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2007/0286

Vertrag zwischen dem Jugendring Darmstadt e. V. und der Wissenschaftsststadt Darmstadt Jahresbericht 2006

Magistratsvorlage 09.05.2007

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Jahresbericht 
2006 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jugendring Darmstadt e.V. 
Eckhardtstraße 7 
64289 Darmstadt 
Telefon: 06151 – 79733  Fax: 06151 - 719610 
email: info@jugendring-darmstadt.de  
 
www.jugendring-darmstadt.de

Der Vorstand des Jugendring Darmstadt e.V.: 
 
Vorsitzende: Lisa Schirkhorschidi-Fröhlich 
Stellvertretende Vorsitzende: Patricia Kaczmarek, Benny Scheitterer 
Beisitzer: Alexander John, Michael Fütterer 
Beisitzerin: Katharina Blessing 
 
 
 
Bildungsreferentin : Rose Klaus (halbe Stelle) 
 
Finanzbuchhaltung : Barbara Schilcher (7 Stunden / Woche)

Inhaltsverzeichnis 
Vorwort…………………………………………………………………… ... 
 1 
Einleitung…………………………………………………………………...  2 
  
1.Vorstandsbericht  
1.1 Personelle Besetzung…………………………………………………........ ................  3 
1.2 Vorstandssitzungen…………………………………………………… ……………..  3 
1.3 Finanzverwaltung……………… ……………………………………… …………….  4 
1.4 Vollversammlungen…………………………………………………… …………….  4 
1.5 Mitarbeit bei Veranstaltungen……………………………………… ........................  5 
1.6 Teilnahme / Mitarbeit bei anderen Trägern………………………… ……………..  7 
1.6.1 Eröffnung des Jugendcafes Chillmo……………………………… ……………................................  7 
1.6.2 Jugendkongress des Jugendforums…………………………………… ………… ………………….  7 
1.6.3 Lokale Agenda 21………………………………………………………………….... ...........................  8 
1.6.4 Jubiläum 60 Jahre ev. Stadtjugendpfarramt……………… ……………………...............................  8 
1.7 EDV und Telekommunikations-Support…………………………….. ....................  8 
1.8 Einbruch in den Büroräumen………………………………………… …………….  9 
  
2. Veranstaltungen  
2.1 Umme – Die Jugendparty 2006……………………………………… ……………...  10  
2.2 PolitikerInnenparcours zur Kommunalwahl…………………… ….......................  13  
2.2.1 Kritik der Jugendgruppe SJD-Die Falken………………………………………..  18  
2.3 Internationale Begegnung in Mikuszewo/Polen…………………… ……………..  20  
2.3.1 Vorgeschichte…………………………………………………………… ………… …………………..  20  
2.3.2 Konzeption………………………………………………………………………… …………………..  21  
2.3.3 Der Eltern-Mädchen-Jungs-Abend……………………………………… ……… …………………..  22  
2.3.4 19 x Polen und zurück……………………………………………………………. ..............................  22  
2.3.5 Einschätzung des Teams…………………………………………………………… ............................... 26  
2.3.6 Nachtreffen…………………………………………………………………………...... .......................... 28  
2.3.7 „Lulajze Jezunju“ auf dem Bessunger Weihnachtsmarkt…………………………… …………………. 29  
2.4 Vorbereitungen „Politik trifft Ehrenamt“………………… …………… ........................ 30  
  
3. Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Trägern   
3.1 Rock gegen Rechts mit SSR und DGB-Jugend………………… …………...................  31  
3.2 Weltkindertag…………………………………………………............... ....................... 32  
3.3 Martinsviertler Tage gegen Rassismus und rechte Gewalt…………………................. 33  
  
4. Mitarbeit in kommunalen Ausschüssen und Arbeitsgemeinschaften  
4.1 Jugendhilfeausschuss………………………………………………………………….. .  34  
4.2 Fachausschuss Kinder- und Jugendarbeit……………………… ………………………  34  
4.3 Fachausschuss Jugendhilfeplanung……………………………………… ……………. 34  
4.4 AG Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen (MAK)…… …………………………….. 34  
4.4.1 Fachtag des MAK……………………………………………………………………………… ………. 35  
4.4.2 Mädchengarten – der MäGa Kick!............................................................................................................ 36  
4.5 AG Weltoffenes Darmstadt…………………………………………………………… . 37  
  
5. Bericht der Bildungsreferentin…………………………………………..  38

1 
Vorwort  
 
Dieser Jahresbericht ist, wie alle seine Vorgänger, durch Heterogenität 
geprägt. Fast alle im Jugendring arbeitenden Menschen, ob ehrenamtlich 
oder hauptamtlich waren beteiligt. Die erkennbar unterschiedlichen 
Schreibstile spiegeln die Vielfalt wider, durch die sich das Team aus 
Vorstand, Bildungsreferentin und freien Mitarbeitern auszeichnet. 
Natürlich wurde am Schluss alles überarbeitet, um Doppelungen und 
Längen zu vermeiden. Wir hoffen, das ist uns gelungen. 
 
die AutorInnen: 
Lisa Schirkhorschidi-Fröhlich, Patricia Kaczmarek, Benny Scheitterer, 
Alexander John, Michael Fütterer, Benjamin Morbeck und Rose Klaus. 
 
Redaktion: Rose Klaus 
Layout: Benny Scheitterer

2 
Einleitung 
 
Kontinuität und Wandel 
 
Das Jahr 2006 war ein äußerst produktives Jahr, in dem viele erfolgreiche 
Projekte fortgeführt und neue Ideen verwirklicht werden konnten. 
Der Vorstand konnte gut eingearbeitet und personell unverändert ins 
neue Jahr starten und somit effektiver arbeiten. Als besonders 
ausgewogen stellte sich die Mischung im Vorstand nach Alter, 
Geschlecht und Verbandsherkunft sowie Interessenslage der Einzelnen 
heraus. 
Kooperationen konnten intensiviert und damit alte Gemeinsamkeiten 
bestärkt oder neue Themenfelder gefunden werden. Die erfolgreiche 
Arbeit in den kommunalen Ausschüssen konnte sogar ausgeweitet 
werden. 
An Bekanntem wurde im März wieder ein PolitikerInnenparcours im 
Rahmen der Kommunalwahl veranstaltet. Dieses Mal war neben den 
stetig hohen Gästezahlen sogar ein Artikel in der Presse, dessen 
Nachspiel uns klar das Interesse an Politik auch über den Parcours 
hinaus zeigte. 
Beteiligungen an Projekten wie Mädchengarten, Rock gegen Rechts und 
dem Weltkindertag rundeten ein arbeitsreiches Jahr mit bewährten 
Veranstaltungen ab. 
Auf zu neuen Ufern ging es bereits im Januar mit einer aufwändigen 
Feier für alle ehrenamtlichen Jugendlichen unserer Mitgliedsverbände.  
Gemäß einer erfolgreichen Tradition des Jugendrings bemüht sich der 
Vorstand, wenn Mitglieder desselben ihren Migrationshintergrund 
einbringen können, diesen Bonus für eine besonders authentische 
internationale Jugendbegegnung zu nutzen. So konnte über Patricia 
Kaczmarek in Kooperation mit dem deutsch – polnischen Verein „die 
Brücke“ eine Jugendbegegnung mit Polen organisiert werden, deren 
Erfolg sich vor allem in den intensiven Freundschaften unter den 
TeilnehmerInnen zeigte und deren Bereitschaft, ihre Begeisterung in 
Form von Presseterminen und einem musikalischen Auftritt in 
polnischer Sprache auszudrücken. 
An der durchgeführten „Rock gegen Rechts“ – Veranstaltung konnte 
angeknüpft werden, als der Jugendring im September sich das erste Mal 
an den „Martinsviertler Tagen gegen Rassismus und rechte Gewalt“ mit 
einer Filmvorführung in seinen Räumen beteiligte. 
Die größte Neuerung ergab sich in den Arbeiten an dem Projekt „Politik 
trifft Ehrenamt“. Hier wird versucht, über langfristige, interessante und 
auch aufwändige Diskussionen neue Strukturen und Möglichkeiten der 
Begegnung zwischen PolitikerInnen und ehrenamtlich tätigen 
Jugendlichen zu schaffen.

3 
1.Vorstandsbericht 
 
1.1.  Personelle Besetzung: 
 
Das Jahr 2006 bestritt der im Mai 2005 gewählte Vorstand mit seinem 
durchaus konstanten Team von sechs Mitgliedern. Davon waren zwar 
Katharina Blessing und Alexander John aus Studiengründen in Marburg 
wohnhaft, sie unterstützen aber punktuell erfolgreich die übrigen vier 
Vorstandsmitglieder - Lisa Fröhlich, Patricia Kaczmarek, Benjamin 
Scheitterer und Michael Fütterer - in ihrer konzeptionellen und 
projektbezogenen Tätigkeit im Jugendring Darmstadt e.V. 
Als hauptamtliche Kraft stand dem Jugendring weiterhin die 
Bildungsreferentin Rose Klaus mit einer halben Stelle zur Verfügung. 
Für die Buchhaltung war Frau Schilcher mit sieben Wochenstunden 
zuständig. 
Im ersten Quartal des Jahres 2006 wurde die Bildungsreferentin und der 
Vorstand tatkräftig von dem Praktikanten Benjamin Morbeck 
unterstützt. Er betreute eigenverantwortlich das Projekt „Umme-Party“ 
und der Abschied fiel nach einem halben Jahr exzellenter 
Zusammenarbeit schwer. Es wurde deutlich, wie viel mehr der 
Jugendring leisten kann, wenn zwei halbe Stellen besetzt sind.  
Da für größere Aktionen weiterhin die kurzfristig Unterstützung von 
Honorarkräften nötig war, blieb Benjamin Morbeck dem Jugendring 
trotz Studium in Münster/ Westfalen - beispielsweise für die 
Internationale Jugendbegegnung in Mikuszewo/ Polen - treu.   
 
1.2. Vorstandssitzungen 
 
Der ehrenamtliche Vorstand  traf sich im Jahr 2006 zehn Mal. Dies nicht 
nur, um die Tagesgeschäfte abzuklären, sondern auch, um über 
weiterreichende Projekte, Vollversammlungen, Kooperationen, 
Veranstaltungen, jugendpolitische Themen und neue Ideen zu 
diskutieren. Die im Schnitt 2 – 3 stündigen Sitzungen fanden sehr 
regelmäßig statt. In diesem Jahr gab es auch eine „Mini-Klausur-
tagung“, auf der mehrere  komplexe Arbeitsschwerpunkte, wie 
beispielsweise die Jahresplanung 2007 und auch dieser Jahres-bericht 
geplant und die Aufgabenfelder koordiniert wurden.  Weiterhin  wurde 
das letztendliche Konzept „Politik trifft Ehrenamt“ erarbeitet und 
beschlossen, das zuvor auf mehreren Vorstands-sitzungen  diskutiert 
worden war. Der Vorstand musste auch außerhalb der 
Vorstandssitzungen öfters kurzfristige Beschlüsse treffen, die 
unaufschiebbar waren. Dies geschah meist per Email oder Telefon.

4 
1.3.Finanzverwaltung 
 
Barbara Schilcher übernahm, wie bereits in den letzten vier Jahren, die 
Finanzverwaltung. Wie auch im vorigen Jahr stand ihr Patricia 
Kaczmarek als Mitglied des Vorstandes im Jahr 2006 zur Seite und 
informierte den Vorstand über die finanzielle Situation des Jugendrings. 
Zudem diente sie Frau Schilcher als Ansprechpartnerin bei Fragen zum 
projektbezogenen Verwendungszweck anfallender Rechnungen. Wie 
bereits im Jahre 2005 zeigte sich erneut, dass die diffizile und durchaus 
umfangreiche Finanzverwaltung nicht vom Vorstand oder der 
Bildungsreferentin bewältigt werden kann.  
Zudem stellte sich zu Beginn des Jahres 2006 das Projekt „Umme Party“ 
als sehr kostenintensiv heraus. Der Vorstand beschloss, in Absprache mit 
der Vollversammlung, einen Dispositionskreditrahmen bei der 
Sparkasse Darmstadt einzurichten, da mit einem kostendeckenden 
Geldfluss erst zum zweiten Quartal 2006 zu rechnen war. Die Tilgung 
erfolgte zeitnah.   
Auch den Revisoren Patrick Hoffmann (BDKJ) und Jörg Schroeder 
(DGB) standen Frau Kaczmarek und Frau Schilcher bei offenen Fragen 
zu Projekten und deren Kosten zur Verfügung. 
 
