3210/2022
Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2020 - Beteiligungsbericht 2020
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Beschlussvorlage Rat
2391 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 3210/2022 Freigabedatum 20.10.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2020 - Beteiligungsbericht 2020 Beschlussorgan Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt den Beteiligungsbericht 2020 zur Kenntnis. Finanzausschuss 31.10.2022 Rechnungsprüfungsausschuss 08.11.2022 Rat 10.11.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Zur Information der Ratsmitglieder und der Einwohnerschaft hat die Stadt nach § 117 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NW) 2020 einen Bericht über ihre Beteiligung an Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform des privaten Rechts erstellt. Der Be- richt soll insbesondere Angaben über die Erfüllung des öffentlichen Zwecks, die finanzwirt- schaftlichen Auswirkungen der Beteiligungen, die Beteiligungsverhältnisse und die Zusam- mensetzung der Organe der Gesellschaft enthalten. Die Verwaltung schreibt ihre jährliche Berichterstattung mit dem nunmehr vorliegenden Betei- ligungsbericht 2020 fort. Der Bericht enthält neben den Informationen zu den direkten Beteili- gungsunternehmen der Stadt Köln auch diejenigen Gesellschaften, an denen die Stadt Köln durchgerechnet mittelbar Geschäftsanteile von mindestens 25 % hält. Außerdem enthält der Bericht entsprechende Informationen über die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Köln. Gegenüber dem Vorjahresbericht wurden in diesem Jahr erstmals Informationen zu den Auszubildenden und zur Frauenquote in den städtischen Beteiligungsunternehmen aufge- nommen. Grundlage für die Darstellung wirtschaftlicher Kennzahlen der Beteiligungsgesellschaften bilden die geprüften Jahresabschlüsse für die Jahre 2018, 2019 und 2020 sofern verfügbar. Im Übrigen basieren die Angaben – sofern nicht anders angegeben - auf dem Stand 31.12.2020. Nach Behandlung des Berichts im Finanzausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und im Rat wird der Beteiligungsbericht im Internetauftritt der Stadt veröffentlicht. Anlage Beteiligungsbericht 2020 (Der Beteiligungsbericht 2020 ist im Ratsinformationssystem der Stadt Köln einsehbar).
Beteiligungsbericht 2020
499144 Zeichen
Beteiligungsbericht 2020
der Stadt Köln
1
Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeiner Teil ................................ ................................ ................................ ...... 4
1. Vorwort ................................ ................................ ................................ ..................... 4
2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts ................................ ........................... 5
3. Beteiligungsmanagement der Stadt Köln im Berichtsjahr ................................ .......... 9
4. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Beteiligungsportfolio ..................... 10
5. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr .................. 11
6. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln ................... 11
7. Darstellung ausgewählter Kennzahlen der direkten Beteiligungen .......................... 15
8. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen ........................ 23
II. Spezieller Teil - Übersicht wesentlicher Beteiligungen ................................ ...... 25
1. Ver- und Entsorgung und Verkehr ................................ ................................ ....... 26
Stadtwerke Köln GmbH ................................ ................................ .......................... 26
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH ................................ ............................. 34
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH ........................... 41
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH................................ ................... 48
GEW Köln AG ................................ ................................ ................................ ......... 52
RheinEnergie AG ................................ ................................ ................................ .... 58
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH ................................ ........... 66
NetAachen GmbH ................................ ................................ ................................ ... 72
rhenag Rheinische Energie AG ................................ ................................ ............... 75
METRONA GmbH ................................ ................................ ................................ .. 79
BRUNATA-METRONA GmbH ................................ ................................ ................ 82
Kölner Verkehrs-Betriebe AG................................ ................................ .................. 86
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH ................................ ................................ ......... 93
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen ................................ ................... 96
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH ................................ ................................ .... 99
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH ................................ ................................ ......................... 102
Schilling Omnibusverkehr GmbH ................................ ................................ .......... 105
Häfen und Güterverkehr Köln AG ................................ ................................ ......... 109
HTAG Häfen und Transport AG ................................ ................................ ............ 116
HGK Shipping GmbH ................................ ................................ ............................ 119
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH ................................ ................................ .. 122
RheinCargo GmbH & Co. KG ................................ ................................ ............... 125
RheinCargo Verwaltungs-GmbH ................................ ................................ ........... 128
Rheinland Cargo Schweiz GmbH ................................ ................................ ......... 130
2
neska Schiffahrts-und Speditionskontor GmbH ................................ ..................... 132
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service ................................ .... 135
Regionalverkehr Köln GmbH ................................ ................................ ................ 138
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR ................................ ................................ . 142
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH ................................ ................................ 150
Flughafen Köln/Bonn GmbH ................................ ................................ ................. 153
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln ......... 160
2. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten ................................ .......... 164
GAG Immobilien AG ................................ ................................ ............................. 164
GAG Projektentwicklung GmbH ................................ ................................ ............ 171
GAG Servicegesellschaft mbH ................................ ................................ .............. 175
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH ................................ ........................ 178
Grund und Boden GmbH ................................ ................................ ...................... 181
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH ................................ ........ 184
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft ................................ ....................... 187
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gebäudewirtschaft der Stadt Köln .................. 191
3. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung ................................ .................... 198
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ................................ ........................... 198
Koelnmesse GmbH ................................ ................................ ............................... 201
Koelncongress GmbH ................................ ................................ ........................... 210
KölnKongress Gastronomie GmbH ................................ ................................ ....... 214
Köln Tourismus GmbH................................ ................................ .......................... 217
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berüfsförderung mbH ................................ ... 221
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln i. L. ....... 224
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH .............. 226
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG ................................ .............. 229
BioCampus Cologne Management GmbH ................................ ............................ 232
moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der
Gemeindeentwicklung mbH ................................ ................................ .................. 234
Butzweilerhof Verwaltung GmbH ................................ ................................ .......... 238
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG ................................ ......................... 241
Digital Hub Cologne GmbH ................................ ................................ ................... 244
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH ................................ ......................... 247
4. Soziales ................................ ................................ ................................ ............... 251
SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH ................................ .................. 251
Kliniken der Stadt Köln gGmbH ................................ ................................ ............ 258
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH ................................ 265
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR .............................. 268
3
Jugendzentrum Köln Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH ........................... 272
5. Kultur, Sport, Erholung ................................ ................................ ...................... 276
KölnBäder GmbH ................................ ................................ ................................ .. 276
KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH ................................ ............... 282
ACHTBRÜCKEN GmbH ................................ ................................ ....................... 286
Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH ................................ .. 289
Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln ................................ ........................ 293
Zoo-Gastronomie GmbH ................................ ................................ ....................... 297
KÖLNER ZOO Shop GmbH ................................ ................................ .................. 300
Kölner Sportstätten GmbH ................................ ................................ .................... 303
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln ........................... 306
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln ................................ ... 310
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln .............................. 317
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Wallraf-Richartz-Museum & Fondation
Corboud der Stadt Köln ................................ ................................ ........................ 321
6. Anhang ................................ ................................ ................................ ................ 324
Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen ...................... 325
Direkte und indirekte Beteiligungen in den Berichtsjahren 2019 und 2020 ................ 332
Erläuterungen und Begriffsdefinitionen ................................ ................................ ...... 337
4
I. Allgemeiner Teil
1. Vorwort
Die Unternehmen der Stadt Köln sind ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen
Leistungserbringung und Daseinsvorsorge. Sie beeinflussen damit das Leben von mehr
als einer Million Einwohner*innen in Köln und der Region unmittelbar. Zentrale kommu-
nale Aufgaben werden durch Beteiligungen wahrgenommen und viele der Beteiligungs-
unternehmen sind für die Kölnerinnen und Kölner unverzichtbar. Unsere Beteiligungsun-
ternehmen, die u.a. Strom- und Energieerzeugung, Wasserversorgung, Abfallentsorgung
und Stadtentwässerung bereitstellen, sind damit tatsächlich systemrelevant.
In den Beteiligungen werden daneben auch hohe Investitionen getätigt, um urbane Me-
gathemen wie die Verkehrswende zu beschleunigen oder das Ziel der Klimaneutralität zu
erreichen, z.B. durch unsere städtischen Töchter KVB und RheinEnergie.
Hieraus entsteht eine besondere Verantwortung. Dieser Bericht soll der interessierten Öf-
fentlichkeit daher eine Informationsquelle und den politischen Entscheidungsträger*innen
in Aufsichtsräten und Rat eine Entscheidungshilfe und eine erweiterte Sicht auf den Kon-
zern Stadt Köln geben.
Das dem Beteiligungsbericht zu Grunde liegende Geschäftsjahr 2020 war für fast alle
Beteiligungen stark von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Einige
mussten zeitweise für den Publikumsverkehr schließen (wie z.B. KölnBäder, Zoo, Köln-
Musik, Bühnen) viele standen vor unbekannten Herausforderungen, nahezu alle mussten
Abläufe ändern und ihre Arbeitsweisen anpassen. Diese Maßnahmen führten bei den
Beteiligungen zu verschiedenen Effekten mit teils erheblichen finanziellen Auswirkungen.
In welchem Maße die Beteiligungen jeweils betroffen waren, lässt sich dem Bericht ent-
nehmen. Daneben bietet der Beteiligungsbericht Informationen über Veränderungen im
Beteiligungsportfolio, zu ausgewählten Kennzahlen der Geschäftsentwicklung, zu Be-
schäftigungszahlen, zur Höhe von finanziellen Zuwendungen aus dem städtischen Haus-
halt sowie zur Zusammensetzung der Überwachungsorgane.
Abschließend möchten wir besonders in diesem weiterhin von den Auswirkungen der
Corona-Pandemie geprägten Jahr allen Unternehmensleitungen und Aufsichtsorganen
und insbesondere den Mitarbeiter*innen, die sich für das Wohl der Menschen in unserer
Stadt tagtäglich einsetzen, herzlich für die geleistete Arbeit danken.
Köln, im Oktober 2022
Henriette Reker Prof. Dr. Dörte Diemert
Oberbürgermeisterin Stadtkämmerin
5
2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts
Kommunale Aufgaben in Beteiligungsunternehmen
Die städtischen Beteiligungsgesellschaften und Sondervermögen nehmen eine Vielzahl
kommunaler Aufgaben wahr und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstel-
lung der Daseinsvorsorge. Die städtischen Beteiligungen erbringen Leistungen in diver-
sen Geschäftsfeldern, die grundsätzlich folgende Aufgaben umfassen:
Ver- und Entsorgung
- Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikationsdienstleis-
tungen
- Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung, Straßenreinigung und Winterwartung
sowie Abwasserentsorgung
- Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge
- Pflege und Unterhaltung Kölner Gewässer
- Straßenentwässerung
Verkehr
- Bedienung des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs
- Betrieb von Häfen und Flughafen
Bauen und Wohnen sowie Betreuung städtischer Bauten
- Wohnraumversorgung durch Neubau, Kauf, Verkauf, Bewirtschaftung und Vermie-
tung von Wohnungen über die städtische Wohnungsgesellschaften
- Bewirtschaftung und Baubetreuung von städtischen Objekten sowie Planung und
Ausführung von Gebäudetechnik und Hochbaumaßnahmen aller Art
Kultur, Sport und Erholung
- Vermietung und Verpachtung von Veranstaltungsstätten zur Durchführung kultureller
und sonstiger Veranstaltungen
- Vorhaltung und Betrieb von Sportstätten, Bädern und einer Eissporteinrichtung
- Betrieb von Museen und Zoo
Gesundheitsversorgung und Soziales
- Ambulante, vor-, nach-, teil- und vollstationäre Gesundheitsleistungen
6
- Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versorgung und Pflege alter, behinderter oder
psychisch kranker Menschen sowie anderweitig notleidender oder gefährdeter Men-
schen Angebot von Beschäftigungsfördermöglichkeiten
- Förderung der Kinder- und Jugendhilfe durch den Betrieb entsprechender Einrichtun-
gen
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
- Planung, Organisation und Durchführung von Messen und Ausstellungen und ande-
rer Veranstaltungen zur Förderung von Industrie, Handel und Handwerk im In- und
Ausland
- Förderung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Köln und der heimischen Wirt-
schaft
- Innovations- und Gründerförderung, Förderung der Digitalisierung und des Technolo-
gietransfers
- Durchführung von Stadtentwicklungsprojekten
Kernfunktion der städtischen Beteiligungsgesellschaften ist die nachhaltige und zuverläs-
sige Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft mit
Dienstleistungen zu sozialverträglichen Preisen. Die Aktivitäten der Unternehmen wirken
sich aber auch unmittelbar auf den städtischen Haushalt – im Wesentlichen in Form von
Gewinnabführungen und Betriebskostenzuschüssen - aus. Chancen und Risiken in den
geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaften kommen daher auch im Hinblick auf die
städtische Finanzwirtschaft große Bedeutung zu. Über diese Gesellschaften soll im Fol-
genden berichtet werden.
Gesetzliche Grundlagen der Berichterstattung über Beteiligungsunternehmen
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Erstellung eines Beteiligungsberichts ha-
ben sich in NRW zum 01.01.2019 geändert.
Grundsätzlich maßgeblich sind die §§ 117 Abs. 1 Gemeindeordnung für das Land Nord-
rhein-Westfalen (GO NRW) und 53 Kommunalhaushaltsverordnung Nordrhein-Westfalen
(KomHVO NRW). Da jedoch nur noch diejenigen Gemeinden, die gem. § 116a GO NRW
größenabhängig keinen Gesamtabschluss aufstellen müssen, einen Beteiligungsbericht
erstellen müssen, ist die Stadt Köln von der Verpflichtung nach § 117 Abs. 1 GO NRW
freigestellt.
Wenngleich eine Verpflichtung zur Erstellung für die Stadt Köln entfällt, soll das Instru-
ment dennoch weiterhin genutzt werden, um die interessierte Öffentlichkeit jährlich über
die Aktivitäten in den städtischen Beteiligungsunternehmen zu informieren.
7
Der Beteiligungsbericht wurde zuletzt für das Berichtsjahr 2019 sowohl hinsichtlich seiner
Struktur aber insbesondere inhaltlich vollständig überarbeitet und neu gestaltet. Der seit-
dem deutlich reduzierte Umfang und die vereinheitlichten Angaben zu den Unternehmen
führen zu einer besseren Lesbarkeit - relevante Informationen zu den Beteiligungsunter-
nehmen der Stadt Köln sind dadurch schneller und leichter aufzufinden. Der so neu ge-
staltete Bericht orientiert sich sowohl an den gesetzlichen Vorgaben bzw. Empfehlungen
als auch an den Informationsbedürfnissen der vielfältigen Interessierten/Adressaten-
kreise. Diese Form wurde auch für den aktuellen Bericht übernommen.
In einem allgemeinen Teil werden kurz die organisatorische Struktur des Beteiligungs-
managements der Stadt Köln sowie die wahrgenommen Aufgaben (Abschnitt 3) be-
schrieben sowie Übersichtsinformationen zum Gesamtportfolio und seine wesentlichen
Veränderungen (Abschnitte 4 bis 8) geliefert. Gegenüber dem Vorjahresbericht haben wir
in diesem Jahr erstmals Informationen zu den Auszubildenden und zur Frauenquote in
den städtischen Beteiligungsunternehmen aufgenommen. Die Berichterstattung zu allen
direkten und ausgewählten indirekten Beteiligungen erfolgt unternehmens-individuell im
speziellen Teil dieses Berichtes, wobei der Umfang der Berichterstattung nicht für alle
Beteiligungen einheitlich ist. Zu den Beteiligungen wurden sowohl allgemeine Informatio-
nen als auch betriebs- und finanzwirtschaftliche Daten des Berichtsjahres 2020 und der
Vorjahre zusammengetragen, die ein Bild der wirtschaftlichen und finanziellen Lage ver-
mitteln.
Umfang der Berichterstattung
Bei der Auswahl der in den Bericht aufgenommenen Unternehmen wurde grundsätzlich
folgender Systematik gefolgt:
8
Dabei wurden zunächst all jene Beteiligungsunternehmen berücksichtigt, die unter die
Definition einer wirtschaftlichen bzw. nichtwirtschaftlichen Betätigung i.S.d. § 107 Abs.
1,2 GO NRW fallen und an denen die Stadt Köln unmittelbar oder mittelbar über maximal
zwei Stufen (die sogenannten Enkelunternehmen) beteiligt ist. Wie bislang auch, werden
Unternehmen in privater Rechtsform, Anstalten öffentlichen Rechts, Eigenbetriebe und
eigenbetriebsähnliche Einrichtungen abgebildet.
Insgesamt wird bei der Auswahl der Gesellschaften angenommen, dass Unternehmen,
(i.) an denen die Stadt mindestens 25,1 % hält, (ii.) eine Einordnung als großes Unter-
nehmen nach § 267 Abs. 3 HGB erfolgt und (iii.) in deren Aufsichtsgremien die Stadt
Köln repräsentiert ist, eine größere Bedeutung für die Erfüllung städtischer Aufgaben ha-
ben, als Beteiligungen, die diese Kriterien nicht erfüllen. Über die Beteiligungen, die
diese Kriterien erfüllen wird daher umfangreicher, über andere Gesellschaften nur einge-
schränkt berichtet.
Im Beteiligungsbericht nicht berücksichtigt werden indirekte Beteiligungsgesellschaften,
an denen die Stadt Köln weniger als 25,1% Anteile hält.
Mit Blick auf die besondere strategische oder wirtschaftliche Bedeutung für den jeweili-
gen Gesellschafter wird zusätzlich über ausgewählte Beteiligungen berichtet, welche
eine Stufe unter den Enkelunternehmen sind. Dazu zählen die rhenag Rheinische Ener-
gie AG, Tochter der RheinEnergie AG (durchgerechneter Anteil Stadt Köln: 33,33 %), die
METRONA GmbH, Tochter der BRUNATA-METRONA GmbH (100 %) und die
NetAachen GmbH, Tochter der NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH
(84 %).
9
3. Beteiligungsmanagement der Stadt Köln im Berichtsjahr
Die Stabstelle für Beteiligungssteuerung und öffentliches Finanz- und Unternehmens-
recht der Stadt Köln ist unmittelbar dem Dezernat II Finanzen und Recht unterstellt und
umfasst gegenwärtig 17 Mitarbeitende. Die Aufgaben beinhalten zum einen die aktive
Mandatsbetreuung, d.h. die Unterstützung der Mandatsträger der kommunalen Gremien
und der von der Kommune in die Beteiligungen entsandten Vertreter*innen in fachlicher
Hinsicht, zum anderen die Beteiligungsverwaltung mit den klassischen Aufgaben des Do-
kumentenmanagements und der administrativen Unterstützung der Beteiligungen bei
kommunalrechtlichen Anforderungen.
Darüber hinaus hat sich das Beteiligungsmanagement im Berichtsjahr folgenden Themen
zugewandt:
- Das interne Projekt „Beteiligungsmanagement 2020“, mit dem die Arbeitsweisen
des Beteiligungsmanagements vereinheitlicht und damit effizienter gestaltet werden
sollen, wurde fortgeführt. Im Rahmen des Projektes werden eine Beteiligungssoft-
ware eingeführt, Arbeitsabläufe und Prozesse optimiert sowie weitere Standardisie-
rungen vorgenommen.
- Viele Beteiligungen waren im Geschäftsjahr 2020 stark von der COVID-19-Pande-
mie betroffen. Damit waren sowohl für die Unternehmen als auch die Beteiligungs-
steuerung viele unbekannte Herausforderungen verbunden, viele Abläufe mussten
geändert und Arbeitsweisen angepasst werden. Vielfältige Unterstützungsmaßnah-
men der Stadt für besonders betroffene Unternehmen aus dem Messe- und Veran-
staltungsbereich, dem Verkehrssektor und dem Bereich Kultur, Sport und Erholung
wurden auf den Weg gebracht und können damit im Folgejahr ihre volle Wirkung
entfalten.
- Im diesjährigen Beteiligungsbericht werden auch die Auszubildenden bei den Betei-
ligungen der Stadt Köln berücksichtigt. Diese sind nun in den Darstellungen ausge-
wählter Kennzahlen wiederzufinden.
- Am 10. September 2020 hat der Rat eine Aktualisierung des Public Corporate
Governance Kodex der Stadt Köln(PCGK) beschlossen. Der in Kraft gesetzte Ko-
dex enthält neue und in Teilen geschärfte Regelungen insbesondere zu einer ver-
besserten Transparenz und einer optimierten Zusammenarbeit der Gremien in den
Unternehmen. Wichtige Unternehmensdaten sollen demnach der Öffentlichkeit im
Internet zugänglich gemacht werden.
- Auf Grundlage von Ziffer 3.3.4 des PCGK veröffentlicht die Stadt Köln wie im letzten
Jahr einen Bericht über die Vergütungen der Mitglieder von Geschäftsleitungsorga-
nen der öffentlichen Unternehmen der Stadt Köln. Der Vergütungsbericht wird auf
der städtischen Internetseite veröffentlicht und jährlich erstellt.
10
Mit dem Vergütungsbericht unterstreicht die Stadt Köln in besonderer Weise die Be-
deutung der Regelungen des Gesetzes zur Schaffung von mehr Transparenz in öf-
fentlichen Unternehmen im Land Nordrhein-Westfalen (Neufassung des § 108 Abs.
1 Satz. 1 Nr. 9 GO NRW), nach denen bei öffentlichen Unternehmen die Gesamtbe-
züge der Mitglieder der Geschäftsführung im Anhang zum Jahresabschluss indivi-
dualisiert auszuweisen sind. (Nach Ziffer 1.4.3 PCGK soll der Vergütungsbericht je
Unternehmen auch auf der jeweiligen Unternehmenshomepage öffentlich zugäng-
lich sein.)
Der Vergütungsbericht beinhaltet alle direkten Beteiligungen in privater Rechtsform,
an denen die Stadt Köln mindestens 10% der Anteile hält, sowie weitere für die
Stadt Köln wesentliche mittelbare Beteiligungen.
4. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Beteiligungsportfolio
Folgende wesentliche Ratsvorlagen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Aktivitä-
ten der Beteiligungsunternehmen wurden im Berichtsjahr beschlossen und inzwischen
umgesetzt:
Flughafen Köln/Bonn GmbH: Kapitalerhöhung
Gemäß Beschluss des Rates vom 10.12.2020 erfolgte eine Einzahlung der Gesellschaf-
ter der Flughafen Köln/Bonn GmbH in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von
75 Mio. EUR.
RheinEnergie AG: Verkauf von Aktien der MVV Energie AG
Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 02.04.2020 zwischen der EnBW Energie Baden-
Württemberg AG, der RheinEnergie AG sowie der FS DE Energy GmbH wurde der Ver-
kauf und die Übertragung der 10.752.819 Aktien, die die RheinEnergie AG an der MVV
Energie AG hielt, vereinbart. Die Transaktion wurde am 30.06.2020 durchgeführt.
RheinEnergie AG: Verkauf der cowelio GmbH
Mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 03.12.2020 wurden die von der RheinEner-
gie AG gehaltenen Anteile an der cowelio GmbH an die Brunata-Metrona-Unternehmens-
gruppe verkauft. Mit Erfüllung sämtlicher aufschiebender Bedingungen des obengenann-
ten Anteilskauf- und Abtretungsvertrages wurde die Transaktion am 16.03.2021 durchge-
führt.
11
HGK: 100 % Erwerb an der Shipping GmbH
Im Berichtsjahr wurden die europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten von Imperial und
deren Integration unterhalb der neu gegründeten HGK Shipping GmbH vollzogen.
Koelnmesse GmbH: Einrichtung eines Liquiditätsverbundes mit der Stadt Köln
Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Koeln-
messe Konzern richtet die Stadt Köln zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft
zunächst befristet bis zum 31.12.2022 und begrenzt bis zu einer Höhe von 80 Mio. € ei-
nen Liquiditätsverbund mit der Koelnmesse GmbH ein.
5. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr
6. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln
(Siehe Schaubilder auf den nachfolgenden Seiten)
Anteilserwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu
HGK Shipping GmbH Häfen und Güterverkehr Köln AG 0,0% 100,0%
Name alt
Koelnmesse Ausstellungen GmbH
Name Bisheriger Anteilseigner
KölnKongress GmbH Koelnmesse GmbH, Köln
Anteilserwerbe
Verschmelzung auf Koelnmesse
Ausstellungen GmbH
Umfirmierungen
Name neu
Koelncongress GmbH
Nicht mehr bestehende Gesellschaften
Grund
12
13
14
15
7. Darstellung ausgewählter Kennzahlen der direkten Beteiligungen
16
17
* SAV = Sachanlagevermögen
18
19
20
21
22
Frauenquote der direkten Beteiligungen der Stadt Köln (2/2)
Unternehmen
Aufsichtsrat /
Verwaltungsrat
Geschäftsführung /
Betriebsleitung /
Vorstand
1. Führungsebene 2. Führungsebene
Quote Quote Quote Quote
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG - 50,00% - -
BioCampus Cologne Management GmbH - 50,00% - -
Digital Hub Cologne GmbH - 0,00% - -
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum GmbH - 0,00% - -
moderne stadt GmbH 35,70% 0,00% - -
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
Soziales
SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH 41,70% 100,00% - -
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 25,00% 0,00% - -
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 21,40% 50,00% - -
Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH 50,00% 100,00% - -
Kultur, Sport, Erholung
KölnBäder GmbH 6,67% 50,00% 0,00% 43,00%
KölnMusik Betriebs- und Service GmbH 57,10% 0,00% - -
AchtBrücken GmbH 57,10% 0,00% - -
Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH 62,50% 100,00% - -
AG Zoologischer Garten Köln 44,40% 100,00% - -
Kölner Sportstätten GmbH 15,40% 0,00% - -
eE Veranstaltungszentrum der Stadt Köln - 50,00% - -
eE Bühnen der Stadt Köln - 25,00% - -
eE Gürzenich-Orchester - 0,00% - -
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud - 50,00% - -
Konzerne
SWK 25,00% 33,30% 11,10% 40,00%
GAG 40,00% 50,00% - -
Koelnmesse 28,57% 33,33% - -
23
8. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen
Beteiligung < - > Art der Finanzbeziehung Ist
2020
Plan
2021
Stadtwerke Köln GmbH → Werbenutzungsentgelt 4.650 4.000
→ Gewinnausschüttung 48.800 50.400
← Steuern 12.871 13.293
→ Steuern Vorjahre 664 8.400
RheinEnergie AG → Konzessionsabgaben 67.829 67.500
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR → Gewinnausschüttung 28.621 21.769
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. ← Aufwendungen aus Verlustübernahme 210 100
GAG Immobilien AG ← Investitionszuschuss 3.270 3.270
→ Dividende 7.371 7.371
← Steuern 1.166 1.166
Grund und Boden GmbH ← Sonstige Zuschüsse 81 77
→ Gewinnausschüttung 3.853 3.485
← Steuern 610 552
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft → Gewinnausschüttung 205 0
← Steuern 32 0
e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ← Energiepauschale 1.200 1.200
→ Ergebnisausgleich 568 0
← Ergebnisausgleich 0 18.000
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ← Betriebskostenzuschuss 50 50
KölnTourismus GmbH ← Betriebskostenzuschuss 5.565 6.691
RTZ GmbH ← Betriebskostenzuschuss 120 119
BioCampus Cologne ← Betriebskostenzuschuss 500 700
moderne stadt mbH ← Investitionszuschuss 3.570 5.355
→ Gewinnausschüttung 1.025 738
← Steuern 162 117
Digital Hub Cologne GmbH ← Betriebskostenzuschuss 100 100
e.E. Veranstaltungszentrum Köln ← Betriebskostenzuschuss 3.352 3.753
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH ← Betriebskostenzuschuss 12.781 13.271
← Investitionszuschuss 713 300
→ Erstattung von Zuschüssen 3.273 253
CVUA ← Sonstiges 2.034 2.237
Jugendzentren Köln mbH ← Betriebskostenzuschuss 4.746 4.822
← Investitionszuschuss 43 43
KölnMusik ← Betriebskostenzuschuss 5.650 7.496
Akademie der Künste der Welt/Köln ← Betriebskostenzuschuss 900 1.000
AG Zoologischer Garten Köln ← Betriebskostenzuschuss 5.045 3.526
← Investitionszuschuss 138 138
Kölner Sportstätten GmbH ← Betriebskostenzuschuss 6.600 7.259
e.E. Bühnen der Stadt Köln ← Betriebskostenzuschuss 74.242 79.930
e.E. Gürzenich-Orchester ← Betriebskostenzuschuss 11.646 12.010
e.E. Wallraf-Richartz Museum ← Betriebskostenzuschuss 4.251 4.251
Beteiligungsinduzierte Auswirkungen auf das städtische Haushaltsergebnis in T€ (konsumtiv)
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II. Spezieller Teil - Übersicht wesentlicher Beteiligungen
Die Darstellung der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen kann Rundungs-
differenzen enthalten. Im Einzelfall können sich aufgrund dieser Rundungsdifferenzen
auch Abweichungen zu den im Lagebericht ausgewiesenen Werten ergeben. Die Infor-
mationen für den Beteiligungsbericht über die wesentlichen Finanz- und Leistungsbezie-
hungen der Beteiligungen untereinander und mit der Stadt Köln beruhen auf Angaben
der jeweiligen Gesellschaft. Durch unternehmensspezifische Buchungssystematiken kön-
nen die gemeldeten Zahlen voneinander abweichen und sind in diesen Fällen nicht ab-
stimmbar.
26
1. Ver- und Entsorgung und Verkehr
Stadtwerke Köln GmbH
Anschrift Parkgürtel 26
50823 Köln
Kontakt 0221 - 178 - 0
www.stadtwerkekoeln.de
Gründung 1960
Handelsregister HRB 2115, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Stadtwerke Köln GmbH (SWK) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Köln.
Gegenstand des Unternehmens ist die Gewährleistung, Unterstützung und Förderung von
Aufgaben und Vorhaben im Bereich der Kommunalwirtschaft als Holding der Stadt Köln.
Zu diesem Zweck hält sie Beteiligungen in folgenden Tätigkeitsfeldern:
- Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, Handel mit Energie und ener-
gienahen Produkten,
- Betrieb von Telekommunikationsnetzen einschließlich Telekommunikationsdienstleis-
tungen,
- Bedienung und Betrieb des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs einschließlich
des Eisenbahn- und Rheinfährverkehrs,
- Betrieb von Häfen,
- Durchführung von Aufgaben der Entsorgungs -, Wertstoff - und Recyclingwirtschaft,
einschließlich der Abfallsammlung, Stadtreinigung und Winterwartung, sowie die Er-
bringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung,
- Entwicklung und Förderung von Liegenschaften, insbesondere eigener sowie derjeni-
gen von konzernverbundenen Unternehmen und der Stadt Köln,
- Wohnraumversorgung, insbesondere Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst- und
Werkmietwohnungen,
- Betrieb von Sporteinrichtungen, insbesondere von Bädern und einer Eissporteinrich-
tung im Stadtgebiet Köln,
- Werbung und Gewährleistung der Durchführung des lokalen Hörfunks,
- Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, For schung,
Erziehung, Bildung, Kultur und Familie,
sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Leistungen.
27
Unternehmensgegenstand
Aus finanzwirtschaftlicher und strategischer Perspektive lassen sich aus den oben ge-
nannten Tätigkeiten folgende wesentliche Geschäftsfelder für den St adtwerke Köln Kon-
zern ableiten:
- Energie und Wasser,
- Öffentlicher Personennahverkehr,
- Hafenumschlag und Güterverkehr,
- Abfallentsorgung und -verwertung,
- Telekommunikation,
- Liegenschaften.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Dr. Dieter Steinkamp
(Vorsitzender) Frau Stefanie Haaks
Herr Timo von Lepel
Aufsichtsrat
Anne Lütkes (Vorsitzende seit 22.12.2020) Daniel Kolle (seit 13.01.2020)
Garrelt Duin (Vorsitzender bis 10.12.2020) Holger Leonhard
Marco Steinborn (stellv. Vorsitzender) Dr. Barbara Lübbecke (bis 10.12.2020)
Frauke Bendokat Stefanie Mägdefrau (bis 10.12.2020)
Jörg Detjen, MdR Gaetano Magliarisi (seit 01.01.2020)
Dr. Ralph Elster, MdR Christiane Martin, MdR (seit 10.12.2020)
Markus Fürst-Reichelt Andreas Mathes (seit 01.01.2020)
Artur Grzesiek (bis 10.12.2020) Frank Michael Munkler
Lino Hammer, MdR Bernd Petelkau, MdL, MdR
(seit 10.12.2020)
Prof. Dr. Heribert Hirte, MdB
(bis 10.12.2020)
Henriette Reker
Mike Homann, MdR (seit 10.12.2020) Ralph Sterck, MdR
Christian Joisten, MdR (seit 10.12.2020) Matthias Stoller
28
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH, Köln 100,0%
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln 100,0%
GEW Köln AG, Köln 90,0%
Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln 90,0%
KölnBäder GmbH, Köln 74,0%
Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln 54,5%
Moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemein-
deentwicklung mit beschränkter Haftung, Köln 51,0%
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln 50,1%
Radio Köln GmbH & Co. KG, Köln 25,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Gewinnausschüttung 48.800,0
29
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 687.696 693.418 865.971
Immaterielle Vermögensgegenstände 140,0 97,0 60,0
Sachanlagen 41,0 32,0 706,0
Finanzanlagen 687.515,0 693.289,0 865.205,0
Umlaufvermögen 667.209,0 468.036,0 545.014,0
Vorräte 23,0 21,0 165,0
Forderungen und sonst. VG 318.182,0 360.505,0 316.037,0
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 349.004,0 107.510,0 228.812
Rechnungsabgrenzungsposten 14,0 23,0 18,0
Summe Aktiva 1.354.919,0 1.161.477,0 1.411.003,0
Passiva
Eigenkapital 674.527,4 700.193,0 718.908,0
Gezeichnetes Kapital 185.550,0 185.550,0 185.550,0
Kapitalrücklage 203.068,0 203.068,0 203.068,0
Gewinnrücklage 237.610,0 262.775,0 279.890,0
Bilanzergebnis 48.299,4 48.800,0 50.400,0
Sonderposten 0,0 0,0 0,0
Rückstellungen 80.210,0 86.081,0 97.227,0
Verbindlichkeiten 600.169,0 375.202,0 594.846,0
Rechnungsabgrenzungsposten 12,0 0,0 22,0
Summe Passiva 1.354.919,0 1.161.477,0 1.411.003,0
30
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 15.219,0 18.050,0 26.669,0
Umsatzerlöse 15.219,0 18.050,0 26.669,0
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 29.528,0 27.636,0 17.191,0
Betriebsleistung 44.747,0 45.686,0 43.860,0
Betriebsaufwand 25.923,2 26.173,0 26.200,0
Materialaufwand 0,0 0,0 0,0
Personalaufwand 15.067,0 14.494,0 14.366,0
Abschreibungen 81,2 55,0 0,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.775,0 11.624,0 11.834,0
Betriebsergebnis 18.823,8 19.513,0 17.660,0
Finanzergebnis 83.803,0 80.100,0 11.930,0
Erträge aus Beteiligungen 10.732,0 10.357,5 10.276,0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 181.821,0 188.136,5 192.400,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 537,0 443,0 499,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.373,0 4.345,0 2.764,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 7,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.472,0 3.837,0 1.608,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.922,5 24.690,0 22.760,0
Sonstige Steuern 1.563,0 958,0 1.027,0
Jahresergebnis 77.141,4 73.965,0 67.515,0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -28.842,0 -25.165,0 -17.100,0
Bilanzgewinn 48.299,4 48.800,0 50.400,0
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 50,8% 59,7% 61,4%
Abschreibungsquote 44,9% 42,6% 6,4%
Investitionen (T€) 9.028,0 6.016,0 177.113,0
Investitionsquote 1,3% 0,9% 20,5%
Eigenkapitalquote 49,8% 60,3% 51,0%
Bankverbindlichkeiten (T€) 216.110,0 77.293,0 111.341
Veränderung Verschuldung (T€) 116.717,0 -224.967,0 219.644,0
31
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 6,1% 6,7% 4,9%
Rohertrag (T€) 15.219,0 18.050,0 26.669,0
EBIT (T€) 102.725,8 99.105,0 145.984,0
EBITDA (T€) 102.807,0 99.160,0 146.033,0
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 155 148 148
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 97,2 97,9 97,1
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die unternehmerische Tätigkeit des Stadtwerke Köln Konzerns erstr eckt sich im Wesent-
lichen auf 6 Geschäftsfelder.
