0482/2026
Jahresbericht 2024 der Feuerwehr Köln
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle I/37 Vorlagen-Nummer 23.02.2026 0482/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 26.02.2026 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 09.03.2026 Jahresbericht 2024 der Feuerwehr Köln Die Feuerwehr Köln informiert mit dem beigefügten Jahresbericht 2024 über das vielfältige Einsatzspektrum, die Leistungen, Herausforderungen und Entwicklungen der Feuerwehr Köln. Gez. Blome
Anlage 1 - Jahresbericht 2024
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Feuerwehr Köln Jahresbericht 2024 1 Zahlen 2024 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Einsatzjahr 2024 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Fußball-Eu ropameisterschaft 2024 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Rettungsdienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Ausstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Technik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 Aus- und Fortbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Freiwillige Feuerwehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 Jugendfeuerwehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 Meldungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 Abteilungen – Stabsstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 Zahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Z ahlen 2024 Stadt Köln S tadtbezirke 9 Stadtteile 86 Stadtgebiet 40 .501 h a Rheinbrücken 8 Größte Ausdehnung/km Ost-West 27,6 km Nord-Süd 28,1 k m Gesamtumfang des Stadtgebietes rund 130 km Rheinufer Rheinuferlänge linksrheinisch 40 k m Rheinuferlänge rechtsrheinisch 27,3 km Einwohner (31 .12 .20 24) Einwohnerzahl 1 .097 .519 Einwohnerzahl linksrheinisch 692 .694 Einwohnerzahl rechtsrheinisch 404 .825 Einwohnerzahl je Hektar 27 Straßen Straßennetz gesamt 3 .161 k m Längste Straße/Militärringstraße 21,3 km Kürzeste Straße/Tipsgasse 16 m Höchste Gebäude Colonius-Fernmeldeturm 268 m Kölner Dom 157 m Axa-Hochhaus 155 m MediaPark KölnTurm 148 m 2 Zahlen 2024 3 Alarm Brandschutz 5 .970 Alarm Technische Hilfe 11 .0 29 Alarm Rettungsdienst 211 .0 67 Alarm Heimrauchmelder 759 Alarm Luftrettung 2 .122 Alarm Wasserrettung 87 Alarm Höhenrettung 137 Alarm Rüstzüge 130 Alarm ABC 1 .0 48 Alarm ATF 29 Alarm Lösch- und Rettungsboote 119 Alarm zu Tieren 1 .118 Notrufe 322 .101 Durchgeführte Reanimationen 837 Gerettete Menschen 907 Zahlen 2024 L iebe Leser*innen, die Feuerwehr Köln steht seit jeher für Verlässlichkeit, Kompetenz und Einsatzbe- reitschaft – Werte, die auch im Jahr 2024 wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurden. Als Stadtdirektorin und zustän - dige Dezernentin für die Feuerwehr ist es mir ein besonderes Anliegen, diesen Jahres bericht mit einem herzlichen Dank zu eröffnen. Das vergangene Jahr war geprägt von vielfältigen Herausforderungen: von be- sonderen Wetterlagen, einer Fußball-Euro- pameisterschaft, Großereignissen, aber auch von neuen Anforderungen durch den technischen und gesellschaftlichen Wan - del. In all diesen Situationen hat die Feuer- wehr Köln ihre Stärke bewiesen – mit hoher Professionalität, großem Engagement und einem klaren Bekenntnis zum Schutz und zur Sicherheit der Kölner*innen. Besonders hervorheben möchte ich die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuer- wehr. Dieses Miteinander ist nicht nur Aus- druck gelebter Solidarität, sondern auch ein wesentlicher Pfeiler der Gefahren - abwehr in unserer Stadt. Der Jahresbericht 2024 gibt Einblick in die vielfältigen Aufgaben, Einsätze und Ent- wicklungen innerhalb der Feuerwehr Köln. Mein Dank gilt allen haupt- und ehren- amtlichen Kräften der Feuerwehrfamilie. Ihr täglicher Einsatz – oft unter hohem persönlichem Risiko – verdient unser aller Anerkennung und Respekt. Mit Stolz und großer Wertschätzung blicke ich auf das Geleistete und bin überzeugt: Die Feuerwehr Köln ist für die Zukunft gut aufgestellt – engagiert, modern und menschlich nah. Ihre Stadtdirektorin, Andrea Blome © Rheinisches Bildarchiv/Sabrina Walz Liebe Leser*innen, die Feuerwehr Köln blickt auf ein ereignis - reiches Jahr 2024 zurück. Wie bereits in den Jahren zuvor standen wir auch diesmal vor vielfältigen Herausforderungen – und haben sie mit großem Engagement, hoher Fachkompetenz und bemerkenswerter Ein- satzbereitschaft gemeistert. Dieser Jahresbericht ist weit mehr als eine Sammlung von Zahlen, Statistiken und Fak- ten. Er spiegelt die tägliche Arbeit von über 3.600 engagierten Kolleg*innen und Kame - rad*innen wider – aus der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr sowie dem Ret- tungsdienst und der Verwaltung. Er zeigt, was unsere Organisation ausmacht: Team- geist, Verlässlichkeit und der unermüdliche Wille, für die Menschen in Köln da zu sein – rund um die Uhr, an 365 Ta gen im Jahr. 2024 war geprägt von einer Reihe bedeu- tender Einsätze, von Extremwetterlagen bis hin zu komplexen Technischen Hilfe- leistungen. Auch die Weiterentwicklung unserer Strukturen und die strategische Ausrichtung standen im Fokus – etwa mit Blick auf den Ausbau der digitalen Ein sa tz- unterstützung, die Stärkung der Resilienz unserer Einheiten oder die Förder un g des Ehrenamtes. Ich danke allen Mitgliedern der Feuerwehr Köln herzlich für ihren täglichen Einsatz, ihre Verlässlichkeit und ihr Verantwortungs- bewusstsein. Mein Dank gilt auch den poli tischen Gremien und der Stadtspitze für die kontinuierliche Unterstützung unserer Arbeit. Mit diesem Jahresbericht legen wir Rechen - schaft ab – aber vor allem zeigen wir: Die Feuerwehr Köln steht für Sicherheit, Kom- petenz und Menschlichkeit. Gemeinsam blicken wir zuversichtlich nach vorn – mit klarem Auftrag und starker Motivation. Ihr Leiter der Feuerwehr Kö ln, Dr. Christian Miller 4 Vorwort 5 Vorwort © Daniel Evers Einsatzjahr 2024 8 Einsatzjahr 2024 9 Einsatzjahr 2024 Alarmierungen Brandschutz 2024 5 .970 8 Alarmierungen Technische Hilfe 2024 11 .0 29 Alarmierungen Feuerwehr 2024 16 .999 © Lars Jäger 1 . Januar Silvesterbilanz 2023/24 Insgesamt hat die Leitstelle an Silvester 807 Einsätze bearbeitet. Davon waren 177 Einsätze Feuerwehr (2022: 157) und 588 Einsätze Rettungsdienst (2022: 545). Es waren mehr als 40 Einsatzfahrzeuge zusätzlich im Dienst, das Personal der Leitstelle wurde verstärkt und mehrere Einsatzkräfte befanden sich in Rufbereitschaft. Die Lösch - gruppen der Freiwilligen Feuerwehr übernahmen Sitzbereitschaften an ihren jeweiligen Standorten. 2 . Januar Ausgedehnter Kellerbrand in Mehrfamilienhaus Kurz vor Mitternacht wurde die Feuerwehr zu einem Kellerbrand in einem achtgeschos- sigen Mehrfamilienhaus in Köln-Vogelsang alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannten im Kellerbereich mehrere Verschläge. Sofort wurden Lösch- maßnahmen eingeleitet und das Mehr- familienhaus sowie das Nachbargebäude auf Rauchausbreitung kontrolliert. Die Bewohner*innen konnten sich bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicher- heit bringen. Vier Personen wurden vorsorg - lich vom Rettungsdienst betreut und konn- ten noch während des laufenden Einsatzes entlassen werden. Aufgrund seiner massiven Ausbreitung konnte das Feuer erst nach etwa eineinhal Stunden gelöscht werden. Im Anschluss wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten und Lüftungsmaßnahmen durchgeführt. Dazu mussten auch einzelne Bereiche der Hausfassade demontiert werden, um eine Brandausbreitung auszuschließen. Durch die RheinEnergie wurde zum Schutz der Bewohner*innen der komplette Keller stromlos geschaltet. Nach etwa vier Stunden war der Einsatz beendet. Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 66 Kräften und 20 Fahrzeugen im Einsatz. © Lars Jäger 1110 Einsatzjahr 2024 b 12 Einsatzjahr 2024 13 3 . Januar Ausgedehnter Wohnungsbrand – eine Person gerettet Alarmiert durch den Notruf einer aufmerk- samen Nachbarin rückten Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln gegen 11:30 Uhr zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in Raderthal aus. Noch während der Anfahrt meldeten mehrere Notrufende, dass sich noch eine eingeschlossene Person in dem Mehrfami- lienhaus befinde. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Wohnung im zweiten Obergeschoss be- reits in Vollbrand. Im dritten Obergeschoss machte eine Person durch Hilferufe am Fens ter auf sich aufmerksam. Sie wurde über die Drehleiter gerettet und anschlie - ßend vom Rettungsdienst behandelt. Parallel liefen bereits die Löscharbeiten. Weitere Einsatzkräfte kontrollierten, ob sich noch Personen im Treppenraum befanden. Aus der Brandwohnung konnten die Einsatz- kräfte außerdem einen Hund retten. Im Laufe des Einsatzes klagte ein weiterer Hausbewohner über Reizungen im Be- reich der Atemwege. Beide Patient*innen wurden nach notärztlicher Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Auch der Hund wurde durch den Tiertransportwagen zu einem Tierarzt gebracht. Für alle Pati - ent*innen bestand keine Lebensgefahr. Gegen 12 Uhr war das Feuer gelöscht. Alle Wohnungen wurden anschließend auf Rauchgase kontrolliert. Die Brandwohnung und die angrenzenden Wohnungen waren danach nicht mehr bewohnbar. Die Einsatz- stelle wurde an die Polizei übergeben. © Daniel Evers 11 . Januar Brand in einem Wohnhaus – zwei Schwerverletzte Gegen 15 Uhr wurde die Feuerwehr Köln zu einem Wohnungsbrand in die Krüth- straße nach Nippes alarmiert. Zahlreiche Anrufer*innen berichteten über einen Woh- nungsbrand mit mehreren Verletzten. Als die Rettungskräfte an der Einsatzstelle eintrafen, stießen sie auf zwei schwer ver- letzte Personen, die sofort versorgt, an den Rettungsdienst übergeben und ins Kranken- haus transportiert wurden. Die beiden brand verletzten Personen hatten sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst ins Frei retten können. Das Feuer war in einer Wohnung im Erdge- schoss ausgebrochen. Zusätzlich war auch der Treppenraum so stark verraucht, dass die Bewohner*innen der über der Brand- wohnung liegenden Wohnungen das Ge- bäude nicht gefahrlos verlassen konnten. Eine Person wurde über die Drehleiter aus dem zweiten Obergeschoss in Sicherheit gebracht. Weitere Bewohner*innen wurden in ihren Wohnungen durch die Feuerwehr betreut. Das Feuer konnte währenddessen schnell unter Kontrolle gebracht werden. e Feuerwehr und Rettungs- dienst waren mit rund 70 Kräften und 20 Fahr- zeugen im Einsatz. 19 . Januar Schnee als Flucht helfer – Panda Barney ent- kommt aus Gehege Der kleine Panda Barney ist aus seinem Gehege im Kölner Zoo ausgebüxt. Ver- mutlich hat er sich dazu Bambus zunutze gemacht, der durch den Schnee tief gebo - gen war. Am Mittwochabend war er noch in seinem zu Hause, am Donnerstag haben ihn die Tierpfleger*innen dann auf einem Baum außerhalb seines Geheges entdeckt. Da er nicht dazu zu bewegen war, diesen aus eigenem Antrieb zu verlassen, bat der Zoo schließlich die Feuerwehr um Unterstützung. Die Drehleiter der Wache aus Weidenpesch eilte zu Hilfe und animierte den Geflohenen, seinen Platz zu räumen. Die Tierpfleger fingen den kleinen Panda am Boden ein und setzten ihn unter leichtem Murren von Barney in seinem Gehege wieder aus. Der kleine Panda, der seit 2015 im Köl - ner Zoo lebt, hat sein Abenteuer gut über- standen. Die Tierpfleger fingen den Panda und setzten ihn in seinem Gehege wieder aus. 14 Einsatzjahr 2024 15 Beginn des Straßenkarnevals 2024 Weiberfastnacht Rettungsdienst und Feuerwehr waren am Wieverfastelovend 854 Mal unterwegs. An den Unfallhilfsstellen wurden insgesamt 334 Patient*innen betreut. Im Laufe des Tages waren rund 650 haupt und ehrenamtliche Kräfte des ASB, DRK, THW, der Malteser, Johanniter, DLRG, der Firma Falck sowie der Feuerwehr im Einsatz. Im Bereich des Breslauer Platzes kam es um 16:10 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einem Karnevalswagen. Die ersten Notrufe meldeten mehrere ver letzte Personen auf der Ladefläche. Vier Rettungswagen und zwei Notärzt*in nen wurden daraufhin zur Einsatzstelle ent- sandt. Zwei Personen wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus transportiert. Besonders arbeitsintensiv war die Zeit zwischen 19 und 22 Uhr, hier waren bis zu 85 Rettungsdienstfahrzeuge parallel im Einsatz. Rosenmontag Am Rosenmontag gab es 280 Einsätze, davon waren zehn Feueralarmierungen, elf Technische Hilfeleistungen und 245 Einsätze des Rettungsdienstes. Damit die Sicherheit der Feierenden ge - währleistet werden konnte, waren Einsatz- kräfte aus Dortmund und Siegen sowie aus BadenWürttemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, aus dem Fürsten - tum Monaco und Tirol in Österreich an den Unfallhilfsstellen und dem Notfallversor- gungszentrum tätig. © Lars Jäger 16 Einsatzjahr 2024 17 16 . Februar Wohnungsbrand in Köln-Mülheim – 13 Personen gerettet Um 4:19 U hr ging der erste Notruf in der Leitstelle ein. Aufgrund der Meldungen ent sandte die Leitstelle zwei Löschzüge und den Rettungsdienst mit dem Stichwort „Feuer mit Menschenrettung“ in die Tiefen - talstraße. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand eine Wohnung im ersten Obergeschoss eines Wohngebäudes in Vollbrand. Da der Treppenraum verraucht war, konnten die Bewohner*innen der oberen Etagen das Gebäude nicht mehr verlassen und machten sich auf den Balkonen bemerkbar. Die Einsatzkräfte retteten neun Personen über Leitern, vier weitere wurden über den Treppenraum in Sicherheit gebracht. Alle 13 betroffenen Personen blieben unverletzt und wurden bis zum Einsatzende in einem bereitgestellten Bus der Feuerwehr betreut. Mehrere Trupps löschten das Feuer und die Einsatzstelle wurde gegen 6:50 U hr an die Polizei übergeben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufge - nommen. Durch das Feuer war das Gebäude vorüber- gehend unbewohnbar, sodass die Bewoh- ner*innen durch das Amt für Wohnungswe- sen in anderen Einrichtungen untergebracht wurden. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 50 K räften und 18 F ahrzeugen im Einsatz. 23 . Februar Alles für die Katz – Rettung aus einem Schacht Eine Katze verirrte sich auf einer Deponie in Köln-Poll trotz Abdeckung in einen Schacht und saß auf einem etwa 20 Z entimeter breiten Vorsprung fest. Als die Mitarbei- ter*innen der Deponiegesellschaft nicht helfen konnten, holten sie die Tierrettung Porz zu Hilfe, die wiederum gegen 21:15 U hr die Feuerwehr um Unterstützung baten. Da die Katze in etwa sechs bis acht Metern Tiefe festsaß, seilte sich ein Höhenretter ab und versuchte die nicht ganz so begeis - terte Katze zunächst mit einem Kescher einzufangen. Statt in den Kescher sprang die Katze dann aber noch tiefer und landete auf dem Schachtboden im Wasser. Der Höhenretter seilte sich daraufhin er- neut zur Katze ab und konnte sie mit Spe - zialhandschuhen schließlich im Kescher „sichern“. Mit einem zweiten Seil wurde die Katze zusammen mit ihrem Retter nach oben gezogen. Die zwar nasse, aber unver- letzte Katze wurde anschließend ins Tier- heim gebracht. Da die Katze in etwa sechs bis acht Metern Tiefe festsaß, seilte sich ein Höhenretter ab und versuchte die nicht ganz so begeis- terte Katze zunächst mit einem Kescher einzufangen. © Lars Jäger 18 Einsatzjahr 2024 19 25. März Alleinunfall eines Kleintransporters – ein Schwerverletzter Gegen 15:45 Uhr wurde auf der Wahner Straße in Zündorf ein Verkehrsunfall gemel- det. Aufgrund mehrerer Anrufe sowie des Notrufs des automatischen Notrufsystems eCall entsandte die Leitstelle Einsatzkräfte und -mittel gemäß dem Alarmierungsstich - wort „Person eingeklemmt“. Ein Kleintrans - porter war von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt, der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Nach einer ersten medizinischen Versor- gung durch den Rettungsdienst wurde der Patient durch die Feuerwehr nach rund 30 Minuten aus dem Kleintransporter be- freit. Anschließend wurde der Schwerver- letzte mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 3“ ins Krankenhaus geflogen. 29. März Feuer in einer Tiefgarage in Ehrenfeld Die Brandmeldeanlage einer Tiefgarage in der Vogelsanger Straße lief an Karfreitag um 11:52 Uhr in der Leitstelle auf. Als die Kräfte an der Einsatzstelle eintrafen, meldeten Augenzeugen, dass ein Motorrad im 2. Untergeschoss der Tiefgarage brenne. Daraufhin wurde das Einsatzstichwort er- höht und weitere Fahrzeuge zur Einsatz- stelle entsandt. Mehrere Trupps waren in der weitläufigen Tiefgarage für die Löscharbeiten eingesetzt. Aufgrund der ausgedehnten Verrauchung mussten zahlreiche Zugänge kontrolliert und abgesperrt werden. Anschließend erfolgten umfangreiche Be - lüftungsmaßnahmen, u. a. wurde dazu auch das LUF (Löschunterstützungsfahrzeug) eingesetzt. Das LUF ist mit einem Hochleistungslüfter ausgestattet und kann per Fernsteuerung (Reichweite bis zu 300 Meter) mit seinem Kettenantrieb auch dort eingesetzt wer- den, wohin Einsatzkräfte aufgrund enormer Hitze entwicklung und/oder massiver Ver- rauchung nicht mehr vordringen können. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit rund 60 Kr äften und 18 Fahrzeugen im Einsatz. © Lars Jäger 20 Einsatzjahr 2024 21 9 . Mai Wohnungsbrand in Bocklemünd – elf Personen gerettet Am Donnerstagnachmittag brannte es in einer Wohnung in Bocklemünd. Gegen 15:30 Uhr meldeten mehrere Notrufende eine starke Rauchentwicklung aus der ers- ten Etage eines Mehrfamilienhauses. Die Anrufer*innen berichteten, dass sich noch mehrere Personen in der Brandwohnung befinden sollen. Die Feuerwehr eilte mit zwei Löschzügen zum Einsatzort. Dort eingetroffen retteten die Einsatzkräfte sechs Kinder und drei Er- wachsene über die Drehleiter und tragbare Leitern. Gleichzeitig wurde mit den Lösch arbeiten begonnen. Entgegen den ersten Meldungen war die Brandwohnung leer. Im Verlauf der Lösch- arbeiten wurden ein weiterer Erwachsener und ein Säugling durch den Treppenraum in Sicherheit gebracht. Das Feuer selbst konnte schnell gelöscht werden. Die elf ge - retteten Personen wurden an der Einsatz - stelle vom Rettungsdienst gesichtet, zehn von ihnen wurden ins Krankenhaus trans- portiert. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 50 Kräften und 20 Fahrzeugen im Einsatz. 18 . Mai Kohlenmonoxidvergiftung nach einem Rave Um 1:47 Uhr wählte eine Feiernde den Notruf, weil ihre Freundin plötzlich zusammengebrochen war. Ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug wurden daraufhin zur Einsatzstelle an einer alten Befestigungs/Bunkeranlage entsandt. Als die Einsatzkräfte die Location betraten, sonderten ihre mitgeführten Kohlenmon oxid- Warngeräte einen Alarm aus. Sie zeigten an, dass es einen massiv erhöhten COWert in der Umgebungsluft gab. Dieser Messwert bedeutet eine drohende Lebensgefahr für jede*n, der*die sich in der entsprechenden Umgebung aufhält. Da sich zu diesem Zeitpunkt noch etwa 50 bis 100 Personen in den Räum - lichkeiten aufhielten, veranlassten die vor Ort befindlichen Einsatz - kräfte die unverzügliche Räumung des Objekts. Mehrere Teilnehmende klagten über Symptome wie Kopfschmerzen, Unwohlsein und Schwindel. Der Rettungsdienst führte bei allen An - wesenden Kohlenmonoxidmessungen durch, insgesamt 18 Feiernde wurden daraufhin mit einer relevanten Kohlenmonoxidvergiftung zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Für einen der Betroffenen wurde der Transport zu einer Spezialbehandlung in einer Druckkam- mer erforderlich. Um sicherzugehen, dass sich keine Feiernden im umliegenden Ge - lände befanden, setzte die Feuerwehr neben Fußtrupps auch eine Drohne mit Wärmebildkamera der DLRG ein. Es wurden jedoch keine weiteren Personen gefunden. Eine Kohlenmonoxidvergiftung, die nicht ärztlich behandelt wird, kann zu dauerhaften Hirn und Nervenschäden führen und kurz f ristig unter Umständen gar schwerwiegende Gesundheits- störungen wie Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen verursachen. © Jan Ohmen 2322 Einsatzjahr 2024 28 . Mai Aus Übung wird Einsatz Neues Übungsgelände, erster Übungstag für den Grundausbildungslehrgang 1/24, eine Brandmeldeanlage – so startete am Mor - gen des 28. Mai ein wohl eher ungewöhnlich gewöhnlicher Einsatz. Das nicht genutzte Druckerzentrum des Kölner Stadt-Anzeiger dürfen unsere Grundausbildungslehrgänge (GAL) derzeit für Einsatzübungen nutzen. Am 28. Mai trainierte hier der GAL 1/24 den Aufbau des Löschangriffs, speziell den In - nenangriff, das Vorgehen unter Atemschutz sowie das Absuchen und Retten von Men - schen aus Gebäuden. Währenddessen lief in der Leitstelle die Brandmeldeanlage (BMA) des KSTA in der FriedrichKarlStraße ein. Kurz wurde vermutet, dass die BMA durch die Übung der Feuerwehr ausgelöst wurde. Da be - merkten die Azubis aber bereits den aus - tretenden Rauch, schnappten sich Material, Atemschutzgeräte sowie Schläuche und starteten, unter Anleitung ihrer Ausbilder, kurzer hand die Löscharbeiten. Grund für den Qualm war eine der Papierpressen im Keller, die in Brand geraten war. Verstärkt wurden die Löscharbeiten vom Ausbildungslöschfahrzeug (TOJ HLF) so - wie der Feuerwache Weidenpesch, deren Einsatzkräfte parallel das Treppenhaus kon- trollierten. Mit einem Wechsellader wurde der Container schließlich auf eine Freifläche gebracht, dort entleert und gelöscht. Für die Azubis, die erst im Jahr 2024 in ihre Feuerwehrausbildung gestartet sind, eine ungeplant sehr praktische Ausbildungs - einheit. Da sie allerdings so schnell vor Ort waren, hatte das Feuer keine Gelegenheit, sich groß auszubreiten, und die Mitarbei- ter*innen konnten bereits gegen 11 Uhr zu- rück ins Gebäude. Am 28. Mai trainierte hier der GAL 1/24 den Aufbau des Löschangriffs, speziell den Innenangriff, das Vorgehen unter Atemschutz sowie das Absuchen und Retten von Menschen aus Gebäuden. 24 Einsatzjahr 2024 25 26 . Juni Gleitschirmflieger landet im Baum Ein Gleitschirmflieger blieb am Mittwoch in der Krone einer rund 25 Meter hohen Eiche in Neustadt/Wied hängen. Die ört - liche Freiwillige Feuerwehr eilte mit einer Absturzsicherungsgruppe zur Einsatzstelle, um den Gleitschirmflieger zu sichern. Zu - sätzlich wurde die Höhenrettung der Feuer- wehr Köln alarmiert. Die ersten beiden Höhenretter wurden vom Rettungshub- schrauber „Christoph 3” zur Einsatzstelle geflogen, während die restlichen Kräfte mit dem Gerätewagen Höhenrettung zum Ein- satzort fuhren. Die Höhenretter kletterten zu dem festsit - zenden Mann und ließen ihn schließlich kon - trolliert ab. Wieder am Boden angekommen, wurde der Befreite an den Rettungsdienst übergeben. Nur 30 Minuten später konnte er die Ein- satzstelle unverletzt und zu Fuß verlassen. 13 . Juli Zwei Großeinsätze in einer Nacht In der Nacht zum 13. Juli beschäftigten uns zwei größere Einsätze: In Dellbrück muss- ten 70 Personen evakuiert werden und in Linden thal wurde eine Person verletzt. Ausgedehnter Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in Dellbrück Gegen 20:48 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Kellerbrand in einem Mehrfa - milienhaus nach Dellbrück alarmiert. Als die Kräfte eintrafen, hatte sich der Rauch bereits massiv in das Gebäude selbst sowie in die beiden angrenzenden Wohnhäuser ausgebreitet. Der Gebäudekomplex wurde durch die Kräfte der Feuerwehr geräumt und parallel wurden die Löscharbeiten ein - geleitet. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation vom Rettungsdienst gesichtet, mussten aber nicht ins Kranken - haus transportiert werden. Eine weitere Per- son verletzte sich bei einem Sturz vor dem Haus und wurde daraufhin in ein Kranken- haus transportiert. Das Feuer konnte erst nach rund zwei Stun - den gelöscht werden, es hatte sich über mehrere Kellerverschläge ausgebreitet, in denen viel Müll lag. Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr sowie Rettungsdienst waren mit 85 Kräften und 29 Fahrzeugen im Einsatz. Ausgedehnter Zimmerbrand in Lindenthal Um 2:08 Uhr meldete ein Anrufer einen ausgelösten Heimrauchmelder sowie eine Rauchentwicklung in einem mehrgeschos - sigen Wohnhaus in Lindenthal. Als die Ret- tungskräfte am Einsatzort eintrafen, brannte ein Zimmer im 2. Obergeschoss ausgedehnt. Das Feuer drohte bereits auf das Dach sowie die benachbarten Gebäude überzu- schlagen. Mehrere Trupps starteten parallel die Menschenrettung und Löscharbeiten. Im Verlauf des Einsatzes wurden fünf Per- sonen aus dem Wohnhaus gerettet, eine Person davon aus der Brandwohnung. Sie wurde dem Rettungsdienst mit dem Ver- dacht auf Rauchgasintoxikation übergeben. Nach kurzer Sichtung wurde die betroffene Person unter der Begleitung eines Notarztes zur weiteren Behandlung in eine Spezial- klinik nach Düsseldorf transportiert. Die vier weiteren Personen wurden rettungs- dienstlich versorgt, mussten aber nicht ins Krankenhaus transportiert werden. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 56 Kräften und 19 Fahrzeugen im Einsatz. 26 Einsatzjahr 2024 27 25 . Juli Zugevakuierung in Köln Um 13:35 Uhr wurde die Feuerwehr in den Bereich Gabelsbergerstraße/Eifelwall zu einem liegen gebliebenen ICE alarmiert. Der hatte sich nach ersten Meldungen wohl den Stromabnehmer sowie die Fahrleitung ab- gerissen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, wurden sie vom DB-Notfallmanager in Empfang genommen. Die Einsatzstelle befand sich etwas abseits der Straße auf einem Bahn - damm. Zu dem Zug führte eine abschüssige, schwer begehbare Böschung mit einem Höhenunterschied von etwa fünf Metern. Hinweise auf verletzte oder anderweitig me - dizinisch behandlungsbedürftige Personen gab es nicht. Dennoch lag die Priorität da - rauf, die Evakuierung schnellstmöglich, aber sicher einzuleiten. Mit zufällig vor Ort gelagerten Bauge - rüst-Bodenelementen aus Metall wurde durch die Besatzung des Löschfahrzeuges ein Behelfssteg in die Böschung gebaut. Um 14:27 Uhr wurde mit der Evakuierung des Zuges begonnen. Beim Aussteigen wurden die Fahrgäste durch die Kräfte der Feuerwehr unterstützt und über den provi - sorischen Steg die Böschung hochgeleitet. Die Besatzungen des Rettungsdienstes stellten sicher, dass jede Person aus dem Zug hinsichtlich ihres Zustandes befragt, begutachtet und gezählt wurde. Während der Evakuierung nahmen einige Passagiere den bereitstehenden Rettungs - bus als Sitz und Ruhebereich in Anspruch. Nachdem 110 Fahrgäste und sechs Mit- arbeiter*innen den ICE verlassen hatten, wurde die Evakuierung um 15:07 Uhr be endet. Es mussten keine Personen rettungs dienstlich betreut oder medizinisch versorgt werden. Der Steg wurde durch die Feuerwehr zu- rückgebaut und die Einsatzstelle an den DBNotfallmanager übergeben. Den Weiter transport der Fahrgäste hat die Bahn orga - nisiert. Einsatzende war gegen 15:30 Uhr. 29 . August Arbeitsunfall an der alten Leverkusener Rheinbrücke – ein Toter, zwei Schwerstverletzte Um 8:09 Uhr rückte die Feuerwehr zur alten Leverkusener Brücke aus – dort war es zu- vor bei Brückenbauarbeiten zu einem Unfall gekommen: Beim Anheben eines der alten Brückenteile durch einen Kran löste sich die Last und stürzte auf die Brücke. Einer der Arbeiter kam dabei ums Leben. Zwei weitere wurden lebensgefährlich und vier leicht ver- letzt. Die beiden Schwerstverletzten mussten zunächst aufwendig medizinisch stabilisiert und transportfähig gemacht werden. An- schließend wurden sie, gesichert durch die Höhenretter, mit einer Drehleiter von der Brücke gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Ein Schwerstverletzter wurde mit dem Ret- tungshubschrauber, der andere Schwerst- und die vier Leichtverletzten mit Rettungs - wagen in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Der Kran und ein danebenstehendes Gerüst wurden durch den Unfall schwer beschädigt. Zudem konnte zeitweise nicht ausgeschlos- sen werden, dass der Kran in Richtung A1 umstürzen könnte. Die Autobahnbrücke der A1 wurde deshalb von der Polizei gesperrt. Zur Betreuung der unverletzten Mitarbei- tenden, die den Unfall beobachtet hatten, wurden zwei Notfallseelsorgende an die Ein - satzstelle entsandt. Der Einsatz wurde gegen 12:30 Uhr beendet und die Einsatzstelle an die Polizei über- geben. Feuerwehr und Rettungs- dienst waren mit 76 Kräften und 29 Fahr- zeugen im Einsatz. 28 Einsatzjahr 2024 29 9. – 12. Oktober Bombensondierung Merheim Messungen im Erdreich ergaben im Bereich der Kliniken der Stadt Köln in Merheim meh- rere Verdachtsfälle von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Am 9. Oktober wur- den die Verdachtsfälle geprüft, um zu ermit- teln, was sich konkret im Boden befindet. Nach umfangreichen Sondierungsarbeiten wurde auf dem Klinikgelände in Merheim schließlich ein Blindgänger aus dem Zwei- ten Weltkrieg gefunden. Der Gefahren bereich wurde vom Kampfmittelräumdienst auf 500 Meter festgelegt und beinhaltete unter anderem die drei Kliniken in Merheim (Krankenhaus Merheim der Städtischen Kliniken, LVRKlinik und RehaNova). Es folgte die wohl aufwendigste Evakuie- rungsaktion seit Ende des 2. Weltkriegs. 9. Oktober Am Tag 1 wurden 100 Patient*innen, die nur liegend transportiert werden konnten, aus dem Krankenhaus Merheim in umliegende Krankenhäuser gebracht. 320 haupt und ehrenamtliche Kräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Patienten- transportzüge (PTZ10) aus der Städte region Aachen, Rheinisch Bergischer Kreis, Kreis Warendorf, EnnepeRuhrKreis, Wuppertal und Bielefeld waren dazu im Einsatz. Es verlief alles reibungslos und Hand in Hand mit den Kolleg*innen der Kliniken Köln. 11. Oktober Die Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe wurde um 17:57 Uhr durch den Kampfmittelbeseiti- gungsdienst kontrolliert gesprengt. Die Patient*innen aus der LVR-Klinik wurden sicher zurückgebracht. 