1.4. Vollversammlungen 
 
Im Jahre 2006 trafen sich die Delegierten des Jugendrings zu insgesamt 
fünf Vollversammlungen. 
Die erste Vollversammlung in diesem Jahr fand am 13.02. im 
Jugendwagen in Wixhausen statt. Dort wurde über die vor kurzem 
stattgefundene „Umme-Party“ berichtet und eine kurze filmische 
Dokumentation vorgeführt. Die Vollversammlung erfuhr viel über die 
Aufgaben und Probleme des Jugendwagens. Der bevorstehende 
PolitikerInnenparcours war Schwerpunktthema der Sitzung. 
Am 25.04. traf man sich zu einer außerordentlichen Vollversammlung. 
Auf dieser wurde im Wesentlichen über die vom Jugendring 
vorgeschlagenen KandidatInnen für den Jugendhilfeausschuss, den 
Fachausschuss Kinder- und Jugendarbeit sowie den Fachausschuss 
Jugendhilfeplanung abgestimmt. 
Die am 23.05. im Stadtjugendpfarramt stattfindende gut besuchte 
Vollversammlung brachte viele interessante Informationen der 
vielseitigen Mitgliedsverbände des Jugendrings zusammen. Der 
Vorstand berichtete von seinem Gespräch mit Oberbürgermeister Walter 
Hoffmann, bei dem er ihm das Konzept „Politik trifft Ehrenamt“ 
vorgestellt hatte. Die Verbände wurden aufgefordert, Vorschläge für 
Veranstaltungen zum Projekt zu machen, bzw. diese zu erarbeiten. 
In der am 13.09. in der Bessunger Knabenschule stattfindenden 
Vollversammlung wurde heftigst über das Konzept „Politik trifft 
Ehrenamt“ diskutiert. Der Vorstand besprach mit den Delegierten 
mehrere Kritikpunkte und beschloss, diese bis zur nächsten

5 
Vollversammlung in das Konzept einzuarbeiten. 
Am 30.11. fand die Vollversammlung in der ev. freikirchlichen 
Gemeinde statt. Der Vorstand berichtete, dass die Jugendbegegnung in 
der hessischen Partnerregion Wielkopolska in Mikuszewo/Polen ein 
voller Erfolg war. Des Weiteren wurde das Konzept „Politik trifft 
Ehrenamt“ zum wiederholten Male diskutiert und zum Abschluss 
gebracht. Der Vorstand bat  um Vorschläge für neue 
Vorstandsmitglieder, da im Mai 07 Neuwahlen anstehen. 
 
1.5. Mitarbeit des Vorstands bei Veranstaltungen 
 
Auch in diesem Jahr hat der Vorstand des Jugendrings sich nicht nur an 
den Planungen der verschiedenen Projekte beteiligt, sondern auch 
während der Veranstaltungen mitgearbeitet. 
Zu Beginn des Jahres hat der Vorstand gemeinsam mit der 
Bildungsreferentin und dem Praktikanten Benjamin Morbeck die Umme 
Party gestaltet. Im Vorfeld wurden die organisatorischen 
Aufgabenbereiche innerhalb des Vorstandes, der Bildungsreferentin und 
dem Praktikanten aufgeteilt, so dass jeder sich auf die ihm übertragenen 
Aufgaben konzentrieren konnte. 
Die Veranstaltung in der Bessunger Knabenschule für die ehrenamtlich 
arbeitenden Jugendlichen in unseren Verbänden war für uns alle mit 
einem hohen Arbeitseinsatz verbunden. Der Vorstand, die 
Bildungsreferentin und der Praktikant waren nicht nur mit der 
Organisation, sondern auch mit dem Aufbau, dem Abbau und dem 
Verlauf der Feier beschäftigt. Während dieser Veranstaltung sind 
einzelne Vorstandsmitglieder in unterschiedlichen Bereichen tätig 
gewesen, wie z.B. dem Getränkeverkauf und dem Einlass. Besonders 
deutlich wird der große Aufwand, der hinter einer Veranstaltung dieser 
Größenordnung steht in den Presseberichten.  
 
Ein weiteres großes Projekt war der PolitikerInnenparcours zur 
Kommunalwahl in der Oetinger Villa. 
Die Aufgabenbereiche wurden auch hier zwar im Vorfeld verteilt, aber 
an der Veranstaltung selbst kam der gesamte Vorstand wieder zum 
Einsatz. Die Bildungsreferentin übernahm es, sich um die Verbände zu 
kümmern, die auf dem Parcours die Thementische stellten. Aufgrund 
der Erfahrung unserer Bildungsreferentin mit der kontinuierlichen 
Zusammenarbeit und der Kontaktaufnahme zu den einzelnen 
Mitgliedsverbänden bzw. deren Delegierten ist dieser Arbeitsbereich 
ganz klar bei ihr angesiedelt. Diese zeitaufwendige inhaltliche und 
organisatorische Leistung, die im Wesentlichen in der Vorbereitung des 
Parcours liegt, kann nicht ehrenamtlich erfolgen. Der Vorstand 
übernahm während des PolitikerInnenparcours die Moderation, die 
Betreuung der PolitikerInnen, Auf – und Abbauarbeiten und die 
Hilfestellung für die teilnehmenden Gruppen.  
Ein Vorstandmitglied war an einer internationalen Jugendbegegnung in

6 
Polen beteiligt, sowohl an der  inhaltlichen Erarbeitung des Programms 
als auch an der Betreuung der Jugendlichen vor Ort. 
In Zusammenarbeit mit dem Verein die „Brücke“ haben Rose Klaus und 
Patricia Kaczmarek die Konzeption dieser Begegnung erarbeitet. Auch 
bei dieser Veranstaltung lag die Organisation (u.a. die Beschaffung 
projektgebundener Mittel) in der Verantwortung der Bildungsreferentin, 
da sie im Bereich der internationalen Begegnungen und der 
Bildungsurlaube die fachliche Kompetenz hat, die benötigt wird, diese 
Angebote des Jugendrings durchzuführen. Patricia Kaczmarek betreute 
gemeinsam mit Benjamin Morbeck die TeilnehmerInnen der Fahrt. Im 
Vorfeld wurden gemeinsam mit Rose Klaus pädagogische 
Vorgehensweisen und Anleitungen besprochen. 
 
Im Herbst nahm der Vorstand geschlossen am Weltkindertag teil. Hier 
kam es aufgrund einer Erkrankung der Bildungsreferentin zwar zu 
einem Engpass, da aber der gesamte organisatorische Ablauf von Rose 
Klaus gut vorbereitet war, konnte der Vorstand die Veranstaltung 
problemlos meistern. 
Er packte auch hier mit hervorragendem Teamgeist an und  begeisterte 
gemeinsam mit einem Zaubererlehrer und der Magic-Bar mehrere 
hundert Kinder. Der Vorstand gab den Kindern Hilfestellung beim 
Cocktailmixen und beim „Malen des Geschmackes“.  
Auch an diesem Tag bedeutete die ehrenamtliche Arbeit, wie auch bei 
den o.g. Veranstaltungen mehr als nur körperlichen Einsatz. Unsere 
ehrenamtlichen Tätigkeiten beschränken sich nicht nur auf die Planung 
und die Organisation, sondern schließen auch die Mithilfe bei der 
praktischen Durchführung der Veranstaltungen ein, was z.T. mit einem 
mehrstündigen harten Arbeitsaufwand, wie z.B. dem Auf- und Abbau 
verbunden ist.  Dieser körperliche Einsatz wird häufig unterschätzt. 
Trotz unseres Einsatzes müssen wir bei einigen Veranstaltungen noch 
Honorarkräfte hinzuziehen, da der Arbeitsaufwand nicht allein vom 
Vorstand  bewältigt werden kann. 
Bei den „Martinsviertler Tagen gegen Rassismus und rechte Gewalt“  
haben Michael Fütterer und Alexander John in den Räumen des 
Jugendrings in der Eckhardtstrasse einen Film gezeigt. Die Räume des 
Jugendrings liegen im Martinsviertel, da lag es nahe, sich an der Aktion 
zu beteiligen, vor allem auch deshalb, weil der Vorstand das Thema als 
sehr wichtig erachtete. 
Im kommunalpolitschen Sektor war ebenfalls Patricia Kaczmarek aktiv. 
Sie ist Mitglied des Jugendhilfeplanungsausschusses. Hier finden 
regelmäßig Sitzungen statt, über deren relevante Ergebnisse Vorstand 
und Vollversammlung informiert werden. 
Auch auf den ersten Blick kleinere Aufgaben, wie den Jahresbericht 2005 
zu schreiben, bedeuten für den Vorstand einen mehrstündigen 
Arbeitsaufwand. Ebenso ist die Verlängerung unseres Vertrages eine 
immer wiederkehrende und nicht zu unterschätzende Aufgabe. Hier 
wird der Vorstand über Rose Klaus mit wichtigen Informationen

7 
versorgt, in Vorstandssitzungen wird gemeinsam die weitere 
Vorgehensweise besprochen und geplant. Auch im administrativen, 
juristischen Bereich ist der Vorstand aktiv. Hier geht es in erster Linie 
um nicht delegierbare Aufgaben  wie den Vereinseintrag beim 
Ortsgericht, zu dem nur der Vorstand berechtigt ist. 
 
1.6. Teilnahme und Mitarbeit des Vorstands bei Veranstaltungen   
      anderer Träger 
 
1.6.1. Eröffnung des Jugendcafes Chillmo in Kranichstein 
 
Am 15.2.06 wurde in Kranichstein das Jugendcafe Chillmo eingeweiht. 
Rose Klaus und Michael Fütterer kamen als VertreterInnen des 
Jugendrings Darmstadt der Einladung zur Eröffnung nach. Zu den 
geladenen Gästen gehörten neben Darmstädter PolitikerInnen auch 
zahlreiche Gäste aus dem Ehrenamt. Zum Eröffnungsprogramm gehörte 
der Auftritt einer Musikgruppe Jugendlicher aus Kranichstein und 
Redebeiträge der InitiatorInnen. 
Das Jugendcafe ist ein moderner Jugendtreff mit Bistro, Soundstudio, 
Multimediabereich, Gruppenraum, Disco, Eventbereich und 
Internetcafé. Es richtet sich an junge Leute ab 14 Jahren. Die 
Jugendlichen unterhalten den Bistrobetrieb in eigener Regie und 
entwickeln gemeinsam Projekte im Bildungs-, Unterhaltungs- und 
Freizeitbereich. Angeleitet und unterstützt werden sie von drei 
PädagogInnen sowie Honorarkräften.  
 
1.6.2.Jugendkongress des Jugendforums 
 
Am Donnerstag, den 18.5.06 fand der dritte Jugendkongress des 
Jugendforums Darmstadt statt. Michael Fütterer war eingeladen im 
Rahmen seiner Tätigkeit im Jugendring und als Stadtschulsprecher,  den 
Workshop „Schule, unser alltäglicher Lebensraum“ zu coachen. Es 
wurden folgende Ergebnisse festgehalten: 
(zitiert nach http://www.are-u- active.de) 
 
Wir reden über die einzelnen Punkte und über viele Probleme an den 
verschiedenen Schulen. 
Zusammenfassung: 
 
Der Workshop Schule, unser alltäglicher Lebensraum hat sich für 2 
Hauptproblempunkte, passend zum Thema Schulgestaltung entschieden, diese 
sind: 
- Unterrichtsgestaltung und das 
- Schüler – Lehrer – Verhältnis. 
Hierzu wurden Zukunftsvorstellungen erörtert; 
Wir wollen ein respektvolles Miteinander aber kein „kumpelhaftes“ Schüler – 
Lehrer -  Verhältnis. Wir möchten an der Unterrichtsgestaltung beteiligt 
werden und mehr über die Möglichkeiten der SV erfahren. Das Thema

8 
Schulgestaltung scheint für Alle sehr wichtig zu sein. Passend dazu wurden 
folgende Punkte erarbeitet: 
- Pausenhof 
- Cafeteria / Mensa / Kiosk 
- Aufenthaltsraum 
- Schulbibliothek 
 
1.6.3. Lokale Agenda 21 
 
Am 18. 11. 06 besuchten Alexander John  und die Bildungsreferentin eine 
Aktion zur lokalen Agenda 21 in der Centralstation. Der Vorstand war 
sich der großen Wichtigkeit von nachhaltiger Lebens- und 
Wirtschaftsplanung bewusst und nutzte das Treffen, um sich über die 
umfassenden Tätigkeiten von Vereinen und Bürgerinitiativen zu 
informieren. 
 
1.6.4. Jubiläum 60 Jahre evangelisches Stadtjugendpfarramt 
 
Am 8. 12. folgten Vertreter des Vorstandes und die Bildungs-referentin 
einer Einladung des Stadtjugendpfarramts zur Jubiläums-feier seines 60 
jährigen Bestehens. Die Programmgestaltung der Feier ließ genügend 
Raum für Gespräche, in denen man sich der guten gemeinsam 
geleisteten Arbeit bewusst werden und auch Ideen für die zukünftige 
Zusammenarbeit austauschen konnte. 
 
