AN/0049/2023
Räumung eines Obdachlosenlagers in Köln-Kalk am 08.12.2022
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SPD Anfrage nach § 4
3079 Zeichen
An den Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren Daniel Bauer-Dahm An Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 16.01.2023 AN/0049/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 19.01.2023 Räumung eines Obdachlosenlagers in Köln-Kalk am 08.12.2022 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende, die Antragstellenden bitten Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses am 19.01.2023 aufzunehmen: Am 08.12.2022 wurde auf der Kalker Hauptstraße ein Obdachlosencamp durch das Kölner Ordnungsamt geräumt. Über den Ablauf der Maßnahme berichtete der Kölner Stadt- Anzeiger am 09.12.2022. Nach einer „massiven Beschwerdelage“ habe das Ordnungsamt den Auftrag gehabt, den Platz zu räumen. Laut KStA sei ein „zufällig vorbeifahrender“ Wa- gen der AWB angehalten und in der Folge Habseligkeiten der Hilfebedürftigen ent- sorgt worden. Nach der Aktion seien die geräumten Menschen mit ihren wenigen verbliebe- nen Sachen ein paar Meter weiter „kauernd“ ohne Hilfe zurückgeblieben und das, obwohl die Temperaturen nur eine Woche später auf unter null Grad fielen. In seiner Sitzung im November 2022 hatte der Sozialausschuss Mittel zur Beschaffung von Schlafsäcken und Isomatten bewilligt. Auch das Land fördert Winterhilfe-Programme, bei denen zum Teil wärmende Materialien verteilt werden. Hier stellt sich die Frage, ob unter den bei der Räumung entsorgten Habseligkeiten auch von Steuermitteln finanzierte Materialien dabei waren. Die Räumung wirft vor diesen Hintergründen einige Fragen auf, um deren Beantwortung die SPD-Fraktion bittet. 1. Wir bitten um einen Bericht über den genauen Ablauf der Räumungsmaßnahme, der auch Fragen nach der Vorbereitung beantwortet, z. B. seit wann die Räumung geplant war und wann die AWB und das Sozialamt in die Maßnahme eingebunden wurden. 2. Wie oft wurden die hilfebedürftigen Menschen im Vorfeld über die geplante Räumung informiert, welche Hilfen wurden angeboten, und weiß die Verwaltung, was aus ihnen wurde? 3. Welche Vorgaben gibt es bei der Stadtverwaltung bezüglich Räumungen von Obdachlo- senlagern in der Zeit der Winterhilfe? - 2 - 4. Wie stellt die Stadt sicher, dass Materialien, z. B. Isomatten oder Schlafsäcke, die mit Steuergeldern angeschafft wurden, bei Räumungen nicht entsorgt werden, gibt es z. B. Möglichkeiten, Eigentum von obdachlosen Menschen zu lagern, statt es wegzuwerfen? 5. Die Diakonie Michaelshoven möchte gerne eine niedrigschwellige Anlaufstelle für ob- dachlose Menschen in Kalk eröffnen, findet aber keine Räume. Gibt es hier Möglichkei- ten der Stadt, die Diakonie bei der Raumsuche zu unterstützen? Mit freundlichen Grüßen Gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0049/2023
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 16.01.2023
- Erstellt
- 16.01.2023 12:35