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V/0470/2017

Haushalt 2017: Förderung des AFAQ e.V.

Vorlagen 22.05.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung, Sitzung am 21.06.2017, TOP 16

Beschlussvorlage

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Ansehen

Konzept AFAQ e.V

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Ansehen

Beschlussvorlage

3031 Zeichen

V/0470/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Haushalt 2017: Förderung des AFAQ e.V. 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
21.06.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit,  
                       Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Sperrvermerk des im Haushaltsjahr 2017 zur Verfügung gestellten Zuschusses von 24.000 € für 
die Miet- und Mietnebenkosten des AFAQ e.V. wird aufgehoben. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Der Haushaltsplan 2017 sieht in der Produktgruppe 0503 Mittel von jährlich 24.000 € für den ge-
nannten Zweck vor. 
 
 
Begründung: 
 
In seiner Etatsitzung am 23.11.2016 hat der Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Ver-
braucherschutz und Arbeitsförderung empfohlen, in den Haushaltsjahren 2017 und 2018 einen Zu-
schuss von jeweils 24.000 € vorzusehen; der Ausschuss hat ferner empfohlen, die Auszahlung im 
Jahr 2017 von der Bedingung abhängig zu machen, dass der Verein gemeinsam mit der Verwaltung 
zuvor ein tragfähiges Konzept erarbeitet (Sperrvermerk, Entsperrung durch den Fachausschuss). Der 
Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat haben sich der Empfehlung im Zusammenhang mit der 
Vorberatung und Verabschiedung der Haushaltssatzung 2017 angeschlossen. 
 
Das Ergebnis der Zusammenarbeit befindet sich im Anhang. Besonderer Fokus der Verwaltung lag 
auf dem Herausarbeiten der relevanten Arbeitsfelder, in denen der Verein tätig ist. Danach teilt sich 
die Arbeit in die drei Kernbereiche Medien, Anlauf- und Beratungsstelle sowie Angebote im Bereich 
Bildung, Integration und Kultur auf.  
 
In allen drei Bereichen verfügt der AFAQ e.V. über ein breites Netz an Ehrenamtlichen. Außerdem 
bietet der Verein drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über das Programm des Jobcenters „Soziale 
Teilhabe am Arbeitsmarkt“ jeweils einen Arbeitsplatz.  
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0470/2017 
Auskunft erteilt: 
Frau Stemmer 
Ruf: 
492-5566 
E-Mail: 
StemmerD@stadt-muenster.de  
Datum: 
09.06.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0470/2017 
 
Mit seinem vielfältigen Medien- und Kulturangebot und der Beratungs- und Anlaufstelle leistet der 
AFAQ e.V. wichtige Integrationsarbeit in Münster. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung 
wurde unter anderem im Bereich Arbeitsförderung weiter ausgebaut. Wie der 5. Abschnitt „Zusam-
menarbeit mit anderen Institutionen“ verdeutlicht, ist der Verein in Münster und darüber hinaus gut 
vernetzt. 
 
Der Verein bemüht sich um Spenden und Fördergelder. Aus der Kalkulation wird allerdings deutlich, 
dass eine Basisfinanzierung seitens der Stadt notwendig ist, um die laufenden Miet- und Mietneben-
kosten von insgesamt 25.080 € zu decken. 
 
Auf der Grundlage des Konzepts empfiehlt die Verwaltung, den Sperrvermerk aufzuheben und den 
Zuschuss in diesem und, vorbehaltlich der Ergebnisse der Etatberatungen 2018, im kommenden Jahr 
auszuzahlen.  
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
 
Konzept des AFAQ e.V.