1.7. EDV  und Telekommunikations -  Support 
 
Durch das Zusammenlaufen einer Vielzahl unterschiedlicher 
Informationen im Jugendring ist es in der heutigen Zeit unerlässlich, 
dass die EDV-Anlage immer zur Verfügung steht und alle benötigten 
Aufgaben erfüllen kann. Die Wartung eines solchen Systems erfordert 
hohen Zeitaufwand. Die in vielen Mails vorhandenen Viren und andere 
schädliche Programme haben auch im letzten Jahr das System mehrere 
Male zum Ausfall gebracht. Die Behebung sämtlicher Störungen und die 
Wartung übernahm das Vorstands-mitglied Benny Scheitterer.  Er stand 
seinen VorstandskollegInnen, Frau Schilcher und nicht zuletzt auch der 
Bildungsreferentin, die inzwischen einem Großteil ihrer Arbeit ohne PC 
nicht mehr nachgehen kann, auch per Telefon, sozusagen als Hotline zur 
Verfügung. Die beschriebenen Dienste beziehen sich in ähnlicher Weise 
auch auf die Telefonanlage.

9 
1.8. Einbruch in den Büroräumen 
 
In der Nacht vom 11. auf den 12.12. 06 wurde in die Räume des 
Jugendrings eingebrochen. Die Kriminalpolizei stellte fest, dass die 
Einbrecher über die leicht zu öffnenden Fenster des Archivs, in dem die 
elektronischen Geräte des Jugendrings in einem Stahlschrank lagern, 
eingestiegen sind. Sie versuchten, diesen mit einem Schraubenzieher 
gewaltsam zu öffnen. Der Schraubenzieher brach jedoch bei dem 
Versuch ab, so dass glücklicherweise nichts entwendet wurde. Das 
Liegenschaftsamt entsprach nun dem Vorschlag der Bildungsreferentin, 
die Fenster, die zum Innenhof zeigen, vergittern zu lassen. Zuvor 
wurden jedoch die Fenster entfernt, da diese nun als unsicher eingestuft 
wurden, bzw. durch den Einbruch beschädigt waren. Sie wurden durch 
provisorische Holzplatten ersetzt. 
Benny Scheitterer übernahm trotz seines engen Arbeitszeitplans die Aus- 
und Einräumarbeiten, die notwendig waren, um den Handwerkern den 
Zugang zu den Fenstern und damit die Absicherung der Räume zu 
ermöglichen.

10  
2. Veranstaltungen 
 
2.1. Umme- Die Jugendparty 2006 
 
Der Gedanke, eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen, kam beim 
Straßenfest des Jugendrings im Sommer 2005 auf. Ehrenamtliche aus den 
Mitgliedsverbänden äußerten dort zum ersten Mal den Wunsch, dass 
man auch mal was für sie tun könne. Da es aber schon eine Ehrung für 
Ehrenamtliche durch die Stadt gibt, hat der Jugendring sich überlegt, 
eine Party zu organisieren auf der jeder  ehrenamtlich Tätige aus unseren 
Mitgliedsverbänden zwischen 14 und 27 Jahren vorbeikommen kann, 
um hauptsächlich Spaß zu haben und natürlich auch um Anerkennung 
für die geleistete Arbeit zu erfahren. Die anwesenden Ehrenamtlichen 
genossen freien Eintritt und wurden in der Zeit zwischen 18:30 Uhr und 
20:30Uhr, bevor die Öffentlichkeit hinzu kam, mit Essen, Getränken und  
T-Shirts belohnt. „Umme“ hat also folgende Bedeutung: Wer sich ohne 
Entlohnung in den Dienst der Gesellschaft stellt hat das Recht darauf, 
mindestens einmal im Jahr, feiern, essen und   trinken zu könne ohne 
dafür bezahlen zu müssen. „Für Umme Arbeiten und für Umme feiern“. 
Die Idee, die Veranstaltung öffentlich zu machen hatte verschiedene 
Hintergründe. Zum einen sollten alle sehen und mitbekommen, wie 
wichtig, hilfreich, lehrreich und vor allem „cool“ ehrenamtliche Arbeit 
sein kann und zum anderen sollte die gute Gelegenheit genutzt werden, 
um für den Jugendring und seine Mitgliedsverbände Werbung zu 
machen und bei den Jugendlichen Interesse für die Verbände und für 
deren Arbeit zu wecken. 
Die Vorbereitungen auf diese Veranstaltung begannen im November 
2005. Das Konzept war im Vorstand besprochen und beschlossen 
worden. In der Bessunger Knabenschule,  irgendwann Ende Januar 
sollten zwei Musikbands und ein DJ für musikalische Unterhaltung 
sorgen. Die Turnhalle der Knabenschule war für den 27.01.06 zu 
bekommen, die Musikbands allerdings nicht. Also wurde das alte 
Konzept umgeändert und es sollte nur noch eine Band und ein  DJ durch 
den musikalischen Abend führen. Als Live - Act konnte der Jugendring 
die Nachwuchsmusiker von Big Deal aus Aschaffenburg gewinnen, die 
es schafften, aus einem stehenden Haufen Jugend-licher einen 
hüpfenden zu machen. Der DJ Part wurde von Holger Gerlach (Radio 
YOU FM) übernommen. Die  technische Organisation konnte nach 
harten finanziellen Verhandlungen Wolfgang Blatter anvertraut werden. 
Essen wurde von einem persischen Restaurant geliefert, die Getränke 
über die Knabenschule bestellt. Es wurden  200 Din A3 Plakate und 1000 
Din A6 Flyer gedruckt. Diese wurden in Schulen und an strategischen 
Punkten in Darmstadt aufgehängt und verteilt. Außerdem konnte der 
Jugendring eine Kooperation mit dem Radiosender YOU FM 
vereinbaren und somit über die Frequenz 104,3 und deren Homepage 
für die Umme - Jugendparty werben.

11  
Im Inter-net war die Veranstaltung auf den folgenden Seiten zu 
bewundern:  
partyamt.de   knabenschule.de  jugendring-darmstadt.de  youfm.de  
 
In den Tageszeitungen Darmstädter Echo, Frankfurter Rundschau und 
im Monatsmagazin „Fritz“ wurden Pressemitteilungen über die 
Jugendparty veröffentlicht. Die beiden o.g. Tageszeitungen haben auch 
nach dem großen Abend einen sehr positiven und somit werbe-
wirksamen Bericht über die Party und den Jugendring abgeliefert.  
(Was jetzt hier vielleicht so einfach und selbstverständlich zu lesen ist, 
bedeutet in der Praxis eine Menge Arbeit, Zeit, Nerven und vor allem 
Geduld). Durch Werben über verschiedene Medien und durch ein 
gelungenes Fest hat der Jugendring nicht nur das Ziel erreicht, den 
anwesenden Ehrenamtlichen ein bisschen was zurückzugeben, sondern 
auch der ehrenamtlichen Arbeit als solcher eine bessere Reputation 
verliehen. Über die Steigerung des Bekanntheitsgrades, auch was den 
Jugendring und seine Mitgliedsverbände angeht muss nicht weiter 
gesprochen werden. Noch wichtig zu erwähnen wäre, dass die feiernden 
Jugendlichen und ehrenamtlich tätigen Mitglieder, was die Party 
anbelangt, nur Positives zu berichten hatten. Die Überlegung, diese Art 
von Veranstaltung auch weiterhin, also jeden Januar durchzuführen, ist 
mehr als berechtigt.  
Der Jugendring bedankte sich bei insgesamt 160 Gästen, davon 40 
ehrenamtlich tätig, und bei allen Helferinnen und Helfern, die zum 
Gelingen des Festes beigetragen haben.

12

13  
 
 
2.2. PolitikerInnenparcours zur Kommunalwahl  
 
Für Freitag, 10.März  hatte der Jugendring Darmstadt zum 
„PolitikerInnenparcours  Kommunalwahl“  in die Oetinger Villa 
eingeladen.  
 
Die evangelische Jugend  
der StadtschülerInnenrat  
der Bund der Deutschen Katholischen Jugend  
die 
 SJD - Die Falken  
der Jugendwagen Wixhausen 
das Jugendhaus Zigarrenkist 
das Jugend- und Kulturzentrum Oetinger Villa 
das Jugendforum  und 
VertreterInnen der Mornewegschule

14  
diskutierten mit den KandidatInnen:   
 
Hanno Benz und Susanne Steffes (SPD)  
Christian Grunwald (Bündnis 90/die Grünen) 
Ctirad Kotoucek  und Rafael Reißer (CDU)  
Leif Blum (FDP) 
Rainer Keil und Verena Hoppe (die Linke) 
Roswita Emig (die Frauen)  
Alexander Nebhuth (Uffbasse)   
Ellen Schüßler und Michael Siebert (WASG) 
 
 in kleinen Gruppen über folgende Themen: 
- Förderung von Jugendverbänden 
- Schulentwicklung 
- Rechtsextremismus in unserer Region 
- Integrierte Gesamtschule - Ganztagsschule 
- Orte für Jugendliche 
- Jugendwagen Wixhausen - wie geht’s weiter? 
- Oetinger Villa muss bleiben! 
- Jugendarbeitslosigkeit 
- Jugendbeteiligung in Darmstadt 
 
Über allen Themen stand natürlich immer die Frage „Was tun Sie , wenn 
Sie gewählt werden?“  Alle interessierten Jugendlichen waren zum 
Mitmachen eingeladen! Wahlberechtigten Jugendlichen wurde 
empfohlen, den Parcours u.a. auch als Orientierungshilfe nutzen. Ca 60 
aktive Jugendliche, die den Parcours mit vorbereitet hatten, diskutierten 
an Tischen mit den PolitikerInnen. Gäste  beteiligten sich an den 
Gesprächen. Insgesamt nahmen zwischen 100 und 120 Menschen an der 
Veranstaltung teil. Sehr positiv war, dass viele jüngere Jugendliche den 
Weg in die Villa gefunden hatten. Bei der Berichterstattung fiel auf, wie 
stark die Gruppen das Verhalten der PolitikerInnen bewerteten. Die 
Glaubwürdigkeit der PoltikerInnen sank, wenn sie schlecht vorbereitet 
waren, oberlehrerhaft oder gar arrogant wirkten. Zu joviales Auftreten 
wurde als unpassend eingestuft. In einem Fall wurde negativ vermerkt, 
dass der Politiker keinen Blickkontakt aufnahm. In der Äußerung eines 
Politikers kritisierten die Jugendlichen rassistische Tendenzen. Die Teil-
nehmerInnen zeigten sehr deutlich, dass es ihnen wichtig war, ernst 
genommen zu werden. Sie erkannten Worthülsen, Ausweichmanöver, 
Selbstdarstellungen und leere Versprechungen bzw. wahltaktische 
Angebote der PolitikerInnen, wenn nicht gleich auf dem Parcours, so 
doch spätestens bei den darauf folgenden Gesprächen in der Gruppe. Sie 
kritisierten auch mangelhafte Kommunikationskultur, wenn sie sich 
nicht verstanden fühlten. Im Gegenzug wurde Ehrlichkeit (auch wenn 
sie schmerzte), Sachkenntnis und gute Vorbereitung der PolitikerInnen 
honoriert und als eine Form des „Ernst genommen Werdens“ gewertet. 
Konkrete Angebote mancher Parteienver-treterInnen wie die der

15  
Unterstützung des Rederechts von Jugendlichen in der STAVO bzw. 
eines Platzes im JHA wurden freudig begrüßt. Manche PolitikerInnen 
drückten deutlich ihre Anerkennung für den Einsatz der Jugend für ihre 
eigene Sache aus (Erhalt des JuKuZ Oetinger Villa) und ließen keinen 
Zweifel daran, dass dies die kommunalpolitischen Entscheidungen 
beeinflusse. 
Insgesamt kann gesagt werden, dass die Jugendlichen versuchten, an der 
Sache zu diskutierten und nicht zwangsläufig die kleinen, nicht in der 
Regierungsverantwortung stehenden Parteien sympathischer einstuften. 
Auch CDU und SPD bekamen für einige Diskussions-beiträge positive 
Rückmeldungen. Umso ärgerlicher war, dass in der Presse z.T. 
unsachlich berichtet bzw. versucht wurde, eine der Jugendgruppen 
parteipolitisch zu verorten. Dies scheint der beste Weg zu sein, 
Jugendliche davon abzuhalten, sich kommunalpolitisch zu betätigen: 
Indem man so früh wie möglich versucht, ihnen Parteienstrukturen 
überzustülpen, die in der Regel dem Wesen des Jugendalters 
widersprechen. Mehr dazu im nächsten Punkt. 
Aus den Erfahrungen dieses Parcours entwickelte eine der  jüngeren 
TeilnehmerInnengruppe, die SJD 
- Die Falken eine konstruktive Kritik an 
der Veranstaltungsform: 
In Zukunft soll nach jeder Runde 5 Minuten Zeit sein, um sich als 
Gruppe über die Ergebnisse bzw. Bewertung der Diskussionsrunde  
verständigen zu können. Zusätzlich soll die Pause zwischen Parcours 
und Berichterstattung bleiben. Die PolitikerInnen sollten in der 5 
Minuten-Pause eine Aufgabe bekommen, z.B. auch ihrerseits ein 
Statement erarbeiten zu einer der Gruppen oder einem der Themen. 
Als Hilfe für die Kurzauswertung der Gespräche in der 5 Minuten Pause 
hatte die Falkengruppe ein Rasterblatt entwickelt, das folgende Fragen 
enthielt: 
- War die Person sympathisch? 
- Hat sie Interesse gezeigt? 
- Wird sie sich in Zukunft für das Thema einsetzen? 
- War sie glaubwürdig? 
- Gab es sachbezogene Antworten (oder blablabla?) 
- War sie inhaltlich kompetent 
- Fühlst du dich ernst genommen? 
- Würdest du die Person wählen?