Das Geschäftsfeld Energie und Wasser wird durch die RheinEnergie AG, Köln, (Rhein-
Energie), ihre Tochtergesellschaften und eine Beteiligung der GEW Köln AG, Köln, (GEW)
geprägt. Das Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr wird im Wesentlichen durch
die Kölner Verkehrs -Betriebe AG, Köln, (KVB) repräsentiert. Im Geschäftsfeld Hafenum-
schlag und Güterverkehr übernimmt die Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln, (HGK) die
Bereitstellung von Infrastruktur und z entralen Dienstleistungen für den Hafenbetrieb und
den Schienenverkehr. Der operative Betrieb wird von den Tochter- und Beteiligungsgesell-
schaften der HGK wahrgenommen. Das Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung
wird zum einen durch die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln, (AWB) vertre-
ten, die im Wesentlichen Aufgaben der Abfallbeseitigung und Stadtreinigung, aber auch
der Wertstofflogistik wahrnimmt. Zum anderen betreibt die AVG Abfallentsorgungs - und
Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Kö ln, (AVG) in Köln beziehungsweise in der Umge-
bung eine Müllverbrennungsanlage sowie eine Deponie für die Ent sorgung von Industrie-
und Gewerbeabfällen und zählt zusammen mit drei weiteren Beteiligungen eben falls zu
diesem Geschäftsfeld. Die NetCologne Ge sellschaft für Telekommunikation mbH, Köln,
(NetCologne) bestimmt wesentlich den Geschäftsverlauf des Geschäftsfeldes Telekom-
munikation. Das Geschäftsfeld Liegenschaften steht für die Aktivitäten der moderne stadt
Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, Köln,
(moderne stadt). Die übrigen Aktivitäten im Stadtwerke Köln Konzern sind finanzwirtschaft-
32
Wirtschaftliche Lage
lich eher von nachrangiger Bedeutung und werden nach folgend unter „Sonstige Ge-
schäftsfelder“ zusammengefasst. Hierzu zählen in sbesondere der Betrieb von Bädern im
Stadtgebiet Köln sowie die Verwaltung von Wohnungen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt fiel im Jahr 2020 nach Berechnungen des Sta-
tistischen Bundesamtes um 4,9 % niedriger aus als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft
ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine
tiefe Rezession geraten.
Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 um 0,5
% gegenüber 2019. Die Jahresteuerungsrate 2020 lag damit deutlich niedriger als im
Vorjahr (+1,4 %). Ein Grund für die niedrige Jahresteuerungsrate war die temporäre Sen-
kung der Mehrwertsteuersätze.
Bereits zu Beginn des Jahres 2020 wirkte die schwächere Konjunktur einer weiteren po-
sitiven Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit entgegen, die die Vorjahre geprägt hatte. Die
Zahl der Arbeitslosen stieg gegenüber dem Vorjahr um 429.000 auf 2.695.000 bzw. auf
5,9 % (+0,9 %). Die stabilisierende Wirkung der Kurzarbeit hat dabei Beschäftigung gesi-
chert und eine höhere Arbeitslosigkeit verhindert.
Relevante Märkte
Hierzu wird auf die Ausführungen zu den „Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit“
verwiesen.
Geschäftsverlauf
Die SWK erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 67,5 Mio. €, dies bedeutet
einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (74,0 Mio. €) um 9 %. Die Ergebnisabführung der
GEW an die SWK steigerte sich im Berichtsjahr um 3,7 Mio. € auf 169,2 Mio. €. Maßgeblich
für die Verbesserung war die höhere Gewinnabführung der Rh einEnergie, die einen er-
heblichen Veräußerungsgewinn aus dem Anteilsverkauf einer Beteiligung erzielen konnte.
Die Verlustübernahme gegenüber der KVB stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Mio. €
auf 109,9 Mio. €. Ursächlich sind neben den geringeren Erlösen durch die Corona-Pande-
mie, die durch den „ÖPNV-Rettungsschirm“ nicht vollständig kompensiert werden, erneut
gestiegene Kosten für die Instandhaltung der Stadtbahnen und Fahrwege. Die Ergebnisab-
führung der HGK entspricht mit 9,9 Mio. € dem Vorjahreswert. Den Ergebnisbeiträgen der
im Geschäftsjahr neu erworbenen Shipping -Gesellschaften standen dabei niedrigere Er-
gebnisse der übrigen Beteiligungen gegenüber. Die Ergebnisabfüh rung der AWB lag mit
13,4 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (12,7 Mio. €). Auch d ie phasenverschobene
33
Wirtschaftliche Lage
Ausschüttung der AVG lag mit 9,1 Mio. € um 0,5 Mio. € höher. Auf der Ebene der SWK
beeinflussten die geringeren Personalaufwendungen und ein höheres Zinsergebnis den
Jahresüberschuss der Gesellschaft positiv.
Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres sollen rund 25,2 Mio. € in die Gewinnrück-
lagen eingestellt werden. Der Bilanzgewinn von 48,8 Mio. € soll an den Gesellschafter
Stadt Köln ausgeschüttet werden.
Chancen und Risiken
Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen
sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand eines Konzernunternehmens
oder des Konzerns gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die ab-
sehbare Zukunft nicht zu erkennen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die SWK GmbH plant für das Jahr 2021 einen Jahresüberschuss von 11,2 Mio. €, der
damit 56,3 Mio. € unter dem Jahresergebnis 2020 in Höhe von 67,5 Mio. € liegen wird. Der
massive Ergebnisrückgang resultiert in erster Linie aus der Corona -Pandemie und den
damit verbundenen geringeren Fahrgelderlösen der KVB. Zusätzlich erhöhen die kommu-
nalpolitisch gewollten Leistungsausweitungen im ÖPNV das Defizit der KVB. Aufgrund der
anhaltenden Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen ist die Ergebnisprognose
einer höheren Unsicherheit als in den Vorjahren unterworfen.
34
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
Anschrift Maarweg 271
50825 Köln
Kontakt 0221- 9 22 22 24
www.awbkoeln.de
Gründung 2000
Handelsregister HRB 81974, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung im Rahmen der Entsorgungswirtschaft
sowie der Stadtreinigung anfallender Leistungen jedweder Art - vorrangig für das Gebiet
der Stadt Köln - , ferner die Erbringung von Leistungen für die Stadt Köln als Hilfsbetrieb
in entsprechender Anwendung von § 107 Abs. 2 Nr. 5 Gemeindeordnung NW. Zu den in
Satz 1 bezeichneten Leistungen gehören insbesondere
- die Erfassung und Entsorgung gemäß § 17 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz
("KrWG") oder gemäß anderen jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen der
Stadt Köln zu überlassender Abfälle jedweder Art, ferner alle mit den vorstehend
bezeichneten Aktivitäten verbundenen Tätigkeiten;
- die Durchführung von Leistungen der Stadtreinigung einschließlich der Winter-
wartung sowie von weiteren Leistungen der Pflege und Unterhaltung des öffentli-
chen Raums im Gebiet der Stadt Köln;
- die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Entsorgungs-, Wertstoff- und
Recyclingwirtschaft sowie die Erbringung aller im Zusammenhang mit den in vor-
stehenden Ziffern 1. bis 3. anfallenden Hilfs- und Nebentätigkeiten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Peter Mooren Herr Ulrich Gilleßen
35
Aufsichtsrat
Herr Gerhard Brust,
Vorsitzender (bis 10.12.2020)
Frau Ira Sommer
(seit 11.12.2020)
Frau Sandra Schneeloch,
Vorsitzende (seit 11.12.2020)
Herr Frank Schneider
(bis 10.12.2020)
Frau Polina Frebel, stellv. Vorsitzende Herr Dr. Harald Rau
Herr Gaetano Magliarisi, stellv. Vorsitzender Herr Dr. Dieter Steinkamp
Frau Hamide Akbayir (bis 10.12.2020) Herr Ayan Üc
Herr Hans-Werner Bartsch (bis 10.12.2020) Herr Tino von Lepel
Herr Wilfried Becker (bis 10.12.2020) Herr Gerd Walter
Frau Bianca Christen Herr Struwe (seit 11.12.2020)
Herr Dr. Walter Gutzeit (bis 10.12.2020) Herr Stephan Arnold
Frau Denise Abé (seit 11.12.2020) Frau Uschi Röhrig (seit 11.12.2020)
Frau Constanze Aengenvoort
(seit 11.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Hans M. Klein + Partner, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
36
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 81.864,9 97.408,0 121.984,0
Immaterielle Vermögensgegenstände 460,4 591,9 422,0
Sachanlagen 80.946,9 96.328,0 121.109,4
Finanzanlagen 457,5 488,1 453,6
Umlaufvermögen 29.286,5 41.258,4 18.039,9
Vorräte 1.194,2 1.290,6 1.473,6
Forderungen und sonst. VG 28.083,4 39.959,4 16.463,7
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 8,9 8,3 102,5
Rechnungsabgrenzungsposten 299,6 258,4 528,8
Summe Aktiva 111.451,0 138.924,9 140.552,7
Passiva
Eigenkapital 20.925,8 20.925,8 20.925,8
Gezeichnetes Kapital 15.000,0 15.000,0 15.000,0
Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0
Gewinnrücklage 5.925,8 5.925,8 5.925,8
Jahresüberschuss 0,0 0,0 0,0
Sonderposten 0,0 0,0 0,0
Rückstellungen 55.954,0 61.505,9 65.917,5
Verbindlichkeiten 34.571,2 56.493,1 53.709,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0
Summe Passiva 111.451,0 138.924,9 140.552,7
37
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 164.956,2 171.923,5 176.268,7
Umsatzerlöse 164.956,2 171.923,5 176.268,7
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 2.195,9 1.722,5 4.080,0
Betriebsleistung 167.152,1 173.646,0 180.348,7
Betriebsaufwand 144.915,6 151.360,3 156.334,6
Materialaufwand 21.440,1 22.775,4 22.574,3
Personalaufwand 100.313,5 103.986,3 107.381,4
Abschreibungen 10.476,8 11.423,9 12.863,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.685,2 13.174,7 13.515,2
Betriebsergebnis 22.236,5 22.285,7 24.014,1
Finanzergebnis -1.498,6 -1.686,8 -1.810,7
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 45,6 26,7 29,5
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16,4 26,3 9,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.560,6 -1.739,8 -1.849,3
Aufwendungen aus Verlustübernah. 0,0 0,0 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.734,7 7.558,2 8.529,0
Sonstige Steuern 289,7 298,7 301,4
Gewinnabführung aufgrund eines
Ergebnisabführungsvertrages 12.713,5 12.742,0 13.373,1
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 73,5% 70,1% 86,8%
Abschreibungsquote 12,9% 11,8% 10,6%
Investitionen (T€) 13.741,0 27.226,0 39.170,0
Investitionsquote 16,8% 28,0% 32,1%
Eigenkapitalquote 18,8% 15,1% 14,9%
38
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Pensionsverpflichtungen (T€) 31.020,0 34.933,6 38.850,9
Bankverbindlichkeiten (T€) 16.201,0 39.800,0 36.944,4
Veränderung Verschuldung (T€) 9.830,4 21.922,0 -2.783,6
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 11,6% 9,5% 10,0%
Rohertrag (T€) 143.516,0 149.149,0 153.694,4
EBIT (T€) 22.282,1 22.312,4 24.043,6
EBITDA (T€) 32.759,1 33.736,4 36.907,3
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 1.617 1.656 1.666
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 62,0 62,8 64,5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen unternehmerischer Tätigkeit
Die Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten der AWB liegen in der Erbringung
verschiedener, sowohl gebühren- als auch haushaltsfinanzierter Aufgaben im Zusam-
menhang mit der Stadtreinigung und der Abfallwirtschaft für die Stadt Köln.
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) re inigen mit über 800 Mitarbeiter*innen in der
Stadtreinigung und mit fast 350 Fahrzeugen fast 480.000 km an Straßen und Gehwegen
im Jahr. Zudem halten sie die Standorte der Glascontainer sauber, beseitigen wilde Müll-
ablagerungen, leeren rund 22.000 öffentliche Papierkörbe, kehren Laub und führen den
Winterdienst für die Stadt Köln durch. Zusätzlich übernehmen sie auch die Aufstellung
und Leerung der städtischen Altkleider-Container. Im Bereich Abfallwirtschaft führen rd.
660 Müllwerker*innen und Kraftwagenfahrer*innen der AWB pro Jahr mit über 240 Fahr-
zeugen mehr als 21,2 Mio. Tonnen- und Behälterleerungen in Köln durch. Die Hausmüll-
und Biotonnen werden von der AWB mindestens einmal wöchentlich geleert. Dazu kom-
men alle 14 Tage die Blauen und die Wertstofftonnen. Zusätzlich erledigen die AWB -
Mitarbeiter*innen fast 231.000 Termine zur Sperrmüll- und Elektro-Altgeräteabfuhr. Auch
im Jahr 2020 wurden trotz der Herausforderungen durch die Covid -19-Pandemie die in
den vergangenen Jahren aufgebauten Geschäftsaktivitäten weiter konsolidiert und in vie-
len Bereichen ausgebaut.
Dabei steht die Geschäftsbeziehung mit der Stadt Köln naturgemäß im Vordergrund. Die
betriebswirtschaftliche Steuerung der AWB ist in erster Linie auf das Jahresergebnis vor
39
Wirtschaftliche Lage
Steuern ausgerichtet. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 hatte die AWB ohne die beiden
Geschäftsführer 1.902 Beschäftigte (Vorjahr 1.870), davon 54 Auszubildende (Vorjahr
44) in acht Berufsbildern. Die Gesellschafterversammlung hat am 5. September 2017
eine Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung von 30 % und im Aufsichts-
rat von 30 % beschlossen. Die Zielgrößen sollen spätestens am 30.Juni 2022 erreicht
sein. Die gleiche Quote hat die Geschäftsführung am 26.Juli 2017 für die ihr direkt unter-
stehenden zwei Führungsebenen festgelegt, die ebenfalls spätestens am 30.Juni 2022
erreicht werden soll. Zum Stichtag 31.Dezember 2020 ergibt sich folgender Frauenanteil:
• Aufsichtsrat 47%, in der
• Geschäftsführung 0% und in der
• ersten Führungsebene 25%
• zweiten Führungsebene 35%
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Auswirkungen der (gesamt-) wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die AWB er-
geben sich im Wesentlichen aus den Aussagen zu den Zielen und Strategien im Rahmen
der Erläuterung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten sowie aus der Be-
schreibung der relevan ten Märkte und der Chancen und Risiken der AWB. Allerdings
sind zusätzlich zu den aktuell bestehenden Aufträgen weitere Akquisitionen denkbar, z.B.
durch die Ausweitung von Reinigungsleistungen in Köln oder den Ausbau ihres Services-
pektrums.
Relevante Märkte
Wie die Darstellung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten und der wirt-
schaftlichen Rahmenbedingungen deutlich zeigt, ist die AWB weitaus überwiegend für
die Stadt Köln tätig. Dabei werden zahlreiche, sowohl gebühren - als auch haushaltsfi-
nanzierte Aufgaben im Zusammenhang mit Abfallwirtschaft und Stadtreinigung erbracht.
Die Schwerpunkte der Geschäftsentwicklung lagen auch im Jahr 2020 auf einer kontinu-
ierlichen Leistungsverbesserung. Zudem stand auch weiterhin das Thema Nachhaltigkeit
im Mittelpunkt des Handelns und Gestaltens. Die Marktposition der AWB in Köln und die
Befriedigung der steigenden Ansprüche der Kunden*innen soll durch die Wertstoffstra-
tegie („Aktiv für Köln“) mit Fokus auf einem weiteren Ausbau der getrennten Sammlungen
und verstärkten Investitionen in die Digitalisierung der Prozesse dauerhaft gefestigt wer-
den. Ebenfalls von hoher Ergebnisrelevanz sind die Bedingungen an den Märkten für die
Verwertung von Altpapier und Altkleidern. Hier wird ausdrücklich auf die Ausführungen
40
Wirtschaftliche Lage
im Rahmen der Darstellung der Chancen und Risiken der AWB verwiesen. Die Entwick-
lung des volatilen Marktes für Altpapier - und Altkleidererlöse beeinflusst das Unterneh-
mensergebnis in hohem Maße.
Chancen und Risiken
Nach wie vor ist die AWB in ihrem Kerngeschäft keinen nennenswerten geschäftsgefähr-
denden Risiken aus dem laufenden Geschäft ausgesetzt. Durch die Verlängerung der
Leistungsverträge mit der Stadt Köln für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2019 für weitere
15 Jahre konnte die AWB Planungssicherheit fü r den wesentlichen Teil der Umsätze
erzielen. Allerdings muss die AWB zur Sicherung des erreichten Ergebnisniveaus aus-
geprägtes Kostenmanagement betreiben. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ergibt sich aus
den stark volatilen Verwertungserlösen, insbesondere für Altpapier und Altkleider, die
somit auch ein erhebliches Ergebnisrisiko bilden. Insbesondere in der Altpapierverwer-
tung liegt das Risiko sowohl in der Mengen - als auch in der Qualitätsentwicklung. Stei-
gende Anteile an Verpackungsmengen sowie sinkende M engen an Druckerzeugnissen
belasten die erzielbaren Altpapiererlöse. Daneben verzeichnet die AWB rückläufige
Sammelmengen. Das anhaltende Absinken des Zinsniveaus hat dazu geführt, dass die
betrieblichen Versorgungszusagen mit immer geringeren Zinssätzen a bgezinst werden
müssen und ein weiterer Rückgang zu erheblichen Ergebnisbelastungen führen kann.
Zur systematischen Erkennung und Steuerung der Risiken aus der Geschäftstätigkeit
der AWB existiert ein Risikomanagementsystem. Mögliche Risiken aus einer weiter an-
dauernden Belastung durch die Covis -19-Pandemie) lassen sich aktuell nicht final ab-
schätzen. Die bisherigen Erfahrungen im Jahr 2020 lassen jedoch die begründete Ver-
mutung zu, dass AWB dadurch keinen geschäftsgefährdenden Risiken ausgesetzt ist.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Das Augenmerk des Unternehmens wird weiterhin darauf liegen, seine Marktposition zu
stärken und auszubauen. Für das Geschäftsjahr 2021 plant die AWB bei Umsatzerlösen
von rund 176.181 T€ und Personalkosten in Höhe von rd. 113.201 T€ ein Ergebnis von
23.785 T€ vor Ertragsteuern. Dies entspricht einem Jahresüberschuss in Höhe von
18.851 T€. In diesem Ergebnis ist allerdings ein Sondereffekt in Höhe von 10.800 T€ aus
dem Verkauf eines Betriebsgrundstücks enthalten. In Höhe dieses Buchgewinns aus der
Veräußerung des Betriebsgrundstücks ist eine Zuführung zur Gewinnrücklage der AWB
geplant.
41
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Anschrift Geestemünderstraße 23
50735 Köln
Kontakt 0221 - 7170 - 0
www.avgkoeln.de
Gründung 1992
Handelsregister HRB 22790, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 50,1%
Remondis GmbH Rheinland 49,9%
Unternehmensgegenstand
Unternehmensgegenstand ist die Planung (einschließ lich des Betreibens von Plange-
stellungsverfahren und Altlastensanierung), der Bau und der umweltfreundliche Betrieb
von Einrichtungen der Entsorgungswirtschaft, insbesondere von Anlagen zur Kompos-
tierung, Gewerbeabfallaufbereitung, Baustellenabfallaufbereitung zur thermischen Ab-
fallbehandlung inklusive Schadstoffentfrachtung sowie die Vermarktung der in den Ein-
richtungen gewonnenen Wertstoffe und Energie.
Die öffentlich -rechtlichen Vorschriften, insbesond ere die abfallrechtlichen Bestimmun-
gen sind zu beachten; die Leitlinien des Abfallwirtschaftskonzeptes der Stadt Köln in der
jeweils gültigen Fassung sind für die Gesellschaft verbindlich.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Freund (Sprecher) Herr Karl Georg Boje
Herr Peter Mooren
(hauptamtlicher Geschäftsführer AWB Köln)
42
Aufsichtsrat
Herr Hans-Werner Bartsch,
Vorsitzender (bis 10.12.2020)
Herr Stephan Krings,
Mitglied (bis 21.12.2020)
Stellv. Vorsitzender (ab 22.12.2020)
Herr Jürgen Mauthe,
Stellv. Vorsitzender (bis 21.12.2020)
Herr Peter Lindlar (ab 21.12.2020)
Herr Wilfried Becker (bis 10.12.2020) Frau Sarah Niknamtavin (ab 11.12.2020)
Herr Gerhard Brust,
Mitglied (bis 10.12.2020)
Vorsitzender (ab 22.12.2020)
Herr Dr. Harald Rau
Herr Dr. Ansger Fendel Herr Robert Schallehn (ab 11.12.2020)
Frau Polina Frebel Frau Dr. Gertrud Scholz (bis 10.12.2020)
Herr Stefan Gatter Frau Marion Sollbach (ab 11.12.2020)
Herr Volker Görtzel Frau Ira Sommer (ab 11.12.2020)
Herr Stefan Götz Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Burghard Hercik Christoph Trump
Herr Reinhard Hohenstein Herr Sebastian Vollbrecht
(bis 21.12.2020)
Frau Barbara Junker (seit 21.12.2020) Herr Florian Weber (ab 11.12.2020)
Herr Karl-Heinz Walter (bis 10.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
AVG Kompostierung GmbH 100,0%
AVG Ressourcen GmbH 100,0%
AVG Service GmbH 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€)
keine
43
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 87.649,7 83.895,5 82.114,0
Immaterielle Vermögensgegenstände 227,1 181,8 175,9
Sachanlagen 72.190,4 68.498,9 66.745,4
Finanzanlagen 15.232,1 15.214,9 15.192,7
Umlaufvermögen 35.428,3 32.822,2 26.142,9
Vorräte 6.280,0 6.888,7 7.258,5
Forderungen und sonst. VG 14.228,8 16.905,4 6.802,4
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 14.919,5 9.028,0 12.082,0
Rechnungsabgrenzungsposten 98,0 162,2 908,5
Summe Aktiva 123.176,0 116.879,9 109.165,4
Passiva
Eigenkapital 45.208,1 45.034,5
Gezeichnetes Kapital 8.700,0 8.700,0 8.700,0
Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0
Gewinnrücklage 26.762,0 26.762,0 26.762,0
Bilanzergebnis 17.246,1 18.072,5 19.301,7
Rückstellungen 11.475,2 10.970,7 11.873,9
Verbindlichkeiten 58.067,4 51.564,6 41.846,7
Rechnungsabgrenzungsposten 925,9 810,2 681,1
Summe Passiva 123.176,0 116.879,9 109.165,4
44
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 98.752,9 101.395,0 107.772,9
Umsatzerlöse 98.734,0 101.395,0 107.702,0
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 17,9 0,0 70,9
Sonstige betriebliche Erträge 536,0 162,0 384,0
Betriebsleistung 99.287,9 101.557,0 108.156,9
Betriebsaufwand 82.174,9 85.429,1 90.980,3
Materialaufwand 40.424,8 43.219,1 46.238,0
Personalaufwand 16.243,2 17.453,8 18.621,6
Abschreibungen 11.941 11.203 11.052,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.567 13.555 15.068,7
Betriebsergebnis 17.113,1 16.127,9 17.176,6
Finanzergebnis 5.772,8 7.380,3 8.184,3
Erträge aus Beteiligungen 6.939,4 8.095,9 8.821,8
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 7,9 5,7 2,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22,2 21,3 13,8
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und sonstige Aufwendungen 1.196,7 742,6 654,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.396,2 5.159,8 5.625,4
Sonstige Steuern 243,5 275,9 432,8
Jahresergebnis 17.246,1 18.072,5 19.301,7
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität (%) 71,2% 71,8% 75,2%
Abschreibungsquote (%) 16,5% 16,3% 16,5%
Investitionen (T€) 10.026,2 7.477,0 9.352,4
Investitionsquote (%) 11,4% 8,9% 11,4%
Eigenkapitalquote (%) 42,8% 45,8% 50,2%
Pensionsverpflichtungen (T€) 7.594,5 8.227,2 9.168,3
Bankverbindlichkeiten (T€) 30.865,2 26.029,0 22.474,4
Veränderung Verschuldung (T€) -440,0 -6.500,8 -9.717,9
45
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 15,0% 16,1% 18,3%
Rohertrag (T€) 58.328,1 58.175,9 61.534,9
EBIT (T€) 24.051,6 24.223,9 25.998,4
EBITDA (T€) 35.992,4 35.426,4 37.050,4
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 214 224 223
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 75,9 77,9 83,5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Geschäftsaktivitäten
Die am 23.06.1992 gegründete AVG – Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft
Köln mbH (nachfolgend AVG Köln) ist nach ihrem satzungsgemäßen Zweck sowie auf-
grund der mit der Stadt Köln geschlossenen Verträge zuständig für Planung, Bau und
Betrieb von Einrichtungen der Entsorgungswirtschaft. Entsprechend dieser Zweckbe-
stimmung hat die AVG Köln im Geschäftsjahr 2020 folgende Aufgabenschwerpunkte zu
verzeichnen:
- Betrieb der Restmüllverbrennungsanlage einschließlich der vorgeschalteten Homo-
genisierungsanlage (RMVA)
- Betrieb der Deponie Vereinigte Ville
- Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften für Kompostierung, für die Behand-
lung und Verwertung von Altholz, Baumisch- und Gewerbeabfällen sowie zur Erbrin-
gung von Instandhaltungsleistungen
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Für die AVG-Gruppe war 2020 in Summe t rotz der Corona Pandemie wirtschaftlich ein
gutes Jahr.
Aus der Sicht eines Entsorgungsunternehmens war als eine positive Folge der Pandemie
ein Anstieg bei den städtischen Hausmüllmengen um rund 1,5 % zu verzeichnen. Und
nach dem Ende des ersten Lockdowns waren auch die Gewerbeabfallmengen sehr
schnell wieder auf einem hohen Niveau und sorgten damit insgesamt für eine gute Aus-
lastung. Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie, von denen zum Ende
46
Wirtschaftliche Lage
des Jahres 2020 vor allem die Wirtschaftszweige Gastronomie und Handel stark betrof-
fen waren, haben das Gewerbeabfallaufkommen 2020 insgesamt nicht nachhaltig beein-
flusst.
Für den Bereich Deponiebetrieb gab es ebenfalls stabile Mengenanlieferungen an mine-
ralischen bzw. inerten Gewerbeabfällen. Durch weitere Preisanhebungen konnte zudem
die Umsatzentwicklung zusätzlich positiv beeinflusst werden.
Dies galt ebenso für den Bereich der Restmüllverbrennung von Gewerbeabfällen. Auch
hier konnten nochmals deutliche Preissteigerungen durchgesetzt werden.
Geschäftsverlauf 2020
Im Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2020 hat sich die AVG Köln zum Ziel gesetzt,
ein positives Gesam tergebnis in Höhe von 11.887 T€ nach Steuern zu erreichen. Mit
dem erzielten Ergebnis von 19.302 T€ konnte der Plan um 7.415 T€ übertroffen werden.
Das Vorjahresergebnis in Höhe von 18.072 T€ konnte damit ebenfalls um 1.230 T€ über-
troffen werden. Die Verbesserung gegenüber dem Planergebnis wurde im Wesentlichen
durch höhere Beteiligungsergebnisse, höhere Umsätze aus der Energievermarktung und
durch die Auswirkungen aus der weiterhin positiven Entwicklung auf dem Gewerbeab-
fallmarkt erreicht.
Chancen und Risiken
Die AVG Köln muss sich weiterhin in ihren Kerngeschäften zu jeder Zeit mit den Marktri-
siken auseinandersetzen. Der Entsorgungsvertrag mit der Stadt Köln sichert ihr mittel-
fristig die Andienung der städtischen Haus - und Sperrmüllmengen sowie einen Großteil
der städtischen Bioabfälle. Der geltende Abfallwirtschaftsplan NRW bietet der AVG Köln
zudem Chancen, sich an Ausschreibungen von kommunalen Haus - und Sperrmüllmen-
gen zu beteiligen.
Gemäß dem aktuellen Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Köln wird die getrennte Samm-
lung von biogenen Abfällen und weiteren Wertstoffen noch weiter intensiviert werden. In
der Folge werden damit aber bei der thermischen Verwertung die Hausmüllmengen sin-
ken und müssen durch zusätzliche andere Abfälle kompensiert werden. Der Handlungs-
bedarf in der AVG-Gruppe im Bereich der Akquisition von Abfallmengen, auch im Euro-
päischen Ausland, zusätzlich aktiv zu werden, wird dadurch aber immer konkreter.
Die AVG Köln ist gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften weiterhin im Markt gut ge-
rüstet. Durch hohe Leistungsbereitschaft, Service sowie Anlagenqualität und Verfügbar-
keiten im Spitzenbereich überzeugt die AVG Köln ihre Kunden.
47
Wirtschaftliche Lage
Durch das umfassende Verwertungs- und Entsorgungsangebot haben die AVG Köln und
ihre Tochtergesellschaften ih re Stellung im Abfallmarkt in der Vergangenheit gefestigt.
Diese Aktivitäten werden planmäßig fortgesetzt. Auch die Herausforderungen aus der
neuen Gewerbeabfallverordnung hat die AVG in 2020 gut gemeistert.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Auslastung der Anlagen erscheint aufgrund der aktuellen Marktsituation trotz einiger
negativer Einflüsse derzeit gesichert. Die Volatilität der Märkte erfordert jedoch eine hohe
Flexibilität bei den Akquisebemühungen. Die heute noch positive Marktlage k ann sich
recht schnell eintrüben. Daher wird sich die AVG Köln auch weiterhin um Gewerbeabfall-
mengen, Mengen aus dem Europäischen Ausland sowie um kommunale Abfälle Dritter
bemühen.
Diese Akquisitionsstrategie soll der AVG auch weiterhin den Erfolg sicher n. Daher geht
die Planung für 2021 beim Jahresüberschuss von einem Ergebnis von 11.900 T€ nach
Steuern aus.
Ob die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung durch die bekannten Risikofaktoren wie
Handelsstreitigkeiten, den Brexit oder auch die noch nicht bekannten Folgen der Corona
Epidemie zu größeren Nachteilen für die Abfallwirtschaft führen werden, bleibt weiter ab-
zuwarten.
48
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221/178 - 0
www.stadtwerke-koeln.de
Gründung 1964
Handelsregister HRB 2367, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst- und
Werkmietwohnungen für Beschäftigte der Stadtwerke Köln Gesellschaft (SWK) mit be-
schränkter Haftung und der mit ihr verbundenen Unternehmen.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung
des benannten Gesellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich
zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unter-
nehmen, die ihren Zwecken dienen oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässige n
Form beteiligen und solche Unternehmen erwerben und errichten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Dr. Dieter Steinkamp Frau Stefanie Haaks
Aufsichtsrat
Sabine Pakulat, MdR (Vorsitzende) Marion Heuser, MdR
Herr Dr. Nils Helge Schlieben (Stellv.
Vorsitzender) Jürgen Kircher, MdR
Wolfgang Nolden (Stellv. Vorsitzender) Stefanie Ruffen, MdR
Christoph Besser bis (31.08.2021) Hans Schwanitz
49
Aufsichtsrat
Claudia Brock-Storms, MdR Felix Spehl, MdR
Marcela Cano seit (27.09.2021) Marco Steinborn
Markus Greitemann
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
ES EversheimStuible Treuberater GmbH
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€)
keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 13.475,0 14.087,4 14.243
Jahresergebnis *) 483,5 1.110,0 573,0
Eigenkapital 18.820,8 19.930,9 20.504
Bilanzsumme 90.105,9 96.102,7 87.600
Investitionen 4.469 1.471 542
Verbindlichkeiten 66.852,8 71.501,4 62.376
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
*) vor Gewinnabführung
Wirtschaftliche Lage
Die Gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen / Wohnungsmarkt
Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft 2020 in eine tiefe Rezession gestürzt
und eine zehnjährige Wachstumsphase beendet. Das preisbereinigte Bruttoinlandspro-
dukt (BIP) sank 2020 um -4,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 3.332,2 Milliarden €. Zuletzt
hat die Finanz - und Wirtschaftskrise 2008 2009 einen so starken Konjunktureinbruch
verursacht, der 2009 mit -5,7 % noch deutlicher ausfiel. Bis auf das Baugewerbe sank
die Bruttowertschöpfung in allen Wirtschafsbereichen. Während das Baugewerbe mit
50
Wirtschaftliche Lage
+1,4 % gegenüber dem Vorjahr zulegte, verloren der Bereich Handel, Verkehr, Gastge-
werbe -6,3 %, das produzierende Gewerbe mit -9,7 % und sonstige Dienstleister -11,3 %
am deutlichsten.
Im 2019 lebten in Köln 1.091.819 (+0,16 %) Einwohnerinnen und Einwohner mit Haupt-
oder Nebenwohnsitz und es gab 564.841 (+0,10 %) Haushalte. Die durchschnittliche
Haushaltsgröße ist mit 1,88 Personen weiterhin unverändert. Die Anzahl der Einperso-
nenhaushalte stieg leicht auf 285.743, das entspricht 50,7 %.
Den Ergebnissen der städtis chen Bevölkerungsvorausberechnung zufolge werden im
Jahr 2030 rund 1.120.400 Menschen mit Hauptwohnsitz in Köln leben. Damit steigt die
Einwohnerzahl im Vergleich zum Ausgangsjahr der Berechnung 2018 voraussichtlich
um 38.900 (3,5 %). Die Bevölkerungszunahme setzt sich auch in den darauffolgenden
Jahren fort und endet im letzten Berechnungsjahr 2040 bei 1.146.100 Einwohnerinnen
und Einwohnern. Dies sind 64.600 Menschen mehr als 2018, was einem Anstieg um 6,0
Prozent entspricht.
Die Immobilienpreise in Köln sind auch im Jahr 2020 weiter gestiegen. Nach Auswertung
der Angebote in Immobilienscout24 sind die Mietpreise für Wohnungen in Köln im vierten
Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreswert um 2,71 % gestiegen, während die Kauf-
preise für Wohnimmobilien mit Werten zwischen 9,97 % (Häuser) und 12,29 % (Woh-
nungen) erneut stärker gestiegen sind als die Mietpreise.
Geschäftsverlauf
Der Jahresüberschuss der Gesellschaft beträgt 573 T€ (Vorjahr 1.110 T€). Die Umsatz-
erlöse (ohne Verwaltungsumlage) einschließlich der Bestandsveränderungen waren um
20 T€ höher als im Vorjahr und erreichten 13.306 T€.
Die Umsatzerlöse aus Verwaltungsleistungen stiegen um 140 T€ auf 909 T€. Die sons-
tigen betrieblichen Erträge sind um 85 T€ auf 343 T€ gestiegen.
Die Aufwendungen für die H ausbewirtschaftung beliefen sich auf 8.150 T€ (Vorjahr
7.267 T€). Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Instandhaltungskosten um 940 T€. Die
Betriebskosten sanken um 40 T€.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 1.943 T€ und verringerten sich ge-
genüber dem Vorjahr um 34 T€. Dies resultiert insbesondere geringeren Abschreibun-
gen auf Forderungen in Höhe von 34 T€. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
beinhalten passive latente Steuern in Höhe von 131 T€, der Gewerbesteuer in Höhe von
82 T€ und der Körperschaftsteuer in Höhe von 20 T€.
51
Wirtschaftliche Lage
Chancen- und Risiken
Das Risikofrüherkennungssystem der WSK ist in die Organisation der SWK eingebettet.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen zurzeit nicht. Mögliche Risiken bestehen im
branchenüblichen Rahmen durch nicht erkannte Mängel, die kurzfristig instandgesetzt
werden müssten.
Die in den ersten Monaten des Jahres 2020 eingesetzte Entwicklung und Ausbreitung
einer Pandemie durch den Virus SARS -COV-2 (Corona-Virus) und die damit einherge-
hende Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen führte zu zunehmenden Einschrän-
kungen des öffentlichen Lebens. Die Höhe und Dauer der wirtschaftlichen Auswirkungen
für die WSK sind derzeit nur schwer abschätzbar.
Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs - und Minimierungsmaßnah-
men sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens ge-
fährden.
