AN/1172/2020
Schaffung einer Linie 2 statt der Busspur auf der Aachener Straße
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Anlage 1_VKT-Gutachten
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Stadtbahnwendeanlage im Bereich des Rudolfplatzes in Köln Machbarkeitsstudie (Trassierung) Arbeitspapier vom 31.05.2019 Seite 1 Inhaltsverzeichnis Seite 1 Aufgabenstellung 1 2 Grundlagen 1 3 Variantenuntersuchung 2 3.1 Variante 1 - Wenden über die Händelstraße 2 3.2 Variante 2 - Wenden über den Habsburgerring 2 3.3 Variante 3 - Wenden über den Rudolfplatz 3 3.4 Variante 4 - Wendegleis in der Hahnenstraße 3 Anlagenverzeichnis 1 Aufgabenstellung Der Rat der Stadt Köln hat im Dezember 2018 beschlossen, auf der Aachener Straße zwischen Weiden und Eisenbahnring einen Expressbus auf einer Busspur einzurichten, um damit die Stadtbahnlinie 1 zu entlasten. Alternativ dazu soll untersucht werden, inwieweit die vorhandene Stadtbahntrasse für zusätzliche Verkehre in diesem Abschnitt genutzt werden kann. Dafür ist im Bereich des Rudolfplatzes eine Wendemöglichkeit erforderlich, für welche im Folgenden vier Varianten ausschließlich hinsichtlich ihrer trassierungstechnischen Machbarkeit untersucht werden: ■ Variante 1: Wenden über die Händelstraße, ■ Variante 2: Wenden über den Habsburgerring, ■ Variante 3: Wenden über den Rudolfplatz in Höhe der Achse Friesenwall – Mauritiuswall und ■ Variante 4: Wendegleis in der Hahnenstraße. 2 Grundlagen Zur Bewertung der trassierungstechnischen Machbarkeit einer Wendeanlage im Bereich des Rudolfplatzes wurden folgende Regelwerke berücksichtigt: ■ Richtlinien für die Trassierung von Bahnen nach der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab-Trassierungsrichtlinien), ■ Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt) und ■ Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs (EAÖ). Stadtbahnwendeanlage im Bereich des Rudolfplatzes in Köln Machbarkeitsstudie (Trassierung) Arbeitspapier vom 31.05.2019 Seite 2 3 Variantenuntersuchung Nachfolgend sind die wesentlichen Ergebnisse der trassierungstechnischen Machbar- keitsprüfung für die o.g. Varianten einschließlich der jeweiligen Konfliktpunkte zusam- mengefasst. 3.1 Variante 1 - Wenden über die Händelstraße Die Führung eines Wendegleises über die Händelstraße ist trassierungstechnisch unter Ausnutzung der Mindesttrassierungsparameter prinzipiell möglich ( vgl. Anlagen). In der Händelstraße lässt sich eine Haltestelle mit 60 m Länge (ausreichend für Doppeltraktion) einordnen. Konflikte: ■ Die Reduzierung der Fahrstreifenanzahl in der Händelstraße sowie die Abzweigung der Stadtbahntrasse führen zu Beeinträchtigungen am Knotenpunkt (KP) Richard- Wagner-Straße/Händelstraße. Für diesen ist die Leistungsfähigkeit nachzuweisen und die Signalschaltung entsprechend anzupassen. ■ Die Reduzierung der Fahrstreifenanzahl des Linksabbiegers in die Händelstraße sowie die geplante Einmündung der Stadtbahntrasse führen zu Beeinträchtigungen am KP Aachener Straße/Händelstraße. Für diesen ist die Leistungsfähigkeit nach- zuweisen und die Signalschaltung entsprechend anzupassen. ■ Entlang der Händelstraße entfallen die Längsstellplätze. ■ Die durch die geplante Haltestelle nicht mehr nutzbare Hotelvorfahrt ist anzupassen bzw. neu zu regeln. ■ Die Fläche vor den Gebäuden Aachener Straße 1 und 3 ist derart zu gestalten, dass Konflikte zwischen der Stadtbahn und Fußgängern vermieden werden können. In diesem Bereich sind außerdem zwei Baumfällungen notwendig. 3.2 Variante 2 - Wenden über den Habsburgerring Die Führung des Wendegleises über den Habsburgerring ist trassierungstechnisch unter Ausnutzung der Mindesttrassierungsparameter prinzipiell möglich ( vgl. Anlagen ). Im Habsburgerring lässt sich eine Haltestelle mit 30 m Länge (ausreichend für Einfach- traktion) einordnen. Konflikte: ■ Die Abzweigung der Stadtbahntrasse führt zu Beeinträchtigungen am KP Richard- Wagner-Straße/Habsburgerring. Für diesen ist die Leistungsfähigkeit nachzuweisen und die Signalschaltung entsprechend anzupassen. ■ Die Einmündung der Stadtbahntrasse führt zu Beeinträchtigungen am KP Aachener Straße/Habsburgerring. Für diesen ist die Leistungsfähigkeit nachzuweisen und die Signalschaltung entsprechend anzupassen. Stadtbahnwendeanlage im Bereich des Rudolfplatzes in Köln Machbarkeitsstudie (Trassierung) Arbeitspapier vom 31.05.2019 Seite 3 ■ Entlang des Habsburgerringes entfallen die Längsstellplätze auf der Ostseite und die Taxistellplätze auf der Westseite. ■ Durch die veränderte Querschnittsaufteilung im Habsburgerring kommt es zu einem Konflikt zwischen dem Standort des Aufzuges zur U-Bahn-Station Rudolfplatz und dem Radweg bzw. der Fahrbahn. ■ Die Fläche im Bereich der geplanten Abzweigung am KP Richard-Wagner- Straße/Habsburgerring ist derart zu gestalten, dass Konflikte zwischen der Stadtbahn und Fußgängern vermieden werden können. 