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3331/2022

Umsetzung eines Verkehrskonzepts für die Venloer Straße im Abschnitt zwischen Kamekestraße und Hans-Böckler-Platz im Rahmen der Brandschutzsanierung

Mitteilung Ausschuss 05.01.2023

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 24.01.2023, TOP 7.2.3

Mitteilung Ausschuss

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Anlage_1_Übersichtskarte_3331_2022

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Mitteilung Ausschuss

5648 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/682/0 
682 
Vorlagen-Nummer 05.01.2023 
 3331/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Verkehrsausschuss 24.01.2023 
 
Umsetzung eines Verkehrskonzepts für die Venloer Straße im Abschnitt zwischen 
Kamekestraße und Hans-Böckler-Platz im Zusammenhang mit der Nachrüstung von 
zwei Zugangstreppen an der Stadtbahnhaltestelle Hans-Böckler-Platz im Rahmen der 
Brandschutzsanierung. 
Die Venloer Straße stellt im Abschnitt zwischen der Inneren Kanalstraße und dem Friesen-
platz ein wichtiges Bindeglied der Fahrradachse zwischen Ehrenfeld und der Innenstadt dar. 
Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke liegt in dem betroffenen Abschnitt bei 11.000 
Kraftfahrzeugen und 6.000 bis 7.000 Radfahrenden. 
 
Mit dem im Juni 2016 beschlossenen Radverkehrskonzept Innenstadt (RVKI, Sitzung Ver-
kehrsausschuss 14.06.2016, Vorlagen-Nr.1171/2016) wurde der Abschnitt als Bestandteil des 
„grünen“ Netzes definiert. Das Radfahren ist in diesen Bereichen im Mischverkehr auf der 
Fahrbahn vorgesehen.  
 
Während auf dieser Achse in der Innenstadt bereits komfortable Radfahrstreifen umgesetzt 
wurden und für die Venloer Straße im Stadtteil Ehrenfeld zur Verbesserung der Verkehrsquali-
tät bereits mit der Umsetzung des Verkehrsversuches begonnen wurde, entsprechen die bau-
lichen Radwege entlang der Venloer Straße im Übergangsabschnitt zur Innenstadt (zwischen 
Kamekestraße und dem Grüngürtel) nicht mehr den heutigen Standards. Vor allem im dicht-
bebauten Geschäftsbereich (Kamekestraße und Spichernstraße) bestehen auf der Nebenlage 
zahlreiche Nutzungskonflikte zwischen Fuß- und Radverkehr sowie Gastronomen und Ge-
schäftsleuten. Das Ziel ist, Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr im Seitenraum durch die 
Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht kurzfristig zu reduzieren. Hierzu ist die Änderung 
der bestehenden Lichtsignalanlagen zwischen dem Hans-Böckler-Platz und Kamekestraße 
erforderlich.  
Mit dem Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt vom 12.11.2020 zur Brandschutzsanie-
rung der Stadtbahnhaltestelle Hans-Böckler-Platz, die zuvor im Stadtrat beschlossen wurde 
(3493/2019), ist folgender Planungsauftrag zur Radverkehrsführung gefasst worden: 
 
 „Vorlaufend zur Realisierung der Treppenaufgänge soll ein Gesamtkonzept zur konsis-
tenten Führung des Radverkehrs sowie der Neuordnung des öffentlichen Raums auf 
der Venloer Straße von der Brüsseler Straße bis zum Venloer Wall in Rücksprache mit 
den Rad- und Umweltverbänden zur Beschlussfassung vorgelegt und umgesetzt wer-
den.“ 
 
Die Planung von zwei zusätzlichen Treppenanlagen an der Haltestelle Hans-Böckler-Platz 
sieht vor, die oberirdischen Treppenein- und Treppenausgänge an der Venloer Straße östlich 
der DB-Brücke am Bahnhof Köln-West auszubauen. Der Ausbau hat zur Folge, dass der be-
stehende Radweg im Seitenraum nicht mehr benutzt werden kann und in der Konsequenz 
zugunsten eines Gehweges umzubauen ist. Dies ist u. a. auch aus Verkehrssicherheitsgrün-
den erforderlich, damit Radfahrende bei Dunkelheit nicht in den Treppenaufgang hineinfahren.

