AN/0940/2017
Problemimmobilien in Köln – was tut die Stadtverwaltung?
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SPD Anfrage nach § 4
3859 Zeichen
An den Vorsitzenden des Ausschusses Soziales und Senioren Herrn Michael Paetzold An den Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses Herrn Niklas Kienitz An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 20.06.2017 AN/0940/2017 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Soziales und Senioren 22.06.2017 Stadtentwicklungsausschuss 06.07.2017 Integrationsrat 11.09.2017 Problemimmobilien in Köln – was tut die Stadtverwaltung? Sehr geehrte Herren, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, das Land Nordrhein-Westfalen hat vor kurzem im Rahmen des „Modellvorhabens Problemimmobilien im Kontext der Zuwanderung aus Südosteuropa“ 33 Millionen Euro für die Städte Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne und Wuppertal zur Verfügung gestellt, die für den Ankauf von so genann- ten Schrottimmobilien zur Verfügung stehen. Deren Eigentümer kümmern sich nicht um die Instandhaltung ihrer zunehmend verwahrlosenden Gebäude und vermieten sie trotz massiver Mängel zu oft überzogenen Preisen – häufig an Zu- wanderer aus Südosteuropa. Es drohen menschenunwürdige Wohnsituationen, Verwahrlosungserscheinungen, soziale Konflikte, städtebauliche Missstände, der Verlust architektonischer Qualität und in der Folge oft erhebliche finanzielle Be- - 2 - lastungen für die Kommunen, die mit den vorhandenen rechtlichen Instrumenten kaum gegen das Problem ankämpfen können. Leider hat die Stadt Köln die ihr ebenfalls offen gestandene Möglichkeit zum ge- förderten Ankauf solcher Immobilien nicht genutzt. Die SPD-Fraktion bittet vor diesem Hintergrund um die Beantwortung folgender Fragen: 1. a) Wie ist der Stand der Zuwanderung aus Südosteuropa, insbesondere aus Bulgarien und Rumänien? Wie ist deren Verteilung im Stadtgebiet (wenn möglich bitte Darstellung auf Ebene der Stadtviertel bzw. Stra- ßenzüge)? Trifft es zu, dass es einen Aufenthaltsschwerpunkt im Be- reich Keupstraße/Bergisch Gladbacher Straße in Mülheim gibt? b) Leben in den einzelnen Schwerpunktgebieten jeweils mehrheitlich Fa- milienverbände oder in Deutschland alleinstehende Zuwanderer aus Südosteuropa? 2. Wie ist der Stand der Integration dieser Zuwanderungsgruppe? Gibt es so- ziale Konflikte durch und mit diesem Personenkreis? Gibt es Hinweise auf Missstände und Verwahrlosung von Wohnraum? Wenn ja, wo und wie äu- ßert sich dieser? Wie geht die Verwaltung dagegen vor? 3. Warum hat sich die Stadt Köln nicht an dem „Modellvorhaben Problemim- mobilien im Kontext der Zuwanderung aus Südosteuropa“ beteiligt? Seitens der Bewohner der Großwohnsiedlungen in Finkenberg (Theodor-Heuss- Straße, Brüsseler Straße) und Neubrück (Europaring, Ludwig-Quidde-Platz) wer- den vermehrt und wiederholt Klagen und Beschwerden über Verwahrlosung von und Missstände in Wohnraum angeführt. Insbesondere wird über defekte Türen, Aufzüge, vermüllte und verdreckte Treppenhäuser, defekte Balkons, ein vermüll- tes und verwahrlostes Wohnumfeld und teilweise auch Ratten berichtet. Insbe- sondere diejenigen Bewohnerinnen und Bewohner, die auf funktionierende Auf- züge angewiesen sind, sind teilweise sehr verzweifelt und wissen nicht mehr wei- ter. 4. Welche rechtlichen Möglichkeiten hat die Verwaltung, um einzugreifen? Was unternimmt die Verwaltung gegen die genannten Entwicklungen? 5. Wie ist die Beschwerdelage in anderen Teilen Kölns, insbesondere in weite- ren Siedlungen mit Großwohnanlagen, z.B. Meschenich/Am Kölnberg? Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0940/2017
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 20.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27