3529/2023
Organisatorisches Konzept des Kommunalen Medienzentrums der Stadt Köln
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Mitteilung Ausschuss
3542 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IV/40 Vorlagen-Nummer 19.01.2024 3529/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 22.01.2024 Organisatorisches Konzept des Kommunalen Medienzentrums der Stadt Köln Das Kommunale Medienzentrum der Stadt Köln wurde mit dem Ratsbeschluss vom 03.02.2022 (3926/2021) gegründet. Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung damit beauf- tragt, dem zuständigen Gremium ein Konzept über die zukünftige Arbeit des Kommunalen Medienzentrums vorzulegen. Das Konzept ist in der Anlage zu dieser Mitteilung beigefügt. Mit Veröffentlichung des Konzeptes wird das Kommunale Medienzentrum einen neuen Na- men und eine organisatorische Aufgaben- und Arbeitsstruktur erhalten. Unter dem Namen KOMEZ Köln – innovativ-digital- lokal wird das Kommunale Medienzentrum das Ziel verfol- gen, die Medienkompetenz innerhalb der Schullandschaft zu fördern. Die Zielgruppen sind zu- nächst primär die Kölner Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte. Zukünftig sollen auch Schüler*innen hinzugezogen werden. Um dieses Ziel optimal zu erreichen, wurden zwei Leitsätze für die Arbeit des KOMEZ Köln herausgearbeitet: 1. Wir arbeiten gemeinsam für alle in der Kölner Schullandschaft. 2. Wir arbeiten fortschrittlich, digital, kreativ und lokal. Diese Leitsätze sollen sich vollständig in den drei Aktionsbereichen, in denen sich das Aufga- benportfolio bewegt, wiederfinden. Die Aktionsbereiche lauten: Angebote, Kooperationen und Netzwerke sowie Nutzung der Räumlichkeiten und Ausstattung. Unter dem Aktionsbereich Angebote werden verschiedene Qualifizierungsprogramme (z.B. Medienscouts NRW), Workshops zu verschiedenen Themen der Medienkompetenzbildung und -förderung und Fachtage für Kölner Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal zusam- mengefasst. Neben solchen Angeboten zählt auch ein umfangreicher Medienverleih, bei dem Schulen Technik für Projekte oder schlicht zum Ausprobieren ausleihen können, zum Portfolio des KOMEZ Köln. Das KOMEZ Köln möchte zukünftig ein Verknüpfungspunkt zwischen den verschiedenen Ak- teur*innen, die Medienkompetenzbildung in Köln für Schulen anbieten, miteinander vernetzen und so den Schulen einen Überblick über die bestehenden Angebote bieten. So hat das KOMEZ Köln bereits die Kooperation mit Coding for Tomorrow erneuert und eine Zusammen- arbeit mit der Stadtbibliothek begründet. Weitere Kooperationen sind in Planung. Auch das Vernetzen der Schulen miteinander und mit den Kooperationen ist eines der Hauptanliegen. So wurden bereits einige Netzwerke ausgearbeitet, initiiert und durchgeführt. Im Frühjahr 2024 wird das gesamte Amt für Schulentwicklung in das Güterhaus nach Köln- 2 Mülheim ziehen, in dem auch Räumlichkeiten für das KOMEZ Köln eingeplant sind. Auf rund 300 qm werden hier Workshop- und Projektflächen entstehen, wo Medien live erlebt und aus- probiert werden können. Die Fläche ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Jeder Bereich hat für sich eine eigne Funktion und Ausstattung. Die Ausstattung ist hieran angelehnt und soll immer auf dem aktuellen Ausstattungsstand sein. Mit diesen Räumlichkeiten hat Köln eines der größten Kommunalen Medienzentren in Nordrhein-Westfalen. Dieses Konzept ist als dynamisches Dokument gedacht und wird sich stetig mit dem KOMEZ Köln weiterentwickeln. Der Ausschuss für Schule und Weiterentwicklung wird mit Veröffentli- chung des Tätigkeitsberichtes in jedem Jahr, über vorgenommene Änderungen am Konzept informiert. gez. Voigtsberger
Konzept Kommunales Medienzentrum der Stadt Köln
85870 Zeichen
Kommunales Medienzentrum der Stadt Köln
KOMEZ Köln
innovativ-digital-lokal
Organisatorisches Konzept
Stand: September 2023
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
1
Inhalt
1. Präambel ................................................................................................................ 2
2. Städtische Fokussierung ........................................................................................ 3
3. Selbstverständnis ................................................................................................... 4
3.1 Name ................................................................................................................ 4
3.2 Leitsätze ............................................................................................................ 5
3.3 Aktionsbereiche................................................................................................. 6
4. Zielsetzung ............................................................................................................. 7
5. Personelle Ausstattung ........................................................................................... 9
6. Außenpräsenz ........................................................................................................ 9
7. Angebote .............................................................................................................. 11
7.1 Veranstaltungen .............................................................................................. 13
7.1.1 Qualifizierungen ........................................................................................ 13
7.1.2 Workshops und Fachtage ......................................................................... 15
7.1.3 Beratungen ............................................................................................... 16
7.2 Medienverleih .................................................................................................. 16
7.2.1 Bestand .................................................................................................... 17
7.2.2 Bildungsmediathek Nordrhein-Westfalen ................................................. 18
8. Kooperationen und Netzwerke ............................................................................. 20
8.1 Kooperationen ................................................................................................. 20
8.1.1 Städtische Kooperationen ........................................................................ 21
8.1.2 Kooperationen mit nicht-städtischen Partner*innen .................................. 24
8.2 Netzwerke ....................................................................................................... 25
8.2.1 Expert*innen mit Expert*innen .................................................................. 25
8.2.2 Schule mit Expert*innen ........................................................................... 26
8.2.3 Schule mit Schule ..................................................................................... 26
8.2.4 Externe Netzwerke ................................................................................... 26
9. Nutzung der Räumlichkeiten und Ausstattung im Güterhaus ............................... 28
9.1 LearnHub – die moderne Lernlandschaft ........................................................ 29
9.2 MediaHub – das innovative Klassenzimmer ................................................... 30
9.3 SkillsHub – der kreative Makerspace .............................................................. 30
Anhang ..................................................................................................................... 31
Abbildungsverzeichnis .............................................................................................. 32
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
2
1. Präambel
Die immer zunehmende Digitalisierung stellt eine der größten Herausforderungen,
aber auch Chancen des 21. Jahrhunderts dar. Sie durchdringt Staat und Gesellschaft
und kommt auch in Schule bereits mehr und mehr an. Schulen stellen sich immer
mehr dem Thema und die Anforderungen an Lehrkräfte sowie pädagogisches
Fachpersonal sind hoch, die Möglichkeiten, die die Digitalisierung schafft, flexibel und
sinnvoll einzusetzen und zu vermitteln.
Durch den Medienkompetenzrahmen des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die
Anforderungen an den Unterricht in Form von sechs abzudeckenden
Kompetenzbereichen formuliert. Die Schulen sind angehalten, ihre Medienkonzepte
danach auszurichten.
Die Kölner Schulen haben sich bereits auf den Weg gemacht und wurden
insbesondere im Zuge der vergangenen Förderprogramme umfangreich
ausgestattet. Mobile Endgeräte, Lernroboter und Präsentationsmöglichkeiten lassen
sich mittlerweile an so gut wie allen Kölner Schulen finden. Der Ausbau der digitalen
Medien an den Schulen wird im Medienentwicklungsplan der Stadt Köln, der aktuell
erarbeitet wird, festgelegt.
Die Ausstattung bildet jedoch nur den Grundbaustein, um Schulen die Möglichkeit zu
eröffnen, digitale Medien im Unterricht zu nutzen. Um diese sinnvoll einsetzen und
Medienkompetenz an Schulen vermitteln zu können, bedarf es Lehrkräfte und
pädagogische Fachkräfte, die selbst über genügend Medienkompetenz verfügen. Für
die grundsätzlichen Fortbildungen der Lehrkräfte in Köln ist das Land Nordrhein-
Westfalen zuständig. Doch auch der Schulträger Stadt Köln möchte ein zusätzliches
Angebot schaffen, um Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schüler*innen und
Schulen beim Erlangen, Vertiefen und Vermitteln von Medienkompetenz zu
unterstützen. Zu diesem Zweck wurde mit Ratsbeschluss vom 03.02.2022 das
Kommunale Medienzentrum der Stadt Köln gegründet.
Das Prinzip von Kommunalen Medienzentren ist bereits seit einigen Jahrzehnten in
Nordrhein-Westfalen in verschiedenen Kommunen zu finden. „Versorgung mit
digitalen Bildungsmedien, Beratung und Unterstützung zu technischer Ausstattung,
innovativer Lern-IT und Medientechnik sowie medienpädagogische Qualifizierung im
schulischen wie auch im vor- und außerschulischen Bereich“1 stellen hierbei die
Aufgaben eines Kommunalen Medienzentrums dar. „Bei der Entwicklung von
Angeboten in diesen Kernaufgaben kooperieren die Medienzentren (…) [u. a.] mit
den Lehrkräften, Schulleitungen (…), der Schulaufsicht, (…), den Regionalen
Bildungsbüros, Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung sowie den
Kompetenzteams.“2 Hinzu kommen weitere Akteur*innen der Bildungslandschaft wie
beispielsweise die Medienberatung der Bezirksregierung Köln.
1 Broschüre Kommunale Medienzentren in NRW - Zentren für digitale Bildung – Auftrag, Profil und
Angebote der Kommunalen Medienzentren in Nordrhein-Westfalen, S. 14.
2 Ebd.
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Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
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Das Kommunale Medienzentrum der Stadt Köln wird sich als weiterer kompetenter
Partner für Schule etablieren und diese mit Veranstaltungen, Beratungen und
Netzwerken dabei unterstützen, den Herausforderungen einer digitalen Welt
vorbereitet gegenüberzutreten.
Dieses Konzept wird die Aufgaben und Zielsetzungen des Kommunalen
Medienzentrums der Stadt Köln zusammenfassend darstellen. Es handelt sich
hierbei nicht um ein statisches Dokument, genauso wie das Kommunale
Medienzentrum auch nicht statisch, sondern agil gedacht ist. Das Konzept wird
anlassbezogen angepasst und weiterentwickelt. Veränderungen werden ggf.
zusammen mit dem jährlichen Tätigkeitsbericht veröffentlicht.
2. Städtische Fokussierung
Bereits im Jahr 2010 haben der Rat der Stadt Köln und die Verwaltung beschlossen,
das Thema Digitalisierung proaktiv aufzugreifen und als gesamtstädtisches Konzept
sowohl in der Verwaltung als auch in der Bevölkerung zu etablieren. So sollte ein
dauerhaftes Bewusstsein für die Digitalisierung und ihre Chancen geschaffen
werden. Im September 2012 konnte der Rat der Stadt Köln mit dem Konzept
„Internetstadt Köln“ die deutschlandweit erste Digitale Agenda einer deutschen
Großstadt beschließen. Die Agenda beschreibt, wie Digitalisierung die Lebenswelt
der Menschen verändert und zeigt auf, welchen Nutzen das Internet für die
verschiedenen Lebensbereiche der Stadtgesellschaft und der Verwaltung hat. Dabei
verfolgte sie einen Multi-Stakeholder-Ansatz, also den Einbezug der verschiedenen
Interessengruppen durch die Bildung von Netzwerken.
Die Agenda setzt ebenfalls einen Schwerpunkt auf den Bildungsbereich und
beschäftigt sich mit der Frage, wie digitale Mündigkeit und Transformation erreicht
werden können, um dem Entstehen eines digitalen Grabens in der Bevölkerung
entgegenzuwirken. Ein besonderer Fokus liegt hier auf dem schulischen
Bildungsbereich und darin, wie die Voraussetzungen geschaffen werden können, die
kommenden Generationen auf die zunehmende Digitalisierung und als mündige
Erwachsene auf die sich immer weiter entwickelnde Arbeitswelt als Fachkräfte
vorzubereiten.
