3991/2022
Pilzbefall bei Ahorn und Esche (AN/2125/2022)
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
3253 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/67/673 Vorlagen-Nummer 23.11.2022 3991/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 24.11.2022 Pilzbefall bei Ahorn und Esche (AN/2125/2022) Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen und die CDU-Fraktion bitten Beantwortung folgender Fragen: Welche Erkenntnisse hinsichtlich des vorgenannten Pilzbefalls gibt es seitens der Verwaltung für die städtischen Forste? Antwort der Verwaltung: Bergahorn wächst auf einer Fläche von rund 357 ha (11%) und Esche auf einer Fläche von rd. 226 ha (7%) im städtischen Wald. Bergahorn wird vor allem auf trockenen Standorten und an sonnenexponierten Waldrändern vom Ruß- rindenpilz befallen, wo durch Trockenheit geschwächte Bäume leicht vom Pilz infiziert werden können. Befallene Bäume sterben sehr schnell ab. An Straßen und Bebauung muss Bergahorn deshalb zur Ver- kehrssicherung gefällt werden. In den Waldbeständen werden abgestorbene Bergahorn stehen gelas- sen, damit sie als Totholz noch ökologische Funktionen erfüllen können. Vom Eschentriebsterben sind vor allem Bäume auf feuchten Standorten befallen, z.B. am Katterbach in Dünnwald. Der Befall ist in den Trockenjahren zurückgegangen, da das Pilzwachstum durch die Tro- ckenheit gehemmt wurde. Das Triebsterben führt zu einer Degeneration der Krone, die sich über Jahre hinziehen kann und letztlich zum Absterben des Baumes führt. In den letzten Jahren wurden an befalle- nen Bäumen, z.B. im Bereich Gremberg und Westhoven, Stammfußnekrosen (Schädigungen des Kam- biums) festgestellt, die Eintrittspforten für Fäulepilze sind und daher die Standsicherheit der Bäume ge- fährden. Es gibt aber auch Eschen, die gegen den Befall resistent sind. Deshalb besteht die waldbauliche Strate- gie im städtischen Wald darin, nur befallene Eschen zu fällen, die eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen, um zu vermeiden, dass resistente Bäume entnommen werden. Wegen des Befallsrisikos werden bei Neuaufforstungen, z.B. im Rahmen der Aktion „Ein Wald für Köln“, keine Eschen gepflanzt. Müssen in Analogie zum Vorgehen bei der Shell in Godorf großflächige Fällungen und Neupflan- zungen in den städtischen Forsten vorgenommen werden? 2 Antwort der Verwaltung: Eschen und Bergahorn wachsen im städtischen Wald überwiegend in Mischwäldern. Mischbaumarten sind Linde, Buche, Vogelkirsche, Hainbuche, Eiche und andere Baumarten. Großflächige Neuanpflan- zungen sind daher nicht erforderlich, da durch abgestorbene Bäume entstandene Lücken von anderen Baumarten oder natürlicher Verjüngung geschlossen werden. Wo dies nicht gewährleistet ist wurde auf größeren Lücken nachgepflanzt, zum Beispiel mit Buche oder Linde am Niehler Ei, am Friedhof Chor- weiler und mit Eiche am Katterbach in Dünnwald. Solche Maßnahmen waren bisher aber nur vereinzelt notwendig. Sie werden bei Bedarf auch zukünftig durchgeführt. Der schmale Waldstreifen entlang der Shell-Raffinerie dient als Sichtschutz. Er besteht überwiegend aus Eschen und Ahorn. Um die Sichtschutzfunktion langfristig zu sichern hat sich die Shell entschieden, den Wald durch die Pflanzung von Mischbaumarten zu stabilisieren. Gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3991/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 23.11.2022
- Erstellt
- 22.11.2022 09:53