1423/2019
Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019
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Pegel_Köln_Arbeitsmarkt_02_2019
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Pegel Köln 2/2019
Arbeitsmarkt Köln
Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019
Pegel Köln 2/2019
Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 2
Zum Inhalt des Pegels
• Mit der aktuellsten vorliegenden Beschäftigtenzahl für Ende September 2018 wurde in Köln
mit 578 200 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ein neuer Höchststand erreicht.
• Der Beschäftigungszuwachs gegenüber 2017 war mit einem leichten Plus von rund 13 200
(+2,3 %) höher als in Nordrhein-Westfalen (+2,2%) und im Bundesgebiet (+2,1%). Damit
rangierte Köln im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten im Mittelfeld.
• Die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungssektor übersprang mit einem Plus von rund
14 300 (+3,0%) erstmals die 480 000er-Marke. Auch der Produktionssektor steigerte seinen
Beschäftigungsumfang - wenn auch nur geringfügig - um 900 bzw. rund ein Prozent.
• Den höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs innerhalb des Dienstleistungssektors gab es im
Vergleichszeitraum bei den Unternehmensbezogenen Dienstleistungen (+3 700 Arbeitsplätze
bzw. +3,4%). Mit einem Beschäftigungsplus von mehr als 2 100 Arbeitsplätzen (+9,9%) folgt an
zweiter Stelle der Bereich Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Auch der
Logistiksektor (+1 900 Arbeitsplätze bzw. +5,4%) konnte zulegen.
• Sowohl die Zahl der Vollzeitbeschäftigten als auch die der Teilzeitbeschäftigten steigt.
Während die Vollzeitbeschäftigung im Jahresvergleich auf 409 620 anstieg (+2,4%), erhöhte
sich die Teilzeitbeschäftigung auf 159 015 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (+3,6%).
• Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten ist insgesamt um 1 500 bzw. gut ein Prozent
auf 125 200 angestiegen. Die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer
Hauptbeschäftigung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben, erhöhte sich um fünf
Prozent auf 44 300.
• Trotz steigender Beschäftigungszahlen ist die Arbeitslosigkeit in Köln im Jahresdurchschnitt
2018 im Regionalvergleich unterdurchschnittlich zurückgegangen: Die Zahl der Arbeitslosen
sank gegenüber 2017 um 2 260 bzw. 4,7 Prozent auf 45 968.
• Seit Jahresbeginn 2019 befindet sich die Arbeitslosigkeit in Köln auf einem niedrigen Niveau.
Im Jahresverlauf 2019 ist angesichts der stabilen Konjunkturlage mit einem weiteren
Beschäftigungsanstieg und Abbau der Arbeitslosigkeit in Köln zu rechnen.
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Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 3
Beschäftigung seit 2011 auf Rekordkurs
Die Beschäftigung in Köln hat zur Jahresmitte 2018 zum achten Mal in Folge einen historischen
Höchststand erreicht: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg von Mitte 2017 bis
Mitte 2018 in gleichem Tempo wie im Vorjahr um 15 200 auf 568 600 (+2,7%).
Ende September 2018 wurde mit 578 200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein neues
Allzeithoch erreicht. Beigetragen hierzu hat die Zunahme von rund 9 600 Beschäftigten (+1,7%)
gegenüber Juni 2018 (Grafik 1). Erfahrungsgemäß gilt das dritte Quartal als Jahreshöchststand bei der
Beschäftigung, weil zu diesem Zeitpunkt die Auszubildenden in die Beschäftigung eintreten.
Damit ist die Beschäftigtenzahl seit Jahresbeginn 2011 kontinuierlich um insgesamt 104 000
angestiegen (plus 22 Prozent). Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von rund
15 000 Beschäftigten über einen Zeitraum von sieben Jahren.
Am Arbeitsort Köln sind 85 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungssektor tätig: Die hohen
Beschäftigungszuwächse (104 000) vollzogen sich dabei fast ausschließlich in den
Dienstleistungsbranchen. Gleichzeitig erhöhte sich die Beschäftigung im Produktionssektor nur
geringfügig. Damit hat sich der Kölner Arbeitsmarkt seit Einsetzen des wirtschaftlichen Booms 2011
sowohl im Dienstleistungs- als auch im Produktionssektor als robust und wachstumsstark erwiesen.
Der Kölner Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch einen ausgewogenen Branchenmix und einen
starken Dienstleistungssektor, da fast jede Branche am Standort Köln vertreten ist. Damit profitiert die
Kölner Wirtschaft in der Breite, wenn die Konjunktur zulegt.
Die derzeit vorliegenden Konjunkturprognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute sehen für 2019 ein
nicht mehr ganz so starkes Wachstum wie im Vorjahr voraus. Nach Aussage der Kölner Arbeitsagentur
sollte der Arbeitsmarkt aber weiterhin stabil und aufnahmefähig bleiben, wenn auch die
Fachkräfteversorgung für die Unternehmen schwieriger werden wird. Zudem sind 2018 die ersten der
Babyboomer-Generation aus dem Berufsleben ausgeschieden.