Vier Jahre nach Beschluss des Konzeptes Internetstadt wurde der Umsetzungsstand
der Agenda einer breiten Analyse unterzogen. Als Ergebnis wurde ein umfangreiches
Maßnahmenpaket geschnürt, in dem verschiedene Initiativen verstärkt und
organisatorische Stellschrauben nachgebessert wurden. Im Frühjahr 2016 hat der
Stadtvorstand dieses Maßnahmenpaket als Digitalstrategie verabschiedet. Dadurch
erfolgte nochmals ein klares Bekenntnis seitens des Stadtvorstandes, die digitale
Agenda fortzuführen und einen langfristigen Gesamtrahmen zu etablieren, um die
Digitalisierung in Köln proaktiv zu gestalten.
Im Jahre 2019 wurde im Verwaltungsvorstand das Digitalisierungsprogramm 2019
bis 2022 für den Bereich Bildung beschlossen. Als einer der aufgeführten
Digitalisierungsprojekte wurde die „Einrichtung eines Medienzentrums“
aufgenommen.
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Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
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Der Rat der Stadt Köln hat mit Beschluss vom 03.02.2022 (3926/2021) der Gründung
des Kommunalen Medienzentrums der Stadt Köln zugestimmt. Bereits in dieser
Beschlussvorlage wurden die zukünftigen Aufgaben des Kommunalen
Medienzentrums umrissen und die dafür erforderlichen Finanzmittel sowie die
personelle Ausstattung festgelegt. Die Einrichtung und die Betreibung des
Kommunalen Medienzentrums ist somit zu einer verpflichtenden Aufgabe der Stadt
Köln geworden.
Im Jahr 2023 wurde die Einrichtung des Kommunalen Medienzentrums als Ziel des
Dezernates für Bildung, Jugend und Sport festgelegt.
3. Selbstverständnis
Eine Struktur oder Organisation für ein Kommunales Medienzentrum ist nicht
vorgegeben. Somit stehen die Kommunalen Medienzentren in Nordrhein-Westfalen
vor der Herausforderung, diese größtenteils selbst zu entwickeln und zu etablieren.
Für jede Kommune ist dies ein individueller Prozess, da sich die Zuständigkeiten in
den einzelnen Kommunen stark voneinander unterscheiden. Für das Kommunale
Medienzentrum der Stadt Köln ist daher entscheidend, ein Selbstverständnis sowohl
im Innen- als auch im Außenverhältnis zu entwickeln und zu etablieren.
Dieses Kapitel befasst sich zunächst mit dem für das Kommunale Medienzentrum
der Stadt Köln entwickelten Namen, der Grundlage für eine Wiedererkennung und
Identifizierung ist. Darauf folgend werden die für die Arbeit im Kommunalen
Medienzentrum aufgestellten Leitsätze und Aktionsbereiche dargestellt und erläutert.
Anschließend wird auf die Zusammenarbeit mit anderen städtischen Fachbereichen
eingegangen.
3.1 Name
Der Name „Kommunales Medienzentrum“ ist ein rechtlich nicht festgelegter Begriff.
Er hat sich jedoch in Nordrhein-Westfalen etabliert. Es ist üblich, dass sich
Kommunale Medienzentren für die Präsenz nach innen und außen eigene Namen
bzw. Abkürzungen geben. So heißt etwa das Kommunale Medienzentrum der Stadt
Bonn „Medienzentrum Bonn“ und wird mit „Mezebo“ abgekürzt. Das Kommunale
Medienzentrum der Stadt Essen heißt offiziell „Alfried Krupp-Schulmedienzentrum“
und wird „AKSMZ“ abgekürzt.
Das Kommunale Medienzentrum der Stadt Köln soll sich als Institution innerhalb der
Verwaltung, aber auch der Schullandschaft etablieren und sich gleichzeitig von
anderen Kommunalen Medienzentren in der Namensgebung abgrenzen. Um dies
gewährleisten zu können, ist ein eigens entwickelter Name, der für einen
Wiedererkennungs- und Identifizierungseffekt sorgt, entscheidend.
Das Kommunale Medienzentrum erhält daher nach außen und nach innen den
Namen „KOMEZ Köln – innovativ, digital, lokal“.
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Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
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Der in Nordrhein-Westfalen vorgesehene Name des Kommunalen Medienzentrums,
findet sich zum einen in dieser Abkürzung wieder. Zum anderen wirkt diese Form der
Abkürzung flexibler und moderner als der ausgeschriebene Name.
Der Untertitel „innovativ, digital, lokal“ beschreibt die drei wichtigsten Eigenschaften,
die das Kommunale Medienzentrum in Zukunft verkörpern soll.
3.2 Leitsätze
Für die Arbeit im KOMEZ Köln wurden zwei Leitsätze als essentiell identifiziert. Diese
lauten:
1. Wir arbeiten gemeinsam für alle in der Kölner Schullandschaft.
Die Kölner Schullandschaft ist bunt und vielfältig. Auch das KOMEZ Köln wird dies in
seinen Angeboten für diese widerspiegeln. So ist es essentiell, dass die Zielgruppe
aktiv beteiligt wird und zu jeder Zeit Anregungen zum Angebotsportfolio und zu den
einzelnen Angeboten abgeben kann. Nur so ist gewährleistet, dass auf den
tatsächlichen Bedarf zugeschnittene Angebote gestaltet werden können.
Geplant sind Angebote für verschiedene Zielgruppen, sodass weder einzelne
Personen oder Personengruppen der Kölner Schullandschaft noch Schulformen
ausgeschlossen werden. Die verschiedenen Förderschwerpunkte sollen hierbei
besonders berücksichtigt werden. Sowohl die Technik, die im KOMEZ Köln
verwendet wird, als auch die Angebote sollen allen die Möglichkeit zur Beteiligung
einräumen.
Die Angebote sollen immer wieder mit den Kooperationspartner*innen besprochen
und reflektiert werden. Auch eine aktive Einholung von Einschätzungen bei der
Konzeption von Angeboten bei Expert*innen soll ermöglichen, ein passendes
Angebot für die Zielgruppe zu erstellen. Zusätzlich wird die Zielgruppe im Rahmen
von Evaluationen und Bedarfsabfragen aktiv beteiligt.
2. Wir arbeiten fortschrittlich, digital, kreativ und lokal.
Das KOMEZ Köln muss sich stetig weiterentwickeln, um immer ein aktuelles und
interessantes Angebotsportfolio anbieten zu können. Trends, die sich in der
Digitalisierung der Schulen entwickeln, müssen erkannt und aufgegriffen werden, um
die Schullandschaft dort abzuholen und zu unterstützen, wo sich gerade Fragen oder
Unsicherheiten auftun. Das KOMEZ Köln versteht sich als aktiver Partner der
Schulen, der selbst Fortschrittlichkeit vorleben muss. Fortschritt ist hierbei nicht nur
auf die Angebote für die Schulen bezogen, sondern auch auf die Arbeits- und
Herangehensweise.
Da Grundlage für die Arbeit des KOMEZ Köln die Digitalisierung der Kölner
Schullandschaft ist, soll immer sinnvoll überprüft werden, was wie digital abgebildet
werden kann. Hierbei liegt der Fokus nicht nur auf den Angeboten, sondern auch auf
den internen Arbeitsabläufen.
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Das KOMEZ Köln soll mit seinen Angeboten Kreativität im Umgang mit digitalen
Medien fördern. Kreatives Arbeiten ist daher auch zentral für die eigene Arbeit.
Hierfür ist eine moderne Arbeitsumgebung für die eigenen Mitarbeitenden, aber auch
für die Teilnehmenden von Angeboten entscheidend, um Kreativität zu fördern.
Als Einrichtung der Stadt Köln arbeitet das KOMEZ Köln lokal für die Kölner Schulen.
Hierzu zählen nicht nur die Schulen in städtischer Trägerschaft, sondern auch die
Schulen anderer Schulträger in Köln und andere Bildungseinrichtungen wie die
Offenen Ganztagsschulen. Mit dem KOMEZ Köln erhalten die Kölner Schulen einen
Ansprechpartner vor Ort für die Weiterentwicklung der Medienkompetenz, das
Ausprobieren von neuen Techniken und die Möglichkeit, an verschiedenen
Angeboten wie Workshops oder Fachtagen teilzunehmen.
Diese Leitsätze sind jeweils für die Arbeit im KOMEZ Köln auszulegen. Sie sollen
aktiv einfließen und stets erkennbar sein. Es handelt sich hierbei aber nicht um ein
statisches Gebilde, sondern um ein lebendiges Konstrukt, das immer wieder
überprüft und auf seine Handhabbarkeit hinterfragt werden soll.
3.3 Aktionsbereiche
Abbildung 1 Darstellung Aktionsbereiche
In den drei Aktionsbereichen Angebote, Kooperationen und Netzwerke sowie
Räumlichkeiten und Ausstattung wird das KOMEZ Köln seine Arbeit aufnehmen und
Angebote
Koopera-
tionen und
Netzwerke
Räumlich-
keiten und
Ausstattung
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weiterentwickeln. Diese Aktionsbereiche greifen nahtlos ineinander und tragen der
Aufgabe, die Medienkompetenz in der Kölner Schullandschaft zu fördern, Rechnung.
Angebote
Das KOMEZ Köln wird verschiedene Angebote für die Kölner Schullandschaft zur
Verfügung stellen, die dazu beitragen, die Medienkompetenz in der Kölner
Schullandschaft zu fördern. Diese Angebote werden im Sinne der Leitsätze
organisiert und sollen die Bereiche des Medienkompetenzrahmens NRW abdecken.
Die bestehenden Angebote werden im Kapitel Angebote dargestellt.
Kooperationen und Netzwerke
Um die Medienkompetenz in der Kölner Schullandschaft zu fördern, ist es
erforderlich, Expert*innen und die Zielgruppe Schule zusammenzubringen. Hierfür
schließt das KOMEZ Köln verschiedene Kooperationen. Mit den
Kooperationspartner*innen (Expert*innen) sollen sowohl gemeinsame Angebote für
die Schulen realisiert als auch der Austausch untereinander und mit der Kölner
Schullandschaft gefördert werden. Zusätzlich sollen verschiedene Personengruppen
aus den Schulen miteinander vernetzt werden.
Das KOMEZ Köln stellt hierbei das Bindeglied zwischen den verschiedenen
Akteur*innen in der Bildungslandschaft dar und soll dazu beitragen, die Vernetzung
untereinander zu fördern. Ein Lernen miteinander kann gefördert werden, indem
Best-Practice-Beispiele, Problemlösungen und Expertise untereinander ausgetauscht
werden. Welche Kooperationen bereits geschlossen wurden und welche Netzwerke
etabliert werden sollen, wird in den Kapiteln Kooperationen und Netzwerke
beschrieben.
Räumlichkeiten und Ausstattung
Dem KOMEZ Köln werden zur Erfüllung seiner Aufgaben mehrere Räumlichkeiten im
neuen Standort des Amtes für Schulentwicklung im Güterhaus in Köln-Mülheim zur
Verfügung gestellt. Hier sollen Angebote ermöglicht werden, aber auch ein Ort zum
Ausprobieren der neusten und modernsten Technik, die aktuell für die Schulen auf
dem Markt zu finden ist und zum Teil vom Schulträger für die Schulen beschafft wird,
entstehen. Wie genau die Räumlichkeiten in Mülheim aufgebaut, ausgestattet und
genutzt werden sollen, ist im Kapitel Nutzung der Räumlichkeiten im Güterhaus
beschrieben. Die Nutzung und Ausstattung der Räumlichkeiten wird eine laufende
Aufgabe sein, um die aktuellen Bedürfnisse und Trends zu berücksichtigen.
4. Zielsetzung
Das KOMEZ Köln definiert und strukturiert seine Arbeit über Ziele. Dies dient der
Transparenz und lässt ein flexibles, agiles Arbeiten zu, um auf die Bedarfe der Kölner
Schullandschaft bestmöglich und effizient reagieren zu können. Sämtliche Aufgaben
sollen sich nach den festgelegten Zielen ausrichten, was sowohl in der Planung als
auch in der Durchführung und Evaluation hilft.
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Ein Leitziel steht hierbei über allem:
„Wir fördern die Medienkompetenz in der Kölner Schullandschaft!“
Die Aktionsbereiche werden nach Zielen strukturiert, die sich am Leitziel ausrichten.
