mandari
Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 37 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

Satzung über Anbringungsort, Abmessung und Ausgestaltung von Werbeanlagen, über die äußere Gestaltung baulicher Anlagen für einen Teil der Ortslage in Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 0089/2024 vom 20.02.2024

Stand: Am 21.03.2024 im Rat ungeändert beschlossen.

Dokumente

  • Anlage 6 Beantwortung_mündliche_Fragen_WA

    PDF

    Herunterladen: Anlage 6 Beantwortung_mündliche_Fragen_WA

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    / 2 ANLAGE 6 61 611/2 Ber Stellungnahme der Verwaltung zu den mündlichen Fragen aus der 22. Sitzung des Wirtschaftsausschusses vom 29.02.2024 Die Fragen betreffen die TOP 1.4 - 1.10: Satzung über Anbringungsort, Abmes- sung und Ausgestaltung von Werbeanlagen, über die äußere Gestaltung bauli- cher Anlagen für einen Teil der Ortslage in Köln. Im Einzelnen sind folgende Beschlussvorlagen betroffen: Vorlagen-Nr. 4131/2023 Vorlagen-Nr. 0082/2024 Vorlagen-Nr. 0084/2024 Vorlagen-Nr. 0089/2024 Vorlagen-Nr. 0090/2024 Vorlagen-Nr. 0094/2024 Vorlagen-Nr. 0095/2024 Frage 1: RM Frau Karadag fragt, weshalb die Satzungen in Abschnitten/kleinteilig in die Aus- schüsse/den Rat gegeben werden. Stellungnahme der Verwaltung: Die Stadt Köln hatte in 1995 eine Werbesatzung für den Bereich der Ringstraßen ins- gesamt aufgestellt. Diese wurde mit den Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln aus den Jahren 2010 und 2012 aufgrund einer fehlenden Differenzierung zwi- schen den unterschiedlich geprägten Stadträumen der Kölner Ringe für unwirksam erklärt. Aus diesem Grund wurden einzelne Satzungen erstellt, die individuell auf den jeweiligen städtischen Kontext der einzelnen Teilanschnitte der Ringe eingehen. Die Verwaltung hat die Satzungen in mehreren Tranchen zur Beschlussfassung vor- gelegt, um zum einen ggfls. erforderlichen politischen Änderungsbedarf schon bei den ersten Satzungen abfragen und in die weiteren Satzungen einfließen lassen zu können. Zum anderen ermöglicht es die tranchenweise Beschlussfassung der Sat- zungen die Regelungen schneller zur an Anwendung zu bringen, indem die bereits beschlossenen Satzungen unmittelbar in Kraft treten können. - 2 - Frage 2: RM Herr Görzel fragt nach der Einbindung der Stakeholder. Sollte dies hier nicht er- folgt sein, bitte er um Mitteilung, weshalb diese nicht eingebunden wurden. Die Frage gilt für alle in der Sitzung behandelten Satzungen. Stellungnahme der Verwaltung: Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens von Webesatzungen ist gemäß Baugesetz- buch kein Beteiligungsverfahren vorgesehen. Im Rahmen der Beschlussfassung der Werbesatzungen für die Teilabschnitte D – E der Kölner Ringen wurde hiervon unab- hängig auf Initiative der FDP-Fraktion im Wirtschaftsausschuss eine Beteiligung der relevanten Stakeholder durchgeführt. Im Ergebnis wurden keine wesentlichen Be- denken gegen die geplanten Satzungen vorgebracht.
  • Anlage 3 Begründung WSR K