Grafik 1: Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln seit 2011
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
474 105
553 442
568 635
578 246
450 000
465 000
480 000
495 000
510 000
525 000
540 000
555 000
570 000
585 000
600 000
0
2 000
4 000
6 000
8 000
10 000
12 000
14 000
16 000
18 000
20 000
Veränderungen zum Vorjahresquartal SVP-Beschäftigte
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Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 4
Köln mit überdurchschnittlichem Beschäftigungszuwachs
Sowohl im Vergleich zur Beschäftigungsentwicklung in Nordrhein-Westfalen (+2,2%) als auch mit der
Bundesentwicklung (+2,1%) liegt Köln mit einem leicht überdurchschnittlichem Beschäftigungsplus
von 2,3 Prozent im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten im Mittelfeld (Grafik 2). Düsseldorf
und Nürnberg (jeweils +2,2%) sowie Leipzig und Hamburg (jeweils +2,4%) verzeichnen fast dieselben
Zuwächse.
Grafik 2: Entwicklung der Beschäftigten in Köln, sowie in Vergleichsstädten 2017 bis 2018 (jeweils am 30.09)
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Dienstleistungssektor übersteigt die 480 000er-Marke
Im Produktionssektor erhöhte sich die Beschäftigtenzahl von Mitte 2017 bis Mitte 2018 nur
geringfügig um 1,1 Prozent auf 82 400. Die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungssektor stieg
deutlich stärker, und zwar um 3,0 Prozent von 472 000 auf 486 300 (+14 300).
Unternehmensbezogene Dienstleistungen mit stärkstem Beschäftigungszuwachs
Ebenso wie bereits im letzten Jahr gab es innerhalb des Dienstleistungssektors zwischen Mitte 2017
und 2018 den höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs bei den Unternehmensbezogenen
Dienstleistungen (Tabelle 1). In diesem Branchenkomplex erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 3 700
auf nunmehr 112 900 Arbeitsplätze (+3,4%). Beigetragen hierzu haben insbesondere die
Beschäftigungszuwächse in den Teilsegmenten Verwaltung und Führung von Unternehmen und
Betrieben; Unternehmensberatung (+1 700 Arbeitsplätze bzw. +6,0%), Rechts-, Steuer- und
Wirtschaftsberatung (+700 Arbeitsplätze bzw. +5,1%), Forschung und Entwicklung (400 Arbeitsplätze
bzw. +7,3%) sowie Zeitarbeit (+400 Arbeitsplätze bzw. +2,0%), (siehe auch Tabelle 2).
An zweiter Stelle folgt der Bereich Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung mit
einem Beschäftigungsplus von rund 2 100 Arbeitsplätzen (+9,9%), (siehe auch Tabelle 3).
Beschäftigungs-zuwächse innerhalb dieses Branchenkomplexes gab es vor allem im Bereich
Sozialversicherung (+1 700 Arbeitsplätze bzw. +46,3%) sowie in der Allgemeinen öffentlichen
Verwaltung (+500 Arbeitsplätze bzw. +3,7%).
2,4
3,0
2,2
2,3
3,7
2,4
2,7
3,0
2,2
2,2
2,1
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0
Hamburg
Dortmund
Düsseldorf
Köln
Frankfurt/Main
Leipzig
Stuttgart
München
Nürnberg
NRW
Deutschland
Veränderungen in Prozent
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Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 5
Auch die Logistikbranche Verkehr und Lagerei (+1 900 Arbeitsplätze bzw. +5,4%) konnte deutlich
zulegen. Hierzu hat insbesondere die Beschäftigungszuwächse bei den Post-, Kurier- und
Expressdiensten (+800 Arbeitsplätze bzw. +9,8%) sowie im Bereich Lagerei und sonstige
Verkehrsdienstleistungen (+700 Arbeitsplätze bzw. 5,8%) beigetragen.
Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Köln 2017 und 2018 (jeweils am 30.6.)
