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1899/2020

Verbessertes Erscheinungsbild für die Haltestelle Hansaring (Neustadt/Nord)

Mitteilung BV 03.11.2020

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 08.12.2020, TOP 9.16

Mitteilung BV

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Mitteilung BV

6648 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/66/662 
 
Vorlagen-Nummer 
 1899/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 08.12.2020 
 
Verbessertes Erscheinungsbild für die Haltestelle Hansaring (Neustadt/Nord) 
hier: Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt am 04.06.2020, TOP 5.2.2 
Beschluss: 
 
„Die Verwaltung wird beauftragt, zusammen mit der KVB und der Deutschen Bahn das Erschei-
nungsbild der Stadtbahn und S-Bahn-Haltestellen Hansaring durch ein abgestimmtes Vorgehen 
nachhaltig zu verbessern. Dazu zählen: 
 
 das Eindämmen der Taubenplage und die regelmäßige Beseitigung des Taubenkots. Beson-
ders betroffen sind die Haltestellenüberbauten auf der Höhe Hamburger Straße, die dortigen 
Treppen zur U-Bahn-Haltestelle und die Wege und Gleise in der U-Bahn-Haltestelle in Rich-
tung S-Bahn-Aufgänge; 
 
 regelmäßiges Reinigen der Scheiben des U-Bahn-Überbaus; 
 
 Beseitigung der Graffiti-Schmierereien – besonders im Eingangsbereich zur U-Bahn auf der 
Höhe Ritterstraße; 
 
 Verstärkte Reinigung – auch Nassreinigung – der Passage zwischen S-Bahn- und U-
Bahnhaltestelle, die Treppenabgänge von der S-Bahn zum Hansaring sowie die Aufzüge, Be-
seitigung von Kippen, Kronkorken etc.“ 
 
Mitteilung der Verwaltung: 
 
Am Hansaring wurde Mitte März ein Taubenhaus installiert. Dieses Taubenhaus soll die Tauben aus 
der Umgebung anlocken und zum dortigen Brüten animieren. Die Tiere, angelockt durch artgerechtes 
Taubenfutter und animiert durch angebotene mögliche Nistplätze, bauen ihre Nester im Taubenhaus. 
Dieser wird täglich aufgesucht, um Futter auszulegen und die Nester zu kontrollieren. Gelegte Eier 
werden durch Gipseier ersetzt; es schlüpfen deutlich weniger Tauben, als wenn die Tauben „wild“ 
brüten würden. Ab und zu muss es jedoch zum Bruterfolg kommen, damit die brütenden Tiere den 
Schlag als sicher empfinden und keinen Ortswechsel begehen. Langfristig wird so jedoch die Anzahl 
der Tiere reduziert. 
 
Das Anlocken der Tiere ist relativ zeitintensiv, die Tauben müssen erst einmal bemerken, dass es am 
Taubenschlag „richtiges Futter“ gibt. Dann müssen sie sich mit der neuen Umgebung anfreunden, 
denn Tauben sind sehr standorttreu. Das Anlocken erfolgt durch das Anbieten von artgerechtem Vo-
gelfutter. Tauben ernähren sich grundsätzlich von Körnerfutter. In Ermangelung dessen weichen die 
Tiere in den Städten auf unübliches Futter aus. In den Innenstädten finden sie z. B. Reste von Fast-
Food und weggeworfene Lebensmittel aus Abfalleimern. Dabei handelt es sich um extrem untypi-
sches Futter. Die Vögel reagieren darauf mit dem veränderten, schmierigen Taubenkot, was die Rei-
nigung erschwert. Eine artgerechte Fütterung müsste in der Umgebung des Taubenhauses langfristig

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und bei guter Annahme der Futterstelle auch eine Veränderung der Kotkonsistenz zur Folge haben. 
Dadurch sollte die Reinigung erleichtert werden. 
 
Wichtig und unterstützend ist hier das allgemeine Taubenfütterungsverbot, damit die Tiere vom Tau-
benschlag angelockt werden. Aber auch die indirekte Fütterung über zugängliche Mülleimer oder 
weggeworfene oder verlorene Lebensmittel auf der Straße/in der Umgebung muss möglichst verhin-
dert, Abfall und Verunreinigungen möglichst zeitig entsorgt werden. 
 