    PDF

    Herunterladen: Anlage 3 Begründung WSR K

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Werbesatzung Sachsenring Version vom 08.01.2024 Anlage 3 BEGRÜNDUNG ZUR SATZUNG DER STADT KÖLN über Anbringungsort, Abmessungen und Ausgestaltung von Werbeanlagen für einen Teil der Ortslage in der Kölner Neustadt im Bereich Sachsenring vom Salierring im Norden bis Karolingerring im Süden Arbeitstitel: Werbesatzung D der Kölner Ringstraßen – Sachsenring vom xxx 1. Bedeutung des Sachsenrings 1.1 Geschichte des Sachsenrings Das unbebaute Gebiet des heutigen Sachsenrings vor der mittelalterlichen Befestigungsanlage war Schussfeld und somit Teil der Wehranlagensystematik. Mit Abriss des um die mittelalterliche Stadt herum befindlichen inneren Befestigungsrings plante Stadtbaumeister Josef Stübben auf der nunmehr gewonnenen Freifläche die Schaffung eines halbkreisförmigen, aus einzelnen Abschnitten bestehenden Ringboulevards, welcher als Prachtstraße das Gebiet der mittelalterlichen Stadt umgeben sollte. Als Vorbild für die Errichtung dieses halbkreisförmigen Ringboulevards sollten dabei die Grands Boulevards von Paris sowie die Wiener Ringstraße dienen. Die Benennung der einzelnen Abschnitte sollte die Geschichte der Stadt Köln abbilden, beginnend mit den Ubiern im Zeitraum von ca. 39 v. Chr. im Süden der Stadt und abschließend mit dem damals neu entstandenen Deutschen Reich, weshalb der heutige Ebertplatz nach Ende des zweiten Weltkrieges „Deutscher Platz“ genannt wurde. Der Sachsenring ist mit rd. 1.700 Metern der längste Abschnitt der Kölner Ringe und erschließt sich von der Eifelstraße bis zur Brunostraße. Noch heute bestehen mit einem 90 Meter langen Mauerstück mit Wehrtürmen und der Ulrepforte Überre ste der historischen Stadtmauer. Im Jahr 1884 legte Adolf Kowallek eine großzügige Grün anlage mit 2,5 Hektar an, welche auch heute noch den Stadtraum prägt. Ab 1885 veräußerte die Stadt Köln die Grundstücke a m Sachsenring unter der Bedingung, dass die Häuser von mindestens drei Seiten freistehen sollen. Wie auch beim Kaiser-Wilhelm- Ring waren zum Straßenraum Vorgärten vorgesehen. Dies hatte zur Folge, dass eine Vielzahl von Großvillen von meist Industriellen und Bankiers errichtet wurde und ein Villenviertel entstand. Ab 1930 wurden die Großvillen zugunsten von Mehrfam ilienhäusern niedergelegt, bevor im Zuge des Zweiten Weltkrieges auch die Bebauung des Sachsenrings durch Bombardierungen weitestgehend zerstört wurde. 1.2 Lage im Stadtraum Der Sachsenring befindet sich östlich des Volksgart ens und stellt die Schnittstelle zwischen der Kölner Altstadt zu den südwestlichen Stadtteile n dar. Die wesentlichen angrenzenden Werbesatzung Sachsenring Stadtviertel sind die kleinräumlichen, im Mittelalt er entstandene Severinsviertel und das Pantaleonsviertel innerhalb der Ringe und das Volks garten-Viertel sowie die Südstadtviertel in der Neustadt. Der Sachsenring liegt zwischen dem Salierring und dem Karolingerring. 2. Heutige Situation des Sachsenrings 2.1 Bebauung/Architektur/städtebauliches Erscheinungsbild Die Bebauung im Bereich des Sachsenrings unterscheidet sich durch seine offene Bebauung von der typischen geschlossenen Blockstruktur entlang der Kölner Ringe. Vielmehr prägen die unterschiedlichen Teilbereiche durch Art und Maß der Bebauung das Erscheinungsbild in diesem Ringbereich. So dominieren moderne Gewerbe- und Schulbauten (auß erhalb des Geltungsbereichs) mit zwei bis sieben Geschossen das Stadtbild im Nordwes ten zur Ulrepforte. Der Südosten wird hingegen von drei bis vier geschossige Wohn- bzw. B ürohäuser bestimmt. Vereinzelt sind auch Gewerbebauten mit einer fünf bis sechs Geschos sigkeit oder Stadtvillen als Relikt der Vergangenheit vorzufinden. Den Auftakt vom Sachsenring zum Karolingerring bild et ein siebengeschossiges Gebäude, welches durch den gegenüberliegenden Hochpunkt mit 13 Geschossen ergänzt wird. Aufgrund der vergleichsweisen niedrigeren Bebauung sowie der offenen Bauweise in Verbindung mit der großen Grünfläche im Zentrum, we ist der Sachsenring vor allem entlang der nördlichen Grenze eine geringe Masse an Urbanität auf. Neben den historischen Überresten der Kölner Stadtm auer im Bereich der Grünanlage befindet sich an der Vorgebirgstraße/Lothringer Str aße die Pfarrkirche St. Paul. Die wurde 1908 eingeweiht und im Neugotischem Stil errichtet. Darüber hinaus wendet sich die Bebauung des Humboldt-Gymnasiums und der Berufsschule vom Kartäuserwall ab, wodurch keine Adressbildung in Richtung des Sachsenrings erfolgt. Die Überreste der ehemaligen Wallanlage entlang des Kartäuserwalls werden heute von Karnevalsgesellschaften genutzt. Die Prinzengarde h at ihren Sitz im nördlichen Teil der Stadtmauer, die Blauen Funken im südlichen Sachsenturm, welcher aktuell erweitert wird, und die Roten Funken in der Ulrepforte. Neben dem Humboldt-Gymnasium stellen im Süden das I nstitut français Köln sowie die International Business School (CBS) oder die Theate rakademie Köln weitere Bildungseinrichtungen dar. Aufgrund der starken Bombardierung im Zuge des Zwei ten Weltkrieges befinden sich neben den mittelalterlichen Überresten nur eine geringe A nzahl an Gebäuden, welche dem Denkmalschutz unterliegen. Zu dem denkmalwerten Geb äuden gehören Pantaleonswall 4, Kartäuserwall 30 sowie 40 und der Sachsenring 8, 30, 42, 77,.79 und 91. Die durch Adolf Kowallek angelegte Grünanlage Sachs enring sowie die alleeförmige Grünverbindung von der parkartigen Gestaltung des S achsenringes zum Volksgarten im Bereich des Kreuzungspunkts Sachsenring/Kleingedank straße/Vorgebirgstraße/Lothringer Straße wurden als erhaltenswerte Platzräume in die Denkmalliste aufgenommen. Insofern zukünftig weitere (Bau-)Denkmäler in die Denkmallis te aufgenommen werden, unterliegen diese ebenfalls der Bestimmungen der geltenden Werbesatzung. Der Verkehr am Sachsenring wird westlich an der Grü nfläche vorbeigeführt. Parallel zum straßenbegleitenden Gehweg verläuft ein teilweise asphaltierter Fußweg auf dem Grünstreifen im Norden. Im Süden verlaufen die Gleise der Straßenbahn. Werbesatzung Sachsenring 2.2 Nutzung der Erd- und Obergeschosse Der Sachsenring kann in zwei Bereiche bezüglich der Nutzung unterteilt werden. Im südlichen Bereich befinden sich eher großflächige Büronutzung en. Der nördliche Bereich ist hingegen durch vorwiegend kleinteilige Büros, Praxen und Woh nen bestimmt. Eine nutzungsgeprägte Erdgeschosszone, beispielsweise durch Gastronomie, ist am Sachsenring nicht vorhanden. 2.3 Nutzung des Ringabschnitts Der Sachsenring hat innerhalb des Stadtraums primär die Funktion als Grünfläche. Außerdem stellt die Örtlichkeit eine wichtige Verbindung zwischen den angrenzenden Stadtteilen dar. Die Grünfläche selbst verfügt über eine geringe Verweil- oder Naherholungsqualität. Gegenwärtig ist der Grünraum auf eine rein dekorative Rolle beschränkt. 3. Planungsrecht und -Konzepte 3.1 Bauliche Art der Nutzung für die flankierende Bebauung Für den Bereich entlang des Sachsenrings bestehen m it den Bebauungspläne Nummern 66437/02, 6642 Na 2/03 (66438/03), 664382/02, 6642 Na 2/04 (66438/04-1), 6642 Na 2/04 (66438/04-2), 6642 Na/02 (66439/02), 6642 Nc 2/02 ( 66434/02) und 67433/05 planungsrechtliche Vorgaben zur baulichen Art der Nutzung. Die verbindlichen Bebauungspläne legen für die angr enzenden Blöcke die Nutzungsart „Kerngebiete“ (MK), ein „Gemischtes Gebiet“ (heute: MI) sowie ein „Besonderes Wohngebiet“ (WB) fest. Die Gebietskategorien entsprechen der vorhandenen heterogenen Art der baulichen Nutzung, wobei für die kleinmaßstäbliche Bebauung im Nordosten kein rechtskräftiger Bebauungsplan wirksam ist. 3.2 Innere Grünfläche Der Sachsenring wird aufgrund seiner geringen Verwe il- oder Nahfunktion als ein Stadtraum mit geringer Aufenthaltsqualität wahrgenommen. Bis auf das Stadtmobiliar „Langer Tisch“, welcher von zwei Künstlern im Jahr 2017 errichtet w urde und auch gegenwärtig noch als Treffpunkt fungiert, ist die Grünfläche primär auf seine dekorative Rolle beschränkt. Die Plastik „Diana mit springender Antilope“ des Bildhauers Fritz Behn wurde 1916 aus Bronze angelegt. Nachdem Sie zuvor am Rheinpark und am The odor-Heuss-Ring aufgestellt wurde, befindet sich sich mittlerweile am Sachsenring im Einmündungsbereich der Eifelstraße. Aufgrund der horizontal verlaufenden Stadtbahntrasse ist zudem die Fußverbindung in Nord- Süd-Richtung trotz der guten räumlichen Lage im Sta dtgebiet auf die Kreuzungsbereiche beschränkt. 3.3 Beschlüsse basierend auf dem Masterplan Innenstadt Köln Der Masterplan für die linksrheinische Innenstadt Köln beschreibt auch die Umgestaltung der Kölner Ringe als für die Kölner Stadtentwicklung be deutsames Projekt und schlägt für den Sachsenring im Bereich der historischen Ulrepforte eine straßenbegleitende nutzungsgemischte Bebauung oder ein hochwertig architektonisches Ensemble vor, wodurch die Ulrepforte näher den historischen Kontext der Stadtmauer rücken könnte Im Mai 2022 beschloss der Rat der Stadt Köln den Sa tzungsbeschluss zum Bebauungsplan Werbesatzung Sachsenring Nr. 664382/02, welcher für das Gebiet im Bereich Blaue-Funken-Weg einen Erweiterungsbau angrenzend an den Sachsenturm vorsieht. Im Zuge des Radverkehrskonzepts Innenstadt wurden a uf den Sachsenring die Ausweisung von Radfahrtstreifen umgesetzt, die Umwandlung des Kartäuserwall in eine Fahrradstraße befindet sich noch in Umsetzung. 3.4 Planungswerkstatt/ Interventionsraum Der anschließende, aus dem Masterplan entwickelte P lanungsschritt „Planungswerkstatt Ringe" bündelte die einzelnen Planungskonzepte zu e iner praxisorientierten Leitlinie, die als eine Art „Regiebuch" für die Entwicklung der Ringe verstanden werden soll. Innerhalb dieses Leitlinienprozesses wurden drei grundsätzliche Gest altungstypen festgestellt, in welche sich die einzelnen Ringabschnitte unterteilen lassen: Der Boulevard - als baumbestandener urbaner Straßenabschnitt Der Stadtplatz - als Knoten radialer Hauptverkehrsachsen Die Grünanlage - als parkähnlicher, urbaner Stadtraum Der Typus des Stadtplatzes wird hierbei weiter unterteilt in den Typ 2a und Typ 2b, Stadtplatz ohne und mit Denkmal, da aufgrund eines vorhandenen Denkmals ein erhöhter Schutzbedarf vorliegt. Der Sachsenring ist dem Typus 3 - Grünanlage zugeordnet. Es soll jeweils eine durchgängige Materialität für sämtliche Oberflächen vorgegeben werden, ein charakteristischer Leuchtentyp, sowie Stadtmöblierung, deren Auswahl die gestalterische Handschrift und Einheitlichkeit der Ringe bzw. der Gestaltungstypen unterstützt und somit den unterschiedlichen Teilräumen der Ringstraße eine ei nheitliche gestalterische Handschrift verleihen. Nicht zuletzt sollen auch die als Eintri ttsorte und Visitenkarten zu betrachtenden Haltestellen der KVB dazu führen, eine Atmosphäre zu gestalten, die Sicherheit vermittelt und zur Sauberkeit anhält. Unter anderem sehen die Prinzipien der Leitlinien Kölner Ringstraßen vor, dass die Vorgaben zur Strukturierung der Flächen, Materialität und der Bepflanzung auch zu einer Reduktion und Ordnung der Werbeanlagen beitragen, da sie unmittel bare Einflussgeber auf das architektonische und städtebauliche Bild sind. 3.5 Gestaltungshandbuch zur Gestaltung der öffentlichen Flächen Im Dezember 2017 hat der Rat für das gesamte Stadtgebiet eine umfangreiche Strategie zur Gestaltung des öffentlichen Raumes beschlossen. Die in einem Gestaltungshandbuch konkret formulierten Leitlinien bilden eine verbindliche Gr undlage für die Herstellung und die Gestaltung öffentlicher Flächen. Durch deren Umsetz ung soll der Stadtraum geordnet und beruhigt sowie dessen Stärken bewahrt bleiben. Mit den aufgestellten Regeln werden Arbeitsprozesse erleichtert und gleichzeitig die ge stalterische Qualität des öffentlichen Raumes erhöht. Zudem sind in dem Gestaltungshandbuc h die Ergebnisse der Werkstattverfahren für die Ringstraßen in einem verbindlichen Regelwerk festgeschrieben. 