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Zahl Prozent
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 202 1 99 -3 -1,5
Bergbau,Gewinnung von Erdöl und Erdgas, Steine und Erden 1.579 1 .645 66 4,2
Verarbeitendes Gewerbe 56.521 5 6.507 -14 0,0
darunter:
Ernährungsgewerbe 5. 834 5.879 45 0,8
Druckgewerbe, Vervielfältigung von Datenträgern 1.677 1. 599 -78 -4,7
Chemie- und Pharmaindustrie 4.954 5. 001 47 0,9
Maschinenbau 8.031 7. 914 -117 -1,5
Elektrotechnik 3.871 3. 873 2 0,1
Energieversorgung 4.139 4 .280 141 3,4
Abwasser- und Abfallentsorgung, Umweltreinigung, Recycling 3.037 3 .090 53 1,7
Baugewerbe 16.008 1 6.648 640 4,0
Produktionssektor insgesamt 81.486 8 2.369 883 1,1
Handel, Instandhaltung und Reparatur von KFZ 66.899 68.395 1.496 2,2
darunter:
Handelsvermittlung und Großhandel 24. 968 25.496 528 2,1
Einzelhandel 34.273 35. 159 886 2,6
Gastgewerbe 20.621 2 0.883 262 1,3
Verkehr und Lagerei (Logistik) 35.776 3 7.710 1.934 5,4
darunter:
Landverkehr, Pipelines 13. 658 13.955 297 2,2
Luftfahrt 1.765 1. 917 152 8,6
Lagerei sowie sonstige Verkehrsdienstleistungen 12.460 13. 180 720 5,8
Post-, Kurier- und Expressdienste 7.819 8. 585 766 9,8
Information und Kommunikation 43.279 4 4.407 1.128 2,6
darunter:
Rundfunkveranstalter 7. 164 6.990 -174 -2,4
Telekommunikation 3.629 3. 815 186 5,1
Dienstleistungen der Informationstechnologie 19.638 20. 300 662 3,4
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 37.788 3 7.521 -267 -0,7
darunter:
Kreditgewerbe 12. 862 12.679 -183 -1,4
Versicherungsgewerbe 23.994 23. 893 -101 -0,4
Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen 109.160 1 12.903 3.743 3,4
darunter:
Rechts-, und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung 13. 292 13.965 673 5,1
Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung 27.477 29. 136 1.659 6,0
Forschung und Entwicklung 5.469 5. 869 400 7,3
Werbung und Marktforschung 7.436 7. 789 353 4,7
Befristete Überlassung v. Arbeitskräften (Zeitarbeit) 19.453 19. 845 392 2,0
Weitere Dienstleistungen: 158.433 1 64.447 6.014 3,8
darunter:
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung 21. 758 23.904 2.146 9,9
Erziehung und Unterricht 25.328 25. 810 482 1,9
Gesundheits- und Sozialwesen 68.688 70. 489 1.801 2,6
Dienstleistungssektor insgesamt 471.956 4 86.266 14.310 3,0
Insgesamt 553.442 568.635 15.193 2,7
Veränderung
2017-201820182017Branchen nach Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008
Pegel Köln 2/2019
Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 6
Im Produktionssektor konnte das Baugewerbe mit einem Beschäftigungsplus von mehr als 600
Personen bzw. vier Prozent von der derzeit guten Baukonjunktur profitieren. Während die
Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt stagnierte, ging sie im Maschinenbau weiter auf
rund 7 900 Arbeitsplätze zurück (-120 bzw. -1,5%).
Tabelle 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2017 und 2018 – Unternehmensbezogene Dienstleistungen
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Tabelle 3: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2017 und 2018 – Öffentliche Verwaltung
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Beschäftigungsgewinne insbesondere bei Ausländer/innen und älteren Beschäftigten
Die Beschäftigung bei den Frauen ist von Mitte 2017 bis Mitte 2018 prozentual geringfügig stärker
gewachsen als bei den Männern: 7 289 Frauen (+2,9%) und 7 904 Männer (+2,7%) waren mehr
sozialversicherungspflichtig tätig als ein Jahr zuvor.
Prozentual am stärksten erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten
Ausländer und Ausländerinnen, nämlich um 6 326 oder 8,6 Prozent. Mit 80 306 Beschäftigten liegt ihr
Anteil an der Gesamtbeschäftigung damit bei 14 Prozent.
Ebenfalls weit überdurchschnittlich stieg die Zahl der älteren Beschäftigten (55 Jahre bis zur
Regelaltersgrenze): Ihre Zahl erhöhte sich um 6 540 oder 7,1 Prozent auf 98 295. Damit setzt sich der
deutliche Beschäftigungsanstieg bei den älteren Beschäftigten weiter fort und ist – wie bereits in den
letzten Jahren – überwiegend demografisch bedingt und auf das Durchaltern der geburtenstarken
Jahrgänge 1955 bis 1969 (Baby-Boomer) zurückzuführen.
Zahl Prozent
Unternehmensbezogene Dienstleistungen 109.160 112.903 3.743 3,4
darunter:
Rechts-, und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung 13.292 13.965 673 5,1
Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben;
Unternehmensberatung 27.477 29.136 1.659 6,0
Architektur- und Ingenieurbüros 8.548 8.838 290 3,4
Technische, physikalische und chemische Untersuchung 2.401 2.557 156 6,5
Forschung und Entwicklung 5.469 5.869 400 7,3
Werbung, Markt- und Meinungsforschung 7.436 7.789 353 4,7
Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten 2.265 2.276 11 0,5
Vermittlung von Arbeitskräften (Personalservice-Agenturen) 1.381 835 -546 -39,5
Befristete Überlassung von Arbeitskräften (Zeitarbeit) 19.453 19.845 392 2,0
Private Wach- und Sicherheitsdienste, Überwachungs-/Alarmsysteme 5.091 5.105 14 0,3
Hausmeisterdienste 1.450 1.697 247 17,0
Reinigung von Gebäuden,Straßen und Verkehrsmitteln 11.458 11.479 21 0,2
Call Center 1.744 1.983 239 13,7
Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter 1.281 1.320 39 3,0
Übrige unternehmensbezogene Dienstleistungen 414 209 -205 -49,5
Branchensegmente WZ 2008 Veränderung 2017-20182017 2018
Zahl Prozent
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung 21.758 23.904 2.146 9,9
darunter:
Allgemeine öffentliche Verwaltung 12.784 13.257 473 3,7
Öffentliche Verwaltung auf den Gebieten Gesundheit, Bildung, Kultur und Soziales 716 723 7 1,0
Wirtschaftsförderung, -ordnung und -aufsicht 696 677 -19 -2,7
Rechtspflege 1. 714 1.770 56 3,3
Sozialversicherung 3.633 5.316 1.683 46,3
Übrige öffentliche Verwaltung (Feuerwehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung) 2.215 2.161 -54 -2,4
Branchensegmente WZ 2008 2017 2018 Veränderung 2017-2018
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Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 7
Überwiegend Frauen arbeiten in Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung
Sowohl die Zahl der Vollzeitbeschäftigten als auch die der Teilzeitbeschäftigten steigt: Die Vollzeit-
beschäftigung erhöhte sich um 9 659 oder 2,4 Prozent auf 409 620 und die Teilzeitbeschäftigung um
5 534 Personen oder 3,6 Prozent auf 159 015 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Dabei ist
Teilzeitarbeit nach wie vor eine Domäne der Frauen: Während in Köln nur rund 16 Prozent der Männer
(47 600) einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeittätigkeit nachgehen, sind es bei den Frauen 42
Prozent (111 400).
Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse1 ist zwar insgesamt nur leicht (+1,2%)
auf rund 125 200 angestiegen, allerdings stieg gleichzeitig die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich
zu ihrer Hauptbeschäftigung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben, um rund 2 200 auf
44 300 (+5,3%). Gleichzeitig verringerte sich sie Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten um
rund 700 auf 80 900 Personen (-0,9%).
Diese Entwicklung zeigt, dass zunehmend mehr Menschen einen Zweitjob annehmen, um ihren
Lebensunterhalt zu bestreiten beziehungsweise ihren Lebensstandard zu verbessern. Auch in Minijobs
sind Frauen überrepräsentiert: Mitte 2018 arbeiteten in Köln insgesamt 44 000 Frauen, aber nur
29 000 Männer ausschließlich in geringfügigen Beschäftigungen.
Tabelle 4: Struktur der Beschäftigung am Arbeitsort Köln 2017 und 2018 (jeweils am 30.6.)
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Starker Anstieg der Beschäftigung bei Asylherkunftsländern
Von 2017 bis 2018 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer und
Ausländerinnen um 6 326 auf 80 306 (+8,6%) und die der deutschen Staatsangehörigen um 8 867 auf
488 329 (+1,8%), (Tabelle 5).
Bei den wichtigsten Asylherkunftsländern gab es im Vergleichszeitraum eine deutliche
Beschäftigungszunahme um 1 678 auf 5 648 (+42,3%). Die höchsten Beschäftigungszuwächse
innerhalb dieser Ländergruppe verzeichneten der Irak (+482 bzw. +46,8%), Syrien (+481 bzw. +86,4%),
1 Geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse liegen vor, wenn das monatliche Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung
regelmäßig 450 Euro nicht überschreitet. Sie werden nicht zu den sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigungsverhältnissen gezählt.
Zahl Prozent
insgesamt 553.442 568.635 15.193 2,7
Männer 298.034 305.938 7.904 2,7
Frauen 255.408 262.697 7.289 2,9
Deutsche 479.462 488.329 8.867 1,8
Ausländer/innen 73.980 80.306 6.326 8,6
Jüngere unter 25 Jahre 50.203 52.101 1.898 3,8
25 bis unter 55 Jahre 411.484 418.239 6.755 1,6
55 bis unter 65 Jahre 87.076 93.061 5.985 6,9
65 Jahre und älter 4.679 5.234 555 11,9
Vollzeitbeschäftigte 399.961 409.620 9.659 2,4
Teilzeitbeschäftigte 153.481 159.015 5.534 3,6
Auszubildende 18.906 18.724 -182 -1,0
Einpendler/innen 270.118 277.941 7.823 2,9
Auspendler/innen 121.675 125.514 3.839 3,2
anerkannter Berufsabschluss 278.764 283.803 5.039 1,8
akademischer Berufsabschluss1) 128.661 138.296 9.635 7,5
ohne Berufsabschluss 76.086 79.396 3.310 4,4
Geringfügig entlohnte Beschäftigte insgesamt 123.634 125.177 1.543 1,2
Ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte 81.582 80.880 -702 -0,9
Geringfügig entlohnte Beschäftigte (Nebenjob) 42.052 44.297 2.245 5,3
1) Bachelor, Diplom, Magister, Master, Staatexamen, Promotion
Veränderungen 2017-20182017 2018Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
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Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 8
der Iran (+325 bzw. +27,8%) und Afghanistan (+142 bzw. +35,1%). Diese zum Teil hohen
Veränderungen sind Ausdruck eines sogenannten Basiseffekts, der durch geringe Ausgangswerte
entsteht.
Tabelle 5: Beschäftigte am Arbeitsort Köln nach Nationalität 2017 und 2018 (jeweils am 30.6.)
