0400/2018
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Umgestaltung der U-Bahnhaltestelle "Reichenspergerplatz" (Az.: 02-1600-104/17)
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/69/690/1 Vorlagen-Nummer 0400/2018 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Umgestaltung der U-Bahnhaltestelle "Reichenspergerplatz" (Az.: 02-1600-104/17) Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt dem Petenten für seine Eingabe, spricht sich jedoch dagegen aus, die Stadtbahnhaltestelle Reichenspergerplatz zeitnah barrierefrei zu gestalten, um somit die vom Verkehrsausschuss beschlossene Prioritätenreihung bei Aufzugsnachrüstungen und Bahnsteiganhe- bungen einzuhalten. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 19.04.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Laut Bürgereingabe vom 03.07.2017 nach § 24 GO (Umgestaltung der U-Bahnhaltestelle "Rei- chenspergerplatz" / Az.: 02-1600-104/17) wird beantragt, dass die Stadtbahnhaltestelle Reichensper- gerplatz zeitnah barrierefrei hergerichtet wird und die Fahrtreppen regelmäßig gewartet werden sol- len. Sollte dies nicht möglich sein, sind Hilfsmittel wie Schiebehilfen für Kinderwagen und Rollstühle anzubringen. Stellungnahme der Verwaltung Die Stadtbahnhaltestelle Reichenspergerplatz wurde, wie auch andere ältere Stadtbahnhaltestellen früher ohne Aufzüge gebaut. Erst seit den 80er Jahren werden die unterirdischen Stadtbahnhaltestel- len barrierefrei ausgebaut. Ältere Stadtbahnanlagen werden seitdem schrittweise mit Aufzügen nach- gerüstet. Erste Projekte waren u. a. die Aufzugsnachrüstungen an den Stadtbahnhaltestellen Post- straße, Florastraße und Hans-Böckler-Platz sowie nachfolgend die Stadtbahnhaltestellen Ebertplatz, Bf. Deutz/Messe und Neusser Straße/Gürtel. Derzeit werden die Stadtbahnhaltestellen Kalk Post und Vingst nachgerüstet. Am 14.06.2016 hat der Verkehrsausschuss der Stadt Köln eine aktualisierte Prioritätenliste zu Bahn- steiganhebungen und Aufzugsnachrüstungen für Stadtbahnanlagen beschlossen. Die darin aufge- führte Prioritätenreihung wurde auch in den betroffenen Bezirksvertretungen beraten. Diese Liste ist für die Verwaltung die Arbeitsgrundlage für Maßnahmen zur barrierefreien Haltestellennachrüstung. Die Reihenfolge der dort aufgeführten Maßnahmen richtet sich in erster Linie nach den Ein- und Aus- steigerzahlen. So weist beispielweise die Verknüpfungshaltestelle Friesenplatz ca. 47.000 Ein- und Aussteiger am Tag auf, die Stadtbahnhaltestelle Reichenspergerplatz jedoch nur ca. 6.800. Als nächste Aufzugsnachrüstung ist nach der Prioritätenliste die Stadtbahnhaltestelle Lohsestraße vorge- sehen. Die barrierefreie Nachrüstung der Stadtbahnhaltestelle Reichenspergerplatz ist der Kategorie „Weitere Maßnahmen“ zugeordnet. Die Realisierung ist derzeit nicht terminiert und vom Projektfort- schritt der höher priorisierten Nachrüstungen abhängig. Die in der Bürgereingabe vorgeschlagenen Schiebeschienen sind für Rollstuhlfahrer oder Rollatoren- Nutzer jedoch ungeeignet. Das Neigungsverhältnis der Treppen und somit der Schienen ist hierfür viel zu steil und würde die laut Richtlinie vorgeschriebenen 6 % um ein Vielfaches überschreiten. Eine solche Lösung ist gefahrenreich und kann nicht weiter verfolgt werden. Die Fahrtreppen der Stadtbahnhaltestellen werden regelmäßig geprüft und gewartet. Dass die Fahrtreppen am Reichenspergerplatz dennoch zeitweise stillstehen, liegt unter anderem an der mut- willigen Betätigung der Nothalteinrichtung. Auf Grund des hohen Alters der