V/0851/2019
Regionalentwicklungsprozess Münsterland - Münsterlandstrategie
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Berichtsvorlage
8608 Zeichen
V/0851/2019 V/0851/2019 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Regionalentwicklungsprozess Münsterland - Münsterlandstrategie Beratungsfolge 02.10.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h- nen Bericht Bericht: I. Ausgangslage In der Regionalentwicklung gewinnt die interkommunale und fachübergreifende Zusammenarbeit i m- mer stärker an Bedeutung. Sie ist gekennzeichnet durch Freiwilligkeit, Flexibilität sowie ein hohes Maß an Kooperations- und Konsensorientierung. Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass die komple- xen und häufig innerregionalen und interkommunalen Herausforderungen der Zukunft besser in Ge- meinschaft bewältigt werden können. Eine gute und lange Tradition hat da zum Beispiel die Zusa m- menarbeit in der Stadtregion Münster, die 2018 über einen gemeinsamen Beschluss zu einem stad t- regionalen Kontrakt ihre Arbeit strukturell und organisatorisch gefestigt und vertieft hat (V/0946/2018). Aufbauend auf den Erfahrungen mit den REGIONALEN 2004 und 2016 sowie der interkommunalen Kooperation in der Stadtregion Münster haben die Münsterlandkreise und die Stadt Münster im Jahr 2018 einen landesseitig geförderten Arbeitsprozess „Informelle Regionalentwicklung im Münsterland“ gestartet, um gemeinsam Inhalte und Strukturen der interkommunalen Kooperation zu wichtigen Themen auf der Ebene des Münsterlandes zu betrachten. Die Bezirksregierung Münster unters tützt diesen Prozess. Am Ende dieses Prozesses soll eine regional abgestimmte „Münsterland -Strategie“ (Arbeitstitel) für die Regionalentwicklung stehen. Im Zuge dessen sollen auch konkret Startthemen für eine vertiefte, informelle Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung im Münsterland ausgewählt werden, die g e- genüber dem Status quo einen Mehrwert für das Münsterland entfalten. Ebenso soll die Strategie den möglichen Rahmen für eine künftige interkommunale Kooperationsform bzw. Arbeitsstruktur im B e- reich der Regionalentwicklung aufzeigen. Die Münsterland -Strategie soll stetig fortgeschrieben we r- den können, um eine gute inhaltliche Basis für mögliche Bewerbungen in überregionalen Förderpr o- grammen, zum Beispiel auch eine neue münsterlandweite Regionale zu schaffen. II. Aktueller Sachstand Für die Begleitung des Prozesses wurden die Büros projaegt aus Ahaus und planinvent aus Münster beauftragt. In den vergangenen Monaten wur den durch die Büros in enger Abstimmung mit einer A r- Stadtplanungsamt 20.09.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Dr. Kreft-Kettermann Telefon: 492 61 70 KreftH@stadt-muenster.de - 2 - V/0851/2019 beitsgruppe mit Vertretern der Kreise und der Stadt Münster aus dem breiten Spektrum mö glicher Kooperationsthemen mögliche Startthemen priorisiert, die sich besonders für den Einstieg in eine vertiefte münsterlandweite Kooperation eignen können. Kriterien für die Auswahl waren u. a. die Dringlichkeit des Themas und der Mehrwert einer gemeinsamen Bearbeitung eines Themas auf der Ebene des Münsterlandes. Ebenfalls wurde eine umfangreiche Analyse bereits laufender Aktivitäten und bestehender Strukturen durchgeführt, um „Lücken“ zu identifizieren und Doppelstrukturen konse- quent auszuschließen. Parallel wurde eine Akteursanalyse vorgenommen, die am Ende des Arbeitsprozesses einen Übe r- blick über vorhandene Strukturen und laufende Prozesse im Münsterland im Bereich der Regiona l- entwicklung bieten wird. III. Priorisierte Startthemen Als bedeutende Querschnittsthemen , die nahezu alle einzelnen Fachthemen berühren, wurden die Bereiche „Fachkräftegewinnung“, „Digitalisierung“ und „Tourismus“ erfasst. Diese Themen werden im Münsterland bereits vielfältig gemeinsam bearbeitet. Auch existieren z. B. mit dem