durch die genannte Ver netzungsarbeit (dazu gehören auch 
Gruppenunterricht, gemeinsame Auftritte und Wettbewe rbe) wird die Musikszene 
horizontal durchlässiger. Das bedeutet: Es kommen M usiker aus den verschiedensten 
musikalischen, ethnischen und gesellschaftlichen Ber eichen miteinander in Berührung. 
So kann also der immanent kulturübergreifende Chara kter der Popularmusik durch 
Schaffung von Kommunikationsinfrastruktur (Nutzung der ehemaligen 
Ausstellungshalle mit integrierter Cafeteria und kl einer Bühne) erheblich zur 
Umsetzung positiver gesellschaftlicher Energie genutzt werden. 
 
Es handelt sich also bei der Nachwuchsförderung im Bereich Rock / Pop hauptsächlich um 
Basisförderung.

Elementare Bereiche der Nachwuchsförderung im Bereich Rock / Pop 
 
 
Schaffung von Grundbedingungen Nachwuchsföderung d. Ver netzungsprojekte 
 
Proberäume, Unterrichtsmöglichkeit,            Sessions, Workshops, gemeinsame Auftritte, 
Auftrittsmöglichkeiten, Aufnahmestudios     Austauschprojekte, Wettbewerbe, Kooperationen 
                                                                       mit Schulen, Musikschulen, anderen Vereinen  
                                                                       und Trägern etc. 
 
 
Ziel:                                                               Ziele: 
 
Bessere Ausgangsbedingungen für                Verbesserung der Szenendurchlässigkeit, 
alle Musiker 
                                                                        vertikal: Amateur-Profi sowie 
 
                                                                        Horizontal: Teilszenen nach Stil, Fertigkeit, 
                                                                        Anspruch, etc. 
 
 
Das obige Schema verdeutlicht zusammenfassend die g esellschaftlichen und musikalischen 
Belange einer guten Nachwuchsförderarbeit im Bereich Popularmusik. 
 
Das zurzeit bestehende Angebot des Musikzentrums de ckt die Grundbedingungen der 
Musiker/innen auf einer soliden Basis ab. Mit der Nu tzung der ehemaligen Ausstellungshalle 
werden durch das Entstehen der Live - Plattformen a uch die Vernetzungsprojekte realisierbar. 
Die jüngst initiierte Kooperation mit der Initiativ e zur landes - & bundesweiten 
Nachwuchsförderung von Bands, Solistinnen und Solist en RoPoJaDa E. V. (Rock, Pop, Jazz, 
Dance e. V.) mit Sitz in 16547 Birkenwerder ermöglich t uns vielfältige weitere Perspektiven 
in der (auch gezielten) Nachwuchsförderung. Diese Zusammenarbeit eröffnet uns Kontakte zu 
Radiosendern, Musikindustrie, Festivals im In- und eu ropäischen Ausland, Bandaustausch 
und German Sounds - Musikexportbüro. Ferner gibt es auch das Angebot eines 
Musikverlages. 
 
Sogar Bands und Solisten/innen, die an der Schwelle zur Professionalität stehen, können 
gezielt mit dieser Angebotserweiterung vorangebracht werden.

Berichtsvorlage

10624 Zeichen

V/0986/2005 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Liegenschaft Am Hawerkamp 22 (ehemalige Ausstellungshalle) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
01.12.2005 Kulturausschuss Bericht 
 
 
Bericht: 
 
I. Ausgangslage 
 
 
Die Immobilie Am Hawerkamp 22 ist in der Zeit von 1991 bis Anfang 2004 als Ausstellungs-
halle für zeitgenössische Kunst durch das Kulturamt genutzt worden. Angesichts des Umzu-
ges der Ausstellungshalle in den Speicher II ist die Ausstellungstätigkeit im Februar 2004 
eingestellt worden. Für die Zeit von März bis Ende Oktober 2004 ist die Austellungshalle vo-
rübergehend der Theatergruppe Titanick zur Nutzung überlassen worden. Nach Beendigung 
der Überlassung an die Theatergruppe Titanick stellt sich die Frage der weiteren Nutzung 
der Liegenschaft. 
 
