AN/2017/2022
Nachfrage zu einer Beantwortung des Gesundheitsamtes zu Sozialpsychiatrischen Zentren
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FachAK 4 - Nachfrage zu Sozialpsychiatrischen Zentren
2937 Zeichen
FachAK 4 - Gesundheit, Soziales und Senior*innen 09.11.2022 An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Herrn Andreas Vetter Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 15.11.2022 Nachfrage zu einer Beantwortung des Gesundheitsamtes zu Sozialpsychiatrischen Zentren Sehr geehrter Herr Vorsitzender Keltek, zur Sitzung des Integrationsrats am 16.08.2022 wurde von der Verwaltung die Beantwortung einer schriftlichen Anfrage des FachAK4 zu Angeboten in den Sozialpsychiatrischen Zentren in den Stadtbezirken vorgelegt (1581/2022). Die Verwaltung wird gebeten folgende Nachfragen zu beantworten: 1. In der Antwort zur Frage 1 wird beschrieben, dass der Anteil der Bürger*innen mit Migra- tionshintergrund an allen Bürger*innen die in den Kontakt- und Beratungsstellen der So- zialpsychiatrischen Zentren (SPZ) in den letzten beiden Jahren erreicht bzw. von ihnen betreut wurden, 16,23% im Jahr 2021 und 18,29% im Jahr 2020 betrug. Der Anteil von Bürger*innen mit Migrationshintergrund an der Kölner Stadtbevölkerung beträgt 40,5% (Stand 31.12.2021). Wie erklärt sich die Verwaltung diese vergleichsweise sehr geringe Inanspruchnahme der Angebote der SPZ durch Kölner*innen mit Migrationshintergrund? Welcher Handlungsbedarf wird hier gesehen? 2. In der Antwort zu Frage 4 wird beschrieben, dass eine gute Kooperation zwischen den neun SPZ und dem Gesundheitszentrum für Migrant*innen als Sozialpsychiatrisches Kompetenzzentrum Migration besteht und regelmäßig Fortbildungen angeboten werden, an denen alle 9 Sozialpsychiatrischen Zentren teilnehmen. Welche konkreten Angebote und Konzepte zur Erreichung und Begleitung der Ziel- gruppe entstehen aus diesen jährlichen Fortbildungen und Kooperationen für die Menschen mit Migrationshintergrund? Wie und in welchen spezifischen Angeboten für die Zielgruppe zeigt sich dies? Die Mitglieder des FachAK wiederholen ihren Eindruck, dass das Angebot der SPZ von Menschen mit internationaler Familiengeschichte nicht entsprechend ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung in Anspruch genommen wird. Menschen mit internationaler Familienge- schichte zahlen in die Krankenversicherungssysteme ein und haben demzufolge einen An- spruch auf Krankenkassenleistungen. Da es absolut unwahrscheinlich ist, dass diese Men- schen vergleichsweise weniger von psychischen Erkrankungen betroffen sind, müssen Gründe für diese fehlende Inanspruchnahme geprüft und in der Folge sicher gestellt werden, dass das Angebot der SPZ für alle Kölner Interessierten in gleicher Weise offen steht und bei Bedarf auch genutzt werden kann. Es wird gebeten, die Beantwortung auch dem Gesundheitsausschuss vorzulegen. Mit freundlichen Grüßen Anna Maria Klimaszewska-Golan, Luziano Gonzales Tejon, Gönül Topuz, Carine Weber
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2017/2022
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 10.11.2022
- Erstellt
- 10.11.2022 12:37