Dabei wird eine Unterteilung nach Zielgruppe, Ergebnisziel und Wirkungsziel
vorgenommen. Da diese Ziele messbar sind, lässt sich die Arbeit des KOMEZ Köln
evaluieren. Auf dieser Grundlage können die Aufgaben angepasst und
weiterentwickelt werden. Wichtig ist daher, dass bereits im Rahmen der Zielsetzung
darauf geachtet wird, dass die Ziele ein dynamisches und agiles Arbeiten
ermöglichen. Auch die Ziele selbst sollen bei Bedarf nach einer Evaluation angepasst
werden können. Die Zielerreichung selbst ist mittel- bis langfristig zu sehen.
Folgende Ziele werden für die Aktionsbereiche festgelegt:
Angebote
Zielgruppe: Lehrkräfte, pädagogisches Fachpersonal, Schüler*innen, (perspektivisch)
Erziehungsbeauftragte
Ergebnisziel: Wir haben ein dynamisches Angebotsportfolio, das die aktuellen Trends
und Themen sowie die Bedarfe der Schulen berücksichtigt.
Wirkungsziel: Mindestens 80% der Kölner Schulen haben mindestens ein Angebot
wahrgenommen.
Kooperationen und Netzwerke
Zielgruppe: Expert*innen aus den städtischen und nicht-städtischen Kooperationen,
Ansprechpersonen aus Schule (Schulformsprecher*innen,
Digitalisierungsbeauftragte, Teilnehmende von Angeboten)
Ergebnisziel: Wir haben aktive Kooperationen und Netzwerke innerhalb der
Bildungslandschaft und leben diese entsprechend des festgelegten Rahmens.
Wirkungsziel: Wir haben schulische, städtische und nicht-städtische Akteur*innen in
mindestens vier Formaten miteinander vernetzt.
Räumlichkeiten und Ausstattung
Zielgruppe: Teilnehmende und Referierende von Angeboten, städtische und nicht-
städtische Kooperationspartner*innen, Teilnehmende von Netzwerken, weitere
Lehrkräfte, pädagogisches Fachpersonal, Schüler*innen, (perspektivisch)
Erziehungsbeauftragte
Ergebnisziel: Wir haben und nutzen bedarfsgerechte, moderne und flexibel
ausgestattete Räumlichkeiten.
Wirkungsziel: Mindestens 80 % unserer Angebote finden in den Räumlichkeiten des
Güterhauses mit der entsprechenden Ausstattung statt.
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Aus den Zielen können sich weitere Unterziele ergeben, um die täglichen Aufgaben
detaillierter zu strukturieren. Da dies zur täglichen Arbeit gehört, werden diese hier
nicht näher beleuchtet.
5. Personelle Ausstattung
Das KOMEZ Köln soll personell mindestens mit einer Leitung, der Stelle
Internetstadt, einem bzw. einer Medientechniker*in und einem bzw. einer
Medienpädagog*in ausgestattet werden.
Die Stelle Internetstadt wurde im Zuge des Aufbaus des KOMEZ Köln diesem
zugeordnet und am 13.06.2022 nach einer Vakanz neu besetzt. Die Einrichtung
dieser Stelle ist auf den Beschluss des Rates vom 20.09.2012 (Vorlagennummer
0687/2012) zurückzuführen und war bis zur Gründung des KOMEZ Köln unabhängig
aktiv. Auch im KOMEZ Köln wird die Stelle weiterhin für die Koordination,
Organisation und Vermarktung von bestehenden und neuen Veranstaltungen sowie
weiteren Angeboten verantwortlich sein.
Zum 01.04.2023 konnte die Leitungsstelle des KOMEZ Köln besetzt werden. Die
Arbeit der Leitung beinhaltet auf der einen Seite die strategische Steuerung und
Weiterentwicklung des KOMEZ Köln, den Ausbau und die Gestaltung der
bestehenden Kooperationen, die Begleitung der Netzwerke und die Vertretung in
internen und externen Austausch- und Vernetzungsformaten. Ebenso steht auf der
anderen Seite die Führung, Fachaufsicht und Weiterentwicklung des Teams im
Mittelpunkt.
Die Besetzung der Stellen des bzw. der Medientechniker*in und des bzw. der
Medienpädagog*in wird aktuell vorbereitet (Stand: 11.10.23).
Im Güterhaus werden auf 300 qm Medien zum Ausprobieren und für Angebote des
KOMEZ Köln bereitgestellt. Die Betreuung der Räumlichkeiten und Medien, aber
auch die Koordination des Medienverleihs und die Betreuung der Bildungsmediathek,
wird zukünftig von dem bzw. der Medientechniker*in übernommen.
Da das KOMEZ Köln auch vermehrt eigene Veranstaltungen anbieten möchte und
diese ein pädagogisches Grundgerüst vorweisen sollen, wird mindestens ein bzw.
eine Medienpädagog*in benötigt. Gerade in Bezug auf die Zertifikatsqualifizierung
zur Internet-ABC-Lehrkraft und die Medienscouts-Qualifizierung ist dringend ein
erweitertes Angebot nötig, um allen Schulen eine Teilnahme zu ermöglichen.
Es ist nicht auszuschließen, dass bei der Anzahl an Kölner Schulen und der
Angebote, die das KOMEZ Köln diesen Schulen zur Verfügung stellen möchte und
wird, weiteres Personal im Laufe der Zeit benötigt und hinzukommen wird.
6. Außenpräsenz
Um das KOMEZ Köln in der Schullandschaft bekannt zu machen, ist eine eigene
Außenpräsenz entscheidend. Die Schulen erhalten täglich die unterschiedlichsten
Angebote von verschiedensten Akteur*innen. Das KOMEZ Köln wird die Angebote
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Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
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zum Thema Medienkompetenz zukünftig gebündelt darstellen und so für die Schulen
und für die Kooperationspartner*innen ein zuverlässiger Anlauf- und
Informationspunkt werden. Um dies zu erreichen, wird zweimal im Jahr mit den
Kooperationspartner*innen ein Halbjahresprogramm erstellt, in dem sukzessive
möglichst alle für die Kölner Schulen kostenfreien Angebote rund um das Thema
Medienkompetenzförderung dargestellt sind.
Hierbei wird eine mehrteilige Strategie für die Außenpräsenz verfolgt.
Abbildung 2 Darstellung Außenpräsenz
Um einen dauerhaften Zugriff auf die Angebote zu gewährleisten, wird eine
Angebotsübersicht online bereitgestellt. Hier können alle Angebote gebündelt
eingesehen und sich für die Veranstaltungen angemeldet werden. Auch der
Medienverleih wird in einer eigenen Rubrik dargestellt, in der die verfügbaren Medien
eingesehen werden können.
Grundsätzlich sind alle Informationen zum KOMEZ Köln in einer Rubrik auf der
Website der Stadt Köln dargestellt, die somit über die gängigen Suchmaschinen
erreichbar ist. Hier ist ein Hinweis auf die Angebotsübersicht und die
Bildungsmediathek hinterlegt. Auch eine direkte Kontaktmöglichkeit ist dort zu finden.
Das zentrale Informationsformat des Schulträgers für die Kölner Schulen ist der
wöchentlich per Email bereitgestellte „Infobrief des Amtes für Schulentwicklung“. Hier
werden zentrale Themen des Schulträgers, aber auch Angebote von anderen Stellen
gebündelt an die Schulen verschickt. Zusätzlich hierzu besteht für die Schulen die
Möglichkeit sich im Intranet der Stadt Köln auf der technikgestützten
Informationsplattform Schulen (tiPS) über die verschiedensten Themen zu
Website der
Stadt Köln
Informations-
wege des
Amtes für
Schulent-
wicklung
NewsletterBildungs-
mediathek
Angebots-
übersicht
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
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informieren. Das KOMEZ Köln ist an den Schulträger angebunden und wird daher
auch die eigenen Angebote über den Infobrief des Amtes für Schulentwicklung und
über tiPS veröffentlichen. Außerdem setzt es sich dafür ein, auch Angebote der
Kooperationspartner*innen hierüber zu kommunizieren.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich zum Newsletter des KOMEZ Köln
anzumelden und hierdurch regelmäßig Informationen und Veranstaltungshinweise zu
erhalten.
Aktuelle Angebote werden zusätzlich über die Bildungsmediathek NRW beworben.
Hier besteht die Möglichkeit, Hinweise auf der Startseite für alle registrierten
Nutzer*innen bereit zu stellen. Die Bildungsmediathek erreicht bereits einige Kölner
Lehrkräfte und so können Angebote bei diesen besser platziert werden.
Die dargestellten Informations- und Kommunikationswege erreichen jedoch jeweils
nicht vollumfänglich die Zielgruppe. Daher ist eine breite Aufstellung über
verschiedene Informations- und Kommunikationskanäle für die Erreichung eines
großen Bekanntheitsgrades des KOMEZ Köln und der Angebote von großer
Bedeutung.
Die Außenpräsenz, wie sie hier beschrieben ist, befindet sich aktuell im Aufbau und
ist bislang nur in Teilen verfügbar. Nach der vollständigen Umsetzung der
beschriebenen Kommunikationsmöglichkeiten sind weitere Kommunikationswege
künftig nicht auszuschließen.
7. Angebote
Das KOMEZ Köln soll sowohl bereits bestehende als auch neue Angebote für die
Kölner Schullandschaft zur Förderung der Medienkompetenz etablieren und weiter
ausbauen. Mit Angeboten sind nicht nur einzelne Veranstaltungen wie Fachtage oder
Workshops gemeint, sondern auch der Verleih, die Nutzung und das Ausprobieren
verschiedener Medien sowie regelmäßig stattfindende Beratungsformate. Die
Expertise soll angebotsabhängig vom Kommunalen Medienzentrum selbst, durch die
städtischen und nicht-städtischen Kooperationspartner*innen oder mit externen
Referierenden und Organisationen abgedeckt werden.
Anregungen sowie Bedarfe zu neuen und bestehenden Angeboten werden von den
Kooperationspartner*innen, von den Fachdienststellen sowie den Schulen aktiv
eingeholt und nach Prüfung berücksichtigt.
Zielgruppe: Lehrkräfte, pädagogisches Fachpersonal, Schüler*innen,
(perspektivisch) Erziehungsbeauftragte
Ergebnisziel: Wir haben ein dynamisches Angebotsportfolio, das die aktuellen
Trends und Themen sowie die Bedarfe der Schulen berücksichtigt.
Wirkungsziel: Mindestens 80% der Kölner Schulen haben mindestens ein Angebot
wahrgenommen.
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Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
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Je nach Art der Angebote können diese zielgruppenorientiert sowohl in Präsenz als
auch online oder hybrid stattfinden, sodass die angesprochene Zielgruppe möglichst
zahlreich teilnehmen kann. Zielgruppe sind primär Lehrkräfte und pädagogisches
Fachpersonal an Schulen, bei vereinzelten Angeboten aber auch Schüler*innen.
Hierbei ist zu beachten, dass bei der Vielzahl an Schulen in der Regel keine ganzen
Kollegien, sondern nur eine begrenzte Zahl an Teilnehmenden berücksichtigt werden
kann. Das KOMEZ Köln setzt daher auf Multiplikator*innen, die die Inhalte der
Angebote in die Schulen tragen.
Eine Anmeldung wird nur in digitaler Form möglich sein. Vorrangig soll ein digitales
Anmeldetool genutzt werden. Die Angebote zeigen bereits in der Beschreibung auf,
für welche Kompetenzbereiche des Medienkompetenzrahmens sie geeignet sind.
Die in den Angeboten erworbenen Kompetenzen sollen für die Zielgruppe einfach in
den Alltag integriert werden können. So wird darauf geachtet, dass die Medien, mit
denen gearbeitet wird, zum Großteil auch im Portfolio des Schulträgers vorhanden
sind und unproblematisch im System Schule genutzt werden können. Sollte sich dies
aus dem Zusammenhang nicht ergeben, so müssen explizite Informationen dazu
gegeben werden. Wenn beispielsweise ein Workshop im Zusammenhang mit einer
App für die Tablets angeboten wird, so muss aufgezeigt werden, wie die Schule
diese App für ihre Geräte beantragen bzw. anfragen kann. Sofern es sich um Medien
handelt, die nur im KOMEZ Köln zur Verfügung stehen und dazu dienen, modernste
Technik kennenzulernen, weil eine breite Anschaffung für Schulen nicht zielführend
ist, wird hierauf hingewiesen.
