V/0680/2005
Konzept für ein Stadtteilmarketing in Münster
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Berichtsvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER Münster Marketing Betrifft Konzept für ein Stadtteilmarketing in Münster Beratungsfolge 06.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 06.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 13.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht Bericht: Der Werksausschuss Münster Marketing hat in seiner Sitzung am 24.05.2005 ein erstes Konzept für ein Stadtteilmarketing beschlo ssen. Der Ausschuss hat ferner festgelegt, dass die Inhalte den Bezirksvertretungen zur Kenntnis gegeben werden sollen. Ausgangslage - Ziel von Stadtteilmarketing Ziel des Stadtteilmarketing muss es sein, den Beitrag der einzelnen Stadtteile zum Profil der Stadt Münster zu definieren, zu ver bessern und nach außen erkennbar zu machen. Anders als bei den Bürgerforen und den Zukunfts werkstätten geht es hierbei nicht in ers- ter Linie um die Innensicht (Was können wir im Stadtteil alles besser machen?), sondern um die Stärken und die Auße nsicht (Welche auch von auß en erkennbaren Stärken soll- ten wir ausbauen und warum?). Stadtteilmarketing ist daher kein Konzept der bisher übli- chen kommunalen Stadtteilförderung, sondern ei n Diskussionsprozess mit dem Stadtteil und im Stadtteil. Die Stadt Münster hat im ISM-Prozess die Grundlagen für das städtische Marketing fest- gelegt. Danach ist Münsters Stadtmarketing ein ganzheitliches Marketing, d.h. es erschöpft sich nicht in Werbung, sonder n versteht sich als Pendant zur Stadtent- wicklung es vermarktet nicht nur das Profil der Stadt, sondern es arbeitet mit an der Profil- schärfung und an dessen Erkennbarkeit. Vorlagen-Nr.: V/0680/2005 Auskunft erteilt: Frau Spinnen Ruf: 492 27 00 E-Mail: spinnen@stadt-muenster.de Datum: 18.08.2005 Öffentliche Berichtsvorlage 2 Als Profilierungsmerkmale mit europaweiter Reichweite sind für Münster "Lebensart" und "Wissenschaft" festgelegt. Die Ziele für di e einzelnen Fachsicht en wie Wirtschaft, Bil- dung, City, Freizeit, Kultur etc. sind in Fo rm der Leitorientierungen abgebildet - das sind Zielvorgaben mit unterschiedlicher Reichweite (lokal - regional - national - europaweit). Profile und Leitorientierungen Unser Profil: "Wissenschaft" und "Lebensart" Unsere Leitorientierungen: Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwick- lungsstandorte in Europa Wir werden als Wirtschaftsstandort die St adt des dynamischen Mittelstandes in Nord- rhein-Westfalen Wir werden als ein kulturelles Zentrum uns eres Landes Projekte mit internationaler Ausstrahlung entwickeln Wir wollen das Zentrum für Verwaltungen u nd Institutionen sowie für öffentliche und private Dienstleistungen in Westfalen bleiben und an ihrer Modernisierung aktiv mit- wirken Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Be- gegnung, als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiter- entwickeln: Ö mit hoher Umwelt- und Naturqualität Ö mit breitem Freizeit- und Sportangebot Ö mit hohem Wohnwert, Familienf reundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtge- sellschaft Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Tole- ranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, das s Münster nachhaltig lebenswert bleibt - als Stadt im Gleichgewicht! Das Ergebnis des ISM-Prozesses ist im ersten Schritt - um im Bild zu sprechen - die Festlegung von Leitplanken für die Zukunftsentwicklung der Stadt. Die Stadt, Innenstadt und Stadtteile Wer Profile und Leitorientierungen für Münsters Zukunftsentwicklung zur Kenntnis nimmt, erkennt sofort, dass das Marketingkonzept