mandari
Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 37 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln - Abschlussbericht

Mitteilung Ausschuss 1390/2019 vom 23.04.2019

Stand: Am 02.05.2019 im Wirtschaftsausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

Dokumente

  • Mitteilung Ausschuss

    PDF

    Herunterladen: Mitteilung Ausschuss

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50/505 Vorlagen-Nummer 23.04.2019 1390/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 02.05.2019 Wirtschaftsausschuss 02.05.2019 Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln - Abschlussbericht Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln wurde in der zweiten Förderphase, im Rahmen der Landesinitiative „Frau und Wirtschaft“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) des Landes Nordrhein-Westfalen, mit Mitteln des Landes NRW und der Eu- ropäischen Union (EFRE) vom 1.09.2015 bis zum 31.08.2018 in der Trägerschaft der Stadt Köln und in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln und dem Oberbergischen Kreis mit einer Förderquote von 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben gefördert. Hierfür wurden, gemeinsam mit den regionalen Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Gleichstellung und des Arbeitsmarktes, Informationen und Konzepte einer frauenfördernden Personalpolitik zur Gewinnung und Bindung von weiblichen Fach- und Führungskräften entwickelt und mit öffentlichkeitswirksamen Kommunikations- maßnahmen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zur Verfügung gestellt. Das Kompetenzzent- rum Frau & Beruf ist für die Region Köln mit den Städten Köln und Leverkusen sowie den Kreisen Oberberg, Rhein-Berg und Rhein-Erft tätig. Der Mitteilung ist der Abschlussbericht mit den wesentlichen Aktivitäten beigefügt. Im Rahmen der dritten Förderphase (1.09.2018 bis zum 30.04.2022) startete das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln mit neuen Projekten. Ein Informationsflyer mit den neuen Angeboten für kleine und mittlere Unternehmen ist der Mitteilung zudem beigefügt. Gez. Dr. Rau
  • Competentia aktueller Flyer

    PDF

    Herunterladen: Competentia aktueller Flyer

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Kontakt Projektträger:gefördert vom: Kooperation mit: Frauen fördern – Fachkräfte sichern Die Chance für kleine und mittlere Unternehmen: Kleine und mittlere Unternehmen aus Köln, Leverkusen, dem Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Rhein-Erft-Kreis können sich an uns wenden. Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln Sabine Brinkmann Hohe Straße 160 – 168, 50667 Köln T elefon: 0221 355065-0 E-Mail: competentia@stadt-koeln.de www.competentia.nrw.de/koeln Wir freuen uns auf Sie! Rekrutieren Entwickeln Netzwerken Mentoring © Adobe Stock/Flamingo Images Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln informiert kleine und mitt - lere Unternehmen über Möglichkeiten, wie sie das Erwerbspotenzial von Frau- en besser nutzen können. Ziel seiner Arbeit ist es, die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region zu stärken. Deshalb engagiert sich Competentia Region Köln mit praxisgerechten Angebo- ten für Unternehmen und Betriebe für eine lebensphasenorientierte Personal- politik, mit der Frauen als Fach- und Führungskräfte gewonnen und gehalten werden können. Dabei arbeitet das Kompetenzzentrum eng mit den regionalen Partnerinnen und Partnern der Wirtschaft, Bildung, Gleichstellung und des Arbeitsmarktes zusammen. Competentia Region Köln unterstützt kleine und mittlere Unternehmen mit: ● wegweisenden Projekten ● überbetrieblichen Workshops ● Informationsveranstaltungen mit Beispielen aus der Unternehmenswelt ● Gesprächen im Unternehmen ● Vernetzung von Unternehmen untereinander ● Informationsbroschüren, Arbeitshilfen, Tipps und Hinweisen Starke Partner Die Angebote des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln werden in T rägerschaft der Stadt Köln und in Kooperation mit der Industrie- und Han- delskammer zu Köln (IHK) und dem Oberbergischen Kreis durchgeführt. Ge- fördert wird Competentia Region Köln durch das Ministerium für Heimat, Kom- munales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union. Foto: Competentia Region Köln/M. Dierks Foto: Competentia Region Köln/P . Ising Foto: Competentia Region Köln/P . Ising Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln Kleinen und mittleren Unternehmen zur Seite stehen Rekrutieren Betriebliche Strategien zur Gewinnung von Frauen Haben Sie auch schon einmal festgestellt, dass Sie auf eine Stellenausschrei- bung nicht mehr viele Bewerbungen erhalten? Eine Möglichkeit, das zu ändern, ist die gezielte Ansprache von Frauen. Sie können sich für die systematische Gewinnung von weiblichen Fachkräften folgende Fragen stellen: ● Sind Ihre Website und Ihre Stellenanzeigen so gestaltet, dass sie auch Frauen ansprechen? ● Kann man aus Text und Bild entnehmen, dass Sie Wert auf Frauen als Mitarbeiterinnen legen und bereit sind, sie zu fördern? ● Welche Möglichkeiten gibt es, öffentlichkeitswirksame Materialien so zu gestalten, dass Frauen darauf reagieren? Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln analysiert mit Ihnen Ihre Situation: ● in branchenbezogenen Workshops zur Rekrutierung von weiblichen Fach- kräften mit Good-Practice-Beispielen aus der Unternehmenswelt ● durch Tipps und Hinweise zur Gestaltung von öffentlichkeitswirksamen Materialien zur Gewinnung von Frauen (Stellenausschreibungen, Websites, Faltblätter…) ● auf Wunsch in einem persönlichen Gespräch mit Hinweisen zu Umsetzungs- und Fördermöglichkeiten Entwickeln Betriebliche Förderung der partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs-/Familien-/ und Pflegearbeit Wesentliches Kriterium für Stellensuchende, eine Stelle anzutreten, ist heute für Frauen und Männer, dass es möglich ist, die berufliche Entwicklung mit einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege zu gestalten. Diesen Wunsch können kleine und mittlere Unternehmen gewinnbringend nutzen. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, sich folgende Fragen zu stellen: ● Wie attraktiv ist Ihr Unternehmen im Hinblick auf Themen wie Vereinbarkeit von Beruf/Familie und Pflege für Arbeitnehmende? ● Kennen Sie die Möglichkeiten, Mitarbeitende bei diesen Themen zu unter- stützen und ihre Karrieren zu fördern und weiter zu entwickeln? Wir unterstützen Sie bei der Beantwortung dieser Fragen: ● durch Fachveranstaltungen ● mit Good-Practice-Beispielen aus der Unternehmenswelt, in Informationen, Newslettern und auf der Website ● auf Wunsch in einem persönlichen Gespräch mit Hinweisen zu Umsetzungs- und Fördermöglichkeiten Netzwerken Netzwerk für kleine und mittlere Unternehmen mit Migrationsgeschichte Unternehmen mit Migrationsgeschichte sind in vielen bestehenden Netzwer - ken unterrepräsentiert, vor allem wenn man ihre große Bedeutung als Arbeit - gebende betrachtet. In vielen Unternehmen mit Migrationsgeschichte haben Fragen zur Vereinbarkeit Beruf und Pflege/Familie eine hohe Relevanz. Deshalb will das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln eine Vernetzung von kleinen und mittleren Unternehmen anstoßen, um Maßnahmen der Verein- barkeit von Beruf und Familie/Pflege im Betrieb weiter zu entwickeln. Ziel ist es, betriebliche Angebote familienbewusster Personalpolitik wie flexible Arbeitszeitmodelle und -organisation, Unterstützung bei Kinderbetreuung oder Pflege, gemeinsam zu erschließen. Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln unterstützt Sie mit: ● Informationsveranstaltungen mit Workshops zum Thema „Vereinbarkeit Beruf und Familie/Pflege“ ● Netzwerktreffen mit themenspezifischen Informationen, Good-Practice- Beispielen aus der Unternehmenswelt und externen Fachexpertinnen und -experten Begleiten Mentoring zur beruflichen Integration von qualifizierten geflüchteten Frauen Vielleicht sind Sie eines der kleinen und mittleren Unternehmen, das nach Fachkräften sucht? Eine Zielgruppe für Sie könnten Frauen sein, die nach Deutschland geflüchtet sind und in ihren Herkunftsländern qualifizierte Aus- bildungen gemacht haben. Sie suchen in der Region nach adäquaten Jobs. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln ein betriebliches Mentoring für qualifizierte geflüchtete Frauen zur beruflichen Integration. Dadurch wird es kleinen und mittleren Unterneh- men ermöglicht, gezielt qualifizierte weibliche Geflüchtete als Fachkräfte kennenzulernen. Im Rahmen dieses Projekts können Sie: ● geflüchtete Frauen und ihr Potenzial als qualifizierte Fachkräfte kennen- lernen ● als Mentorin oder Mentor bei dem Projekt mit dabei sein ● sich in begleitenden Workshops mit allen Mentorinnen, Mentoren und Mentees aus den teilnehmenden Unternehmen austauschen
  • Competentia Region Köln Abschlussbericht 2. Förderphase

