Mandari Insight

3634/2021

Ergebnisbericht und Dokumentation des Programms Mentegra: Betriebliches Mentoring für qualifizierte geflüchtete Frauen zur beruflichen Integration

Mitteilung Ausschuss 15.11.2021

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Projektdokumentation_Mentegra

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Projektdokumentation_Mentegra

45375 Zeichen

1 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abschlussbericht  
 
„Mentoring zur beruflichen Integration 
von qualifizierten geflüchteten Frauen“ 
- Mentegra -  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Laufzeit von Juli 2019 bis Juni 2021 
 
 
 
 
 
 
 
  
Foto: Adobe Stock/jackfrog

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Impressum / Kontakt 
Stadt Köln 
Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat Soziales, Gesundheit und Wohnen  
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 
Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln 
Hohe Str. 160 – 168 
50667 Köln 
0221/355065-0 
competentia@stadt-koeln.de 
www.competentia.nrw.de/koeln 
Verfasserinnen: Viola Kelb, Ulrike Goldbach, Nurcan Gottschalk, Dorothee Mennicken 
Redaktion und Layout: Dorothee Mennicken

3 
 
Inhalt 
 
1. Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln ............................................. 4 
2. Zielsetzung und Konzeption von Mentegra .......................................................... 4 
3. Beteiligte Akteure.................................................................................................... 6 
3.1 Team ...................................................................................................................... 6 
3.2 Projektgruppe ......................................................................................................... 7 
3.3 Beteiligte Fachkräfte / Mentees .............................................................................. 7 
3.4 Beteiligte Unternehmen / Mentor*innen .................................................................. 8 
4. Durchführung .......................................................................................................... 9 
4.1 One-to-one-Mentoring .......................................................................................... 11 
4.2 Hospitanzen ......................................................................................................... 13 
4.3 Begleitende Veranstaltungen ............................................................................... 13 
4.3.1 Vorbereitungstreffen ....................................................................................... 14 
4.3.2. Tandembuilding-Tag – der Start ins Programm ............................................ 15 
4.3.3  Zwischenbilanz – das digitale Bergfest ......................................................... 16 
4.3.4 Abschlusstagung – das digitale Freudenfest .................................................. 17 
4.3.5 Netzwerktreffen .............................................................................................. 18 
5. Erfahrungen und Ergebnisse ............................................................................... 19 
5.1 Erfahrungen der Mentees ..................................................................................... 19 
5.2 Erfahrungen der Mentor*innen ............................................................................. 20 
5.3 Erfahrungen der Gruppe als Netzwerk ................................................................. 20 
6. Fazit ........................................................................................................................ 22

4 
 
1. Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln 
 
Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln  (Competentia Region Köln) ist seit 2012 für 
kleine und mittlere U nternehmen (KMU) in den Städten Köln und Leverkusen sowie im 
Oberbergischen Kreis, im Rheinisch -Bergischen Kreis und im Rhein -Erft-Kreis tätig und hat 
seinen zentralen Sitz in Köln. 
Gemeinsam mit den regionalen Partner *innen der Wirtschaft, Bildung, Gleich stellung und des 
Arbeitsmarktes informiert das Kompetenzzentrum kleine und mittlere Unternehmen (KMU) über 
Möglichkeiten, das Erwerbspotenzial von Frauen besser zu nutzen.  Es unterstützt kleine und 
mittlere Unternehmen mit: 
 wegweisenden Projekten 
 überbetrieblichen Workshops 
 Informationsveranstaltungen mit Beispielen aus der Unternehmenswelt 
 Gesprächen im Unternehmen 
 Vernetzung von Unternehmen untereinander 
 Informationsbroschüren, Arbeitshilfen, Tipps und Hinweisen 
Durchgeführt werden die Projekte in Trägers chaft der Stadt Köln, sowie in Kooperation mit der 
Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK) und dem Oberbergischen Kreis. 
 
2. Zielsetzung und Konzeption von Mentegra 
Seit 2015  wurde in der Region Köln eine Vielzahl an 
Initiativen zur beruflichen Vorbereitung und Integration von 
Geflüchteten gestartet. Für weibliche Geflüchtete speziell 
ausgerichtete Angebote erfolg ten in der Stadt Köln 
allerdings bisher vornehmlich für nicht oder geringfügig 
qualifizierte Frauen, wie zum Beispiel mit dem auch in Köln 
umgesetzten Bundesprogramm  „Mütter mit Migrations -
hintergrund“. Geflüchtete Frauen, die in ihrem Herkunfts -
land zum Beispiel durch ein Studium eine qualifizierte 
Ausbildung absolvierten, fanden bei den Integrationsbemühungen in Köln bisher kaum 
Beachtung.  
 
Foto: Adobe iStock/Jale Ibrak

5 
 
Mit 3.885 weiblichen erwerbsfähigen SGB II Leistungsberechtigten im Kontext Flucht im Januar 
2018 gab es zahlreiche Frauen, die für sich bisher keine adäquate Stelle gefunden haben.  
Vor diesem Hintergrund wurde mit dem Projekt „Mentegra – Mentoring zur beruflichen Integration 
qualifizierter geflüchteter Frauen“ ein strukturelles Mentoring-Programm speziell für qualifizierte 
geflüchtete Frauen zur beruflichen Integration entwickelt und umgesetzt. Die Erkenntnis, dass 
vieles im Tandem besser und einfacher geli ngt, ist weit verbreitet. Das Konzept des Mentorings 
wird in vielen Bereichen der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und  Politik eingesetzt, wobei die 
wachsende Aufmerksamkeit zweifelsfrei der großen Wirksamkeit dieses Instruments geschuldet 
ist.  
Welche Chance n Mentoring -Programme im Bereich der Arbeitsmarktförderung bieten, hat  
Competentia Region Köln früh erkannt und mit Mentegra ein Mentoring-Programm für qualifizierte 
geflüchtete Frauen ins Leben gerufen. Ziel war es, ein Angebot in Köln zu etablieren, das kleine 
und mittelständische Unternehmen mit qualifizierten geflüchteten  Frauen in Kontakt bringt und 
diese als Fachkräftepotenzial sichtbar macht. Gleichzeitig hatte das Projekt Mentegra Pilot- und 
Vorbildcharakter, wie  Integration und die Chancengleichhei t der qualifizierten Frauen mit 
Fluchtgeschichte auf dem Kölner Arbeitsmarkt gefördert werden kann.  
Ziele für die beteiligten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU):  
 Die KMU k önnen eine bisher weitgehend unbekannte Gruppe von Fachkräften und 
dessen Potenziale kennenlernen. 
 Die Unternehmen erhalten durch die Einbeziehung von Expert*innen die Gelegenheit, sich 
dem Thema „weibliche Geflüchtete als Fachkräfte“ in einem fachlich reflektierten Rahmen 
zu widmen. 
 Die Unternehmen k önnen Kontakte untereinander knü pfen und sich gezielt zu Themen 
der Arbeitsmarktintegration austauschen. 
 Durch die etablierte Zusammen arbeit von Competentia Region Köln mit Kammern, 
Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Arbeitsagenturen, Akteur*innen der Gleichstellung 
und Jobcentern erfahren die Unternehmen weitere Unterstützung dabei, wie Integration in 
den Arbeitsmarkt gelingen kann  und sammeln Hinweise , die auch innerhalb ihrer 
Unternehmen insgesamt nutzbar sind.