eines für die gesamte Stadt ist. Das Cityma- nagement ist lediglich ein Teilbereich im Aufgabenportfolio von Münster Marketing und 3 erfolgt allein auf der Grundlage, dass die Innenstadt Münsters als ein überregional rele- vantes Alleinstellungsmerkmal definiert ist. Die Ziele der Leitorientierungen sind nicht ohne die Stadtteile zu erreichen. Die hohe Le- bensqualität der Stadt basiert zu einem erh eblichen Teil auf gut funktionierenden Stadt- teilen. Bei der Frage nach einem Stadtteilmarketing geht es daher um die Frage, wie sich die Stadtteile selbst auf der "Zukunftsaut obahn Münster" weiterent wickeln können und wie sie ihren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Stadt definieren und einbringen. Leitlinien für ein Stadtteilmarketing Ziel des Stadtteilmarketings muss es sein, den Beitrag der einzelnen Stadtteile zum Profil der Stadt Münster zu definieren, zu ver bessern und nach außen erkennbar zu machen. Stadtmarketing bedeutet daher, di e Stadt in all ihren Facette n aus "Kundensicht" zu be- trachten, d.h. aus der Sicht der Bürger, der Gäste, der Studenten und Studentinnen, der Unternehmen (Einzelsicht vs. Gesamtsich t; Bedeutung von der Freundlichkeit der Ord- nungskräfte, Sauberkeit in der Stadt, kulturelles Angebot, Kindergärtenplätze, …). Um diesen Inhalt, den Markenkern, festzulegen, bedarf es einer lä ngeren und intensiven Vorbereitung im Stadtteil. Darin muss der Stadtteil seinen Beitrag zum Stadtprofil definieren seine Stärken und Schwächen im Hinbli ck auf Kunden, Gäste, Bürger belegen seine ehrenamtlichen Struktur en so stärken, dass eine l angfristige Arbeit mit breiter bürgerschaftlicher Beteiligung sichergestellt ist ein langfristiges Strukturkonzept darl egen, in dem keine kurzfristigen Events den Hauptakzent bilden die finanzielle Basis aus Mitteln des Stadtte ils im Sinne eines PPP-Modells absichern eine Organisation etablieren, die mindestens aus einem Marketingbeirat und der Be- zirksverwaltungs und der Bezirksbürgermeister/-bürgermeisterin besteht. Das Förderkonzept Aus dem Budget von Münster Marketing werden jährlich 30.000 Euro bereitgestellt, mit denen jeweils bis zu drei Stadtteile geförde rt werden können. Die Mittel dienen in der ersten Phase dem Aufbau von langfristigen Stru kturen; sie sind nicht für Stadtteilfeste oder andere Stadtteilevents zu verausgaben. In einer späteren Phase können weitere infrastrukturelle Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtteils gefördert werden (z.B. Licht- konzepte, Beschilderungen, Stadtmöblierungen, etc.). Der Stadtteil muss in seinem lang- fristigen Förderantrag darlegen, dass die Initiative auf breite bürgerschaftliche Beteiligung gegründet ist wie der Prozess der Erarbeitung eines Pr ofils oder einer Marke organisiert ist in welche grobe inhaltliche Richtung die Überlegungen gehen sollen dass zu den beantragten Geldern 50 % aus Marketingmitteln aus dem Stadtteil auf- gebracht werden müssen. 4 Die Jury Über die Vergabe der Förderung und deren Höhe entscheide t ein Vergabegremium, das aus externen Fachberatern besteht: Prof. Dr. Walter Siebel, Arbeitsgruppe Stadtforschung an der Carl von Ossietzky Uni- versität Oldenburg Priv.Doz. Dr. Dr. Helmut Schnei der, Marketing Centrum Münster Jens Imorde, Landesbüro Stadtmarketing Dr. Thomas Hauff, Amt für Stadtentwi cklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung (bera- tend) Der Adressatenkreis Das Angebot von Münster Mark eting, einen Stadtteilmarket ingprozess in ausgewählten Stadtteilen zu fördern, richtet sich an die Stadtteile, die dafür auch eine ausreichend in- tensive und effektive Vorarbeit geleistet haben und die bereit sind, diesen