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2434/2023

Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren NRW: Zukunftsagenda für das Bezirkszentrum Porz

Mitteilung Ausschuss 25.08.2023

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Mitteilung Ausschuss

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Zukunftsagenda_Porz (Version ohne CI)

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

3667 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/151/1 
 
Vorlagen-Nummer 25.08.2023 
 2434/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 31.08.2023 
Stadtentwicklungsausschuss 31.08.2023 
Wirtschaftsausschuss 14.09.2023 
 
Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren NRW:  
Zukunftsagenda für das Bezirkszentrum Porz 
Im Rahmen des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“ des Lan-
des NRW wurden für die drei Bezirkszentren Porz, Kalk und Ehrenfeld Fördergelder zum An-
stoß und zur initialen Umsetzung eines Zentrenmanagements bewilligt. Das Bezirkszentrum 
Porz wurde aufgrund multipler Problemlagen wie Leerständen, Trading-down-Tendenzen und 
städtebaulich-funktionalen Defiziten ausgewählt. Ziel der ersten Förderphase des Sofortpro-
gramms war es, die Einzelhandelslagen zu stärken und dabei vor allem einen Schwerpunkt 
auf die Vernetzung und Aktivierung der Gewerbetreibenden zu legen. Gemeinsam mit dem 
Planungsbüro cima GmbH startete ab August 2021 die Programmumsetzung in Porz und der 
damit verbundene Anstoß sowie die initiale Umsetzung des Zentrenmanagements (bisherige 
Vorlagen: Bewilligung des Förderantrags 3673/2020, Bedarfsfeststellung 3676/2020, Start 
Fördermaßnahme 4245/2021, Bewilligung des 0496/2022 / 0498/2022). 
 
 
In der aktuell zweiten und abschließenden Förderphase werden bereits jetzt bis Ende Dezem-
ber 2023 erste Maßnahmen zur kurzfristigen Umsetzung konzipiert. Geplant sind vernetzende 
Aktionen zwischen den Handelslagen der Porzer Mitte gemeinsam mit den lokalen Akteurs-
gruppen, die Durchführung eines vertiefenden Digitalisierungsworkshops sowie die Bespie-
lung eines aktuellen Leerstands.  Ziel ist es, auch über die Förderphase des Sofortprogramms 
hinaus Impulse zum Austausch und gemeinsamen Miteinander der Akteursgruppen zu schaf-
fen. 
 
In Porz wurde die Umsetzung des Sofortprogramms mit einer intensiven Analyse der Struktu-
ren im Zentrum begonnen, auf die die darauffolgende Netzwerkarbeit vor Ort ausgerichtet 
wurde. Dazu wurden u. a. ein regelmäßiger Jour fixe mit Teilnehmenden aus verschiedenen 
Akteursgruppen eingeführt und verschiedene Öffentlichkeits- und Beteiligungsformate, wie 
beispielsweise ein Digitalisierungsworkshop für Unternehmen aus dem Porzer Geschäftszent-
rum, angeboten. Anschließend wurden vier Leitziele formuliert sowie Transformationsräume 
identifiziert, in die sich die vorgeschlagenen Maßnahmen einbetten. Die Umsetzung des So-
fortprogramms in Porz verbindet den Dialogprozess der modernen stadt zur Umgestaltung der 
Neuen Mitte Porz und die Umsetzung der Maßnahmen aus dem ISEK Porz Mitte. Die ange-
stoßenen Prozesse und das initiierte Zentrenmanagement können im Rahmen des „Büro für 
Vernetzung und Aktivierung“ mit Mitteln aus der Städtebauförderung ab 2024 bis 2027 intensi-
viert werden.

2 
 
 
Zum Abschluss der ersten Förderphase liegt nun für das Bezirkszentrum Porz ein partizipati-
ves Handlungsprogramm vor, die so genannte Zukunftsagenda. Die Zukunftsagenda dient als 
Leitfaden für die Umsetzung des Sofortprogramms durch das Zentrenmanagement bis Ende 
2023. Darüber hinaus soll die Zukunftsagenda aber auch durch engagierte Personen zur Um-
setzung von Maßnahmen vor Ort genutzt werden. Die Zukunftsagenda enthält die Prozessbe-
schreibung inklusive der Beteiligungsformate, die vorangegangenen Analysen und insbeson-
dere konkrete Handlungsfelder und Maßnahmenvorschläge. Für die Bezirkszentren Kalk und 
Ehrenfeld wurden ebenfalls Zentrenagenden erstellt, die unter den Vorlagenr. 2435/2023 
(Kalk) und 2436/2023 (Ehrenfeld) öffentlich einsehbar sind. 
 
 
Anlage 
Zentrenagenda Porz 
 
 
Gez. Haack

Zukunftsagenda_Porz (Version ohne CI)

96197 Zeichen

Zukunftsagenda  
Bezirkszentrum Porz 
Partizipatives Handlungskonzept 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bearbeitung 
Gudula Böckenholt (Projektleitung) 
Sarah Ziegler 
 
Auftraggeber 
Stadt Köln – gefördert durch das „Sofortprogramm zur Stär-
kung unserer Innenstädte und Zentren in NRW”

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
2 
Inhaltsverzeichnis 
1 Einführung 5 
1.1 Aufgabenstellung 5 
1.2 Ausgangssituation in Porz 5 
1.3 Prozess 7 
2 Bestandsaufnahme und -analyse 11 
2.1 Städtebauliche Strukturen im Porzer Bezirkszentrum 11 
2.2 Nutzungsstrukturen des Porzer Zentrums 12 
2.3 Qualitätskriterien des Einzelhandels im Porzer Zentrum 14 
2.4 Leerstehende und mindergenutzte Ladenlokale 17 
2.5 Zusammenfassende SWOT-Analyse 18 
3 Zielperspektiven 21 
3.1 Leitziele 21 
3.2 Transformationsräume 23 
4 Handlungsempfehlungen 26

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
3 
Abbildungen 
Abb. 1: Bisheriges Netzwerk des Porzer Zentrenmanagements 8 
Abb. 2: Zeitplan und wesentliche Projektbausteine des Zentrenmanagements 10 
Abb. 3: Lagebereiche im Zentralen Versorgungsbereich Porz 12 
Abb. 4: Nutzungsmix im Porzer Zentrum 13 
Abb. 5: Nutzungskartierung Oktober 2021 14 
Abb. 6: Zielgruppen- und Qualitätsorientierung des Porzer Einzelhandels im ZV 15 
Abb. 7: Warenpräsentation und Ladengestaltung des Porzer Einzelhandels 15 
Abb. 8: Crossmarketing Website / Social Media 16 
Abb. 9: SWOT-Tabelle 18 
Abb. 10: SWOT-Karte Porz 20 
Abb. 11: Zielkarte Zukunftsagenda Porz 25 
Abb. 12: Übersicht Maßnahmenkatalog Zukunftsagenda Porz 26

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
4 
Vorwort 
 
Das Förderprogramm „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und 
Zentren in Nordrhein-Westfalen“ vom Land NRW wurde aufgelegt, um den Aus-
wirkungen der Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie aktiv zu begegnen. 
Das Sofortprogramm soll dazu dienen, ausgewählte Geschäftsbereiche gezielt 
zu unterstützen. Die Stadt Köln hat sich erfolgreich für drei Bezirkszentren be-
worben und erhält Fördermittel für die Zentren Ehrenfeld, Kalk und Porz. Diese 
werden nun eingesetzt, um in jedem der drei Bezirkszentren ein Zentrenma-
nagement zu initiieren und gemeinsame Perspektiven mit engagierten Men-
schen vor Ort zu erarbeiten. Die Bezirkszentren Porz, Kalk und Ehrenfeld wur-
den aufgrund der besonderen Leerstandssituation, städtebaulicher Defizite und 
zu beobachtender Trading-Down-Tendenzen ausgewählt. Gemeinsam mit den 
beiden beauftragten Planungsbüros, dem Planungsbüro cima in Porz und dem Planungsbüro 
Stadt+Handel in Kalk und Ehrenfeld, konnte der Prozess Ende 2021 starten. 
 
Seitdem wurde in verschiedenen Beteiligungs - und Austauschformaten gemeinsam mit Gewerbe-
treibenden und lokal engagierten Menschen Handlungsansätze entwickelt. Dazu gehörte die inten-
sive Analyse der Bezirkszentren, das Formulieren von Zukunftsbildern und dazu passender Maß-
nahmenpakete. Die vorliegende Zukunftsagenda fasst diesen Prozess zusammen und dient als 
Grundlage für die anstehende Umsetzungsphase des Zentrenmanagements. 
 
Das Bezirkszentrum Porz ist geprägt durch die umfassende Umstrukturierung der Porzer Mitte. Nach 
Aufgabe und Abbruch des ehemaligen Hertie -Kaufhauses prägen heute drei moderne Stadthäuser 
das Zentrum als attraktive Mitte. Durch das Zentrenmanagement können wir das Zusammenwach-
sen der alten und neuen Handelslagen positiv begleiten. Durch die Entwicklung von Leitzielen und 
gezielten Maßnahmen, die darauf einzahlen, soll die Attraktivität der Porzer Geschäftslagen sukzes-
sive verbessert werden. 
 
Ich bedanke mich herzlich bei allen, die an der Erstellung der Zukunftsagenda für Porz mitgewirkt 
haben und eine erfolgreiche Umsetzung unterstützen. 
 
 
Ihr 
 
 
 
Andree Haack 
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
5 
1 Einführung 
1.1 Aufgabenstellung 
Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Sommer 2020 das Sofort programm zur Stärkung der Innen-
städte und Zentren in Nordrhein- Westfalen aufgelegt, um Kommunen bei der Bewältigung strukt u-
reller Probleme ihrer Stadt(teil-)zentren zu unterstützen. Ausschlaggebend für die Initiierung des För-
derprogramms waren die massiven Auswirkungen der Corona- Pandemie, insbesondere auf den 
(Einzel-)Handel, die Gastronomie und Dienstleistungsbereiche. Innenstädte und Ortszentren stehen 
als Handelslagen bereits seit Jahren unter enormem Druck. Der generelle Strukturwandel im Einzel-
handel, u. a. bedingt durch ein verändertes Einkaufsverhalten und den gesellschaftlichen Wandel, 
spiegelt sich in steigenden Umsätzen des Online- Handels und vielerorts in Schließungen von Ein-
zelhandelsbetrieben wider. So verursachte Leerstände und Trading Down-Prozesse können die Ent-
wicklungsfähigkeit von Innenstädten oder Stadtteilzentren nachhaltig beeinträchtigen.  Die Corona-
Pandemie wirkte wie ein Beschleuniger der Veränderungen. Nun sind zudem Auswirkungen des 
Kriegs in der Ukraine und der damit einhergehenden „Energiekrise“ zu spüren.  
Um eine nachhaltige Strategie zu entwickeln, die individuell auf die unterschiedlichen lokalen Bedin-
gungen abgestimmt ist, bedarf es personelle r und finanzieller Ressourcen sowie der Möglichkeit, 
bereits kurzfristig Maßnahmen anstoßen zu können . Die Förderung im Rahmen des Sofortpro-
gramms des Landes NRW ermöglicht es den beteiligten Kommunen, die Handlungsfähigkeit zu stär-
ken und neue Lösungsansät ze für die Innenstadt zu entwickeln. Dazu wurden im Sofortprogramm 
fünf verschiedene Förderbausteine definiert, darunter der Baustein „Anstoß eines Zentrenmanage-
ments“. Diesen hat die Stadt Köln u. a. für das Bezirkszentrum Porz im ersten Programmaufruf (Juli 
2020) beantragt. Nach Aufnahme in das Sofortprogramm wurde im August 2021 die CIMA Beratung 
+ Management GmbH beauftragt.  
Der Anstoß eines Zentrenmanagements zielt darauf,  
 die Potenziale und Risiken vor Ort zu identifizieren und Handlungsbedarfe zu analysieren, 
 die Leerstandssituation zu untersuchen und Lösungsansätze zu entwickeln, 
 ein lokales Netzwerk aufzubauen und zu stärken, 
 Veranstaltungen und Workshops, u. a. mit Eigentümer* innen und Gewerbetreibenden, durchzu-
führen 
 erste Maßnahmen des Innenstadtmarketings und der Öffentlichkeitsarbeit anzustoßen 
 sowie als Bindeglied zwischen den lokalen Akteuren und der Stadt zu agieren. 
1.2 Ausgangssituation in Porz 
Das Bezirkszentrum Porz hat in den letzten Jahren einen Strukturwandel durchlaufen, wie er auch 
in vielen anderen, ähnlich strukturierten Zentren erfolgte. Der örtliche Einzelhandel hat seine früher 
strukturprägende Funktion deutlich eingebüßt . Insbesondere in der Bahnhofstraße als traditionelle 
Einkaufsstraße des Porzer Bezirkszentrums sowie in den Randlagen der City  sind Trading Down 
Tendenzen erkennbar, die z. T. durch städtebauliche Missstände forciert werden.  Die Anzahl der 
Einzelhandelsbetriebe ging im Laufe der Jahre stark zurück – allein in den letzten fünf Jahren (2016 
bis 2021) verschwanden knapp 10 % der Einzelhandelsbetriebe. Dabei wurden v. a. inhabergeführte 
Geschäfte aufgegeben. Oftmals folgten dienstleistungsorientierte oder gastronomische Angebote, in 
einzelnen Bereichen des Stadtzentrums prägen Leerstände einseitig das Stadtbild. Auch Vergnü-
gungsstätten (Spielhallen, Wettbüros) haben zentrale Ladenlokale belegt.  Die Bahnhofstraße zeigt 
aktuell nur einen eingeschränkten Branchenmix bei einer gleichzeitig hohen Ansiedlung und Fluktu-
ation gastronomischer Betriebe im Imbissbereich. 
Neben den allgemeinen, strukturell bedingten Veränderungen ist die Porzer Mitte besonders durch 
die Entwicklungen am Standort des ehemaligen Hertie-Kaufhauses geprägt. Durch die Schließung