16

17

18  
2.2.1. Kritik der Jugendgruppe „SJD-die Falken“ an Darmstädter  
        Echo und Politikern des Parcours 
 
Die Jugendgruppe der Falken, die mit den PolitikerInnen über das 
Thema Jugendarbeitslosigkeit diskutiert hatte, war empört über die 
Berichterstattung des „Darmstädter Echos“ vom 13.3.06, „Falken 
landeten im falschen Nest“ von Frank Horneff. Sie schrieb daraufhin 
einen offenen Brief an Frank Horneff, in dem sie dessen verzerrte 
Darstellung kritisierte und auch ihre Kritik an einigen Politikern des 
Parcours konkretisierte. Marion Kleinsorge, die Vorsitzende des 
Darmstädter Ortsverbandes der „Falken“ schickte den offenen Brief der 
Gruppe mit einem Anschreiben ihrerseits an alle PolitikerInnen des 
Parcours, um die möglicherweise aus dem Artikel entstandenen 
Missverständnisse auszuräumen. Als die Bildungsreferentin Anfang Mai 
die Falkengruppe besuchte, fand sie frustrierte und verärgerte 
Jugendliche vor. Weder Presse noch Politik hatten es für notwendig 
befunden, auf deren Kritik zu reagieren. In Einvernehmen mit den 
Jugendlichen und der Vorsitzenden der „Falken“, Marion Kleinsorge, 
schrieb die Bildungsreferentin im Auftrag des Vorstands des 
Jugendrings  am 30.5. einen Brief an die PolitikerInnen des Parcours. 
Auch daraufhin erfolgte nichts außer mündlichen Reaktionen nicht 
betroffener PolitikerInnen der Bildungsreferentin gegenüber. Die 
Chance, sich mit den Jugendlichen direkt auseinanderzusetzen, wurde 
von den angesprochenen PolitikerInnen nicht wahrgenommen. 
Dieser Vorgang bestärkten Vorstand und Bildungsreferentin in ihrem 
Vorhaben, die Kommunikationskultur zwischen Politik und Jugend-
verbänden im Rahmen eines geplanten Projektes nachhaltig zu 
verbessern.

19

20  
2.3. Internationale Jugendbegegnung in Mikuszewo/ Polen 
      21.- 18.10.06 
 
2.3.1. Vorgeschichte 
Schon im Jahre 2004 wurden im Rahmen des Deutsch-Polnischen 
Jugend- und Fachkräfteforums in Arnoldshain/Taunus die ersten 
Kontakte zu potentiellen Kooperationspartnern für eine inter-nationale 
Jugendbegegnung nach Polen geknüpft.  Vorstandsmitglied Patricia 
Kaczmarek interessierte sich  aufgrund ihrer polnischen Herkunft und 
ihres Slawistikstudiums für das angedachte Projekt. Sie war 
Teilnehmerin dieser Tagung, ebenso wie die beiden Vertre-terinnen des 
Deutsch-Polnischen Vereins „Die Brücke“ aus Darmstadt, Dorota 
Mondry und Lucyna Simon. Die beiden letzteren kannten den 
Jugendring und Rose Klaus, da der Verein in seinen Anfängen die 
Räume des Jugendrings so lange für seine Gruppen-aktivitäten genutzt 
hatte, bis er ein festes Domizil in der Bessunger Knabenschule gefunden 
hatte. Immer wieder wurde in informellen Gesprächen an der Idee 
weitergesponnen, bis sich die drei polnisch-stämmigen Frauen und die 
Bildungsreferentin  schließlich trafen, um gemeinsam  erste Bausteine für 
das Programm einer  internationalen Jugendbegegnung in Polen zu 
entwickeln. Schon diese vorbereitenden Gespräche waren sehr 
interessant, da sie stark von dem jeweiligen biografischen Hintergrund 
der einzelnen Frauen geprägt waren: 
Dorota Mondry und Lucyna Simon waren in Polen geboren und 
ausgebildet worden, lebten und arbeiteten aber schon sehr lange in 
Deutschland. Patricia Kaczmarek ist in Darmstadt als Tochter polnischer 
Eltern geboren und aufgewachsen. Erst durch ihr Slawistikstudium 
begann sie, sich für ihre kulturellen Wurzeln zu interessieren. Sie  hatte 
Anfang 2006 zu Studienzwecken einige Wochen in der Heimat ihrer 
Eltern verbracht. 
Rose Klaus übernahm in dieser Konstellation die Rolle des völligen 
Neulings, was Polen als Land betraf und konnte so in der Konzept-
erstellung immer darauf hinwirken, dass die vermutliche Position der 
„nur deutschen“ TeilnehmerInnen berücksichtigt wurde. Da viele 
Mädchen und Jungen der Jugendgruppe des Vereins „Die Brücke“ von 
vornherein an der Reise interessiert waren, wurde schon in der 
Konzeption berücksichtigt, dass die TeilnehmerInnen sich mindestens in 
drei verschiedene Kategorien einteilen ließen: 
- Hier aufgewachsene Kinder polnischer Eltern, die in ihrem 
Migrationshintergrund zuhause waren, Polen kannten und die 
polnische Sprache beherrschten 
- Hier aufgewachsene Kinder polnischer Eltern, die ihrer polnischen 
Herkunft eher ablehnend gegenüberstanden und meistens auch 
die Sprache nur bruchstückhaft beherrschten 
- Nur deutschsprachige Jugendliche mit Neugier auf Land und 
Leute

21  
2.3.2. Konzeption  
Die Bildungsreferentin erstellte auf der Grundlage der Diskussionen mit 
dem zukünftigen Team eine den Förderungsrichtlinien für Maßnahmen 
der internationalen Jugendarbeit des Regierungspräsidiums Kassel 
entsprechende Konzeption, die hier in Auszügen eingefügt wird: 
 
„Der Jugendring Darmstadt plant in Kooperation mit dem Verein „Die 
Brücke“, Darmstadt einen internationalen Jugendaustausch mit polnischen 
Jugendlichen in Polen. 
Der Verein „Die Brücke“ arbeitet in Darmstadt mit Kindern und Jugendlichen 
mit polnischem Migrationshintergrund, z.T. finden Veranstaltungen in den 
Räumen des Jugendrings statt. 
Ziel des Vereins ist es, den Kinder und Jugendlichen, die z.T. schon in 
Deutschland geboren sind, ihre Muttersprache, sowie polnische Kultur in 
Traditionen und Gebräuchen zu erhalten. 
Dies zum einen in der Annahme, dass ein positives ethnisches 
Selbstbewusstsein zu einer gelingenden Integration beitragen kann, zum 
andern, um es den Kindern und Jugendlichen zu erleichtern, mit den 
Erwartungen ihrer Eltern umzugehen. 
Da diese jungen Frauen und jungen Männer die Träger eines gegenwärtigen 
und zukünftigen Europas sind, halten wir es für sinnvoll, sie unabhängig von 
familiären Beziehungen (Verwandtschaftsbesuchen in Polen) mit ihren 
Altersgenossinnen in Polen zusammen zu bringen. 
Zusätzlich zu den Jugendlichen mit polnischem Migrationshintergrund 
werden noch Jugendliche ohne oder mit einem anderen Migrationshintergrund 
Teil der Gruppe sein, um das Spektrum abzurunden. 
Geplante Themen sind:  
• Lebenssituation der Jugendlichen in Schule, Beruf und Freizeit, 
Vergleich Deutschland / Polen 
     (Wie lebt es sich in Deutschland als „Pole“, wie fühlt man 
     sich in Polen, wenn man seinen Lebensmittelpunkt in  
     Deutschland hat?) 
• Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit in beiden Ländern in Bezug 
auf die jeweils andere Nation. Ökonomische Hintergründe von 
fremdenfeindlichen Denkweisen. 
• Die Rolle der Religion in der polnischen bzw. deutschen Gesell-
schaft 
• Gemeinsamkeiten beider Kulturen“ 
 
Im Frühjahr 2006 bewilligte das Regierungspräsidium Kassel den 
Zuschuss für die Maßnahme. Die Werbung  für die Fahrt nach Polen lief 
im Wesentlichen über den Verein „Die Brücke“. Aber auch über die 
Presse kamen Anmeldungen. Partner in Polen war eine Schulklasse aus 
der Umgebung der internationalen Jugendbegegnungsstätte Mikuszewo, 
deren Lehrerin Roma Borkowska schon auf der anfangs beschriebenen 
Tagung in Arnoldshain Interesse für ein solches Projekt gezeigt hatte. 
Lucyna Simon und Dorota Mondry hielten den Kontakt zu Roma

22  
Borkowska und der internationalen Jugendbildungs-stätte Mikuszewo. 
Auf Vorschlag der Bildungsreferentin wurde als viertes Teammitglied 
unser ehemaliger Praktikant Benjamin Morbeck engagiert, der sich mit 
seinen Arbeitsschwerpunkten Sport und Medienpädagogik 
hervorragend ins Team einfügte. 
 
2.3.3. Der Eltern-Mädchen-Jungs-Abend 
 
Zwei Wochen vor der Abfahrt luden die Bildungsreferentin und das 
Team Eltern nebst Töchtern und Söhnen zu einem Infoabend über die 
Fahrt ein. Das Team stellte das Programm in groben Zügen vor, 
Formalitäten wurden abgeklärt, noch offene Fragen  beantwortet. 
Dies war sehr wichtig, da die TeilnehmerInnen alle noch sehr junge 
waren, die Fahrt in ein für Einige unbekanntes Land ging, gegen das es 
so manche Bedenken gab und einige Eltern doch etwas besorgt waren. 
Die Jugendlichen hatten, wie erwartet sofort Kontakt zueinander 
gefunden. Manche Eltern bedankten sich ausdrücklich für die 
hervorragende Organisation. Sie drückten auch aus, dass sie ihre Kinder 
bei diesem Team gut aufgehoben wussten. Ein großer Bonus war, dass 
einige Eltern und Kinder Dorota Mondry und Lucyna Simon schon vom 
Verein „Die Brücke“ her kannten und schätzten. Auch nach der Fahrt 
drückten die Eltern große Anerkennung für die hervor-ragende Arbeit 
des Teams und die professionelle Organisation des Veranstalters aus. 
 
2.3.4. 19 x Polen und zurück 
 
In der zweiten Herbstferienwoche fuhren insgesamt 15 Jugendliche aus 
Darmstadt und Umgebung, darunter zehn Mädchen und fünf Jungen 
zwischen 12 und 15 Jahren (mit einer Ausnahme, ein 11-jähriges 
Mädchen) mit der Bahn zur internationalen Jugend-begegnung nach 
Mikuszewo in Polen. 
Ein Teil der 
Jugendlichen kam 
aus Familien mit 
polnischer Herkunft. 
Die Jugendlichen mit 
Polnisch-Kenntnissen 
nahmen eine 
wichtige Position 
innerhalb der 
Gruppe ein, da sie als 
Sprachvermittler für 
TeilnehmerInnen 
ohne Erfahrung mit 
der polnischen 
Sprache sehr wichtig 
waren. Die Gruppe der Jugendlichen aus Polen bestand aus zehn

23  
Jugendlichen.  
Am zweiten Tag der Begegnung wurde zusammen mit den Teilnehmer-
Innen ein Vertrag erarbeitet und schließlich beschlossen, der sowohl in 
Polnisch als auch in Deutsch aufgehängt wurde. Inhalte waren z.B. 
gegenseitiger Respekt, Toleranz und Verantwortung sowohl für sich als 
auch für jeden anderen in der Gruppe. Bei aufkommenden Unklarheiten 
konnte immer wieder auf diesen Vertrag zurückgegriffen werden, der 
für alle verbindlich war. 
 