Profilierungs- prozess auch langfristig durch zuführen. Es geht also nicht um Fördermittel, die auf dem üblichen Antragswege abzuschöpfen sind. Das Angebot bezieht sich in erster Lini e auf die Stadtteile in den Außenbezirken . Es ist aber in Zukunft nicht ausgeschlossen, dass sich nach dem Modell der ISG-Bahnhof auch andere Innenstadtquartiere bewerben können. In den ersten Jahren allerdings soll die Unterstützung ausschließlich den Stadtteilen in den Außenbezirken zukommen. Förderkriterien und Verfahren sind in der Anlage 1 dargeste llt und ebenfalls Gegenstand des Konzeptes. gez. Hartwig Schultheiß Stadtdirektor Anlage
Anlage Förderkriterien und Zeitplan
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Stadtteilmarketing - Förderkriterien und Zeitplan - Seite 1 - Anlage 1 Stadtteilmarketing - Förderkriterien und Zeitplan Ziel des Stadtteilmarketings muss es sein, den Beit rag der einzelnen Stadtteile zum Profil der Stadt Münster zu definieren, zu verbesse rn und nach außen erkennbar zu machen. Um diesen Inhalt, den Markenkern, festzulegen, beda rf es einer längeren und intensiven Vorbereitung im Stadtteil. Darin muss der Stadtteil seinen Beitrag zum Stadtprofil orientiert an den E rgebnissen des ISM definieren seine Stärken und Schwächen im Hinblick auf Kunden , Gäste, Bürger belegen seine ehrenamtlichen Strukturen so stärken, dass e ine langfristige Arbeit mit breiter bürgerschaftlicher Beteiligung sichergestellt ist ein langfristiges Strukturkonzept darlegen, in dem keine kurzfristigen Events den Hauptakzent bilden die finanzielle Basis aus Mitteln des Stadtteils i m Sinne eines PPP-Modells absichern eine Organisation etablieren, die mindestens aus e inem Marketingbeirat und der Be- zirksverwaltungsstelle und der Bezirksbürgermeister/Bürgermeisterin besteht. Allgemeine Bewerbungsgrundlagen Adressaten: Wer kann sich bewerben? Das Angebot von Münster Marketing, einen Stadtteil marketingprozess in ausgewählten Stadtteilen zu fördern, richtet sich an die Stadtteile, die dafür auch eine ausreichend in- tensive und effektive Vorarbeit geleistet haben und die bereit sind, diesen Profilie- rungsprozess auch langfristig durchzuführen. Jeder Stadtteil entscheidet selbst nach Absprache mit der jeweiligen Bezirksvertretung (BV) wie er sich definieren und abgrenzen will. Die BV muss sich an dem Stadtteilpro- jekt mit mindestens 2.500 € beteiligen. Die BV ents cheidet vorher, wie viele Bewerbun- gen aus ihrem Bezirk sie stützen und mitfinanzieren will. Diese Erklärung der BV muss der Bewerbung jedes Stadtteils beiliegen. Im ersten Förderdurchgang sollen ausschließlich Au ßenstadtteile gefördert werden; die Bewerbung von Stadtteilen und Quartieren aus dem Be zirk Münster-Mitte ist langfristig grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Stadtteilmarketing - Förderkriterien und Zeitplan - Seite 2 - Inhalt und Projekte: Was kann gefördert werden? Die Bewerbungen der Stadtteile müssen sich an den Ergebnissen des ISM-Prozesses orientieren. In der Bewerbung muss deutlich werden, wie sich de r Stadtteil als Teil des ganzen (Münster-Profils) sieht, welches Thema er in den Vo rdergrund stellt und mit welchem Projekt er das Thema umsetzen will. Das Projekt mus s etwas sichtbares sein - die Be- werbung muss also ein Umsetzungskonzept für ein Stadtteilthema enthalten. Beispiel: Ein Stadtteil, der die Lebensart Münsters für Gäste erfahrbar machen will, kann eine Aufwertung des Radwegenetzes im Stadtteil vorschlag en. Ein Stadtteil, der die Wohn- und Lebensqualität als Markenzeichen für sich sieht, kann ein Projekt vorschlagen, das diese Qualitäten in Flyer und Internetauftritt komm entiert oder