4. Werbeanlagen Werbeanlagen dienen dem Grundsatz, größtmögliche Au fmerksamkeit für die beworbene 3 2 1 Werbesatzung Sachsenring Botschaft oder Dienstleistung zu wecken und stehen somit zunächst im Widerspruch zum übergeordneten städtebaulichen Ziel der Beruhigung und der Ordnung des öffentlichen Raumes sowie der Einräumung von Priorität für die Architektur (Raumbildung). Das wesentliche Ziel der Priorisierung der Architektur und der gestalterischen Beruhigung des städtischen Raumes ist somit mit den wirtschaftlich en Belangen der Werbe- und Gewerbetreibenden in Einklang zu bringen und sorgsam abzuwägen. Insbesondere ist hierbei zu berücksichtigen, dass neben der gestalterisch wa hrnehmbaren Ordnung auch die Wettbewerbsgleichheit, verfahrenstechnische Verlässlichkeit und die langfristige Aufwertung der Örtlichkeit im Interesse ortsansässiger Einzelh andels-, Gastronomie- und Dienstleitungsbetriebe steht. Letztere müssen jedoc h aufgrund der Fokussierung auf den kurzfristig wahrnehmbaren Effekt größtmöglicher Auf merksamkeit Gegenstand der Begutachtung durch die Stadt als unbeteiligte Dritt e sein, um private und öffentliche sowie kurz- und langfristige Belange zu einem allgemeinverträglichen Ausgleich zu bringen. Die Bedürfnisse der Gewerbetreibenden nach Eigendarstellung und Werbung werden in dieser Satzung gewahrt. Auch nach Inkrafttreten der Satzun g hat jeder Geschäftstreibende die Möglichkeit durch gut gestaltete Werbung hervorzutr eten. Durch klare Grenzen, die die Satzung im Hinblick auf die Errichtung und Gestaltung von Werbeanlagen schafft, erfährt der Sachsenring eine gestalterische Aufwertung und Ordn ung, wovon Gewerbetreibende und Eigentümer langfristig profitieren können. 5. Planungsziele der Werbesatzung Sachsenring Da die Prägung des Ortes weiterhin durch die teilweise denkmalgeschützten Gebäude und die Grünanlagen erfolgen soll und nicht vorrangig Werbe anlagen den Ort dominieren sollen, ist eine Regulierung der Höhe, Anzahl, Menge und Ausgestaltung von Werbeanlagen notwendig. Werbeanlagen und Schaukästen sollen allgemein den A llgemeinen Zielen nach Nummer 2 dieser Begründung genügen. Das Interesse zu Werben muss hierbei mit den städtebaulichen und stadtgestalterischen Zielen abgewogen werden. Im Allgemeinen sind Werbeanlagen im städtebaulichen Kontext visuell bedeutsame Elemente und fördern den Handel, die Information und die Kom munikation. Die verschiedenen Werbeanlagen sind raumwirksame Elemente, die unters chiedliche Aufgaben im städtischen Gefüge übernehmen. Allein durch die Standortwahl, d ie Aufstellung oder das Anbringen von Werbeanlagen wird das Erscheinungsbild des Stadtrau ms verändert und es kann eine städtebauliche Situation unterstützt oder gestört werden. Die Wahl des Standortes und die Art der Werbeanlagen bedingen sich dabei wechselseitig und beeinflussen die Wirkung der Werbeanlagen. Die Standortwahl und das Erscheinungsbild der Werbe anlagen müssen nach den unterschiedlichen baulichen, stadtgestalterischen u nd landschaftlichen Charakteristika eines Ortes erfolgen. Diese bestimmen somit, wo und welch e Werbeanlagen platziert werden können, ob sie beleuchtet oder unbeleuchtet sind und welche Formate gestattet sind. Dem gegenüber steht das berechtigte Interesse der gewerblichen Wirtschaft, mittels Anlagen der Außenwerbung die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen. Die Botschaften auf Werbeanlagen sollen aus Sicht der Werbetreibend en einen möglichst großen Personenkreis erreichen, das heißt, einen hohen Wirkungsgrad erzielen. Wichtige Kriterien für die Standortwahl sind daher die Frequenz, mit der städtische Räume benutzt werden und die Bewegungsgeschwindigkeit der Bewohnenden, die sich in diesen städtischen Räumen bewegen. Werbesatzung Sachsenring Weil Werbung, insbesondere Werbung an Gebäuden, oft mals nur einen untergeordneten Raum einnimmt und zudem in der Regel nachträglich a ngebracht wird, wird häufig nicht die gleiche gestalterische Sorgfalt beobachtet, die bei dem Entwurf und der Ausführung von Gebäuden die Regel darstellt. Da Werbung intensiv auf den öffentlichen Raum wirkt, was die explizite Absicht von Außenwerbung ist, hat sie beachtliche gestalterische Auswirkungen. Mit den hier gefassten Bestimmungen soll eine Harmonisi erung dieser nachträglichen Werbeanlagen mit der vorhandenen Architektur dauerh aft gesichert werden und dem öffentlichen Raum und der Bebauung im städtischen U mfeld Priorität gegenüber Werbeanlagen eingeräumt werden. Im Rahmen der Satzung soll sichergestellt werden, d ass durch Gestaltungsgrundsätze im Allgemeinen sowie ganz spezifisch mit dem Blick auf die jeweilige Örtlichkeit ein Interessenausgleich geschaffen wird zwischen dem Be dürfnis zu Werben und einem geordneten Ortsbild. Allgemein dienen Bestimmungen zum Ausschluss von ef fekthaschenden Blink- und Wechsellichtwerbeanlagen und die Bestimmung, Werbeanlagen so anzuordnen, dass sie sich weder gegenseitig überdecken, noch in unterschiedli cher Höhe angebracht sich waagerecht überlappen, der Priorisierung der Architektur des G ebäudes und der Vermeidung einer improvisierten Wirkung der Werbegestaltung. Der Ausschluss der Häufung von Werbeanlagen soll einer Massierung von Werbung und der Wiederholungswirkung entgegenwirken. Der Ausschluss von Projektionen und Beschallung führt zu einer Begrenzung der Zulässigkeit von Werbeanlagen auf die Fassade selbst und dient e benfalls der Vereinheitlichung sowohl des gestalterischen Rahmens als auch der Wettbewerb sbedingungen der Werbenden untereinander. Auch hier soll das Bedürfnis, einander in der Wirkung zu übertreffen hinter dem Belang einer geordneten gestalterischen Wirkung zur ückstehen. Die Zulassung von Monitoren, Bildschirmen und Projektionen innerhalb von Gebäuden, die mit einem Abstand von mindestens einem Meter im Lichten von der Fenst erfläche zurückgesetzt werden, ermöglicht hingegen den Einsatz vielfältiger Werbeinstrumente. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, eine gro ße Auswahl auch digitaler Werbeträger einzusetzen. Allerdings wird durch den Versatz in d en (Verkaufs-) Raum hinein die Wirkung, insbesondere die Fernwirkung zur Seite hin begrenzt . Ein gegenseitiges Übertrumpfen und eine ungeordnete Fernwirkung von blinkenden und fla ckernden Werbeanlagen kann somit vermieden werden. Die Wahrnehmbarkeit entfaltet sich erst mit zunehmender räumlicher Nähe zum betreffenden Schaufenster. Die Begrenzung der Zulässigkeit von Werbeanlagen di ent der Konzentration auf wahrnehmbare und auch werbewirksame Bereiche, die s ich dem Betrachtenden unmittelbar zuwenden. Dieses dient sowohl dem Ortsbild hinsichtlich der Begrenzung von Werbeanlagen als auch den gewerblich Tätigen vor Ort, da der Kon kurrenzkampf, sich gegenüber Werbeanlagen, die vornehmlich auf Brandwänden platziert werden, abzuheben, begrenzt wird. Eine klare Unterscheidung von Bereichen, in denen g eworben wird und freizuhaltenden Bereichen ist somit möglich. Die Begrenzungen in der Zulässigkeit erfolgen in mehreren Kategorien. Die räumliche Begrenzung äußert sich in Anbringungs orten („Werbezonen"), die im besonderen Aufmerksamkeitsbereich liegen und somit für Anlagen der Außenwerbung besonders gut geeignet sind. Im Regelfall handelt e s sich um den Bereich oberhalb des Fenstersturzes des Erdgeschosses. Die seitliche Beg renzung des Raumes zu Gebäudeaußenkanten etc. bewirkt eine Rahmung der We rbeanlage durch das Gebäude. Werbesatzung Sachsenring Abstände benachbarter Werbeanlagen können somit weitestgehend gewährleistet werden. Des Weiteren bestehen Größenbeschränkungen von Werb eanlagen, deren Verhältnismäßigkeit sich in der Breite am „Goldenen Schnitt" als allgemein anerkannter Idealproportion orientiert. Die maximale Breite von 6,25 m orientiert sich am Fassadenraster von ca. 10,00 m und soll dazu führen, dass bei Gebä uden mit längerer Fassadenabwicklung der mögliche Flächenanteil auf mehrere einzelne Sch ilder und/oder Anlagen im Sinne des Goldenen Schnitts verteilt wird. In der Höhe erfolgt die Begrenzung an den sich kons truktiv ergebenden Abmessungen von Gebäudeteilen, wie z.B. Brüstungen, abzüglich eines rahmenden Abstandes. Die Rahmung der Werbeanlage durch die Fassade ist ausdrücklich erwünscht ebenso wie die Ausführung als Einzelbuchstabenwerbeanlagen, die die dahinter liegende Fassade nicht verdecken. Der allgemeine Duktus der Bestimmungen soll die Wah rnehmbarkeit der Fassade gewährleisten und Werbeanlagen zusammenfassen ansta tt diese beliebig in ihrem Anbringungsort, ihrem Größenverhältnis und ihrer Ausgestaltung wirken zu lassen. Die Verpflichtung zum Rückbau innerhalb einer angemessenen Zeitspanne nach Aufgabe des betreffenden Gewerbes soll die Wirkung von Verwahrl osung vermeiden, die durch obsolete und somit nicht mehr unterhaltene Werbeanlagen ausg elöst wird. Die Beseitigung der Kabelzuführungen und Unterkonstruktionen soll gewäh rleisten, dass die Neuanbringung von Werbeanlagen sich an der Einfügung an das städtebau liche Umfeld, der Architektur des betreffenden Gebäudes und der Bestimmungen dieser S atzung orientiert und nicht am Vorhandensein eines Kabels oder einer Halterung, die mit dem Werbeauftritt inhaltlich jedoch nicht harmoniert. Werbeanlagen in Freiflächen betreffen im Satzungsbereich Anlagen auf städtischen Flächen, die im Rahmen eines Werbenutzungsvertrags einer wer blichen Nutzung zugeführt werden können. Somit erstreckt sich das Erfordernis der Ab stimmung auch auf Anlagen auf städtischen Flächen. Die Abstandsregelungen sorgen dafür, dass die Anzahl von Werbeanlagen am Ring begrenzt wird und die Anlagen sich in ausreichendem Abstand voneinander verteilen. Eine Staffelung der Dichte von Werbeanlagen, die mit zunehmender Gebäudehöhe reduziert wird, berücksichtigt die Belange der Gewerbeeinheit en, welche sich in den Erdgeschossen konzentrieren und ermöglicht gleichfalls die Kennzeichnung von weiteren Gewerbenutzungen oberhalb der Erdgeschosse. Diese Abstufung der Zulässigkeit von Werbeanlagen erfolgt unter Abwägung der berechtigten Interessen, einerseits fü r die gewerbliche Nutzung zu werben, andererseits einer Ordnung des Ortsbildes mit Fokus auf die städtebauliche Gebäudestruktur selbst. Aufgrund der Fernwirkung, auch in die Grünanlage hi nein, ist eine Begrenzung auf die Unterkante der Brüstungshöhe im 1. Obergeschoss angemessen. Um ein übermäßiges Hineinwirken von Werbeanlagen in die Grünanlage zu verhindern, ist die Höhe von Werbeanlagen gegenüber anderen Stadträumen stärker eingeschränkt. Dies ist notwendig, um die Aufenthaltsqualität der Grünanlag e zu schützen, aber auch um die Beeinträchtigung des Naturraums durch Lichtverschmu tzung zu mindern. Gleiches gilt für Signets. Die Gewährleistung einer attraktiven Gestaltung der die von hoher Aufenthaltsqualität geprägte Grünfläche umgebende Bebauung fordert inso weit besondere gestalterische Anforderungen, welche sicherstellen, dass bei der Errichtung, Anbringung und Änderung von Werbeanlagen die ortstypischen Gegebenheiten in ang emessenem Maße berücksichtigt werden. Werbesatzung Sachsenring Im Einzelfall können Abweichungen von einzelnen Bestimmungen dieser Satzung zugelassen werden, die sich aus der Gliederung der Fassade erg eben, sich ihr unterordnen und geringfügig sind. Eine Abweichung ist auch dann mög lich, sofern die Anwendung der Bestimmungen im Einzelfall z.B. aufgrund einer atyp ischen Situation zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führt. Eine Abweichung ist in den Fällen von Satz 1 und 2 nur zulässig, wenn diese nicht gegen den Sinn der Satzung verstößt, insbesondere nicht die städtebauliche Wirkung in den Stadtraum, die von den Gebäuden, Plä tzen und Freiflächen bestimmt ist, die deutliche Dominanz der Architekturelemente vor der Werbung, die Integration und Abstimmung der Werbeanlagen auf die Fassadenglieder ung, die klare Ablesbarkeit des Straßenverlaufs und des Stadtraumes und unbeeinträc htigte Blickbeziehungen auf städtebaulich markante Bauwerke sowie auf Plätze und Parkflächen. Die Ordnung von Werbeanlagen, die zur Aufwertung de s Ortes beiträgt, stellt sich somit als baugestalterische Absicht nach § 89 Absatz 1 Nummer 1 und 2 BauO NRW dar.
  • Anlage 2 Satzung WSR K