12. Oktober Tag 4: Alle evakuierten Patient*innen des Krankenhauses Merheim (Städtische Kli - niken Köln) und der RehaNova sind zurück. Dazu waren seit 7 Uhr morgens 195 Ret- tungskräfte im Einsatz. Der Einsatz ist damit beendet, die Tech- nische Einsatzleitung hat ihren Dienst um 14:15 Uhr eingestellt. Die PTZ10 kamen aus Bonn, Leverkusen, Euskirchen, Kreis Stein - furt, dem Oberbergischen Kreis sowie Kreis Herford. Insgesamt wurden zwischen Mittwoch und Freitag durch Transporte evakuiert: • 1 21 Patient*innen aus Merheim • 4 0 Patient*innen aus der RehaNova • 2 85 Patient*innen LVR • 1 4 Personen aus dem Umfeld der Anwohnenden Für den Großeinsatz waren mehrere Mo - nate Vorbereitung zur Einsatzplanung nötig. Zwischen Mittwoch und Samstag waren rund 1.500 haupt und ehrenamtliche Kräfte aus ganz NordrheinWestfalen im Einsatz. © Aylin Hermanns 11. November Elfter im Elften „FasteLOVEnd – Wenn Dräum widder blöhe“ – die Session 2024/25 ist am Montag um 11:11 Uhr erfolgreich gestartet! Unsere Einsatz - bilanz für den Elften im Elften lautet: Feuerwehr und Rettungs - dienst waren 813 Mal unterwegs. An den Unfallhilfsstellen wurden insgesamt 376 Patient*innen betreut. © Jan Ohmen 30 Einsatzjahr 2024 31 © Lars Jäger 32 Einsatzjahr 2024 33 Feuer im Kölner Hauptbahnhof – erfolgreicher Einsatz dank Zusammenarbeit von Feuerwehr und Bundespolizei Am 11. Dezember 2024 kam es am Nach- mittag zu einem Brand im Kölner Haupt- bahnhof . Dank der schnellen Reaktion und der Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Köln und der Bundespolizei konnte der Brand zügig gelöscht werden. Brandrat Michael Peter, Polizeihaupt- kommissar Peter Borlinghaus und Polizei- oberkommissarin Paula Moll lassen den Einsatz Revue passieren. Peter: Als sogenannter Oberbeamter vom Alarmdienst (OvA) ist man in der Feuerwehr Köln der Einsatzleiter vom Tage. Alarmiert wird die Funktion nur bei bestimmten Stich - worten, immer aber, wenn Menschen in Ge - fahr sind. In der Zeit zwischen den Einsätzen gehen wir unserem normalen Tagesgeschäft nach. So auch am 11. Dezember 2024. Mit- ten in einem Abteilungsgespräch schallte unser Wachalarm durchs Gebäude und parallel summte der Melder mit dem Stich - wort „Feu2“. Feuer 2 bedeutet, dass zwei Löschzüge der Feuerwehr Köln, ein Unter- stützungslöschfahrzeug, mindestens ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr, Rettungswagen sowie der Führungsdienst alarmiert werden. Borlinghaus: Die Bundespolizeiinspek- tion Köln hat den gesetzlichen Auftrag der bahnpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung. Das bedeutet, sie ist unter anderem für die Sicherheit der Bahnanlagen sowie deren Benutzer im Großraum Köln, Leverkusen, Bonn und weiteren Städten und Gemeinden bis nach Siegen und darüber hinaus zustän - dig. Ich bin innerhalb der Bundespolizei inspektion Köln als stellvertretender Dienst- gruppenleiter tätig. Am 11. Dezember 2024, gegen halb vier Uhr nachmittags, wurde die Leitstelle der Bundesp olizei durch die Kolleg*innen der Leitstelle der Feuerwehr Köln über einen Brand auf dem Bahnsteig zu den Gleisen 10/11 im Kölner Hauptbahnhof informiert. Zwei Löschzüge befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf Anfahrt. Unmittelbar schalteten wir die Videotechnik des Bahn - steigs auf und erkannten eine starke Rauch- entwicklung. Unser sich zu diesem Zeitpunkt im Dienst befindlicher Dienstgruppenleiter, der Erste Polizeihauptkommissar Jens Hubert, setzte Streifen ein, um den betroffenen Be - reich zu räumen. Peter: Ohne weiter auf die Durchsage zu achten, ließ ich alles stehen und liegen und eilte im Laufschritt zu meinem Ein - satzleitwagen. Auf dem Weg zum meinem Einsatzfahrzeug habe ich im Treppenraum noch mitbekommen, dass es sich um den Kölner Hauptbahnhof handelt. In der Fahr- zeughalle angekommen, wechselte ich aus meiner Tagesdienstkleidung in Brand- schutzhose und -jacke sowie die Einsatz- stiefel, schnappte meinen Helm von der Haltestange und stieg ins Fahrzeug. Mein Fahrer, an diesem Tag ein Kollege aus mei- ner Abteilung Rettungsdienst, saß bereits hinterm Steuer und wir fuhren direkt los. Sobald wir uns bewegen, teilen wir dies der Leitstelle mit, indem wir unseren Status von „2“ (einsatzbereit auf Wache) zum Status „3“ (Einsatz übernommen) ändern. Als Nächstes bat ich die Leitstelle um weitere Informati- onen zur Meldung. Der Kölner Hauptbahnhof als öffentliches Gebäude und wesentliches Drehkreuz der Deutschen Bahn unterliegt einer intensiven Überwachung und strengen Sicherheits- auflagen. Dank moderner Technologien wie Kameras, Rauchmeldern und weiteren Frühwarnsystemen können potenzielle Gefahren, etwa ein vermeintliches Feuer, schnell erkannt und umgehend gemeldet werden. Die Leitstelle teilte mir mit, dass bereits mehrere Notrufe über ein Feuer am Bahn - steig eingegangen seien und dass auf den Überwachungskameras eine große Verrau- chung des Bahnsteigs 10 (SBahnGleis) zu erkennen ist. Aufgrund der Meldung war meine erste Anweisung, das betroffene Gleis sowie die benachbarten Gleise über die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn sperren zu lassen. 34 Einsatzjahr 2024 35 Borlinghaus: Als unsere ersten Streifen am Einsatzort eintrafen, stellten sie fest, dass noch eine S-Bahn Einfahrt auf Gleis 10 hatte. Unmittelbar reagierten die Beam - ten und brachten die Bahn noch vor der Brandörtlichkeit mittels „Kreissignal“ (hier wird der Arm im Kreis geschwungen und dem Triebfahrzeugführer somit signalisiert, dass er direkt anhalten muss) rechtzeitig zum Stehen. So konnte eine Gefährdung der Reisenden ausgeschlossen bzw. minimiert werden. Peter: Nach nur wenigen Minuten Anfahrt durch den Berufsverkehr trafen wir nach und nach mit einem Großaufgebot von Fahrzeugen und Personal am Einsatzort ein. Sofort war klar, dass wir es mit einer gefähr- lichen Situation zu tun hatten: Der Rauch zog über die Bahnsteige und beeinträch - tigte die Sicht. Unser vorrangiges Ziel war es, sicher zustellen, dass keine Personen zu Schaden kommen, während wir gleichzeitig die Löschmaßnahmen vorbereiteten. Moll: Ich bin in der Bundespolizeiinspek- tion Köln als Pressesprecherin eingesetzt und somit unter anderem für die Medien- betreuung während der Einsätze zuständig. Zu dem Zeitpunkt, als es zu dem Brand im Kölner Hauptbahnhof kam, saß ich gerade in der auf Gleis 11 stehenden S-Bahn in Fahrtrichtung Horrem, um nach Hause zu fahren. Von dort aus sah ich die Feuerwehr mit einem Großaufgebot am Breslauer Platz eintreffen. Der Bahnhof und auch der Bahn - steig waren zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Uhrzeit und des Feierabendverkehrs stark frequentiert. Unmittelbar rief ich unsere Leitstelle an, um zu fragen, ob diese Kenntnis von einem Einsatz hatte. Ich wusste, dass es keine fünf Minuten dauern würde, bis die erste Medienvertretung bei mir anruft. Einsätze der Feuerwehr, des Rettungsdienstes oder der Polizei an hoch frequentierten Orten bringen immer eine hohe Öffentlichkeits - wirksamkeit mit sich und es kommt schnell zu Rückfragen. In diesem Fall teilte man mir mit, dass die Bundespolizei soeben eine Mitteilung über eine Rauchentwicklung an eben jenem Bahnsteig bekommen hatte, auf dem ich mich nur wenige Sekunden vorher noch befunden hatte. Medienvertreter seien aber bislang nicht vor Ort. Borlinghaus: Unmittelbar, nachdem der Einsatzleiter der Feuerwehr Köln, Brandrat Michael Peter, gemeinsam mit weiteren Kräften der Feuerwehr eingetroffen war, nahmen unsere Einsatzkräfte Kontakt zu ihm auf, um weitere Absprachen zu treffen. Währenddessen entschied EPHK Jens Hu- bert, den Einsatz im Rahmen einer BAO (Be - sondere Aufbauorganisation) abzuarbeiten. Das bedeutet konkret, dass innerhalb des Einsatzes verschiedene Abschnitte gebildet werden, um Aufgaben klarer verteilen zu können. © Lars Jäger Die BAO trat kurze Zeit später mit den Ein- satzabschnitten Ereignisort, Absperrung, Kräftesammelstelle sowie Öffentlichkeits- arbeit in Kraft. Ich als stellvertretender Dienstgruppenleiter übernahm hierbei den Einsatzabschnitt Ereignisort und begab mich zu Gleis 10. Über die Leitstelle der Bundespolizei for- derten wir zudem noch weitere Bundes- polizeikräfte für Räumungs-, Evakuierungs- sowie Absperrmaßnahmen an. Ziel war, die Kräfte des Regeldienstes aus dem Einsatz zu entlassen, damit diese ihren regulären Auftrag wieder übernehmen konnten. Moll: Die Anforderungen an die Presse- arbeit können sich manchmal innerhalb kürzester Zeit ändern. Waren zu Beginn des Einsatzes lediglich telefonische Medien- anfragen eingegangen, erlangten wir nun Kenntnis davon, dass Medienvertreter am Einsatzort eingetroffen waren. So wurde entschieden, den Rest des Einsatzes vor Ort zu bewältigen. Bis zu meinem Eintreffen übernahm die Feuerwehr die Medienarbeit. Peter: Als wir mit den Einsatzkräften am Bahngleis eintrafen und die Lage erkun - deten, stellte sich schnell heraus, dass der Rauch aus einem Kabel- und Versorgungs- schacht unter Gleis 10 kam. Vermutlich war es dort zu einem Brand durch Müll und Kabel gekommen. Die Löscharbeiten star- teten unverzüglich. Dabei setzten die Kräfte sowohl Wasser als auch CO2Löscher ein. Um sich vor den schädlichen Auswirkungen des Rauchs zu schützen, statteten sie sich zudem mit Pressluftatmern aus. Die Situation gestaltete sich keineswegs einfach. Wir mussten sowohl vom Bahnsteig aus als auch in einem engen, stark verrauch- ten Versorgungsschacht mit mehreren Ein- satztrupps arbeiten, um den Brandherd zu erreichen und vollständig zu löschen. Borlinghaus: Vor Ort traf ich direkte Ab - sprachen über die weitere Räumung von Bahnsteigen und weitere Gleissperrungen mit Brandrat Michael Peter. Während des gesamten Einsatzes stand der enge Austausch zwischen der Feuer- wehr Köln und uns im Fokus, um einen rei- bungslosen Einsatzverlauf und den Schutz der Reisenden gewährleisten zu können. © Lars Jäger r e g ä s J r a © L 3736 Einsatzjahr 2024 Dabei wurden alle erforderlichen Maß - nahmen getroffen, um der Feuerwehr die störungsfreie Arbeit zu ermöglichen. Diese sollte sich auf ihren Auftrag konzentrieren können, wobei wir uns um die Rahmenbe - dingungen kümmerten. Zwischenzeitlich wurde festgestellt, dass die Zufahrt zur Aufstellfläche auf dem Breslauer Platz durch einen Verkehrsstau kaum zu er- reichen war. Wir nahmen Kontakt zur Polizei NRW auf, welche unmittelbar die Verkehrs- lenkungsmaßnahmen initiierte und so die ungehinderte Anfahrt von weiteren Einsatz- kräften gewährleistete. Auch die Kölner Ver- kehrsbetriebe (KVB) wurden durch unsere Leitstelle über den Einsatzverlauf informiert und aufgefordert, bis auf Weiteres den Bus - bahnhof am Breslauer Platz nicht mehr an - zufahren. Peter: Parallel zur Brandbekämpfung räumte die Bundespolizei die betroffenen Bahngleise sowie Teile des Hauptbahnhofs, die durch die starke Rauchentwicklung be - troffen waren. Dazu zählten beispielsweise auch die Zugangspassagen im Bahnhofs - bereich. Es galt, die Passagiere schnell und sicher aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Da ich während meines Referendariats ei - nen Abschnitt bei der Bundespolizeiinspek- tion Köln absolviert hatte, kannte ich die diensthabende Schicht der Bundespolizei zufällig gut. Diese persönliche Verbindung erleichterte die Abstimmung zwischen un - seren Kräften enorm und die Zusammen - arbeit konnte dadurch noch effektiver und schneller ablaufen. Das Vertrauen und die gute Kommunikation zwischen den beiden Organisationen waren wichtige Faktoren, um die Situation unter Kontrolle zu bringen und den Bahnhof sicher und schnell wieder zugänglich zu machen. Während wir uns auf die Brandbekämpfung konzentrierten, übernahm die Bundespolizei die Absperrungen und stellte sicher, dass der Zugang für Rettungskräfte gewähr- leistet war. Diese abgestimmte Vorgehens- weise ermöglichte es uns, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal die - ses Einsatzes war die enge Zusammenarbeit der Medienbetreuung der Feuerwehr Köln und der Pressesprecherin der Bundes- polizei. Schon zu Beginn des Einsatzes war Medienvertretung vor Ort und verlangte schnell nach Informationen über den Ver- lauf des Einsatzes. Unser stellvertretender Amtsleiter, Branddirektor Daniel Richmann, übernahm unmittelbar die Medienbetreu- ung vor Ort. In solchen Situationen ist es von entscheidender Bedeutung, dass Infor- mationen schnell, präzise und einheitlich an die Öffentlichkeit und die Medien weiter- gegeben werden. Die schnelle Verbreitung korrekter Informationen trägt nicht nur zur Beruhigung der Öffentlichkeit bei, sondern hilft auch, die Verbreitung von Gerüchten und Fehlinformationen zu verhindern. Moll: Im Einsatzfall ist es von heraus- ragender Bedeutung, Informationen schnell und vor allem richtig zu verbreiten. Um unsere Einsatzkräfte zu entlasten, über- nehmen wir als Pressestelle die Medienar- beit. Sobald ich eintraf, suchte ich die Pres - severtretung der Feuerwehr Köln zwecks weiterer Absprache auf. 39 38 Einsatzjahr 2024 Diese hatte bis dahin der stellvertretende Amtsleiter Branddirektor Daniel Richmann übernommen. Wir waren uns sofort einig, dass in diesem Einsatz eine gemeinsame Medienbetreuung erforderlich ist. Vor allem für die Medienvertretungen ist dies immer eine gute Gelegenheit, denn sie können Maßnahmen und Blickpunkte verschiedener zusammenarbeitender Behörden und Or- ganisationen mit Sicherheitsaufgaben ein- fangen. In dem vorliegenden Einsatz gab es bei - spielsweise einen Journalisten, der zunächst um einen OTon (kurzes Statement) der Feuerwehr Köln zu ihren Maßnahmen bat. Anschließend gab auch ich ihm einen O-Ton, beschrieb unsere Maßnahmen und die Zu- sammenarbeit beider Behörden. Schluss endlich hatte er ein umfassendes Bild und vor allem ein Verständnis für die verschie- denen Maßnahmen. Anschließend hielt ich Rücksprache mit PHK Peter Borlinghaus, um noch einmal eine genaue Übersicht über den Einsatz und die bisher getroffenen Maßnahmen zu er- halten. Dies hat eine enorme Bedeutung im Einsatz, um eine Herausgabe falscher In - formationen zu verhindern. Gemeinsam mit Branddirektor Daniel Richmann entschied ich mich, eng zusammenzuarbeiten. Peter: Der Brand war gegen 16:30 Uhr ge- löscht, nachdem alle Glutnester entfernt und die betroffene Stelle durch eine gründ - liche Sichtprüfung sowie den Einsatz von Ortungsgeräten überprüft wurde. Obwohl der Brand rasch unter Kontrolle war, hatten die Löscharbeiten Folgen: In einem unter dem Gleis liegenden Geschäft drang Wasser ein, was zu einem geringfügigen Sachschaden führte. Nach intensiven Belüftungsmaßnahmen und dem Abschluss der Löscharbeiten konnte der Bahnhof durch die Bundespoli- zei wieder freigegeben werden, sodass der Betrieb im Bahnhof nach wenigen Stunden wieder reibungslos verlief. Borlinghaus: Nach Abschluss der Lösch - arbeiten hoben wir in enger Abstimmung mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr Köln zunächst sukzessive die Absperrungen auf. Schlussendlich gaben wir wiederum in Absprache mit dem Einsatzleiter der Feu - erwehr Köln sowie dem Notfallmanager der DB AG die Gleise wieder frei und entließen die externen Kräfte der Bundespolizei aus dem Einsatz. Moll: Nachdem der Einsatz so weit weitest- gehend beendet war, flachte auch das Me - dieninteresse ab. Übrige Medienanfragen beantwortete ich telefonisch. Peter: Die Ermittlungen zur Brandursache wurden noch am selben Abend von der Poli- zei NRW als zuständiger Behörde aufge - nommen. Zwar konnte bisher keine genaue Ursache festgestellt werden, doch es gibt Hinweise darauf, dass der Brand durch Ka- bel und Müll im Versorgungsschacht ausge- löst wurde. Die Polizei NRW arbeitet intensiv daran, alle relevanten Details zu klären. r e g ä s J r a © L 40 Einsatzjahr 2024 41 22 . Dezember Feuer in U-Bahn-Haltestelle Ebertplatz Gegen 8:45 Uhr lief die automatische Brand meldeanlage der U-Bahn-Haltestelle Ebertplatz in unserer Leitstelle ein. Parallel wurde ein Notruf abgesetzt, dass eine Per - son verletzt wurde. In der Zwischenebene der unterirdischen Station kam es zuvor bei Arbeiten zu einem Brand in einer Unterverteilung, die der Ver- sorgung der U-Bahn-Haltestelle mit Fahr- strom dient. Dabei wurde eine Person durch Rauchgase leicht verletzt, ein Transport ins Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war der Treppen raum der U-Bahn-Haltestelle ver- raucht. Die Feuerwehrleute erkundeten unter Atemsc hutz den Bereich, um sicher- zugehen, dass sich keine Personen mehr auf den Bahns teigen befanden. Aufgrund der Rauchausbreitung in der weit- läufigen UBahnHaltestelle wurde das Ein - satzstichwort erhöht und weitere Kräfte und Spezialfahrzeuge entsandt. Durch die vorherrschende Wetterlage sammelte sich der Rauch zudem im Bereich Ebertplatz und Theodor-Heuss-Ring und zog nur langsam ab. Daher wurde eine Be - völkerungsinformation über die WarnApps NINA und KATWARN herausgegeben. Gegen 11 Uhr schaltete der Netzdienst- leister die elektrische Spannung ab. Erst dann konnten die Einsatzkräfte sicher die Löschmaßnahmen mit Sonderlöschmittel umsetzen. Die Maßnahmen zeigten schnell Erfolg und das Feuer war bereits kurze Zeit später gelöscht. Um den Bereich vollstän - dig zu entrauchen, wurde zusätzlich das Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) ein gesetzt. Da im Brandraum eine Schadstoffbelastung vermutet wurde, mussten vor Ort erweiterte Hygienemaßnahmen zum Schutz der Ein- satzkräfte durchgeführt werden. Der Einsatz war gegen 13 Uhr beendet. Feu- erwehr und Rettungsdienst waren mit rund 60 Kräften und 19 Fahrzeugen im Einsatz. 25 . Dezember Feuer in Niehl – Heimrauchmelder rettet Menschenleben Am Abend meldeten mehrere Notrufende gegen 18:45 Uhr einen ausgelösten Heim- rauchmelder in einem Wohnkomplex in Niehl. Außerdem berichteten die Anru- fer*innen von Hilferufen aus dem betref- fenden Gebäude. Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannte es in einer Wohnung im dritten Obergeschoss. Unter Atemschutz brachen die Feuerwehr- leute die Wohnungstür auf, um nach der ver- missten Person zu suchen. Knapp acht Minuten nach Notrufeingang fanden sie die 80-jährige Bewohnerin, die in einem Rollstuhl saß, und brachten sie aus der Wohnung. Vor dem Haus wurde sie an den Rettungsdienst übergeben und an- schließend ins Krankenhaus transportiert. Gegen 19:25 Uhr war das Feuer un- ter Kontrolle. Neben den Löscharbeiten kontrollierten die Einsatzkräfte auch die angren zenden Wohnungen und befreiten das Gebäude schließlich vom Rauch. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 47 Kräften und 17 Fahrzeugen im Einsatz. © Lars Jäger © Lars Jäger © Lars Jäger Fußball- Europameisterschaft 2024 © Lars Jäger44 Fußball-Europameisterschaft 2024 45 © Luisa Oberth © Luisa Oberth46 Fußball-Europameisterschaft 2024 47 Die UEFA EURO 20 24 stellte für die Feuerwehr Köln eine besondere Heraus- forderung und zugleich eine bedeutende Gelegenheit dar, ihre Leistungsfähig kei t und Zusammenarbeit im Rahmen eines inter na tionalen Großereignisses unter Beweis zu stellen . W ährend der Turnierwochen war Köln Austragungsort mehrerer Spiele sowie zahlreicher Fan-Events, insbesondere in der zentral gelegenen Fan Zone im Bereich Heumarkt/Altstadt und rund um das RheinEnergieSTADION. In enger Abstimmung mit den weiteren Einsatzorganisationen wie THW, DRK, ASB, DLRG, Malteser, Johanniter und Falck, der Polizei, dem Veranstalter UEFA sowie wei- teren Sicherheitsbehörden wurde ein um- fassendes Sicherheits- und Einsatzkonzept entwickelt und umgesetzt. Die Feuerwehr Köln übernahm dabei ge - meinsam mit den Hilfsorganisationen zentrale Aufgaben im Bereich des vorbeu- genden und abwehrenden Brandschutzes, der Notfallrettung sowie der medizinischen Versorgung auf dem gesamten Stadtgebiet. © Lars Jäger 48 Fußball-Europameisterschaft 2024 49 Durch verstärkte Dienstpläne, zusätzliche E insatzkräfte sowie die Einrichtung tem- porärer Behandlungsplätze und Führungs- stellen konnten die Organisationen eine jederzeit reaktionsschnelle Gefahrenabwehr sicherstellen. Auch das Personal in der Leit - stelle wurde aufgestockt, um die erhöhte Zahl an Einsätzen und Koordinationsauf- gaben bewältigen zu können. Besonderer Wert wurde auf die enge Ver- zahnung der Einsatzorganisationen gelegt, die sich insbesondere bei mehreren grö - ßeren Einsatzlagen im Umfeld der Veran- staltungen bewährt hat. Die Zusammenarbeit erfolgte stets in guter Abstimmung und mit hoher Professiona- li tät, was maßgeblich zur Sicherheit der Bürger*innen sowie der zahlreichen Gäste beigetragen hat. Insgesamt konnte die UEFA EURO 20 24 aus Sicht der Feuerwehr Köln und der be - teiligten Organisationen als sicher und störungs frei begleitet werden. Die erfolg- reiche Durchführung der Maßnahmen unter- streicht einmal mehr die hohe Einsatzbe - reitschaft, Kompetenz und Kooperation aller betei ligten Kräfte im Bevölkerungsschutz. 15 . Juni Erster Spieltag der Heim-EM in Köln Unsere Spielbilanz endete mit 283 Einsätzen, davon 225 im Ret- tungsdienst. Ein sehr ruhiger Tag. Zur stadtweiten Absicherung während des Spiels waren rund 1.400 haupt un d ehrenamt- liche Rettungskräfte angetreten. Sie standen auf den Feuer un d Rettungs wachen, in weiteren speziell für die EM aufgebauten Inter- imswachen sowie in Bereitstellungsräumen in und um Köln bereit. Koordiniert wurden sie von der Einsatzleitung der Feuerwehr, zu der auch Verbindungspersonen der Landes un d Bundespolizei, Fachberater der Hilfsorganisationen, des THW, der Freiwilligen Feuer wehr sowie der Bundeswehr gehörten. Im Rheinpark, in der Altstadt und am Stadion waren Sanitätsdienste und Unfallhilfs - stellen im Einsatz. © Luisa Oberth 50 Fußball-Europameisterschaft 2024 51 19 . Juni Zweiter Spieltag in Köln. Und was für eine Stimmung. Um 21 Uhr t ra- fen im Cologne Sta dium* Schottland und die Schweiz aufeinander und trennten sich mit einem Unentschieden. Zur Absicherung aller EMFeierlichkeiten waren wir mit rund 1.400 haupt un d ehrenamt- lichen Rettungskräften im Einsatz. Die zusätzlichen Kräfte kamen dieses Mal unter anderem aus Essen, Grevenbroich, Gelsenkirchen, Viersen, Duisburg, Mönchengladbach, Mülheim, Aachen Stadt, Gummersbach, Bonn, Hagen, Heinsberg, Dortmund, Frechen und Leverkusen. Das Einsatzgeschehen blieb im normalen Bereich mit 484 Eins ätzen, davon 429 für den Ret- tungsdienst und 55 für die Feuerwehr. * Das RheinEnergieSTADION wurde während der EURO in Cologne Stadium umbenannt. © Luisa Oberth 52 Fußball-Europameisterschaft 2024 53 22 . Juni Der dritte Kölner EMSp ieltag und die fröh- liche, friedliche und ruhige Bilanz der letzten Spieltage setzt sich für uns fort – bei bester Fußballstimmung in Köln. Ein Highlight ist der Besuch der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker an der Unfallhilfsstelle am Heumarkt. Gemein - sam mit EMBo tschafter Toni Schumacher spricht sie den ehrenamtlichen Einsatzkräf- ten der Hilfsorganisationen und des THW ihre Anerkennung aus: „Ich möchte mich bei Ihnen sehr bedanken. Sie sorgen dafür, dass jede und jeder Verletzte hier gut auf- gehoben ist.“ Insgesamt leisten die Unfallhilfsstellen 60 Mal Hilfe, drei Patient*innen müssen ins Krankenhaus transportiert werden. Für unseren Rettungsdienst ist es – aus Einsatz - sicht – ein ganz normaler Samstag. Auch am dritten Spieltag sind wieder rund 1.300 Rettungskräfte von Feuerwehr, Ret- tungsdienst, ASB, DRK, Johannitern, Mal - tesern, der Firma Falck und des THW im Einsatz für die EURO – ein Großteil davon ehrenamtlich. Koordiniert werden sie von der Einsatzleitung der Feuerwehr. © Luisa Oberth 25 . Juni Spieltag Nummer 4 in K öln! England und Slowenien treffen im Cologne Stadium auf- einander und trennen sich mit einem Unent- schieden. Die Einsatzzahlen bleiben gering. Neben dem Sanitätsdienst im Rheinpark und Heumarkt stehen in den Bereitstel - lungsräumen in Frechen und Leverkusen Einsatzkräfte aus Wesel, Neuss, Mülheim, Städteregion Aachen, Düren und Euskir- chen bereit. Auf den Interimswachen unter stützen dieses Mal Kräfte aus der Stadt Aachen, Olpe und Gummersbach. Insgesamt waren 1.303 haupt u nd ehren- amtliche Rettungskräfte in und um Köln im Einsatz, um im Notfall Hilfe zu leisten. 30 . J uni Achtelfinale in Köln und damit der letzte EMSpieltag in unserer Stadt. Spanien ge - winnt die Partie mit 4:1. Erneut sind rund 1.400 haupt u nd ehren- amtliche Rettungskräfte von ASB, DRK, Johannitern, Maltesern, Falck, der DLRG sowie des THW im stadtweiten Einsatz. Die Einsatzleitung der Feuerwehr Köln ist im Dienst, um die zahlreichen Unfallhilfsstellen, Interimswachen und Bereitstellungsräume zu koordinieren. Das Feuerwehrzentrum in Kalk steht für Notfälle an Fahrzeugen und Material bereit und im Stadion sind Kol - leg*innen für die Brandsicherheitswache eingesetzt. Auf der Interimswache Innenstadt begrüßt Feuerwehrchef Dr. Christian Miller die anwe senden Einsatzkräfte und dankt ihnen für ihren Dienst und die Bereitschaft, die Sicherheit in der Stadt an allen Tagen der Europameisterschaft zusätzlich zu gewähr- leisten. Unterstützt werden die Kölner Retter*innen auch am 5. Sp ieltag von überörtlichen Kräf- ten aus Viersen, Mettmann, Wesel, Olpe, Düren und Gummersbach, Siegen sowie der Städteregion Aachen und Bonn. Insgesamt ist es erneut ein ruhiger Tag vol- ler guter Laune, Spaß und sportlicher Be - geisterung, sehr geringen Hilfeleistungen an den Unfallhilfsstellen und einer auch sonst normalen Einsatzauslastung von Feuerwehr und Rettungsdienst. 15 . J uli Die EURO 20 24 ist Geschichte, Spanien Europameister und unsere Rettungskräfte sind um rund 290.000 Ei nsatzstunden er- fahrener. Von den 290.000 St unden wurden übrigens mehr als 202.300 ehrenamtlich geleistet. © Luisa Oberth © Luisa Oberth © Luisa Oberth54 Fußball-Europameisterschaft 2024 55 h t r e b a O s i u © L 56 Fußball-Europameisterschaft 2024 57 © Lars Jäger 58 Fußball-Europameisterschaft 2024 59 Rettungsdienst 62 Rettungsdienst 63 Rettungsdienst Der städtische Rettungsdienst Köln stand auch im Jahr 2024 erneut vor vielfältigen Herausforderungen . Mi t einer weiter stei- genden Anzahl an Notfalleinsätzen, der zunehmenden Komplexität medizinischer Notlagen sowie den Auswirkungen gesell- schaftlicher und demografischer Entwick- lungen wurde einmal mehr die hohe Be - lastung, aber auch die Professionalität und Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes deutlich . I m Jahr 2024 wurden insgesamt 209.042 Einsätze durch den Ret- tungsdienst der Stadt Köln abgearbeitet. Davon entfielen 161.428 auf Einsätze mit dem Rettungswagen (RTW), 32.501 auf Einsätze mit dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sowie 15.113 auf Einsätze mit dem NotfallKra nkentransportwagen (NKT W). Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein erneuter Anstieg der Gesamteinsatz - zahlen um 3,17 Pr ozent, was die stetig wachsende Bedeutung des Rettungsdienstes als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge unterstreicht. DLRG als First Responder am Rhein und am Fühlinger See Notfallrettung und First Responder Bei akuten medizinischen Notfällen wird die Notrufnummer 11 2 gewählt – alle Anrufe, die über die 112 abgesetzt werden, errei - chen eine Leitstelle. Dort wird bei Bedarf telefonisch bei lebensrettenden Sofort- maßnahmen (LSM) unterstützt und der Ret- tungsdienst (die Notfallrettung) alarmiert. Die Notfallrettung hat die Aufgabe, bei Notfallpatient*innen lebensrettende Maß - nahmen am Notfallort durchzuführen, de - ren Transportfähigkeit herzustellen und sie möglichst unter Vermeidung weiterer Schäden in ein für die weitere Versorgung geeignetes Krankenhaus zu transportieren. Um den Patient*innen künftig noch schnel- ler zu helfen, kann die Notfallrettung durch First Responder ergänzt werden. Ein First ResponderSy stem zielt darauf ab, Notfall patient*innen schon vor Eintreffen des Rettungswagens mit qualifizierten Erst helfermaßnahmen wie beispielsweise lebensrettenden Sofortmaßnahmen und der Einleitung von Reanimationsmaß- nahmen zu versorgen. Somit lässt sich die Überlebenswahrscheinlichkeit der Pati- ent*innen erhöhen und das Outcome ver- bessern. Einbindung der DLRG als First Responder Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesell - schaft (DLRG) übernimmt zwischen Mai und September jeweils an Wochenenden und Feiertagen den Wasserrettungsdienst am Rhein im Bereich Poll und am Fühlinger See. Die Aufgaben des Wasserrettungsdienstes beziehen sich in erster Linie auf Wasser- gefahren für Mensch und Tier. Ebenfalls werden Erste-Hilfe-Maßnahmen übernom - men, die in unmittelbarer Nähe zum Wasser notwendig sind. Die Einsatzbereitschaft wird an der RSS (Rettungs u nd Schulungsstation) Poll (AlfredSchütteAll ee 16 5, Poll) und/oder der RSS Fühlingen (Stallbergsweg 1a , Füh- lingen) durch die DLRG hergestellt und der Leitstelle der Feuerwehr Köln gemeldet. Ab diesem Moment wird die DLRG durch die Leitstelle der Feuerwehr Köln zu festge- legten Einsatzstichworten (beispielsweise „Person im Rhein“ oder „Person im Wasser“) alarmiert. Durch die jahrelange Erfahrung vor Ort haben die Kräfte der DLRG eine hervor- ragende Ortskenntnis. Besonders im Be - reich des Fühlinger Sees haben Einsatz- kräfte des Regelrettungsdienstes häufig Schwierigkeiten, die Patient*innen zu finden oder zu erreichen. Ist die DLRG einsatz - bereit, ist mindestens ein*e Sanitäter*in vor Ort. Um diese Vorteile zu nutzen, wird die DLRG während der Durchführung von Wasser rettungsdiensten in Poll und Füh- lingen seit Sommer 2024 zu landseitigen Rettungsdiensteinsätzen alarmiert. 64 Rettungsdienst 65 D ie Alarmierung erfolgt parallel zum Regel- rettungsdienst zu bestimmten Einsatzstich - worten: Sobald eine Alarmierung der DLRG zu einem landseitigen Rettungsdienstein - satz erfolgt ist, wird ein Trupp als First Res ponder zu der genannten Einsatzstelle ents - andt, um den*die Patient*in erstzuversorgen. Zeitgleich wird bei Bedarf ein*e Einweiser*in für den Rettungsdienst bereitgestellt. Erste Zwischenbilanz Seit der Einführung im Sommer 2024 wurde die DLRG mehrfach als First Respon - der alarmiert. Dabei zeigte sich, dass die First Responder in beiden Einsatzgebieten einen Zeitvorteil gegenüber dem erstein- treffenden Rettungswagen hatten und den Patient*innen früher medizinische Hilfe zu- teilwerden konnte. Ersthelferin gefunden! Herzliches Treffen von Lebensretterin und Gerettetem Pflegefachfrau Jenna Müller war am 5. Mä rz gegen 8 Uhr auf dem Marktplatz in Mül - heim unterwegs. Als sie aufgeregte Rufe nach „Peter, Peter!“ hörte, wurde sie stutzig. Sie folgte den Rufen und sah einen älteren Mann am Boden liegen – bereits in der sta - bilen Seitenlage. Ein Passant hatte schon ei - nen Notruf abgesetzt, ein RTW war auf dem Weg. An Bord Notfallsanitäter Sener Kilic, Rettungssanitäter Rocky Di Fine sowie Brandmeister und Auszubildender zum Not- fallsanitäter Daniel Ankenbrand. Als Jenna Müller den am Boden liegenden Peter Muhrmann erreichte, überprüfte sie Schmerzreiz und Atmung. Schnell stellte sie fest, dass er nicht mehr atmete. Sie drehte Muhrmann auf den Rücken und begann mit der Wiederbelebung. So lange, bis der Rettungsdienst eintraf und Sener Kilic ihr signalisierte, dass er jetzt übernehme. Der Rettungsdienst führte die Wiederbelebung fort und transportierte Muhrmann in die Uniklinik. Dort übernahm das Team um Priv.Doz . Dr . med . Ch ris toph Adler die weitere Behandlung. Bereits am Nachmittag konnte das künstliche Koma beendet werden. Peter Muhrmann war wach und ansprechbar. Von all dem wusste Jenna Müller aber nichts. Vom guten Ausgang erfuhr sie erst am nächsten Tag über einen Suchaufruf in den sozialen Medien. „Absolutes Glücksge - fühl, dass es ihm gut geht. Ich konnte es gar nicht fassen, mir standen die Tränen in den Augen.