    PDF

    Herunterladen: Competentia Region Köln Abschlussbericht 2. Förderphase

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    1 Abschlussbericht Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln 2. Förderphase vom 1. September 2015 bis 31. August 2018 2 Impressum / Kontakt Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin Dezernat Soziales, Integration und Umwelt Amt für Soziales, Arbeit und Senioren Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln Hohe Str. 160 – 168 50667 Köln 0221/355065-0 competentia@stadt-koeln.de www.competentia.nrw.de/koeln Verfasserinnen: Sabine Brinkmann, Dorothee Mennicken 3 Inhaltsverzeichnis 1. Einführung 5 2. Zielsetzung 6 3. Gewinnung und Bindung von weiblichen Fach- und Führungskräften in KMU 6 3.1. Veranstaltungen 6 3.1.1. Vereinbarkeit von Beruf und Pflege 7 3.1.2. Arbeitgeberattraktivität – Strategien zur Rekrutierung von Frauen 8 3.1.3. Strategien zur beruflichen Entwicklung von Frauen 10 3.1.4. Förderprogramme zur Unterstützung einer frauen- und familienfördernden Personalpolitik 14 3.1.5. Gewinnung und Bindung von Migrantinnen als Fachkräfte 15 3.2. Broschüren/Handreichungen 17 3.3. Beratung und Information 20 3.4. Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit 20 4. Mentoring für Akademikerinnen mit Behinderung/ gesundheitlicher Beeinträchtigung am Übergang von Hochschule in den Beruf 22 4.1. Das Mentoring 22 4.2. Begleitende Veranstaltungen 24 5. Fazit 27 3 4 5 1. Einführung Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln (Competentia Region Köln) ist seit 2012 für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in den Städten Köln und Leverkusen sowie im Oberbergischen Kreis, im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Rhein-Erft-Kreis tätig. Gemeinsam mit den regionalen Partnerinnen und Partnern der Wirtschaft, Bildung, Gleichstellung und des Arbeitsmarktes informiert das Kompetenzzentrum kleine und mittlere Unternehmen über Möglichkeiten, das Erwerbspotenzial von Frauen besser zu nutzen. Durchgeführt werden die Angebote in Trägerschaft der Stadt Köln sowie in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK) und dem Oberbergischen Kreis. Für den Förderzeitraum vom 1. September 2015 bis zum 31. August 2018 wurde wie bereits in der 1. Förderphase das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln im Rahmen der Landesinitiative „Frau und Wirtschaft“ des damaligen Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Landes NRW und der Europäischen Union (EFRE) zu 90 Prozent gefördert. Der Eigenanteil von zehn Prozent wurde getragen von der Stadt Köln, der IHK Köln und dem Oberbergischen Kreis (Beschluss des Rates vom 5. Februar 2015, Vorlagen-Nummer 2867/2014). Das Personal des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln setzte sich folgendermaßen zusammen:  eine Vollzeitstelle für die Leitung  zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen mit einem Stellenumfang von insgesamt 1,5 Stellen  eine Vollzeitstelle für die Teamassistenz Begleitet wurde das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln von einem Fachbeirat, in dem alle relevanten Akteurinnen und Akteure der Wirtschaft, des Arbeitsmarktes und der Gleichstellung aus der Region Köln vertreten waren. Die Mitglieder des Beirats beraten mit ihrer jeweiligen Expertise und unterstützen die Arbeit des Kompetenzzentrums, indem sie in ihre Institutionen und Unternehmen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren hineinwirken. 6 2. Zielsetzung Mit der Initiative „Frau und Wirtschaft“ verfolgt das Land NRW das übergeordnete Ziel der beruflichen Chancengleichheit von Frauen und Männern. Dabei steht die Verbes- serung der Rahmenbedingungen durch familien- und frauenfördernde Maßnahmen in und durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Mittelpunkt. Zugleich bewirkt die Initiative die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU, indem sie dabei unterstützt werden, einem möglichen Fachkräftemangel durch die Erschließung des Fachkräfte- potenzials von Frauen entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund wurde die Stadt Köln mit dem Zuwendungsbescheid vom 29. Oktober 2015 beauftragt, mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln kleine und mittlere Unternehmen in der Region Köln zu folgenden Themenschwerpunkten aufzuschließen und zu sensibilisieren:  betriebliche Strategien zur Gewinnung und Bindung von weiblichen Fach- und Führungskräften in KMU  Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege  betriebliche Gestaltung beruflicher Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen im Unternehmen  Erschließung des externen Arbeitskräftepotentials für KMU durch die Förderung der beruflichen Inklusion von Frauen mit Behinderung 3. Gewinnung und Bindung von weiblichen Fach- und Führungskräften in KMU 3.1. Veranstaltungen Zur Unterstützung und Vernetzung der Unternehmen untereinander bei der Gewinnung und Bindung von weiblichen Fach- und Führungskräften, wurden insgesamt zehn Veranstaltungen unterschiedlicher Formate zu folgenden Themen durchgeführt: 7  Vereinbarkeit von Beruf und Pflege  Arbeitgeberattraktivität/Strategien der Rekrutierung von Frauen  Strategien zur beruflichen Entwicklung und des Aufstiegs von Frauen  Förderprogramme zur Umsetzung einer frauen- und familienfördernden Personalpolitik  Gewinnung und Bindung von Migrantinnen als Fachkräfte Integraler Bestandteil der Veranstaltungen waren immer Good-Practice-Beispiele aus den Unternehmen in der Region. 