Des Weiteren sollen die Angebote so aufbereitet sein, dass die beteiligten Personen
die Inhalte als Mikrofortbildung an ihre Kollegien weitergeben können. So ist
gewährleistet, dass die Multiplikator*innen ohne viel Aufwand die Inhalte
entsprechend in die Kollegien tragen können. Es bedarf daher einer dezidierten Vor-
und Nachbereitung der Angebote. Ob diese ausreichend sind und ob die
Veranstaltung im Allgemeinen den Erwartungen der Zielgruppe entspricht, soll durch
eine Evaluation nach den entsprechenden Angeboten eruiert werden. Diese
Evaluation wird nach den Angeboten intern aufgearbeitet und entsprechende
Anpassungen werden vorgenommen. Auch hier ist die Flexibilität und Agilität der
Arbeitsweise besonders wichtig. Ferner erhalten alle Teilnehmer*innen immer eine
Teilnahmebestätigung, soweit möglich digital. Insgesamt sind die Angebote daher
immer einheitlich aufgestellt, sodass ein Wiedererkennungswert entsteht.
Aktuell werden Veranstaltungen im sogenannten „Technischen Klassenzimmer“
(TeKla) im Stadthaus-Ost, Willy-Brandt-Platz angeboten. Das „TeKla“ verfügt über
eine Grundausstattung an digitalen Medien, wie Präsentationslösungen (Touchpanel
und Beamer mit Leinwand), Endgeräte (Tablets und Laptops) sowie Roboter und
Zubehör und bietet Platz für ca. 20 Teilnehmende. Sollten Veranstaltungen des
KOMEZ Köln die Teilnehmendenzahl von 20 übersteigen, so wird zunächst auf
Räumlichkeiten in Schulen zurückgegriffen und erst danach werden Räume
außerhalb angemietet. Bei der Nutzung von Räumlichkeiten in Schulen darf der
allgemeine Unterrichtsbetrieb nicht gestört werden.
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
13
Nach dem Umzug ins Güterhaus in Köln-Mülheim wird dem KOMEZ Köln eine
Fläche von ca. 300 qm zur Verfügung stehen, die für Angebote und Veranstaltungen
genutzt wird (weitere Informationen zu den Räumlichkeiten im Güterhaus siehe
Kapitel „Nutzung der Räumlichkeiten im Güterhaus“ ).
Im Rahmen der Stelle Internetstadt konnten bereits vor dem Start des KOMEZ Köln
einige Angebote etabliert werden. Hierzu zählen die Medienscouts NRW, die
Zertifikatsqualifizierung zur Internet-ABC-Lehrkraft und Workshops mit Coding For
Tomorrow. Zusätzlich wurde ein unentgeltlicher Medienverleih für Kölner Schulen
eingeführt. Darüber hinaus fanden in der Vergangenheit Fachtage und weitere
Projekte zu verschiedenen Themen im Bereich der digitalen Bildung statt.
Diese bereits bestehenden Angebote wurden in das KOMEZ Köln überführt. Ziel soll
es sein, diese Angebote weiter auszubauen. Gerade Angebote, bei denen bislang
nur wenige Schulen teilnehmen und davon profitieren konnten, sollten zukünftig so
ausgebaut werden, dass mehr Schulen auf diese Angebote zurückgreifen können.
Neben den Angeboten, die bereits etabliert sind, ist auch die Bildungsmediathek als
bereits bestehendes Angebot, das zunächst von einem anderen Team im Amt für
Schulentwicklung betreut wurde, in das KOMEZ Köln überführt worden.
Im Folgenden werden die bereits bestehenden Angebote, die sich in Veranstaltungen
und den Medienverleih gliedern, vorgestellt.
7.1 Veranstaltungen
Um ein breites Portfolio und Themenspektrum abbilden und alle Schulen erreichen
zu können, finden verschiedene Veranstaltungsformate statt. Diese unterteilen sich in
wiederkehrende Qualifizierungen, Workshops zu diversen Themen für
unterschiedliche Zielgruppen, Fachtage, insbesondere zu übergreifenden Themen,
an denen meist alle Schulformen teilnehmen können sowie Beratungen.
Wann die Veranstaltungen stattfinden, soll im Rahmen einer Halbjahresplanung
festgelegt werden. Ein Überblick über die anstehenden Veranstaltungen sowohl des
KOMEZ Köln als auch der Kooperationspartner*innen soll ein für alle Schulen
zugänglicher Veranstaltungskalender bieten. So ist gewährleistet, dass sich alle
Angebote zum Thema Medienkompetenzbildung beim KOMEZ Köln bündeln.
7.1.1 Qualifizierungen
Bei den aktuellen wiederkehrenden Qualifizierungen handelt es sich um Projekte der
Landesanstalt für Medien NRW, bei denen die Teilnehmenden nach Abschluss ein
Zertifikat erhalten. Die lokale Koordinierung übernimmt jeweils das KOMEZ Köln.
Da nach den derzeitigen Vorgaben der Landesanstalt für Medien NRW nur eine
geringe Anzahl an Schulen teilnehmen kann, wird von Seiten des KOMEZ Köln
daraufhin gewirkt werden, dass die Programme für mehr Schulen in kürzerer Zeit
geöffnet werden können.
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
14
Medienscouts NRW
Bei dem Angebot Medienscouts NRW handelt es sich um ein durch das Ministerium
für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördertes Projekt der
Landesanstalt für Medien NRW. Die lokale Koordinierung übernimmt das KOMEZ
Köln. Das Projekt richtet sich sowohl an Lehrer*innen und pädagogische Fachkräfte
als auch an Schüler*innen. An der Qualifizierung, die in fünf Einheiten aufgeteilt ist,
können pro Durchgang zwischen sieben und zehn Schulen teilnehmen. Die Schulen
sind jeweils mit bis zu vier Schüler*innen der Sekundarstufe I, die zu Medienscouts
ausgebildet werden, sowie zwei Beratungsfachkräften (Lehrkräfte bzw. pädagogische
Fachkräfte) vertreten.
Das Programm setzt auf den Peer-Education-Ansatz, also der Vermittlung von
Inhalten von Schüler*innen zu Schüler*innen. Bei Fragen und Unsicherheiten können
die Schüler*innen auf die Beratungsfachkräfte zurückgreifen. In den Workshops
werden die Themen Internet und Sicherheit, soziale Netzwerke, digitale Spiele und
Smartphones behandelt. Zusätzlich werden die Kompetenzen der Medienscouts in
den Bereichen Beratung, Kommunikation und soziales Lernen gestärkt und eine
nachhaltige Projektimplementierung wird fokussiert. Vermittelt werden die Inhalte von
zwei geschulten und von der Landesanstalt für Medien NRW benannten
Referierenden.
Seit 2011 haben rund 60 Kölner Schulen an der Qualifizierung teilgenommen. Laut
Aussage der Landesanstalt für Medien NRW ist geplant, die Qualifizierung künftig für
Grund- und Förderschulen zu erweitern. Bereits qualifizierte Schulen können im
Rahmen von regelmäßigen Aufbauworkshops zu konkreten Themen ihr Wissen
auffrischen und vertiefen. Darüber hinaus können sich die Schulen bei
Netzwerktreffen austauschen.
Internet-ABC
Bei der Zertifikatsqualifizierung zur Internet-ABC-Lehrkraft handelt es sich um ein
Angebot der Landesanstalt für Medien NRW, dem LVR-Zentrum für Medien und
Bildung und dem LWL-Medienzentrum für Westfalen in Kooperation mit dem Internet-
ABC e. V. Die Hauptverantwortung für die Durchführung liegt beim KOMEZ Köln.
Das Internet-ABC ist eine webbasierte praxisorientierte Lernplattform und steht
sowohl Lehrkräften als auch Kindern und Erziehungsbeauftragten zur Verfügung.
Die Qualifizierung soll die Lehrkräfte bzw. pädagogischen Fachkräfte unterstützen,
die Website sach- und zielgerichtet im Unterricht einzusetzen, um einen
verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu vermitteln und so die Sicherheit
im Internet für Schüler*innen der Primarstufe zu erhöhen. An den Zertifikatskursen
können pro Durchgang bis zu 15 Personen teilnehmen, in der Regel sind zwei Lehr-
bzw. pädagogische Fachkräfte je Schule vertreten. Die durch die Qualifikation
ausgebildeten „Internet-ABC-Lehrkräfte“ werden auf der einen Seite zu
Multiplikator*innen an ihren Schulen, auf der anderen Seite können sie selbst zur
Medienkompetenz der Kinder beitragen.
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15
Die Zertifikatsqualifizierung umfasst drei Einheiten, die im Wechsel von Präsenz- und
Onlinemodulen erfolgen, und jeweils im neuen Schuljahr beginnen. Inhaltlich wird die
Kursreihe von einem bzw. einer Medientrainer*in durchgeführt und orientiert sich am
Medienkompetenzrahmen NRW. Die Kosten für den bzw. die Referierende*n werden
von der Landesanstalt für Medien NRW einmal im Jahr übernommen.
2022 ist die erste Zertifikatsqualifizierung mit zwölf Lehrkräften von sieben Kölner
Grundschulen erfolgt. Im Schuljahr 2023/2024 sind weitere Qualifizierungen geplant.
Ein regelmäßiger Austausch zwischen den Beteiligten wird angestrebt, damit das
Internet-ABC langfristig in den Unterricht integriert werden kann.
7.1.2 Workshops und Fachtage
Die Themenvielfalt im Bereich der Medienkompetenzförderung ist groß. Um
möglichst viele verschiedene Themen abdecken und insbesondere auf aktuelle
Trends und Phänomene eingehen zu können, werden Workshops und Fachtage
angeboten. Ein Großteil der Veranstaltungen basiert auf diesen Formaten. Vorteil ist,
dass diese flexibel gestaltet werden können und auf konkrete Themen eingegangen
werden kann, die die Kölner Schullandschaft aktuell interessieren. Auch können in
diesem Rahmen neue Entwicklungen und Technik kennengelernt und angeleitet
ausprobiert werden.
Um die Workshops ansprechend und zielführend zu gestalten, sollen diese interaktiv
sein, indem die Teilnehmenden möglichst viel selbst ausprobieren und erarbeiten
können. Innerhalb der Workshops besteht die Möglichkeit, in Kleingruppen zu
arbeiten. So können sich die Teilnehmenden gegenseitig weiterhelfen, austauschen
und vernetzen.
Während Workshops mit einem kleineren Kreis von circa 20 – 30 Personen
durchgeführt werden, finden Fachtage mit einer großen Teilnehmendenzahl von über
100 Personen statt. Auf Fachtagen können wiederum mehrere Workshops von
verschiedenen Referierenden zu einem Oberthema angeboten werden. Die
Teilnehmenden teilen sich im Vorfeld auf, indem sie Workshops im Rahmen der
Anmeldung wählen.
Ein Fachtag dauert insgesamt circa sieben bis acht Stunden. Die Dauer der
einzelnen Workshops bestimmt sich nach dem Tagesablauf. Außerhalb der Fachtage
wird der zeitliche Umfang individuell je Workshop abgestimmt und festgelegt.
Referierende können sowohl Mitarbeitende des KOMEZ Köln als auch
Kooperationspartner*innen oder extern beauftragte Referierende sein.
Das KOMEZ Köln wird auch hier die Nachhaltigkeit der Angebote fördern, sodass im
Rahmen der Workshops auf weitere Vernetzungsformate des KOMEZ Köln
hingewiesen wird, damit sich die Teilnehmenden auch langfristig austauschen
können. Die Dokumentation der Fachtage und Workshops wird so aufbereitet, dass
eine Weitergabe an das Kollegium in der Schule möglich ist.
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16
7.1.3 Beratungen
Damit die Schulen zielgerichtet und den eigenen Bedürfnissen entsprechend, IT-
Ausstattung beantragen können, erfolgt im Vorfeld eine Beratung der Schulleitungen
und Medienbeauftragten der Schulen durch den Fachbereich Medieneinsatz und –
beratung des Amtes für Informationsverarbeitung. Diese Beratungen werden
individuell auf die Schulen abgestimmt und umfassen die detaillierte Bestimmung des
Bedarfs, die fachliche Beurteilung der technischen Umsetzbarkeit und die
Einschätzung des Umsetzungspotenzials sowie des Nutzungsverhaltens. Auf dieser
Basis wird gemeinsam eine bedarfsorientierte, fachlich ausgereifte Produktlösung
entwickelt, die im Anschluss beantragt werden kann.