“ Sie meldete sich bei der Feuerwehr und es gab an der Uniklinik ein herzliches Wiedersehen zwischen Jenna Müller, Peter Muhrmann und seiner Ehefrau. Was für ein Moment. Christoph Adler war bei dem Treffen da- bei und betonte: „Dass Sie, Herr Muhr- mann, heute hier stehen, das schaffen nur zehn Prozent aller Betroffenen. Eine optimale Rettungskette, die Hand in Hand funktioniert hat.“ Muhrmanns Frau nannte den 5. März mehrmals seinen 2. Gebu rtstag. Auch sie bedankte sich herzlich bei Jenna Müller und den drei Rettern. Muhrmann konnte bereits am Mittwoch das Kranken - haus verlassen. Erste Hilfe rettet Leben! Im Notfall ist jede Hilfe gefragt: Jährlich erleiden in Deutschland rund 70.000 Men- schen außerhalb des Krankenhauses einen plötzlichen Herzstillstand. © Dorothea Hensen N ur jede*r zehnte Betroffene überlebt. Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es innerhalb von drei bis fünf Mi- nuten zu irreversiblen Schäden im Gehirn, wenn keine Herzdruckmassage durchge - führt wird. In mehr als der Hälfte der Fälle sind jedoch Personen anwesend, die ein - greifen und durch eine Herzdruckmassage die Zeit bis zum Eintreffen des professio- nellen Rettungsdienstes überbrücken könnten. Im Jahr 2024 erlitten in Köln 1.027 Men- schen einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Still - stand. Davon wurde bei 854 Menschen eine Wiederbelebung eingeleitet, in 355 Fällen wurde die Reanimation durch Laien durch- geführt. Eine telefonische Anleitung zur Reanimation führte die Leitstelle der Feu- erwehr Köln in 169 Fällen durch. 271 Men- schen konnten mit einem stabilen Kreislauf ins Krankenhaus gebracht werden. 95 wei- tere Personen wurden unter einer laufenden Reanimation in eine Klinik transportiert. 66 Rettungsdienst 67 Teamwork für die Kleinsten Frühchen Marie kam in Neuwied mit 600 Gramm auf die Welt. Als sie einen Darm durchbruch bekam, musste der in einer Spezialoperation an der Uniklinik Köln versorgt werden. Die Operation verlief er- folgreich und nun hieß es für Marie zurück nach Neuwied. U m insbesondere Frühgeborene in einer solchen Notfallsituation möglichst scho - nend zu verlegen, gibt es an der Uniklinik Köln ein Spezialteam aus erfahrenem ärzt- lichem Personal und Intensivpflege, das eng mit dem Rettungsdienst der Stadt Köln sowie der ADAC Luftrettung zusammen- arbeitet. So wie in diesem Fall, organisiert von der Feuerwehr Köln, wurde Marie im Intensivtransporthubschrauber Chris to ph Rheinland von Kinderintensivarzt und Neo - natologe Frank und Kinderkrankenschwe- ster Giulia begleitet. Warum aber der Transport im Hubschrauber? Gerade Frühchen mit einem Geburtsge - wicht von weit unter 1.000 Gram m sind noch sehr empfindlich. Vor allem ihre in- neren Organe. Wenn bei ihrer Versorgung Komplikationen auftreten, sollten sie in ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit speziell ausgebildeten Fachkräften verlegt werden. Zum Beispiel in das Perinatalzen- trum der Uniklinik Köln. D er Hubschrauber-Transport ist schnell und erschütterungsarm. Dadurch minimiert er lebensgefährliche Transportkomplikationen bei unseren kleinsten Patienti*nnen (wie z. B. Hirnblutungen). Beim Transport wird für Frühgeborene ein speziell ausgestatteter TransportInk ubator (Brutkasten) genutzt, der auf eine Rettungstrage aufmontiert ist. M aries Mutter wartete in Neuwied bereits auf ihre Tochter, als diese vom Kölner Team sicher zurückgebracht wurde. © Michael Wodak/MFK (Medizinische Fakultät der Universität zu Köln) © Michael Wodak/MFK (Medizinische Fakultät der Universität zu Köln) 69 68 Rettungsdienst Beauftragung einer Fluggerätebetreibe - rin für den Intensivtransporthubschrau- ber (ITH) Christoph Rheinland Die Stadt Köln ist gemäß § 10 Abs atz 2 des Gesetzes über den Rettungsdienst sowie die Notfallrettung und den Krankentrans - port durch Unternehmer Kernträgerin für die Luftrettung. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde die ADAC Luftret- tung gGmbH erneut durch die Verwaltung für die Dauer von zehn Jahren als Flugge - rätebetreiberin für den Intensivtransport - hubschrauber (ITH) Christoph Rheinland beauftragt. Die ADAC Luftrettung gGmbH stellt die Piloten, während die Besatzung durch die eingebundenen Leistungserbrin- genden und die Berufsfeuerwehr gestellt wird. Festlegungen zur Zuständigkeit des öffentlichen Rettungsdienstes auf dem Werksgelände der LyondellBasell Polyole - fine GmbH am Standort Wesseling Die Werkfeuerwehr der Lyondell Basell Polyolefine GmbH in Wesseling verfügte bisher über eine Genehmigung zur Durchführung von Aufgaben der Not- fallrettung und des Krankentransportes auf dem Werksgelände. Aufgrund gestiegener Anforderungen im Bereich der Aus- und Fortbildung des in der Notfallrettung ein - gesetzten Personals hat die Werksleitung entschieden, die erteilte Genehmigung zum 12. April 2024 zurückzugeben und die rettungsdienstliche Versorgung innerhalb des Werkes zukünftig über den öffentlichen Rettungsdienst sicherzustellen. Das Werksgelände der LyondellBa- sell Polyolefine GmbH erstreckt sich sowohl über das Stadtgebiet der Stadt Köln als auch über das Kreisgebiet des Rhein-Erft- Kreises (Stadt Wesseling). Die Grenze verläuft hierbei nahezu diagonal durch das Werksgelände. Der bezogen auf die Haupt- zufahrten des Werkes (Tore 1 & 2) n ächstge- legene Rettungsmittelstandort ist die Feuer- und Rettungswache der Stadt Wesseling. Daher liegt die grundsätzliche Zuständigkeit des öffentlichen Rettungsdienstes in der Verantwortung des RheinEr ftKr eises. Öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und dem Rhein- Kreis Neuss (RKN) Der Zuständigkeitsbereich der Werk- feuerwehr des CHEMPARK wird sowohl durch den Rettungsdienst der Stadt Köln als auch durch den Rettungsdienst des Rhein-Kreis-Neuss abgedeckt, da die Stadt - grenze durch den CHEMPARK verläuft. Die Stadt Köln und der RheinKreis Neuss decken den Bereich ab, der im jeweiligen Zuständigkeitsber eich liegt. Die Vereinba- rung regelt die jeweiligen Zuständigkeiten und Aufgaben. © Lars Jäger Ausstattung 73 72 Ausstattung Die Feuerwehr Köln hat in den vergangenen Jahren die Prozesse bei der Beschaffung von Fahrzeugen strategisch optimiert. Das Ergebnis der grundlegenden Vorarbeiten ist nun überall im Stadtgebiet sichtbar: Im Jahr 2024 wurden zahlreiche neue Fahr- zeugtypen in Dienst gestellt. Die Feuerwehr Köln präsentierte ihre neun neuen Drehleitern bei einem FotoShooting auf dem Gelände der Deutzer Werft. © Luisa Oberth 74 Ausstattung 75 h t r e b a O s i u © L 76 Ausstattung 77 85 neue Rettungswagen für Köln Nach Durchführung eines europaweiten Vergabeverfahrens wurde der Auftrag zum Bau von (mindestens) 85 neuen Ret- tungswagen im Frühjahr 2023 an die Firma Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahr- zeug GmbH (WAS) vergeben. Der abge- schlossene Rahmenvertrag sah und sieht weiterhin vor, dass über einen Zeitraum von vier Jahren quartalsweise jeweils fünf Fahrzeuge geliefert und dem Einsatzdienst zur Nutzung übergeben werden können. Bei einem Totalschaden könnte über den Rah- menvertrag zudem schnellstmöglich eine Ersatzbeschaffung erfolgen. Außerdem werden die neuen Rettungswagen gemäß der neuen Pool-Vorhaltung nicht mehr einem festen Standort zugeordnet, sondern bedarfsgerecht im Rahmen einer Fahrzeug - rotation eingesetzt. „Die Blaupause für die - ses Vorgehen war letztlich die Beschaffung der neuen HLF-Generation, die ab 2021 an die Feuerwehr Köln ausgeliefert wurde“, erklärt Ortmann. „Diese Grundsyste mat ik von damals haben wir in die Beschaffungs - offensive der anderen Fahrzeugtypen überführt.“ Zu der Grundsystematik, mit der in gewis - sen zeitlichen Abständen ein Teil des Fahr- zeugbestands regelmäßig erneuert werden soll, gehört auch die Vereinheitlichung der Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge durch die Einsatzkräfte. Die Grundlage bildet da - bei das E-Learning, mit dem die auf dem jeweiligen Fahrzeug eingesetzten Einsatz- kräfte in die neue Fahrzeugtechnik theo - retisch eingewiesen werden. I m Anschluss an das erfolgreich absolvierte E-Learning erfolgt dann die praktische Un - terweisung durch wacheigene Multiplika- toren*innen an den Standorten mit einem Fahrzeug der neuen Generation. „Eine Be - schaffung beinhaltet eine große Bandbreite an Maßnahmen“, resümiert Ortmann. „Von der Ausarbeitung der Anforderungsprofile im engen Austausch mit dem Einsatzdienst bis zur Erstellung eines E-Learnings für die theoretische Unterweisung muss alles mit- bedacht werden.“ Bei der Einführung von baugleichen Fahrzeugtypen gehört ein durch die Einsatzkräfte zu absolvierendes E Lea rning mittlerweile zum Standard. RTW und N-KTW Im Rettungsdienst wurden die ersten von insgesamt 85 Ret tungswagen der neuen RTW-Generation in Dienst gestellt . RTW RTW (Rettungsdienst) Fabrikat/ Typ VW Crafter Länge 6,6 Meter Breite 2,95 Meter Höhe 2,7 Meter Zul . Gesamtmasse 5,5 Tonnen Ausstattung • 4 Geräteräume auf beiden Seiten • Stryker Tragestuhl (rein manuell) • stationäre O2-Versorgung/Beatmungsgerät • voll umfängliches med. Verbrauchsmaterial • Sondersignalanlage mit Martinshorn 78 Ausstattung 79 Feuerwehrkrane Im Jahr 2024 wurden zwei baugleiche Feuer wehrkrane der Firma Grove an die Feuer wehr ausgeliefert . Die beiden neuen Kranwagen lösten die Vorgängermodelle aus den Jahren 1992 und 1999 auf den Feuer- und Rettungswachen Marienburg und Weidenpesch ab und erweitern die Gefah renabwehr der Stadt Köln um ihre speziellen Fähigkeiten. Die beiden Krane tragen zur Modernisierung des Fuhrparks der Feu - erwehr Köln bei und verfügen jeweils über drei Achsen und eine zuläs- sige Gesamtmasse von 36 Tonnen. Technische Ausstattungen wie Kamera und Beleuchtungssysteme sowie eine intuitive Bedienung runden das Paket ab. Drehleitern I nsgesamt neun baugleiche Drehleitern (DLAK 23/12) wurden im Jahr 2024 an die Feuerwehr Köln geliefert. Wesentliche Unterschiede zu den bisher eingesetzten Drehleitern sind neben dem bis zu 75° ab- winkelbaren Gelenkarm eine Direktein - stiegsfunktion zur automatischen Ablage des Rettungskorbes vor dem Fahrerhaus und eine Krankentragenhalterung, welche die Aufnahme einer Schleifkorbtrage er- möglicht. Außerdem sind die Fahrzeuge mit einem VideoAbstützsystem und der Sicherheitsfunktion Magirus SkyBeam aus - gestattet. Erstmals erhält auch die Feuer - wehrschule eine eigene Drehleiter für die Aus und Fortbildung. Fabrikat/ Typ M32L-AS Normbezeichnung DLAK 23/12 Länge 10,2 Meter Breite 2,5 Meter Höhe 3,3 Meter Gesamtmasse 15,7 Tonnen Leitersatz 4tlg. Leitersatz mit Gelenkarm, 30 Meter Rettungskorb max. 4 Personen oder 400 kg, KTL mit Aufnahme für Trage bis 270 kg 80 Ausstattung 81 Lösc hfahrzeug-Logistik Bei dem für die Feuerwehr Köln neue n Fahr- zeugtyp handelt es sich um ein Löschfahr- zeug mit eingebautem Löschwassertank und einer technischen Ausstattung in Kombi- nation mit einer multifunktional nutzbaren Gerätewagen-Logistik und einer multifunk- tionalen Ausstattung, die gemäß Einsatz- bedarf aufgeladen werden kann . Fabrikat/ Typ SCANIA Normbezeichnung nicht genormt Länge 8,2 Meter Breite 2,5 Meter Höhe 3,3 Meter Gesamtmasse 18,0 Tonnen Aufbau/ Geräteräume • WISStec Aluminiumaufbau mit 2 Geräteräumen • Ladefläche mit 6 Palettenstellplätzen • 2.000 kg Ladebordwand Ausstattung (Aufbau) • Feuerlöschkreiselpumpe • L öschwasservolumen 1.000 Liter • Sondersignalanlage • Verkehrswarneinrichtung • Umfeld- und Einsatzstellenbeleuchtung LF-L 82 Ausstattung 83 Mit der Einführung wird eine anlass- und aufgabenbezogene vari - able Nutzung der insgesamt zehn Fahrzeuge durch die Freiwillige Feuerwehr möglich, um die zahlreichen Sonderaufgaben weiterhin wahrzunehmen. Die Feuerwehr Köln verfügt bereits über 18 HLF 2 0, d ie seit 2021 in Dienst gestellt wurden. Fahrzeugbeschaffungsprogramm 2024 Der Rat der Stadt Köln hat dem Bedarf zur Neu bzw. Ersatzbeschaffung von ver- schiedenen Fahrzeugen im Bereich Brand - schutz in Höhe von ca. 24 Millionen Euro und im Bereich Rettungsdienst in Höhe von ca. drei Millionen Euro in seiner Sitzung vom 27.06.2024 zugestimmt. Dabei wird durch die Zusammenfassung der Bedarfe zu jeweils entsprechenden Beschaffungs- paketen die strategische Ausrichtung der Feuerwehr Köln weiter fortgeführt. Die Freigabe der benötigten finanziellen Mittel reicht bis ins Haushaltsjahr 2027. Insgesamt soll das Beschaffungsprogramm nach kompletter Umsetzung zu einer Erhö - hung des Fahrzeugbestandes um 13 Fahr- zeuge führen. 85 84 Au sstattung Die Ausfahrt erfolgt seit der Inbetriebnahme des neuen Erweiterungsbaus über den Mülheimer Ring. Mehr Platz für die Mannschaft Mit rund 2.000 Quad ratmetern zusätzlicher Nutzfläche ersetzt ein neuer Erweiterungs - bau der Feuer- und Rettungswache 9 in Köln-Mülheim seit 2024 die bisher ge- nutzten Interimsbauten und bietet nun mo - derne Räumlichkeiten wie Ausbildungs- und Schulungsräume, Einzelruheräume und eine Sporthalle für die Mitarbeitenden. „Die Er - weiterung ist ein freudiger Anlass, der uns stolz macht. Mülheim entwickelt sich sehr schnell und ist daher ein Stadtteil, in dem wir auch die Gefahrenabwehrstruktur weiter stärken müssen“, betont Dr. Chr istian Miller, Leiter der Feuerwehr Köln. N ach Abschluss der letzten Arbeiten konn - ten die Mitarbeitenden der Feuer- und Ret- tungswache 9 ihr e neuen Räumlichkeiten bereits im April beziehen. Im Oktober folgte schließlich in Anwesenheit von Stadtdi- rektorin Andrea Blome die offizielle Eröff- nung, bei der der Erweiterungsbau auch der Presse, der Politik und der Öffentlichkeit präsentiert wurde. 86 Ausstattung 87 Neben der Fahrzeughalle und den Ruheräumen wurden auch andere Räumlichkeiten wie beispielsweise die Küche komplett neu eingerichtet. Dabei überreichte Blome Wachvorste- her Christian Jacobs symbolisch eine Figur des heiligen Florian als Glücksbringer. Im Anschluss daran nutzten zahlreiche weitere Interessierte aus der Bevölkerung die Mög- lichkeit, die Wache zu besichtigen. Zusätz- lich wurde ein kleines Rahmenprogramm mit Fahrzeugpräsentation und Reanima- tionstraining geboten. M it der Inbetriebnahme erhalten die mitt- lerweile weit mehr als 100 Mit arbeitenden der Feuer- und Rettungswache 9 ein a nge- messenes Arbeitsumfeld für die Abarbei - tung von weiter steigenden Einsatzzahlen. Die Feuerwache Mülheim ist nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Nähe zur A3 ein wich- tiger Standort, denn die stark befahrene Autobahn birgt traditionell ein hohes Gefahrenpotenzial. St adtdirektorin Andrea Blome überreichte Wachvorsteher Christian Jacobs zur Eröffnung eine Figur des heiligen Florian. 88 Ausstattung 89 Fast 100-jährige Geschichte Der neue Erweiterungsbau ist die dritte Er- weiterungsmaßnahme der ursprünglich im Jahr 1928 von sechs Einsatzkräften in Be - trieb genommenen Wache an der Bergisch Gladbacher Straße. Aufgrund von konti nuierlich steigenden Einsatzzahlen musste sie bereits in den Jahren 1962 und 1992 um jeweils eine Fahrzeughalle erweitert werden. Weil die Einrichtung weiterer Sozialräume hierbei nicht berücksichtigt worden war, wurden diese im Jahr 2000 in temporäre Ersatzbauten im nördlichen Bereich der Wa- che ausgelagert. Der Platzmangel konnte aufgrund des anhaltenden Personalanstiegs jedoch nur vorübergehend behoben werden. Der Wachstandort an der Bergisch Gladbacher Straße wurde im Jahr 1928 in Betrieb genommen. Holger Engels, Projektverantwortlicher der F euerwehr Köln © RBA Die wichtigsten Daten der Feuer- und Rettungswache 9 100 M itarbeitende 8.125 m³ Bruttorauminhalt 1.960 m² Bruttogrundfläche 13 m x 47 m x 14 m Ge bäudemaße 1.300 m³ Beton 390 t Betonstahl 9190 Au sstattung Vom Provisorium zum Neubau Nach rund zwei Jahren Bauzeit war es so weit: Die neue Rettungswache in Köln-Wor- ringen konnte im November offiziell eröff- net werden und ersetzt fortan die 2019 am gleichen Standort provisorisch errichtete Leichtbauhalle, in der bereits ein Rettungs - wagen stationiert war. Stadtdirektorin Andrea Blome und der Lei - ter der Feuerwehr Köln, Dr. Ch ristian Mil- ler, stellten den polygonförmigen Neubau den mehr als 100 Anw esenden aus Verwal- tung, Politik, Feuerwehr, Polizei und ein- geladenen Gästen der Worringer Bevölke- rung näher vor. Das Wachgebäude wurde polygonförmig in d ie bestehende Umgebung integriert. Bis zum Neubau diente eine provisorisch errichtete Leichtbauhalle als Wagenhalle. Mit dem fertiggestellten Gebäude an der St.TönnisSt raße erreicht die Feuer- wehr Köln einen weiteren Meilenstein zur Optimierung der gesamtstädtischen Notfall - versorgung. „Wir haben hier nun aus Sicht der Gefahrenabwehr eine exzellente Infra- struktur für die Zukunft“, erklärte Dr. Ch ris tian Miller im Hinblick auf die wachsenden Bevölkerungszahlen im Kölner Norden und die mögliche Unterbringung eines zweiten Einsatzmittels in der Wache. Zudem werden sich die Arbeitsbedingungen für die dienst- habende Besatzung, die bisher in einem an- grenzenden Wohnhaus untergebracht war, erheblich verbessern. 92 Ausstattung 93 Baubeginn eines neuen Wachgebäudes in Rodenkirchen Für den integrierten Neubau einer Rettungs - wache und eines Gerätehauses der Freiwil- ligen Feuerwehr in Rodenkirchen sind die Bauarbeiten im Juni angelaufen. Mit dem Bauvorhaben in der Sürther Straße 16 7 soll vor allem im Bereich Rodenkirchen eine Ver- besserung der Eintreffzeiten von Einsatz- fahrzeugen erreicht werden. Gleichzeitig soll die Löschgruppe Rodenkirchen mehr Platz für ihre stetig anwachsenden Aufga- ben erhalten. D erzeit sind die Rettungswache und das Gerätehaus noch in stark sanierungsbedürf - tigen Räumlichkeiten nahe dem Ortszen- trum in der Schillingsrotter Straße 36 un ter- gebracht. „Mit einem Neubau begegnen wir der städtebaulichen Entwicklung in Roden - kirchen mit stark steigenden Einwohnerzah- len und nutzen gleichzeitig die Vorteile der Zusammenlegung von Gerätehaus und Ret- tungswache“, begründet Dr. Ch ristian Miller, Leiter der Feuerwehr Köln, die Notwendig- keit der räumlichen Neustrukturierung im Kölner Süden. Der geplante Neubau gliedert sich in eine eingeschossige Fahrzeughalle und ein dreigeschossiges Hauptgebäude. Mit einer Fertigstellung des Wachgebäudes wird im Jahr 2026 gerechnet. Planungen zum Umzug der Feuer- und Rettungswache 7 Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung vom 12. Dezember grünes Licht für die wei- teren Planungen zum Umzug der Feuer- und Rettungswache 7 an i hren neuen Standort an der Steinstraße/Humboldtstraße in Eil gegeben. Mit der geplanten Verlagerung der Wache von der Kaiserstraße in Porz wird die Feuerwehr Köln die erste Maßnahme der im aktuellen Brandschutzbedarfsplan beschriebenen Handlungsfelder zur Opti - mierung eines flächendeckenden Schutz niveaus im Kölner SüdOs ten umsetzen. „Die weitere Optimierung der Schutzziel - erreichung hat für die Feuerwehr Köln die höchste Priorität. Mit dem Ratsbeschluss haben wir hinsichtlich der Feuer- und Ret- tungswache 7 nu n die nötige Planungs- sicherheit“, freut sich Dr. Ch ristian Miller. Der mit dem Umzug verbundene Neubau der Feuer- und Rettungswache 7 sol l nach derzeitigem Stand mindestens 20 St ell- plätze für Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst bieten und zudem Ausbau reserven für die weitere Zusetzung von Einsatzmitteln beinhalten. Die veran- schlagten Kosten in Höhe von 2,75 Millio- nen Euro dienen der Umsetzung der ersten Planungsphasen. Generell verfügt der Neubau über eine Ge - samtfläche von 564 Quadratmetern sowie Ruhe- und Sozialräume, Sanitäranlagen, Funktionsräume und eine zweizügige Fahr- zeughalle. Perspektivisch können hier bis zu sechs Einsatzkräfte stationiert werden. Das Gebäude ist bis auf die Fahrzeughalle im Passivhausstandard wärmegedämmt. Das Heizsystem besteht aus Wärme- pumpe und Gastherme, auf dem Dach wird noch eine PhotovoltaikAnl age errichtet. Zur Eröffnung der Rettungswache kam auch Stadtdirektorin Andrea Blome nach Worringen. Technik 96 Technik 97 Neue Ära der Alarmierung Im Zuge des Projekts „Leitstelle 2020“ ist im Februar 2024 der neue Wachalarm auf den Feuer- und Rettungswachen gestar- tet. Nachdem in den Vorjahren bereits die neue Einsatzleitsoftware IGNIS-Plus der Firma Sopra Steria erfolgreich in Betrieb ge- nommen wurde, konnte damit ein weiterer Meilenstein im Bereich der Alarmierung erreicht werden. Der alte Wachalarm wurde am 3. April 2024 vollständig abgeschaltet, sodass die Einsatzmittel im Brandschutz und Rettungsdienst fortan ausschließlich über die neue Wachalarmtechnik sowie digi- tale Meldeempfänger alarmiert werden. „Der neue Wachalarm bietet zahlreiche Vorteile für unsere Einsatzkräfte und sorgt gleichzeitig für noch mehr Sicherheit hin- sichtlich unserer Alarmierungsvorgänge“, erklärt Dennis Richmann, Abteilungsleiter der Abteilung 373 – Informationssysteme. Die Inbetriebnahme des neuen Wachalarms der Firma Eurofunk erfolgte in drei Schrit- ten. Zunächst wurde eine neue Version von IGNIS-Plus in der Leitstelle installiert, um eine Schnittstelle zur Ansteuerung der neuen Wachalarmtechnik in den verschie- denen Liegenschaften zu ermöglichen. Ansc hließend wurde diese Schnittstelle im Kommunikationssystem ASGARD der Firma Frequentis in der Leitstelle akti- viert, um die Einsatzleitsoftware und den Wachalarm technisch zu verbinden. Die somit unabhängige Steuerung des Wachalarms ist gleichzeitig eine Rückfall- ebene, um die Alarmierung und Erreich- barkeit der Wachen auch bei einer Störung der Einsatzleitsoftware sicherzustellen. Die finale Produktivschaltung stand am Ende der Umstellungsmaßnahmen und wurde von Mitarbeitenden des IT-Servicecenters engmaschig begleitet, um Ausfälle bei den durchweg alarmierungskritischen Arbeiten zu verhindern. Der neue Wachalarm bietet zahl- reiche Vorteile für unsere Einsatz- kräfte und sorgt gleichzeitig für noch mehr Sicherheit hinsichtlich unserer Alarmierungsvorgänge. Andreas Rüdell kümmert sich bei der Feuerwehr Köln federführend um die Wachalarmtechnik. Än derungen nach der Umstellung Durch die neue Wachalarmtechnik ergeben sich bei der Alarmierung folgende Änderungen: • Die Sprachdurchsage (TexttoSp eech) wird mit einer anderen Stimme gesprochen als bisher. Zudem handelt es sich um ein lernendes System, das eventuell fehlerhaft ausgesprochene Inhalte (z. B. S traßen namen) korrigiert. • Einsatzstichworte werden zukünftig voll- ständig ausgesprochen (z. B. P TUER = „Person hinter Tür“). • Einsatzmittel werden mit der OPTA- Kennung genannt (z. B. „ 9HL F1“ ). • Die Einsatzleitsoftware erzeugt für jede Wache einen eigenen Alarmauftrag. Dadurch werden bei der Alarmierung mehre rer Wachen die Einsatzmittel der eigenen Wache immer zuerst genannt. • Zukünftig ermöglicht die Technik über ein Raumbelegungs-Tableau eine anpassbare, ruheraumbezogene Einsatzmittelzuordnung. • Auch die Rettungswachen werden mittels Wachalarm und automatisierter Durchsage alarmiert. 98 Technik 99 Rettungsdienstliche Einbindung von externen RTW Um die an sehr stark belasteten Tagen (z. B. 11.11. und Weiberfastnacht) zusätzlich extern beauftragten Rettungswagen (RTW) nahtlos in den Kölner Rettungsdienst zu integrieren, hat die Feuerwehr Köln damit begonnen, diese RTW vollständig mit Technik aus Kölner Hand auszustatten. Die Abteilung 37 3 – Informationssysteme pro- grammierte dafür spezielle Handfunkgeräte, die wie ein Fahrzeugfunkgerät in einem RTW funktionieren. Zusätzlich wurden digitale Meldeempfän - ger programmiert und ausgegeben. Die Abteilung 37 4 – Rettungsdienst beschaffte zusätzlich Kisten, die mit Fahrzeugbeschil- derung, Köln-Atlas, Divi-Protokollen, Trans- portscheinen, dem digitalen Meldeempfän - ger und dem Handfunkgerät gefüllt wurden und zu den Karnevalstagen an der tempo - rären Rettungswache 15 i n der Innenstadt an die Fahrzeugbesatzungen der externen RTW ausgegeben werden. Zusätzlich wurde in Zusammenarbeit mit der Leitstelle ein Willkommensheft zusammengetragen, in welchem die RTW-Besatzungen alle Kölner Besonderheiten bis hin zu den Rufnummern der Leitstelle nachlesen können. Durch die so geschaffenen technischen und organi - satorischen Möglichkeiten ist es nun mög- lich, Rettungsmittel aus ganz Deutschland unter dem Funkrufnamen „15RT W01 b is 15RTW15 Rettungswagen” in den Köl- ner Rettungsdienst zu integrieren. In der Leitstelle können diese genauso geführt werden wie normale Kölner Rettungsmittel. Die Alarmierung dieser externen Ret- tungsmittel in der Einsatzleitsoftware IGNIS-Plus erfolgt anhand einer speziellen Alarmierungsregel. Diese sorgt dafür, dass die externen RTW bei Einsatzstichworten ohne Notarzt im Veranstaltungsbereich (Innenstadt) bevorzugt alarmiert werden. Bei Notarztindikation wird jedoch die Nä c hste-Fahrzeug-Strategie angewandt, um ein schnellstmögliches Eingreifen durch medizinisch ausgebildetes Personal sicher- zustellen. Stichworte, bei denen Detail - wissen aus den Kölner Einsatzkonzepten (z. B. FEUER PRHEIN MANV) nötig ist, wer- den bevorzugt mit Rettungsmitteln aus Köln beschickt. Im Rahmen der vergangenen Veranstal- tungstage war das Feedback der Fahrzeug- besatzungen zum Einsatz der „15erRT W“ sehr gut. Die externen RTW konnten den Rettungsdienst durch ihren Einsatz um insgesamt deutlich über 100 Ei nsätze in ihren zwölf Stunden Dienstzeit entlasten. Dadurch wurde der Effekt, dass das Ein - satzleitsystem Fahrzeuge aus der Peripherie des Kölner Stadtgebietes zu karnevals- bedingten Einsätzen in der Innenstadt heranzieht, bis auf ein Minimum reduziert. Da sich das Konzept bewährt hat, steht dessen Weiterentwicklung stetig auf der Agenda der beteiligten Abteilungen. Bei Großveranstaltungen werden zusätzliche RTW aus dem Bundesgebiet in den Kölner Rettungsdienst integriert (hier links: 15 RT W10 ). © Jan Ohmen Jeder zusätzliche RTW erhält zur Einbindung in die Kölner Strukturen ein solches Technik Se t. 100 Technik 101 Optimierung des Digitalfunks Im März und April 2024 sind alle Digital - funk-Endgeräte der Feuerwehr Köln mit einem Update auf den neuesten Stand gebracht worden. Das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen hatte zuvor die Frist für die Updates per Erlass verkürzt, damit zur Fußball-Europa- meisterschaft alle Funkgeräte in NRW auf dem gleichen Softwarestand waren. Mit der Maßnahme sollten Kommunikationspannen während der Europameisterschaft ver- hindert werden, weil während des Turniers sehr viele überörtliche Einheiten in den NRW-Spielstädten in Bereitschaft sein würden. Die Installation des Software-Updates wurde bei der Feuerwehr Köln von speziell geschulten Einsatzkräften auf den Feuer- und Rettungswachen durchgeführt. Die neue Musterprogrammierung auf den Endgeräten beinhaltete beispielsweise diverse Anpassungen der Tastaturen, eine Festlegung der Einschaltlautstärke, eine Änderung der automatischen Tastensperre und eine aktualisierte Warnung bei einem zu alten Akku. Nach dem Update der Digitalfunk-Endge- räte wurden auch die Kommunikations- pläne überarbeitet. Die Bezeichnungen der Rufgruppen für das Land NRW waren dabei zentral vorgegeben worden, um eine größtmögliche Vereinheitlichung von Rufgruppen be zeichnung und Kurzwahl zu erreichen. Neue Standortverwaltung von RD-Fahrzeugen Ab Oktober 2024 wird die Verwaltung von Fahrzeugen des Rettungsdienstes über die Einsatzleitsoftware IGNIS-Plus durchge - führt. Nach einer abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit sowie einer gewissen- haften Kennzeichenübermittelung durch die Feuer- und Rettungswachen wurden die entsprechenden Daten durch die Abtei- lung 373 – Informationssysteme in einem aufwendigen Verfahren in IGNIS-Plus eingepflegt. Um die Datenversorgung auf dem aktuellen Stand zu halten, muss fortan jeder Fahr - zeugtausch oder jede Standortänderung von Fahrzeugen des Rettungsdienstes durch die Besatzung gemeldet werden. „Mit der zentralen Standortverwaltung über IGNIS-Plus haben wir nun jederzeit einen umfassenden Überblick über die zur Ver- fügung stehenden Rettungsmittel“, betont Dennis Richmann, Abteilungsleiter von 373. © Lars Jäger Aus- und Fortbildung B ei MANV-Übungen wird die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen trainiert. 105104 Aus- und Fortbildung © Lars Jäger Dynamische Patientensimulation Im Jahr 2024 hat die Feuerwehr Köln die dynamische Patientensimulation erfolgreich in ihr Fortbildungsprogramm integriert. Das Trainingskonzept für Großschadensereig- nisse im Rettungsdienst ermöglicht es den Teilnehmenden, bei einer größeren Anzahl Verletzter unter Zeitdruck die richtigen Ent- scheidungen an der Einsatzstelle zu treffen. Die Simulation basiert auf einem Karten - system, das verschiedene Patient*innen mit unterschiedlichen Verletzungsmustern darstellt. Jede Karte beschreibt spezifische Verletzungen und den aktuellen Zustand der Patient*innen, wodurch die Teilnehmenden gezwungen sind, schnell und präzise zu handeln. Mithilfe von bereitgestelltem Material, das durch MaßnahmenEt iketten (z. B. „ Druck- verband“, „Blutdruckmessung“, „Infusions- therapie“) dargestellt wird, simulieren die Teilnehmenden die Versorgung der Pati- ent*innen innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums. Ein zentrales Element der Simulation ist die Entscheidungsfindung: Je nachdem, welche Maßnahmen die Teilnehmenden ergreifen oder unterlassen, verändert sich der Zustand der Patient*innen. So müssen sie beispielsweise entscheiden, wer von fünf Patient*innen die letzte Infusion aus dem Notfallrucksack erhält, damit möglichst alle überleben. Diese kritische Entscheidung schärft das Bewusstsein für Prioritäten in der Notfall - versorgung und fördert die Teamarbeit unter Druck. Die Lernziele der dynamischen Patienten- simulation sind klar und präzise formuliert. Die Teilnehmer*innen sollen die Aufgaben des ersteintreffenden Rettungswagens erlernen, insbesondere im Hinblick auf die nichtärztliche Vorsichtung. Hierzu wird der mSTaRTAlgo rithmus angewendet. Ein weiteres zentrales Ziel besteht darin, das PEST-Prinzip (Priorisieren, Erstversor- gung, Soforttransporte, Transporte aller Patient*innen) zu verinnerlichen. Dieses Akronym dient den Teilnehmenden als hilf- reiches Werkzeug, um die wesentlichen Aspekte einer Patientenversorgung im Groß schadensfall stets im Blick zu behalten. Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv. Viele berichteten von einer gesteigerten Sicherheit in der Ent- scheidungsfindung und einem besseren Verständnis für die Abläufe bei der Patien- tenversorgung. Die dynamische Patienten simulation hat sich somit als wertvolles Instrument in der Fortbildung der Feuer- wehr Köln etabliert und trägt entscheidend zur Verbesserung der Notfallversorgung bei. Unterstützt durch Honorarkräfte werden bei 42 Veranstaltungen mit je 48 Te ilnehmenden jedes Jahr rund 2.000 Mitarbeitende im Köl - ner Rettungsdienst fortgebildet. Die Patientensimulation erfolgt mithilfe eines Karten systems, das verschiedene Patient*innen mit unterschiedlichen Verletzungsmustern darstellt. In der Ausbildung wird die interdisziplinäre Kooperation zwischen Feuerwehr - kräften und Notfallsanitäter*innen anhand von Übungsszenarien trainiert. 107106 Aus- und Fortbildung Kooperation von Feuerwehr- und NotSan-Schule In einem bemerkenswerten Beispiel für interdisziplinäre Kooperation haben die Feuerwehrschule und die Berufsfachschule für Notfallsanitäter*innen (NotSan) ihre Kräfte gebündelt, um gemeinsame Übun- gen durchzuführen. Die Initiative zielt darauf ab, das Konzept der „Gefahrenabwehr aus einer Hand“ in die Praxis umzusetzen und den Einsatzkräften ein tieferes Verständnis für die Arbeitsweisen und Bedürfnisse der jeweils anderen Disziplin zu vermitteln. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fanden verschiedene Übungseinheiten statt, darun - ter kleinere Schulungen (z. B. Ver wendung einer Drehleiter mit Krankentragenlage- rung (KTL) im Rettungsdiensteinsatz). Der Höhepunkt war jedoch eine groß angelegte Übung, bei der auch die Universitätsklinik der Stadt Köln sowie die Besatzung des neu eingeführten Ausbildungs-HLF einbezogen wurden. Das Szenario dieser Übung simulierte einen Verkehrsunfall mit fünf verletzten Personen, von denen eine im Fahrzeug eingeklemmt war sowie zwei Passant*innen schwer ver- letzt waren und notärztliche Versorgung benötigten. Diese realitätsnahe Situation bot die per- fekte Gelegenheit, die Koordination zwi - schen Feuerwehr, Rettungsdienst und ärztlichem Personal zu trainieren und zu optimieren. Die Übung ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre jeweiligen Fähigkeiten und Expertisen einzubringen und gleich - zeitig die Herausforderungen und Anforde- rungen der anderen Einsatzkräfte besser zu verstehen. Durch die gemeinsame Arbeit an diesem komplexen Szenario konnten die zeitlichen Abläufe im Sinne einer schnel- leren und effektiveren Rettung der Verletz- ten verbessert werden. Diese Art der inter - disziplinären Zusammenarbeit kommt im Endeffekt der Sicherheit aller Menschen in Köln zugute. Sie stellt sicher, dass im Ernst- fall alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten können, um Leben zu retten und Schaden zu minimieren. Die Abteilung 376 – Aus un d Fortbildung der Feuerwehr Köln wird auch in Zukunft derartige Kooperationen fördern und ausbauen. Geme insame Übungen führen in der Summe zur Gefahrenabwehr aus einer Hand. © Lars Jäger Z entralisierung von Aus- und Fortbildung im Rettungsdienst Im Juni 2024 ist das Team Weiterbildung der Rettungsdienstschule erfolgreich vom Führungs- und Schulungszentrum in die Boltensternstraße umgezogen. Dieser Schritt war notwendig geworden, da die feuerwehrtechnische Aus- und Fortbildung zunehmend Räume und Flächen benötigte. Das Team Weiterbildung der Rettungs- dienstschule verantwortet, koordiniert und gestaltet Kursformate von der Ersten Hilfe über den Intensivtransport, Notfallsanitä - ter*innen auf dem Notarzteinsatzfahrzeug bis zur Zertifizierung neuer Mitarbeitender im Notarztdienst in Zusammenarbeit mit der ärztlichen Leitung des Rettungsdienstes. Die Entscheidung für den Umzug in die Bol- tensternstraße lag nahe, da dort bereits seit mehreren Jahren die Notfallsanitäter*innen, aber auch Rettungssanitäter*innen in der feuerwehrtechnischen Grundausbildung für die Feuerwehr Köln ausgebildet werden. Durch diese Zusammenlegung ergeben sich gleichzeitig zahlreiche Vorteile in der Zu- sammenarbeit und Nutzung gemeinsamer Ressourcen für die Aus- und Fortbildung im Rettungsdienst. Neben einer großen Vor- haltung von Trainingsmaterial und -geräten sowie eines wachsenden Fuhrparks, der nun aus insgesamt sechs Rettungswagen be - steht, konnte damit der Raumbedarf optimal gedeckt werden. An dem neuen Standort in Riehl stehen für Lehrgänge neben aus - reichend Seminar- und Gruppenräumen auch mehrere Simulationsräume zur Ver- fügung. Darüber hinaus profitieren Lehr- kräfte und Teilnehmer*innen von der hohen Expertise des Kollegiums aus der Ausbil - dung für Notfallsanitäter*innen und können so wertvolle Synergien nutzen. 108 Aus- und Fortbildung 109 M oodle-Plattform für alle Seit Ende 2024 stellt die Abteilung Aus und Fortbildung ihre Moodle-Plattform auch anderen Abteilungen innerhalb der Berufs - feuerwehr zur Verfügung. Diese Erweite- rung ermöglicht es nun einer Vielzahl von Bereichen, digitale Lern- und Austauschfor- mate zu erstellen, Wissen effizient zu ver- mitteln und die interne Kommunikation zu verbessern. Die Moodle-Plattform hat sich abtei - lungsintern bereits als zentrales Tool für digitale Schulungen und Fortbildungen etabliert. Mit derzeit 426 Kursen und über 4.600 aktiven Teilnehmenden bildet sie eine leistungsfähige Grundlage für modernes Lernen und digitale Kollaboration. D urch die Öffnung für weitere Abteilungen entsteht eine zentrale, abteilungsübergrei- fende Lernplattform, die den Wissenstrans - fer fördert und den digitalen Wandel bei der Feuerwehr Köln weiter vorantreibt. Durch die Bereitstellung von Moodle für weitere Abteilungen wird die Nutzung einer einheit- lichen Lernplattform ermöglicht, was Syner- gien schafft und den Verwaltungsaufwand reduziert. Abteilungen, die bisher eigene Systeme oder manuelle Schulungsformate genutzt haben, profitieren nun von einer strukturierten, bewährten und zentral ver- walteten Lösung. Bei Fragen oder für die Einrichtung eigener Kurse bietet die Abtei- lung Aus- und Fortbildung überdies einen technischen Support an. 110 Aus- und Fortbildung 111 Zertifizierte Erste-Hilfe-Ausbildung Seit Januar 2024 ist die Rettungsdienst schule offiziell für die ErsteHilf eAu s bil dung nach den Vorgaben der Deutschen Ge - setzlichen Unfallversicherung (DGUV) anerkannt. Der Antrag dazu wurde zuvor im Dezember 20 23 gestellt und erfolgreich bewilligt. Für die Anerkennung mussten verschie- dene Anforderungen erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem die Qualifikation der Ausbildenden, geeignetes Lehrmaterial und eine lückenlose Dokumentation. Ebenso spielen die räumliche und die technische Ausstattung eine entscheidende Rolle. Die Rettungsdienstschule konnte diese Voraus- setzungen vollständig erfüllen und damit die Basis für eine hochwertige Erste-Hilfe- Ausbildung schaffen. Aktuell verfügt die Rettungsdienstschule über elf zertifizierte ErsteHilfeAu sbilder*innen. Die Erste-Hilfe-Kurse sind integraler Be - standteil der Grundausbildung für die Frei- willige Feuerwehr, für den Grundlehrgang für Brandmeisteranwärter*innen sowie für die amtsinterne Schulung betrieblicher Ersthelfer. Aufgrund der erteilten Ermächti- gung und der optimalen räumlichen Bedin - gungen findet die ErsteHi lfeAu sbildung im Führungs- und Schulungszentrum in der Scheibenstraße statt. Hier stehen moderne Schulungsräume und die notwendige Aus- stattung zur Verfügung, um eine praxisnahe und qualifizierte Ausbildung sicherzustellen. W eichenstellung im Hintergrund Ein Team von fünf Gerätewarten hat mit der Wartung und Instandhaltung der Aus rü s- tung auch im Jahr 2024 für einen reibungs- losen Ablauf in der feuerwehrtechnischen und rettungsdienstlichen Ausbildung ge - sorgt. Im Bereich der Einsatzübungen wur- den beispielsweise über 17.000 Fl aschen- füllungen für die 150 At emschutzgeräte der Abteilung 37 6 – Aus u nd Fortbildung durchgeführt. Darüber hinaus fallen auch 15 HLF, 6 RTW und 33 Rea nimations phantome in den Verantwortungsbereich der Sachgruppe. Sechs Mitarbeiter*innen im Geschäftszim - mer gewährleisteten dabei den reibungs- losen administrativen Ablauf. Im Jahr 2024 hat es auch organisatorisch weitreichende Veränderungen gegeben: Hierzu zählten die Einrichtung eines neuen Gerätwartbüros, das mit drei Arbeitsplätzen ausgestattet ist, und Verbesserungen in der IT. Außerdem konnten zusätzliche Lagerflächen erschlos - sen und umgestaltet werden. © Lars Jäger Freiwillige Feuerwehr 114 Freiwillige Feuerwehr 115 Im Jahr 2024 erreichte die Stabsstelle 37 /1 – Grundsatzangelegenheiten Freiwillige Feuer wehr ihre bedarfsplanerische Vollbe- setzung. Seither arbeiten fünf Mitarbeitende an den steuerungsrelevanten Themen der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Blick zurück zeigt: Die im Rahmen der Neuorganisation 2001 gebildete Stabsstelle begann mit einem Angehörigen des geho - benen feuerwehrtechnischen Dienstes und blieb bis 2017 so besetzt. Die heutige Stabsstelle 37/1 steuert die administrativen Geschäftsprozesse für die ehrenamtlichen Angehörigen der Feuer- wehr Köln. Vereinfacht gesagt heißt das, dass ein steuerungsrelevantes Thema, welches alle ehrenamtlichen Einheiten an- geht, seine Zuständigkeit bei 37/1 findet. Die Stabsstelle ist aber auch Disziplinar- und Inklusionsstelle der gesamten Freiwil- ligen Feuerwehr Köln sowie Dienst u nd Fachaufsicht über den Kinder- und Jugend- bereich der Freiwilligen Feuerwehr. In den letzten Jahren wurden hier einige Projekte für die Freiwillige Feuerwehr an- gestoßen, dazu gehören unter anderem die „Kinderfeuerwehr“, das Projekt „16plus“ sowie „Feuerwehr und Schule“. Die Stabsstelle übernimmt auch Schnittstel - lenaufgaben – die gesamte Feuerwehrver- bandsebene Nordrhein-Westfalens sowie der Stadtfeuerwehrverband Köln e. V. , die Fachstelle für bürgerliches Engagement der Oberbürgermeisterin, Präventionsstel- len als auch andere städtische Ämter finden so ihren Weg in die Freiwillige Feuerwehr. Der wichtige Entwicklungsschritt der per- sonellen Besetzung der Stabsstelle für die Themen der ehrenamtlichen Angehörigen ist getan. Gemeinsam mit dem Sprecher - gremium der Stadtkinder- und Stadtju- gendfeuerwehrleitung werden sie sich in den kommenden Jahren weiter für dieses Themen feld einsetzen. Flittard Mit knapp 80 Einsätzen und Alarmierungen war das Jahr 2024 statistisch ein durch- schnittliches Jahr. Aber mehrere Ereignisse hielten die Aktiven sowie die Alters- und Ehrenabteilung, den Förderverein und die 20köpfige Jugendfeuerwehr mächtig auf Trab: Kaum waren die Sturmschäden und Kleinbrände/Müllfeuer vom Jahreswech- sel 2023/2024 abgearbeitet, begann das Einsatzjahr mit einem Dachstuhlbrand in KölnStammheim. Im Februar folgte ein Einsatz, der medial bis heute nachhallt. 13 Personen nach Explosion gerettet In Köln-Mülheim hatte es am frühen Mor- gen des 16. Feb ruar 2024 eine Explosion in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses ge geben. 13 Mensc hen wurden durch das Treppenhaus und über Leitern gerettet. Ein Bewohner der oberen Etage hatte sich auf einem Balkon auf der Rückseite des Ge - bäudes bemerkbar gemacht und wurde von den Kameraden der Löschgruppe Flittard über eine Steckleiter heruntergeführt. Ver- letzte gab es bei diesem Einsatz glücklicher - weise keine. Jubiläum mit vielen Attraktionen Die folgenden Wochen galten den Vorberei- tungen zum 112. Jubiläum der Löschgruppe. Am 4. Mai wurde groß mit Festgottesdienst, Fahrzeugweihe und einem vielseitigen Bür- ger- und Familienfest auf dem Schützen- platz gefeiert. Die Festreden hielten der Lei - ter der Feuerwehr Dr. Christian Miller sowie Bürgermeister Dr. Ralph Elster in Vertretung der Kölner Oberbürgermeisterin. W ie es der Zufall wollte, konnte direkt das gerade an die Flittarder Wehr ausgelieferte Messfahrzeug (MFZ „Erkunder“) des Kata - strophenschutzes mit seiner Ausrüstung zur Luft- und Schadstoffmessung im che - mischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Einsatz (CBRN) der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Werkfeuerwehr Chempark bereicherte die Fahrzeugaus - stellung mit einem Großtranklöschfahrzeug. Auch der Rettungswagen der Malteser so - wie Hüpfburg, Spielmobil und feuerwehr- technische Angebote kamen bei den kleinen und großen Gästen gut an. Routine und Anekdoten im Jahresverlauf Der Sommer begann mit den umfang- reichen Maßnahmen zur Fußball-Europa- meisterschaft der Männer vom 14. Juni bis 14. Juli 2024. Die Flittarder verstärkten zu Heim und Risikospielen mit ihrem TLF die Feuerwache 5 in Weidenpesch. Am 24. August wurden die Ehrenamt- ler*innen nach einem Gewitter mit dem Stichwort „Baum“ alarmiert. Was in Flittard die Straße versperrte, entpuppte sich als Wappenbaum mit den Emblemen der För- derer und Vereine der Dorfgemeinschaft. Abtransportiert haben die Bruchstücke letztlich die hiesigen Treckerfreunde mit ihren Fahrzeugen und Anhängern. 116 Freiwillige Feuerwehr 117 Eine Explosion in Köln Mü lheim erschütterte am 16. Fe bruar 2024 dieses Mehrfamilienhaus. 13 Per sonen konnten teils über Steckleitern gerettet werden. © Lars Jäger I m September beteiligte sich das Flittar- der Löschfahrzeug an einer Großübung im Chempark Leverkusen. Am 21. Sep tem- ber 2024 sollte vor allem das Zusammen- spiel zwischen Werk-, Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr sowie mit den unter- schiedlichen Hilfsorganisationen geübt und analysiert werden. Zur Verwendung kamen moderne GPS-Tracker an jeder Einsatz- kraft – und die analogen Funkgeräte, um auch deren Nutzwert einzubeziehen. Weniger ernst ging es am 29. Sep tember beim Schürreskarrenrennen zu: Die Lösch- gruppe beteiligte sich erstmals mit einem selbst gebastelten Untersatz im LF-Design und das gemischte Zweierteam erreichte direkt eine Platzierung. Für Anspannung sorgte im Vorfeld die ge- plante Sprengung der Zehn-Zentner-Bombe nahe des Klinikums Merheim am 11. Ok- tober 2024. Hunderte von Patient *innen wurden vorsorglich und über einen Zeitraum von mehreren Tagen evakuiert. Dieses logis tische Großereignis ging für die eingesetz- ten Ehrenamtler*innen aus Flittard aus der Perspektive der Feuerwehr ruhig zu Ende (mehr auch auf den Seiten 28–29). Z ur Europameisterschaft ergänzt die LG Flittard mit ihrem TLF mehrfach die Wachabteilung der FW 5. Pfarrer Michael Cziba segnet das nagelneue MFZ und das LF 20 KatS von 2021 im Rahmen der Fei - erlichkeiten zum 112. Jubiläum der Löschgruppe Flittard. Philipp Krüger und Jacqueline Hugo traten erstmals beim Schürreskarrenrennen an – mit einer Schub - karre im LFDesign. 119118 Freiwillige Feuerwehr Holweide Die Löschgruppe Holweide wurde 2024 zu 110 Einsätzen alarmiert. Außerdem engagierte sich die Löschgruppe proaktiv bei der Prototypentestung und Einführung des neuen Fahrzeugtyps Löschfahrzeug- Logistik in den Einsatzdienst . Mit dem LF-Logistik-Schlauch sind wir nun zusammen mit unserem Pumpenanhänger bestens für unsere Sonderaufgabe Löschwasserversorgung aufgestellt. Besondere Einsätze AUTO2+CHEMIE Die Löschgruppe wurde am Vormittag zu einem Lkw auf der Autobahn 4 alarmiert, auf dessen Auflieger LiIonenBatterien brann - ten. Die Löschgruppe stellte die Wasser- versorgung auf der Autobahn sicher, indem eine 400 Meter lange Schlauchleitung über einen Autobahn-Notzugang auf einer Straße in Heumar gelegt wurde. Einsätze während der Europameisterschaft 2024 Di e Löschgruppe Holweide kompensierte während drei EM-Spielen das Löschfahr- zeug auf der Feuer- und Rettungswache 1 in der Innenstadt. Während der Bereitschaf - ten wurden wir zu insgesamt 13 Ei nsätzen alarmiert. Darunter drei Feuermeldungen, fünf ausgelöste Brandmeldeanlagen und fünf Technische Hilfeleistungen. Technik – Prototyptestung des neuen Löschfahrzeug-Logistik Das LöschfahrzeugLo gistik wurde Ende 2024 als neuer Fahrzeugtyp mit Multirollen- fähigkeit in die Freiwillige Feuerwehr ein geführt. Wir hatten die Gelegenheit, uns frühzeitig in die Konzeptionierung der Rollcontainer für die Sonderaufgabe Löschwasserver sor gung einzubringen. Hier konnten wir unsere jah- relange Erfahrung bei Großeinsätzen mit Löschwasserversorgung über lange Wegs - trecken einbringen. Gemeinsam mit der Löschgruppe Brück testeten wir 2024 das Prototypenfahrzeug mehrere Wochen lang im Praxiseinsatz und konnten wertvolle Rückmeldungen für den letzten Feinschliff geben. Mit dem LF-Logistik sind wir nun bestens aufgestellt, um unsere Sonderaufgabe Löschwasserversorgung optimal zu erfüllen. Zusammen mit unserem Pumpenanhänger können wir eine leistungsstarke 1.200 Meter lange Förderstrecke betreiben. Zudem er- laubt die modulare Beladung eine schnelle Anpassung an Einsatzlagen wie Sturm- und Unwetterereignisse – beispielsweise durch zusätzliche Pumpen oder Motorkettensägen. Mit der Indienststellung des LF-Logistik übergaben wir unser bewährtes LF 20 KatS, das uns seit 2018 treue Dienste geleistet hat, an die Kamerad*innen der Löschgruppe Flittard. Sommerfest I m Juni feierten unsere Einsatzabteilung, Ehrenabteilung und Jugendfeuerwehr ge- meinsam mit ihren Familien und Freunden ein Sommerfest. In gemütlicher Runde nutzten wir die Gelegenheit, unseren An- gehörigen für ihre wertvolle Unterstützung zu danken. Ohne den Rückhalt unserer Fa - milien wäre die Freiwillige Feuerwehr als tragende Säule der Gefahrenabwehr in Köln nicht denkbar. Karneval – Veedelszoch Die Löschgruppe nahm zum ersten Mal an dem Veedelzoch am Karnevalssonntag in Holweide teil. Wir hatten die Ehre, den Zug mit unserem Löschfahrzeug anzuführen, und konnten mit großen Mengen Süßig- keiten für strahlende Gesichter sorgen. © L ars Jäger Kalk Das Jahr 2024 war für die Löschgruppe Kalk wieder ein sehr ereignisreiches Jahr mit einigen Veränderungen. Fahnen- und Fahrzeugweihe Am 16. Juni konnten wir unser durch das Land Nordrhein Wes tfalen gestelltes LF 20 K atS für den Katastrophenschutz durch Angehörige der katholischen und der evangelischen Kirche weihen lassen. Auch vom Zentralrat der Juden wurde unserer Mannschaft und dem Fahr - zeug alles Gute für die Zukunft ausgesprochen. Die von der Löschgruppenführung gestiftete Vereinsfahne konnten wir ebenfalls kirchlich weihen lassen. © Daniel Evers 121120 Freiwillige Feuerwehr Ausbildung Die meisten Einsätze fahren wir in unseren benachbarten Veedeln, in denen sich auch einige besondere Gebäude befinden. Im Rahmen mehrerer Sonderdienste haben wir unter anderem die LanxessArena besichtigt und uns von Gebäudeverantwortlichen die Anfahrtspunkte, Zugangsmöglichkeiten, Löschanlagen und besonderen Gefahren zeigen lassen. In einem anderen Sonderdienst konnten wir hinter die sonst verschlossenen Türen der Koelnmesse schauen und lernten auch dort die versteckte Infrastruktur und Besonder - heiten kennen. Bei einem weiteren Dienst besichtigten wir die KVB-Abstellanlage unter der KalkMülheimer Straße, um uns im Ernstfall auch dort besser orientieren zu können. 122 Freiwillige Feuerwehr 123 Einsätze Im Jahr 2024 wurde die Löschgruppe zu ins- gesamt 194 Ei nsätzen alarmiert. Das Kern - geschäft der Löschgruppe Kalk bestand dabei vor allem aus Brandeinsätzen, einigen Verkehrsunfällen und Personenrettungen im Rhein. Bereits um 0:07 Uh r in der Silvesternacht absolvierten wir gemeinsam mit der Be - rufsfeuerwehr einen Zimmerbrand mit Menschen re ttung. Am 11. Januar wurden wir außerdem zu einem Brand in der Kölner UBa hn alarmiert, welcher glücklicherweise auf einen Schmor- brand an einer Stadtbahn begrenzt werden konnte. Im Februar wurden wir zum Vollbrand einer Dachgeschosswohnung einer Flüchtlings- unterkunft in der Solinger Straße alarmiert. H ier stellten wir den Sicherheitstrupp und führten gemeinsam mit der Berufsfeuer- wehr die Löscharbeiten durch. Im Februar brannte der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Deutz, bei dem wir ebenfalls zum Einsatz kamen. Im April zog ein kräftiges Gewitter über Köln, bei dem wir mit beiden Löschgruppenfahr- zeugen im gesamten Stadtgebiet unterwegs waren, um Sturmschäden zu beseitigen. © Daniel Evers Am 2. Juni löschten wir gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr den Vollbrand eines leer stehenden Fachwerkhauses auf der Olpener Straße. © Daniel Evers I m Sommer 2024 war Köln eine Gastgeber- stadt der UEFA EURO 2024. Wir stellten parallel zu unseren normalen Einsätzen an einigen Tagen ein Löschfahr- zeug zur Einsatzbereitschaft während der Europameisterschaft, um den Innenstadt - bereich bei Einsätzen während der Spiel - tage besser abdecken zu können. Im November und Dezember waren wir zu mehreren größeren Einsatzlagen links- rheinisch unterwegs, unter anderem zu einem komplizierten Brand im Gleisbereich des Kölner Hauptbahnhofes, für den der Zugverkehr über längere Zeit größtenteils zum Erliegen kam. Berlin-Charlottenburg-Nord Auch 2024 fand wieder ein gemeinsamer Austausch mit unserer Partnerlöschgruppe in Berlin statt. Nach unserem Besuch im vorherigen Jahr besuchte uns im Septem- ber eine Abordnung der Berliner wieder in Köln – neben diversen Ausflügen und einer Rundreise durch Köln konnten wir auch ge- meinsam mit unseren Berliner Kameraden die Werkfeuerwehr im Chempark Lever- kusen besichtigen. © Daniel Evers © Lars Jäger W echsel der Löschgruppenführung Unser Löschgruppenführer Hendrik Rawe ist aus beruflichen und familiären Gründen nach Niedersachsen gezogen. Nach rund sieben Jahren, in denen er auch maßgeblich zum Aufbau der Löschgruppe beigetragen hat, wechselte er damit in un - sere Ehrenabteilung der Löschgruppe Kalk und übergab die Löschgruppenführung an Joscha Mense und Tom Jähnert. 124 Freiwillige Feuerwehr 125 Longerich Im Jahr 2024 wurde die Löschgruppe Longerich 112 Mal alarmiert. Das sind 22 Prozent weniger als im Vorjahr . Bes timmt wurde das Einsatzgeschehen durch einen hohen Anteil an Brandeinsätzen sowie Technischer Hilfe auf dem Autobahnkreuz Köln-Nord und der Militärringstraße. Ende des Jahres bestand die Löschgruppe aus 38 Einsatzkräften. Ein weiterer beson- derer Neuzugang ist das Maskottchen – Lunki der Feuerbär. Die lebensgroße Figur wurde der Löschgruppe anlässlich des Um - zugs ins neue Gerätehaus geschenkt und leistet seither hervorragende Dienste als Werbefigur. I nbetriebnahme des neuen Gerätehauses Am 27. April 2024 war es endlich so weit: Der neue Standort in der Hugo-Junkers- Straße 56–60 wurde bezogen. Nachdem in der seit 1981 benutzten alten Unterkunft an der Longericher Hauptstraße aufgrund gravierender baulicher und sicherheits- technischer Mängel ein dringender Hand - lungsbedarf entstanden war, konnte im Herbst 2022 nach langer Suche ein neues Objekt gefunden werden. Das ehemalige Druckereigebäude in der Hugo- Ju nkers- Straße brachte dabei ideale Voraus- setzungen für den Umbau mit. Die Fertigungshalle mit einer Deckenhöhe von acht Metern und 160 Qua dratmetern Stellfläche bietet ausreichend Platz für die beiden aktuellen und alle noch kommenden Löschfahrzeuge. Im zweiten Gebäudeteil der ehemaligen Verwaltung, bestehend aus zwei Stockwerken, finden im Erdgeschoss ein weiterer Stellplatz, das Lager und ein Büro ihren Platz. Darüber entstanden ein großzügiger Unterrichtsraum, Sozialräume und eine Küche sowie ein Raum für die bald neu entstehende Jugendfeuerwehr. Das gesamte Projekt wurde nach den neu - esten Richtlinien des Arbeitsschutzes ge - staltet. Es gibt eine SchwarzWe ißTr ennung für Einsatzkräfte analog einer Feuerwache, getrennte Umkleiden sowie ausreichend Sanitärräume. Separate PkwPa rkplätze und Fahrradstellplätze sind auf der Ge - bäuderückseite verfügbar. Diese können über eine Alarmzufahrt vom Heckweg an - gefahren werden. Das Tor öffnet per Funk signal. Ein weiteres Highlight ist der gepfla- sterte und umzäunte Vorhof, der auch zu Ausbildungszwecken benutzt werden kann. Neues Katastrophenschutzfahrzeug im Longericher Fuhrpark Am 12. Juni wurde anlässlich der Europa- meisterschaft ein Logistikfahrzeug des Landes NRW nach Longerich verlegt. Der 18-Tonnen-Lkw ist in der Sonderkompo- nente Logistik zusammen mit der Feuerwa - che 5 in der allgemeinen Ausrückeordnung hinterlegt. Auf Landesebene ist das Fahrzeug zudem dem Logistikzug NRW zugeordnet und Teil des Konzepts „Logistikzug für die vorge- plante überörtliche Hilfe“. Die Aufgabe eines Logistikzuges ist in erster Linie, die Einsatzbereitschaft von Mann - schaft und Einsatzmitteln zu erhalten. Dazu gehört unter anderem die autarke Unter- bringung, Versorgung und Instandhaltung von bis zu 175 Einsatzkräften für die ersten 24 Stunden. Die Beladung seitens des Lan- des NRW befindet sich noch im Zulauf. Team Building D ie alljährliche Löschgruppentour fiel auf das verlängerte Oktoberwochenende. 37 Kamerad*innen aus Alters- und Ehren- abteilung sowie der Einsatzabteilung fuhren mit dem Bus nach Österreich ins schöne Mayrhofen im Zillertal. D irekt nach der Ankunft ging es am frühen Morgen auf eine Rafting-Tour in die sie- ben Grad kalte Ziller. Ein tolles Erlebnis, das die Lebensgeister nach der langen Busfahrt schnell wieder erweckte. Am Nachmittag stand eine Mountainbike-Tour auf dem Pro- gramm. Wie hoch Mayrhofen liegt, wurde allen klar, als sich im Oktober Schnee unter den Regen mischte. Regen, der gefühlt die ganze Reise ein stetiger Begleiter war. Am zweiten Tag ging es nach München auf das Oktoberfest. 126 Freiwillige Feuerwehr 127 A uf dem Programm stand ein Treffen mit dem Chef der Feuerwehr München, Herr Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble, der freundlicherweise die Löschgruppe bei der Organisation der Reise unterstützt hatte. Am dritten Tag ging es auf eine gemein- same Bergwanderung zur Tristenalm. Diese liegt auf 1.000 m in e iner beeindruckenden Berglandschaft. Mit der typischen Kulinarik Österreichs endete der Abend. Am Sonntag ging es dann mit dem Bus wieder zurück nach Köln. Besondere Einsätze Kellerbrand in Vogelsang Am 2. Januar wurden wir nachts um 0:30 Uhr zu einem ausgedehnten Keller- brand nachalarmiert. Eine hohe Konzen tration an Atemgiften in den Kellern forderte umfangreiche Nachlösch- sowie Lüftungs - arbeiten und hielt die Löschgruppe bis 4 Uhr morgens auf Trab. © Lars Jäger Brand in Tiefgarage des Bartonia-Forums Ein brennendes Motorrad löste am 20. Mä rz in Ehrenfeld gegen 12 Uh r mittags einen Großeinsatz der Feuerwehr Köln aus. © Lars Jäger Die Rauchentwicklung war so stark, dass die Tiefgarage vollständig evakuiert werden musste. D achstuhlbrand in Ehrenfeld Am 31. März meldete ein Notruf eine starke Rauchentwicklung auf der Straße. Bei Ankunft der Einsatzkräfte stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen Dach stuhlbrand in einem Gebäude an der Subbelrather Straße in Höhe der Guten berg straße handelte. Zwei Trupps aus Longerich wurden zur Brandbekämpfung unter Atemschutz entsandt. Mit insgesamt drei Dreh leitern wurde der Brand bekämpft. Menschen wurden nicht verletzt. Die 18 Be- wohner*innen des Hauses kamen bei Freun- den und Verwandten unter. Laubenbrand mit Brandtoter in Bilderstöckchen Am 23. April geriet eine Gartenlaube nach einer Verpuffung gegen 21:50 Uh r in Vollbrand. Wir trafen als zweite Löscheinheit vor Ort ein. Trotz massivem Kräfteeinsatz zur Personensuche im brennenden Ob - jekt konnte die vermisste Person nur noch tot geborgen werden. K leinfeuer in Longerich Am 29. April wurde die Löschgruppe zu einem Kleinfeuer in Longerich alarmiert. Eigentlich ein Standardeinsatz, aber den - noch ein ganz besonderer. Es war der erste Einsatz nach dem Umzug in das neue Feuer- gerätehaus. Wohnungsbrand in Lindenthal Am 14. Juli um kurz nach 2 Uh r meldete ein Anwohner einen ausgelösten Heimrauch- melder und eine Rauchentwicklung. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr war in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eine massive Brandausbreitung festzustellen. Insgesamt sechs Personen waren im Haus betroffen. Drei davon mussten mit Ver- dacht auf Rauchgasvergiftung ins Kranken - haus verbracht werden. Wir unterstützten den Löschzug 3 un d stellten Personal zu Nachlöscharbeiten unter Atemschutz un d Nachkontrolle. Zwei Brände in 24 St unden Am 24. September wurde gegen 20:20 Uh r in einer Seniorenwohnlage in Bocklemünd eine Verrauchung gemeldet. Zeitgleich wurde im selben Gebäude eine hilflose Person hinter einer verschlossenen Tür vermutet. Wo die Wohnung der Vermissten sein sollte, war zunächst vollkommen unklar. Die Löschgruppe war mit beiden Lösch - fahrzeugen vor Ort und wurden auf beide Schadensereignisse aufgeteilt. Die Tür zur verrauchten Wohnung musste gewaltsam geöffnet sowie umfangreiche Such- und Lüftungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die hilflose Person wurde ebenfalls lokali - siert und dem Rettungsdienst übergeben. Am 25. September riefen nach einer Explo - sion in einem Café in der Escher Straße mehrere Anwohner um 2:25 Uh r den Notruf. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort, da man zunächst einen Zusammenhang mit einer Explosi - onsserie vermutete. Als die ersten Einsatz- fahrzeuge eintrafen, stand die Lokalität im Erdgeschoss bereits im Vollbrand. Aus dem siebenstöckigen Mehrfamilienhaus wurden mit etwa 20 Per sonen aus ihren Wohnungen evakuiert. Zwei Personen waren bereits durch den Brandrauch leicht verletzt und dem Rettungsdienst übergeben worden. Die unverletzten Anwohner und ihre Haus- tiere konnten in einem Rettungsbus der Feuerwehr untergebracht werden, bis ihre Wohnung wieder freigemessen waren. Brand in Tiefgarage in Köln-Chorweiler Am Mittwoch, dem 27. No vember, wurde die Löschgruppe zu einem Brand in einer Tiefgarage in Chorweiler alarmiert. Beim Eintreffen brannte eine größere Menge Unrat mit starker Rauchentwicklung im er- sten Tiefgeschoss. Mehrere Trupps unter Atemschutz waren zur Brandbekämpfung erforderlich. Infolge der ausgedehnten Verrauchung über die gesamte Tiefgarage mussten zahlreiche Zugänge zur Tiefga- rage kontrolliert und abgesperrt werden. Anschließend erfolgten aufwendige Be - lüftungsmaßnahmen, wobei ein spezieller Hochleistungslüfter eingesetzt wurde. Mit diesem kann gezielt eine große Menge an Frischluft in verrauchte Bereiche befördert werden. 128 Freiwillige Feuerwehr 129 Merkenich Feuerwehrfest 2024 – überwältigt vom Erfolg Die Löschgruppe Merkenich veranstaltet seit vielen Jahren regelmäßig auf dem Ge - lände des Feuerwehrgerätehauses einen „Dämmerschoppen“. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde er einige Jahre ausgesetzt, und die Verantwortlichen der Löschgruppe entschieden sich dafür, im Jahr 2 024 diese Veranstaltung in neuem Format wieder aufleben zu lassen. Vorüberlegungen Als Name der Veranstaltung wurde aus mehreren Vorschlägen „Feuerwehrfest in Merkenich“ gewählt. Veranstalter war die vereinsähnliche „Feuerwehrkameradschaft der Löschgruppe Merkenich“. Nach Ab- sprache mit anderen Ortsvereinen und be - nachbarten Feuerwehren wurde als Termin ein Samstag im September festgelegt. Eine Vorbereitungsgruppe wurde gebildet, in der sich alle Mitglieder der Löschgruppe ein - bringen konnten. Gemeinsam wurden folgende Ziele definiert, die mit dieser Veranstaltung erreicht werden sollten: • S ichtbarmachung der Feuerwehr im Ortsbild • I nformation über die Aufgaben der Feuerwehr • W erbung zur Mitwirkung in der Einsatz a bteilung der Feuerwehr • W erbung für die Jugendfeuerwehr Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Kinder gelegt werden. Wenn es gelänge, die Kinder auf der Veranstaltung zu begeistern, dann würde sich dies auch auf deren Fami- lien übertragen. Da die Jugendfeuerwehr Köln einen Austra- gungsort für die „Jugendflamme 3 “ suchte, kam der Gedanke auf, diese Veranstaltung zu integrieren, zumal die Jugendfeuerwehr Merkenich ohnehin an dieser Veranstaltung teilnehmen wollte. Planungen Schnell war eine Fülle von Ideen geboren, gleichzeitig zeigte sich aber auch, dass die personellen Ressourcen begrenzt waren. In - sofern stellte sich die Frage, was die Lösch- gruppe selbst leisten konnte und was man „fremdvergeben“ musste. Es zeigte sich, dass die Löschgruppe am Veranstaltungs - tag mit organisatorischen Arbeiten, der Besetzung einiger weniger Schlüsselfunk- tionen sowie der Veranstaltung „Jugend- flamme 3 “ vollkommen ausgelastet war. Dem Thema Werbung kam besondere Be - deutung zu. Zunächst wurde ein Flyer ent- wickelt, der zunächst als „Save the Date“ verbreitet wurde und dann mit Konkretisie- rungen auf den unterschiedlichsten Kanälen zum Einsatz kam. Weiterhin zeigte sich, dass nicht nur das Gelände um das Feuerwehrgerätehaus benötigt werden würde, sondern auch die benachbarten Straßen und Plätze. Deswe - gen wurden unverzüglich die straßenrecht- lichen Genehmigungen beantragt (die auch rechtzeitig erteilt wurden) und das erfor derliche Absperrmaterial geordert. Zur Abdeckung des Themenbereichs Feuer- wehr wurden eine Fahrzeugausstellung und Vorführungen organisiert. Für die Fahr- zeugausstellung waren vier Ausstellungs- plätze vorhanden, auf denen alle 90 M inuten ein anderes Fahrzeug präsentiert wurde. Die in und um Merkenich herum angesie - delten Werkfeuerwehren unterstützten uns sehr gerne, weitere Fahrzeuge kamen von der Berufsfeuerwehr und den Oldtimer- freunden im Stadtfeuerwehrverband. Vorführungen wurden vereinbart mit der Höhenrettungsgruppe und dem Rüstzug 5 der Berufsfeuerwehr sowie der Lösch - gruppe Strunden der Freiwilligen Feuerwehr mit ihrem Löschunterstützungsfahrzeug. Die Verpflegung mit Speisen wurde bei einem Caterer mit seinem Foodtruck ge- gen Barzahlung der Kunden beauftragt. Die Mitwirkenden wurden von ihm kostenlos verpflegt. Die Getränkeausgabe planten wir klassisch aus einem Ausschankwagen durch Mitglieder der Löschgruppe und weitere Helfer. Erstmals kam hier auch ein Kartenzahlungssystem zum Einsatz. Zentraler Anlaufpunkt der Veranstaltung sollte der Kassen- und Informationsstand sein, an dem man Bons kaufen und sich über Jugendfeuerwehr, Einsatzdienst, So cia l-Media-Auftritte und Fördermögli - chkeiten informieren konnte. Hier waren sowohl Mitglieder der Einsatzabteilung als auch der Jugendfeuerwehr präsent. Für das Musikprogramm wurde in der Fahr- zeughalle eine Diskothek aufgebaut, die über eine Lautsprecheranlage auch den Außen b ereich beschallte. Zur Kommentie - rung der Vorführungen konnte die Anlage auch auf das Vorführgelände erweitert werden. Zusätzlich wurde ein im Karneval bekannter Sänger gebucht, der den gemüt - lichen Ausklang der Veranstaltung berei- chern sollte. Die Veranstaltung fand an einem Samstag ab 13 U hr statt. Die Auf und Abbauarbeiten wurden von Freitag bis Montag geplant. 130 Freiwillige Feuerwehr 131 Ab lauf der Veranstaltung Das „Feuerwehrfest 2024 in Merkenich“ fand bei strahlendem Sonnenschein und ho - hen Temperaturen statt. Schon vor Veran- staltungsbeginn kamen die ersten Besucher und der Besucherstrom hielt bis zum Ein - bruch der Dunkelheit an. Viele Teilnehmer an der „Jugendflamme 3“ d er Jugendfeuer- wehr nutzten auch die Angebote des Feuer- wehrfestes. Fahrzeugausstellung und Vor- führungen liefen wie geplant ab. Der gerade erst in Dienst genommene neue Kranwagen des Rüstzuges 5 bege isterte mit seiner Prä- zisionssteuerung, die eine Möhre in einen Sektkübel versenkte, und die Kinder freuten sich über die Kranfahrt ihrer Stofftiere. Neben Hüpfburg, Kinderschminken durch Mitarbeiterinnen der örtlichen Kindertages- stätte und Spritzwand der Jugendfeuerwehr erwies sich ein Zauberer als besonderer Publikumsmagnet für die Kinder. Hier zeigte sich, dass gut unterhaltene Kinder dafür sor- gen, dass die Familien einen entspannten Nachmittag haben können. Auch nach Ende des Programms blieben die Gäste noch lange und genossen den traumhaften Spätsommerabend. Hier er- wies sich unser großes Freigelände erneut als enormes Plus. 132 Freiwillige Feuerwehr 133 Roggendorf Mit insgesamt 59 Al armen war das Einsatz- aufkommen der Löschgruppe auf einem ähnlich hohen Stand wie im Jahr 2023. Hauptbetätigungsfeld waren zahlreiche Verkehrsunfälle, insbesondere auf der angrenzenden Autobahn 57 . So war es im Mai zu einem Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen und mehreren verletzten Personen gekommen . Ein Pkw war von der Fahrbahn abgekom- men und drohte einen rund zehn Meter hohen Abhang hinabzurutschen. Das Fahr- zeug konnte durch das geländegängige Löschfahrzeug gesichert und auf die Straße zurück gezogen werden. Ebenso wurde die Löschgruppe im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft zur Beset- zung von Berufsfeuerwehrwachen heran - gezogen. So war die Löschgruppe unter anderem zum Auftaktspiel am 14. Ju ni auf die Feuerwache 6 in C horweiler verlegt. Ob- wohl in der Zeit drei Einsätze abgearbeitet wurden (Verpuffung in einem Wohnmobil, Trage hilfe bei einer verletzten Person und vermeintlicher Gasaustritt in einer Woh- nung), war es möglich, mit den Kolleg*innen der Berufsfeuerwehr einen Großteil des erfolgreichen EM-Auftakts Deutsch - landSchottland am Fernseher zu verfolgen. Im Juli wurde die Löschgruppe frühmorgens zu einem Pferdehof alarmiert. Dort stand nach einem nächtlichen Starkregen die Hof- und Reitanlage circa 20 Zen timeter unter Wasser. Mit zahlreichen Pumpen wurden tausende Liter Wasser abgepumpt, sodass das für den Tag geplante überregionale Reitturnier stattfinden konnte. E in besonderer Übungsdienst war das gemein same Üben mit den Kolleg*innen des Malteser Hilfsdienstes im August. Auf dem Gelände der Feuerwache 5 in K öln wurde die Rettung und Versorgung von mehreren Patient*innen nach einem Ver- kehrsunfall von zwei Pkw simuliert und die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Ret- tungsdienst in den Mittelpunkt gestellt. In vielen Stunden der Eigenleistung wurde zudem ein Büroarbeitsplatz inklusive Netzwerkanbindung eingerichtet, sodass adminis trative Aufgaben nunmehr unmit- telbar im Gerätehaus ausgeführt werden können. Ansonsten beteiligte sich die Löschgruppe wieder an den örtlichen Ver- anstaltungen, wie Schützenfest oder Weih - nachtsmarkt, und richtete den St. Ma rtins- zug aus. Für seine 25jä hrige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Köln wurde David Osiewacz ge- ehrt. Nach vielen Jahren aktiven Dienstes wechselte Heinz Menda in die Ehrenabtei- lung der Löschgruppe. Michael Luckner be - legte erfolgreich den Führungslehrgang zum Brandmeister. h t a n o s D r a © L Jugendfeuerwehr Mitglieder Berichtsjahr m w d Gesamt Anzahl Betreuer:innen 115 25 / 140 Anzahl Mitglieder 336 88 / 424 Anzahl Zugang neu 69 15 / 84 Anzahl Zugang andere Organisation 1 1 / 2 Anzahl Zugang aus Kinderfeuerwehr 3 0 / 3 Anzahl Abgang in die Einsatzabteilung 29 9 / 38 Anzahl Abgang Sonstige 59 28 / 87 davon Grund: Wohnortwechsel / / / 7 davon Grund: Interesse an JF verloren / / / 49 davon Grund: Belastung durch Schule / / / 18 davon Grund: Berufsausbildung / / / 4 davon Grund: Verweis bzw. Ausschluss aus der JF / / / 7 davon Grund: möchte keine Übernahme in EA / / / 2 Altersstruktur Anzahl mit Alter 1 0 J ahre 23 3 / 26 Anzahl mit Alter 1 1 J ahre 32 9 / 41 Anzahl mit Alter 1 2 J ahre 33 13 / 46 Anzahl mit Alter 1 3 J ahre 61 16 / 77 Anzahl mit Alter 1 4 J ahre 53 13 / 66 Anzahl mit Alter 1 5 J ahre 41 14 / 55 Anzahl mit Alter 1 6 J ahre 47 10 / 57 Anzahl mit Alter 1 7 J ahre 31 6 / 37 Anzahl mit Alter 1 8 J ahre 8 2 / 10 Anzahl mit Alter über 18 J ahre 7 2 / 9 In der Einsatzabteilung Anzahl der unter 27-jährigen in der Einsatzabteilung 233 46 / 279 79,25 % 20,75 % 136 Jugendfeuerwehr 137 138 Jugendfeuerwehr 139 Retter*innen von morgen – die Jugendfeuerwehr Köln Die Jugendfeuerwehr Köln bietet Jugend- lichen im Alter zwischen 10 und 18 Ja hren die spannende Möglichkeit, sich bereits in jungen Jahren – nach der Kinderfeuerwehr und vor der aktiven Abteilung der Freiwil- ligen Feuerwehr – in der Feuerwehr und für die Allgemeinheit zu engagieren . Die Jugendfeuerwehr versteht sich nicht nur als Ausbildungsstätte für angehende Feuer wehrleute, sondern auch als Ort der Persön lichkeitsentwicklung und des Gemeinschafts sinns. Durch ein breites Spektrum an Aktivitäten, darunter prak - tische Übungen, theoretische Schulungen, Wettkämpfe, soziale Projekte und Freizeit- aktivitäten, fördern wir die Fähigkeiten und Talente unserer Mitglieder. Die rund 420 Angehörigen der Jugendfeuerwehr lernen bei uns nicht nur den Umgang mit Feuerwehrtechnik, sondern auch wichtige Werte wie Teamwork, Verantwortungsbe- wusstsein und Selbstständigkeit. Dabei ste - hen ihnen insgesamt 140 erfahrene Betreu - er*innen zur Seite, die mit viel Engagement und Fachwissen die Ausbildung und Be treu- ung übernehmen. Die 25 an die Standorte der Freiwilligen Feuerwehr Köln angegliederten Jugend - gruppen erfreuten sich im Jahr 2024 über 84 Neuzugänge. 38 motivierte Jugendliche wechselten mit Vollendung des 18. Lebensjahres in die Ein- satzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr. Die Jugendfeuerwehr ist der wichtigste Faktor in der Nachwuchsgewinnung für die Freiwillige Feuerwehr, aber auch für die Berufsfeuerwehr Köln. Diese erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist vor allen Dingen den Betreuungskräften in den Einheiten zu verdanken, welche neben ihren regulären Aufgaben in der Freiwilligen Feuerwehr zusätzlich Zeit und Engagement aufbringen, um mit Erfolg Jugendarbeit zu betreiben. Auch in diesem Jahr wurden wieder diverse Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt sowie verschiedene Projekte ausgearbeitet. J ugendforum der Jugendfeuerwehr Köln tagt in Bonn Am Wochenende vom 8. bi s 10. Mä rz tagte das Jugendforum der Jugendfeuer- wehr Köln erstmals in Form eines Wochen- endseminars. Die 16 Jugendlichen aus ver- schiedenen Jugendgruppen machten sich hierzu unter Anleitung von Stadtjugend- feuerwehrwart Lucas Braun und seinem Stellvertreter Timo Glawe sowie Stadt jugendgruppensprecher Nils Ernst auf den Weg nach Bonn. Neben mehreren Besprechungs- und Tagungs einheiten, in denen über das zu- künftige Logo der Jugendfeuerwehr Köln, das 50jährige Jubiläum im Jahr 2025 so - wie über Probleme und Herausforderungen gesprochen wurde, wurde die Stadt Bonn im Rahmen einer kleinen Stadtrallye bei bestem Frühlingswetter erkundet sowie zum Abschluss das Haus der Geschichte besucht. Gleichzeitig nutzten die Stadtjugend - feuerwehrwarte die Gelegenheit für einen Informationsaustausch mit der Stadtjugend - feuerwehrwartin der Stadt Bonn. Die Teil - nehmer*innen nahmen nach dem Wochen- ende ein großes Ideenpaket für die Zukunft mit zurück nach Köln. Das Jugendforum der Jugendfeuer- wehr Köln setzt sich aus den Jugendgrup - pensprecher*innen der 25 Ju gendgruppen sowie deren Stellvertretenden zusammen. Das Jugendforum bildet ein wesentliches Standbein der Partizipation in der Jugend - arbeit der Feuerwehr Köln, da hier aus der Perspektive der Jugendlichen Impulse gesetzt und Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Jugendfeuerwehr Köln gestellt werden. S tadtpokal 2024 Am 31. August, dem letzten Samstag im Monat, wurde der Stadtpokal der Jugend - feuerwehr Köln mit 150 Teilnehmenden ausgetragen sowie die Jugendflamme 2 von 50 Jugendlichen erfolgreich abgelegt. Anlässlich ihres zuletzt stattgefundenen 20-jährigen Jubiläums richtete die Jugend- gruppe Ensen mit tatkräftiger Unterstützung der Löschgruppe Ensen bei bestem Som - merwetter den Pokalwettkampf in der Ge - reonKaserne aus. Die Bundeswehr stellte hierzu nicht nur das Kasernengelände zur Verfügung, sondern sorgte für ein weiteres Highlight: Sie präsentierte ein Flugfeld - löschfahrzeug der Bundeswehrfeuerwehr aus Nörvenich. Nach einer kurzen Eröffnung durch den Jugendfeuerwehrwart Ensen, David Weihs, den Brigadegeneral Frank Reiland, den diensthabenden Einsatzleiter Andreas Reifferscheidt und Stadtjugend- feuerwehrwart Lucas Braun schwärmten die dreizehn antretenden Gruppen zu den ver- schiedenen Pokalspielen und Stationen der Jugendflamme 2 aus. Während bei den Spielen des Stadtpokals Geschicklichkeit, Teamfähigkeit und Schnel- ligkeit gefragt waren, mussten die bewer- benden Staffeln bei der Jugendflamme 2 ihr feuerwehrtechnisches Wissen und Können unter Beweis stellen. Bevor die Siegerehrung des Pokals und die Auszeichnung mit der Jugendflamme 2 stattfinden konnten, wurde noch eine wich - tige Ehrung durchgeführt. Sichtlich überrascht bekam Iris Peters aus Heumar die Ehrennadel der JF NRW in Sil- ber verliehen, da sie diesen Sommer nach 12 Jahren in der Funktion der leitenden Ju- gendwartin Heumar den Staffelstab weiter - gereicht hat und sich aus der Jugendarbeit zurückzieht. Die Jugendfeuerwehr Köln ist sehr dankbar für das große Engagement und die damit verbundene Entwicklung der Jugendgruppe Heumar! Den dritten Platz erkämpfte sich die Jugend gruppe aus Flittard, die Jugend- gruppe Umweltschutzdienst erreichte den zweiten Platz. Am größten war die Freude bei der Jugendgruppe Urbach, da sie die beiden Pokale für den ersten Platz entgegen nehmen konnten. © L ars Donath 140 Jugendfeuerwehr 141 © Lars Donath 143142 Jugendfeuerwehr Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald „Wider dem Vergessen“ gibt es alle zwei Jahre eine Gedenkstätten- fahrt der Jugendfeuerwehr Köln in die Jugendbegegnungsstätte des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar. Das zweite Sep- temberwochenende verbrachten 15 Ju gendliche aus acht Jugend- gruppen mitsamt Begleitung in der Jugendbegegnungsstätte. Zu - nächst wurden bei einem Vorbereitungstermin in Köln persönliche Erwartungen formuliert, das vorhandene Wissen abgefragt und die Gruppe konnte sich kennenlernen. Mit Unterstützung des pädagogischen Teams der Begegnungs - stätte erfuhren die 15 Mi tfahrenden dann vor Ort, welche Gefahr von einem gut organisierten rechten Netzwerk und einem in der Mitte der Gesellschaft verankerten institutionellen Rassismus aus - geht und welche Folgen dies haben kann. Es wurden die historische Entwicklung des Faschismus und die sozialen und politischen Ur - sachen für den Massenmord in Konzentrationslagern beleuchtet, gemeinsam diskutiert und die Ausgrabungs- und Restaurierungs- arbeiten im Lagerbereich besichtigt. Auch beschäftigten wir uns mit der Lagerfeuerwehr und ihrer wichtigen Rolle bei der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald. Die Eindrücke waren sowohl für die Jugendlichen als auch für deren Begleitung einprägsam und nachhaltig. Jugendflamme 3 in Merkenich Nach mehreren Jahren ohne Abnahme konnten Ende September fast 40 Ju- gendliche die Jugendflamme 3 als l etztes Leistungsabzeichen in der Jugendfeuer- wehrkarriere ablegen. Die Jugendgruppe Merkenich lud hierzu im Rahmen ihres Tags der offenen Tür zur Abnahme ein. Die Zugangsvoraussetzung der abgelegten Erste-Hilfe-Ausbildung konnte unter ande- rem mithilfe eines eigens für die Jugendfeu- erwehr angebotenen Erste-Hilfe-Lehrgangs durch die Rettungsdienstschule der Feu- erwehr Köln erfüllt werden. Die Abnahme beinhaltete feuerwehrtechnische Bausteine, aber auch eine Projektarbeit aus dem tech - nischen, sportlichen, kulturellen oder sozi - alen Bereich. Alle Bewerber*innen konnten die ihnen gestellten Aufgaben erfolgreich absolvieren, sodass zum Abschluss vor den Gästen die Verleihung des Abzeichens er- folgen konnte. Weltkindertag im Rheinauhafen Am 22. September 2024 fand zum 33. Ma l das Kölner WeltkindertagFes t statt. Es ist die größte Veranstaltung ihrer Art in Nord- rhein-Westfalen und die Jugendfeuerwehr Köln war wie immer auch mit dabei. Wie im Vorjahr wurde der Rheinauhafen in ein Kinderparadies mit vielen Attraktionen und Angeboten für die ganze Familie ver- wandelt. Die Jugendgruppe aus Dellbrück bespaßte das junge Publikum bei bestem Wetter mit einer Wasserspritzwand und einem obligatorischen Feuerwehrfahrzeug zum Einsteigen und Technik zum Anfassen und Bestaunen. Stadtweite Stationsübung in den Gefahrenabwehrbereichen Am letzten Wochenende der Herbstferien war es wieder so weit: Die Jugendfeu - erwehr Köln lud zur alljährlichen Herbst- aktion ein. Dieses Jahr stand eine große Stations übung auf dem Plan, bei der mehr als 100 junge Teilnehmer*innen aus allen drei Gefahrenabwehrbereichen der Stadt ihr Können unter Beweis stellen konnten. Das Betreuungsteam jeder teilnehmenden Gruppe musste zur Teilnahme eine eigene Übungslage in der Umgebung ihres Geräte - hauses vorbereiten. Diese Einsatz sz enarien wurden von den Jugendlichen in einer festgelegten Reihenfolge abgearbeitet, wobei jede Station ihre eigenen Herausfor- derungen bereithielt. 144 Jugendfeuerwehr 145 © Lars Donath 147 146 Jugendfeuerwehr Insgesamt nahmen 14 G ruppen aus elf Jugendgruppen der Jugendfeuerwehr sowie einer Gastgruppe von Betreuenden aus Nieder s achsen teil. Die vielfältigen Übungsszenarien umfassten nahezu das gesamte Einsatzspektrum der Feuerwehr: von der Brandbekämpfung über Technische Hilfeleistungen, wie Tür- öffnungen, die Versorgung von Verletzten bei Verkehrsunfällen oder die Behebung von Wasserschäden, bis hin zur Rettung einge - klemmter Personen. Auch die Einsätze bei Gefahrstoffaustritten mit Menschenrettung stellten die Jugendlichen vor spannende und herausfordernde Aufgaben. Auch die Besonderheiten bei einer ausgelösten Brandmeldeanlage sowie der Durchlauf einer Atemschutzbelastungsübung wurden den Jugendlichen nähergebracht. Ihren Abschluss fand die Herbstaktion im Gerätehaus der Löschgruppe Kalk. Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr Im Jahr 2024 konnten insgesamt 27 J u- gendliche erfolgreich die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr ablegen. Die Leistungsspange ist die höchste Aus - zeichnung für ein Mitglied der Jugendfeuer- wehr und erfordert eine starke Gemein- schaftsleistung innerhalb der Gruppe. Bewertet werden in fünf Disziplinen nicht nur feuerwehrtechnisches Wissen und Kön - nen, sondern auch Schnelligkeit, Ausdauer, Stärke und Geschicklichkeit. Auch ein aus - reichendes Allgemeinwissen sowie ein ge - ordnetes und geschlossenes Auftreten sind für das Bestehen relevant. Feuerwehrbrot-Aktion der Bäckerei Hardt In der Vorweihnachtszeit verkauft die Bä- ckerei Hardt mittlerweile schon traditionell zugunsten der Jugendfeuerwehr Köln ihr sogenanntes Feuerwehrbrot. Anfang Dezember erfolgte hierzu zum Ak- tionsstart in der Bäckereifiliale in Wahn im Beisein der Jugendgruppe Wahn, der Stadt- jugendfeuerwehr und des Stadtfeuerwehr - verbandes Köln ein feierlicher Brotanschnitt. Diese langjährige finanzielle Unterstützung ist mittlerweile eine große Konstante in der Förderung der Arbeit der Jugendfeuerwehr Köln und trägt maßgeblich zur Gestaltung attraktiver Jugendarbeit in der Feuerwehr Köln bei! © Michael Rauch Meldungen 2023 Social-Media-Follower 2023 – 2024 2024 150 Meldungen 151 Reichweiten (Organisch) Anzahl der veröffentlichten Beiträge .................................... 1,4 K Kanalreichweite .................................................... 10,1 Mio Link-Klicks innerhalb der Beiträge ...................................... 1,6 K Kumulierte Reichweite aller Posts ................................... 16,9 Mio Kommentare, Likes, Shares ............................................ 1 Mio Bearbeitete Tickets (Kommentare, Direct Messages etc.) ................ 9,8 K Reichweitenstärkste Beiträge auf Instagram ........... 838 .120 und 433 .905 Reichweitenstärkste Beiträge auf Facebook .......................... 300 .169 Reichweiten (Organisch) Anzahl der veröffentlichten Beiträge .................................... 2,2 K Kanalreichweite .................................................... 13,4 Mio Link-Klicks innerhalb der Beiträge ...................................... 2,2 K Kumulierte Reichweite aller Posts ................................... 20,1 Mio Kommentare, Likes, Shares .......................................... 1,2 Mio Bearbeitete Tickets (Kommentare, Direct Messages etc.) ............... 14,2 K Reichweitenstärkste Beiträge auf Instagram ............ 452 .212 und 160 .805 Reichweitenstärkste Beiträge auf Facebook ........... 1 .470 .661 und 734 .317 152 Meldungen 153 Feuerwehrsymposium 2024 Informationen aus erster Hand Am 12. und 13. Ja nuar 2024 haben rund 600 FeuerwehrAngeh örige am 2. Sy m- posium der Feuerwehr Köln im Forum und Studien ha us der Volkshochschu- le Köln (VHS) am Neumarkt teilgenommen. Nach der ersten Ausgabe der Veranstaltung im Sommer 2022 soll das Symposium nun jährlich Anfang Januar stattfinden. „An dem Termin zu Jahresbeginn kann man auf das vergangene Jahr zurück- und auf das neue Jahr vorausblicken“, meint Ul- rich Laschet, Leiter der Stabsstelle 37/2 – Kommunikation und Medien. „Außerdem finden zu diesem Zeitpunkt noch keine Lehrveranstaltungen der VHS statt, sodass uns die Räumlichkeiten immer zur Verfügung stehen.“ Bei rund zwanzig Vor trägen aus den unterschiedlichsten The - menbereichen der Feuerwehr Köln konnten sich die Teilnehmenden beispielsweise über die Einsatzplanung zur anstehenden EM 2024, über neue digitale Prozesse im Rettungsdienst oder über die aktuellen Bauprojekte der Feuerwehr Köln infor mieren. Für die Freiwillige Feuerwehr waren insbe- sondere die Vorträge zur Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr auf dem heutigen Stadtgebiet Köln oder zur Fähigkeitsent- wicklung im Ehrenamt von Bedeutung. Auch zum aktuellen Sachstand im KGSt-Stellen - überprüfungsverfahren erhielten die Mitar- beitenden bei sogenannten Marktplatzge - sprächen Informationen aus erster Hand. „Es war einfach für alle Kolleginnen und Kollegen etwas dabei“, resümiert Laschet, „auch deswegen konnten wir die Teilnehmer- zahl im Vergleich zur ersten Durchführung deutlich erhöhen.“ Neben den Vorträgen mit inhaltlichem Schwerpunkt stellten sich zu- dem die Ständige Unfallkommission sowie die Kontaktstelle für sozial-rechtliche Ange - legenheiten einem breiteren Publikum vor. D ie strategische Entwicklung der Freiwilligen Feuer - wehr Köln wurde anhand eines Planspiels demons - triert. Z wischen den Vorträgen blieb immer auch Zeit für den persönlichen Austausch. Das Forum der Volkshochschule befindet sich nicht im Studienhaus, sondern im Erdgeschoss des angrenzenden Rautenstrauch Jo estMu seums. Da s neu gewählte Sprechergremium der Freiwilli - gen Feuerwehr stellte sich beim Symposium vor. Der ehemalige Leiter der Feuerwehr Köln, Stephan Neuhoff, stellte sein neues Buch „Feuer und Flamme II“ vor. Volker Ruster verabschiedet sich Nach 28 Jahren hatte der stellvertretende Amtsleiter Dr. Vo lker Ruster am 31. Ja nuar seinen letzten Arbeitstag. Dazu wurde er von zu Hause abgeholt und vor der Branddirektion von zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften sowie Mitarbeiter*innen empfangen. Seine Ruhestandsurkunde erhielt Volker Ruster von Stadtdirektorin Andrea Blome. 155154 Meldungen Eigenunfall Auf dem Rückweg von einem Einsatz kollidierte am 7. Feb ruar kurz vor 6 Uhr in Weidenpesch ein Rüstwagen der Feuerwehr mit ei - ner Straßenbahn. Bei dem seitlichen Zusammenstoß wurden die Kolleg*innen sowie der Fahrer der Straßenbahn zum Teil schwer verletzt. Nach der rettungsdienstlichen Versorgung wurden die Verletzten in Krankenhäuser transportiert. Das Feuerwehrfahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die betroffenen Kolleg*innen befinden sich inzwischen wieder im Dienst. © Lars Jäger Happy Birthday, Nordrhein-Westfalen! Nach sechs Ja hren Pause feierte NRW am Wochenende vom 17. bi s 18. Au gust sei- nen 78. Landesgeburtstag. Dazu gastierte der NRW-Tag das erste Mal in Köln: Auf der Blaulichtmeile hinter der Südbrücke konn- ten sich die rund 250.000 Bes ucher*innen verschiedene Fahrzeuge, Technik und Aus- rüstungen der Feuerwehr Köln anschauen. Ob Kran, Löschfahrzeug Logistik, Lösch - roboter, eRTW, Telenotarzt, HLF oder Ein- satzleitwagen – es gab jede Menge zu sehen, zu bestaunen und auszuprobieren. Auch das Löschboot Branddirektor Hans präsentierte sich in regelmäßigen Abständen. Darüber hinaus konnten Interessierte auch alles über die verschiedenen Einstiegs - möglichkeiten in den Feuerwehrberuf, die Ausbildung zum*zur Notfallsanitäter*in und die Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Engagements in der Freiwilligen Feuer- wehr Köln erfahren. Zu den Gästen zählten auch Ministerprä - sident Hendrik Wüst, Innenminister Her- bert Reul und Oberbürgermeisterin Henriette Reker. 156 Meldungen 157 © Lars Jäger Meld ungen Nationaler Leistungsvergleich der Höhenrettung 16 Teams, 5 Sta tionen – der nationale Leistungsvergleich der Höhenrettung am 24. August in Frankfurt war ein absoluter Publikumsmagnet. Und mittendrin die Köl- ner Höhenretter, die sich den 6. Pla tz erklet- tert haben! Neben der hervorragenden Platzierung hat die Feuerwehr Köln den 1. Platz beim Hit radio FFHSoc ial Media Award abgeräumt. Denn außer dem eigentlichen Wettkampf, hatte die Feuerwehr Frankfurt im Vorfeld alle teilnehmenden Städte aufgerufen, Vi - deos zum Thema Höhenrettung zu posten. © M ichael Rauch Saisoneröffnung 1 . FC Köln Rund 20.000 Besu cher*innen kamen am 7. September zusammen, um auf den Vor- wiesen des RheinEnergieSTADIONs den FCFamilientag zu feiern. Anders als in den Vorjahren gab es aufgrund des früheren Starts der 2. Lig a nur eine kurze Sommer- pause, deshalb war keine Zeit für eine offi - zielle Saisoneröffnungsfeier. Die FCPar ty wurde daher in der Länderspielpause nach - geholt. Ab 11:11 Uhr konnten sich die Besu- cher*innen Autogramme der männlichen und weiblichen Profimannschaften ab holen und sich an zahlreichen Ständen der FCPartner die Zeit vertreiben. Auch die Feuerwehr Köln war gemeinsam mit dem THW vertreten. Mit HLF, THW MLW, Drehleiter, Dosenwerfen, Heißem Draht, Sandsackbaustation und Schere/Spreizer gab es jede Menge zu sehen und zu entde - cken. Vor allem die Drehleiter war ein wahrer Publikumsmagnet, und viele große und klei - ne Feuerwehrfans nutzten die Möglichkeit, Köln aus 30 Met ern Höhe zu entdecken. 158 159 Woche der Wiederbelebung Rund 700 Menschen haben am 21. Septem- ber in der Kölner Innenstadt ihre ErsteHilfe Kenntnisse aufgefrischt. Am Bierbrunnen in der Schildergasse konnten sich Groß und Klein nützliche Infos rund um die Laienre- animation holen und sich selbst in der Wie - derbelebung versuchen. Ersthelfer*innen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Rettungskette. Sie überbrücken die so wich - tige Zeit bis zum Eintreffen des Rettungs- dienstes. Insbesondere bei HerzKreis - lauf-Stillständen erleidet das Gehirn bereits nach 3 bis 5 Minuten irreparable Schäden, wenn keine Herzdruckmassage durch- geführt wird. Wird sie durchgeführt, erhöht sich die Überlebenschance um das Drei - fache. © Luisa Oberth 160 Meldungen 161 Jubilar*innenehrung Fast 3.000 J ahre Engagement wurden am 2. N ovember in der Business L ounge Ost des RheinEnergieSTADIONs geehrt. Beson- deres Highlight war die Ehrung von Fried- rich Limbach für 70 J ahre Feuerwehrzuge- hörigkeit. Unter den rund 280 G ästen waren Stadtdi- rektorin Andrea Blome und „Höhner“ G rün- dungsmitglied Janusz Fröhlich, der sich na- türlich auch eine kleine musikalische Einlage nicht nehmen ließ. Neu in diesem Jahr ist der Teampreis, der Feuerwehrgemeinschaf- ten auszeichnet, die durch Teamwork etwas Besonderes erreicht haben. So zum Beispiel die Löschgruppen Lövenich, Dellbrück und Rodenkirchen, die sich um die Gründung der Kinderfeuerwehr verdient gemacht haben. Ebenfalls geehrt wurde die Löschgruppe Fühlingen, die die Anschaf- fung einer modernen Unterwasserdrohne vorangetrieben hat, sowie ein einheitsüber- greifendes Team aus sechs Kamerad*innen für die Betreuung der neuen 16+L ehrgänge. Vorlesetag in Kliniken Großes Blaulicht-Vorlesen in Köln: Zum bundes w eiten Vorlesetag am 15. N ovember haben Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln, der Bundespolizeiinspektion Köln, der Poli - zei Köln sowie des Ordnungsamtes der Stadt Köln teils schwerstkranken Kindern in drei Kölner Kliniken vorgelesen. In der Uniklinik, im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße und der Kinderklinik Porz herrschte am Vormittag uniformbunter Trubel. Ob in den Zimmern, im Spielzimmer, auf Station oder gar im Feuerwehrbus – mit großen Augen folgten die kleinen Zu hörer*innen den Geschichten. Diejenigen, die ihre Zimmer oder Stationen verlassen konnten, hatten auch auf dem Krankenhausgelände viel zu sehen. So konnten die Kinder zum Beispiel die Dreh- leiter besteigen, ein Löschfahrzeug erkun - den, sich auf ein Motorrad der Polizei setzen oder das Blaulicht im Streifenwagen auspro bieren. Auch persönliche Gespräche mit Pati - ent*innen, deren Angehörigen und Pfle - ger*innen kamen nicht zu kurz. Das medi zinische Personal hat die Ablenkung ebenso genossen und sich für ihre kleinen und größeren Patient*innen gefreut. © Constantin Ehrchen © Christian Wittke 162 Meldungen 163 Daniel Richmann wird stellvertretender Amtsleiter Daniel Richmann hat die Funktion im Novem ber übernommen. Der 38 Jä hrige, der seine Feuerwehrkarriere in der Jugend - feuerwehr Brück begann, blickt bereits auf einen erfahrungsreichen Feuerwehrwerde - gang zurück: Nach Stationen in Hamburg und Recklinghausen zog es den gebürtigen Kölner im Sommer 2020 zurück zur Feuer wehr Köln, wo er seitdem die Stabsstelle „Strategie und Controlling“ leitet. Auf seine neuen Aufgaben freut er sich und ist überzeugt, „dass wir gemeinsam unsere Feuerwehr zukunftssicher aufstellen und so wie jetzt bereits auch künftig für die Sicher - heit der Kölner Bürger*innen sorgen wer- den. Das schaffen wir aber nur gemeinsam. Haupt- und Ehrenamt im engen Schulter- schluss als eine Feuerwehr: unsere Feuer- wehr Köln. Ich freue mich darauf!