3.1.1. Vereinbarkeit Beruf und Pflege 31. August 2016 „Fehlzeiten reduzieren und Personalengpässe verhindern – wie Sie als kleines und mittleres Unternehmen von der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf profitieren“ Unternehmensfrühstück mit Workshop Der Anteil pflegebedürftiger Menschen wächst – immer mehr Menschen stehen deshalb vor der Aufgabe, ihre Berufstätigkeit mit der Pflege Angehöriger zu vereinbaren. In der Firma Steintex Walter vom Stein oHG in Wermelskirchen trafen sich deshalb etwa 40 Geschäftsführende und Personalverantwortliche aus Unternehmen sowie Multiplika- Fotos: Competentia Region Köln v.l.n.r: J. Valenthon, W. vom Stein, L. Kotthaus, E. Riedesel, J. Stein 8 torinnen und Multiplikatoren zum Frühstück, um sich darüber zu informieren, wie kleine und mittlere Unternehmen ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützen können. Nach einem aufschlussreichen Vortrag von Johannes Stein (Training & Beratung für Gesundheitseinrichtung) über gesetzliche Regeln und kommende Herausforderungen, wurde das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in einer angeregten Podiums- diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus kleinen und mittleren Unternehmen aus der Region aufgegriffen. Lisa Kotthaus, Ansprechpartnerin Beruf & Familie, Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, Erhardt Riedesel, Abteilung Personal STEINCO, Paul vom Stein GmbH, Jan Valenthon, Personalleiter PFLITSCH GmbH & Co. KG sowie Walter vom Stein, Geschäftsführer Steintex Walter vom Stein oHG stellten verschiedene Ansätze vor, wie ihre Unter- nehmen das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ umsetzen. Ein anschließender Workshop, in dem auf die Fragen des Publikums eingegangen und erste Lösungs- vorschläge erarbeitet wurden, rundete die Veranstaltung ab. 3.1.2. Arbeitgeberattraktivität – Strategien zur Rekrutierung von Frauen 6. September 2016 „Mit starker Arbeitgebermarke weibliche Fach- und Führungskräfte gewinnen und binden“ Fachveranstaltung Viele kleine und mittlere Unternehmen stoßen bei der Suche nach Fach- und Führungskräften an ihre Grenzen – der Wandel des Arbeitsmarktes vom Arbeitgeber- markt zum Arbeitnehmermarkt ist überall spürbar. Die Unternehmen müssen also etwas tun, um zum Beispiel gut qualifizierte Frauen zu gewinnen. Über neunzig Interessierte kamen auf Einladung des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln und des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) in das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zum Thema Arbeitgeberattraktivität. 9 Sie informierten sich in praxisorientierten Fachvorträgen, wie sie mit einer starken Arbeitgebermarke gezielt weibliche Fach- und Führungskräfte für sich gewinnen und diese langfristig im Unternehmen halten können. Prof. Dr. Anja Seng (FOM Hochschule Köln) erläuterte beispielsweise, dass Frauen auf Formulierungen in Stellenanzeigen in einigen Punkten anders reagieren als Männer und es sich von daher lohne, auf Formulierungen zu achten, die auch Frauen ansprechen. Außerdem gaben Good-Practice-Unternehmen einen Einblick in ihre Umsetzungs- strategien. Kerstin Baarz, Marketingleiterin der Marc Schmitz GmbH in Köln (Fachbetrieb für Heizung, Sanitär, Klima und Elektro), Carmen Heinke, Geschäfts- führerin der Bäckerei Hardt GmbH in Köln, Gabriele Trodtfeld, Personalleiterin bei Radisson Blu Hotel Köln sowie Rafael Gómez Velázquez, Prokurist der Firma Gebr. Büscher Brenn- und Baustoffe GmbH in Overath boten eine interessante Gesprächs- runde zu den Themen „Ausbildung“ sowie „Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen“. 17. April 2018 „Rekrutierung von weiblichen Fachkräften“ Unternehmensfrühstück und Workshop Eine Möglichkeit für kleine und mittlere Unternehmen, ihren Fachkräfteengpass abzumildern, ist die gezielte Ansprache von Frauen - ein Potenzial, das nach wie vor nicht in vollem Umfang genutzt wird. 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich zu früher Stunde auf Burg Bielstein in Wiehl, um sich zu diesem Thema auszutauschen. Prof. Dr. A. Seng Fotos: Competentia Region Köln/M. Dierks 10 Geschäftsführende und Personalverantwortliche aus kleinen und mittleren Unter- nehmen sowie Expertinnen und Experten erlebten einen aktiven Vormittag mit einem Workshop, der viele konkrete Anre- gungen dazu gab, wie man sich als attraktiver Arbeitgeber für Frauen positionieren kann. Der Impulsvortrag von Zusana Blazek und Sybille Stippler vom KOFA des Institutes der deutschen Wirtschaft zeigte auf, wie man zum Beispiel bei der Formu- lierung von Stellenanzeigen für Frauen darauf achten kann, statt einer rein sach- lichen Aufgabenbeschreibung auch einen Einblick in das Unternehmen zu geben, damit sie sich angesprochen fühlen. Danach befragte Moderatorin Claudia Waiblinger mit Mahi Degenring von Mahi Degenring Couture aus Nümbrecht und Uwe Söhnchen, alternative Hauskranken- pflege Uwe Söhnchen GmbH aus Gum- mersbach zur Praxis in ihren Unter- nehmen. Im anschließenden Workshop diskutierten die Teilnehmerinnen und Teil-nehmer an drei Tischen lebhaft über geeignete Fotos, Formulierungen und Anzeigen-gestaltungen, die Frauen ansprechen. 3.1.3. Strategien zur beruflichen Entwicklung und des Aufstiegs von Frauen 14. Dezember 2016 „Aufstieg und Karriere von Frauen im Unternehmen“ Abendveranstaltung 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon zwölf Unternehmerinnen, waren zur Abendveranstaltung in das Hohenzollernbad in Gummersbach gekommen, um sich auf Einladung von Competentia Region Köln, dem Unternehmerinnennetzwerk formel f und Fotos: Competentia Region Köln/P. Ising 11 der Wirtschaftsförderung Oberbergischer Kreis mit Zuschreibungen von Geschlechter- rollenstereotypen und den daraus resultierenden Beschäftigungsformen zu befassen. Denn obwohl Frauen so gut ausgebildet sind wie nie zuvor, schlägt sich das in der Regel nicht in einer angemessenen Repräsentanz von Frauen in den Leitungsebenen nieder. Auf der anderen Seite beteiligen sich Männer sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich nur zu einem geringen Prozentsatz an Versorgungs- und Pflegeaufgaben. Prof. Dr. Doris Krumpholz zeigte in ihrem Vortrag empirische Befunde zu den Auswir- kungen dieser Geschlechterstereotype auf und gab Anregungen, was Unternehmen für Frauen (und Männer) tun können, um eine größere Chancengleichheit herzustellen und den Aufstieg von Frauen zu fördern. Das kann zum Beispiel ein Mentoring-Programm sein oder Vernetzungsangebote, die es ermöglichen, Schlüsselpersonen oder eine gezielte Personalentwicklung und Karriereplanung für beide Geschlechter kennenzu- lernen, die den notwendigen Anteil an Versorgungs- und Pflegeaufgaben mit berücksichtigt. Der anschließende Austausch mit den Unternehmerinnen Julia Dattner-Potthoff , BEST CARWASH aus Remscheid, Sabine Schorn, SchornConsult Immobilienberatung & Immobilienbewertung aus Köln und Marlene Weiner, NORWE GmbH aus Bergneustadt führte zu einer lebhaften Diskussion der anwesenden Geschäftsführerinnen und Personalverantwortlichen, was kleine und mittlere Unternehmen jenseits von gängigen Maßnahmen tun können, um den Aufstieg von Frauen zu fördern. 