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V/0426/2017

Abfallstatistik 2016

Vorlagen 09.05.2017

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe, Sitzung am 07.06.2017, TOP 7

Berichtsvorlage

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Anlage

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Ansehen

Berichtsvorlage

942 Zeichen

V/0426/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Abfallstatistik 2016 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
07.06.2017 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Betriebsau s-
schuss mit der Anlage die Abfallbilanz 2016 vorgelegt. 
 
Die n achfolgende Bilanz informiert über die wesentlichen Fakten der kommunalen Abfallwir t-
schaft in Münster im Jahr 2016. In komprimierter und übersichtlicher Form wird über Art, Menge 
und Verbleib der im Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münst er angefallenen 
Abfälle und Wertstoffe berichtet.   
 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Peck 
Stadtrat 
 
Anlage: Abfallbilanz 2016 
 
 
 
  
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0426/2017 
Auskunft erteilt: 
Herr Beutel 
Ruf: 
60 52 44 
E-Mail: 
Beutel@awm.stadt-muenster.de 
Datum: 
23.05.2017 
Öffentliche Berichtsvorlage

Anlage

20259 Zeichen

Saubere Lösung
Abfallbilanz
2016
Saubere
Lösung

Vorwort .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  . . .3
1 . .Gesamtaufkommen .Siedlungsabfälle . . . . . . . . . . . . . .  . . .4
 . 1 .1 .Verwertung .und .Behandlung .  . . . . . . . . . . . . . . . . . .  . . .4
 . 1 .2 .Grünabfallkompostierungsanlage . . . . . . . . . . . . . .  . . .5
 . 1 .3 .Bioabfallvergärungsanlage .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  . . .5
 . 1 .4 .Restabfallbehandlungsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . .  . . .6
2 . .Abfälle .aus .Privathaushalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  . . .9
 . Grafik .Verwertung .der .Abfälle .
 . aus .Privathaushalten .2016 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .10
3 . .Sammlung .über .Holsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .13
4 . .Sammlung .über .Bringsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .14
 . 4 .1 .Recyclinghöfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .14
 . 4 .2 .Depotcontainer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .16
5 . .Stadtreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .17
6 . .Zusammenfassung .und .Vergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .18
Ausblick .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .19
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .20
Inhalt
 .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .1
Saubere .LösungSaubere .LösungSaubere .Lösung

Saubere Lösung

Saubere LösungSaubere Lösung
Saubere .LösungSaubere .Lösung
 .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .3
Saubere .Lösung
Mit der Übernahme der MBRA haben die AWM begonnen, 
den Anlagenverbund am Entsorgungszentrum zu optimieren. 
Die „alte“ Bioabfallvergärungsanlage, die von den Stadtwer-
ken 20 Jahre sehr erfolgreich in unserem Auftrag betrieben 
wurde, aber nicht mehr dem aktuellen technischen Stand 
entsprach, wurde geschlossen. Die biologische Stufe der 
MBRA wurde außer Betrieb genommen und 2016 umgebaut, 
so dass in einem separaten T eil auch Bio- und Grünabfälle 
behandelt werden können. Grund für die Schließung der 
biologischen Stufe war unter anderem, dass der Platz zur 
Ablagerung der vorbehandelten Sortierreste auf der Zentral-
deponie II eng geworden war. Seit 2016 gehen die Sortier-
reste extern in die thermische Behandlung.
Zusammenfassend lässt sich sagen: 2016 war für die 
Abfallwirtschaft ein Jahr, in dem erneut die Weichen für die 
Zukunft gestellt wurden. 
Die nachfolgende Bilanz berichtet über die wesentlichen 
Fakten der kommunalen Abfallwirtschaft in Münster 2016. 
In komprimierter und übersichtlicher Form wird über Art, 
Menge und Verbleib der im Verantwortungsbereich der 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster angefallenen Abfälle und 
Wertstoffe berichtet. Die detaillierten Bilanzdaten wurden 
entsprechend § 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie § 5 c 
Landesabfallgesetz der Aufsichtsbehörde vorgelegt. 
Vorwort
Mit Blick auf den fortschreitenden Klimawandel und immer 
knapper werdende Ressourcen, hat die Vermeidung von 
Abfällen oberste Priorität. Dazu motivieren die Abfallwirt-
schaftsbetriebe Münster Bürgerinnen und Bürger mit geziel-
ter Informations- und Aufklärungsarbeit sowie entsprechen-
den Angeboten zur Abfallvermeidung. 
Das dann folgende Ziel ist, einen größtmöglichen Anteil ent-
standener Abfälle stofflich zu verwerten. In Münster wurden 
früh die Weichen dafür gestellt, dass sich die Entsorgungs-
wirtschaft zu einer ressourcenorientierten und zukunftsfähi-
gen Kreislaufwirtschaft entwickelt. Ein wesentlicher Baustein 
ist die bereits seit vielen Jahren praktizierte getrennte Erfas-
sung und Verwertung der Wertstoffe, so dass möglichst viel 
Abfall direkt in die stoffliche Verwertung gehen kann. Über 
60 Prozent aller Abfälle aus den Privathaushalten in Münster 
wurden 2016 als getrennte Wertstoffe erfasst. 
Aber auch die Entscheidung für die mechanisch-biologische 
Restabfallbehandlungsanlage (MBRA) im Jahr 2003 war ein 
wichtiger Schritt. Im Juni 2015 ist der Betrieb dieser Anlage 
auf die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster übergegangen. Die 
Politik hat sich nach Empfehlung des Öko-Instituts Darm-
stadt 2015 für eine Optimierung des Anlagenverbundes am 
Entsorgungszentrum unter Beibehaltung der mechanischen 
Aufbereitung der Restabfälle entschieden. 
Wertstoffe wie Metalle, Kunststoffe, Papier und Holz werden 
aus dem Restabfall abgetrennt. Für die konstante Sicherung 
einer ökologischen und ökonomischen Abfallwirtschaft ist es 
wichtig, auch aus den Restabfällen „noch das Beste heraus-
zuholen“ , also Wertstofffraktionen zu separieren. So können 
sie stofflich oder hochwertig energetisch verwertet werden. 
Kunststoff, Papier und Holz haben als einzelne Fraktionen 
einen weitaus höheren Heizwert als es ein inhomogenes 
Abfallgemisch hätte. Abfall als Ersatzbrennstoff für fossile 
Energieträger bekommt aufgrund des Klimawandels und der 
Ressourcenknappheit einen immer größeren Stellenwert.

1. Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle
4 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .
2016 verzeichnen die AWM ein Gesamtaufkommen von 
176.834 t an Siedlungsabfällen, also Abfälle aus privaten 
Haushalten sowie vergleichbaren Einrichtungen, hausmüll-
ähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie und Straßen-
kehricht/Papierkorbabfälle. 
Zusammensetzung .Gesamtaufkommen .Siedlungsabfälle:
1 .1 .Verwertung .und .Behandlung .
Grundsätzlich wird bei der Verwertung von Abfällen unter-
schieden in stoffliche Verwertung (Recycling), energetische 
Verwertung und thermische Behandlung. 
Bei der stofflichen Verwertung werden aus den Abfällen 
Sekundärrohstoffe hergestellt. Entweder werkstofflich – so 
entstehen z.B. Papier-Recyclate oder Kompost aus Grün-/Bio-
abfall – oder rohstofflich. Bei der rohstofflichen Verwertung 
werden die Abfälle zunächst so behandelt, dass ihre einzel-
nen Bestandteile im Anschluss wieder als Rohstoffersatz 
eingesetzt werden können. 
Die energetische Verwertung nutzt Abfälle mit hohem Heiz-
wert zur Strom- und Wärmeproduktion. Als so genannte Er-
satzbrennstoffe ersetzen sie damit fossile Energieträger und 
tragen maßgeblich zum Ressourcenschutz bei. Nach dem 
Kreislaufwirtschaftsgesetz hat die stoffliche Verwertung 
grundsätzlich Vorrang vor der energetischen. Wenn aber eine 
Abfallfraktion einen hohen Heizwert (mind. 11.000 kj/kg) 
hat, ist die energetische gleichrangig. Aufgrund der knapper 
werdenden Ressourcen und des kontinuierlich fortschreiten-
den Klimawandels, kommt der energetischen Verwertung 
von Abfällen eine immer höhere Bedeutung zu. 
Abfälle, die nicht stofflich oder energetisch genutzt werden 
können, gehen in die thermische Behandlung. Gleichzeitig 
ist es Ziel, verwertbare (z.B. Schlacke, die als Baumaterial 
verwendet werden kann) oder ablagerungsfähige Fraktionen 
und auch hier Energie zu gewinnen. 
Ziel der sehr kleinteiligen Abfallwirtschaft in Münster ist, 
möglichst viele Wertstoffe getrennt zu erfassen und so einer 
stofflichen oder hochwertigen energetischen Verwertung 
zuzuführen. Wir erreichen so seit Jahren konstant eine Ver-
wertungsquote (stoffliche und energetische Verwertung) von 
rd. 80 Prozent. 
Saubere .Lösung

Saubere .Lösung
 .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .5
1 .2 .Grünabfallkompostierungsanlage .
Über die Grünabfallkompostierungsanlage wurden 2016 
insgesamt rund 24.586 t Grünabfälle verarbeitet. Der Wert 
ist damit im Vergleich zu 2015 (24.435 t) nahezu gleich 
geblieben. Aus den Grünabfällen stellen die AWM Qualitäts-
kompost her. 
1 .3 .Bioabfallvergärungsanlage
Rund 15.907 t organische Abfälle wurden 2016 über die 
Bioabfallvergärungsanlage verarbeitet. Dabei wurden rund 
2.400.000 m³ Biogas gewonnen, die über unser Blockheiz-
kraftwerk (BHKW) zu 4.821.000 kWh Strom umgewandelt 
wurden. Die Abwärme aus den Gasmotoren des BHKW 
belief sich 2016 auf 14.770 MW. 9.600 MW wurden zur 
Wärmeversorgung für die Bioabfallvergärungsanlage und 
Hauptkläranlage genutzt. 
Ende 2016 wurde die Bioabfallvergärungsanlage geschlos-
sen. Bioabfälle und ein T eil der Grünabfälle werden seitdem 
über die neue Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle 
verarbeitet. 
Verwertung .und .Behandlung .Siedlungsabfälle .2016:
18 .082 .Tonnen Kompost haben die AWM 
2016 aus den angelieferten Grünabfällen 
von Privatleuten und Gewerbebetrieben 
hergestellt.

6 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .
Saubere .Lösung
1 .4 .Restabfallbehandlungsanlage .
Über die mechanische Sortierung der Abfälle werden 
die noch im Restabfall enthaltenen Wertstoffe Metalle, 
Kunststoffe, Papier und Holz, abgetrennt. Entsprechend der 
Marktlage werden diese abgetrennten Fraktionen extern 
stofflich oder energetisch verwertet (s. dazu 1.1). Die Sor-
tierreste (Feinfraktion) werden extern thermisch behandelt. 
Mengenfluss .2016:
45,6

Mengenfluss .2015:
AWM-Abfallbilanz .2016 .| .7
Saubere .Lösung

8 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .
Saubere .Lösung

AWM-Abfallbilanz .2016 .| .9
2. Abfälle aus Privathaushalten
Bio-, Papiertonne, Gelber Sack, Grüngutabfuhr, Abholung 
großer Elektrogeräte, Depotcontainer für Glas und E-Schrott 
und 11 Recyclinghöfe: Die Münsteraner nutzen die Möglich-
keiten der getrennten Erfassung von Wertstoffen. Bei einem 
Pro-Kopf-Aufkommen von rund 435 kg in 2016 haben sie 
im Durchschnitt 270 kg Wertstoffe getrennt vom Restmüll 
entsorgt. 
Abfälle .aus .Privathaushalten:
Saubere .Lösung
Rund .132 .690 .Tonnen Haus- und Sperr-
müll sind im Jahr 2016 in den Münste-
raner Privathaushalten angefallen. Um-
gerechnet lag das Pro-Kopf-Aufkommen 
damit bei rund 435 kg.