Münsterland e. V. und den Wirtschaftsförderungseinrichtungen hierfür bereits geeignete Arbeitsstrukturen. Deshalb werden diese Themenfelder auf jeden Fall in der Münsterlandstrategie enthalten sein, jedoch nicht als neue Zukunfts- bzw. Startthemen priorisiert. Die im bisherigen Arbeitsprozess als besonders geeignet für den Einstieg in die münsterlandweite Regionalentwicklungskooperation identifizierten Zukunftsthemen sind „Schnelle Fahrradmobilität im Münsterland“ Die Verbesserung der Radverkehrsmobilität wird an unterschiedlichen Stellen vorangetrieben. So ist das Veloroutenkonzept der Stadtregion Münster schon sehr weit fortgeschritten, so dass hier bereits Grundlagenarbeit, teilweise aber auch Detailplanungen (z.B. Veloroute Münster – Telgte) vorliegen, auf die münsterlandweit aufgebaut werden kann. Mit dem Ziel, das Münsterland zu einer Modellregion für schnelle und sichere Fahrradmobilität zu entwickeln und zu positionieren, sol len Lückenschlüsse im System der Fahrradverbindungen für schnelle Fahrradmobilität (Velorouten, Radschnellwege etc.), regionale Standards zur Linienführung, Ausgestaltung und Ausstattung der Wege sowie eine syst e- matische Verknüpfung der Radwege mit Knotenpunkten des ÖPNV erfolgen. Unter der Leitfrage ‚Wie planen und realisieren wir ein optimales Netz für die schnelle Fahrradmobil i- tät im Münsterland?‘ soll das Thema gemeinsam erarbeitet werden. „Zukunftsfähiges Wohnen im Münsterland“ Ein weiteres Thema, da s aktuell zu einer münsterlandweiten Herausforderung geworden ist, ist die Entwicklung am Wohnungsmarkt. Unter der zentralen Leitfrage ‚Wie sorgen wir für eine dauerhaft bedarfsgerechte Wohnraumversorgung im Münsterland ? - und dabei sowohl den Neubau wie auch die Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes in den Blick zu nehmen -, sollen münsterlandweite Lösungsansätze erarbeitet werden. Und das mit dem Ziel, den unter Druck stehenden Wohnung s- markt zu entlasten, Wohnungsnachfrage und -angebot besser aufeinande r abzustimmen und das Münsterland als attraktiven und modernen Wohnstandort zu positionieren. Auch die Stadtregion Münster hat in ihrem 2018 beschlossenen Handlungskonzept unter dem Titel ‚Wohnregion 2030‘ das Thema ‚Wohnen‘ als ein Leitprojekt identifizie rt und mögliche Wege und Ba u- steine zu einem gemeinsamen interkommunalen Vorgehen aufgezeigt, die aktuell nach und nach erarbeitet werden. Hier gibt es sicherlich Anknüpfungsmöglichkeiten, den Instrumentenkasten en t- sprechend der Raumstrukturen auch münsterl andweit in seinem möglichen Aufbau und Einsatz zu prüfen. Klimafolgenanpassung im Münsterland - 3 - V/0851/2019 Das dritte Zukunfts- und damit Schwerpunktthema soll unter der Leitfrage erarbeitet werden ‚Wie stel- len wir uns optimal darauf ein, dass wir in Zukunft häufig er und intensiver von den Folgen des Klim a- wandels wie z. B. extremen Wetterereignissen betroffen sein werden? ‘ Die Ziele sind dabei die no t- wendige Se nsibilisierung der handelnden Akteure sowie der Gesellschaft für die zu erwartenden Auswirkungen des Klimaw andels in den verschiedenen Lebensbereichen vor Ort und eine optimale Vorsorge durch die Entwicklung geeigneter Anpassungsk onzepte auf regionaler Ebene wie auch die Umsetzung vor Ort. Die Stadt Münster kann auf der Basis des Klimaanpassungskonzeptes (V/0141/2017) erste Erfahrun- gen einbringen. Hier gilt es, das Thema regional und interkommunal aufzugreifen, um im gemeins a- men Austausch und der Entwicklung geeigneter Konzepte und Maßnahmen den Folgen des Klim a- wandels zu begegnen. Gerade in diesen Them enfeldern werden – zum jetzigen Zeitpunkt des Prozesses – besondere Po- tentiale für eine vertiefte münsterlandweite Bearbeitung gesehen. IV. Ausblick In einem nächsten Schritt im Herbst 2019 werden die vorgenannten Themen in „Resonanz- Workshops“ jeweils mit Fachexperten/Innen aus den Verwaltungen der Kreise, der