11. Juli 2017 „Potenziale gewinnen und nutzen - mit Frauen zum Erfolg“ Fachveranstaltung Viele kleine und mittlere Unternehmen scheuen den Aufwand komplexer Personal- entwicklungsmaßnahmen. Deshalb hatte Competentia Region Köln in das Forum Leverkusen eingeladen, um das Thema „Förderung von Frauen in kleinen und mittleren Unternehmen“ in den Mittelpunkt zu rücken. Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath begrüßte die etwa 40 Interessierten und betonte dabei die Relevanz des Themas. Gastgeberin Sabine Brinkmann wies darauf daraufhin, dass es einerseits um die Rahmenbedingungen für die Frauenförderung 12 gehen müsse, andererseits aber auch um die Frage, wie kleine und mittlere Unter- nehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit damit stärken könnten. Zudem sind Programme der Frauenförderung oftmals auf Großunternehmen oder öffentliche Institutionen zugeschnitten. Prof. Dr. Carsten Wippermann vom DELTA‐Institut für Sozial‐ und Ökologieforschung lieferte interessante Zahlen und Fakten zu Lebenssituationen und Wünschen von Frauen. Er betonte, dass hauptsächlich zwei Aspekte für die Gleichberechtigung von Frauen in der Erwerbstätigkeit entscheidend sind: ausreichende Betreuungsmöglich- keiten für Kinder und die Abkehr von einem traditionellen Rollenverständnis. Prof. Dr. Wippermann hob hervor, dass es in diesem Zusammenhang wichtig sei, die Männer mit im Blick zu haben – Gleichstellung befasse sich aus seiner Sicht noch zu wenig mit deren Belangen. Im zweiten Teil der Veranstaltung folgte im Format des World Cafés ein lebhafter Austausch mit Protagonistinnen aus der Unternehmenspraxis zu den Themen Mentoring, Recruiting, Teilzeitführung und Wiedereinstiegsmanagement. So wurde beim Thema Mentoring das Cross‐Mentoring als praktikable Möglichkeit für KMU angeregt. Bei der Rekrutierung von Frauen wurde unter anderem vorgeschlagen, dass Unternehmen Stellenausschreibungen entsprechend der Wünsche von Frauen anpassen können. Beim Thema Teilzeitführung ging es um die Notwendigkeit von optimalen Rahmenbedingungen, Gestaltungsfreiheit und zutreffenden Aufgabenprofilen. Beim Wiedereinstiegsmanagement wurde festgehalten, dass Planungssicherheit und ein kontinuierlicher Dialog zwischen beiden Seiten ebenso wichtig sei, wie die Möglichkeiten zu flexiblem Arbeiten oder das Aufzeigen von Karriereperspektiven. Fotos: Competentia Region Köln/M. Dierks 13 10. Oktober 2017 „Strategien der Personalentwicklung zum Aufstieg von Frauen im Unternehmen“ Workshop „Es ist ein Mythos, dass in Organisationen allein Leistung über den Erfolg entscheidet“, rückte Sozialökonomin Dr. Martina I. Mronga gleich zu Beginn ihres Impulsvortrages in den Räumen der Steintex Walter vom Stein oHG in Wermelskirchen, ein gängiges Vorurteil gerade. Sie zeigte auf, dass Konkurrenzverhalten, Gestaltungsmotivation, der Umgang mit Macht sowie Eigeninitiative und Selbstdarstellungen wesentliche Kompetenzen sind, um aufzusteigen. Unterschiede bei den Karriereempfeh- lungen für Frauen und Männer seien dabei durchaus nachweisbar, so Mronga. Während von Frauen natürliches Benehmen, Beharrlichkeit und intelligen- tes Argumentieren erwartet werde, sind bei Männern, ein selbst-bewusstes Auftreten, ein gewinnendes Lächeln und Schlagfertigkeit wichtige Kriterien. 29 Geschäftsfrauen interessierten sich für die dargestellten Strategien zur Personal- entwicklung und die mikropolitisch-strate- gischen Lösungen für Frauen, die in einem sozialen Kontext entwickelt worden sind, in dem sich die meisten Führungsfrauen befinden, nämlich in einem männlich dominierten Unternehmensumfeld. Organisiert und durchgeführt hatten den morgendlichen Workshop das Kompetenz- zentrum Frau & Beruf Region Köln gemeinsam mit „WiNGS – Wermelskirchenerinnen in Netzwerk, Geschäft und Selbstständigkeit.“ Sozialökonomin Dr. M. I. Mronga Fotos: Competentia Region Köln/M. Dierks 14 3.1.4. Förderprogramme zur Unterstützung einer frauen- und familienfördernden Personalpolitik 8. November 2016 und 27. Juni 2017 „Prozesse optimieren – Unternehmen stärken – Frauen fördern Welche öffentlichen Förderprogramme stehen kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung?“ Informationsveranstaltungen In Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten und den jeweiligen Wirtschaftsförderungen organisierte das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln zwei Informationsveranstaltungen zur Optimierung von Prozessen und Förder- programmen in kleinen und mittleren Unternehmen, 2016 in Pulheim und 2017 in Bergisch-Gladbach. Insgesamt kamen etwa 50 Interessierte zu den beiden Veranstaltungen, um sich in praxisorientierten Fachvorträgen und Diskussionen darüber zu informieren, welche Maßnahmen sie ergreifen können, um Abläufe im Unternehmen so zu optimieren, dass qualifikationsgerechte und familienfreundliche Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Gleichzeitig wurden sie darüber informiert, welche Förderprogramme bei der Um- setzung in Anspruch genommen werden können. Nach einem Vortrag von Zuzana Blazek von KOFA zum Thema „Chancen einer familienbewussten Personalpolitik zur Gewinnung und Bindung weiblicher Fach- und Führungskräfte“ gaben Good-Practice-Unternehmen aus der jeweiligen Region einen Einblick in ihre Umsetzungsstrategien. Z. Blazek vom KOFA Fotos: Competentia Region Köln v.l.n.r.: A. Dreyling, CuraCon Rhein Erft, C. Waiblinger, O. Rademacher, MÜNCH Stift APZ GmbH, mit Good-Practice-Beispielen 15 Abschließend stellten Vertreterinnen und Vertreter der Regionalagentur Region Köln, der Kammern, der regionalen Wirtschaftsförderungen und der Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit Förderprogramme und Angebote vor, die Unternehmen hinsichtlich einer familienbewussten und frauenfördernden Personalpolitik unterstützen. 