II. Baulicher Zustand/planungsrechtliche Situation 
 
 Laut geltender Beschlusslage ist die Fläche, auf der die Gebäude Am Hawerkamp 22 und 24 
stehen, im Zuge der Erweiterung der Halle Müns terland als Parkfläche ausgewiesen (Vorla-
ge 1377/99). 
 Dies wurde anlässlich der Verlängerung des Mietvertrages für das Probenzentrum im März 
2001 durch den Haupt- und Finanzausschuss bestätigt (s. Vorlage 183/01). Mit Verabschie-
dung des Masterplanes im Februar 2004 und dem Baubeschluss zur Sanierung des Probe-
zentrums im Juli 2004 wurde sichergestellt, dass das Probezentrum langfristig erhalten blei-
ben soll (s. Vorlage 0485/2004). 
 Das Gebäude Am Hawerkamp 22 ist davon nicht betroffen; es kommt hinzu, dass die Halle 
sich auf der für die künftig geplante Verkehrsanbindung zum Industrieweg vorgesehenen 
Fläche befindet (Masterplan). 
 Die erforderlichen Baumaßnahmen für eine Instandhaltung sind abhängig von der späteren 
Nutzung. Bei einer Nutzung als Aufführungsort/Versammlungsstätte wären erhebliche Inves-
titionen erforderlich; eine reine Lagernutzung kann mit unwesentlichen Maßnahmen ermög-
licht werden. 
  
III. Nutzungsvorstellungen/Interessenten  
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0986/2005 
Auskunft erteilt: 
Herr  Ehling 
Ruf: 
492 41 00 
E-Mail: 
EhlingK@stadt-muenster.de 
Datum: 
17.11.2005 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0986/2005 
 
 Die Halle Münsterland hat mehrfach ihr Interesse an einem  Abriss des Gebäudes und Nut-
zung der Flächen zur eigenen Erweiterung artikuliert. Des Weiteren liegen zwei Anträge vor: 
 
1. Anregung des Vereins „Erhaltet den Hawerkamp e. V.“ und „ZukunftsMusik GbR“ vom 
27.03.2003. Hiermit wird beantragt, die Ausstellungshalle Am Hawerkamp zu erhalten 
und für die Durchführung von Musikveranstaltungen, Auftrittsmöglichkeiten und Ausstel-
lungen der ZukunftsMusik GbR zur Verfügung zu stellen. 
 
2. Die Theatergruppe Titanick hat angefragt, die Ausstellungshalle auch über die befristete 
Überlassung bis Ende Oktober 2004 hinaus als Lager nutzen zu können. Zur Zeit nutzt 
die Theatergruppe eine Lagerhalle auf dem Gelände Hawerkamp 31, hat hierfür aber 
erhebliche Mietzinsen zu entrichten. 
 
IV. Derzeitige Beschlusslage  
 
 Auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 14.07.2004 ist dem Trägerverein „Erhaltet den 
Hawerkamp e. V.“ zwischenzeitlich seitens der Stadt Münster ein Angebot unterbreitet wor-
den, den Gebäudebestand im rückwärtigen Bereich des Hawerkamps in Selbstverwaltung zu 
übernehmen. Hierzu laufen die Gespräche zurzeit. 
 Die Ausstellungshalle Am Hawerkamp 22 ist in diesem Gebäudebestand nicht enthalten und 
somit separat davon zu beurteilen. 
 
 Ebenfalls am 14.07.2004 hat der Haupt- und Finanzausschuss der Sanierung und dem Teil-
umbau des Probezentrums für Musik Am Hawerk amp 24 zugestimmt. Die gleichzeitig avi-
sierte Prüfung einer möglichen Landesförderung für die Herrichtung des Nachbargebäudes 
Am Hawerkamp 22 zu einem Musik- und Veranstaltungszentrum ist vom Kulturausschuss 
ohne nähere Kenntnis von Konzept und Folgekosten eher skeptisch beurteilt und somit aus 
der Vorlage herausgenommen worden. 
 Zwischenzeitlich sind die Sanierungsarbeiten Am Hawerkamp 24 abgeschlossen worden. 
 