Taubenhäuser sind eine Maßnahme, um unter Beachtung des Tierschutzgesetzes Einfluss auf die 
Taubenpopulation zu nehmen. Bei Tauben handelt es sich um verwilderte Haustiere, deren Kot, trotz 
des schlechten Rufes, nicht infektiöser ist als der Kot von anderen Vögeln, z. B. von Amseln, Meisen 
etc.  
 
Tauben sind, entgegen ihrem Ruf, keine Schädlinge. Eine Tötung der Tiere kommt tierschutzrechtlich 
und ethisch nicht in Frage. Zu dem Bereich an der Haltestelle Hansaring ging der Verwaltung zusätz-
lich eine Bürgeranfrage bezüglich der Sauberkeitszustände ein. 
 
Zur Verbesserung der Sauberkeit hat die Verwaltung die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) 
zur nachhaltigen Verbesserung des Erscheinungsbildes des Haltestellenumfeldes mit einer einmali-
gen Intensivreinigung mit Hochdruckverfahren und anschließender regelmäßiger Nassreinigung der 
Haltestelle Hansaring beauftragt. Die Leistungen werden seit der 28. KW durchgeführt. 
 
So soll der Teil der Bodenfläche zwischen den Fahrbahnen regelmäßig gereinigt werden. Hierbei 
handelt es sich um eine zusätzliche, haushaltsfinanzierte Reinigung zu der bestehenden satzungs-
gemäßen Reinigung. Durch diese Reinigung sollen die Urin-, Getränkeflecken, Taubenkot und sons-
tige Verschmutzungen entfernt werden, sodass sich der Bereich attraktiver darstellen wird. Die Trep-
pen zu der Bahn und zu der Stadtbahn sind nicht Bestandteil der Beauftragung, da diese in der Zu-
ständigkeit von der Deutschen Bahn AG bzw. der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) liegen. 
 
Zwischen Verwaltung und KVB wurde abgestimmt, dass die Haltestellendächer und Eingangsberei-
che jährlich von innen und außen gereinigt werden. Hierbei sollen sich die Unterhalts- und die Inten-
sivreinigung abwechseln. Graffitis im Bereich der KVB werden täglich entfernt. Die Bodenbeläge in-
nerhalb der Haltestellen werden mehrfach täglich trocken und feucht gereinigt, einmal in der Woche 
erfolgt zusätzlich eine maschinelle Reinigung. 
 
Die zuvor erläuterten Maßnahmen werden regelmäßig auf Ihre Wirksamkeit überprüft; im Bedarfsfall 
werden die Maßnahmen angepasst. 
 
Stellungnahme DB Station & Service AG 
 
Aufgrund des sehr hohen Reisenden-Aufkommens am Bahnhof „Köln Hansaring“ wurden seitens der 
DB die Reinigungsmaßnahmen bereits im hohen Maße angepasst. 
 
Folgende Beispiele können dazu aufgeführt werden: 
 
 besondere Maßnahmen wie z. B. das Anbringen professioneller Graffitikunst (Vorbeugung wil-
der Graffitis), 
 
 Verdopplung der Reinigungsleistungen auf 2x täglich, 
 
 Grobreinigung, sowie regelmäßige Nassreinigung mittels Hochdruckgerät (mind. 1x Woche) 
 
 regelmäßige interne Begehungen in Bezug auf Reinigungsbewertungen. 
 
Des Weiteren liegt der Bahnhof „Köln Hansaring“ immer im besonderen Fokus um die Kundenzufrie-
denheit sicherzustellen.

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Stellungnahme der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB): 
 
Aktuell ist eine Sonderreinigung der Bereiche der „Haltestelle Hansaring“, die im Zuständigkeitsbe-
reich der Kölner Verkehrsbetriebe liegen, geplant (Treppenabgänge, Halle, Bahnsteige). 
Die Entfernung von Taubenkot liegt hierbei im Vordergrund und wird mittels Hochdruckreinigung 
durchgeführt. Um die betroffenen Flächen erreichen zu können ist ein Einrüsten von Teilbereichen 
erforderlich. Die Reinigungsarbeiten werden ausschließlich nachts während der Betriebspausen 
durchgeführt.

Beratungsverlauf (1)

08.12.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.16 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Hansaring
  • Hamburger Straße
  • Ritterstraße
  • Auf der Höhe
  • Am Bahnhof

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Details

Aktenzeichen
1899/2020
Typ
Mitteilung BV
Datum
03.11.2020
Erstellt
23.06.2020 09:22