AN/0667/2023
Kliniken der Stadt Köln gGmbH: Zukunftsmodell
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Änderungsantrag (SPD BV5)
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Frau Bezirksbürgermeisterin Dr. Diana Siebert Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 20.04.2023 AN/0667/2023 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. §§ 13 und 38 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 5 (Nippes) Kliniken der Stadt Köln gGmbH: Zukunftsmodell - Änderungsantrag der SPD - Die BV Nippes möge folgenden Beschluss fassen, der den vorgeschlagenen Be- schlusstext ersetzt: Der Rat und seine Ausschüsse werden gebeten, folgende Beschlüsse zu fassen: 1. Der Rat der Stadt Köln nimmt das von der Geschäftsführung der Kliniken der Stadt Köln gGmbH (Kliniken Köln) vorgelegte Zukunftsmodell zur Kenntnis, lehnt es aber zum heuti- gen Zeitpunkt und die Festlegung auf den Standort Merheim als alleinigen Standort ab. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, eine neue detaillierte Beschlussvorlage aufbauend auf dem Zukunftsmodell der Kölner Kliniken und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Krankenhausreformen des Bundes und des Landes NRW aufzusetzen, die mindestens fol- gende weitere Maßgaben erfüllt: a) Das städtische Krankenhaus in Merheim wird ausgebaut und erweitert, um die bedarfsge- rechte und bestmögliche medizinische Versorgung für Köln und die Region auch zukünftig zu garantieren. - 2 - b) An den Standorten in Riehl und Holweide wird auch in Zukunft eine Krankenhausinfrastruk- tur der Grund- und Notfallversorgung aufrechterhalten. Dabei soll die beste medizinisch und wirtschaftlich sinnvolle Nutzung an beiden Standorten gesichert werden. Dazu legt die Ver- waltung in der Vorlage eine ausführliche Analyse der Bedarfe mit entsprechenden Kenn- zahlen vor. c) Das Konzept soll an den Standorten Riehl und Merheim eine Krankenhausversorgung für Kinder und Jugendliche vorsehen. Dabei soll ein Ausbau der Krankenhausversorgung für Kinder und Jugendliche um 20 % zum jetzigen Versorgungsstand in ganz Köln angestrebt werden. d) Das Konzept muss eine klare Planung einer kurz- und langfristigen Sanierung der Infra- struktur an allen drei Standorten enthalten. e) Sofern bisher für Krankenhauszwecke genutzte Teilflächen der Grundstücke in Riehl und Holweide für diese Zwecke nicht mehr benötigt werden, werden diese nicht verkauft, son- dern einer öffentlichen oder gemeinwohlorientierten Nutzung zugeführt (z. B. Schule/Kita bzw. Werkswohnungen für Beschäftigte der Kliniken / preisgebundener Wohnraum). Begründung: Die Kliniken Köln mit den Krankenhäusern Merheim, Holweide und Amsterdamer Straße sind aufgrund der hohen Behandlungsqualität und des umfassenden medizinischen Leistungsspekt- rums eine feste Größe in der Gesundheitsversorgung Kölns. Als Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft bieten sie eine bedarfsbezogene und qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung ohne Blick auf Person, Versicherungsstatus, Nationalität, Weltan- schauung oder Religion und sind ein wichtiger Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge. Das vorgelegte „Zukunftskonzept“ enthält zwar wertvolle Überlegungen, wie die Kliniken der Stadt Köln als städtische Kliniken erhalten werden und weiterhin Spitzenmedizin als Maximal- versorgerin für die Kölner Bevölkerung anbieten können. Mit dem alternativlos dargestellten 1+0 Konzept ist es aber nicht geeignet, die Zukunft der Kliniken der Stadt Köln bestmöglich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger der Stadt sicherzustellen. Insbesondere die Kinderklinik Amsterdamer Straße hat in Köln eine zentrale Funktion für die Gesundheitsversorgung der Menschen im Stadtbezirk und darüber hinaus im gesamten Kölner Norden. Eine vollständige Aufgabe des Standorts würde die Versorgung massiv verschlechtern. Die Versorgung in der Kinderklinik ist zudem auch weit über die Stadtgrenzen bekannt und in sehr hohem Maße geschätzt. In einer wachsenden Stadt wächst auch der Bedarf an pädiatrischer Versorgung. In der Vorstel- lung des Konzeptes durch die Klinikleitung in der Sitzung der BV Nippes am 16.03.2023 wurde hierzu vom Geschäftsführer der Kliniken Professor Goßmann ausgeführt, dass aus medizini- scher Sicht ein Zuwachs der pädiatrischen Versorgungskapazitäten in Köln in einer Größenord- nung von etwa 20 Prozent sinnvoll sei. Dieser ungedeckte Bedarf kann bisher nicht von der Kinderklinik in Riehl sowie der Uniklinik alleine gestillt werden und auch künftig nicht durch eine Kinderklinik in Merheim und die Unikli- nik. Vor diesem Hintergrund ist ein Ausbau der Versorgung im Rechtrheinischen durch den Neubau einer Kinderklinik in Merheim bei Erhalt der Kinderklinik Amsterdamer Straße im Links- - 3 - rheinischen absolut sinnvoll. Nicht zuletzt wurde in den Standort und die Infrastruktur des Standorts Riehl in den letzten Jah- ren massiv investiert, aktuell in die Sanierung des F-Traktes. Man würde ökonomisch und öko- logisch diese Investitionen verschwenden, wenn man nun die Aufgabe des Standortes samt der Verlegung beschließen würde. Die Grundstücke werden im Sinne einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung auch in Zu- kunft dringend benötigt. gez. Müller gez. Meier
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0667/2023
- Typ
- Änderungsantrag BV5 (SPD)
- Datum
- 20.04.2023
- Erstellt
- 20.04.2023 12:23