V/0319/2025
Robert-Bosch-Straße - Siemensstraße bis Bahnübergang
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Anlage A
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Anlage A zur V/0319/2025 Kurzüberblick In der Robert-Bosch-Straße ist eine hydraulische Sanierung der Regenwasserkanalisation erfor- derlich. Die Kanalbaumaßnahme verläuft vom Kreuzungsbereich Siemensstraße / Robert-Bosch- Straße bis zum Bahnübergang. Es werden 300m Regenwasserkanal DN800 als Betonrohr und teilweise als DN800 Gussrohr geplant. Die Kanalbaumaßnahme wird mit einer kleinen Pufferzeit von 1-2 Monaten an die geplanten Bauarbeiten der Fernwärmetrasse der Stadtnetze angeglie- dert. Die Kanalbauarbeiten werden in 50m Abschnitten in Vollsperrung der Robert-Bosch-Straße durchgeführt. Die Erreichbarkeit der Anlieger wird zu jeder Zeit gewährleistet. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird das Ziel „ordnungsgemäße, sichere, umweltgerechte und wirtschaftliche Ab- leitung und Reinigung von Abwasser“ verfolgt. Teilziel der Maßnahme ist die Verlegung einer redundanten Druckrohrleitung, sowie die Vorberei- tung einer Regenwasserbehandlung im Albersloher Weg. Nach heutigem Stand ist eine Realisierung vom 1.Quartal 2027 bis 3.Quartal 2027 vorgesehen. Zur Erreichung des Teilziels ist mit einem finanziellen Bedarf von 1.300.000 Euro zu kalkulieren. Finanzierung Produktgruppe: 1101 Abwasserbeseitigung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan x Ja Nein Im Haushaltsplan 2025 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Rechtliche Grundlagen: Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Landeswasserge- setz NW (LWG), Entwässerungssatzung (EWS), Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) Beeinflussbarkeit der finanziellen Auswirkungen: Eine Reduzierung der finanziellen Auswirkungen ist nicht möglich. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Beschlussvorlage
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V/0319/2025 V/0319/2025 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Robert-Bosch-Straße - Siemensstraße bis Bahnübergang - Baubeschluss Kanalbau - Beratungsfolge 12.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 24.06.2025 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der vom Amt für Mobilität und Tiefbau der Stadt Münster aufgestellten Planung sowie der baulichen Ausführung für die Kanalbaumaßnahme Robert-Bosch-Straße – Siemensstraße bis Bahnübergang (Anlage 1-2) wird zugestimmt. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster Baukosten in Höhe von ca. 1.300.000 € entstehen. Beiträge oder Zuschüsse werden nicht erwartet. Die genannte Maßnahme wird zu 100% aus den Abwassergebühren refinanziert. Die v. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: Teilfinanzplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1101 Abwasserbeseitigung Investitionsmaßnah- me 0012 Verbesserung von Kanälen / Hausanschlüssen Auszahlungen Für Baumaßnahmen 2027 1.300.000 Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2025 bei der o.g. Investi- tionsmaßnahme veranschlagt. Amt für Mobilität und Tiefbau 26.05.2025 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Hemann Telefon: 492-6654 Hemann@stadt-muenster.de - 2 - V/0319/2025 Abbi ldung 1: Starkregenindex Begründung: 1. Voraussetzungen Die Stadt Münster steht wie alle Kommunen vor vielfältigen Herausforderungen. Neben demographi- schen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen muss sich die Stadt auch auf klimatische Ver- änderungen und damit einhergehende Wetterextreme einstellen. Diese teils unvorhersehbare Dyna- mik trifft auf eine bestehende Situation aus Gebäuden, Straßen, Kanalisation und Gewässern. Die vorhandene Infrastruktur wie z.B. die Kanalisation wurde teils bereits vor Jahrzehnten auf Basis der damaligen Gegebenheiten und technischen Kenntnisse hergestellt und diente lange Jahre zuverläs- sig unter diesen Randbedingungen. Mit