AN/0496/2023
Auslastunganzeigen bei der Stadt Köln, städtischen und stadtnahen Einrichtungen
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Linke Anfrage nach § 4
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln Vorsitzender des Digitalisierungsausschusses Manuel Jeschka Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 14.03.2023 AN/0496/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Digitalisierungsausschuss 24.04.2023 Auslastungsanzeigen bei der Stadt Köln, städtischen und stadtnahen Einrichtungen Sehr geehrte Herr Ausschussvorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, die untenstehende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des 15. Digitalisierungsausschusses in der Wahlperiode 2020/2025 am Montag, dem 24.04.2023 zu nehmen. Nicht zuletzt die Pandemie hat uns allen aufgezeigt, dass Abstand und Entzerrung nicht nur das Besucherinnenerlebnis steigern können, sondern auch das Risiko von Infektionen senken helfen. Selbst bei Unglücken und Katastrophen ist es für die Rettungsteams unheimlich wertvoll zu wissen, wie viele Menschen sich innerhalb d es Gebäudes befanden. Teilweise ist es aus feuerpolizeilichen Gründen ja sogar möglich Zugangsbeschränkungen zu Räumlichkeiten zu verfügen, wenn eine bestimmte Besucher*innenzahl überschritten wird. Der Servicegedanke gegenüber potenziellen Besucher*innen ist dabei ebenfalls ein nicht zu vernachlässigendes Argument. Wer Bahnen schwimmen will, tut dies lieber in einem möglichst leeren Bad, wer sich intensiv mit einem Kunstwerk auseinandersetzen möchte, ist einem überfüllten Museum falsch und wer in der Mitta gspause mal eben in die Meldehalle möchte, wäre über eine Angabe sicher auch erfreut. In einigen Bereichen ist dies auch in Deutschland bereits Realität. So zeigen die aktuellen Auslastungsinformationen der Deutschen Bahn in der Verbindungsauskunft auf ba hn.de und im DB Navigator an, wie ausgelastet ein Zug voraussichtlich sein wird. Man kann so schon im Vorfeld überlegen, ob beispielsweise lieber einen Sitzplatz reserviert oder auf eine andere Verbindung ausgewichen werden sollte. Mit einer Echtzeit-Auslastungsanzeige im Regionalverkehr soll das Reisen komfortabler und der Bahnbetrieb effizienter werden. Die neue Auslastungsanzeige unterstützt Reisende im Regionalverkehr bei ihrer Zugfahrt: Sie können sich besser am Bahnsteig platzieren und schneller ein en Sitzplatz im Zug finden. Abhängig vom Fahrzeugtyp erfolgt die Messung über Zähler im Türbereich oder über Lichtsensoren, die die Auslastung im Innenraum des Wagens erfassen. Diese Informationen werden in Echtzeit ermittelt und auf dem Bahnsteig, am Fah rzeug und per App angezeigt. Die Anzeige an den Bahnsteigen erfolgt über eine dreistufige Ampellogik oder Personen-Piktogrammen für die einzelnen Wagen. Auch die S-Bahnen z.B. in Hamburg und Berlin machen hier mit. Im Nahverkehr bietet die MVG Münchner Verkehrsgesellschaft mbH diesen Service an. Jeder professionelle Sportverein kann durch das elektronische Erfassen der Eintrittskarte exakt angeben, wie v iele Zuschauer*innen das Stadion beziehungsweise die Halle betreten haben. Auf Google können gewisse Informationen zu Geschäften und besuchten Orten angezeigt werden, um potenziellen Kunden dabei zu helfen, ihren Besuch besser zu planen. Dazu gehören Stoß- und Wartezeiten, die aktuelle Besucherzahl sowie die übliche Besuchsdauer. Diese Angaben sind unterhalb der allgemeinen Informationen zum Unternehmen auf Google Maps und in den Google -Suchergebnissen zu sehen. Die Besuchsdaten wie Stoßzeiten, Wartezeiten und Besuchsdauer werden dort allerdings lediglich mithilfe von aggregierten und anonymisierten Daten von Nutzern berechnet, die den Google-Standortverlauf aktiviert haben und sind dementsprechend ungenau. Auch für die Kölner Schwimmbäder bietet google di ese ungenauen Angaben. Auf den Websiten der KölnBäder selbst, ist eine aktuelle Besucherzahl oder aktuelle Auslastungsanzeige nicht zu finden. Gleiches gilt auch für die Museen und andere für Besucher*innen offene Einrichtungen der Stadt Köln. Bei den Kundenzentren der Stadt Köln gab es zumindest eine Zeit lang auf der Webseite eine annähernde Angabe zu Wartezeiten. Eine Projektgruppe bei der Stadt sei bereits dabei, verschiedene Modelle zu untersuchen, um den Kunden einen besseren Service zu bieten. Di e Entscheidung für ein System solle dieses Jahr fallen, so Stadtsprecherin Inge Schürmann im Juni 2019, wann es zum Einsatz käme, konnte sie nicht sagen. „ Die Software muss auf jeden Fall noch dem Haus angepasst werden “, erläuterte sie. (Quelle: https://www.rheinische- anzeigenblaetter.de/koeln/c-nachrichten/stadt -will-service-verbessern_a151517 ) Ob es diese Angabe noch gibt, ist uns nicht be kannt, wenn ja, ist sie jedenfalls nicht leicht zu finden. Daher ergeben sich für uns die folgenden Fragen, um deren Beantwortung wir höflich bitten: 1. Welche Möglichkeiten sehen die KVB, die Sportstätten GmbH, die KölnBäder, die Museen der Stadt Köln und andere Einrichtungen mit Publikumsverkehr zur Erfassung und digitalen Veröffentlichung der aktuellen Auslastungen und Besucherinnen? 2. Wie kann die Verwaltung der Stadt Köln, ein solches Vorgehen koordinieren und abstimmen, damit es möglichst ein kölnweites , einheitliches System geben kann? 3. Auf welchem Stand ist die Wartezeitangabe bei den ohne Termin aufsuchbaren Ämter und Stellen der Stadt Köln? (beispielsweise Bürgerämter, Wohnungsamt, Jugendamt, Zulassungsstelle) gez. gez. Michael Weisenstein Nadine Mai Fraktionsgeschäftsführer Mitglied im Digitalisierungsausschuss
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0496/2023
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 14.03.2023
- Erstellt
- 14.03.2023 12:29