3899/2019
Anlass: Mitteilung der Verwaltung; Niederschrift des Gestaltungsbeirates vom 15.10.2019
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/1 Seib Az Vorlagen-Nummer 15.11.2019 3899/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 28.11.2019 Stadtentwicklungsausschuss 05.12.2019 Niederschrift des Gestaltungsbeirates vom 15.10.2019 In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 23.02.1989 wurde beschlossen, dass dem Ausschuss die Niederschriften des Gestaltungsbeirates zur Kenntnis gegeben werden. Die Niederschrift der Sondersitzung des Gestaltungsbeirates in der Wahlperiode 2011/2016 vom 15.10.2019 ist als Anlage beigefügt. Anlage Gez. Greitemann
Anlage 1 Protokoll 15.10.2019
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DER GESTALTUNGSBEIRAT
DER STADT KÖLN
N I E D E R S C H R I F T
über die Sondersitzung des Gestaltungsbeirates (GBR) in der Wahlperiode 2011/2016 am Diens-
tag, den 15.10.2019, 16:30 Uhr bis ca. 18:30 Uhr im Rathaus Spanischer Bau, 50667 Köln, Theo-
Burauen-Saal, Raum-Nr. A 121. Es handelt sich um eine Sitzung im kleinen Gremium, welches die
Kölner Mitglieder umfasst.
Beiratsmitglieder
Herr Minkus
Frau Paul
Herr Berner
Vertreter/innen der Ratsfraktionen
Herr Frenzel
Frau Berner
Herr Vietzke
Frau Tillessen
Bezirksvertretungen
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Verwaltung
Herr Greitemann, Beigeordneter Dez. VI
Herr Lohaus, Planungsreferat VII-2
Herr Dr. Werner, Stadtkonservator (48)
Herr Wolff, Stadtplanungsamt (612)
Herr Krumbach, Bauaufsichtsamt (630-1)
Herr Zielinski, Bauaufsichtsamt (630-11)
Frau Brans, Gebäudewirtschaft (263)
Frau Mathow, Gebäudewirtschaft (263-10)
Niederschrift
Herr Gerdes, Stadtplanungsamt (611/2)
Herr Pappenberger, Städtebaureferendar Stadtplanungsamt (611)
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I. Ortsbesichtigung
In dieser Sondersitzung wird ein bereits bekanntes Projekt behandelt, zu einer Ortsbesichtigung
kam es nicht.
II. Nichtöffentlicher Teil
1. Außerordentlicher Tagesordnungspunkt
1.1 Wallraf-Richartz-Museum, Präsentation des Architekturbüros Christ & Gantenbein
aus Basel
Aufgrund der Sondersituation wird abweichend vom üblichen Procedere einstimmig beschlossen,
nach der Präsentation der Architekten in eine offene Diskussion und Meinungsaustausch in Anwe-
senheit und unter Einbeziehung der Architekten zu gehen.
1. Außerordentlicher Tagesordnungspunkt
1.1 Erweiterung Wallraf-Richartz-Museum, Am Kölner Rathaus, Altstadt
Herr Minkus begrüßt die Projektbeteiligten und erläutert den Ablauf.
Projektbeschreibung
Architekt Herr Gantenbein stellt die Fortführung des Wettbewerbsentwurfs anhand einer
Präsentation und Kubaturstudien in Form von Modellen vor. Der Entwurf resultiert aus einem
Wettbewerbsverfahren aus 2013 und soll dringend benötigte Ausstellungsflächen bereitstel-
len. Das Ensemble stellt städtebaulich wie auch inhaltlich einen wichtigen Baustein entlang
der „Via Culturalis“ dar.
Die Planung sieht folgendes vor:
- Das Projekt sieht vom Kopfbau der Museumsnutzung abgesetzt zwei Wohnhäuser sowie
ein Büro- und Verwaltungsgebäude („Arbeitshaus“ u. „Gemeinschaftshaus“) vor und
schließt somit als Ensemble den Block zwischen Martinstraße und Steinweg.
- Die Typologien der verschiedenen Nutzungen werden durch unterschiedliche Kubaturen
und Fassadengestaltungen nach außen hin ablesbar.
- Das Atelierhaus über der Anlieferung an der Martinstraße entfällt zugunsten einer deutli-
chen, präzisierenden Fuge zwischen Museums- und Gemeinschaftshaus.
- Das Gemeinschaftshaus tritt neben dem Volumen des Museums als zweites öffentliches
Gebäude mit einer klaren Geometrie und Höhe gegenüber den anderen Gebäuden im
Blockrand hervor. Es bleibt in seiner Höhenentwicklung unter dem Bestandsbau.
- Über eine Terrasse über der Anlieferung ist der Mehrzweckraum im 2.OG des Gemein-
schaftshauses dem Museum zuschaltbar.
Beantwortung von Rückfragen und Diskussion
Die Rückfragen werden wie folgt beantwortet:
- Über der Anlieferung sowie dem Mehrzweckraum befinden sich Technikflächen.
- Die Terrasse als Einschnitt im Baukörper wird kontrovers diskutiert.
- Der Versprung zwischen Untergeschoss Bestand und Erweiterung ist den Überresten ei-
nes römischen Stadttores geschuldet.
- Das Gemeinschaftshaus muss in seiner Fassadenabwicklung auch zur Terrasse hin wei-
tergehen - eine „Brandwandarchitektur“ ist zu vermeiden.
- Die Höhe des Gemeinschaftshauses gegenüber dem Museumsbau wird kontrovers dis-
kutiert. Es wird befürchtet, dass die Präsenz des Kopfbaus geschwächt wird, zudem ist
die Höhe planungsrechtlich kritisch zu betrachten. Die bewusste architektonische Set-
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zung der Höhe scheint jedoch ob der stadtgestalterischen „Umlenkfunktion“ des Gebäu-
des gerechtfertigt. Eine Reduktion der verschiedenen Höhenausbildungen entlang der
Martinstraße kann die Überhöhung des Gemeinschaftshauses relativieren – „Dreiklang
statt Vierklang“.
- Die Dachgauben zum Steinweg hin sind gestalterisch und planungsrechtlich zu hinterfra-
gen.
- Die Stellplatzthematik ist zu klären.
Empfehlungen des Gestaltungsbeirates
Der Gestaltungsbeirat spricht folgende Empfehlungen aus:
- Die Artikulation der Höhenentwicklung insbesondere der Bebauung entlang der Martin-
straße muss weiter untersucht werden (die Ausbildung einer Fuge über der Anlieferung
wird kritisch gesehen).
- Der südliche Anschluss des Ensembles an den Kopfbau ist an Martinstraße wie Steinweg
zu prüfen.
- Die differenzierte Gestaltung der Fassadenbilder der unterschiedlichen Typologien ist
weiter zu qualifizieren.
Es wird um Wiedervorlage zu den genannten Punkten sowie insbesondere zur Präzi-
sierung der Fassadengestaltung und Kubatur im Zuge der weiteren Bearbeitung gebe-
ten.
Der Vorsitzende dankt den Teilnehmenden und beendet die Sitzung um 18:15 Uhr.
gez. Jürgen Minkus gez. Timo Gerdes
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Jürgen Minkus Timo Gerdes
(Vorsitzender) (Schriftführer)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Martinstraße
- Steinweg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 3899/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 15.11.2019
- Erstellt
- 08.11.2019 12:19