Konzept AFAQ e.V

22772 Zeichen

1 
 
Konzept AFAQ e.V. – Verein für kulturelle und gesellschaftliche 
Zusammenarbeit 
1. Hintergründe, Ziele, Schwerpunkte  
AFAQ e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in freier Trägerschaft, der sich aus Bürgerinnen und 
Bürgern unterschiedlichen Alters und kulturellen Hintergrundes zusammensetzt. Er hat eine 
politisch und weltanschaulich neutrale Ausrichtung.  
Das allgemeine Ziel der Vereinsarbeit von AFAQ e.V. ist es, durch ein vielfältiges kulturelles 
Angebot und beständige, qualifizierte Beratung möglichst viele Menschen unterschiedlicher 
Gruppierungen anzusprechen und durch das Fördern des interkulturellen Dialogs in der 
Stadt Münster Problemen und Auseinandersetzungen, die auf lange Sicht aufgrund der 
kulturellen Diversität innerhalb Münsters noch entstehen könnten, vorzubeugen.  
Der Verein, welcher im Jahre 2012 von Münsteranerinnen und Münsteranern gegründet 
wurde, die aus dem arabischsprachigen Kulturkreis stammen und den Wunsch hatten die 
Münsteraner Bevölkerung mit ihrer Kultur vertraut zu machen und eine intensivere 
kulturelle und gesellschaftliche Zusammenarbeit in der Stadt durchzuführen, durchlief in den 
vergangenen zwei Jahren einen großen Wandel. Ging es zu Beginn vor allem darum, eine 
Plattform des interkulturellen Austausches zu schaffen, so stand in den letzten Jahren vor 
allem die „Erstversorgung“ von Geflüchteten im Vordergrund.  
AFAQ e.V. hat sich in der Vergangenheit als sehr flexibel erwiesen und entwickelte sich unter 
ständiger Berücksichtigung der Bedürfnisse von Geflüchteten weiter, so dass der Verein 
aktuell vor allem integrationsfördernde Maßnahmen, Beratungsangebote mit verschiedenen 
Themenschwerpunkten und die Begleitung zu Terminen für Neuankömmlinge anbietet. 
AFAQ e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, allen Menschen, die sich in einer schwierigen sozialen 
Lage befinden, Unterstützung zu bieten und so langfristig dazu beizutragen, dass sie ein 
erfülltes Leben in Münster führen können. Nur wenn sich alle Menschen, ob mit oder ohne 
Migrationshintergrund, gut in die Münsteraner Gesellschaft einfügen können, kann auch auf 
Dauer die kulturelle Diversität der Bevölkerung als eine Bereicherung angesehen werden.  
Der Verein mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helfern hat sich zu einer Anlaufstelle für 
Migrantinnen und Migranten in Münster etabliert, die Hilfestellungen jeglicher Art 
benötigen. AFAQ e.V. möchte insbesondere Kinder und Jugendliche mit 
Migrationshintergrund fördern, damit die jüngste Generation der Geflüchteten unter 
optimalen Bedingungen auf ihre Ziele und Träume hinarbeiten kann. 
Aber auch Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits die erste Phase ihres 
Integrationsprozesses abgeschlossen haben, stellen für den Verein eine wichtige Zielgruppe 
dar, da diese insbesondere vom kulturellen Angebot profitieren können und sich gleichzeitig 
intensiv auf ehrenamtlicher Basis im Verein für Neuankömmlinge engagieren.

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Hervorzuheben ist, dass auch Alteingesessene, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, 
durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen zur interkulturellen Öffnung angeregt 
werden sollen und die Chance erhalten sich mit Menschen auszutauschen, mit denen sie im 
Alltag nicht in Kontakt gekommen wären. Der Verein möchte mit seinen vielseitigen 
Projekten den Dialog der Menschen fördern und sie für unbekannte Kulturen und Sprachen 
begeistern. 
AFAQ e.V. strebt es an, für die kommenden Jahre die Rolle eines Bindeglieds zwischen der 
Münsteraner Bevölkerung und in erster Linie Bürgerinnen und Bürgern, die aus dem 
arabisch- und kurdischsprachigen Kulturkreis stammen, einzunehmen. Das langfristige Ziel, 
auf das alle Mitglieder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins hinarbeiten, ist es 
jedoch, dass sich die Gruppen auflösen und zu einem großen, bunten Ganzen werden, 
sodass kein Bindeglied mehr von Nöten ist. 
Die Verantwortlichen von AFAQ e.V. sind überzeugt davon, dass in Zusammenarbeit mit 
Institutionen und anderen Vereinen der Stadt Münster viel bewegt werden kann, wenn alle 
gemeinsam das Ziel eines harmonischen Zusammenlebens verfolgen.  
 
