1030/2019
Mitteilung Sachstand Breitbandkoordination
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/123/2 Vorlagen-Nummer 21.03.2019 1030/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 25.03.2019 Wirtschaftsausschuss 02.05.2019 Ausschuss Schule und Weiterbildung 06.05.2019 Mitteilung Sachstand Breitbandkoordination Zu Beginn des Jahres 2018 hat die Verwaltung im Amt für Informationsverarbeitung die Stabsstelle Breitbandkoordination eingerichtet, um die Weiterentwicklung der öffentlichen Telekommunikations- netze in Köln zu betreiben. Sie unterstützt den e igenwirtschaftlichen Ausbau der Netzbetreiber, die Akquise von Fördermitteln und die Koordination von stadteigenen Projekten. Folgende Projekte wurden initiiert bzw. betreut: 1. Kölner Gigabit-Masterplan In Abstimmung mit den Telekommunikationsnetzbetreibern wird zur Zeit ein Gigabit -Masterplan für Köln entwickelt und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt. Der Gigabit - Masterplan forciert die flächendeckende Gigabit-Versorgung in Köln bis 2025 und darauf aufbauend den Aufbau eines 5G -Netzes. Unter Einbeziehung der Telekommunikationsunternehmen erhält Köln damit eine hochleistungsfähige und zukunftssichere Telekommunikations-Infrastruktur. Bis Ende 2018 wurde eine Markterkundung durchgeführt, d.h. eine Erhebung der Versorgungsdaten der drei großen Telekommunikationsanbieter in Köln: NetCologne, Telekom und Unitymedia. Hieran wirk- te die TÜV Rheinland Consulting GmbH mit. Hierfür konnten erfolgreich Bundesmittel in Höhe von 50.000 Euro eingeworben werden. Auf Basis der Markterkundung wird die Stadt Förderanträge für den Breitbandausbau stellen. Grund- lage ist die Bundesrichtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepub- lik Deutschland“, letztmals überarbeitet am 15.11.2018 bezüglich der Glasfaseranbindung von Schu- len, welche durch das Land NRW kofinanziert wird. Die Verwaltung bereitet kurzfristig einen Förderantrag zur Glasfaseranbindung der rd. 1.500 aktuell unter 30 MBit/s versorgten Adressen vor (so g. Weiße Flecken). Zudem sind rd. 27.000 Adressen nicht mit gigabitfähiger Infrastruktur erschlossen (sog. Graue Flecken). Um diese Adressen mit Glas- faser auszubauen, wird voraussichtlich ab 2020 ein weiteres Bundesförderpr ogramm bereit stehen, an dessen Entwicklung die Verwaltung über den Deutschen Städtetag mitwirkt. Gesonderte Fördermittel für die Glasfaseranbindung von Schulen und Gewerbegebieten sind ebe n- falls verfügbar und werden ebenfalls beantragt. Von den über 100 Gewerbeflächen in Köln sind bis auf 4 bereits von NetCologne und der Deutschen Telekom mit Glasfaser erschlossen. Die vier ve r- bliebenen, unversorgten Gewerbegebiete werden in die Förderung aufgenommen. 2 Auch Dienststellen der Stadtverwaltung profitieren von dem Förderprogramm: Glasfaseranbindungen für unter 30 MBit/s angebundene städtische Adressen werden förderfähig. Auf Basis der nun vorliegenden Marktdaten konnten zudem zahlreiche Bürgeranfragen zu aktuellen und künftigen Internetgeschwindigkeiten beantwortet werden. Flächendeckender Glasfaser-Ausbau weist auch hohe Synergien für den 5G -Ausbau auf: 5G erfor- dert ein engmaschiges Netz kleiner Antennen, welche sämtlich eine Glasfaseranbindung benötigen. Der Tiefbau für diese Anbindungen ist sehr kostenintensiv, entsprechend hoch