6 
 
Ziele für die qualifizierten geflüchteten Frauen 
 Unterstützung bei der individuellen Zieldefinition 
und bei der Entwicklung eines „Aktionsplans“ 
 Ausbau persönlicher Kompetenzen durch 
begleitende Angebote wie Bewerbungstraining 
 Transfer von (informellen) Erf ahrungswissen 
durch das One -to-one-Mentoring und den 
Austausch in der Gruppe 
 Kennenlernen eines Unternehmens im Rahmen der Hospitationen 
 Erweiterung des persönlichen Netzwerkes und das Knüpfen neuer Kontakte 
 Feedback von erfahrenen Fach - und Führungskräften und eine damit verbundene 
Reflexionsmöglichkeit der eigenen Ziele und Möglichkeiten 
Als Vorbilder bei der Konzeption des Programms diente zum einen das bereits in Dortmund 
erfolgreich erprobte Programm PerMenti 1 sowie die Erfahrungen und Erkenntnisse des in Köln 
erprobten „Mentorings für Akademikerinnen mit Behinderung an der Hochschule in KMU“ 2 
(Laufzeit Januar 2016 bis März 2018).  
3. Beteiligte Akteure 
 
3.1 Team 
Die Konzeption und Durchführung des Programms Mentegra  wurde von der Leitung des 
Kompetenzzentrums Frau und Beruf gesteuert. Für die konkrete Durchführung wurde  mit Viola 
Kelb eine externe Prozessbegleiterin engagiert, die das Mentoring-Programm über den gesamten 
Zeitraum begleitet hat. Sie war insbesondere für die Beratung und Begleitung der Tandems und 
gemeinsam mit dem Team von Competentia Region Köln für die P lanung und Moderation aller 
Veranstaltungen im Programm zuständig.  
  
                                                
1 https://permenti.de/ 
2 Erfahrungsbericht siehe: 
http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/Unternehmen/Inklusion/Abschlus
sberichtMentoring_END.pdf  
Foto: pexels/C.Morillo

7 
 
3.2 Projektgruppe 
 
Eine Projektgruppe mit relevanten Akteur*innen 
auf dem Arbeitsmarkt wurde initiiert . Bei 
regelmäßigen Treffen und in einzelnen 
Beratungen unterstützten sie das Proje kt 
Mentegra bei der Akquise der weiblichen 
Geflüchteten und der Gewinnung der Unter -
nehmen. Sie trugen mit ihrer Fachexpertise zur 
Qualitätssicherung sowie zur Sicherung 
flankierender Unterstützungsangebote (Beispiel: 
Anerkennungsberatung, ergänzende Quali fi-
zierungsangebote etc.) bei. 
Darüber hinaus ist es Ziel , Mentegra über die 
Projektlaufzeit hinaus in Köln zu etablieren. Dafür 
sind die Mitglieder der Projektgruppe mögliche 
Ansprechpartner*innen. 
Neben den wirtschaftsnahen Institutionen benötigte Mentegra die Beteiligung des Jobcenters als 
Leistungserbringer der Frauen im SGB II Bezug. Die Akquise der weiblichen Geflüchteten soll te 
vornehmlich aus dem Stadtgebiet Köln und dem Oberbergischen Kreis erfolgen; die Gewinnung 
der Unternehmen erfolgte aus der gesamten Region Köln. 
 
3.3 Beteiligte Fachkräfte/Mentees 
 
Die Rekrutierung der sieben teilnehmenden Frauen geschah über einschlägige Anlaufstellen wie 
beispielsweise den Vingster Treff , das Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer 
Frauen Köln, Work First - Diakonie Michaelshoven sowie 
die Otto-Benecke-Stiftung e.V. Ebenso haben Vereine wie 
MA.i -Migration und Arbeitswelt e.V.  und die  KAUSA-
Servicestelle als auch Institutionen, unter anderen auch das 
JobCenter, die Akquise aktiv unterstützt. Mit allen Frauen 
wurden im Vorfeld Einstiegsgespräche geführt. 
  
Herkunftsländer der Mentees 
 Syrien 
 Iran 
 Afghanistan 
 Irak 
Zusammensetzung der Projektgruppe: 
 IHK Stiftung für Ausbildungsreife und 
Fachkräftesicherung Köln 
 Wirtschaftsförderung Oberbergischer 
Kreis 
 Köln Business Wirtschaftsförderungs-
GmbH (KBW) 
 IHK Köln und HWK zu Köln 
 Jobcenter Köln 
 Kommunales Integrationszentrum 
Oberbergischer Kreis 
 Stadt Köln, Amt für Gleichstellung 
von Frauen und Männern 
 Stadt Köln, Amt für Integration und 
Vielfalt (Querschnitt zu den 
Fachdienststellen)

8 
 
Als Voraussetzung für die Teilnahme am Programm galten folgende Kriterien:  
 Fluchtgeschichte: Das Programm sprach explizit Frauen an, die innerhalb der letzten 
Jahre nach Deutschland geflüchtet sind.  
 Qualifikation: Das Programm richtete sich an Frauen, die in ihrem Herkunftsland bereits 
eine Qualifikation, beispielsweise in Form eines 
Hochschulabschlusses, erworben haben.  
 Sprachkenntnisse: Als Voraussetzung für die  Teil-
nahme galt ein deutsches Sprachniveau, das für die 
Verständigung mit den Mentor*innen und den 
weiteren Programmakteur*innen sowie für die 
Integration in den Arbeitsmarkt angemessen ist.  
 
3.4 Beteiligte Unternehmen/Mentor*innen 
 
Über das Netzwerk von Competentia Region Köln  und durch persönliche Ansprachen konnten 
insgesamt sieben Vertreter*innen von kleinen und mittleren Unternehmen ( KMU) für die 
ehrenamtliche Mitarbeit im Programm Mentegra gewonnen werden. Die KMU -Vertreter*innen 
haben für jeweils eine Fachkraft (Mentee) die Rolle der Mentorin bzw. des Mentors übernommen 
und diese im Verlauf des Programms aktiv begleitet und unterstützt. 
 