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Tabelle 6: Kennziffern zur aktuellen Arbeitsmarktentwicklung
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Zahl Prozent
Insgesamt 553.442 568.635 15.193 2,7
Deutschland 479.462 488.329 8.867 1,8
Ausland 73.980 80.306 6.326 8,6
darunter:
Asylherkunftsländer (Top 8) 3.970 5.648 1.678 42,3
Afghanistan 405 547 142 35,1
Eritrea 174 268 94 54,0
Irak 1.031 1.513 482 46,8
Iran, Islamische Republik 1.169 1.494 325 27,8
Nigeria 302 382 80 26,5
Pakistan 275 315 40 14,5
Somalia 57 91 34 59,6
Syrien, Arabische Republik 557 1.038 481 86,4
Veränderung 2017-20182017 2018Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - Nationalitäten
Zahl in Prozent
Arbeitslose insgesamt 48.227 45.968 -2.260 -4,7
Frauen 21.830 20.907 -923 -4,2
Männer 26.398 25.061 -1.336 -5,1
Jüngere unter 25 Jahre 3.126 2.936 -190 -6,1
25 bis 54 Jahre 36.032 33.934 -2.098 -5,8
über 55 Jahre 9.070 9.098 28 0,3
Ausländer 17.702 16.697 -1.005 -5,7
Langzeitarbeitslose 21.296 20.045 -1.251 -5,9
Arbeitslose insgesamt SGB II 35.418 33.211 -2.207 -6,2
Frauen 16.202 15.227 -975 -6,0
Männer 19.216 17.985 -1.231 -6,4
Jüngere unter 25 Jahre 2.032 1.892 -141 -6,9
25 bis 54 Jahre 26.847 24.831 -2.017 -7,5
über 55 Jahre 6.539 6.489 -49 -0,8
Ausländer 14.385 13.419 -966 -6,7
Langzeitarbeitslose 20.241 18.970 -1.271 -6,3
Arbeitslose insgesamt SGB III 12.809 12.756 -53 -0,4
Frauen 5.628 5.680 52 0,9
Männer 7.181 7.076 -105 -1,5
Jüngere unter 25 Jahre 1.094 1.044 -49 -4,5
25 bis 54 Jahre 9.185 9.104 -81 -0,9
über 55 Jahre 2.531 2.608 77 3,1
Ausländer 3.317 3.279 -39 -1,2
Langzeitarbeitslose 1.055 1.075 20 1,9
Arbeitslosmeldungen 128.927 121.373 -7.554 -5,9
davon aus vorheriger Erwerbstätigkeit 49.693 48.795 -898 -1,8
Abgänge aus der Arbeitslosigkeit 129.009 124.172 -4.837 -3,7
davon Abgänge in Erwerbstätigkeit 43.537 42.808 -729 -1,7
davon Ausbildung und sonstige Maßnahmenteilnahme 33.693 32.943 -750 -2,2
davon Abgänge in Rente und Berufsunfähigkeit 44.802 42.487 -2.315 -5,2
gemeldete offene Stellen 36.943 33.769 -3.174 -8,6
davon ungefördert (SVP) 36.143 33.270 -2.873 -7,9
2017 2018 Veränderungen 2017-2018
Jahresdurchschnitte
Jahressummen
Arbeitslose
Pegel Köln 2/2019
Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 9
Im Jahresdurchschnitt Rückgang der Arbeitslosigkeit in Köln
Auch in Folge der steigenden Beschäftigungszahlen ist die Arbeitslosigkeit in Köln im
Jahresdurchschnitt 2018 weiter zurückgegangen. So sank die Zahl der Arbeitslosen gegenüber 2017
deutlich um 4,7 Prozent beziehungsweise um 2 260 auf 45 968 (Tabelle 6). Gleichzeitig verringerte
sich die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote von 8,4 auf 7,9 Prozent.
Zudem ist die Unterbeschäftigung, welche die Zahl der Kölnerinnen und Kölner, die insgesamt eine
Beschäftigung suchen umfasst (z. B. Teilnehmende in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen), zum
Jahresende 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 61 660 um 2 792 auf 58 868 Personen gesunken (-
4,5%). Neben den statistisch ausgewiesenen 43 595 Arbeitslosen zum Jahresende 2018 suchten im
Dezember 15 273 Kölnerinnen und Kölner eine Beschäftigung, während sie sich in einer Förderung
befanden oder aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen
(Unterbeschäftigung im engeren Sinne).
Die Arbeitslosenzahl ist in Köln im Jahresdurchschnitt 2018 gegenüber dem Vorjahr
unterdurchschnittlich um 4,7 Prozent zurückgegangen. Im Landesdurchschnitt NRW (-7,2%) sowie auf
Bundesebene (-7,6%) und allen anderen Vergleichsstädten sank sie zum Teil deutlich stärker (Grafik 3).
Hohe Dynamik am Kölner Arbeitsmarkt
Insgesamt konnten 2018 124 172 Kölnerinnen und Kölner ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon haben
ein Drittel (42 808) eine Arbeit aufgenommen (Tabelle 6). Weitere 32 943 Personen begannen eine
Ausbildung oder nahmen an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil. 42 487 Personen schieden
außerdem wegen Erreichung des Rentenalters oder einer Berufsunfähigkeit aus dem Arbeitsmarkt aus.