 
Innerhalb des vierköpfigen Teams aus Deutschland sprachen drei 
Teamerinnen polnisch; zudem sprach die  Teamerin der polnischen 
Gruppe auch deutsch. Neben Zielen wie  kennen lernen des  Nachbar-
landes und dem kulturellen Austausch zwischen den TeilnehmerInnen 
stand der Abbau von Vorurteilen und die grundsätzliche Vermittlung 
von Wissen über Polen und Deutschland im Vordergrund.  
 
Kennenlernen von Land und Kultur  
Die internationale Jugendbildungsstätte Mikuszwo, die in der 
Partnerregionen 
Hessens, der 
Wojewodschaft 
(Region) Wielkopolska 
(Altpolen), liegt, erwies 
sich auf Grund der 
zentralen Lage 
zwischen den 
bedeutenden Städten 
Posen und Gnesen als 
geeigneter Platz, um 
Ausflüge an historisch 
interessante Orte 
(Poznan, Gniezno, die

24  
Ausgrabungsstätte 
Biskupin) mit 
professionellen 
Führungen in beiden 
Sprachen 
durchzuführen. 
Archäologische 
Entdeckungen 
belegen, dass es 
schon im 9. 
Jahrhundert eine 
Burg im Zentrum des 
heutigen Poznans 
(Posen) gegeben hat, 
in der sich der 
Piastenfürst Mieszko 
I., der erste historisch 
nachweisbare Fürst 
der polnischen 
Urstämme, taufen 
ließ. Da diese Stadt 
bis heute ein 
wichtiges 
Handelszentrum ist, 
lernten die 
Jugendlichen sowohl 
die spannende 
Historie dieser Stadt, 
als auch eine 
moderne Metropole kennen. 
 
 
 
 
Umgang mit beiden Sprachen – gemeinsame Gestaltung des 
Tagesablaufes 
In der Jugendbildungsstätte wurden täglich Sprachanimationen und 
Sprachspiele angeboten. So lernten beide Gruppen die jeweils andere 
Sprache spielerisch kennen. In der Freizeit diskutierten die Teil-
nehmerInnen mit  Hilfe der zweisprachigen Jugendlichen lebhaft über 
das Leben in Polen und in Deutschland. Sie stellten fest, dass die 
Menschen in beiden Ländern vergleichbare Lebensgewohnheiten, 
Lebensstandards und Alltagsprobleme haben. Es wurden aber auch 
Unterschiede in der Infrastruktur ( Straßen, Bahn, Internetzugang) 
festgestellt, die in Polen noch zu verbessern seien. Anknüpfungspunkte 
waren immer wieder ähnliche Interessen der TeilnehmerInnen in den 
Bereichen Musik, Sport und Schule. Gesellschaftsspiele, sportliche

25  
Aktivitäten und gemeinsame Aufgaben wie die Organisation von 
Einkaufen, die Gestaltung von Mahlzeiten und gemeinsames  
Aufräumen ließ die deutsch-polnische Gruppe schnell zusammen 
wachsen. Die 
sprachlichen 
Kompetenzen beider 
Gruppen verbesserten 
sich durch das tägliche 
Miteinander, 
Sprachhemmungen 
wurden zusehends 
abgebaut. Die 
Jugendlichen 
entdeckten viele 
Kommunikationsmögli 
chkeiten und fanden 
beide Sprachen 
interessant, wobei die 
deutsche Gruppe mehr 
Schwierigkeiten mit der Aussprache des Polnischen hatte; die Probleme 
waren aber zu bewältigen. Alle diskutierten Themen wurden bilingual 
erarbeitet. Die TeilnehmerInnen stellten fest, wie wichtig es für die 
interkulturelle Verständigung  ist, Fremdsprachen zu lernen.  
 
Workshops 
Zu den Themen Film, Theater und Musik wurden vom Team Workshops 
angeboten. Die Jugendlichen konnten sich die thematische Umsetzung 
mit den jeweils angebotenen Medien selbstständig erarbeiten. Als Beis-
piel soll hier das Filmprojekt beschrieben werden, das von Benjamin 
Morbeck angeleitet wurde: Die Gruppe, die sich für das Medienprojekt 
entschieden hatte, bestand aus 7 Jungs. Davon kamen 5 aus Deutschland 
(2 davon beherrschten sowohl die polnische als auch die deutsche 
Sprache) und 2 aus Polen (sie sprachen polnisch und englisch). Das Alter 
der teilnehmenden Jugendlichen lag zwischen 12 und 14 Jahren. Bei den 
Deutschen waren die Schulformen Gymnasium und Realschule vertre-
ten, bei den Polen die Grundschule. (Diese reicht in Polen bis einschließ-
lich zur sechsten Klasse). Die Gruppe verständigte sich zunächst über 
die Wirkung von Bild und Ton und über die Manipulationsmöglich-
keiten, die von Radio und Fernsehen, vor allem auch von der Werbung, 
genutzt werden. Sprachliche Hürden wurden mit Hilfe der Dolmetscher 
(hier: zweisprachiger Teilnehmer) oder nonverbaler Kommunikation 
gemeistert. Die Mediengruppe begleitete die gesamte Begegnung mit der 
Kamera bzw. dem MD –Player. Sowohl das tägliche Miteinander und die 
Präsentationen anderer Workshops als auch die Ausflüge und die Hin- 
und Rückfahrt wurden von der Gruppe festgehalten. Der Schnitt des 
Filmes war allerdings in der kurzen Zeit in Polen nicht zu schaffen. 
Benjamin Morbeck stellte den Film in Eigenarbeit nach der Fahrt fertig.

26  
 
 
Die Jugendlichen arbeiteten  sehr intensiv in ihren jeweiligen AGs und 
präsentierten zum Abschluss der Begegnung außer den Filmteilen noch 
ein Theaterstück und einen deutsch-polnischen Singwettbewerb. 
 
2.3.5. Einschätzung der internationalen Begegnung  durch das 
        Team: 
 
- Die deutsch-polnische Gruppe hat sich gut integriert und viel von-
einander profitiert.  Ab und zu gab es Irritationen, wenn sich die 
deutschen Jugendlichen mit polnischem Elternhaus zu sehr mit ih-
ren polnischen AltersgenossInnen identifizierten. Diese stellten 
dann belustigt fest, dass die „Deutschen“ trotz polnischer Eltern 
doch keine richtigen Polen waren, da sie z.B. ihre Muttersprache 
selten lesen oder schreiben und auch nicht perfekt sprechen konn-
ten. Außerdem beherrschten die Deutsch-Polen den angesagten 
Verhaltenskodex nicht und benutzten z.B. Flüche, auf die die pol-
nischen Jugendlichen pikiert reagierten. 
- Die Jugendlichen haben souverän und selbstständig Aufgaben er-
füllt und  eigene Ideen umgesetzt. 
- Die TeilnehmerInnen  wirkten bei Ausflügen aktiv und interessiert 
mit, sie reflektierten und diskutierten das jeweils Gesehene und 
Erlebte.  
- Das Programm lief im Großen und Ganzen nach Plan, die Tage 
waren gut unterteilt in angeleitete Programmpunkte und Zeit für 
eigenständige und freie Gestaltung. 
- Die Jugendlichen eigneten sich nicht nur Wissen über das 
Nachbarland Polen und seine Geschichte an, sondern befassten 
sich außerdem auch mit der aktuellen politischen Situation des 
Landes.

27  
 
 
- Es fand ein Austausch statt über die Situation der Schulen in bei-
den Ländern und über die unterschiedlichen Bildungssysteme. 
Andere Themen waren der unterschiedliche Stellenwert der Fami-
lie in beiden Ländern und die Verortung der Jugendlichen in ihren 
jeweiligen Kulturkreisen. Das Verhalten der polnischen Jugendli-
chen war z.B. von deutlich mehr Respekt gegenüber Erwachsenen 
gezeichnet als das der deutschen. ( Hier spielte möglicherweise 
eine nicht geringe Rolle, dass die Begegnung für die deutschen Ju-
gendlichen in die Herbstferien fiel, für die polnischen jedoch in 
ihre Schulzeit. Die Teamerin der polnischen Gruppe war gleichzei-
tig deren Deutschlehrerin). In diesem Zusammenhang wurde u. a.   
thematisiert, ob die polnischen Jugendlichen evtl. nicht so „cool“ 
wären wie die deutschen. 
 
 
 
- Die Jugendlichen haben sich rundum wohl gefühlt und das in 
einem, zumindest für einige, sehr fremden Land, weit weg von zu 
Hause und den Eltern. Aus Anfangs zwei Gruppen (Deutsch-

28  
Polnisch) ist eine große Gruppe entstanden in der jeder Einzelne 
mit Respekt und Toleranz behandelt wurde! 
- Die Jugendlichen waren nach dieser einen gemeinsam  
     verbrachten Woche nur schwer zu trennen. Es entstanden    
     einige Freundschaften. Alle TeilnehmerInnen  
     wünschten sich, die Begegnung fortzusetzen. 
 
 
 
 
2.3.6. Nachtreffen 26.11.06  
 
Schon in Mikuszewo bzw. auf der Heimfahrt wurde vereinbart, dass sich 
die Darmstädter Gruppe trifft, sobald der Film über die inter-nationale 
Begegnung fertig geschnitten ist. 
Auch für die Reflektion des Erlebten wurde ein zeitnahes Wiedersehen 
der Gruppe und des Teams für wichtig erachtet. Alle bis auf eine 
erkrankte Teilnehmerin trafen sich im kleinen Partyraum der Bessunger 
Knabenschule zu einem köstlichen Buffet, zu dem alle etwas beigetragen 
hatten. Der Jugendring sorgte lediglich für Getränke. Da das 
Darmstädter Echo weniger an einer Pressemit-teilung unsrerseits über 
die Jugendbegegnung, sondern nur an der Möglichkeit eines Interviews 
mit den TeilnehmerInnen interessiert war, fragte die Bildungsreferentin 
alle TeilnehmerInnen per Mail, ob sie einverstanden wären. Sie stimmten

29  
zu und so kam Carolin Eichhofer, eine junge freie Mitarbeiterin des 
Darmstädter Echos, die, wie wir später erfuhren, selbst noch Schülerin 
war, zu dem Treffen. Die TeilnehmerInnen berichteten sehr lebhaft und, 
wie man an dem Artikel sehen kann, wurden sie auch gut verstanden 
und wiedergegeben. Höhepunkt des Wiedersehens war die Premiere des 
zusammen geschnittenen Filmmaterials, das Benjamin Morbeck an der 
Fachhochschule Münster professionell bearbeitet hatte. Der Film wurde 
euphorisch aufgenommen; noch einmal wurde über das ein oder andere 
gelacht oder kritisch diskutiert. Für das Team war vor allem wichtig zu 
erfahren, wie die Jugendlichen nach einiger Zeit über die Reise und das 
Erlebte dachten und wie sie nun in Zukunft damit umgehen wollten. 
Klar war zudem, dass jede Möglichkeit des Wiedersehens bis zum 
Besuch der polnischen Gruppe in Deutschland im Sommer 2007 genutzt 
werden würde. 
 
 
 
2.3.7. „Lulajze Jezunju“ auf dem Bessunger Weihnachtsmarkt  
 
Der Bessunger Weihnachtsmarkt wird seit 2005 von der Mutter eines 
Jugendlichen ausgerichtet, der an der Internationalen Begegnung 
teilgenommen hatte. Für Rose Klaus, selbst Bessungerin, ist es schon eine 
jahrelange Tradition, mit Kindern und Erwachsenen an einem der 
Weihnachtsmarkttage zu singen. Im Vorjahr hatte sie die drei 
polnischsprachigen späteren Teammitglieder dazu überredet, mit ihr ein 
ganz bestimmtes und unter Polen sehr bekanntes polnisches 
Weihnachtslied fürs Publikum zu singen. Beim anschließenden

30  
Glühweintrinken entstanden damals die ersten Ideen zu der Polenfahrt. 
Es lag nahe – und es war gleichzeitig eine große Herausforderung für 
das Team, die Bildungsreferentin und vor allem für die Jugendlichen – 
diesen Auftritt mit einem spontanen Jugend- und Erwachsenenchor zu 
wiederholen. Es war vor allem dem Team zu verdanken, dass die 
Jugendlichen „mitspielten“. Auch Außenstehende konnten beobachten, 
dass das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen TeilnehmerInnen und 
Team sehr stark war. Selbst die teilweise anwesenden und mitsingenden 
Eltern der Mädchen und Jungen störten diese nicht weiter. 
Bemerkenswert war, dass vor allem die deutschen Jugendlichen  dank 
des Sprachtrainings während ihres Aufenthaltes in Mikuszewo keine 
Hemmungen hatten, auf Polnisch zu singen, wofür sich die kleinen und 
großen Zuschauer des Weihnachtsmarktes mit einem Riesenapplaus 
bedankten.  
 