Teil dieser Beratung kann bei Bedarf auch die Vorstellung von bereits bestehenden
Produktlösungen sein, entweder direkt an der Schule vor Ort oder wie bisher im
Technischen Klassenzimmer im Stadthaus Ost.
Mit der umfangreichen und zeitgemäßen Ausstattung und der optimalen Infrastruktur
vor Ort, bietet das KOMEZ Köln die besten Voraussetzungen, um zukünftig auch
Beratungen dort durchzuführen und auszubauen. Das KOMEZ Köln ermöglicht so,
über die individuellen Termine an den Schulen hinaus, zielgruppen- und
interessensorientierte Gruppen-Beratungen zu entwickeln und umzusetzen, gerade
im Zusammenhang mit der Neueinführung von pädagogischen IT-Produkten.
Unter diesen Voraussetzungen können auch Anwendungsberatungen angeboten
werden, die alltägliche Fragen, Problemstellungen sowie Tipps und Tricks für den
Umgang mit der gängigen IT-Ausstattung der Kölner Schulen thematisieren.
Der organisatorische Rahmen, wie Terminvereinbarungen und die Vorbereitung des
Raums, werden durch das KOMEZ Köln vorgenommen. Bei der Beratung kann dann
auch auf weitere Angebote (wie Fachtage oder Workshops zu einzelnen Produkten
oder Themen) des KOMEZ Köln oder der Kooperationspartner*innen verwiesen
werden, die thematisch ergänzen oder auch inhaltlich weiter aufbauen.
7.2 Medienverleih
Das KOMEZ Köln bietet allen Kölner Schulen an, kostenfrei Medien über den
Medienverleih auszuleihen. So können Schulen zunächst die digitalen Medien
kennenlernen und ausprobieren, um auf dieser Grundlage abzuwägen, ob eine
Beantragung zur Beschaffung der Medien für die Schule sinnvoll ist. Welche Medien
aus dem Verleih grundsätzlich für Schulen beschafft werden können, wird eng mit
dem Fachbereich Digitale Ausstattung im pädagogischen Bereich im Amt für
Schulentwicklung abgestimmt. Sofern es sich um Medien handelt, die nur im KOMEZ
Köln zur Verfügung stehen und dazu dienen, modernste Technik kennenzulernen,
wird hierauf im Rahmen des Verleihs hingewiesen.
Auch einzelne zeitlich begrenzte AGs oder Projekte können mithilfe des
Medienverleihs ressourcensparend umgesetzt werden.
Grundsätzlich können die Medien im Klassensatz (kooperativer Ansatz: im Schnitt 15
Stück, zwei Schüler*innen – ein Gerät), aber auch in geringerer Stückzahl mit
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
17
entsprechendem Zubehör ausgeliehen werden. Die Medien können problemlos mit
den an der Schule vorhandenen mobilen Endgeräten verbunden werden, ohne dass
hier eine Anpassung der IT-Infrastruktur vorgenommen werden muss. Der
Medienverleih wird stetig mit Technik, die sich an den aktuellen Trends orientiert,
ausgebaut, um einer Vielzahl von Schulen einen gleichzeitigen Verleih zu
ermöglichen. Derzeit können Schulen die Medien auf Anfrage und nach Ausfüllen
einer Erklärung zu den Details und Pflichten ausleihen. Sie erhalten die Medien in
aufbereiteter Form für einen vereinbarten, begrenzten Zeitraum.
Der Verleih selbst wird teilweise von Angeboten flankiert, sodass eine fachgerechte
und praxisorientierte Nutzung in der Schule gewährleistet ist. So soll neben dem
regulären Verleih zusätzlich ein qualifizierter Medienverleih aufgebaut werden.
Hierbei soll zunächst der Umgang mit den Medien in Workshops erlernt werden.
Anschließend leihen sich die Schulen die entsprechenden Medien in vorbereiteten
Medienboxen aus und entwerfen über einen festgelegten Zeitraum Unterrichts- oder
Projektkonzepte, über die sie sich in einem Abschlusstermin mit den anderen
teilnehmenden Schulen austauschen können.
Neben haptischen Medien können auch Online-Medien im Rahmen der
Bildungsmediathek NRW, insbesondere Filme zum Streamen und Downloaden sowie
Unterrichtsmaterialien, genutzt werden (nähere Informationen zur Bildungsmediathek
sind im Kapitel „Bildungsmediathek“ aufgeführt).
7.2.1 Bestand
Über die letzten Jahre wurde ein breiter Medienbestand aufgebaut, der zur Ausleihe
zur Verfügung steht. Die Medien können zudem im Rahmen von Veranstaltungen
des KOMEZ Köln eingesetzt werden.
Das Portfolio umfasst 2023:
- Dash-Roboter (30 Stück) + Zubehör Xylophon, Katapult und Accessory
Pack (je 30 Stück)
- LEGO Education SPIKE Essential (30 Sets)
- LEGO Education SPIKE Prime + Erweiterungsset (je 30 Sets)
- Makey Makey (60 Stück)
- Blue-Bots (30 Stück) + Zubehör TacTileReader (5 Stück) und
Ladestationen (5 Stück mit Lademöglichkeiten für je 6 Blue-Bots)
- Bee-Bots (30 Stück) + Ladestationen (5 Stück mit Lademöglichkeiten für je
6 Bee-Bots)
- Weiteres Zubehör für Blue- und Bee-Bots: Stiftehalter, Coding Schatzinsel
(Karten), verschiedene Matten (transparente Rastermatten, transparente
Taschenmatten, Schatzinselmatte, Buchstabenmatte, Zahlenmatte, Matte
geometrische Figuren)
- Ozobots Evo + Stifte und Ladestation (3 x 18 Stück)
- Lego We Do 2.0 (30 Stück)
- Calliope Mini (30 Stück)
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18
- Aufnahmegeräte Zoom H1 + Zubehör Zoom H1 Accessory Pack (jeweils 3
Stück)
- Spiegelreflexkameras + Zubehör
- Kopfhörer
Der Bestand soll weiter entsprechend der aktuellen Trends und neuen technischen
Entwicklungen ausgebaut werden. Durch einen Ausbau wird das Angebot für alle
Schulformen erweitert. Aktuell richtet sich ein Großteil der vorhandenen Medien an
die Primarstufe. Anregungen von Schulen und Kooperationspartner*innen werden
hier gerne entgegengenommen und geprüft.
Neue Produkte, die in den Medienverleih aufgenommen werden, sind so aufbereitet,
dass der Einsatz in den Schulen ohne Hürden mithilfe von Anleitungen möglich ist.
Nach der Aufbereitung der Produkte veranstaltet das KOMEZ Köln zunächst einen
MediaCheck. Verschiedene städtische Kooperationspartner*innen und Interessierte
werden eingeladen, gemeinsam die aufbereiteten Medien mit Hinblick auf die
Funktionalität und intuitive Nutzung in der Schule zu testen und entsprechendes
Feedback zu geben. Abschließend wird das Produkt in den Medienverleih
aufgenommen und die Erweiterung an die Schulen kommuniziert. Nach Rückgabe
der ausgeliehenen Medien werden die Schulen um ein Feedback hinsichtlich der
Praktikabilität und des Einsatzes gebeten.
7.2.2 Bildungsmediathek Nordrhein-Westfalen
Nach der Zusammenführung der ehemaligen Plattformen EDMOND NRW (seit 2013
nutzbar) und learn:line NRW zum Schuljahr 2021/2022 wurde die sogenannte
Bildungsmediathek NRW vom Land Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Sie ist
seit dem 01.01.2022 für alle Kölner Schulen, auch für Schulen anderer Trägerschaft
nutzbar. Es handelt sich hierbei um eine digitale Plattform, auf der Lehrkräfte und
Schüler*innen auf ausgesuchte digitale Lerninhalte, die sich an den Lehrplänen in
Nordrhein-Westfalen orientieren, kostenfrei zugreifen können. Aktuell steht die
Bildungsmediathek nur webbasiert zur Verfügung.
Sowohl die Registrierung als auch der Login erfolgt über die entsprechende Website
der Bildungsmediathek oder über LOGINEO NRW. Nach der Freigabe durch das
KOMEZ Köln kann die Bildungsmediathek direkt genutzt werden.
Das Portfolio der Bildungsmediathek wird vom KOMEZ Köln über die freien Inhalte
hinaus mit weiteren für den Schulträger kostenpflichtigen Inhalten ergänzt. Die
Bildungsmediathek für die Kölner Schulen weist derzeit das größte Angebot in
Nordrhein-Westfalen auf.
Bis April 2023 war die Betreuung der Plattform in einem anderen Team beim Amt für
Schulentwicklung verortet. Seit Mai 2023 ist das KOMEZ Köln zuständig.
Die Bildungsmediathek soll weiter ausgebaut werden und auf dem aktuellen Stand
sein, um weiterhin ein fachlich fundiertes und nützliches Angebot für die Kölner
Schulen zur Verfügung zu stellen. Über die Beschaffung weiterer Inhalte wird einmal
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
19
im Jahr entschieden. Hierfür wird die pädagogische Einschätzung der
Medienberatung der Bezirksregierung Köln eingeholt werden.
Dass die Bildungsmediathek von den Kölner Schulen rege genutzt wird, lässt sich an
folgender Grafik sehr gut darstellen.
Abbildung 3 Darstellung Nutzung der Bildungsmediathek
Views Views sind die Gesamtzahl der Abrufe eines Online-Mediums
Clicks Anzahl der Interaktionen während des Abspielens eines Mediums (z.
B. das Anklicken verschiedener Optionen bei einer Overlay-Erstellung)
Volumen Heruntergeladenes Downloadvolumen3
Im Jahr 2013 wurde EDMOND NRW als erstes online Verleihsystem für digitale
Lernmittel eingeführt. Zuvor wurden Lernmittel wie Filme als materieller VHS- und
DVD-Verleih organisiert. Die Abrufzahlen waren zu Beginn von EDMOND NRW noch
gering. Mit Beginn der Corona Pandemie im Jahr 2020 konnten stetig höhere
Abrufzahlen verzeichnet werden. Im Juni 2023 waren 4.465 Nutzer*innen für die
Bildungsmediathek registriert4.
Die Grafik zeigt, dass die Nutzer*innen, die bereits registriert sind, einen hohen
Bedarf an online zur Verfügung gestellten Medien haben. Das KOMEZ Köln wird
3 Antares CS Handbuch, 06/2022, S. 56.
4 Eine genaue Aufstellung der Click-View und Downloadzahlen sind im Anhang aufgeführt.
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
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daher daran arbeiten, weitere Medien über die Bildungsmediathek bereitzustellen
und regelmäßig Veranstaltungen und Informationen anzubieten.
8. Kooperationen und Netzwerke
Ein großes Handlungsfeld des KOMEZ Köln besteht im Aufbau und in der Pflege von
Netzwerken und dem Abschluss von Kooperationen. Die Medienstadt Köln weist
viele Akteur*innen im Bereich der Medienkompetenzförderung auf. Diese treten
teilweise mehrfach an Schulen heran, um Angebote dort zu platzieren. Das KOMEZ
Köln möchte diese Akteur*innen auf der einen Seite miteinander vernetzen, da durch
ein aktives Netzwerk unter diesen Akteur*innen Synergieeffekte entstehen können,
die sowohl für die Schullandschaft als auch für die Akteur*innen selbst nützlich sein
können. Auf der anderen Seite sollen diese aktiv in die Arbeit des KOMEZ Köln als
Expert*innen einbezogen werden.
Das KOMEZ Köln tritt hierbei nicht in Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten,
sondern bereitet die Informationen für die Schulen auf und vermittelt zielgerichtet die
Expertise. Gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen werden Angebote für die
Kölner Schullandschaft entwickelt bzw. ausgebaut. Hierbei werden auch
Akteur*innen, die bislang außerhalb von Köln tätig sind, berücksichtigt, um
Kooperationen und Netzwerke zu gründen. Das KOMEZ Köln ist auf die Expertise
dieser bereits langjährig tätigen Akteur*innen angewiesen und kann sich nur so
weiterentwickeln.
Um den Schulen ein umfangreiches und zielgerichtetes Angebot zu unterbreiten und
an der Weiterentwicklung der Medienkompetenzförderung teilhaben zu lassen, ist es
notwendig, aktive und lebendige Netzwerke zu knüpfen. Nur gemeinsam kann die
Kölner Schullandschaft optimal bei der Medienkompetenzförderung unterstützt
werden.