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
6 
im Jahr 2009 ging der Porzer Mitte ein zentraler Magnetbetrieb verloren; i m Zuge der langjährigen 
Brachfläche inmitten des Bezirkszentrums folgten negative Entwicklungen auf die städtebauliche At-
traktivität und die Aufenthaltsqualität. Die Revitalisierung des Geländes und die damit einhergehende 
Neustrukturierung des Standortes gestaltete sich schwierig. Erst im Jahr 2014 konnte mit dem Kauf 
der Fläche durch die Stadt Köln und der im Jahr 2016 folgenden Übertragung der Projektentwicklung 
an die Tochter moderne Stadt GmbH das Projekt „Neue Mitte Porz“ als neuer Impuls f ür das Be-
zirkszentrum forciert werden. Das Konzept verfolgt eine Aufwertung des Standortes durch eine bau-
liche Neuordnung mit insgesamt drei Häusern, die einen attraktiven Mix aus gewerblichen Nutzun-
gen und Wohnen umfassen und damit neue Signale für die wirtschaftliche Zukunft des Bezirkszent-
rums setzen. Im September 2022 wurde Haus 1 mit einem sehr modernen REWE-Markt und Wohn-
nutzungen in den Obergeschossen eröffnet. Haus 3 ist ebenfalls fertiggestellt, die Wohnungen sowie 
die erste Ladeneinheit wurde bereits bezogen. Weitere Ladeneinheiten sind vergeben, die Eröffnung 
soll noch in diesem Jahr erfolgen. Haus 2 befindet sich derzeit noch im Bau. Alle Laufwege - vor 
allem die Achse REWE-City Center - sind frei begehbar. 
Den derzeit wichtigsten Ankerpunkt und zentralen Frequenzbringer in der Porzer Mitte bildet das 
2003 eröffnete Einkaufscenter City Center Porz, in dem große Einzelhandelsfilialisten etabliert sind, 
die das Einzelhandelsangebot in Porz und damit auch den Branchenmix im Bezirkszentrum aufwer-
ten. Zur Bahnhofstraße besteht über die Josefstraße eine wichtige Verbindungsachse der beiden 
Einkaufslagen. Mit der Öffnung der Neuen Mitte Porz wird zukünftig ein Rundlauf zwischen den drei 
zentralen Einkaufslagen in Porz möglich sein. 
Nicht nur räumlich, sondern auch auf Ebene der Akteure werden zukünftig enge Verknüpfungen 
gewünscht. Die Gewerbetreibenden der Porzer Mitte sind in der Innenstadtgemeinschaft Porz e.V. 
(ISG Porz) organisiert . Korrespondierend zu den Entwicklungen in der Porzer Handelslandschaft 
nahm auch die Zahl der aktiven Mitglieder in den vergangenen Jahren ab. Aktuell stehen der ISG 
Porz personell wie auch finanziell nur eingeschränkt Ressourcen zur Verfügung; sodass belebende 
Maßnahmen und Aktivitäten durch die Gewerbetreibenden  selbst nur in begrenztem Umfang reali-
siert werden können. Mit der Etablierung der Neuen Mitte Porz werden neue Impulse möglich.  
Neben der ISG Porz sind eine Vielzahl weiterer Akteursgruppen in Porz aktiv. Zwar findet auf ver-
schiedenen Ebenen ein Austausch zwischen den Porzer Akteuren und Akteurinnen statt, jedoch fehlt 
es an einer übergeordneten Kommunikation, Koordination und Information der lauf enden Prozesse 
im Bezirkszentrum. Im Zusammenspiel mit den  langjährigen Baumaßnahmen und dem damit ver-
bundenen empfundenen „Stillstand“ im Zentrum, hat dies zu einem „geschwächten Miteinander“ und 
z. T. zu Frustration geführt, was z. B. auch bei den Erwartungen an externe Akteur sgruppen zum 
Ausdruck kommt. Im Zuge der Entwicklung der Neuen Mitte Porz  agierte eine Moderation, der en 
Fokus ausschließlich auf der Neuen Mitte lag. Gewünscht wird jedoch eine Anlaufstelle, die die Pro-
zesse auf gesamter Bezir kszentrumsebene bündelt, kommuniziert und gleichzeitig eine unterstüt-
zende Funktion für die Akteure vor Ort innehat.  
Mit dem Projekt „ Anstoß eines Zentrenmanagement s“ werden aktuell grundlegende Strukturen für 
die initiale Umsetzung geschaffen. Im direkten Anschluss ermöglicht das ISEK Porz-Mitte mittelfristig 
die Fortführung und die Intensivierung eines Managements vor Ort. Das Konzept wurde durch die 
Stadt Köln erarbeitet und formuliert u. a. die Maßnahme „Büro für Vernetzung und Aktivierung“, das 
zukünftige Zentrenmanagement wird eins von drei Modulen neben dem Quartiersmanagement und 
dem Quartiersarchitekten sein. Das „Büro für Vernetzung und Aktivierung“ soll über vier Jahre bis 
Ende 2027 umgesetzt werden. In dieser Zeit sollen tragfähige Strukt uren geschaffen werden, die 
auch über die Förderperiode hinaus Bestand haben. Darüber hinaus erfolgt mit der Freiraumgestal-
tung der Neuen Mitte Porz sowie der Umsetzung der weiteren geplanten Maßnahmen aus dem In-
tegrierten Stadtentwicklungskonzept Porz -Mitte eine Stärkung des Bezirkszentrums als attraktiver 
Einkaufsstandort mit besonderer Aufenthaltsqualität. Durch die einheitliche Gestaltung der zentralen 
Einkaufsstraßen und -plätze wird ein neuer Geschäftszentrenkern etabliert und die von da aus fuß-
läufig erreichbaren Angebote an Grünflächen sowie an Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen ausgebaut.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
7 
 
1.3 Prozess 
Das Projekt zum Anstoß eines Zentrenmanagements in Köln Porz basiert auf zwei wesentlichen 
Bausteinen unter Berücksichtigung der spezifischen Strukturen im Bezirkszentrum Porz: 
Als Grundlage der Arbeit vor Ort wurde im Oktober 2021 eine Situations- und Potenzialanalyse 
des Porzer Zentrums durchgeführt. Diese umfasst eine Nutzungskartierung, einen City-Qualitäts-
check (Bewertung der Angebotsqualität im Hinblick auf Warenpräsentation / Laden- und Schaufens-
tergestaltung sowie Zielgruppen und Qualitätsorientierung), einen Online- Präsenz-Check (detail-
lierte Analyse der Online-Sichtbarkeit aller im Zentrum ansässigen Gewerbetreibenden) sowie eine 
detaillierte Aufnahme und Analyse der Leerstandsituation. 
Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der aktivierenden Netzwerkarbeit vor Ort. Im Fokus steht 
dabei der Auf- bzw. Ausbau einer lokalen Netzwerkstruktur mit den Akteuren vor Ort, um gemeinsam 
erste Impulse für eine bedarfsgerechte, zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Porzer Zentrums 
zu setzen. Im Zuge dessen führte d as Projektteam des Zentrenmanagements in der ersten Pro-
jektphase Gespräche mit relevanten Akteuren vor Ort und organisierte zudem Gesprächsrunden mit 
lokalen Akteursgruppen; die gewonnenen Netzwerkstrukturen werden i m laufenden Prozess durch 
regelmäßigen Austausch gepflegt und anlassbezogen um neue Kontakte erweitert. 
Stakeholderanalyse 
In Porz agiert eine Vielzahl an verschiedenen Akteuren i n unterschiedlichen Handlungsbereichen. 
Im Rahmen der durchgeführten Bausteine der aktivierenden Netzwerkarbeit war das Zentrenma-
nagement mit folgenden lokalen Akteuren im Austausch (vgl. Abb. 1): 
 Verwaltung und Politik: Mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadt Köln, als Auftrag-
geber tauscht sich das Zentrenmanagement engmaschig zur Projektorganisation und den weite-
ren Schritten aus. Anlassbezogen werden weitere Ämter mit einbezogen. Mit der Bezirksbürger-
meisterin findet ein regelmäßiger und inhaltlich intensiver Austausch zu den lokalen Aktivitäten 
statt. Sie ist zudem in den regelmäßigen Jour fixe zum Projekt eingebunden. 
 Wirtschaftsförderung: Die städtische Tochtergesellschaft Köln Business Wirtschaftsförderungs-
GmbH ist u. a. Ansprechpartner bei Neuansiedlung en von Einzelhandelsbetrieben inner - und 
auch außerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches von Porz. Der Handelskümmerer als Ver-
treter von Veedellieben e. V. bringt durch den regelmäßigen Kontakt zu weiteren Kölner ISG viel-
fältige Erfahrungen und Input  mit ein. Beide genannten Akteure sind in den regelmäßigen Jour 
fixe eingebunden. Der Handelsverband auf regionaler Ebene beteiligt sich als Kooperations-
partner für digitale Fragestellungen im Rahmen des Projektes. 
 Gewerbetreibende: Das Zentrenmanagement steht in  regelmäßigem Dialog mit dem Vorstand 
der Innenstadtgemeinschaft (ISG) Porz, welcher die Gewerbetreibenden der Porzer Mitte vertritt. 
Zu Beginn des Projektes sowie anlassbezogen während der Projektlaufzeit wurden darüber hin-
aus die meisten im Zentralen Versorgungsbereich ansässigen Gewerbetreibenden persönlich an-
gesprochen.  
Die ISG Porz besteht ursprünglich aus ca. 40 Mitgliedern; die Organisation und Durchführung von 
Aktivitäten basiert jedoch auf dem Engagement von weniger als fünf Mitgliedern. Insbesondere 
durch die Auswirkungen der Corona- Pandemie und die  allgemeingültigen Veränderungen der 
Handelslandschaft ist die ISG geschwächt und der Umfang der Aktivitäten stark rückläufig. Zu-
künftig sind neue Impulse erforderlich.  
 Eigentümerschaft: Immobilieneigentümer*innen übernehmen eine wichtige Verantwortung für In-
nenstädte. Um mögliche Kooperationen und besonders Lösungen für leerstehen de Ladenlokale 
herauszuarbeiten, forciert das Zentrenmanagement die Kontaktaufnahme: In Zusammenarbeit mit

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
8 
der Stadt Köln wurden alle Eigentümer*innen innerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches pos-
talisch kontaktiert und um Rückmeldung gebeten, um projek tbezogene Kontakt und Handlungs-
bereiche zu diskutieren. Wenngleich mit einzelnen ein anlassbezogener Austausch bestand (ins-
besondere mit Blick auf leerstehende Ladenlokale), konnte bislang noch kein dichtes und intensi-
ves Netzwerk zu den Eigentümer*innen aufgebaut werden.  
Eine gesonderte Rolle nehmen die Eigentümer*innen der Neuen Mitte Porz ein. Da die Moderne 
Stadt GmbH federführend die Projektentwicklung übernahm und gleichzeitig Bauherrin von 
Haus 1 ist, finden regelmäßige Abstimmungen über den Projektfortschritt statt. Gespräche mit den 
Bauherrinnen von Haus 2 und 3 war en demgegenüber nur eingeschränkt möglich. Die Entwick-
lung der Neuen Mitte Porz wird durch die Kommunikationsberatung BCC aus Frankfurt begleitet, 
mit dessen Ansprechpersonen das  Zentrenmanagement insbesondere zu Projektbeginn sowie 
anlassbezogen im Austausch war.  
 Soziale Institutionen / Bildung; Religiöse Einrichtungen; weitere Vereine und Initiativen: Ne-
ben den o. g. Akteursgruppen bilden weitere Porzer Akteure (vgl. Abb. 1) wichtige Bestandteile 
des Zentrenmanagement-Netzwerks. Der Dialog fand dabei vorrangig anlassbezogen statt – der 
Großteil der Kontakte wurde während der Vorbereitungen des Tags des Veedels 2022 geknüpft. 
Als federführender Kontakt zu den sozialen Institutionen in Porz stellt die Sozialraumkoordination 
Porz-Mitte / Urbach sowohl jetzt als auch zukünftig einen wichtige n Ansprechpartnerin für das 
Zentrenmanagement dar. Zudem ist der Bürgerverein Porz Mitte ein seit Jahren in Porz engagier-
ter Verein, der ein vielfältiges und großes lokales Netzwerk vorweisen kann.  
Abb. 1: Bisheriges Netzwerk des Porzer Zentrenmanagements 
 
* Die Abbildung enthält die Gesprächspartner*innen, mit welchen das Zentrenmanagement häufiger in Kontakt war.  
Akteure, die zum Teil nur einmalig kontaktiert wurden, werden nicht aufgeführt. 
Quelle: cima (2023)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
9 
Meilensteine im Beteiligungsprozess 
 Jour fixe: Im Rahmen der ersten Phase der Netzwerkarbeit vor Ort wurde deutlich, dass verschie-
dene Prozesse in Porz parallel laufen, Zusammenhänge jedoch teilweise nicht transparent sind 
oder nicht klar kommuniziert werden. Da es keine Plattform für regelmäßige Abstimmungen bzw. 
Informationen relevanter Akteure – diese fungieren auch als Multiplikatoren bzw. Informationsträ-
ger*innen zur Bürgerschaft – gibt, hat das Zentrenmanagement in Zusammenarbeit mit der Stadt 
Köln einen Jour fixe eingeführt und etabliert . Der Jour f ixe findet alle 4 bis 6 Wochen statt  und 
bietet die Möglichkeit für projektbezogene Abstimmungen und eine gegenseitige Unterstützung 
und Vernetzung vor Ort.  Am Jour fixe nehmen neben dem Zentrenmanagement und der Stadt 
Köln die Porzer Bezirksbürgermeisterin,  Vertretende der ISG Porz, der Modernen Stadt GmbH, 
der Köln.Business sowie des Vereins Veedellieben e.V. teil.  
 Dialogformat: Als Abschluss des Moderationsprozesses von BCC zur Errichtung der Neuen Mitte 
Porz und zur Einführung des Projektes „Anstoß eines Zentrenmanagements für das Bezirkszent-
rum Porz“ wurde im Oktober 2021 ein sog. Dialogformat (2. Veranstaltung in dieser Reihe) durch-
geführt. Die Veranstaltung umfasste einen Informationsteil und eine sich anschließende interak-
tive Phase an drei Thementischen (lebendige Mitte, qualitative Mitte, digitale Mitte). Das Zentren-
management knüpfte an diesem Abend wichtige Kontakte und vereinbarte Einzelgespräche.  
 Beiratssitzung: Zur Begleitung und politischen Vorberatung des Integrierten Stadtentwicklungs-
konzeptes und weitere r baulicher Entwicklungen im Bezirkszentrum tagt regelmäßig der Beirat 
Porz Mitte. Um die Tätigkeiten des Zentrenmanagements und erste Ergebnisse aus der Situa-
tions- und Potenzialanalyse vorzustellen, nahm das Projektteam an der Sitzung im März 2022 und 
Mai 2023 teil.  
 Tag des Veedels 2022: Der Verein Veedellieben e.V. organisiert jährlich den Tag des Veedels in 
Köln als Aktionstag, um die Angebote der  Veedel zu präsentieren. Durch den engen Austausch 
mit den Gewerbetreibenden in Porz konnte die Organisation des Tag s des Veedels am 
24.09.2022 forciert und das Netzwerk im Rahmen dessen enorm verstärkt und erweitert werden. 
In Porz stand der Tag des Veedels 2022 unter dem Motto „Klima und Nachhaltigkeit“ und  wurde 
in enger Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination Porz-Mitte / Urbach und der Klima AG 
des Stadtgymnasiums als Teil des Organisationsteams der ersten Porzer Klimawoche (2022) so-
wie der ISG Porz, dem Bürgerverein und vielen weiteren Porzer Unternehmen, Vereinen, sozialen 
und ehrenamtlichen Institutionen durchgeführt.  
 Digitalisierungsworkshop: Das Zentrenmanagement hat mittels eines Online- Präsenz-Checks 
die Online-Auftritte der im Porzer Zentrum ansässigen Einzelhandelsbetriebe untersucht. Um die 
lokalen Akteure bei der Bewältigung lokaler und aktueller Herausforderungen, mit besonderem 
Blick auf die fortschreitende Digitalisierung, bestmöglich zu unterstützen,  wurde im November 
2022 in Zusammenarbeit mit einem Digital Coach des Handelsverbandes NRW die Veranstaltung 
„Online präsent: Digitalisierungsworkshop für Porzer Gewerbetreibende“ durchgeführt.  Den Ge-
werbetreibenden wurden dabei kurzfristig bis mittelfristig umzusetzende Maßnahmen vermittelt, 
um ihre Online-Auffindbarkeit zu steigern. Ein besonderer Fokus lag auf der praktischen Anwen-
dung von Google Tools.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
10 
Abb. 2: Zeitplan und wesentliche Projektbausteine des Zentrenmanagements 
 