    PDF

    Herunterladen: Anlage 2 Satzung WSR K

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Version vom 08.01.2024 Anlage 2 SATZUNG über Anbringungsort, Abmessungen und Ausgestaltung von Werbeanlagen für einen Teil der Ortslage in der Kölner Neustadt im Bereich Sachsenring vom Salierring im Norden bis Karolingerring im Süden Arbeitstitel: Werbesatzung K der Kölner Ringstraßen – Sachsenring vom xxx Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am … aufgrund des § 89 Absatz 1 Nummer 1 und 2 sowie § 86 Absatz 1 Nummer 21 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) – Landesbauordnung – in der Fassung der Bekann tmachung vom 17.November 2023 (GV. NRW. S. 1086) – In Verbindung mit den §§ 7 und 41 Absatz 1 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1994 (GV. NRW. S 666), zuletzt geändert durch Gesetz vom 01. Dezember 2021 (GV. NRW. S. 1353) – in der bei Erlass dieser Satzung geltenden Fassung – diese Satzung beschlossen. PRÄAMBEL Die Kölner Ringstraßen lassen sich in drei stadträumliche Typologien gliedern – den Boulevard (Typ 1), den Stadtplatz (Typ 2) und die Grünanlage (Typ 3). Der Typus des Stadtplatzes wird hierbei weiter unterteilt in den Typ 2a und Typ 2b, Stadtplatz ohne und mit Denkmal, da aufgrund eines vorhandenen Denkmals ein erhöhter Schutzbedarf vorliegt. Der Sachsenring besitzt einen größtenteils parkähnl ichen Charakter und wird somit der Typologie der Grünanlage zugeordnet, hier Typ 3 – die Grünanlage. Ziel der Satzung ist die Steigerung der Attraktivit ät sowie der Aufenthaltsqualität des Stadtraums Sachsenring und eine Beruhigung sowie gestalterische Ordnung des Ortes durch die Pflege und Aufwertung des Erscheinungsbildes. Dieses Erscheinungsbild ist entgegen der typischen geschlossenen Bebauung entlang der Kölner durch drei- bis siebengeschossige Gebäude in offener Bauweise geprägt, welche sich in unterschiedlichen Teilbereichen deutlich in Art und Maß der Bebauung unterscheiden. Die Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raume s Sachsenring waren in den letzten Jahren primär dem Fahrradverkehr gewidmet. In Zukun ft könnte die Grünanlage straßenbegleitend baulich ergänzt werden. Aufgrund der großflächigen Gewerbebauten im Nordosten des Sachsenrings wird der Stadtraum bisher größtenteils im südöstlichen Bereich durch die kleinteilige gewerbliche Nutzung und die entsprechenden Werbeanlagen dominiert. Werbeanlagen werden mit dem Ziel errichtet und ange bracht, in den öffentlichen Raum zu wirken. Somit sollen auch sie den übergeordneten Zi elsetzungen zur Stadtgestaltung folgen und sich in Anzahl, Größe, Erscheinungsform sowie hinsichtlich ihres Anbringungsortes in das Stadtbild einfügen. Dabei sind sie an die jeweilige Gebäudefassade mit ihren Gliederungselementen innerhalb des architektonischen Gesamtgefüges anzupassen. Ein weiteres Ziel dieser Satzung ist der Werterhalt des Standortes für Handel, Dienstleistungen, Kultur und Bildungseinrichtungen. Die einheitlichen Grundsätze der Gestaltung verhindern einen Überbietungswettbewerb um die Aufmerksamkeit, der durch Werbeanlagen ausgelöst werden kann, Werbeanlagen un d stellen durch einheitliche Rahmenbedingungen eine Wettbewerbsgleichheit der Gewerbetreibenden untereinander her. Diese Satzung regelt die Zulässigkeit von Werbeanla gen sowie die gestalterischen Anforderungen, welche an diese zu stellen sind. Das Bedürfnis der Gewerbebetreibenden für ihr Gewer be in angemessenem und ausreichendem Maße zu werden soll im Bereich der Sa tzung unterstützt werden und sowohl einen Interessenausgleich und eine Wettbewerbsgleic hheit untereinander herstellen. Diese Bedürfnisse zu werben werden wiederum mit den Anforderungen an ein gestalterisch wertiges und dem Ort Stadtbild abgewogen. Diese Regelung ist somit nicht als Einschränkung, sondern als eine die Ansprüche an den Stadtraum ordnende Vo rgabe zu bewerten. Die Reglementierungen sollen einseitige Überbeanspruchungen durch Werbeanlagen vermeiden und die Möglichkeit eröffnen, in einem dem Stadtbil d und der Örtlichkeit angemessenen und ausgeglichenen Umfang Werbung zu ermöglichen. I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN § 1 Räumlicher Geltungsbereich Die Bestimmungen dieser Satzung gelten für den Bereich des Sachsenrings, sie betreffen Straßen, Grünanlage und Gebäude. Das Gebi et wird durch die folgenden Straßen und Gebäude begrenzt: Sachsenring 1 – 91, Salierring 1 und 2, Waisenhausgasse 58, 66, 67, 70, Pantaleonswall 4 , Am Trutzenberg 50, Kartäuserwall 40 und 62a, Brunostraße 17, Karolinge rring 38/40, Kleingedankstraße 2, Lothringerstr. 49 (Pauluskirch e), Vorgebirgsstr. 1, 1a, 1b und 1c. Der räumliche Geltungsbereich ist in dem beigefügte n Plan (siehe ANLAGE - Geltungsbereich) dargestellt. Der Plan ist Bestandteil dieser Satzung. Mit den Bestimmungen dieser Satzung werden auch die Geltungsbereiche der rechtsverbindlichen Bebauungspläne mit den Nummern 66437/02, 6642 Na 2/03 (66438/03), 664382/02, 6642 Na 2/04 (66438/04-1), 6642 Na 2/04 (66438/04-2), 6642 Na/02 (66439/02), 6642 Nc 2/02 (66434/02) und 67433/05 berührt. § 2 Sachlicher Geltungsbereich (1) Diese Satzung ist anzuwenden 1. bei allen Errichtungen, Aufstellungen, Anbringungen und Änderungen sowie der Beseitigung von Werbeanlagen i.S.d. § 10 BauO N RW im räumlichen Geltungsbereich dieser Satzung; 2. bei denkmalwerten Gebäuden, Straßenzügen und Platzr äumen auch für genehmigungsfreie Werbeanlagen; 3. auf serienmäßig hergestellte Firmenwerbungen einsch ließlich registrierter Waren- und Firmenzeichen. (2) Von dieser Satzung unberührt bleiben die Vorschrift en des Denkmalschutzes, die Regelungen, nach denen Sondernutzungen an öffentlic hen Straßen, Wegen und Plätzen einer Erlaubnis bedürfen, sowie Bestimmunge n, die die Anbringung von Werbeanlagen aus Gründen der Verkehrssicherheit auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen regeln. Zu beachten sind ebenfall s die Bestimmungen der rechtswirksamen Bebauungspläne mit den Nummern 6643 7/02, 6642 Na 2/03 (66438/03), 664382/02, 6642 Na 2/04 (66438/04-1), 6 642 Na 2/04 (66438/04-2), 6642 Na/02 (66439/02), 6642 Nc 2/02 (66434/02) und 67433/05 der Stadt Köln. § 3 Begriffsbestimmungen (1) Werbeanlagen sind alle ortsfesten Einrichtungen, die der Ankündigung, Anpreisung oder als Hinweis auf Gewerbe und Beruf dienen und vom öffentlichen Verkehrsraum sichtbar sind. Hierzu zählen insbesondere Schilder, Beschriftungen, Bemalungen, Fotoplakate, Lichtwerbungen, Fahnen, Banner, Transparente, Schaukästen sowie für Zettel- und Bogenanschläge oder Lichtwerbung bestimmte Säulen, Tafeln und Flächen. (2) Werbeanlagen umfassen neben den Elementen der Werbebotschaft auch den Rahmen, die Unter- bzw. Tragkonstruktion sowie die erforderlichen Leitungs- zuführungen. (3) Nachfolgende Begriffe aus der Werbetechnik werden in dieser Satzung verwendet: 1. Ausstecktransparent: Senkrecht von der Fassade abstehende Werbeanlagen; heute meist in horizontaler Längsausdehnung. 2. Werbefahnen/Banner: Textile oder aus Kunststoff hergestellte Träger einer Werbebotschaft. Werbefahnen verlaufen in der Regel lotrecht und können am oberen und unteren Rand befestigt sein oder nur am oberen Rand. Banner verlaufen in der Regel waagerecht. 3. Einzelbuchstaben: Schriftzug aus einzeln hergestellten Buchstaben, die unmittelbar oder mittels einer Montageschiene auf der Fassade angebracht werden. 4. Lichtkasten/Kastentransparent: Kubus, oft aus transluzentem Material. Träger einer Werbeaufschrift oder von reliefartigen Buchstaben. 5. Signet: Gegenständliches Sinnbild für einen bestimmten Beruf, ein Gewerbe oder eine Dienstleistung, für die Aufmerksamkeit geweckt werden soll. Als Werbesymbol wird aber auch das schriftliche Signet (Monogramm,) das Zunft- oder lnnungszeichen bis hin zum abstrahierenden Logo einer Firma begriffen. 6. Spiegel: Vorderseite einer Werbeanlage. 7. Zarge: Seitenteil bzw. Rahmen eines Reliefkörpers. 8. Sammelhinweis Freistehende Werbeanlage mit Ansammlung einzelner Schilder von Gewerbetreibenden an der Stätte der Leistung; Einheitlich mit einem Sammelhinweis je Gebäude anzuordnen. (4) Nachfolgende Begriffe aus der Architektur werden im Rahmen dieser Satzung verwendet: 1. Gliederung: Unterteilung einer Fassadenfläche durch Gliederungselemente. 2. Gliederungselemente: Senkrechte, waagerechte oder bogenförmige vorspringende oder zurückspringende Bauteile wie Säulen, Lisenen, Pilaster, Sockel, Gesimse, Friese sowie Rahmen und Skelette. 3. Gliederungseinheiten: Abschnitte, in die die Fassade gegliedert ist. 4. Feld: Fassadenfläche zwischen den Gliederungselementen. 5. Gesims: Grundform der Gesimse sind vorspringende waagerechte Platten oder Stege mit rechtwinkeligem oder profiliertem Querschnitt. 6. Brüstung: Ein die Fassade gliederndes, waagerechtes Bauelement zwischen dem Fußboden eines Geschosses und den Fenstern. 7. Fassadenknick: Wahrnehmbarer Versatz der Fassade durch Gebäudeecken und Versprünge. 8. Sonnenschutzdächer: Sonnenschutzdächer im Sinne dieser Satzung sind textile oder aus Kunststoff hergestellte Dächer über den Schaufenstern zum Schutz vor der Sonneneinstrahlung. Sie können beweglich - zum Einrollen oder Einfahren (z.B. Markisen) - oder unbeweglich sein. 9. Kragplatte: Ein über die Fassade hinausragendes Bauelement, in der Regel Bestandteil einer Geschossdecke. 10. Gehweghinterkante: Dies ist die Oberkante des Gehwegs der Verkehrsfläche, die unmittelbar an die Fassade angrenzt. Für Höhenbezüge auf die Gehweghinterkante ist bei Gefälle die für das Vorhaben günstigere Maß ausschlaggebend. Im Falle von Gefälle und unebenen Gelände gilt der höchste Punkt. (5) Die in dieser Satzung festgelegten maximal zulässigen Flächengrößen und Abmessungen für Werbeanlagen beziehen sich auf das die Werbeanlagen umschließende Rechteck. § 4 Genehmigungsvorbehalt (1) Eine Genehmigung durch die Bauaufsichtsbehörde ist für das Errichten, Aufstellen, Anbringen oder Ändern von Werbeanlagen an Gebäuden, in Gebäuden - sofern diese erkennbar störend in den öffentlichen Verkehr sraum hinein wirken - und von freistehenden Werbeanlagen mit Ausnahme der in Absa tz 2 genannten Werbeanlagen erforderlich. (2) Einer Genehmigung aufgrund dieser Satzung bedarf es nicht für: 1. Werbeanlagen für zeitlich begrenzte Veranstaltungen, insbesondere für Ausverkäufe und andere Sonderverkäufe an der Stätte der Leistung, jedoch nur bis zum Ende der Veranstaltung. 2. Werbeanlagen, die an der Stätte der Leistung zeitlich begrenzt angebracht oder aufgestellt sind (insgesamt maximal 4 Wochen pro Kalenderjahr), soweit sie nicht fest mit dem Boden oder einer anderen baulichen Anlage verbunden sind, und nicht über die Vorderkante der Fassade hinausragen. 3. Werbeanlagen zu öffentlichen Wahlen und Abstimmungen für die Dauer des Wahlkampfes. (3) Die für Werbeanlagen an eingetragenen oder vorläufi g geschützten Denkmälern erforderliche besondere Erlaubnis gemäß § 9 in Verbindung mit § 3 Absatz 1 Satz 2 des Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Denkmäle r im Lande NRW (Denkmalschutzgesetz NRW) bleibt unberührt. § 5 Allgemeine Anforderungen an Werbeanlagen (1) Werbeanlagen sollten standsicher, demontierbar, untereinander kombinationsfähig, wertbeständig und statisch sein. Sie sind in Ausbildung, Anzahl, Lage, Farbgebung und Proportion dem architektonischen und städtebaul ichen Kontext entsprechend an- zuordnen und zu gestalten. (2) Bei der Errichtung, Aufstellung, Anbringung oder Än derung von Werbeanlagen ist auf die Fassadengestaltung des Gebäudes und auf andere Werbeanlagen Rücksicht zu nehmen. Werbeanlagen müssen in Material, Form un d Gestaltung aufeinander und auf das Gebäude abgestimmt werden. (3) Werbeanlagen müssen so gestaltet sein, dass sie ein ruhiges und geordnetes Erscheinungsbild bieten. Dieses statische Bild ist nicht durch wechselnde Lichteffekte oder Farbkompositionen, durch die opti sch wahrnehmbare Bewegungen entstehen, zu konterkarieren. Ausnahmswe ise zugelassen sind die sogenannten Werbevitrinen (SIA), die im Werbenutzun gsvertrag in der jeweils geltenden Fassung gestattet werden. (4) Werbeanlagen dürfen sich gegenseitig nicht verdecke n oder überschneiden, eine versetzte oder überlappende Anordnung von Werbeanlagen ist nicht zulässig. (5) Werbeanlagen sind in einheitlichem Format sowie in einheitlicher Art und Größe an- zubringen. (6) Eine Häufung von Werbeanlagen ist ausgeschlossen. (7) Untersagt sind Projektionen auf Fassaden oder auf B odenbelägen sowie Beschallung, die in den Stadtraum wirkt. (8) Werbeanlagen an Brückenanlagen, Unterführungen, Böschungen, Böschungsstütz- wänden, Einfriedigungen, Seiten- oder Brandwänden, Nachbarschafts- oder Rückfassaden, Erkern, Balkonen, Brüstungen, Gelände rn, Antennen und Dachaufbauten (Technikräume, Schornsteinen o.ä.) sind untersagt. (9) Werbeanlagen, die aufgrund nicht mehr genutzter Bet riebsräume funktionslos ge- worden sind, sind einschließlich aller Befestigungs teile und sichtbarer Bestandteile zu beseitigen. Kabelzuführungen sind innerhalb eine s Zeitraums von 4 Wochen nach Aufgabe des Betriebes bzw. der Nutzung zu entf ernen. Die sie tragenden Gebäude- teile sind in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. (10) Die Vorschriften der §§ 9 und 10 BauO NRW bleiben unberührt. § 6 Anforderungen an Werbeanlagen an Gebäuden (1) Werbeanlagen dürfen nicht auf Fassaden benachbarter Gebäude übergreifen. (2) Gliederungselemente der Fassaden sowie Fassadenöffn ungen dürfen nicht verdeckt, überdeckt oder überschnitten werden. Die Störung von Architekturelementen ist zu vermeiden. (3) An Gebäuden sind sich bewegende Werbeanlagen sowie Werbeanlagen mit Wechselbildern, Wechsellicht, Blinklicht oder an- und abschwellender Lichtwirkung, der Betrieb von Monitoren, o.Ä. nicht zulässig. (4) Der Betrieb von Monitoren, Bildschirmen oder vergle ichbaren Projektionen ist innerhalb von Fensterflächen ab einer Entfernung vo n 1,00 m im Lichten zur Fassade erlaubt, diese Art der Werbung darf nicht mehr als 62 % der Fensterfläche ausmachen. (5) Werbung auf Rollläden, Jalousien oder ähnlichen das Schaufenster verschließenden Einrichtungen ist nicht zulässig. (6) Werbeanlagen sollen sich am sogenannten Goldenen Schnitt ausrichten: a = max. Länge der Werbung b = min. freizuhaltender Fassadenanteil a+b = Gebäudebreite (7) Das Lichtraumprofil im Sinne der RASt 06 (Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen 2006) darf nicht eingeschränkt werden. § 7 Beleuchtung von Werbeanlagen (1) Die Ausführung von Werbeanlagen in Form von einzelnen senkrecht untereinander oder nebeneinander gesetzten Lichtkästen (Kastentransparenten) ist unzulässig. (2) Beleuchtung ist in die Werbeanlagen zu integrieren. Senkrecht zur Fassade bzw. senkrecht zur Werbeanlage angeordnete auf die Werbe anlage bzw. die Fassade aufgesetzte Beleuchtungskörper sind unzulässig. (3) Die Beleuchtung von Werbeanlagen muss blendfrei sein. (4) Beleuchtete Werbeanlagen sollen folgende Grundsätze beachten: 1. Die Beleuchtung ist auf eine Leuchtdichte von max. 30 cd/m2 beschränkt. 2. Die sichtbare Lichtfarbe ist auf eine Lichtfarbe vo n 2500-4000 Kelvin beschränkt. 3. Leuchtkörper oder hinterleuchtete Einzelbuchstaben, Schriftzüge oder Anlagen sind zulässig. 4. Die Anstrahlung von Werbeobjekten oder Einzelleucht punkte sind nicht zulässig. 5. Anlagen mit flackerndem Licht oder in Teilen beleuc htete Anlagen auch aufgrund von Frequenzstörungen bzw. Leuchtmittelaus fällen sind unzulässig. II. BESTIMMUNGEN FÜR WERBEANLAGEN § 8 Parallel zur Fassade angebrachte Werbeanlagen (1) Fassadenparallele Werbeanlagen sind in senkrecht od er waagrecht angeordneter Form auf der Fassade anzubringen. Die Anordnung von Werbeanlagen oder Schriftzügen, die nicht rechtwinklig zur Fassade angeordnet sind, ist nicht zulässig. (2) Fassadenparallele Werbeanlagen sind nur an straßens eitigen Fassaden und nur innerhalb der hierfür vorgesehenen Werbezone zulässig: 1. Die Oberkante dieser Werbezone befindet sich auf Hö he der Fensterunterkante des 1. Obergeschosses (Brüstungsl inie). Ist eine Kragplatte vorhanden, ist die Werbeanlage oberhalb dieser Kragplatte bis zur Fensterunterkante des 1. Obergeschosses zulässig. 2. Die Unterkante dieser Werbezone darf eine Mindesthö he von 3,50 m über Gehweghinterkante nicht unterschreiten. 