3.1.5. Gewinnung und Bindung von Migrantinnen als Fachkräfte 21. November 2016 „Erfolg durch Vielfalt - Migrantinnen für kleine und mittlere Unternehmen“ Fachveranstaltung Die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, hatte eingeladen und über 100 Teilnehmende aus Unternehmen und Institutionen kamen, um sich auf einer Fachveranstaltung des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln zum Thema „Erfolg durch Vielfalt - Migrantinnen für kleine und mittlere Unternehmen“ im Historischen Rathaus zu Köln zu informieren. Der Mehrwert für Unternehmen, Migrantinnen für sich zu gewinnen und langfristig an sich zu binden, stand im Mittelpunkt der Fachveranstaltung. Darüber diskutierte Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen mit Migrantinnen aus der Unternehmenswelt. Zwischen ihr und K. Bauer von der Netempire AG Rösrath (links) mit Moderatorin C. Waiblinger Auskunft über Förderprogramme gaben Vertreterinnen und Vertreter der Kammern, der Regionalagentur Region Köln und der Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit 16 Naime Dogan, Geschäftsführerin DOMA Reinigungsdienstleistungen GmbH, Vessela Jung, Assistentin der Geschäftsführung, ege GmbH, Nelly Kostadinova, Unternehmerin, Lingua-World GmbH, sowie Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit Köln, entspann sich ein lebhafter Austausch. Der Fachvortrag von Dr. Heidrun Czock (ebb – Entwicklungsgesellschaft für berufliche Bildung mbH) brachte aufschlussreiche Informationen zum Thema „Lebens- und Arbeitssituation von Migrantinnen – Herausforderungen und Chancen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt“. Anschließend konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Workshops zu den Themen „Interkulturelle Kompetenz für Personalverantwortliche“, „Diversity-Management mit dem Fokus auf Migrantinnen“ und „Arbeitsmarktintegration von weiblichen Flüchtlingen“ praxisnah informieren und austauschen. 18. Mai 2017 „Vielfalt im Unternehmen – Migrantinnen als Fachkräfte gewinnen und binden“ Unternehmensfrühstück Das Unternehmensfrühstück mit 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern startete mit Natalie Kühn, Geschäftsführerin des gastgebenden Unternehmens SK Elektronik in Leverkusen, die erläuterte, mit welchen Maßnahmen das Unternehmen sich bemüht, Migrantinnen als Fachkräfte zu gewinnen und zu binden. Sie betonte unter anderem die Oberbürgermeisterin H. Reker begrüßte im Historischen Rathaus zu Köln Fotos: Competentia Region Köln/CoellnColoer v.l.n.r.: Ministerin B. Steffens, N. Kostadinova, V. Jung, Naime Dogan, R. Stock und Moderatorin A. Bruns 17 Wichtigkeit von arbeitsbegleitenden Qualifikationen für den Anerkennungsprozess und lobte die Möglichkeiten, die das WeGebAU-Programm der Agentur für Arbeit bieten könne. Viola Buchbinder, Willkommenslotsin der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und Tina Riepel, Geschäftsführerin der IHK-Stiftung für Ausbildungsreife und Fach- kräftesicherung, gaben wertvolle Anregungen zum Thema „Vielfalt im Unternehmen – Migrantinnen als Fach- und Führungskräfte“. Ein Workshop zur Interkulturellen Kompetenz aus der „Geschlechter- perspektive“ mit Katharina Lerch von den Carl Duisberg Centren, Köln, gab interessanten Aufschluss über Faktoren, die es bei der Zusammen- arbeit mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zu bedenken und zu beachten gilt. Im dritten Teil erläuterten Danuta Fuchs von der IHK Köln, Kaan Öfkeli von der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach und Rita Wals von der Regionalagentur Köln die vorhan- denen Förder- und Beratungs- angebote für die Fachkräftegewin- nung in der Region. Unterstützt wurde die Durchführung der Veranstaltung von der Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH. 3.2. Broschüren/Handreichungen Um die Nachhaltigkeit sicherzustellen und für den Transfer in die Unternehmen über die Projektlaufzeit hinaus, wurden in 2018 vier Handreichungen für Unternehmen entwickelt, veröffentlicht und interessierten kleinen und mittleren Unternehmen, Beratungsstellen zur Fachkräftesicherung der Kammern, Arbeitgeberservice der Agenturen für Arbeit und Jobcenter sowie Wirtschaftsförderungsgesellschaften zur Verfügung gestellt: Fotos: Competentia Region Köln 18 1. „Beruf und Pflege vereinbaren" In seinem Leitfaden informiert das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln kleine und mittlere Unter- nehmen und ihre Beschäftigten über die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten im Fall einer Pflege- bedürftigkeit von Angehörigen. Die Broschüre enthält praktische Tipps, Hinweise zu weiterführenden Infor- mationen und Good-Practice-Beispiele. http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/inte ressantes/publikationen/W_Competentia_Pflege_Beruf_2018.pdf 2. „Mit Stellenanzeigen gezielt weibliche Fachkräfte gewinnen“ Praxisnahe Informationen für Unternehmen zur Gestaltung von Stellenanzeigen, die Frauen ansprechen und motivieren, sich zu bewerben, finden sich in diesem Leitfaden. Dazu haben die Kompetenzzentren Frau & Beruf Region Köln und Bonn/Rhein-Sieg gemeinsam mit dem KOFA des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln und der FOM Hochschule für Oekonomie und Management in einem Gemeinschaftsprojekt Prototypen für Stellenanzeigen entwickelt, welche Frauen besonders ansprechen. http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/inte ressantes/publikationen/Webversion_Handlungsempfehlung_Rekrutierung_von_ Frauen.pdf 19 3. „Frauen fördern durch Fort- und Weiterbildung“ Empfehlungen und Tipps für Unternehmen, mit welchen Möglichkeiten Unternehmen Frauen bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung fördern können, sind in dieser Bro- schüre zusammengefasst. Die wichtigsten Fort- und Weiterbildungsprogramme sowie Informationen zu Finan- zierungsmöglichkeiten finden sich hier übersichtlich strukturiert ebenso wie Beratungsstellen vor Ort und wichtige Links zu weiteren Informationen. http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/Unt ernehmen/Informationen/W_Competentia_Fort_Weiterbildung_2018_END.pdf 4. „Frauen fördern durch flexible Arbeitszeitmodelle und Wiedereinstiegs- management“ Arbeitszeitkonto, Teilzeit, Gleitzeit, Führung in Teilzeit und Wiedereinstiegsmanagement sind die Stichworte, zu denen das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln in dieser Broschüre interessante Informationen zur betrieblichen Frauenförderung für Unternehmen zusammengestellt hat. Abgerundet wird das Ganze durch zwei Best-Practice-Beispiele aus Unternehmen und Hinweise auf vertiefende Informationen. http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/i nteressantes/Archiv2018/Web_Competentia_flexible_Arbeitszeitmodelle_Wied ereinstiegsmanagement_2018.pdf Einzelne Exemplare der vier vorgestellten Broschüren können beim Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln bestellt werden, per E-Mail unter competentia@stadt-koeln.de. 20 3.3. Beratung und Information Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln führte zudem einzelbezogene Beratungs- und Informationsgespräche mit Unternehmen und Institutionen durch. Unter Hinzuziehung der regionalen Beratungs- und Anlaufstellen zur Fachkräftesicherung der IHK und HWK Köln, der Arbeitgeberservices der Arbeitsagenturen und Jobcenter, der Regionalagentur Region Köln und der Wirtschaftsförderungen sowie der Jugendhilfe ging es um folgende Anliegen:  Planung und Umsetzung einer betrieblichen Kinderbetreuung  zielgruppenspezifische Rekrutierung von Frauen (Migrantinnen Wiedereinsteigerinnen nach der Familienphase, Frauen mit Behinderung)  Suche nach passenden Unternehmerinnennetzwerken  Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen  Betriebliche Qualifizierungs- und Förderprogramme 3.4. Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit Zur Akquise und Ansprache von kleinen und mittleren Unternehmen sowie zum Transfer der in den Projekten entwickelten Handreichungen/Arbeitshilfen für Unternehmen zu Maßnahmen der Gewinnung und Bindung von weiblichen Fach- und Führungskräften ist das Kompetenzzentrum Frau & Beruf auf diversen Feldern aktiv geworden:  Pflege der projekteigenen Homepage und Einstellung von Informationen (Förderprogramme, Veranstaltungshinweise, Nachberichterstattung der Veranstaltungen) und Versand von vier Newslettern  Veranstaltungsankündigungen in Newslettern der Kammern und Wirtschaftsförderungen, Pressemitteilungen, Präsentationen in Unternehmensnetzwerken, Berichterstattung in einschlägigen Wirtschaftspublikationen  Mitwirkung im Arbeitskreis „Kölner Netzwerke Frau und Wirtschaft“, in den fünf Netzwerken Wiedereinstieg der Region, im IHK Unternehmensarbeitskreis "Diversity", im Vorbereitungsteam zum jährlich stattfindenden IHK Frauen- 21 Business-Tag sowie an zwei IHK Veranstaltungen zum Diversity-Tag, Unternehmerinnennetzwerken der Region Köln und regionalen Netzwerke zur beruflichen Inklusion  Teilnahme an Veranstaltungen von Unternehmensnetzwerken und wirtschaftsnahen Institutionen, beispielweise von Wirtschaftsförderungen und Fachkräfteinitiativen zur Schaffung von Zugängen und zur Ansprache von KMU. Dadurch konnten Unternehmen als Good-Practice-Beispiele für eigene Veranstaltungen und für die veröffentlichten Handreichungen sowie für die Teilnahme an den Veranstaltungen gewonnen werden  Durchführung von vier Beiratssitzungen mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren der Wirtschaft, der Gleichstellung und des Arbeitsmarktes, um den Informationsfluss in die Region sicherzustellen, zur Multiplikation in die KMU, um Zugänge von KMU zu schaffen, Synergien zu bilden und sich fachlich zu beraten 2018 lag der Schwerpunkt auf Veröffentlichungen in einschlägigen Fachorganen und Medien, um die Handreichungen/Arbeitshilfen für kleine und mittlere Unternehmen zu bewerben sowie Beratungsstellen zur Fachkräftesicherung dazu zu informieren, damit diese sie im Rahmen ihrer Beratungen nutzen und an Unternehmen weitergeben können: Website „Oberberg aktuell“ der Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises  RBW News 4/2018 der Wirtschaftsförderung des Rheinisch-Bergischen Kreise  City News 2/2018  Newsletter der Handwerkskammer zu Köln  Kölnmagazin 2/2018 der Wirtschaftsförderung Köln  Kölner Stadt-Anzeiger, Beilage Job & Karriere  Website „IHK-Business Women Cologne“ der Industrie- und Handelskammer zu Köln  Website „Competentia Region Köln“ der IHK 22 4. Mentoring für Akademikerinnen mit Behinderung/ gesundheitlicher Beeinträchtigung am Übergang von Hochschule in den Beruf Während sich die Berufs- und Karrierechancen bei akademischen Berufen in den letzten Jahren vorzüglich entwickelt haben, trifft dies nicht gleichermaßen auf Hoch- qualifizierte mit einer Behinderung oder gesundheitlichen Beeinträchtigung zu.1 Angesichts der demografischen Entwicklung und des sich verstärkenden Fachkräfte- bedarfs, wird die Beschäftigung Hochqualifizierter mit einer Behinderung beziehungs- weise einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zu einer beachtenswerten Perspektive der Fachkräfte-sicherung. Schließlich können die Unternehmen das Fachkräftepotential einer Personengruppe erschließen, die bisher nicht in ihrem Fokus stand. Vor diesem Hintergrund wurde ein Mentoring-Angebot für Akademikerinnen mit einer Behinderung/gesundheitlichen Beeinträchtigung am Übergang von Hochschule in den Beruf entwickelt, welches vor allem auf die berufliche Orientierung in kleinen und mittleren Unternehmen ausgerichtet war. 4.1. Das Mentoring Insgesamt wurden neun Mentoring-Tandems gebildet und für den Zeitraum von zwölf Monaten vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 begleitet. Es gelang, Mentorinnen aus kleinen und mittleren Unternehmen aus der Region zu finden, die den Mentees mit ihrem Wissen und ihrer Unterstützung zur Seite standen. Sie kamen aus unter- schiedlichen Branchen und Industriezweigen: Produktion von Textilmaschinenzubehör und Satellitenanlagen, Architektinnen/Immobiliensachverständige, Bildungswesen- und Sprachschule, Rechtswesen, Beratung und Finanzwesen. Es handelte sich aus- schließlich um die Leitung bzw. die Führungsebene, Inhaberinnen bzw. Personal- verantwortliche. 