Quelle: cima (2023)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
11 
2 Bestandsaufnahme und -analyse 
2.1 Städtebauliche und funktionale  Strukturen im Porzer Bezirks-
zentrum  
Der Stadtbezirk Porz als einer von neun Stadtbezirken der Stadt Köln zählt mit seinen 16 Stadtteilen 
insgesamt 112.903 Einwohner; davon leben 14.915 im Stadtteil Porz1. Zentrale Versorgungsfunkti-
onen für die Bewohner*innen des Stadtteils sowie des Stadtbezirks übernimmt der Zentrale Versor-
gungsbereich (ZV) des Bezirkszentrums Porz-Mitte2. Der kompakte Zentrumsbereich erstreckt sich 
östlich des Rheinufers bis in Höhe des Busbahnhof s und wird im Norden durch die Karlstraße und 
im Süden durch die Erns t-Mühlendyck-Straße begrenzt. Ein Großteil des Bereichs ist als Fußgän-
gerzone gestaltet. Das City-Center Porz und sein direktes Umfeld, die Bahnhofstraße sowie zukünf-
tig die Neue Mitte Porz stellen räumliche Fokusbereiche innerhalb des Zentralen Versorgungsberei-
ches dar.  
Das City-Center, welches durch größere, frequenzbringende Fachmärkte geprägt ist , fungiert als 
zentraler Einkaufsstandort und sichert über das integrierte Parkhaus sowie den benachbarten Bus - 
und Straßenbahnanschluss gleichzeitig die verkehrliche Anbindung des Zentrums. Das Gastrono-
mieangebot in der Erdgeschosszone mit Außenbereich übergehend in den öffentlichen Raum der 
Fußgängerzone markiert zudem einen wichtigen Treffpunkt im Stadtteil, der zukünftig durch die An-
bindung an die Häuser der Neuen Mitte Porz weiter gestärkt wird.  
Über die Josefstraße, welche im Zuge der Freiraumgestaltung der Neuen Mitte Porz ebenfalls teil-
weise umgestaltet werden wird, gelangen Besucher*innen von dort in die traditionelle Einkaufsstraße 
Bahnhofstraße, welche aktuell keinen g rößeren Magnetbetrieb aufweist und in den letzten Jahren 
durch einen Rückzug von Einzelhandelsbetrieben bei gleichzeitiger Zunahme von Imbissen und 
Dienstleistungsbetrieben geprägt war. Zum Teil hohe Investitionsbedarfe an den Gebäuden sowie 
veraltetes und nicht einheitliches Stadtmobiliar zeigen städtebauliche und stadtgestalterische Miss-
stände auf, denen durch die geplante Umgestaltung der Fußgängerzone Bahnhofstraße, begegnet 
werden soll. 
Die „Neue Mitte Porz “ als dritter Fokusbereich wird Ende 2024 vollständig fertiggestellt sein. Am 
Standort werden in drei modernen Häusern neue Impulse sowohl durch Ladeneinheiten für Einzel-
handel, Dienstleistung und Gastronomie sowie kirchliche Nutzungen im Erdgeschoss als auch durch 
Wohnraum für verschiedene Zielgruppen in den Obergeschossen geschaffen. Mit der Fertigstellung 
von Haus 1 eröffnet e der Lebensmittelvollsortimenter REWE mit einem umfangreichen Nahversor-
gungsangebot als erstes und größtes Einzelhandelsgeschäft der Neuen Mitte Porz . Mit der zukünf-
tigen Belegung der weiteren Ladeneinheiten in allen drei Häusern sowie der Fertigstellung der ein-
heitlichen Gestaltung des öffentlichen Raums der Neuen Mitte, die teilweise auch die Wilhelmstraße 
einschließt, ist auch eine Aufwertung der angrenzenden Lagebereiche, insbesondere der Geschäfts-
lage Wilhelmstraße, zu erwarten.  
Mit der sich anschließenden Umgestaltung der Fußgängerzone Bahnhofstraße werden alle drei Fo-
kusbereiche als einheitlicher Geschäftszentrumskern versorgungsstrukturell und auch stadtgestalte-
risch wirken können, durch eine optimierte Fußwegeverbindung gut vernetzt sein und durch die beim 
Umbau berücksichtigten Aspekte des Klimaschutzes und der Klimawandelanpass ung (wie bspw. 
Baumpflanzungen, Etablierung von Wasserpunkten etc.) eine verbesserte Aufenthaltsqualität mit 
sich bringen. 
Randlagen innerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches nehmen unter städtebaulichen und ver-
sorgungsstrukturellen Gesichtspunkten lediglich eine nachgeordnete Bedeutung für die Porzer Mitte 
ein. Dazu zählt u. a. die östliche Bahnhofstraße hinter der  Straßenbahnlinie sowie der westliche 
                                            
1 Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2021; Einwohner mit Hauptwohnsitz  
2  Abgrenzung gemäß Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Köln

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
12 
Abschnitt der Bahnhofstraße Richtung Rheinboul evard. Dies liegt v. a. in de n Zäsuren durch die 
Straßenbahnlinie im Osten und die Hauptverkehrsstraße Hauptstraße im Westen begründet. Der 
Rheinboulevard mit hoher Aufenthaltsqualität wird damit als Potenzialraum für die Porzer Mitte noch 
nicht angemessen ausgeschöpft.  
Im zeitlichen Zusammenhang mit der Umgestaltung der Bahnhofstraße werden die zwei fußläufigen 
Verbindungen von der Neuen Mitte Porz zum Rheinboulevard (Verlängerung der Bahnhofstraße so-
wie die autofreie Brückenquerung über die Hauptstraße) und auch die Hauptstraße selbst einschließ-
lich der Kreuzungsbereiche umgestaltet. Die so gestärkten Verbindungen und Randbereiche werden 
damit neue Entwicklungsmöglichkeiten auch für den Einzelhandel erfahren. Mit der geplanten Um-
gestaltung des Rheinboulevards dort auch eine Verbesserung des gastronomischen Angebotes an-
gestrebt. 
 
2.2 Nutzungsstrukturen des Porzer Zentrums  
Im Rahmen der zu Beginn des Projektes „Anstoß eines Zentrenmanagements“ durchgeführte Situ-
ations- und Potenzialanalyse wurde der Zentrale Versorgungsbereich mit Blick auf vorhandene Ein-
zelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomieangebote in verschiedene Lagebereiche eingeteilt. 
Abb. 3: Lagebereiche im Zentralen Versorgungsbereich Porz 
 
Kartengrundlage: GeoBasis-DE / BKG 2021; Bearbeitung: cima (2023)  
Im Rahmen der Nutzungskartierung wurden im abgegrenzten Untersuchungsraum (= ZV BZ Porz)  
alle Einzelhandelsbetriebe sowie ergänzende dienstleistungsbezogene und gastronomische Nutzun-
gen, öffentliche Einrichtungen, Spielhallen / Wettbüros und Leerstände in der Erdgeschosszone auf-
genommen. Die Kartierung gibt Aufschluss über die räumliche Verteilung der verschiedenen Nut-
zungsarten, die Lage von Magnetbetrieben, die Anzahl der Leerstände und die Intensität der Nut-
zungsdurchmischung. Als Basis wurden Erhebungsdaten aus 2016 im Zuge der Fortschreibung des 
Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Köln herangezogen. Diese Zahlen dienen als Refe-
renzdaten, dadurch können die Veränderungen der Nutzungsstruktur in den letzten Jahren aufge-
zeigt werden. Insgesamt wurden im Oktober 2021 194 Ladenlokale erfasst. Der Nutzungsmix stellt 
sich wie folgt dar:

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
13 
Abb. 4: Nutzungsmix im Porzer Zentrum 
 
Quelle: cima (2023) 
Es wird deutlich, dass Dienstleistungsbetriebe (n=64) in Porz zu Lasten der Anzahl an Ei nzelhan-
delsbetrieben (n=68) einen größeren Stellenwert einnehmen als für die Zentrengröße von Porz an-
gemessen. Mit 13 % Gastronomie entfällt auch ein größerer Teil auf dieses Segment, allerdings mit 
einem Schwerpunkt im Imbissbereich. Die Leerstandsquote fällt mit 9 % bzw. 18 leerstehenden La-
denlokalen ebenfalls höher aus. Die größte öffentliche Einrichtung im Stadtteil ist das Bezirksrathaus 
im Nordwesten des Z Vs, weitere größere soziale Einrichtungen liegen zum Teil direkt angrenzend 
(z. B. die Glashütte als Jugend- und Gemeinschaftszentrum oder auch die Rheinische Musikschule). 
In der räumlichen Verteilung der Nutzungsarten zeigt sich , dass der Großteil der Einzelhandelsbe-
triebe innerhalb der zentralen Einkaufslagen liegt. Durch die Ergänzung um Dienstleistungs- und 
Gastronomiebetriebe nehmen diese Lagebereiche eine zentrale Funktion in der Gesamtstruktur des 
Zentrums ein. Demgegenüber ist die Nutzungsstruktur des heute als Einkaufsnebenlage definierten 
Bereiches Wilhelmstraße / Karlstraße deutlich stärker durch Dienstleistungen und auch Leerstände 
geprägt, sodass  in Verbindung mit der aktuell bestehenden , direkt angrenzenden Baustelle der 
Neuen Mitte Porz sowie der gegebenen Gebäudestrukturen eine begrenzte Einkaufs- / Aufenthalts-
qualität vorliegt. Nach Eröffnung der Neuen Mitte Porz ist für diesen Lagebereich eine Aufwertung 
zu erwarten. Für die Frequenz des Bezirkszentrums kaum relevant ist der östliche Abschnitt der 
Bahnhofstraße hinter der Straßenbahnlinie. Auch dem westlichen Abschnitt der Bahnhofstraße hin 
zum Rheinufer kommen aufgrund fehlender frequenzstarker Nutzungen kaum Bedeutung zu. Wei-
tere Einzelhandelsbetriebe wie auch ergänzende Nutzungen sind e ntlang der Hauptstraße und der 
Mühlenstraße zu verorten; das Verkehrsaufkommen und bauliche Missstände schränken jedoch die 
Aufenthaltsqualität dieser Nebenlagen ein.  
35% 33% 13% 5% 9%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Einzehandel Dienstleistung Gastronomie öffentliche Einrichtungen sonstige Nutzung Spielhalle/Wettbüro Leerstand

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
14 
Abb. 5: Nutzungskartierung Oktober 2021 
 
Kartengrundlage: GeoBasis-DE / BKG 2021; Bearbeitung: cima (2023)  
Der Vergleich zu den Erhebungsdaten aus 2016 zeigt  bei rund einem Viertel der 194 erhobenen 
Betriebe eine Veränderung des Betreibers bei gleicher Nutzungsart oder aber eine Veränderung der 
Nutzungsart. 35 Veränderungen der Nutzungsart machen deutlich, dass bei Neubelegungen nahezu 
ausschließlich Dienstleistungs - und Gastronomiebetriebe nachrücken, obgleich neu entstanden e 
Leerstände überwiegend auf Schließungen von Einzelhandelsbetrieben zurückzuführen sind . Der 
Rückzug der Handelsbetriebe bei gleichzeitiger Zunahme von Dienstleistungs- und Gastronomiebe-
trieben entspricht bundesweiten Entwicklungen und stellt eine große Herausforderung dar.  
In einer Aktualisierung der Erhebungsdaten beauftragt durch die KölnBusiness Wirtschaftsförde-
rungs-GmbH in Kooperation mit der Stadt Köln von Herbst 2022 zeigt sich, dass die Nutzungsstruktur 
sich weiterhin dynamisch verändert. Es wurden in dem Erhebungszeitraum Ende 2022 ebenfalls 68 
Einzelhandelsbetriebe festgestellt, die Leerstandsquote hat sich aktuell auf 6,5 % verringert. Insbe-
sondere in den Angeboten von Dienstleistungen und Gastronomie zeigt sich die größte Dynamik 
durch teilweise sehr kurzfristige Eröffnungen, Schließungen oder Betreiberwechsel. 
 