Die Mentor*innen und Unternehmen bei Mentegra 
 
Désirée Ervens, Rechtsanwältin                                                     Stefan Peck, Geschäftsführer 
S.E.B. Rechtsanwälte, Arbeits-,                                        M. Zilken GmbH, Industrie- 
Gesellschafts- und Erbrecht, Köln                                                          bedarf, Verpackung, Logistik,   
                                                               Köln    
    
Muila Swele, Geschäftsführerin  Natalie Kühn, Geschäftsführerin 
Clearstone GmbH, Personal-              SK Elektronik GmbH, Flammen-     
Beratung, Finanz-, IT- und                                   ionisationsdetektoren, Interface-, 
Ingenieurberufe, Köln                                 Mess- und Analysetechnik, 
                                                  , Leverkusen  
  
Berufsgruppen der Mentees 
 Biologie 
 Webdesign 
 Informationstechnologie 
 Lehramt 
 Management 
 Journalismus

9 
 
Dominic Land, Geschäftsführer         Dr. Afsar Sattari,  
Story & Story, S&S Digital UG,        Geschäftsführerin Goal EPMTS, 
Full-Service-Agentur für Web- Dienstleistungsunternehmen im tech- 
Entwicklung, Marketing, Social   nischen, buchhalterischen und Ver- 
Media, Köln                                                       waltungsbereich, Software, Köln 
 
Birgit Siepe, Personal und Marketing 
Siepe GmbH, Herstellung hochwertiger 
Verpackungen, Kerpen-Sindorf 
 
 
Kurzporträts der beteiligten Unternehmen:  
 
http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/Unternehmen/Ber
ufliche-Integration-gefluechteter-Frauen/KMU-Portraets_Web.pdf 
 
 
 
4. Durchführung 
 
Für die Gewinnung der KMU und Mentees zur Durchführung des betrieblichen Mentorings war 
eine Vielzahl an Aktivitäten  notwendig, die mit der Projektgruppe umgesetzt wurden, um eine 
zufriedenstellende Passung von Betrieb und Mentee zu erreichen: Zuerst erfolgte die Gewinnung 
und Auswahl der KMU, damit den interessierten Frauen ein konkretes Angebot hinsichtlich des 
Berufsfeldes und der Branc he unterbreitet werden konnte . Dabei handelt e es sich um ein 
freiwilliges Angebot, das der beruflichen Orientierung dient . Ziel war es, das Informations - und 
Erfahrungsspektrum der Frauen im Hinblick auf die berufliche Integration zu erweitern. 
Kern des modular konzipierten Mentoring -Programms Mentegra bildete das „One -to-one-
Mentoring“, also die Mentoring-Beziehung zwischen je einer teilnehmenden Frau und je einem*r 
KMU-Vertreter*in.  
Das Konzept von Mentegra enthielt insgesamt folgende Teilschritte:  
 Rekrutierung der teilnehmenden geflüchteten Frauen in Abstimmung mit den institutionellen 
Partnern aus der Projektgruppe (u.a. durch eigens entworfenes Faltblatt, Website, Telefonate 
etc.)

10 
 
 Rekrutierung der teilnehmenden Unternehmen (u.a. durch Veranstaltungen, Telefonate, 
Faltblätter, Website und Vorbereitungstreffen)  
 Erstinformation für interessierte Frauen zu Zielen und Inhalten des Mentoring-Angebotes  
 Erstinformation der Mentor*innen zu Zielen und Inhalten des Mentoring-Programmes 
 Individuelles Matching und Tandembildung mit einer Mentorin / einem Mentor aus einem KMU 
bezogen auf die Qualifikation, betrieblichen Vorerfahrungen der Mentees  
 Hospitanzen der Fachkräfte in einem KMU 
 Prozessbegleitung mittels Information, Austausch und Workshops für die beteiligten 
Unternehmen und die Frauen im Rahmen von Netzwerktreffen und Einzelgesprächen 
(„Coaching“) 
 Flankierende Fachveranstaltungen mit dem Ziel des Fachaustauschs und der Qualifizierung 
der beteiligten Akteur*innen 
 Lotsinnen- und Lotsenfunktion für ergänzende Schritte, die während des Mentorings und im 
Anschluss für die Frauen individuell durch externe Anbieter und Fördermi ttelgeber erfolgten 
(zum Beispiel Anerkennungsverfahren, Qualifizierungen, Sprachkurse, Bewerbungstrainings 
etc.)  
 Prozessorientierte Ergebnissicherung, Dokumentation und öffentlichkeitswirksame Arbeit mit 
der Zielsetzung, das Angebot nachhaltig zu etablieren  
 
Die Planung mit zeitlichem Ablauf sah so aus:  
 
Zeitleiste Mentor*innen

11 
 
Zeitleiste Mentees 
 
Pandemiebedingt konnte Mentegra erst im September 2020 statt im Mai 2020 starten und hatte 
dementsprechend eine Laufzeit bis 1. Juni 2021.  
 
 
4.1 One-to-one-Mentoring  
 
Kernmodul v on Mentegra stellt das „One -to-one-Mentoring“ dar. Das gesamte Programm  
Mentegra unterstützte mit Fachexpertise und Verweisberatung die persönliche Förderbeziehung 
zwischen den Mentor*innen aus den KMU und den Mentees.   
Das „Matching“ wurde von Competentia Region Köln durchgeführt und erfolgte auf Grundlage der 
im Zuge der Programmbewerbung bei den Mentees abgefragten Wünschen und Erwartungen. 
Da es im One-to-one-Mentoring in erster Linie um eine persönliche Beratung und Begleitung geht, 
konnten die Tandems auch branchenübergreifend zusammengestellt werden. Soweit möglich , 
wurde auf eine bestmögliche Passfähigkeit der 
Unternehmensprofile mit den Qualifizierungen und 
Karrierezielen der Fachkräfte geachtet.  
Nach dem erfolgten Ma tching begleiteten die 
ehrenamtlichen Mentor*innen die Mentees innerhalb 
der Programmlaufzeit von Oktober 2020 bis Juni 2021. 
Dabei ging es vor allem um individuelle Beratung und 
Feedback, Orientierungshilfen im deutschen 
Ausbildungs- und Berufssystem, um Fragen rund um die Anerkennung von im Herkunfts land 
erworbenen Schul- und Berufsabschlüssen, um die Weitergabe von Erfahrungswissen, um die 
konkrete Planung der beruflichen Laufbahn sowie um Unterstützung bei Bewerbungen und beim  
  
Foto: Adobe Stock/jackfrog

12 
 
Netzwerkausbau. Bei diesen Themen konnte jederzeit auch auf die Expertise der Projektgruppe 
zurückgegriffen werden. 
In geschütztem und vertraulichen Rahmen ermöglichte das persönliche Mentoring-Setting, auch 
informelles Wissen über den deutschen Ausbildungs - und Arbeitsmarkt a uszutauschen, 
individuelle Erfahrungen mit strukturellen Hürden zu reflektieren und über Potenziale und 
Kompetenzen der Frauen zu sprechen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
In der Konzeption und Durchführung des One-to-one-Mentorings orientierte sich 
Mentegra an den Qualitätsstandards des Forum Mentoring:  
 Freiwilligkeit: 
Mentee und Mentor*in nehmen freiwillig und aus eigenem Antrieb am 
Programm teil.  
 Unabhängigkeit: 
Es gibt kein direktes Abhängigkeitsverhältnis und keine Arbeitsbeziehung 
zwischen Mentor*in und Mentee.  
 Definierter Zeitraum:  
Die Tandembeziehung ist auf die Programmlaufzeit begrenzt. Darüber hinaus 
bestehen keine gegenseitigen Verpflichtungen.  
 Persönlicher Kontakt:  
Der Mentoring-Prozess gestaltet sich über den persönlichen Kontakt, es finden 
regelmäßige Einzelgespräche statt.  
 Vertraulichkeit: 
Die Mentoring-Gespräche finden in geschütztem Rahmen statt und sind von 
den Beteiligten streng vertraulich zu behandeln.  
 Verbindlichkeit  
Der verbindliche und zuverlässige Umgang mit Terminen und Absprachen ist 
eine wesentliche Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mentoring-
Beziehung.  
 Transparente Erwartungen und Vereinbarung  
Zu Beginn der Mentoring-Partnerschaft sollten konkrete Erwartungen und 
Vereinbarungen über das formale Ziel, Kontaktaufnahmeregeln, Feedback, etc. 
zwischen Mentee und Mentorin bzw. Mentor kommuniziert und ggf. schriftlich 
fixiert werden („Zielvereinbarung“).  
Quelle: Forum Mentoring 2014: Mentoring mit Qualität: Qualitätsstandards für Mentoring in der Wissenschaft