Prognosebericht
Die WSK hat das Ziel, den Wohnungsbestand an den Bedürfnissen der Konzernmitar-
beiter auszurichten. Hierzu sind erhebliche Investitionen und In standhaltungsmaßnah-
men erforderlich. Für das Jahr 2021 sind folgende Sanierungen geplant:
Hermeskeiler Straße 13 – 13c Fassaden, Treppenhaus- und Strangsanierung
Bonner Straße 360 Umbau Bäckerei Bistro und Gästewohnen
Deutz-Kalker Straße 11 – 25 Fassaden- und Strangsanierung
Weinsbergstraße 191 – 193 Fassaden- und Strangsanierung
52
GEW Köln AG
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221 178 - 0
www.gewkoelnag.de
Gründung 1960
Handelsregister HRB 2114, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 90,0%
Stadt Köln 10,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und
Wärme, der Handel mit Energie und energienahen Produkten sowie mit darauf bezoge-
nen Finanzinstrumenten, sofern diese Tätigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnis-
frei ist, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, die
Nutzung von Einsatzstoffen in Anlagen zur Energieerzeugung, die Beteiligung an Unter-
nehmen, die Telekommunikationsnetze einschließlich Telekommunikationsdienstleistun-
gen betreiben, im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung
von Wohnverwaltungsdienstleistungen und Durchführung von Maßna hmen zur Förde-
rung der sozialen Infrastruktur sowie der Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur För-
derung von Wissenschaft, Forschung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Herr Dieter Hassel
Herr Norbert Graefrath
53
Aufsichtsrat
Herr Martin Börschel
(Vorsitzender, bis 22.12.2020)
Herr Norbert Kasten
Herr Christian Joisten
(Vorsitzender, seit 22.12.2020)
Herr Dr. Stephan Keller
(bis 31.10.2020)
Herr Wolfgang Nolden (stellv. Vorsitzender) Herr Niklas Kienitz (seit 22.12.2020)
Frau Barbara Bethke Herr Jakob Klein (bis 31.08.2020)
Frau Berrit Blümel (seit 22.12.2020) Herr Ralf Klemm (seit 22.12.2020)
Herr Karl-Heinz Böhle
Herr Heiner Kockerbeck
(seit 22.12.2020)
Herr Florian Braun (seit 22.12.2020)
Herr Dr. Gerrit Krupp
(bis 22.12.2020)
Herr Ulrich Breite (seit 22.12.2020) Frau Stefanie Mägdefrau
Herr Jürgen Brenig
Frau Christiane Martin
(seit 22.12.2020)
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (seit 22.12.2020) Herr Jan Orbach
Herr Dr. Ralph Elster (bis 22.12.2020) Herr Stefan Plag (seit 01.09.2020)
Herr Jörg Frank (bis 22.12.2020) Herr Dr. Frank Schaefer
Herr Stefan Götz (bis 22.12.2020) Frau Ursula Schlömer
Frau Inge Halberstadt-Kausch (bis 22.12.2020) Frau Sonja Schnürpel
Herr Thomas Hegenbarth (bis 22.12.2020)
Frau Brigitta von Bülow
(bis 22.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln 100,0%
BRUNATA-METRONA GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie AG, Köln 80,0%
RW Beteiligungs GmbH i. L., Düsseldorf 21,4%
Stadtwerke Düsseldorf AG, Düsseldorf 20,0%
54
Aufsichtsrat
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH, Essen 1,69%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 829.879,4 836.529,2 836.529,2
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,0 0,0 0,0
Sachanlagen 0,0 0,0 0,0
Finanzanlagen 829.879,4 836.529,2 836.529,2
Umlaufvermögen 201.922,7 199.408,5 176.020,3
Vorräte 0,0 0,0 0,0
Forderungen und sonst. VG 201.912,7 199.398,5 176.010,3
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 10,0 10,0 10,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0
Summe Aktiva 1.031.802,1 1.035.937,6 1.1012.549,4
Passiva
Eigenkapital 789.589,5 789.589,5 789.589,5
Gezeichnetes Kapital 255.700,0 255.700,0 255.700,0
Kapitalrücklage 119.427,3 119.427,3 119.427,3
Gewinnrücklage 424.462,2 414.462,2 414.462,2
Bilanzergebnis 0,0 0,0 0,0
Sonderposten 0,0 0,0 0,0
Rückstellungen 241,0 244,0 253,0
Verbindlichkeiten 241.971,6 246.104,1 222.706,9
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0
Summe Passiva 1.031.802,1 1.035.937,6 1.012.549,4
55
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 151,2 150,9 150,2
Betriebsleistung 151,2 150,9 150,2
Betriebsaufwand 943,3 766,8 851,9
Materialaufwand 0,0 0,0 0,0
Personalaufwand 67,8 70,1 71,3
Abschreibungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 875,5 696,7 780,6
Betriebsergebnis -792,1 -615,9 -701,7
Finanzergebnis 166.945,8 170.856,0 174.666,5
Erträge aus Beteiligungen 13.917,1 15.030,0 13.666,0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 151.300,8 151.383,0 160.997,5
Erträge aus anderen Finanzanlagen 3.036,4 6.650,0 1.169,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22,5 23,0 7,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.331,0 -2.230,0 -1.173,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.842,6 4.778,1 4.808,4
Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 161.311,0 165.462,2 169.156,6
Abgeführte Gewinne aufgrund Ergebnisabfüh-
rungsvertrag 161.311,0 165.462,3 169.156,6
Jahresüberschuss 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 80,4% 80,4% 80,4%
Abschreibungsquote entfällt entfällt entfällt
Investitionen (T€) -27,2 0,0 0,0
Investitionsquote 0% 0% 0%
Eigenkapitalquote 76,5% 76,5% 76,5%
56
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bankverbindlichkeiten (T€) 54.500,0 54.500,0 28.000,0
Veränderung Verschuldung (T€) 13.339,3 4132,5 -23.397,2
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 15,5% 15,8% 16,3%
Rohertrag (T€) 0,0 0,0 0,0
EBIT (T€) 16.161,4 21.064,1 14.133,3
EBITDA (T€) 16.161,4 21.064,1 14.133,3
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 0,0 0,0 0,0
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf
Die GEW Köln AG (GEW) hat im Geschäftsjahr 2020 rund 169 Mio. € an die Mutterge-
sellschaft Stadtwerke Köln GmbH (SWK) abgeführt. Das waren rund 4 Mio. € mehr als
im Vorjahr. Grundlage dieses Erfolgs waren die guten Ergebnisse der operativen Ge-
sellschaften der GEW.
Als reine Finanzholding ohne eigenes operatives Geschäft und auch ohne eigenes
Personal hält die GEW 80 Prozent der Anteile der RheinEnergie AG sowie je 100 Pro-
zent der Anteile des Telekommunikationsanbieters NetCologne und des Abrechnungs-
dienstleisters BRUNATA-METRONA Hürth. Zudem hält sie 20 Prozent der Anteile an
der Stadtwerke Düsseldorf AG.
Zum Unternehmensergebnis der GEW im Jahr 2020 trugen im Wesentlichen die Er-
träge aus den Beteiligungen an der RheinEnergie, der BRUNATA-METRONA und an
den Stadtwerken Düsseldorf bei. Wie gewohnt leistete dabei die RheinEnergie den mit
Abstand größten Ergebnisbeitrag. Der Energiedienstleister und -versorger führte rund
132 Mio. € an die GEW Köln AG ab und übertraf somit den Vorjahreswert um knapp 10
Mio. €.
Die BRUNATA-METRONA konnte mit ihrem Beitrag von 28,7 Mio. das Vorjahresni-
veau (28,8 Mio.) halten. Auch NetCologne blickte auf ein erfolgreiches operatives Ge-
schäftsjahr 2020 zurück. Der Gewinn wurde jedoch vollständig thesauriert, um weite-
res Wachstum zu ermöglichen. Die Stadtwerke Düsseldorf schütteten ihr Ergebnis
57
Wirtschaftliche Lage
komplett aus. Sie konnten einen Beitrag mit rund 14 Mio. € (2019: rund 15 Mio. €) zum
GEW-Ergebnis leisten.
Prognosebericht
Nach wie vor ist der Markt, auf dem sich die GEW-Unternehmen bewegen, hoch volatil.
Zudem stellen die stetig wachsende Bevölkerung der Millionenstadt Köln und die im-
mer größeren Erwartungen der Kunden besondere Herausforderungen an alle Unter-
nehmen der Daseinsvorsorge. Die GEW-Töchter reagierten darauf im Geschäftsjahr
2020 erfolgreich mit innovativen Produkten und speziell auf einzelne Kundengruppen
zugeschnittenen Dienstleistungen, ohne dabei ihr angestammtes Kerngeschäft zu ver-
nachlässigen.
58
RheinEnergie AG
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221 34645 - 300
www.rheinenergie.com
Gründung 2002
Handelsregister HRB 37306, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GEW Köln AG, Köln 80,0%
Westenergie AG, Essen 20,0%
Unternehmensgegenstand
Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Handel mit Energie und ener-
gienahen Produkten sowie mit darauf bezogenen Finanzinstrumenten, sofern diese Tä-
tigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnisfrei ist, die Erbringung von Dienstleistun-
gen im Bereich der Abwasserentsorgung und der Telekommunikation (Bau und Verpach-
tung von Breitbandnetzen), die Nutzung von Einsatzstoffen in Anlagen zur Energieer-
zeugung sowie im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung
von Wohnverwaltungsdienstleistungen und Durchf ührung von Maßnahmen zur Förde-
rung der sozialen Infrastruktur. Daneben betreibt das Unternehmen eine gemeinnützige
Familienstiftung und eine gemeinnützige Kulturstiftung.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Herr Dieter Hassel
Herr Dr. Andreas Cerbe Herr Achim Südmeier
Herr Norbert Graefrath
59
Aufsichtsrat
Herr Bernd Petelkau (Vorsitzender)
Herr Dr. Thomas König
(seit 01.10.2020)
Herr Wolfgang Nolden (stellv. Vorsitzender) Frau Claudia Kowalak
Frau Frauke Bendokat (seit 21.01.2020) Herr Dr. Gerrit Krupp (seit 22.12.2020)
Herr Walter Berndgen
Herr Dr. Stefan Küppers
(bis 30.09.2020)
Herr Bernd Böddeling (bis 30.09.2020) Frau Stefanie Mägdefrau
Herr Martin Börschel (bis 22.12.2020) Frau Christiane Martin (seit 22.12.2020)
Herr Ulrich Breite (bis 22.12.2020) Herr Andreas Mathes
Herr Jürgen Brenig Herr Reiner Priggen (seit 22.12.2020)
Herr Gerhard Brust (bis 22.12.2020) Frau Katharina Reiche (seit 01.10.2020)
Frau Clivia Conrad Herr Dr. Frank Schaefer
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert Herr Gernot Schubert
Herr Dr. Ralph Elster (bis 22.12.2020) Frau Ira Sommer (seit 22.12.2020)
Herr Dr. Karsten Klemp Herr Rafael Struwe
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
AGO GmbH Energie + Anlagen, Kulmbach 100,0%
cowelio GmbH, Köln 100,0%
ENERGOTEC Energietechnik GmbH, Köln 100,0%
ENTALO GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 100,0%
GT-HKW Niehl GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG, Köln 100,0%
RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie HKW Rostock GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Industrielösungen GmbH, Ludwigshafen a. R. 100,0%
RheinEnergie Solar GmbH, Köln 100,0%
60
Unternehmensbeteiligungen
RheinEnergie Trading GmbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Windkraft GmbH, Köln 100,0%
Rheinische NETZGesellschaft mbH, Köln 100,0%
RheinEnergie Express GmbH, Köln 87,8%
TankE GmbH, Köln 80,0%
AggerEnergie GmbH, Gummersbach 62,74%
Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth 56,63%
BELKAW GmbH, Bergisch Gladbach 50,1%
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), Leverkusen 50,0%
Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und Beteiligungsges. mbH,
Leverkusen
50,0%
RheinWerke GmbH, Düsseldorf 50,0%
AS 3 Beteiligungs GmbH, Essen 49,0%
evd energieversorgung dormagen GmbH, Dormagen 49,0%
Stadtwerke Leichlingen GmbH, Leichlingen 49,0%
Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar 49,0%
Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH, Lohmar 49,0%
Stadtwerke Pulheim GmbH, Pulheim 49,0%
Stromkontor Rostock Port GmbH, Rostock 49,0%
Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG, Bornheim 49,0%
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH, Sankt Augustin 45,0%
Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf 40,0%
chargecloud GmbH, Köln 33,33%
COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L., Cluj-Napoca 33,33%
rhenag Rheinische Energie AG, Köln 33,33%
GWAdriga GmbH & Co. KG, Berlin 31,0%
GWAdriga Verwaltungs GmbH, Berlin 31,0%
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH, Bonn 13,71%
8KU GmbH, Berlin 12,5%
ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG, Köln 6,67%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Konzessionsabgaben 69.222,8
61
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 1.448.774,7 1.489.053,7 1.290.571,7
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.587,2 10.611,4 8.994,9
Sachanlagen 506.151,1 548.324,7 592.785,1
Finanzanlagen 932.036,3 930.117,6 688.791,7
Umlaufvermögen 527.244,2 464.379,5 716.855,6
Vorräte 34.722,2 59.122,6 70.495,3
Forderungen und sonst. VG 390.295,3 343.105,2 545.539,7
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 102.226,6 62.151,8 100.820,6
Rechnungsabgrenzungsposten 39.485,6 41.569,5 8.538,0
Summe Aktiva 2.015.504,4 1.995.002,7 2.015.965,3
Passiva
Eigenkapital 906.918,1 906.918,1 914.418,2
Gezeichnetes Kapital 400.000,0 400.000,0 400.000,0
Kapitalrücklage 274.739,0 274.739,0 274.739,0
Gewinnrücklage 232.179,1 232.179,1 239.679,1
Bilanzergebnis 0,0 0,0 0,0
Sonderposten 68.482,7 69.544,2 71.571,1
Rückstellungen 475.107,2 504.924,6 612.687,2
Verbindlichkeiten 524.983,8 470.838,5 416.687,2
Rechnungsabgrenzungsposten 40.012,5 42.777,2 679,5
Summe Passiva 2.015.504,4 1.995.002,7 2.015.965,3
62
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 2.387.388,2 2.525.244,7 2.473.645,3
Umsatzerlöse 2.381.313,2 2.514.597,6 2.468.382,0
Bestandsveränderungen 2.056,5 5.083,1 -1.127,3
andere aktivierte Eigenleistungen 4.018,5 5.564,0 6.390,6
Sonstige betriebliche Erträge 105.595,6 107.471,6 150.725,3
Betriebsleistung 2.492.983,8 2.632.716,3 2.624.370,4
Betriebsaufwand 2.359.092,1 2.442.924,2 2.494.684,2
Materialaufwand 1.826.663,6 1.919.462,3 1.880.205,5
Personalaufwand 263.085,8 269.659,1 270.006,8
Abschreibungen 50.497,9 48.879,6 49.865,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 218.844,8 204.923,2 294.606,3
Betriebsergebnis 133.891,7 189.792,1 129.686,2
Finanzergebnis 35.520,3 -32.015,5 47.789,1
Erträge aus Beteiligungen 59.032,1 52.598,7 53.974,6
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.928,5 5.819,3 3.906,1
Erträge aus anderen Finanzanlagen 1.495,2 1.422,3 1.376,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.316,8 346, 583,5
Zuschreibungen auf Finanzanlagen 6.484,0 0,0 19.316,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.805,5 2.844,0 3.683,9
Verluste aus Gewinnabführungsverträgen 14.716,1 73.513,5 14.996,9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.214,7 15.845,2 12.687,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.965,6 9.722,5 7.377,1
Jahresergebnis 160.446,2 148.054,0 170.098,2
Ausgleichszahlung gemäß § 304 AktG 27.832,3 25.435,1 30.266,8
Gewinnabführung gemäß
Ergebnisabführungsvertrag 122.613,9 122.618,9 132.331,4
Jahresüberschuss 10.000,0 0,0 7.500
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 10.000,0 0,0 7.500
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
63
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 71,9% 74,6% 64,0%
Abschreibungsquote 9,8% 9,5% 8,3%
Investitionen (T€) 94.823,0 70.290,2 147.473
Investitionsquote 6,5% 8,2% 11,4%
Eigenkapitalquote 45,0% 45,5% 45,4%
Bankverbindlichkeiten (T€) 62.000,0 73.000,0 37.364,0
Veränderung Verschuldung (T€) -103.573,7 -54.145,3 -54.151,3
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 9,1% 8,2% 9,1%
Rohertrag (T€) 560.724,6 605.782,4 593.439,8
EBIT (T€) 179.825,7 173.274,1 170.262,8
EBITDA (T€) 230.323,6 222.153,7 220.128,4
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 2.972 2.920 2.902
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 88,5 92,3 93,0
Wirtschaftliche Lage
Die RheinEnergie AG konnte im Jahr 2020 ihr geplantes Jahresergebnis überschreiten.
Das Unternehmensergebnis betrug rund 170 Mio. €, das waren etwa 22 Mio. € mehr als
im Jahr 2019. Der Umsatz der RheinEnergie lag für 2020 ohne Energiesteuer bei rund
2,47 Mrd. € (2019: 2,51 Mrd. €).
Vertriebsseitig hat hoher Wettbewerbsdruck und eine weiter fortschreitende Diversifika-
tion von Anbietern und Angeboten im Jahr 2020 das Marktumfeld der RheinEnergie cha-
rakterisiert. Hinzu kommt ein immer stärkerer gesellschaftlicher Druck auf die gesamte
Branche, die sich mit ambitionierten Forderungen hinsichtlich des Tempos der Energie-
wende konfrontiert sieht. Die RheinEnergie nimmt diese Herausforderungen an und sieht
sich mit ihrer Strategie für die Weiterentwicklung des Unternehmens gut aufgestellt. Das
gilt auch mit Blick auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Die RheinEnergie hat
es sich zum Ziel gesetzt, dauerhaft der führende Energie- und Wasserversorger der
rheinischen Region zu bleiben. Basis des Geschäfts ist eine sichere, nachhaltige und be-
zahlbare Belieferung der Kunden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, treibt die
RheinEnergie ihren bereits vor mehreren Jahren eingeschlagenen
64
Wirtschaftliche Lage
Wandel vom Versorger zum Energiedienstleister entschieden voran. Digitalisierung spielt
dabei eine Schlüsselrolle – ebenso wie veränderte Arbeitsprozesse in neuen und flexib-
len Strukturen.
Das Investitionsvolumen war 2020 mit 114 Mio. € niedriger als im Jahr zuvor (122 Mio.
€). Ausschlaggebend waren Investitionen in die Infrastruktur, vor allem in die Netze. Da-
mit betreibt die RheinEnergie nicht nur aktive Daseins-, sondern auch Zukunftsvorsorge.
Absatz
Der vertriebliche Stromabsatz war von 11,80 Milliarden Kilowattstunden (kWh) im Jahr
2019 auf 10,38 Milliarden kWh im Jahr 2020 zurückgegangen. Ursache war im Wesentli-
chen ein Rückgang bei Sondervertragskunden. Die Stromvermarktung aus Eigenerzeu-
gung sank ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um 0,50 Milliarden auf 4,84 Milliarden kWh.
Positiv entwickelte sich demgegenüber das Direktvermarktungsgeschäft beim Strom, un-
ter anderem aus BHKW-Anlagen. Mit 1.143 Mio. kWh im Jahr 2019 gegenüber 427 Mio.
kWh im Jahr 2019 festigte sich die deutlich steigende Tendenz der Vorjahre.
Der Erdgasverkauf stieg im Direktabsatz auf 8,16 Milliarden kWh gegenüber 7,52 Milliar-
den kWh im Vorjahr. Grund war hier insbesondere, wie schon im Vorjahr, eine Auswei-
tung bei Sondervertragskunden.
Der Fernwärmeabsatz lag mit 1,09 Milliarden kWh leicht unter dem Wert des Vorjahres
(1,13 Milliarden kWh). Hinzu kamen 669 Mio. kWh an Wärmeverkauf aus dem Bereich
des Energiecontractings (gegenüber 720 Mio. kWh im Vorjahr). Der Verkauf von Pro-
zessdampf insbesondere für die Industrie im Kölner Norden lag mit 498,2 Mio. kWh pan-
demiebedingt unter dem Vorjahresniveau in Höhe von 556,7 Mio. kWh.
Der Wasserabsatz sank leicht. Insgesamt wurden 85,3 Mio. Kubikmeter gegenüber 85,7
Mio. Kubikmetern im Vorjahr verkauft.
RheinEnergie-Gruppe
Zur RheinEnergie-Gruppe zählen neben der RheinEnergie AG die wesentlichen Tochter-
gesellschaften im Kraftwerks-, Netz- und Handelsbereich sowie Erneuerbare Energie.
Der konsolidierte Umsatz sank hier auf 4,04 Mrd. € (2019: 4,13 Mrd. €). Der Stromver-
kauf der RheinEnergie-Gruppe belief sich insgesamt auf rund 30,8 Milliarden kWh (Vor-
jahr: 29,8 Milliarden kWh) und war relativ konstant zum Vorjahr. Zudem hat die Rhein-
Energie-Gruppe 57,0 Milliarden kWh Gas abgesetzt (Vorjahr 51,8 Milliarden kWh).
Ausblick
Im Rahmen der regelmäßig aktualisierten und weiterentwickelten Unternehmensstrategie
stellt sich die RheinEnergie den großen Herausforderungen in energiepolitischer, rechtli-
cher und wirtschaftlicher Hinsicht. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der internen
65
Wirtschaftliche Lage
Prozesse einerseits und den beabsichtigten Investitionen in den einzelnen Wertschöp-
fungsstufen andererseits soll die Basis für Wachstum und dauerhafte Ertragskraft beibe-
halten werden.
Dabei nimmt die RheinEnergie die besondere gesellschaftliche und ökologische Verant-
wortung sehr ernst, die ihr als Akteur der Energiewende zukommt.
Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RheinEnergie wegen
der Ausbreitung des Coronavirus sind derzeit nicht abzuschätzen.
66
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH
Anschrift Am Coloneum 9
50829 Köln
Kontakt 0221 2222-0
www.netcologne.de
Gründung 1994
Handelsregister HRB 25580, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GEW Köln AG, Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraumes Köln orientierten privaten Tele-
kommunikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruktur der Gesellschaften
der Stadtwerke Köln -Gruppe, einschließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen
und Mehrwertdienste, die Entwicklung, Erbringung und Vermarktung von Basis - und
Mehrwert-Netzdienstleistungen einschließlich der zum Netzabschluss erforderl ichen
Hardware- und Software -Produkte, die Erstellung und Vermarktung technischer Kon-
zepte und Studien sowie sämtliche Managementleistungen auf den vorgenannten Ge-
bieten und damit zusammenhängende ganzheitliche Komplettlösungen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Timo von Lepel Frau Dorothee Schumacher
(bis 05.08.2020)
67
Aufsichtsrat
Herr Dr. Andreas Cerbe (Vorsitzender) Herr Christian Joisten
Herr Achim Südmeier (stellv. Vorsitzender)
Herr Dr. Stephan Keller
(bis 31.10.2020)
Herr Stephan Berndorf Herr Gerrit Krupp
Herr Florian Braun Herr Stefan Münzel
Herr Jörg Frank Herr Stephan Radloff
Herr Norbert Graefrath Herr Gernot Schultz
Herr Martin Hanz Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Dieter Hassel
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
NetCologne IT Services GmbH, Köln 100,0%
NetRegio GmbH, Köln 99,99%
NetAachen GmbH, Aachen 84,0%
Deutsche Netzmarketing GmbH, Hamburg 2,56%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
keine
68
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 233.978,4 237.508,1 238.916,9
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.454,3 8.619,0 7.827,2
Sachanlagen 182.706,1 187.071,2 189.271,7
Finanzanlagen 41.818,0 41.818,0 41.818,0
Umlaufvermögen 65.621,5 78.445,6 75.706,4
Vorräte 31.952,9 25.417.0 30.671,4
Forderungen und sonst. VG 32.514,9 51.947,6 44.384,1
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 1.153,6 1.081,0 650,9
Rechnungsabgrenzungsposten 6.420,9 9.972,1 8.038,2
Aktive latente Steuern 1.408,7 948,1 1.574,5
Summe Aktiva 307.429,4 326.874,2 324.236,1
Passiva
Eigenkapital 90.750,3 98.023,8 106.120,5
Gezeichnetes Kapital 9.210,0 9.210,0 9.210,0
Kapitalrücklage 51.873,3 51.873.3 51.873.3
Gewinnrücklage 21.553.2 29.667,0 39.940,5
Jahresüberschuss 8.113,8 7.273.4 8.096,7
Rückstellungen 19.976,4 19.535,8 20.082,9
Verbindlichkeiten 189.291,9 199.013,1 189.566,6
Rechnungsabgrenzungsposten 7.410,8 10.301,3 8.466,1
Summe Passiva 307.429,4 326.874,2 324.236,1
69
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 276.589,0 277.484,8 290.876,9
Umsatzerlöse 268.252,5 283.660,5 288.778,3
Bestandsveränderungen 7.171,5 -9.031,3 -312,1
andere aktivierte Eigenleistungen 1.165,0 2.855,6 2.410,7
Sonstige betriebliche Erträge 6.169,0 4.365,3 1.979,5
Betriebsleistung 282.758,0 281.850,1 292.856,4
Betriebsaufwand 269.163,2 270.441,6 280.289,0
Materialaufwand 128.882,9 125.114,6 130.464,2
Personalaufwand 60.531,0 65.640,9 69.056,5
Abschreibungen 32.283,5 33.972,3 37.198,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 47.465,8 45.713,8 43.570,2
Betriebsergebnis 13.594,8 11.408,5 12.567,4
Finanzergebnis -1.315,6 -222,6 -7,3
Erträge aus Beteiligungen 1.987,3 2.279,9 2.207,3
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.112,2 2.556,6 2.831,2
Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153,6 208,3 130,4
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.568,7 5.267,4 5.176,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.143,9 3.889,2 4.441,7
Sonstige Steuern 21,6 23,2 21,8
Jahresüberschuss /-fehlbetrag 8.113,8 7.273,4 8.096,8
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -8.113,0 -7.273,4 -4.048,4
Gewinnausschüttung 0,0 0,0 -4.048,4
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 76,1% 72,7% 73,7%
Abschreibungsquote 16,8% 17,4% 18,9%
Investitionen (T€) 34.787,8 38.700,0 40.438,5
Investitionsquote 14,9% 16,3% 16,9
Eigenkapitalquote 29,5% 30,0% 32,7
70
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bankverbindlichkeiten (T€) 82.054,3 88.072,0 80.949,5
Veränderung Verschuldung (T€) -9.984,2 9.721,2 -9.446,5
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 4,5% 3,8% 4,1%
Rohertrag (T€) 147.706,1 152.370,2 160.412,7
EBIT (T€) 17.694,3 16.245,00 17.605,9
EBITDA (T€) 49.977,8 50.217,3 54.804,0
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 871 937 936
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 69,5 70,0 73,8
Wirtschaftliche Lage
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist
nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung
des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
(BITKOM) setzte dieser Markt in 2020 ein Volumen von ca. 170 Mrd. € um und beschäf-
tigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,2 Mio. Personen.
Geschäftsverlauf 2020
In 2020 konnte sich die NetCologne GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dynami-
schen und regulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbe-
werb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, sehr gut behaupten.
Das Geschäftsjahr 2020 war durch die folgenden Besonderheiten geprägt:
- Überdurchschnittliches Umsatzwachstum
- Erfolgreiche Vorvermarktung und Ausbaustart FTTB/H in Pulheim
- COVID19-Pandemie
- Verlängerung der Zusammenarbeit mit der GAG Immobilien AG
- Doppelte Auszeichnung mit „sehr gut“ im connect Breitbandtest
Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis vor Ertragssteuern
(EBT) von 12.538 T€ und konnte damit ihr Ziel von 11.181 T€ übertreffen. Das Ergebnis
lag um 1.375 T€ über dem Vorjahreswert (11.163 T€), insbesondere aufgrund der deut-
lich gewachsenen Umsatzerlöse. Der Jahresüberschuss betrug 8.097 T€ (Vorjahr 7.273
T€).
71
Wirtschaftliche Lage
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 288.778 T€ und lagen um 5.118 T€ über dem Vorjah-
reswert (283.660 T€). Die Überschreitung war im Wesentlichen auf steigende Umsatzer-
löse im Geschäftskunden- und Privatkundenbereich zurückzuführen, i.W. aufgrund er-
höhter Umsätze im Wholesale- und Festnetzbereich.
Chancen und Risiken
Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetCologne mittelfristig, trotz des herausfor-
dernden Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Geschäfts-
entwicklung:
Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen FTTB/FTTH und HFC (Hybrid Fiber Coax)
ist die NetCologne für neue Herausforderungen bezüglich des stark zunehmenden Band-
breitenbedarfs gut positioniert. Die eigenen Netze vermindern die Abhängigkeit von der
Deutschen Telekom und ermöglichen Alleinstellungsmerkmale bei Leistungsumfang und
Leistungsqualität.
Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten
Markt, in dem die Bundesnetzagentur und auch das Bundeskartellamt stark steuernd ein-
greifen. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend ausfallen.
Beispielsweise reduziert jede Absenkung der sogenannten Festnetz-Terminierungsent-
gelte die Umsätze pro Kunde. Es besteht grundsätzlich Unsicherheit darüber, wie künf-
tige Regulierungsentscheidungen ausfallen.
Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb, großen Preis-
druck, zunehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kunden ge-
prägt. Dies kann zum Verlust von Umsatzerlösen, Marktanteilen sowie zu Margendruck
bei einigen Produkten führen.
Ergänzend existieren individuelle, operative Risiken bspw. durch den Ausfall eines Tech-
nikstandorts, die im Rahmen des Risikomanagementsystems analysiert und soweit mög-
lich gesteuert werden.
Prognose
Für das Jahr 2021 rechnet die NetCologne mit wachsenden Umsätzen im Vergleich zu
2020 sowie einem weitestgehend stabilen Ergebnis vor Steuern von über 12 Mio. €.
72
NetAachen GmbH
Anschrift Grüner Weg 100
52070 Aachen
Kontakt 0800 2222 - 333
www.netaachen.de
Gründung 2009
Handelsregister HRB 15383, Amtsgericht
Aachen
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln 84,0%
Stadtwerke Aachen AG, Aachen 16,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist:
der Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraumes Aachen und Köln orien-
tierten privaten Telekommunikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruk-
tur der Gesellschaften der Stadtwerke Köln -Gruppe und der STAWAG-Gruppe, ein-
schließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste,
die Entwicklung, Erbringung und Vermarktung von Basis - und Mehrwert-Netzdienst-
leistungen ein-schließlich der dazugehörigen Hardware - und Softwareprodukte, so-
wie
die Erstellung und Vermarktung technischer Konzepte und Studien sowie sämtliche
Managementleistungen auf den vorgenannten Gebieten und damit zusammenhän-
gende ganzheitliche Komplettlösungen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Schneider
73
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
NetRegio GmbH, Köln 0,01%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 39.849,5 37.620,5 40.487,6
Jahresergebnis 2.257,2 2.399,8 3.027,0
Eigenkapital 10.715,5 10.858,0 11.485,3
Bilanzsumme 25.852,1 25.154,1 25.696,2
Investitionen 937,2 897,8 2.734,0
Verbindlichkeiten 9.447,6 9.127,1 8.817,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 84 87 83
Wirtschaftliche Lage
Die NetAachen GmbH ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden und Geschäftskunden
aktiv. Das Leistungsangebot umfasst dabei Telefonie, TV sowie Internet-, Daten- und
Wholesale-Dienste. Technische Grundlage bildet das eigene, hochleistungsstarke
Breitbandnetz.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist
nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung
des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien
e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2019 ein Volumen von ca. 170 Mrd. € um.
74
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
In 2020 konnte sich die NetAachen GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dynami-
schen und hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven
Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, weiter erfolgreich behaupten.
Das Geschäftsjahr 2020 war durch folgende Besonderheiten geprägt:
- Pandemie
- Aufbau eines funkbasierten Kommunikationsnetzes für Smart City-Anwendun-
gen (LoraWAN)
- Förderverfahren „weiße Flecken“
Die NetAachen GmbH konnte im Geschäftsjahr 2020 in einem Marktumfeld, das wei-
terhin durch starken Wettbewerb geprägt ist, die sehr guten Ergebnisse der beiden
Vorjahre erneut steigern. In 2020 stieg die Gesamtleistung der Gesellschaft im Ver-
gleich zum Vorjahr um 3.208 T€auf 40.488 T€ (Vj. 37.280 T€).
Chancen und Risiken
Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetAachen mittelfristig, trotz des heraus-
fordernden Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Ge-
schäftsentwicklung:
Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen ist die NetCologne für neue Herausforde-
rungen bezüglich des stark zunehmenden Bandbreitenbedarfs gut positioniert. Eine
Vielzahl von Lebensbereichen bietet hier zusätzliches Wachstumspotenzial.
Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten
Markt. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend ausfallen.
Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb geprägt. Ergän-
zend existieren individuelle, operative Risiken, die fortlaufend analysiert und soweit
möglich gesteuert werden.
Prognose
Für das Jahr 2021 rechnet die NetAachen mit leicht wachsenden Umsätzen im Ver-
gleich zu 2020 sowie einem Ergebnis vor Steuern von ca. 3,9 Mio. €.
75
rhenag Rheinische Energie AG
Anschrift Bayenthalgürtel 9
50968 Köln
Kontakt 0221 93731 - 0
www.rhenag.de
Gründung 1872, RE-Beteiligung seit 2007
Handelsregister HRB 35215, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Westenergie, Essen 66,67%
RheinEnergie AG, Köln 33,33%
Unternehmensgegenstand
Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme sowie die Entsorgung. Zur Errei-
chung des Gesellschaftszweckes kann die Gesellschaft Gas, Wasser, elektrische Ener-
gie und Wärme erzeugen, beziehen, verwerten und veräußern sowie alle sonstigen mit
diesen Versorgungsbereichen und der Entsorgung zusammenhängenden Geschäfte
und Maßnahmen einschließlich Planung und Beratung vornehmen. Die Gesells chaft
kann insbesondere Anlagen und Einrichtungen aller Art, die dem genannten Zweck zu
dienen geeignet sind, erwerben, errichten und betreiben, allein oder gemeinsam mit an-
deren, für eigene oder fremde Rechnung. Sie kann sich an Gesellschaften und anderen
Unternehmungen und allen Geschäften beteiligen, die mit dem Gegenstand d es Unter-
nehmens zusammenhängen.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Dr. Hans-Jürgen Weck Frau Dr. Catharina Friedrich
76
Aufsichtsrat
Herr Dr. Jürgen Grönner (Vorsitzender)
Herr Dr. Christian Ohlms
(bis 12.02.2020)
Herr Oliver Henrichs (stv. Vorsitzende)
(seit 12.02.2020)
Herr Michael Stangel
Frau Gabriele Eggers (seit 12.02.2020) Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Harald Heß (seit 12.02.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Gemeindewerke Windeck GmbH & Co KG, Siegburg 100,0%
Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler 100,0%
Rhein-Sieg Netz GmbH, Siegburg 100,0%
rhenagbau GmbH, Köln 100,0%
Westerwald-Netz GmbH, Betzdorf-Alsdorf 100,0%
KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH, Köln 74,9%
GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH, Siegburg 50,0%
Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG, Niederkassel 49,0%
energy4u GmbH & Co. KG, Siegburg 49,0%
energienatur Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH, Siegburg 44,0%
evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG, Höhn 33,2%
e-regio GmbH & Co. KG, Euskirchen 31,74%
MAINGAU Energie GmbH, Obertshausen 26,12%
A/V/E GmbH, Halle (Saale) 25,1%
Siegener Versorgungsbetriebe GmbH, Siegen 24,92%
Propan Rheingas GmbH & Co. KG, Brühl 21,09%
Propan Rheingas GmbH, Brühl 20,0%
BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH, Wipperfürth 19,47%
SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH, Köln 16,68%
SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG, Köln 16,67%
77
Unternehmensbeteiligungen
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH, Troisdorf 3,87%
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen 3,87%
Stromnetzgesellschaft Neunkirchen-Seelscheid GmbH & Co. KG,
Neunkirchen-Seelscheid
1,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 170.869 178.662 179.347
Jahresergebnis 25.788 34.203 28.388
Eigenkapital 139.972 148.389 142.622
Bilanzsumme 255.244 237.719 233.810
Investitionen 3.403 3.288 2.501
Verbindlichkeiten 48.192 29.449 34.595
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt: 268 284 292
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr 2020 stand wie bei allen Unternehmen auch bei rhenag im Zeichen
der Corona-Pandemie. Im Frühjahr mussten die Arbeitsabläufe von heute auf morgen
so umgestellt werden, dass der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden konnte,
ohne die Gesundheit der Kunden und Mitarbeitenden zu gefährden. Dass beides aus
dem Stand gelungen ist, betrachtet rhenag als großen Erfolg.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser nicht prognostizierbaren Krise waren mit ei-
ner zurückgehenden Energienachfrage und einer daraus resultierenden geringeren
Netzauslastung bei den Netztöchtern auch für die rhenag spürbar. Von einem drasti-
schen Ergebniseinbruch ist rhenag jedoch verschont geblieben, da sich sowohl das
Energiegeschäft als auch das Dienstleistungs- und Beteiligungsgeschäft in der Corona-
Krise als relativ robust erwiesen haben.
Die wesentlichen Entwicklungen in den genannten Geschäftsfeldern hier kurz im Über-
blick: Im Commodity-Geschäft standen den deutlichen witterungsbedingten Absatz-
rückgängen beim Gas Absatz- und Kundenzuwächse beim Strom gegenüber. Da
rhenag vor allem im Haushaltskundensegment stark ist, waren sie von den Corona-be-
dingten Einbrüchen im Industrie- und Gewerbebereich weniger stark betroffen.
78
Wirtschaftliche Lage
Auch das Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich trotz stark zurückgefahrener per-
sönlicher Kontakte robust. Zentrale Projekte konnten in digitaler Zusammenarbeit fort-
gesetzt werden, insgesamt konnte rhenag 2020 sowohl den Umsatz und die Kunden-
zahl als auch das Ergebnis in diesem Segment weiter steigern.
Der im Vorjahresvergleich deutliche Rückgang der Erträge aus Gewinnabführungsver-
trägen ist auf die Ergebnisentwicklung der Netztöchter Rhein-Sieg Netz GmbH (RSN)
und Westerwald-Netz GmbH (WWN) zurückzuführen. Anders als 2019 wurden hier im
Berichtszeitraum keine weiteren Sondererträge, unter anderem bei der RSN aus Ab-
gängen des Sachanlagevermögens, vereinnahmt. Die rhenag-Beteiligungen im klassi-
schen Beteiligungsgeschäft entwickelten sich auch im schwierigen Jahr 2020 weiter
positiv und konnten die hohen Vorjahresausschüttungen noch einmal überbieten.
Insgesamt betrug das Ergebnis vor Steuern 36,0 Mio. € (Vorjahr 46,3 Mio. €). Nach
Steuern erwirtschaftete rhenag 2020 einen Jahresüberschuss von 28,4 Mio. € (Vorjahr
34,2 Mio. €). Die Zahlen spiegeln insbesondere die beschriebenen Entwicklungen im
Netzbereich wider.