V. Konzept eines Musik- und Veranstaltungszentrums (ZukunftsMusik GbR) 
 
 Die ZukunftsMusik GbR und der ProBand e. V. bewirtschaften das Probezentrum Am Ha-
werkamp 24 seit Jahren. Die dort angebotenen Probemöglichkeiten für junge Musikgruppen 
stellen einen wesentlichen Baustein in der Musikförderung in der Stadt Münster dar. Insbe-
sondere die beiden eingerichteten Equipmenträume, die auch jungen Nachwuchsgruppen 
ohne eigenes Equipment erste Probeerfahrungen ermöglichen, werden intensiv genutzt. Das 
Musikzentrum hält 23 Proberäume vor, die sich mehrere Bands, insgesamt rund 70, teilen. 
Zuzüglich dazu proben in den Equipmenträumen etwa 30 Bands, also rund 120 Nach-
wuchsmusiker. Diese Equipmenträume werden zur stundenweisen Nutzung mit kompletten 
Backlines zur Verfügung gestellt. 
 
 Neben dem täglichen Probebetrieb befinden sich im Haus Aufnahmestudios, die es den 
Bands ermöglichen, unter einem Dach zu proben und CD- und Kassettenaufnahmen zu ma-
chen. 
 
 Die Idee zur Nutzung der ehemaligen Städtischen Ausstellungshalle Am Hawerkamp bein-
haltet eine Nutzung als Aufführungsort wie auch als Cafébetrieb. 
 Der große Saal soll als Aufführungsstätte mit einer Kapazität von 800 bis 1.000 Gästen her-
gerichtet und technisch ausgestattet und als neuer Veranstaltungsort im Musikbereich profi-
liert werden. 
 Eine Caféteria steht nach einer im Kreis der Musiker durchgeführten Umfrage ganz oben auf 
der Wunschliste des Dienstleistungsspektrums rund um das Probezentrum. Diese soll nach 
den Vorstellungen der ZukunftsMusik GbR im vorderen Teil der ehemaligen Ausstellungshal-
le Platz finden und gegebenenfalls auch Raum bieten für kleinformatigere Auftritte. 
 Der derzeitige Konzeptentwurf ist als Anlage beigefügt.

3 
V/0986/2005 
 
 
VI. Derzeitiger Planungsstand  
 
 Die ZukunftsMusik GbR hat von Beginn an auf eine Förderung der Maßnahme aus dem 
Landesprogramm „Initiative ergreifen“ orientiert. Es handelt sich hierbei um ein Programm im 
Rahmen der Städtebauförderung, das Initiativen unterstützt, die bürgerschaftliches Engage-
ment verbinden mit sozialen, kulturellen, nachbarschaftlichen und städtebaulichen Anliegen. 
Das Programm will helfen, ungewöhnliche und anspruchsvolle Projekte in überschaubarer 
Zeit zu realisieren und dient der Verbesserung von Infrastruktur in Städten, Stadtteilen und 
Siedlungen. Das verbindende an den Projekten ist, dass diese nicht von großen Institutionen 
entwickelt und vorangetrieben werden, sondern von Menschen, Gruppen, Vereinigungen aus 
der Gesellschaft, die ihr Engagement auf ein praktisches Projekt konzentrieren und ihre An-
liegen selbst in die Hände nehmen wollen. Gefördert werden Projekte, die eigenständige 
Träger und Organisationsformen entwickeln.  
  
 Sämtliche Initiativen werden auf dem Weg zu einem realisierungsfähigen Projekt von dem 
dazu vom Land beauftragten Büro „startklar.projekt.kommunikation“ mit Sitz in Dortmund be-
gleitet. 
 
 Zur Klärung der Fördermöglichkeiten im Rahmen dieses Programms hat die Kulturverwal-
tung Kontakt zum Büro startklar.projekt.kommunikation in Dortmund aufgenommen. Ein ers-
tes Gespräch mit zwei Vertretern des Büros startklar.projekt.kommunikation und zahlreichen 
Akteuren aus dem Umfeld des Probezentrums fand im Juni 2005 in den Räumen des Probe-
zentrums statt. Anfang September 2005 folgte ein zweites Gespräch zusätzlich unter Beteili-
gung der Bezirksregierung und einer Vertreterin des Städtebauministeriums. 
 