1 Chancen und Barrieren für hochqualifizierte Menschen mit Behinderung, Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis (2013); Prof. Dr. Mathilde Niehaus, Dipl. Psych. Jana Bauer, Universität zu Köln; Aktion Mensch e.V. (Hrsg.), Bonn. 23 Das Mentoring richtete sich an Studentinnen, die sich zur der Zeit oder in naher Zukunft am Übergang ins Arbeitsleben befanden, beziehungsweise an Absolventinnen, die ihren Abschluss vor nicht allzu langer Zeit erworben hatten. Diese wurden als Mentees in ihrer beruflichen und persönlichen Orientierung unterstützt. Als fachliche Unterstützung sowie als wichtiges Multiplikatorinstrument wurde für das Vorhaben ein Expertinnen- und Expertenkreis gegründet. Diese beglei- tende Projektgruppe unterstützte im Verlauf des Mentorings die Mentorinnen und die Mentees mit ihrer Expertise und ihrem Fachwissen. Dazu zählten:  Agentur für Arbeit Köln  Bundesagentur für Zentrale Auslands-und Fachvermittlung (ZAV)  Fachberatung Inklusion der Industrie- und Handelskammer zu Köln  Jobcenter Köln  Fachberatung Integration der Handwerkskammer zu Köln  Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben für den Regierungsbezirk Köln  Integrationsamt des Landschaftsverbandes Rheinland  MitArbeit! In Köln und die Initiative „Wirtschaft Inklusiv“ Wissenschaftlich begleitet wurde das Mentoring durch den Lehrstuhl für Arbeit und Berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln. Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln koordinierte das Mentoring-Angebot. Es fungierte als Ansprechpartnerin für die Mentorinnen, Mentees, die Mitglieder der Projektgruppe sowie für weitere Akteurinnen und Akteure aus der Region. Ziel der Koordination war es, das Projektkonzept unter Mitwirkung der Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner zu entwickeln, potenzielle Teilnehmende für das Projekt zu gewinnen und im Laufe des Mentorings über den aktuellen Projektverlauf informiert zu sein, damit Erkenntnisse und Bedürfnisse in den flankierenden Veranstaltungen Eingang finden konnten. Mit den begleitenden Angeboten wurde zudem die Kommunikation untereinander sichergestellt. Die Projektgruppe für das Mentoring-Projekt Region Köln Foto: Competentia Region Köln/C. Adolph Fotos: Competentia Region Köln/C. Adolph 24 4.2. Begleitende Veranstaltungen Den Auftakt bildete die Veranstaltung „Neue Fachkräfte in den Fokus nehmen - Akademikerinnen mit Behinderung/gesundheitlicher Beeinträchtigung im Übergang von der Hochschule ins Unternehmen“ am 16. Juni 2016 in Köln-Deutz in Kooperation mit der Arbeitgeberinnen- und Arbeitgeberberatung „Wirtschaft inklusiv“ und der Universität zu Köln (Lehrstuhl für Arbeit und Berufliche Rehabilitation). Themenschwerpunkte waren „Sichtbarkeit von Akademikerinnen mit Behinderung in der Region Köln“, „Erfolgsfaktoren beim inklusiven Personalmanagement für KMU“ sowie „Übergang von der Hochschule in den Beruf - Möglichkeiten für die betriebliche Praxis“. Am 9. Dezember 2016 wurde im Rahmen eines ersten Vernetzungstreffens ein Workshop zum praktischen Umgang mit der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung durchgeführt, um interessierte Mentorinnen und Mentoren zu sensibilisieren und für die Teilnahme am Mentoring vorzubereiten. Die fachlichen Impulse lieferte Dagmar Greskamp von Aktion Mensch e.V. Sie stellte das 4. Inklusionsbarometer2 vor, bei dem es sich um ein Instrument zur Messung von Fortschritten bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem deutschen Arbeitsmarkt handelte. 2Das Inklusionsbarometer wird von Aktion Mensch e.V. in Kooperation mit dem Handelsblatt Research Institute erstellt und veröffentlicht. Inklusionsbarometer, Aktion Mensch e.V. https://www.aktion-mensch.de/inklusionsbarometer.html Fotos: Competentia Region Köln/C. Adolph Prof. Dr. M. Niehaus vom Lehrstuhl für Arbeit und Berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln 25 Start der Tandembildung und des Begleitungs- prozesses im Mentoring war am 31. März 2017. Auf diesem Tandembildungstag trafen die Mentees und die Mentorinnen erstmalig aufeinander. Dabei konnten sie miteinander in Kontakt treten und die Rahmenbedingungen ihrer Zusammenarbeit in einer Tandemver- einbarung festhalten. Sie lernten den Ablauf des Mentorings mit den wesentlichen zeitlichen und inhaltlichen Eckdaten und kontinuierlichen Prozessen, wie beispielsweise die wissenschaftliche Begleitung und die Aufgaben der begleitenden Projektgruppe, kennen. Flankierend dazu wurde das Vernetzen untereinander initiiert. Bei einer Veranstaltung zur Zwischenbilanz am 28. September 2017 standen das Kennenlernen der Mentorinnen und Mentees und der Projektgruppenmitglieder untereinander im Mittelpunkt. Die Mentees und Mentorinnen aus den Unternehmen erhielten dabei sofortige Beratungen und Infor- mationen, zum Beispiel über Programme, die Akademikerinnen mit Behinderung unterstützen, zu Gesetzesänderungen, über die Beratungs- stellen „Teilhabe und Integration“ sowie über Bewerbungsmöglichkeiten. Zusätzlich wurden einige Termine zwischen den Projektgruppenmitgliedern und den Teilnehmen- den eine weiterführende Beratung vereinbart. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden Ideen für die weitere Projektarbeit erarbeitet sowie die Tandembeziehungen vertieft. Außerdem konnten die ersten Ergebnisse der Befragung und der Auswertung präsentiert werden. Im Anschluss der Zwischenbilanz- veranstaltung vernetzten sich die Mentees untereinander digital und trafen sich selbst- organisiert zwei Mal zum Austausch. Foto: Competentia Region Köln Fotos: Competentia Region Köln/M. Dierks 26 Etwa 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am 22. März 2018 in die Räume der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), um gemeinsam Bilanz zu ziehen und das Mentoring zu beenden. Mentorinnen, Mentees und Mitglieder der begleitenden Projektgruppe aus Expertinnen und Experten beteiligten sich am Programmpunkt „Netzwerken in Aktion“, der von Dr. Johanna Tiedtke-Braschos geleitet wurde. Melanie Peschek und Simen Ulutas vom Hildegardis-Verein e. V. Bonn stellten den Biografiezirkel im Fachkolleg „Inklusion an Hochschulen gendergerecht“ vor, mit der Möglichkeit für die Mentees, an den Biografiezirkeln zukünftig teilnehmen zu können. Susanne Groth von der Universität zu Köln zeigte Ergebnisse der Evaluation des Mentoring-Programms auf. Sie erläuterte die Chancen und Erfolge der einjährigen Zusammenarbeit der Mentees und Mentorinnen, aber auch auf die Herausforderungen für beide Gruppen. Fotos: Competentia Region Köln/M. Dierks 27 5. Fazit Auf die zweite Förderphase kann das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln durch seine Arbeit erfolgreich im Hinblick auf die Realisierung der Ziele zurückblicken. Im Gesamtergebnis der im Auftrag des NRW Ministeriums durchgeführten Erfolgs- bewertung der Landeskoordination Prognos AG für den Zeitraum vom 1. September 2015 bis 31. Dezember 2017 nahm Competentia Region Köln mit 440 Punkten VZÄ (Vollzeitäquivalent) den vierten Platz der 16 Kompetenzzentren Frau und Beruf in NRW (Mittelwert 300)3 ein. Für den Controllingzeitraum vom 1.September 2015 bis zum 31. Dezember 2017 wurden der Erfolgsbewertung zufolge 300 kleine und mittlere Unternehmen4 durch Informationsveranstaltungen, Workshops, Netzwerkveranstaltungen und einzelfallbezogene Beratung unmittelbar erreicht. Mehr als 10.000 KMU in der Region konnten durch diverse Öffentlichkeitsmaßnahmen (eigene Newsletter, Newsletter der Kammern und Wirtschaftsförderungen, Pressemitteilungen, Publikationen in Organen der Wirtschaftsförderungen etc.) zu möglichen betrieblichen Maßnahmen der Frauenförderung und Rekrutierung von Frauen zur Fachkräftesicherung informiert werden. Ferner wurden zahlreiche KMU mittelbar über die Beteiligung der relevanten Multipli- katorinnen und Multiplikatoren wirtschafts- und arbeitsmarktnaher Institutionen an der Entwicklung und Umsetzung der Maßnahmen sowie durch die Teilnahme dieser an den Informationsveranstaltungen und Workshops erreicht. Insgesamt nahmen etwa 540 Personen aus Unternehmen und Fachöffentlichkeit an den insgesamt 14 Veran- staltungen in der Region Köln teil. Davon fanden vier Veranstaltungen im Rahmen des Mentorings statt. 3 Folgende unterschiedlich gewichtete Bewertungsbereiche lagen dem zugrunde: unmittelbare Sensibilisierung und Aufschließung von KMU, Erfüllung der Projektplanung, Erschließung des weiblichen externen Fachkräftepotenzials, Netzwerke und Kooperationen, Präsenz in der Öffentlichkeit 4 Hiermit sind KMU gemeint, die bis zu 250 Beschäftigte aufweisen. Unternehmer und Unternehmerinnen ohne weitere Beschäftigte wurden daher mit gezählt. 28 Durch die vier Broschüren, die mit Tipps und Hinweisen für Unternehmen interessierten KMU, Beratungsstellen zur Fachkräftesicherung der Kammern, Arbeitgeberservices der Agenturen für Arbeit und Jobcenter sowie Wirtschaftsförderungsgesellschaften zur Verfügung gestellt wurden, konnte ebenfalls eine Sensibilisierung für die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege, Flexible Arbeitsmodelle und Wiedereinstiegsmanagement, Frauenförderung durch Fort- und Weiterbildung sowie Rekrutierung erreicht werden. Abschließend ist festzuhalten, dass die Sensibilisierung und Aufschließung von KMU in der Region mit den breit gefächerten Instrumenten, Themen und Kommunikations- mitteln zur Gewinnung und Bindung von weiblichen Fach- und Führungskräften zur Fachkräftesicherung nachhaltig umgesetzt werden konnten. Es hat sich bewährt, in diesen Veranstaltungen Unternehmensbeispiele im Sinne von Good Practice einzubinden. Dadurch konnte ein praxisbezogener Zugang zu den kleinen und mittleren Unternehmen und deren Akzeptanz gesichert werden. Hilfreich war dabei die frühzeitige Einbindung und Beteiligung der relevanten wirtschafts- und arbeitsnahen Partnerinnen und Partner aus der Region. Diese ermöglichten einen breit angelegten Zugang zu den Unternehmen und Betrieben und fungieren nachhaltig als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, da sie die Handreichungen/Arbeitshilfen über die Projektlaufzeit hinaus in ihrer Beratungstätigkeit für KMU zur Fachkräftesicherung nutzen und verbreiten. Schließlich sicherte die Einbindung der Expertise dieser Partnerinnen und Partner bei der Entwicklung und Umsetzung der Angebote eine passgenaue und hohe Qualität mit einer nachhaltigen Wirkung in die kleinen und mittleren Unternehmen hinein. Nach wie vor bedarf es einer enormen Anstrengung, trotz des hohen Fachkräfte- mangels in einigen Berufsfeldern, kleine und mittlere Unternehmen für eine strategische Personalplanung und -entwicklung mit den Möglichkeiten, die das nicht ausgeschöpfte Fach- und Führungskräftepotenzial von Frauen bietet, zu gewinnen. Es hat sich gezeigt, dass diese Herausforderung weiterhin nur gemeinsam mit den strategischen Partnerinnen und Partnern der Wirtschaft, des Arbeitsmarktes und der Gleichstellung gelingen kann. 29 Gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln in Trägerschaft der Stadt Köln und in Kooperation mit der IHK Köln und dem Oberbergischen Kreis mit Genehmigung des Rates der Stadt Köln vom 27.09.2018 seine Arbeit bis zum 30. April 2022 mit neuen Projekten und bewährten Partnerinnen und Partnern fortsetzen. 30 31 32

Beratungsverlauf

  1. 02.05.2019

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 13.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 02.05.2019 zuletzt

    Wirtschaftsausschuss

    TOP 12.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

War diese Seite hilfreich?

Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz