V/0426/2017
Abfallstatistik 2016
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Berichtsvorlage
942 Zeichen
V/0426/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Betrifft Abfallstatistik 2016 Beratungsfolge 07.06.2017 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht Bericht: Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Betriebsau s- schuss mit der Anlage die Abfallbilanz 2016 vorgelegt. Die n achfolgende Bilanz informiert über die wesentlichen Fakten der kommunalen Abfallwir t- schaft in Münster im Jahr 2016. In komprimierter und übersichtlicher Form wird über Art, Menge und Verbleib der im Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münst er angefallenen Abfälle und Wertstoffe berichtet. I. V. gez. Peck Stadtrat Anlage: Abfallbilanz 2016 Vorlagen-Nr.: V/0426/2017 Auskunft erteilt: Herr Beutel Ruf: 60 52 44 E-Mail: Beutel@awm.stadt-muenster.de Datum: 23.05.2017 Öffentliche Berichtsvorlage
Anlage
20259 Zeichen
Saubere Lösung Abfallbilanz 2016 Saubere Lösung Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 1 . .Gesamtaufkommen .Siedlungsabfälle . . . . . . . . . . . . . . . . .4 . 1 .1 .Verwertung .und .Behandlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 . 1 .2 .Grünabfallkompostierungsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . .5 . 1 .3 .Bioabfallvergärungsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 . 1 .4 .Restabfallbehandlungsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 2 . .Abfälle .aus .Privathaushalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9 . Grafik .Verwertung .der .Abfälle . . aus .Privathaushalten .2016 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 3 . .Sammlung .über .Holsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13 4 . .Sammlung .über .Bringsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 . 4 .1 .Recyclinghöfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 . 4 .2 .Depotcontainer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16 5 . .Stadtreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 6 . .Zusammenfassung .und .Vergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 Inhalt .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .1 Saubere .LösungSaubere .LösungSaubere .Lösung Saubere Lösung Saubere LösungSaubere Lösung Saubere .LösungSaubere .Lösung .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .3 Saubere .Lösung Mit der Übernahme der MBRA haben die AWM begonnen, den Anlagenverbund am Entsorgungszentrum zu optimieren. Die „alte“ Bioabfallvergärungsanlage, die von den Stadtwer- ken 20 Jahre sehr erfolgreich in unserem Auftrag betrieben wurde, aber nicht mehr dem aktuellen technischen Stand entsprach, wurde geschlossen. Die biologische Stufe der MBRA wurde außer Betrieb genommen und 2016 umgebaut, so dass in einem separaten T eil auch Bio- und Grünabfälle behandelt werden können. Grund für die Schließung der biologischen Stufe war unter anderem, dass der Platz zur Ablagerung der vorbehandelten Sortierreste auf der Zentral- deponie II eng geworden war. Seit 2016 gehen die Sortier- reste extern in die thermische Behandlung. Zusammenfassend lässt sich sagen: 2016 war für die Abfallwirtschaft ein Jahr, in dem erneut die Weichen für die Zukunft gestellt wurden. Die nachfolgende Bilanz berichtet über die wesentlichen Fakten der kommunalen Abfallwirtschaft in Münster 2016. In komprimierter und übersichtlicher Form wird über Art, Menge und Verbleib der im Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster angefallenen Abfälle und Wertstoffe berichtet. Die