79
METRONA GmbH
Anschrift Max-Planck-Str. 2
50354 Hürth
Kontakt 02233 50 - 0
www.brunata-metrona.de
Gründung 1983, GEW-Beteiligung seit 1997
Handelsregister HRB 88470, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
BRUNATA-METRONA GmbH, Hürth 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zu-
sammenhang mit der Abrechnung von Energie, insbesondere Wärme, im Bundesland
Baden-Württemberg und außerhalb von Deutschland mit Ausnahme von Belgien, Frank-
reich, dem Großherzogtum Luxemburg und dem Fürstentum Monaco.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Oliver Geer Herr Norbert Rolf
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesell-
schaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
METRONA POLSKA Pomiary i Rozliczenia Sp.z. o.o., Warschau 100,0%
80
Unternehmensbeteiligungen
METRONA Union GmbH, München 44,0%
METRONA S.R.L, Rom 44,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 25.187,3 24.121,4 25.544,9
Jahresergebnis 4.257,1 5.519,2 5.117,3
Eigenkapital 2.207,3 2.207,3 2.207,3
Bilanzsumme 13.686,6 14.938,2 14.517,7
Investitionen
(siehe BRUNATA-METRONA GmbH) - - -
Verbindlichkeiten 10.950,1 12.168,0 11.730,8
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(Geschäftstätigkeit erfolgt durch BRUNATA-MET-
RONA GmbH)
0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Kerngeschäft der METRONA GmbH (METRONA) ist die Materialbeschaffung und –be-
vorratung für die Muttergesellschaft BRUNATA-METRONA GmbH (BRUNATA). Zu-
sätzlich betreibt sie außerhalb des regionalen Kernarbeitsgebietes der BRUNATA ein
eigenes Wärmemessdienstgeschäft.
Der Geschäftsgang der METRONA ist weitgehend an den der Muttergesellschaft
BRUNATA gekoppelt. In 2020 haben sich weder im eigenen Wärmemessdienstge-
schäft, noch im Zuliefergeschäft an BRUNATA nennenswerte Änderungen am Markt-
volumen ergeben. Dabei ist der Markt für Wärmemessdienstleistungen in Deutschland
vollständig erschlossen und verteilt, was insbesondere im Großkundenbereich zu in-
tensiven Wettbewerb und Preisdruck führt.
Geschäftsverlauf 2020
Im Geschäftsjahr 2020 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 25,5 Mio. € erreicht, womit
der Vorjahreswert um 1,4 Mio. € überschritten wurde. Die erreichte Steigerung ist dabei
im Wesentlichen auf ein gestiegenes Liefervolumen an BRUNATA zurückzuführen.
81
Wirtschaftliche Lage
Gleichzeitig sind die Materialaufwendungen leicht überproportional gestiegen, was ne-
ben Aufwendungen aus der Inanspruchnahme für Gewährleistungs-verpflichtungen als
wesentliche Einflussgröße auch auf den Einsatz von Desinfektionsmitten, Schutzmas-
ken und sonstiger Materialien zur Einhaltung der Corona-Arbeitsschutzstandards zu-
rückzuführen sind. Insgesamt ist das Ergebnis vor Ergebnisabführung um 0,4 Mio. €
auf 5,1 Mio. € zurückgegangen.
Chancen und Risiken
Die METRONA verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem, in das neben der Gesell-
schaft unter anderem auch die BRUNATA eingebunden ist. Beide Gesellschaften sind
zusätzlich in das Risikofrüherkennungssystem der GEW eingebunden. Unverändert
fortgeschrieben wird ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundes-
kartellamt durchgeführten Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergeb-
nis wurde kein marktmissbräuchliches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfeh-
lungen an den Gesetzgeber gegeben, die auf eine Stärkung des Wettbewerbs abzie-
len. Deren Umsetzung könnte zu erhöhtem Preisdruck am Markt führen. Neu aufge-
nommen wurde in 2020 ein Risiko aus der Verbreitung des COVID-19-Virus und den
daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Diese in Art
und Umfang außergewöhnlichen Umstände haben direkte und indirekte Auswirkungen
auf die allgemeine wirtschaftliche Lage. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf
die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2020 waren gering. Als allgemeines Ri-
siko ist weiterhin der durch Wettbewerbstätigkeit bedingte, anhaltend hohe Preisdruck,
insbesondere im Großkundenbereich, zu sehen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die in der Muttergesellschaft BRUNATA für 2021 geplanten Wachstumsmaßnahmen
werden in der METRONA zu einer stabilen Umsatz- und Ertragsentwicklung führen.
Insgesamt erwartet METRONA für das Folgejahr 2021 ein deutlich positives, über dem
Niveau des Jahres 2020 liegendes Ergebnis.
82
BRUNATA-METRONA GmbH
Anschrift Max-Planck-Str. 2
50354 Hürth
Kontakt 02233 50-0
www.brunata-metrona.de
Gründung 1953, GEW-Beteiligung seit 1997
Handelsregister HRB 88488, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GEW Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zusammenhang mit der Abrechnung von
Energie, insbesondere Wärme.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Oliver Geer Herr Norbert Rolf
Aufsichtsrat
Herr Achim Südmeier (Vorsitzender) Herr Norbert Kasten
Herr Norbert Graefrath
(stellv. Vorsitzender)
Frau Annemarie Kurth-Schäfer
Herr Dr. Andreas Cerbe Herr Holger Marian
Herr Dieter Hassel Herr Dr. Nils Helge Schlieben
Herr Wolfgang Herde Frau Ursula Schlömer
Frau Sabine Huerth Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Sven Kaske Herr Karl-Heinz Walter
83
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesell-
schaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
METRONA GmbH, Hürth 100,0%
BRUNATA-METRONA FINANCE LUX S. a. r. l., Nospelt/Luxemburg 1,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 119.028,4 121.083,8 125.389,7
Jahresergebnis 24.429,8 23.245,0 23.548,9
Eigenkapital 16.926,7 16.926,7 16.926,7
Bilanzsumme 71.636,5 76.635.2 78.547,9
Investitionen (incl. METRONA
GmbH) 27.556,0 27.037,0 29.897,0
Verbindlichkeiten 29.204,2 29.350,2 30.645,4
Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) 548 562 569
Wirtschaftliche Lage
Kerngeschäft der BRUNATA ist die regelmäßig e Durchführung von Verbrauchsabrech-
nungen nach den Bestimmungen der Heizkostenverordnung, die Erbringung von Dienst-
leistungen zur nachhaltigen Einsparung von Heizenergie und das Angebot zur Ausstat-
tung von Gebäuden mit entsprechenden Messgeräten. Ergänzend dazu trägt BRUNATA
mit weiteren Servicedienstleistungen wie der Ausstattung, Prüfung und Wartung von
Rauchmeldern und die Prüfung von Trinkwasser zur Vermeidung von
Legionellenrisiken durch akkreditierte Wasserlabore zum Schutz der Sicherheit von Be-
wohnern in Immobilien bei.
84
Wirtschaftliche Lage
Relevanter Markt
Der für BRUNATA relevante Markt umfasst insbesondere Gebäude mit 3 oder mehr
Wohnungen. Die Anzahl der Neubaugenehmigungen für solche Wohngebäude lag in
den für BRUNATA relevanten Bundesländern in 2019 – und damit als Marktvolumen in
2020 wirksam – bei rund 7.800 Gebäuden bzw. 80.000 Wohnungen, was eine Erhö-
hung um rund 200 Gebäude bzw. 4.000 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr darstellt.
Der Markt für Wärmemessdienstleistungen ist in Deutschland vollständig erschlossen
und verteilt. Weitere Marktanteile können deshalb, außerhalb des durch Neubau zu-
sätzlich entstehenden Marktvolumens, nur durch Verdrängung anderer Marktteilneh-
mer gewonnen werden. Dies führt zu erheblichem Wettbewerbsdruck und daraus fol-
gend – insbesondere im Großkundenbereich – zu tendenziell rückläufigen Preisen.
Geschäftsverlauf 2020
Im Geschäftsjahr 2020 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 125,4 Mio. € erreicht, womit
der Vorjahreswert um 4,3 Mio. € überschritten wurde. Erlössteigerungen wurden hier-
bei insbesondere im Kerngeschäft durch Erhöhungen der Erlöse aus dem Abrech-
nungs- und dem Vermietungsgeschäft um 2,2 Mio. € bzw. 1,2 Mio. € erreicht. Einher-
gehend mit den vorgenommenen Umwandlungen von Handelsvertretungen in Nieder-
lassungen, sind die Aufwendungen für bezogene Ablese- und Montageleistungen wei-
ter gesunken und Personalaufwendungen entsprechend gestiegen. Im Vergleich zum
Vorjahr gestiegene Investitionen in die im Vermietungsgeschäft eingesetzten Messge-
räte führten zu erhöhten Abschreibungen. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2020 ein
Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 23,5 Mio. € erzielt, womit der Vorjahres-
wert um 0,3 Mio. € überschritten wurde.
Chancen und Risiken
Die Gesellschaft verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem und ist zusätzlich einge-
bunden in das Risikofrüherkennungssystem der GEW. Unverändert fortgeschrieben
wird ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundeskartellamt durch-
geführten Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergebnis wurde kein
marktmissbräuchliches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfehlungen an den
Gesetzgeber gegeben, die auf eine Stärkung des Wettbewerbs abzielen. Deren Um-
setzung könnte zu erhöhtem Preisdruck am Markt führen. Als weiteres unverändert
fortbestehendes Risiko wurde in 2018 ein zwischen den drei BRUNATA-Gesellschaften
in München, Hamburg sowie Hürth und der Minol-Zenner Gruppe geführter Marken-
rechtstreit über die Nutzung der Marke „Brunata“ identifiziert. Neu aufgenommen wurde
85
Wirtschaftliche Lage
in 2020 ein Risiko aus der Verbreitung des COVID-19-Virus und den daraus resultie-
renden restriktiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Diese in Art und Umfang au-
ßergewöhnlichen Umstände haben direkte und indirekte Auswirkungen auf die allge-
meine wirtschaftliche Lage. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Ge-
schäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2020 waren gering. Als allgemeines Risiko ist
weiterhin der durch Wettbewerbstätigkeit bedingte, anhaltend hohe Preisdruck, insbe-
sondere im Großkundenbereich, zu sehen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Zur Absicherung des Kerngeschäftes stellt BRUNATA, auch zusammen mit den
BRUNATA-Gesellschaften in München und Hamburg, strategische Überlegungen zur
Geschäftsausweitung an, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. Ins-
gesamt erwartet BRUNATA für das Folgejahr 2021 einen weiterhin positiven Ge-
schäftsverlauf und ein deutlich positiven, leicht unter dem Niveau des Jahres 2020 lie-
gendes Ergebnis vor Ergebnisabführung. Bestandsgefährdende Risiken sind für
BRUNATA derzeit nicht zu erkennen.
86
Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Anschrift Scheidtweilerstr. 38
50933 Köln
Kontakt 0221 - 547 - 0
www.kvb.koeln
Gründung 1960
Handelsregister HRB 2130, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 10,0%
Stadtwerke Köln GmbH 90,0%
Unternehmensgegenstand
Unternehmensgegenstand ist die Bedienung des öffentlichen Verkehrs. Die Gesellschaft
ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des benannten
Gesellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sic h zur Erfüllung
ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die ih-
ren Zwecken dienlich oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiligen
und solche Unternehmen erwerben oder errichten.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Geschäftsführung
Frau Stefanie Haaks Herr Jörn Schwarze
Herr Peter Densborn Herr Dr. Schaffer (ab 01.09.2020)
Aufsichtsrat
Herr Wilfried Kuckelkorn
(bis 22.12.2020)
Frau Mira Ball
Herr Marco Steinborn
(stellv. Vorsitzender, Betriebsratsvorsit-
zender)
Frau Andrea Blome
87
Frau Helga Blömer-Frerker,
(bis 22.12.2020)
Herr Ralf Finkensieper
Herr Detlef Friesenhahn Herr Markus Fürst-Reichelt
Frau Teresa De Bellis-Olinger
(seit dem 22.12.2020)
Herr Daniel Kolle
Herr Dirk Michel
(bis zum 22.12.2020)
Herr Frank Michael Munkler
Herr Michael Nettesheim Herr Horst Noack
(bis zum 22.12.2020)
Herr Thomas Oberwinter Herr Andreas Pöttgen
(bis zum 22.12.2020)
Herr Ralph Sterck, Herr Michael Weisenstein
(bis zum 22.12.2020)
Herr Stefan Weyers Herr Andreas Wolter
Herr Lino Hammer
(seit dem 22.12.2020)
Eric Haeming
(seit dem 22.12.2020)
Herr Mike Homann
(seit dem 22.12.2020)
Frau Christiane Jäger
(seit dem 22.12.2020)
Dr. David Lutz
(seit dem 22.12.2020)
Güldane Tokyürek
(seit dem 22.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH, Köln 100,0%
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen, Köln 100,0%
KSV – Kölner Schulbusverkehr GmbH, Köln 51,0%
Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth 51,0%
Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt-
und Regionalverkehrs mbH, Köln 25,5%
VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, Köln, Kommanditanteil 10,1%
Beka GmbH 0,3%
88
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Gewährte Darlehen zum 31.12. 24.656,8
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft)
zum 31.12.
238.232,2
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 741.492,8 768.718,4 875.498,3
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.546,7 7.249,2 7.981,4
Sachanlagen 728.245,7 755.116,09 861.410,4
Finanzanlagen 6.700,4 6.353,1 6.106,5
Umlaufvermögen 194.108,8 262.434,4 156.169,9
Vorräte 29.354,2 31.644,2 31.582,1
Forderungen und sonst. VG 162.636,9 228.795,5 119.553,3
Wertpapiere 24.538,4 28.108,5
Liquide Mittel 2.117,7 1.994,7 1.775,8
Rechnungsabgrenzungsposten 3.471,9 2.850,7 3.258,7
Summe Aktiva 939.073,5 1.034.003,5 1.031.668,2
Passiva
Eigenkapital 328.455,8 347.043,8 365.775,5
Gezeichnetes Kapital 78.300,0 78.300,0 78.300,0
Kapitalrücklage 249.992,8 268.580,7 287.312,4
Gewinnrücklage 163,1 163,1 163,1
Sonderposten 47.104,2 53.131,9 85.573,3
Rückstellungen 119.081,5 124.147,6 137.774,5
Verbindlichkeiten 440.487,0 505.991,4 440.391,9
Rechnungsabgrenzungsposten 3.944,9 3.688,8 2.153,0
Summe Passiva 939.073,5 1.034.003,5 1.031.668,2
89
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 293.075,9 307.074,9 258.581,4
Umsatzerlöse 288.029,5 299.399,5 250.756,4
Bestandsveränderungen -28,0 -71,9 -847,9
andere aktivierte Eigenleistungen 5.074,6 7.747,3 8.672,9
Sonstige betriebliche Erträge 47.393,0 47.998,4 102.616,7
Betriebsleistung 340.469,1 355.073,3 361.198,1
Betriebsaufwand 417.165,2 441.134,0 459.598,1
Materialaufwand 134.320,2 144.107,9 153.759,6
Personalaufwand 209.978,9 224.257,9 234.357,3
Abschreibungen 40.182,6 40.137,2 41.454,2
Erfolgsunabhängige Steuern 362,8 323,4 306,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.320,7 32.307,6 29.721,0
Betriebsergebnis -76.697,0 -86.059,0 -98.400,0
Finanzergebnis -13.800,1 -13.925,5
Erträge aus Beteiligungen 1.164,9 1.068,8 1.038,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 42,0 34,5 20,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60,5 60,3 58,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen 18,0 20,6 5,5
Aufwendungen aus Verlustübernahme 725,4 65,6 -320,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.324,1 15.000,9 12.314,6
Zinsen und
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 0,0 0,0
Sonstige Steuern 362,8 323,4 305,9
Jahresergebnis (vor Verlustausgleich) -90.496,2 -99.984,2 -109.924,5
Erträge aus Verlustübernahme 90.496,2 99.984,2 109.924,5
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
90
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität (%) 79,0% 74,3% 84,9%
Abschreibungsquote (%) 5,5% 5,3% 4,8%
Investitionen (T€) 77.901,0 83.623,0 163.752,0
Investitionsquote (%) 10,5% 10,9% 18,7%
Eigenkapitalquote (%) 35,0% 33,6% 35,5%
Pensionsverpflichtungen (T€) 70.729,9 75.513,1 78.713,3
Bankverbindlichkeiten (T€) 373.276,9 382.743,2 352.332,8
Veränderung Verschuldung (T€) 16.472,3 65.504,5 -65.599,5
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) -8,1% -8,2% -9,5%
Rohertrag (T€) 158.755,7 162.967,0 104.821,7
EBIT (T€) -74.747,0 -84.868,4 -97.017,5
EBITDA (T€) -32.840,4 -43.271,2 -53.800,3
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 3.388 3.536 3725
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 62,0 63,4 62,9
Wirtschaftlichen Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Unternehmensgegenstand der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), Köln, ist gemäß § 3
der Unternehmenssatzung die Bedienung des öffentlichen Verkehrs. Die KVB befördert
Personen in Köln und auf abgehenden Linien im Umland mit Omnibussen und Stadt-
bahnen. Sie übernimmt damit gemeinsam mit anderen Unternehmen aus dem Ver-
kehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS) die notwendige Aufgabe einer allgemeinen, flä-
chendeckenden Daseinsvorsorge des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für
die Bevölkerung des Kölner Stadtgebietes sowie des näheren Umlandes.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Entwicklung der deutschen Konjunktur war – wie die ganze Weltwirtschaft – im Ge-
schäftsjahr 2020 geprägt von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Angesichts
massiver Einschränkungen des Wirtschaftslebens infolge staatlicher Maßnahmen zur
Krisenbewältigung sanken die Fahrgastzahlen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB)
91
Wirtschaftlichen Lage
kurzzeitig auf rund 80 % des Normalniveaus. Nach einer kurzzeitigen Anpassung des
Fahrplans mit einer geringeren Taktung kehrte die KVB zum normalen
Fahrplan mit reduziertem Abendangebot zurück u nd ab dem 11. Mai 2020 wieder zum
regulären Fahrplan. Mit Beginn der Schulzeit nach den Herbstferien sorgten zusätzliche
Verstärkungsfahrten dafür, dass die vorgeschriebenen Abstandsregeln eingehalten
werden können. Während zweier deutschlandweiter Lockdow ns im Frühjahr und
Herbst/Winter hat die KVB ihre Bus- und Bahnangebote aufrechterhalten, um die Mobi-
lität von Menschen in systemrelevanten Berufen und die Mindestabstände in den Fahr-
zeugen sicherzustellen. Dies ist ihr vor allem deshalb gelungen, weil die KVB durch die
frühzeitige Einrichtung eines internen Krisenstabes mit umfangreichen Schutzvorkeh-
rungen dafür gesorgt hat, dass das Infektionsniveau innerhalb der KVB kontinuierlich
auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden konnte. Vor diesem Hintergrund konnte die
KVB während der Krise aufgrund der politisch gewünschten Aufrechterhaltung des An-
gebotes kaum Kosteneinsparungen realisieren, es fielen im Gegenzug sogar weitere
Kosten für die Sicherstellung der Covid-Schutzmaßnahmen an.
Relevante Märkte
Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben die Unterneh-
men des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonennah-
verkehrs (SPNV) im vergangenen Jahr hart getroffen Um allen Bürgerinnen und Bür-
gern, die auch während der Pandemie auf einen funktionierenden und möglichst siche-
ren ÖPNV angewiesen waren, gerecht zu werden, fuhren die Bus - und Bahnunterneh-
men seit März 2020 trotz Fahrgastrückgängen von teilweise bis zu 80 % fast 100 %
ihres Angebots.
Geschäftsverlauf 2020
Insgesamt wies die KVB im aktuellen Geschäftsjahr – vor organschaftlichem Verlust-
ausgleich durch den Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH (SWK), Köln – ein Unter-
nehmensergebnis von -109,9 Mio. € (Vorjahr -100,0 Mio. €) aus. Dies wurde insbeson-
dere durch die Zuwendu ngen aus dem von der Bundesregierung beschlossenen
„ÖPNV-Rettungsschirm“ zur Abmilderung der Belastungen infolge der Covid-19-Pande-
mie in Höhe von 45,6 Mio. € beeinflusst. Das Planergebnis in Höhe von -104,7 Mio. €
konnte nicht erreicht werden.
92
Wirtschaftlichen Lage
Chancen und Risiken
Der weitere Verlauf der Fahrgastentwicklung und der Fahrgelderlöse ließ sich aufgrund
der Auswirkungen der Corona-Krise zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlus-
ses 2020 noch nicht absehen.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Der strategische Schwerpunkt der KVB liegt darauf, die Mobilitätswende und ein damit
verbundenes Fahrgastwachstum zu erreichen. Der Ausbau der Infrastruktur und die ge-
nerelle Ausweitung der bestehenden Angebote sind die zentralen Aspekte.
Hierfür ist es zwingend notwendig, den ÖPNV für die Kunden deutlich attraktiver und
zuverlässiger auszugestalten sowie ausreichende Kapazitäten für steigende Fahrgast-
zahlen zu schaffen. Bereits im Jahr 2015 vergab die KVB den Auftrag über die Lieferung
20 moderner Hochflur-Stadtbahnwagen der Baureihe HF6. Im Geschäftsjahr 2020 sind
die ersten bestellten Stadtbahnwagen eingetroffen und weitere sieben neue Stadtbahn-
wagen wurden bestellt. Daneben erfolgte zur Erweiterung und Modernisierung des Köl-
ner ÖPNV im November des Geschäftsjahres 2020 die Vergabe von 62 modernen Nie-
derflur-Stadtbahnen mit einer Länge von rund 60 Metern (sogenannte „Langzüge“) so-
wie zwei rund 30 Meter langen Niederflurfahrzeugen zur Ausweitung der neuen Flotte.
Daneben wird angestrebt, den gesamten Busbetrieb bis zum Jahr 2030 auf Elektrofahr-
zeuge umzustellen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der städti-
schen Klimaschutzziele zu leisten. Dazu wurden im Geschäftsjahr 2020 die ersten be-
stellten 53 E-Busse plangemäß ausgeliefert. Parallel wurde Ende März 2021 ein weite-
rer Auftrag zur Beschaffung von 51 E-Gelenkbussen erteilt.
Darüber hinaus sind die Erweiterung der KVB -Rad-Flotte und die damit verbundene
Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet vorgesehen. Im Geschäftsjahr 2020 verzeich-
nete die KVB mehr als 162.000 Kunden des KVB-Rades.
Im Bereich der Digitalisierung liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung der KVB -App,
deren Anbindung an eine bundesweite Mobilitätsplattform sowie auf der Vernetzung mit
Sharing-Diensten. In diesem Zusammenha ng sind ebenfalls Beteiligungen an Mobility
Hubs und Quartierskonzepten geplant, um den Kunden an verschiedenen Stellen im
Stadtgebiet ein vielseitiges und abgestimmtes Angebot von Mobilitätsdiensten zur Ver-
fügung zu stellen. Zusätzlich erprobt die KVB neue Mobilitätsformen und hat zu diesem
Zweck ein „On-Demand-Angebot“ eingerichtet.
93
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH
Anschrift Riehler Str. 180
50735 Köln
Kontakt 0221 - 547 - 4183
www.koelner-seilbahn.de
Gründung 1956
Handelsregister HRB 60, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Bau und Betrieb einer Seilschwebebahn über den Rhein und einer Kleinkabinenseilbahn
im Rheinpark der Stadt Köln sowie von Nebenbetrieben, die mit den Seilbahnen im Zu-
sammenhang stehen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Thomas Miebach
(bis 31.03.2020)
Herr Martin Süß
(ab 01.04.2020)
Frau Sonja Lorsy
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
94
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 77,2 1.292,2 936,7
Jahresergebnis -712,8 -51,7 - 306,4
Eigenkapital 1.700,0 1.700,0 1.700,0
Bilanzsumme 2.367,3 1.775,6 1.872,7
Investitionen 56,5 256,1 79,0
Verbindlichkeiten 74,3 8,7 141,8
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 5
Wirtschaftliche Lage
Gegenstand der Seilbahn ist gemäß § 3 der Unternehmenssatzung der Bau und der Be-
trieb einer Seilschwebebahn über den Rhein sowie die Unterhaltung von Nebenbetr ie-
ben, die mit der Seilbahn im Zusammenhang stehen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Am 11. März 2020 erklärte die WHO die durch den Virus SARS -COV-2 (Coronavirus)
ausgelöste Krankheit zur weltweiten Pandemie. Zum 16. März 2020 wurden einschnei-
dende Maßnahmen im öffentlichen Leben zur Vermeidung sozialer Kontakte verhängt,
weshalb die Seilbahn nicht zum geplanten Saisonstart, sondern unter Auflagen und Ein-
schränkungen erst Mitte Mai in Betrieb gehen konnte. Die Saison endete am 01. Novem-
ber 2020. Damit wur de die Saison 2020 aufgrund der Coronavorschriften verspätet be-
gonnen und vorzeitig beendet. Auch die zum Ausgleich geplanten Fahrten an den Ad-
ventswochenenden entfielen. Dies führte – bei gleichbleibenden Fixkosten und entstan-
denen Mehrkosten durch Schut zmaßnahmen – zu erheblichen Mindereinnahmen und
damit zu einer Belastung des Geschäftsjahresergebnisses.
Relevante Märkte
Die öffentliche Personenbeförderung über den Rhein, die insbesondere für die Zoo- und
Thermenbesucher eine echte Alternative zum Fährbetrieb sowie zum Bus- und Bahn-
95
Wirtschaftliche Lage
transport darstellt, tritt bei der großen Masse der Fahrgäste jedoch angesichts des über-
wiegenden Freizeitcharakters eher in den Hintergrund. Für die Mehrzahl der Kölner Bür-
ger und der Touristen ist die Seilbahnfahrt, mit der Zoo/Aquarium und Flora linksrheinisch
sowie Rheinpark und Claudius-Therme rechtsrheinisch direkt verbunden werden, Teil ih-
res Naherholungs- und Freizeitprogramms bzw. ihres Besuchsprogramms.
Geschäftsverlauf 2020
Durch die coronabedingten Betriebsunte rbrechungen erhöhte sich der Jahresfehl betrag
von 51,7 T€ im Vorjahr auf 306,5 T€ im Geschäftsjahr. Bei einer Verminderung der Er-
träge in Höhe von 344,0 T€ und höheren Aufwendungen von 89,2 T€ verschlechterte sich
das Unternehmensergebnis um insgesamt 254,8 T€. Gemäß dem bestehenden Organ-
schaftsvertrag mit Ergebnisausschlussvereinbarung wird der Verlust von der Kölner Ver-
kehrs-Betriebe AG übernommen.
Chancen und Risiken
Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere in einer weiteren Stabilisierung der
Fahrgastzahlen auf vorherigem Niveau durch Verstärkung der Eventaktionen, wie z.B.
vermehrte Nachtfahrten der Seilbahn oder Ausweitungen weiterer attraktiver Sonderfahr-
ten. Bedingt durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie besteht weiterhin das Ri-
siko einer Einschränkung der Leistungen mit daraus resultierende n Mindereinnahmen
und ggf. Mehrkosten durch Schutzmaßnahmen. Unter den Risiken der zukünftigen Ent-
wicklung sind insbesondere die möglichen witterungsbedingten Gefahren hervorzuhe-
ben, die direkten Einfluss auf den Umfang des Geschäftsbetriebes nehmen können .
Diese können zu einer moderaten negativen Auswirkung auf die Vermögens -, Finanz-
und Ertragslage führen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Zur Vorbeugung möglicher Umsatzausfälle werden gezielt Aktionen beworben, die den
Betrieb auch bei mäßiger Witterung lukrativ gestalten. Technischen Ausfällen wird durch
hohen Standard und regelmäßige Überprüfung und Wartung der Anlagen vorgebeugt.
96
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen
Anschrift Scheidtweilerstraße 38
50933 Köln
Kontakt 0221 - 547 - 3600
Gründung 2006
Handelsregister HRB 58377, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand ist die Planung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf
Strecken im Verkehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt
in Köln haben müssen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Peter Hofmann Herr Jörn Schwarze
Aufsichtsrat
Keinen
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
97
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 0,5 0,0 0,0
Jahresergebnis -12,6 -13,9 -13,9
Eigenkapital 200,0 200,0 200,0
Bilanzsumme 207,4 207,7 207,8
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 0,0 0,1 0,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Unternehmensgegenstand der Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen (West-
igo) mit Sitz in Köln ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages die Planung und Durc h-
führung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf Strecken im Ver-
kehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt in Köln haben
müssen. Hierdurch soll die intensive Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auch im SPNV-
Bereich unterstützt werden, um so den Individualverkehr von und nach Köln zur reduzie-
ren. Die Geschäftstätigkeit der Westigo wurde in 2010 eingestellt und die Gesellschaft
personallos gestellt.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die alleinige Gesellschafterin Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln (KVB), beschloss Ende
2009, dass sich die Westigo nicht mehr an Ausschreibungen von SPNV-Betriebsleistun-
gen beteiligen wird und das operative Geschäft einstellt.
Das Jahr 2020 war geprägt von den Folgen der Corona -Pandemie und den damit ein-
hergehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens.
Relevante Märkte
Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben die Unterneh-
men des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im vergangenen Jahr hart getroffen
Um allen Bürgerinne n und Bürgern, die auch während der Pandemie auf eine funktio-
nierende und möglichst sichere Mobilität angewiesen waren, gerecht zu werden, fuhren
die Bus- und Bahnunternehmen seit März 2020 trotz Fahrgastrückgängen von teilweise
bis zu 80 % fast 100 % ihres Angebots.
98
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Nach der Anpassung der Mietverträge zum 1. Januar 2012 wurden - wie im Vorjahr -
keine Umsatzerlöse aus der Vermietung des von der Häfen und Güterverkehr Köln AG,
Köln (HGK), zur Herstellung der Traktionsfähigkeit angemieteten Triebfahrzeugs erzielt.
Ebenso bestehen danach für den Mieter Westigo keine Zahlungsverpflichtungen, so-
lange sich der Vertragsgegenstand im Besitz der HGK befindet. Dies war in den Ge-
schäftsjahren 2019 und 2020 der Fall. Da die Gesellschaft zudem Anf ang 2010 perso-
nallos gestellt wurde, fallen seit 2011 auch keine Personalaufwendungen mehr an. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Beiträge und Prü-
fungskosten. Die Bilanzsumme lag unverändert bei 208 T€. Die Aktivseite ist wesentlich
geprägt von den Forderungen gegen die Stadtwerke Köln GmbH, Köln (SWK), aus dem
Verrechnungskonto von 184 T€ (2019: 183 T€) sowie gegen die Gesellschafterin KVB
von 14 T€ (2019: 14 T€) aus der organschaftlichen Verlustübernahme. Das Cash - und
Liquiditätsmanagement ist per Geschäftsbesorgungsvertrag der Muttergesellschaft KVB
übertragen und wird im Rahmen des SWK Konzerns über das konzerninterne Cash -
Pool-Verfahren mittels eines Verrechnungs kontos durchgeführt. Dies reduziert die An-
zahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß und stellt gleichzeitig die jederzeitige
Liquidität des Unternehmens sicher. Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital unver-
ändert 200 T€. Daneben sind Rückstellungen in Höhe von 8 T€ (2019: 8 T€) ausgewie-
sen.
Chancen und Risiken
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine gefährdenden Risiken bekannt.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Eine Wiederaufnahme des operativen Geschäfts ist derzeit nicht beabsichtigt. Die Ge-
sellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2021 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von
14 T€.
99
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH
Anschrift Friedrich-Karl-Str. 261
50735 Köln
Kontakt 0221 - 547 - 3828
Gründung 2007
Handelsregister HRB 60027, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,0%
IG Kölner Busunternehmen GmbH 49,0%
Unternehmensgegenstand
Die Durchführung von Schülerspezialverkehren und die Beförderung von Schülern mit
Bussen im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Volker Heinsch (ab 01.01.2020) Herr Wilfried Wolters
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt
Jahresabschlussprüfung
Probare GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
100
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 6.844,2 7.149,2 5.086,0
Jahresergebnis 802,4 654,4 396,4
Eigenkapital 902,4 754,4 496,4
Bilanzsumme 2.321,0 2.493,0 1.591,8
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 1.072,9 1.263,9 1.070,8
Beschäftigte im Jahresdurch-
schnitt 0,0 0,0 0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die KSV – Kölner Schulbusverkehr GmbH wurde zur Organisation und Durchführung
von Schülerspezialverkehren und der Beförderung von Schülern mit Bussen im Kölner
Stadtgebiet gegründet.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren aufgrund der Corona-Pandemie
völlig anders als im Vorjahr. Reise - und Gelegenheitsverkehre kamen ab dem zweiten
Quartal 2020 völlig zum Erliegen. Auch die Beförderungen im Schülerspezialverkehr
wurden ab dem Sommer 2020 in weiten Teilen eingestellt.
Relevante Märkte
Im Rahmen des Schülerspezialverkehrs mit Bussen handelt es sich um Beförderungen
von Schüler/innen für alle Schulformen. Unterschieden werden hier Schulbus -,
Schwimm-, Sport- und Sonderfahrten. Die Beförderung erfolgt im Gebiet des Verkehrs-
verbundes Rhein-Sieg.
Bei den zu befördernden Schüler/innen handelt es sich vorwiegend um Kinder mit
schweren, meist mehrfachen Behinderungen (z.B. körperliche und geistige Behinde-
rung), die eine besondere Sensibilität erforderlich machten.
Geschäftsverlauf 2020
Die Gesellschaft schließt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss
von 396 T€ ab (Vorjahr: 654 T€). Die Umsatzerlöse betrugen 5.828 T€ (Vorjahr:
7.149 T€; -18,5 %). Der Materialaufwand lag bei 5.086 T€ (Vorjahr: 6.003 T€; -15,3 %),
101
Wirtschaftliche Lage
der Personalaufwand bei unverändert 24 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendun-
gen in Höhe von 125 T€ (Vorjahr: 155 T€) setzten sich insbesondere aus Aufwendun-
gen für die Geschäftsbesorgung durch die KVB und Gestellung von Personal zusam-
men.
Die Bilanzsumme hat sich im dargestellten Zeitraum um 36,1 % auf 1.592 T€ (Vorjahr:
2.493 T€) reduziert. Da die Gesellschaft kein Anlagevermögen besitzt, setzen sich die
Aktiva lediglich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (474 T€, Vor-
jahr: 498 T€) und liquiden Mitteln (1.118 T€, Vorjahr: 1.995 T€) zusammen. Auf der Pas-
sivseite werden das Eigenkapital (496 T€, Vorjahr: 754 T€), Steuerrückstellungen (0 T€,
Vorjahr: 478 T€), die Rückstellungen – für Jahresabschlusskosten – (25 T€, Vorjahr: 24
T€) und die Verbindlichkeiten (1.071 T€, Vorjahr: 1.237 T€) geführt.
Chancen und Risiken
Als wesentliches ertrags- und finanzwirtschaftliches Risiko werden die Auswirkungen der
Corona-Pandemie auf die Durchführung des Schülerspezialverkehrs gesehen. Die mit
der Stadt Köln vereinbarten Stützungsmaßnahmen tragen zur Stabilisierung der Nach-
unternehmer bei.
Chancen sieht die Geschäftsführung in der neuen Ausschreibung der Schülerspezialver-
kehre durch die Stadt Köln. Bei Zuschlag ist das Geschäftsmodell für die nächsten vier
Jahre gesichert.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die KSV hat die Ausschreibung in 2021 gewonnen und somit ist bis Ende des Schuljah-
res 2024/2025 die Fortführung des Auftrages gewährleistet.
102
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH
Anschrift Robert-Perthel-Str. 79
50739 Köln
Kontakt 0221- 9544420
www.dks-koeln.de
Gründung 1970
Handelsregister HRB 4521, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Siemens Mobility GmbH 49,0%
Häfen- und Güterverkehr Köln AG 25,5%
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 25,5%
Unternehmensgegenstand
Die Planung, der Bau und Vertrieb sowie der Betrieb und die Instandhaltung von
Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regionalverkehr.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Ralf Kochs
Herr Christian Döring
Aufsichtsrat
Herr Jörn Schwarze (Vorsitzender) Herr Manfred Fuhg (Vorsitzender)
Herr Johannes Emmelheinz
(stellv. Vorsitzender)
Herr Uwe Wedig
(stellv. Vorsitzender)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
103
Jahresabschlussprüfung
DORNBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 4.613,9 5.201,7 8.175,0
Jahresergebnis 857,2 936,7 1.576,0
Eigenkapital 1.803,3 1.882,9 2.522,2
Bilanzsumme 3.898,3 3.804,7 4.836,7
Investitionen 61,7 61,7 53,0
Verbindlichkeiten 789,6 609,8 647,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17,25 19,75 19,0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt - und Regio-
nalverkehrs mbH, Köln, beschäftigt sich mit Planung, Bau und Vertrieb sowie Betrieb und
Instandhaltung von Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regionalverkehr.
Sie ist ein verbundenes Unternehmen der Stadtwerke Köln GmbH, Köln.
