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AN/1597/2019

Konsequenzen des Klinikumbaus des Krankenhauses Merheim auf Schule und Wohnen

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 21.11.2019

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 28.11.2019, TOP 9.2.4

Anfrage LINKE AN-1597-2019

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Anfrage LINKE AN-1597-2019

4345 Zeichen

Kalker Hauptstraße 247- 273 
51103 Köln 
Linke-BV8@stadt-koeln.de 
 
 
 
 
 
 
 
Eingang beim Bezirksbürgermeister: 21.11.2019 
AN/1597/2019 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.11.2019, TOP 9.2.4 
 
Konsequenzen des Klinikumbaus des Krankenhauses Merheim auf Schule und 
Wohnen 
Anfrage der Fraktion DIE LINKE. vom 21.11.2019 
 
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
in der Ratssitzung am 7. November 2019 sollte das Thema „Kliniken der Stadt Köln“ ur-
sprünglich im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt werden. Durch die von der B e-
zirksvertretung Kalk mehrheitlich beschlossenen Anregung, die ja durchaus öffentlich war 
und ist, wurden auch die anderen Punkte in der Tagesordnung in den öffentlichen Teil ge-
zogen. Ein guter Vorschlag der Oberbürgermeisterin. 
Hierdurch wurde der Öffentlichkeit auch einiges bekannt, das bisher nur hinter den ver-
schlossenen Türen des Aufsichtsrates beschlossen und angeregt worden war.  
So war zu erfahren, dass der Klinikstandort Holweide nicht mehr als vollwertiges Kranken-
haus geführt werden soll. So sollen die 27 Fachabteilungen auf 14 konzentriert und aus-
schließlich in Merheim angesiedelt werden. Die bisherigen medizinischen Leuchttürme des 
Standorts Holweide, nämlich Frauenklinik, Perinatalzentrum, Brustzentrum, Spezialchirur-
gie und HNO-Klinik, werden mittelfristig nach Merheim verlegt werden. Hierfür sind in  
Merheim allerdings Neubauten notwendig.  
Auch der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität, Gereon R. Fink, hat die 
Grundstücke in Merheim bereits ins Auge gefasst. In einem Zeitungsinterview verweist er 
darauf, dass die Uniklinik davon profitieren könnte, dass es an den rechtsrheinischen 
Standorten Erweiterungsflächen gebe, die der Uniklinik in Lindenthal fehlten und er wäre 
nicht an der Universität, wenn er nicht auch direkt die Neubauten für die Gebäude der Bio-
chemie und Physiologie sowie die Anatomie im Rechtsrheinischen sähe. Ob diese Ent-
wicklung für den Stadtteil Merheim eher positiv oder negativ sein wird, bleibt abzuwarten. 
DIE LINKE. Fraktion in der BV Kalk  Kalker Hauptstraße 247- 273; 51103 Köln   
 
 
Frau 
Bezirksbürgermeisterin 
Claudia Greven-Thürmer 
 
Frau 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker

- 2 - 
Ebenso, ob es zu einer Kooperation, Fusion oder Übernahme zwischen der Uniklinik, die 
im Übrigen bis 1954 auch noch städtisch war, und den Kliniken Köln kommen wird.  
Umzusetzen oder zumindest in der politischen Entscheidung allerdings sind die Umbau- 
und Neubaupläne des Aufsichtsrates der städtischen Kliniken, die aus drei Krankenhäu-
sern nur noch zwei machen wollen plus einem medizinischen Kompetenzzentrum in Hol-
weide. 
Wir gehen davon aus, dass sich der Aufsichtsrat der Kliniken intensiv mit der Thematik 
befasst und die Verwaltung informiert hat. 
 
Uns stellen sich zum Umbau der Kölner Kliniken und deren Zustand die folgenden Fragen: 
 
1. Wird die Fläche auf dem Gebiet des Krankenhauses Merheim, welches von der poli-
tischen Mehrheit als Standort für eine neue Merheimer Grundschule angedacht wur-
de, zukünftig für den Schulbau überhaupt noch zur Verfügung stehen, wenn die Kli-
nik anbauen will/muss? 
 
2. Welchen Einfluss haben die Neu- und Anbaupläne der Kliniken auf Flächen für den 
Wohnungsbau, die das StEK-Wohnen auf dem Krankenhausgelände in Merheim 
identifizierte? 
 
3. Welche rechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Konsequenzen hätte es sowohl 
für die Kliniken Köln, als auch für den Stadtwerkekonzern, wenn die Kliniken in einem 
Plan B (sollten die Verhandlungen mit der Uniklinik scheitern) in den Stadtwerkekon-
zern eingegliedert würden? 
 
4. Sollen neben der Erweiterungen für den Klinikbetrieb auch Mitarbeiterwohnungen er-
richtet werden, um in Zeiten der Personalknappheit ein weiteres Argument für die 
Kliniken als Arbeitgeber anbieten zu können und wenn ja, wo? 
 
5. Welche weiteren Maßnahmen werden ergriffen, um der Personalknappheit und sogar 
der Personalflucht aus den Kliniken - die immerhin dazu führen, dass die Kliniken nur 
zu 51 bzw. 66 Prozent ausgelastet sind – entgegen zu wirken? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
HP Fischer      gez. Dr. Tanja Groß 
Fraktionsv orsitzender      Stellv ertretende  Fraktionsv orsitzende

Beratungsverlauf (1)

28.11.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 9.2.4 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1597/2019
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
21.11.2019
Erstellt
21.11.2019 11:55