“ Hilfe für Helfer*innen – Neustart des PSU-Teams Hilfe für Helfer*innen – am 11. De zember übergab Amtsleiter Dr. Ch ristian Miller zwölf Urkunden an Mitglieder der Freiwil- ligen Feuerwehr. Das Besondere daran: Mit diesen Urkunden startet das PSU Tea m als Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Köln nun neu durch. Gleichgestellt mit den Löschgruppen ergänzt die Einheit unsere 25 Brandschutz u nd zwei Sondereinheiten. Das PSUTeam der Feuerwehr Köln existiert bereits seit 1996 und gehörte bis zum Jahr 2023 zur Abteilung Ausbildung. Das Team setzt sich zusammen aus Angehörigen der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feu- erwehr Köln, der Flughafenfeuerwehr, der Seelsorge sowie der Hilfsorganisationen. Teamintern wurde in den monatlich statt- findenden Sitzungen unter anderem das Aufnahmeverfahren für neue Teammit- glieder standardisiert und mit dem Aufnah - meverfahren in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Köln verknüpft. Die Auswahl neuer Teammitglieder erfolgt in einem struktu- rierten Interview. Durch die Aufnahme neuer Mitglieder, die Ausbildungen aus anderen Berufen mitbringen, haben sich auch die Kompetenzen innerhalb des Teams erwei- tert: Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen sind im Team mittlerweile ebenso vertreten wie Seelsorger*innen. Dadurch kann je nach Situation meistens ein passender Peer in den Einsatz entsandt werden – eine weitere Erleichterung für die Hilfe suchenden Kolleg*innen. Im Rahmen der Neuorganisation wurden auch das Ausbildungskonzept und die Tätig keiten in Prävention und Nachsorge fachlich angepasst. So erfolgte zum Jahres - beginn 2025 erstmalig die Ausbildung nach dem internationalen CISM-Standard der Universität Baltimore. In der Folge vernetzte sich das Team aus Köln mit einigen Teams im Umland, die nach gleichem Standard arbeiten. Mehrmals jährlich finden auf regionaler Ebene Fort- bildungen statt. Dadurch ist eine gegen- seitige personelle Unterstützung möglich. Drei Teammitglieder sind zudem ausgebil- dete TraumaFachberater. Neben zahlreichen Einzelgesprächen und kleineren Einsätzen war das Team auch bei zwei Todesfällen innerhalb der Feuer- wehr Köln involviert: In einem Fall verstarb ein Kollege der Berufsfeuerwehr nach einem internistischen Notfall im Dienst, in einem weiteren Fall verstarb ein Familienvater aus der Freiwilligen Feuerwehr. In beiden Fällen begleitete das PSU-Team die Familien wie auch die Kolleg*innen der Wache und der Löschgruppe in Einzel- und Gruppenge- sprächen. Während der EM stand das Team im Hinter- grund für Einsätze bereit und war mit einer Fachberatung in der Leitstelle präsent. © Dr. Benjamin Gutrath 164 Meldungen 165 Nikolaus am Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße Am 6. D ezember wurden vor der Kinderkli - nik zwei Drehleitern aufgebaut, von denen sich die als Nikoläuse verkleideten Höhen- retter*innen auf die Balkone abseilten. Mit großen Augen beobachteten die kleinen Patient*innen, ihre Eltern und Pflegekräfte die schwebenden Nikoläuse. Unterstüt- zung leisteten die fleißigen Helfer*innen der Jugend f euerwehr, die gemeinsam mit den Höhen r etter*innen Schokoladenni- koläuse an die gespannten Kinder verteilten. Auf allen Stationen des Kinderkranken - hauses gab es leuchtende Kinderaugen und die Erkrankung wurde für kurze Zeit verges- sen. Erstmals kam in diesem Jahr auch ein Schlitten zum Einsatz, besetzt von einem Engel und einem Weihnachtsmann und be- geistert bestaunt von zahlreichen Kindern. Im Weihnachtseinsatz waren die Höhenret- ter*innen aus Ehrenfeld, die Freiwillige Feu- erwehr mit Beleuchtung aus Porz-Langel und die Jugendfeuerwehr Fühlingen. © Niclas Carl © Niclas Carl © Niclas Carl 166 Meldungen 167 © Niclas Carl © David Küpper Abteilungen – Stabsstellen S tabsstelle Strategie und Controlling Projekt- und Prozessmanagement Nach der Einführung des Zielsystems (wir berichteten im Jahresbericht 2022 hierüber) erfolgte die Einführung eines von Projekt- managements bei der Feuerwehr Köln. Die hierfür eingerichteten Strukturen be - rücksichtigen sowohl die Projektmanage- mentStandards der Stadt Köln als auch das Zielsystem der Feuerwehr Köln. So wird sichtbar, mit welchen Projekten wir auf die Erreichung unserer Ziele hinwirken und einen Beitrag zu einer besseren Transpa- renz im Amt leisten. Das Projektcontrolling wird fortlaufend weiterentwickelt. Aktuelle und optimierte Prozesse sind eine wichtige Säule, insbesondere bei Themen wie Wissensbewahrung und schonendem Ressourceneinsatz. Im Rahmen des Amts - ziels „Verbesserung interner Services & Pro- zesse (Geschäftsprozessoptimierung)“ führt die Feuerwehr Köln ein Prozessmanage- ment ein. Hierbei bilden etablierte Stan - dards das Gerüst, um Prozesse und Abläufe strukturiert und kennzahlenbasiert zu hin - terfragen und kontinuierlich zu verbessern. Stabsstelle Sicherheit Die Stabsstelle Sicherheit etabliert bei der Feuerwehr Köln ein integriertes Sicherheits - managementsystem. Ziel ist die Vereinheit- lichung und übergreifende Steuerung der Managementsysteme im Arbeit/Ges und- heitsschutz, der Informationssicherheit und der allgemeinen Sicherheit zum Schutz der Feuerwehr als kritische Infrastruktur. Ein Schwerpunkt lag in 2024 auf der Organi- sation des 1. Arbe itsschutzsymposiums der Berufsfeuerwehren in Deutschland. Rund 80 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland trafen sich Ende April in Köln, um sich zu verschiedenen Aspekten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auszutauschen. Zur Vereinfachung der Abläufe wurde eine zentrale Ansprechperson für alle Fragen der Informationssicherheit der Stabsstelle Sicher heit eingeführt. Ende 2024 erfolgte die Benennung der ersten zwölf ehrenamt- lichen Mitglieder der neuen Unterstützungs - einheit „PSU“. Damit ist die psychosoziale Unterstützung noch besser in die Feuerwehr Köln inte - griert. Die Begleitung von Angehörigen der Feuerwehr nach belastenden Einsätzen oder bei persönlichen Krisensituationen ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesund- heitsschutzes einer Feuerwehr. Unterstützungseinheit „PSU“ 1. Arbeitsschutzsymposium der Berufsfeuerwehren in Deutschland 170 Abteilungen – Stabsstellen 171 172 Abteilungen – Stabsstellen 173 Institut für Schutz und Rettung D as Institut für Schutz und Rettung (ISR) ist der Ort, an dem in der Feuerwehr Köln The - orie und Praxis eine Einheit bilden. Hier wird nicht nur geforscht, sondern es werden Lö - sungen entwickelt, die im Alltag von Feuer- wehrleuten und der Bevölkerung einen Unterschied machen sollen. Das Ziel ist es, heutige und zukünftige Herausforderungen mit Forschungs- und Entwicklungsbedarf zu erkennen und so weit zu bear bei ten, dass alle Bereiche der Feuerwehr Köln Lösungen für diese Herausforderungen haben. Die Stabsstelle besteht hierzu aus einem va - riablen, drittmittelfinanzierten Team. Im Jahr 2024 bestand das Team des Insti- tuts neben der Stabsstellenleitung, Stefan Martini, aus Dr. Rob ert Becker, Angelika Schweimnitz, Lena Gorges und Josefine Kirlar. Aus unseren Projekten: Management multipler Risiken bei Extremereignissen in schnell wachsenden Megastädten Myanmars (MYrisk) Häufige Erdbeben, regelmäßiger Starkregen und jedes Jahr Hochwasser: Dies sind Be - dingungen, mit denen die Bevölkerung von Myanmar umgehen muss. Welche Erkennt- nisse können wir aus dem Umgang mit diesen Risiken ziehen und wo kann unser Wissen bei der Bewältigung helfen? Im Projekt MYrisk arbeitet das ISR der Feuerwehr Köln zusammen mit dem Geo - graphischen Institut der Universität zu Köln, der Hochwasserschutzzentrale der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) und dem Deutschen Komitee für Katastro - phenvorsorge e. V. (D KKV) an Strategien und Konzepten zur Erhaltung und Sicher- stellung der Grundversorgung bei multiplen Extremereignissen in Megastädten in Myanmar. Ziel ist es, die negativen sozio- ökonomischen und persönlichen Folgen von Natur katastrophen für Stadtbewoh- ner*innen zu reduzieren und die Instituti- onen des Katastrophenschutzes in der Vor- sorge zu unterstützen. Die Öffnung der Feuerwehr Köln auf internationaler Ebene führt zu einer Stärkung lokaler, regionaler sowie internationaler Netzwerke und er- möglicht Forschung, die der Stadt Köln und dem Kölner Katastrophenschutz zugute - kommt. In diesem Jahr wurde der Antrag für die letzte Phase des Projekts, die Implementie - rungsphase, beim Bundesministerium für Bildung und Forschung erfolgreich einge - reicht. Das Ergebnis ist im Februar 2025 zu erwarten. Ende April 2025 wird die aktuelle sogenannte R & D Phase (Forschungs und Entwicklungsphase/Research & Develop- ment) abgeschlossen. 2024 wurden viele Workshops im Projektteam mit unseren Partner*innen aus Myanmar gehalten. Es wurden weitere Ideen erarbeitet und befin - den sich teils schon in der Umsetzung. Ei n Kinder- und Jugendbuch für eine bes - sere Katastrophenvorsorge und Resilienz der Gesellschaft in Yangon und in Köln Ein Erdbeben während der Schulzeit! Die Kinder reagieren alle richtig, da sie gut vor- bereitet wurden. Wie bringen wir Kindern ein solches Thema näher? Viele wissenschaftliche Projekte machen es vor. Es werden Flyer, Broschüren und Hand- bücher erstellt. Aber viel zu selten werden Kinder und Jugendliche so angesprochen, wie es für sie sinnvoll wäre. Hier stellte Angelika Schweimnitz im Mai dem MYriskKonsortium mit unseren Partner*innen aus Myanmar das Konzept MiniB üchlein vor. Es ist kompakt und die Autor*innen beherrschen die Kunst, Kernaussagen optisch ansprechend Groß und Klein zu vermitteln. Das ideale Tool, um viele unterschiedliche Menschen anzuspre - chen. Hier halten jetzt auch Themen Einzug, die zu einer besseren Resilienz der Gesell - schaft führen. Den Auftakt für eine MiniBuchSerie findet in Yangon, Myanmar, statt. Diese Serie soll auch für die Stadt Köln und darüber hinaus funktionieren. D ie Vermittlung von Kompetenzen und Fachwissen zu Evakuierungskonzepten In diesem Jahr stand die konzeptionelle Entwicklung einer Workshop-Serie zu Evakuierungen von Gebäuden im Kontext unterschiedlicher Szenarien für unsere Partner*innen aus/in Myanmar im Mittel- punkt. Die ersten zwei Workshops fanden im Herbst statt. Auch nach Corona sind OnlineMeetings ein Teil des Arbeitsalltags. Es ermöglicht Kooperationen, die vor zwan- zig Jahren so, in diesem Umfang, noch nicht möglich waren. So s ind auch schon weitere Workshops für Anfang 2025 geplant, unter anderem zu dem Kölner Kulturgutschutzcontainer in Zu- sammenarbeit mit dem Kölner Stadtarchiv. Die im letzten Jahr konzeptionelle Grund - lage eines Evakuierungs-Hubs mit allumfas- sender unterstützender Betreuung (#Eva- cuationHub) ist hier mit von Bedeutung. Dieser wurde während des Programmzyklus von Connective Cities entwickelt. Im März 2024 fand hier der Abschluss-Workshop digital statt. Im Rahmen dieses Lernzyklus konnten sich mehrere Ämter der Stadt Köln intensiv mit Best Practices unterschied - licher Länder zu unmittelbaren und mittel - fristigen Unterbringungen nach Evakuie- rungen austauschen. Dies half auch dabei, die Inhalte des Projekts „MYrisk” und die Fragestellungen zu Evakuierungen neu und anders zu betrachten. Solche Perspektiv - wechsel bieten den größten Rahmen von globalem Lernen und sind elementar für in - ternationale Projekte. Workshop mit Dr. Benjamin Gutrath Abschlussworkshop im Rahmen von Connective Cities 174 Abteilungen – Stabsstellen 175 Erhebung der Resilienz der Kölner Hotels sowie der Hotels in Myanmar Wieso sollten wir Mensch nicht dort unter- bringen, wo die professionelle Unterbrin- gung und Beherbergung Tagesgeschäft ist? Im Zusammenhang mit dem MYrisk Pro jekt ist eine Erhebung und Evaluation von Köl- ner Hotels in Planung. Ziel ist es, die Krisen - vorbereitung und auch Resillienz von Ho- tels zu messen und zu verbessern. Hiermit wollen wir versuchen, besonders resilliente Hotels zu ermöglichen, welche in Krisen weiterhin funktionieren. Hierfür konnten wir für Köln das Team von Hotel Resilient ge winnen. Sie werden eine Erhebung hier in Köln im kommenden Jahr durchführen. ISR vor Ort: Teilnahme an dem 3. Feuerwehrsymposium im Januar 2024 Wichtige theoretische Grundlagen zum V erstehen der eigenen und fremden Welt zum Globalem Lernen wurden hier in einem Vortrag von Angelika Schweimnitz vermit- telt. Diese Grundlagen geben auch einen theo retischen Rahmen, um Evakuierungs- konzepte zu erarbeiten und zu verbessern. Das ISR veröffentlicht: Vortrag beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie bei der Digitalen Woche zu Städtepart - nerschaften und deren Bedeutung für die Katastrophenvorsorge Das Forschungsprojekt MYrisk spiegelt nur eine Möglichkeit wider, wie Kommu- nale Koope rati onen gelebt werden können. Städtepartnerschaften haben das Potential, Menschen zu vernetzen. Angelika Schweim- nitz hielt zu diesem Thema beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophen- hilfe mehrere Vorträge. ISR in Zukunft Kerngeschäft des ISR ist es, wichtige The - men der Zukunft bereits jetzt zu erahnen, Herausforderungen zu identifizieren und diesen in Projekten zu begegnen. Im Ideal fall schaffen wir es so, Lösungsansätze bereitzustellen, wenn die Zukunftsvision zur Realität wird. Hierzu arbeiten wir in Drittmittel-Projekten, welche durch unter- schiedliche Institutionen, wie das Bundes - bildungsministerium oder die Europäische Kommission, gefördert werden. Um For- schungsgelder zu erhalten, müssen also Anträge gestellt und sich an Forschungs - ausschreibungen beteiligt werden. Ob diese Anträge dann bewilligt werden, entscheiden unterschiedliche Kommissionen. Klimawandel und Gefahrenabwehr Mobilitätswende und Gefahrenabwehr Eine wachsende und dynamische Stadt wie Köln braucht nachhaltige Mobilität. Des halb ist gemeinsam mit den Kölner*innen der nachhaltige Mobilitätsplan erarbeitet worden. Am 7. September 2023 beschloss der Rat der Stadt Köln dieses Leitbild des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“. Kern dieses Leitbildes sind fünf Zielbilder: 1. „ Ich komme gut durch Stadt und Umland.“ 2. „Ich erledige vieles direkt im Veedel.“ 3. „ Ich kann am gesellschaftlichen Leben teilhaben.“ 4. „ Ich fühle mich wohl, wenn ich unterwegs bin.“ 5. „ Ich bewege mich aktiv und tue etwas für Umwelt und Klim.“ Insbesondere die Punkte 1 und 3 haben einen direkten Einfluss auf das Thema Gefahren abwehr. So verändert die höhere Taktung der KVB und die Anschaffung von Langzügen die bisher angenommenen Gefahren potenziale. Auch die Fortschritte beim Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur haben einen Einfluss auf die planerischen Schutzziels zenarien und müssen gegebe- nenfalls neu bewertet werden. Nämlich dann, wenn neu entstandene Fahrradspuren nicht mehr wie gewohnt von Einsatzfahr zeugen befahrbar sind. Wie wohl sich die Menschen bei ihren We - gen durch Köln fühlen, wurde indirekt über die zentralen Zielindikatoren zu den Themen Sicherheit, Sauberkeit und Rücksichtnahme sowie dem Anteil an Schulkindern, die zu Fuß/mit dem Fahrrad zur Schule kommen, untersucht. Beso nders deutlich sind die Defizite im Be - reich der Verkehrssicherheit. Im Jahr 2022 verunglückten in Köln noch 13 Menschen tödlich. Diese teilten sich in sechs Fußgän - ger*innen und fünf Radfahrende auf. Zu- dem wurden 668 Perso nen schwer verletzt. Diese Zahlen bewegen sich seit 2018 auf einem ähnlich hohen Niveau. Unfallhäu- fungsstellen treten besonders dort auf, wo verschiedene Nutzungsansprüche auf be - grenztem Raum aufeinandertreffen. Hitzeschutzplan der Stadt Köln Der Rat der Stadt Köln hat am 08.12.2022 die Verstetigung und Fortführung der Hit- zeaktionsplanung beschlossen (Vorlage 2388/2022). Der „Hitzeaktionsplan für Men- schen im Alter für die Stadt Köln“ ist da - raufhin im Jahr 2023 aus der Projektphase in die Verstetigung übergegangen und die Hitze aktionsplanung wurde dauerhaft ins Verwaltungshandeln integriert. Basierend auf den Ergebnissen des For- schungsprojekts, welches verschiedene Präventionsebenen für das Wohlergehen älterer Menschen umfasst, möchte der Kölner Hitzeaktionsplan weitere vulnerable Gruppen ansprechen und ihre Bedürfnisse bei der künftigen Planung berücksichtigen. Langfristig ist die Ausweitung der Hitzeak- tionsplanung auf die gesamte Bevölkerung der Stadt Köln geplant. Umso mehr vor dem Hintergrund der zunehmenden Hitze- ereignisse und der Folgen des Klimawan- dels. Zur Erfüllung dieser Aufgaben wurde der „Runde Tisch Hitzeaktionsplanung“ als dauer hafte Arbeitsplattform eingerichtet. 176 Abteilungen – Stabsstellen 177 Hier treffen sich Vertreter*innen aus der Verwaltung, dem Gesundheitswesen so- wie Repräsentanten der Zielgruppen bis zu drei Mal im Jahr, um die erforderlichen Maß - nahmen zu entwickeln, zu planen, umzu- setzen und zu evaluieren. 2024 wurde die Zusammenarbeit des Gre- miums mit der Feuerwehr intensiviert. So unterstützt die Stabsstelle 37/2 die Kom- munikation während der Hitzetage, die Stabsstelle 37/3 alle Schnittstellenthemen und die Abteilung 371/13 das Warnwesen und die TrinkwasserNo tbrunnen. Z usammenarbeit Stabsstelle Klimaanpassung der Stadt Köln Um Köln zukunftsfähig auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten, hat die Stadt eine umfassende Strategie zur integrier- ten Klimafolgenanpassung entwickelt. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das neu eingerichtete KlimawandelAnpassungs- Management (KAM), das darauf ausge richtet ist, die Klimaanpassungsmaßnahmen gezielt zu intensivieren und deren Umset- zung effektiver voranzutreiben. Das KAM übernimmt die gesamtstädtische Koordination dieser Querschnittsaufgabe und die konzeptionelle Fortschreibung so- wie die Begleitung laufender Projekte. Aktu - elle Schwerpunkte sind die Fortschreibung des Hitzeaktionsplans, die Planung und Umsetzung multifunktionaler Flächen, die Durchführung von Stadtklima-Simulationen und die Initiierung von Förderprojekten. Folgende klimaanpassungsrelevante Maßnahmen wurden in der Feuer - wehr Köln in den letzten beiden Jahren eingeführt: • Erhöhung der rettungsdienstlichen Vorhaltung bei Hitze • Implementierung Konzeption Wasserver- sorgung bei Vegetationsbränden • Aufbau betrieblicher und baulicher Schutz aller Wachen, Gerätehäuser und der Leitstelle gegen Hochwasser, Strom- und Datennetzausfall, teilweise gegen Starkregen • Sicherstellung bei Ausfall des Wasser- sektors durch Betrieb der Notbrunnen durch die Feuerwehr • Neubeschaffung einer „leichteren“ Schutz - bekleidung für die Technische Hilfe le istung und Vegetationsbrandbekämpfung • Vorbereitung zur Behebung der Fähig- keitsentwicklung Wald- und Vegetations- brandbekämpfung durch Beschaffung spezieller Fahrzeuge h t r e b a O s i u © L 178 Abteilungen – Stabsstellen 179 Allgemeine Organisationsangelegenheiten Verpflegungsplanungen zur EM 2024 Der Aufgabenbereich der Sachgruppe All - gemeine Organisationsangelegenheiten wurde 2024 intensiv durch die umfas- senden Planungen rund um das Großereig - nis Fußball-Europameisterschaft in Köln beansprucht. Die Planung und Umsetzung der Verpflegung aller Einsatzkräfte von Feuer w ehr und Rettungsdienst während der EM stellte den Bereich vor eine besondere Herausforderung. Bei einer Beauftragung in der geforderten Größenordnung ist die Be - rücksichtigung bestimmter Vergaberegeln unerlässlich. Zudem müssen die Anforde - rungen an Qualität, Anlieferzeiten und unter- schiedliche Anlieferungspunkte beachtet werden. Für den Zeitraum der EM mussten alle diensthabenden Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie der Unterstüt- zungskräfte aus dem Umland sowohl auf den Interimswachen in der Stadt, dem Kri - senstab in der Scheibenstraße oder an der Personenauskunftsstelle verpflegt werden. Bei den Spielen der Kategorie A ( Spieltage in Köln) wurden 370 warme Mahlzeiten benö tigt. Spiele der Kategorie B ( Spiele mit be- sonderem Interesse) erforderten 145 warme Essen. Schon die Angebotseinholung gestaltete sich sehr aufwendig. Neben der Festlegung, welche Essen zur Auswahl zu stehen hatten, waren die Anfahrten und die unterschied - lichen Zeiten der Anlieferung zu planen. Das größte Problem stellten aber die Spiele dar, die noch nicht abschließend kategorisiert werden konnten. Hier musste die Option offengelassen werden, an diesen zusätzlichen Tagen wei- tere 145 E ssen zu bestellen. Leider konnte jedoch keine der sieben angefragten Fir- men mit dieser erforderlichen zusätzlichen Option kalkulieren und ein Angebot dafür erstellen. Die ersten beiden Angebotsab - fragen blieben daher erfolglos. Aufgrund dieses Sachverhaltes und der zunehmenden Dringlichkeit verblieb als einzige praktikable Lösung, mit verschiedenen Anbietern zu arbeiten. Zig Metzgereien mit Partyservice wurden noch mal persönlich angerufen und gebeten, wenigstens an mindestens drei der anstehenden Spieltage Angebote für die Versorgung mit warmen Mahlzeiten abzuge- ben. Dank des hohen Engagements gelang es schließlich doch, eine qualitativ gute und abwechslungsreiche Einsatzverpflegung sicherzustellen. © Luisa Oberth Zusätzlich zu den warmen Mahlzeiten wurde die Lieferung von insgesamt rund 20.000 F laschen Kaltgetränken sowie der Kauf von Müsliriegeln, frischem Obst und ähnlichen Snacks organisiert. Die Erfahrung mit der aufwendig zu orga - nisierenden Warmverpflegung veranlasste den zuständigen Sachbereich, eine alter- native Lösung zu finden. 2025 wird daher eine Umstellung auf Verpflegungsbeutel favorisiert. Diese beinhalteten im Zuge eines Tests zur Sessionseröffnung am Elften im Elften jeweils zwei belegte Früh- stücksbrötchen, ein Joghurt, zwei Müsli - riegel, ein Couscous-Salat, ein Schnitzel - brötchen (alternativ: vegetarische Variante) sowie frisches Obst für die Einsatzkräfte. Der Inhalt wurde durch die Mitarbeitenden der Sachgruppe Allgemeine Verwaltungs- angelegenheiten im Vorfeld zusammen- gestellt. Dabei wurden neben den Kosten auch verschiedene Bedarfe der Nutzer berücksichtigt. Die Verpflegungsbeutel stießen auf überwiegend positive Resonanz und 2025 läuft, in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, die Vorbereitung einer entsprechenden Ausschreibung für die Zukunft. 180 Abteilungen – Stabsstellen 181 Betriebliches Vorschlagswesen Im Jahr 2024 wurden insgesamt 36 Ver bes- serungsvorschläge eingereicht. Die einge - henden Vorschläge werden in die betref- fenden Fachabteilungen weitergeleitet. Dort findet regelmäßig eine fachliche Prüfung zur Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Verbesserungen statt. Sofern ein Verbes- serungsvorschlag bewertet werden kann, wird hierzu eine Stellungnahme gefertigt, die nach Mitzeichnung aller erforderlichen Bereiche an das Bertriebliche Vorschlags - wesen zurückübermittelt wird. Bei Befürwortung eines Verbesserungs - vorschlags erfolgt die Berechnung eines Prämienvorschlages, der im Anschluss dem Ausschuss für das Betriebliche Vorschlags - wesen zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Von den 37 Vo rschlägen aus dem Jahr 2024 konnten bis dato zwei Verbesserungen mit einer Geldprämie vorgeschlagen werden. Weitere 16 Vo rschläge befinden sich noch in der Abstimmungsphase mit der jeweils zuständigen Fachabteilung. Stellenplanangelegenheiten Die Sachgruppe Allgemeine Organisati - onsangelegenheiten hatte nicht nur einen hohen Arbeitsaufwand, sondern auch eine bedeutende Verantwortung im Stellenplan- verfahren 2024, das durch den Bedarf an zusätzlichen Mehrstellen bei der Feuerwehr geprägt war. Seit der Einführung des neuen Stellenplanverfahrens 2022 müssen Mehr- stellen grundsätzlich finanziell kompensiert werden, etwa durch den Wegfall von Tätig- keiten, Einsparungen bei Sachmitteln oder Refinanzierung über Gebühren. Für nicht oder nur teilweise kompensierbare Mehrstellen wurde ein begrenztes Mehr- stellenkontingent über den Verwaltungsvor- stand dezernatsweise freigegeben, das nach Prüfung durch das Dezernat I, da s Perso- nal und Verwaltungsmanagement un d die Kämmerei ei ngesetzt werden konnte. Er- schwerend kam auch in diesem Jahr hinzu, dass das für die Feuerwehr zur Verfügung stehende Mehrstellenkontingent und die Personalbudgets weiter gekürzt wurden. Dennoch konnten insgesamt 15 Meh rstellen für die Feuerwehr finan zi ert und genehmigt werden. Über den vom Stadtrat beschlos - senen Brandschutzbedarfsplan ist es zu weiteren fünf Stellenzusetzungen gekom- men. Weitere zusätz li che Stellen sind in Ar- beit und werden entsprechend der Jahres - planungen des Brandschutzbedarfs pl anes umgesetzt. Tägliches Geschäft Viele Arbeiten sind Teil des täglichen Ge- schäfts und werden oft kaum wahrge - nommen. Um diesen meist unbeachteten Tätigkeiten Anerkennung zu verschaffen, wird in diesem Jahr die Abrechnung des ab - gezweigten Handvorschusses besonders in den Fokus gerückt. Der abgezweigte Handvorschuss steht allen Feuer- und Ret- tungswachen sowie dem Werkstattzentrum, dem Bereich Aus- und Fortbildung und der Leitstelle zur Verfügung, um hier kurz- fristige Beschaffungen als Bargeschäfte zu tätigen, die entweder nicht auf Rechnung besorgt werden können oder aber wenn aus Sicherheitsgründen Eilbedürftigkeit vorliegt. Hierüber kann beispielsweise Material für kleinere Instandsetzungsarbeiten, die in ei - gener Zuständigkeit durchgeführt werden, ohne vorherige schriftliche Auftragsvergabe beschafft werden. Die Belege der Bareinkäufe werden in regel - mäßigen Abständen über die Sachgruppe Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten abgerechnet und der Bargeldbestand auf - gefüllt. In den meisten Fällen können eine wesentlich kostenintensivere Auftragsver- gabe vermieden und somit Einsparungen im Finanzbereich erzielt werden. Im Jahr 2024 sind hierbei Ausgaben in Höhe von insge - samt rund 13.200 Eu ro entstanden. Finanzen, Satzungen und Gebühren Zu den wesentlichen Aufgaben der Sach - gruppe 370/20 Finanzen und Satzungen gehören die Kalkulation und Aufstellung der Satzungen, die Bewirtschaftung, die Pla - nung und der Abschluss des konsumtiven sowie investiven Haushalts und die Durch- führung der jährlichen körperlichen Inventur an verschiedenen Standorten des Amtes. Der Haushaltsplan sah für das Jahr 2024 Erträge von rund 105,4 Millionen Euro, Per- sonalaufwendungen von rund 124,9 Millio - nen Euro und Sachaufwendungen von rund 84,0 Millionen Euro vor. Für Investitionen standen rund 39,4 Millionen Euro zur Verfü- gung. Das Jahr 2024 war sowohl im Bereich Finanzen als auch im Bereich Satzungen von einigen größeren Projekten geprägt. So konnten die Feuerschutzsatzung erneuert, der Haushaltsplan 2025/2026 aufgestellt und die körperliche Inventur auf allen Feuer- und Rettungswachen mit den Sonderstand - orten sowie der Analytischen Taskforce durchgeführt werden. Inventur 2024 Seit Anfang 2024 gibt es ein eigenes Inven- turteam, bestehend aus drei Kolleg*innen. Daher konnte die jährlich anstehende kör- perliche Inventur neu aufgebaut werden. Von den aktuell 4.905 bestehenden Anla - gen waren im Jahr 2024 insgesamt 1.288 Anlagen zu inventarisieren. Die Vorberei- tungen dazu starteten bereits im Juli des Jahres. Es wurden Fortbildungsveranstal - tungen der Kämmerei besucht, Termine mit den einzelnen Feuerwachen und sonstigen Standorten abgestimmt und die interne Vorbereitung durchgeführt. Hierbei lag der Schwerpunkt auf den zehn Feuerwachen nebst sechs Rettungswachen des Stadt- gebietes sowie der Analytischen Task Force, der Löschbootstation sowie der Hubschrau - berstation am Flughafen Köln/Bonn. Die körperliche Inventur fand vom 7. Ok to- ber bis zum 26. No vember statt. In diesem Zeitraum wurden mehr als 1.400 Kilo meter zurückgelegt und insgesamt rund 105 Stunden auf den jeweiligen Standorten verbracht. Pro Inventurtermin waren je we ils mindestens vier Mitarbeitende vor Ort, das Inventurteam wurde dabei von weiteren Kolleg*innen aus dem Finanzbereich unter- stützt. Bei der Prüfung und Inventarisierung der funk- und feuerwehrtechnischen Aus - stattung der Feuer- und Rettungswachen war es besonders interessant zu sehen, wie die durch den Finanzbereich erstellten und verwalteten Anlagen ihren praktischen Nutzen vor Ort haben. Die Kolleg*innen haben sich nicht nur aktiv durch ihre Un - terstützung in den Inventurprozess einge- bracht, sie ermöglichten es auch, die Bedeu - tung der Ausrüstung und Geräte in ihrem Feuerwehralltag hautnah mitzuerleben. Die Nacharbeiten konnten im Dezember 2024/Januar 2025 abgeschlossen werden. 