V/0678/2015
Basisinformationen Jobcenter Münster
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Berichtsvorlage
13268 Zeichen
V/0678/2015
DER OBERBÜRGERMEISTER
Jobcenter
Betrifft
Basisinformationen Jobcenter Münster
Analyse Berichtsmonat April 2015
Beratungsfolge
28.10.2015 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und
Arbeitsförderung Bericht
Bericht:
1. Zielerreichung
a. Integrationen
Seit Jahresbeginn sind bis zum Berichtsmonat April 2015 insgesamt 1.009 Integrationen zu ve r-
zeichnen. Im Jahresfortschritt ergibt sich eine Integrationsquote von 6,9 %. Der unterjährige Zie l-
wert zur Integrationsquote liegt bei 7,2 %, die Abweichung beträgt 0,3 Prozentpunkte (vgl. Abbi l-
dung 1 und 2). Seit Jahresbeginn wurde der hinsichtlich der Integrationsquote zu erreichende
jeweilige Sollwert monatlich geringfügig unterschritten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht ausz u-
schließen, dass die Summe der Integrationen im Jahresverlauf insgesamt gesteigert und das Ziel
am Jahresende erreicht werden kann.
Vorlagen-Nr.:
V/0678/2015
Auskunft erteilt:
Herr Bierstedt
Ruf:
60918-300
E-Mail:
Bierstedt@stadt-muenster.de
Datum:
14.10.2015
Öffentliche Berichtsvorlage
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V/0678/2015
1,7
3,3
4,9
6,9
2,1
3,5
5,2
7,2
9,0
10,6
12,3
15,2
17,8
20,1
22,1 23,6
-0,4
-0,2
-0,3
-0,3
-0,5
-0,4
-0,3
-0,2
-0,1
0,0
0,1
0,2
-
5,0
10,0
15,0
20,0
25,0
Zielerreichung K2 -
Integrationsquote
Integrationsquote (JFW*) Solllinie Abweichung (in Prozentpunkten)
Abbildung 1 - Integrationsquote
* Hinweis: JFW = Jahresfortschrittswert seit Jahresbeginn
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
Jan 15 Feb 15 Mrz 15 Apr 15 Mai 15 Jun 15 Jul 15 Aug 15 Sep 15 Okt 15 Nov 15 Dez 15
Integrationen 2014 295 494 736 1.013 1.274 1.498 1.736 2.152 2.533 2.863 3.145 3.352
Integrationen 2015 244 477 707 1.009
Solllinie 2015 306 512 760 1.045 1.312 1.543 1.788 2.213 2.605 2.942 3.229 3.443
Ergänzend: Anzahl der Integrationen
Abbildung 2 - Anzahl der Integrationen
Hinweise: Bei der Anzahl der Integrationen handelt es sich jeweils um die Jahresfortschrittswerte (JFW) seit Jahresbeginn. Be i der
Berechnung der Solllinie 2015 wurde eine Erhöhung der Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtig ten (eLb) um 1 % zu Grunde
gelegt.
b. Langzeitleistungsbeziehende (LZB)
Im Durchschnitt werden seit Jahresbeginn 9.178 LZB betreut (vgl. Abbildung 3). Der Sollwert für
den Berichtsmonat April 2015 liegt bei 9.210 LZB, wird somit auch in diesem Monat um rund 30
LZB unterschritten. Das Ziel am Jahresende wird nach aktuellem Datenstand erreicht.
3
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-33 -34 -34 -32
9.193
9.190
9.179 9.178
9.226 9.224
9.213 9.210
9.204
9.208
9.217 9.216
9.213
9.205
9.199
9.196
9.150
9.160
9.170
9.180
9.190
9.200
9.210
9.220
9.230
9.240
9.250
-50
-40
-30
-20
-10
0
10
20
30
40
50
Zielerreichung K3 -
Bestand Langzeitleistungsbeziehende (LZB)
Abweichung (in absoluten Zahlen) Bestand LZB (JDW*) Solllinie
Abbildung 3 - Bestand Langzeitleistungsbeziehende (LZB)
* Hinweis: JDW = Jahresdurchschnittswert seit Jahresbeginn
Abbildung 4 - Aktivierungsquote Langzeitleistungsbeziehende
* Hinweis: JDW = Jahresdurchschnittswert seit Jahresbeginn
Die Aktivierungsquote der LZB beträgt im aktuellen Berichtsmonat 9,3 % (Durch schnitt seit Jah-
resbeginn), der unterjährige Sollwert wird erneut um 2,3 Prozentpunkte übertroffen (vgl. Abbi l-
dung 4). Auch an dieser Stelle ist von der Zielerreichung am Jahresende auszugehen.
