Mandari Insight

AN/0839/2026

Anfrage zu den Arbeitsmarkt- und Teilhabechancen geflüchteter Frauen in Köln - Qualifizierung, Kinderbetreuung und kultursensible Begleitung

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 28.05.2026

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration, Sitzung am 09.06.2026, TOP 4.3

Anfrage zu den Arbeitsmarkt- und Teilhabechancen geflüchteter Frauen in Köln - Qualifizierung, Kinderbetreuung und kultursensible Begleitung

· application/pdf

Ansehen

Anfrage zu den Arbeitsmarkt- und Teilhabechancen geflüchteter Frauen in Köln - Qualifizierung, Kinderbetreuung und kultursensible Begleitung

4358 Zeichen

SPD-Liste, Pinar Wege und Sigita Gelbach  
 
 
An den Vorsitzenden des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration 
Herrn Tayfun Keltek 
 
An die Geschäftsstelle des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration 
 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates  
 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 09.06.2026 
 
Thema: Arbeitsmarkt- und Teilhabechancen geflüchteter Frauen in Köln – 
Qualifizierung, Kinderbetreuung und kultursensible Begleitung 
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
 
die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ist ein zentraler Bestandteil gelingender 
Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Aktuelle Studien zeigen, dass sich die 
Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zwar insgesamt positiv entwickelt, jedoch weiterhin 
deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen. 
Insbesondere geflüchtete Frauen sind deutlich seltener erwerbstätig und stoßen häufiger auf 
strukturelle Hürden, etwa beim Zugang zu Sprachförderung, Qualifizierung, Kinderbetreuung 
und beruflichen Netzwerken. Gleichzeitig wird deutlich, dass nachhaltige Integration nicht 
allein durch schnelle Vermittlung in Arbeit erreicht wird, sondern durch gezielte Förderung, 
Qualifizierung und eine passgenaue Begleitung. 
Vor diesem Hintergrund bittet die SPD -Liste die Verwaltung um die Beantwortung der 
folgenden Fragen: 
 
Frage 1:  
Welche zentralen Maßnahmen, Programme oder Projekte der Stadt Köln richten sich gezielt 
an geflüchtete Frauen, um deren Zugang zu Sprachförderung, Qualifizierung, Ausbildung, 
Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe zu verbessern? 
 
Frage 2:  
Welche wesentlichen strukturellen Hürden identifiziert die Verwaltung für geflüchtete Frauen 
beim Zugang zu Sprachkursen, Arbeitsmarkt, Qualifizierung und gesellschaftlicher Teilhabe in 
Köln?

Frage 3:  
Wie werden bestehende Angebote inhaltlich so ausgestaltet, dass sie die spezifischen 
Lebenslagen geflüchteter Frauen berücksichtigen, insbesondere im Hinblick auf 
Kinderbetreuung, familiäre Verantwortung, Bildungsbiografien und unterschiedliche Zugänge 
zum Thema Erwerbsarbeit? 
 
Frage 4:  
Wie werden geflüchtete Frauen niedrigschwellig erreicht und angesprochen, und welche Rolle 
spielen dabei insbesondere städtische Unterkünfte als Orte direkter Information, Beratung und 
Unterstützung? 
 
Frage 5:  
Welche strategischen Ansätze oder konkreten Planungen verfolgt die Verwaltung, um die 
Arbeitsmarkt- und Teilhabechancen geflüchteter Frauen in Köln nachhaltig zu verbessern? 
 
 
Begründung: 
Geflüchtete Frauen stellen eine zentrale Zielgruppe der Integrationspolitik dar, deren 
Potenziale bislang nicht ausreichend genutzt werden. In Köln lebt eine fünfstellige Zahl von 
Frauen mit Fluchtbiografie, die häufig mit besonderen strukturellen Herausfo rderungen 
konfrontiert ist. 
Studien zeigen, dass geflüchtete Frauen deutlich seltener erwerbstätig sind als Männer und 
häufiger in Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung arbeiten. Hauptursachen sind unter 
anderem familiäre Sorgearbeit, eingeschränkter Zugang zu Kinderbetreuung, fehlende oder 
nicht anerkannte Qualifikationen sowie begrenzte Zugänge zu Sprach - und 
Qualifizierungsangeboten. 
Zugleich wird deutlich, dass nachhaltige Arbeitsmarktintegration vor allem durch 
Qualifizierung, Sprachförderung, Aner kennung von Abschlüssen und gezielte Begleitung 
gelingt. Entscheidend ist dabei, dass Angebote nicht nur formal vorhanden sind, sondern 
inhaltlich auf die Lebensrealitäten geflüchteter Frauen abgestimmt werden. 
Dazu gehört eine sensible, vertrauensbildende und niedrigschwellige Ansprache ebenso wie 
die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenslagen, familiärer Verantwortung und 
individueller Perspektiven. Insbesondere städtische Unterkünfte bieten hierbei eine wichtige 
Möglichkeit, Frauen frühzeitig zu erreichen und gezielt zu unterstützen. 
Vor diesem Hintergrund ist eine transparente Darstellung bestehender Maßnahmen sowie 
deren strategische Weiterentwicklung notwendig, um die Teilhabechancen geflüchteter 
Frauen in Köln nachhaltig zu verbessern. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Pınar Wege, Sigita Gelbach SPD-Liste  
 
Wir bitten um Weiterleitung an den Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und 
Männern sowie den Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren.

Beratungsverlauf (1)

09.06.2026 Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
TOP 4.3 Entscheidung
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0839/2026
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
28.05.2026
Erstellt
28.05.2026 11:17