4182/2019
Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2019/2020 in den Stadtbezirken Rodenkirchen, Nippes, Ehrenfeld und Chorweiler
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Mitteilung BV
3106 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/671/2 Vorlagen-Nummer 4182/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 05.12.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 09.12.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 09.12.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 23.01.2020 Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2019/2020 in den Stadtbezirken Rodenkirchen, Nippes, Ehrenfeld und Chorweiler Der städtische Wald konnte sich leider in diesem Jahr von der extremen Dürre des Jahres 2018 nicht erholen. Aufgrund geringer Niederschläge im Winter und Frühjahr 2018/19 und dem trockenen Som- mer wurden die Bodenwasservorräte nicht aufgefüllt, sodass der Wald bereits zu Beginn der Vegeta- tionsperiode mit einem erheblichen Wasserdefizit auskommen musste. Im April wurden die Folgen der Dürre besonders bei Buchenalthölzern an Waldrändern im Stadtwald und im Äußeren Grüngürtel erkennbar. Einzelne Altbuchen trieben nicht aus, andere entwickelten nur eine schüttere Belaubung. In der Folge starben ganze Bäume oder Teile der Baumkrone ab. Beim Bergahorn führte die Tro- ckenheit zu einem Schub der Rußrindenkrankheit. Im gesamten städtischen Wald ist Bergahorn, vor allem auf trockenen Standorten und an sonnenexponierten Waldrändern, befallen. Die Bäume ster- ben sehr schnell ab. Trockenschäden, wie eine schüttere Belaubung, abgestorbene Bäume oder Kro- nenteile sind auch vereinzelt bei der Eiche zu erkennen. Der Befall durch Eichenprozessionsspinner nahm zu. Insgesamt macht die Eiche aber noch einen vitalen Eindruck. Die Esche hat unter der Tro- ckenheit weniger gelitten, allerding werden weiterhin Bäume vom Eschentriebsterben befallen. Der städtische Wald besteht überwiegend aus Laubholzmischbeständen. Dadurch ist er widerstandsfähi- ger gegen über Witterungsextremen und Schädlingsbefall, da beigemischte Baumarten die abgestor- benen Bäume ersetzen können. In den Beständen ist natürliche Verjüngung vorhanden, sodass Lü- cken durch nachwachsende Bäume geschlossen werden. Insgesamt ist festzustellen, dass die Vitalität des städtischen Waldes durch die Trockenheit ge- schwächt ist. Obwohl zum Aufbau klimastabiler Wälder eine regelmäßige Waldpflege zur Förderung der Baumartenvielfalt und Stabilität des Waldes geboten ist, ist es vor dem Hintergrund des Trocken- stresses unter dem der Wald steht, nicht zu vertreten Durchforstungen zu planen, da nicht absehbar ist, wie sich die Vitalität des Waldes weiter entwickeln wird. Deshalb sind im Winter 2019/20 keine Durchforstungen in den Altwäldern des Äußeren Grüngürtels vorgesehen. In den jungen und mittelal- ten Beständen werden nur die für 2019 geplanten aber noch nicht durchgeführten Durchforstungen umgesetzt, wenn es die Vitalität des Waldbestandes zulässt. Dies wird vor Beginn der Maßnahme vom Förster beurteilt. Forstbetriebliche Schwerpunkte der Waldpflegearbeiten im städtischen Wald werden im kommenden Winter die notwendigen Fällungen zur Verkehrssicherung entlang von We- gen, Bebauung und Straßen sein. Diese verteilen sich auf den gesamten Wald im Stadtbezirk.
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4182/2019
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 02.12.2019
- Erstellt
- 29.11.2019 10:55