detaillierten Bilanzdaten wurden entsprechend § 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie § 5 c Landesabfallgesetz der Aufsichtsbehörde vorgelegt. Vorwort Mit Blick auf den fortschreitenden Klimawandel und immer knapper werdende Ressourcen, hat die Vermeidung von Abfällen oberste Priorität. Dazu motivieren die Abfallwirt- schaftsbetriebe Münster Bürgerinnen und Bürger mit geziel- ter Informations- und Aufklärungsarbeit sowie entsprechen- den Angeboten zur Abfallvermeidung. Das dann folgende Ziel ist, einen größtmöglichen Anteil ent- standener Abfälle stofflich zu verwerten. In Münster wurden früh die Weichen dafür gestellt, dass sich die Entsorgungs- wirtschaft zu einer ressourcenorientierten und zukunftsfähi- gen Kreislaufwirtschaft entwickelt. Ein wesentlicher Baustein ist die bereits seit vielen Jahren praktizierte getrennte Erfas- sung und Verwertung der Wertstoffe, so dass möglichst viel Abfall direkt in die stoffliche Verwertung gehen kann. Über 60 Prozent aller Abfälle aus den Privathaushalten in Münster wurden 2016 als getrennte Wertstoffe erfasst. Aber auch die Entscheidung für die mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage (MBRA) im Jahr 2003 war ein wichtiger Schritt. Im Juni 2015 ist der Betrieb dieser Anlage auf die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster übergegangen. Die Politik hat sich nach Empfehlung des Öko-Instituts Darm- stadt 2015 für eine Optimierung des Anlagenverbundes am Entsorgungszentrum unter Beibehaltung der mechanischen Aufbereitung der Restabfälle entschieden. Wertstoffe wie Metalle, Kunststoffe, Papier und Holz werden aus dem Restabfall abgetrennt. Für die konstante Sicherung einer ökologischen und ökonomischen Abfallwirtschaft ist es wichtig, auch aus den Restabfällen „noch das Beste heraus- zuholen“ , also Wertstofffraktionen zu separieren. So können sie stofflich oder hochwertig energetisch verwertet werden. Kunststoff, Papier und Holz haben als einzelne Fraktionen einen weitaus höheren Heizwert als es ein inhomogenes Abfallgemisch hätte. Abfall als Ersatzbrennstoff für fossile Energieträger bekommt aufgrund des Klimawandels und der Ressourcenknappheit einen immer größeren Stellenwert. 1. Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle 4 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 . 2016 verzeichnen die AWM ein Gesamtaufkommen von 176.834 t an Siedlungsabfällen, also Abfälle aus privaten Haushalten sowie vergleichbaren Einrichtungen, hausmüll- ähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie und Straßen- kehricht/Papierkorbabfälle. Zusammensetzung .Gesamtaufkommen .Siedlungsabfälle: 1 .1 .Verwertung .und .Behandlung . Grundsätzlich wird bei der Verwertung von Abfällen unter- schieden in stoffliche Verwertung (Recycling), energetische Verwertung und thermische Behandlung. Bei der stofflichen Verwertung werden aus den Abfällen Sekundärrohstoffe hergestellt. Entweder werkstofflich – so entstehen z.B. Papier-Recyclate oder Kompost aus Grün-/Bio- abfall – oder rohstofflich. Bei der rohstofflichen Verwertung werden die Abfälle zunächst so behandelt, dass ihre einzel- nen Bestandteile im Anschluss wieder als Rohstoffersatz eingesetzt werden können. Die energetische Verwertung nutzt Abfälle mit hohem Heiz- wert zur Strom- und Wärmeproduktion. Als so genannte Er- satzbrennstoffe ersetzen sie damit fossile Energieträger und tragen maßgeblich zum Ressourcenschutz bei. Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz hat die stoffliche Verwertung grundsätzlich Vorrang vor der energetischen. Wenn aber eine Abfallfraktion einen hohen Heizwert (mind. 11.000 kj/kg) hat, ist die energetische gleichrangig. Aufgrund der knapper werdenden Ressourcen und des kontinuierlich fortschreiten- den Klimawandels, kommt der energetischen Verwertung von Abfällen eine immer höhere Bedeutung zu. Abfälle, die nicht stofflich oder energetisch genutzt werden können, gehen in die thermische Behandlung. Gleichzeitig ist es Ziel, verwertbare (z.B. Schlacke, die als Baumaterial verwendet werden kann) oder ablagerungsfähige Fraktionen und auch hier Energie zu gewinnen. Ziel der sehr kleinteiligen Abfallwirtschaft in Münster ist, möglichst viele Wertstoffe getrennt zu erfassen und so einer stofflichen oder hochwertigen energetischen Verwertung zuzuführen. Wir erreichen so seit Jahren konstant eine Ver- wertungsquote (stoffliche und energetische Verwertung) von rd. 80 Prozent. Saubere .Lösung Saubere .Lösung .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .5 1 .2 .Grünabfallkompostierungsanlage . Über die Grünabfallkompostierungsanlage wurden 2016 insgesamt rund 24.586 t Grünabfälle verarbeitet. Der Wert ist damit im Vergleich zu 2015 (24.435 t) nahezu gleich geblieben. Aus den Grünabfällen stellen die AWM Qualitäts- kompost her. 1 .3 .Bioabfallvergärungsanlage Rund 15.907 t organische Abfälle wurden 2016 über die Bioabfallvergärungsanlage verarbeitet. Dabei wurden rund 2.400.000 m³ Biogas gewonnen, die über unser Blockheiz- kraftwerk (BHKW) zu 4.821.000 kWh Strom umgewandelt wurden. Die Abwärme aus den Gasmotoren des BHKW belief sich 2016 auf 14.770 MW. 9.600 MW wurden zur Wärmeversorgung für die Bioabfallvergärungsanlage und Hauptkläranlage genutzt. Ende 2016 wurde die Bioabfallvergärungsanlage geschlos- sen. Bioabfälle und ein T eil der Grünabfälle werden seitdem über die neue Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle verarbeitet. Verwertung .und .Behandlung .Siedlungsabfälle .2016: 18 .082 .Tonnen Kompost haben die AWM 2016 aus den angelieferten Grünabfällen von Privatleuten und Gewerbebetrieben hergestellt. 6 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 . Saubere .Lösung 1 .4 .Restabfallbehandlungsanlage . Über die mechanische Sortierung der Abfälle werden die noch im Restabfall enthaltenen Wertstoffe Metalle, Kunststoffe, Papier und Holz, abgetrennt. Entsprechend der Marktlage werden diese abgetrennten Fraktionen extern stofflich oder energetisch verwertet (s. dazu 1.1). Die Sor- tierreste (Feinfraktion) werden extern thermisch behandelt. Mengenfluss .2016: 45,6 Mengenfluss .2015: AWM-Abfallbilanz .2016 .| .7 Saubere .Lösung 8 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 . Saubere .Lösung AWM-Abfallbilanz .2016 .| .9 2. Abfälle aus Privathaushalten Bio-, Papiertonne, Gelber Sack, Grüngutabfuhr, Abholung großer Elektrogeräte, Depotcontainer für Glas und E-Schrott und 11 Recyclinghöfe: Die Münsteraner nutzen die Möglich- keiten der getrennten Erfassung von Wertstoffen. Bei einem Pro-Kopf-Aufkommen von rund 435 kg in 2016 haben sie im Durchschnitt 270 kg Wertstoffe getrennt vom Restmüll entsorgt. Abfälle .aus .Privathaushalten: Saubere .Lösung Rund .132 .690 .Tonnen Haus- und Sperr- müll sind im Jahr 2016 in den Münste- raner Privathaushalten angefallen. Um- gerechnet lag das Pro-Kopf-Aufkommen damit bei rund 435 kg. 10 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 .Wirtschaft .und .Verwaltung Saubere .Lösung Verwertung der Abfälle aus den Münsteraner Privathaushalten in 2016 * Im Zuge der stofflichen Verwertung von Bio- und Grünabfällen zu Kompost wird gleichzeitig Biogas (2016: 2.400.000 