13 
 
4.2 Hospitanzen  
 
Das Programm sah auch Hospitanzen der Mentees in den jewei ligen Unternehmen der 
Mentor*innen vor. Durch eine variabel nach Absprache zu organisierende, bis zu dreimonatige 
Hospitanz in den Unternehmen der Mentor*innen sollten die Mentees die jeweilige 
Unternehmenswelt näher kennenlernen.  
Tatsächlich erforderte n die pandemiebedingten Umstände kreative Lösungen. So wurden  
Hospitanzen zum Teil mit Einschränkungen  durchgeführt. Andere Me ntees absolvierten ihre 
Hospitanzen während des coronabedingten Lockdowns überwiegend online. Je nach Profil und 
den Interessensschwerpunkten der Mentees wurde 
jedoch auch ganz auf die Hospitanzen bei den 
jeweiligen Mentor*innen verzichtet. So wurde etwa die 
Hospitanz in einer Anwaltskanzlei als wenig 
zielführend für die Mentee eingeschätzt, da sich diese 
für eine berufliche Weiteren twicklung im sozialen 
Bereich entschieden hatte. Des Weiteren wurden 
innerhalb des Mentegra -Netzwerkes in zwei Fällen 
bezahlte Praktika ermöglicht. So absolvierte eine 
Mentee zunächst ein Praktikum in der Firma ihres Mentor s und im Anschluss ein weiteres 
Praktikum in der Firma eines anderen Mentegra -Mentors. Für beide Praktika erhielt sie 
Zeugnisse, die sie im Zuge ihres Bewerbungsprozesses verwenden konnte. In einem weiteren 
Fall unterstützte ein Mentor seine Mentee  dabei, einen Platz für ein bezahltes Pra ktikum im 
sozialen Bereich (offene Ganztagsschule) zu finden. Hier wurde eine anschließende geringfügige 
Beschäftigung bei entsprechender Eignung in Aussicht gestellt.  
 
4.3 Begleitende Veranstaltungen 
 
Das persönliche Mentoring wurde von einer Reihe von V eranstaltungen flankiert, die dem 
Integrationsprozess eine n fachlichen Rahmen gaben und zudem als regelmäßige 
Austauschplattform für alle Beteiligten dienten. Bedingt durch die Maßnahmen zur Eindämmung 
der COVID19-Pandemie fand ein Großteil der Veranstaltungen digital statt.  
  
Foto: Adobe iStock/auremar

14 
 
4.3.1 Vorbereitungstreffen  
 
Mentees 
Zunächst wurden für die zukünftigen Mentees 
und Mentor*innen getrennt voneinander 
Vorbereitungstreffen angeboten. Das Treffen für 
die Mentees fand am 18.9.2020 statt. Die 
Veranstaltung diente  zunächst der allgemeinen 
Programminformation sowie dem gegenseitigen 
Kennenlernen. Als externe Referentin hielt 
Barbara Wenzel vom Vorbildprogramm  
„PerMenti Dortmund“ einen Vortrag zum Thema 
„Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen“. Aufgrund ihrer langj ährigen Erfahrungen im 
Dortmunder Mentoring -Programm konnte sie wertvolle Tipps an die Teilnehmerinnen 
weitergeben. Im Rahmen einer Übung erarbeiteten die teilnehmenden Frauen im Anschluss an 
diesen Input ihre individuellen Ziele, die sie im Rahmen des Programms erreichen wollten. Diese 
Ziele konnten von allen Mentees bereits sehr konkret formuliert werden und bezogen sich zu 
einem großen Teil auf berufliche Neuorientierungen durch Ausbildungen  (z. B. „Kauffrau für 
Büromangement“) oder Weiterqualifizierung  (z. B. „IT -Fachinfomatikerin Systemintegration“). 
Auch die Herausforderung der fehlenden Anerkennung von Schul - und Berufsabschlüssen aus 
den jeweiligen Heimatländern wurde in diesem Rahmen thematisiert. 
   
Mentor*innen 
Das Vorbereitungstreffen für die Me ntor*innen fand am 11.9.2020  statt. Auch hier berichtete 
Barbara Wenzel von  „PerMenti Dortmund “ von ihren Erfahrungen  zum Thema „Arbeitsmarkt -
integration geflüchteter Frauen“. Im Anschluss lag der Fokus auf der Rolle der Unternehmer*innen 
als Mentor*innen für geflüchtete Frauen. Die Veranstaltung bot zudem Raum für allgemeinen 
Erfahrungsaustausch und Netzwerken unter den Unternehmer*innen. 
 
Motivation der Mentees 
 berufliche Weiterbildung 
 Qualifizierung 
 Bewerbungsverfahren kennenlernen  
 Mögliche Berufsfelder erkunden  
 Anerkennung von Qualifikations-
nachweisen (Zeugnisse, Zertifikate 
etc.) 
 Netzwerken

15 
 
4.3.2. Tandembuilding-Tag – der Start ins Programm  
 
Der Tandembuilding-Tag des Programms Mentegra 
fand am 8.10.202 0 im Kölner Rathaus statt. Dort 
erhielten die sieben Tandems erstmalig die 
Gelegenheit, sich persönlich kennenzu lernen. Das 
war aufgrund der Pandemiesituation besonders 
erfreulich und wichtig. Fünf Mentorinnen, zwei 
Mentoren und vier Mentees schilderten je weils in 
einer kurzen Darstellung ihre berufliche Situation 
und ihre Motivation, an Mentegra teilzunehmen.  
Dabei wurde sowohl bei den Unternehmer*innen als auch bei den geflüchteten Frauen ein starkes 
Engagement deutlich. Danach interviewten sich die Tand empartner*innen gegenseitig zu 
Themen wie berufliche Ziele, Unterstützungsmöglichkeiten, Stärken und Kompetenzen sowie 
Hürden und Herausforderungen.  
Am Ende des Tandembuilding -Tages wurde dann die Mentoring -Vereinbarung zwischen den 
Mentor*innen und Mentees der jeweiligen Tandems geschlossen. Etwa eine Stunde verhandelten 
sie miteinander, wie sie ihre Beziehung gestalten wollen. Dabei ging es um die Häufigkeit und 
Organisation der Tandemtreffen, die Vertraulichkeit der ausgetauschten Informationen und die 
Möglichkeiten der gegenseitigen Kontaktaufnahme. 
 