Relevante Märkte
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist eine attraktive Alternative und Ergänzung
zum Individualverkehr. Im Rahmen zunehmend geforderter Maßnahmen zu Verkehrsbe-
ruhigung spielt er heute nicht nur eine entscheidende Rolle für den Umweltschutz, son-
dern auch für eine nachhaltige Steigerung der Lebensqualität.
Die DKS GmbH entwickelt und fertigt Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regio-
nalverkehr und unterstützt somit die Sicherheit der Fahrgäste – eine Grundvoraussetzung
für den erfolgreichen ÖPNV.
Die Kernkompetenz der DKS GmbH liegt in der Planung, Entwicklung, Fertigung und War-
tung von Kommunikations- und Videoanlagen für den ÖPNV.
104
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Der Umsatz des Geschäftsjahres betrug 7.795 T€ (VJ 5.108 T€) und liegt sehr deutlich
über dem Vorjahreswert.
Der Auftragseingang im GJ 2019/20 konnte mit 13.331 T€ (VJ 8.090 T€) um rund 65%
gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die größten Einzelaufträge betrafen die Liefe-
rungen und Leistungen zur Migration der nachrichtentechnischen Ausrüstung der Kölner
Verkehrs-Betriebe AG über die Trapeze Switzerland GmbH sowie die Lieferung von Vi-
deosystemen und Komponenten an den Fahrzeughersteller Siemens.
Der Materialaufwand liegt mit 3.487 T€ sehr deutlich über dem Vorjahresniveau von
2.088 T€. Die Materialaufwandsquote ist mit 43 % gegenüber dem Vorjahr (VJ 40 %) na-
hezu unverändert.
Der Personalaufwand liegt mit 1.737 T€ leicht über dem Vorjahresniveau (1.620 T€). We-
sentlicher Grund hierfür war geplanter Kapazitätsaufbau.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 2.347 T€ (VJ 1.406 T€) und konnte gegenüber
dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Wesentlicher Grund hierfür die deutliche Steige-
rung des Umsatzvolumens. Als Jahresüberschuss wurden 1.576 T€ (VJ 937 T€) erwirt-
schaftet.
Die Gesellschaft bildet im technischen Bereich zwei Mitarbeiter aus.
Chancen und Risiken
Bezüglich der möglichen Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus (SARS -CoV-2)
sind auch bedeutsame Umfeld - und Branchenrisiken mit entsprechenden Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht auszuschließen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Der Auftragsbestand am 30. September 2020 liegt mit 16.349 T€ historisch hoch und sehr
deutlich über dem Vorjahresniveau (10.902 T€). Der aktuelle Auftragsbestand entspricht
rechnerisch einer Reichweite von etwa 25 Monaten, tatsächlich sollen jedoch etwa 70 %
dieses Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2020/21 bereit s zu Umsatz werden. Zur Um-
satzrealisierung aus dem gestiegenen Auftragsbestand ist eine weitere Kapazitäts erhö-
hung im kommenden Geschäftsjahr geplant. Beim Auftragseingang erwarten wir für das
Geschäftsjahr 2020/21 einen deutlichen Rückgang. Aufgrund des deutlich wachsenden
Umsatzes erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020/21 auch eine leichte Ergebnissteige-
rung.
105
Schilling Omnibusverkehr GmbH
Anschrift Bonnstr. 260
50354 Hürth
Kontakt 0223 - 79000
www.schillinggruppe.de
Gründung 2005
Handelsregis-
ter HRB 56620, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Brigitte Kläs 19,4%
Karl Kläs, 18,6%
Marcel Kläs 11,0%
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand ist die Beförderung von Personen mit Bussen im öffentlichen Nahverkehr.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Karl-Joachim Kläs Herr Karl Schroeteler
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
heun + schmidt GmbH, Aachen
106
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
K-B-S Busreisen GmbH 100,0%
K.R.B.-Busreisen GmbH 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 15.798,0 11.625,8 11.696,7
Jahresergebnis 1.164,8 1.212,1 1.867,9
Eigenkapital 3.877,3 4.224,5 5.180,3
Bilanzsumme 10.714,6 10.987,1 11.354,1
Investitionen 243,1 357,8 95,0
Verbindlichkeiten 6.110,0 6.034,1 5.351,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17 17 18
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Beförderung von Personen mit Bus-
sen im öffentlichen Nahverkehr. Als Tochtergesellschaft der KVB befördert die Schilling-
gruppe Personen in Köln und auf abgehenden Linien mit Omnibussen. Die Schill ing-
gruppe besteht aus der Schilling Omnibusverkehr GmbH mit den Tochterunternehmen
K-B-S Busreisen GmbH und K.R.B.-Busreisen GmbH.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Geschäftsjahr 2020 ist durch die Corona -Pandemie völlig anders verlaufen als er-
wartet. Gesamtwirtschaftlich hat es nach Jahrzehnten des Wachstums erstmals eine
schrumpfende Wirtschaftskraft gegeben. Das Jahr war von verschiedenen Phasen wirt-
schaftlicher und persönlicher Einschränkungen geprägt. Für die gesamte ÖPNV -Bran-
che hat der Bund einen Rettungsschirm beschlossen, der über die Verkehrsverbünde an
die beteiligten Unternehmen zu leistende finanzielle Ausgleichsmaßnahmen vorsah.
Auch die KVB AG als Mehrheitsgesellschafter hat davon profitiert. Mittelbar wurde hier-
über auch die SOV als Tochterunternehmen mit einem ausreichenden Auftragsbestand
abgesichert.
107
Wirtschaftliche Lage
Relevante Märkte
Die Schilling Gruppe ist ein Omnibustransportunternehmen und überwiegend als Dienst-
leister für die Kölner Verkehrs Betriebe AG tätig. Daneben führen wir in geringem Um-
fang Gelegenheitsverkehre für Reisegruppen und Schülerspezialverkehre der Region
durch. Hauptkundensind die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) sowie die KSV Kölner
Schulbusverkehr GmbH (KSV). Die am Standort vorhandene Infrastruktur wird in gerin-
gem Umfang genu tzt, um Deckungsbeiträge zu generieren. Sowohl die KVB als auch
die RVK nutzen den Betriebshof.
Geschäftsverlauf 2020
Für das Jahr 2020 waren Leistungsanpassungen im Kölner Busnetz vorgesehen. Der
Verlauf des ersten Quartals ließ zunächst auf ein stabiles, ausgeweitetes Geschäft
schließen. Ab dem zweiten Quartal haben sich jedoch die Rahmenbedingungen durch
die Corona-Pandemie völlig verändert. Die Fahrgastzahlen im ÖPNV und damit die Fahr-
gelderlöse sind eingebrochen. Der Reise - und Gelegenheitsverkehr kam völlig zum Er-
liegen. Schließlich wurde der Schülerspezialverkehr ab Sommer 2020 in weiten Teilen
eingestellt. Zudem wurden über Bund und Land Verstärkerfahrten auf stark ausgelaste-
ten Linien subventioniert und für abgesagte Transporte im Schülerspezialverkehr gab es
Ausfallentschädigungen.
Chancen und Risiken
Die Risiken aus der Corona-Pandemie sowie der daraus folgenden Konsequenzen für
die Branche sind - wie die Entwicklungen aus der Energiewende - über die vertraglichen
und gesellschaftsrechtlichen Bindu ngen zum Gesellschafter KVB AG abgesichert. Die
tarifvertraglichen Entwicklungen beim NWO-Verband sowie das geänderte Marktumfeld
sind durch die KVB AG bewertet und mitgetragen worden. Durch die Vereinbarung von
Preisindices in den von der KVB beauftragten Leistungspaketen sind die wesentlichen
ertragsorientierten Risiken abgesichert.
Es wird zwar erwartet, dass die ÖPNV-Nachfrage erst 2023 wieder das Niveau von 2019
erreichen wird. Vor dem Hintergrund der Bedeutung des ÖPNV für die Verkehrs - und
Energiewende wird jedoch von einer Fortführung der staatlichen Unterstützungsmaß-
nahmen für den ÖPNV ausgegangen.
Durch die enge Kooperation mit der KVB AG ist die Auftragslage abgesichert. Darüber
hinaus wurde vereinbart, in 2021 die Werkstattgesellschaft MK Fahrzeu gservice GmbH
& Co KG als GmbH in die Schilling-Gruppe zu integrieren und damit die Geschäftstätig-
keit weiter zu stärken.
108
Wirtschaftliche Lage
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Kurzfristig ist nicht zu erwarten, dass die verschiedenen staatlichen Ebenen ihre Un ter-
stützung der für die Infrastruktur wichtigen Branchen aufgeben. Mittelfristig bleibt abzu-
warten, auf welches Niveau sich Nachfrage und Angebot an ÖPNV -Leistungen sowie
die finanzielle Mittel nach der Pandemie einpendeln.
Wesentliche Herausforderungen liegen in der Erneuerung des Omnibuswagenparks auf-
grund der kommenden Umweltstandards in der Region Köln. Daher soll die Kooperation
mit der KVB AG noch vertieft werden. Dabei stehen auch alternative Antriebsformen im
Fokus.
109
Häfen und Güterverkehr Köln AG
Anschrift Scheidtweilerstraße 4
50933 Köln
Kontakt 0221 - 390 - 0
www.hgk.de
Gründung 1992
Handelsregister HRB 22957, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 54,5%
Stadt Köln 39,2%
Rhein-Erft-Kreis 6,3%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Häfen und von öffentlichem und nicht
öffentlichem Eisenbahn - und Binnenschifffahrtsverkehr und der Rheinfähre Köln -Lan-
gel/Hitdorf sowie die Durchführung und Förderung aller Vorhaben, die damit im Zusam-
menhang stehen.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Uwe Wedig (Vorstandsvorsitzender) Herr Wolfgang Birlin
Aufsichtsrat
Frau Susana dos Santos Herrmann (Vor-
sitzende) Herr Martin Gawrisch
Herr Dirk Michel (stellv. Vorsitzender) Herr Klaus Hebert-Okon
Herr Michael Auer Herr Lukas Lorenz
Herr Johannes Bortlisz-Dickhoff Herr Josef Henseler
Herr Dirk Collin Herr Dr. David Lutz
110
Aufsichtsrat
Herr Paul-Werner Diederichs Frau Teresa De Bellis-Olinger
Frau Alexandra Engler Herr William Wolfgramm
Herr Manfred Giesen
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH, Duisburg 100,0%
HTAG Häfen und Transport AG, Duisburg 100,0%
Rheinland Cargo Schweiz GmbH, Basel 100,0%
HGK Shipping GmbH, Köln 100,0%
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land Service, Köln 77,5%
KCG Knapsack Cargo GmbH, Hürth 77,0%
RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss 50,0%
RheinCargo Verwaltungs-GmbH, Neuss 50,0%
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH, Köln 50,0%
RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln 26,0%
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH, Köln
25,5%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
111
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 268.949,0 268.884,9 472.345,8
Immaterielle Vermögensgegenstände 629,3 695,6 1200,7
Sachanlagen 170.379,4 170.195,5 198.753,1
Finanzanlagen 97.940,2 97.993,8 272.392,0
Umlaufvermögen 30.349,6 38.444,3 23.743,4
Vorräte 4.247,2 4.169,1 4.692,0
Forderungen und sonst. VG 26.099,3 34.266,9 19.048,5
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 3,1 8,3 2,8
Rechnungsabgrenzungsposten 1.035,1 942,2 1.117,9
Summe Aktiva 300.333,7 308.271,3 497.207,2
Passiva
Eigenkapital 97.399,2 103.399,2 108.799,2
Gezeichnetes Kapital 26.340,0 26.340,0 26.340,0
Kapitalrücklage 49.214,1 55.214,1 60.614,1
Gewinnrücklage 21.845,1 21.845,1 21.845,1
Bilanzergebnis 0,0 0,0 0,0
Sonderposten 33.071,7 29.908,3 28.814,5
Rückstellungen 42.700,8 45.023,4 48.723,2
Verbindlichkeiten 125.004,2 127.450,0 308.649,6
Rechnungsabgrenzungsposten 2.157,8 2.490,2 2.220,7
Summe Passiva 300.333,7 308.271,1 497.207,2
112
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 70.324,1 76.213,5 72.325,1
Umsatzerlöse 69.760,0 75.355,3 71.241,1
Bestandsveränderungen -83,8 3,1 240,1
andere aktivierte Eigenleistungen 648,0 855,1 843,9
Sonstige betriebliche Erträge 10.012,9 20.866,6 16.324,2
Betriebsleistung 80.337,1 97.080,2 88.649,3
Betriebsaufwand 75.128,1 89.695,8 82.608,5
Materialaufwand 14.540,0 14.272,2 13.449,8
Personalaufwand 45.219,4 49.993,5 48.272,6
Abschreibungen 9.068,8 9.261,9 9.263,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.299,8 16.168,1 11.622,3
Betriebsergebnis 5.209,0 7.384,4 6.040,8
Finanzergebnis 3.085,6 3.434,0 4.745,4
Erträge aus Beteiligungen 1.022,2 3.143,1 3.393,8
Erträge aus Gewinnabführung 5.872,6 2.986,8 4.171,5
Erträge aus anderen Finanzanlagen 3,0 3,0 286,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80,0 86,0 80,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen 2,0 10,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.890,0 2.775,0 2.886,4
Aufwand aus Verlustübernahme 0,0 0,0 299,6
Auf
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9,4 61,3 56,4
Sonstige Steuern 437,4 467,4 472,2
Ausgleichszahlung gemäß § 304 AktG 51,1 357,0 357,0
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags
abgeführte Gewinne
7.796,6 9.932,7 9.901,4
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 89,6% 87,2% 95,0%
Abschreibungsquote 5,3% 5,4% 4,6%
Investitionen (T€) 31.090,0 37.927,0 221.804,0
113
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Investitionsquote 11,6% 14,1% 47,0%
Eigenkapitalquote 32,4% 33,5% 21,9%
Bankverbindlichkeiten (T€) 98.115,0 105.369,0 96.352,0
Veränderung Verschuldung (T€) -9.630,0 2.445,8 181.200,0
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 3,9% 4,2% 2,5%
Rohertrag (T€) 55.784,1 61.941,3 58.876,1
EBIT (T€) 12.104,9 13.507,3 10.786,9
EBITDA (T€) 21.173,7 22.769,2 20.262,9
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 559 554 558
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 80,9 90,2 86,5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Tochter- und Beteiligungsunternehmen der HGK erbringen umweltfreundliche Trans-
portdienstleistungen mit dem Binnenschiff und der Eisenbahn sowie im Kombinierten Ver-
kehr. Dabei verknüpft die HGK die jeweiligen Stärken der Verkehrsträger Straße, Schiene
und Wasserstraße miteinander. Darüber hinaus übernehmen wir regionale Verkehrs- und
Infrastrukturaufgaben.
Die HGK betreibt ein Eisenbahnnetz, das für die Versorgung Kölns bedeutsam und diskri-
minierungsfrei öffentlich zugänglich ist. Neben dem Güterverkehr bietet die HGK auf die-
sem Netz auch Personenverkehrsleistungen an. Die HGK -Gruppe betreibt Häfen für die
Güter- und Personenschifffahrt. Der Rheinauhafen dient als Sporthafen. Außerdem bietet
die HGK Reparatur - und Instandhaltungsleistungen im Rahmen der Hauptuntersuchung
von Lokomotiven an.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschaftswachs-
tum1 von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirtschaft im
1 IWF World Economic Outlook Update, Juli 2021
114
Wirtschaftliche Lage
Euroraum2 um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt 3 in Deutschland ging 2020 im Vergleich
zum Vorjahr um 4,8 % zurück.
Relevante Märkte
Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr4 insgesamt hat laut Bun-
desamt für Güterverkehr 2020 gegenüb er 2019 um -3,3 % abgenommen. Die Transport-
leistung im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt hat 2020 gegenüber 2019 um -3,2
% abgenommen. Das Transportaufkommen im Straßengüterverkehr5 hat 2020 um -2,7
% und die Transportleistung um -1,8 % abgenommen, jeweils im Vergleich zu 2019. Der
Schienengüterverkehr6 verzeichnete 2020 gegenüber 2019 einen Rückgang um -6,0 %
bezogen auf das Transportaufkommen und um -4,2 % bezogen auf die Transportleistung.
In der Binnenschifffahrt7 nahm im Jahr 2020 voraussichtlich das Transportaufkommen
gegenüber 2019 um -8,3 % und die Transportleistung gegenüber 2019 um -9,0 % ab.
Diese Rückgänge sind auf die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID19-Pandemie und
den daraus folgenden Einbrüchen in der deutschen Wirtschaft zurückzuführen.
Geschäftsverlauf 2020
Beherrschende Themen des Jahres 2020 innerhalb der HGK waren die Covid -19-Pande-
mie sowie der Erwerb der Europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten von Imperial und de-
ren Integration unterhalb der neu gegründeten HGK-Shipping.
Die Co vid-19-Pandemie hatte im Berichtszeitraum auch Auswirkungen auf die HGK -
Gruppe. Dabei waren Transportrückgänge zu verzeichnen. Einzelne Wirtschaftszweige
wie beispielsweise der Bekleidungshandel, aber auch Baumärkte, hatten keinen oder nur
sehr eingeschränkten Transportbedarf. Dies wirkte sich auch auf die HGK -Beteiligungen
aus.
Den negativen Markteinflüssen durch Covid-19 haben die HGK und ihre Tochter- und Be-
teiligungsunternehmen durch sehr unterschiedliche Maßnahmen entgegengewirkt. Bei-
spielhaft sind zu nennen Einsparungen bei den Einstandskosten, Verschiebung von Inves-
titionen, Reduzierung der Zugumläufe, Kündigung von Mietverträgen für Leihlokomotiven
und/oder Schiffsraum, Minimierung der Instandhaltungen auf das Notwendige, Abbau von
Überstunden, Reduzierung von Zeitarbeitspersonal oder auch Anmeldung von Kurzarbeit.
Das zweite beherrschende Thema des Geschäftsjahres 2020 war der Erwerb der 27 Ge-
sellschaften von der südafrikanischen Imperial-Gruppe, die heute unter der HGK Shipping
2 Europäische Kommission: European Economic Forecast Winter 2022 – Statistical annex, Februar 2022
3 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 244 vom 25. Mai 2021
4 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021
5 ebd.
6 ebd.
7 ebd.
115
Wirtschaftliche Lage
GmbH in der HGK-Gruppe angesiedelt sind. Durch die Integration der Europäischen Bin-
nenschifffahrtsaktivitäten der Imperial in die HGK -Gruppe kann die HGK die Umsetzung
ihrer satzungsmäßigen Aufgaben für den Gemeinwohlbelang Kölns und der Region gezielt
ausbauen.
Das Eigenkapital der HGK erhöhte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 103,4
Mio. € auf 108,8 Mio. € (+5,4 Mio. €). Die Investitionen stiegen von 37,8 Mio. € auf 47,4
Mio. €. Die Bilanzsumme wuchs von 308,3 Mio. € auf 497,2 Mio. €. Das entspricht einem
Zuwachs von 188,9 Mio. € oder 61,3 %. Die Umsatzerlöse fielen von 75,4 Mio. € auf 71,2
Mio. €, was einem Rückgang von 4,2 Mio. € bzw. -5,6 % entspricht. Der Materialaufwand
sank auf mit 13,4 Mio. € nahezu konstant (2019: 14,3 Mio. €), während der Personalauf-
wand von 50,0 Mio. € auf 48,3 Mio. € fiel. Das Ergebnis vor Steuern blieb somit gegenüber
dem Vorjahr bei 10,7 Mio. € nahezu konstant (2019: 10,8 Mio. €). Nach Abzug der sonsti-
gen Steuern und der Garantiedividende an den Rhein-Erft-Kreis werden die verbleibenden
9,9 Mio. € im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die SWK GmbH
abgeführt.
Chancen und Risiken
Es bestehen ergebnisrelevante Risiken, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf, die
wirtschaftliche Lage und die Ertragslage der HGK haben könnten. Die Auflistung d er
Chance und Risiken übersteigen den an dieser Stelle zur Verfügung stehenden Platz. Da-
her sei für eine detaillierte Betrachtung auf den Geschäftsbericht der HGK AG für das Ge-
schäftsjahr 2020 verwiesen. Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs -
und Minimierungsmaßnahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand
der HGK oder eines Tochter- und Beteiligungsunternehmens gefährden. Derartige Risiken
sind aus heutiger Sicht auch für die absehbare Zukunft nicht zu erkennen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Der Logistikmarkt entwickelt sich ständig weiter und verzeichnet kontinuierliche Zuwächse.
Bei dieser Veränderung werden die HGK und ihre Gesellschaften Schritt halten. Zielge-
richtetes Handeln ist der Schlüssel, um auch in Zukunft ein erfolgreicher Teil des SWK -
Konzerns zu sein.
116
HTAG Häfen und Transport AG
Anschrift Neumarkt 7-11
47119 Duisburg
Kontakt 0203 - 47989 - 0
www.htag-duisburg.de
Gründung 1904
Handelsregister HRB 5202, Amtsgericht Duisburg
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der öffentliche Güterverkehr mit Schiffen und Eisen-
bahnen beim Betrieb von Häfen sowie dazu gehöriger Vor- und Nachlauf – auch mit LKW
- sowie der Abschluss aller hiermit im Zusammenhang stehender Handelsgeschäfte.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat
Vorstand
Herr Volker Seefeldt (Sprecher) Herr Joachim Holstein
Aufsichtsrat
Herr Uwe Wedig (Vorsitzender) Herr Dr. Wolfgang Cieslik
Herr Michael Zimmermann Herr Thomas Jasinski
Herr Udo Bärfacker Herr Patrick Timp
Herr Wolfgang Birlin
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
117
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Oudkerk B.V., Niederlande 100,0%
Bunkerbetriebe Büchting GmbH, Duisburg 100,0%
MASSLOG GmbH, Duisburg 50,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 83.600,1 70.374,9 52.087,8
Unternehmensergebnis 3.063,1 2.151,9 1.209,3
Eigenkapital 8.309,0 8.309,0 8.309,0
Bilanzsumme 29.387,2 29.741,2 27.014,9
Investitionen 724,0 1.199,7 320.526,0
Verbindlichkeiten 7.699,2 11.388,6 8.852,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente)
62,85 62,97 56,00
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die HTAG Häfen und Transport AG („HTAG“) übernimmt mit ihren Tochtergesellschaften
und Beteiligungen umfangreiche Aufgaben bei der Steuerung, Koordination und Distri-
bution komplexer Massengutströme im Gütertrans port. Die Schwerpunkte liegen dabei
in der Binnenschifffahrt und dem Betrieb von Hafenumschlaganlagen. Die Hauptver-
kehrsrelationen befinden sich zwischen den Benelux -Staaten, Deutschland, Frankreich
und Polen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internat ionale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts -
wachstum von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirt -
schaft im Euroraum um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ging 2020 im
Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück.
118
Wirtschaftliche Lage
Relevante Märkte
Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr 8 insgesamt hat laut
Bundesamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleistung
um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Mut-
tergesellschaft HGK AG.
Geschäftsverlauf 2020
Die HTAG erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 52.088 T€, was um 26,0 %
bzw. 18.287 T€ unter dem Vorjahresniveau lag. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 1.268
T€. Die Eigenkapitalquote ist bei einer gesunkenen Bilanzsumme auf 30,8 % im Ver-
gleich zu 27,9 % in 2019 gestiegen.
Chancen und Risiken
Im Bereich des Kohletransports und -umschlags sind die Mengen aufgrund der Energie-
wende weiterhin stark rückläufig. Hinzu kommt, dass die HTAG als Logistikdienstleister
den branchenspezifischen Risiken in Form von konjunkturellen Nachfragerückgängen
und witterungsbedingten Einschränkungen unterliegt.
Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirt-
schaftliche Lage bestehen, außer den beschriebenen branchenüblichen Risiken, nicht
und sind aus heutiger Sicht auch nicht zu erkennen.
Chancen bieten sich durch gezielte Kundenmaßnahmen, eine Veränderung des Güter-
mixes und Produktivitätssteigerungen in der Verwaltung. Hinzu kommt die Möglichkeit
der operativen Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften innerhalb der HGK -
Gruppe.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Für das Jahr 2021 ist die Neustrukturierung der Trockenschifffahrt innerhalb der HGK -
Gruppe vorgesehen. Die Sparte Reederei/Befrachtung der HTAG soll dabei auf die HGK
Dry Shipping abgespalten werden. Die verbleibende Umschlagssparte soll anschließend
auf die NESKA verschmolzen werden.
8 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021
119
HGK Shipping GmbH
Anschrift Scheidtweilerstraße 4
50933 Köln
Kontakt
0203 -31887922
0221 - 390 - 0
www.hgk.de
Gründung 2020
Handelsregister HRB 101819, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an Unternehmen zum Betrieb von
öffentlichem Verkehr, insbesondere die Beförderung von Gütern aller Art mit eigenen
und fremden Schiffen im Binnen - und Küstenmotorschiffsverkehr, aber auch mittels
aller sonstigen Landfahrzeuge, sowohl straßen - als auch schienengebunden sowie
der Umschlag und die Lagerung von Gütern aller Art einschließlich Spedition, Logis-
tik, Distribution und Güterbearbeitung.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Gesellschafterversammlung
Vorstand
Herr Steffen Bauer Herr Walter Steinig
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
120
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
HGK Gas Shipping GmbH, Köln 100,0%
HGK Dry Shipping GmbH, Köln 100,0%
HGK Shipping Rotterdam B.V., Rotterdam, NL 100,0%
Imperial Schiffsbeteiligung B.V., Druten, NL 100,0%
Wijnhoff & Van Gulpen & Larsen B.V., Druten, NL 100,0%
HGK Ship Management Lux S.a`r.l., Wisserbillig, L 100,0%
HGK Logistics Sarl, Sarreguemines, F 100,0%
Amadeus Schiffahrts-und Speditionsgesellschaft mbH, Duisburg 90,0%
Niedersächsische Verfrachtungsgesellschaft mbH, Hannover 100,0%
DeGrave Antverpia N.V., Antwerpen, Belgien 55,5%
Buss Imperial Verwaltung GmbH, Duisburg 50,0%
Buss Imperial Logistics GmbH & Co. KG, Duisburg 50,0%
Beka Imperial GmbH, Kehl 40,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
keine
Kennzahlenübersicht (T€) 01.07.-31.08.20 01.09-31.12.2020
Gesamtleistung 634,0 3.203,6
Unternehmensergebnis -267,8 267,8
Eigenkapital 0,0 3.231,2
Bilanzsumme 188.779,9 196.574,9
Investitionen in Anteile 163.990,1 3.471,3
Verbindlichkeiten 183.183,3 187.069,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente)
288
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der Gesellschaft ist die Verwaltung des eigenen Vermögens, die Beteiligung
an Unternehmen zum Betrieb von öffentlichem Güterverkehr zur Sicherung des kommu-
nalen Bedarfs und zur Wirtschaftsförderung.
121
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfond s hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts-
wachstum9 von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirtschaft
im Euroraum10 um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt 11 in Deutschland ging 2020 im Ver-
gleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück.
Relevante Märkte
Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr 12 insgesamt hat laut Bun-
desamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleistung um
-3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Mutterge-
sellschaft HGK AG.
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.09.2020 bis zum 31.12.2020, wes-
halb Vergleichswerte mit dem Vorjahr keine Aussagekraft haben. Der Gesamtumsatz be-
trug 3.204 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 9 T€. Die Erträge aus Finanz-
anlagen umfassten 3.224 T€. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 3.239 T€.
Chancen und Risiken
Chancen und Risiken liegen in der Höhe des geplanten Beteiligungsergebnisses, das wie-
derum abhängig von der operativen Entwicklung der Tochterunternehmen ist. Hier können
beispielsweise größere als in der Planung angenommene negative Auswirkungen der
Corona-Krise zu einer Minderung des Beteiligungsergebnisses führen Kundenverluste,
aber auch witterungsbedingte Einflüsse wie Hoch-/Niedrigwasser können neben der kon-
junkturellen Entwicklung die gleiche Wirkung haben. In der operativen Entwicklung der
Tochtergesellschaften liegen aber gleichzeitig auch Chancen, z.B. durch Kundengewin-
nung oder bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die HGKS Umsatzerlöse in Höhe von 6,8 Mio. €.
Dabei plant die HGKS einen Operating Profit von 0,5 Mio. €. Bei einem geplanten Beteili-
gungsergebnis von 12,2 Mio. € und einem Zinsergebnis von -2,1 Mio. € ergibt sich ein
geplantes Nach-Steuer-Ergebnis von 9,2 Mio. €.
9 IWF World Economic Outlook Update, Juli 2021
10 Europäische Kommission: European Economic Forecast Winter 2022 – Statistical annex, Februar 2022
11 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 244 vom 25. Mai 2021
12 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021
122
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH
Anschrift Scheidtweilerstraße 4
50933 Köln
Kontakt 0221 – 390 - 0
www.hgk.de/leistungen/rheinfaehre
Gründung 1929
Handelsregister HRB 1063, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beförderung von Personen, Tieren, Fahrzeugen,
Lasten und so weiter von einem Ufer des Rheines zum anderen zwischen Köln -Langel
und Leverkusen-Hitdorf.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Norbert di Raimondo
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
123
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 616,4 670,9 549,2
Jahresergebnis 28,2 -32,6 -130,1
Eigenkapital 536,9 504,3 374,2
Bilanzsumme 649,9 610,0 452,9
Investitionen 1,5 1,4 13,9
Verbindlichkeiten 77,3 64,5 43,1
Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) 9,25 9,50 9,5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb des Fährschiffes „Fritz Middelanis“.
Mit diesem Schiff betreibt die Gesellschaft die Beförderung von Personen und Fahrzeu-
gen zwischen Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Ausübung dieser wirtschaftlichen Betätigung erfolgt unter Beachtung des § 107 (1)
GO NRW, da für das Betreiben der Fähre ein öffentliches Interesse besteht und die Be-
tätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit
der Städte Köln und Leverkusen steht.
Relevante Märkte
Die Auslastung der Rheinfähre ist stark abhängig von der Befahrbarkeit der Autobahn-
brücke entlang der A1 zwischen Köln und L everkusen. Änderungen von Gewichts- und
Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Brücke wirken sich unmittelbar auf die Zahl und
Art der Fahrgäste aus. Der LKW-Verkehr ist eingeschränkt durch schmale Straßen und
Verkehrsbeschränkungen auf Leverkusener Seite. D ie Gewichtsbeschränkungen auf
der Mülheimer Brücke führen jedoch zu verstärkter Nutzung durch Landmaschinen aus
dem Kölner Norden.
124
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Das Beförderungsaufkommen ist im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um -12,35 % ge-
sunken. Dadurch sank das Umsatzvolumen der Beförderungsentgelte von 700.324 € um
125.478 € bzw. -18 % auf 574.846 €. Die Gesamterträge sanken von 670.902 € auf
549.163 €, die Aufwendungen stiegen von 704.079 € auf 746.894 €. Daraus ergibt sich
ein Verlust von 130.104 € im Vergle ich zu einem Verlust von 32.583 € in 2019. Die Li-
quidität war jederzeit sichergestellt.
Chancen und Risiken
Aus der beschränkten Befahrbarkeit der Autobahnbrücke ergeben sich Chancen auf eine
weiterhin verbesserte Auslastung der Fähre und damit auf anhalte nde Umsatz- und Er-
gebnissteigerungen. Damit korrespondieren Risiken aus der ungewissen Dauer der Stra-
ßenverkehrseinschränkungen und deren Umfang, die eine Planbarkeit der Mehrerlöse
für die Fähre auf der Zeitschiene ausschließen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Gegenwärtig und in absehbarer Zeit existieren keine bestandsgefährdenden Einzelrisi-
ken. Auch die Gesamtsumme der Risiken gefährdet nicht den Fortbestand der Gesell-
schaft. Der langfristige Fortbestand – nach Beseitigung der Verkehrsbehinderungen auf
der A1 und der Mülheimer Brücke – ist abhängig von der Zuzahlung der Gesellschafter.
125
RheinCargo GmbH & Co. KG
Anschrift Hammer Landstraße 3
41460 Neuss
Kontakt 02131 - 53 23 - 0
www.rheincargo.com
Gründung 2012
Handelsregister HRA 7150, Amtsgericht Neuss
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,0%
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Binnenhäfen in Köln, Neuss und Düs-
seldorf einschließlich eines öffentlichen Eisenbahngüterverkehrsunternehmens sowie alle
den Betriebszweck fördernden Geschäfte.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat
Geschäftsführung
Herr Wolfgang Birlin Herr Jan Sönke Eckel
Aufsichtsrat
Herr Manfred Abrahams (Vorsitzender) Herr Fabian Sicking
Frau Susanna Dos Santos Herrmann (1.
stellv. Vors.) Herr Armin Persicke (2. stellv. Vors.)
Herr Dirk Michel Herr Stefan Crefeld
Herr Rolf Buschhausen Frau Dorothée Schneider
Herr Manfred Giesen Herr Peter Heumann
Herr Stefan Lommetz Herr William Wolfgramm
Herr Klaus Starzer Frau Constanze Stroeks
126
Aufsichtsrat
Herr Dr. David Lutz Herr Guido Trappen
Herr Harald Löscher Frau Caroline Lehmann
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
PWC GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 172.040,5 170.281,2 156.001,6
Jahresergebnis 3.448,6 4.554,8 780,6
Eigenkapital 57.031,7 58.829,9 56.250,4
Bilanzsumme 106.124,3 111.723,9 116.676,0
Investitionen 9.474,0 20.160,6 16.772,9
Verbindlichkeiten 39.338 17.036 12.173
Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) 187 261 347
127
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die RheinCargo GmbH & Co. KG ist die Betreiberin der Häfen in Köln, Neuss und Düs-
seldorf. Sie stellt den zweitgrößten Binnenhafen-Verbund Deutschlands dar. Daneben
ist die RheinCargo eines der größten deutschen Eisenbahngüter-Verkehrsunterneh-
men. Außerdem stellt die RheinCargo Industrie- und Gewerbeflächen bereit, die über
einen Wasser-, Gleis- und Straßenanschluss verfügen und betreibt ein zukunftsorien-
tiertes und nachhaltiges Flächenmanagement.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenübe r 2019 ein Weltwirtschafts -
wachstum von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirt -
schaft im Euroraum um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ging 2020 im
Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück.
Relevante Märkte
Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr13 insgesamt hat laut Bun-
desamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleistung
um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Mut-
tergesellschaft HGK AG.
Geschäftsverlauf 2020
Das Gesamtgütervolumen der RheinCargo betrug 2020 41,0 Mio. t (-5,3 Mio. t, -11,4 %
gegenüber 2019). Die Umsatzerlöse haben von 170.281 T€ auf 156.002 T€ um 8,4 %
abgenommen. Das betriebliche Ergebnis (EBT) betrug 2.493 T€. Die Bilanzsumme hat
sich von 111.724 T€ um 4.952 T€ bzw. 4,4 % auf 116.676 T€ erhöht. Die Eigenkapital-
quote nahm dabei von 52,7 % auf 48,2 % ab.
Chancen und Risiken
Risiken ergeben sich aus konjunkturellen Schwankungen, dem Wettbewerbsumfeld,
der zunehmenden Marktbedeutung kostengünstiger LKW-Flotten aus der erweiterten
EU, umwelt- und fiskalpolitische Entscheidungen, Betriebsstörungen, dem Mangel an
Triebfahrzeugführern, einer Verminderung von Gewerbe- und Umschlagflächen in den
Häfen und dem Coronavirus. Chancen bestehen im wirtschaftlichen Aufschwung und
einem zunehmenden internationalen Warenaustausch und politischen Entscheidungen
zur Verlagerung von Gütern auf umweltfreundliche Alternativen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Es wird für 2021 mit einem Umsatz von 163,7 Mio. € und einem betrieblichen Ergebnis
(EBT) von +2,0 Mio. € gerechnet.
13 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021
128
RheinCargo Verwaltungs-GmbH
Anschrift Hammer Landstraße 3
41460 Neuss
Kontakt 02131 - 53 23 - 0
www.rheincargo.com
Gründung 2012
Handelsregister HRB 16733, Amtsgericht
Neuss
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,0%
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Beteiligung als persönlich haftende und ge-
schäftsführende Gesellschafterin an einer Kommanditgesellschaft, die die Binnen häfen
in Köln, Neuss und Düsseldorf, einschließlich eines öffentlichen Eisenbahngüterver-
kehrs-unternehmens, betreibt.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Wolfgang Birlin Herr Jan Sönke Eckel
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
PWC GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf
129
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
RheinCargo GmbH & Co. KG 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis 2,1 2,1 2,1
Eigenkapital 39,7 41,8 43,9
Bilanzsumme 43,8 46,2 47,8
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 0,7 1,3 0,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Geschäftszweck der RheinCargo Verwaltungs -GmbH ist die Komplementärstellung für
die RheinCargo GmbH & Co. KG. Sie übt keine operative Geschäftstätigkeit aus.
Geschäftsverlauf 2020
Der Geschäftsverlauf ist ausschließlich vom Geschäftsverlauf der RheinCargo GmbH &
Co. KG abhängig.
Chancen und Risiken
Risiken können sich lediglich aus der Geschäftsführung und der Haftung für die Rhein-
Cargo GmbH & Co. KG ergeben.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Gesellschaft wird auch in 2021 Erträge aus der Vergütung für die Übernahme der
Haftung sowie aus Kostenerstattungen durch die KG erzielen.