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c. Jugendarbeitslosigkeit
Die durchschnittliche Jugendarbeitslosenquote für den Rechtskreis SGB II seit Jahresbeginn b e-
trägt im Berichtsmonat Juli 20151 2,5 %, der Sollwert wird abermals exakt erreicht (vgl. Abbildung
5).Von einer Zielerreichung am Jahresende ist zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls auszugehen.
Abbildung 5 - Jugendarbeitslosenquote SGB II (15-24 Jahre)
* Hinweis: JDW = Jahresdurchschnittswert seit Jahresbeginn
d. Aktivierung ausländischer Arbeitsloser
Hinsichtlich des Anteils der Aktivierung von ausländischen Arbeitslosen (bezogen auf die Aktivie-
rung von Arbeitslosen insgesamt) kann der unterjährige Sollwert von 22 % nicht erreicht werden.
Erreicht wird ein Anteil von 18,4 %, die Abweichung beträgt 3,6 Prozentpunkte.
1 In der Grundsicherungsstatistik SGB II werden Daten von der Bundesagentur für Arbeit nach einer zusätzlichen Wartezeit von drei
Monaten veröffentlicht (Berichtsmonat aktuell: April 2015). Dieses Messkonzept gilt für Daten der Arbeitsmarktstatistik nicht (Be-
richtsmonat aktuell: Juli 2015). Zur Arbeitsmarktstatistik gehören u. a. die Arbeitslosenquote und Daten zum Bestand von Arbeitslo-
sen.
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Abbildung 6 - Anteil der Aktivierungen von ausländischen Arbeitslosen an den Aktivierungen von Arbeitslosen gesamt
* Hinweis: JDW = Jahresdurchschnittswert seit Jahresbeginn
2. Kennzahlen, weitere Ergänzungsgrößen und Strukturdaten
Sowohl die Summe der Ausgaben für Leistungen zum Lebensunterhalt (LLU) als auch die Su m-
me der Ausgaben für Leistungen für die Unterkunft (LfU) sind im Vergleich zum Vormonat leicht
gesunken. Ursache für diese Entwicklung ist der Rückgang der Zahl der leist ungsberechtigten
Personen (vgl. Abbildung 7 und 8). Insgesamt befinden sich im April 2015 21.191 Personen im
Leistungsbezug nach dem SGB II, dies sind 25 Personen bzw. 0,1 % weniger als im Vormonat.
14.744 von diesem Personenstand sind erwerb sfähige Leistu ngsberechtigte (eLb), die Anzahl
der nichterwerbsfähigen Leistungsberechtigten (nEf) beträgt 6.447. In beiden Personengruppen
sind gleichermaßen verringerte Bestandszahlen festzustellen.
Hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Integrationen setzt sich die positive Entwicklung fort: Die Quo-
te beträgt im Januar 2015 63,3 %. Dies bedeutet erneut einen Anstieg sowohl im Vergleich zum
Vormonat (+ 0,7 %) als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat (+ 3,9 %).