Ausführlicher Bericht siehe: 
  
 
 
 
 
http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/Unternehmen/Ber
ufliche-Integration-gefluechteter-Frauen/Nachbericht_Tandem08102020_END.pdf   
 
 
Im Oktober 2020 im Kölner Rathaus: Die Tandems im 
Gespräch.            Foto: Competentia Region Köln/R.Freude

16 
 4.3.3  Zwischenbilanz – das digitale Bergfest  
 
25 Teilnehmende fanden sich am 18. Februar 2021 zu einer 
zweistündigen Zwischenbilanz des Mentoring -Projekts 
Mentegra pandemiebedingt vor dem Bildschirm zusammen. 
Nach der Begrüßung beeindruckte die Gleichstellungs -
beauftragte der Stadt Köln, Bettina Mötting, mit einem 
motivierenden Gruß wort, in dem sie die Bedeutung von 
Mentegra als „Vorzeigeprojekt“ hervorhob. Durch 
verschiedene Impulse angeregt, konnten Mentor *innen, Mentees und Projektgruppenmitglieder 
sich in digitalen Räumen kennenlernen und austauschen. Dabei wurden sowohl über erste Erfolge 
berichtet als auch bestehende Schwierigkeiten und Lösungsmöglichkeiten erörtert.  
Ein informativer Input zum Qualifizierungschancengesetz war der nächste Programmpunkt. 
Stefanie Pörschke vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Köln warb f ür die 
Fördermöglichkeiten für kleine und mittlere 
Unternehmen und Arbeitnehmende. 
Die Veranstaltung bot für alle Programm -
teilnehmenden sowie für die Projektgruppe die 
Möglichkeit, in Kleingruppen unterschiedliche 
Beratungs- und Begleit angebote, wie die 
Anerkennungsberatung der IHK Köln , das 
Projekt ÖFFNUNGs ZEITEN! (Interkul turelle 
Öffnung von Arbeitsmarktakteuren zur 
Beschäftigung von Migrantinnen von IQ NRW 
und KAUSA (Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration) in Köln kennenzulernen.  
 
Ausführlicher Bericht siehe:   
 
http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/interessantes/Arch
iv-2021/Nachbericht_Zwischenbilanz2021_02_18_END.pdf  
 
 
Bettina Mötting, Gleichstellungsbeauftragte 
der Stadt Köln bei ihrem Grußwort. 
Im Februar 2021: Zwischenbilanz zu Mentegra vor dem Bildschirm

17 
4.3.4 Abschlusstagung – das digitale Freudenfest 
 
Am 1. Juni 2021 zogen 23 
Teilnehmende, leider wie -
derum nur digital vor dem 
Bildschirm, Bilanz auf der 
Abschlussveranstaltung des 
Projekts Mentegra.  
Nach dem Grußwort der 
Kölner Gleichstellungsbeauf- 
tragten Bettina Mötting, die 
auch einen Gruß von Köln s Oberbürgermeisterin Henriette Reker übermittelte, gelang es 
dennoch, mit einer abgewogenen Mischung aus Fachimpulsen und den Erfahrungsberichten der 
sieben Tandems eine kurzweilige und feierliche Atmosphäre im digitalen Raum zu kreieren. Der 
Impulsvortrag von Dr. Yuliya Kosyakova vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 
zum Thema: „Geschlechterunterschiede in der Arbeit smarktintegration von Geflüchteten: 
Ausmaß und mögliche Erklärungsfaktoren“ beleuchtete die Situation von geflüchteten Frauen auf 
dem deutschen Arbeitsmarkt aus wissenschaftlicher Sicht. 
Im Anschluss diskutierte die Referentin gemeinsam mit Bettina Möttin g und der Mentorin Muila 
Swele von der Clearstone GmbH im Rahmen einer Fragerunde über diesbezügliche Chancen 
und Hürden. Nach einer kurzen Pause ging die Abschlussveranstaltung weiter im R ahmen von 
moderierten Gespräch srunden in versch iedenen digitalen 
Räumen. Hier tauschten sich Mentor*innen, Mentees und 
Projektgruppenmitglieder über die Erfahrungen und 
Fortschritte aus, die im Laufe von Mentegra gemacht werden 
konnten. Dabei wurde deutlich, wie gut das entstandene 
Netzwerk auch über die Tandems hinaus funktioniert hat. 
Die darauffolgende virtuelle Zertifikatsübergabe durch 
Bettina Mötting, wurde zum Höhepunkt des „Freudenfestes“ 
zum Abschluss von Mentegra. Die Mentees und 
Mentor*innen der vertretenden Tandems berichteten von 
ihrer Zusammenarbeit und stellten beeindruckend ihre persönlichen Erfahrungen, aber auch die 
erzielten Erfolge durch die Teilnahme an Mentegra dar.  
  
Viola Kelb (rechts oben), Bettina Mötting (rechts 
oben), Dr. Afsa Sattari (Mentorin, links unten), Goal 
EPMTS und Shadi Taheri Najafabadi (Mentee), bei 
der virtuellen Zertifikatsübergabe. 
Freudenfest vor dem Bildschirm: Die Abschlussveranstaltung von Mentegra

18 
 
Ausführlicher Bericht siehe:  
 
http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/interessantes/Arch
iv-2021/Nachbericht_AbschlussMentegra2021_06_01.pdf  
 
4.3.5 Netzwerktreffen 
 
Insgesamt wurden innerhalb der Prog rammlaufzeit fünf Netzwerktreffen für Mentees und zwei  
Netzwerktreffen für Mento r*innen angeboten. Alle Netzwerktreffen mussten aufgrund der 
Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie online durchgeführt werden.  
Folgende Treffen haben stattgefunden:  
 Dezember 2020: Online-Treffen für Mentees als offener Austausch rund um die Themen 
„persönliche Ziele“, „Karriereplanung“ und „Kontaktgestaltung mit der Mentor*in“ 
 Januar 2021: Online-Treffen für Mentees zum Thema „Komm unikation/ 
Selbstpräsentation“ sowie Übungen und Feedback zur präzisen Präsentation der eigenen 
Person und des Berufsbildes 
 Januar 2021: Online-Treffen für Mentor*innen als offener Austausch zur Gestaltung der 
Tandembeziehung mit den Mentees sowie zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten 
durch Beratungs- und Kontaktstellen („Verweisberatung“) 
 Februar 2021: Online-Treffen für Mentees zum Thema „Ausbildungsmöglichkeiten bei der 
Stadt Köln“ mit der Referentin Heike Gasper (Stadt Köln, Arbeitmarktförderung) 
 März 2021: Online-Treffen für Mentees zum T hema „Bewerbungstraining“ mit der 
Referentin Saskia Pflugradt (Gesellschaft für berufliche Förderung in der Wirtschaft) 
 Mai 2021: Online-Treffen für Mentees als offener Austausch zur Frage, welche Beratungs- 
und Begleitungsmöglichkeiten nach dem Programm Mentegra zur Verfügung stehen 
 Mai 202 1: Online-Treffen für Mentor*innen als offener Austausch zwecks Bilanz und 
Reflexion der Rolle als Mentor*in