3.3 Variante 3 - Wenden über den Rudolfplatz Die Führung des Wendegleises über den Rudolfplatz in Höhe der Achse Friesenwall/ Mauritiuswall ist trassierungstechnisch unter Ausnutzung der Mindesttrassierungs- parameter nicht möglich. 3.4 Variante 4 - Wendegleis in der Hahnenstraße Die Einordnung eines Wendegleises in der Hahnenstraße ist trassierungstechnisch sowohl im Lageplan als auch im Querschnitt prinzipiell möglich ( vgl. Anlagen ). In der Hahnenstraße lässt sich eine Wendeanlage mit 60 m Länge (ausreichend für Doppel- traktion) einordnen. Dabei wird das heutige stadteinwärts führende Bestandsgleis als Wendegleis genutzt. Der reguläre Linienbetrieb in stadteinwärtiger Richtung erfolgt über ein neues südlich davon verschwenktes Gleis. Die Wendeanlage und Gleisverbindungen können so angeordnet werden, dass keine Fahrt im Gegengleis notwendig ist. Konflikte: ■ Entlang der Hahnenstraße entfallen die Längsstellplätze auf der Südseite. ■ Ein Oberleitungsmast ist in jedem Fall zu versetzen, bei zwei weiteren ist der Erhalt des derzeitigen Standortes zu prüfen. ■ Die Lage und Gestaltung der Querungsstelle westlich der Einmündung des Mauritiussteinwegs ist in der heutigen Form nicht möglich und dementsprechend zu prüfen bzw. anzupassen. ■ In beiden Fahrtrichtungen führt die Neutrassierung zur Einordnung der Wende- anlage zu einer Reduzierung der Streckengeschwindigkeit und in der Folge zu Zeitverlusten der Stadtbahn gegenüber dem Bestand. i. A. Dipl.-Ing. Tobias Günther Frankfurt am Main/Dresden, 31.05.2019 Stadtbahnwendeanlage im Bereich des Rudolfplatzes in Köln Machbarkeitsstudie (Trassierung) Arbeitspapier vom 31.05.2019 Seite 4 Anlagenverzeichnis: Anlage 1, Plan 1: Lageplan, Variante 1 (Händelstraße) Anlage 1, Plan 2: Lageplan, Variante 2 (Habsburgerring) Anlage 1, Plan 3: Lageplan, Variante 4 (Hahnenstraße) Anlage 2, Plan 1: Querschnitt A-A: Händelstraße Anlage 2, Plan 2: Querschnitt B-B: Habsburgerring Anlage 2, Plan 3: Querschnitt C-C: Hahnenstraße Stadtbahnwendeanlage im Bereich des Rudolfplatzes in Köln Machbarkeitsstudie (Trassierung) Arbeitspapier vom 31.05.2019 Anlagen A A B B C C
FDP Antrag nach § 3
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www.FDP-Koeln.de An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker Rathaus · 50667 Köln Fon 0221. 221-23830 Fax 0221. 221-23833 fdp-fraktion@stadt-koeln.de www.fdp-koeln.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 31.08.2020 AN/1172/2020 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 10.09.2020 Schaffung einer Linie 2 statt der Busspuren auf der Aachener Straße Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die FDP-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Rates am 10. September zu setzen. Beschluss: Der Rat möge beschließen: - Der Rat beauftragt die Verwaltung in Absprache mit der KVB alle nötigen Maßnah- men zur schnellstmöglichen Einrichtung einer Stadtbahnlinie 2 zwischen Müngersdorf und Rudolfplatz bzw. Neumarkt einzuleiten. Dabei sind die Überlegungen der VKT GmbH mit der Schaffung eines Wendegleises in der Hahnenstraße (siehe Anlage 1) und des VCD-Arbeitskreises ÖPNV mit der Schaffung einer Wendemöglichkeit am Neumarkt (siehe Rheinschiene Nr. 64, Seiten 42 bis 45 https://nrw.vcd.org/fileadmin/user_upload/NRW/Verbaende/Koeln/RHEIN- SCHIENE/RS64_Winter201920.pdf) einzubeziehen. - Mit Schaffung der neuen Linie 2 können die Busspuren auf der Aachener Straße zu- rückgebaut und das Angebot der Linien 172 und 173 der Nachfrage (z.B. Schulbus- se) angepasst werden. FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln - 2 - www.FDP-Koeln.de Begründung: Die Notwendigkeit eines höheren ÖPNV-Angebots auf der Aachener Straße ist unbestritten. Die neuen Buslinien 172 und 173 haben nicht die nötige Akzeptanz gefunden. Da mit den Gleistrassen eine leistungsfähige Möglichkeit besteht, soll diese nun mit einer Linie 2 genutzt werden. Mit freundlichen Grüßen gez. Ralph Sterck Fraktionsvorsitzender Anlagen: Anlage 1_VKT-Gutachten
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1172/2020
- Typ
- FDP/KSG Antrag nach § 3
- Datum
- 31.08.2020
- Erstellt
- 31.08.2020 10:47