Demgegenüber standen allerdings 121 373 neue Arbeitslosmeldungen, darunter 48 795 aus
vorheriger Erwerbstätigkeit. Das hohe Zu- und Abgangsvolumen zeigt die hohe Dynamik am Kölner
Arbeitsmarkt.
Grafik 3: Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Köln sowie in Vergleichsstädten 2017 bis 2018 (Jahresdurchschnitt)
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
-5,3
-6,1
-6,9
-4,7
-7,4
-10,7
-8,4
-9,1
-7,8
-7,2
-7,6
-12,0 -10,0 -8,0 -6,0 -4,0 -2,0 0,0
Hamburg
Dortmund
Düsseldorf
Köln
Frankfurt/Main
Leipzig
Stuttgart
München
Nürnberg
NRW
Deutschland
Veränderung in Prozent
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Rückgang der Arbeitslosigkeit insbesondere bei SGB-II-Arbeitslosen und Jüngeren
Von 2017 bis 2018 konnten fast alle Personengruppen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren
(Tabelle 6 und Grafik 4). Überdurchschnittliche Rückgänge bei den Arbeitslosenzahlen verzeichneten
insbesondere die SGB-II-Arbeitslosen (-6,2%) und die Langzeitarbeitslosen (-5,9%). Gleichzeitig
stagnierte die Zahl der Arbeitslosen über 55 Jahre (+0,3%).
Grafik 4: Arbeitslosigkeit von ausgewählten Personengruppen im Jahresdurchschnitt 2018
(Veränderung zum Jahresdurchschnitt 2017 in Prozent)
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Saisonbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn 2019
In Folge häufiger Kündigungstermine zum Jahresende, des Endes einiger Ausbildungen, des
Auslaufens befristeter Verträge und des auslaufenden Weihnachtsgeschäfts ist die Zahl der
Arbeitslosen auch in Köln zum Jahresbeginn 2019 saisonbedingt angestiegen: Gegenüber Dezember
2018 erhöhte sie sich im Januar 2019 um 2 433 bzw. 5,6 Prozent auf 46 028 Personen (Grafik 5).
Gegenüber dem Januar-Wert des Vorjahres sank die Arbeitslosigkeit allerdings um 2 455 Personen
bzw. 5,0 Prozent. Insbesondere bei den Langzeitarbeitslosen und der Ausländer/innen konnten die
Arbeits-losenzahlen vor allem aufgrund der guten Entwicklung in den Jobcentern um 1 500 gesenkt
werden.
Nach dem moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresanfang setzte sich die günstige
Entwicklung im Februar fort. So ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar 2019 gegenüber Januar um
430 Personen auf 45 598 leicht gesunken (-0,9%). Im Vergleich zum Februar 2018 ist die
Arbeitslosenzahl dagegen sogar deutlich um 2 775 Personen zurückgegangen (-5,7%).
Im März 2019 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Februar leicht um 76 Personen auf 45 674
angestiegen (+0,2%). Dass die Arbeitslosigkeit in diesem Monat nicht wie üblich saisonbedingt
zurückgegangen ist, hat nach Aussage der Kölner Arbeitsagentur vor allem einen Grund: Viele Kurse
zur beruflichen Eingliederung sind nun abgeschlossen und deren Teilnehmende bewerben sich derzeit.
Im Vergleich zum März 2018 sank die Arbeitslosenzahl dennoch um 1 641 Personen (-3,5%).
-4,7
-6,2
-0,4
-4,2
-5,1
-6,1
-5,8
0,3
-5,7
-5,9
-7,0 -6,0 -5,0 -4,0 -3,0 -2,0 -1,0 0,0 1,0
Arbeitslose insgesamt
Arbeitslose insgesamt SGB II
Arbeitslose insgesamt SGB III
Arbeitslose Frauen
Arbeitslose Männer
Arbeitslose Jüngere unter 25 Jahre
Arbeitslose von 25 bis 54 Jahre
Arbeitslose über 55 Jahre
Ausländer
Langzeitarbeitslose
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Grafik 5: Arbeitslosenzahl und –quote1) in Köln
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ; Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Rückgang der offenen Stellen 2018
Im vergangenen Jahr ist in Köln die Anzahl der der Arbeitsagentur gemeldeten sozialversicherungs-
pflichtigen offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, und zwar um 2 873 auf nunmehr
33 270 (-7,9%).
Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X)2 – ein Indikator für die Nachfrage nach
Arbeitskräften in Deutschland – lag im März 2019 ebenso wie in den beiden Vormonaten bei 255
Punkten und bewegt sich damit bereits seit einem Jahr über der 250-Punkte-Marke auf einem sehr
hohen Niveau.
Im Vergleich zum März 2018 zeigt sich der BA-X um vier Punkte höher. Der Bestand an gemeldeten
Arbeitsstellen ist in fast allen Branchen höher als vor einem Jahr. Deutlich mehr Stellenofferten als im
Vorjahr gab es bei den qualifizierten Unternehmensdienstleistungen, im Öffentlichen Dienst, im
Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Baugewerbe und in der Entsorgungswirtschaft.