In diesem Kapitel werden die städtischen und nicht-städtischen Kooperationen sowie
die Netzwerke beschrieben.
8.1 Kooperationen
Das KOMEZ Köln ist für rund 300 Kölner Schulen zuständig. Um diesen Schulen ein
umfangreiches und bedarfsgerechtes Angebot bieten zu können, sind Kooperationen
mit weiteren externen Partner*innen, die Expert*innen für die unterschiedlichsten
Zielgruppe: Expert*innen aus den städtischen und nicht-städtischen
Kooperationen, Ansprechpersonen aus Schule (Schulformsprecher*innen,
Digitalisierungsbeauftragte, Teilnehmende von Angeboten)
Ergebnisziel: Wir haben aktive Kooperationen und Netzwerke innerhalb der
Bildungslandschaft und leben diese entsprechend des festgelegten Rahmens.
Wirkungsziel: Wir haben schulische, städtische und nicht-städtische Akteur*innen
in mindestens vier Formaten miteinander vernetzt.
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
21
Bereiche der Medienkompetenzbildung sind, von großer Bedeutung. Die
Kooperationspartner*innen unterstützen sowohl bei der Durchführung von
Veranstaltungen als auch durch Beratungen und durch strategischen Input. Das
KOMEZ Köln wiederum bietet eine breite Unterstützung bei der Bewerbung der
Kooperationspartner*innen und stellt Verknüpfungen zu weiteren schulischen
Akteur*innen her. Die Kooperationspartner*innen haben außerdem die Möglichkeit
die Räumlichkeiten sowie die Ausstattung für Veranstaltungen, die mit dem KOMEZ
Köln stattfinden, zu nutzen.
Die Entwicklung zu einem agilen und bedarfsgerechten Knotenpunkt in der Kölner
Schullandschaft ist somit gewährleistet. Neben den Schulen, die bereits durch ihre
Erfahrung und ihre Bedarfe wesentlich zur Gestaltung der Angebote beitragen,
werden auch die Kooperationspartner*innen sich hier aktiv einbringen und so das
KOMEZ Köln dauerhaft zukunftssicher machen. Hieraus erwächst ein großer
Mehrwert für die Schulen, die durch die Bündelung der Angebote verschiedener
Akteur*innen in der Bildungslandschaft ein breites Angebot wahrnehmen können und
so im Aufbau und in der Weiterentwicklung der Medienkompetenz aktiv gefördert
werden.
Für die nicht-städtischen Kooperationen werden schriftliche
Kooperationsvereinbarungen geschlossen, die die Art der Zusammenarbeit
beschreiben. Diese Vereinbarungen sind bewusst offengehalten, um die Kooperation
im Alltag aktiv und frei gestalten zu können. Sie bilden die Grundlage der
Zusammenarbeit und sollen die besondere Verbindung zwischen dem KOMEZ Köln
und dem bzw. der Kooperationspartner*in hervorheben. Bei städtischen
Kooperationen kann ebenfalls eine schriftliche Vereinbarung (z. B. Letter of Intent)
geschlossen werden, die ebenfalls die Art der Zusammenarbeit beschreibt.
Im Folgenden werden die Kooperationen aufgezählt, die bereits geschlossen
wurden.
8.1.1 Städtische Kooperationen
Die Kommunalen Medienzentren in Nordrhein-Westfalen sind unterschiedlich
organisiert und angebunden. Häufig ist eine direkte Verbindung zum Schulträger
gegeben. Das KOMEZ Köln ist Teil des Amtes für Schulentwicklung und somit an
den Schulträger Stadt Köln direkt angebunden.
Als neuer Akteur des Schulträgers Stadt Köln gliedert es sich in die bestehenden
Strukturen ein. Mit verschiedenen städtischen Fachbereichen, die sich insbesondere
mit der Digitalisierung an Schulen beschäftigen, wird eine Kooperation und
vertrauensvolle Zusammenarbeit angestrebt.
Das KOMEZ Köln versteht sich im Zusammenspiel mit diesen Bereichen als Partner,
der die Expertise der einzelnen Bereiche benötigt, bündelt und aktiv Angebote und
Möglichkeiten für die Kölner Schulen gemeinsam gestalten möchte. Wie die interne
Zusammenarbeit mit den einzelnen Bereichen genau gestaltet ist, wird in
Einzelvereinbarungen mit den Fachbereichen abgesprochen, regelmäßig evaluiert
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
22
und bei Bedarf abgeändert. Ziel ist, eine gegenseitige Kooperation zu entwickeln, um
gemeinsam ein nachhaltiges und wertvolles Angebot für alle Schulen zu schaffen
und zu etablieren.
Fachbereich Digitale Ausstattung im pädagogischen Bereich (Amt für
Schulentwicklung)
Der Fachbereich Digitale Ausstattung im pädagogischen Bereich bewilligt und
finanziert die Bedarfe der Schulen hinsichtlich der digitalen Ausstattung für die
pädagogische Arbeit der Schulen. Die Kolleg*innen überprüfen gleichzeitig, ob die
gemeldeten Bedarfe mit dem jeweiligen Medienkonzept der Schule und den
Ausstattungsstrategien des Schulträgers Stadt Köln übereinstimmt. Die Kolleg*innen
sind somit die Ansprechpersonen für die Antragsbearbeitung von digitalen Medien
und bei Rückfragen zu Bewilligungen oder Ablehnungen von Bedarfen. In
Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet IT-Services Schulen und Kitas (122-1) im Amt
für Informationsverarbeitung werden Produkteinführungen und -änderungen geplant
und gemeinsam umgesetzt. In diesem Fachbereich wird auch über die Einführung
von neuen Produkten entschieden und der Auftrag zur Umsetzung an das Amt für
Informationsverarbeitung erteilt.
Durch einen regelmäßigen Austausch des KOMEZ Köln mit dem Fachbereich ist
sichergestellt, dass die notwendigen Informationen zu neuen und geplanten
Produkten und schulübergreifenden Entwicklungen ausgetauscht werden und auf die
jeweilige Expertise zurückgegriffen werden kann.
Regionales Bildungsbüro (angegliedert an das Amt für Schulentwicklung)
Das Regionale Bildungsbüro ist eine gemeinsame Einrichtung von Stadt und Land
und stellt die Verbindung zwischen den staatlichen und kommunalen
Bildungsakteur*innen vor Ort dar. Unter anderem wird von hier aus der Arbeitskreis
"Digitalisierung in Schule" organisiert. Das Regionale Bildungsbüro organisiert
regelmäßig Veranstaltungen für die Kölner Schullandschaft.
Das KOMEZ Köln hat bereits mit dem Regionalen Bildungsbüro einen gemeinsamen
Fachtag organisiert und profitiert von einem regelmäßigen Austausch. Außerdem ist
eine Vernetzung mit weiteren Akteur*innen der Bildungslandschaft gegeben. Für die
Schulen ist das Regionale Bildungsbüro über seine verschiedenen Netzwerke und
Gremien, unter anderem den schulformübergreifenden Treffen der Schulleitungen
auf Stadtbezirksebene, ein etablierter Ansprechpartner. Bedarfe und Anregungen
können unmittelbar ausgetauscht und bearbeitet werden.
Fachbereich Schulsozialarbeit (Amt für Schulentwicklung)
Der Fachbereich Schulsozialarbeit betreut fachlich und organisatorisch die
städtischen Schulsozialarbeiter*innen an den Kölner Schulen und steuert die
Entwicklung von Familiengrundschulzentren und an aktuell 14 städtischen
Grundschulen in herausfordernden Lagen. Schulsozialarbeiter*innen arbeiten auch
medienpädagogische mit Schüler*innen, sie beraten und führen Projekte zu den
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
23
Themen „Medienkompetenz und Prävention“ durch. Somit sind
Schulsozialarbeiter*innen eine wichtige Zielgruppe, die an den Angeboten des
KOMEZ Köln teilnehmen können.
Die Bedarfe der pädagogischen Fachkräfte sollen bestmöglich abdeckt werden,
weshalb ein regelmäßiger Austausch mit dem Fachbereich und dessen Netzwerken
daher sinnvoll und angebracht, um gegenseitigen Input zu erhalten.
Fachbereich Medieneinsatz und –beratung (Amt für Informationsverarbeitung)
Der Fachbereich Medieneinsatz und –beratung im Amt für Informationsbearbeitung
ist erster Ansprechpartner für alle technischen Fragen der Schulen rund um die
Ausstattung mit pädagogischer IT. Er berät die Schulen bei der Entwicklung von
Bedarfen und begleitet die Umsetzung der fachgerechten, auf die Schulen
abgestimmten Produktlösungen und deren Inbetriebnahme.
Das KOMEZ Köln wird in den neuen Räumlichkeiten aktuelle Technik, die für die
Schulen beschafft werden kann, vorhalten. Dies kann im Rahmen der
Bedarfsermittlung und –definition, als Teil des Beschaffungsprozesses zum
Ausprobieren und Testen durch die Schulen in Anspruch genommen werden.
Gleichzeitig bietet das KOMEZ dem Fachbereich Medieneinsatz und –beratung so
die Möglichkeit eines schulischen Testumfeldes, um neue Produkte intensiv zu
testen, bevor diese in das schulische IT-Ausstattungskonzept aufgenommen werden.
Wie zuvor beschrieben, wird der Fachbereich Medieneinsatz und –beratung die
Räumlichkeiten des KOMEZ Köln auch für Fachberatungen nutzen und über
regelmäßige Austausche die aktuellen Trends und Bedarfe der Schulen aufnehmen.
Für die Kölner Schulen besteht somit eine direkte Verbindung zwischen den
Angeboten des KOMEZ Köln und der Umsetzung der digitalen Ausstattung
Stadtbibliothek Köln
Die Stadtbibliothek Köln bietet mit ihrem Schulservice bereits seit längerem den
Kölner Schulen ein umfangreiches Workshop-Programm zur
Medienkompetenzförderung - vom niederschwelligen Entdecken der Bibliothek bis
zur Facharbeitsrecherche und dem Umgang mit KI und Desinformation - an.
Regelmäßig führt die Stadtbibliothek die Schülermedientage durch.
Eine Kooperation des KOMEZ Köln und der Stadtbibliothek Köln wird sowohl für die
Kooperationspartner*innen als auch für die Kölner Schullandschaft zahlreiche
Vorteile und Synergien bringen. Gemeinsame Netzwerke, fachliche Austausche über
Anregungen und Ideen, gegenseitige Unterstützung bei strategischen Fragen und die
die Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen stehen im Mittelpunkt dieser
Kooperation. Zudem erhalten die Schulen durch die Bündelung der verschiedenen
Angebote einen besseren Überblick.
Amt für Schulentwicklung
Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
24
8.1.2 Kooperationen mit nicht-städtischen Partner*innen
Zu den nicht-städtischen Kooperationspartner*innen zählen beispielsweise staatliche
Institutionen, Vereine und gemeinnützige Organisationen. Innerhalb der
Bildungslandschaft gibt es im Bereich der Medienkompetenzförderung einige
Akteur*innen, die unterschiedliche Angebote für Schulen durchführen. Das KOMEZ
Köln möchte diese unterschiedlichen Angebote in Köln etablieren, bündeln und so
ein zentraler Knotenpunkt für die Kölner Schulen werden.
Folgende Kooperationen konnten bereits geschlossen bzw. vorbereitet werden:
Medienberatung für den Regierungsbezirk Köln
Die Kommunalen Medienzentren in Nordrhein-Westfalen arbeiten eng mit der
Medienberatung NRW bzw. mit den Medienberatungen der einzelnen
Bezirksregierungen zusammen. Zu diesem Zweck wurden vereinzelt
Kooperationsvereinbarungen mit dem Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch die
Bezirksregierungen, über die Mitarbeit der Medienberatung im Kommunalen
Medienzentrum geschlossen.
Auch das KOMEZ Köln möchte die Medienberatung Köln in seine Arbeit
einbeziehen. Die Medienberatenden werden auf den Informationsseiten der
Bezirksregierung Köln für die Schulen so beschrieben: „Die Medienberatenden der
Bezirksregierung Köln unterstützen Schulen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung
mit digitalen Medien. Sie beraten Schulen und Medienzentren. Sie unterstützen
außerdem beim Aufbau von Netzwerken und bei der Durchführung von schulischen
Veranstaltungen.“5
Aktuell wird an der Ausarbeitung einer Kooperationsvereinbarung, die die genaue
Zusammenarbeit der Medienberatung Köln und des KOMEZ Köln regelt, gearbeitet.
