0885/2020
Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk Lindenthal
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Anlage 1 - Tödliche Verkehrsunfälle
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Anlage Datum Zeit Bezirk Straße Beteiligung (Alter) Folgen Ursac he 15.01.2019 18:53 Sülz Luxemburger Straße/Wittekindstraße StraB (48) - F (27) 1 T (27), 1 SV (48), 2 LV StraB kollidiert mit F, die die Gleise überschritt 16.03.2019 06:32 Lindenthal Lindenthalgürtel/Gleueler Straße F (64) - Lkw (57) 1 T (64) F überquert Straße entgegen Rotsignal und wird von Lkw erfasst. 16.04.2019 09:30 Lindenthal Bachemer Straße 29 - 33 F (74) - Pkw (45) 1 T (74) Bei Überqueren eines Zebrastreifens wird F von Pkw erfasst. 02.06.2019 16:33 Lövenich Brauweiler Straße 64 Pkw (77) 1 T (77) Alleinunfall - Pkw-Fahrer verliert Kontrolle über das Fahrzeug und kollidert mit einer Hauswand. 02.07.2019 22:43 Müngersdorf Militärringstraße - rund 300 Meter vor dem Gregor-Mendel- Ring Pkw (19) 1 LV (19), 1 T (17) Pkw-Fahrer verliert Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidiert mit Mittelplanke, Beifahrerin wird bei dem Unfall getötet 14.09.2019 18:05 Weiden Aachener Straße 1407 F (22) - StraB (34) 1 T (22) - 1 LV (34) F achtet nur auf ihr Handy, betritt Gleisbereich trotz Rotsignal und wird von StraB erfasst R - Radfahrende Person T - Getöte/r F - zu Fuß gehende Person LV - Leichtverletzte/r StraB - Straßenbahn Krad - Motorrad Tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk Lindenthal
Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/660/1 660/12 Vorlagen-Nummer 0885/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 04.05.2020 Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk Lindenthal Im Jahr 2019 wurden für den Stadtbezirk Lindenthal keine Unfallhäufungsstellen nach der Einjahres- betrachtung gemeldet. Im Zuge der Dreijahresbetrachtung wurden drei Kreuzungen registriert. Die tödlichen Verkehrsunfälle, die sich im Jahr 2019 ereigneten, sind in der Anlage aufgelistet. Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung vom 11.03.2008 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der Einjahresbetrach- tung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Katego- rie 1 – 4 des gleichen Typs ereignen. Sobald dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung eines Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen. Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt: Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadenunfälle Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt, zusammen und entscheidet – meistens unter direkter Beteiligung der Bezirksregierung – über Maßnahmen, die zur Reduzierung der Unfälle geeignet sind. Neben diesen Einjahresbetrachtungen meldet die Polizei grundsätzlich seit dem 01.01.2018 Unfälle nach der Dreijahresbetrachtung. Bei dieser Betrachtung sind die Richtwerte für die Meldung als Unfallhäufung sehr niedrig angesetzt. Treten beispielsweise in einem Knoten innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle auf, bei denen Radfah- rende oder zu Fuß Gehende leicht verletzt wurden, führt diese Zahl – unabhängig von den Ursachen oder von der Verkehrsbelastung – zur Meldung. Eine Meldung innerhalb der Dreijahresbetrachtung erfolgt ebenfalls, wenn innerhalb dieses Zeitraums in einem Knoten drei Verkehrsteilnehmende schwer verletzt oder getötet wurden. Im Jahr 2019 wurden für den Stadtbezirk Lindenthal die folgen- den Kreuzungen im Zuge der Dreijahresbetrachtung gemeldet: - Sülzgürtel/Berrenrather Str. (Sülz), - Innere Kanalstraße/Aachener Straße/Universitätsstraße (Lindenthal), - Universitätsstraße/Dürener Straße (Lindenthal). 2 Alle genannten Kreuzungen wurden durch die Unfallkommission Köln besichtigt und in der Unfall- kommission mit einem Vertreter des Fahrradbeauftragten besprochen. Bei dem Knoten Sülzgürtel/Berrenrather Straße beruhte das Unfallgeschehen in erster Linie auf Feh- lern beim Rechtsabbiegen, ereignete sich aber in unterschiedlichen Bereichen des Knotens. Ein 68jähriger Radfahrer wurde schwer verletzt, als er das Gleichgewicht verlor und aus dem Stand auf die Fahrbahn stürzte. Bei der Prüfung der Kreuzung konnten keine besonderen Auffälligkeiten und damit keine zielgerichteten Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit festgestellt werden. Wegen der anstehenden Umplanung wurde die Planungsabteilung des Amtes für Straßen und Ver- kehrsentwicklung über die aufgetretenen Unfälle informiert, damit sie bei der Planung nach Möglich- keit berücksichtigt werden können. Im Bereich der Kreuzung Innere Kanalstraße/Aachener Straße/Universitätsstraße ereigneten sich verschiedene Unfälle im Bereich des Rechtsabbiegers von der Aachener Straße auf die Universitäts- straße in Fahrtrichtung Dürener Straße. Rechtsabbiegende Pkw-Fahrende kollidierten hier mit Rad- fahrenden, die den geradeaus führenden Radweg in Richtung Ehrenfeld befuhren. Weitere Unfälle ereigneten sich auch im Bereich des frei fließenden Rechtsabbiegers von der Aachener Straße in die Innere Kanalstr. Hier kollidierten Rechtsabbiegende mit Radfahrenden, die den begleitenden Radweg der Inneren Kanalstr. befuhren. Wegen dieser Unfälle wurde dem Knoten eine Priorisierung bei der Prüfung zu dem Rückbau der frei fließenden Rechtsabbieger eingeräumt, die derzeit stadtweit durch- geführt wird. Wegen weiterer Unfälle, bei denen geradeaus fahrende Radfahrende auf dem begleitenden Radweg der Universitätsstraße in Fahrtrichtung Zoobrücke von rechtsabbiegenden Autofahrenden in die Aachener Straße in Richtung Innenstadt erfasst wurden, prüft das Amt für Verkehrsmanagement, ob den Radfahrenden hier ein Vorlauf eingerichtet werden kann. In diesem Fall würden sie kurz vor den Autofahrenden das Grünsignal erhalten und würden somit schneller in deren Blickfeld geführt. Bei der Einmündung Universitätsstraße/Dürener Straße ereignete sich das gesamte Unfallgeschehen im Bereich der signalisierten Querung über die Universitätsstr. Im östlichen Querungsbereich war das Unfallgeschehen darauf zurückzuführen, dass Radfahrende das Rotsignal missachten, da sie wegen der Abbindung der Verbindungsstraße zum Aachener Weiher nicht mit Querverkehr rechnen. Am westlichen Querungsbereich missachteten sowohl Radfahrende bei Überfahren der Furt als auch Pkw-Fahrende im Querverkehr die Signalisierung. Dieser Bereich wird – insbesondere im Zusam- menhang mit der Radfahrerführung – überplant. Sofortige Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssi- cherheit waren nicht ersichtlich. Im Jahr 2018 waren in Lindenthal sechs tödliche Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Die Unfälle im Be- reich der Luxemburger Straße/Wittekindstraße, des Lindenthalgürtels/Gleueler Straße, der Bachemer Straße 29-33 und der Aachener Straße 1407 wurden durch die Unfallkommission vor Ort geprüft. In der Bachemer Straße wurde die Beschilderung des Zebrastreifens optimiert und die Verkehrsüberwa- chung um verstärkte Kontrolle der parkenden Fahrzeuge gebeten. Angemessene zielgerichtete Maß- nahmen, durch die die Unfälle hätten verhindert werden können, waren sonst nicht ersichtlich. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Signalisierung im Bereich der Luxemburger Stra- ße/Wittekindstraße gelegt, da in den Medien mehrfach von Fehlfunktionen berichtet wurde. Entspre- chende Hinweise konnten aber vor Ort nicht festgestellt werde. Im Umfeld der Aachener Straße 1407 veranlasste die Unfallkommission – unabhängig von diesem Unfall – die Versetzung einer Werbetafel, um so die Sicht der KVB-Fahrerinnen und –Fahrer auf den Querungsbereich zu verbessern. Die an- deren Unfälle wurden in der Unfallkommission ebenfalls besprochen. Hier kam das Gremium zu dem Urteil, dass sie durch menschliche Fehler verursacht und mit verkehrstechnischen Maßnahmen nicht zu verhindern gewesen wären. Anlage: Aufstellung der tödlichen Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk 3
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0885/2020
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 26.03.2020
- Erstellt
- 17.03.2020 13:39