2.3 Qualitätskriterien des Einzelhandels im Porzer Zentrum 
Die in der Nutzungskartierung erhobenen Einzelhandelsbetriebe (n=68) wurden in vertiefenden Un-
tersuchungen auf ihre Angebotsqualität und -präsentation und ihren Außenauftritt sowie auf ihre di-
gitale Sichtbarkeit und Auffindbarkeit bewertet bzw. geprüft. 
Angebotsqualität und -präsentation / Außenauftritt 
Mittels qualitativer Merkmale gibt der City-Qualitätscheck Aufschluss über Stärken und Schwächen 
der ansässigen Betriebe und liefert fundierte, qualitative Einblicke in die lokale Handelsstruktur. In

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
15 
einem von der cima entwickelten standardisierten Schema werden die Zielgruppen-  und Qualitäts-
orientierung sowie die Warenpräsentation und Laden- / Schaufenstergestaltung qualitativ bewertet. 
Eine hohe Zielgruppen- und Qualitätsorientierung weisen Unternehmen mit einer eindeutigen 
Zielgruppenansprache oder einer besonderen Spezialisierung auf ein Angebotsniveau auf. Ein ent-
scheidendes Differenzierungsmerkmal ist, ob mit einer klaren Markenwerbung die Qualitätsorientie-
rung in den Vordergrund gestellt, oder ob mittels eindeutiger Discountorientierung nur der Preis als 
Marketinginstrument eingesetzt wird.  
In Porz sind aktuell keine Einzelhandelsbetriebe als „exklusiv, hochwertig, qualitätsorientiert“ einzu-
stufen, mit mehr als 50 % ist d er Großteil der Betriebe als „standardisiert, konsumig“ zu bewerten. 
Ein knappes Drittel der Betriebe deckt die Faktoren „gehobene Mitte, qualitätsorientiert“ ab. Dabei 
gibt es in der Verteilung keine wesentlichen Unterschiede in den einzelnen Geschäftslagen.  
Die Faktoren Warenpräsentation und Ladengestaltung kennzeichnen den Marktauftritt und geben 
damit die Visitenkarte des Unternehmens ab. Die Kompetenz eines Betriebes kann durch eine klare 
Konzeption in der Schaufenster- und Ladengestaltung unterstrichen werden.  
Auch in Bezug auf die Warenpräsentation und Ladengestaltung ist kein Porzer Einzelhandelsbetrieb 
der obersten Kategorie „top, in allen Ansprüchen genügend“ zuzuordnen, jedoch sind gut die Hälfte 
„modern, zeitgemäß“ aufgestellt. Handlungsbedarf zeigt sich bei ein em Fünftel der Betriebe mit ei-
nem „veralteten, modernisierungsbedürftigen“ Auftritt. In dieser Kategorie sind zudem Unterschiede 
in den Geschäftslagen sichtbar, so sind in der Bahnhofstraße deutlich mehr Betriebe „veraltet, mo-
dernisierungsbedürftig, während der Bereich Hermannstraße / Josefstraße (inkl. City-Center) mit 70 
% überdurchschnittlich viele „moderne, zeitgemäße“ Betriebe aufweist.  
Abb. 6: Zielgruppen- und Qualitätsorientierung 
des Porzer Einzelhandels im ZV 
Abb. 7: Warenpräsentation und Ladengestal-
tung des Porzer Einzelhandels 
  
n = 68 
Quelle: cima (2023) 
n = 68 
Quelle: cima (2023) 
Digitalisierung  
Der Online-Sichtbarkeit des stationären Einzelhandels kommt – gerade in Zeiten extrem steigender 
Online-Anteile im Einzelhandel – eine sehr wichtige Bedeutung zu. Inwiefern die Porzer Einzelhänd-
ler*innen online auffindbar und sichtbar sind, wurde in einem Online-Präsenz-Check der cima.digital 
überprüft. Dabei ging es um die Faktoren Präsenz in lokalen Online-Verzeichnissen (insb. Google 
My Business), Engagement in Social Media (u. a. Präsenz, Aktivität, „handwerkliche“ Umsetzung, 
rechtskonforme Inhalte), Analysen für SEO -Onsite (Grundgerüst der Website), Technik und Inhalt 
sowie Rankingfaktoren für den deutschen Zielmarkt , Digitale Maßnahmen zur Verkaufsförderung / 
Kundenbindung, E-Commerce-Aktivität wie Online -Shop oder Marktplatz -Präsenz. Die Ergebnisse 
für die 68 erhobenen Einzelhandelbetriebe im ZV Porz , darunter 50 % inhabergeführte und 50 % 
filialisierte Betriebe, lassen sich wie folgt zusammenfassen: 
 Digitale Leerstände: Fünf Betriebe sind im Internet für Interessierte nicht auffindbar und können 
somit als digitale Leerstände identifiziert werden.  
31%
51%
12%
6%
exklusiv, hochwertig,
qualitätsorientiert
gehobene Mitte,
qualitätsorientiert
standardisiert, konsumig
discountorientiert
diffus, keine eindeutige
Zielgruppenorientierung
51%
29%
19% top, in allen Ansprüchen
genügend
modern, zeitgemäß
normal, ohne Highlights,
ggf. Optimierungsbedarf
veraltet,
modernisierungsbedürftig

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
16 
 Google My Business: 62 Unternehmen können einen Google My Business -Eintrag vorweisen. 
Aktiv genutzt bzw. bespielt wird die Plattform jedoch von nur knapp einem Viertel der Betriebe. 
 Website: 48 Betriebe sind auf einer eigenen Website vertreten . Filialisierte Betriebe sind dabei 
fast ausschließlich über die Website der Muttergesellschaft sichtbar, nur wenige auf standorteige-
nen Websites präsent. Bei den übrigen 20 Betrieben ohne eigene Website handelt es sich über-
wiegend um inhabergeführte Einzelhandelsbetriebe. Zwar haben 14 von diesen einen Google My 
Business Account, angesichts einer geringen Nutzung weiterer Plattformen (u. a. Social Media) 
weisen sie jedoch insgesamt eine geringe Sichtbarkeit auf.  
 E-Commerce: Der Online-Verkauf von Waren nimmt bei den Porzer Einzelhandelsbetrieben eine 
nachrangige Bedeutung ein. Zwar werden bei mehr als einem Drittel Online-Shops betrieben, je-
doch sind dies nahezu ausschließlich Online-Shops der Muttergesellschaft von Filialen. Nur ver-
einzelt werden Online-Marktplätze oder sonstige Lösungen genutzt. 
 Social Media: Im Social-Media Bereich nehmen Facebook und Instagram die höchste Relevanz 
ein. Weitere Anbieter, wie u. a. Pinterest, YouTube, WhatsApp- Business oder Twitter, s tellen in 
Porz keine relevanten Kommunikationstools dar. Mit 38 Betrieben nutzen mehr als die Hälfte der 
untersuchten Betriebe Facebook; 28 davon sind gleichzeitig auch auf Instagram vertreten. Aus-
schließlich ein Betrieb ist nur mit einem Instagram-Kanal auf Social Media zu finden.   
Die Bespielung der Accounts ist zum Großteil eher inaktiv. Trotz höherer Nutzung von Facebook 
finden hier nur wenige regelmäßige Postings oder ein Austausch mit Kundinnen und Kunden statt. 
Auf Instagram sind die Aktivitäten im Rahmen von Informationsw eitergabe, Kommunikation und 
Interaktion mit den Kun*innen höher. Zudem zeigt sich, dass jeweils rund ein Drittel der bestehen-
den Social Media Accounts auf Facebook sowie Instagram über die jeweiligen Muttergesellschaf-
ten läuft. 
Abb. 8: Crossmarketing Website / Social Media 
Quelle: cima.digital (2023) 
 Cross Marketing: Eine Verlinkung bestehender Social Media-Kanäle und Websites trägt wesent-
lich zu einer erhöhten Sichtbarkeit und Reichweite bei. Wenngleich  bereits heute je zwei Drittel 
derjenigen, die eine Website nutzen, dort eine Verknüpfung ihres Facebook- oder auch Instagram-
Accounts eingerichtet haben (vgl. Abb. 8), sind die Cross-Marketing-Aktivitäten in Porz – insbe-
sondere bei inhabergeführten Betrieben – noch ausbaufähig. 
Abschließend ist festzuhalten, dass die untersuchten Porzer Einzelhandelsbetri ebe zwar online 
sichtbar sind, eine aktive und regelmäßige Bespielung der verschiedenen Kanäle jedoch wenig statt-
Einsatz einer Website 
und einer Facebook 
Seite 
Integration eines Face-
book-Button auf der 
Website 
Einsatz einer Website 
und einer Instagram 
Seite
 
Integration eines Insta-
gram-Button auf der 
Website 
  
 
Nur 
Website 
29%
Nein
32%
Ja
68%
Website 
und 
Facebook 
71%
Nur 
Website 
48%
Nein
36%
Ja
64%
Website 
und 
Instagra
m
52%

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
17 
findet. Die meiste Aktivität ist bei Online-Auftritten über die Muttergesellschaften der Filialisten fest-
zustellen. Insgesamt besteht in Bezug auf die digitale Sichtbarkeit und den Online- Auftritt in allen 
Bereichen – u. a. Google Tools, Websites und Social Media – noch deutlicher Ausbaubedarf. D ie 
allgemein fortschreitende Digitalisierung, der zunehmende Online- Handel und die damit einherge-
henden Auswirkungen für das stationäre Gewerbe zählen aktuell zu den wesentlichen Herausforde-
rungen in unseren Innenstädten. Vor diesem Hintergrund sind eine gute Online-Auffindbarkeit, -Prä-
sentation und -Kommunikation mit Kund innen und Kunden für den stationär en Handel von großer 
Relevanz; kleinere Maßnahmen können bereits erste Verbesserung en bewirken. Mögliche Ansatz-
punkte hierfür wurden mit interessierten Teilnehmenden im Rahmen des Digitalisierungsworkshops 
im November 2022 erörtert.  
2.4 Leerstehende und mindergenutzte Ladenlokale 
Ein weiterer Fokus lag auf leerstehenden und aktuell mindergenutzten Ladenlokalen; dazu zählen 
die 18 erhobenen Leerstände sowie fünf Vergnügungsstätten (Spielhallen und Wettbüros). Diese 
sind über den Zentralen Versorgungsbereich hinweg verteilt, also nicht räumlich konzentriert.  
Die detaillierte Aufnahme der leerstehenden Ladenlokale – eine Aktualisierung erfolgte zuletzt im 
Juni 2022 – umfasste eine Bewertung der Standortkriterien (u. a. Verkaufsflächengröße (soweit ver-
fügbar / einsehbar), barrierefreier Zugang, bauliche Attraktivität, Umfeldnutzungen) sowie möglicher 
(alternativer) Nutzungen. Auf Basis der Erhebungen wurde für jedes l eerstehende Objekte ein de-
taillierter Leerstandsteckbrief ausgearbeitet. Die Datensammlung stellt die Basis eines Leerstands-
katasters dar, welches langfristig ausgebaut und regelmäßig fortgeschrieben werden soll.  
Während für einige Ladenlokale aufgrund des Gesamtzustandes des Gebäudes, der Lage und ge-
ringer Investitionsbedarfe Chancen einer kurzfristigen Wiedervermietung vorliegen, stehen andere 
bereits langfristig leer und lassen u. a. angesichts hoher Investitionsbedarfe am Gebäude und / oder 
dem Verkaufsraum nur sehr gering e bis keine Wiedervermietungschancen erkennen. Die Hand-
lungsbedarfe für die Leerstände stehen auch im Fokus der Diskussion mit lokalen Akteuren. Einzelne 
Objekte dominieren dabei, wie z. B. das sog.  „grüne Haus“ in der Bahnhofstraße oder der freiste-
hende Pavillon auf der Verkehrsinsel an der Straßenbahnlinie; beide Objekte weisen ein hohes Maß 
an Investitionsbedarfen auf. Besonderen  Handlungsbedarf sehen die lokalen Akteure zudem beim 
weiteren Verfahren zum „roten Pavillon“ am östlichen Eingang der Bahnhofstraße. Zwar ist dieser 
zum Zeitpunkt der Berichtslegung mit einer gastronomischen Einheit belegt,
3 jedoch trägt das Ge-
bäude zu einem negativen Erscheinungsbild der Bahnhofstraße bei . Der Pavillon soll im Zuge der 
Umgestaltung der Bahnhofstraße niedergelegt werden. Das Zentrenmanagement h at bereits Kon-
takt zu einzelnen Immobilieneigentümer*innen aufgenommen, um Entwicklungsmöglichkeiten anzu-
stoßen. 
Als mindergenutzte Ladenlokale sind Vergnügungsstätten des Typs „Spiel“ einzuordnen; dazu zäh-
len vorrangig Spielhallen und Wettbüros. In Porz wurden insgesamt fünf Ladenlokale mit dieser Nut-
zungsart aufgenommen, teilweise in zentraler Einkaufslage (Bahnhofstraße), teilweise in Randlagen, 
in welchen z. T. im Umfeld weitere Leerstände zu finden sind (bspw. Wilhelmstraße), sodass Trading 
Down-Tendenzen ablesbar bzw. erwartbar sind. Insgesamt ist die Anzahl der Vergnügungsstätten 
(Spielhallen / Wettbüros) in Verbindung mit der höheren Leerstandsquote für die Größe des Bezirks-
zentrums Porz bedenklich. Angesichts der negativen Wirkungen von Vergnügungsstätten der Sparte 
Spiel sollten diese innerhalb des Zentralen Versorgungsbereiches ausgeschlossen werden.  Laut 
vorliegenden Informationen der Stadtverwaltung ist in großen Teilen des Porzer Zentrums die An-
siedlung von Vergnügungsstätten bereits bauleitplanerisch ausgeschlossen. Bestehende Betriebe 
sind in Bezug auf die einzuhaltenden Mindestabstände (350 m) zu sensiblen Einrichtungen (bspw. 
Schulen und Jugendeinrichtungen) sowie zu anderen Spielstätten zu überprüfen.  
                                            
3  Zum Zeitpunkt der Nutzungskartierung (vgl. Abb. 5) stand der Pavillon noch leer.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
18 
2.5 Zusammenfassende SWOT-Analyse 
Aus der Bestandsanalyse lassen sich zusammenfassend Stärken und Schwächen sowie Chancen 
und Risiken ableiten, die im Rahmen der weiteren Projektarbeit Berücksichtigung finden sollten:  
Abb. 9: SWOT-Tabelle 
Stärken Schwächen 
 kompakte Stadtstruktur 
 Identifikation mit Porz  als Stadt(teil)  auf-
grund der Historie als eigene Stadt 
 gutes Basisangebot im Einzelhandel sowie 
an weiteren innenstadtrelevanten Angebo-
ten; kompakte Funktion als Einkaufsstandort  
 ISG Porz e. V. als erfahrener Verein und z. 
T. Veranstalter von Aktionen und Events in 
der Porzer Mitte 
 Projektentwicklung Neue Mitte Porz mit sei-
ner städtebaulich durchgreifenden Neustruk-
turierung des zentralen Bereichs 
 Aktivitäten und Engagement  von sozialen 
Institutionen und Vereinen sowie deren Netz-
werk 
 bisher aufgebaute Netzwerkstrukturen: 
Vernetzung, Kommunikation und Information 
aller Akteure  
 Nähe des Bezirkszentrums  zum Rhein und 
Potenzial des sog. Rheinboulevards 
 Gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV 
 geschwächter Nutzungsmix und Verlust an 
Qualität der Angebote im Handel; u. a. durch 
Zunahme von Imbiss -Gastronomie und 
Dienstleistungen bei gleichzeitigem Rückzug 
inhabergeführter Einzelhandelsbetriebe 
 Vielzahl an Imbissen mit hoher Fluktuation 
 Rückgang an aktiven Mitgliedern der ISG 
 städtebauliche und stadtgestalterische Miss-
stände sowie fehlende Aufenthaltsqualität 
 negative Wirkung von Leerständen, insbe-
sondere langfristig leerstehender Ladenlo-
kale 
 fehlende Kontakte / z. T. fehlendes Interesse 
der Eigentümer*innen 
Chancen Risiken 
 Impulse durch Neue Mitte Porz: Einzelhan-
delsangebot, neue Akteure, städtebauliche 
Aufwertung, Gestaltung des öffentlichen 
Raumes, Vernetzung der zentralen Einkaufs-
bereiche, Wohnraum für verschiedene Ziel-
gruppen  
 Zentrenmanagement als Ansprechpart-
ner*in und Unterstützung vor Ort und verbin-
dende Einheit zwischen lokal Agierenden 
 verstärkte Anbindung  des Potenzialraums 
Rheinboulevard mit dem Bezirkszentrum  
 Impulse durch Umsetzung der Maßnahmen 
des ISEK Porz-Mitte: Stärkung und Aufwer-
tung der angrenzenden Grünflächen im Os-
ten (Parkanlage Glashüttenstraße) und im 
Westen (Rheinboulevard Porz), Stärkung 
und Aufwertung der Fußgängerzone Bahn-
hofstraße und Verbindung dieser mit der 
Neuen Mitte Porz, Aufwertung der Verbin-
dungsachsen zum  
Rhein, Aktivierung und 
Vernetzung der Bewohnerschaft und der lo-
 keine Veränderungen der Leerstandssitua-
tion  
 geringer Nutzungsmix  durch anhaltende 
Zunahme von Imbiss -Gastronomie- und 
Dienstleistungsbetrieben und fehlende Neu-
ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben 
 drohende Auflösung der ISG  Porz e. V.  
aufgrund fehlender aktiver Mitglieder  
 fehlendes Zusammenwirken  der Akteure 
der zentralen Einkaufslagen (vorrangig City 
Center, Bahnhofstraße, Neue Mitte)  
 fehlende Bereitschaft von Eigentümer *in-
nen zur Investition 
 negative Auswirkungen durch die lange  
Baustellenphase rund um die Fertigstellung 
der Neuen Mitte Porz sowie der angrenzen-
den Maßnahmen aus dem ISEK Porz-Mitte

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
19 
kal Agierenden durch das „Büro für Vernet-
zung und Aktivierung“ sowie das Haus-, Hof- 
und Fassadenprogramm  
 Profilierung der Einkaufsstandortes Porz -
Mitte und Bildung einer Marke 
Quelle: cima (2023)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
20 
Abb. 10: SWOT-Karte Porz* 
 
 
Kartengrundlage: GeoBasis-DE / BKG 2021; Bearbeitung: cima (2023)  
*  Es ist zu berücksichtigen, dass manche im Text beschriebenen Stärken und Schwächen räumlich nicht verortbar 
und somit in der Karte nicht dargestellt sind.   
 
