AN/0661/2017
Bescheidenes Gedenken an getötete Zwangsarbeiter*innen
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Sachstandsbericht BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle / ___________________________ Vorlagen-Nummer AN/0661/2017 Stand: 02.03.2022 Sachstandsbericht BV 4 Bescheidenes Gedenken an getötete Zwangsarbeiter*innen Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der CDU- Fraktion, der Fraktion DIE LINKE, der FDP-Piraten-Fraktion und des Einzelvertreters Schuster vom 23.04.2017 Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, eine Verlegung von Stolpersteinen für folgende Zwangsarbeiter*innen vorzunehmen: (3) Marusja ERMAKOWA, Jahrgang 1922, † 13.11.1942 (4) Boris BUNJAEW, Jahrgang 1926, † 03.12.19441 (5) Alexander MESINOW, Jahrgang 1927, † 03.12.19442 (6) Ignaz NEJA, Jahrgang 1914, † 08.12.19443 (7) Iwan SCHATKOW, Jahrgang 1905, † 08.04.1944 (8) Katharina SUY, Jahrgang 1926, † 18.12.19444 Zur Finanzierung stellt die Bezirksvertretung Ehrenfeld bezirksorientierte Mittel in Höhe von 120,- € pro Stolperstein, das heißt insgesamt 720,- €, zur Verfügung. Status in Bearbeitung X erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Sachstand zum 31.12.2017: Die Verlegung der Stolpersteine ist am 22.11.2017 erfolgt. Nächste Schritte: Die Bezirksvertretung Ehrenfeld hat den Beschluss im Jahresbericht 2017 als erledigt betrachtet. Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: entfällt
Gem. Antrag nach § 3 (Die Linke BV4)
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SPD-Fraktion
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
CDU-Fraktion
Fraktion DIE LINKE
FDP-Piraten-Fraktion
Einzelmandatsträger Schuster (Deine Freunde)
in der Bezirksvertretung Ehrenfeld
Herrn Bezirksbürgermeister Frau Oberbürgermeisterin
Josef Wirges Henriette Reker
Venloer Str. 419 - 421 Hist. Rathaus
50825 Köln 50667 Köln
Eingang beim Bezirksbürgermeister: 24.04.2017
AN/0661/2017
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 08.05.2017, TOP 8.17
Bescheidenes Gedenken an getötete Zwangsarbeiter*innen
Sehr geehrter Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
wir, die Fraktionen und Einzelmandatsträger*innen in der Bezirksvertretung Eh-
renfeld, bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Sitzung der Bezirks-
vertretung Ehrenfeld am 08.05.2017 aufzunehmen:
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, eine Verlegung von Stolpersteinen für folgende Zwangsarbei-
ter*innen vorzunehmen:
(1) Marusja ERMAKOWA, Jahrgang 1922, † 13.11.1942
(2) Boris BUNJAEW, Jahrgang 1926, † 03.12.19441
(3) Alexander MESINOW, Jahrgang 1927, † 03.12.19442
(4) Ignaz NEJA, Jahrgang 1914, † 08.12.19443
(5) Iwan SCHATKOW, Jahrgang 1905, † 08.04.1944
(6) Katharina SUY, Jahrgang 1926, † 18.12.19444
Zur Finanzierung stellt die Bezirksvertretung Ehrenfeld bezirksorientierte Mittel in Höhe von 120,- €
pro Stolperstein, das heißt insgesamt 720,- €, zur Verfügung.
1 http://historischesarchivkoeln.de/lav/index.php?img=/Personenstandsregister/Standesamt_Koeln_I/Sterbefaelle/1944 /1944_Bd_01 / 0746.jpg, Zugriff:
30.01.2017.
2 http://historischesarchivkoeln.de/lav/getimg.php?img=/Personenstandsregister/Standesamt_Koeln_I/Sterbefaelle/1945 /1945_Bd_01_rechtsrh/ 0443.jpg,
Zugriff: 30.01.2017.
3 http://historischesarchivkoeln.de/lav/getimg.php?img=/Personenstandsregister/Standesamt_Koeln_I/Sterbefaelle/1945 /1945_Bd_01_rechtsrh/ 0461.jpg,
Zugriff: 30.01.2017.
4 http://historischesarchivkoeln.de/lav/index.php?img=/Personenstandsregister/Standesamt_Koeln_I/Sterbefaelle/1944 /1944_Bd_01 / 0781.jpg, Zugriff:
30.03.2017.
- 2 -
Begründung:
Zwangsarbeiter*innen aus den besetzten Gebieten wurden während des Zweiten Weltkriegs 1939 -
1945 ins Deutsche Reich versch leppt. Dort mussten sie in Industrie, Gewerbe, Bergbau, Landwir t-
schaft oder bei staatlichen Betrieben aber auch in Privathaushalten unter zumeist unmenschlichen
Bedingungen Zwangsarbeit verrichten. Auch in Ehrenfeld existierten verschiedene Lager für Zwang s-
arbeiter*innen und Orte der Zwangsarbeit. Auch in Ehrenfeld war die Zwangsarbeit geprägt von k a-
tastrophaler Unterbringung, unzureichender Ernährung, mangelnder medizinischen Versorgung,
unzureichenden hygienischen Bedingungen und von unmenschlichen Arbeit sbedingungen; Wide r-
setzlichkeiten wurden erbarmungslos bestraft. Auch in Ehrenfeld starben Zwangsarbeiter*innen.
Sechs von ihnen können einen bescheidenen Ort des Erinnerns und Gedenkens erhalten, indem Sto l-
persteine dort verlegt werden, wo sie lebten, arbeiteten oder interniert waren.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Petra Bossinger Christiane Martin
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzende
SPD BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Martin Berg Berndt Petri
Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender
CDU DIE LINKE. BV Ehrenfeld
Diana Lantzen Harald Schuster
Fraktionsvorsitzende Mitglied der Bezirksvertretung
FDP-Piraten DEINE FREUNDE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0661/2017
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV4 (Die Linke)
- Datum
- 27.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27