3. Die Werbezone muss mindestens einen Abstand von 1,0 0 m zu Gebäudeaußenecken, Fassadenknicken, Grundstücksgren zen (bei aneinander gebauten Gebäuden) und benachbarten Werb eanlagen einhalten. Eine über mehrere Gebäude übergreifende Werbung ist unzulässig. 4. Innerhalb der Werbezone eines Gebäudes sind Werbean lagen in einheitlicher Größe und Positionierung auszuführen. (3) Die Gesamtbreite der horizontalen Werbeanlagen darf insgesamt 61.8 % der jeweiligen Fassadenbreite nicht überschreiten. Dabei ist die höchstzulässige Breite einer einzelnen horizontalen Werbeanlage auf maximal 6,25 m begrenzt. Als Breite gilt hierbei der Abstand zwischen den beiden am wei testen entfernt liegenden Außenkanten der Elemente, die zu einer horizontalen Werbeanlage gehören. (4) Flächige Werbeanlagen dürfen eine Höhe von 0,60 m n icht überschreiten. Werbeschriften und Symbole in der Form von baukörpe rlich getrennten Einzelbuchstaben, zusammenhängenden Schriftzügen in Schreibschrift sowie Firmen- und Werbelogos dürfen eine Gesamthöhe von 0,80 m nicht überschreiten. (5) Werbeschriften und Symbole im Sinne des Absatzes 4 Satz 2 sind einzeln oder mit einer an die Fassadenfarbe angepassten Befestigungsschiene an der Fassade an- zubringen. Die Profilbreite darf maximal 0,05 m betragen. (6) Werbeanlagen sind in der Tiefe mit einem Maß von mindestens 0,05 m bis maximal 0,25 m zulässig. Die Tiefe bemisst sich einschließlich von der Hauptaußenwand des Gebäudes bis zu der Vorderkante der Werbeanlage. § 9 Ausstecktransparente an Gebäuden (1) Ausstecktransparente an Gebäuden sind innerhalb des räumlichen Geltungsbereiches im Bereich der Fußgängerzone – ausgeschlossen Sachsenring, ungerade Hausnummern 67–99 – dieser Satzung zulässig. (2) Ausstecktransparente sind nur an straßenseitigen Fa ssaden und nur innerhalb der hierfür vorgesehenen Werbezone zulässig: 1. Die Oberkante dieser Werbezone befindet sich auf Höhe der Fensterunterkante des 1. Obergeschosses (Brüstungsl inie). Ist eine Kragplatte vorhanden, ist die Werbeanlage oberhalb dieser Kragplatte bis zur Fensterunterkante des 1. Obergeschosses zulässig. 2. Die Unterkante dieser Werbezone darf eine Mindes thöhe von 3,50 m über Gehweghinterkante nicht unterschreiten. 3. Die Werbezone muss mindestens einen Abstand von 1,00 m zu Gebäudeaußenecken, Fassadenknicken und Grundstücksg renzen (bei aneinander gebauten Gebäuden) einhalten. 4. Innerhalb der Werbezone eines Gebäudes sind die Ausstecktransparente in einheitlicher Größe und Positionierung auszuführen. 5. Ausstecktransparente sind einheitlich auf Höhe e iner auf derselben Gebäudefassade befindlichen, fassadenparallelen Werbefläche anzuordnen. (3) Der Mindestabstand von Ausstecktransparenten untere inander darf das Maß von 3,00 m nicht unterschreiten. (4) Ausstecktransparente dürfen zu fassadengliedernden Bestandteilen wie Erkern und Balkonen einen Mindestabstand von 1,00 m nicht unterschreiten. (5) Flächige Ausstecktransparente dürfen eine Höhe von 0,80 m nicht überschreiten. Ausstecktransparente in der Form von baukörperlich getrennten Einzelbuchstaben, zusammenhängenden Schriftzügen in Schreibschrift sowie Firmen- und Werbelogos dürfen eine Gesamthöhe von 1,00 m nicht überschreiten. (6) Ausstecktransparente sind nur auf den konstruktiv t ragenden Bauteilen einer Fassade (Stützen, Pfeiler, Pfeilervorlagen, Mauerschäfte zwischen Wandöffnungen, Fachwerkständer) anzuordnen und senkrecht zur Fassa de anzubringen. Eine schräge Anordnung von Ausstecktransparenten ist nicht zulässig. (7) Die Tiefe der Stirnseite von Ausstecktransparenten darf insgesamt maximal ein Maß von 0,25 m betragen. (8) Die maximale Auskragung von Ausstecktransparenten darf einschließlich der Unter- konstruktion das Maß von 1,00 m von der Hauptaußenwand nicht überschreiten. (9) Je Gewerbe-, Nutzungseinheit und Praxis ist die Ano rdnung maximal eines Ausstecktransparentes an einem Gebäude zulässig. Be i mehr als zwei Ausstecktransparenten sind diese in einer gemeinsamen Werbeanlage anzuordnen. (10) Für den Bereich Sachsenring, ungerade Hausnummern 6 7-99 sind lediglich freistehende Sammelhinweise für die an der Stätte d er Leistung befindlichen Gewerbeanlagen in einer max. Höhe von 3,50 m und ei ner max. Breite von 1,00 m bei Gestaltung in einem einheitlichen Muster zuläss ig. Die allgemeinen Anforderungen für Werbeanlagen an Gebäuden nach § 6 dieser Satzung gelten sinngemäß auch für die Sammelhinweisanlagen. § 10 Signets an Gebäuden Zusätzliche Signets an Gebäuden außerhalb der Werbezone nach § 9 Abs. 1 dieser Satzung sind innerhalb des räumlichen Geltungsberei ches dieser Satzung nicht zulässig. § 11 Werbeanlagen an Schaufenstern und Vordächern (1) Schaufenster, sonstige Fenster und Glastüren dürfen nicht beklebt, versiegelt, verdeckt bzw. bemalt und zu- oder übergedeckt werde n. Das Bekleben von Schaufensterflächen und Fensterflächen mit Folien oder gleichwertigen Materialien im Bereich der Erdgeschosse und Obergeschosse ist a usnahmsweise nur dann zulässig, wenn im Bereich der Gesimse oder der Brüs tungen keine Werbeanlagen möglich oder keine Gesimse oder Brüstungen vorhande n sind, etwa im Falle von Ganzglasfassaden. Auf- und Beklebungen dürfen jedoc h nur maximal 20% der Schaufensterflächen bedecken. (2) Werbung als Beklebung oder Druck auf der Oberfläche des Vordaches ist nur zulässig, wenn kein Gesims oder keine Brüstung vorhanden ist. Sie darf jedoch nur 10% der Vordachfläche betragen. (3) Rollgitter von Schaufenstern und Ladeneingängen müssen so beschaffen sein, dass die Durchsicht auf die Auslagen und Eingänge der Ge werbeeinheiten über die gesamte Fassadenfläche zu mindestens 80% gewährleis tet ist. Flächig geschlossene Rollgitter oder Jalousien vor Schaufenstern und Ladeneingängen sind unzulässig. § 12 Werbeanlagen im öffentlichen Verkehrsraum (1) Auf den öffentlich gewidmeten, innerhalb des rä umlichen Geltungsbereiches dieser Satzung liegenden Flächen sind Werbeanlagen nicht zulässig. (2) Abweichend von Absatz 1 sind Werbetafeln als hi nterleuchtete Stadtinformationsanlagen (DIN 683, City-Light- Post er, Größe der Werbefläche 175,5cm x 118cm) im Rahmen eines bestehenden Werbenutzungsvertragsverhältnisses auch an Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs ausnahmsweise wie folgt zulässig: Je Fahrgastunterstand ist eine in die Konstruktion integrierte Werbetafel zulässig. III. SCHLUSSBESTIMMUNGEN § 13 Abweichungen Abweichungen von einzelnen Bestimmungen dieser Satz ung, die sich aus der Gliederung der Fassade ergeben, sich ihr unterordnen und geringfügig sind, können in Einzelfällen zugelassen werden. Eine Abweichung ist auch möglich, sofern die Anwendung der Bestimmungen im Einzelfall z.B. aufgr und einer atypischen Situation zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führt. Eine Abweichung ist in den Fällen von Satz 1 und 2 nur zulässig, wenn dies e nicht gegen den Sinn der Satzung verstößt, insbesondere nicht gegen 1. die städtebauliche Wirkung in den Stadtraum, die von den Gebäuden, Plätzen und Freiflächen bestimmt ist, 2. die deutliche Dominanz der Architekturelemente vor der Werbung, 3. die Integration und Abstimmung der Werbeanlagen auf die Fassadengliederung, 4. die klare Ablesbarkeit des Straßenverlaufs und des Stadtraumes und 5. unbeeinträchtigte Blickbeziehungen auf städtebaulich markante Bauwerke sowie auf Plätze und Parkflächen § 14 Ordnungswidrigkeiten (1) Ordnungswidrig gemäß§ 86 Absatz 1 Nummer 21 BauO NRW handelt, 1. wer vorsätzlich oder fahrlässig eine Werbeanlage ohne die nach § 4 Absatz 1 dieser Satzung erforderliche Genehmigung errichtet, aufstellt, anbringt oder ändert oder 2. wer funktionslos gewordene Werbeanlagen, die nicht mehr ihrer Zweckbestimmung dienen, entgegen § 5 Absatz 9 dieser Satzung nicht beseitigt. (2) Diese Ordnungswidrigkeiten können gemäß § 86 Absatz 3 BauO NRW mit einer Geldbuße bis zu 500.000 EUR geahndet werden. § 15 Inkrafttreten (1) Diese Satzung tritt mit dem Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. (2) Die Werbesatzung Kölner Ringstraßen - soweit sie sich auf den in § 1 dieser Satzung geregelten räumlichen Geltungsbereich bezieht - die der Rat in seiner Sitzung am 04.05.1995 beschlossen hat und die am 28.05.1995 bekannt gemacht wurde, tritt mit Inkrafttreten der neuen Satzung außer Kraft.
  • Beschlussvorlage Rat