Legende

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
21 
3 Zielperspektiven 
Die Erkenntnisse aus der bisherigen Projektlaufzeit für den Anstoß des Porzer Zentrenmanagements 
bilden eine geeignete Grundlage für die anstehende aktive Arbeit vor Ort. Eine lückenlose Weiter-
führung des Projektes „Anstoß eines Zentrenmanagements“ im Jahr 2023 ist über die Verlängerung 
der Tätigkeiten im Rahmen des Sofortprogramms gesichert . Die sich anschließende mittelfristige 
Fortführung des Zentrenmanagements wird mit der Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungs-
konzeptes Porz-Mitte möglich; dann ist das Zentrenmanagement Bestandteil der ISEK-Maßnahme 
„Büro für Vernetzung und Aktivierung“. Dem Zentrenmanagement stehen damit zukünftig mehr per-
sonelle wie auch finanzielle Ressourcen zur Verfügung; gleichzeitig wächst jedoch auch der Aufga-
benbereich für die Arbeit vor Ort. 
Oberstes Ziel der Arbeit vor Ort ist die langfristige Stärkung des Porzer Zentrums  nach innen und 
außen. Es gilt, Netzwerke auszubauen und zu verstetigen sowie die Mitwirkungsbereitschaft lokaler 
Akteure zu fördern und fordern, um den Stadtteil und seine Angebote gemeinsam zu entwickeln und 
zu profilieren. Abgeleitet aus den gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen des bisherigen Pro-
jektteams werden für die Arbeit vor Ort folgende Leitziele formuliert: 
3.1 Leitziele 
 
Die Verbesserung der Kommunikation und Kooperation vor Ort bietet viele Entwicklungschancen für 
das Porzer Zentrum. Ziel muss es sein, die Porzer Mitte durch die Zusammenarbeit aller Porzer 
Akteure nach vorne zu bringen und gemeinsam neue Impulse zu setzen. Es geht darum, bestehende 
Netzwerkstrukturen zu erhalten und zu stärken sowie gleichzeitig offen für neue Akteure zu sein.  
Das Zentrenmanagement fungiert dabei als verbindende Einheit, das lokale Netzwerke zusammen-
bringt und aktiviert. Zu beachten ist, dass das Zentrenmanagement nur einen Baustein im Gesamt-
prozess darstellt; Durchführung und Erfolg von Maßnahmen und Projekten sind immer auch von der 
Mitwirkungsbereitschaft der Akteure vor Ort abhängig. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, 
das bisher aufgebaute Netzwerk zu pflegen und neue aktive Akteure dazuzugewinnen. Eine starke 
Vernetzung lässt es zu, erforderliche Maßnahmen und weitere Projektschritte zu eruieren und auf  
die aktuellen Bedarfe des Zentrums auszurichten. Um Porz nach innen und außen zu stärken, gilt 
es,  
 Das bestehende Netzwerk der A kteure des Bezirkszentrums zu unterstützen und neue Akteure 
zu integrieren sowie deren Mitwirkungsbereitschaft zu aktivieren. Von besonderer Bedeutung sind 
dabei die relevanten Akteure der Neuen Mitte Porz. 
 den Austausch und die Vernetzung mit Immobilieneigentümer*innen zu fokussieren und das Ver-
antwortungsbewusstsein für die Zentrengestaltung zu aktivieren.  
 Porzer Akteursgruppen, die nicht direkt in der  Porzer Mitte angesiedelt sind, aber Interesse an 
einer Profilierung des Zentrums haben (u. a. soziale Einrichtungen, Vereine und ähnliche Institu-
tionen), stärker in den Gesamtprozess einzubinden. Dass eine „Vernetzung der Netzwerke“ aus 
verschiedenen Handlungsbereichen ein Profit für die Porzer Mitte sein kann, zeigen die Projekt-
fortschritte, die im Rahmen der Organisation und Durchführung des Tags des Veedels 2022 erzielt 
werden konnten. 
Wesentliche Elemente der Netzwerkarbeit vor Ort sind Kommunikation und Information im Rahmen 
regelmäßiger Vor-Ort-Gespräche und organisierter Netzwerktreffen. Bislang etablierte Kommunika-
tionsstrukturen sind aufrecht zu erhalten und durch regelmäßige Netzwerktermine für einzelne, aber 
auch verschiedene Akteursgruppen zu ergänzen.  
 
LEITZIEL I: Lokale Vernetzung und Aktivierung der Akteure

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
22 
 
Wenngleich die Attraktivität der Porzer Mitte und die Qualität der Angebotsvielfalt in den vergange-
nen Jahren gesunken sind, ist de m Bezirkszentrum nach wie vor die Funktion eines zentralen Ein-
kaufsstandortes und Treffpunktes zuzuschreiben. Die derzeit entstehende Neue Mitte Porz und die 
im  
ISEK formulierten Maßnahmen bieten ein großes Potenzial, den Einzelhandelsstandort Porz -Mitte 
aufzuwerten und zu beleben. Darüber hinaus sind jedoch gemeinsame Anstrengungen notwendig, 
um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die Porzer Mitte als Besuchsziel wieder attraktiver zu 
machen. Dazu zählen gestalterische Aufwertungen, einzelbetriebliche Verbesserungsmaßnahmen 
sowie gemeinschaftliche Aktionen:  
 Die Erkenntnisse aus der Analyse zeigen die Notwendigkeit der Stärkung bestehender Betriebe 
– dabei stehen die einzelbetriebliche Attraktivierung (u. a. Warenpräsentation, Ladengestaltung) 
und die Erhöhung der digitalen Sichtbarkeit gleichermaßen im Fokus. 
 Für eine ganzheitliche Zentrenbelebung kommt es darauf an, durch Aktionen und Veranstaltungen 
sowohl in den einzelnen Ladenlokalen als auch insgesamt im öffentlichen Raum Erlebnisse zu 
schaffen. Gelingt es, einzelbetriebliche Maßnahmen parallel als gemeinsame zentren belebende 
Maßnahmen zu organisieren, kann der Standort Porz Mitte als Einheit gestärkt und nach außen 
profiliert werden. Die Eigeninitiative der Porzer Gewerbetreibenden zur Umsetzung einzelbetrieb-
licher Maßnahmen ist durch Impulse des Zentrenmanagements zu aktivieren.  
 Entsprechende Impulsprojekte zur Zentrenbelebung sind – mit Unterstützung des Zentrenmana-
gements – unter Beteiligung aller Akteure des Bezirkszentrums zu entwickeln. Die gemeinsame 
Ideenentwicklung und Projektkonkretisierung stärkt den Zusammenhalt unter den beteiligten Akt-
euren und damit auch die Identifikation mit den Aktivitäten und dem Einkaufsstandort Porz insge-
samt.  
 Standortbezogene Ereignisse, wie bspw. die Eröffnung der Neuen Mitte Porz oder der Start bau-
licher Veränderungen, eignen sich besonders zur Terminierung und inhaltlichen Verknüpfung von 
Aktionen / Veranstaltungen. Gleichzeitig können diese zu einer erfol greichen Verbindung der 
Neuen Mitte Porz mit den bestehenden Fokusräumen Bahnhofstraße und City Center beitragen.  
 Förderprogramme der Stadt Köln können für gestalterische und vernetzende Maßnahmen, Aktio-
nen der Gewerbetreibenden sowie Aktivitäten genutzt werden.  
 
 
Eine zentrale Herausforderung im Rahmen des Zentrenmanagements ist es, dem Rückzug des Han-
dels und den Veränderungen im Nutzungs - und Branchenmix zu begegnen.  Die Analyse d er Nut-
zungsstruktur in Porz erlaubt einen Einblick in die Entwicklungen der letzten Jahre und bestätigt den 
(bundesweiten) Trend eines Rückzugs des inhabergeführten Einzelhandels bei Zunahme von dienst-
leistungsorientierten und gastronomischen Betrieben. In Porz lässt sich dabei besonders die ver-
stärkte Ansiedlung von Schnellimbissbetrieben feststellen, die mit einer hohen Fluktuation gleicher 
Betriebstypen einhergeht. Gleichzeitig prägen punktuell leerstehende Ladenlokale das Stadtbild; 
problematisch sind v. a. langfristige Leerstände in Gebäuden mit hohen Investitionsbedarfen.  
Mit dem Ziel, den Nutzungs - und Branchenmix im Porzer Zentrum im Austausch mit der KölnBusi-
ness und potenziellen Interessierten zu verbessern, sollte die im bisherigen Prozess geschaffene 
Basis eines Leerstandskatasters um detaillierte Informationen zum Verkaufsraum, der Immobilie und 
zu Investitionsbedarfen erweitert werden. Es geht darum, durch ein aktives und vorausschauendes 
Geschäftsflächen- und Leerstandsmanagement längerfristige Leerstände zu vermeiden und durch 
den regelmäßigen Kontakt mit Eigentümer*innen und ggfs. potenziellen Interessierten frühzeitig Lö-
sungen zu forcieren. Dabei sind auch Zwischennutzungen oder Übergangsmaßahmen mitzudenken. 
Zudem sind bei Neubelegungen von Ladenlokalen gezielt die Nutzungsarten in den Blick zu nehmen. 
LEITZIEL II: Stärkung und Belebung des Einzelhandelsstandortes Porz-Mitte 
 
LEITZIEL III: Attraktivierung des Nutzungs- und Branchenmix / Vermeidung von Leerstand

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
23 
Trotz der Veränderungen in der Handelslandschaft sollte das Ziel verfolgt werden,  Neubelegungen 
von ehemaligen Einzelhandels-Ladenlokalen erneut einer Handelsnutzung zuzuführen. Dies erfor-
dert einen intensiven Austausch mit den Immobilieneigentümer*innen, eine Sensibilisierung in Bezug 
auf die Wirkungen der Nutzungen auf das Standortu mfeld sowie Unterstützungsleistungen bei der 
Suche nach Nachmieter*innen. Mit dem Zentrenmanagement steht eine neutrale Moderat ion mit 
fachlicher Expertise in puncto Einzelhandelsentwicklungen und Leerstandsmanagement zur Verfü-
gung, die im Zusammenspiel mit Köln .Business bei Abstimmungen mit den Immobilieneigentü-
mer*innen oder potenziellen Filialisten unterstützen kann und daher eingebunden werden sollte.  
 