Stadt Münster sowie kreisangehöriger Städte und Gemeinden diskutiert. Diese Veranstaltungen dienen dazu, die priorisierten Startthemen inhaltlich zu vertiefen und die Herangehensweise gemeinsam mi t Praktikern aus den Verwaltungen zu konkretisieren. Weitere parallel laufende Arbeitsschritte sind die Fortführung der Akteursanalyse sowie strukturelle Überlegungen, auf deren Basis eine dauerhafte Umsetzung und inhaltliche Fortschreibung der Müns- terland-Strategie gewährleistet werden könnte. Eine textliche Fassung der „Münsterland -Strategie“ als Ergebnis des gesamten Arbeitsprozesses könnte – vorbehaltlich der nächsten Schritte – im ersten Halbjahr 2020 vorliegen. Sie soll in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung Münster vorgestellt und verabschiedet werden. Über den weiteren Verlauf des Prozesses wird regelmäßig informiert. i. V. gez. Denstorff Stadtbaurat
Anlage A
3294 Zeichen
Anlage A zur V/0851/2019 Kurzüberblick Aufbauend auf den Erfahrungen mit den REGIONALEN 2004 und 2016 sowie der interkommuna- len Kooperation in der Stadtregion Münster haben die Münsterlandkreise und die Stadt Münster im Jahr 2018 einen landesseitig geförderten Arbeitsprozess „Informelle Regionalentwicklung im Münsterland“ gestartet, um gemeinsam Inhalte und Strukturen der interkommunalen Kooperation zu wichtigen Themen auf der Ebene des Münsterlandes zu betrachten. Die Bezirksregierung Münster unterstützt diesen Prozess. Am Ende dieses Prozesses soll eine regional abgestimmte „Münsterland-Strategie“ (Arbeitstitel) für die Regionalentwicklung stehen. Die Münsterland-Strategie soll stetig fortgeschrieben werden können, um eine gute inhaltliche Basis für mögliche Bewerbungen in überregionalen Förderpro- grammen, zum Beispiel auch eine neue münsterlandweite Regionale zu schaffen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird das Ziel aus der Präambel des „Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadt- marketingkonzept Münster (ISM) Münster-Profil, Leitorientierungen und Leitprojekte“ „Wir wissen um die enge Verbindung von Stadt, Münsterland und Westfalen und werden daher besondere Verantwortung für eine gemeinsame Entwicklung übernehmen“ verfolgt. In der Regionalentwicklung gewinnt die interkommunale und fachübergreifende Zusammenarbeit immer stärker an Bedeutung. Sie ist gekennzeichnet durch Freiwilligkeit, Flexibilität sowie ein hohes Maß an Kooperations- und Konsensorientierung. Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass die komplexen und häufig innerregionalen und interkommunalen Herausforderungen der Zukunft besser in Gemeinschaft bewältigt werden können. Die Stadtregion Münster ist hierfür ein gutes Beispiel. Im Zuge der Erarbeitung einer Münsterland-Strategie sollen auch konkret Startthemen für eine vertiefte, informelle Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung im Münsterland ausgewählt werden, die gegenüber dem Status quo einen Mehrwert für das Münsterland entfalten. Ebenso soll die Strategie den möglichen Rahmen für eine künftige interkommunale Kooperationsform bzw. Arbeitsstruktur im Bereich der Regionalentwicklung aufzeigen. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG 09.01 Bezeichnung der PG Stadt- und Regionalentwicklung, Stadtplanung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Es entstehen keine Kosten Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Förderung der interregionalen Zusammenarbeit (Münsterlandkreise, EUREGIO) im demografi- schen Schulterschluss zur Stärkung des Münsterlandes im Wettbewerb der Regionen unter Be- rücksichtigung der aktuellen Herausforderungen in den Schwerpunktthemen ‚Schnelle Fahrrad- mobilität‘, ‚Zukunftsfähiges Wohnen‘, ‚Klimafolgeanpassung‘.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0851/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 30.08.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37