fallen die Einsparun- gen aus, wenn er mit dem Ausbau des Glasfasernetzes kombiniert werden kann. Der Kölner Gigabit- Masterplan wird auch hierauf eingehen und damit zur schnelleren und kostengünstigeren 5G - Erschließung Kölns beitragen. Nach Umsetzung des Kölner Gigabit-Masterplans wird somit jede Adresse in Köln über einen Glasfa- seranschluss verfügen und zum Aufbau eines flächendeckenden 5G-Mobilfunknetzes werden weitrei- chende Voraussetzungen geschaffen sein. 2. Öffentliches WLAN-Netz „hotspot.koeln“ Die Stadt Köln s tellt in Zusammenarbeit mit NetCologne das freie, öffentliche WLAN -Netz ho t- spot.koeln bereit. Es ermöglicht bereits jetzt mehr als 50.000 Nutzern pro Tag kostenfreien Internet- zugang an vielen öffentlichen Flächen der Stadt. Möglich wird dieser Zugang durch mehr als 875 An- tennen (Access Points) – bisher überwiegend in der Innenstadt. Durch Ratsbeschluss vom 07.11.2017 wurde eine Million Euro bereitgestellt, um das bestehende WLAN-Netz in 2018 und 2019 um 200 Antennen zu erweitern – davon je 10 in den Stadtbezirken 02- 09. Damit wird das WLAN -Netz um 200 Antennen erweitert. Diese Planung unter Einbeziehung der Bezirke und Bürgerämter wurde in 2018 abgeschlossen und der Ausbau gestartet. Kickoff der Umset- zung war am 09.10.2018 im Kölner Zoo. Durch Ratsbeschluss vom 08.11.2018 wurden weitere Mittel bereitgestellt: 100.000 Euro zum Ausbau von KVB -Haltestellen mit WLAN, sowie 140.000 Euro zur allgemeinen Verstärkung des WLAN - Netzes. Mit den aktuellen Ausbauplanungen konnten zudem zahlreiche Anträge einzelner Bezi rksvertretun- gen auf Ausbau von fokussierten Plätzen, KVB-Haltestellen etc. erledigt werden. In 2019 wird die Umsetzung des Ausbauprojektes fortgesetzt, so dass dieses Jahr erstmals über 1000 Antennen in Betrieb sein werden. Mit der KVB werden Gespräche ü ber den Ausbau weiterer unterirdischer KVB -Haltestellen wieder aufgenommen. Auf Basis eines positiven Abschlussberichtes zu einem ersten Pilot-Ausbau der unter- irdischen Haltestellen Dom/Hbf., Rudolfplatz und Friesenplatz im November 2018 ist davon auszuge- hen, dass künftigen Erweiterungen keine Hindernisse entgegenstehen. Zudem werden lokale Projekte wie der Ausbau der Fischerinsel im Fühlinger See und der Messecity in Angriff genommen. 3. Digitale Infrastruktur an den Kölner Schulen Um modernes, mobiles und zeitgemäßes Lernen an den Kölner Schulen zu unterstützen, investiert die Verwaltung weiterhin erheblich in die schulische IT-Infrastruktur. Seit Ende 2018 sind alle Schulen in städtischer Trägerschaft wie geplant mit einem Glasfasera n- schluss an das Inter net angeschlossen. Lediglich 5 Schulen, bei denen aktuell Sanierungs - oder 3 Bauarbeiten stattfinden, stehen noch aus. In den Antrag auf Bundesförderung im Rahmen des Kölner Gigabit-Masterplans werden zudem noch die Städtische Freiluft - und Gartenarbeitsschule Freiluga sowie sechs Schulen in externer Trägerschaft mit aufgenommen. Mit der Förderung aus „Gute Schule 2020“ hat sich aber noch mehr getan: 140 Kölner Schulen verfü- gen mittlerweile ein vollflächiges WLAN. Der WLAN-Ausbau an den Kölner Schulen wird kontinuier- lich fortgesetzt. Gez. Dr. Keller
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1030/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 27.03.2019
- Erstellt
- 15.03.2019 10:39