2.4.  Vorbereitungen „Politik trifft Ehrenamt“ 
 
Einen großen Schwerpunkt der Arbeit des Vorstandes und der 
Bildungsreferentin betraf das sich in Planung befindende Projekt „Politik 
trifft Ehrenamt“. Vorausgegangen waren konstruktive Gespräche mit 
der Politik und vor allem dem OB Walter Hoffmann, in denen die 
Wichtigkeit beider Seiten, einen politischen Dialog zwischen 
jugendlichen Ehrenamtlichen und der Politik zu schaffen, betont wurde. 
Von der bloßen Idee reifte bis Ende des Jahres durch Gespräche mit der 
Politik, lebhaften Diskussionen im Vorstand und in drei 
Vollversammlungen ein fertiges Konzept, das so im neuen Jahr dem 
Oberbürgermeister vorgestellt werden konnte.

31  
 
 
3. Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Trägern 
  
3.1. Rock gegen Rechts mit dem StadtschülerInnenrat Darmstadt  
      und der DGB Jugend Südhessen am 10.06.06  
 
Die Veranstaltung begann um 15:00 Uhr mit der Workshopphase. Leider 
musste der Workshops „Ideologie der Neuen Rechten“ ausfallen, da der 
Referent kurzfristig erkrankt war. Die etwa 50 
WorkshopteilnehmerInnen  teilten sich auf die beiden anderen 
Workshops „Rechte Subkulturen“ und „Soziale Demagogie – Was hat 
der Kapitalismus mit dem Faschismus zu tun?“ auf. Der Workshop 
„Rechte Subkulturen“ befasste sich mit „Kleidungscodes“ innerhalb der 
rechten Szene und analysierte die Liedtexte nationalistischer und 
rechtsextremer Pop- und Rockgruppen. Die TeilnehmerInnen bekamen 
auch Kostproben dieser Musik zu hören. Anschließend diskutierten sie 
über das Gehörte und Gelesene. 
In dem Workshop „Soziale Demagogie – Was hat der Kapitalismus mit 
dem Faschismus zu tun?“ diskutierten die TeilnehmerInnen über die 
Zusammenhänge von Kapitalismus und Faschismus. Die Gruppe 
befasste sich mit „faschistischer Kapitalismuskritik“ Ende der 20er Jahre 
des letzten Jahrhunderts und von heute. Im Anschluss an die Workshops 
begann das Zeitzeuginnengespräch mit Trude Simonsohn (Ausschwitz- 
und Theresienstadtüberlebende) und Irmgard Heydorn 
(Arbeiterwiderstand gegen das NS-Regime). Zu den etwa 50 
TeilnehmerInnen gesellten sich nun noch einmal mindestens 20 
Interessierte hinzu. Trude Simonsohn berichtete über ihr Leben und die 
Verfolgungen, die sie während der NS-Zeit zu erleiden hatte. Besonders 
beängstigend waren ihre Schilderungen über ihre Gefangenschaft in 
Auschwitz und Theresienstadt. Am meisten beeindruckte die 
Zuhörerinnen und Zuhörer die Aussage, dass ihre Erinnerungen an 
Auschwitz getrübt seien. Sie könne das nicht genau erklären, glaube 
aber, die Ursache liege an einer „Ohnmacht der Seele“. So wie Menschen 
aufgrund extremer körperlicher Schmerzen ohnmächtig werden 
könnten, geschehe dies auch bei extremem psychischem Leid. 
 
Irmgard Heydorn erzählte über ihre Aktivitäten im Widerstand gegen 
das NS-Regime. Als von Haus aus international geprägter Mensch kam 
sie sehr schnell zum Widerstand, verteilte Flugschriften und verschickte 
Informationen über das NS-Regime ins Ausland. Heute sei ihr der 
„alltägliche Widerstand“, der gegen Rechtsextremismus zu leisten sei, 
besonders wichtig. Es gelte immer aufzustehen, wenn Unrecht geschehe. 
Auch bedauere sie, dass in der öffentlichen Wahrnehmung der 
militärische Widerstand stärker betont werde, als jener von Gruppen, die 
von Beginn an dem NS-Regime Widerstand leisteten. ie 
TeilnehmerInnen diskutierten engagiert mit den Zeitzeuginnen und

32  
stellten viele interessante Fragen. Zudem wurde das Zeitzeugengespräch 
auf Video aufge-nommen und sollte im kommenden Schuljahr allen 
SchülerInnen-vertretungen zur Verfügung gestellt werden. Nach 
Workshops und Zeitzeuginnengespräch begann das Konzert. Hierbei 
traten drei Bands, zum größten Teil aus der näheren Umgebung, auf. 
Um die BesucherInnen des Konzerts über Rechtsextremismus 
aufzuklären, wurden Flyer ausgelegt. Zusätzlich wurde das Publikum 
im Laufe der Veranstaltung über Rechtsextremismus informiert. Nach 
einer kurzen Einführung eröffnete „Soundpool“ das Konzert. Soundpool 
ist eine Newcomerband aus dem Raum Darmstadt, die sich zum größten 
Teil aus Schülern der Edith-Stein-Schule zusammensetzt. Die Stimmung 
im Glaskasten war schon zu Beginn der Veranstaltung super. Auch 
außerhalb des Gebäudes hatten sich zahlreiche Jugendliche versammelt 
und genossen das Konzert und die untergehende Sonne von draußen. 
Auf Soundpool folgte „Plowking“. Nun füllte sich der Raum noch mehr, 
da viele Jugendliche extra gekommen waren, um die Darmstädter Ska-
Band zu genießen. Vor begeistertem Publikum lieferte Plowking eine 
beeindruckende Show ab. Nach dem die Zuschauer vehement Zugabe 
forderten, ließ sich die Band auf einige extra Darbietungen ein. Nachdem 
Plowking den Saal schon zum Kochen gebracht hatte, fiel es natürlich 
schwer, dieses Spektakel zu überbieten. Doch „End of the Line“ brachte 
es noch einmal fertig, die Besucher zu später Stunde mitzureißen. Die 
fünf Bielefelder Jungs bestachen durch ihren Humor und ihre schnellen 
und lauten Songs. Insgesamt wurde die Veranstaltung von ca. 200 
Jugendlichen besucht. Die gesamte Veranstaltung lief weitgehend 
reibungslos ab. Zwar konnten die Konzertbesucher-Innenzahlen des 
letzten Jahres nicht übertroffen werden, dennoch sind vor allem die 
Workshops und das Zeitzeuginnengespräch als voller Erfolg 
einzustufen.  
 
3.2. Weltkindertag am 24.9.06  
 
Auf dem Marktplatz, am weißen Turm und im City-Carree spielte sich 
2006 der Weltkindertag ab. Der Jugendring baute sein buntes Zelt am 
weißen Turm auf. An einer großzügig aufgebauten Saftbar konnten sich 
die Kinder anhand ausgedruckter Rezepte eigene Cocktails mit 
abenteuerliche Namen mischen,  z.B. „Rote Füße“, Königlicher Saft“, 
„Cinderella“, „Baby Pinha Colada“ oder „Magisches Wasser“. Der  große 
Renner waren die Kokos- und Sahnecocktails!  Wer Lust hatte, konnte 
mit den bereitgestellten Farbstiften den Geschmack seines Cocktails in 
einem Bild festhalten -  fürs Rezept-buch zuhause. Schätzungsweise 200 
Kinder zwischen 8 und 12 Jahren besuchten den Stand des Jugendrings 
und nahmen auch ein paar Flyer über den Jugendring und seine 
Mitgliedsverbände mit. 
Im Zelt unterrichtete der junge Zauberer David seine Gäste in „Zauberei 
für Anfänger“. Auch hier war der Andrang groß!

33  
3.3.  Martinsviertler Tage gegen Rassismus und rechte Gewalt            
14.-17.9.06 
 
Am 16. 9. leistete der Jugendring  seinen Beitrag zu den „Martinsviertler 
Tagen gegen Rassismus und rechte Gewalt“, die unter dem Motto 
„Miteinander leben“ standen. Geplant war, die Aufnahme des 
Zeitzeugengesprächs von der Kooperation „Rock gegen Rechts“ zu 
zeigen. Leider war die Tonqualität nicht ausreichend und so mussten wir 
auf ein anderes Zeitzeugengespräch „Von der Hölle ins Paradies oder 
Chopin hat mich gerettet“ zurückgreifen.  Hier berichtet die während 
der Filmaufzeichnungen 102 Jahre alte jüdische Pianistin Aliza Sommer-
Herz, wie die Musik ihr half, das Konzentrationslager Theresienstadt zu 
überleben und den Verlust ihres Mannes, ihrer Mutter und fast ihrer 
ganzen Familie zu ertragen. Trotz des warmen Wetters waren einige 
Interessierte gekommen. Als besonders erfolgreich wertet der 
Jugendring, dass die meisten Gäste vorher nichts mit dem Jugendring zu 
tun hatten und nun auf Grund der Werbung erstmals in die Räume des 
Jugendrings gekommen waren.  Einige TeilnehmerInnen waren 
enttäuscht, nicht den erwarteten Film gezeigt zu bekommen. Nach dem 
Fest vor der eigenen Haustür 2005 war dies ein weiterer Schritt, den 
Jugendring im Martinsviertel bekannt zu machen.

34  
4. Mitarbeit in kommunalen Ausschüssen 
    und Arbeitsgemeinschaften 
 
4.1. Jugendhilfeausschuss 
 
Auf der außerordentlichen Vollversammlung am 25.4.06 wählten die 
Delegierten ihre VertreterInnen  für die Ausschüsse. Für den Jugend-
hilfeausschuss wurden Edeltraud Böhm von der Evangelischen Jugend 
und Michael Lindner vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend als 
stimmberechtigte Mitglieder vorgeschlagen, als stellvertretendes Mit-
glied Alexander John von der DGB-Jugend. Die Stadtverordneten-
versammlung entschied sich für Edeltraud Böhm und Michael Lindner 
als stimmberechtigte Mitglieder. Positiv ist, dass der Jugendring in der 
neuen Legislaturperiode 2006-2011 wieder mit zwei Delegierten vertre-
ten ist und nicht wie in den Jahren zuvor, nur mit einem stimmberech-
tigten und einem stellvertretenden Mitglied. Die konstituierende Sitzung 
des Jugendhilfeausschusses fand am 27.9.06 statt. 
 
4.2. Fachausschuss Kinder- und Jugendarbeit 
 
Für den Fachausschuss Kinder-und Jugendarbeit  wurden auf derselben 
Vollversammlung folgende Delegierte vorgeschlagen:  
Stimmberechtigte Mitglieder: Klaus Bechtold (SJD die Falken), Edeltraud 
Böhm, Michael Lindner und Thomas Hörter (ev. Jugend). Als 
Stellvertreter: Simon Schäfer (BDKJ). Alle Vorgeschlagenen außer 
Thomas Hörter wurden vom Jugendhilfeausschuss gewählt. 
Die Delegierten des Jugendrings brachten in der Vollversammlung die 
jeweils wichtigen Informationen der entsprechenden Ausschüsse ein. 
 
4.3.  Fachausschuss Jugendhilfeplanung 
 
Für diesen Ausschuss wurde Patricia Kaczmarek vom Jugendring-
Vorstand und der Vollversammlung vorgeschlagen und auch vom 
Jugendhilfeausschuss gewählt. Die konstituierende Sitzung fand am 
30.10. 06 statt. Patricia Kaczmarek berichtete in der letzten Vollversamm-
lung des Jahres über die Sitzung bzw. die Diskussionen und Entschei-
dungen des Jugendhilfeplanungsausschusses zur Vergabe der Rest-
mittel. Als Vorstandsmitglied stand sie in direktem Kontakt zum Büro  
des Jugendrings. Von dort wurden die Mitgliedsgruppen- und Verbände 
über sie betreffende Entscheidungen informiert. 
 
4.4. AG Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen (MAK) 
 
Für die AG war wie in den vergangenen Jahren die Bildungsreferentin 
zuständig. Die Sitzungen des MAK fanden in der Regel einmal 
monatlich statt.

