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AN/2076/2021

Auslastung des Krankenhauses Holweide während der Coronapandemie - rechtsrheinische Gesundheitsversorgung

SPD Anfrage nach § 4 30.09.2021

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 23.11.2021, TOP 3.2

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

4632 Zeichen

An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses  
Herrn Dr. Ralf Unna 
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 30.09.2021 
 
AN/2076/2021 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Gesundheitsausschuss 05.10.2021 
 
Auslastung des Krankenhauses Holweide während der Coronapandemie - 
rechtsrheinische Gesundheitsversorgung 
Sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender,  
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
 
die Antragsteller bitten Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Gesundheitsausschus-
ses am 05.10.2021 aufzunehmen: 
 
Seit Dezember 2017 gibt es Planungen, das Universitätsklinikum Köln mit den Städtischen 
Kliniken zusammenzuschließen. Ein erster Vorschlag zur möglichen neuen Struktur wurde im 
September 2019 von der Verwaltung vorgelegt. Es soll eine von Stadt und Land gemeinsame 
Stiftung ins Leben gerufen werden, die die strategischen Ziele und die Gesundheitsversor-
gung des Einzugsgebiets plant. Durch den Zusammenschluss sollen so der Plan die bislang 
unterfinanzierten Häuser Gelder vom Land erhalten. 
Eine erste Machbarkeitsstudie, beauftragt im November 2019 durch den Rat, war Anfang 
des Jahres fertig. Mit den Ergebnissen des Gutachtens ist jedoch unklar geblieben, wie in den 
rechtsrheinischen Stadtteilen eine flächendeckende gesun dheitliche Grundversorgung zu 
gewährleisten wäre. Für den Standort Holweide war in der Ausarbeitung die Reduzierung um 
die bisherige Notfallambulanz, die Intensivabteilung, die Infektionsabteilung, die Urologie, 
die Geburtshilfe und den Bereich Hals -Nase-Ohren vorgesehen. Erhalten werden sollte der 
Standort als medizinisches Kompetenzzentrum mit einer 24/7 -Notfallambulanz, einer bet-
tenführenden Abteilung für Allgemeine Innere Medizin sowie Einrichtungen für ambulante 
Operationen, und zwar ohne zeitliche Unt erbrechung der Versorgung durch Bauarbeiten 
bzw. Umzüge. Im  Verlauf der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass im Krankenhaus Hol-
weide viele Menschen wegen einer Infektion mit dem Coronavirus respektive einer COVID -
19-Erkranung behandelt wurden. Dabei war en die Menschen im Einzugsgebiet aufgrund der 
sozioökonomischen Bedingungen besonders stark von den Erkrankungen betroffen. Zudem

- 2 - 
 
wurde in den Medien in den letzten Wochen von einer bedrohlichen Auslastung der Inten-
sivkapazitäten berichtet.   
Auch viele Bü rger*innen haben sich in den vergangenen Wochen immer wieder besorgt über 
die medizinische Versorgung im Rechtsrheinischen und die Schließung der städtischen Klini-
ken gezeigt. Sie befürchten, dass zukünftig in Notfällen keine ausreichende und rechtzeitige 
Behandlung mehr für sie zur Verfügung steht, wenn Holweide geschlossen wird.   
Die Landesregierung hat unlängst die Grundzüge der neuen Krankenhausplanung in Nord-
rhein-Westfalen vorgestellt. Diese Krankenhausplanung verschreibt sich laut Pressemittei-
lung d er Landesregierung dem Ziel, wohnortnahe Grundversorgung einerseits und regional 
zugängliche Spezialisierung andererseits zu verwirklichen. Erfahrungen aus der Corona -
Pandemie sollen ebenfalls einfließen. So soll für über 90 Prozent der Bevölkerung NRWs ei n 
Krankenhaus innerhalb von 20 Autominuten erreichbar sein. Außerdem sollen die Intensiv-
medizin flächendeckend vorgehalten und Abteilungen für Lungenheilkunde im Kranken-
hausplan explizit ausgewiesen werden. 
 
Um einen Überblick über die Versorgungsleistung des Krankenhauses Holweide zu erhal-
ten, fragen wir die Stadtverwaltung:  
 
1. Wie viele der in Holweide vorgehaltenen Betten sind im Zeitraum der Corona -
Pandemie seit März 2020 belegt gewesen? (Bitte nach KW aufschlüsseln.)  
2. Wie viele der in Holweide vorgehalte nen Intensivplätze sind im Zeitraum der Corona-
Pandemie seit März 2020 belegt gewesen? (Bitte nach KW aufschlüsseln.)  
3. Wie bewertet die Verwaltung die Versorgungslage mit Intensivplätzen in Köln insge-
samt, auch vor dem Hintergrund der Behandlung weiter COVI D-19-Erkrankter?  
4. Ist unter diesen Vorzeichen eine Reduzierung der Versorgung um die Holweider In-
tensivstation zu rechtfertigen? 
5. Gibt es vor dem Hintergrund der geplanten Verlegungen von Abteilungen aus Hol-
weide nach Merheim angesichts der pandemischen Belastungslage Überlegungen, ob 
der Erhalt von Holweide als Plankrankenhaus nicht doch eine sinnvolle Option ist?    
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Mike Homann  
SPD-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

23.11.2021 Gesundheitsausschuss
TOP 3.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

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Details

Aktenzeichen
AN/2076/2021
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
30.09.2021
Erstellt
30.09.2021 09:30