130
Rheinland Cargo Schweiz GmbH
Anschrift Steinengraben 42
CH-4051 Basel
Kontakt
0221 - 390 - 0
www.hgk.de/hgk/toechter-und-be-
teiligungen/rheinland-cargo-
schweiz
Gründung 2012
Handelsregister CHE-241.881.078, Handelsregis-
ter des Kantons Basel-Stadt
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Gesellschaft bezweckt die Erschließung des Güterverkehrsaufkommens für den Ei-
senbahngüterverkehr zwischen der Schweiz und dem Wirtschaftsraum Köln. Das Unter-
nehmen betreibt öffentlichen Eisenbahnverkehr und fördert bzw. führt alle Vorhaben
durch, die damit in Zusammenhang stehen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Paul Schumacher (Vorsitzender der GF) Herr Marc Piatti
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
131
Jahresabschlussprüfung
Fidem Treuhand AG
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (TCHF) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 1.446,3 1.046,7 1.130,7
Jahresergebnis 75,0 25,8 61,2
Eigenkapital 224,6 250,4 311,6
Bilanzsumme 522,1 499,9 513,6
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 277,5 249,5 202,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Die Bruttoerlöse im Geschäftsjahr 2020 stiegen von 1.047 T€ um 84 T€ (7,4 %) auf 1.131
T€. Dabei konnte ein Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) 76 T€ im Gegensatz zu 29 T€
in 2019 erzielt werden. Die Bilanzsumme nahm 2020 im Vergleich zu 2019 von 500 T€
auf 514 T€ ab, während die Eigenkapitalquote von 50,1 % auf 60,7 % zunahm.
132
neska Schiffahrts-und Speditionskontor GmbH
Anschrift Neumarkt 7 - 11
47119 Duisburg
Kontakt 0203 - 47989 30 - 0
www.neska.com
Gründung 1981
Handelsregister HRB 8753, Amtsgericht Duisburg
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im öffentlichen
Güterverkehr insbesondere durch die Übernahme, Durchführung und Vermittlung von
Binnen- und Küstenmotorschifffahrtstransporten, aber auch mittels aller sonstigen Land-
fahrzeuge, sowohl straßen - als auch schienengebunden sowie den Betrieb von Häfen
und anderen Lager- und Umschlageinrichtungen sowie von Containerterminals und allen
damit in Zusammenhang stehenden Schifffahrts-und Handelsgeschäften.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Stefan Hütten Herr Dr. Jan Zeese
Herr Markus Krämer
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
133
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Duisburg Bulk Terminal GmbH, Duisburg 100,0%
uct Umschlag Container Terminal GmbH, Duisburg 100,0%
Pohl & Co. GmbH, Hamburg 100,0%
neska Intermodal GmbH, Duisburg 100,0%
neska Container Line B.V., Niederlande 100,0%
KCT Krefelder Container Terminal GmbH, Krefeld 100,0%
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service, Köln 62,5%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 50.477,5 48.901,9 42.002,9
Unternehmensergebnis 2.809,5 835,7 -299,6
Eigenkapital 3.075,3 3.075,3 3.075,3
Bilanzsumme 72.688,7 67.255,9 69.367,2
Investitionen 911,8 1.021,8 2.318,9
Verbindlichkeiten 62.661,9 57.600,1 59.113,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente)
177,00 184,0 182,0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der Gesellschaft ist die Durchführung von Transporten sowie Logistik-
dienstleistungen aller Art.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts -
wachstum von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirt -
schaft im Euroraum um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ging 2020 im
Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück.
134
Wirtschaftliche Lage
Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts-
wachstum14 von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirt-
schaft im Euroraum15 um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt16 in Deutschland ging 2020
im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück.
Relevante Märkte
Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr17 insgesamt hat laut
Bundesamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleis-
tung um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur
Muttergesellschaft HGK AG.
Geschäftsverlauf 2020
Der Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr von 48.926 T€ auf 41.999 T€ . Die
sonstigen betrieblichen Erträge sanken gegenüber dem Vergleichszeitraum um T€ 729
auf 2.849 T€. Die Erträge aus Finanzanlagen stiegen von 3.813 T€ im Vorjahr
auf 5.002 T€. Das Ergebnis nach Steuern hat sich insgesamt um 1.135 T€ verschlech-
tert und ist mit -225 T€ nun negativ (Vorjahr 910 T€). Zusammenfassend betrachtet hat
die NESKA ein schwieriges Geschäftsjahr durchlaufen.
Chancen und Risiken
Die konjunkturelle Lage in Deutschland und weltweit wird weiterhin von der Corona-
Pandemie stark beeinflusst. Die Krise hat auf verschiedene Geschäftsbereiche unter-
schiedliche Auswirkungen. Chancen bestehen in gezielteren Kundenmaßnahmen, eine
höhere Marktdurchdringung und die intensivere Betreuung der Bestandskunden, sowie
ein Ausbau der Bestandsgeschäfte und eine Diversifizierung in den Leistungen und
Produkten. Ein Risiko von hoher Bedeutung besteht in der Abhängigkeit und dem Aus-
fall von Großkunden insbesondere aus dem Bereich Automotive und der Stahlindustrie.
Die Abhängigkeit dieser Kunden von der globalen Wirtschaftsentwicklung führt dazu,
dass ein Konjunktureinbruch wie bspw. infolge der Corona-Pandemie unmittelbar ne-
gative Auswirkungen auch auf die NESKA haben würde. Bestandsgefährdende Risiken
und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage sind aus heuti-
ger Sicht nicht zu erkennen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die NESKA eine Steigerung der Auslastung und
damit verbunden einen Anstieg des Umsatzes auf 55.357 T€, das Ergebnis vor Ge-
winnabführung soll auf 3.132 T€ steigen.
14 IWF World Economic Outlook Update, Juli 2021
15 Europäische Kommission: European Economic Forecast Winter 2022 – Statistical annex, Februar 2022
16 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 244 vom 25. Mai 2021
17 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021
135
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service
Anschrift Stapelkai/Niehl Hafen
50735 Köln
Kontakt 0221 - 752080
www.cts.container-terminal.de
Gründung 1983
Handelsregister HRB 14115, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 62,5%
DB Intermodal Services GmbH 22,5%
Häfen und Güterverkehr Köln AG 15,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben eines Containerterminals in Köln ein-
schließlich Durchführung aller damit zusammenhängenden Nebenleistungen, der Han-
del mit Containern sowie Speditionsgeschäfte aller Art.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Beirat
Geschäftsführung
Herr Oliver Grossmann Herr Dirk Meyer
Aufsichtsrat
Entfällt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
136
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
KCG Knapsack Cargo GmbH 51,0%
DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH 49,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 31.437,8 32.061,0 30.920,3
Jahresergebnis 931,6 1.119,1 1.372,0
Eigenkapital 1.366,3 1.553,9 1.806,8
Bilanzsumme 7.681,5 7.477,1 7.576,8
Investitionen 943,2 814,6 748,4
Verbindlichkeiten 4.878,0 4.514,0 4.261,7
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente)
87,25 93,0 93,0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Geschäftstätigkeit der CTS erstreckt sich im Berichtsjahr unverändert auf den Be-
trieb eines Container -Terminals im Kölner Hafen und die Durchführung aller damit zu-
sammenhängenden Nebenleistungen, Organisation der Containertransporte per Bin-
nenschiff, Bahn und LKW sowie auf den Handel mit und die Reparatur von Containern.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts-
wachstum von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpf te die Wirt-
schaft im Euroraum um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ging 2020 im
Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück.
137
Wirtschaftliche Lage
Relevante Märkte
Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr18 insgesamt hat laut
Bundesamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleis-
tung um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur
Muttergesellschaft HGK AG.
Geschäftsverlauf 2020
Mit 30,9 Mio. € ist der erzielte Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2 020 mit 3,4 %
leicht unter dem Planumsatz (31,9 Mio. €). Das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern (681
T€) wurde mit 1.496 T€ deutlich übertroffen. Darin enthalten ist das ebenfalls über Plan
liegende Beteiligungsergebnis der DCH Düsseldorfer Container Hafe n GmbH in Höhe
von 1.348 T€ (Plan 945 T€). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann im Vorjah-
resvergleich insgesamt als stabil angesehen werden.
Chancen und Risiken
Die Auswirkungen der Corona Pandemie sind aufgrund der weiterhin unsicheren Ent-
wicklung bezüglich ihrer Dauer und ihrer Intensität noch immer schwer abschätzbar.
Ein bedeutendes Risiko liegt nicht zuletzt im Ausfall von Großkunden. Einerseits
könnte dieser durch Werks- oder Standortschließungen hervorgerufen werden, ande-
rerseits sind auch Kundeninsolvenzen möglich. Dieses könnte wiederum Umsatz- und
Ergebnisrückgänge sowie Forderungsausfälle zur Folge haben.
Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirt-
schaftliche Lage sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die CTS eine Umsatzsteigerung von 5,2 % im
Vergleich zum Geschäftsjahr 2020. Dies resultierend aus den bereits akquirierten Neu-
geschäften, sowie der erwarteten Erholung der Bestandsgeschäfte. Gleichzeitig entfal-
len ab Januar 2021 Umsätze und Personalkosten für die Dienstleistungen am Terminal
Köln-Nord, die CTS bis dato für HGK erbracht hat.
18 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021
138
Regionalverkehr Köln GmbH
Anschrift Theodor-Heuss-Ring 19-21
50668 Köln
Kontakt 0221 - 1637 - 0
www.rvk.de
Gründung 1976
Handelsregister HRB 7432, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln, Köln 12,5%
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH, Bonn 12,5%
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises GmbH,
Bonn 2,5%
Kreisholding Rhein-Sieg GmbH, Siegburg 12,5%
Rhein-Erft-Kreis, Bergheim 12,5%
Oberbergischer Kreis, Gummersbach 2,5%
Rheinisch-Bergischer Kreis, Bergisch Gladbach 12,5%
Kreis Euskirchen, Euskirchen 12,5%
Stadtwerke Hürth AöR, Hürth 2,5%
Stadtverkehr Euskirchen GmbH, Euskirchen 2,5%
Stadtwerke Brühl GmbH, Brühl 2,5%
Stadtwerke Wesseling GmbH, Wesseling 2,5%
Eigene Anteile 10,0%
Unternehmensgegenstand
Durchführung des Personenverkehrs und hiermit zusammenhängende Nebenge-
schäfte, die der Förderung des Hauptgeschäftes dienen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
139
Geschäftsführung
Herr Eugen Puderbach
(bis 31.12.2020)
Dr. Marcel Frank, Köln
(seit 1.11.2020)
Aufsichtsrat
Herr Günter Rosenke Herr Andreas Pöttgen (bis 31.10.2020)
Frau Svenja Udelhoven Herr Ralf Rindermann
Herr Andreas Frauenkron Herr Reinhard Schmitt-Berger
Herr Uwe Gerbert Herr Thorsten Schmalt (bis 31.10.2020)
Herr Gregor Golland Herr Björn Bourauel
Herr Hans-Jürgen Koenig Herr Stephan Santelmann (seit 01.11.2020)
Herr Bernd Nottbeck Herr Frank Herhaus (seit 01.10.2020)
Herr Andreas Wolter (seit 01.11.2020) Herr Anno Schichler-Koep (seit 01.11.2020)
Herr Achim Blindert (seit 01.11.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung eigener PCGK
Jahresabschlussprüfung
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Regio-Bus-Rheinland GmbH, Köln 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Verlustausgleich 2020 179,0
(Guthabenverrechnung, nachrichtlich) 7,9
Guthaben Verlustausgleich 2020 7,9
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 72.357,1 48.235,3 44.259,6
Jahresergebnis 482,7 -1.710,4 -942,3
Eigenkapital 11.446,7 9.512,1 9.788,6
Bilanzsumme 61.191,5 63.436,5 74.005,2
Investitionen 13.608,5 14.258,7 20.429,8
140
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Verbindlichkeiten 40.701,1 44.353,7 47.174,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 368 383 832
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit ist die Durchführung von Personenverkeh-
ren und hiermit zusammenhängender Nebengeschäfte, die der Förderung des Hauptge-
schäftes dienen. Nachdem die Gesamtlage für öffentliche Verkehrsunternehmen in den
letzten Jahren dadurch geprägt war, dass die Verkehrsunternehmen und ihre Eigentü-
mer bzw. die Aufgabenträger, den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen fol-
gend Vorbereitungen für EU-rechtskonforme Beauftragungen getroffen haben, befinden
sich die Strukturen des Nahverkehrsmarktes in einem stetigen Veränderungsprozess.
Der Ausbau von neuen Bedienungsformen wie On -Demand-Verkehr und zunehmende
Quartierserschließungen durch Klein- und Midibusse, die Verknüpfung von Mobilitätsträ-
gern und die Digitalisierung sowohl des Vertriebs, der Kundeninformation und der Steu-
erung der Nahverkehrsangebote sind aktuelle Trends.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Gesamtlage für öffentliche Verkehrsunternehmen war in den letzten Jahren zum ei-
nen dadurch geprägt, dass die Verkehrsunternehmen und ihre Eigentümer bzw. die Auf-
gabenträger, den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen folgend Vorbereitun-
gen für EU-rechtskonforme Beauftragungen getroffen haben. Zudem befinden sich die
Strukturen des Nahverkehrsmarktes in einem Veränderungsprozess, der durch zuneh-
mende ökologische Ansprüche, Ausbau von neuen Bedienformen und Verknüpfung von
Mobilitätsträgern geprägt ist. Ein Schwerpunkt der konzeptionellen und operativen Vor-
bereitungen lag in der Sicherstellung emissionsfreier Transportmittel, insbesondere der
Brennstoffzellen-Hybridtechnik (Wasserstoffbusse).
Relevante Märkte
Relevante Märkte befinden sich im Wesentlichen im Bedienungsgebiet des Verkehrsver-
bund Rhein Sieg (VRS), soweit dort die unternehmensspezifischen Linien- und Sonder-
verkehre, Leistungen im Auftrag anderer Verkehrsunternehmen oder sonstige ÖPNV -
Dienstleistungen erbracht werden. Zwischenzeitlich sind Öffentliche Dienstleistungsauf-
träge des Rhein -Sieg-Kreises, des Kreises Euskirchen un d des Rheinisch -Bergischen
Kreises erteilt worden.
141
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Die Gesamtfahrleistungen sind im Berichtsjahr 2020 im RVK -Konzern gestiegen und
umfassen insgesamt 20,54 Mio. Km (Vorjahr 19,87 Mio. Km). Die bedeutsamsten finan-
ziellen Leistungsin dikatoren des Unternehmens sind die Linienverkehre nach § 42
PBefG und die Fahrleistungen für andere Verkehrsunternehmen, da mit diesen Leistun-
gen rd. 93 % des gesamten Beschäftigungsvolumens generiert werden.
Chancen und Risiken
Wesentliche Risiken zum Ende des Berichtsjahres:
- Laufende Auswirkungen der Einnahmeaufteilung (VRS)
- Entwicklung der Fahrgastzahlen
- Politische Festlegung der Beförderungstarife
- Abhängigkeit von Software-Lieferanten
- Verfügbarkeit von Personal am Arbeitsmarkt
- Verfügbarkeit von IT-Systemen (Hard- und Software)
- Gefährdung elektronischer Daten
Den o. g. Risiken stehen u. a. die folgenden Chancen gegenüber:
- Vermarktungsstrategien aller Dienstleistungen
- Etablierung neuer Geschäftsfelder im Bereich Mobilität
- Nutzung von Potenzialen im Bereich neuer technischer Anforderungen (insbes.
Digitalisierung)
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Ein Schwerpunkt der konzeptionellen und operativen Vorbereitungen lag in der Sicher-
stellung emissionsfreier Transportmittel, insbesondere der Brennstoffzellen-Hybridtech-
nik (Wasserstoffbusse). Die hierzu zwischenzeitlich erfolgten Förderbescheide in erheb-
licher Höhe wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 und werden im Verlauf des
Geschäftsjahres 2021 zum Aufbau einer umfassen den Flotte von Wasserstoffbussen
nebst Infrastruktur genutzt. Mit dem Ziel, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
klimaneutraler sowie innovativer zu gestalten plant die RVK in Verbindung mit dem Kreis
Euskirchen den Bau eines „Aus- und Weiterbildungszentrum für klimaneutrale und digi-
tale Mobilität“ (AWM) in der kreisangehörigen Stadt Mechernich. Im Vordergrund steht
dabei der Ausbau einer grünen und nachhaltigen Nahverkehrs -Infrastruktur. Zudem ist
an diesem Standort der Ausbau von attraktiven Arbeits - und Ausbildungsplätzen in der
Region vorgesehen.
142
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR
Anschrift Ostmerheimer Straße 555
51109 Köln
Kontakt 0221 - 221 - 26868
www.steb-koeln.de
Gründung 2001
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Träger Kapitalanteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Wesentliche Aufgabenbereiche der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) sind
gemäß § 2 der Satzung:
- Abwasserbeseitigung auf dem Gebiet der Stadt Köln,
- Annahme und Mitbehandlung flüssiger und pumpfähiger biologischer Abfälle zur Ver-
wertung nach behördlichen Genehmigungen,
- Unterhaltung, Betrieb und Reinigung aller Straßenentwässerungsanlagen einschließ-
lich der Nebenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln,
- Sanierung und Neubau aller Stra ßenentwässerungsanlagen einschließlich der Si-
ckergruben auf dem Gebiet der Stadt Köln,
- Hochwasserschutz auf dem Gebiet der Stadt Köln,
- Gewässerunterhaltung einschließlich des Gewässerausbaus, des Ausgleichs der
Wasserführung und des Hochwasserschutzes bei dem auf den auf dem Gebiet der
Stadt Köln gelegenen sonstigen Gewässern.
Die StEB Köln kann weitere Tätigkeiten im unmittelbaren Zusammenhang mit den Auf-
gaben, zu denen die Stadt Köln gegenüber Dritten unmittelbar verpflichtet ist, als Erfül-
lungsgehilfe übernehmen.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Verwaltungsrat
143
Vorstand
Herr Otto Schaaf
Verwaltungsrat
Frau Denise Abé,
Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Thomas Kahlix, stellv. Mitglied
Frau Constanze Aengenvoort,
Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Jürgen Kircher,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020),
Mitglied ab 11.12.2020
Herr Dr. Rolf Albach, Mitglied Herr Andreas Köhler,
Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Wilfried Becker, stellv. Mitglied Frau Dr. Sabine Müller,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020)
Frau Andrea Blome, Vorsitzende Frau Erika Oedingen, Mitglied
Herr Gerhard Brust, Mitglied Frau Dagmar Paffen,
Mitglied (bis 10.12.2020)
Herr Dietmar Ciesla-Baier,
Mitglied (bis 10.12.2020),
stellv. Mitglied ab 11.12.2020
Herr Stephan Pohl,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020)
Herr Martin Erkelenz,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020),
Mitglied ab 11.12.2020
Herr Ralph Scherbaum,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020)
Frau Polina Frebel,
Mitglied (bis 10.12.2020)
Herr Tobias Scholz,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020
Frau Lisa Hanna Gerlach,
Mitglied (bis 10.12.2020)
Frau Elisabeth Lange,
Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Manfred Giesen,
stellv. Mitglied (ab 11.12.2020)
Frau Ira Sommer,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020)
Herr Dr. Walter Gutzeit,
Mitglied (bis 10.12.2020)
Frau Stefanie Ruffen,
stellv. Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Eric Haeming,
stellv. Mitglied (ab 11.12.2020)
Frau Sabine Ulke, Mitglied
Herr Peter Heumann,
Mitglied (bis 10.12.2020)
Herr Robert Schallehn,
Mitglied (ab 11.12.2020)
Frau Katja Hoyer, stellv. Mitglied Herr Karl-Heinz Walter,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020)
144
Verwaltungsrat
Herr Gerrit Krupp,
stellv. Mitglied (bis 10.12.2020)
Frau Ursula Schlömer,
Mitglied bis 10.12.2020),
stellv. Mitglied ab 11.12.2020
Herr Heinz Klein,
Mitglied (bis 10.12.2020)
Herr Felix Spehl,
stellv. Mitglied (ab 11.12.2020)
Frau Christiane Jäger,
Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Rafael Struwe,
stellv. Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Manuel Jeschka,
stellv. Mitglied (ab 11.12.2020)
Frau Karina Syndicus,
Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Peter Jüde,
stellv. Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Florian Weber,
stellv. Mitglied (ab 11.12.2020)
Herr Helmut Jung,
Mitglied (bis 10.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
aquabench GmbH, Hamburg 8,0 %
Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft gemeinnützige GmbH,
Essen 2,0 %
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Gewinnausschüttung 28.620,8
145
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 1.909.619,6 1.873.160,4 1.848.638,2
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.670,7 1.634,1 1.688,2
Sachanlagen 1.907.899,3 1.871.512,4 1.846.926,8
Finanzanlagen 49,6 14,0 23,2
Umlaufvermögen 3.950,5 7.074,8 5.491,0
Vorräte 1.071,5 1.131,0 1.099,9
Forderungen und sonst. VG 2.874,7 5.939,2 4.387,6
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 4,3 4,6 3,6
Rechnungsabgrenzungsposten 15,2 68,2 35,3
Summe Aktiva 1.913.585,3 1.880.303,5 1.854.164,5
Passiva
Eigenkapital 799.032,7 806.293,9 801.344,2
Gezeichnetes Kapital 500,0 500,0 500,0
Kapitalrücklage 710.841,4 708.603,8 706.368,9
Gewinnrücklage 66.792,5 69.390,8 68.569,3
Bilanzergebnis 20.898,8 27.799,3 25.906,0
Sonderposten 275.384,7 267.694,6 264.906,2
Rückstellungen 74.333,7 85.045,7 97.092,4
Verbindlichkeiten 762.019,9 719.335,9 689.341,6
Rechnungsabgrenzungsposten 2.814,3 1.933,4 1.480,1
Summe Passiva 1.913.585,2 1.880.303,4 1.854.164,6
146
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 211.485,8 213.147,5 216.979,5
Umsatzerlöse 208.425,5 209.825,2 212.986,4
Bestandsveränderungen 9,0 -20,4 2,0
andere aktivierte Eigenleistungen 3.051,4 3.342,8 3.991,1
Sonstige betriebliche Erträge 13.996,8 17.666,1 15.634,7
Betriebsleistung 225.482,6 230.813,6 232.614,3
Betriebsaufwand 185.705,2 188.869,8 196.739,6
Materialaufwand 46.991,5 44.788,7 45.571,0
Personalaufwand 50.526,5 53.294,4 60.200,3
Abschreibungen 76.358,2 77.570,7 77.367,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.828,9 13.036,0 13.600,4
Betriebsergebnis 39.777,5 41.943,8 35.874,7
Finanzergebnis -19.842,7 -15.858,8 -11.927,2
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24,3 52,7 222,8
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.867,0 15.911,5 12.150,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15,8 16,8 72,5
Sonstige Steuern 857,3 506,5 203,9
Jahresergebnis 19.061,8 25.561,7 23.671,2
Ausschüttung 20.558,9 18.300,5 28.620,8
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag aus dem VJ 23.074,2 20.898,9 27.799,3
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 1.837,1 2.237,6 2.234,9
Einstellungen in die Gewinnrücklagen 2.515,3 2.598,3 -821,5
Bilanzgewinn 20.898,8 27.799,3 25.906,0
147
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 99,8% 99,6% 99,7%
Abschreibungsquote 4,0% 4,2% 4,2%
Investitionen (T€) 53.254,3 43.915,5 53.891,2
Investitionsquote 2,8% 2,3% 2,9%
Eigenkapitalquote 41,8% 42,9% 43,2%
Pensionsverpflichtungen (T€) 47.201,7 52.950,7 60.343,3
Bankverbindlichkeiten (T€) 672.883,4 636.883,1 572.521,4
Veränderung Verschuldung (T€) -28.087,3 -42.684,0 -29.994,3
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 2,0% 2,2% 1,9%
Rohertrag (T€) 164.494,3 168.358,8 171.408,5
EBIT (T€) 39.777,5 41.943,8 35.874,7
EBITDA (T€) 116.135,7 119.694,5 113.242,7
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 622 628 637
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 81,2 84,9 94,5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die StEB Köln führen ihre Tätigkeiten in den Sparten Abwasserbeseitigung, Straßenent-
wässerung, Straßenentwässerung investiv, Sonstige Gewässer, Parkweiher, Konstrukti-
ver und Operativer Hochwasserschutz, Hochwasserschutzzentrale, Betriebsführung
Wasser- und Bodenverband Wahn (WBV Wahn) und Leistungen für Dritte aus.
Im Rahmen eines Strategiebildungsprozesses wurden unter Einbeziehung des Perspek-
tivkonzeptes 2025 die Strategiefelder
- Ökologie, Wasser und Klima
- Ökonomie
- Kunden
- Personal
148
Wirtschaftliche Lage
formuliert und in dem seit 2004 bestehenden Zielvereinbarungssystem operationalisiert.
Hiermit soll eine ausgewogene und komplette Umsetzung der strategischen Ziele sicher-
gestellt werden.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die konjunkturellen Veränderungen haben für die StEB Köln branchentypisch keinen we-
sentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Grundsätzlich führten die anhaltenden Be-
mühungen der Verbraucher, den Wasserverbrauch bei industriellen Verfahren sowie in
den privaten Haushalten zu senken, in den letzten Jahren zu einer tendenziell spürbaren
Reduzierung des Frischwasserverbrauchs, der die Grundlage für die Schmutzwasserge-
bühr bildet. Auch wenn aktuell eine Abnahme dieses Trends zu verzeichnen ist, führt al-
lein die sinkende Verbrauchsmenge bei einem hohen Anteil fixer Kapitalkosten und einem
geringen Anteil variabler Kosten an den Gesamtkosten zu einem Preisdruck auf die Ab-
wassergebühren, der jedoch durch die sinkenden Zinsaufwendungen für Fremdfinanzie-
rung aufgefangen werden konnte.
Geschäftsverlauf 2020
Es wurde ein Jahresüberschuss von 23,7 Mio. € (Vorjahr 25,6 Mio. €) gegenüber einem
Planergebnis von 20,3 Mio. € erzielt. In den Jahren 2005 bis 2020 ging der Frischwas-
serverbrauch in Köln um 6,1% zurück. Wäre der Frischwasserverbrauch nicht gesun-
ken, hätte der Schmutzwassergebührensatz 2020 1,38 €/m³ betragen. Der tatsächliche
Schmutzwassergebührensatz in Höhe von 1,54 €/m³ liegt höher. Diese Steigerung ist
allein auf die gesunkenen Frischwassermengen zurückzuführen.
Die Eigenkapitalquote wird stabil bei c a. 43% verharren. Die StEB Köln gehen aktuell
davon aus, dass das Planergebnis 2021 in Höhe von 21,8 Mio. € erreicht wird.
Im Jahre 2020 lag die Priorität weiterhin in der Bearbeitung der baulichen Sanierung der
Kölner Kanalnetze, in diversen Netzergänzung en für Erschließungsmaßnahmen und in
Erneuerungsmaßnahmen in den Kölner Kläranlagen. Betrieblich lag in 2020 ein beson-
derer Schwerpunkt in dem zum 1. Mai 2017 übernommenen Geschäftsfeld des Betriebes
und der baulichen Unterhaltung der 16 Weiher in den Kölner Parkanlagen.
Aufgrund der Corona-Pandemie kam es zu erheblichen organisatorischen Anpassungen
im Unternehmen. Das wirtschaftliche Ergebnis wurde durch vermehrte Absetzungen und
Stundungen bei den Abwassergebühren als auch kostenseitig aufgrund von adhoc ge-
stiegenen IT-Anforderungen und sonstigen betrieblichen Schutzmaßnahmen berührt.
149
Wirtschaftliche Lage
Chancen und Risiken
Die wesentlichen Risiken bestehen in folgenden Bereichen:
- Auswirkungen der Corona-Pandemie
Größtes Risiko stellt hierbei eine Infizierung von Mitarb eitenden dar. Diesem Risiko
begegnet StEB Köln durch die Gründung eines Krisenstabes, der insbesondere be-
stehende Pandemiepläne aktualisiert und angepasst hat.
- Informationssicherheit
Die Leitlinie zur Informationssicherheit und die darauf aufbauende Informationssicher-
heitsorganisation wurden auf die aktuellen unternehmerischen Entscheidungen und
Anforderungen aus dem modernisierten Standards zur Informationssicherheit ange-
passt.
- Sicherheit der Klärschlammentsorgung und Phosphorrecycling
Derzeit werden mehrere Standorte untersucht, die sich für die Errichtung einer Müll-
und Klärschlammverbrennungsanlage eignen. Da für eine Standortentscheidung die
Zustimmung sowohl der Kooperationspartner als auch die Ortspolitik des potentiellen
Standortes notwendig sind, muss die letztendliche Entscheidung auf den Jahresan-
fang 2021 verschoben werden.
150
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH
Anschrift Scheidtweilerstraße 39,
50933 Köln
Kontakt
Gründung 1974
Handelsregister HRB 6597, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 50,0%
Bundesstadt Bonn 20,39%
Stadt Brühl 3,29%
Stadt Bergisch Gladbach 3,29%
Kreisstadt Siegburg 2,63%
Stadt Bad Honnef 1,97%
Stadt Königswinter 2,63%
Stadt Wesseling 1,97%
Stadt Hürth 3,95%
Gemeinde Alfter 1,32%
Stadt Bornheim 1,97%
Stadt St. Augustin 2,63%
Rhein-Sieg-Kreis 1,32%
Rhein-Erft-Kreis 1,32%
Stadt Niederkassel 1,32%
Unternehmensgegenstand
Planung, Bau und Betrieb einer Stadtbahn im Ve rkehrsraum Köln/Bonn. Zur Planung
und Bauausführung innerhalb des jeweiligen Gemeindegebietes bedient sich die Gesell-
schaft der betroffenen Gemeinde; diese ist verpflichtet, die von der Gesellschaft festge-
legten allgemeinen Richtlinien zu beachten. Die Ges ellschaft ist berechtigt, alle Ge-
schäfte vorzunehmen, die dem Zweck des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar för-
derlich sind. Sie ist berechtigt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich
an solchen zu beteiligen oder Interessengemeinscha ften einzugehen. Sie wird den Be-
trieb der Stadtbahn, soweit das mit der Zweckbestimmung des Unternehmens vereinbar
151
Unternehmensgegenstand
und wirtschaftlich ist, auf einzelne Nahverkehrsbetriebe oder Regionalgesellschaften
übertragen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung/Liquidatoren
Aufsichtsrat (2010 aufgelöst)
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung/Liquidatoren
Herr Andre Seppelt Herr Jörn Schwarze
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
West-Rhein-Treuhand Zacharias & Demmer Part mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Verlustausgleich (Einzahlung Gesellschafternachschuss) 76,6
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis -195,2 -177,1 -153,3
Eigenkapital 0,0 0,0 0,0
Bilanzsumme 11.953,5 12.130,2 12.566,9
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 885,2 1.046,0 1.465,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 3 3
152
Wirtschaftlichen Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01. Januar 2008 in Liquidation. Die Aufgabe der
Liquidatoren ist es, die laufenden Geschäfte zu beenden und die Gesellschaft geordnet
abzuwickeln.
Geschäftsverlauf 2020
Im Jahr 2020 wurden noch geringe Umsatzerlöse aus der Abrechnung von Resthonora-
ren erzielt. Im Übrigen stehen sonstigen bet rieblichen Erträgen von 2 T€ Personalauf-
wendungen für die beiden Liquidatoren und den Prokuristen von 19 T€, sonstige betrieb-
liche Aufwendungen von 119 T€ (i.W. Versicherungs- und Geschäftsbesorgungsaufwen-
dungen) sowie Zinsaufwendungen von 17 T€ gegenüber. Danach ergibt sich ein Jahres-
fehlbetrag von 153 T€.
Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages und der in 2020 eingeforderten Nach-
schüsse der Gesellschafter wird zum 31.12.2020 ein Bilanzverlust von 11.912 T€ aus-
gewiesen. Dieser Verlust übersteigt das Eigenkapital um 11.134 T€, die als nicht durch
Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in der Bilanz ausgewiesen werden. Eine Insolvenz
liegt aber trotz der bilanziellen Überschuldung nicht vor, da entsprechende Rückgriffs-
möglichkeiten durch Freistellungserklärungen der KVB bzw. der HGK bestehen.
Chancen und Risiken
Finanziellen Risiken im Rahmen der Liquidation bestehen vor allem durch mögliche Zu-
schussrückforderungen aufgrund aktueller bzw. zukünftiger Prüfungen des Staatlichen
Rechnungsprüfungsamtes. Hierfür wu rden Rückstellungen in Höhe von 10.680 T€ ge-
bildet.
Der voraussichtliche Zeitpunkt der Löschung der Gesellschaft ist derzeit nicht vorherzu-
bestimmen. Er ist u.a. von der Abwicklung, Abrechnung und Prüfung aller Zuschuss-
maßnahmen durch die Bewilligungsbehör de und der abschließenden Übertragung der
Zuwendungsverhältnisse auf die Eigentümer der Anlagen abhängig.
153
Flughafen Köln/Bonn GmbH
Anschrift Heinrich-Steinmann-Str. 12
51147 Köln
Kontakt 02203 40-4001/02
www.koeln-bonn-airport.de
Gründung 1950
Handelsregister HRB 226, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 31,12%
Bundesrepublik Deutschland 30,94%
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mbH 30,94%
Stadtwerke Bonn GmbH 6,06%
Rhein-Sieg-Kreis 0,59%
Rheinisch-Bergischer Kreis 0,35%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind der Betrieb und der Ausbau d es Verkehrsflugha-
fens Köln/Bonn einschließlich der Versorgung Dritter mit elektrischer Energie auf dem
Gebiet des Flughafens sowie die Durchführung aller damit verbundenen Nebenge-
schäfte.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Johan Vanneste (Vorsitzender) Herr Torsten Schrank
Aufsichtsrat
Herr Friedrich Merz (Vorsitzender) Herr Arndt Klocke (ab 18.12.2020)
154
Frau Alexandra Cahn (1. Stellv. Vorsitzende,
ab 08.10.2020)
Frau Cornelia Krahforst
(bis 22.06.2020)
Herr Jochen Ott Herr Dr. Gerrit Krupp
Herr Reinhard Klingen
(3. Stellv. Vorsitzender, ab 10.06.2020)
Herr Hans-Dieter Metzen
(bis 22.06.2020)
Herr Nuretdin Aydin (bis 22.06.2020) Herr Dr. Patrick Opdenhövel
Herr Nils Berner (ab 22.06.2020) Herr Bernd Petelkau (bis 18.12.2020)
Herr Bernhard Braun (bis 22.06.2020) Herr Peter Rothhaar (vom 22.06.2020
bis 08.10.2020)
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert Herr Dr. Hendrik Schulte
Herr Wolfgang Fuchs Herr Sven Schwarzbach
Herr Hakan Gülcicek (ab 22.06.2020) Frau Kerstin Wambach
Frau Dr. Martina Hinricher
(3. stellv. Vorsitzende, bis 10.06.2020)
Frau Petra von Wick
Herr Ferat Kar (ab 22.06.2020) Frau Verena Wolf
(vom 22.06.2020 bis 08.10.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung eigener PCGK
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
AHS Köln Aviation Handling Services GmbH, Hamburg 49,0%
AHS Aviation Handling Services GmbH, Hamburg 10,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
155
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 732.366,1 732.288,0 713.103,2
Immaterielle Vermögensgegenstände 17.855,0 20.126,4 20.117,8
Sachanlagen 710.515,0 708.214,3 691.135,4
Finanzanlagen 3.996,1 3.947,3 1.850,0
Umlaufvermögen 52.438,6 50.708,3 42.725,0
Vorräte 2.100,1 1.914,0 1.571,1
Forderungen und sonst. Vermögens-
gegenstände 49.097,3 40.080,7 39.340,6
Wertpapiere 0,0 0,0 0
Liquide Mittel 1.241,2 8.713,5 1.813,3
Rechnungsabgrenzungsposten 519,7 1.215,8 1.367,7
Summe Aktiva 785.324,5 784.212,1 757.195,9
Passiva
Eigenkapital 278.901,0 259.590,1 228.490,2
Gezeichnetes Kapital 10.821,0 10.821,0 10.821,0
Kapitalrücklage 82.732,6 82,732,6 82.732,6
Gewinnrücklage 184.411,7 185.347,3 166.036,5
Jahresfehlbetrag/ -überschuss 935,6 -19.310,9 -31.099,9
Rückstellungen 66.327,3 80.405,8 823.200,5
Verbindlichkeiten 349.523,9 360.004,7 375.926,7
Rechnungsabgrenzungsposten 4.074,8 5.252,8 5.517,7
Passive latente Steuern 86.497,5 78.958,7 64.060,8
Summe Passiva 785.324,5 784.212,1 757.195,9
156
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 336.518,0 343.601,5 210.262,9
Umsatzerlöse 333.944,9 341.233,7 208.357,9
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0
andere aktivierte Eigenleistungen 2.573,1 2.367,8 1.905,0
Sonstige betriebliche Erträge 9.915,4 4.193,7 16.833,3
Betriebsleistung 346.433,4 347.795,2 227.096,2
Betriebsaufwand 334.824,3 354.324,3 261.546,7
Materialaufwand 134.106,1 126.802,2 90.073,7
Personalaufwand 129.557,5 145.496,2 111.106,1
Abschreibungen 36.564,0 47.505,1 40.554,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 34.596,7 34.520,8 19.812,5
Betriebsergebnis 11.609,1 -6.529,2 -34.450,50
Finanzergebnis -7.240,1 -6.847,1 -9.229,0
Erträge aus Beteiligungen 90.7 161,8 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 6,8 5,5 13,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 5,1 10,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 2.547,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.337,6 7.019,4 6.705,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 233,6 -6.616,8 -15.524,7
Sonstige Steuern 3.199,7 12.551,4 2.945,1
Jahresfehlbetrag / -überschuss 935,6 -19.310,9 -31.099,9
Einstellung in / Entnahme aus Gewinnrückla-
gen -935,6 19.310,9 31.099,9
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 93,3% 93,4% 94,2%
Abschreibungsquote 5,0% 6,5% 6,1%
Investitionen (T€) 91.317,8 53.913,8 26.583,5
Investitionsquote 12,5% 7,4% 3,7%
Eigenkapitalquote 35,5% 33,1% 30,2%
Bankverbindlichkeiten (T€) 254.004,4 258.644,2 293.898,9
157
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Veränderung Verschuldung (T€) 55.279,4 10.480,8 15.922,7
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 1,1% -1,6% -3,2%
Rohertrag (T€) 98.481,6 132.259,7 120.189,2
EBIT (T€) 11.706,6 -6.361,9 -36.974,3
EBITDA (T€) 48.270,6 41.143,2 6.127,2
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 1.838 1.838 1.717
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 70,5 79,2 64,7
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Der Flughafen Köln/Bonn setzt in einer von Unsicherheit geprägten Situation auf folgende
strategische Ziele:
- Bindung der Bestandskunden: Köln/Bonn war für Eurowings vor der Krise eine von
vier „core bases“, an denen die Direktverkehre gebündelt und die Marktanteile vertei-
digt wurden. Diese Position soll u.a. durch das neue Key -Account-Management und
passende Gebührenmodelle gehalten werden. Das vom Flughafen entwickelte Ra-
battprogramm (Wachstum und Volumen) soll Anreize zur Rückkehr des Verkehrs
schaffen und weiteres Wachstum sichern. Das Low -Cost Segment soll in CGN wei-
terhin eine tragende Rolle spielen und gut 30% des Verkehrs abbilden - eine wesent-
liche Rolle spielen dabei Ryanair und Wizz Air. Das Portfolio soll auch künftig durch
weitere Low-Cost-Carrier wie Pegasus Airlines (Türkei), Pobeda (Russland), Blue Air
(Rumänien) und Ai r Arabia (Marokko) ergänzt werden, die vor allem stark im ethni-
schen Verkehr vertreten sind.