10 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .Wirtschaft .und .Verwaltung
Saubere .Lösung
Verwertung der Abfälle aus den Münsteraner Privathaushalten in 2016
* Im Zuge der stofflichen Verwertung von Bio- und Grünabfällen zu Kompost wird gleichzeitig Biogas (2016: 2.400.000 m³) gewonnen, das zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt wird. 
** Altholz geht zur energetischen Verwertung in ein Biomassekraftwerk
• 21.676 t
• Erfassung über
Papiertonne und
Recyclinghöfe 
Papier
• rd. 17.244 t
• Erfassung über
Recyclinghöfe 
und
Grüngutabfuhr* 
Grünabfall
• rd. 15.907 t
• Erfassung über
Biotonne* 
Bioabfall
• rd. 2.350 t
•  Erfassung über 
Recyclinghöfe, 
Depotcontainer, 
Sperrgut
Elektronik-
geräte
• rd.1.372 t
• Erfassung über 
Recyclinghöfe 
Altmetall 
• rd. 1.255 t
•  Erfassung über 
Depotcontainer
Altkleider
rd. 50.470 t 
Restabfall (Haus- und Sperrmüll ohne 
Wertstoffe) aus Privathaushalten 
in Münster gingen in die 
Behandlungsanlage 
für Restabfälle
stoffliche/energetische  Verwertung
rd. 50. 470 t
FE-Metalle
(1.300 t)
NE-Metall
(270 t)
Papier 
(1.200 t) 
= 2.770 t
stofflich/ener-
getisch verwertet 
Kunststoff 
(5.790 t)
Schwerstoffe 
( 12.780 t)
= 21.250 t
energetisch
verwertet 
Feinfraktion
(26.450t) 
= 26.450 t
thermisch 
verwertet 
Holz **
(2.680 t)
• rd. 1348 t
• Erfassung über 
Recyclinghöfe 
Sonstige Wertstoffe 
rd. 
7.530 t
rd. 
7.530 t
• rd. 7.535 t
• Erfassung über 
Depotcontainer
Glas
• rd. 9.755 t
•  Erfassung über 
 Gelber Sack, 
Wertstofftonne, 
Recyclinghöfe 
Verpackungen
(DSD)
Altholz**
rd. 82.220 t
• rd. 3.778 t
•  Erfassung über 
Recyclinghöfe 
 
Altholz**
Getrennte Erfassung
Gesamtaufkommen der Abfälle aus Privathaushalten 
in Münster 2016: rd . .132 .690 .t  .
Verwertung .der .Abfälle .aus .Privathaushalten .2016
Getrennte .Erfassung: .rd . .82 .220 .t
Restabfallbehandlungsanlage: .rd . .50 .470 .t
* Im Zuge der stofflichen Verwertung von Bio- und Grünabfällen zu Kompost wird gleichzeitig Biogas (2016: 2.400.000 m³) gewonnen, das zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt wird.  
** Altholz geht zur energetischen Verwertung in ein Biomassekraftwerk

AWM-Abfallbilanz .2016 .| .11
Saubere .Lösung
Rund 62 .Prozent des Abfallaufkommens 
aus den Münsteraner Privathaushalten 
wurden 2016 als Wertstoffe getrennt 
erfasst und einer stofflichen oder energe-
tischen Verwertung zugeführt. 38 .Prozent 
gingen als inhomogenes Abfallgemisch 
zur Aufbereitung in die mechanische 
Restabfallbehandlungsanlage. 
.5rd 0.470 t
Restabfall (Haus- und Sperrmüll ohne
aus Privathaushalten
in Münster gingen in die
Behandlungsanlage
für Restabfälle
rd. 50.470 t
FE-Metalle
(1.300 t)
NE-Metall
(270 t)
Papier
(1.200 t)
= 2.770 t
-
(5.790 t)
( 12.780 t)
= 21.250 t
verwertet
(26.450t)
= 26.450 t
thermisch
Holz **
(2.680 t)
Restabfallbehandlungsanlage
verwertet verwertet
.5

12 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .
Saubere .Lösung

Sperrgutabfuhr: .7 .296 .t
292 t Wertstoffe 
(Elektrogeräte/Kühlgeräte), 
7.004 t Restabfälle 
Verpackungen .(DSD): .9006 .t
 .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .13
3. Sammlung über Holsysteme 
Saubere .Lösung
Nachfolgend sind die Wertstoff- und Abfallmengen dar-
gestellt, die über die Holsysteme in 2016 eingesammelt 
wurden. 
Die feste monatliche Sperrgut- und Grüngutabfuhr ist ein 
Service der AWM, den deutschlandweit nur sehr wenige 
Kommunen anbieten. Rund 3.750 Ladepunkte werden pro 
Woche angefahren. Die Kosten sind bereits in den Abfallge-
bühren enthalten.
Große .Elektrogeräte wie Fernseher, 
Computer-Monitore, Waschmaschinen 
und Kühl- und Gefriergeräte holen die 
AWM nach vorheriger Anmeldung vom .
Straßenrand bzw. gegen .Entgelt .aus .der .
Wohnung ab. 
Biotonne: .15 .907 .t
Papiertonne: .18 .870 .t
 .Restabfalltonne: .37 .040 .t
Grüngutabfuhr: .5 .400 .t .

