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1070/2024

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP Fraktion vom 29.02.2024 aus der Sitzung des Verkehrsauschusses am 05.03.2024 betreffend "Auswertung des Projektes Parkpilot in Nippes", AN/0308/2024

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 27.03.2024

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 23.04.2024

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4527 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/64 
 
Vorlagen-Nummer 27.03.2024 
 1070/2024 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Verkehrsausschuss 23.04.2024 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP Fraktion vom 29.02.2024 aus der 
Sitzung des Verkehrsauschusses am 05.03.2024 betreffend "Auswertung des Projektes 
Parkpilot in Nippes"; AN/0308/2024 
Die FDP Fraktion bittet um Beantwortung folgender Fragen: 
 
Frage 1:  
 
„Wie bewertet die Stadtverwaltung die Ergebnisse des Projekts „Parkpilot“ und welche 
Schlussfolgerungen zieht sie daraus aus?“  
 
Antwort der Verwaltung  
 
Das von der RheinEnergie AG im Umfeld der Klimastraße realisierte Projekt zum Parkpilot 
Nippes ist ein Beispiel für eine mögliche SmartCity Anwendung zur Verbesserung der Parksi-
tuation, deren Nutzung und die Minimierung der Parksuchverkehre. 
Innerhalb der Projektlaufzeit war die Repräsentativität durch Corona-Einflüsse verfälscht. Es 
konnte keine finanziell selbsttragende Anwendung etabliert und für zeitnahe Ausweitung dar-
gestellt werden, so dass für eine künftige Anwendung eine Kostentragung durch die Stadt ge-
genüber der RheinEnergie AG in Rede stand.  
Nach einer Projektbetrachtung hat die Anwendung mit dem ca. 800 erfasste Stellplätze um-
fassenden Areal bezüglich der Verminderung des Parksuchverkehrs und der Ausnutzung des 
Parkraumes positive Effekte entfaltet. Hierbei wurde im dortigen Parksuchverkehr eine Reduk-
tion der Parksuchzeit um ca. 45 %, eine Reduktion der gefahrenen Distanzen um ca. 41 % 
und eine Steigerung der Auslastung von öffentlichen Parkplätzen von ca. 85% auf 92 % 
(werktags) erreicht. Die ursprüngliche Fahrtweite für Suchfahrten lagen vorher bei etwa 900 m 
im Mittel. 
Die Verwaltung bewertet das Projekt nach Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten als noch optimie-
rungsfähig. Die Vermeidung von Parksuchverkehren mit den Möglichkeiten der Digitalisierung 
liegt durchaus im Interesse der Stadt. Die Verwaltung empfiehlt daher, die im Projekt gewon-
nenen Erkenntnisse zu Technologie und Verkehrsverhalten im Bearbeitungsprozess des 
nachhaltigen Mobilitätsplans Köln (kurz SUMP - Sustainable Urban Mobility Plan - genannt) 
als mögliche Handlungsoption für die Zukunft aufzugreifen. 
 
Frage 2: 
 
„Wie waren die Auswirkungen auf den Parksuchverkehr und damit auf Lärm und Ausstoß von 
Luftschadstoffen?“ 
 
Antwort der Verwaltung

2 
 
 
Eine vollständige und abschließende Evaluation zu den Auswirkungen bezüglich der 
Lärmemissionen und Luftschadstoffemissionen liegt der Stadt nicht vor. Der Minderung der 
Fahrleistung, insbesondere in den nachgeordneten Quartiersstraßen, ist eine positive Wirkung 
zu unterstellen, wobei dort keine Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte bekannt sind.  
 
Frage 3: 
 
„Inwieweit ist die Stadt an einer Fortsetzung und Ausweitung des Projekts interessiert und 
welche rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten sind dafür vorhanden?“  
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Das Projekt war seitens der RheinEnergie AG ohne Zusage einer Fortfinanzierung seitens der 
Stadt initialisiert worden. Eine Kostentragung bei und durch die RheinEnergie AG konnte nicht 
erreicht werden, so dass von dort der Fortbetrieb unter Zuschusszahlung der Stadt alleine für 
den Pilotbereich in Höhe von rd. 80.000 € /Jahr angeboten wurde. Entsprechende konsumtive 
Haushaltsmittel waren für die Jahre 2023 und 2024 nicht eingeplant und stehen auch im Be-
reich der Ämter im Dezernat für Mobilität nicht zur Verfügung. Falls die Technologie für künf-
tige Anwendungsfelder zur Anwendung gebracht werden soll (s. Beantwortung zu Frage 1) ist 
deren Finanzierung über Ansätze im Haushaltsplan sicherzustellen.  
 
Frage 4: 
 
„Wieviel CO2 ließe sich theoretisch einsparen, wenn dieses System flächendeckend in allen 
dicht besiedelten Stadtteilen mit Parkplatzmangel zur Verfügung stünde?“ 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Eine Angabe zu möglicher CO2 Einsparung wurde konkret in dem Projekt nicht ermittelt.  
Nach einer Berechnung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) beträgt der vermeidba-
rer Parksuchverkehr im Jahr mit Hilfe der Technologie im Projektgebiet zwischen 550.000 – 
700.000 km. Bei einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß bei einem PKW von 109,6 g / km be-
trägt die theoretische Einsparung zwischen 60,28 – 76,72 t. CO2 / Jahr. Aufgrund der jeweils 
unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Quartieren kann diese auch nicht aus dem 
Projekt für eine gesamtstädtische Angabe hochgerechnet werden. 
 
 
Gez. Egerer

Beratungsverlauf (1)

23.04.2024 Verkehrsausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1070/2024
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
27.03.2024
Erstellt
21.03.2024 13:07