- Die Bedeutung des touristischen Geschäfts wächst: Der Businessverkehr erzielt
schon seit Jahren keine signifikanten Wachstumsraten mehr, dies verstärkt sich durch
die Pandemie weiter. Seit 2019 ist der Ferienflieger Corendon ein neuer Player in
diesem Segment. Er hat auch in der Pandemie ein hohes Angebot in den Markt ge-
stellt und weiteres deutliches Wachstum geplant. Sun Express als zweiter zentraler
158
Wirtschaftliche Lage
Player fokussiert auf den türkischen Urlaubsmarkt und will diesen kontinuierlich aus-
bauen. Das Urlaubsportfolio soll durch weitere Touristik-Carrier (TUIfly, Freebird, Ho-
liday Europe, Onur Air) sowie das Ferien-Angebot der Low-Cost-Carrier flankiert wer-
den.
- Der Ausbau der Hub -Verbindungen der Netzwerk -Carrier (Lufthansa, Austrian Airli-
nes, Turkish Airlines) ist der dritte Strategiebaustein. Ziel ist es - nach dem Wiederan-
laufen des Verkehrs - durch eine engere Taktung und optimierte Zeiten die Konnekti-
vität für Weiterflüge innerhalb Europas zu erhöhen. Die Anbindung an Langstrecken-
ziele rückt erst zeitverzögert wieder in den Fokus, da diese von der Pandemie am
stärksten betroffen sind.
- Strategisches Ziel im Frachtverkehr des Köln/Bonn Airport ist es, dass trotz begrenz-
ter Kapazitäten in der Nacht die Großkunden ihr geplantes Wachstum abbilden kön-
nen. Dies bedeutet u.a. einen bedarfsgerechten Ausbau der landseitigen Frachtum-
schlagskapazitäten, den Ausbau der Tagesfracht (u.a. durch Tagesfracht -Incentive)
und den Umstieg auf größeres, moderneres Fluggerät.
Geschäftsverlauf 2020
- Die Weltwirtschaft wurde durch den Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020
in eine tiefe Rezession gestürzt. In Deutschland fiel das Bruttoinlandsprodukts (BIP)
gegenüber dem Vorjahr um 5,0%. Stärker war die Wirtschaft nur während der globa-
len Finanzkrise 2009 geschrumpft, als das BIP um 5,7% sank. Die nationale Luftfahrt
sank aufgrund der Corona -Krise im Jahr 2020 (gemessen in Verkehrseinheiten) um
63,2 %, im Vorjahr war noch ein leichter Anstieg von 0,7% zu verzeichnen. Der Flug-
hafen Köln/Bonn erzielte beim Einbruch der Verkehrseinheiten im Jahr 2020 ein Minus
von 43,5 % und lag somit signifikant besser als der Branchendurchschnitt. Beim Ran-
king der absoluten Verkehrseinheiten liegt Köln/Bonn mit 11,5 Mio. in Deutschland in
diesem Jahr auf Platz vier hinter den Flughäfen Frankfurt, Leipzig/Halle und München.
Hier wirkt sich der Umstand aus, dass Köln/Bonn und Leipzig/Halle von dem starken
Frachtverkehr im Jahr 2020 profitiert haben. Im Jahr 2 020 sank das Passagierauf-
kommen im Zuge der Pandemie am Flughafen Köln/Bonn auf rund 3,1 Mio. Fluggäste.
Mit einem Rückgang um 75,1% im Vergleich zum Vorjahr lag Köln/Bonn nahezu
gleichauf mit dem Bundesdurchschnitt von -74,6% (auf 63 Mio. Passagiere).
159
Wirtschaftliche Lage
Chancen und Risiken und erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
- Die Flughafen Köln/Bonn GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem. Wesent-
liches Element dieses Risikomanagements ist eine Überwachung der Risiken der Ge-
sellschaft mittels einer Risi koinventur, bei der die Risiken gemäß ihrer Auswirkung
(T€) und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (%) gruppiert werden. Neben den Auswir-
kungen der Corona-Krise sind als wesentliche Risiken „Schnittstelle „Fracht“ Zugang
sensibler Teil Sicherheitsbereich“, „Insolvenz Airlines/Reiseveranstalter“ und mögli-
che „Gefahr von Terroranschlägen“ im Fokus, welche auf Grund ihrer Eintrittswahr-
scheinlichkeit und Auswirkungen auf den Flughafen Köln/Bonn von hoher Bedeutung
sind. Die Auswirkungen der andauernden Corona-Krise wird die Flughafen Köln/Bonn
GmbH auch im Jahr 2021 h eftig zu spüren bekommen. Der im Dezember 2020 f ür
das Jahr 2021 verabschiedete Wirtschaftsplan sah noch eine Verkehrsmenge von 6,1
Mio. Passagieren vor. Diese Prognose musste im Frühjahr 2021 auf 4,5 Mio. Passa-
giere reduziert werden.
- Dagegen konnte die u rsprünglich geplante Frachtmenge von 880.000 Tonnen auf
945.000 Tonnen angehoben werden. Insgesamt wird diese Verkehrsentwicklung zu
signifikanten Einnahmeverlusten gegenüber der ursprünglichen Wirtschaftsplanung
für 2021 führen. Im Ergebnis ist aus heutig er Sicht davon auszugehen, dass der ur-
sprüngliche Planverlust in Höhe von ca. 25.000 T€ nicht überschritten wird. Die FKB
geht aufgrund der bisherigen erfolgreichen Bewältigung der Corona-Krise davon aus,
dass auch im Jahr 2022 noch ein hoher einstelliger Mio.-Fehlbetrag zu erwarten ist.
Die Liquidität des Unternehmens ist ausreichend gesi chert. Die Gesellschafter der
Flughafen Köln/Bonn GmbH haben mit Beschluss vom 18. Dezember 2020 eine Ein-
zahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt 75.000 T€ beschlossen. Dar-
über hinaus wurden im Dezember 2020 Darlehensverträge in Höhe von insges amt
100.000 T€ mit fünf Hausbanken abgeschlossen, die unter dem NRW -Corona-Infra-
struktur Programm der NRW.BANK staatlich gefördert werden. Eine Bestandsgefähr-
dung aus heutiger Sicht ist auf Grundlage der Unternehmensplanung und bei Beibe-
haltung der Kreditlinien nicht zu erwarten, so dass die Annahme der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zugrunde gelegt
wurde. Der Flughafen Köln/Bonn verfügt über einen Public Corporate Governance
Kodex, dessen Regelungen zu einer besseren Steuerung und Kontrolle sowie Trans-
parenz des Unternehmens beitragen.
160
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln
Anschrift
Stadthaus Deutz/Willy-Brand-
Platz 2
50679 Köln
Kontakt 0221-221-0
Gründung 1998
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Der Zweck des Abfallwirtschaftsbetriebes der Stadt Köln ist die Gewährleistung der Ab-
fallbeseitigung, Straßenreinigung und Winterwartung nach Maßgabe der Abfallsatzung
und der Straßenreinigungssatzung der Stadt Köln. Ausgenommen sind abfallwirtschaft-
liche Grundsatzangelegenheiten, die der Beschlussfassung des Rates und seiner Aus-
schüsse zum Abfallwirtschaftskonzept unterliegen.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
Dr. Harald Rau (1. Betriebsleiter)
Dr. Thomas Kreitsch (Geschäftsführender Betriebsleiter)
Aufsichtsrat
Herr Rafael Christof Stuwe
(Ausschussvorsitzender bis 05.11.2020)
Frau Denise Abé
(Ausschussvorsitzende ab 06.11.2020)
Herr Wilfried Becker (bis 05.11.2020) Frau Marget Dresler-Graf (bis 05.11.2020)
Frau Katharina Welcker (bis 06.11.2020) Herr Stefan Götz (bis 05.11.2020)
Herr Efkan Kara (bis 06.11.2020) Herr Dr. Walter Gutzeit (bis 05.11.2020)
Herr Karl-Heinz Walter (bis 05.11.2020) Herr Gerhard Brust (bis 05.11.2020)
161
Aufsichtsrat
Frau Ursula Schlömer Frau Hamide Akbayir (bis 05.11.2020)
Frau Polina Frebel Herr Dr. Rolf Albach
Herr Robert Schallehn Herr Christian Achtelik (ab 06.11.2020)
Frau Christiane Martin (ab 06.11.2020) Frau Christiane Jäger (ab 06.11.2020)
Frau Constanze Aengenvoort
(ab 06.11.2020)
Frau Sarah Niknamtavin
(ab 06.11.2020)
Herr Florian Weber (ab 06.11.2020) Herr Felix Spehl (ab 06.11.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Dornbach GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Betriebsleistung 222.285 230.816 237.121
Jahresergebnis -2.569 -2.075 3.237
Eigenkapital 0 0 0
Bilanzsumme 13.205 14.851 12.310
Investitionen 0 0 0
Verbindlichkeiten 13.043 12.185 6.556
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit
Die Stadt Köln ist gemäß § 5 des Abfallgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen
(LAbfG NRW) als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (örE) dafür verantwortlich,
162
Wirtschaftliche Lage
die auf ihrem Gebiet anfallenden Abfälle zu entsorgen. Diese Aufgabe nimmt die eigen-
betriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln (AWB eE) wahr.
Die Stadt Köln hat gemäß § 1 des Straßenreinigungsgesetzes des Landes Nordrhein-
Westfalen (StrReinG NRW) die öffentlichen Straßen innerhalb geschlossener Ortsla-
gen zu reinigen. Diese Aufgabe nimmt die AWB eE ebenfalls wahr.
Die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) und die AVG Abfallverwertungs-
und Entsorgungsgesellschaft mbH (AVG) sind mit der operativen Aufgabenwahrneh-
mung beauftragt. Die AWB stellt die Abfallsammlung und den -transport (Müllabfuhr),
die Straßenreinigung und den Winterdienst sicher. Die AVG stellt die Abfallentsorgung
und -verwertung sicher, kompostiert und vergärt Bioabfälle, sortiert und verwertet Ge-
werbeabfälle und verbrennt anfallenden Restabfall. Bei der AWB eE verbleiben somit
diesbezüglich keine operativen Aufgaben. Die Stadt Köln behält ihre gesetzliche Ver-
antwortung als örE bei und bestimmt nach wie vor die Kölner Abfallpolitik (z. B. Abfall-
wirtschaftskonzept, Abfallsatzung, Abfallgebührensatzung, Straßenreinigungssatzung
inkl. Straßenreinigungsgebühren). Die AWB eE trägt Sorge für die ordnungsgemäße
Aufgabenerledigung durch Dritte. Entsprechende Kontrollrechte sind vertraglich gere-
gelt.
Geschäftsverlauf 2020
Coronabedingt ist es entgegen des Trends seit 2016 in 2020 insgesamt sowie auch pro
Kopf zu einem Anstieg beim Aufkommen der gemischten Siedlungsabfälle gekommen.
Dies ist maßgeblich auf mehr Restabfall und mehr Sperrmüll insgesamt zurückzufüh-
ren. Dabei ist in 2020 die Zahl der Einwohner*innen entgegen des bisherigen Trends
erstmalig leicht zurückgegangen. Die Corona-Pandemie hat 2020 zu Aussetzungen
von Abfallgebühren und zu Stundungen von Abfall- und Straßenreinigungsgebühren im
gewerblichen Bereich geführt. Im zweiten Halbjahr 2020 galt ein reduzierter Mehrwert-
steuersatz von 16 %. Dies wird für sich betrachtet zu Kostenüberdeckungen führen, die
vorrangig zum Verlustausgleich verwendet werden.
Der Jahresabschluss 2020 weist einen Jahresüberschuss von 3.237 T€ aus. Der Wirt-
schaftsplan 2020 hat dagegen einen Jahresüberschuss von 91 T€ prognostiziert. Das
Rohergebnis fällt mit 6.550 T€ (Vorjahr 3.038 T€) positiv aus. Die AWB eE. weist ein
Eigenkapital von 2.692 T€ aus. Zum Erhalt des Vermögens wurde gemäß § 10 der Ei-
genbetriebsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) eine Eigenka-
pitalzuführung mit Mitteln aus dem allgemeinen Haushalt der Stadt Köln vereinbart, die
am 12.12.2019 durch den Rat beschlossen wurde und in 2020 ausgezahlt wurde.
163
Wirtschaftliche Lage
Der Vergleichsvorschlag des OVG NRW hinsichtlich der nachsortierbedingten Mehrge-
bühren für die Jahre 2013 bis 2020 wurde angenommen. Die Gebührenerstattung be-
läuft sich auf rd. 3,0 Mio. €.
Chancen und Risiken
Risiken für das Wirtschaftsjahr 2020 liegen vor allem in der Mengenentwicklung im Be-
reich der Entleerungen und der Sammelmengen von Rest und Biomüll sowie in der
Neufassung der Leistungsaustauschbeziehungen mit den Dualen Systemen auf
Grundlage des ab 01.01.2019 geltenden Verpackungsgesetzes und in Systemausfäl-
len.
164
2. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
GAG Immobilien AG
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 1913
Handelsregister HRB 901, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Aktionäre Anteil
Stadt Köln 88,53%
Ernst-Cassel-Stiftung 5,16%
Einzelaktionäre 3,36%
Eigene Aktien 1,90%
Treuhandaktionäre 1,05%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der GAG Immobilien AG (GAG AG) ist die Versorgung breiter Schichten der
Bevölkerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Zur Erfül-
lung ihres Gegenstands kann die Gesellschaft Grundstücke erwerben, belasten, be-
bauen, verwalten und veräußern. Die Gesellschaft kann alle im Bereich der Wohnungs-
wirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen.
Hierzu gehören auch die Betreuung von Bauvorhaben, die Sanierung von Bauten, die
Betreuung von Sanierungsvorhaben sowie die Durchführung städtebaulicher Maßnah-
men im Zusammenhang mit der Erneuerung oder Entwicklung von Wohngebieten.
Die Gesellschaft kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Ge-
werbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen
bereitstellen.
Die Gesellschaft kann darüber hinaus im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio
GmbH insbesondere folgende Aufgaben übernehmen:
a) Erwerb, Errichtung, Verwaltung und Betrieb von technische n Anlagen und Geräten
sowie die Bereitstellung von Ausstattung und Einrichtungsgegenständen zur Versorgung
von Mietern mit Wärme und Energie.
b) Erbringung und Vermittlung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen, insbesondere
Energielieferung, Mieterstrom , Energieeffizienz Maßnahmen, Energiespeicherbewirt-
schaftung.
165
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Uwe Eichner (Vorsitzender, bis 31.12.2020) Frau Kathrin Möller
Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021)
Aufsichtsrat
Herr Jochen Ott
(1. Vorsitzender)
Frau Sabine Pakulat
(1. stellv. Vorsitzende)
Frau Martina Richter (2. stellv. Vorsitzende) Frau Dr. Eva Bürgermeister
Herr Michael Frenzel (bis zum 10.12.2020) Frau Ursula Gärtner
Herr Markus Greitemann Herr Niklas Kienitz
Herr Harald Knopp Frau Karina Köbnik
Herr Antonio Mossuto Herr Dr. Franz Georg Rips
Herr Andreas Schubring Herr Michael Weisenstein
Herr Thomas Welter Frau Marion Heuser
(seit dem 10.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/ Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Grund und Boden Köln, GmbH 62,0%
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH, Köln 100,0%
GAG Servicegesellschaft mbH, Köln 100,0%
GAG Projektentwicklung GmbH, Köln 90,0%
166
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Gewinnausschüttung (netto nach Abzug von Steuern) 6.145,7
Zuwendungen im Rahmen einer Betrauung 3.270,4
Gewährte Darlehen zum 31.12. 74.508,0
Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen zum 31.12. 0,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 283.337,1
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 1.917.815,0 1.998.204,2 2.104.625,4
Immaterielle Vermögensgegenstände 467,2 384,3 257,4
Sachanlagen 1.636.955,4 1.718.899,6 1.802.147,8
Finanzanlagen 280.392,4 278.920,3 302.220,2
Umlaufvermögen 111.294,8 137.002,0 133.115,8
Vorräte 49.970,5 53.696,2 47.526,3
Forderungen und sonst. VG 59.541,7 81.201,6 66.240,4
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 1.782,5 2.104,2 19.349,1
Rechnungsabgrenzungsposten 601,0 1.009,7 1.105,8
Summe Aktiva 2.029.710,8 2.136.215,9 2.238.847,0
Passiva
Eigenkapital 526.228,8 565.950,9 607.603,1
Gezeichnetes Kapital 16.240,1 16.210,2 16.179,3
Kapitalrücklage 154.200,3 154.230,2 154.255,2
Gewinnrücklage 335.266,9 370.752,2 410.742,9
Bilanzergebnis 20.521,5 24.758,4 26.425,7
Sonderposten 27.017,4 26.348,8 25.680,2
Rückstellungen 59.573,5 57.928,4 56.949,8
Verbindlichkeiten 1.405.095,0 1.466.318,4 1.518.333,8
Rechnungsabgrenzungsposten 11.796,0 19.669,4 30.280,0
Summe Passiva 2.029.710,8 2.136.215,9 2.238.847,0
167
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 216.240,6 231.394,3 233.519,7
Umsatzerlöse 217.119,8 227.569,8 239.676,6
Bestandsveränderungen -883,7 3.725,7 -6.169,9
andere aktivierte Eigenleistungen 4,6 98,8 13,0
Sonstige betriebliche Erträge 18.614,9 29.004,3 29.577,8
Betriebsleistung 234.855,5 260.398,6 263.097,4
Betriebsaufwand 185.492,6 200.800,8 199.445,5
Materialaufwand 84.760,6 96.107,0 91.562,1
Personalaufwand 31.931,7 33.197,7 45.730,9
Abschreibungen 11.079,1 11.445,9 43.739,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.521,1 5.457,8 18.413,4
Betriebsergebnis 38.936,0 41.912,2 63.652,0
Finanzergebnis -7.645,7 -5.669,1 -5.914,5
Erträge aus Beteiligungen
Erträge aus Gewinnabführung 14.139,8 17.686,9 18.074,6
Erträge aus anderen Finanzanlagen 2.955,8 1.312,0 1.266,6
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 821,3 710,7 204,5
Aufwendungen aus Verlustübernahmen 1.203,5 0,0 0,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.359,0 25.378,7 25.460,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.214,8 6.372,8 8.127,3
Sonstige Steuern -916,4 -291,8 -154,6
Jahresergebnis 39.418,9 47.847,8 49.764,7
Gewinnvortrag 602,6 410,5 6610
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 19.500,0 23.500,0 24.000,0
Bilanzgewinn 20.521,5 24.758,4 26.425,7
168
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 94,5% 93,5% 94,0%
Abschreibungsquote 2,4% 2,4% 2,4%
Investitionen (T€), (Zugänge SAV) 190.047 133.109 154.755
Investitionsquote 9,9% 6,7% 7,4%
Eigenkapitalquote 25,93% 26,49% 27,14%
Pensionsverpflichtungen (T€) 39.106,9 41.298,8 42.130,5
Bankverbindlichkeiten (T€) 1.126.155,1 1.104.574,3 1.080.735,9
Veränderung Verschuldung (T€) 98.898,2 62.282,3 52.602,0
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 3,1% 3,4% 3,4%
Rohertrag (T€) 131.479,9 135.287,3 141.957,6
EBIT (T€) 49.362,9 59.597,8 63.652,0
EBITDA (T€) 88.298,9 101.510,0 43.739,1
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 542 549 560
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 74,3 78,3 79,7
Wirtschaftlichen Lage
Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit
sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Die GAG ist schwerpunkt-
mäßig in den Geschäftsfeldern Immobilienbewirtschaftung, Neubau, Modernisierung/In-
standhaltung sowie Bauträgergeschäft tätig.
Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regio-
nen bleibt angespannt. Deutsche Großstädte verzeichnen einen weiterhin spürbaren Ein-
wohnerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung zurückzuführen ist. Durch die
stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den Uni-
versitätsstädten weiter. Aufgrund des Einwohnerzuwachses wird auch die Lage auf dem
169
Wirtschaftlichen Lage
Kölner Wohnungsmarkt weiter angespannt bleiben. Dies trifft insbesondere auf das Seg-
ment der preiswerten und öffentlich geförderten Wohnungen zu. Zentrale Problemfelder
bilden weiterhin die fehlende Verfügbarkeit von Bauland und hohe Bodenpreise.
Geschäftsverlauf 2020
Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresüberschuss von
49.765 T€ (Vorjahr: 47.848 T€) ab. Das EBITDA verbesserte sich um 6% auf 107.391
T€ (Vorjahr: 101.510 T€). Die Umsatzerlöse stiegen um 5% auf 239.677 T€ (Vorjahr:
227.570 T€). Die Umsätze resultieren im Wesentlichen aus der Hausbewirtschaftung
und dort vor allem aus der Vermietung. Die Umsatzerlöse aus Sollmieten lagen bei
142.051 T€ (Vorjahr: 137.528 T€). Diese Steigerung ergab sich aus dem Bezug von
Neubaumaßnahmen, den Anhebungen der Mieten aufgrund von Modernisierungsmaß-
nahmen sowie den Mietanpassungen im Wohnungsbestand an den Miet-spiegel sowie
Fluktuation. Hinzu kamen Umsatzerlöse aus Nebenkosten von 44.425 T€ (Vorjahr:
41.596 T€). Die Umsätze aus dem Verkauf von Grundstücken stiegen um 65% auf
11.398 T€ (Vorjahr: 6.926 T€). Es konnten 22 (Vorjahr: 16) erfolgswirksame Verkäufe
aus Bauträgermaßnahmen getätigt werden. Die Bilanzsumme stieg um 5% auf
2.238.847 T€ (Vorjahr: 2.136.216 T€). Der Wert des Anlagevermögens stieg um 5% auf
2.104.625 T€ (Vorjahr: 1.998.204 T€). Den Zugängen in Höhe von 154.755 T€ stan-
den insbesondere Abschreibungen in Höhe von 43.739 T€ und Buchwertabgänge in
Höhe von 4.595 T€ gegenüber. Die Zugänge resultierten im Wesentlichen aus Investiti-
onen für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Finanzinvestitionen bei
Tochtergesellschaften. Als Vermieter unterliegt der GAG-Konzern auch einem Mietaus-
fallrisiko. Hauptursache für rück-ständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die
Mieter sind wachsende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme in den
Stadtteilen, in denen der GAG-Konzern seine Wohnungen bewirtschaftet. Durch die
enge Betreuung der Mieter in den Kundencentern und durch die Abteilung Forderungs-
management wird gewährleistet, dass problematische Mietverhältnisse schneller er-
kannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Auswirkungen der
Corona-Pandemie auf die Ertragslage sind bisher überschaubar geblieben. Aus der
CO2-Bepreisung können sich Ergebnisbelastungen ergeben.
Chancen und Risiken und erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die größten Chancenpotenziale sieht der GAG-Konzern im Standortfaktor, in dem in 100
Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft sowie in den Kölner Ei nwohnern und
zukünftig vermehrt den Neu-Kölnern. Hier werden an dem hervorragenden Standort Köln,
der nach den gängigen Bevölkerungsprognosen langfristig stabile Nachfragepotenziale
170
Wirtschaftlichen Lage
bereithält, wohnungswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen ihre Abn ehmer fin-
den, wenn sie ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewogen sind.
Für 2021 sind ein Jahresüberschuss von 28.673 T€ und ein EBITDA von 93.344 T€ ge-
plant. Diese Ergebnisse basieren im Wese ntlichen auf einem Umsatz von 237.655 T€
und Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen von 99.363 T€ sowie auf
einem Personal-aufwand von 49.999 T€. Die Abschreibungen sind mit 45.722 T€ und das
Finanzergebnis mit -14.454 T€ geplant.
171
GAG Projektentwicklung GmbH
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 2000
Handelsregis-
ter
HRB 33693, Amtsgericht
Köln
Beteiligungsverhältnisse
Anteilseigner Anteil
GAG Immobilien AG, Köln 90,0%
Grund und Boden GmbH, Köln 10,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art,
die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchfüh-
rung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichtigung sozial
wichtiger Maßnahmen. Die Gesellschaft kann Immobilien erwerben, belasten, verwalten
und veräußern.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung
des genannten Gesellschaftszwecks notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich
zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unter-
nehmen, die ihren Zwecken dienlich oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen
Form beteiligen oder solche Unternehmen erwerben oder errichten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Uwe Eichner (Vorsitzender, bis 31.12.2020) Frau Kathrin Möller
Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021)
172
Aufsichtsrat
Kein Aufsichtsrat
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als
Konzernmutter.
Jahresabschlussprüfung
Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€)
Kommunalbesicherte besicherte Verbindlichkeiten (per 31.12) 22.976,8
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 10.691,7 7.870,3 8.917,3
Jahresergebnis -839,9 294,6 364,0
Eigenkapital 231,2 231,2 14.687,5
Bilanzsumme 57.603,6 58.749,9 64.612,0
Investitionen (Zugänge SAV) 2 6.076 8.710
Verbindlichkeiten 54.118,3 57.011,5 48.552,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit
Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art,
die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchfüh-
rung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichtigu ng sozial
wichtiger Maßnahmen. Die Geschäftstätigkeit in Bezug auf die Verwaltung eigener
Grundstücke ist durch den Ankauf eines Wohnungspaketes in Köln -Chorweiler in 2016
deutlich fokussiert worden. Hier erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen im allge mei-
nen wirtschaftlichen Interesse (DAWI), für die ein entsprechendes Vertragswerk mit der
173
Wirtschaftliche Lage
Stadt Köln abgeschlossen wurde. Diese besonderen Rahmenbedingungen der Bewirt-
schaftung werden die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestimmen. Seit Anfang 2019
wurde eine neue Modernisierungsstrategie für die Bestände der Gesellschaft in Köln -
Chorweiler beschlossen.
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnausgleich von
364 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss vor Gewinnausg leich von 295 T€) sowie mit einem
positivem EBITDA von 2.069 T€ (Vorjahr: positives EBITDA von 2.316 T€).
Die Umsatzerlöse stiegen um 12 % auf 8.989 T€ (Vorjahr: 8.011 T€). Der wesentliche
Grund für die gestiegenen Umsatzerlöse ist der höhere Betrauungsaktzuschuss in Höhe
von 1.626 T€ (Vorjahr: 754 T€). Der Betrauungsaktzuschuss wird in der Höhe erfolgs-
wirksam eingebucht, die erforderlich ist, um das Ergebnis aller dem Betrauungsakt zu-
rechenbarer Aufwendungen und Erträge auszugleichen. Der Differenzbetrag z um Zu-
schussbetrag der Stadt Köln in Höhe von 1.614 T€wurde mit dem übrigen sonstigen
Vermögensgegenstand verrechnet.
Im Geschäftsjahr befanden sich 433 Wohnungen (Vorjahr: 296 Wohnungen) in der Mo-
dernisierungsdurchführung. Das Investitionsvolumen betrug im Geschäftsjahr 8.347 T€
(Vorjahr: 5.997 T€) und der Aufwand aus Großmodernisierung betrug 636 T€ (Vorjahr:
468 T€).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf 1.063 T€ (Vorjahr: 3.232 T€). Dieser
Rückgang resultierte hauptsächlich aus gesunkenen Erträgen aus der Ausbuchung von
Verbindlichkeiten in Höhe. von 519 T€ (Vorjahr: 1.778 T€). Des Weiteren fielen im Ge-
schäftsjahr keine weiteren Erträge aus früheren Jahren an (Vorjahr: 730 T€).
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um 5.862 T€ auf 64.612
T€ (Vorjahr: 58.750 T€) erhöht. Der Wert stieg im Wesentlichen aufgrund der Eigenka-
pital-zuführung in die Kapitalrücklage (14.456 T€), denen gesunkene Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8.148 T€ (Vorjahr: 14.913 T€) ent-
gegenstehen.
Der Wert des Anlagevermögens stieg im Geschäftsjahr auf 60.806 T€ (Vorjahr: 53.300
T€). Den Investitionen von 8.710 T€ standen Abschreibungen von 1.204 T€ gegenüber.
Chancen und Risiken
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berück sichtigung des mit der GAG AG
abgeschlossenen Beherrschungs - und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
174
Wirtschaftliche Lage
Allerdings wird die Gesellschaft auch in den Folgejahren auf die Unterstüt zung durch
die GAG Immobilien AG angewiesen sein.
Die Gesellschaft erwartet für 2021 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von
640 T€ und es ist ein positives EBITDA von 1.182 T€ geplant. Diese Ergebnisse basie-
ren im Wesentlichen auf einem Umsatz von 10.638 T€ und Aufwendungen für bezogene
Lieferungen und Leistungen von 9.225 T€.
175
GAG Servicegesellschaft mbH
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 2002
Handelsregis-
ter
HRB 52209, Amtsgericht
Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GAG Immobilien AG, Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des U nternehmens ist es, unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer
und städtebaulicher Zielsetzungen, für die Gesellschaften des GAG -Konzerns oder be-
gleitend zu deren Hauptgeschäft auch für Mieter folgende Aufgaben zu übernehmen:
die Bewirtschaftung sowie die Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz und Immo-
bilienbeständen sowie die Vermittlung von Grundstücksankäufen, Grundstücksverkäu-
fen und von grundstücksgleichen Rechten jeder Art;
die Baubetreuung, die Errichtung und Veräußerung von Ein - und Mehrfamilienhäusern,
Eigentums-wohnungen, Mietwohngebäuden und gewerblichen Bauten sowie die Er-
schließung und Parzellierung von Grundstücken;
der Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und der Betrieb von technischen Anlagen und
Geräten sowie die Bereitstellung von Ausstattungen und Einrichtungsgegenständen zur
Versorgung von Mietern und Gesellschaften des GAG -Konzerns mit Wärme, Energie
und sonstigen Dienstleistungen;
die Erbringung von Hausmeister-, Wohnungsverwaltungs- und sonstigen Dienstleistun-
gen mit eigenem u nd fremdem Personal für Mieter und Gesellschaften des GAG -Kon-
zerns.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
176
Geschäftsführung
Herr Ingo Frömbling Herr Klaus Möhren
Aufsichtsrat
Kein Aufsichtsrat
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als
Konzernmutter.
Jahresabschlussprüfung
Domus AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€)
keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 38.132,0 43.062,6 42.681,4
Jahresergebnis 864,4 1.492,2 1.560,4
Eigenkapital 375,2 1.556,7 13.090,0
Bilanzsumme 14.724,8 26.479,2 26.270,9
Investitionen (Zugänge SAV) 4.259 7.940 2.432
Verbindlichkeiten 12.068,7 23.612,2 11.949,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 7,0 7,0 8,0
177
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit
Die wesentlichen Aufgaben des Unternehmens sind der Erwerb, die Errichtung, die Ver-
waltung und der Betrieb von technischen Anlagen und Geräten sowie die Bereitstellung
von Ausstattungen und Einrichtungsgegenständen zur Versorgung von Mietern und Ge-
sellschaften des GAG-Konzerns mit Wärme, Energie und sonstigen Dienstleistungen.
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von
1.560 T€ (Vorjahr: 1.492 T€) sowie mit einem EBITDA von 2.654 T€ (Vorjahr: 2.437 T€).
Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 42.686 T€ (Vorjahr: 43.069 T€). Sie resultieren
im Wesentlichen mit 25.070 T€ (Vorjahr: 25.048 T€) aus erbrachten Leistungen aus der
Immobilienverwaltung und Hausmeistertätigkeit (Betreuungstätigkeit). Im Geschäfts-
zweig der Gaslieferung wurden nach Abzug der Energiesteuer Umsätze in Höhe von
6.642 T€ (Vorjahr: 8.527 T€) erwirtschaftet.
Die Bilanzsumme sank gegenüber dem Vorjahr um 1% auf 26.271 T€ (Vorjahr: 26.479
T€). Die Verringerung der Bilanzsumme resultiert zum einen aus zum Stichtag rückgän-
gigen noch nicht abgerechnet en konzerninternen Dienstleistungen und zum anderen
aus höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen für den Ankauf von Photovolta-
ikanlagen, dem Bau von Heizkesseln und Blockheizkraftwerken.
Die Gesellschafterin GAG AG hat im Berichtsjahr 11.533 T€ in die Kapitalrücklage der
GAG SG eingezahlt.
Chancen und Risiken
Unter Berücksichtigung des mit der GAG Immobilien AG, Köln (GAG), abgeschlossenen
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die Finanz- und Vermögenslage als
geordnet zu bezeichnen. Darübe r hinaus ist die Zahlungsfähigkeit durch die konzern-
weite Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG ab-
geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen Ri-
siken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
Da die Gesellschaft den wesentlichen Teil der ihr entstehenden Aufwendungen im Rah-
men der Konzernumlage an Konzerngesellschaften weiterbelasten kann, ist für 2021 ein
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 752 T€ sowie ein EBITDA von 2.176 T€
geplant.
178
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 2014
Handelsregis-
ter
HRB 81216, Amtsgericht
Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GAG Immobilien AG, Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung
mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Der Zweck der Gesell-
schaft wird vorrangig erfüllt durch
den Erwerb, die Vermietung, die Verpachtung, die Verwertung und Verwaltung von ei-
genen und fremden Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und beweglichen Sa-
chen;
die Errichtung und Verwaltung von Baulichkeiten aller Art, ausgenommen sind Tätigkei-
ten oder Geschäfte, die in § 34c der Gewerbeordnung aufgeführt sind.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Uwe Eichner (Vorsitzender, bis 31.12.2020) Frau Kathrin Möller
Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021)
Aufsichtsrat
Kein Aufsichtsrat
179
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex
Anwendung des PCGK der Stadt Köln im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnab-
führungsvertrages mit der GAG als Konzernmutter.
Jahresabschlussprüfung
Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 13.244,4 13.954,5 14.198,1
Jahresergebnis -363,6 2.582,4 1.651,2
Eigenkapital 15.072,1 15.072,1 15.072,1
Bilanzsumme 149.210,3 151.910,4 152.661,3
Investitionen (Zugänge SAV) 4.247 5.402 5.100
Verbindlichkeiten 133.884,0 134.746,5 133.631,5
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung
mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Die MGAG ist schwer-
punktmäßig in den Geschäftsfeldern Immobilienbewirtschaftung, Neubau, sowie Moder-
nisierung/Instandhaltung tätig.
Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regio-
nen bleibt angespannt. Deutsche Großstädte ver zeichnen einen weiterhin spürbaren
Einwohnerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung zurückzuführen ist. Durch
die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den
Universitätsstädten weiter.
Aufgrund des Einwohnerzuwachses wird auch die Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt
weiter angespannt bleiben. Dies trifft insbesondere auf das Segment der preiswerten
180
Wirtschaftliche Lage
und öffentlich geförderten Wohnungen zu. Zentrale Problemfelder bilden weiterhin die
fehlende Verfügbarkeit von Bauland und hohe Bodenpreise.
