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2241/2021

Beantwortung der Anfrage: AN/0943/2021 Graffitikrieg Ultras Köln : Ultras Leverkusen

Beantwortung einer Anfrage (BV) 09.06.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 14.06.2021, TOP 7.1.10

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Anfrage AN_0943_2021

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

6219 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
I/32/32/0 
AN0943/2021 
Vorlagen-Nummer 
 2241/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 14.06.2021 
 
Beantwortung der Anfrage: AN/0943/2021 Graffitikrieg Ultras Köln : Ultras Leverkusen 
 
„Ist der Verwaltung bekannt, dass im Großraum Köln-Leverkusen ein ,,Graffitikrieg“ zwischen 
Fußballanhängern der o.g. Sportvereine tobt?“ 
 
Die KASA erfasst alle gemeldeten Straftaten im Bereich illegaler Farbschmierereien und Graffiti an 
Objekten im öffentlichen Eigentum. Insgesamt wurden pandemiebedingt aus den Reihen der 
Ultragruppierungen viele neue Graffiti in den jeweiligen Stadtgebieten und deren Umgebung geschaf-
fen. Von einem „Graffitikrieg“ ist der KASA nichts bekannt. Eine Rücksprache mit den szenekundigen 
Beamten der Polizei PI3 (1. FC Köln) sowie PI7 (Bayer 04 Leverkusen) ergab, dass dort ebenfalls 
keine diesbezügliche Häufung erkennbar ist. 
 
„Steht die Verwaltung dazu im Kontakt mit benachbarten Kreisen und Gemeinden sowie Lan-
desbehörden, da sich die Auswirkungen des Graffitikrieges auch außerhalb der Städte Köln 
und Leverkusen insbesondere entlang Autobahnachsen und anderen Verkehrsachsen bis ins 
Bergische Land sowie Düsseldorf u.a. ziehen?“ 
 
Aufgrund der Zuständigkeit und Eigentumsverhältnisse werden bei der KASA nur Fälle bearbeitet und 
statistisch erfasst bei denen es sich um öffentliches Eigentum der Stadt handelt. Die KASA und ihre 
Partner stehen dabei in engem Austausch untereinander. Ein regelmäßiger Austausch der KASA mit 
anderen Kommunen besteht aktuell nicht. Durch die verschiedenen Polizeidienststellen wird die KA-
SA jedoch mit Informationen und Fallzahlen aus Bereichen außerhalb des Stadtgebietes versorgt.  
 
„Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Privateigentümer und die Öffentliche Hand vor ei-
nem weiteren Ausufern, insbesondere der Fußballgraffitis, schützen?“ 
 
Die Kölner Anti Spray Aktion reinigt jährlich über 20.000 Quadratmeter Fläche an öffentlichem Eigen-
tum und stellt zu jedem gemeldeten Schadensfall einen Strafantrag bei der zuständigen Polizeibehör-
de. Die effektive Arbeit der KASA zeigt sich in der für Sachbeschädigungen überdurchschnittlich gu-
ten Aufklärungsquote, diese liegt bei rund 10 Prozent. 
Neben der Entfernung und Strafverfolgung von Sachbeschädigungen durch illegale Farbschmiererei-
en unterstützt die KASA regelmäßig Präventions- sowie Gestaltungsprojekte.  
Beispiele hierfür sind die Gestaltungen der Stützwände, rund um den Bahnhof Geldernstra-
ße/Parkgürtel, mit der dazugehörigen Hall of Fame oder auch das jährlich stattfindende Event „Vee-
delstars“ im Stadtteil Buchforst.  
Ziel der Projekte ist es junge und kreative Menschen in die Gestaltung des öffentlichen Raums mit 
einzubeziehen. Die KASA arbeitet bei diesen Projekten regelmäßig ämterübergreifend mit Vereinen 
und den jeweiligen Stadtbezirken zusammen. Die KASA verspricht sich unter anderem durch diese 
Projekte eine legale alternative für die Sprayerszene zu schaffen und dadurch illegalen Verunreini-
gungen entgegenzuwirken.