182 Abteilungen – Stabsstellen 183 Personalangelegenheiten und Gesundheitsmanagement, Stellen be- setzungsverfahren und Beförderungen Im Jahr 2024 hat das Personal und Verwal- tungsmanagement der Feuerwehr Köln bedeutende Fortschritte in verschiedenen Bereichen erzielt. Insgesamt konnten 55 gleichwertige Umsetz ungen innerhalb der Einsatzkräfte verzeichnet werden, was die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit unserer Feuerwehr- angehörigen unterstreicht. Darüber hinaus wurden 43 befristete Umsetzungen und de - ren Verlängerungen durchgeführt, um den unterschiedlichen Anforderungen sowohl persönlich als auch dienstlich kurzfristig gerecht zu werden. In Bezug auf die Beauftragungen nach er- folgreich abgeschlossenen BIII-Lehrgängen wurden 48 wirksam umgesetzt, was die ge - zielte Förderung von Fachkräften in Schlüs- selpositionen innerhalb der Feuerwehr zeigt. Zudem haben wir 58 Rotationsärzt*innen eingestellt, um die medizinische Versorgung und die Ausbildung junger Einsatzkräfte weiter zu stärken. Im Jahr 2024 fanden auch zwei Beförde- rungsveranstaltungen statt, bei denen wir die herausragenden Leistungen unserer Feuerwehrangehörigen anerkannt und ge - würdigt haben. Um neuen Mitarbeitenden einen herzlichen Empfang zu bereiten, wurden insgesamt acht Begrüßungs und Vereidigungsver anstaltungen durchgeführt, die eine gute Integration in die Feuerwehr Köln fördern. Das Personal- und Verwaltungsmanage - ment hat 86 interne Stellenausschrei- bungen angestoßen, von denen 78 erfolg - reich abgesc hlossen wurden. Diese Zahlen unterstreichen unser Engagement für die berufliche Weiterentwicklung unserer Feuer wehrangehörigen. Die Anzahl der Bewer bungen lag bei insgesamt 303, was das hohe Interesse an unseren Stellenan- geboten verdeutlicht. In diesem Jahr konnten wir zudem 261 Be- förderungen aussprechen, was die hervor- ragenden Leistungen und das Engagement unserer Einsatzkräfte widerspiegelt. Für diese Beförderungen wurden 522 Leistungs- beurteilungen angefordert, zusätzlich zu zahlreichen Beurteilungen, die aufgrund von Probezeiten, Lebenszeit, Bewerbungen und Regelbeurteilungen angefordert wurden. Diese Zahlen unterstreichen die dyna - mische Entwicklung und die positive Perso - nalpolitik der Feuerwehr Köln. Wir sind stolz auf die erreichten Ergebnisse und sind auch künftig bestrebt, die Rahmenbedingungen für unsere Feuerwehrangehörigen weiter zu verbessern und ihre Entwicklung zu fördern. Im Jahr 2024 hat das Personal- und Verwal- tungsmanagement insgesamt 371 Mitarbei- tende kontaktiert, um ihnen ein Angebot im Rahmen des betrieblichen Eingliederungs - managements (BEM) zu unterbreiten. Ziel dieses Verfahrens ist es, gemeinsam mit den betroffenen Personen individuelle Lö - sungen zu erarbeiten, um die Arbeitsfähig- keit zu erhalten oder wiederherzustellen und einer möglichen erneuten Arbeitsunfähig - keit vorzubeugen. W ir setzen dabei auf einen vertrauensvollen und transparenten Dialog sowie auf die enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeiten - den, den Führungskräften und – bei Bedarf – weiteren internen und externen Partnern. Das BEM ist ein wichtiger Baustein unserer Gesundheitsförderung und unterstützt eine nachhaltige Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag. Auch 2025 bleibt es unser Anliegen, ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und alle Mitarbeitenden auf ihrem Weg bestmöglich zu begleiten. © Lars Jäger 184 Abteilungen – Stabsstellen 185 Kontaktstelle sozialrechtliche Angelegenheiten (KSA) Die Kontaktstelle für sozialrechtliche An - gelegenheiten (KSA) hat auch im Jahr 2024 erfolgreich zur Unterstützung der Feuer- wehr Köln beigetragen. Durch kontinuier- liche Optimierung und Professionalisierung ihrer Prozesse bleibt sie eine verlässliche Anlaufstelle für Beratung und Konfliktlösung. Mit sechs Konflikt u nd 14 Beratungsge- sprächen leistete die KSA einen wichtigen Beitrag zu einem respektvollen und diskri - minierungsfreien Arbeitsumfeld. Sie wird diesen Weg weiterverfolgen, sich weiter- entwickeln und ihre Arbeit noch effektiver gestalten. Meilensteine der KGSt-Ausschreibungen: ein Schritt in die Zukunft der Feuer- und Rettungswachen Das Jahr 2024 war ein Jahr des Wandels und der Weiterentwicklung für unsere Feuer- und Rettungswachen. Zu Beginn des Jahres wurden im Rahmen des Feuerwehrsympo - siums die Ergebnisse der KGSt-Stellenneu- bewertungen auf den Feuer- und Rettungs- wachen vorgestellt und die Umsetzung dieser wichtigen Veränderungen in drei Phasen angekündigt. Diese Veränderungen sind nicht nur organisatorischer Natur, son- dern schaffen neue Perspektiven für unsere Mitarbeiter*innen, die sich engagiert den Herausforderungen des Feuerwehralltags stellen. Erste Phase: Ein neuer Horizont für Führungs kräfte und Fachpersonal In einem ersten Auftakt wurden im Januar elf Stellen als stellvertretende Wachvor- steher*in und Fahrzeugführer*in auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug ausgeschrieben. Auf die Ausschreibung gingen fristgerecht 25 Bewerbungen ein. Nach der Vorauswahl und Zulassungsprüfung erhielten insgesamt 16 Bewerber*innen eine Einladung zu einem Auswahlgespräch. Die Auswahlgespräche fanden an drei Tagen statt. Elf Bewer- ber*innen konnten die Kommission von sich überzeugen und wurden mit Wirkung vom 1. Juli 2024 in eine Stelle als stellvertretende Wachvorsteher*innen und Fahrzeugfüh- rer*in auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug auf den Feuer- und Rettungswachen einge- wiesen. Die Stellen bilden eine bisher nicht vorhandene Funktion in der Organisations- struktur der Feuer u nd Rettungswachen ab. Die Beförderungen sind für das Jahr 2025 geplant. Parallel dazu wurden in der ersten Etappe 60 Stellen als Leiter*in einer Wachwerk- statt und Maschinist*in auf dem Hilfe - leistungslöschfahrzeug ausgeschrieben. Auf die Ausschreibung gingen fristgerecht 75 Bewerbungen ein, von denen nach der Vorauswahl und Zulassungsprüfung 71 Bewerber*innen im weiteren Auswahl- verfahren berücksichtigt werden konnten. 56 Bewerber*innen wurden mit Wirkung vom 15. August 2024 in eine entsprechende Stelle eingewiesen. In einem Nachrückver- fahren konnten die vier übrigen vakanten Stellen ebenfalls erfolgreich besetzt werden. Die Beförderung in die Besoldungsgruppe A9 fand am 14.11.2024 im Rahmen einer Beförder ungsveranstaltung statt. „Nach vier Jahren gemeinsamer Vorarbeit freue ich mich, dass sich die Werkstatt- tätigkeiten auf den Wachen nun in der Be- förderungsstruktur widerspiegeln“, betonte Amtsleiter Dr. Ch ristian Miller. „Somit be- steht für mehr Einsatzbeamt*innen ohne Gruppenführerqualifikation die Chance, die Besoldungsstufe A9 zu erreichen.“ Zweite Phase: Neue Perspektiven durch Personalausfallfaktoranpassung für Wach - abteilungsführer*innen Mit der zweiten Etappe setzte sich der Aus - schreibungsmarathon für das Personal- und Gesundheitsmanagement fort. Am 15. Ma i startete die dreifache Ausschreibung von insgesamt 43 Stellen als Wachabteilungs - führer*in und Fahrzeugführer*in auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug. Die neue Or- ganisationsstruktur sieht auf den Wachen zukünftig mindestens zwei Wachabteilungs- führer*innen je Wachabteilung vor, um dem Personalausfallfaktor gerecht zu werden. Ein erstes Interessenbekundungsverfahren für zunächst zehn Stellen richtete sich aus- schließlich an Bewerber*innen, die bereits Aufgabengebiete der entsprechenden Be - soldungsgruppe wahrnehmen. Es gingen fristgerecht sechs Bewerbungen ein. Vier der Bewerber*innen wurden mit Wirkung zum 1. Oktober 2024 in ihre neue Führungs- position eingewiesen. Parallel wurden in einer zweiten Ausschrei - bung elf Stellen ausschließlich für Beför- derungsbewerber mit Laufbahnbefähigung gemäß § 13 LVOFeu ausgeschrieben. Es gingen fristgerecht zwölf Bewerbungen ein. Zehn der Bewerber*innen wurden mit Wir- kung zum 1. No vember 2024 in ihre neuen Aufgabengebiete eingewiesen. Die Beförde - rungen finden ebenfalls im Jahr 2025 statt. Bei der dritten parallelen Ausschreibung, in welcher weitere 22 Stellen ausschließlich für den beschränkt prüfungsfreien Aufstieg ge - mäß § 14 LVOFeu ausgeschrieben wurden, zeigte sich ein großes Interesse: Es wurden fristgerecht 55 Bewerbungen eingereicht. Beförderungsveranstaltung 14.11.2024 186 Abteilungen – Stabsstellen 187 Die Möglichkeit des beschränkt prüfungs - freien Aufstiegs hat es bei der Feuerwehr Köln im Einsatzdienst bisher nicht gege- ben. Insbesondere für die erfahrenen Kol - leg*innen bietet sich damit die Perspektive, ihr Aufgabenfeld zu erweitern und ihre Führungskompetenzen auszubauen. Nach der Vorauswahl und Zulassungsprüfung erhielten insgesamt 34 Bewerber*innen eine Einladung zu einem Auswahlgespräch. Der Abschluss des Auswahlverfahrens wird für 2025 erwartet. Dritte Phase: Blick in die Zukunft Die dritte Etappe startet im Frühjahr 2025 mit der Veröffentlichung von zwei weite- ren richtungsweisenden Ausschreibungen sowohl für den Brandschutz als auch für den Rettungsdienst. Dabei werden jeweils mehr als 60 Stellen als stellvertretende*r Wachabteilungsführer*in und Fahrzeugfüh- rer*in auf der Drehleiter beziehungsweise als Praxisanleiter*in und Notfallsanitäter*in veröffentlicht. Damit geht das KGStSt ellen- bewertungsverfahren in die nächste Runde, und es entstehen neue Chancen für unsere Mitarbeiter*innen, sich in anspruchsvolle und verantwortungsvolle Positionen wei- terzuentwickeln. Wir gratulieren allen aus- gewählten Bewerber*innen herzlich zu ihrer neuen Position und wünschen ihnen viel Erfolg in ihren zukünftigen Aufgaben! Sportveranstaltungen Das Sportjahr 2024 war für die Feuer- wehr Köln sehr ereignisreich. Vier offizielle Landesmeisterschaften der Feuerwehren standen auf dem Programm und wir stell - ten Mannschaften bzw. Sportler*innen in den Sportarten Fußball, Triathlon, Volleyball sowie Retten und Schwimmen. Das Fußballturnier am 5. Juni in Krefeld war der Auftakt der sportlichen Wettkampfse - rie. Zwar konnte die Mannschaft der Feuer- wehr Köln nicht mit Siegen, dafür aber mit guter Stimmung glänzen. Gleiches gilt auch für die VolleyballMannschaft der Feuer- wehr Köln. Diese zeigte vollen Einsatz am 2. November bei den Landesmeisterschaf- ten in Aachen. Den Siegen kam man beim Triathlon in Münster am 23.06. schon deutlich näher. Stefan Jannis als einer der sieben Teilneh- mer*innen der Feuerwehr Köln schaffte es auf das Siegertreppchen und belegte den dritten Platz der Gesamtwertung. Krönender Abschluss des Wettkampfjahres waren die Landesmeisterschaften der Feuerwehren im Retten und Schwimmen am 30. November in Dortmund. Michael („Siggi“) Siegmund konnte von seiner lang- jährigen Leistungsschwimmerfahrung pro - fitieren und brachte vier Landesmeistertitel nach Köln. Neben den Landesmeisterschaften fanden weitere (Feuerwehr)Sportwettkämpfe statt. Wir freuen uns über die erfolgreichen Teil- nahmen wie bspw. beim „toughest FireFigh- ter alive“, dem KölnTurm-Treppenlauf und dem Drachenbootrennen. A bgeschlossene Baumaßnahmen Infrastrukturell brachte das Jahr 2024 zwei große Benefits für den Sport bei der Feuer wehr Köln. Die Sporthalle der Feuer u nd Rettungswache 5 wu rde fertiggestellt und zur Nutzung freigegeben. Die Kolleg*innen der Feuer- und Rettungs- wache 9 können sich ebenfalls über die Fer- tigstellung einer eigenen kleinen Sporthalle sowie eines gut ausgestatteten Sportraums freuen. Durch Beschaffungsmaßnahmen wie der eines neuen Sportbodens wurden qualitativ hochwertige Bedingungen für den Dienstsport geschaffen. Q ualifikationen Das Angebot des Dienstsports auf den Wachen und die Ausbildungsvielfalt sowie Qualität in den Grundausbildungslehr- gängen konnte durch den Erwerb der Aus- bilderqualifikationen im Bereich DLRG und dFFA durch die Sportwissenschaftler*innen von 370/11 erhöht werden. Insbesondere die eigenständige Abnahme der Prüfungen im Rettungsschwimmen ermöglicht eine zeitlich flexible Gestaltung der verpflichten- den Abnahmen. Zeitliche Flexibilität und eine bessere Kom- munikation mit den Wachen konnte zudem durch die Befähigung und Beauftragung zur Sportgeräteprüfung gefördert werden. Die Sportgeräte können nun im Auftrag der Arbeits sicherheit eigenständig durch 370/11 geprüft werden. Die Beauftragung eines externen Unternehmens ist nicht mehr not- wendig. Betriebliches Gesundheitsmanagement Im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwick- lung und Optimierung unserer Arbeitsbedin - gungen freut sich die Feuerwehr Köln über die Einführung des Betrieblichen Gesund- heitsmanagements (BGM). Seit Juni 2024 haben wir die Stelle einer Gesundheits - managerin geschaffen. Julia Masson kümmert sich ab sofort um präventive Maßnahmen zur Gesundheits- förderung sowie um eine verbesserte Kom- munikation im Betrieblichen Eingliederungs- management (BEM). Ziel des BGM ist es, ganzheitliche Prozesse zu implementieren, die sich an den Anfor- derungsprofilen und Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden orientieren. Die Stellenan - forderungen der einzelnen Zielgruppen (bei- spielsweise Verwaltung/Direktionsdienst, Einsatzpersonal, Leitstelle, Azubis, Werk- stätten, Vorbeugender Brandschutz oder ITAbteilung) unterscheiden sich stark im Präventionsbedarf („Wer braucht wann was, um gesundheitsgerecht arbeiten zu kön- nen?“), da jede Gruppe spezifische Heraus forderungen und Interessen mit sich bringt, die bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung identifiziert und berücksichtigt werden müssen. Wir sind uns bewusst, dass die Gesundheit unserer Teams von entscheidender Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des Systems Feuer wehr und das Wohlbefinden eines jeden Einzelnen ist. Daher setzen wir auf ein um - fassendes und individuelles Gesundheits - management, das sowohl physische als auch psychische Aspekte berücksichtigt. Ein Schwerpunkt unserer aktuellen Bemü - hungen liegt auf der Entwicklung von Unter- stützungsangeboten für die Eingliederung langzeiterkrankter Mitarbeitender. Hierbei wollen wir vor allem offene Fragen klären, Bedenken ausräumen und gemeinsam Lösungs ansätze finden. Unser Ziel ist es, den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag zu erleichtern, ohne dabei die individuellen Bedürf nisse außer Acht zu lassen. I m Herbst 2024 haben wir zudem eine „ak- tive Pause“ ins Leben gerufen, die speziell für Mitarbeitende entwickelt wurde, die viel Zeit im Sitzen verbringen. Dieses Angebot steht sowohl analog in der Turnhalle (am Standort Scheibenstraße) als auch digital (über die Plattform BigBlueButton) zur Ver- fügung. Die aktive Pause soll dazu beitragen, die körperliche und geistige Gesundheit zu fördern und gleichzeitig die Kommunikation und Zusammenhalt zwischen den verschie - denen Abteilungen zu stärken. Wir sind überzeugt, dass die Implementie - rung des Betrieblichen Gesundheitsma - nagements ein wichtiger Schritt in die rich- tige Richtung ist. In den kommenden Monaten werden wir weitere Gesundheitsangebote entwickeln und freuen uns darauf, diese gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden umzusetzen. Gemeinsam für eine gesunde und leistungs - fähige Feuerwehr Köln! Mitarbeitende bei der „aktiven Pause“ des Gesundheitsmanagements in der Turnhalle Scheibenstraße I ndividuelle Ergonomieberatung: Einstellung eines typischen Büroarbeitsplatzes und persönliche Beratung einer Mitarbeiterin zu optimalem Sitz- und Bewegungsverhalten 188 Abteilungen – Stabsstellen 189 190 Abteilungen – Stabsstellen 191 Vergabemanagement Nach über 40 Jahren engagierter Tätigkeit ist der langjährige Leiter des Vergabebe - reichs, Ralf Decker, zum 31. Juli 2024 in den Ruhestand gewechselt. Die Stelle wird im Lauf des Jahres 2025 nachbesetzt. Die Übergangszeit erfordert eine organisa - torische Anpassung und Kompensation der anfallenden Aufgaben. Trotz dieser Heraus- forderungen wurde das Tagesgeschäft kontinuierlich fortgeführt, und es konnten zahlreiche Vergabeverfahren mit einem Auf- tragswert von mehr als 25.000 Euro (netto) durchgeführt werden. Die eingeleiteten Vergabeverfahren teilten sich wie folgt auf: • V erhandlungsvergaben • Verhandlungsvergaben ohne Teilnahme- wettbewerb zwischen 25.000 Eu ro und 100.000 Euro (netto) • Öffentliche Ausschreibungen zwischen 100.000 Euro und 215.000 Eu ro (netto) • Offene Verfahren ab 221.000 Eu ro (netto) • Inh ouse-Geschäfte Das Gesamtvolumen dieser eingeleiteten Vergabeverfahren lag bei über 16 Mi llio- nen Euro. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges so - wie die angespannte wirtschaftliche Lage mit gestörten Lieferketten und steigenden Preisen waren auch 2024 deutlich spür- bar. Zahlreiche Rahmenvertragspartner gerieten in Lieferverzug oder beantragten Preiserhöhungen. Dies erforderte eine intensive rechtliche Prüfung der Anträge, da der rechtliche As - pekt in diesem Zusammenhang erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Gleichzeitig mussten tragfähige Lösungen mit den Ver- tragspartnern erarbeitet werden, um die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und den Dienstbetrieb sicherzustellen. Beispielsweise betrifft dies folgende Verträge: • Lieferung von Einsatzstiefeln • Lieferung von Pericardpunktionskits • Lieferung von Löschfahrzeugen • Lieferung von Brandschutzkleidung • Lieferung von Sportkleidung • Entsorgung von Sonderabfällen Durch den Verkauf ausgesonderter Fahr- zeuge und sonstiger Gegenstände über die Plattform „Zoll-Auktion“ des Bundes konn - ten im Jahr 2024 Erlöse erzielt werden, die im Ergebnis den festgelegten Schätzpreis eines immer einzuschaltenden Gutachters um 45 Prozent überschritten haben. Veräußert wurden beispielsweise Rettungs- maschinen, Rettungswagen und Löschwa- gen. Der Wert aller Verkäufe lag laut der erstell- ten Schätzurkunden des beauftragten Gut - achters bei 35.875,00 Eu ro, der tatsächliche Erlös schließlich bei 52.144,10 Eu ro. Bewerberservice Zur Sicherung der künftigen Handlungs- fähigkeit der Feuerwehr Köln ist der Nach- wuchs von entscheidender Bedeutung. Daher stand die Nachwuchsgewinnung auch im Jahr 2024 im Mittelpunkt des Bewerberservice. Dazu wurden unter- schiedliche Maßnahmen des Personal- marketings und der Personalgewinnung um gesetzt, um die Feuerwehr Köln nach außen zu präsentieren. Durch Messeauftritte und die Teilnahme an verschiedenen Schulveranstaltungen konn- ten zahlreiche potenzielle Bewerber*innen erreicht und in einer Vielzahl von Auswahl- verfahren neue Stellen besetzt werden. Auf Messen in Köln und NRW Ein zentraler Bestandteil der Nachwuchsge - winnung ist die Teilnahme an verschiedenen Ausbildungs und Jobmessen. Darunter auch die Messe „Einstieg Köln“, die bereits zu Jahresbeginn stattfand und die den Mes - sebesucher*innen die Möglichkeit gab, sich umfassend über die Berufsmöglichkeiten bei der Feuerwehr Köln zu informieren. Ne- ben Gesprächen mit Kolleg*innen, die aus ihrem Berufsalltag berichteten, konnten die Besucher*innen anhand von Mitmach-Ak- tionen die Feuerwehr Köln hautnah selbst erleben. Hierfür standen unter anderem ein Hilfe- leistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) und ein Rettungswagen (RTW) bereit. Besu - cher*innen hatten die Möglichkeit, Wieder- belebungsübungen direkt am Stand unter Anleitung unserer Notfallsanitäter*in nen- Auszubildenden auszuprobieren. Z usätzlich war eine Atemschutzstrecke auf- gebaut, in der die Besucher*innen sich ein Bild von den Herausforderungen der Feuer- wehrarbeit machen konnten. Der Messestand stieß auf großen Zuspruch der Besucher*innen und es konnten zahl- reiche Gespräche mit potenziellen Bewer- ber*innen geführt werden. Neben sieben Messen in Köln war die Feuerwehr auch auf Messen in Dortmund, Düsseldorf und Bonn vertreten. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme an der Fachmesse „112Rescue“ in Dortmund, deren Fokus auf dem Brand - schutz, dem Rettungswesen sowie dem Ka - tastrophen u nd Bevölkerungsschutz liegt. Dadurch konnte sich die Feuerwehr Köln auch außerhalb des Stadtgebietes präsen - tieren und mit Interessenten aus ganz Nord- rheinWestfalen in Kontakt treten. Nachwuchsgewinnung an Kölner Schulen Neben den Messeteilnahmen spielte auch die Nachwuchsgewinnung an Schulen in Köln und im Umland eine wichtige Rolle. In diesem Rahmen nahm die Feuerwehr Köln an unterschiedlichen Schulveranstaltungen teil. 192 Abteilungen – Stabsstellen 193 Beispielhaft ist ein Bewerbertraining an der Gesamtschule Holweide. Am Ernst M ach Gymnasium in Hürth nahm der Bewerber- service an einem Speed-Dating- F ormat teil, das es den Schüler*innen ermöglichte, verschiedene Arbeitgeber*innen in kurzer Zeit kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Bewerbungen und Auswahlverfahren Der Erfolg dieser Maßnahmen spiegelte sich in den Bewerbungszahlen wider. Insgesamt gingen 2024 rund 1 .800 Bewerbungen ein, die vom Bewerberservice auf ihre Zulässig - keit geprüft wurden, bevor an knapp 106 T a- gen Auswahlverfahren durchgeführt wurden. Insgesamt konnten 223 S tellen besetzt werden, darunter 150 A usbildungsplätze und 10 S tellen für ein Freiwilliges Sozi - ales Jahr (FSJ). Bei der Einstellung lag der Fokus auf folgenden Ausbildungsberufen: • S tufenausbildung Brandmeister*innen • Notfallsanitäter*innen • Brandmeister*innen • Brandoberinspektor*innen • Brandreferendar*innen Darüber hinaus konnten durch die Durch- führung von Auswahlverfahren an zehn Tagen insgesamt 26 bereits fertig ausge bildete Feuerwehrkolleg*innen für die Feuer w ehr Köln gewonnen werden. Neueröffnung der Sporthalle in der Scheibenstraße Ein weiteres besonderes Ereignis war die Wiedereröffnung der Sporthalle nach um - fassender Sanierung im Mai 2024. Diese steht somit wieder für die Durchfüh - rung der körperlichen Eignungstests zur Verfügung. Im vergangenen Jahr fanden insgesamt 19 reguläre Eignungstests und zusätzlich sechs Probetests statt. Die Probetests bieten Bewerber*innen die Möglichkeit, sich gezielt auf die Anforde- rungen vorzubereiten und den Ablauf des Tests kennenzulernen. Ziele für das Jahr 2025 Für das Jahr 2025 sind weitere Maßnahmen und Optimierungen geplant, um den Bewer- bungsprozess noch effizienter und attrak- tiver zu gestalten. Ein wichtiger Schritt wird die Umstrukturierung der Auswahlverfahren sein, insbesondere für Brandmeisteranwär- ter*innen: Das Bewerbungsverfahren soll zu einem kontinuierlichen Prozess weiterent- wickelt werden, um die Bewerbungspro- zesse zu verkürzen. Ebenso ist es unser Ziel, den Frauenanteil bei der Feuerwehr Köln zu erhöhen, um ausgewogenere und leistungs- fähigere Teams zu fördern. Daher wollen wir zielgerichtete Maßnahmen umsetzen und hoffen, dadurch mehr Frauen für den Feuer- wehrdienst gewinnen zu können. Wir blicken zuversichtlich in das Jahr 2025 und freuen uns darauf, viele neue Talente für die Feuerwehr Köln zu gewinnen. 194 Abteilungen – Stabsstellen 195 Gefahrenvorbeugung Die Abteilung „Gefahrenvorbeugung“ be- stand 2024 aus 48 Ko lleg*innen. Die Abtei- lung ist in einem eigenen Dienstgebäude auf der Neusser Landstraße 2, a uf dem Gelände der ehemaligen „Glanzstoff“, untergebracht. Durch die Abteilung Gefahrenvorbeugung werden unter anderem bearbeitet: • Die gesetzlich vorgeschriebenen Brandverhütungsschauen • Wiederkehrende Prüfungen bei Objekten mit dem Bauaufsichtsamt • Stellungnahmen im Baugenehmigungs- verfahren gegenüber dem BAA • Stellungnahmen gegenüber Brandschutzsachverständigen • Brandverhütungsschauen bei Altbauten • Brandschutztechnische Betreuung von Schulprojekten • Beantwortung von Bürger-, Architekten- und Ämteranfragen • Prüfung von Brandmeldeanlagen im Bestand und bei Neubauten • Festlegung und Koordination des erfor- derlichen Sicherheitswachdiensts • Bearbeitung brandschutztechnischer Belange im Kölner Stadtgebiet in enger Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern • Prüfung und Freigabe von Feuerwehrplänen • Brandschutztechnische Belange der Feuer- und Rettungswachen Brandverhütungsschauen (BVS) In der Stadt Köln gibt es aktuell 12.000 brandschaupflichtige Teilobjekte. Diese werden je nach baulicher Zu- oder Einordnung spätestens alle sechs Jahre durch die Mitarbeiter*innen begangen. Im Jahre 2024 wurden 681 BVS durchgeführt. Wiederkehrende Prüfungen (WKP) Wiederkehrende Prüfungen werden bei- spielsweise durch das Bauaufsichtsamt der Stadt Köln bei Großgaragen oder Hoch häusern ab 60 Me tern durchgeführt. Im Jahr 2024 wurden 350 wi ederkehrende Prüfungen zu Ortsterminen begleitet und im System der Gefahrenvorbeugung schriftlich bearbeitet und dokumentiert. Mängel aus Einsätzen Da zu jedem Einsatz ein Bericht durch die Einsatzkräfte erstellt wird, bestehen hier die Möglichkeiten für die Einsatzkräfte, brand - schutztechnische Mängel bezüglich des Einsatzobjektes zu vermerken, die ihnen vor Ort aufgefallen sind. Dies kann beispielsweise eine Feuerwehr- zufahrt betreffen, die nicht entsprechend den gesetzlichen Vorgaben genutzt werden kann. Auch Feuerwehraufzüge, die nicht den Vorgaben entsprechen, oder Brand- meldeanlagen, die nicht mit aktuellen Lauf - karten versehen sind, fallen in diese Gruppe. Die gemeldeten Mängel werden dann durch die Abteilung Gefahrenvorbeugung abgear- beitet. Im Jahr 2024 kamen rund 403 doku - mentierte Vorgänge dieser Art zusammen. Teilweise wurden dann Anfahrtsproben und/ oder Anleiterproben (unter Beteiligung der jeweiligen Feuer- und Rettungswache des Bezirks) sowie Begehungen und Orts - termine mit Betreiber*innen durchgeführt. Diese führten auch dazu, dass 2024 insge - samt 52 Vorgänge an das Bauaufsichtsamt abgegeben wurden. G eschäftszimmer Durch das Geschäftszimmer werden ein - gehende Anfragen entweder direkt beant - wortet oder an eine*n Sachbearbeiter*in vermittelt. Weiterhin führt das Geschäftszimmer den Baunebenaktenbestand der Abteilung 375, in dem Ende 2024 Akten zu insgesamt 30.000 Objekten mit brandschutztech- nischer Relevanz geführt werden. Insgesamt sind das ca. 39.500 Gebäudeakten. S chriftliche Beratungen Auch die Möglichkeit, die Abteilung Ge- fahrenvorbeugung per E-Mail zu erreichen, wird beispielsweise von Bürger*innen, Brandschutzsachverständigen, Archi - tekt*innen sowie den anderen Ämtern der Stadt Köln umfangreich genutzt. Die eingehenden Fragen werden der Auf- gabe entsprechend beantwortet oder an zuständige Stellen/andere Ämter weiter geleitet. Sie werden im elektronischen Aktensystem der Abteilung dokumentiert, um später noch nachvollziehbar zu sein. Im Jahr 2024 gab es 2.123 dieser Vorgänge. Besondere Aufgaben Schulprojekte Im Dezember 2022 hat der Rat der Stadt Köln dem zweiten Maßnahmenpaket Schulbau (MPS), dem größten Schulbau Programm in der Geschichte der Stadt Köln, zugestimmt und hiermit den Weg für be- schleunigte Vergabeverfahren freigemacht. Die Abteilung Gefahrenvorbeugung unter- stützt bereits seit 2015 durch aktive Betei - ligung in der Koordinierungsgruppe MPS mit dem Ziel, eine zeitnahe und möglichst reibungslose Genehmigungsfähigkeit der Projekte sicherzustellen. Darüber hinaus werden aktuell Schulpro - jekte eigens durch zwei Mitarbeiter*innen direkt und gesondert betreut. Dabei be - treuen sie Neubauprojekte Kölner Schulen, stehen für Beratungen und brandschutz - technischen Abstimmungen mit den Bau - herr*innen zur Verfügung, begleiten Be- sprechungskonferenzen und führen, falls erforderlich, entsprechende Ortstermine durch. Aktuell sind 334 Ob jekte hinterlegt, die das BSKr iterium „Schule“ haben. Sicherheitswachdienst (SWD) Im Jahre 2024 fanden 242 Vera nstaltungen statt, die durch die Kolleg*innen des Ein- satzdienstes aus der Freizeit dienstlich als SWD begleitet wurden. Diese Kommandie- rungen werden durch die Abteilung Gefah- renabwehr veranlasst. Daraus ergab sich, dass insgesamt 567 Ko lleg*innen hier ihren Dienst laut Kommandierung versahen. Im Laufe des Jahres 2022 wurden die Ver- antwortungen des Betreibers einer Veran - staltung, einen SWD vorhalten zu müssen, auf dieselben durch die Brandschutzdienst- stelle übertragen. Dies führte dazu, dass Kommandierungen von SWD, z. B. b ei der MesseKöln, im Opernhaus, in der Philharmo - nie usw., nicht mehr durch Kräfte der Feuer- wehr Köln durchgeführt wurden. Diese wur- den dann durch Privatunternehmen gestellt. Dennoch wurden im Jahr 2024 noch 567 Mitarbeitende kommandiert. 196 Abteilungen – Stabsstellen 197 Altbau Brandverhütungsschauen für ältere Wohn- gebäude werden nach dem Beschluss der Verwaltungskommission vom 12. Ja n u ar 1993 durchgeführt. Im Jahr 2024 wurden 70 Altbaubrandschauen und in Folge daraus 66 Nachschauen an den infrage kommen- den Objekten durchgeführt. Brandmeldeanlagen In der Sachgruppe 375/21 Brandmeldean- lagen werden Überprüfungen der bei der Feuerwehr Köln aufgeschalteten Brandmel- deanlagen (BMA) durchgeführt. Ende 2024 waren 2045 solcher BMA mit Aufschaltung auf die Leitstelle der Feuerwehr Köln hinter- legt. Im Jahr 2024 kamen rund 52 neue auf- geschaltete/abgenommene Anlagen hinzu. Es wurden sogenannte Feuerwehrschlüs - seldepots (FSD1) u nd Doppelschließungen im Kölner Stadtgebiet eingerichtet, welche die Zugänglichkeit für die Feuerwehr zu Ob- jekten mittels eines eigenen, von der Feuer - wehr mitgeführten Schlüssels sicherstellen. Sonderaufgaben Veranstaltungen Im Jahr 2024 wurden durch die Abtei- lung Gefahrenvorbeugung ca. 959 V eran- staltungen brandschutztechnisch beurteilt und be gleitet. Hierunter zählen unter anderem Großveran- staltungen wie Karneval, Silvester, Summer Jam, aber auch kleinere Veranstaltungen und die temporäre Nutzung auf öffentlichen Plätzen, wie z. B. W eihnachtsmärkte. Ungefähr 335 Vera nstaltungen, bei denen Pyrotechnik eingesetzt wurde oder feuer gefährliche Handlungen stattgefunden haben, wurden ebenfalls durch die Abtei - lung Gefahrenvorbeugung bearbeitet. Sicherheitsbesprechungen Durch Mitarbeiter der Abteilung Gefahren - vorbeugung werden, beispielsweise bei Fußballspielen, Sicherheitsbesprechungen begleitet, wie sie gerade auch vor Risiko - spielen mit den betroffenen Ämtern und Veranstaltern stattfinden. Das fand in 2024 insbesondere auch im Zusammenhang mit der FußballEu ropameisterschaft statt. Die dokumentierte Anzahl belief sich im Jahr 2024 auf 25 Besp rechungen, die durch Mitarbeiter*innen der Abteilung Gefahren- vorbeugung begleitet wurden. Feuerwehraufzüge Feuerwehraufzüge dienen den Einsatzkräf- ten als Unterstützung zur Brandbekämpfung in Hochhäusern. Sie werden entsprechend spezieller Vorgaben, die eine sichere Nut- zung auch im Brandfall ermöglichen, erstellt. Die Abteilung Gefahrenvorbeugung berät die Betreiber der Aufzüge bei Neueinrich - tung und Instandhaltung. Im Jahr 2024 waren 118 Feu erwehraufzüge im Kölner Stadtgebiet dokumentiert. Ausbildung interner und externer Dienststellen – Angehörige Im Jahr 2024 wurden verschiedene in- ter ne und externe angehende Kolleg*innen des gehobenen und höheren feuerwehr- technischen Dienstes in Tätigkeiten des vor- beugenden Brandschutzes theoretisch und praktisch ausgebildet. Sie fertigen unter Aufsicht Stellungnahmen im bauaufsichtlichen Verfahren und beglei- ten die Kolleg*innen zu Brandschauen und anderen Ortsterminen. Brandschutzbeauftragte Stadthaus Zwei Mitarbeiter*innen versehen dauerhaft Aufgaben für das Stadthaus Deutz und Chorweiler im Büro im Stadthaus Deutz, einer davon als Brandschutzbeauftragter. Anfahrts- und/oder Anleiterproben – Ortstermine Im Jahr 2024 wurden durch die Abtei- lung Gefahrenvorbeugung in Begleitung der jeweilig zuständigen Feuer- und Rettungs- wache des Bezirkes insgesamt mindestens elf Anfahrts u nd/oder Anleiterproben bei Objekten durchgeführt. Es wurde hier direkt vor Ort überprüft, ob die Vorgaben der Bauordnung NRW entsprechend des baugenehmigten Zu- standes noch umgesetzt/vorhanden sind. Bei er forderlichen Nachbesserungen/ Wiederher stellungen des genehmigten Zustandes wurden diese Vorgänge dann zuständigkeitsh alber an das Bauaufsicht- samt der Stadt Köln übergeben. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 592 Orts- termine durch die Kolleg*innen der Abtei- lung Gefahrenvorbeugung wahrgenommen, bei denen brandschutztechnische Belange besprochen, respektive die Feuerwehr betreffende Probleme erkannt und einer Lösung zugeführt wurden. A bkürzungsverzeichnis: VB: Vorbeugender Brandschutz BVS: Brandverhütungsschau nach BHKG §26 BHKG: Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz BAA: Bauaufsichtsamt der Stadt Köln BS-SV: Brandschutzsachverständige SWD: Sicherheitswachdienst BMA: B randmeldeanlagen WKP: Wiederkehrende Prüfung © Luisa Oberth Zahlen 201 200 Zahlen 1. Übersicht Alarmierungen und Notrufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202 2. Einsatz vs. Alar mierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204 2 .1 Feuerschutz- und Hilfeleistungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208 2 .2 Alarmierungen nach Wachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216 2 .3 Alarmierungen nach Fahrzeugen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220 2.4 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 224 2.5 Einsätze Rettungsdienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 226 2 .6 Alarmierungen Luftrettung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228 3. Notrufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 230 4 . P ersonal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 231 4 .1 Personal Berufsfeuerwehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232 4 .2 Personal Freiwillige Feuerwehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 236 4.3 Frauen und Mädchen in der Feuerwehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . 238 4.4 Verletzte Einsatzkräfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .240 5 . Finanzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 242 © David Küpper © David Küpper 202 Zahlen 203 1. Übersicht Alarmierungen und Notrufe 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Brandschutz (BS) 1.881 1.938 2.108 2.461 2.051 2.030 1.685 2.218 2.058 2.060 BS Fehlalarm 2.000 2.549 2.818 3.095 2.996 2.320 2.931 3.673 3.714 3.910 BS Alarmierungen total 3 .881 4 .487 4 .926 5 .556 5 .047 4 .350 4 .616 5 .891 5 .7 72 5 .970 Vgl. Vorjahr / 1 5 ,6 % 9, 8 % 1 2, 8 % –9, 2 % –13 , 8 % 6,1 % 27,6 % –2,0 % 3 ,4 % Quote Fehlalarm/Einsatz 51 , 5 % 56, 8 % 57, 2 % 5 5 ,7 % 59,4 % 5 3 , 3 % 63 , 5 % 62, 3 % 6 4, 3 % 65 , 5 % Technische Hilfe (TH) 6.453 8.955 8.944 7.402 8.667 7.564 9.109 7.641 8.024 7.552 TH Fehlalarm 2.722 3.032 3.116 3.336 2.730 2.141 3.072 3.075 3.379 3.477 TH Alarmierungen total 9 .175 11 .987 12 .0 60 10 .738 11 .397 9 .7 05 12 .181 10 .716 11 .403 11 .0 29 ABC-Einsätze (in TH enthalten) 767 1.091 1.081 976 963 815 1.041 1.015 1.084 933 Feuerwehr total 13 .056 16 .474 16 .986 16 .294 16 .444 14 .0 55 16 .7 97 16 .607 17 .175 16 .999 RTW Alarmierungen 141.643 149.761 150.228 152.616 155.412 136.459 151.947 164.462 156.540 161.428 N–KTW Alarmierungen / / / / / 2.619 7.135 10.850 13.281 15.113 NEF Alarmierungen 31.073 31.454 33.111 36.564 37.599 34.836 36.263 34.351 32.800 32.501 Rettungsdienst Boden 172 .716 181 .215 183 .339 189 .180 193 .0 11 173 .914 195 .345 209 .6 63 202 .6 21 209 .042 RTH (Christoph 3) 1.673 1.575 1.472 1.360 1.130 970 1.391 1.633 1.327 1.211 ITH (Christoph Rheinland) 862 827 803 771 665 590 820 1.075 930 911 Rettungsdienst Luft 2.535 2.402 2.275 2.131 1.795 1.560 2.211 2.708 2.257 2.122 Rettungsdienst total 175 .251 183 .617 185 .614 191 .311 194 .806 175 .474 197 .556 212 .371 204 .878 211 .164 Alarmierungen total 188 .307 200 .091 202 .6 00 207 .6 05 211 .250 189 .529 214 .353 228 .9 78 222 .053 228 .163 Ø Alarmierungen in 24 St d. 516 548 555 569 579 519 587 627 608 625 Notrufe 366 .927 377 .689 376 .191 351 .177 379 .918 314 .867 368 .317 408 .889 381 .117 322 .101 Quote Alarm/Notruf 51 , 3 % 5 3 ,0 % 5 3 ,9 % 59,1 % 5 5 ,6 % 60, 2 % 58, 2 % 56,0 % 58, 3 % 70, 8 % Quelle: Jahresbericht, RD ELS 374/10E, Ignis 37/3 204 Zahlen 205 2. Einsatz vs. Al armierung Wenn irgendwo in Köln die 112 gewählt wird, werden die Anrufe in der Leitstelle von den Disponent*innen entgegengenommen: Mit den Worten „Notruf Feuerwehr und Ret- tungsdienst. Wo genau ist der Notfallort?“ beginnt das Notrufgespräch. Je nachdem, was der*die Anrufende nun schildert, entscheidet der*die Disponent*in, ob er*sie einen Einsatz eröffnet. Entscheidet er*sie sich dafür, beginnt die Disposition der Einsatzmittel gemäß des Alarmierungsstich - wortes. Für jedes Alarmierungsstichwort (beispielsweise „Feuer mit Menschenret- tung“, „Person hinter Tür“, „Verkehrsunfall“) sind Art und Anzahl der notwendigen Ein - satzkräfte und mi ttel festgelegt. Auf den Wachen, in den Gerätehäusern oder digital per Funk werden nun die benötigten Einsatzkräfte über den Einsatz informiert. Sie haben ab Alarmierung 90 Sek unden Zeit, ihre persönliche Schutzausstattung anzu- legen und die Fahrzeuge zu besetzen. Die Zeit zwischen dem Abschluss der Alarmie - rung und dem Verlassen der Feuerwache oder des Gerätehauses ist die Ausrückezeit. Die Zeit zwischen der Notrufannahme und dem Eintreffen an der Einsatzstelle defi - niert die Hilfsfrist. Innerhalb der „Hilfsfrist 1“ sollten zehn Einsatzkräfte in maximal 9,5 Minuten an der Einsatzstelle sein. Innerhalb der „Hilfsfrist 2” so llten weitere sechs Ein- satzkräfte in weiteren maximal fünf Minuten vor Ort sein. So sind innerhalb von 14,5 Mi - nuten 16 Kräfte am Unglücksort. Der eigentliche Einsatz umfasst schließlich alle Maßnahmen zur Gefahrenabwehr – dazu gehören unter anderem Erkunden, Retten, Evaku ieren, Löschen, Nachalarmie- ren sowie der Einsatz von Material und Geräten. Schutzziele In Köln setzen sich die Schutzziele nach den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der Leiter*innen der Berufsfeuerwehren in Deutschland (AGBF) zusammen. Bei Brand ereignissen spielt die O.R.B.I.T.Studie eine entscheidende Rolle: Seit den Siebzigerjah- ren des letzten Jahrhunderts liegt mit der O.R.B.I.T.Studie die Erkenntnis vor, dass in etwa 90 Prozent der Fälle eine Kohlenmo- noxid-Intoxikation und in zehn Prozent der Fälle ein Verbrennungsgrad die Todesursa- che bilden. Unumstritten ist die Tatsache, dass bei einer anhaltenden Einwirkung des Brandrauches aufgrund eines Feuers auf eine Person deren Überlebensc hance inner- halb weniger Minuten deutlich sinkt. Eine Menschenrettung muss demnach so schnell wie möglich durchgeführt werden. Die wesentlichen Qualitätskriterien für ein standardisiertes Schadensereignis wur- den durch die AGBF Bund beschrieben: • Hilfsfrist • Funktionsstärke • Einsatzmittel • Erreichungsgrad 206 Zahlen 207 Alarmierung Alarmierte Einsatzmittel rücken nicht immer aus oder brechen ihre Anfahrt zum Einsatz - ort teils auch ab. Das kann viele Gründe haben – meist aber bestellen die bereits am Einsatzort eingetroffenen Einsatzkräfte aufgrund der vorgefundenen Lage weitere alarmierte Einsatzmittel ab. Einsatz Einsatzmittel wurden alarmiert, sind ausge - rückt und am Einsatzort eingetroffen. Der ei - gentliche Einsatz umfasst schließlich alle Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, dazu ge- hören Erkunden, Retten, Evakuieren, Löschen, Nachalarmieren sowie der Einsatz von Mate - rial und Geräten. 208 Zahlen 209 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Feuerwehr gesamt 13 .9 34 16 .4 74 16 .9 86 18 .1 98 16 . 444 14 . 055 16 .3 74 16 .5 62 17 .17 5 16 .999 Brände und Explosionen 1 .8 81 1 .93 8 2 .1 08 2 .4 61 2 . 051 2 . 030 1 . 685 2 .20 0 2 . 058 2 . 060 Kleinbrände 1.810 1.856 2.011 2.354 1.934 1.887 1.623 2.118 1.988 1.980 Mittelbrände 71 75 94 104 113 126 54 67 62 70 Großbrände / 7 3 3 4 17 8 15 8 10 Fehlalarme Brand 2 .000 2 .5 49 2 .81 8 3 . 095 2 .99 6 2 .3 20 3 .1 24 3 . 673 3 . 714 3 .9 10 überörtliche Einsätze 1 4 23 24 22 9 5 18 12 11 Menschen gerettet 113 117 151 119 119 125 80 100 177 149 Menschen tot 2 1 4 3 1 7 4 3 2 3 Brandobjekte Pflege und Betreuungsobjekte 58 88 81 117 49 42 65 60 52 66 Beherbergungsobjekte / / / / 28 16 26 36 37 39 Versammlungsobjekte 9 13 111 10 19 12 16 19 37 16 Unterrichtsobjekte 30 25 20 34 14 8 16 19 13 21 Hochhausobjekte / / / / 29 27 29 34 12 40 Verkaufsobjekte 20 29 23 36 21 20 22 19 31 29 Verwaltungsobjekte 34 50 44 63 20 10 12 13 11 19 Garagen 18 25 21 25 18 17 23 13 25 27 Gewerbeobjekte 60 55 63 79 126 108 92 112 125 103 Wohngebäude 601 697 811 888 780 699 696 719 692 756 landwirtschaftliche Anwesen 3 4 3 8 9 13 11 9 11 7 Fahrzeuge 91 132 94 129 159 149 153 143 147 136 Vegetation 136 137 151 215 159 224 133 248 154 92 Sonstiges 832 687 809 881 642 657 391 801 717 710 2 .1 Feuerschutz- und Hilfeleistungen 210 Zahlen 211 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Technische Hilfeleistung 7 .3 31 8 .9 55 8 . 944 9 .3 06 8 . 667 7 .5 64 9 .10 9 7 .6 14 8 . 024 7 .5 52 Fehlalarme TH 2 . 722 3 . 032 3 .1 16 3 .3 36 2 . 730 2 .1 41 2 .4 56 3 .0 75 3 .3 79 3 .4 77 überörtliche Einsätze 38 71 45 94 55 51 23 60 10 35 Menschen gerettet 1.315 1.268 1.334 940 781 370 374 665 657 758 Menschen tot 144 128 118 134 115 89 94 108 115 134 Einsätze mit Menschen in Notlage (Auswahl) Aufzug 304 366 372 377 386 266 306 395 629 483 PBRUECKE (Person droht, von einer Rheinbrücke zu springen) 18 14 4 12 11 13 16 12 12 11 PEINGEKL (Person eingeklemmt) 36 25 28 33 21 20 24 17 26 37 PHAENGT (Person hat sich erhängt) 17 18 10 14 27 13 20 26 20 14 PRHEIN (Person im Rhein) 28 36 29 43 27 22 27 26 22 34 PSCHUETT (Person verschüttet) 1 2 1 19 / 1 / / PSPRINGT (Person droht zu springen) 40 24 36 31 32 5 37 34 40 37 PSTRAB (Person unter Straßenbahn) 8 15 5 9 9 5 9 6 4 7 PSTROM (Person hat Stromschlag bekommen) 4 8 2 4 2 / 3 / / / PTUER (Person hinter verschlossener Tür) 1.103 1.128 1.222 1.189 1.001 941 1.255 1.437 1.470 1.460 PUBAHN (Person unter U B ahn) / 2 3 / 1 1 / / 3 2 PWASSER (Person in stehendem Gewässer) 2 6 5 1 1 3 5 5 / 1 PZUG (Person unter Zug) 14 12 9 14 11 8 9 13 13 15 Einsätze mit Tieren / / / / / / 840 1 .1 25 1 .20 0 1 .11 8 Tier in Notlage 446 387 388 354 390 299 267 473 518 522 Tier und Mensch in Notlage / / / / / / 104 84 96 114 Fundtier / / / / / / 469 568 586 482 212 Zahlen 213 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Bombe / / / / / 11 21 12 8 12 Betriebsunfälle 8 12 14 2 5 3 7 / / / Einstürze baulicher Anlagen 1 1 1 1 1 / / Verkehrsunfälle und -störungen 830 972 959 975 884 623 798 917 1039 1094 sonstige TH 1.999 1.931 1.937 2.055 1.913 1.770 5.664 1.402 1.539 1.539 ABC-Einsätze 767 1 . 091 1 . 081 976 963 815 1 . 041 1 . 007 1 . 084 1 . 048 Gasausströmungen 212 198 181 149 127 115 118 109 107 120 Ölunfälle 448 382 391 396 318 232 261 275 292 285 Ölspur 418 404 356 421 360 573 548 601 550 Gefahrguteinsätze 106 93 102 73 94 75 89 102 84 93 ATF 12 14 18 16 12 33 38 35 22 27 Chemie 10 12 12 11 11 8 9 13 7 18 GSGklein 80 62 66 39 66 67 39 52 55 48 Messen 2 3 4 5 5 3 2 / / Blaus (Blausäure) 2 2 2 2 / / / / 1 / Wasser- und Sturmschäden 901 912 1 .0 43 1 .49 6 1 .3 86 609 3 .1 68 1 .17 7 1 .1 69 975 durch Sturm 346 211 147 790 832 198 419 303 200 durch Wasser 342 505 681 460 296 365 2.569 386 410 447 umgefallene Bäume 213 196 215 246 258 240 401 372 456 328 Fehlalarmierungen 4 . 722 5 .4 01 5 . 689 6 .4 31 5 . 726 4 .4 61 5 .2 84 6 .74 8 7 .0 93 7 .3 87 Brand 2.000 2.549 2.818 3.095 2.996 2.320 3.124 3.673 3.714 3.910 Technisch 2.722 3.032 3.116 3.336 2.730 2.141 2.456 3.075 3.379 3.477 214 Zahlen 215 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 I Blinde Alarme (Anscheinsgefahr, in gutem Glauben) 3 .666 3 .9 70 4 .1 90 4 . 728 4 .1 15 3 .26 0 3 .6 10 4 .91 1 5 .2 41 5 .3 31 GELFEU / / / / / / 296 283 305 298 BLAL Brandschutz 899 1.040 1.173 1.299 1.244 1.040 1.056 1.425 1.412 1.416 ABBEST Brandschutz 62 58 84 111 144 91 104 134 168 157 BLAL Technische Hilfe 2.014 2.092 2.122 2.466 1.980 1.580 1.845 2.415 2.607 2.620 ABBEST Technische Hilfe 691 780 811 852 747 549 605 654 749 840 II Böswillige Alarme (auch Auslösung einer BMA) 68 72 54 51 33 60 41 48 49 24 Brandschutz 39 33 21 27 15 28 13 25 31 11 Brandmeldeanlagen 14 28 23 15 15 20 22 23 18 13 Technische Hilfe 15 11 10 9 3 12 6 6 16 5 III Falschalarme in BMA 1 .1 86 1 .3 59 1 . 445 1 . 658 1 .5 93 1 .1 27 1 .6 33 1 . 783 1 .87 3 2 . 083 Heimrauchmeldereinsätze / / 808 888 978 843 804 502 714 759 216 Zahlen 217 2 .2 Alarmierungen nach Wachen FW1 FW2 FW3 FW4 FW5 FW6 FW7 FW8 FW9 2022 01 Feuer 2.178 1.357 1.230 1.072 1.288 565 559 822 810 01 Technische Hilfeleistung 1.820 1.395 1.090 1.187 2.001 763 830 2.447 1.212 02 Rettungsdienst 30.242 12.934 15.420 17.490 17.999 10.876 14.496 7.215 15.639 02 Verlegung 1.107 691 1.747 1.527 1.589 331 963 309 472 03 Sonderlage 28 27 16 21 18 10 8 9 12 Gesamt 35 .3 75 16 .4 04 19 .5 03 21 .2 97 22 .8 95 12 .5 45 16 .8 56 10 .8 02 18 .1 45 Anteil an Gesamtmenge 14,8 % 6,9 % 8,2 % 8,9 % 9,6 % 5,3 % 7,1 % 4,5 % 7,6 % 2023 01 Feuer 2.196 817 1.616 1.011 1.173 532 466 794 714 01 Technische Hilfeleistung 1.918 1.470 1.148 1.129 1.865 798 881 2.753 1.244 02 Rettungsdienst 26.488 12.394 14.553 17.168 18.747 11.696 14.110 7.605 15.286 02 Verlegung 1.008 791 1.812 1.701 1.421 340 912 278 496 03 Sonderlage 16 15 15 19 18 4 8 4 3 Gesamt 31 . 626 15 .4 87 19 .1 44 21 . 028 23 .2 24 13 .3 70 16 .3 77 11 .4 34 17 .7 43 Anteil an Gesamtmenge 13,8 % 6,8 % 8,4 % 9,2 % 10,2 % 5,8 % 7,2 % 5,0 % 7,8 % 2024 01 Feuer 2.250 657 1.646 1.050 1.226 573 467 840 896 01 Technische Hilfeleistung 1.898 1.525 1.093 1.217 1.854 887 878 2.584 1.203 02 Rettungsdienst 28.305 12.924 13.872 17.845 16.704 12.534 14.895 7.136 15.634 02 Verlegung 1.082 773 1.752 1.692 1.318 442 1.015 374 592 03 Sonderlage 4 2 3 3 1 3 1 / 4 Gesamt 33 .5 39 15 .8 81 18 .366 21 .8 07 21 .1 03 14 .4 39 17 .2 56 10 .9 34 18 .3 29 Anteil an Gesamtmenge 14,4 % 6,9 % 8,0 % 9,5 % 9,2 % 6,3 % 7,5 % 4,8 % 8,0 % 218 Zahlen 219 FW10 FW14 RD12 RD16 RD17 RD18 RD19 RD21 ITH/RTH Gesamt 2022 01 Feuer 2.313 239 26 15 15 51 67 39 10 12.656 01 Technische Hilfeleistung 1.298 382 122 49 24 112 216 86 131 15.165 02 Rettungsdienst 20.069 6.125 4.398 1.728 1.381 4.838 9.574 4.050 2.174 196.648 02 Verlegung 3.146 153 65 5 12 526 346 454 450 13.893 03 Sonderlage 20 6 / / / / / / / 175 Gesamt 26 .8 46 6 . 905 4 . 611 1 . 797 1 .4 32 5 .527 10 .2 03 4 . 629 2 . 765 238 .5 37 Anteil an Gesamtmenge 11,3 % 2,9 % 1,9 % 0,8 % 0,6 % 2,3 % 4,3 % 1,9 % 1,2 % 100,0 % 2023 01 Feuer 1.939 223 25 12 7 56 57 34 7 11.679 01 Technische Hilfeleistung 1.412 429 126 56 25 150 165 85 122 15.776 02 Rettungsdienst 18.984 5.839 4.000 1.535 1.234 4.575 8.609 3.253 1.687 187.763 02 Verlegung 2.726 121 54 7 14 421 387 380 458 13.327 03 Sonderlage 11 4 / / / 1 / / / 118 Gesamt 25 . 072 6 .6 16 4 .20 5 1 .6 10 1 .2 80 5 .20 3 9 .2 18 3 . 752 2 .2 74 228 .6 63 Anteil an Gesamtmenge 11,0 % 2,9 % 1,8 % 0,7 % 0,6 % 2,3 % 4,0 % 1,6 % 1,0 % 100,0 % 2024 01 Feuer 1.992 235 39 12 16 52 66 28 10 12.055 01 Technische Hilfeleistung 1.348 353 124 78 28 153 199 82 123 15.627 02 Rettungsdienst 18.589 6.300 4.285 1.519 1.264 4.949 9.042 3.379 1.634 190.810 02 Verlegung 2.939 190 73 2 25 479 436 275 355 13.814 03 Sonderlage 2 2 / / / / / / / 25 Gesamt 24 .8 70 7 .0 80 4 .52 1 1 . 611 1 .333 5 .6 33 9 .74 3 3 . 764 2 .1 22 232 .3 31 Anteil an Gesamtmenge 10,9 % 3,1 % 2,0 % 0,7 % 0,6 % 2,5 % 4,3 % 1,6 % 0,9 % 101,6 % Alarmierungen 2022 HLF 1HLF1 1HLF2 HLF2 HLF3 HLF4 HLF5 HLF6 HLF7 HLF8 HLF9 HLF10 HLF14 Gesamt 01 Feuer 1.320 1.208 459 849 730 548 417 404 655 596 946 233 8 .36 5 01 Technische Hilfeleistung 755 680 740 714 738 635 617 614 648 962 773 315 8 .1 91 02 Rettungsdienst 83 79 96 59 100 76 87 89 75 116 107 79 1 . 046 02 Verlegung 1 4 2 2 9 6 8 2 10 6 6 1 57 03 Sonderlage 7 6 10 6 5 9 2 4 1 6 6 5 67 Gesamt 2 .1 66 1 .9 77 1 .3 07 1 . 630 1 .5 82 1 .2 74 1 .1 31 1 .11 3 1 .3 89 1 . 686 1 .83 8 633 17 .7 26 Anteil an Gesamtmenge 12,2 % 11,2 % 7,4 % 9,2 % 8,9 % 7,2 % 6,4 % 6,3 % 7,8 % 9,5 % 10,4 % 3,6 % 100,0 % Anzahl pro Tag 5,9 5,4 3,6 4,5 4,3 3,5 3,1 3,0 3,8 4,6 5,0 1,7 48,6 Alarmierungen 2023 HLF 1HLF1 1HLF2 HLF2 HLF3 HLF4 HLF5 HLF6 HLF7 HLF8 HLF9 HLF10 TOJ-HLF HLF14 Gesamt 01 Feuer 1.353 1.190 508 827 685 549 419 367 656 554 931 68 211 8 .31 8 01 Technische Hilfeleistung 789 757 824 752 707 626 670 660 749 1.026 946 66 390 8 .9 62 02 Rettungsdienst 88 94 99 86 126 114 94 99 103 170 122 5 98 1 .29 8 02 Verlegung 7 12 4 9 9 9 1 4 15 10 11 1 / 92 03 Sonderlage 1 / / 3 3 1 2 / 2 1 9 / 22 Gesamt 2 .2 38 2 . 053 1 .4 35 1 . 677 1 .5 30 1 .29 8 1 .1 85 1 .1 32 1 .52 3 1 . 762 2 . 011 149 699 18 . 692 Anteil an Gesamtmenge 12,0 % 11,0 % 7,7 % 9,0 % 8,2 % 6,9 % 6,3 % 6,1 % 8,1 % 9,4 % 10,8 % 0,8 % 3,7 % 100,0 % Anzahl pro Tag 6,1 5,6 3,9 4,6 4,2 3,6 3,2 3,1 4,2 4,8 5,5 0,4 1,9 51,2 Alarmierungen 2024 HLF 1HLF1 1HLF2 HLF2 HLF3 HLF4 HLF5 HLF6 HLF7 HLF8 HLF9 HLF10 TOJ-HLF HLF14 Gesamt 01 Feuer 1.356 1.251 501 834 800 605 454 359 697 669 973 233 220 8 .9 52 01 Technische Hilfeleistung 823 731 853 726 843 642 718 701 681 1.015 895 166 321 9 .1 15 02 Rettungsdienst 131 125 127 107 152 113 145 143 131 205 150 19 87 1 . 635 02 Verlegung 9 4 6 5 8 7 4 10 77 28 12 4 4 178 03 Sonderlage 2 1 / 1 / / 2 1 / 3 1 / 1 12 Gesamt 2 .3 21 2 .11 2 1 .4 87 1 . 673 1 .8 03 1 .3 67 1 .3 23 1 .21 4 1 .5 86 1 .9 20 2 . 031 422 633 19 .8 92 Anteil an Gesamtmenge 11,7 % 10,6 % 7,5 % 8,4 % 9,1 % 6,9 % 6,7 % 6,1 % 8,0 % 9,7 % 10,2 % 2,1 % 3,2 % 100,0 % Anzahl pro Tag 6,4 5,8 4,1 4,6 4,9 3,7 3,6 3,3 4,3 5,3 5,6 1,2 1,7 54,5 220 Zahlen 221 2 .3 Alarmierungen nach Fahrzeugen Alarmierungen 2022 2023 2024 2022 2023 2024 2022 2023 2024 2022 2023 2024 BVA BVA2 BVA2/3 BVA3 BVA5 BVA5 BVA5 BVA10 BVA10 BVA10 Gesamt Gesamt Gesamt 01 Feuer 977 1.181 1.258 719 615 674 1.541 1.410 1.523 3 .2 37 3 .20 6 3 .4 55 01 Technische Hilfeleistung 126 133 152 377 435 442 190 204 217 693 772 811 02 Rettungsdienst 76 96 134 58 65 91 133 151 200 267 312 425 02 Verlegung 38 59 70 16 9 4 29 31 48 83 99 122 03 Sonderlage 3 4 1 1 1 / 5 3 1 9 8 2 Gesamt 1 .2 20 1 .47 3 1 . 615 1 .17 1 1 .1 25 1 .21 1 1 .8 98 1 . 799 1 .98 9 4 .2 89 4 .3 97 4 .81 5 Anzahl pro Tag 3,3 4,0 4,4 3,2 3,1 3,3 5,2 4,9 5,4 11,8 12,0 13,2 Alarmierungen 2022 2023 2024 2022 2023 2024 OVA & GW-A OVA5 OVA5 OVA5 GWA GWA GWA 01 Feuer 243 230 260 536 554 573 01 Technische Hilfeleistung 249 266 307 47 41 49 02 Rettungsdienst 5 7 5 / / 1 02 Verlegung / / / / / / 03 Sonderlage / 1 / / / / Gesamt 497 504 572 583 595 623 Anzahl pro Tag 1,4 1,4 1,6 1,6 1,6 1,7 222 Zahlen 223 2.4 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr 2023 Löschgruppen, „Status 3“ und ausgerückt Brand Technische Hilfe Rettungs- dienst Sonderlage Gesamt 2024 Brand Technische Hilfe Rettungs- dienst Sonderlage Gesamt 37 Zündorf 5 8 5 / 18 14 6 1 / 21 47 Wahn-Heide-Lind 32 40 10 / 82 41 39 5 / 85 56 Worringen 14 29 16 / 59 18 47 6 / 71 57 Urbach 74 26 19 1 119 49 18 3 / 70 59 Strunden 37 60 3 / 100 63 72 1 1 137 66 Roggendorf 17 40 7 1 64 17 48 5 1 71 67 Porz-Langel 13 23 6 2 42 8 13 2 / 23 69 Holweide 54 38 7 / 99 68 25 8 2 103 74 Widdersdorf 9 25 17 / 51 40 20 5 / 65 75 Merkenich 37 42 9 1 88 38 66 5 / 109 76 Langel-Rheinkassel 27 33 11 / 71 35 57 5 / 97 77 Libur 20 29 3 / 52 26 36 6 / 68 79 Flittard 41 31 10 / 82 41 23 5 / 69 84 Umweltschutzdienst 10 12 11 / 33 19 45 1 / 65 85 Longerich 81 41 21 3 143 61 42 8 1 112 86 Fühlingen 56 19 18 1 93 63 51 9 4 127 87 Ensen-Westhoven 25 13 5 / 43 18 13 1 / 32 88 Heumar 26 40 21 1 87 31 27 5 1 64 89 Dünnwald 48 63 9 3 120 56 58 5 / 119 90 Kalk 85 57 21 / 163 128 67 3 / 198 92 Rodenkirchen 72 42 19 / 133 85 47 3 1 136 94 Lövenich 41 9 13 1 63 39 19 7 / 65 95 Fernmeldedienst 1 4 2 / 7 4 10 2 16 96 Esch 16 11 17 / 44 11 15 3 / 29 97 Eil 48 36 20 / 104 43 18 4 / 65 98 Brück 31 52 17 1 100 29 48 3 2 82 99 Dellbrück 42 82 4 1 128 66 91 1 / 158 Gesamt 962 905 321 16 2 .188 1 .111 1 .0 21 110 15 2 .257 Ø Alarmierung pro Monat 80,2 75,4 26,8 1,3 182,3 92,6 85,1 9,2 1,3 188,1 224 Zahlen 225 Stand: 2.1.2025 226 Zahlen 227 2.5 Einsätze Rettungsdienst 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 RTW 150.228 152.616 155.412 136.459 151.947 164.462 156.540 161.428 N-KTW / / / 2.619 7.135 10.850 13.281 15.113 NEF 35.386 38.695 39.394 36.396 38.474 37.059 32.800 32.501 Gesamt 185 .614 191 .311 194 .806 175 .474 197 .556 212 .371 202 .6 21 209 .042 RTW Alarmierungen / / / 136 .459 151 .947 164 .462 156 .540 161 .428 Davon Berufsfeuerwehr / / / 54.856 62.438 60.926 71.236 71.970 Davon Leistungserbringer / / / 81.603 89.509 103.536 85.304 89.458 N-KTW Alarmierungen / / / 2 .6 19 7 .135 10 .146 13 .281 15 .113 Davon Berufsfeuerwehr / / / / / 3.043 2.482 2.996 Davon Leistungserbringer / / / / / 7.103 10.799 12.117 NEF Alarmierungen / / / 36 .396 38 .474 34 .351 32 .800 32 .501 Davon Berufsfeuerwehr / / / 16.600 14.544 13.327 13.092 17.202 Davon Leistungserbringer / / / 12.796 23.930 21.024 19.708 15.299 2 .6 Alarmierungen Luftrettung Christoph Rheinland 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Gesamt 862 827 803 771 665 590 820 1 .0 20 914 886 Primäreinsatz / / / / 214 208 353 469 327 394 Sekundäreinsatz / / / / 401 327 344 385 441 348 Fehleinsatz / / / / 50 55 123 166 146 144 Christoph 3 Gesamt 1 .6 73 1 .575 1 .472 1 .360 1 .130 970 1 .391 1 .553 1 .273 1 .139 Primäreinsatz / / / / 861 737 1.031 1.098 871 777 Sekundäreinsatz / / / / 22 13 14 7 17 11 Fehleinsatz / / / / 247 220 346 448 385 351 Luftrettung gesamt / / / / 1 .7 95 1 .560 2 .211 2 .6 59 2 .241 2 .0 25 228 Zahlen 229 SOS 3. Notrufe Trotz Schwankungen in den letzten Jahren liegt die Zahl der Notrufe 2024 mit 322.101 deutlich unter dem Niveau von 2023 mit 381.117 Notrufen. 4 . Personal 230 Zahlen 231 Männer Frauen Gesamt Feuerwehrtechn. Dienst 1.418 29 1 .447 Verwaltung Beamt*innen 14 32 46 Verwaltung Beschäftigte 182 129 311 Gesamt 1 .614 190 1 .804 Quelle: IKO-Daten 2024 4 .1 Personal Berufsfeuerwehr Berufsfeuerwehr 2020 2021 2022 2023 2024 Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Feuerwehrtechn. Dienst 1.268 16 1 .284 1.305 19 1 .324 1.346 21 1 .367 1.331 25 1 .356 1.418 29 1 .447 Verwaltung Beamt*innen 16 24 40 19 24 43 16 26 42 17 30 47 14 32 46 Verwaltung & Beschäftigte 178 134 312 167 110 277 179 122 301 195 108 303 182 129 311 Gesamt 1 .462 174 1 .6 36 1 .491 153 1 .6 44 1 .541 169 1 .7 10 1 .543 163 1 .7 06 1 .6 14 190 1 .804 Feuerwehr Köln gesamt 3 .0 34 355 3 .389 3 .0 33 333 3 .369 3 .151 377 3 .528 3 .150 419 3 .569 3 .216 438 3 .6 54 232 Zahlen 233 Quelle: Jahresberichte FW Köln 234 Zahlen 235 Feuerwehrtechn . Di enst Männer Frauen Männer Frauen Männer Frauen Gesamt Davon Männer Frauen Alter Beamt*innen LGr . 1 .2 LGr . 2 .1 LGr . 2 .2 18 – 2 7 Ja hre 230 11 1 / 1 243 232 11 28 – 34 J ahre 333 8 19 2 / 362 352 10 35 – 39 J ahre 201 4 21 / 3 1 230 225 5 40 – 4 4 J ahre 136 2 22 / 5 165 163 2 45 – 4 9 J ahre 117 / 23 / 3 1 144 143 1 50 – 5 4 J ahre 90 / 20 / 3 113 113 / 55 – 5 9 J ahre 142 / 30 / 2 174 174 / 60 – 6 3 Jahre 11 / 5 / / 16 16 / Gesamt 1 .26 0 25 141 2 17 2 1 .4 47 mit BMA 1 .4 18 29 Verwaltungsdienst 18 – 2 7 Ja hre / 8 / 6 / / 14 / 14 28 – 34 J ahre 2 6 1 4 / / 11 3 10 35 – 39 J ahre / 3 1 2 / / 7 1 5 40 – 4 4 J ahre / / / / / / 1 / / 45 – 4 9 J ahre / 2 2 2 / / 6 2 4 50 – 5 4 J ahre / / / / / / 2 / / 55 – 5 9 J ahre / / 3 3 / 1 7 3 4 60 – 6 3 Jahre / / 2 / / / 4 2 / ab 64 Jahre / / / / / / 1 / / Gesamt 2 19 9 17 / 1 48 11 37 Alter Beschäftigte Vgl . LG 1 .2 Vgl . LG 2 .1 Vgl . LG 2 .2 18 – 2 7 Ja hre 86 40 2 1 / / 129 88 41 28 – 34 J ahre 15 16 7 5 / / 43 22 21 35 – 39 J ahre 4 7 1 6 / / 18 5 13 40 – 4 4 J ahre 12 4 8 2 2 1 29 22 7 45 – 4 9 J ahre 6 6 6 4 / / 22 12 10 50 – 5 4 J ahre 6 7 6 6 / 1 26 12 14 55 – 5 9 J ahre 7 12 5 2 / / 26 12 14 60 – 6 3 Jahre 1 5 4 / / / 10 5 5 ab 64 Jahre 2 3 1 / / / 6 3 3 Gesamt 139 100 40 26 2 2 309 178 125 4 .2 Personal Freiwillige Feuerwehr Freiwillige Feuerwehr 2020 2021 2022 2023 2024 Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Einsatzabteilung 767 79 846 738 76 814 716 77 793 752 89 841 736 91 827 Unterstützungsabteilung 28 4 32 30 6 36 30 6 36 37 11 48 40 9 49 Ehrenabteilung 385 3 388 389 3 392 386 5 391 372 10 382 355 6 361 Anwärter/in Ausbildung 57 9 66 55 13 68 53 3 56 39 12 51 70 12 82 Feuerwehrmusik 24 10 34 20 8 28 20 8 28 19 6 25 19 8 27 Jugendfeuerwehr 311 76 387 310 74 387 350 87 437 351 109 460 336 88 424 Kinderfeuerwehr / / / / / / 55 22 77 37 19 56 46 34 80 Gesamt 1 .572 181 1 .7 53 1 .542 180 1 .7 25 1 .610 208 1 .818 1 .607 256 1 .863 1 .6 02 248 1 .850 236 Zahlen 237 Quelle: Jahresberichte FW Köln 238 Zahlen 239 4.3 Frauen und Mädchen in der Feuerwehr Der An teil der Frauen bei der Feuerwehr Köln hat sich von 2017 bis 2024 mehr als verdoppelt: rund 103 % Zuwachs seit 2017 2017 2018 201 9 2020 2021 2022 2023 2024 Feuerwehrtechnischer Dienst 8 6 10 16 19 21 25 29 Notärztinnen** 21 18 20 21 19 25 16 25 Notfallsanitäterinnen/Azubis / / / / / 26 23 21 Verwaltung/Tarifbeschäftigte 56 55 70 81 86 97 99 115 Berufsfeuerwehr gesamt 95 93 100 142 153 169 163 190 FF Einsatzdienst 42 47 70 79 76 77 89 91 FF Sonstige* 13 9 15 17 30 22 39 35 JF & KF gesamt 66 78 67 76 74 8 7 128 122 Freiwillige Feuerwehr gesamt 121 134 152 172 180 186 256 248 Gesamt 216 227 252 314 333 355 419 438 * Ehren-, Unterstützungsabteilung, Feuerwehrmusik, Anwärterinnen ** ohne Rotationsärztinnen BFFF 4.4 Verletzte Einsatzkräfte Berufsfeuerwehr 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Freiwillige Feuerwehr 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Verletzte Einsatzkräfte 38 28 26 47 31 40 21 24 19 16 13 9 16 8 21 10 Verletzte/Verunglückte (m) 36 28 23 45 28 39 14 17 18 14 11 9 14 7 20 9 Davon tödlich verunglückt (m) / / / / / / / / / / / / / / / Verletzte/Verunglückte (w) 2 / 3 2 3 1 7 7 1 2 2 / 2 1 1 1 Davon tödlich verunglückt (w) / / / / / / / / / / / / / / / / Verletzte Einsatzkräfte außerhalb von Einsätzen / / / 33 45 28 32 49 4 2 18 5 10 1 17 31 verletzte Mitglieder außerhalb von Einsätzen / / / / / / / / / / / / / / / / V erletzte/Verunglückte (m) / / / 31 35 23 28 44 4 2 17 4 9 / 14 23 Davon tödlich verunglückt (m) / / / / / / / / / / / / / / / / Verletzte/Verunglückte (w) / / / 2 10 5 4 5 / / 1 1 1 1 3 8 Davon tödlich verunglückt (w) / / / / / / / / / / / / / / / / Quelle: IG NRW – Informationssystem Gefahrenabwehr 2 40 Zahlen 241 5 . Finanzen Erlöse in Euro BF und FF RettD KatS Gesamt Aus Einsätzen 1.121.889 95.617.861 / 96 .7 39 .7 50 Aus Dienstleistungen 1.009.950 40 / 1 .009 .9 90 Zuwendungen 527.009 / 83.345 610 .355 Sonstige Erlöse 358.442 156.215 38.335 552 .992 Gesamterlöse 3 .017 .290 95 .774 .115 121 .6 80 98 .913 .086 Kosten Personalkosten 122.952.200 39.898.396 828.544 163 .679 .140 Betriebskosten Fahrzeuge/Geräte/Technik 4.149.454 3.534.720 60.406 7 .744 .580 Bauunterhaltung 1.324.347 1.128.147 / 2 .452 .494 Sonstige (Betriebs)K osten 16.238.171 57.255.877 1.777.746 75 .271 .7 95 Gesamtkosten 144 .664 .172 101 .817 .141 2 .6 66 .6 95 249 .148 .009 Ergebnis (Kosten abzgl. Erlöse) 141 .646 .882 6 .043 .026 2 .545 .0 15 150 .234 .923 Investitionen Einzahlungen – Investiver Zuschuss 2 .439 .136 Auszahlungen (investiv) für Baumaßnahmen 9 .9 41 .9 63 Auszahlungen (investiv) für Vermögensgegenstände 22 .601 .021 Ergebnis (Auszahlungen abzgl. Einzahlungen) 30 .103 .848 Buchwert der Feuerwehr 252 .839 .7 70 242 Zahlen 243 Zuordnung der Feuerwachen nach Gefahrenabwehrbereich (GAB) GAB I FW 1 (Innenstadt) FW 9 (Mülheim) FW 10 (Kalk) F F-Löschgruppe Dellbrück FF-Löschgruppe Brück FF-Löschgruppe Dünnwald FF-Löschgruppe Flittard FF-Löschgruppe Holweide FF-Löschgruppe Strunden FF-Löschgruppe Kalk FF-Umweltschutzdienst GAB I I FW 4 (Ehrenfeld) FW 5 (Weidenpesch) FW 6 (Chorweiler) FW 14 (Lövenich) F F-Löschgruppe Esch FF-Löschgruppe Fühlingen FF- Löschgruppe Langel-Rheinkassel FF-Löschgruppe Longerich FF-Löschgruppe Lövenich FF-Löschgruppe Merkenich FF- Löschgruppe Roggendorf/Thenhoven FF-Löschgruppe Widdersdorf FF-Löschgruppe Worringen GAB III FW 2 (Marienburg) FW 3 (Lindenthal) FW 7 (Porz) FW 8 (Ostheim) F F-Löschgruppe Eil FF- Löschgruppe Ensen-Westhoven FF-Löschgruppe Heumar FF-Löschgruppe Libur FF-Löschgruppe Porz-Langel FF- Löschgruppe Rodenkirchen FF-Löschgruppe Urbach FF- Löschgruppe Wahn-Wahnheide-Lind FF-Löschgruppe Zündorf FF-Fernmeldedienst Spielmannszug Porz-Langel Organigramm der Feuerwehr Köln 37 Berufsfeuer - wehr Amt für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölke - rungsschutz/ Amtsleiter und Leiter der Feuerwehr 37/1 Grundsatz - an ge legen- heiten der FF 37/ 2 Kommuni- kation und Medien 37/3 S trategie und Con - trolling 37/ 4 Sicherheit 37/5 Geschäfts - zimmer der Amtsleitung 37/6 Institut für Schutz und Rettung der Feuerwehr Köln (ISR) 37/ 7 Klimawandel und Gefahren - abwehr 370 Ver waltung 371 G efahrenab - wehr I Zentrale Einsatz - organisation 372 Ge fahrenab - wehr II Technik und Gebäude 373 Gefahren - abwehr III Informations - systeme 374 R ettungsdienst 375 Gefahren - vorbeugung 376 A us- und Fortbildung, Zentrale Dienste 37 0/1 Organisation, Personal, Verga - bemanagement 371 /1 Einsatzplanung, Leitstelle und Krisenmanage - ment 372/ 1 Technik 373/1 Informations - verarbeitung 374 /1 Organisation 37 5/1 Brandschauen, Stellungnahmen und Abnahmen in Wachbezirk 1, 9, 10 sowie Brandschutz - beauftragte 376/1 Aus- und Fortbildung Rettungsdienst 37 0/2 Finanzen, Satzungen und Gebühren 372/ 2 Neubauten und Bau - unterhaltung 374/2 Notärzt licher Dienst, ärztliche Aufsicht Rettungsdienst 37 5/2 Brandmelde - anlagen und Feuerwehr - schlüsseldepots 37 6/2 Aus- und Fortbildung, Zentrale Dienste 374 /3 Ärztliche Aufsicht Aus- und Fort bildung 37 5/3 Brandschauen, Stellungnahmen und Abnahmen in Wachbezirken 2, 3, 7, 8 244 2 45 Inhaltliche Bearbeitung Dr. Christian Miller, Amtsleiter, Leiter der Feuerwehr Stabsstelle Kommunikation und Medien Kontakt S tadt Köln – Der Oberbürgermeister Berufsfeuerwehr, Amt für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz Stabsstelle Kommunikation und Medien Scheibenstraße 13 50737 Köln Telefon 0221 9748-0 E-Mail presse.feuerwehr@stadtko eln.de www.feuerwehrko eln.de Berufsfeuerwehr, Amt für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz Stabsstelle Kommunikation und Medien Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung Design Studio d_bilk Druck Buch und Offsetdruckerei Häuser GmbH & Co. KG 13KS/37/2/1.200/12.2025 249
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0482/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 24.02.2026
- Erstellt
- 20.02.2026 08:52