0810/2017
Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB): Handyladestationen im Bereich der KVB (Antrag der CDU AN/0060/2017)
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Mitteilung BV
3284 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/20/201/2 Vorlagen-Nummer 0810/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 23.03.2017 Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB): Handyladestationen im Bereich der KVB (Antrag der CDU AN/0060/2017) Mit Beschluss der Bezirksvertretung 5 (Nippes) vom 02.02.2017 wurde die Verwaltung gebeten, in Zusammenarbeit mit der KVB und der RheinEnergie an den im Stadtbezirk Nippes am meisten fre- quentierten KVB Haltestellen Florastraße, Neusser Straße/Gürtel und Zoo/Flora auf jeder Bahnseite der Linien 12,15 und 18 je eine Ladestation für Handys zu installieren. Dies solle im Rahmen eines Pilotprojekts geschehen, das als Vorbild für weitere Bahnstationen in der Stadt Köln dienen könne. Außerdem wurde die KVB um Prüfung gebeten, USB-Schnittstellen in den Stadtbahnen ein-zurichten, so dass Handys während der Bahnfahrt geladen werden können. Hierzu teilt die Verwaltung nach Abstimmung mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) Fol- gendes mit: Die KVB hat sich bereits in 2016 mit der Frage der Nachrüstung von USB-Ladeschnittstellen für die Stadtbahnfahrzeuge befasst. Auch vor dem Hintergrund, dass die Bahnindustrie heute solche Einrich- tungen bei Neufahrzeugen bereits anbietet, wurden Nutzen und Aufwand geprüft. Aufgrund der relativ geringen Verweildauer unserer Fahrgäste in den Stadtbahnen ist der Nutzen gegenüber der Situation im Eisenbahnverkehr als eher untergeordnet einzustufen, da die durchschnittlichen Ladezeiten nur kurz sein würden. Hinzu kommt, dass nur sehr wenige Nutzer des ÖPNV die hierzu erforderlichen Ladekabel mit sich führen. Durch die vielen Wechsel wird letztlich auch eine eingeschränkte Verfüg- barkeit der verbauten Ladeeinrichtungen erwartet, die sich durch Vandalismusschäden zusätzlich noch weiter reduzieren würde. Auf der anderen Seite stehen vergleichbar hohe Investitionen, die im Bereich von 1,3 Mio. € für die Erstausstattung liegen und bedingt durch Verschleiß und Vandalismus ist auch mit jährlichen Folgekosten in einer Größenordnung von mehreren hunderttausend Euro zu rechnen. Daher hat man sich im Hause der KVB gegen die nachträgliche Ausstattung der Stadtbahn- wagen entschieden. Sollten zukünftige Stadtbahnwagen standardmäßig mit Ladeeinrichtungen aus- gestattet werden, wird sich die KVB aufgrund der hohen Folgekosten erneut mit dieser Fragestellung befassen. Der geringe Nutzen ist dabei auch auf die Haltestellen zu übertragen. So kommen die Fahrgäste im Unterschied zum Fernverkehr in aller Regel sehr kurzfristig vor der jeweiligen Abfahrt, so dass auch hier lange Aufenthaltszeiten die Ausnahme sind. Zudem ist das Vandalismusproblem an den rund um die Uhr frei zugänglichen Haltestellen noch größer als bei den Stadtbahnfahrzeugen, so dass auch hier Verfügbarkeitseinschränkungen zu erwarten sind. Letztlich gibt es auch die Erfahrung, dass sol- che Anlagen bestimmte Personenkreise anziehen, die gar kein Interesse an der Nutzung des ÖPNV haben und Passanten oder Fahrgäste durch ein auffälliges Verhalten teilweise sogar stören. Aufgrund des geringen erwarteten Nutzens in Verbindung mit dem vergleichbar hohen Aufwand sieht die KVB daher aktuell von der Bereitstellung von USB-Ladeschnittstellen ab.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0810/2017
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 20.03.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27