14 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .
Saubere .Lösung
4. Sammlung über Bringsysteme
4 .1 .Recyclinghöfe .
Elf Recyclinghöfe gibt es in Münster – das heißt für den 
Großteil der Münsteraner/innen, dass sie von der Haustür 
bis zum nächsten Recyclinghof nicht weiter als drei Kilo-
meter fahren müssen – ganz im Sinne der möglichst hohen 
getrennten Erfassung von Wertstoffen. Kostenfrei angenom-
men werden alle Wertstoffe, Problemabfälle/Schadstoffe 
und Sperrgut aus Privathaushalten. Kostenpflichtig sind Re-
stabfall, Bau- und Renovierungsabfälle sowie – mit Ausnah-
me von Möbeln – behandeltes Holz. Insgesamt haben die 
Münsteraner/innen 2016 rund 21.465 t Wertstoffe angelie-
fert, mit rund 44 Prozent nimmt die Fraktion „Grünabfälle“ 
dabei den größten Anteil ein. 
Rund 562 .750 .Kundenkontakte gab es 
2016 insgesamt an unseren 11 Recycling-
höfen! 2015 waren es rund 520.000. 
Recyclinghöfe: .21 .465 .t
Wertstoffsammlung .über .Recyclinghöfe .2016:

.AWM-Abfallbilanz .2016 .| .15
Saubere .Lösung
Problemabfallsammlung .über .Recyclinghöfe .(rd . .339 .t) .und .
Gewerbeanlieferung .(rd . .30 .t): .
Restabfallsammlung .über .Recyclinghöfe .2016:

16 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .
Altkleider: .1 .255 .tElektrokleingeräte: .96 .t .
Glas: .7 .535 .t
In Münster gibt es: 
rd. 270 .Glascontainerstandorte 
rd. 60 .Altkleidercontainerstandorte
45 .E-Schrott-Container
4 .2 .Depotcontainer
Nachfolgend sind die Wertstoffmengen aufgelistet, die über 
die jeweiligen Depotcontainer 2016 gesammelt wurden.
Saubere .Lösung

.AWM-Abfallbilanz .2016 .| .17
5. Stadtreinigung
Täglich im Einsatz für eine saubere Stadt – mit 30 Kehr-
maschinen, zwei E-Gluttons und rund 60 Mitarbeitenden 
reinigen wir insgesamt jährlich rund 70.000 km Straßen, 
Rad- und Gehwege. Zusammen mit den Abfällen aus den 
über 2.000 Papierkörben in Münster kamen dabei 2016 
5.409 t Abfall zusammen, ein leichter Rückgang im Vergleich 
zu 2015 (5.473 t)
Straßenkehricht .und .Papier-
korbabfälle: .5 .409 .t
Saubere .Lösung

18 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .
6. Zusammenfassung und Vergleich
2016 2015
Gesamtabfall- und Wertstoffaufkommen 176.834 t 168.550 t
Verwertungsquote (stofflich und energetisch) Rd. 80 % Rd. 80 %
Haus- und Sperrmüllaufkommen 132.690 t 130.118 t
Abfallaufkommen pro Einwohner 435 kg 426 kg
Sammlung über Holsysteme 93.519 t 92.977 t
Wertstoffsammlung Recyclinghöfe 21.465 t 19.610 t
Restabfallsammlung Recyclinghöfe 6.437 t 6.481 t
Sammlung über Depotcontainer 8886 t 8758 t
Input Restabfallbehandlungsanlage 58.313 t 64.888 t
Gesamt . Wertstoffe .  . . . . . .% Restabfall .
Gesamt Wertstoffe        % Restabfall 
2006 476 298 63 % 178 
2007 485 305 63 % 180 
2008 478 301 63 % 177
2009 475 303 64 % 172
2010 468 295 63 % 173
2011 459 289 63 % 170
2012 438 277 63 % 161
2013 431 272 63 % 159
2014 479 284 59 % 195
2015 426 266 62 % 160
2016 435 270 62 % 165
Entwicklung .des .Abfallaufkommens .in .kg .pro .Einwohner/Jahr1
1 Zugrunde gelegt ist jeweils die Zahl der wohnberechtigten Bevölkerung 
zum 31.12. des Vorjahres
Saubere .Lösung