2. Das AFAQ-Team 
Die Grundlage der erfolgreichen Arbeit von AFAQ e.V. bildet ein großes Repertoire an 
Ehrenamtlichen und Festangestellten, die sich für ihre neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger 
einsetzen und viel Zeit und Arbeit investieren. Das Team zeichnet sich durch Mitglieder 
unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft aus, die alle ganz individuelle Stärken 
besitzen. Neben zahlreichen Helferinnen und Helfern aus dem arabischen Kulturkreis kann 
sich der Verein auch auf viele deutschstämmige, ukrainische, russische etc. Ehrenamtliche 
verlassen.  
Zu dem AFAQ-Team gehören vier festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 
Vereins, von denen drei im Rahmen des vom Jobcenter initiierten Programmes 
„Sozialteilhabe am Arbeitsmarkt“ tätig sind und eine Mitarbeiterin eine geringfügige 
Beschäftigung für den Verein verrichtet. AFAQ e.V. bietet diesen Personen nach langer 
Erwerbslosigkeit die Chance Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen, sich im Rahmen der 
Tätigkeit grundlegende Fähigkeiten anzueignen und erstmals wieder Verantwortung zu 
übernehmen.  
Des Weiteren bietet AFAQ e.V. regelmäßig Studierenden, Schülerinnen und Schülern und 
Migrantinnen und Migranten die Chance ein Praktikum im Verein zu absolvieren. Für viele 
von ihnen ist dies der erste Schritt auf dem deutschen Arbeitsmarkt.  
Der Vorstand des Vereins ist auf ehrenamtlicher Basis tätig und führt zusätzlich zur 
Vereinsarbeit einen Beruf aus.

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3. Unsere Schwerpunkte 
 
Bei AFAQ e.V. gibt es eine klare Aufgabenunterteilung, welche es ermöglicht in jedem 
Bereich auf Expertinnen und Experten zurückgreifen zu können. Insbesondere die gute 
Kommunikation untereinander trägt zu reibungslosen Arbeitsabläufen bei.  
 
3.1 Medien 
Der Aspekt der Medien spielt für den gemeinnützigen Verein AFAQ e.V. eine entscheidende 
Rolle. Neben der Social-Media-Abteilung des Vereins selbst, welche in erster Linie von den 
Vorstandsvorsitzenden und einem Praktikanten geleitet wird und in die auch die 
Umgestaltung der Vereins-Homepage fällt, stehen an dieser Stelle zwei Projekte im 
Vordergrund, bei denen fast ausschließlich junge Geflüchtete ehrenamtlich tätig sind. In 
beiden Projekten geht es um die Informationsvermittlung, insbesondere was die 
Bewältigung des Alltags in Deutschland anbelangt und welche Hürden und Schwierigkeiten 
für Geflüchtete in der Stadt entstehen können.  
Online-Radiosender „HALA“ 
Ein Team von bis zu sieben Geflüchteten, ist für das Projekt des Online-Radiosenders „HALA“ 
zuständig. Sie ermöglichen es, dass täglich über einen Zeitraum von zwei Stunden Beiträge 
auf Kurdisch und Arabisch gesendet werden können. Der Radiosender stellt oftmals die 
einzige Informationsquelle zu Geschehnissen in der Stadt Münster für Geflüchtete dar, die 
noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.  
Interkulturelles Magazin „HALA“ 
Hierbei handelt es sich um eine zweisprachige Zeitschrift (deutsch-arabisch) für die 
Münsteraner Bevölkerung – mit und ohne Migrationshintergrund -, die sich für die Arbeiten

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von AFAQ e.V. und die Perspektiven der Neuankömmlinge der Stadt interessiert. Das 
Magazin erscheint vierteljährlich und legt viel Wert auf Aktualität. 
 
3.2 Angebote  
Die Angebote des Vereins sind äußerst vielseitig und sprechen verschiedenste Zielgruppen 
an. Die kulturelle Arbeit stellt bereits seit der Gründung einen der bedeutsamsten 
Arbeitsbereiche für AFAQ e.V. dar. Gemeinsam mit allen für einen Verein unabdingbaren 
organisatorischen und finanziellen Angelegenheiten, sind dies Arbeiten, die in erster Linie 
von den Vorstandsvorsitzenden und einer Arbeitskraft durchgeführt werden, die auf 
Minijob-Basis für AFAQ e.V. tätig ist. Bei der konkreten Umsetzung von kulturellen 
Veranstaltungen setzt der Verein jedoch dann auch wieder auf die Hilfe von Ehrenamtlichen.  
 
3.2.1 Weiterbildende Maßnahmen  
Der Verein bietet seit einiger Zeit verstärkt Kurse und Workshops an, welche verschiedene 
Zielgruppen ansprechen. Es sei jedoch an dieser Stelle hinzugefügt, dass die Grenzen 
zwischen den einzelnen Kategorien meist fließend sind und sich einige der Angebote 
mehreren Unterpunkten zuordnen lassen. 
AFAQ-Treffpunkt Lernwerkstatt für Flüchtlingskinder 
Es handelt sich hierbei in erster Linie um einen Lerntreff für Grundschülerinnen und 
Grundschüler, die alle einen Migrationshintergrund haben und erst seit kurzem in 
Deutschland leben. Neben dem Erlernen der deutschen Sprache sollen auch kulturelle 
Unterschiede und Besonderheiten des deutschen Alltags thematisiert werden. So kann auf 
Dauer der individuelle Integrationsprozess der Kinder gefördert werden.  
AFAQ-Treffpunkt Sprache für geflüchtete Jugendliche 
Dies ist ein Sprachencafé für geflüchtete Jugendliche, die von ihren Erfahrungen in der 
deutschen Gesellschaft berichten. Viele von ihnen haben noch immer Hemmungen, was die 
Anwendung der deutschen Sprache in der Öffentlichkeit anbelangt. Insbesondere der Aspekt 
der Zukunftsplanung steht bei diesem Projekt im Fokus.  
Arabisch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Münster 
Von AFAQ e.V. ausgerichtete Arabisch-Sprachkurse, die im Auftrag der Stadt Münster 
speziell auf die Bedürfnisse und Interessen der Angestellten der Stadt abgestimmt sind und 
auch nur für diese Zielgruppe vorgesehen sind.  
Sprache als Handschlag – Arabisch für Sozialarbeiter und Ehrenamtliche  
Hierbei handelt es sich um mehrere Sprachkurse auf verschiedenen Sprachniveaus, die die

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erste Kommunikation zwischen Sachbearbeiterin und Sacharbeiter und Klientin und Klient 
vereinfachen sollen.  
3.2.2 Kulturelles Angebot für die Münsteraner Bevölkerung  
Viele der Veranstaltungen finden regelmäßig bereits seit mehreren Jahren statt und sollen 
auch in Zukunft ein fester Bestandteil des Angebots von AFAQ e.V. sein. 
AFAQ-Kindertag 
Der Kindertag von AFAQ e.V. findet jährlich statt und ist ganz nach den Bedürfnissen der 
Kinder mit und ohne Migrationshintergrund ausgerichtet.  
AFAQ-Kulturwoche 
Die von AFAQ e.V. organisierte Kulturwoche ist ein wichtiges Event, das in der ganzen Stadt 
stattfindet und alle Bereiche der kulturellen Zusammenarbeit vereint.  
In Münster heimisch werden. Du! Ihr! Alle! 
Bei dieser eintägigen Veranstaltung handelt es sich um einen Tag der Begegnungen, welchen 
der Verein AFAQ jedes Jahr regelmäßig im Zuge der Münsteraner Wochen gegen Rassismus 
veranstaltet. Hierbei geht es vor allem darum den Neuankömmlingen Münsters die Stadt 
näher zu bringen und den kulturellen Austausch untereinander zu fördern.  
Literaturabende und Lesungen 
In Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt, zu denen vor allem 
die Westfälische Wilhelms-Universität Münster zählt, soll allen Münsteranerinnen und 
Münsteranern mit Migrationshintergrund der Zugang zur Wissenschaft erleichtert werden.  
Münsters neue Melodie- Kulturelle Grenzen vergessen und Neuankömmlinge willkommen 
heißen 
Hierbei handelt es sich um einen Musikabend, bei dem in erster Linie die Neuankömmlinge 
der Stadt willkommen geheißen werden und sich die Bürgerinnen und Bürger Münsters 
einander annähern sollen.  
 
3.2.3 Integrationsfördernde Maßnahmen für Geflüchtete  
Der gemeinnützige Verein legt großen Wert darauf, auf die konkreten Bedürfnisse der 
Geflüchteten einzugehen und anhand dieser speziell angepasste Kurse und 
Beratungsmöglichkeiten anzubieten. 
AFAQ-Treffpunkt Frau 
Die Treffen sollen Frauen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit geben in einer 
entspannten Atmosphäre über ihre Erfahrungen in der neuen Heimat zu sprechen. Es geht in 
erster Linie um den Austausch, vor allem von Wünschen, Zukunftsplänen, Ängsten und 
Bedürfnissen. An den Treffen nehmen auch deutsche Frauen teil, so dass die Frauen auch die

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Gelegenheit bekommen in einer weniger angespannten Atmosphäre ihre erworbenen 
Deutschkenntnisse anzuwenden.  
Beratung und Austausch zu religiösen Angelegenheiten 
Seit Januar 2017 zählt auch eine Beratung und ein Austausch zu religiösen Angelegenheiten 
zu unserem Angebot. Auch dieses Projekt richtet sich unter anderem an Jugendliche, die sich 
in einer schwierigen Situation befinden. Wir möchten jungen Menschen helfen einen Weg zu 
finden ihre Religion frei praktizieren und ausleben zu können, ohne damit in der deutschen 
Gesellschaft Konflikte hervorzurufen.  
Erstorientierungsworkshop 
Der zweiteilige Workshop zielt darauf ab, den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern 
Münsters bei der Orientierung in ihrer neuen Heimat behilflich zu sein und ihnen wertvolle 
Tipps für den Alltag zu geben.  
Psychologische Beratung von Kindern und Familien 
Die psychologische Beratung wird auf verschiedenen Sprachen angeboten, geht bereits in 
den Bereich des Coachings über und wird von einer jungen, feinfühligen Mitarbeiterin (BSc 
Applied Psychology) durchgeführt. Besonders ist hierbei vor allem, dass sie und ihr Team zu 
einem großen Teil aus den Herkunftsländern der Geflüchteten stammen und so den nötigen 
kulturellen Hintergrund mitbringen, um den Kindern und Erwachsenen aktiv helfen zu 
können. 
 
3.3 Anlaufstelle – Beratung und Begleitung  
Die angesprochenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Maßnahme „Sozialteilhabe am 
Arbeitsmarkt“ sind während der täglichen Sprechstunden (9-16 Uhr) im Rahmen der 
Anlaufstelle für Geflüchtete und teilweise auch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter da, die 
Hilfe bei verschiedensten Angelegenheiten benötigen. Hierbei handelt es sich vor allem um 
Hilfestellungen bei dem Ausfüllen von Dokumenten, Übersetzungen von Dokumenten und 
Beratungen zu verschiedenen Themenbereichen, wie etwa dem Gesundheitswesen, 
Asylangelegenheiten und der Wohnungssuche.  
Gleichzeitig gehört auch die Koordinierung von Terminen zu dem Aufgabenbereich der drei 
Festangestellten. Hierbei handelt es sich meist um Arzttermine, Behördengänge o.ä., bei 
dem die Hilfesuchenden Unterstützung durch eine Sprachmittlerin oder einen Sprachmittler 
benötigen. Diese Sprachmittler sind ohne Ausnahme Personen, die die Begleitung zu 
Terminen ehrenamtlich durchführen und zu einem Großteil auch Vereinsmitglieder sind. Sie 
stammen aus verschiedenen Ländern und gehören ganz unterschiedlichen Altersklassen an. 
3.4 Organisation und Finanzen 
Alle größeren organisatorischen Aufgaben, die Koordination der Mitarbeiterinnen und

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Mitarbeiter und die Beschaffung und Verwaltung von finanziellen Mitteln fallen in den 
Aufgabenbereich des Vorstandvorsitzenden und seiner Stellvertreterin.  
Die zahlreichen Ehrenamtlichen engagieren sich je nach Bedarf und Fähigkeiten in allen 
aufgeführten Bereichen und sind dem Verein vor allem durch ihre unbegrenzte 
Hilfsbereitschaft und Leidenschaft eine große Stütze.  
 
4. Finanzierung  
Aufgrund der Tatsache, dass AFAQ e.V. ausschließlich gemeinnützige Arbeiten in der Stadt 
Münster durchführt, bemühen sich die Verantwortlichen um finanzielle, personelle oder 
materielle Förderung durch lokale Institutionen und Arbeitgeber. Neben Mitgliedsbeiträgen 
und Spenden ist der Verein auf Fördermittel angewiesen. Für die Haushaltsjahre 2016/2017 
erhielt der Verein Anschubförderungen sowohl durch die Bezirksregierung Arnsberg, als 
auch durch das Kommunale Integrationszentrum im Rahmen des Förderprojektes „Komm an 
NRW“.  
Da es geplant ist, den Verein langfristig gesehen in der Stadt Münster zu etablieren und das 
Beratungs- und kulturelle Angebot weiter auszubauen und mit qualifiziertem Personal noch 
zu verbessern, werden an vielen Stellen weitere finanzielle Ressourcen benötigt.  
Um dauerhaft gute Arbeit leisten zu können, musste der Verein 2016 in größere 
Räumlichkeiten ziehen. Die monatliche Miete von 1.997 € stellt eine jährliche Belastung von 
23.964 € dar, welche nicht durch Projektmittel gedeckt ist.  
 
5. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen  
An dieser Stelle folgt eine Auflistung der Kooperationspartner von AFAQ e.V. mit einer 
Kurzbeschreibung hinsichtlich der gemeinsamen Tätigkeiten und Projekte. Es handelt sich 
hierbei in erster Linie um Partner aus der Stadt Münster, jedoch ist AFAQ e.V. auch über die 
Stadtgrenzen hinaus aktiv und arbeitet mit Institutionen und Vereinen anderer Regionen, 
z.T. sogar im Ausland, zusammen. 
Alexanier – Martinistift: Für die genannte Einrichtung der öffentlichen Erziehungshilfe stellt 
der Verein Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zur Verfügung. 
Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten: AFAQ e.V. ist als einer 
der Ansprechpartner für die arabischsprechende Zielgruppe auf dem Flyer 
„Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten“ aufgeführt. 
AWO Duisburg: Mit der AWO pflegt AFAQ e.V. eine gute kulturelle Zusammenarbeit und war 
bereits im Rahmen des Duisburger Stadtfestes aktiv.

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Bezirksregierung Arnsberg: AFAQ e.V. erhält Anschubförderungen aus Arnsberg für seine 
Arbeiten.  
Brücke und das International Office der WWU: Diese zwei Anlaufstellen der Universität 
unterstützt der Verein, indem er eine Beratung für Geflüchtete ermöglicht, die ein Studium 
in Deutschland in Betracht ziehen. 
Bürgerstiftung für Münster: Im Jahre 2014 kam AFAQ e.V. unter die acht Finalisten des 
Bürgerpreises, welcher von der Bürgerstiftung verliehen wird. Zudem hat sich der Verein 
bereits am Bürgerbrunch beteiligt und auch die Chance wahrgenommen, den 
Weihnachtsmarktstand der Stiftung zu nutzen.  
Flüchtlingsheime der Stadt: AFAQ e.V. stellt zahlreichen Flüchtlingsunterkünften auf 
Nachfrage Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zur Verfügung.  
Frauenbüro Stadt Münster: Im Rahmen des monatlich stattfindenden AFAQ Treffpunkt-Frau 
arbeitet AFAQ e.V. mit dem Münsteraner Frauenbüro zusammen.  
Integrationsrat: Bei verschiedenen Veranstaltungen wie z.B. dem Friedensfest oder dem 
interkulturellen Fest hat AFAQ e.V. finanzielle Unterstützung von Seiten des 
Integrationsrates erhalten. 
Jobcenter: Auch die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter spielt für AFAQ e.V. eine wichtige 
Rolle. Drei der vom Verein Angestellten sind im Rahmen des Projektes „Sozialteilhabe am 
Arbeitsmarkt“ tätig. Hervorzuheben ist außerdem der rege Austausch mit der 
Migrationsbeauftragten des Jobcenters. Der Verein vermittelt Hilfesuchenden wichtige 
Informationen über die Arbeit und die Prozesse des Jobcenters.   
Kommunales Integrationszentrum Münster: AFAQ e.V. erhält Förderungen durch das KI, die 
in das Projekt „Komm an NRW“ fallen. Auch das Programm „Ankommen und verstehen“, 
welches Soforthilfen zur Förderung der Integration von Geflüchteten ermöglichte, kam dem 
Verein zugute.  
Koordinierungsstelle für Migranten: Mit dieser Institution kommt es aufgrund unserer 
aktiven Teilnahme am Tag der Migranten regelmäßig zu einer Zusammenarbeit.  
Kulturamt: Der Verein erhielt Unterstützung vom Kulturamt für die Veranstaltung „Münsters 
neue Melodie – Kulturelle Grenzen vergessen und Neuankömmlinge willkommen heißen“. 
Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen: Im Rahmen 
des Projektes „Wegweiser“, bei dem es sich um ein Präventionsprogramm gegen 
gewaltbereiten Salafismus handelt, wird AFAQ e.V. vom Innenministerium als 
Beratungsstelle empfohlen. Des Weiteren erhielt der Verein Unterstützung vom 
Innenministerium im Rahmen der Münsteraner Wochen gegen Rassismus und für die

