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3338/2017

Symposium Silvester 2017: Was plant die Stadt Köln an Silvester?

Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA) 14.11.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.11.2017

Beantwortung einer Anfrage (Rat)

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Beantwortung einer Anfrage (Rat)

4761 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
I/32/327 
 
14.11.2017 
Vorlagen-Nummer 
 3338/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Rat 14.11.2017 
 
Symposium Silvester 2017: Was plant die Stadt Köln an Silvester? 
Mit Anfrage Nr. AN/1365/2017 vom 25.09.2017 stellt die Piraten-Gruppe im Rat der Stadt Köln fol-
gende Fragen: 
 
1. Welche Schlüsse zieht die Stadtverwaltung aus den Ergebnissen des Symposiums Silvester? 
 
2. Was plant die Stadtverwaltung zusätzlich zur Beschlussvorlage (2694/2017), um Silvester für alle 
Beteiligten, insbesondere für Frauen und Mädchen, zu einem sicheren und fröhl ichen Event zu 
machen? 
 
3. Plant die Stadt Maßnahmen, um insbesondere auch an die Verantwortung von jungen Männern 
zu appellieren, sich gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt zu wenden und um allgemein die 
Zivilcourage zu stärken? 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Zu 1.  
 
Aus den Erkenntnissen der Polizei und der von dort beauftragten Experten lässt sich für die Stadt 
Köln eine relevante Feststellung ableiten. 
Viele von der Polizei im Rahmen der „Arbeitsgruppe Silvester“ befragten Besucherinnen und Besu-
cher zu Silvester 2016 gaben an, von den Ereignissen in 2015 nichts gewusst zu haben (s. 
https://koeln.polizei.nrw/artikel/zurueck-schauen-nach-vorne-denken-symposium-silvester-2017 ). 
Dies liegt größtenteils daran, dass viele – insbesondere jüngere – Besucherinnen und Besucher nicht 
die klassischen Medienkanäle zur Information nutzen und deswegen die Nachrichten der deutschen 
Behörden in den sozialen Netzwerken nicht bekannt sind.  
 
Mit Blick auf diese Sprachbarrieren und das Kommunikationsverhalten der Menschen, die erst kurz-
zeitig zugewandert sind, wurde daher der Einsatz von Flyern und die Information über klassische 
Printmedien als ungeeignet bewertet.  
 
Die wesentlichen Botschaften, Hinweise und Informationen sollen in einem mehrsprachigen Merkblatt 
zusammengefasst werden, das den Kommunikatoren und Multiplikatoren (z.B. Streetwork, freie Trä-
ger etc.) zur Verfügung gestellt und auch Grundlage für die weiteren Kommunikationsformate sein 
wird. 
 
Stadt Köln und Polizei Köln werden ihre Öffentlichkeitsarbeit dahingehend erweitern, dass die allge-

2 
 
meingültigen Informationen mehrsprachig (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch) und über die 
o.g. Multiplikatoren auch in weiteren Auftritten in den sozialen Netzwerken, über die der Behörden 
hinaus, zur Verfügung gestellt werden. 
Eine erfolgreiche Verbreitung der Informationen und Hinweise – sozusagen der rasante Selbstläufer – 
wird aber nur zu erreichen sein, wenn ein sogenannter Eyecatcher kreiert wird, der zu dieser Verbrei-
tung animiert, und der dann mit entsprechenden mehrsprachigen Informationen und Hinweisen hinter-
legt werden kann. Dieser Eyecatcher soll gleichzeitig Bestandteil einer eingängigen Kampagne sein, 
um die Wirkung noch einmal zu verstärken.  
Diese Kampagne muss sich nicht auf Silvester beschränken, sondern kann sich durch die gesamte 
Eventreihe Kölns ziehen und den Anspruch an die Stadt und ihre Besucher deutlich machen. 
 
Zu 2. 
 
Die Stadt Köln erarbeitet ein mit allen Sicherheitsbehörden abgestimmtes Sicherheitskonzept für die 
Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher. Hierzu haben bereits drei Arbeitsgruppesitzungen satt-
gefunden.  
 
Zusätzlich erstellen Polizei und Ordnungsdienst Einsatzbefehle für ihre Organisationen,  
die als einen der wichtigsten Aspekte für eine erhöhte Sicherheit die verstärkte Präsenz sowie die 
Ansprechbarkeit enthalten. 
Auch weitere erkennbare Kräfte wie beispielsweise den Streetworkern, der AWB, der KVB und der 
eingesetzten Sicherheitsunternehmen sind ebenfalls ansprechbar. 
Ggf. kann über festgelegte Kommunikationswege Unterstützung angefordert bzw. Beratungsangebote 
vermittelt werden. 
 
Um insbesondere das Sicherheitsgefühl von Frauen und Mädchen zu stärken, werden darüber hinaus 
neuralgische Bereich verstärkt ausgeleuchtet.  
 
Das Beratungsmobil für Frauen und Mädchen, die Opfer von Übergriffen wurden oder sich bedroht 
fühlen, wird in der Silvesternacht ebenfalls wieder als ergänzendes Angebot zur Notrufnummer der 
Polizei und dem bundesweiten Hilfetelefon im Einsatz sein. 
 
In bestimmten Gebieten werden zusätzlich Mobiltoiletten aufgestellt, damit Besucherinnen und Besu-
cher nicht dunkle oder schlecht einsehbare Bereiche zur Verrichtung ihrer Notdurft aufsuchen und so 
potentiell Opfer von Tatgelegenheiten werden. 
 
 
Zu 3. 
Diese Appelle richten sich über die unter 1. genannten Kanäle an alle Besucherinnen und Besucher. 
Darin enthalten ist u.a. die Botschaft, das Köln – analog der Kampagne „Nein heißt Nein“ - keine Art 
von Übergriffen toleriert. 
 
 
gez. Reker

Beratungsverlauf (1)

14.11.2017 Rat
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3338/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA)
Datum
14.11.2017
Erstellt
30.10.2017 12:39