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SV-2010/0047

Große Anfrage der Fraktion Bü 90/Grüne vom 27.07.2010 betr. Sander Museum

Große Anfragen 27.07.2010

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SV-2010/0047

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SV-2010/0047

3442 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2010/0047 
 
 
Große Anfrage der Fraktion Bü 90/Grüne vom 27.07.2010 betr. Sander Museum 
       TADTVERORDNETENFRAKTION DARMSTADT 
LAUTESCHLÄGERSTRASSE 38    64289 DARMSTADT 
TELEFON: 0 61 51/6 14 30    TELEFAX: 0 61 51/6 14 01 
E-MAIL: FRAKTION@GRUENE-DARMSTADT.DE 
 
         
27. 07.2010 
 
Große Anfrage Sander Museum  
 
Am 22.07.2009 wurde mit Vorlage Nr. 2009/0298 im Magistrat die „Vergabe eines Grundstückes in 
Erbbaurecht an die Eheleute Sander“ sowie die der „Verkauf einer Parkfläche and die Eheleute 
Sander“ = Vorlage Nr. 2009/0299 beschlossen. 
 
Die Stadtverordneten berieten die Vorlagen in der Sitzung am 03.09.2009 im nicht öffentlichen Teil zur 
Beschlussfassung. 
 
Am 28. 06. 2010 wurde in einer Pressekonferenz das Ergebnis des Architektenwettbewerbs 
„Museumsprojekt Sander“ vorgestellt.  
 
Erst durch den Architektenwettbewerb entstand ein öffentlicher Diskurs zu diesem Vorhaben.  
Problematisch ist, dass der bürgerschaftliche Kommunikationsprozess erst nach der Entscheidung 
beginnt. Angesichts der Tatsache, dass die Mathildenhöhe der markanteste Identitätsort unserer Stadt 
ist, ist dies zu spät.  
Identität muss in einem gemeinsamen Vorgehen weiter entwickelt werden. 
Dies geht nicht im anonymen Hauruckverfahren. Expertenbewertungen sind unverzichtbar, die Ansicht 
der Bürgerschaft aber auch.  
Die Bürgerbeteiligung ist bei der Magistratsvorlage missachtet worden. 
 
Daher fragen wir den Magistrat: 
 
1. Welche Dringlichkeit lag der vorzeitigen Protokollierung eines Vertrages (siehe Mag.Vorl. 
2009/0298 + 2009/2009) mit den Eheleuten Sander zugrunde? 
 
2. Im Faltblatt  des Koordinators Mathildenhöhe von 12.07.2009 steht: „Frau und Herr Sander 
wollen eine Vorschlag der Stadt Darmstadt nutzen und einen Teil ihrer Gemäldesammlung mit 
Darmstadt-Bezug im Rahmen einer Stiftung in einem Museumsneubau an Stelle des 
ehemaligen Hauses Christiansen der Öffentlichkeit zugänglich machen.“ Welche 
Überlegungen von Seiten des Magistrats führten zu diesem Vorschlag, auf welcher Grundlage 
wurde dieser Vorschlag unterbreitet, welche Gremien haben darüber beraten, gab es zu 
diesem Vorschlag Alternativen, wieso wurde dieser Vorschlag vorab nicht kommuniziert?  
 
3. Wurde mit den Eheleuten Sander darüber verhandelt, ob das finanzielle Engagement des 
Ehepaars auch für andere kulturelle oder soziale Projekte in Darmstadt eingesetzt werden 
kann? 
 
4. Wieso soll der Bau genau an dieser Stelle platziert werden? 
 
5. Wurden  alternative Standorte für ein Museum in Darmstadt geprüft und erörtert? 
 
6. Weshalb wurde die Fläche vergeben, bevor die Prüfung zur „Weltkulturerbe“ –Fähigkeit 
abgeschlossen war?

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7. Wer, außer dem Ehepaar Sander, hat die in Rede stehende Gemäldesammlung gesehen? 
 
8. Wer kann über die Sammlung sachverständig berichten und diese bewerten? 
 
9. Wieso liegt dazu bis heute keine für die Bürgerschaft nachvollziehbare Information vor? 
 
10. Welche Prüfungen führten dazu,  alle Vorlagen als „nichtöffentlich“ zu kennzeichnen? 
 
11. Ist die Möglichkeit der Einrichtung eines Bürgerbeirates / Gestaltungsbeirates geprüft worden 
und weshalb wurde die Etablierung nicht in Betracht gezogen? 
 
 
 
Brigitte Lindscheid    Hildegard Förster-Heldmann 
Fraktionsvorsitzende    stv.Fraktionsvorsitzende 
                                                                   Dr. Joachim Reuss (Stadtverordneter) 
       Dr. Inge Landzettel (Stadtverordnete)

Beratungsverlauf (4)

TOP 21.2
TOP 16.3
TOP 17.2
TOP 30.1

Orte (1)

  • Lauteschlägerstraße 38

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2010/0047
Typ
Große Anfragen
Datum
27.07.2010
Erstellt
29.09.2026 00:00