 Die weitere Projektentwicklung orientiert sich nach dem derzeitigen Gesprächsstand an den 
folgenden Eckpunkten: 
 
1. Profilscharfe, inhaltliche Konzeption 
 
 Das inhaltliche Profil und das Veranstaltungs segment müssen sich klar und trennscharf 
in Abgrenzung zu anderen Veranstaltungsstätten definieren. Es muss schlüssig begrün-
det ausgeschlossen sein, dass anderen, privatwirtschaftlich tätigen Akteuren, durch den 
Betrieb eines solchen Veranstaltungszentrums der Boden entzogen wird oder auch nur 
eine Marktkonkurrenz besteht. 
 
2. Wirtschaftliche Konzeption 
 
 Ebenfalls noch zu erstellen ist ein Betreiberkonzept, das die verschiedenen Geschäfts-
bereiche (Veranstaltung/Cafébetrieb) darstellt und die wirtschaftliche Tragfähigkeit er-
läuert. Auch hier muss wie bei der inhaltlichen Konzeption ausgeschlossen sein, dass 
aus wirtschaftlichen Gründen eine programmatische Änderung vorgenommen wird, die 
wiederum in das Veranstaltungssegment privatwirtschaftlich betriebener Bereiche ein-
greift. Darüber hinaus ist die gesamte Trägerkonstruktion bzw. deren Rechtsform darzu-
stellen. 
 
3. Ausweisungen im Masterplan 
 
 Eine grundsätzliche und positive Beschlussfassung zur Umsetzung der Projektidee wür-
de in der Konsequenz Anpassungen im zurzeit gültigen Masterplan erforderlich machen. 
Die Fläche müsste zusätzlich als Kulturfläche ausgewiesen werden.  
 Darüber hinaus wäre eine Verlegung der geplanten Erschließungsspange notwendig. 
  
4. Finanzierung

4 
V/0986/2005 
 
 Die Umsetzung der Projektidee ist in dem dargestellten Umfang nur mit erheblicher För-
derung seitens des Landes möglich. Zu dem bei allen Städtebauförderungsprojekten er-
forderlichen städtischen Eigenanteil hat die ZukunftsMusik GbR angeboten, diesen zu 
übernehmen. Die Stadt Münster müsste dennoch als Antragsteller gegenüber dem Land 
auftreten, womit die Übernahme der Garantie für eine zweckentsprechende Nutzung 
während der Zweckbindungsfrist (mindestens 15 Jahre) verbunden ist sowie eine ent-
sprechende Einordnung in der städtischen Prioritätenliste bei der Förderung von Stadt-
erneuerungsprojekten (siehe dazu Vorlage V/0733/2005 „Förderung von Stadterneue-
rungsprojekten - Festlegung der Prioritäten“). Hier käme eine Förderung voraussichtlich 
nicht vor 2007 in Betracht.  
 
VII. Weiteres Verfahren 
 
 Für den weiteren Projektfortschritt wird ein Grundsatzbeschluss des Kulturausschusses/des 
Rates zu dem Gesamtprojekt erforderlich sein. Ein solcher Beschluss - und das hat der Kul-
turausschuss im Juni 2004 bereits deutlich zum Ausdruck gebracht, setzt ein entsprechen-
des Konzept voraus, das neben den inhaltlichen Anforderungen schlüssig darlegen muss, 
wie der Betrieb über eine Laufzeit von 15 Jahren ohne öffentliche Zuschüsse gefahren 
werden kann. Die derzeit vorliegende Konzeption ist nach Einschätzung der Verwaltung da-
für nicht ausreichend. 
 Die Kulturverwaltung wird die Gespräche mit der ZukunftsMusik GbR in diesem Sinne wei-
terführen. Für den Fall, dass ein überzeugendes Konzept vorgelegt werden kann, wird auf 
dieser Grundlage eine entsprechende Beschlussvorlage vorbereitet. 
 
I. V. 
 
 
gez. 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
Konzeptentwurf

Beratungsverlauf (1)

01.12.2005 Kulturausschuss
TOP 8 Bericht
Zur Sitzung

Orte (2)

  • Industrieweg
  • Am Hawerkamp 22v

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0986/2005
Typ
Vorlage
Datum
21.11.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37