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1177/2018

Anfrage AN/0380/2018 der Gruppe BUNT betreffend "Kinderfeuerwehren, Nachwuchs- und Gesundheitsförderung bei der Kölner Feuerwehr - Sachstand 2017

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 17.04.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 23.04.2018

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

7040 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
I/37 
 
Vorlagen-Nummer  17.04.2018 
 1177/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 23.04.2018 
 
Anfrage AN/0380/2018 der Gruppe BUNT betreffend "Kinderfeuerwehren, Nachwuchs- und 
Gesundheitsförderung bei der Kölner Feuerwehr - Sachstand 2017 
1. Welche Erfahrungen wurden mit der in der Antwort der Verwaltung (Vorlagen-Nr.: 3538/2016)  
angekündigten Kinderfeuerwehr gemacht? 
 
 
Antwort zu 1.: 
Die zukünftige Kinderfeuerwehr ist ein perspektivisches Projekt der Feuerwehr Köln. Mit in 
Kraft treten des BHKG zum 01.01.2016 wurden erste planerische Gedanken zur Umsetzung 
dieser neuen Mitgliederform in der Feuerwehr Köln erstellt. In dieser Zeit erreichte uns auch 
eine erste Anfrage zu diesem Thema. Zum Zeitpunkt der Antwort (vgl. Vorlage-Nr. 3538/2016) 
lagen noch keine detaillierten Erkenntnisse vor. Die gewonnenen ersten Eindrücke zeigten je-
doch deutlich, dass die Arbeit mit Kindern im Alter von 6 -10 sowohl rechtlich als auch päda-
gogisch anders bewertet und vorbereitet werden muss als bei der Jugendfeuerwehr. Unter 
den hier vorliegenden Voraussetzungen erscheinen auch Kooperationen zwischen Lösch-
gruppen und Grundschulen mit Ganztagsbetreuung sinnvoll. Aktuell wird ein Pilot geplant, um 
erste Erfahrungen sammeln zu können. Weiterführend wird die Einrichtung der Kinderfeuer-
wehr im Ehrenamtskonzept beschrieben, welches der Politik im Laufe des Jahres 2018 vorge-
legt werden soll. 
 
 
 
2. Wie viele Menschen sind bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, und wie hat sich die Zahl 
der Engagierten in den letzten Jahren entwickelt? Wäre es möglich, ihnen eine kleine Rente 
zu sichern, wie das die Stadt Monheim seit 2016 macht? 
 
 
Antwort zu 2.: 
Aktuell gehören 1623 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Köln an. 
Diese teilen sich wie folgt auf: 
 
     Gesamt  Männlich Weiblich 
Einsatzabteilung  736   694  42 
Unterstützungsabteilung 16   12  4 
Jugendfeuerwehr  471   415  66 
Ehrenabteilung  365   356  9 
Feuerwehrmusik  35   25  10 
 
Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt eine stabile ehrenamtliche Personalstruktur, welche 
hauptsächlich auf der qualitativ hochwertigen Nachwuchsförderung der Jugendfeuerwehr ba-
siert. Es ist in Köln sogar gegen den Bundestrend bei den Feuerwehren gelungen, eine neue

2 
 
Löschgruppe in Kalk zu gründen. Das Thema Feuerwehrrente wurde bei der Feuerwehr Köln 
auch mit den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr diskutiert, jedoch wurde noch kein 
abschließendes Ergebnis erzielt. Eine abschließende Festlegung zur Feuerwehrrente ehren-
amtlicher Feuerwehrangehöriger erfolgt im Ehrenamtskonzept der Feuerwehr Köln.  
 
 
 
3. Wie haben sich die Lebenserwartung, die Altersstruktur, der Gesundheitszustand (bitte auch 
psychische Erkrankungen berücksichtigen) und der Krankenstand von Feuerwehrleuten in 
Köln seit der Antwort (Vorlagen-Nr.: 3538/2016) entwickelt, und welche Schlüsse zieht die 
Stadt Köln aus den Ergebnissen? 
 
 
Antwort zu 3.: 
Zur Lebenserwartung von Feuerwehrbeamtinnen und –beamten in Köln sind keine Auswer-
tungen bekannt.  
 
Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden im Einsatzdienst der Feuerwehr Köln beträgt 40,7 
Jahre. In den kommenden Jahren verändert sich die Altersstruktur allerdings stark, die Mitar-
beiterschaft wird verjüngt. Der Grund ist, dass die geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer) 
aus Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre in den kommenden Jahren das Pensionsalter 
erreichen. 
 