 
Der bisherige Prozess erlaubte lediglich eine niederschwellige Informationsweitergabe über die Pro-
jektinhalte und -fortschritte des Zentrenmanagements. Zwar wurde der regelmäßige Austausch zu 
verschiedenen Akteursgruppen, die gleichzeitig auch eine Funktion als Multiplikator en im Stadtteil 
haben, gepflegt, eine der wichtigsten Akteursgruppen wurde jedoch bis lang kaum angesprochen : 
Die Porzer Bürger*innen sind letztlich diejenigen, für welche das Bezirkszentrum und seine Angebote 
wieder attraktiver und belebbarer gestaltet  werden müssen. Die Bürgerschaft muss mitgenommen 
werden; Impulse und Fortschritte in der Porzer Mitte sind klar an sie heranzutragen – ein "Nachvor-
nekommen des Porzer Bezirkszentrums" muss im Stadtteil spürbar sein. Letztlich können das lokale 
Engagement und die durchgeführten Maßnahmen und Projekte nur dann erfolgreich sein, wenn es 
positive Rückmeldungen aus der Bürgerschaft gibt, die sich bestenfalls in einer Z unahme der Zen-
trenfrequenzen widerspiegeln.  
Mit diesem Ziel sollte ein besonderes Augenmerk auf eine – gemeinsam vom zukünftigen Büro für 
Vernetzung und Aktivierung, der Stadtverwaltung und den lokal Agierenden entwickelte – Kommu-
nikations- und Informationsstrategie gelegt werden. Dies beinhaltet, dass das Zentrenmanagement 
bzw. zukünftig d as „Büro für Vernetzung  und Aktivierung“ verstärkt als Institution für stadtentwick-
lungsbezogene Themen vor Ort sichtbar wird, indem regelmäßig Öffnungszeiten, Projekte und Akti-
vitäten in verschiedenen Formaten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (analog und digital)  kom-
muniziert werden. Im Zuge der Umsetzung der ISEK- Maßnahmen wird die Information der Öffent-
lichkeit zudem in deutlich kürzeren Abständen erforderlich sein als im bisherigen Prozess. Für einen 
zügigen Abwicklungsprozess bei Veröffentlichungen ist zu prüfen, wie Kontaktwege und Abstimmun-
gen zielführend organisiert werden können.  
Über die regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hinaus sind lokale Gremien (u. a. der Beirat 
Porz Mitte und die Bezirksvertretung Porz) in zu vereinbarenden Abständen über die Arbeit vor Ort 
und Handlungsbedarfe aus Sicht der Akteure des Bezirkszentrums in Kenntnis zu setzen. 
Ziel ist eine Aktivierung der Gewerbetreibenden in Porz dahingehend, diese Aufg abe langfristig zu 
übernehmen. 
3.2 Transformationsräume 
Bei der Umsetzung der Leitziele stehen die drei räumlichen Schwerpunkte im Fokus, die es in sich 
zu stärken, weiterzuentwickeln und zu beleben gilt. Jedoch ist auch eine Verknüpfung der Bereiche 
wichtig, denn die Porzer Mitte insgesamt kann sich  nur erfolgreich profilieren, wenn eine konse-
quente Vernetzung der räumlichen Fokusbereiche und deren Akteure stattfindet.  
Josefstraße / Hermannstraße mit City-Center als Ankerpunkt 
Das City-Center / die Hermannstraße bildet eine wichtige Eingangssituation in d as Zentrum; über 
die nördlich angrenzende Bus- bzw. Straßenbahnhaltestelle und das zugehörige Parkhaus geht eine 
hohe Frequenz in Richtung Porz Mitte  aus. Das City Center stellt durch die ansässigen Magnetbe-
triebe aktuell einen positiven Nutzungsmix für die Porzer Mitte bereit; der öffentliche Bereich vor dem 
City-Center ist zudem mit den gastronomischen Angeboten ein stark frequentierter Treffpunkt des 
LEITZIEL IV: Kommunikations-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
24 
Bezirkszentrums. Im direkten Umfeld besteht jedoch das Risiko eines Trading-Down-Prozesses: Im 
Gebäudekomplex Josefstraße 1 bis 6 stehen aktuell zwei Flächen leer; durch den avisierten Umzug 
von Ernstings Family in die Neue Mitte Porz könnte ein weiterer Leerstand hinzukommen. Da der 
Gebäudekomplex entlang der Josefstraße die Verbindungsachse zur Bahnhofstraße darstellt, muss 
unbedingt vermieden werden, dass sich die Leerstandssituation negativ auf die aktuelle Funktion 
des Fokusbereiches auswirkt. Daher gilt es, den Kontakt zu den Eigentümer*innen z u intensivieren 
und gemeinsam nach Lösungen zur Stärkung des Nutzungsmixes in diesem Bereich zu suchen. 
Diese sollten sowohl eine Sicherung der bestehenden Nutzungen im City-Center, in der Josefstraße 
und in der Hermannstraße beinhalten als auch eine Neubelegung / Zwischennutzung der Leerstände 
sowie Verbesserungen der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, u. a. durch belebende Aktionen 
und Veranstaltungen. Mit einzubeziehen ist zukünftig dringend die Verbindungsachse zwischen den 
Frequenzbringern REWE-Markt im Haus 1 der Neuen Mitte Porz und City-Center; es ist davon aus-
zugehen, dass die beiden Lagen gegenseitig von der jeweiligen Frequentierung profitieren und daher 
auch eine enge Vernetzung der Akteure sinnvoll ist.  
Bahnhofstraße als traditionelle Einkaufsstraße 
Die als Fußgängerzone gestaltete Bahnhofstraße bildet einen weiteren räumlichen Entwicklungsbe-
reich. Im östlichen Abschnitt findet sich die zentrale Eingangssituation zur Porzer Mitte, was durch 
die Beschilderung „Porzity – Veedel mit Herz“ verdeutlicht wird. Die Bahnhofstraße wird auch aktuell 
noch durch den höchsten Besatz an inhabergeführten Betrieben im Porzer Bezirkszentrum geprägt, 
hat jedoch aufgrund von Geschäftsschließungen, einer hohen Fluktuation von Betreiber*innen in ei-
nigen Ladenlokalen i. V. m. einem zunehmenden Anteil an gastronomischen Einrichtungen im Im-
biss-Segment in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung eingebüßt. Derzeit bestehen nicht aus-
reichend Kontakte zwischen den Akteuren der Bahnhofstraße. Trotz der bestehenden Organisation 
der Innenstadtgemeinschaft Porz beteiligen sich nur wenige an belebenden Aktionen für Porz. 
Es gilt daher , neue Strategien zur Vernetzung und Aktivierung der Akteure zu erarbeiten, um ge-
meinsam neue Impulse in der traditionellen Einkaufsstraße zu setzen. Dazu zählen bspw. neue Ser-
viceleistungen für Besuchende oder die Organisation und Durchführung von belebenden Aktionen 
und Veranstaltungen. Dabei kann eine Gesamtattraktivierung der Bahnhofstraße nur im Zusammen-
spiel mit baulichen Veränderungen erfolgreich sein. Neben den i m Rahmen der  ISEK-Umsetzung 
geplanten Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum müssen Anreize geschaffen werden, um 
auch der Eigentümerschaft Anreize für Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen zu geben, z. 
B. im Rahmen des Haus-, Hof- und Fassadenprogramms oder im Zuge der Bildung einer Immobilien- 
und Standortgemeinschaft. In diesem Entwicklungsbereich steh en somit gleichermaßen gestalteri-
sche Aufwertungen, die Vernetzung und Aktivierung der Akteure sowie zentrenbelebende Aktionen 
und Veranstaltungen im Fokus. 
Neue Mitte Porz als Potenzialraum 
Die Neue Mitte Porz stellt einen räumlichen Schwerpunktbereich dar, deren Entwicklung als Baupro-
jekt voraussichtlich im Jahr 2024 fertiggestellt wird. Mit der Bereitstellung von modernem Wohnraum 
mitten im Bezirkszentrum Porz, einer attraktiven Gestaltung des öffentlichen Raumes sowie einer 
Ergänzung des Porzer Nutzungsmix durch die Ladenlokale und kirchlichen Einrichtungen in der Erd-
geschosszone werden Impulse verschiedener Handlungsbereiche gesetzt, die großes Potenzial für 
die Zentrenentwicklung mit sich bringen.  
Mit der schrittweisen Fertigstellung bzw. Öffnung der Einheiten muss die Zielsetzung die Integration 
des Standortes in die bestehenden Strukturen fokussieren und gleichzeitig diese als Anstoß für eine 
Weiterentwicklung und Attraktivierung des gesamten Bezirkszentrums nutzen. So geht es z. B. da-
rum, die bestehenden Verbindungsachsen zu den weiteren räumlichen Fokusbereichen für die Be-
sucher*innen als solche kenntlich und wahrnehmbar zu machen, indem sie in regelmäßigen Abstän-
den bespielt werden. Das setzt eine enge Vernetzung der Porzer Akteurinnen und Akteure voraus, 
die gemeinsam eruieren, welche Maßnahmen der Ze ntrenbelebung miteinander realisiert werden 
können.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
25 
Mit der baulichen Fertigstellung der Neuen Mitte Porz eröffnet sich die Chance, eine Aufwertung der 
aktuell teilweise als Nebenlagen zu klassifizierenden umliegenden Bereiche zu erreichen, u. a. in der 
Wilhelmstraße mit der rückwärtig liegenden Karlstraße. Dies erfordert jedoch eine entsprechende 
Sensibilisierung der Eigentümer*innen und Mieter*innen, um ggfs. leerstehende Ladenlokale zu qua-
lifizieren und ansässige Betriebe mit Hilfe von einzelbetrieblichen Beratungen aufzuwerten. Darüber 
hinaus besteht das Potenzial, über die angrenzende Fußgängerbrücke eine attraktive Verbindungs-
achse zwischen der Porzer Mitte und dem Rheinboulevard zu schaffen und damit die Profilierungs-
möglichkeiten durch die Nähe zum Rhein – gestalterisch und in Bezug auf Aktivitäten und Veranstal-
tungen – stärker zu nutzen. Gemäß ISEK sind die entsprechenden baulichen Veränderungen ge-
plant. 
Abb. 11: Zielkarte Zukunftsagenda Porz* 
  
Kartengrundlage: GeoBasis-DE / BKG 2021; Bearbeitung: cima (2023)  
*  Es ist zu berücksichtigen, dass manche im Text beschriebenen Ziele / Maßnahmen räumlich nicht verortbar und 
somit in der Karte nicht dargestellt sind.   
Legende

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
26 
4 Handlungsempfehlungen 
Zur Erreichung der Ziele werden folgende Handlungsempfehlungen formuliert und anschließend 
textlich beschrieben. Die nachfolgende Auflistung gibt einen Überblick über die Einzelmaßnahmen, 
die jeweils benötigten Ressourcen und die Prioritäten4 bzw. den jeweils anzustrebenden Umset-
zungsbeginn: 
Abb. 12: Übersicht Maßnahmenkatalog Zukunftsagenda Porz 
Nr. Maßnahmentitel beteiligte Akteure 
finanzielle 
Ressourcen Priorität Beginn 
I-A Aktivierung der Gewerbetreiben-
den des Bezirkszentrums / Un-
terstützung der ISG Porz 
ZM, ISG Porz, Gewerbetreibende 
der Porzer Mitte 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
I-B Aktive Einbindung der Immobili-
eneigentümer*innen 
ZM, Stadt, QA,  
Eigentümer*innen 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
I-C Stärkung von Kommunikation u. 
Kooperation mit weiteren lokalen 
Institutionen u. Einrichtungen 
ZM, soz. Institutionen / Bildungs-
einrichtungen / weitere lokale Ver-
eine / Initiativen / Institutionen 
SoPr., StBF* mittel 1.Q/23 
I-D Netzwerktreffen alle relevanten lokalen 
Akteursgruppen 
SoPr., StBF* hoch 3.Q/23 
II-A Einzelbetriebliche Beratung ZM, ISG Porz, Gewerbetreibende 
der Porzer Mitte 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
II-B Serviceoffensive Handel / Ge-
werbe 
ZM, ISG Porz, Gewerbetreibende 
der Porzer Mitte 
SoPr., StBF*, ggfs. 
Zentrenbudget oder 
Verfügungsfonds, 
private Mittel 
mittel 4.Q/23 
II-C Unterstützung von Aktionen und 
Veranstaltungen zur Innenstadt-
belebung 
ZM, ISG Porz, Gewerbetreibende 
der Porzer Mitte, weitere lokale 
Vereine / Initiativen / Institutionen, 
Künstler*innen 
SoPr., StBF*, ggfs. 
Zentrenbudget oder 
Verfügungsfonds, 
private Mittel 
mittel 1.Q/23 
II-D Digitaler Auftritt www.veedellie-
ben.de 
ZM, ISG, weitere relevante lokale 
Akteursgruppen 
SoPr., StBF*, 
Budget 
Veedellieben e.V. 
niedrig 4.Q/23 
II-E Umsetzung von Maßnahmen aus 
den Verfügungsfonds 
BV, Stadt, priv. Akteure (inkl. Ge-
werbetreibende) 
Städtebauförde-
rung, private Mittel 
mittel 1.Q/24 
III-A Ausbau und Pflege eines Leer-
standskatasters 
ZM, Eigentümer*innen SoPr., StBF* hoch 2.Q/23 
III-B Leerstands- / Geschäftsflächen-
management 
ZM, Eigentümer*innen, KB SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
III-C Zwischennutzungen / Schau-
fenster- und Fassadengestaltung 
ZM, Eigentümer*innen, ggfs. 
Künstler*innen und weitere rele-
vante lokale Akteursgruppen 
SoPr., StBF*, ggfs. 
Zentrenbudget oder 
Verfügungsfonds, 
private Mittel 
hoch 1.Q/23 
IV-A Vor-Ort-Präsenz des Zentrenma-
nagements 
ZM SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
IV-B Weiterführung der Jour fixe-Ter-
mine 
bisheriger Kreis, Vertretung der 
Eigentümerschaft 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
IV-C Kommunikations- und Informati-
onsstrategie 
ZM, Stadt,  
Politik, Presse 
SoPr., StBF* hoch 1.Q/23 
IV-D Marketingkonzept BV, Stadt Städtebauförderung niedrig 1.Q/24 
ZM = Zentrenmanagement, QA = Quartiersarchitekt/-in, KB = Köln.Business, BV = Büro für Vernetzung und Aktivierung 
                                            
4  Die Priorität bezieht sich auf die aktuelle Bewertung im laufenden Projekt 2023 (gemäß Sofortprogramm  Innenstadt NRW). In der Fortsetzung 
(gemäß ISEK-Maßnahme Büro für Vernetzung und Aktivierung) sollten die Prioritäten regelmäßig überprüft und ggf. angepasst werden.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
27 
* die Maßnahmen werden im Rahmen des Sofortprogramms Innenstadt NRW (SoPr.) angestoßen und mit der ISEK -
Maßnahme Büro für Vernetzung und Aktivierung im Rahmen der Städtebauförderung (StBF) fortgesetzt. 
Quelle: cima (2023)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
28 
LEITZIEL I: Lokale Vernetzung und Aktivierung der Akteure 
LEITZIEL I: Lokale Vernetzung und Aktivierung der Akteure 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 
I-A Aktivierung der Gewerbetreibenden der Porzer Mitte / Unterstützung der ISG Porz 
Die ISG Porz ist aktuell aufgrund fehlender aktiver Mitglieder nicht zukunftsfähig aufgestellt. Der 
derzeitige Vorstand verfügt nicht über ausreichend personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen 
für die Initiierung und Umsetzung zentrenbelebender Maßn ahmen. Um das Netzwerk der Porzer 
Gewerbetreibenden zu stärken bzw. auszubauen, wird eine aktive Ansprache potenzieller Akteure 
empfohlen. Dazu zählen bestehende Gewerbetreibende in den zentralen Einkaufslagen ebenso wie 
die neuen Akteure der Neuen Mitte Porz, zu denen frühzeitig Kontakt aufzubauen ist. 
In Form eines „Restarts“ ISG Porz 2.0 begleitet das Zentrenmanagement die weitere Entwicklung 
des Vereins. Mit der externen Unterstützung besteht die Chance, neue Impulse zu setzen, die Ak-
teure vor Ort zur Mitwirkung zu aktivieren und gemeinsam attraktivierende Projektideen für die Porzer 
Mitte zu entwickeln und umzusetzen. 
I-B Aktive Einbindung der Immobilieneigentümer*innen  
Angesichts der Leerstandssituation und des allgemein zu beobachtenden Trends eines Rückzugs 
des Einzelhandels ist die Ansprache der Immobilieneigentümer*innen von besonderer Relevanz. 
Bislang konnte nur vereinzelt Kontakt zu den Hauseigentümer*innen in der Porzer Mitte  hergestellt 
werden. Gemeinsam mit der Stadt Köln sind neue, v. a. aktive Formate der Ansprache zu definieren. 
Neben individuellen Ansprachen sollte auch eine gemeinsame Veranstaltung für alle innerstädti-
schen Immobilieneigentümer*innen geplant werden, die folgende inhaltlichen Schwerpunkte aufwei-
sen könnte: 
 Sensibilisierung der Eigentümer*innen für ihre Verantwortung bzgl. der Zentrenentwicklung 
 Vernetzung der Akteure und Entwicklung von gemeinsamen Projekten für die Porzer Mitte 
 Informationen über die Handlungsspielräume und die Modalitäten der Gründung einer Immobilien- 
und Standortgemeinschaft 
Mit der Umsetzung des ISEKs werden zukünftig über eine/-n Quartiersarchitekt*in zudem kostenlose 
Beratungsleistungen im Rahmen das Haus -, Hof- und Fassadenprogramms zur Verfügung stehen. 
Eine vorhandene Kontaktdatei aller Eigentümer*innen in der Porzer Mitte aus dem bisherigen Projekt 
erleichtert den Beratungseinstieg. 
I-C Stärkung von Kommunikation und Kooperation mit weiteren lokalen Institutionen und Ein-
richtungen 
Es wird empfohlen, bisher geknüpfte Kontakte des Zentrenmanagements zu genannten Akteuren 
aufrecht zu erhalten und in die Netzwerkarbeit einzubinden. Dies kann bspw. in Form von Arbeits-
kreisen zur Planung und Organisation von Veranstaltungen und Aktivitäten im Bezirkszentrum erfol-
gen. Im bisherigen Projektzeitraum wurde deutlich, dass eine Erweiterung des Netzwerkes über die 
direkten Akteure der Porzer Mitte hinaus einen deutlichen Mehrwert für das Projekt und die gesamte 
Zentrenentwicklung bietet. Konkret sind damit Porzer Akteure gemeint, die nicht direkt in der Porzer 
Mitte / im Zentralen Versorgungsbereich ansässig sind, jed och ein Interesse an der Attraktivierung 
des Bezirkszentrums haben und sich vor allem für das gemeinschaftliche Wohl in Porz engagieren - 
u. a. Schulen, Kitas, soziale Einrichtungen, Sport- und Bürgervereine. Am Beispiel der Organisation 
des Tags des Veedels wurde deutlich, dass gemeinsam neue  und innovative Ideen entstehen kön-
nen. Durch die verfügbaren Ressourcen der unterschiedlichen Akteursgruppen können Maßnahmen 
realisiert werden, die oftmals durch fehlende personelle wie auch finanzielle Kapazitäten einzelner 
Akteursgruppen nicht tragbar sind. Wenngleich die verschiedenen Porzer Akteursgruppen unterei-

