2809/2022
Aktivierung von Bürgerengagement für mehr Sauberkeit und Lebensqualität – Ausweitung der Maßnahme „Hallo Nachbar, danke schön„ auf weitere Stadtquartiere
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Mitteilung BV
5425 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/57/574 Vorlagen-Nummer 2809/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 01.09.2022 Aktivierung von Bürgerengagement für mehr Sauberkeit und Lebensqualität – Ausweitung der Maßnahme „Hallo Nachbar, danke schön„ auf weitere Stadtquartiere Sachstandsbericht Bilderstöckchen Unter dem Slogan „Hallo Nachbar, danke schön“ tritt das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich für mehr Sauberkeit und Lebensqualität im „Veedel“ ein. Im Fokus steht dabei das überdurchschnittliche Aufkommen von wildem Müll in sozial benachtei- ligten Quartieren. Grundannahme ist, dass dies kein isoliertes Phänomen ist, sondern Teil einer sozi- o-kulturellen und ökonomischen Problemlage. Statt immer häufiger zu reinigen und so die Müllverur- sacher weiter von jeglicher Eigenverantwortung zu entlasten, wird die Bereitschaft der Bürger*innen aktiviert, sich stärker für die Pflege des eigenen Lebensumfelds zu engagieren. Leitgedanke ist: Nachhaltiger Erfolg lässt sich nur erreichen, wenn sich die Bewohnerschaft mit ihrem Veedel identifiziert und als dazugehörig empfindet. So ist der Slogan „Hallo Nachbar, danke schön“ denn auch Programm: Im Kern geht es um die Beförderung von nachbarschaftlichen Strukturen. Akzente setzt das Projekt mit einer maßgeschneiderten Informations- und Aufklärungskampagne, die sich an die Menschen in ihrem „Veedel“ richtet, ihre Sprache spricht und ihren Alltag berücksichtigt. Dabei konzentriert sich die Kampagne stärker auf persönliche Ansprache statt auf Informationsbro- schüren und Verbotsschilder. Denn Mitmachangebote und Aufsehen erregende (Kunst-)Aktionen transportieren Botschaften wirkungsvoller als Papier! Auch wird berücksichtigt, dass viele Menschen der deutschen Sprache bzw. des Lesens und Schreibens nicht mächtig sind. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Kindern. Für sie stehen eigens konzipierte umweltpädagogische Angebote in Zusammenarbeit mit den örtlichen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen bereit. Nicht zuletzt geht es darum, Spiel- und Aufenthaltsraum, der dem Müll zum Opfer gefallen ist, zurückzuge- winnen. Der Vernetzung mit örtlichen Institutionen, Vereinen, Kultureinrichtungen und Bürgerschafts-Initiativen kommt ebenfalls große Bedeutung zu. Nach einer erfolgreich verlaufenen Pilotphase (2009-14) in einem Quartier rund um die Berliner Stra- ße in Mülheim Nord wurde die Maßnahme in 2018 /19 zunächst auf der Keupstraße fortgesetzt. Auf der Grundlage eines Beschlusses des Ausschusses Umwelt, Klima Grün vom 4.6.2020, ausgestattet mit Mitteln aus dem Politischen Veränderungsnachweis, wurde „Hallo Nachbar“ in 2021 auf folgende vier Stadtquartiere ausgedehnt: Bilderstöckchen-Süd Bickendorf „Vitalishöfe“, Rochusplatz Neubrück: Rund um den Ludwig-Quidde-Platz Mülheim „Genovevahof“ 2 Sachstand Bilderstöckchen-Süd Mit dem Projektmanagement für alle Quartiere wurde im September 2021 eine qualifizierte Agentur beauftragt. Ebenfalls haben in allen vier Quartieren persönliche Ansprechpartner*innen (AP) ihre Arbeit aufgenommen und stehen den Bewohner*innen an festen Wochentagen im Außenbereich mit Rat und Tat zur Verfügung. In Bilderstöckchen sind dies Sibel Demir und Roland Franken. Sie betreuen einen Bereich zwischen dem Parkgürtel, Escher Straße und dem Geldernpark. Überall wurden enge Kooperationen mit den örtlichen Wohnungsbaugesellschaften errichtet. In Bilderstöckchen namentlich mit der Vonovia SE und der GAG. In einem kostenfrei zur Verfügung gestellten zentral am Parkgürtel gelegenem Ladenlokal fin- det regelmäßig ein „Frauencafè“ statt, in dem Neuigkeiten aus dem Veedel, praktische Tipps und Infos zum Thema Wohnumfeld-Pflege ausgetauscht werden. Ein Schwerpunkt des Geschehens ist der Geldernpark; hier wurden bereits mehrere Veran- staltungen, u.a. ein regelmäßiger Boule-Treff durchgeführt, zu der die Nachbarschaft eingela- den und an deren Ausrichtung beteiligt wurden. Im Rahmen dieser Feste gab es auch erste umweltpädagogische Angebote. Unter dem Motto „Gemeinsam machen wir Bilderstöckchen-Süd schöner“ finden seit einigen Wochen punktuelle Befragungen der Bewohner*innen nach „geliebten“ und „ungeliebten“ Or- ten statt. Ziel ist, gemeinsam mit der Nachbarschaft drei ungeliebte Orte auszuwählen und diese ggfs im Abgleich mit „geliebten“ Orten zu optimieren. Die Einrichtung einer Fahrradreparaturwerkstatt ist zusammen mit den Wohnungsgesellschaf- ten und anderen Akteuren vor Ort in Planung. Wie in allen ausgewählten Quartieren findet die „Hallo Nachbar“-Initiative auch in Bilderstöckchen gute Akzeptanz und Erfolge sind direkt spürbar. Dies zeigt erkennbar den hohen Bedarf an solchen Angeboten. Nach derzeitigem Sachstand läuft die städtische Finanzierung nach 15 Jahren in 2023 aus. Die Verwaltung prüft derzeit Möglichkeiten der Weiterführung. Wegen der Pandemie konnten die Erweiterungen in den drei neuen Quartieren erst in 2021 konkret anlaufen, so dass insbesondere für diese Bereiche eine weitere finanzielle Unterstützung essentiell wäre, um eine Verstetigung der An- gebote dort zu sichern. Gegebenenfalls müssen neue Quellen zur finanziellen Unterstützung gefun- den werden. Weitere Informationen: https://www.hallonachbar.koeln/; hier findet sich ebenfalls ein Extra-Blog zu Bilderstöckchen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2809/2022
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 26.08.2022
- Erstellt
- 25.08.2022 16:46