eine andere Idee entwi- ckeln, wie die Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil sichtbar gemacht werden kann. Rahmenbedingungen: Welche Bedingungen gelten für eine Förderung? Bürgerbeteiligung In die Bewerbung und Umsetzung sollen möglichst vie le Akteure des Stadtteils eingebun- den sein. Es muss im Antrag deutlich werden, dass d ie Initiative auf breite bürgerschaftli- che Beteiligung gegründet ist. Der Stadtteil muss z udem eine Organisation nachweisen, die mindestens aus einem Marketingbeirat und der Be zirksverwaltungsstelle und dem Be- zirksbürgermeister/der Bezirksbürgermeisterin beste ht. Eine bereits bestehende und vom Stadtteil akzeptierte bürgerschaftliche Gruppe kann durchaus einen Teil des Marketingbei- rates bilden. Sie sollte aber unbedingt durch Vertr eter und Vertreterinnen anderer gesell- schaftlicher Gruppierungen etwa aus Wirtschaft, Han del, Gastronomie, ggf. aus Vertretern der politischen Parteien und anderer relevanter Vereine ergänzt werden. Förderkriterien Es werden maximal 3 Stadtteile pro Jahr gefördert Die Gesamtfördersumme des Verfahrens beträgt maxim al 30.000,- €, diese 30.000 ,- € werden aus dem Budget von Münster Marketing bereitgestellt Der geförderte Stadtteil muss mindestens zusätzlic h 50 % Eigenanteil der Fördersum- me selbst aufbringen, davon 25 % durch den Stadttei l (BV) und die Verwaltung und 25 % durch private Investoren. Über die Vergabe der Förderung und die Höhe der Fö rdersumme entscheidet eine ex- terne Jury. Die Jury behält sich vor, ggf. kein Projekt zu fördern. Es muss eine zeitliche Präzisierung des jeweiligen Prozesses geben: Das Projekt muss innerhalb eines halben Jahres in 2006 durchgeführt werden. Die Fördermittel dienen dem Aufbau von langfristig en Strukturen; sie sind nicht für Stadtteilfeste oder andere Stadtteilevents zu verausgaben. Stadtteilmarketing - Förderkriterien und Zeitplan - Seite 3 - Es wird keine Defizitfinanzierung geben, ebenso ke ine Förderung nach dem Gieskan- nenprinzip. Die Fördersumme kann nicht für Projekte „angespart “ werden. Aufbau der Bewerbung Die Bewerbung soll in folgende Fragestellungen gegliedert sein: 1. Was sind wir? Welches Thema hat sich der Stadtte il vorgenommen? Wie sieht sich der Stadtteil selber und welche Stärken erkennt er? 2. Finanzierung: Nachweis des 50 %igen Eigenanteils der beantragten Fördersumme 3. Stadtteilthema: Welches Thema hat der Stadtteil zu seinem eigenen gemacht? Wie wird das begründet? 4. Wie behandelt der Stadtteil das Thema? In welche Richtung gehen die Projektideen? 5. Wie bezieht sich die Bewerbung auf das Münster-P rofil? Zeitplan und weiteres Verfahren Information aller Bezirksverwaltungsstellenleiter und Bezirksbürgermeister/innen am 01.09.2005. Frühestens Ende September werden die Bewerbungsunt erlagen herausgegeben Bis Ende Januar können und sollen die Stadtteile d aran arbeiten Die Jury tagt wieder im Februar, die Bewerbungsunt erlagen der Stadtteile werden ihr vorher zugesandt Die Antragsteller stellen der Jury ihr Projekt per sönlich vor. Erste Phase: Stadtteile bekommen Zuschlag, aber die Höhe des Förderbetrages wird noch nicht genannt Zweite Phase: Qualifizierungsmaßnahmen auf Empfehlu ng der Jury mit Unter- stützung durch Münster Marketing (Die Jury wird die Qualifizierungsmaßnahmen begleiten und Qualifizierungskriterien festlegen.) Dritte Phase: Entscheidung im März 2006, die Jury legt die Förderhöhe fest Abschluss: Die Preisträger stellen ihre Projekte der Öffentlichkeit vor
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0680/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 18.08.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37