Coding For Tomorrow
Die Tech and Teach gGmbH setzt, gefördert durch die Vodafone Stiftung
Deutschland gGmbH, das Projekt Coding For Tomorrow um. Coding For Tomorrow
hat zum Ziel, Schüler*innen, Lehrkräften und pädagogischem Fachpersonal den
kreativen Umgang mit digitalen Technologien näherzubringen. Gemeinsam mit
Coding For Tomorrow wurden bereits in der Vergangenheit Workshops angeboten.
2023 wurde die Kooperation fortgeführt und die Kooperationsvereinbarung erneuert.
So werden das KOMEZ Köln und Coding For Tomorrow regelmäßig gemeinsame
Workshops für Lehr- und pädagogische Fachkräfte anbieten. Neben dem
Schwerpunkt Coding bietet Coding For Tomorrow auch Themen wie digitale
Meinungsbildung, Künstliche Intelligenz und Bildung für nachhaltige Entwicklung an.
Über die Workshops hinaus begleitet Coding For Tomorrow die Schulen im Rahmen
von Projekttagen. Dies kann unabhängig von, aber gerade auch in Verbindung mit
5 Bezirksregierung Köln, https://590948.logineonrw-lms.de/course/view.php?id=6 (abgerufen am
28.08.2023).
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Kommunales Medienzentrum – KOMEZ Köln
25
besuchten Workshops erfolgen. So kann auf das Gelernte aufgebaut und dies in der
Schule mithilfe der Fachexpertise von Coding For Tomorrow angewendet werden.
8.2 Netzwerke
Neben den bestehenden und angedachten Angeboten stehen auch die Netzwerke, die
aufgebaut und betreut werden, im Mittelpunkt der Arbeit.
Netzwerke sollten nicht nur di e Schulen untereinander vernetz en, sondern auch
Schulen mit den zuständigen Fachdienststellen und Kooperationspartner*innen, sowie
die Fachdienststellen und Kooperationspartner*innen untereinander.
Die Netzwerke treffen sich zu regelmäßigen Netzwe rktreffen. Der Rhythmus kann
unterschiedlich sein. Die Zeitpunkte werden gemeinsam mit dem Netzwerk festgelegt.
Organisiert und durchgeführt werden die Netzwerktreffen vom KOMEZ Köln . Die
Moderation muss nicht zwingend das KOMEZ Köln übernehmen, dies kann je nach
Netzwerk variieren. Auch inwieweit ein fachlicher Input zu Beginn gegeben wird, kann
unterschiedlich sein.
Pro Netzwerk wird festgelegt , wie die Netzwerktreffen dokumentiert werden. Jedoch
besteht für jedes Netzwerk eine Art Steckbrief , der die Ziele, Teilnehmende und
sämtliche Rahmenbedingungen enthält. Dieser Steckbrief wird vom KOMEZ Köln
erstellt und mit den Teilnehmenden beim ersten Netzwerktreffen besprochen und ggf.
abgeändert. Eine Änderung ist im Laufe der Zeit möglich.
Grundsätzlich sind die Netzwerke regelmäßig zu evaluieren, um dem Anspruch
gerecht zu werden, „lebendige“ Netzwerke zu schaffen un d zu betreiben. Ob diese
Evaluation nach jedem Netzwerktreffen stattfindet, hängt ebenfalls vom Netzwerk ab.
Die Netzwerke werden immer wieder daraufhin überprüft, ob diese noch benötigt,
aktuell und ausreichend sind.
Nachfolgend sind die angedachten und die bereits etablierten Netzwerke beispielhaft
aufgeführt.
8.2.1 Expert*innen mit Expert*innen
Damit eine optimale Deckung für alle Kölner Schulen gewährleistet werden kann,
werden mit städtischen und nicht-städtischen Partner*innen Kooperationen
geschlossen. Die Kooperationspartner*innen gelten als Expert*innen für die Kölner
Schullandschaft und das KOMEZ Köln. Welche Kooperationen bereits geschlossen
wurden, kann im Kapitel Kooperationen nachgelesen werden.
Die Expert*innen sollen die Möglichkeit bekommen, sich untereinander unter dem
Aspekt Medienkompetenzvermittlung auszutauschen. Einige Angebote können
beispielsweise zusammen durchgeführt werden oder es können Fragen oder
Probleme gemeinsam geklärt werden. Es können aus Erfahrungen anderer gelernt
werden und so Synergien entstehen. Das KOMEZ Köln möchte hier der Knotenpunkt
sein und diesen Austausch aktiv fördern.
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Als erstes Netzwerk wird daher das „Kooperationentreffen“ eingeführt. Alle
Kooperationspartner*innen tauschen sich bei diesem Treffen über ihre Arbeit und
ihre aktuellen Projekte im Bereich Medienkompetenzbildung aus. Auf diesem Treffen
soll aber auch die Möglichkeit bestehen, dass das KOMEZ Köln die vergangene
Arbeit vorstellt und einen Ausblick auf die nächsten Projekte gibt. Das erste
Kooperationentreffen findet in den neuen Räumlichkeiten im Güterhaus statt.
8.2.2 Schule mit Expert*innen
Auch der Austausch zwischen den Kölner Schulen und den Expert*innen
(Kooperationspartner*innen) soll gefördert werden. Die Schulen erlangen so die
Möglichkeit, neue Angebote kennenzulernen und ihrerseits Entwicklungen an die
Kooperationspartner*innen und an das KOMEZ Köln weiterzugeben.
Als erstes Netzwerk soll das „Netzwerk zur medienpädagogischen Ausstattung“
eingeführt werden. Feste Teilnehmer*innen sind die Schulformsprecher*innen der
Schulformen und die Fachabteilung Digitale Ausstattung im pädagogischen Bereich.
Falls es erforderlich ist, werden weitere Expert*innen dazu eingeladen, um die
Themen, die im Vorfeld festgelegt wurden, adäquat abdecken zu können. Es handelt
sich hier um ein Netzwerk zum Austauschen von aktuellen Entwicklungen und Ideen.
Dieses Netzwerk soll in Kürze starten.
8.2.3 Schule mit Schule
Auch der Austausch zwischen den Schulen soll gefördert werden. Der
Erfahrungsaustausch untereinander kann dazu beitragen, dass Schulen Probleme
und Fragen direkt miteinander lösen und klären können. Das KOMEZ Köln möchte
hier ein regelmäßiges Netzwerk anbieten. Dieses soll in Form eines „Mediencafés“
stattfinden. Hier können interessierte Lehrkräfte und interessiertes pädagogisches
Fachpersonal regelmäßig teilnehmen und sich austauschen. Durch einen fachlichen
Input sollen die Teilnehmer*innen angeregt werden, sich über ein vorher festgelegtes
Thema auszutauschen. Dies kann auch die Vorstellung von Best-Practice-Beispielen
von Schulen für Schulen sein.
Bei zukünftigen Angeboten wird auf dieses Netzwerk als regelmäßiges
Austauschformat hingewiesen werden, damit eine Verstetigung eines Workshop-
oder Fachtagthemas gewährleistet ist. Die Themen können im Vorfeld eingereicht
werden. Wenn möglich, können ebenfalls Medien und Technik vor Ort ausprobiert
werden. Das erste „Mediencafé“ wird im Anschluss des Fachtages „KI im
Klassenzimmer: Potenziale und Praxis“ im Dezember 2023 stattfinden und das
Thema KI erneut aufgreifen.
8.2.4 Externe Netzwerke
Das KOMEZ Köln hat sich zur Aufgabe gemacht, sich stetig weiterzuentwickeln. Da
es eines der jüngsten Medienzentren in Nordrhein-Westfalen ist, ist der Austausch
mit anderen Medienzentren sowie anderen Akteur*innen der Bildungslandschaft
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entscheidend. Das KOMEZ Köln engagiert sich daher in verschiedenen Netzwerken.
Es möchte dazu beitragen, diese Netzwerke lebendig mitzugestalten. Die eigenen
Erfahrungen werden mit den Erfahrungen der anderen Beteiligten ausgetauscht und
eventuell weitere Handlungsmöglichkeiten und -erfordernisse identifiziert.
Nachfolgend werden die Netzwerke, bei denen das KOMEZ Köln aktuell aktives
Mitglied ist, aufgeführt. Diese Netzwerke unterteilen sich in fachliche und strategische
Netzwerke. In den fachlichen Netzwerken sind die Kolleg*innen vertreten, die direkt
mit der Aufgabe betreut sind. Die strategischen Netzwerke werden von der Leitung
wahrgenommen.
Fachliche Netzwerke:
Kommunale Arbeitsgruppe Bildungsmediathek NRW
Wie im Kapitel Bildungsmediathek NRW ausgeführt, liegt die Betreuung dieser
Plattform beim KOMEZ Köln. Das LVR – Zentrum für Medien und Bildung organisiert
in regelmäßigen Abständen die Kommunale Arbeitsgruppe Bildungsmediathek NRW.
Vertreter*innen der einzelnen Medienzentren der Kommunen bringen ihre aktuellen
Fragestellungen zur und Problemstellungen mit der Bildungsmediathek NRW ein.
Außerdem informiert der LVR über neuste Themen und Abstimmungen mit dem Land
Nordrhein-Westfalen. Hier können aktuelle Fragen eingebracht und sich informiert
werden. Der Austausch über die Bildungsmediathek und die gemeinsame
Positionierung zu verschiedenen Anliegen der Bildungsmediathek ist sehr wichtig.
MedienTalk
Beim MedienTalk handelt es sich um einen medienpädagogisch-technischen
Fachaustausch der Kommunalen Medienzentren NRW, der in regelmäßigen
Abständen vom LVR – Zentrum für Medien und Bildung organisiert wird. Hierbei steht
jeder MedienTalk unter einem anderen medientechnischen Thema. Nach einem
kurzen Input zu diesem Thema durch ein Kommunales Medienzentrum wird der
Fokus auf den gegenseitigen Erfahrungsaustausch und somit die Schaffung von
Synergieeffekten gelegt. In diesem Rahmen besteht die Möglichkeit, konkrete Fragen
zu dem Thema zu stellen.
Die Teilnahme am MedienTalk ist insbesondere für den Aktionsbereich „Angebote“
relevant. Wie in der Kommunalen Arbeitsgruppe Bildungsmediathek können das
KOMEZ Köln und die anderen Medienzentren gegenseitig von ihren Erfahrungen und
Ideen profitieren, ohne hierbei einen Konkurrenzgedanken zu verfolgen.
Strategische Netzwerke
Tagungen der Kommunalen Medienzentren NRW
Zweimal im Jahr lädt das LVR – Zentrum für Medien und Bildung zusammen mit dem
LWL – Medienzentrum für Westfalen alle Kommunalen Medienzentren in NRW zu
Tagungen ein. Hier tauschen sich die Kommunalen Medienzentren zu verschiedenen
Themen aus und vernetzen sich miteinander. Dadurch werden wertvolle Kontakte
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geknüpft, die auch über die Tagungen hinaus Bestand haben, sodass sich die
Kommunalen Medienzentren auch vereinzelt außerhalb der Veranstaltungen
austauschen. Außerdem werden über aktuelle Themen des Landes und Haltungen
der Kommunalen Medienzentren abgefragt. Zudem werden die Tagungen durch
einen fachlichen Input begleitet und mögliche Kooperationspartner*innen stellen sich
vor.
Es handelt sich um einen wichtigen Austausch, da hier relevante Positionen der
Kommunalen Medienzentren entwickelt werden. Außerdem können eigene Themen
platziert und ein Austausch mit den anderen Kommunalen Medienzentren gesucht
werden.
Arbeitskreis "Digitalisierung in Schule"
Es handelt sich hierbei um einen Arbeitskreis des Regionalen Bildungsbüros, in dem
regelmäßig die kommunalen und staatlichen Verantwortlichen für die Digitalisierung
für Kölner Schulen zusammenkommen. Ziel der Treffen ist es, den Austausch und
ggf. die Abstimmung über aktuelle Aufgaben und Initiativen der einzelnen
Fachbereiche zu fördern. Das KOMEZ Köln hat hier die Möglichkeit, seine Angebote
zu präsentieren und Feedback einzuholen.
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Das KOMEZ Köln möchte auch in weiteren
Netzwerken vertreten sein, um Erfahrungen auszutauschen.
9. Nutzung der Räumlichkeiten und Ausstattung im Güterhaus
Das Amt für Schulentwicklung wird im Jahr 2024 neue Räumlichkeiten im
Erdgeschoss des Güterhauses in Köln-Mülheim beziehen. Im Güterhaus wird eine
rund 300 qm große barrierefreie Fläche für das KOMEZ Köln zur Verfügung gestellt.
Diese Fläche wird gemeinsam mit dem für die Umzugs- und Raumplanung von der
Stadt Köln beauftragten Beratungsunternehmen und dem Schulmobiliarlieferanten
geplant und eingerichtet.
Bei den Flächen sollen Räume entstehen, die Kreativität und Produktivität fördern.
Sie sollen so flexibel wie möglich nutzbar sein und alle technischen Voraussetzungen
vorhalten, um die Angebote und praktisches Ausprobieren von Medien möglich zu
machen. Die technische Ausstattung soll nicht nur die aktuelle Ausstattung der
Zielgruppe: Teilnehmende und Referierende von Angeboten, städtische und nicht-
städtische Kooperationspartner*innen, Teilnehmende von Netzwerken, weitere
Lehrkräfte, pädagogisches Fachpersonal, Schüler*innen, (perspektivisch)
Erziehungsbeauftragte
Ergebnisziel: Wir haben und nutzen bedarfsgerechte, moderne und flexibel
ausgestattete Räumlichkeiten.
Wirkungsziel: Mindestens 80 % unserer Angebote finden in den Räumlichkeiten
des Güterhauses mit der entsprechenden Ausstattung statt.
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Kölner Schulen widerspiegeln, sondern auch die Möglichkeit bieten, die Räume für
Schulen zu öffnen, um beispielsweise Projekte vor Ort durchzuführen. So besteht
auch für die Kölner Schulen die Möglichkeit, die Räume zu buchen und mit Gruppen
von Lehrkräften oder Schüler*innen die Räume zu nutzen.
So sollen die Räumlichkeiten, die technisch gut und ansprechend ausgestattet sind,
die Arbeit unterstützen und entsprechend dazu beitragen, die Medienkompetenz in
der Kölner Schullandschaft weiter zu fördern.
Im Folgenden werden die Räumlichkeiten mit ihrer geplanten Ausstattung und
Funktion beschrieben.
Die Räumlichkeiten werden in drei sogenannte Hubs unterteilt: LearnHub, MediaHub
und SkillsHub. Ein Hub wird im Duden mit den Worten „zentraler Umschlagplatz,
Knotenpunkt (…)“ beschrieben. Der Duden beschreibt in einer zweiten Beschreibung
den Hub als „zentrales Teil oder Gerät, das eine Verbindung herstellt, das als
Knotenpunkt dient (Gebrauch EDV)“6. Auf den Flächen sollen die Zielgruppen
zukünftig zusammenkommen und mit und über digitale Medien lernen. Die Räume
dienen somit als Knotenpunkt, wo digitale Medien und Schule aufeinandertreffen.
Das KOMEZ Köln hat das Ziel, die Medienkompetenz an Schulen zu fördern, also
einen Knotenpunkt zwischen digitalen Medien und Schule zu schaffen. Der Begriff
„Hub“ umschreibt damit zutreffend die neuen Funktionen der Räumlichkeiten.
9.1 LearnHub – die moderne Lernlandschaft
Zum LearnHub gehört neben dem Orientierungsbereich, worüber Besucher*innen
das KOMEZ Köln betreten, eine großzügige moderne Lernlandschaft.
Der Orientierungsbereich dient dazu, den Besucher*innen einen ersten Überblick
über die Räumlichkeiten zu geben. Über einen Bildschirm sollen die Besucher*innen
erste Informationen zu der besuchten Veranstaltung oder zu den Räumlichkeiten
bekommen. Darüber hinaus liegt hier weiteres Informationsmaterial zu
verschiedenen Themen und Angeboten aus. Bei Veranstaltungen erfolgt an dieser
Stelle ein Check-In.
Die Lernlandschaft im LearnHub ist offengehalten und soll flexibel nutzbar sein. Hier
besteht Platz für Austausch, Netzwerken, aber auch für Gruppenarbeiten und
Vortragssituationen. Durch die flexible Möblierung mit verschiedenen
Sitzgelegenheiten, rollbaren halbhohen Schränken, wenigen kleineren Tischen und
mobilen Präsentationsmöglichkeiten in Form von mobilen Monitoren kann die Fläche
für verschiedene Veranstaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten verwendet werden. Die
Fläche bietet Raum für 100-120 Personen stehend und ca. 60 Personen sitzend.
Sollten Gruppenarbeiten dort stattfinden, so finden ca. 30 Personen Platz. Die
Möblierung ist an der aktuellen Schulausstattung angepasst und einer modernen
Lernlandschaft, die auch in Schulneubauten mittlerweile zu finden ist,
nachempfunden. So soll eine kreative und entspannte Atmosphäre gefördert werden.
6 https://www.duden.de/rechtschreibung/Hub_Knotenpunkt (abgerufen am 06.10.2023).
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Durch das vollflächige pädagogische WLAN können sowohl mitgebrachte Endgeräte
als auch die Leihgeräte problemlos verwendet werden. Die Monitore sollen mit einer
Streaminglösung ausgestattet werden, sodass auch eine drahtlose Übertragung von
Bild und Ton von den Tablets zu den Monitoren möglich ist. Im KOMEZ Köln stehen
mobile Endgeräte für Veranstaltungen zur Verfügung. Die halbhohen Schränke
dienen als mobile Raumtrennung und können gleichzeitig als Stauraum sowie als
Fläche für Catering und Informationsmaterial genutzt werden.
9.2 MediaHub – das innovative Klassenzimmer
Angrenzend an das LearnHub befindet sich das MediaHub. Bereits im Stadthaus Ost
gibt es bis zum Umzug ein sogenanntes technisches Klassenzimmer, das für
Veranstaltungen verschiedenster Art und Beratungen an den digitalen Produkten, die
die Stadt Köln ihren Schulen zur Verfügung stellt, dient. Mit dem Umzug in das
Güterhaus und in die Räumlichkeiten des Kommunalen Medienzentrums, soll eine
Weiterentwicklung der Funktion und der Ausstattung hin zu einem MediaHub
einhergehen.
Das MediaHub dient zum einen als moderner Workshopraum. Hierunter fallen neben
den Workshops, die selbst bzw. gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen
angeboten werden, auch die Schulungen zur Verwaltungssoftware wie SchILD
zentral oder Schulgiro für Schulen. Durch eine flexible Möblierung können auch hier
wieder unterschiedliche Szenarien abgebildet werden. Zwei
Präsentationsmöglichkeiten ermöglichen es, sowohl an zwei Seiten des Raums zu
präsentieren, als auch den Raum zu teilen und so die Möglichkeit zu schaffen, eine
Erarbeitung innerhalb von Gruppen zu ermöglichen. Der Raum wird hierzu auf der
einen Seite mit einem Beamer inklusive Streaminglösung und auf der anderen Seite
mit einem mobilen Touchpanel, das nicht nur in diesem Raum zum Einsatz kommen
kann, ausgestattet. Die Möblierung ist hier auch bewusst mobil gestaltet. Neben
flexiblen Sitzmöglichkeiten werden auch flexible Tische zur Verfügung stehen, die der
Ausstattung einer Schule nahekommen.
Der Raum soll zum anderen dazu dienen, Beratungen an den Produkten des
Schulträgers durchzuführen. Schulen können sich so einen Eindruck von Produkten
machen und noch vor Antragstellung beim Schulträger auf Grundlage einer solchen
Beratung eine fundierte Entscheidung treffen. Zu den Produkten zählen die
Präsentationsmöglichkeiten, die Tablets, das Zubehör für die Tablets sowie die
Produkte rund um das Thema Coding. Diese können auch im MediaHub und
SkillsHub von den Besucher*innen direkt ausprobiert werden.
9.3 SkillsHub – der kreative Makerspace
Das SkillsHub unterteilt sich in die Coding Area und die Tüftlerecke, in die Gaming-
und VR-Zone sowie in das Video- und Tonstudio. Im Vordergrund steht hierbei,
selbst Medienprodukte zu kreieren und digitale Medien auszuprobieren.
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In der Coding Area und Tüftlerecke steht das Programmieren von und das Tüfteln
und Basteln an Robotern, Platinen, Computern, 3D-Druckern und weiteren Geräten
aus dem Making-Bereich an erster Stelle. So können Medienprodukte nicht nur
digital, sondern auch physisch erzeugt werden. Die flexible Möblierung mit Stühlen
und vereinzelten Tischen ermöglicht auch hier unterschiedliche Settings. Zwei mobile
Bildschirme sollen auch hier wieder die Präsentation von Ergebnissen oder anderen
Informationen ermöglichen. In diesem Bereich können Projekte erarbeitet sowie
Schulungen, Workshops und Beratungen zu einzelnen Produkten durchgeführt
werden. In einer sogenannten Caddy-Garage stehen Caddys zur Verfügung, die mit
dem nötigen Material ausgestattet und flexibel zum Einsatzort gefahren werden
können.
In der Gaming- und VR-Zone treffen Spiel und Schule aufeinander. Gamification
kann hier erlebt werden. Dafür stehen zwei leistungsfähige Rechner zur Verfügung,
die es ermöglichen sollen, Gamification nicht nur auszuprobieren, sondern selbst zu
erstellen. Durch eine moderne VR-Technik (Virtual Reality) sollen auch virtuelle
Räume erschaffen und beispielsweise Exit-Spiele erstellt und direkt ausprobiert
werden.
Das Video- und Tonstudio soll mit einer flexiblen Möblierung unterschiedliche
Filmsets und Szenarien möglich machen. Von einer Talkshow oder Interviewsituation
bis hin zu Einzelvorträgen vor einem Greenscreen oder Erklärvideos mit Legetechnik
sind hier verschiedenste Szenarien denkbar. Mit einer modernen Film- und
Tontechnik können eigene Filme und Videos, aber auch Podcasts und
Musikproduktionen abgebildet werden. Die Möbel werden hierfür speziell ausgewählt.
Die Bereiche im SkillsHub können und sollen auch von Schulen buchbar sein, um
Projekte durchführen zu können, ohne dass das Equipment an der Schule direkt
bereitstehen muss. Deswegen ist auf dieser Fläche nicht nur eine Ausstattung
angedacht, die Schulen erfolgreich beantragen können, sondern auch eine
Ausstattung, die über dem Standard liegt.
Angrenzend an das SkillsHub befindet sich das Möbellager, wo nicht nur Möbel, die
aktuell in den einzelnen Bereichen nicht gebraucht werden, sondern auch sämtliche
mobile Endgeräte, die dort in Schränken aufgeladen werden, gelagert werden
können.
Ebenfalls neben dem SkillsHub befindet sich die Kaffeeküche, die eine weitere
Möglichkeit für den Aufbau von Catering bietet.
Anhang
Zum Kapitel Angebote:
Bildungsmediathek
Übersicht der genauen Abrufzahlen der Bildungsmediathek in den Jahren 2013 bis
2023 (Stand: 14.07.2023).
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Jahr Clicks Views Volume (in Bytes)
2013 15.500 5.868 1.33 TB
2014 19.384 4.492 1.13 TB
2015 14.069 3.078 1.51 TB
2016 28.999 3.390 29.30 TB
2017 31.071 4.379 13.28 TB
2018 60.977 4.099 19.33 TB
2019 94.076 5.315 18.32 TB
2020 198.078 25.089 9.14 TB
2021 590.818 39.535 6.59 TB
2022 800.115 26.548 8.11 TB
2023 476.523 12.817 4.53 TB
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Darstellung Aktionsbereiche ................................................................... 6
Abbildung 2 Darstellung Außenpräsenz ................................................................... 10
Abbildung 3 Darstellung Nutzung der Bildungsmediathek ........................................ 19
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Willy-Brandt-Platz
- Markt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 3529/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 19.01.2024
- Erstellt
- 02.11.2023 07:10