Insgesamt sind 14 Prozent des Stellenbestands dem Handel- und Logistiksektor zuzuordnen.
Jeweils neun Prozent stammen aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Gesundheits- und
Sozialwesen. Ein Drittel der gemeldeten Stellen stammt von Zeitarbeitsunternehmen, wobei über die
Einsatzbranchen keine Aussagen möglich sind.
2 Der BA-X ist der aktuellste Stellenindex in Deutschland und beruht auf konkreten Stellengesuchen der Unternehmen. Er
signalisiert die Einstellungsbereitschaft in Deutschland und bildet die Entwicklung der Kräftenachfrage am ersten
Arbeitsmarkt ab. In den saisonbereinigten Index fließen die bei der BA gemeldeten ungeförderten Arbeitsstellen, sowie die
gemeldeten Stellen für Freiberufler, Selbständige und aus der privaten Arbeitsvermittlung ein. Siehe auch unter:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201903/arbeitsmarktberichte/bax-ba-x/ba-x-d-0-201903-pdf.pdf,
aufgerufen am 28.03.2019
46.411
48.512
48.400
48.511
48.815
48.752
48.593
49.357
49.317
48.041
47.247
46.874
46.310
48.473
48.373
47.315
47.174
46.403
45.639
45.888
46.401
44.758
43.738
43.854
43.595
46.028
45.598
45.674
0 %
1 %
2 %
3 %
4 %
5 %
6 %
7 %
8 %
9 %
0
6 000
12 000
18 000
24 000
30 000
36 000
42 000
48 000
54 000
Dez 16
Jan 17
Feb 17
Mrz 17
Apr 17
Mai 17
Jun 17
Jul 17
Aug 17
Sep 17
Okt 17
Nov 17
Dez 17
Jan 18
Feb 18
Mrz 18
Apr 18
Mai 18
Jun 18
Jul 18
Aug 18
Sep 18
Okt 18
Nov 18
Dez 18
Jan 19
Feb 19
Mrz 19
Zahl Quote
1) Zu den Arbeitslosen im Sinne des Sozialgesetzbuch III (SGB III -Arbeitsförderung) zählen alle Personen, die vorübergehend nichtin einem
Beschäftigungsverhältnis stehen oder nur eine kurzzeitige Beschäftigung ausüben, die der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen, nicht
arbeitsunfähig erkrankt sind, das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich persönlich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet
haben und somit von der Arbeitsverwaltung registriert werden.
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Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 12
Als Hauptgrund für den nachhaltig hohen Bedarf an Arbeitskräften ist – trotz der aktuellen
wirtschaftlichen Eintrübung – die in den letzten Jahren anhaltend gute konjunkturelle Lage zu nennen.
Auch der historisch hohe Beschäftigungsstand führt dazu, dass mehr Menschen ihren Arbeitsplatz
wechseln. Diese erhöhte Fluktuation führt zu einem hohen Stand an zu besetzenden Arbeitsstellen.
Auch die wachsende Bedeutung von Teilzeitbeschäftigung erhöht den Bedarf an Arbeitskräften.
Darüber hinaus gibt es in technischen Berufen, in Bauberufen sowie in manchen Gesundheits- und
Pflegeberufen Engpässe bei der Stellenbesetzung, wodurch Arbeitsstellen länger vakant bleiben.
Fast jedes dritte Kölner Unternehmen plant Neueinstellungen
Positive Signale für die weitere Entwicklung des Kölner Arbeitsmarktes 2019 zeigt auch die letzte
Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Köln3: Danach war die aktuelle
Grundstimmung der Kölner Unternehmen im Winter 2018/2019 ebenso wie bereits im Herbst 2018
unverändert gut. Die optimistischen Geschäftserwartungen zeigen sich auch in den
Beschäftigungsplänen der Kölner Unternehmen: 33 Prozent der befragten Unternehmen
beabsichtigen in den kommenden Monaten, weitere Arbeitskräfte einzustellen und 54 Prozent planen
mit gleichbleibender Belegschaft.
Eher positive Wachstumsaussichten lassen verlangsamten Beschäftigungsanstieg erwarten
Auch die positiven Wachstumsprognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute sowie der Bundes-
regierung, die für dieses Jahr mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes um bis zu eineinhalb Prozent
rechnen, bestätigen die weiterhin guten Konjunkturaussichten, auch wenn sich das Wachstum
langsam abschwächen dürfte.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB rechnet für 2019 mit einem Wachstum des
Bruttoinlandproduktes von 0,5 Prozent: Dabei soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäf-
tigten in Deutschland um 680 000 auf ein neues Allzeithoch von 33,65 Millionen Personen ansteigen
(+2,1%) und die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit auf 2,2 Millionen Personen sinken (-6,0%)4.
Die aktuelle IAB-Regionalprognose bestätigt die positiven Wachstumsaussichten auch für Köln5:
Demnach soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln 2019 um 2,3 Prozent auf
rund 585 600 steigen und gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 44 100
zurückgehen (-4,1%).
