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3135/2021

Bericht über die inhaltliche Arbeit und Information zum Ende der Förderung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Region Köln (Competentia NRW)

Mitteilung Ausschuss 09.09.2021

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 30.09.2021, TOP 2.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

6039 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/50/505 
 
Vorlagen-Nummer  09.09.2021 
 3135/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 13.09.2021 
Wirtschaftsausschuss 30.09.2021 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 30.09.2021 
 
Bericht über die inhaltliche Arbeit und Information zum Ende der Förderung des 
Kompetenzzentrums Frau und Beruf Region Köln (Competentia NRW) 
Die Stadt Köln ist seit 01.01.2012 Trägerin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Region Köln in 
Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK) und dem Oberbergischen Kreis. 
Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln ist organisatorisch in der Abteilung Arbeits-
markförderung im Amt für Soziales, Arbeit und Senioren angesiedelt. Es ist für kleine und mittlere 
Unternehmen (KMU) in den Städten Köln und Leverkusen sowie im Oberbergischen Kreis, im Rhei-
nisch-Bergischen Kreis und im Rhein-Erft-Kreis tätig und hat seinen zentralen Sitz in Köln.  
 
Die Kompetenzzentren Frau und Beruf sind Teil der Landesinitiative "Frau und Wirtschaft" des Minis-
teriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen („Compe-
tentia NRW“). Gefördert wird das Kompetenzzentrum Frau und Beruf durch Mittel des Landes Nord-
rhein-Westfalen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union 
(EFRE).  
 
Ziel des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Region Köln ist die berufliche Chancengleichheit von 
Frauen und Männern. Die Erwerbstätigkeit von Frauen soll qualitativ und quantitativ verbessert, die 
Potenziale von Frauen sollen stärker genutzt werden. Das Zentrum bringt dazu regionale Ak-
teur*innen aus Wirtschaft, Bildung, Gleichstellung und Arbeitsmarkt miteinander in Kontakt und unter-
stützt sie mit Informationen und konkreten Hilfestellungen. 
 
Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Öffnung und Sensibilisierung von kleinen und mittleren Unter-
nehmen für betriebliche Rekrutierungsstrategien, Maßnahmen zur Förderung einer partnerschaftli-
chen Aufteilung von Erwerbs-, Familien- und Pflegearbeit sowie für den Aufbau von Netzwerken und 
durch Mentoring-Programme. Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen nachhaltig mit: 
 
 wegweisenden Projekten 
 überbetrieblichen Workshops 
 Informationsveranstaltungen mit Beispielen aus der Unternehmenswelt 
 Gesprächen in Unternehmen 
 Vernetzung von Unternehmen untereinander 
 Informationsbroschüren, Arbeitshilfen, Tipps und Hinweisen 
 
In der ersten Förderphase von 2012 bis 2015 wurden knapp 200 KMU durch Informations-
veranstaltungen, Workshops mit aktiver Beteiligung von Unternehmensbeispielen aus KMU (Good 
Practice) sowie einzelfallbezogene Beratungen zur Gewinnung und Bindung von weiblichen Fach- 
und Führungskräften unmittelbar erreicht.

2 
 
 
Die Anzahl der erreichten KMU stieg in der zweiten Förderphase von 2015 bis 2018 auf 400 KMU. In 
der dritten Förderphase von 2018 bis heute (Stand August 2021) konnten 520 KMU unmittelbar er-
reicht werden. 
 
Des Weiteren wurden mehr als 10.000 KMU in der Region mittels diverser Öffentlichkeitsmaßnahmen 
(Website, Versand eines Infobriefs, Anzeigen im Newsletter der Kammern und Wirtschaftsförderun-
gen, Broschüren, Pressemitteilungen, Publikationen in Organen der Wirtschaftsförderungen, Fach-
zeitschriften etc.) zu möglichen betrieblichen Maßnahmen der Frauenförderung und Rekrutierung von 
Frauen zur Fachkräftesicherung informiert. 
 
In der dritten Förderphase werden folgende Schwerpunktthemen verfolgt: 
 Rekrutierungsstrategien zur Gewinnung von Frauen (insbesondere im Handwerk und Ge-
sundheitswesen) 
 Betriebliche Maßnahmen zur Förderung einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs-/ 
Familien-/ und Pflegearbeit  
 Etablierung eines Unternehmensnetzwerks „KMU mit Migrationsgeschichte“  
 Mentoring zur beruflichen Integration qualifizierter geflüchteter Frauen  
 
Alle Teilprojekte konnten trotz der COVID-19-Pandemie bisher erfolgreich durchgeführt werden. Die 
gesetzten Meilensteine wurden durch die Umstellung auf digitale Veranstaltungsformen erreicht. 
Selbst das Mentoring-Programm Mentegra, das in 2020/21 durchgeführt wurde, konnte als Pilotpro-
jekt beeindruckende Ergebnisse liefern. Alle teilnehmenden Frauen konnten im Rahmen des Mento-
rings vermittelt werden und haben im Anschluss eine Beschäftigungs- oder Ausbildungsmöglichkeit 
gefunden (eine separate Mitteilung zum Programm Mentegra inkl. Ergebnisbericht wird folgen).  
 
Aktuelle Informationen zum Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln sind auf der Homepage 
zu finden:  
 
http://www.competentia.nrw.de/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/  
 
Die 3. Förderphase endet zum 30.04.2022. In der neuen EU-Förderphase 2021-2027 ist eine Weiter-
finanzierung über EFRE nach den zurzeit vorliegenden Informationen nicht möglich. Ob und in wel-
chem Umfang das Land Nordrhein-Westfalen die bisherige Förderung fortsetzen wird ist ungewiss. 
Die Verwaltung setzt sich dafür ein, eine aus Landesmitteln finanzierte Weiterförderung für Köln zu 
erreichen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass diese Drittmittelfinanzierung für Köln ersatzlos 
zum 01.05.2022 enden könnte. 
 
Die Personal- und Sachkosten des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Region Köln belaufen sich 
zurzeit insgesamt auf rund 385.000 € jährlich. An diesen Kosten sind auch die Industrie- und Han-
delskammer zu Köln sowie der Oberbergische Kreis beteiligt. Diese Kosten werden aus EFRE-Mitteln 
und die ergänzende Landesförderung derzeit in Höhe von insgesamt 90 % übernommen. 
 
Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels in vielen Branchen ist eine Fortführung der 
Arbeit des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln zur Unterstützung von kleinen und mittle-
ren Unternehmen (KMU) bei ihren Aktivitäten zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften aus Sicht 
der Verwaltung sinnvoll und gerade auch mit Blick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-
19-Pandemie notwendig.  
 
gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (3)

13.09.2021 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 4.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
30.09.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
30.09.2021 Wirtschaftsausschuss
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3135/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
09.09.2021
Erstellt
30.08.2021 13:37