2 
 
Mit der im Folgenden dargestellten Regelung sollen die Vorgaben des Radverkehrskonzepts 
umgesetzt, die eingangs beschriebenen Mängel in der Radverkehrsführung optimiert und dem 
politischen Auftrag zur Planung einer konsistenten Radverkehrsführung Rechnung getragen 
werden: 
 
 Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo 20 im Abschnitt zwischen Spichern-
straße und Kamekestraße bei Verbesserung der Querungsbedingungen für den Fuß-
verkehr  
 
 Änderung der Verkehrsregelung an der Kreuzung Bismarckstraße / Venloer Straße bei 
Abschaltung der Lichtsignalanlage und gleichzeitiger Abdeckung aller Signalgeber und 
„ungültig“-Kennzeichnung der Markierung. 
 
 Beidseitiger Rückbau der baulichen Radwege im Abschnitt zwischen Spichernstraße 
und Hans-Böckler-Platz zur Verdeutlichung einer fahrbahnseitigen Führung.  
 
 In Teilen Umwandlung von Kurzzeitparkplätzen zugunsten von Ladezonen, Fahrrad-
parken, Sharing- oder Aufenthaltsflächen (Parklets/Stadtterrassen) und vorgezogene 
Seitenräume als Querungshilfen im Abschnitt zwischen Kamekestraße und Hans-
Böckler-Platz. Diese Maßnahmen werden erforderlich um der Charakteristik eines ver-
kehrsberuhigten Geschäftsbereiches zu entsprechen.  
 
Die Venloer Straße wurde über das Bundesverkehrsministerium in Abstimmung mit Stra-
ßen.NRW von der Bundesstraße 59 zur Gemeindestraße herabgestuft, so dass die Bezirks-
vertretung Innenstadt nun das Beschlussgremium für dieses Verkehrskonzept darstellt. 
 
Im Abschnitt zwischen der Peter-Dedenbach-Straße und der Inneren Kanalstraße beabsichtigt 
die Verwaltung in diesem Rahmen keine Anpassungen, da Radfahrende stadtauswärts die 
Wahlmöglichkeit zwischen dem nicht mehr benutzungspflichtigen Radweg und der Fahrbahn 
haben, sodass künftig eine konsistente fahrbahnseitige Radverkehrsführung möglich wird. 
Auch in Fahrtrichtung stadteinwärts besteht künftig Wahlmöglichkeit zwischen dem baulichen 
Radweg und der Fahrbahn (Mischverkehr). 
 
Das hier beschriebene Gesamtkonzept in Bezug auf eine konsistente Radverkehrsführung 
und Neuordnung des öffentlichen Raumes wurde den Rad- und Umweltverbänden (ADFC, 
VCD und RingFrei) am 17.11.2022 im Runden Tisch Radverkehr vorgestellt. Vor der Sitzung 
der Bezirksvertretung Innenstadt am 26.01.2022 wird die Fachverwaltung ein Fachgespräch 
mit der BV sowie den Rad- und Umweltverbänden zur Erläuterung des Konzeptes initiieren.  
 
Es wird gemäß Zuständigkeitsordnung der BV Innenstadt zur Beschlussfassung vorgelegt 
(Vorlagen-Nr. 3328/2022). 
 
 
Anlagen  
Anlage 1_Übersichtskarte 
 
 
Gez. Egerer

Anlage_1_Übersichtskarte_3331_2022

317 Zeichen

Neue Treppenaufgänge 69
Übersichtskarte Tempo 20/30 + LSA-Standorte
Legende
T30 (insbesondere im Bereich Eisenbahnunterführung)
Aufhebung der Benutzungspflicht + T20 
verkehrsberuhigter Geschäftsbereich)
LSA Änderungen erforderlich
LSA Bismarckstraße/Venloer wird außer Betrieb 
genommen
T30-Zone im Bestand 
Anlage 1

Beratungsverlauf (1)

24.01.2023 Verkehrsausschuss
TOP 7.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
3331/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.01.2023
Erstellt
10.10.2022 14:20