    PDF

    Herunterladen: Beschlussvorlage Rat

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Dezernat, Dienststelle VI/611/2 Vorlagen-Nummer 0089/2024 Freigabedatum 20.02.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Satzung über Anbringungsort, Abmessung und Ausgestaltung von Werbeanlagen, über die äußere Gestaltung baulicher Anlagen für einen Teil der Ortslage in Köln Neustadt/Süd bezüglich der Kölner Ringstraßen mit ihren Plätzen und Seitenstraßen: hier Sachsenring Arbeitstitel: Werbesatzung K der Kölner Ringstraßen - Sachsenring Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt die Satzung über Anbringungsort, Abmessung und Ausgestaltung von Werbeanlagen, über die äußere Gestaltung baulicher Anlagen für einen Teil der Ortslage in Köln – Neustadt/Süd bezüglich des Sachsenring als Teil der Kölner Ringstraßen mit ihren Plätzen und Seitenstraßen, auf Grundlage der §§ 7 und 41 Absatz 1 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1994 (GV. NRW. S. 666), zuletzt geändert durch Gesetz vom 01. Dezember 2021 (GV. NRW. S. 1353), in Verbindung mit § 89 Absatz 1 Nummer 1 und 2 sowie § 86 Absatz 1 Num- mer 21 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) – Landesbauordnung - in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. November 2023 (GV. NRW, S. 1086) als Sat- zung. Wirtschaftsausschuss 29.02.2024 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 07.03.2024 Stadtentwicklungsausschuss 14.03.2024 Rat 21.03.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Die Stadt Köln hatte in 1995 eine Werbesatzung für den Bereich der Ringstraßen insgesamt aufgestellt. Diese wurde beklagt und vom Verwaltungsgericht Köln mit Urteil vom 03.08.2010 - 2 K 4112/09 - und vom 27.11.2012 – 2 K 4268/11-inzident für unwirksam erklärt. Der Sachver- halt bedarf daher der Neuregelung. Die Kammer ist der Ansicht, dass mit dem Geltungsbereich über unterschiedliche Typologien der Ringstraße hinweg, sowie eine - nach der alten Bauordnung NRW (in der Fassung der Bekanntmachung vom 01.03.2000) erforderliche - Differenzierung zwischen dem Erhaltungs- gedanken eines historischen Straßenzugs und einer baugestalterischen Absicht nicht stattge- funden hat und unterschieden wurde. Die Verwaltung hat in Folge das ursprüngliche Konzept weiterentwickelt. Auf dieser Grundlage sollen die gewünschten städtebaulichen, gestalteri- schen Ziele weiterverfolgt werden. Das derzeit relativ homogen wirkende städtebauliche En- semble aus den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bildet eine Einheit ohne wesent- liche beeinträchtigende Werbung. Dieser Bestand soll bewahrt und weiter verbessert werden. Ziel ist es, einen geordneten Zustand der öffentlich wirksamen Werbeanlagen und deren Prä- gung bzw. Auswirkung auf den öffentlichen Stadtraum zu ermöglichen. Dabei sollen die Wer- bemöglichkeiten der Privaten mit dem öffentlichen Interesse für ein positives klar strukturiertes Stadtbild in Einklang gebracht werden. Durch den Werbenutzungsvertrag der Stadtwerke Köln ist die Art und der Umfang von Werbung im öffentlichen Stadtraum bereits reglementiert, so dass dieser auch in den Satzungen berücksichtigt wird. Mit den Satzungen wird neben dem öffentlichen Eigentum auch das Recht auf Werbung auch in privatem Eigentum geregelt. Der städtebauliche Masterplan hat die Kölner Ringstraßen als besonderen Interventionsraum herausgearbeitet. Grundlage für die Überarbeitung der Satzung ist die Systematik und planeri- schen Aussagen der Leitlinien Kölner Ringstraßen aus dem Jahr 2012 als Ergebnis der inter- disziplinären Planungswerkstatt des städtebaulichen Masterplans (vgl. Vorlage 5222/2012, Beschluss StEA vom 21.06.2012). Die dort analysierten drei charakteristischen Grundtypen der Ringbereiche - bestehend aus den Typen 1 - Boulevard, 2 - Stadtplatz, und 3 – Grünan- lage - werden auch auf die Satzungen angewendet. Der Typus des Stadtplatzes wird hierbei weiter unterteilt in den Typ 2a und Typ 2b, Stadtplatz ohne und mit Denkmal, da aufgrund eines vorhandenen Denkmals ein erhöhter Schutzbedarf vorliegt. Der Sachsenring unterliegt der Typologie 3 - Grünanlage. Der aus den Gerichtsurteilen beanstandete Ortsbezug wird in den Teilsatzungen dargestellt und auf seine Identitäten ausformuliert. Zur Erläuterung werden die Geltungsbereiche der ge- planten Einzelsatzungen in dem Geltungsbereich der Satzung dargestellt. So sind die ange- wendeten Teilbereiche klar differenziert. Die Regulierungen sind in der Satzung für den Ort bemessen und formuliert. Hinweis Die Werbesatzung K – Sachsenring, wie auch die anderen Teilsatzungen der Kölner Ringstra- ßen, entsprechen in ihren Inhalten den bereits beschlossenen Werbesatzungen. Die bereits in 2023 beschlossenen Teilsatzungen bleiben unberührt und in ihrer Rechtskraft wirksam. 3 Anlagen Anlage 1 Befangenheitsplan K - Sachsenring Anlage 2 Werbesatzung K der Kölner Ringstraßen – Sachsenring Anlage 3 Begründung zur Werbesatzung K der Kölner Ringstraßen – Sachsenring Zum weiteren Verständnis der Satzung sind folgende informelle Anlagen beigefügt: Anlage 4 Illustration der Werbesatzung K der Kölner Ringe Anlage 5 Fotodokumentation vom 13.04.2022 Hinweis: Anlage 4 dient zur Veranschaulichung der Inhalte der Satzung
  • Anlage 1 Geltungsbereich WSR K

    PDF

    Herunterladen: Anlage 1 Geltungsbereich WSR K

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Maßstab 1 : 5 000 (im Original) N0 10050 200 300 Meter Geltungsbereich Werbesatzung K der Kölner Ringstraßen Sachsenring Bestandteil der Beschlussvorlage Anlage 1 Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von Mitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksver- tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu diesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen.
  • Anlage 5 Fotodokumentation WSR K

    PDF

    Herunterladen: Anlage 5 Fotodokumentation WSR K

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Bestandsaufnahme Werbesatzung K der Kölner Ringstraßen – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Anlage 5 Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring Fotodokumentation 13. April 2022 Bestandsaufnahme Werbesatzung K – Sachsenring
  • Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

    PDF

    Herunterladen: Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Sonstiges Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung ist für den Beschluss der Werbesatzungen nicht notwendig. Es dient als Regelwerk zu bauordnungsrechtlichen Bewertungen für die Zulässigkeit von Werbeanlagen. Kontakt OB/2 Referat für Strategische Steuerung Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 25044 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
  • Anlage 4 Illustration WSR K