m³) gewonnen, das zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt wird. ** Altholz geht zur energetischen Verwertung in ein Biomassekraftwerk • 21.676 t • Erfassung über Papiertonne und Recyclinghöfe Papier • rd. 17.244 t • Erfassung über Recyclinghöfe und Grüngutabfuhr* Grünabfall • rd. 15.907 t • Erfassung über Biotonne* Bioabfall • rd. 2.350 t • Erfassung über Recyclinghöfe, Depotcontainer, Sperrgut Elektronik- geräte • rd.1.372 t • Erfassung über Recyclinghöfe Altmetall • rd. 1.255 t • Erfassung über Depotcontainer Altkleider rd. 50.470 t Restabfall (Haus- und Sperrmüll ohne Wertstoffe) aus Privathaushalten in Münster gingen in die Behandlungsanlage für Restabfälle stoffliche/energetische Verwertung rd. 50. 470 t FE-Metalle (1.300 t) NE-Metall (270 t) Papier (1.200 t) = 2.770 t stofflich/ener- getisch verwertet Kunststoff (5.790 t) Schwerstoffe ( 12.780 t) = 21.250 t energetisch verwertet Feinfraktion (26.450t) = 26.450 t thermisch verwertet Holz ** (2.680 t) • rd. 1348 t • Erfassung über Recyclinghöfe Sonstige Wertstoffe rd. 7.530 t rd. 7.530 t • rd. 7.535 t • Erfassung über Depotcontainer Glas • rd. 9.755 t • Erfassung über Gelber Sack, Wertstofftonne, Recyclinghöfe Verpackungen (DSD) Altholz** rd. 82.220 t • rd. 3.778 t • Erfassung über Recyclinghöfe Altholz** Getrennte Erfassung Gesamtaufkommen der Abfälle aus Privathaushalten in Münster 2016: rd . .132 .690 .t . Verwertung .der .Abfälle .aus .Privathaushalten .2016 Getrennte .Erfassung: .rd . .82 .220 .t Restabfallbehandlungsanlage: .rd . .50 .470 .t * Im Zuge der stofflichen Verwertung von Bio- und Grünabfällen zu Kompost wird gleichzeitig Biogas (2016: 2.400.000 m³) gewonnen, das zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt wird. ** Altholz geht zur energetischen Verwertung in ein Biomassekraftwerk AWM-Abfallbilanz .2016 .| .11 Saubere .Lösung Rund 62 .Prozent des Abfallaufkommens aus den Münsteraner Privathaushalten wurden 2016 als Wertstoffe getrennt erfasst und einer stofflichen oder energe- tischen Verwertung zugeführt. 38 .Prozent gingen als inhomogenes Abfallgemisch zur Aufbereitung in die mechanische Restabfallbehandlungsanlage. .5rd 0.470 t Restabfall (Haus- und Sperrmüll ohne aus Privathaushalten in Münster gingen in die Behandlungsanlage für Restabfälle rd. 50.470 t FE-Metalle (1.300 t) NE-Metall (270 t) Papier (1.200 t) = 2.770 t - (5.790 t) ( 12.780 t) = 21.250 t verwertet (26.450t) = 26.450 t thermisch Holz ** (2.680 t) Restabfallbehandlungsanlage verwertet verwertet .5 12 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 . Saubere .Lösung Sperrgutabfuhr: .7 .296 .t 292 t Wertstoffe (Elektrogeräte/Kühlgeräte), 7.004 t Restabfälle Verpackungen .(DSD): .9006 .t .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .13 3. Sammlung über Holsysteme Saubere .Lösung Nachfolgend sind die Wertstoff- und Abfallmengen dar- gestellt, die über die Holsysteme in 2016 eingesammelt wurden. Die feste monatliche Sperrgut- und Grüngutabfuhr ist ein Service der AWM, den deutschlandweit nur sehr wenige Kommunen anbieten. Rund 3.750 Ladepunkte werden pro Woche angefahren. Die Kosten sind bereits in den Abfallge- bühren enthalten. Große .Elektrogeräte wie Fernseher, Computer-Monitore, Waschmaschinen und Kühl- und Gefriergeräte holen die AWM nach vorheriger Anmeldung vom . Straßenrand bzw. gegen .Entgelt .aus .der . Wohnung ab. Biotonne: .15 .907 .t Papiertonne: .18 .870 .t .Restabfalltonne: .37 .040 .t Grüngutabfuhr: .5 .400 .t . 14 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 . Saubere .Lösung 4. Sammlung über Bringsysteme 4 .1 .Recyclinghöfe . Elf Recyclinghöfe gibt es in Münster – das heißt für den Großteil der Münsteraner/innen, dass sie von der Haustür bis zum nächsten Recyclinghof nicht weiter als drei Kilo- meter fahren müssen – ganz im Sinne der möglichst hohen getrennten Erfassung von Wertstoffen. Kostenfrei angenom- men werden alle Wertstoffe, Problemabfälle/Schadstoffe und Sperrgut aus Privathaushalten. Kostenpflichtig sind Re- stabfall, Bau- und Renovierungsabfälle sowie – mit Ausnah- me von Möbeln – behandeltes Holz. Insgesamt haben die Münsteraner/innen 2016 rund 21.465 t Wertstoffe angelie- fert, mit rund 44 Prozent nimmt die Fraktion „Grünabfälle“ dabei den größten Anteil ein. Rund 562 .750 .Kundenkontakte gab es 2016 insgesamt an unseren 11 Recycling- höfen! 2015 waren es rund 520.000. Recyclinghöfe: .21 .465 .t Wertstoffsammlung .über .Recyclinghöfe .2016: .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .15 Saubere .Lösung Problemabfallsammlung .über .Recyclinghöfe .(rd . .339 .t) .und . Gewerbeanlieferung .(rd . .30 .t): . Restabfallsammlung .über .Recyclinghöfe .2016: 16 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 . Altkleider: .1 .255 .tElektrokleingeräte: .96 .t . Glas: .7 .535 .t In Münster gibt es: rd. 270 .Glascontainerstandorte rd. 60 .Altkleidercontainerstandorte 45 .E-Schrott-Container 4 .2 .Depotcontainer Nachfolgend sind die Wertstoffmengen aufgelistet, die über die jeweiligen Depotcontainer 2016 gesammelt wurden. Saubere .Lösung .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .17 5. Stadtreinigung Täglich im Einsatz für eine saubere Stadt – mit 30 Kehr- maschinen, zwei E-Gluttons und rund 60 Mitarbeitenden reinigen wir insgesamt jährlich rund 70.000 km Straßen, Rad- und Gehwege. Zusammen mit den Abfällen aus den über 2.000 Papierkörben in Münster kamen dabei 2016 5.409 t Abfall zusammen, ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2015 (5.473 t) Straßenkehricht .und .Papier- korbabfälle: .5 .409 .t Saubere .Lösung 18 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 . 6. Zusammenfassung und Vergleich 2016 2015 Gesamtabfall- und Wertstoffaufkommen 176.834 t 168.550 t Verwertungsquote (stofflich und energetisch) Rd. 80 % Rd. 80 % Haus- und Sperrmüllaufkommen 132.690 t 130.118 t Abfallaufkommen pro Einwohner 435 kg 426 kg Sammlung über Holsysteme 93.519 t 92.977 t Wertstoffsammlung Recyclinghöfe 21.465 t 19.610 t Restabfallsammlung Recyclinghöfe 6.437 t 6.481 t Sammlung über Depotcontainer 8886 t 8758 t Input Restabfallbehandlungsanlage 58.313 t 64.888 t Gesamt . Wertstoffe . . . . . . .% Restabfall . Gesamt Wertstoffe % Restabfall 2006 476 298 63 % 178 2007 485 305 63 % 180 2008 478 301 63 % 177 2009 475 303 64 % 172 2010 468 295 63 % 173 2011 459 289 63 % 170 2012 438 277 63 % 161 2013 431 272 63 % 159 2014 479 284 59 % 195 2015 426 266 62 % 160 2016 435 270 62 % 165 Entwicklung .des .Abfallaufkommens .in .kg .pro .Einwohner/Jahr1 1 Zugrunde gelegt ist jeweils die Zahl der wohnberechtigten Bevölkerung zum 31.12. des Vorjahres Saubere .Lösung .AWM-Abfallbilanz .2016 .| .19 sung von Verpackungen und Wertstoffen, die den Kommunen die Einführung einer Wertstofftonne unter Berücksichtigung der ortsspezifischen Bedingungen ermöglicht. Dazu bedarf es einer grundlegenden Reform der Verpackungs- und Wert- stoffentsorgung. Das kommende Verpackungsgesetz kann hier nur ein erster Schritt sein. Die Optimierung des Anlagenverbundes am Entsorgungs- zentrum ist in weiten T eilen abgeschlossen. Die voraussichtli- chen Mengen, die über die neue Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle jährlich behandelt werden, belaufen sich auf rund 18.000 t Bioabfall und 22.000 t Grünabfälle. 2017 könnte erneut ein Jahr werden, in dem Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die AWM streben eine langfristige öffentlich-rechtliche Kooperation mit der niederländischen Twence an und wollen so die nachhaltige und effiziente Ab- fallverwertung und -entsorgung im Euregio-Bereich stärken. Die Twence mit Sitz in Hengelo ist in kommunaler Träger- schaft von 14 niederländischen Gemeinden und verfügt über einen hochtechnisierten Anlagenpark. Aufgrund der sehr ähnlichen Abfallwirtschaftskonzepte könnten Synergien effektiv genutzt werden. Ausblick Das im Dezember 2015 von der EU-Kommission vorgelegte Kreislaufwirtschaftspaket will die Weichen stellen für eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft. Produkte, Werk- und Rohstoffe sollen möglichst lange in der Wirtschaft verbleiben und Wiederverwertung sowie Recycling verstärkt werden. Bis 2030 soll die Recyclingquote für Haushaltsabfälle bei 65 Prozent, die für Verpackungen bei 75 Prozent liegen. Bis 2030 soll die Deponierung von Siedlungsabfällen EU-weit beendet sein. Deutsche Umweltverbände haben neben einer Erhöhung der Quoten unlängst gefordert, dass das Kreislaufwirtschaftspa- ket außerdem entsprechend der Abfallhierarchie verbindliche Abfallvermeidungsziele enthalten muss. Demnach solle das Aufkommen an Restabfall pro Kopf ab 2025 nicht mehr als 150 kg betragen, ab 2030 maximal 100 kg. Im Jahr 2015 hat jede/r Deutsche laut Angaben des statis- tischen Bundesamtes im Durchschnitt 187 kg Restabfall produziert. Aufgrund der sehr kleinteiligen Abfallwirtschaft in Münster lagen wir mit 160 kg Restabfall pro Kopf deut- lich unter dem Bundesdurchschnitt. Die Entwicklung des Abfallaufkommens pro Einwohner und Jahr in Münster lässt in den letzten zehn Jahren insgesamt einen Abwärtstrend erkennen. Ziel der Abfallwirtschaftsbetriebe ist, die Abfall- mengen bei steigender Bevölkerungszahl konstant zu halten, das Pro-Kopf-Aufkommen also zu senken. Außerdem soll der Anteil des Restabfalls weiter reduziert werden. Dazu betreiben die AWM intensive Öffentlichkeitsarbeit. Ein Schwerpunkt wird im kommenden Jahr darauf liegen, durch eine Aufklärungskampagne und gezielte Maßnahmen den Anteil an Störstoffen im Bioabfall weiter zu senken. Weiteres Ziel ist, dass kein Bioabfall in der Restabfalltonne landet, sich die Menge des getrennt erfassten Bioabfalls also erhöht. Ziel der AWM ist weiterhin die stadtweite Einführung einer Wertstofftonne, über die Verpackungen und stoffgleiche Nichtverpackungen – die aktuell noch größtenteils in den Restmüll gehen – entsorgt werden. Die Wertstofftonne wäre ein bedeutender Baustein zur weiteren Reduzierung des Restabfalls und für eine weitere Steigerung der Wertstoff- mengen. Voraussetzung dafür sind allerdings rechtssichere Ausgestaltungs- bzw. Vorgabemöglichkeiten für die Erfas- Saubere .Lösung Saubere .Lösung Herausgeberin Stadt Münster Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Juni 2017, 200 20 .| .AWM-Abfallbilanz .2016 . Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster T elefon: 0251/605253 T elefax: 0251/605248 awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Saubere Lösung Recyclingpapier aus 100 % Altpapier X & Y Design | Münster
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Rösnerstraße 10
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0426/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 09.05.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37