Weitere Kennzahlen und Ergänzungsgrößen Berichtsmonat: April 15
Ist Vormonat Abweichung
Vorjahres-
monat Abweichung
Durchschnitt
Vorjahr
K1 - Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt
(Monatswert) 4.064.927 4.086.707 -0,5% 3.949.179 2,9% 3.934.445
Jahresfortschritt der Leistungen zum Lebenunterhalt
(kumulierte Werte Januar bis April) 16.241.323 12.176.396 15.756.462 3,1%
K1E1 - Summe der Leistungen für Unterkunft und Heizung
(Monatswert) 4.567.509 4.579.689 -0,3% 4.482.094 1,9% 4.475.769
Jahresfortschritt der Leistungen für Unterkunft und Heizung
(kumulierte Werte Januar bis April) 18.217.504 13.649.995 17.825.071 2,2%
K1E2 - Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
(Monatswert) 14.744 14.755 -0,1% 14.478 1,8% 14.447
K2E3 - Nachhaltigkeit der Integrationen*
(Durchschnittswert der vergangenen zwölf Monate) 63,3 62,9 0,7% 60,9 3,9% 61,6
K3E1 - Anzahl Integrationen Langzeitleistungsbezieher
(Monatswert) 97 88 10,2% 101 -4,0% 119
* Berichtsmonat Januar 2015
Abbildung 7 - weitere Kennzahlen und Ergänzungsgrößen
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Strukturdaten Berichtsmonat: April 15
Ist Vormonat Abweichung Vorjahresmonat Abweichung
Durchschnitt
Vorjahr
Leistungsberechtigte 21.191 21.216 -0,1% 20.795 1,9% 20.781
Leistungsberechtigte männlich 10.589 10.616 -0,3% 10.392 1,9% 10.386
Leistungsberechtigte weiblich 10.602 10.600 0,0% 10.403 1,9% 10.395
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb) 14.744 14.755 -0,1% 14.478 1,8% 14.447
eLb männlich 7.306 7.324 -0,2% 7.168 1,9% 7.154
eLb weiblich 7.438 7.431 0,1% 7.310 1,8% 7.293
Nichterwerbsfähige Leistungberechtigte (nEf) 6.447 6.461 -0,2% 6.317 2,1% 6.334
nEf männlich 3.283 3.292 -0,3% 3.224 1,8% 3.231
nEf weiblich 3.164 3.169 -0,2% 3.093 2,3% 3.103
Erwerbstätige Leistungsbezieher* 4.512 4.525 -0,3% 4.549 -0,8% 4.563
abhängig erwerbstätig 4.193 4.205 -0,3% 4.177 0,4% 4.203
mit Einkommen bis zu 450 € 2.197 2.210 -0,6% 2.270 -3,2% 2.255
mit Einkommen zwischen 450 € bis 850 € 856 836 2,4% 848 0,9% 846
mit Einkommen ab 850 € 1.140 1.159 -1,6% 1.059 7,6% 1.102
selbständig erwerbstätig 380 378 0,5% 423 -10,2% 414
* Berichtsmonat März 2015
Abbildung 8 – Strukturdaten
3. Arbeitslose
Die Arbeitslosenquote für die Stadt Münster (Rechtskreise SGB II und SGB III) beträgt im Juli
2015 6,0 %, sie ist im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte angestiegen (vgl. Abbi l-
dung 9). Der einhergehende Zuwachs im Bestand der Arbeitslosen im SGB II liegt bei 49 Pers o-
nen bzw. 0,8 %. Der festgestellte Anstieg entfällt somit überwiegend auf den Rechtskreis SGB III.
Die Arbeitslosenquote im Rechtskreis II liegt in Folge unverändert bei 4,0 %.
Arbeitslose Berichtsmonat: Juli 15
Ist Vormonat Abweichung Vorjahresmonat Abweichung Durchschnitt Vorjahr
Arbeitslosenquote Münster (in %) 6,0 5,7 5,3% 6,2 -3,2% 6,0
Anteil ALG II-Bezieher an Arbeitslosenquote (in %) 67,1 69,0 -2,8% 69,4 -3,4% 68,3
Bestand Arbeitslose SGB II 6.434 6.385 0,8% 6.692 -3,9% 6.430
Männer 3.628 3.575 1,5% 3.702 -2,0% 3.572
Frauen 2.806 2.810 -0,1% 2.990 -6,2% 2.858
15 bis unter 25 Jahre 532 526 1,1% 540 -1,5% 509
dar. 15 bis unter 20 Jahre 93 91 2,2% 84 10,7% 93
50 Jahre und älter 1.882 1.877 0,3% 1.973 -4,6% 1.915
dar. 55 Jahre und älter 1.072 1.072 0,0% 1.088 -1,5% 1.057
Langzeitarbeitslose 3.541 3.521 0,6% 3.461 2,3% 3.313
dar. 25 bis unter 55 Jahre 2.637 2.607 1,2% 2.589 1,9% 2.464
dar. 55 Jahre und älter 798 805 -0,9% 764 4,5% 741
Schwerbehinderte 393 381 3,1% 384 2,3% 378
Ausländer 1.558 1.572 -0,9% 1.430 9,0% 1.365
Abbildung 9 – Arbeitslose
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4. Sanktionen
Im Berichtsmonat April sind 467 Sanktionen wirksam, dies sind 6,0 % bzw. 30 Sanktionen wen i-
ger als im Vormonat (vgl. Abbildung 10). Die Sanktionsquot e ist in Münster entgegen der En t-
wicklung auf Bundes - und Landesebene gesunken und liegt bei 2,5 %. Auch für die Höhe des
Kürzungsbetrages gilt, dass im Gegensatz zu Bund und Land eine Verri ngerung zu verzeichnen
ist. Der Betrag liegt in Münster zudem weiterhin deutlich unter dem Vergleichsniveau.