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
29 
nander bekannt sind, findet bislang kein regelmäßiger Austausch zwischen den verschiedenen Netz-
werken statt; eine enge Zusammenarbeit zur Organisation von Veranstaltungen oder Aktionen gibt 
es nur bedingt. 
I-D Netzwerktreffen  
Eine erfolgreiche Zentrenentwicklung ist immer auch abhängig von der Mitwirkungsbereitschaft der 
lokalen Akteure. Aufgabe des Zentrenmanagements ist es, zum einen das Netzwerk zu den einzel-
nen Akteursgruppen aufzubauen und dieses zu stärken und zum anderen auch die Netzwerke un-
tereinander zusammenzubringen und gemeinsam an Ideen zur Zentrenbelebung und -attraktivierung 
zu arbeiten. Zu diesem Zweck wird die Durchführung von verschiedenartigen Netzwerktreffen emp-
fohlen; als Veranstaltungsformate eignen sich u. a.  
 Get-Together-Veranstaltungen  
 Feierabendtreffen / After-Work-Treffen 
 Unternehmer*innenfrühstück 
Im Fokus der Veranstaltungen sollte der Austausch zwischen den Akteuren ebenso stehen wie die 
aktive Entwicklung von Projektideen zur Profilierung des Bezirkszentrums Porz.  
Um geschaffene Netzwerke aufrecht zu erhalten,  ist eine regelmäßige Durchführung bzw. die Ver-
stetigung erfolgreicher Formate erstrebenswert. 
 
LEITZIEL II. Stärkung und Belebung des Einzelhandelsstandortes Porz-Mitte 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 
II-A Einzelbetriebliche Beratung 
Um den Herausforderungen in Bezug auf den stationären Handel zu begegnen, sind Maßnahmen 
zur Stärkung der Betriebe vor Ort sowie ihrer digitalen Präsenz erforderlich. Mit Hilfe von einzelbe-
trieblichen Beratungen können die Stärken der Betriebe herausgearbeitet und Maßnahmen zur Stei-
gerung der Wettbewerbsfähigkeit entwickelt werden.  
Die Beratung kann durch das Zentrenmanagement oder durch Externe umgesetzt werden und sollte 
für die Anschubphase für die Betriebe kostenlos sein. Si
e beinhaltet einen individuellen „Store 
Check“ in Form einer Vor -Ort-Analyse des Betriebes. Gemeinsam mit dem/der Betriebsinhaber*in 
werden Handlungsbedarfe in puncto Ladengestaltung und Warenpräsentation identifiziert und Emp-
fehlungen zur Verbesserung des individuellen Marktauftritts oder der Zielgruppenansprache formu-
liert. Die teilnehmenden Gewerbetreibenden erhalten ein Kurzprotokoll des Beratungsgespräches. 
Als Basis für die Einzelberatungen können die Ergebnisse des City -Qualitäts-Checks und des On-
line-Präsenz-Checks dienen. Anhand der Daten ist es möglich, Betriebe mit erkennbaren Handlungs-
bedarfen direkt anzusprechen und die Beratungsleistungen anzubieten. 
II-B Serviceoffensive Handel / Gewerbe 
Mit dem Ziel, die Qualitäten der inhabergeführten Fachgeschäfte  herauszustellen und weiterzuent-
wickeln sowie die Gemeinschaft und Anziehungskraft des Porzer Zentrums  als Einkaufsort zu stär-
ken, kann eine gemeinsame Serviceoffensive entwickelt werden.  
Zur Planung und Organisation sollte ein interaktives T reffen der lokalen Einzelhändler*innen, Gast-
ronomiebetreiber*innen und Dienstleister*innen geplant werden, das ggf s. mit einem Impulsvortrag 
auf die Möglichkeiten einer Serviceoffensive einstimmt. Im Rahmen der Veranstaltung können ge-
meinsame Ziele und Ideen entwickelt werden, wie u. a.   
 Aktionen zur Verbesserung des stationären Serviceangebotes, bspw. ein gemeinschaftlicher Lie-
fer- und Bringservice oder auch Rabattaktionen

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
30 
 Durchführung von Marketingmaßnahmen online und offline, bspw. der Ausbau des dig italen Auf-
tritts (individuell und gemeinschaftlich, z. B. über veedellieben.de)  
 Optimierung und Stärkung der B eratung von Kundschaft durch Seminare / Workshops / Veran-
staltungen für Mitarbeitende 
Insgesamt gilt es, eine übergeordnete Strategie, einzelne Projekte und ggfs. eine Kampagne unter 
Beteiligung der betroffenen A kteure der Porzer Mitte auszuarbeiten. Ein Ergebnis kann bspw. die 
Einführung einer Porzer Servicewoche sein. Projektideen sollten durch die örtlichen Akteure gemein-
sam entwickelt und in gemeinschaftlichen Aktionen gezielt umgesetzt werden. Das Zentrenmanage-
ment übernimmt dabei die Koordination und den Anstoß der Umsetzung. 
II-C Anstoß von Aktionen und Veranstaltungen zur Zentrenbelebung 
Mit Blick auf eine zunehmende Erlebnisorientierung bei Kundschaft und Besucher*innen kommt qua-
litativen Stadtfesten und speziellen Events eine hohe Bedeutung für die Belebung des Porzer Be-
zirkszentrums zu. Bei guter Organisation können schon kleinere Aktivitäten, die teilweise nur einen 
begrenzten Personal- und Kostenaufwand erfordern, eine große Wirkung zeigen.  Im Vordergrund 
der Aktivitäten sollte n stets die Inszenierung der Qualitäten und der Vielfältigkeit der Porzer  Mitte 
stehen. Übergeordnetes Ziel ist es, das Interesse der (potenziellen) Kundschaft an dem Porzer Be-
zirkszentrum zu wecken und damit eine höhere Kundschaft bindung zu erreichen. Synergien zwi-
schen Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Kulturschaffenden, Vereinen und weiteren lokalen 
Akteuren sollten gezielt genutzt werden. 
Unter Beteiligung aller Akteure der Porzer Mitte ist zu erörtern, welche Aktionen, Aktionstage oder 
weitere Impulsprojekte die gewünschte Zentrenbelebung erreichen und welche Kapazitäten (perso-
nell, finanziell) dafür benötigt werden bzw. verfügbar sind. Die Planungen schließen die Evaluation 
der bisherigen Veranstaltungen und ihrer Konzepte mit ein. Bestehende Formate müssen auf den 
Prüfstand gestellt und ggfs. konzeptionell weiterentwickelt werden; zusätzliche Events müssen neu 
konzipiert werden. 
Anstehende lokale Ereignisse bilden einen geeigneten Rahmen für die Planungen. So stellt bspw. 
die Eröffnung der Neuen Mitte Porz bzw. der einzelnen Häuser eine Chance dar, die Porzer Mitte im 
Rahmen einer Aktion oder einer Veranstaltung als Einheit zu präsentieren, ggfs. unter Herausstel-
lung einzelner Geschäftslagen.  
Für eine ganzheitliche Zentrenbelebung ist es zudem wichtig, Aktionen und Veranstaltungen im öf-
fentlichen Raum mit erlebnisbezogenen Aktivitäten der einzelnen Ladenlokale zu verknüpfen  
(vgl. Maßnahme II-A). 
II-D Digitaler Auftritt www.veedellieben.de 
Die ISG Porz führt aktuell eine Website mit Informationen über die Mitglieder, den Vorstand sowie 
anstehende Veranstaltungen. Eine starke Frequentierung der Website ist aufgrund der begrenzten, 
z. T. nicht ganz aktuel len Informationen nicht anzunehmen. Eine übergeordnete Website mit Infor-
mationen über Porzer Angebote fehlt bislang.  
Die Plattform www.veedellieben.de
 ist ein Projekt des Vereins Veedellieben e.V. –  ein Verbund der 
Kölner Interessengemeinschaften –, die allen Veedeln der Stadt Köln die Möglichkeit bietet, sich, 
ihre Angebote und Besonderheiten online zu präsentieren. Die einzelnen Seiten werden vorrangig 
durch die jeweiligen IGs / Werbegemeinschaften mit Inhalten gefüllt. Der Geschäftsführer des Ver-
eins hat den Porzer Akteuren die Plattform und ihre Funktionen bereits im Rahmen eines Jour fixe 
vorgestellt. Die Website und ein zukünftiger 
Auftritt von Porz trifft auf Zustimmung der beteiligten 
Akteure, jedoch sind aktuell keine Kapazitäten zur Umsetzung verfügbar. 
Im Austausch mit der ISG sollten Lösungen gesucht werden, eine Präsentation des Porzer Bezirks-
zentrums auf www. veedellieben.de umzusetzen. Da die Plattform als Aushängeschild aller Porzer 
Angebote fungieren und bestmöglich die Identität des Veedels transportieren soll, müssen weitere 
Porzer Akteure, z. B. lokale Vereine und soziale Bereiche, direkt angesprochen und zur Mitgestaltung 
der Inhalte aktiviert werden. Dies kann z. B. im Rahmen der Netzwerktreffen (vgl. Maßnahme I-D)

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
31 
erfolgen. Eine Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen in Porz kann zu einem erfolgreichen 
Online-Auftritt führen und gleichzeitig die Basis für eine breite Nutzung der Website liefern. 
II-E Verfügungsfonds 
(Zukünftige Maßnahme im Rahmen der ISEK-Umsetzung) 
Das ISEK sieht die Umsetzung des Förderprogramms „Verfügungsfonds“  gemäß der Städtebauför-
derrichtlinien Nr. 14 vor. Der Verfügungsfonds soll von privaten Initiativen genutzt werden, gestalte-
rische und vernetzende Maßnahmen im Porzer Bezirkszentrum zur  Aufwertung der Einzelhandels-
lagen umzusetzen. 
Die Umsetzung des ISEK Porz -Mitte beinhaltet personelle Kapazitäten und einen finanziellen Rah-
men für Projekte des Verfügungsfonds, für den das Zentrenmanagement zukünftig die Rolle der 
Geschäftsführung übernehmen soll. Damit einher gehen vorbereitende Aufgaben, wie bspw. die Er-
stellung einer Richtlinie, die Einrichtung eines Entscheidungsgremiums, die Bewerbung des Förder-
programms sowie letzt lich die Aktivierung und Beratung interessierter Akteure inkl. der Begleitung 
der Antragstellung. 
 
LEITZIEL III. Attraktivierung des Nutzungs- und Branchenmix / Vermeidung von Leerstand 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 
III-A Ausbau und Pflege eines Leerstandskatasters 
Mit den Datenerhebungen der cima im Oktober 2021 sowie einer Aktualisierung  der Leerstände im 
Juni 2022 wurde die Basis eines Leerstandskatasters für den Zentralen Versorgungsbereich Porz 
geschaffen. Nun geht es darum, das Leerstandskat aster zu pflegen und durch Abfrage bei den Im-
mobilieneigentümer*innen um zusätzliche Daten zu erweitern. Neben der räumlichen Verortung der 
Leerstände sind quantitative sowie qualitative Indikatoren zu integrieren, wie u. a. die Flächengröße 
und die Mietpreiserwartung, Aussagen zum baulichen Zustand des Gebäudes und der Wiederver-
mietbarkeit sowie Angaben zur Eigentümerschaft. Die  Aktualisierung der Leerstandserhebung im 
Juni 2022 umfasste u. a. die Anlage eines Steckbriefes für jedes leerstehende Ladenlokal . Die ge-
sammelten Daten dienen als geeignete Grundlage zur Fortführung des Leerstandskatasters. Es wird 
empfohlen, die Leerstandsituation im halbjährlichen Turnus zu überprüfen und das Kataster entspre-
chend zu aktualisieren. 
Das Leerstandskataster sowie die Steckbriefe der Leerstände bilden gleichzeitig auch die Grundlage 
für die Umsetzung der Maßnahme III-B. 
III-B Leerstands- / Geschäftsflächenmanagement 
Um einen weiteren Anstieg der Leerstände in der Porzer Mitte  zu vermeiden und den bestehenden 
Branchenmix zu verbessern, ist die Steuerung des Porzer Einzelhandels durch ein aktives und ziel-
gerichtetes Leerstands- und Geschäftsflächenmanagement vorgesehen. Es basiert auf dem regel-
mäßigen Kontakt zu den Porzer Immobilieneigentümer*innen und den Daten aus Maßnahme II-A. 
Trotz der Veränderungen in der Handelslandschaft sollte das Ziel verfolgt werden, Neubelegungen 
von Ladenlokalen auf die Zielsetzungen des Einzelhandelskonzeptes auszurichten und nach Mög-
lichkeit ehema
ls durch Einzelhandelsbetriebe genutzte Ladenlokale erneut einer Handelsnutzung 
zuzuführen. Dies erfordert einen intensiven Austausch mit den Immobilieneigentümer*innen, eine 
Sensibilisierung in Bezug auf die Wirkungen der Nutzungen auf das Standortumfeld sowie Unterstüt-
zungsleistungen bei der Suche nach Nachmieter*innen. Ziel der Gespräche mit den jeweiligen Haus-
eigentümer*innen ist es, die Wiederbelegung leerstehender Objekte zu erreichen. Solange Nachnut-
zungen fehlen, können Zwischennutzungen (Pop- Up-Sto
res, Kunstaktionen etc.) einen wichtigen 
Beitrag zur Aufwertung der Einkaufslagen leisten (vgl. Maßnahme III-C).