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Veranstaltung „Münsters neue Melodie – Kulturelle Grenzen vergessen und 
Neuankömmlinge willkommen heißen“.  
Polizei Münster: Gemeinsam mit der Münsteraner Polizei und dem Sozialamt führt AFAQ 
e.V. eine Aufklärungsreihe gegen politischen Salafismus durch, die in erster Linie für 
Geflüchtete und unbegleitete minderjährige Ausländer vorgesehen ist. Dies geschieht in 
Abstimmung mit dem Innenministerium und dem Verein Vip, welcher Träger des 
„Wegweiser“ Projektes ist.  
Zudem klärt der gemeinnützige Verein AFAQ regelmäßig Menschen mit 
Migrationshintergrund über die Arbeit der Polizei auf und vermittelt ihnen die wichtigsten 
Informationen zu diesem Themenbereich.  
Mit dem Kontaktbeamten für muslimische Institutionen (KmI) herrscht eine beständige und 
rege Zusammenarbeit.  
Sozialamt: Der Verein steht mit dem Sozialamt Münster in engem Kontakt und wird in naher 
Zukunft im Rahmen des vom Sozialamt initiierten Projektes 
Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) bis zu fünf Migrantinnen und Migranten die 
Chance bieten einen ersten Eindruck von der deutschen Arbeitswelt zu erhalten. Auf Anfrage 
des Sozialamtes stellt der Verein auch ehrenamtliche Dolmetscherinnen und Dolmetscher 
für Geflüchtete zur Verfügung, die noch kein Recht auf einen bezahlten Dolmetscher oder 
eine bezahlte Dolmetscherin haben.  
Sparkasse und Volksbank: Von beiden Einrichtungen erhielt der Verein in der Vergangenheit 
Unterstützung für verschiedene kulturelle und kinderorientierte Veranstaltungen. 
Stadtwerke Münster: Auch die Stadtwerke haben den Verein bereits bei Veranstaltungen 
unterstützt. Gleichzeitig vermitteln unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den 
Hilfesuchenden regelmäßig die wichtigsten Informationen über die Arbeit und auch die 
Angebote der Stadtwerke Münster. 
Stiftung Internationale Wochen gegen Rassismus: Für die Durchführung von 
Veranstaltungen, die der Verein anlässlich der Münsteraner Wochen gegen Rassismus 
organisiert, erhält AFAQ e.V. Unterstützungen von der genannten Stiftung.  
Universität Leiden: Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Hikma aus Leiden hat AFAQ 
e.V. ein Austauschprogramm unter dem Thema des Irak-Krieges durchgeführt.  
Volkhochschule Münster: Die von AFAQ e.V. organisierten Kurse zur arabischen Sprache und 
Kultur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Münster wurden in Zusammenarbeit 
mit der VHS Münster durchgeführt.

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6. Kalkulation für Januar bis Dezember 2017 
Zuschuss der Stadt Münster  24.000,00 €   
Zuschüsse, Spenden und Mitgliedschaftsbeiträge 7.000,00 €   
Mittelanforderung ESF Soziale Teilhabe -JobCenter 39.678,00 €   
Anschubförderung BezReg Arnsberg (Mittelabruf 16.03.2016) 6.000,00 €   
Komm An! NRW 9.848,00 €   
Arabisch für Sozialarbeiter und Ehrenamtliche 1.500,00 €   
Arabisch für MitarbeiterInnen der Stadt Münster 2.400,00 €   
Catering für diverse Veranstaltungen (KI, Sozialamt, Brücke) 2.864,00 €   
MBC-Projekt 9.245,00 €   
Veranstaltungskosten, Fahrtkosten (u.a. Frauentreff, Münsters 
neue Melodie, Münsteraner Wochen gg. R.)    4.750,00 € 
Porto- und Telefonkosten   755,00 € 
Mietkosten inkl. Nebenkosten 
 
25.080,00 € 
Kontoführungsgebühren   200,00 € 
Buchhaltung/Steuerberatung   250,00 € 
Personalaufwand (Löhne, Honorare, Sozialabgaben)   51.250,00 € 
MBC-Projekt   8.750,00 € 
Bürobedarf und Ausstattung   1.500,00 € 
Hala Magazin und Radio   10.000,00 € 
Summe  102.535,00 €   102.535,00 €

Beratungsverlauf (1)

21.06.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 16 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0470/2017
Typ
Vorlagen
Datum
22.05.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37