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Im Jahre 2019 wurde in Zusammenarbeit mit dem 1. FC Köln medienwirksam eine Kampagne gegen 
die Verunreinigung der Stadt durch Aufkleber gestartet. Eine Neuauflage dieser Stadtinformations-
kampagne wurde aufgrund der anhaltenden pandemischen Lage vorerst ausgesetzt um Kapazitäten 
für den Ordnungsdienst zur Verfügung zu stellen. 
 
„Wurden bereits Kontakt zu den Fanbeauftragten der Vereine aufgenommen?“ 
 
Ein Kontakt zu den Fanbeauftragten der Vereine besteht zurzeit nicht. 
 
Wie steht es insgesamt um die Entwicklung von Graffitikriminalität und Säuberungsmaßnah-
men durch KASA seitens der Stadt im Stadtbezirk Mülheim (Aktuelle Entwicklung der Fallzah-
len seit dem letzten KASA-Bericht und Abarbeitung durch die Reinigungstrupps)? 
 
Die KASA erfasst alle gemeldeten Straftaten im Bereich illegaler Farbschmierereien und Graffiti an 
Objekten im öffentlichen Eigentum. Die genannten Fallzahlen beziehen sich daher lediglich auf ange-
zeigte Straftaten nach §303/304 StGB sowie §86 StGB an städtischem Eigentum. 
Im Zeitraum von 2019 bis einschließlich Mai 2021 sind insgesamt 122 Sachbeschädigungen durch 
illegale Sprayaktionen und Farbschmierereien im Bezirk Mülheim durch die KASA bearbeitet worden. 
Statistisch sind dies rund 13,5% der Fälle im Kölner Stadtgebiet im besagten Zeitraum. 
Aufgrund des vorhandenen Zahlenmaterials lassen sich die entstandenen Schäden im Bezirk für den 
Zeitraum mit 329.769,23 € beziffern. Dieser Wert ergibt sich aus der vertraglich zu zahlenden Ge-
samtsumme, heruntergerechnet auf die gereinigten Quadratmeter. 
 
Jahr Bearbeitete 
Fälle im Kalen-
derjahr im 
Stadtbezirk 
Gereinigte Quadrat-
meter im Bezirk Mül-
heim 
Reinigungskosten im 
Bezirk Mülheim 
2019  45 4.380 167.228,40 € 
2020  48 3.226 123.168,68 € 
2021 (einschließlich 
Mai) 
 19    995   39.372,15 € 
Gesamt 122 8.601 329.769,23 € 
 
Neben der Reinigung durch die AWB wirken auch andere Teile der Stadtverwaltung aktiv an der Be-
kämpfung illegaler Graffiti und Farbschmierereien mit. Verschmutzungen an Stadtmobiliar werden 
durch das Stadtmobiliarteam bei der AWB entfernt. Ebenfalls prüft das Amt für Straßen und Ver-
kehrsentwicklung ob beschmierte Verkehrsschilder gereinigt oder ausgetauscht werden müssen.  
Bei Verschmutzungen an Bäumen oder Gewächsen wird das Amt für Landschaftspflege und Grünflä-
chen in den Reinigungsprozess involviert, um Schäden an den Pflanzen zu vermeiden. 
 
Der KASA gemeldete Verunreinigungen an Stromkästen und Straßenlaternen werden umgehend an 
die RheinEnergie weitergeleitet. Gleiches gilt für Verunreinigungen an Kästen der Deutschen Post 
sowie Verteilerkästen der Telekom oder NetCologne. Hier geschieht die Reinigung in eigener Ver-
antwortung. 
 
Die Reinigung von Schmierereien in den kompletten U-Bahnanlagen erfolgt seit Anfang des Jahres 
2009 „aus einer Hand“ durch die KVB. Die KASA stellt je nach Zuständigkeit Strafantrag im Namen 
der KVB oder der Stadt Köln. Da die Reinigung in diesen Fällen nicht von der Stadt beauftragt wird 
sind diese Zahlen nicht Teil der statistischen Erfassung bei der KASA.

Anfrage AN_0943_2021

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Beratungsverlauf (1)

14.06.2021 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.1.10 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2241/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
09.06.2021
Erstellt
09.06.2021 11:23