35  
 
4.4.1. Fachtag des MAK : „Wie und wo erreiche ich Mädchen  
        heute und in Zukunft?“ 
 
Am 3. März  fand der Fachtag im Haus der Adventgemeinde mit den 
Referentinnen Prof. Dr. Elke Schimpf (EFH Darmstadt),  Dipl. päd. Paola 
Banfi (Projekt Soziale Stadt Rüsselsheim) und  Marta Andre-zewjeska 
M.A. für gesellschaftliche Prophylaxe und Resozialisation (EFH 
Darmstadt) statt. 
Folgende Fragen wurden in Arbeitsgruppen und Fachbeiträgen 
bearbeitet: 
• Welches Wissen ist in Bezug auf die aktuelle Lebenssituation von 
Mädchen für die Mädchenarbeit  relevant? 
• Auf welche theoretischen Ansätze der Genderdebatte wird in der 
Mädchenarbeit Bezug genommen? 
• Wie ist die regionale Infrastruktur in Darmstadt für Mädchen 
einzuschätzen? 
• Welche Arbeitsprinzipien und Organisationsformen sind für eine 
Arbeit mit Mädchen aus Sicht der Fachfrauen in Darmstadt zeit-
gemäß? 
• Welche Zugänge zu Mädchen in Darmstadt nutzt die Mädchenar-
beit? 
Ein wichtiges Ergebnis der Fachtagung war, dass sich die Situation der 
Mädchen heute in vielerlei Hinsicht verbessert hat. Allerdings hat sich 
daraus auch eine doppelte Vergesellschaftung von Mädchen und Frauen 
entwickelt: Sie müssen für beide Seiten Kompetenzen entwickeln und 
zusammenbringen: für die Erwerbs- und die Fürsorge-arbeit. Durch die 
Einsparungen im Jugendhilfebereich wird oft die Mädchenarbeit Opfer 
dieser Maßnahmen. Sie wird wieder einmal als Luxusthema begriffen. 
Dies macht es heute genau so notwendig wie zu der Gründungszeit des 
MAK, Mädchenarbeit kontinuierlich auf der politischen Ebene zu 
thematisieren. Die Bildungsreferentin arbeitete u.a. in der Arbeitsgruppe 
„Widersprüchlichkeit“ mit, die sehr genau beleuchtete, wie wichtig es 
ist, immer wieder genau hinzuschauen, wo die aktuellen Bedürfnisse der 
Mädchen und jungen Frauen liegen. Diese stehen z.T. auch im 
Widerspruch zu den Werten, die die Pädagoginnen für sich vertreten. 
Der Anspruch, den die Teilnehmerinnen dieser Arbeitsgruppe an sich 
stellten, war, immer genau zwischen eigenen Wertvorstellungen und 
denen des Klientels zu differenzieren. Dies schließt natürlich mit ein, zu 
den eigenen Wertvorstellungen zu stehen, sie aber nicht den Mädchen 
und jungen Frauen überzustülpen. Als wichtig für eine gelingende 
Mädchenarbeit wurde u.a. eine parallel laufende qualifizierte  
Jungenarbeit in den Einrichtungen der Stadt, in Jugendgruppen und 
Verbänden gesehen. Die Dokumentation des Fachtages kann im 
Jugendringbüro eingesehen werden und ist evtl. noch in der Abteilung 
Kinder- und Jugendförderung des Jugendamtes der Stadt Darmstadt 
erhältlich.

36  
4.4.2. Mädchengarten -  der MäGa Kick! -  am 9.6.06 
 
 
 
Diesmal hatte sich der MAK entschieden, seine jährliche 
Großveranstaltung mit dem Thema des Jahres, der Fußballwelt-
meisterschaft zu verbinden. Ursprünglich war  dies im Rahmen eines 
größeren Events vorgesehen, das die AG  K.O.B.R.A. u.a. als „WM-Park“ 
im Bürgerpark Nord geplant hatte. Dort wollte sich der MAK mit einem 
eigenen Mädchenzelt und entsprechenden Angeboten platzieren. 
Nachdem aufgrund verschiedener Schwierigkeiten das Großprojekt 
Anfang März geplatzt war, entschied sich der MAK für die schon zur 
Tradition gewordene Umbenennung des Herrngartens in Mächengarten 
mit einem sich auf die WM beziehenden Angebot. 
Mädchenfrauschaften trugen am ersten Tag der WM ein Turnier unter 
den Augen der Weltmeisterinnen  Pia und Tina Wunderlich aus 
Frankfurt aus. Auch viele nicht fußballbezogene Angebote lockten 
zwischen 250 und 300 junge Frauen und Mädchen in den Mädchen-
garten. Ab 18.00 Uhr wurde das Spiel Costa Rica – Deutschland auf 
Großleinwand in die Räume des Aktivspielplatzes übertragen. Die 
allgemeine Begeisterung über den Beginn der WM und das Bilder-
buchwetter übertrug sich auch auf die Stimmung der PassantInnen des 
Mädchengartens.

37  
Dies machte die Arbeit am Haupteingang Karolinenplatz, an dem die 
Bildungsreferentin zusammen mit ihrer Kollegin vom 
Stadtjugendpfarramt, Edel Böhm den Vorübergehenden Rede und 
Antwort stand zu Sinn und Zweck der Veranstaltung, fast schon zu 
einem Vergnügen. Drei Mitgliedsverbände des Jugendrings, die selbst 
Mädchenarbeit anbieten, waren beim MäGa-Kick vertreten. Der ASB 
stellte einen Rettungswagen mit rein weiblicher Besatzung zur 
Verfügung, den der Jugendring zum Teil finanzierte. 
 
 
 
 
 
4.5. AG Weltoffenes Darmstadt 
 
Die Bildungsreferentin nahm im Rahmen ihrer zeitlichen Möglich-keiten 
an den Sitzungen der AG Weltoffenes Darmstadt teil. 
Anfang Januar gingen durch die Darmstädter Presse erschreckende 
Berichte: 
In Griesheim, gerade vor der Darmstädter Haustür hatten sich am  
7. Januar anscheinend zunächst unbemerkt von Bevölkerung und 
Verfassungsschutz mehr als 500 jugendliche Neonazis aus ganz 
Deutschland, teilweise auch aus angrenzenden Ländern zu einem 
Konzert versammelt. Es gab Randale, die Bevölkerung wurde von mit 
Baseballschägern bewaffneten Trupps bedroht und vor allem Antifa-
Jugendliche, die als erste zur Stelle waren, wurden angegriffen. Die 
Polizei kam viel zu spät und konnte offensichtlich nicht viel aus-richten. 
Das Treffen war in einem Griesheimer Lokal als Geburts-tagsfeier 
angemeldet worden. 
 
Für Samstag, den  21.1. rief ein noch nie da gewesenes breites Bündnis 
aller in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien, der 
Oberbürgermeister, WASG und Uwiga, der Asta der TU, die Antifa , die

38  
DGB-Jugend,  die Jusos, der SV 98, das JuKuZ, die Bessunger 
Knabenschule und das Hoffart-Theater zu einer Kundgebung gegen die 
Naziumtriebe auf. Sprecher von SPD, FDP, Bündnis 90 die Grünen, freier 
Kulturszene und Antifa Gruppe Darmstadt im JuKuZ hielten Reden, 
wovon letztere sich deutlich von ihren Vorrednern absetzten. Die Antifa-
Gruppe machte die staatstragenden Parteien verantwortlich für eine 
rassistische Abschiebepraxis in Deutschland und Europa und zog den 
Schluss, dass die kapitalistischen Verhältnisse in Deutschland 
begünstigen, dass sich die Stärkeren gegen die Schwächeren (in diesem 
Fall Flüchtlinge) durchsetzen. Dies sei ein geeigneter Nährboden für 
faschistische Umtriebe. Weiterhin beklagte diese Gruppe, dass die 
Polizei weit härter gegen Antifas vorginge als gegen die Neonazis, dass 
sie sogar deren Demonstrationen gegen den Willen der Bevölkerung 
schützten und damit durchsetzten. Auch in Griesheim habe die Polizei 
zunächst durch Abwesenheit geglänzt und vor der Übermacht der Nazis 
gekniffen. Der noch sehr junge Redner bekam viel Beifall. Die 
Bildungsreferentin war in der vorangegangenen Sitzung der AG 
Weltoffenes Darmstadt darauf angesprochen worden, ob es nicht in den 
Reihen des Jugendrings Jugendliche gäbe, die sich gegen Nazis 
engagierten. Sie bejahte und sagte zu, sich mit diesen in Verbindung zu 
setzen und sie in die AG einzuladen. Da Herr Otman, der Leiter der AG 
Weltoffenes Darmstadt auch auf der Kundgebung anwesend war, 
versuchte sie vor Ort, den Kontakt herzustellen. Die Antifa-Vertreter 
wollten sich überlegen, ob sie einen Antrag an die AG stellen sollten und 
versprachen, sich wegen einer Einladung dorthin an die 
Bildungsreferentin zu wenden. Daraufhin passierte trotz mehrerer 
Anfragen der Bildungsreferentin nichts. In der nächsten Sitzung der AG 
Weltofffenes Darmstadt stellte Jürgen Barth zusammen mit den 
Fraktionen Uffbasse und Offene Stadt einen Antrag, die Antifa Gruppe 
Darmstadt für den Preis für Zivilcourage vorzuschlagen. Dieser Antrag 
wurde nicht befürwortet. 
Auf der Sitzung am 29.9.06 wurde vereinbart, dass der „Preis für 
Zivilcourage“ in „Preis für Gesicht zeigen“ verändert wird. 
 
 
5 . Bericht der Bildungsreferentin  
 
5.1. Unterstützende Arbeit für den Vorstand 
 
Rose Klaus unterstützte die Arbeit der Vorstandsmitglieder auf 
unterschiedlichste Weise. 
- Koordinierung und Vorbereitung von Vorstandssitzungen, 
Erarbeiten von inhaltlich relevanten Unterlagen, Erstellung einer 
Tagesordnung, die vorab per Mail verschickt wurde, Teilnahme an 
allen Vorstandssitzungen und Vollversammlungen, Erledigung 
der auf den Sitzungen besprochenen Aufgaben.

39  
- Vorbereitung und Koordinierung der Gespräche mit der Verwal-
tung  
 
- Ständiger Kontakt mit der Verwaltung in Sachen Vertrag z.B. über 
die Wege desselben innerhalb der Verwaltung. Vergleich der Ein-
arbeitungen der Verwaltung in den Vertrag mit den vom Jugend-
ring gewünschten Änderungen. Der Magistrat forderte über die 
Verwaltung zusätzlich zum Vertragsentwurf Satzung und Kon-
zeption des Jugendrings an (März 06). 
 
- Gespräche mit Vorstandsmitgliedern über diverse Aufgaben, 
Nachbereitung von Vollversammlungen und Veranstaltungen. 
 
- Überarbeitung der Protokolle von Vollversammlungen, vor allem 
Überprüfung der formalen Korrektheit, Überarbeitung des Jahres-
berichts. 
 
- Unterstützung bei Briefen an offizielle Stellen. (17.7.: Brief an Bür-
germeister Glenz mit der Bitte um Personalbewirtschaftungskos-
ten, die dem Vorstand von Frau Diekmann versprochen worden 
waren), Vorbereitung der Papiere zur Eintragung beim Amtsge-
richt/Vereinssache. 
 
- Begleitung bei Besuchen von für den Jugendring relevanten 
öffentlichen Veranstaltungen, dabei bekannt machen bzw. in Kon-
takt bringen der jeweiligen Vorstandsmitglieder mit Personen aus 
Politik, Verwaltung und MitarbeiterInnen anderer freier Träger. 
 
- Gespräche über sinnvollen Einsatz von Hard-und Software im 
Büro, Anschaffungen 
 
- Verschiedene Materialtransporte zu Veranstaltungen bzw. Ein-
käufe für Veranstaltungen - das Auto der Bildungsreferentin war 
außer punktuell gemieteten Fahrzeugen (z.B. am Weltkindertag) 
das einzige verfügbare Transportmittel. 
 
- Öffentlichkeitsarbeit: Überarbeitung von Beiträgen für die Lokal-
presse bzw. für überregionale Veröffentlichungen. Beratung bei öf-
fentlichen Redebeiträgen des Vorstands. 
 
 
5.2. Geschäftsführung 
 
Neben den üblichen Aufgaben wie Postbearbeitung, Pressearbeit, 
Telefondienst, Adressenverwaltung, Vollversammlungs-Einladungen, 
Rundbriefen und Informationen per Post oder E-Mail, Abrechnungen, 
Schlüsselverwaltung, Organisation der Behebung von PC – Problemen

40  
bzw. Probleme mit dem Kopierer und den allgemeinen die Büro-
organisation betreffenden Tätigkeiten kam noch Folgendes hinzu:  
 
Durch den Einbruch in das Archiv am 11./12.12. (siehe Punkt 1.8.) war 
die Bildungsreferentin tagelang mit Polizei, Versicherungen, 
Handwerkern, Liegenschaftsamt etc. pp. beschäftigt. Dadurch 
verzögerten sich andere Jahresabschlussarbeiten. 
 