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
32 
Das Zentrenmanagement entwickelt eine Strategie im Umgang mit vorhandenen Leerständen und 
ist für die Umsetzungsbegleitung verantwortlich. Zu den Aufgabenbereichen zählen 
 die regelmäßige Aufnahme (zukünftig) leerstehender Ladenlokale i. V. m. Maßnahme III-A 
 die Einrichtung eines Online-Leerstandskatasters für potenzielle Interessierte – mit Bereitstellung 
der gesammelten Informationen über die le erstehenden Ladenlokale sowie von Markt - und 
Standortinformationen (in Zusammenarbeit mit Köln.Business) 
 die aktive Ansprache der Immobilieneigentümer*innen und deren Sensibilisierung in Bezug auf 
Wirkungen bestimmter Nutzungen auf das Standortumfeld 
 Beratungsleistungen für Immobilieneigentümer*innen zur zeitnahen Wiedervermietung oder Über-
gangslösungen (i. V. m. Maßnahme III-C) sowie Hilfestellungen für Anmietungsinteressierte 
III-C Zwischennutzungen / Schaufenster- und Fassadengestaltung 
Neben anzustrebenden dauerhaften Wiederbelegungen der leerstehenden Flächen kommen auch 
Übergangslösungen bzw. Zwischennutzungen in Betracht . Sie sind geeignet, negative Wirkungen 
der Leerstände zu mindern und Bürger*innen sowie Besucher*innen – ggfs. sogar potenzielle Mie-
ter*innen – durch die Aktion auf das Objekt aufmerksam zu machen; dies kann wiederum positive 
Auswirkungen auf die Frequenzen der Porzer Mitte haben.  
Erfolgreiche Zwischennutzungsmodelle können z. B. sein: 
 Pop-Up Stores: In Zusammenarbeit mit Köln.Business kann eine Vernetzung zwischen potenziel-
len Interessierte und Eigentümer*innen hergestellt werden. Bei einer guten Ver netzung mit den 
Eigentümer*innen ist ggfs. ein öffentlicher Aufruf an Interessent*innen möglich.  
 musikalische / kulturelle Veranstaltungen o. ä.: Je nach Größe der Leerstände sind bspw.  Kino-
vorführungen vorstellbar, die bereits mit wenig Aufwand realisiert werden können. Auch ein Open-
Stage-Projekt wäre eine Möglichkeit, um den jüngeren Zielgruppen in Porz eine Bühne für Talente 
zu geben (bspw. Poetry-Slam, Comedy). 
 Kunstausstellungen: Das Zentrenmanagement ist bereits in Kontakt mit dem Porzer Künstlertreff, 
aber auch den sozialen Netzwerken vor Ort. Es ist zu erörtern, ob es Interesse gibt, Kunstwerke 
oder auch aktuelle Porzer Projekte öffentlichkeitswirksam in leerstehenden Ladenlokalen auszu-
stellen. 
Auch ohne Zugang zum Ladenlokal können positive gestalterische Effekte erzeugt werden. Eine 
Möglichkeit ist bspw. die Nutzung der Schaufensterfläche als Informations - oder Werbefläche für 
Porzer Betriebe oder Vereine. Auch eine Kooperation mit lokalen Schulen, Kitas oder auch den 
Künstler*innen vor Ort ist denkbar.  
Angeregt wird ein Kunstwettbewerb, der vom Zentrenmanagement initiiert wird und die Einsendung 
von künstlerischen Ideen zu einem bestimmten Thema vorsieht. Eine aus verschiedenen Porzer Akt-
euren zu bildende Jury wählt Gewinner*innen aus, welche dann die Schaufenster der Leerstände in 
der Porzer Mitte gestalten und damit zu einem attraktiveren Erscheinungsbild d es Bezirkszentrums 
beitragen können. Ein ähnlicher Kunstwettbewerb könnte sich auf die Gestaltung der Fassade eines 
Sanierungsobjektes – in Frage kommt bspw. das „grüne Haus“ in der Bahnhofstraße – beziehen.  
Die Umsetzung von Zwischennutzungen bzw. einer Übergangslösung setzt das Einverständnis und 
die Abstimmung mit den Eigentümer*innen leerstehender Ladenlokale voraus. Mit Blick auf die zu-
künftig angestrebte enge Vernetzung des Zentrenmanagements mit dieser Zielgruppe liegt die Or-
ganisation beim Zentrenm anagement. 
Eine Kooperation zum städtischen Kulturraummanagement 
sollte aufgebaut werden. 
 
LEITZIEL IV: Kommunikations-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
33 
IV-A Vor-Ort-Präsenz des Zentrenmanagements 
Gründend auf dem Selbstverständnis des Zentrenmanagements, vor Ort als Koordinator und Mode-
rator zwischen allen Porzer Akteursgruppen zu agieren, sollen regelmäßige Vor -Ort-Präsenzen in 
einem Büro eingerichtet werden, die projektbezogen um ergänzende Vor- Ort-Termine erweitert wer-
den können. So soll eine feste Anlaufstelle für interessierte Porzer Bürger*innen sowie weitere lokale 
Akteure im Bezirkszentrum geschaffen und die Möglichkeit eröffnet werden, darüber hinaus projekt- 
und anlassbezogen in einen vertieften Austausch zu kommen. 
Regelmäßige Sprechzeiten 
Das Büro vor Ort bietet mit regelmäßigen Öffnungszeiten eine offene Sprechstunde bei Fragen rund 
um das Thema Stadtentwicklung in Porz.  
Um sich als Einrichtung in Porz zu etablieren, ist es wichtig, die Einrichtung des Büros, die regelmä-
ßigen Vor-Ort-Zeiten sowie den Kontakt des Zentrenmanagements für alle Porzer*innen sichtbar zu 
kommunizieren. Es wird empfohlen, am Projektbüro entsprechende Plakate und Hinweise zu plat-
zieren und ggfs. an weiteren Standorten auf die Vor -Ort-Präsenz aufmerksam zu machen. Darüber 
hinaus sollte der Informationsflyer zum Anstoß des Zentrenmanagements entsprechend ergänzt und 
aktualisiert werden. 
Ergänzende Vor-Ort-Termine 
In Ergänzung zur Vor -Ort-Präsenz kann das Zentrenmanagement anlassbez ogen im Rahmen von 
Netzwerktreffen (vgl. Maßnahmen I-D), aktivierenden zielgruppenbezogenen Workshops und Infor-
mationsveranstaltungen oder durch die Präsenz bei örtlichen Aktivitäten und Veranstaltungen (z. B. 
Feste der ISG, Porzer Wirtschaftsdialog oder auch gelegentlich durch einen Informationsstand auf 
dem Wochenmarkt) als Ansprechpartner fungieren und im Rahmen der Formate die Mitwirkungsbe-
reitschaft lokaler Akteure fördern. 
IV-B Weiterführung der Jour fixe-Termine 
Der eingeführte Jour fixe hat sich bei den teilnehmenden Akteuren als Kommunikationsinstrument 
etabliert. Um sich zukünftig weiterhin auf kurzem Wege über Aktuelles und Aktivitäten in Porz aus-
zutauschen und abzustimmen, wird empfohlen,  die Plattform weiterhin in einem etwa monatlichen 
Abstand fortzuführen. Der Teilnehmerkreis sollte beibehalten und durch eine Vertretung der Immo-
bilieneigentümer*innen erweitert werden. 
IV-C Kommunikations- und Informationsstrategie 
Eine zielgerichtete Kommunikation der Sichtbarkeit des Zentrenmanagements, seiner Aufgaben und 
seiner angestoßenen und durchgeführte Projekte und Maßnahmen ist von hoher Relevanz. Nur so 
kann erreicht werden, dass der Gesamtprozess auf Zustimmung der lokalen Akteure trifft und gleich-
zeitig ein Gefühl von Fortschritt und Entwicklung in der Porzer Mitte transportiert wird. Das Zentren-
management kann sich dadurch als feste Institution i n Porz etablieren, die bei allen mitwirkenden 
Akteuren als Kooperationspartner anerkannt ist. Zur Erreichung dieses Ziels ist eine 
im Jour fixe 
abzustimmende Kommunikations- und Informationsstrategie erforderlich. Folgende Grundbausteine 
sollten dabei enthalten sein: 
 Zusammenarbeit mit der lokalen Presse: In regelmäßigen Abständen sollte über das Projekt und 
die Fortschritte sowie die damit verbundene Wirkung auf die Zentrenentwicklung berichtet werden. 
Dies kann in Form anlassbezogener Pressemitteilungen geschehen (bspw. im Rahmen einer kon-
kreten Maßnahmenumsetzung), aber auch durch Berichte über die Fortschritte in der Netzwerk-
arbeit oder konkreter Maßnahmenplanungen. Informationen an einen abgestimmten Pressever-
teiler können sich mit Pressegesprächen abwechseln. Inkludiert ist eine zeitgemäße Information

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
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über verschiedene Social-Media-Kanäle. Durch die regelmäßige Berichterstattung wird sicherge-
stellt, dass keine „Kommunikationslücke“ entsteht und die Öffentlichkeit mind. alle 8 bis 10 Wo-
chen informiert wird.  
 Newsletter: Als eigenes Informationsmedium des Zentrenmanagement s eignet sich ein viertel-
jährlich erscheinender Newsletter, der über aktuelle Projekte des Zentrenmanagements und wei-
tere Entwicklungen im Bezirkszentrum Porz berichtet. Dazu gehören bspw. die Öffnung der Häu-
ser Neue Mitte Porz, geplante oder durchgeführte Aktionen und Veranstaltungen, die Begleitung 
der Baumaßnahmen im Rahmen der  ISEK-Umsetzung, Leerstandsentwicklungen, Zwischennut-
zen u.v.m. Mit dem Newsletter bleibt das Zentrenmanagement präsent und erreicht gleichzeitig 
verschiedene Zielgruppen.  
 Präsentation in lokalen Gremien: Ergänzend zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit, insbeson-
dere den Bürger*innen, ist die gelegentliche Teilnahme an lokalen Gremien, u. a. dem ISEK-Beirat 
oder Sitzungen der Bezirksvertretung, vorgesehen. Auf diese Weise werden politische Vertre-
ter*innen sowie Vertretende verschiedener Akteursgruppen regelmäßig informiert und können als 
Unterstützer*innen des Projektes gewonnen werden. 
 Internetauftritt auf Veedellieben: In der Voraussicht, dass Porz als Veedel zukünftig auf der Platt-
form von Veedellieben auftritt, ist dort auch das Zentrenmanagement bzw. das „ Büro für Vernet-
zung“ zu integrieren. Es ist zu prüfen, ob die Seite auch für ein Online-Leerstandskataster genutzt 
werden kann.  
IV-D Marketingkonzept 
Zur Profilierung des Standortes ist gemäß ISEK die Entwicklung eines Marketingkonzeptes sowie 
die Durchführung von Marketingmaßnahmen für alle Bereiche, die zur Förderung und Profilierung 
der geschäftlichen Infrastruktur bzw. des geschäftlichen Erfolges eines Stadtviertels notwendig sind, 
vorgesehen.  
Ziel eines Marketingkonzeptes ist die Erhaltung und Stärkung der Zentrenfunktionen und die gemein-
same Vermarktung und Positionierung von Geschäftslagen,  inkl. der ansässigen Gewerbetreiben-
den, bei gleichzeitiger Steigerung der Identifikation der Bürger*innen und lokalen Akteure mit ihrem 
Stadtteil. Im Erstellungsprozess des Konzeptes sind relevante lokale Akteure und die Öffentlichkeit 
zu beteiligen und folgende Bausteine auszuarbeiten: 
 Analyse des bestehenden Images (Selbst- und Fremdwahrnehmung) anhand einer Umfrage 
 Entwicklung von Ansätzen und Ideen zur Profilierung der Porzer Mitte sowie Entwicklung von Ima-
geträgern 
 Bestimmung von Zielgruppen der Porzer Mitte 
 Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes mit konkreten Marketingmaßnahmen, inkl. einer Marketing-
kampagne zur anschließenden Umsetzung des Konzeptes  
 
Sowohl die Erstellung als auch die Umsetzung eines Marketingkonzeptes erforder n die Bereitstel-
lung umfangreicher zeitlicher, personeller und finanzieller Ressourcen. D aher sollte diese Maß-
nahme aus den alltäglichen Aufgabenbereichen des Zentrenmanagement s ausgegliedert werden 
bzw. mit zusätzlichem Budget – zeitlich, personell, finanziell – ausgestattet werden.

Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2023 
35 
Nutzungs- und Urheberrechte (Zukunftsagenda Bezirkszentrum Porz 2022) 
D
ie vorliegende Ausarbeitung ist durch das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte 
(Urheberrechtsgesetz) und andere Gesetze geschützt. Die Urheberrechte verbleiben bei der CIMA 
Beratung + Management GmbH (cima).  
Der Auftraggeber kann die Ausarbeitung innerhalb und außerhalb seiner Organisation verwenden 
und verbreiten, wobei stets auf die angemessene Nennung der CIMA Beratung + Management 
GmbH als Urheber zu achten ist. Jegliche - vor allem gewerbliche - Nutzung darüber hinaus ist nicht 
gestattet, sofern nicht eine gesonderte Vereinbarung getroffen wird. 
Veranstalter von Vorträgen und Seminaren erwerben keinerlei Rechte am geistigen Eigentum der 
cima und ihrer Mitarbeiter. Inhalte von Präsentationen dürfen deshalb ohne schriftliche Genehmi-
gung nicht in Dokumentationen jeglicher Form wiedergegeben werden. 
H
aftungsausschluss gutachterlicher Aussagen 
Für die Angaben in diesem Gutachten haftet die cima gegenüber dem Auftraggeber im Rahmen der 
vereinbarten Bedingungen. Dritten gegenüber wird die Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit 
der im Gutachten enthaltenen Informationen (u.a. Datenerhebung und Auswertung) ausgeschlos-
sen. 
 Die Oberbürgermeisterin 
 Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 Projektverantwortung: 
 Brigitte Scholz 
 Leiterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 P
rojektleitung: 
 Franka Klocke 
 E
xternes Projektbüro 
 P
rojektteam: 
 Gudula Böckenholt 
 Sarah Ziegler 
 Alexandra Ulmen 
CIMA Beratung + Management GmbH

Beratungsverlauf (3)

31.08.2023 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.19 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.09.2023 Wirtschaftsausschuss
TOP 15.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.09.2023 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2434/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.08.2023
Erstellt
01.08.2023 10:54