Das Durchschnittsalter der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im aktiven Dienst beträgt 32 
Jahre. 
 
Die Krankenquote des Einsatzdienstes der Jahre 2016 und nach erster Auswertung auch 
2017 ist annähernd mit ca. 8,5% konstant, allerdings leicht erhöht zu den Vorjahren. Die de-
taillierte Auswertung für das Jahr 2017 erfolgt zurzeit. Die Ausfälle durch Krankheit werden bei 
der Feuerwehr regelmäßig überwacht und ausgewertet, eine Unterscheidung der Krankenquo-
te unter Berücksichtigung der Art der Erkrankung ist aus datenschutzrechtlichen Gründen 
nicht möglich.  
 
Wie auch in den Jahren zuvor investiert die Feuerwehr Köln sehr stark in präventive Maßnah-
men zur Gesunderhaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  
 
 
 
4. Wie haben sich die jährlichen Einsatzstunden der gesamten Freiwilligen Feuerwehr der Stadt 
Köln seit der Antwort (Vorlagen-Nr.: 3538/2016) und die Überstunden der Berufsfeuerwehr im 
gleichen Zeitraum entwickelt? 
 
 
Antwort zu 4.: 
Die gesamte Freiwillige Feuerwehr Köln leistete im Jahr 2017 1791 Einsätze mit 
insgesamt 27.554 Mannstunden. Im Jahr 2016 wurden durch die Freiwillige 
Feuerwehr 1459 Einsätze geleistet, eine Auswertung der Mannstunden erfolgte nicht.  
 
Die Mehrarbeitsstunden bei der Berufsfeuerwehr Köln waren von 2015 auf 2016 um 25% rück-
läufig (Vorlagen-Nr. 2179/2017). Eine detaillierte Auswertung der im Jahre 2017 geleisteten 
Mehrarbeitsstunden erfolgt zurzeit.  
 
 
 
5. Welche Pläne verfolgt die Stadt, um die massive Zahl an Überstunden (2015 insgesamt 
317.000 Mehrarbeitsstunden) abzubauen, und welche Schritte (neben der Einführung einer 
Ombudsstelle) wurden eingeleitet, damit Feuerwehrleute zukünftig weniger belastet werden?

3 
 
 
Antwort zu 5.: 
Zurzeit sind bei der Feuerwehr Köln 892 Stellen im Einsatzdienst besetzt und 63 Stellen sind 
unbesetzt.  
Eines der Amtsziele ist die Reduzierung der Mehrarbeitssituation. Durch unterschiedliche 
Maßnahmen ist es gelungen, die Summe der Mehrarbeitsstunden bei der Feuerwehr von 2015 
nach 2016 um 25% zu reduzieren. Eine weitere Reduzierung der Mehrarbeit ist nur durch zu-
sätzliches Personal möglich. Es wird aktiv zusätzliches Personal gesucht und eingestellt. Al-
lerdings nehmen die Bewerberzahlen als Konsequenz aus den veränderten Bedingungen auf 
dem Arbeitsmarkt ab. Es ist deutlich wahrzunehmen, dass die Gewinnung und Erhaltung von 
geeignetem Fachpersonal für den Dienst in der Feuerwehr und im Rettungsdienst sich immer 
komplizierter gestaltet. Um auch in der Zukunft das erforderliche qualifizierte Personal zu be-
kommen, sind deutlich höhere Anstrengungen in der Personalakquise erforderlich, beispiels-
weise durch regelmäßige Teilnahmen als Aussteller bei Berufsmessen etc. wie zum Beispiel 
bei den Messen Kölner Karrieretag, Einstieg Köln, meet@th-koeln und meet@fh-aachen. Dar-
über hinaus ist die Feuerwehr mit verschiedenen Aktionen am Girls´ und Boys` Day wie auch 
bei verschiedenen Berufsorientierungsmessen an Kölner Schulen aktiv. 
Alle Maßnahmen zur nachhaltigen Deckung der Personalbedarfe, auch durch eine deutlich 
verstärkte Ausbildung, sind für die Feuerwehr Köln von höchster Bedeutung. So wurde die 
Ausbildungskapazität in den vergangenen Jahren um mehr als 110% angehoben. Durch diese 
Ausweitung der Ausbildungskapazitäten konnten 2017 fast einhundert neue Brandmeisteran-
wärterinnen und -anwärter in die Ausbildung aufgenommen werden. 
 
 
Gez. Dr. Keller

Beratungsverlauf (1)

23.04.2018 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
1177/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
17.04.2018
Erstellt
12.04.2018 10:55