dem Ziel Zukunftsvorsorge zu betreiben, die Daseinsvorsorge langfristig sicherzustellen und das Lebensumfeld unter aktuellen und zukünftigen Entwicklung en so sicher wie möglich zu gestalten, muss der Bestand für die anstehenden Herausforderungen fit gemacht werden. Immer häufiger auf- tretende Wetterextreme und Veränderungen in den Einzugsgebieten erfordern auch für die wasser- wirtschaftliche Infrastruktur verpflichtend entsprechende Anpassungen sowie den Einsatz innovativer Techniken. Im Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) ist dieses Ziel unter der Maßnahmenart A2 „Sanierungs- maßnahmen aus hydraulischen Gründen“ verankert. Dieser Aufgabenbereich befasst sich gemäß Rechtsgrundlage mit dem Schutz vor Überflutungsschäden aus der Kanalisation durch Nieder- schlagsereignisse, die im Bereich des Starkregenindex 1 -4 (s.h. Abbildung 1) liegen. Extreme Starkregenereignisse der Indexstufen 5 -12 liegen außerhalb dieser rec htsverbindlichen Bemes- sungsgrundlagen und können technisch niemals überflutungsfrei abgeleitet werden. In diesen Fällen gilt es, Risiken und Schäden in kommunaler Gemeinschaftsaufgabe - Kommune und Private gemein- sam - bestmöglich zu minimieren. Die hier dargestellte Maßnahme zahlt auf den für die Kommune bemessungsrelevanten Bereich des Index 1-4 ein und ist in der aktuellen 7. Fortschreibung des ABK unter der Maßnahmenart A2 „Sanie- rungsmaßnahmen aus hydraulischen Gründen“ unter der Nr. 1.1.494, 1.1.776 aufgeführt. - 3 - V/0319/2025 Das Vorhaben trägt zur Umsetzung der folgenden Ziele zur Klimaanpassung und Nachhaltigkeits- strategie bei: Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Münster (Vorlage V/0799/2019) o Maßnahme A5 b) Schutz und Vorsorgemaßnahmen an städtischer Infrastruktur, die sich in Baulast vom Amt für Mobilität und Tiefbau befindet o Maßnahme S2 a) Wassersensible Stadtentwicklung: Verbesserung des Nieder- schlagsrückhaltes im Siedlungsraum 2. Beschreibung der Baumaßnahme Zur Identifizierung, Priorisierung und Konkretisierung hydraulischer Sanierungsbedarfe wird das städ- tische Kanalnetz sukzessive durch hydrodynamische Simulationsberechnungen modelltechnisch ana- lysiert. Für eine möglichst realitätsnahe Darstellung werden die Modelle größerer und komplexer Net- ze anhand von Niederschlags-Abfluss-Messungen kalibriert. Zeichnen sich Überflutungsschwerpunk- te ab, werden ergänzend sehr aufwändige gekoppelte 1D-2D-Berechnungen durchgeführt, die neben dem Kanalnetz auch die Fließverhältnisse auf der Geländeoberfläche nachweisen. Daraus ergibt sich ein möglichst genaues Bild, in welchen Bereichen, in welchem Umfang und über welche Dauer sich Überflutungsbereiche einstellen, welche Risiken sie hervorrufen und welche Maßnahmen die jeweils höchste Wirksamkeit zur Optimierung des Überflutungsschutzes sicherstellen. In diesem Zusammenhang wurde auch für das Einzugsgebiet des Loddenbachs ein Gutachten zur Ermittlung der hydraulischen Leistungsfähigkeit in Auftrag gegeben. Aus den Ergebnissen geht her- vor, dass die Regenwasserkanalisation der Robert -Bosch-Straße die im Jahr 1965 gebaut wurde, hinsichtlich der Bemessungsgrößen (unzureichende hydraulische Kapazitäten im Bestand aufweist und daher sanierungsbedürftig ist. Aufgrund der zu geringe n Leistungsfähigkeit der Regenwasserkanalisation innerhalb der Robert - Bosch-Straße kommt es zu einem Rückstau, der bereits bei bemessungsrelevanten Regenereignis- sen zu größeren Überstauvolumina im öffentlichen Straßenraum führt. Die geplante hydraulische Sa- nierung der Regenwasserkanalisation sorgt für eine regelwerkskonforme und sichere Entwässerung der Robert-Bosch-Straße. Die hydraulische Sanierung teilt sich dabei in zwei Teilprojekte auf, die zeitversetzt durchgeführt wer- den: Teilprojekt eins ist die hydraulische Sanierung der Robert-Bosch-Straße zwischen dem Kreuzungs- punkt Siemensstraße / Robert-Bosch-Straße bis zum Bahnübergang. In dem beschriebenen