Sanktionen Berichtsmonat: April 15
Ist Vormonat Abweichung Vorjahresmonat Abweichung Durchschnitt Vorjahr
Anzahl der wirksamen Sanktionen 467 497 -6,0% 570 -18,1% 508
Sanktionsquote
Münster 2,5 2,6 -5,4% 3,0 -19,0% 2,7
Nordrhein-Westfalen 2,8 2,6 4,1% 3,1 -11,9% 3,0
Deutschland 3,0 2,9 3,7% 3,3 -10,9% 3,2
Durchschnittliche Höhe der Kürzung
Münster 89,64 € 92,57 € -3,2% 96,15 € -6,8% 94,18 €
Nordrhein-Westfalen 103,72 € 103,67 € 0,1% 102,64 € 1,1% 101,75 €
Deutschland 108,79 € 107,76 € 1,0% 108,06 € 0,7% 106,96 €
Abbildung 10 – Sanktionen
In Vertretung
gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlage:
Glossar
Basisinformation_ASSGVAf_Anlage_Glossar
7114 Zeichen
Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und Abkürzungen) - Anlage zur Basisinformation des Jobcenter Münster – Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsfö rderung zur beruflichen Eingliederung/ Weiterbildung (z. B. Umschulung). Aktivierungsquote der Langzeitleistungsbe- ziehenden (K3E2) Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehen den in einer Maßnahme der aktiven Arbeits- förderung im Berichtsmonat (Zähler) und der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des J obcenters wird die Aktivierungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden jeweils als Jahresdurc hschnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). Alo = Arbeitslose Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige zu- mutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsb emühungen zur Verfügung stehen und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen und den mit- helfenden Familienangehörigen. Asu = Arbeitsuchende Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der Begriff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht arbeitslosen Arbeit- suchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftig ung suchen, auch wenn sie bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. BG = Bedarfsgemeinschaft Personen, die in einem Haushalt und in einer so genannten Verantwortungs- und Einstehensge- meinschaft miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen (Ehegatten/ Partner und Kinder), nicht aber Großeltern oder Verschwägerte. BM = Berichtsmonat Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem sta- tistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten statisti- schen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). eLb = erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. gE = gemeinsame Einrichtung Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des kommuna- len Trägers. Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Integrationsquote (K2) Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf Mo- naten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der Basisinformation des Jobcen- ters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). JDW = Jahresdurchschnittswert Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. JFW = Jahresfortschrittswert Kumulierte Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. Jugendarbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der Basisin- formation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). Leistungsberechtigte Personen, die im Leistungsbezug nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch - Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) stehen. LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, Neben- und Heizkosten). LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, Haushaltsenergie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt). LZA = Langzeitarbeitslose Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. LZB = Langzeitleistungsbeziehende Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 15. Lebens- jahres) mit einzubeziehen, werden Langzeitleistungsbeziehende ab Vollendung des 17. Lebens- jahres ausgewiesen. Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des Beschäfti- gungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Nachhaltigkeitsquote (K2E3) Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten (Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). nEf = nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen, die mit einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in einer Bedarfsgemeinschaft leben, selbst aber noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren), oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmark- tes zu arbeiten. Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Im Falle wiederholter Pflichtverletzungen können Sanktionen von bis zu 100% des Arbeitslosengeldes II (Regelbedarf und Kosten der Unterkunft) verhängt werden. Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gültigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zum Stichtag (Nenner). Verän derungsrate des Bestands der Langzeit- leistungsbeziehenden (K3) Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der Ba- sisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). zkT = zugelassener kommunaler Träger Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung (Optionskom- mune) – z. B. Jobcenter Münster
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0678/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.10.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37