.AWM-Abfallbilanz .2016 .| .19
sung von Verpackungen und Wertstoffen, die den Kommunen 
die Einführung einer Wertstofftonne unter Berücksichtigung 
der ortsspezifischen Bedingungen ermöglicht. Dazu bedarf  
es einer grundlegenden Reform der Verpackungs- und Wert-
stoffentsorgung. Das kommende Verpackungsgesetz kann 
hier nur ein erster Schritt sein. 
Die Optimierung des Anlagenverbundes am Entsorgungs-
zentrum ist in weiten T eilen abgeschlossen. Die voraussichtli-
chen Mengen, die über die neue Behandlungsanlage für Bio- 
und Grünabfälle jährlich behandelt werden, belaufen sich auf 
rund 18.000 t Bioabfall und 22.000 t Grünabfälle. 
2017 könnte erneut ein Jahr werden, in dem Weichen für die 
Zukunft gestellt werden. Die AWM streben eine langfristige 
öffentlich-rechtliche Kooperation mit der niederländischen 
Twence an und wollen so die nachhaltige und effiziente Ab-
fallverwertung und -entsorgung im Euregio-Bereich stärken. 
Die Twence mit Sitz in Hengelo ist in kommunaler Träger-
schaft von 14 niederländischen Gemeinden und verfügt 
über einen hochtechnisierten Anlagenpark. Aufgrund der 
sehr ähnlichen Abfallwirtschaftskonzepte könnten Synergien 
effektiv genutzt werden. 
Ausblick
Das im Dezember 2015 von der EU-Kommission vorgelegte 
Kreislaufwirtschaftspaket will die Weichen stellen für eine 
stärker kreislauforientierte Wirtschaft. Produkte, Werk- und 
Rohstoffe sollen möglichst lange in der Wirtschaft verbleiben 
und Wiederverwertung sowie Recycling verstärkt werden. 
Bis 2030 soll die Recyclingquote für Haushaltsabfälle bei 65 
Prozent, die für Verpackungen bei 75 Prozent liegen. Bis 2030 
soll die Deponierung von Siedlungsabfällen EU-weit beendet 
sein. 
Deutsche Umweltverbände haben neben einer Erhöhung der 
Quoten unlängst gefordert, dass das Kreislaufwirtschaftspa-
ket außerdem entsprechend der Abfallhierarchie verbindliche 
Abfallvermeidungsziele enthalten muss. Demnach solle das 
Aufkommen an Restabfall pro Kopf ab 2025 nicht mehr als 
150 kg betragen, ab 2030 maximal 100 kg. 
Im Jahr 2015 hat jede/r Deutsche laut Angaben des statis-
tischen Bundesamtes im Durchschnitt 187 kg Restabfall 
produziert. Aufgrund der sehr kleinteiligen Abfallwirtschaft 
in Münster lagen wir mit 160 kg Restabfall pro Kopf deut-
lich unter dem Bundesdurchschnitt. Die Entwicklung des 
Abfallaufkommens pro Einwohner und Jahr in Münster lässt 
in den letzten zehn Jahren insgesamt einen Abwärtstrend 
erkennen. Ziel der Abfallwirtschaftsbetriebe ist, die Abfall-
mengen bei steigender Bevölkerungszahl konstant zu halten, 
das Pro-Kopf-Aufkommen also zu senken. Außerdem soll der 
Anteil des Restabfalls weiter reduziert werden. 
Dazu betreiben die AWM intensive Öffentlichkeitsarbeit. Ein 
Schwerpunkt wird im kommenden Jahr darauf liegen, durch 
eine Aufklärungskampagne und gezielte Maßnahmen den 
Anteil an Störstoffen im Bioabfall weiter zu senken. Weiteres 
Ziel ist, dass kein Bioabfall in der Restabfalltonne landet, sich 
die Menge des getrennt erfassten Bioabfalls also erhöht. 
Ziel der AWM ist weiterhin die stadtweite Einführung einer 
Wertstofftonne, über die Verpackungen und stoffgleiche 
Nichtverpackungen – die aktuell noch größtenteils in den 
Restmüll gehen – entsorgt werden. Die Wertstofftonne wäre 
ein bedeutender Baustein zur weiteren Reduzierung des 
Restabfalls und für eine weitere Steigerung der Wertstoff-
mengen. Voraussetzung dafür sind allerdings rechtssichere 
Ausgestaltungs- bzw. Vorgabemöglichkeiten für die Erfas-
Saubere .Lösung

Saubere .Lösung
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
Juni 2017, 200
20 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .

Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
T elefon: 0251/605253
T elefax: 0251/605248
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
Saubere
Lösung
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
X  &  Y Design | Münster

Beratungsverlauf (1)

07.06.2017 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Rösnerstraße 10

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Details

Aktenzeichen
V/0426/2017
Typ
Vorlagen
Datum
09.05.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37