Abschnitt werden insgesamt 300m Regenwasserkanal als DN800 Betonkanal und im Bereich des Bahnübergangs als DN800 Gussrohr erneuert, um eine ausreichende hydrauli- sche Kapazität des Regenwasserkanals zu gewährleisten. Zudem werden erforderliche Sanierungs- arbeiten an Grundstücksanschlussleitungen vorgenommen, als auch die Fahrbahn im Planungsbe- reich erneuert. Des Weiteren werden im Zuge der Maßnahme durch das Amt 23 die im städtischen - 4 - V/0319/2025 Eigentum befindlichen Bahngleise erneuert. In diesem Zuge wurden bereits Abstimmungen mit den Anliegern der Gleisanlagen vorgenommen. Dieser erste Teilabschnitt wird aus Synergi egründen mit den Stadtnetzen getrennt von dem zweiten Teilprojekt vorab gebaut. Grund dafür sind die geplanten Fernwärmetrassen der Stadtnetze in den nördlichen Nebenanlagen der Robert -Bosch-Straße zur Fernwärmeerschließung des Preußen - Stadions. Die Kanalb aumaßnahme in dem Abschnitt wird sich mit einer kleinen Pufferzeit von 1 -2 Monaten an die Maßnahme der Stadtnetze angliedern. Das zweite zukünftige Teilprojekt verläuft vom Bahnübergang bis zum Hauptsammler der auf der Hö- he des Alexianer Bildungszentrums verortet ist. In dieser Maßnahme soll ein separater Regenwas- serkanal zur hydraulischen Ertüchtigung des Regenwassernetzes in geschlossener Bauweise in den Nebenanlagen gebaut werden. Zudem soll in diesem Zuge der Straßenquerschnitt und das Trennsys- tem im Stichweg zur Firma Armacell erneuert werden. Die zweite Teilmaßnahme wird im Frühjahr 2026 in einer separaten Vorlage vorgestellt. 3. Ausschreibung und Bau Die Planung der Verkehrsführung wird im Rahmen der Bauvorbereitung detailliert ausgearbeitet. Es werden für die einzelnen Bauphasen Verkehrsführungen erarbeitet und mit dem Ordnungsamt abgestimmt. In einer Vorabstimmung mit dem Ordnungsamt wurden bereits mögliche Verkehrsführungen in der Robert-Bosch-Straße abgestimmt. Nach Rücksprache des Ordnungsamtes ist wie bei der geplanten Verlegung der Fernwärmeleitungen der Stadtnetze geplant, die Robert-Bosch-Straße abschnittsweise in 50m Abschnitten voll zu sperren. Die kleinteilige Abschnittsbildung ist aufgrund der Vielzahl an Grundstückszufahrten notwendig, um die Erreichbarkeit der anliegenden Gewerbebetriebe zu jeder Zeit zu ermöglichen. Das Amt für Mobilität und Tiefbau sieht eine frühzeitige Information der Anliegerinnen/Anlieger und Eigentümerinnen/Eigentümer durch Anschreiben/Bürgerinformation entsp rechend dem Servicever- sprechen des Amtes für Mobilität und Tiefbau vor. Die Bemessung und Planung der Tiefbaumaßnahmen wurde nach den Mindestanforderungen der aktuellen Gesetze, Verordnungen und technischen Richtlinien durchgeführt. Reduktionen hiervon sind demzufolge nicht möglich. Die Ausschreibung und der Bau erfolgt unmittelbar nach Baubeschluss. Der Baubeginn ist für das 1.Quartal 2027 vorgesehen. Die Bauzeit wird voraussichtlich 9 Monate betragen. Eine witterungsbe- dingte Verlängerung der Bauzeit kann nicht ausgeschlossen werden. Im Zuge der Planung wurden bereits detaillierte Abstimmungen mit dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit bezüglich des Schutzes der Bestandsbäume vorgenommen. 4. Beiträge Dritter/Zuschüsse: Zuschüsse werden nicht erwartet. 5. Genehmigungen/Vereinbarungen: Für die Maßnahme sind keine Genehmigungen notwendig. 6. Liegenschaftliche Regelungen: Für die Maßnahme sind keine liegenschaftlichen Regelungen erforderlich. gez. - 5 - V/0319/2025 I.V. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage A Anlage 1: Lageplan_1_Siemensstr.-Bahnübergang Anlage 2: Lageplan_2_Siemensstr.-Bahnübergang
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Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Robert-Bosch-Straße
- Siemensstraße
- Albersloher Weg
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Details
- Aktenzeichen
- V/0319/2025
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.05.2025
- Erstellt
- 07.05.2025 09:39