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SV-2010/0041

Antrag des Stadtv. Klett (UWIGA) vom 25. Mai 2010 betr. ICE-Pendelverkehr

Antrag 02.06.2010

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SV-2010/0041

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SV-2010/0041

3472 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2010/0041 
 
 
Antrag des Stadtv. Klett (UWIGA) vom 25. Mai 2010 betr. ICE-Pendelverkehr 
 
A n t r a g            Freitag, 25. Mai 2010 
 
 
 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 
 
Die unabdingbare Einbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs in das ICE-Neubaustreckennetz kann 
auch in der Weise erfolgen, dass die ohnehin als Betriebsgleis vorgesehene Nordanbindung an die 
Neubaustrecke als vollwertiger Anschluss gebaut wird. Zwischen dem Darmstädter Hauptbahnhof und 
dem Hauptbahnhof Wiesbaden wird mit nur einem Zwischenhalt am Flughafen-Fernbahnhof ein ICE-
Pendelverkehr ( „Flughafenexpresszug“, „Flughafenshuttle“ ) als Bestandteil des Fernverkehrsnetzes 
betrieben. 
 
Begründung: 
 
Im Hinblick auf die Umwelt- und Kostenbelastung für die Stadt Darmstadt verbietet sich die auch als 
Bypass benannte Konsenstrasse. Die direkte Anbindung des Hauptbahnhofes entsprechend der 
Varianten der Regionalplanung wird, wie sich mehr und mehr abzeichnet, an der baupraktischen 
Durchführbarkeit, den Kosten und der Umweltbelastung scheitern. Eine Ertüchtigung dieser Strecke 
auf die Belastung von mit 250 km/h oder gar 300 km/h in der Mehrzahl ohne Halt durchfahrenden 
Züge hat sich als unrealistisch erwiesen, bzw. sie ist nur mit einem gigantischen, unvertretbaren 
baulichen Aufwand zu erreichen. 
Die bei dieser Streckenführung folgende zusätzliche Belastung mit nächtens fahrenden Güterzügen ist 
desgleichen nicht wünschenswert. 
Der angedachte Bau eines neuen Außenbahnhofs verbietet sich ebenfalls als attraktive Lösung. Er ist 
wegen der Reisezeitverlängerung beim Umsteigen für Nutzer des Südhessischen 
Nahverkehrsschienenetzes unattraktiv. In der Zeit, die z.B. für die Fahrt zu diesem Außenbahnhof 
vom HBF aus mit dem ÖPNV notwendig ist, ist über den o.g. Pendelverkehr ein ICE-
Hauptknotenpunkt zu erreichen. Zu bedenken ist zusätzlich, dass an diesem Außenbahnhof nur 
wenige Züge halten werden und somit keine vollwertige Anbindung an das ICE-Netz möglich ist. Die 
Unterhaltung einer taktreichen ÖPNV-Strecke  zum Außenbahnhof dürfte zudem die Stadt finanziell 
Jahr für Jahr stark belasten. Der Bau des Außenbahnhofes rechtfertigt im Verhältnis zu seinem 
Nutzen ebenfalls nicht dessen Kosten, wenn diese auch nicht unmittelbar von der Stadt aufzubringen 
sind.  
 
Nach dem Bau der in Regionalplan Südhessen bereits als bindendes Ziel vorgegebenen sogenannten 
„Wallauspange“, die den derzeit kaum genutzten Wiesbadener Ast der ICE-Neubaustrecke Köln-
Frankfurt mit dem Hauptast derselben kurzschließt, kann die Landeshauptstadt dann ebenso attraktiv 
bedient werden wie Darmstadt und damit Südhessen. 
 
Die Schwierigkeiten, die sich für die beantragte Lösung aus unterschiedlichen Zuständigkeiten für 
Bau, Betrieb und Finanzierung möglicherweise ergeben, müssen im Interesse einer für die 
Planungsregion insgesamt optimierten Anbindung an das Schnellfahrnetz der Bahn durch weitere auf 
diesen Beschluss gegründete Verhandlungsanstrengungen überwunden werden. 
Da insgesamt diese Lösung als verkehrstechnisch optimalste, umweltverträglichste und auch finanziell 
als die am günstigsten erscheint, dürfte so bei gutem Willen aller Beteiligten ein Weg im Interesse 
aller Bürger und Fahrgäste gefunden werden.   
 
 
Stadtverordneter Helmut Klett 
UWIGA 
 
Anlage Karte – Ausschnitt aus Reg.-Plan mit Eintragungen Streckenführung in „lila“  
 
Anlage: Karte mit Übersicht und ungefährem Verlauf der „Shuttle-Strecke“

2

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2010/0041
Typ
Antrag
Datum
02.06.2010
Erstellt
29.09.2026 00:00