Rose Klaus übernahm die Aufstellung der KandidatInnen für die zu 
wählenden kommunalen Ausschüsse, organisierte die hierfür 
notwendige außerordentliche Vollversammlung und sorgte für die 
Vollständigkeit der Daten der BewerberInnen und die  rechtzeitige 
Abgabe der Liste. 
 
Die verschiedenen Ausfälle und Probleme mit der EDV-Anlage 
beanspruchte nicht nur die Zeit des Verantwortlichen im Vorstand, 
Benny Scheitterer, sondern auch die Zeit der Bildungsreferentin, da sie 
zunächst selbst Wege suchte, mit den jeweiligen Problemlagen 
zurechtzukommen.  
   
5.3. Jugendbildungsarbeit 
   
Die meiste Zeit der Bildungsreferentin nahmen die großen Veran-
staltungen des Jahres in Anspruch, insbesondere die „Umme“- Party 
und die internationale Jugendbegegnung in Polen. Beide Veran-
staltungen waren ein Novum im Jugendring. Obwohl bei der „Umme“-
Party große Teile von Benjamin Morbeck eigenverantwortlich in 
Absprache mit dem Vorstand erledigt wurden, war Rose Klaus gefragt, 
wenn es um den inhaltlichen Teil der Veranstaltung ging.  Die 
Vorbereitung des  PolitikerInnenparcours zur Kommunalwahl lag allein 
in der Verantwortung von Rose Klaus. Teilweise liefen die Vorbe-
reitungen für beide Veranstaltungen parallel. Die konkreten 
Vorbereitungen für die Polenfahrt begannen im März. In der 
Verantwortung der Bildungsreferentin lagen: 
- die Konzeptionsentwicklung gemeinsam mit dem Team 
- die Mittelbeantragung beim RP Kassel 
- Kostenvoranschläge bei Bus und Bahn  
- Vorbereitung der Teamtreffen 
- Coaching des Teams 
- Entwicklung des Flyers, Werbung, Presse 
- Vorbereitung des Praktikanten Benjamin Morbeck auf seine Rolle 
im Team 
- Beschaffung der benötigten Geräte für die Medienarbeit 
- Telefonate mit dem RP und dem polnischen Konsulat wegen 
Grenzformalitäten 
- Sämtliche Korrespondenz mit den TeilnehmerInnen, per Mail,  
     Post, Telefon

41  
- Vorbereitung des „Eltern-Mädchen-Jungs-Abends“ 
- Checklisten für das Team 
- Verabschiedung der Gruppe am Hauptbahnhof 
- Während die Gruppe in Polen war, „Bodenstationsfunktion“ 
während des eigenen Urlaubs 
- Begrüßung der Gruppe/Organisation der Presse 
- Kostenaufstellung für das RP, gemeinsam mit Patricia Kaczmarek 
- Organisation des Nachbereitungstreffs / Presse 
- Organisation der Teamberichte 
- Organisation und Durchführung des Weihnachtsmarktsingens 
 
Gegen Ende des Jahres arbeitete die Bildungsreferentin gemeinsam mit 
verschiedenen Vorstandsmitgliedern verstärkt am Konzept „Politik trifft 
Ehrenamt“. Sie leitete die Konzeptdiskussion in der Vollversammlung 
und arbeitete Ergänzungen ein. Auch an der Entwicklung des Flyers, in 
dem die Idee des Konzeptes möglichst treffend umgesetzt werden sollte, 
war sie wesentlich beteiligt. 
 
Bei den Kooperationsveranstaltungen mit anderen Trägern war die 
Bildungsreferentin vor allem in der Vorbereitung und Koordination 
aktiv, da hier vor allem der Vorstand in den Vordergrund trat. 
 
5.4. Arbeit mit/ für die Mitgliedsgruppen- und verbände 
 
Im Berichtszeitraum wurden 10 Rundbriefe per Post und mehrere 
Rundmails an die Verbände verschickt. Außerdem wurden zahlreiche 
Kurzberichte, Veranstaltungshinweise und aktuelle Infos per Mail 
rundgeschickt, da die meisten Delegierten inzwischen über einen 
Internetzugang verfügen. Trotzdem war es manchmal notwendig, in 
zeitaufwändigen Aktionen Mitglieder gezielt anzurufen, um sie von der 
Notwendigkeit der Teilnahme an bestimmten Aktivitäten zu überzeu-
gen. Auch im Jugendring  ist die Überlastung ehrenamtlich arbeitender 
Jugendlicher durch Mehrfachverpflichtungen und Jobs neben 
(anstrengender) Schule bzw. Studium deutlich zu spüren. 
Informationen, die das Büro über Mail erreichten, z. B. Aufrufe zu 
verschiedenen Aktionen bzw. Demonstrationen,  wurden per Mail 
weitergeleitet. 
Anfragen aus der Bevölkerung, verschiedene Probleme Kinder und 
Jugendliche betreffend wurden, insofern sie nicht den Arbeitsbereich des 
Jugendrings tangierten, je nach Situation an Mitgliedsverbände oder 
andere Institutionen weitergeleitet. 
So wandte sich z.B.  eine Rat suchende afghanische Frau, deren Tochter 
die Zwangsverheiratung drohte, an den Jugendring. Ein Vater aus dem 
Landkreis erwartete eine Beratung zum Sorgerecht für seinen Sohn. Rose 
Klaus beriet VertreterInnen von Mitglieds-verbänden und anderen 
Gruppen zu Themen wie Vereinsgründung, Antrag Preis für 
Zivilcourage, juristischen, pädagogischen und politischen Fragen.

42  
 
5.6. Verleih von Geräten, Überlassung der Räume im Jugendring 
 
Verliehen wurden folgende Geräte: 
Laptop, Beamer, Magic Bar,Talkboxzelt, Digitalkamera  und  Partyzelt. 
Die Einführung an den jeweiligen technischen Geräten für Personen, die 
sich nicht damit auskannten, übernahm Benny Scheitterer vom 
Vorstand.  
Der Gruppenraum wurde als Treffpunkt regelmäßig von der Gruppe 
„DIDF“ genutzt. Mehrere Gruppen ohne eigene Räume nutzten den 
Gruppenraum in unregelmäßigen Abständen.  
 
5.7. Einladungen 
 
Die Bildungsreferentin besuchte Mitgliedsverbände zu verschiedenen 
Anlässen, so z.B. die Veranstaltung der DGB-Junioren zum Thema 
„Rechtsextremismus in Südhessen“, die Diskussion der Falkengruppe 
zur Presse beim „PolitikerInnenparcours“, das Sommerfest des 
Jugendhauses Zigarrnkist , das Jubiläumskonzert des Akkordeon-
Konzertvereins und das 60jährige Jubiläum des ev. Stadtjugend-
pfarramts. 
 
 
 
 
 
 
 
Im März erreichte den Jugendring die traurige Nachricht vom 
plötzlichen Tod eines langjährigen Delegierten: 
 
Pidi Schwab  
 
vom Jugendhof Bessunger Forst war einem Herzinfarkt erlegen. 
Rose Klaus war auf der Beerdigung und der anschließenden Feier im 
Jugendhof Bessunger Forst. Viele ehemalige und aktuelle haupt- und 
ehrenamtliche JugendarbeiterInnen trafen sich dort, um sich an das 
Leben von Pidi zu erinnern. In einem Diabeitrag wurde deutlich, wie 
sehr die Entwicklung des Jugendhofs von seinem Schaffen geprägt war. 
Alle waren sehr betroffen, vor allem über den plötzlichen und viel zu 
frühen Tod dieses etwa gleichaltrigen und sehr beliebten Kollegen.

43  
5.8. Arbeitsgemeinschaften 
 
Die Bildungsreferentin arbeitete in der „AG Weltoffenes Darmstadt“ und 
in der „AG Arbeit mit jungen Mädchen und Frauen“ (MAK) regelmäßig 
mit. Im Rahmen des MAK war sie an der Vorbereitung  und 
Durchführung der Veranstaltung „MäGa Kick“ beteiligt. (siehe 4.4.2.) 
 
5.9. Regionale Kontakte 
Im Berichtszeitraum fanden zwei vom Hessischen Jugendring 
organisierte Treffen der BildungsreferentInnen von Jugendringen in 
Hessen statt, an denen Rose Klaus teilnahm. Hier ging es vor allem um 
Erfahrungsaustausch, die kommunale Jugendpolitik bzw. die des Landes 
Hessens. Außerdem wurde von erfolgreichen Veranstaltungen der 
politischen Jugendbildung berichtet. 
 
5.10.  Praktikum  
Wie im Jahresbericht 2005 ausführlich beschrieben, setzte Benjmain 
Morbeck, Student der Sozialpädagogik an der Universität 
Münster/Westfalen sein im Oktober 05 begonnenes Praktikum bis Ende 
Februar 06 fort. Er wurde vom Vorstand mit dem Projekt „Umme“-Party 
beauftragt, für das er in Zusammenarbeit mit einzelnen Vorständen und 
der Bildungsreferentin verantwortlich war. Der Vorstand übernahm 
zeitweise die Betreuung des Praktikanten und war für ihn Ansprech-
partner, wenn die Bildungsreferentin nicht da war. Rose Klaus wertete 
mit ihm gemeinsam das Projekt „Umme-Party“ aus und unterstützte ihn 
bei seinem Bericht. Insgesamt kann gesagt werden, dass Benjamin 
Morbeck ein sehr erfolgreiches Praktikum absolvierte, in dem  input und 
output sich die Waage hielten. Da er innerhalb seines Studiums den 
Schwerpunkt Medienpädagogik belegte und auch mit einer 
Jugendgruppe in Münster im Rahmen eines weiteren Praktikums medial 
arbeitete, wurde er von Vorstand und Bildungsreferentin angefragt, den 
männlichen Part im Mikuszewo-Team zu übernehmen. (siehe 2.3.) Auch 
diese Arbeit war sehr erfolgreich. Benjamin Morbeck wird weiterhin 
dem Jugendring als freier Mitarbeiter zur Verfügung stehen. 
 
5.11. Jahresbericht 
 
Der Jahresbericht wird von Rose Klaus entworfen und, nachdem die 
Vorstandsmitglieder ihre Beiträge geschrieben haben, von ihr 
zusammengestellt und überarbeitet. Bereiche, die hauptsächlich der 
Bildungsreferentin zugeordnet sind, werden von ihr verfasst. 
Diese ganze Prozedur nimmt viel Zeit in Anspruch, ist aber wichtig, da 
nur so ins Bewusstsein gerufen und damit relativ genau erfasst werden 
kann, wie viel Zeit und Energie der Vorstand an ehren-amtlicher Arbeit 
in den Jugendring investiert hat und was durch hauptamtliche Arbeit 
abgedeckt werden muss. Wir hoffen, dass uns gelungen ist, dies auch 
den LeserInnen dieses Berichtes nahe gebracht zu haben.

2007/0286

1685 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
15.05.2007 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V  
 
Amt: Sozialverwaltung  
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
   
Tagesordnung:  I  II 
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2007/0286 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Vertrag zwischen dem Jugendring Darmstadt e. V. und der Wissenschaftsststadt 
Darmstadt 
Jahresbericht 2006 
 
Vorlage vom: 09.05.2007 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat nimmt von der Berichterstattung des Jugendringes Darmstadt e. V. über die Aktivitäten im 
Jahr 2006 Kenntnis. 
 
Anlagen: Jahresbericht Jugendring 2006 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 09.05.2007: 
 
Der Jugendring Darmstadt e. V. betreibt seit Beginn 1980 Jugendbildungsarbeit in Darmstadt. 
Grundlage hierfür ist gegenwärtig eine Vereinbarung zwischen dem Jugendring Darmstadt e. V. und 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die aufgrund des Magistratsbeschlusses vom 12.08.1981/Nr. 1053 
getroffen wurde. 
 
In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, den Jugendring Darmstadt e. V. regelmäßig um 
Berichterstattung über seine Aktivitäten zu bitten, um dann darüber zu entscheiden, ob ein 
gemeinsames Gespräch mit dem Jugendring notwendig wird. Aus diesem Grund wird der 
Jahresbericht 2006 vorgelegt.  
 
Darmstadt, 09.05.2007 
dr-gö, Nst.: 32 73 
 
 
Dezernat V 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch 
Stadtrat 
 
 
Anlage 
Jahresbericht 2006

Beratungsverlauf (1)

TOP 350

Orte (4)

  • Eckhardtstraße 7
  • Marktplatz
  • Karolinenplatz
  • Am Hauptbahnhof

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2007/0286
Typ
Magistratsvorlage
Datum
09.05.2007
Erstellt
29.09.2026 00:00