    PDF

    Herunterladen: Anlage 4 Illustration WSR K

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    ANLAGE 4Version vom 18.01.2024 WERBUNG max. 0,60 m max. 61,8 % der Fläche bzw. max. 6,25 m WERBUNG WERBUNG WERBUNG WERBUNG max. 0,80 m E Auszug aus der Satzung K Sachsenring zur Illustration für die praktische Anwendung II BESTIMMUNGEN FÜR WERBEANLAGEN §8 Parallel zur Fassade angebrachte Werbeanlagen (1) (2) Fassadenparallele Werbeanlagen sind in senkrecht oder waa- gerecht angeordneter Form auf der Fassade anzubringen. Die Anordnung von Werbeanlagen oder Schriftzügen, die nicht rechtwinklig zur Fassade angeordnet sind, ist nicht zulässig. Fassadenparallele Werbeanlagen sind nur an straßenseitigen Fassaden und nur innerhalb der hierfür vorgesehenen Werbe- zone zulässig: 1. 2. 3. 4. Die Oberkante dieser Werbezone befindet sich auf Höhe der Fensterunterkante des 1. Obergeschosses (Brüstungslinie). Ist eine Kragplatte vorhanden, ist die Werbeanlage oberhalb dieser Kragplatte bis zur Fensterunterkante des 1. Oberge- schosses zulässig. Die Unterkante dieser Werbezone darf eine Mindesthöhe von 3,50 m über Gehweghinterkante nicht unterschreiten. Die Werbezone muss mindestens einen Abstand von 1,00 m zu Gebäudeaußenecken, Fassadenknicken, Grundstücksgrenzen (bei aneinander gebauten Gebäuden) und benachbarten Wer- beanlagen einhalten. Eine über mehrere Gebäude übergreifen- de Werbung ist unzulässig. Innerhalb der Werbezone eines Gebäudes sind Werbeanla- gen in einheitlicher Größe und Positionierung auszuführen. (3) (4) Die Gesamtbreite der horizontalen Werbeanlagen insgesamt darf 61,8 % der jeweiligen Fassadenbreite nicht überschreiten. Dabei ist die höchstzulässige Breite einer einzelnen horizonta- len Werbeanlage auf maximal 6,25 m (übliches Achsenmaß) begrenzt. Als Breite gilt hierbei der Abstand zwischen den beiden am weitesten entfernt liegenden Außenkanten der Elemente, die zu einer horizontalen Werbeanlage gehören. Flächige Werbeanlagen dürfen eine Höhe von 0,60 m nicht überschreiten. Werbeschriften und Symbole in der Form von baukörperlich getrennten Einzelbuchstaben, zusammenhän- genden Schriftzügen in Schreibschrift sowie Firmen- und Wer- belogos dürfen eine Gesamthöhe von 0,80 m nicht über- schreiten. UK = min. 3,50 m OK = UK Brüstung 1.OG WERBUNG min. 1,00 m Seite 1 von 4 Seite 2 von 4 min. 0,05 m max. 0,25 m (5) (6) Werbeschriften und Symbole im Sinne des Absatzes 4 Satz 2 sind einzeln oder mit einer an die Fassadenfarbe angepassten Befestigungsschiene an der Fassade an zubringen. Die Profil- breite darf maximal 0,05 m betragen. Werbeanlagen sind in der Tiefe mit einem Maß von mindestens 0,05 m bis maximal 0,25 m zulässig. Die Tiefe bemisst sich von der Hauptaußenwand des Gebäudes bis zu der Vorderkante der Werbeanlage. § 9 Ausstecktransparente an Gebäuden min. 3,00 m min. 1,00 m WERBUNG A WERBUNG B (3) (4) Der Mindestabstand von Ausstecktransparenten untereinander darf das Maß von 3,00 m nicht unterschreiten. Zudem ist für jede Gewerbe- und Nutzungseinheit nur maximal ein Aussteck- transparent zulässig. Ausstecktransparente dürfen zu fassadengliedernden Bestand- teilen wie Erkern und Balkonen einen Mindestabstand von 1,00 m nicht unterschreiten. 1. 2. 3. 4. 5. (2) Die Oberkante dieser Werbezone befindet sich auf Höhe der Fensterunterkante des 1. Obergeschosses (Brüstungslinie). Ist eine Kragplatte vorhanden, ist die Werbeanlage oberhalb dieser Kragplatte bis zur Fensterunterkante des 1. Oberge- schosses zulässig. Die Unterkante dieser Werbezone darf eine Mindesthöhe von 3,50 m über Gehweghinterkante nicht unterschreiten. Die Werbezone muss mindestens einen Abstand von 1,00 m zu Gebäudeaußenecken,Fassadenknicken und Grundstücks- grenzen (bei aneinander gebauten Gebäuden) einhalten. Innerhalb der Werbezone eines Gebäudes sind die Ausstecktrans- parente in einheitlicher Größe und Positionierung auszuführen. Ausstecktransparente sind am unmittelbar anschließenden Rand und auf Höhe einer auf derselben Gebäudefassade befindlichen, fassadenparallelen Werbefläche anzuordnen. UK = min. 3,50 m OK = UK Brüstung 1.OG WERBUNG min. 1,00 m Ausstecktransparente an Gebäuden sind innerhalb des räumlichen Geltungsbereiches lediglich im Bereich der Fußgängerzone - ausgeschlossen Sachsenring, ungerade Hausnummern 69-99 - dieser Satzung zulässig. Ausstecktransparente an Gebäuden sind innerhalb des räumli- chen Geltungsbereichs dieser Satzung nicht zulässig. (1) Flächige Ausstecktransparente dürfen eine Höhe von 0,80 m nicht überschreiten. Werbeschriften und Symbole in der Form von baukörperlich getrennten Einzelbuchstaben, zusammen- hängenden Schriftzügen in Schreibschrift sowie Firmen- und Werbelogos dürfen eine Gesamthöhe von 1,00 m nicht über- schreiten. (5) Sachsenring Seite 3 von 4 § 11 Werbeanlagen an Schaufenstern und Vordächern (1)Schaufenster, sonstige Fenster und Glastüren dürfen nicht beklebt, versiegelt, verdeckt bzw. bemalt und zu- oder überge- deckt werden. Das Bekleben von Schaufensterflächen und Fensterflächen mit Folien oder gleichwertigen Materialien im Bereich der Erdgeschosse und Obergeschosse ist ausnahms- weise nur dann zulässig, wenn im Bereich der Ges imse oder der Brüstungen keine Werbeanlagen möglich oder keine Gesimse oder Brüstungen vorhanden sind, etwa im Falle von Ganzglasfassaden. Auf- und Beklebungen dürfen jedoch nur maximal 20% der Schaufensterflächen bedecken. Zusätzliche Signets an Gebäuden außerhalb der Werbezone nach § 9 Abs. 1 dieser Satzung sind innerhalb des räumlichen Geltungsbereiches dieser Satzung nicht zulässig. § 10 Signets an Gebäuden max. 20 % max. 1,00 m E (3) (4) Der Mindestabstand von Ausstecktransparenten untereinander darf das Maß von 3,00 m nicht unterschreiten. Zudem ist für jede Gewerbe- und Nutzungseinheit nur maximal ein Aussteck- transparent zulässig. Ausstecktransparente dürfen zu fassadengliedernden Bestand- teilen wie Erkern und Balkonen einen Mindestabstand von 1,00 m nicht unterschreiten. (6) (7) (8) (9) Ausstecktransparente sind nur auf den konstruktiv tragenden Bauteilen einer Fassade (Stützen, Pfeiler, Pfeilervorlagen, Mau- erschäfte zwischen Wandöffnungen, Fachwerkständer) anzu- ordnen und senkrecht zur Fassade anzubringen. E ine schräge Anordnung von Ausstecktransparenten ist nicht z ulässig. Die Tiefe der Stirnseite von Ausstecktransparenten darf insge- samt maximal ein Maß von 0,25 m betragen. Die maximale Tiefe von Ausstecktransparenten darf einschließ - lich der Unterkonstruktion das Maß von 1,00 m von der Haupt- außenwand nicht überschreiten. Je Gewerbe-, Nutzungseinheit und Praxis ist die Anordnung maximal eines Ausstecktransparentes an einem Gebäude zulässig. Bei mehr als zwei Ausstecktransparenten sind diese in einer gemeinsamen Werbeanlage anzuordnen. Für den Bereich Sachsenring, ungerade Hausnummern 67-99 sind lediglich freistehende Sammelhinweise für die an der Stätte der Leistung befindlichen Gewerbeanlagen in einer max. Höhe von 3,50 m und einer max. Breite von 1,00 m bei Gestaltung in einem einheitlichen Muster zulässig. Die allgemeinen Anforderungen für Werbeanlagen an Gebäuden nach § 6 dieser Satzung gelten sinngemäß auch für die Sammelhinweisanlagen. Höhe max. 0,80 m bzw. 1,00 m Breite max. 1,00 m Tiefe max. 0,25 m Flächige Ausstecktransparente dürfen eine Höhe von 0,80 m nicht überschreiten. Werbeschriften und Symbole in der Form von baukörperlich getrennten Einzelbuchstaben, zusammen- hängenden Schriftzügen in Schreibschrift sowie Firmen- und Werbelogos dürfen eine Gesamthöhe von 1,00 m nicht über- schreiten. (5) (10) Breite max. 1,00 m Höhe max. 3,50 m Seite 4 von 4 (2) (3) Werbung als Beklebung oder Druck auf der Oberfläche des Vordaches ist nur zulässig, wenn kein Gesims oder keine Brüs- tung vorhanden is t. Sie darf jedoch nur 10% der Vordachfläche betragen. Rollgitter von Schaufenstern und Ladeneingängen müssen so beschaffen sein, dass die Durchsicht auf die Auslagen und Eingänge der Gewerbeeinheiten über die gesamte Fassaden- fläche zu mindestens 80% gewährleistet ist. Flächig geschlos- sene Rollgitter oder Jalousien vor Schaufenstern und Lade- neingängen sind unzulässig. min. 3,50 m max. 10 % § 12 Werbeanlagen im öffentlichen Verkehrsraum (1) (2) Auf den öffentlich gewidmeten, innerhalb des räumlichen Geltungsbereiches dieser Satzung liegenden Flächen sind Werbeanlagen nicht zulässig. Abweichend von Absatz 1 sind Werbetafeln als hinterleuchtete Stadtinformationsanlagen (DIN 683, City-Light- Poster, Größe der Werbefläche 175,5cm x 118cm) im Rahmen eines bestehenden Werbenutzungsvertragsverhältnisses auch an Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs wie folgt zulässig: Je Fahrgastunterstand ist eine in die Konstruktion integrierte Werbetafel zulässig.

Beratungsverlauf

  1. 29.02.2024

    Wirtschaftsausschuss

    TOP 1.7, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  2. 07.03.2024

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 3.8, Anhörung (BV). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  3. 14.03.2024

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 12.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  4. 21.03.2024 zuletzt

    Rat

    TOP 6.1.3, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

War diese Seite hilfreich?

Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz