AN/1300/2022
Armut in Köln: Wie ist die Lage bei der Kölner Tafel?
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SPD Anfrage nach § 4
3314 Zeichen
An den Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren Daniel Bauer-Dahm An Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 21.07.2022 AN/1300/2022 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.08.2022 Armut in Köln: Wie ist die Lage bei der Kölner Tafel? Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Vorsitzender, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung am 18.08.2022 aufzunehmen: Wie in vielen Städten trägt auch die Tafel in Köln und die dort ehrenamtlich Engagierten wesentlich dazu bei, dass bedürftige Menschen Unterstützung und eine Linderung ihrer sozialen Notlage erhal- ten. Davon profitieren insbesondere Arbeitsuchende, Alleinerziehende, Geringverdienende, Seni- ori*nnen in Altersarmut und Geflüchtete. Im Rahmen der Folgen des Kriegs gegen die Ukraine wurde in den vergangenen Wochen bekannt, dass viele Tafeln in NRW unter Druck geraten sind. Zudem hat sich die Zahl der Bedürftigen, die auf die Spenden der Tafeln angewiesen sind, infolge der Inflation und der gestiegenen Lebensmittelprei- se stark erhöht. Auch viele Ukraine-Flüchtlinge, die in Deutschland Zuflucht vor dem Krieg gesucht haben, sind auf Unterstützung angewiesen. So entsteht eine erheblich vergrößerte Nachfrage nach den Lebensmitteln der Tafeln. Diese haben selbständig bereits auf ihre Lage aufmerksam gemacht. Auch der Chef des Tafel-Dachverbandes, Jochen Brühl, hat ausdrücklich erklärt, die Tafeln seien am Limit und vom Sozialstaat gefordert, sei- ner Aufgabe nachzukommen, dass alle Menschen genügend zu Essen haben. Ebenfalls bekannt wurden Aufnahmestopps, die kommunale Tafelverbände aus diesen Gründen etwa in Essen, Düsseldorf oder Duisburg verhängt haben. Das liegt wohl auch daran, dass zuletzt weniger übriggebliebene Lebensmittel von Supermärkten an die Tafeln gespendet worden sind. Es gibt aber auch Berichte, wonach sich viele, vor allem ältere Ehrenamtliche im Zuge der Corona-Pandemie aus Selbstschutzgründen aus der viele menschliche Kontakte beinhaltenden Arbeit zurückgezogen haben. Teilweise konnten Tafeln in der Vergangenheit Großspenden, etwa von Unternehmen, nicht entge- gen nehmen, weil ihnen die Lagerkapazitäten fehlten. Darum hat das Land NRW für den Logistik- und Lagerbereich der Tafeln des Landes bereits Fördergelder vergeben. - 2 - Die SPD-Fraktion möchte aus diesen Gründen von der Verwaltung wissen: 1.) Was weiß die Verwaltung über die Lage der Kölner Tafel? 2.) Hat die Verwaltung Kenntnisse darüber, wie sich der Kreis der von der Tafel unter- stützten Menschen zuletzt entwickelt hat? 3.) Sind Pläne für einen Aufnahmestopp gegenüber neuen Bezieher*innen der Lebens- mittel der Tafeln oder sonstige Beschränkungen der Verwaltung bekannt? 4.) Plant die Verwaltung, die Kölner Tafel in irgendeiner Weise zu unterstützen und so möglicherweise drohende Ausfälle der Versorgung Bedürftiger zu vermeiden? Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1300/2022
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 21.07.2022
- Erstellt
- 21.07.2022 12:33