19 
 
5. Erfahrungen und Ergebnisse 
 
5.1 Erfahrungen der Mentees  
 
Mit Blick auf das Ziel, qualifizierte geflüchtete  Frauen bei ihrer beruflichen Integration in 
Deutschland zu unterstützen und KMU in Kontakt mit dieser Zielgruppe zu bringen , konnten im 
Programm Mentegra beachtliche Erfolge erzielt werden. Hier hat sich vor allem die sehr konkrete 
und persönliche Unterst ützung durch die 
Mentor*innen als zielführend erwiesen.  
Teilweise haben sich diese Kontakte 
intensiv und umfassend entwickelt, nicht 
selten fand Unterstützung und Beratung 
auch zu psychosozialen Themen wie 
Kinderbetreuung oder Wohnungssuche 
statt. Auch das Engagement der Mitglieder 
aus der Projektgruppe, z. B. im Rahmen 
der „Anerkennungsberatung“ hat sich an 
dieser Stelle als förderlich erwiesen.  
Doch vor allem wurden hinsichtlich der im 
Tandem-Building entwickelten beruflichen 
Ziele der teilnehmenden Fra uen Erfolge 
und Teilerfolge erzielt.  
Im Rahmen einer abschließenden 
Befragung der Mentees zu Mentegra 
gaben fünf von sieben Frauen an, sie 
seien „sehr zufrieden“ mit dem Verlauf des 
Programms. Vier von den  befragten 
Mentees gaben an, das Programm sei  
„sehr hilfreich“ in Bezug auf i hre 
beruflichen Ziele gewesen.  
 
 
 
Erreichte Ziele der Mentees  
 
- eine Mentee fand einen Ausbildungsplatz als 
Kauffrau für Büromanagement 
 
- eine Mentee wurde nach ihrer erfolgreichen 
Hospitation als Büromanagerin im Unter -
nehmen ihrer Mentorin im Rahmen einer Halb-
tagsstelle fest eingestellt 
 
- eine Mentee fand gemäß ihrer Qualifizierung 
eine Festanstellung als Biologin in einem 
Kölner Labor 
 
- eine Mentee wurde zu einer Umschul ung als 
„IT-Fachinformatikerin Systemintegration“  
zugelassen  
 
- eine Mentee erhielt einen Platz für ein be -
zahltes Praktikum als Webdesignerin in einem 
der am Programm beteiligten Unternehmen 
 
- eine Mentee absolvierte während Mentegra 
ein Praktikum in einer offenen Ganztags -
schule mit der Option auf einen Honorar -
vertrag 
 
- Eine weitere Mentee befand sich zum Zeit -
punkt des Programmabschlusses in der B e-
werbungsphase um einen Ausbildungsplatz.

20 
 
5.2 Erfahrungen der Mentor*innen 
 
Für die Vertreter*innen der KMU  ergab sich über das Programm die Gelegenheit, die 
Fachkräftegruppe „geflüchtete Frauen“ kennenzulernen. Dabei wurden nicht nur die Potenziale 
der einzelnen Fachkräfte, sondern auch die verschiedenen Hürden bei der Integration in den 
Arbeitsmarkt transparent. Im Rahmen der Veranstaltungen, insbesondere durch die Beiträge auf 
der Veranstaltung „ Zwischenbilanz/Bergfest“, lernten nich t nur die Mentees, sondern auch die 
Mentor*innen Unterstützungsangebote und Lösungsmöglichkeiten kennen. Insofern hat eine 
Sensibilisierung in Bezug auf Integrationsfragen stattgefunden, von denen die einzelnen 
Mentor*innen auch über das Programm hinaus innerhalb ihrer Unternehmen profitieren können. 
Überdies konnten zwei beteiligte Unternehmen neue Fachkräfte aus der Gruppe der Mentees für 
ihr Unternehmen gewinnen (im Rahmen einer Festanstellung und im Rahmen eines bezahlten 
Praktikums).  
Im Rahmen der Abs chlussbefragung beantworteten die Mentor*innen die Frage: „Was ist das 
Wichtigste, das Sie aus diesem Programm für sich bzw. für Ihr Unternehmen mitnehmen?“  mit 
folgenden Stichpunkten:  
 auch nach Enttäuschungen durchhalten 
 Erfahrungswerte im Umgang mit Flu chtbiographien und deren Berücksichtigung im 
Arbeitsumfeld 
 Erweitern des Bekanntheitsgrades 
 Integration- und Vielfältigkeitsprozesse 
 
5.3 Erfahrungen der Gruppe als Netzwerk 
 
Bereits zu Begi nn des Programms zeigte sich, dass die Beteiligten nicht nur inner halb der 
Tandems, sondern darüber hinaus auch als Gruppe untereinander weitreichende Kontakte 
knüpften. So führten einige Mentor*innen mit mehreren Mentees auf dessen Wunsch hin 
Einzelgespräche. Auch in Bezug auf die Hospitationen kam es zu tandemübergreif enden 
Vereinbarungen (siehe Punkt 4.1). Die Kontakte der Frauen untereinander im Sinne eines Peer-
Netzwerkes hätten sich sicherlich noch stärker entwickeln können, wenn Vor -Ort-Treffen und 
gemeinsame Unternehmungen möglich gewesen wären. So beschränkten si ch die Kontakte 
untereinander weitestgehend auf den digitalen Raum.

21 
 
Im Zuge einer abschließenden Reflexion anlässlich des letzten Netzwerktreffens für Mentor*innen 
reflektierten diese nochmal eingehend ihre Rolle im Mentoring -Prozess. Von zwei Mentor*innen 
wurde in diesem Zusammenhang eindrücklich beschrieben, wie fließend die Grenzen zwischen 
beruflicher und „persönlicher“ bzw. psychosozialer Beratung verlaufen können.  
 
Interview: Erfolgreiches Tandem im Mentoring-Programm Mentegra 
Fatemeh Moradabadi ist in der iranischen Hauptstadt 
Teheran geboren und seit September 2015 in 
Deutschland. Die verheiratete Mutter von zwei Kindern 
hat englische Literatur studiert und berufliche 
Erfahrungen in Personalmanagement, Projektplanung 
und Büroorganisation gesammelt.  
Natalie Kühn ist Geschäftsführerin der SK Elektronik 
GmbH in Leverkusen. Das Elektronikunternehmen hat 
36 Beschäftige und gilt für die Produktgruppe der 
Flammenionisationsdetektoren (FID) zur 
Schadstoffkontrolle im industriellen Bereich als 
Marktführer.  
Beide lernten sich im Oktober 2021 auf der 
Tandembuilding-Veranstaltung von Mentegra bei Competentia Region Köln kennen und sind in 
einen erfolgreichen Tandemprozess gestartet. Nach einer Hospitanz im Unternehmen ist 
Fatemeh Moradabadi dort mittlerweile fest als Industriekauffrau angestellt. Nachdem das 
Programm Mentegra beendet war, gaben sie Auskunft über ihre Erfahrungen. 
Frau Moradabadi, was denken Sie heute über den Tandemprozess im Rahmen von 
Mentegra? Was war für Sie am wichtigsten am Austausch mit Frau Kühn? 
Ich war zuerst nur dankbar, dass mir die IHK im Rahmen des Tandemprozesses eine Mentorin 
vermitteln konnte. Frau Kühn wollte sich um einen Praktikumsplatz bei Covestro bemühen, was 
aber wegen der Pandemie nicht möglich war. Vorher hatte sie mir bereits auch in Ihrer Firma ein 
Praktikum angeboten. 
Frau Kühn, wie sehen Sie das? Gibt es etwas, dass Sie im Tandemprozess besonders 
beeindruckt hat? 
Der Austausch über unsere unterschiedlichen Kulturen und Arbeitsweisen und die enorme 
Gastfreundlichkeit von Frau Moradabadi haben uns auch an Ihrer Kultur teilhaben zu lassen. Ich 
bin sehr gern Mentorin, insbesondere für Frauen, um auch hier eine Integration in Deutschland 
zu vereinfachen und gemeinsam Brücken zu bauen. 
  
Natalie Kühn, links und Fatemeh Moradabadi, rechts

22 
 
Frau Moradabadi, wann ist Ihnen klar geworden, dass Sie gern bei SK Elektronik arbeiten 
würden? 
Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich bei SK Elektronik sehr wohl. Dank des Führungsstils von 
Frau Kühn. Die Mitarbeiter waren alle freundlich und hilfsbereit. Mir wurde viel geholfen und die 
Arbeitsabläufe erklärt. In dieser Firma hat die Menschlichkeit einen hohen Stellenwert. Es gibt 
keinerlei Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit. In dieser positiven Arbeitsatmosphäre möchte 
man gerne arbeiten. 
Frau Kühn, wie kam es dazu, dass Sie Frau Moradabadi einen Arbeitsplatz angeboten 
haben? 
Innerhalb des Praktikums haben wir festgestellt, dass die akademische Ausbildung von Frau 
Moradabadi zwar eine etwas andere Ausrichtung hat, aber Frau Moradabadi zu vielen 
operativen Inhalten einer qualifizierten Industriekauffrau befähigt. Darüber hinaus zeigte Frau 
Moradabadi eine übergeordnete Integrationsfähigkeit und den enormen Willen Teil dieses 
Unternehmens und unserer Gemeinschaft zu sein. Sie hat sich mit allen ihr zur Verfügung 
stehendenden Möglichkeiten in ihre Arbeitsumwelt eingebracht. 
Frau Moradabadi, inwiefern waren für Sie neben dem Tandemprozess auch die anderen 
Angebote des Mentoring-Programms nützlich? 
Der punktuelle Austausch mit den anderen Mentees war interessant. Auch die verschiedenen 
Veranstaltungen boten viele gute Informationen, die man als Migrantin brauchen kann. 
Frau Kühn, wie schätzen Sie die begleitenden Angebote und Veranstaltungen von 
Mentegra ein?  
Wir hätten uns vielleicht an der einen oder anderen Stelle noch mehr Basisinformationen zum 
Thema Integration und interkulturelle Kompetenz gewünscht. Doch der Austausch über das 
entstandene Netzwerk der Mentoren konnte natürlich jeder Zeit erfolgen und war auch sehr 
hilfreich, um den verschiedenen Mentees eine breitgefächerte, mentorenübergreifende 
Unterstützung zu geben. 
 
6. Fazit  
 
Die Durchführung des Programms Mentegra kann insgesamt als Erfolg bezeichnet werden und 
das trotz der pandemiebedingten Einschränkungen in der Durchführung des Programms . Der 
Erfolg des Programms und der einzeln en Tandems zeigt, wie wichtig diese Programme auch 
künftig sein werden, um Chancengerechtigkeit zu erreichen und dem Fachkräftemangel etwas 
entgegenzusetzen. Vor allem die beruflichen Erfolge einzelner Mentees sind hinsichtlich des 
kurzen Zeitraums und der (digitalen) Rahmenbedingungen als bemerkenswert festzuhalten.

23 
 
Für das Erreichen  der individuellen Erfolge 
seitens der Mentees ist unbedingt das große  
Engagement der einzelnen Mentor*innen und der 
Mitglieder der Projektgruppe  zu nennen, die die 
Frauen bezüglich ihrer beruflichen Integration 
unterstützten. Über das im Rahmen von Mentegra 
vereinbarte Maß hinaus haben sich diese für die  
beruflichen Ziele und privaten Belange ihrer 
Mentees eingesetzt. Auch die Zielstrebigkeit und 
das Durchhaltevermögen der Mentees sowie ihre 
Bereitschaft, sich unter schwierigen Bedingungen (Pandemie) auf Neues einzul assen, war en 
unabdingbar für den Erfolg von Mentegra.  
Als zielführend hat sich in diesem Zusammenhang die strukturierte Erarbeitung der individuellen 
Ziele mit  den Mentees erwiesen. Im Rahmen der Zielvereinbarung, die die Tandems jeweils 
gemeinsam während der Auftaktveranstaltung ausgefüllt haben, wurden die jeweiligen Ziele und 
Erwartungen transparent und gleichzeitig verbindlich formuliert und vereinbart. So g aben die 
Zielvereinbarungen dem Mentoring-Prozess einen strukturellen Rahmen.  
Competentia Region Köln gelang es zusätzlich trotz der unvorhersehbaren Herausforderungen  
die Inhalte und Bausteine des Programms stets im Fokus zu behalt en und durch schnelle und 
flexible Anpassungen ( beispielweise durch einen Wechsel der  Durchführungsformate) 
durchgängig adäquate Lösungen  zu finden und bestmögliche Angebote zu schaffen , um das 
Programm durchführen zu können und nicht absagen zu müssen.  
Des Weiteren bewährte sich die Entscheidung mit einer extern engagierten Prozessbegleiterin zu 
arbeiten, sodass mehr Kapazitäten für Einzelgespräche und individue lle Begleitung möglich 
waren. Diese wurden von einigen Mentor*innen und Mentees gern in Anspruch genommen. Bei 
Unsicherheiten innerhalb des Tandemprozesses hatten beide Seiten so die Gelegenheit, die 
nächsten Schritte mit einer dritten Person zu besprechen und zu reflektieren.  
Die ausgeprägten Querverbindungen, die innerhalb der Gruppe  in kürzester Zeit entstanden, 
bestätigten den Mehrwert von regelmäßigen Veranstaltungen für die Gesamtgruppe  und den 
damit einhergehenden Gruppenprozess. Diese positiven Erfahrungen mit Mentegra als Netzwerk  
  
Eines der erfolgreichen Tandems: Nisreen Alkhali (links) und 
Stefan Peck, M. Zilken GmbH 
Foto: Competentia/R. Freude

24 
 
könnten wegweisend für die Konzeption zukünftiger Projekte mit dem Ziel der Arb eits-
marktintegration qualifizierter geflüchteter Frauen sein.  Regelmäßige Netzwerkveranstaltungen 
für kleine und mittlere Unternehmen  und Fachkräfte mit Fluchtgeschichte könnten über 
strukturierte Mentoring -Programme hinaus einen weiteren wichtigen Meilen stein hin zu mehr 
Arbeitsmarktintegration darstellen.  
Auch die Einbeziehung von Fach - und Beratungsstellen über die Projektgruppe hat sich als 
sinnvoll erwiesen. Insbesondere vor dem Hintergrund der Tatsache, dass berufliche Themen  
teilweise fließende Übergänge zu psychosozialen Themen wie zu Fragen der Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf aufweisen, wurde von den Mentor*innen vermehrt nach professionellen 
Anlaufstellen wie zum Beispiel Familienberatungsstellen gefragt.  
Mit Blick auf die sehr spezifischen biographischen Erfahrungen der Mentees in Verbindung mit 
ihrer Fluchtgeschichte wurde von den Mentor*innen betont, dass es wünschenswert wäre, 
zusätzlich durch eine professionelle Beratungsstelle begleitet zu werden. Für künftige Programme 
wäre daher zu üb erlegen, ob eine zusätzlich angebunden e Beratungsstelle zur psychosozialen 
Unterstützung nicht eine sinnvolle Ergänzung des Programms darstellt. Dies gilt ebenso wie das 
zur Verfügungstellen von sogenannten Safe Spaces (sichere Räume, analog oder digital, in die 
sich Menschen mit Diskriminierungserfahrung zurückziehen können) und die Erstellung eines 
Awareness-Konzepts (Sensibilisierungskonzept) für die Teilnehmenden.  
Optimieren könnte man auf jeden Fall den Matchingprozess. Unter normalen Bedingungen hätten 
sich die Mentor*innen und Mentees erst unverbindlich kennen gelernt und anschließend 
Präferenzen für Tandems ab gegeben. Aufgrund der damals herrschenden Kontakt -
beschränkungen, der limitierten Projektlaufzeit und der Auswahloptionen wurden die Tandems 
durch das Projektteam gemäß der jeweiligen Unternehmens - und Berufs profile 
zusammengeführt. Manche meldeten zurück, dass sie sich an dieser Stelle mehr Mitsprache-
möglichkeiten gewünscht hätten. 
 
Abschließend bleibt festzuhalten, dass trotz der pandemiebedingten Herausforderungen und den 
dargestellten Verbesserungsmöglichkeiten, die das Beratungsangebot oder das Matching 
betreffen, die Erfolge der Frauen eine klare Sprache sprechen: Mentoring-Programme setzen

25 
 
genau dort an, wo es an institutionellen Zu ständigkeiten mangelt, nämlich an  der direkten 
Vernetzung von Person und Unternehmen - von Mentee und Mentor*in. Das Ziel, die berufliche 
Integration von migrierten Frauen effizient zu unterstützen und diese als mögliche Fachkräfte mit 
ihrem Potenzial für die  Unternehmen sichtbar und erfahrbar zu machen, konnte Mentegra 
erreichen.  
Anfragen von Einzelpersonen und Verbänden nach Ablauf des Programms zeigen den großen 
Bedarf nach solchen Programmen und den dabei entstehenden Austauschmöglichkeiten auf. Es 
wäre wünschenswert und nicht nur wirtschaftlich sinnvoll , das Mentoring-Programm in weiteren 
Durchläufen zu optimieren und das Netzwerk zu vergrößern, um vielen kleinen und mittleren 
Unternehmen das Kennenlernen einer noch weitgehend unbekannten Gruppe von Fachk räften 
und qualifizierten Frauen eine Chance auf Integration in den Arbeitsmarkt und damit auch in die 
Gesellschaft, zu ermöglichen.

Mitteilung Ausschuss

3705 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/50/505 
 
Vorlagen-Nummer 25.10.2021 
 3634/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 08.11.2021 
Integrationsrat 16.11.2021 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.11.2021 
Wirtschaftsausschuss 18.11.2021 
Runder Tisch für Flüchtlingsfragen 19.11.2021 
 
Ergebnisbericht und Dokumentation des Programms Mentegra: Betriebliches Mentoring für 
qualifizierte geflüchtete Frauen zur beruflichen Integration 
Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln informiert seit 2012 mit praxisgerechten Ange-
boten über Möglichkeiten, wie kleine und mittlere Unternehmen das Erwerbspotenzial von Frauen 
durch betriebliche Frauenförderung und Rekrutierungsstrategien nutzen können (siehe auch Mittei-
lung 3135/2021). 
Mit dem Programm Mentegra (Mentoring zur beruflichen Integration qualifizierter geflüchteter Frauen) 
wurde ein strukturiertes Mentoring-Programm speziell für diese Zielgruppe entwickelt und umgesetzt. 
Ziel war es, ein Angebot in Köln zu etablieren, dass kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine 
gezielte Rekrutierung von qualifizierten weiblichen Geflüchteten ermöglicht. Es sollte ein nachhaltiges 
Instrument geschaffen werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und gleichsam die In-
tegration in den Arbeitsmarkt zu fördern.  
Mentegra wurde in den Jahren 2020 und 2021 durchgeführt und konnte als Pilotprojekt beeindru-
ckende Ergebnisse liefern. Das Ziel, die berufliche Integration von geflüchteten Frauen effizient zu 
unterstützen sowie ihr Potenzial für die Unternehmen sichtbar und erfahrbar zu machen, ist Mentegra 
gelungen. Im Unterschied zu anderen Mentoring-Programmen richtete sich Mentegra dabei gezielt an 
qualifizierte Frauen, die in ihrem Herkunftsland ein Studium oder eine Ausbildung absolviert haben.  
Alle teilnehmenden Frauen konnten im Rahmen des Mentorings vermittelt werden und haben im An-
schluss eine Beschäftigungs- oder Ausbildungsmöglichkeit erhalten. Mentegra hat die Wirksamkeit 
von Mentoring-Programmen als Schlüssel zur Fachkräftesicherung bestätigt. Somit hat Mentegra 
Vorbildcharakter, wie Integration und Chancengleichheit von qualifizierten Frauen mit Fluchtgeschich-
te auf dem Kölner Arbeitsmarkt gefördert werden können. Das Mentoring endete offiziell zum 
01.06.20211 mit einer Abschlussveranstaltung. Im Anhang ist die ausführliche Dokumentation und 
Auswertung des Programms zu finden.  
Aus wirtschaftlicher und integrationspolitischer Sicht wäre es wünschenswert und sinnvoll das Mento-
ring-Programm auch künftig zu nutzen, weiterzuentwickeln und fortzuführen. Die Anfragen von Ein-
zelpersonen und Verbänden nach Ablauf von Mentegra zeigen einen weiterhin großen Bedarf nach 
                                                 
1 Siehe Nachbericht zur Abschlussveranstaltung hier: 
http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/interessantes/Archiv -
2021/Nachbericht_AbschlussMentegra2021_06_01.pdf

2 
 
einem derartigen Programm. Dass die Förderung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf durch Mit-
tel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Eu-
ropäischen Union (EFRE) zum 30.04.2022 enden wird, wurde in der Mitteilung 3135/2021 berichtet. 
Die Verwaltung setzt sich dafür ein, eine aus Landesmitteln finanzierte Weiterförderung für Köln zu 
erreichen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass diese Drittmittelfinanzierung für Köln ersatzlos 
zum 01.05.2022 enden könnte. Das Programm Mentegra könnte nur mit einer Weiterförderung des 
Kompetenzzentrums Frau und Beruf Region Köln weitergeführt werden.  
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (5)

08.11.2021 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 4.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.11.2021 Integrationsrat
TOP 5.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.11.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.11.2021 Wirtschaftsausschuss
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.11.2021 Runder Tisch für Flüchtlingsfragen
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3634/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
15.11.2021
Erstellt
15.10.2021 09:58