3 Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer Köln – Winter 2018/2019. Siehe auch unter:, https://www.ihk-
koeln.de/upload/Datenblaett_Koeln_16031.pdf, aufgerufen am 11.02.2019
4 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung – IAB-Kurzbericht 7/2019. Siehe auch unter:
http://doku.iab.de/kurzber/2019/kb0719.pdf, aufgerufen am 25.03.2019
5IAB Regionale Arbeitsmarktprognosen 1/2019. Siehe auch unter:
http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Regionale_Arbeitsmarktprognosen_1901.pdf, aufgerufen am 1.4.2019
Pegel Köln 2/2019
Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Seite 13
Fazit
Der Kölner Arbeitsmarkt verzeichnet nunmehr im achten Jahr in Folge einen neuen Rekordwert bei den
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Im Jahresdurchschnitt 2018 ist die Arbeitslosigkeit deutlich
zurückgegangen.
Getragen wurde das Beschäftigungswachstum insbesondere von Beschäftigungszunahmen im Bereich
der unternehmensbezogenen Dienstleistungen, in der Öffentlichen Verwaltung sowie im
Logistiksektor.
Der Beschäftigungszuwachs seit 2011 (104 000) wurde in Köln weniger von einem (weiteren)
Rückgang der Arbeitslosigkeit gespeist, sondern vielmehr von einer wachsenden Zahl von
Erwerbspersonen, die aufgrund der guten Konjunktur auch Beschäftigung finden. Grund hierfür ist vor
allem die steigende Arbeitsmarktbeteiligung von Älteren, Frauen und Migranten, die von der hohen
Kräftenachfrage profitieren.
Insgesamt halten sich die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosmeldungen die Waage.
Abgänge in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und Ausbildung tragen dazu bei, eine Verfestigung
der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Aufgrund des vergleichbar hohen Volumens an Zugängen in und
Abgängen aus der Arbeitslosigkeit wird der Eindruck einer weitest gehenden Verfestigung der
Arbeitslosigkeit erzeugt. Verfestigt ist allerdings nur die Langzeitarbeitslosigkeit. Umso wichtiger ist
es, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich abgenommen hat.
Seit Anfang 2019 verfügt die Bundesagentur für Arbeit über zwei neue Instrumente um
Qualifizierungen zu erhöhen und die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit zu verbessern: Erstens
können mit dem Teilhabechancengesetz Menschen, die schon lange auf Grundsicherungsleistungen
angewiesen sind, mit einer 100-prozentigen Förderung wieder in Arbeit gebracht werden. Zweitens
bietet das Qualifizierungschancengesetz nicht nur neue Fördermöglichkeiten für dringend
notwendige Qualifikationen, sondern auch Weiterbildungen zur Anpassungen an die moderne
Arbeitswelt sowohl für Arbeitslose als auch für Beschäftigte. Allein in Köln sollen damit 900 neue
Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose geschaffen werden. Nach Aussage der Kölner Agentur für Arbeit
werde das Jahr 2019 zum Jahr der Qualifizierungen6.
6 Agentur für Arbeit Köln: Presse Info 2/ 2019, Siehe auch unter
https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/dienststellen/rdnrw/koeln/Agentur/Presse/Presseinformationen/Detail/in
dex.htm?dfContentId=EGOV-CONTENT631074, aufgerufen am 04.01.2019
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
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Die Oberbürgermeisterin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
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13/15/350/05.19
Mitteilung Ausschuss
1533 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153/1 Vorlagen-Nummer 25.04.2019 1423/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 02.05.2019 Integrationsrat 27.05.2019 Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2018 und bisherige Entwicklung 2019 Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik legt als Mitteilung einen statistischen Bericht zur Entwick- lung des Kölner Arbeitsmarktes vor. Der Pegel 2/2019 informiert über die Entwicklung der Beschäftig- tenzahlen der Kölner Wirtschaft differenziert nach Branchen sowie die Strukturveränderungen bei den Arbeitslosenzahlen. Mit der aktuellsten von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Beschäftigtenzahl für Ende Sep- tember 2018 wurde mit 578.200 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zum achten Mal in Fol- ge ein neuer Rekordwert erreicht. Von Mitte 2017 bis Mitte 2018 überschritt die Zahl der Beschäftig- ten im Dienstleistungssektor erstmals die 480.000er-Marke und stieg auf 486.300 (+3,0 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen verringert e sich im Jahresdurchschnitt 2018 gegenüber dem Vorjahr um 2.260 auf 45.968 Personen (-4,7 Prozent). Gleichzeitig sank die jahresdurchschnittliche Arbeitslosen- quote von 8,4 auf 7,9 Prozent. Seit Jahresbeginn 2019 befindet sich die Arbeitslosigkeit in Köln weiter auf einem niedrigen Niveau. Im Jahresverlauf 2019 ist angesichts der weiterhin stabilen Konjunkturlage mit einem weiteren B e- schäftigungsaufbau und dem Abbau der Arbeitslosigkeit in Köln zu rechnen. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1423/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 08.05.2019
- Erstellt
- 17.04.2019 10:39