AN/0249/2025
Sachstand Einführung fälschungssicherer Schulbescheinigungen
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FDP Anfrage nach § 4
3119 Zeichen
www.FDP-Koeln.de Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker An den Vorsitzenden des Ausschusses für Schule und Weiterbildung Herrn Dr. Helge Schlieben Rathaus · 50667 Köln Fon 0221. 221-23830 Fax 0221. 221-23833 fdp-fraktion@stadt-koeln.de www.fdp-koeln.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 06.03.2025 AN/0249/2025 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Schule und Weiterbildung 17.03.2025 Sachstand Einführung fälschungssicherer Schulbescheinigungen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Vorsitzender, die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie darum, folgende Anfrage auf die Tagesord- nung der kommenden Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 17. März 2025 zu setzen. Bereits Ende 2022 setzte sich die FDP-Fraktion im Schulausschuss für die Einführung fäl- schungssicherer Schulbescheinigungen in Köln ein. Hintergrund ist der seit Jahren bekannte Kindergeldbetrug durch organisierte Banden, die mit gefälschten Schulbescheinigungen für nicht in Deutschland lebende Kinder unrechtmäßig Kindergeld beziehen. Dies verursacht jährlich Schäden in Millionenhöhe. Um dem entgegenzuwirken, forderte die FDP-Fraktion die Teilnahme der Stadt Köln am Pi- lotprojekt „MISSIMO“ der Landesregierung. Trotz der erwiesenen Wirksamkeit des Projekts lehnte die Stadt eine Beteiligung zunächst ab. Die Prüfung der Teilnahme an dem Verfahren MISSIMO wurde letztlich seitens der Schulträgerin Stadt Köln abgeschlossen und das Pro- jekt wird „ausdrücklich von allen Beteiligten begrüßt und wird sowohl durch das Amt für Schulentwicklung, das Schulamt für die Stadt Köln und den Kölner Schulen in städtischer Trägerschaft intensiv genutzt“. Wie die Verwaltung mit ihrer Beantwortung (2246/2024) mitteilte, hat sich „in nahezu allen gemeldeten Fälle laut Auskunft der Familienkasse ein Leistungsmissbrauch bestätigt. Kon- krete Fallzahlen kann derzeit nur die Familienkasse ermitteln, da die Kölner Schulen bisher unmittelbar dorthin gemeldet haben“. Bislang wurden, aufgrund der fehlenden Implementierung eines SPOCs (Single Point of Contact) auf kommunaler Ebene in Köln die Fallzahlen noch nicht zentral erhoben, die Fest- legung eines solchen SPOCs habe sich zum Zeitpunkt der genannten Beantwortung noch in FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln - 2 - www.FDP-Koeln.de der Entscheidung befunden. Vor diesem Hintergrund bittet die FDP-Fraktion um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Erste Strukturen zur Bekämpfung von Kindergelderschleichung wurden bereits ge- schaffen und zeigen Erfolg. Wie ist der aktuelle Stand zur Umsetzung von MISSIMO in Köln? 2. Inwieweit wurde der bisher fehlende SPOC eingerichtet? 3. Können nun auf kommunaler Ebene Fallzahlen zum Kindergeldbetrug erhoben wer- den? 4. Wie viele Fälle von Kindergeldbetrug konnten in Köln bereits aufgedeckt werden und welcher Schaden wurde durch den Betrug verursacht? Mit freundlichen Grüßen Gez. Ulrich Breite Stefanie Ruffen Fraktionsgeschäftsführer Schulpolitische Sprecherin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0249/2025
- Typ
- FDP/KSG Anfrage nach § 4
- Datum
- 06.03.2025
- Erstellt
- 04.03.2025 13:42