Fahrtreppen verfügen diese noch nicht über eine technische Vorkehrung die es ermöglicht, dass die Fahrtreppe selbststän- dig nach einer mutwilligen Betätigung des Nothalts wieder in Betrieb geht. Dies kann nur durch Per- sonal vor Ort erfolgen. Leider kann derzeit nur auf die Nutzungsmöglichkeit der angrenzenden barrierefreien Stadtbahnhal- testellen Breslauer Platz und Zoo/Flora hingewiesen werden. Eine zusätzliche Möglichkeit wäre durch 3 die Nutzung der Buslinie 140 gegeben. Inwieweit dies eine Alternative darstellt, ist jedoch abhängig von dem gewünschten Ziel. Anlage
Bürgerantrag_anonymisiert
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An die ® St, Fr Bezirksvertretung Innenstadt zu adt Köln Hd. Herrn Bezirksbürgermeister Hupke Eingang ( $, : Bezirksrathaus Köln-Innenstadt gang U 6, Juli 2017 Ludwigstr. 8 50667 Köln Der Bezirksbürgermelster Bezirksrathaus Innenstadt An den Vors. des Verkehrsausschusses der Stadt Köln Bürgermeister Andreas Wolter Historisches Rathaus 50667 Köln Köln, den 3. Juli 2017 Antrag Die Seniorenvertretung des Bezirks Köln Innenstadt beantragt die KVB zu beauftragen die U- Bahnhaltestelle Köln-Reichenspergerplatz familien-, behinderten- und seniorenfreundlich zu gestalten und die Verwaltung der Stadt gleichzeitig in der Weise einzubinden, dass die in ihrer Verantwortung liegenden Anbindungen an die Straßenebene ebenfalls zeitnah umgesetzt werden. Sollte eine zeitnahe Umsetzung dieser Maßnahme aus technischen Gründen nicht möglich sein, so sollen KVB und Stadt beauftragt werden kurzfristig Ersatzmaßnahmen, wie „Schiebeschienen“ für Kinderwagen und Rollstühle einzurichten. Gleichzeitig wird die KVB beauftragt die Rolltreppen regelmäßig zu warten, so dass sie nicht ständig stillstehen. Begründung Seit vielen Jahren ist die Haltestelle für Senioren, Behinderte und auch Familien mit Kleinkindern (Kinderwagen) aber auch für Reisende mit schwererem Gepäck ein extremes Ärgernis. Der Zustand dieser Haltestelle gewährleistet in keiner Weise einen barrierefreien Zugang. Die Bürger der umliegenden Wohnviertel kritisieren diesen Zustand schon seit langer Zeit. Leider haben sich weder KVB noch die zuständigen Ämter der Stadtverwaltung bisher für eine Veränderung der unzumutbaren Situation offen gezeigt oder gar einen verbindlichen Zeitplan für den Umbau der Station vorgelegt. Immer wieder wird auf den inzwischen erfolgten Bau eines Aufzugs an der Station Ebertplatz verwiesen. Der Weg von der Haltestelle Reichenspergerplatz zum Ebertplatz entlang der viel befahrenen Riehler Str. oder durch die zum Teil gepflasterten Straßen des Agnesviertels ist für Rollstuhlfahrer, Rollatorfahrer bzw. auch für Kinderwagennutzer auf Dauer nicht zumutbar und steht im krassen Widerspruch zum Anspruch der Stadt Köln Barrierefreiheit und öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Darüber hinaus wird die Haltestelle auch von vielen stadtfremden Besuchern benutzt, die u.a. die anliegenden Behörden, wie das Oberlandesgericht besuchen. Für diese ist diese Haltestelle sicher keine Werbung für die öffentlichen Verkehrsbetriebe der Stadt Köln. Köln, den 3. Juli 2017
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (10)
- Ludwigstraße 8
- Riehler Straße
- Florastraße
- Neusser Straße
- Reichenspergerplatz
- Ebertplatz
- Breslauer Platz
- Hans-Böckler-Platz
- Friesenplatz
- Lohsestraße
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Details
- Aktenzeichen
- 0400/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 20.03.2018
- Erstellt
- 01.02.2018 10:52