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von
1.651 T€ (Vorjahr: 2.582 T€) sowie mit einem positiven EBITDA von 7.885 T€ (Vorjahr:
7.185 T€). Das Jahresergebnis ist durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von
1.532 T€ belastet.
Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 14.138 T€ (Vorjahr: 13.776 T€). Sie resu ltieren
aus der Bewirtschaftung von 1.943 freifinanzierten Wohnungen und 70 Gewerbe - und
sonstigen Einheiten. Von dem Wohnungsbestand waren am Bilanzstichtag 138 Woh-
nungen nicht belegt, davon zehn vermietungsbedingt. Die Mietausfälle durch Leerstand,
Preisnachlässe und wegen Modernisierungsmaßnahmen beliefen sich auf 669 T€.
Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 751 T€ auf 152.661 T€ (Vorjahr:
151.910 T€). Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf das um 853 T€hö-
here Anlagevermögen bzw. dessen Finanzierung zurückzuführen.
Unter Berücksichtigung des mit de r GAG Immobilien AG, Köln (GAG AG), abgeschlos-
senen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die Finanz- und Vermögens-
lage als geordnet zu bezeichnen. Darüber hinaus ist die Zahlungsfähigkeit durch die
konzernweite Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben.
Chancen und Risiken
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG AG
abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
Die Gesellschaft wird auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch die GAG AG
angewiesen sein.
Für 2021 ist ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 447 T€ sowie ein positives
EBITDA von 5.242 T€ geplant.
181
Grund und Boden GmbH
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 - 2011 - 0
www.gag-koeln.de
Gründung 05.02.1936
Handelsregister HRB 181, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
GAG Immobilien AG, Köln 62,0 %
Stadt Köln 38,0 %
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art,
die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchfüh-
rung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter Berücksichtigung sozial wichtiger Maß-
nahmen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur
Erreichung des genannten Gesellschaftszwecks notwendig und nützlich erscheinen. Sie
kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen
Unternehmen, die ihren Zwecken dienlich und förderlich sind, in jeder gesetzlich zuläs-
sigen Form beteiligen oder solche Unternehmen erwerben oder errichten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Uwe Eichner (Vorsitzender, bis 31.12.2020) Frau Kathrin Möller
Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021)
Aufsichtsrat
Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.
182
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als
Konzernmutter.
Jahresabschlussprüfung
Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/ Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH, Köln 25,0%
GAG Projektentwicklung GmbH, Köln 10,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€)
Gewinnausschüttung (netto, nach Abzug von Steuern) 3.243,3
(davon Garantieanteil (netto), nachrichtlich) 1.177,1
(davon Gewinnausschüttung (netto), nachrichtlich) 2.066,2
Gewährte Schuldendiensthilfen 80,7
Gewährte Darlehen zum 31.12. 31.213,7
Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen (per 31.12.) 0,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) (per 31.12). 140.809,6
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 139.061,3 143.170,3 145.511,3
Jahresergebnis * 17.106,1 17.170,8 18.962,2
Eigenkapital 139.367,4 139.367,4 139.367,4
Bilanzsumme 840.278,5 822.238,0 808.955,5
Investitionen (Zugänge SAV) 11.340 5.752 11.818
Verbindlichkeiten 689.144,5 669.586,7 656.511,8
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
* vor Ausgleichszahlung und Gewinnabführung
183
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit
Gegenstand des Unternehmens i st die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung
mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Die Grubo ist schwer-
punktmäßig in den Geschäftsfeldern Immobilienbewirtschaftung, Neubau, sowie Moder-
nisierung/Instandhaltung tätig. Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen
und wachstumsstarken Regionen bleibt angespannt. Deutsche Großstädte verzeichnen
einen weiterhin spürbaren Einwohnerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung
zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studiere ndenzahlen verschärft sich die
Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter.
Aufgrund des Einwohnerzuwachses wird auch die Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt
weiter angespannt bleiben. Dies trifft insbesondere auf das Segment der preiswerten
und öffentlich geförderten Wohnungen zu. Zentrale Problemfelder bilden weiterhin die
fehlende Verfügbarkeit von Bauland und hohe Bodenpreise.
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von
14.499 T€ (Vorjahr: 13.318 T€) sowie mit einem positiven EBITDA von 52.204 T€ (Vor-
jahr: 51.654 T€).
Chancen und Risiken
Als Vermieter unterliegt der GAG -Konzern auch einem Mietausfallrisiko. Hauptursache
für rück -ständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieter s ind wachsende
Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme. Durch die enge Betreuung der
Mieter in den Kundencentern und durch die Abteilung Forderungsmanagement wird ge-
währleistet, dass problematische Mietverhältnisse schneller erkannt und entsprechende
Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die größten Chancen sieht der GAG -Konzern im Standortfaktor sowie in dem in über
100 Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft und in den Kölner Einwohnern und
zukünftig noch stärker den Neu-Kölnern.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG ab-
geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages keine wesentlichen Ri-
siken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
Für 2021 sind ein Jahresüberschuss v or Gewinnabführung von 9.525 T€ sowie ein E-
BITDA von 43.499 T€ geplant. Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf einem
Umsatz von 144.767 T€ und Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
von 94.642 T€.
184
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH
Anschrift Brückenstraße 17,
50667 Köln
Kontakt 0221 2059401
www.modernestadt.de
Gründung 1971
Handelsregister HRB 4934, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
moderne stadt GmbH 41,0%
Grund und Boden GmbH 25,0%
Stadtwerke Köln GmbH 25,0%
Sparkasse KölnBonn 9,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist es, insbesondere im Bereich der Stadt Köln
im eigenen Namen für eigene oder fremde Rechnung Grundstücke und grundstücksglei-
che Rechte zu erwerben, zu bebauen und zu verwerten sowie alle Aufgaben der Stadt-
entwicklung, der Baubetreuung sowie der Projektentwicklung und -steuerung zu über-
nehmen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Tochtergesellschaften mit ähnlicher
Zweckbestimmung zu gründen und sich an anderen Unternehmen zu beteiligen, deren
Gegenstand und Zweck mit dem der Gesellschaft in wirtschaftlichem Zusammenhang
stehen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig Herr Thomas Scheitza
185
Aufsichtsrat
Herr Uwe Eichner (vorsitzender, bis
22.12.2020)
Herr Rainer Virnich (Vorsitzender, ab
22.12.2020)
Herr Dr. Dieter Steinkamp Frau Stefanie Haaks
Frau Kathrin Möller Frau Monika Roß-Belkner
Herr Martin Börschel (ab 22.12.2020) Herr Rafael Struwe (bis 22.12.2020)
Frau Dr. Eva Bürgermeister (bis 22.12.2020) Herr Ulrich Voigt (bis 22.12.2020)
Herr Guido Dörrenberg (bis 22.12.2020) Herr Markus Greitemann (bis
22.12.2020)
Herr Ingo Frömbling (ab 22.12.2020) Frau Christiane Martin (ab 22.12.2020)
Herr Klaus Möhren (ab 22.12.2020) Frau Viola Recktenwald (ab 22.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Bacher & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Gewinnausschüttung
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis -150,2 -143,3 -136,6
Eigenkapital 3.260,2 3.116,6 2.980,3
Bilanzsumme 3.340,4 3.281,2 3.018,9
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 30,0 75,1 5,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0
186
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019
in der Fortführung der Gesellschaft unter Kostenoptimierungsgrundsätzen. Die Akquisi-
tionsbemühungen des Geschäftsjahres 2020 zum Erwerb bebauungsfähiger Grundstü-
cke führten zum Abschluss einer Machbarkeitsstudie für ein Gewerbegrundstück am
Butzweilerhof in Köln -Ossendorf. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wird die Ent-
scheidung zum Erwerb des Grundstücks wesentlich beeinflussen. Das negative Jahres-
ergebnis 2020 der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus angefallenen persönli-
chen und sächlichen Verwaltungskosten. Ohne Anschlussprojekte wird auch für das Ge-
schäftsjahr 2021 ein negatives Ergebnis in Höhe der Verwaltungskosten erwartet.
Die Gesellschaft hat Anfang des Geschäftsjahres 2021 eine Machbarkeitsstudie zum
Ankauf und zur Entwicklung eines Gewe rbegrundstücks in Köln -Ossendorf beauftragt.
Das Ergebnis dieser Studie soll bis Juni 2021 vorliegen und wird die Entscheidung zum
Erwerb des Grundstücks wesentlich beeinflussen. Sollte dieses Projekt mit dem Ziel ei-
nes zukünftigen gewinnbringenden Verkaufs umgesetzt werden, erhöht sich die jährliche
Vergütung gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag und führt kurz- bis mittelfristig zu höhe-
ren sächlichen Verwaltungskosten, die jedoch im Rahmen der Betriebsleistung den ak-
tivierungsfähigen Projektkosten zugerechnet werden können. Ob weitere laufende Ak-
quisitionsbemühungen zum Erwerb bebauungsfähiger Grundstücke führen werden,
bleibt abzuwarten. Bis dahin soll der Geschäftsbetrieb unter Kostenoptimierungsgrund-
sätzen fortgeführt werden.
Chancen und Risiken
Das implemen tierte Risikomanagementsystem berücksichtigt das wirtschaftliche und
rechtliche Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risiken der jeweiligen
Leistungsbereiche. Insbesondere bei teilweise auf Vorrat errichteten Bauträgermaßnah-
men wird den Analysen zum Projektstandort, den Kosten- und Erfolgsannahmen sowie
den einzusetzenden Finanzierungsmitteln erhebliche Bedeutung beigemessen. Bei der
Auswahl der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird auf erfahrene und
leistungsfähige Vertragspartner zurückgegriffen. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein
negatives Jahresergebnis erwartet, das im Wesentlichen aus den anfallenden persönli-
chen und sächlichen Verwaltungskosten resultiert. Ohne Anschlussprojekte ist auch für
die Folgeperioden mit negativ en Jahresergebnissen zu rechnen, deren Höhe von den
anfallenden persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten bestimmt wird. Die künftige
Entwicklung der Gesellschaft wird sich auch an der weiteren Zusammensetzung des
Gesellschafterkreises orientieren.
187
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft
Anschrift Kölnstr. 16
50354 Hürth
Kontakt 02233 / 7195 -0
www.gwg-rhein-erft.de
Gründung 1940
Handelsregister HRB 43262, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Wesseling GmbH 25,30%
Zweckverband für die Kreissparkasse Köln 19,99%
Stadtwerke Hürth AöR 16,68%
Stadt Frechen 16,54%
Kreissparkasse Köln 10,00%
Stadt Pulheim 6,03%
Stadt Köln 5,46%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist vorrangig e ine sichere und sozial verantwortbare
Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung (gemeinnütziger Zweck).
Die Gesellschaft errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in allen Rechts -
und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen.
Sie kann außerdem alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der
Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen, Grundstücke erwerben, belasten und
veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben. Sie kann Gemeinschaftsanlagen und Fol ge-
einrichtungen, Läden und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrich-
tungen und Dienstleistungen bereitstellen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweignieder-
lassungen zu errichten, andere Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu be-
teiligen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
188
Geschäftsführung
Herr Achim Leirich
Aufsichtsrat
Herr Bruno Wendeler (Vorsitzender) Herr Erwin Esser (stv. Vorsitzender)
Frau Martina Engels-Bremer Herr Dirk Breuer
Frau Susanne Stupp Frau Rita Markus-Schmitz
Herr Frank Keppeler Herr Jochen Ott
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Orientierung an Beteiligungsrichtlinie der Stadt Hürth
Jahresabschlussprüfung
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungs-/ Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€)
Gewinnausschüttung (netto, nach Abzug von Steuern) 172,2
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 21.957,1 23.093,5 24.338,3
Jahresergebnis 3.580,7 3.194,8 1.182,0
Eigenkapital 54.145,5 57.340,3 54.775,0
Bilanzsumme 164.576,9 185.289,6 216.621,8
Investitionen 18.478,0 24.266,0 26.692,0
Verbindlichkeiten 105.613,6 122.489,3 155.119,5
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 72,9 81,9 76,3
Wirtschaftliche Lage
Rahmenbedingungen
Zweck der Gesellschaft ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungs-
versorgung der breiten Schichten der Bevölkerung in den Städ ten Hürth, Frechen, Pul-
heim, Wesseling und im Kölner Süden.
189
Wirtschaftliche Lage
Regionaler Wohnungsmarkt
Die Auswirkungen auf die Leerstandszahlen und Erlösausfälle waren bezogen auf die
Gesamtbruttomieteinnahme nur marginal. Die GWG Rhein-Erft wird trotz der Pandemie
alle ih re begonnenen Planungen und Neubaumaßnahmen fortführen und umsetzen.
Weiterhin wird das Ziel verfolgt, einen hohen Anteil von öffentlich gefördertem Wohn-
raum bei den Maßnahmen mit umzusetzen.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2020 entwickelte sich sehr positiv und schließt mit einem Jahresüber-
schuss in Höhe von 1.182 T€ ab (Vorjahr 3.195 T€). Das gute Ergebnis, erwirtschaftet
von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wird überwiegend aus der Hausbewirtschaf-
tung getragen. Es liegt vor Steuern mit 4.259 T€ nochmals über dem sehr guten Ergebnis
des Jahres 2019 in Höhe von 4.158 T€. Die Anzahl der Leerstände aufgrund von Ver-
mietungsproblemen oder geringer Nachfrage belief sich auf 16 Wohnungen (Vorjahr 1).
Dies entspricht einer Quote von 0,52 % (Vorjahr 0,03 %).
Risiken und Chancen
Die weiterhin wirtschaftlich und strukturell positive Entwicklung der letzten Geschäfts-
jahre ist Basis und Voraussetzung, um zukünftig heute nicht bekannte Krisen zu bewäl-
tigen.
- Personal
Seit dem Ausbruch des Corona -Virus in 2020 i st die Anzahl der Mitarbeitenden so-
wohl im gewerblichen als auch im Angestelltensegment der GWG Rhein Erft kon-
stant. Freiwerdende und zur Nachbesetzung ausgeschriebene Positionen konnten
zeitgerecht mit adäquatem Personal besetzt werden. Die während der letzten andert-
halb Jahre gezeigten menschlichen Verhaltensweisen unserer Mitarbeiter*innen las-
sen erkennen, dass auch in Ausnahmesituationen bedacht, angemessen, respektvoll
und immer unter dem Gesichtspunkt der Verbundenheit mit allen Menschen gehan-
delt und agiert worden ist.
- Mieteinnahmen
Die Mietausfälle und die Mietstundungen aufgrund von pandemiebezogenen Minder-
einnahmen bei unseren Mieter*innen haben bisher nicht si gnifikant Auswirkungen
gezeigt.
- Neubauten / Baukosten
Die aktuellen Bauvorhaben der GWG Rhein-Erft sind aufgrund der vertraglichen
Konstellationen zu fast 100 % kostensicher, das heißt, dass Aufträge erteilt worden
190
Wirtschaftliche Lage
sind und die Auftragnehmer in der Regel mit ihren Lieferanten Preissicherheit verein-
bart haben. Für zukünftige Bauvorhaben lässt sich zurzeit keine gesicherte Prognose
erstellen. Die Materialpreise, aber auch die Mineralölpreise haben deutlich angezo-
gen. Preissteigerungen jenseits der 100 % sind keine Seltenheit. In der Regel beträgt
der Materialanteil an Gebäuden rund 60 %.
- Wohnungsnachfrage / Leerstand
Die aktuellen und zukünftigen Bauvorhaben der GWG Rhein -Erft bewegen sich bei
den frei finanzierten überwiegend im mittleren Preissegment. Wie bei dem öffentlich
geförderten Wohnraum, der als preiswert zu bezeichnen ist, ist das Segment bei der
Nachfrage relativ stabil. Die GWG Rhein-Erft wird mit ihrer starken Substanz, beste-
hend aus soliden wirtschaftlichen Kennzahlen, einem ordentlichen Wohnungsbe-
stand und ihrem Personal angemessen und bestmöglich darauf reagieren.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität
Die GWG Rhein-Erft geht mit Stand heute daher davon aus, dass aufgrund der steigen-
den Anzahl von modernisierten Wohneinheiten, der hohen Neubautätigkeit und auch der
Anpassung der Grundmieten für das Geschäftsjahr 2021 ein Jahresüberschuss in Höhe
von 3.200 T€ erzielt werden wird.
191
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Anschrift Triangle, Ottoplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221 – 221 – 20100
www.stadt-koeln.de
Gründung 1997
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Zweck des Betriebes ist es, die Dienstleistungsbedarfe der Fachdienststellen im Bereich
der Bereitstellung, Verwaltung und Entwicklung der für die Verwaltung für ihre Dienst-
leistungen und Aufgaben benötigten Gebäude zu erfüllen. Dazu gehören die
- Bereitstellung der benötigten Immobilien
- Werterhaltende Objektverwaltung (insb. Bauunterhalt , Sanierung, Umbau, Ausbau
und Modernisierung, Jahresplanung, Einheitlicher Ansprechpartner)
- Erfüllung der Objektverantwortung (insb. Wahrnehmung der Eigentümerpflichten im
Interesse der auftraggebenden Fachdienststellen, Betreiberverantwortung, verant-
wortliche Baubetreuung)
- Objektservice, Unterstützung bei der Planung und Bauausführung.
-
Organe des Eigenbetriebs
Betriebsleitung
Betriebsausschuss der Gebäudewirtschaft
Betriebsleitung
Herr Markus Greitemann (1. Betriebsleiter) Herr Wolfgang Behrisch
Frau Petra Rinnenburger
Betriebsausschuss
Frau Stefanie Ruffen
(Ausschussvorsitzende)
Herr Gerhard Brust
192
Betriebsausschuss
Frau Bärbel Hölzing Frau Anna-Maria Henk-Hollstein
Herr Jürgen Kircher Frau Erika Oedingen
Frau Denise Abé Herr Ralf Klemm
Herr Heiner Kockerbeck Herr Robert Schallehn
Frau Claudia Brock-Storms Frau Monika Roß- Belkner
Herr Ralf Schmidt
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Eversheim Stuible Treuberater GmbH
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Ergebnisausgleich 2020 570,0
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 1.700.905,0 1.882.425,8 2.120.076,7
Immaterielle Vermögensgegenstände 390,3 394,4 431.7
Sachanlagen 1.659.503,1 1.840.853,5 2.078.383,6
Finanzanlagen 41.011,6 41.177,9 41.261,4
Umlaufvermögen 91.465,0 108.317,1 155.676,8
Vorräte 65.605,1 73.947,3 65.468,2
Forderungen und sonst. VG 25.067,1 27.757,8 64.758,1
Wertpapiere 0,0 0,0 0,0
Liquide Mittel 792,8 6.611,9 25.540,6
Rechnungsabgrenzungsposten 476,1 520,8 529,9
193
Summe Aktiva 1.792.846,1 1.991.263,6 2.276.283,4
Passiva
Eigenkapital 177.922,1 181.443,00 182.730,6
Stammkapital 1.000,0 1.000,0 1.000,0
Kapitalrücklage 110.316,9 111.265,3 112.552,9
Gewinnrücklage 66.605,1 66.605,1 69.177,7
Bilanzergebnis 0,0 2.572,6 0,0
d
Sonderposten für Investitionszuschüsse
zum Anlagevermögen 352.233,1 360.963,4 494.127,5
Rückstellungen 99.725,1 105.067,7 103.984,2
Verbindlichkeiten 1.162.449,8 1.343.308,0 1.495.005,6
Rechnungsabgrenzungsposten 515,9 481,5 435,4
Summe Passiva 1.792.846,1 1.991.263,6 2.276.283,4
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 334.260,8 332.822,1 335.873,8
Umsatzerlöse 335.780,7 320.237,5 341.377,4
Bestandsveränderungen -4.846,1 8.440,1 -8.424,1
andere aktivierte Eigenleistungen 3.326,2 4.144,5 2.920,5
Sonstige betriebliche Erträge 6.678,8 12.924,9 31.081,8
Betriebsleistung 340.939,6 345.747,0 366.955,6
Betriebsaufwand 319.025,3 317.314,2 341.160,0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 243.819,3 237.215,0 255.699,5
Personalaufwand 37.697,3 44.346,8 46.505,5
Abschreibungen 24.248,7 22.575,1 24.564,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.260,0 13.177,3 14.390,7
Betriebsergebnis 21.914,3 28.432,8 25.795,6
194
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Finanzergebnis -21.910,7 -25.859,3 -25.792,5
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 2.251,4 2.186,8 2.109,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 817,9 144,6 75,6
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.980,0 28.190,7 27.977,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,6 0,9 3,1
Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis 0,0 2.572,6 0,0
Gewinnvortrag 0,0 0,0 0,0
Bilanzgewinn 0,0 2.572,6 0,0
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 94,9% 94,5% 93,1%
Abschreibungsquote 1,5% 1,2% 1,6%
Investitionen (T€) 130.092,9 217.044,5 274.249,6
Investitionsquote 7,6% 11,5% 12,9%
Eigenkapitalquote 9,9% 9,1% 8,0%
Pensionsverpflichtungen (T€) 491,5 327,0 363,0
Bankverbindlichkeiten (T€) 1.007.866,0 1.130.188,6 1.319.329,7
Veränderung Verschuldung (T€) 62.089,4 180.858,2 151.697,6
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 1,4 1,4 1,2
Rohertrag (T€) 90.441,5 95.607,1 80.174,2
EBIT (T€) 24.165,8 30.619,6 2,5
EBITDA (T€) 48.414,5 53.194,7 32.841,9
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 615 663 708
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 61,3 66,9 65,7
195
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die für die Stadt Köln prognostizierte demographische Entwicklung und die hieraus ent-
wickelte Schulentwicklungsplanung sorgen perspektivisch für einen anhaltend hohen Be-
darf an zusätzlich zu schaffenden Schulplätzen. Ein Bedarf, der insbesondere durch die
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, dem zentralen innerstädtischen Immobiliendienstleis-
ter, möglichst kurzfristig zu decken ist. Darüber hinaus besteht u. a. das zwingende Er-
fordernis, vorhandene Schulplätze durch Generalinstandsetzungen oder Neubauten der
Gebäudewirtschaft zu sichern, Interimslösungen durch dauerhafte zu ersetzen und die
baulichen Voraussetzungen für ein erweitertes Ganztagsangebot zu schaffen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln (GW) bewegt sich vor diesem Hintergrund in ei-
nem vergleichsweise schwierigen gesamtwirtschaftlichen und betrieblichen Umfeld:
Überhitzter Bausektor: Der enge rechtliche Rahmen bei Einkaufsprozessen führt in der
aktuellen Marktsituation dazu, dass der Öffentliche Dienst kaum noch wirtschaftliche An-
gebote erhält.
Grundstücksknappheit: Flächenkonkurrenzen in einer wachsenden Metropole verursa-
chen langwierige politische und öffentliche Diskussionen zu allen Baugrundstücken.
Knappe Ressourcen / Immobilienstrategie: Zur Deckung des gesamtstädtischen Flä-
chenbedarfs erscheint es geboten, neben GU/TU-Vergaben über weitere alternative Re-
alisierungswege und Einkaufsstrategien insbesondere für Neubaumaßnahmen nachzu-
denken.
Geschäftsverlauf 2020
Priorisierende Schulbaumaßnahmenliste: Von den insgesamt 188 Schulbaumaßnahmen
befinden sich im September 2021 79 Projekte in Bearbeitung / Umsetzung.
Modulbauten: Durch den Rat der Stadt Köln wurde in 2019 ein drittes Containerpaket.
Die Gebäudewirtschaft hat sich allerdings dazu entschieden, diese Projekte sowie künf-
tige Ersatzbeschaffungen möglichst mittels Modulbauten zu realisieren. Derzeit befinden
sich nahezu sämtliche Maßnahmen der ersten Tranche in der Umsetzung. Die restlichen
Standorte, die zweite Tranche, soll nach einem entsprechenden Beschaffungsbeschluss
umgesetzt werden.
2. Maßnahmenpaket Schulen: Das Bauprogramm umfasst rd. 50 Neubau -, Erweite-
rungs- und/oder umfassende Sanierungsarbeiten an 20 Schulstandorten im ganzen
Stadtgebiet. Das Projektvolumen beläuft sich auf rd. 1,6 Mrd. € bis 1,7 Mrd. € Angestrebt
wird eine bauliche Umsetzung bis voraussichtlich Ende 2027.
196
Wirtschaftliche Lage
Strategisches Büroflächenmanagement
Das gemeinsam mit dem zentralen Raummanagement der Stadt verfolgte Projekt Stra-
tegisches Raumflächenmanagement“ hat das Ziel, eine effiziente Nutzung von B üroflä-
chen zu reduzierten Kosten und einer verminderten CO2_Emission zu erreichen.
Investorenverfahren / Umwidmung angemieteter Objekte.
Im Rahmen von Investorenverfahren werden Grundstückseigentümer*innen gesucht, die
auf eigenem Grundstück Schulen bzw. Sporthallen entrichten. Ein Verfahren (Gesamt-
schule Lindenthal) konnte abgeschlossen werden, andere sind noch in der Umsetzung
bzw. Vorbereitung. Dem Ziel der Schaffung von Schulplätzen dient auch die Anmietung
vorhandener Gebäude, die zu Schulen umgebaut werden.
Vermögens- Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme zum 31.12.2020 beläuft sich auf knapp 2,3 Mrd. €. Das Grundvermö-
gen macht hiervon rd.90,2 % aus. Die Eigenkapitalquote beträgt unter Einbeziehung des
Sonderpostens für Investitionszuschüsse 29,7 %.
Von den für 2020 geplanten Bauinvestitionen ( € 301,0 Mio.) konnten im Wirtschaftsjahr
Baumaßnahmen (incl. Beschaffung von Containern) in einem Umfang von € 271,5 Mio.
realisiert werden.
Dem positiven Ergebnis im Vermietungssegment (€ 4,98 Mio.) steht eine Unterdeckung
im Servicesegment (€ 4,41Mio.) gegenüber. Im Saldo ergibt sich aus der Segmentrech-
nung ein Ergebnisausgleich zugunsten der Kernverwaltung von € 0,57 Mio. Nach Ergeb-
nisausgleich verbleibt ein Jahresergebnis von € 0,0.
Risiken und Chancen
Auch für die Wirtschaftsjahre 2021 ff. wird von einer hohen Investitionstätigkeit und im
Vermietungssegment von einem stetig ansteigenden Umsatzwachstum ausgegangen.
Mit einem für 2021 geplanten Investitionsvolumen von € 400 Mio. ist allerdings auch eine
Grenze erreicht und ein weiteres Wachstum der eigenen Bautätigkeit nicht mehr zu er-
warten. Die Vielzahl der an stehenden Serviceprojekte wird auch im Servicesegment zu
nachhaltig steigenden Umsätzen führen.
Corona-Pandemie: Es ist gelungen, einen Großteil der Aufgaben vom Homeoffice aus
zu erledigen. Im Verlauf des Jahres 2021 waren Projekte mit einem Volumen von fast 75
% des Jahresbudgets durch Corona bedingte Effekte beeinträchtigt. Dies führt zu deutli-
chen Abschlägen auf den Forecast 2021 und hat auch Auswirkungen auf den Planwert
für 2022.
Personalwirtschaftliche Problemlage: Von elementarer Bedeutung für die Fähigkeit der
Gebäudewirtschaft, eigenen und fremden Anforderungen zu entsprechen, sind nach wie
vor die Schwierigkeiten / Erfolge bei der Personal-gewinnung /-erhaltung: Hier zeigt sich
insbesondere der Markt für erfahrene Projektleitungen und Führungskrä fte als nahezu
197
Wirtschaftliche Lage
erschöpft. Mit Sachstand August 2021 sind 88 vollzeitverrechnete Stellen, überwiegend
in den technischen Bereichen, vakant.
Abbau des Instandhaltungsstaus : Der Abbau des Instandhaltungsstaus gehört
unverändert zu den zentralen Zielsetzungen der Gebäudewirtschaft. Trotz der anhaltend
schwierigen Haushaltslage sind daher mehr als die üblichen Ressourcen notwendig, um
nachhaltige Effekte erzielen zu können.
Betreiberverantwortung Museen / Kulturbauaufgabe: Die um diverse Museen erweiterte
Zuständigkeit der Gebäudewirtschaft umfasst auch die Betreiber -verantwortung. Im Er-
gebnis einer Bestandsaufnahme wurde ein hoher Neubau-Instandsetzungs- und Moder-
nisierungsbedarf identifiziert. Die anstehenden Aufgaben werden nicht nur eine Aufsto-
ckung der Personalkapazitäten erfordern, sondern perspektivisch erhebliche finanzielle
Auswirkungen haben.
198
3. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH
Anschrift Schanzenstraße 36
51063 Köln
Kontakt 0221 - 6110748
www.mediengruenderzentrum.de
Gründung 2006
Handelsregister HRB 55468, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Film- und Medien Stiftung NRW GmbH 50,0%
Stadt Köln 50,0%
Unternehmensgegenstand
Zur Förderung des Medienstandortes Nordrhein-Westfalen bietet die Gesellschaft Unter-
nehmensgründer*innen und jungen Unternehmen preisgünstige und anforderungsge-
rechte Betriebsräume, Service-Einrichtungen und ein Zentrums-Management an. Im Mit-
telpunkt der Förderung stehen insbesondere die Absolventen der Medienhochschulen.
Die Leistungen des Zentrums -Managements liegen in erster Linie in einer betriebswirt-
schaftlichen Beratung der im Zentrum ansässigen Unternehmen, sowie in der Vermitt-
lung von Kontakten zu anderen Unternehmen und Institutionen der Medienbranche. Der
gemeinsame Standort soll weiterhin Absatzchancen erschließen und verbessern sowie
wirtschaftliche Kontakte innerhalb des Zentrums fördern.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Joachim Ortmanns
Aufsichtsrat
Kein Aufsichtsrat
199
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
WWS - Wirtz, Walter, Schmitz GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebskostenzuschuss 200,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 418,4 585,8 772,5
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0
Eigenkapital 36,5 36,5 36,5
Bilanzsumme 191,6 193,5 325,6
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 7,7 27,9 22,7
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2 3 4
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Das Mediengründerzentrum NRW hat sein Förderprogramm im Jahr 2020 insge samt
erfolgreich fortgeführt. Die Einführung der neuen Programmteile „MGZintro“ – für Grün-
dungsinteressierte – und „MGZplus“ ‐ für Alumni – wurden weiter verfolgt. Allerdings
wurde das gesamte Programmangebot des Mediengründerzentrums durch die Corona ‐
Pandemie beeinträchtigt. Insbesondere k onnte der Programmausbau in den Erweite-
rungsteilen (MGZintro und MGZplus) nicht im geplant en Umfang umgesetzt werden.
Wirtschaftlich war der Geschäftsverlauf durch die Einhaltung der finanziellen Zusagen
der betriebsmittelgebenden Gesellschafter (film‐ und Medienstiftung NRW GmbH, Stadt
Köln) und der projektmittelgebenden Förderung durch das Land NRW gesichert. Wegen
der pandemiebedingten Einschränkungen im Programmausbau und der Nichtbesetzung
einer Personal ‐Stelle wurden nicht verausgabte Mittel dem Ergebnis zugeführt und in
eine Rücklage gestellt.
200
Wirtschaftliche Lage
Chancen und Risiken
Die Chancen der Einrichtung liegen in ihrem besonderen Charakter, da es nach wie vor
keine vergleichbare Institution in Deutschland gibt. Risiken bestehen in der jeweiligen
Begrenzung der Finanzierungszusagen der beteiligten Gesellschafter.
201
Koelnmesse GmbH
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221- 821 - 0
www.koelnmesse.de
Gründung 1922
Handelsregister HRB 952, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 79,075%
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen 20,000%
Industrie- und Handelskammer zu Köln 0,725%
Handelsverband Nordrhein-Westfalen Aachen-Düren-Köln e.V. 0,075%
Handwerkskammer zu Köln 0,050%
WIGADI Rheinland e.V. 0,075%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung und Organisation von Messen und
Ausstellungen und anderer Veranstaltungen zur Förderung von Industrie, Handel u nd
Handwerk im In- und Ausland.
Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört die Erledigung aller mit dem Gegenstand des
Unternehmens zusammenhängenden und seinen Belangen dienenden Geschäften, vor-
nehmlich auch die Unterhaltung von Messe - und Ausstellungshallen mit den zugehöri-
gen Anlagen und Einrichtungen sowie die Erweiterung und der Neubau solcher Gebäude
und deren Einrichtungen.
Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen.
Sie kann sich an Unternehmen, die ihren Zwecken nützlich sind, beteiligen oder solche
Unternehmen erwerben oder errichten.
Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft eine Stiftung mit dem Ziel der Förderung von
Wissenschaft und Forschung des Messewesens, der Messewirtschaft und der Distribu-
tionsforschung sowie der Förderung von Universitätseinrichtungen im Bereich Mes-
sen/Messewirtschaft und Distributionsforschung einschließlich der Vergabe von Stipen-
dien für Studenten und die Auszeichnung von wissenschaftlichen Arbeiten.
202
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Gerald Böse (Vorsitzender) Herr Oliver Frese
Herr Herbert Marner
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Frau Derya Karadag (ab 10.12.2020)
Herr Manfred Richter (1. stellv. Vorsitzender) Herr Axel Kaske (bis 10.12.2020)
Herr Alexander Stary (2. stellv. Vorsitzender) Herr Niklas Kienitz (bis 10.12.2020)
Herr Hans-Werner Bartsch
(bis 10.12.2020)
Frau Dr. Barbara Lübbecke
(bis 10.12.2020)
Frau Eva Bruch (ab 10.12.2020) Frau Corinna Mülstegen
Frau Brigitta von Bülow Herr Dr. Patrick Opdenhövel
Frau Teresa De Bellis-Olinger
(ab 10.12.2020)
Frau Petra Opgenoorth
Frau Pia D´Hondt Herr Bernd Petelkau
Herr Olivier Fuchs (ab 10.12.2020) Herr Ulf C. Reichardt
Herr Volker Görzel Herr Ingo Riedeberger
Frau Dr. Nicole Grünewald (ab 04.06.2020) Herr Matthias Schlüter
Herr Dr. Michael Henze Herr Fabian Ströter
Herr Christian Joisten Herr Torsten Weil
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung eigener PCGK
Jahresabschlussprüfung
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Koelncongress GmbH 100,0%
203
Unternehmensbeteiligungen
Koelnmesse Inc., Chicago, USA 100,0%
KoelnMesse S.r.l., Mailand, Italien 100,0%
Koelnmesse Pte Ltd., Singapur 100,0%
Koelnmesse Ltd., Hongkong 100,0%
Koelnmesse Co. Ltd. Peking, China 100,0%
Koelnmesse Co. Ltd., Tokio, Japan 100,0%
Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda. 100,0%
Koelnmesse SAS, Bogotá 100,0%
Koelnmesse YA Tradefair Pte. Ltd., Mumbai 75,0%
Koeln Parma Exhibitions S.r.l. 50,0%
Expolink Global Network Ltd., Bangkok 49,17%
KölnKongress Gastronomie GmbH 49,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) 120.000,0
204
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 196.948,8 242.496,9 325.779,6
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.608,8 4.298,6 1.724,6
Sachanlagen 177.381,6 221.394,8 308.457,4
Finanzanlagen 12.958,5 16.803,4 15.597,6
Umlaufvermögen 121.364,0 110.822,2 26.780,6
Vorräte 255,5 174,6 164,8
Forderungen und sonst. VG 28.955,1 33.097,0 16.255,6
Wertpapiere 23.617,5 9.924,8 0,0
Liquide Mittel 68.536,0 67.625,7 10.360,2
Rechnungsabgrenzungsposten 159,6 361,0 666,4
Summe Aktiva 318.472,5 353.680,0 353.226,6
Passiva
Eigenkapital 207.394,0 246.167,2 147.559,5
Gezeichnetes Kapital 51.200,0 51.200,0 51.200,0
Kapitalrücklage 42.038,2 42.038,2 42.038,2
Gewinnrücklage 67.310,1 67.310,1 54.321,3
Bilanzergebnis 46.845,7 85.618,9 0,0
Rückstellungen 33.708,3 49.870,8 64.646,5
Verbindlichkeiten 75.499,0 56.060,8 139.006,9
Rechnungsabgrenzungsposten 1.871,2 1.581,2 2.013,7
Summe Passiva 318.472,5 353.680,0 353.226,6
205
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 284.420,6 350.098,3 75.421,8
Umsatzerlöse 284.420,6 350.098,3 85.313,5
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 42.969,7 4.133,7 9.891,7
Betriebsleistung 327.390,3 354.232,1 85.313,5
Betriebsaufwand 282.012,1 326.543,8 181.043,1
Materialaufwand 185.939,0 217.838,6 93.177,7
Personalaufwand 47.734,8 52.848,3 43.626,0
Abschreibungen 18.912,8 19.754,9 19.018,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.425,5 36.102,0 25.220,9
Betriebsergebnis 45.378,2 27.688,3 -95.729,6
Finanzergebnis 7.654,1 25.782,3 -2.646,6
Erträge aus Beteiligungen 0,0 19.539,2 7.100,0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 9.275,9 10.196,6 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 60,3 59,0 56,3
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 439,6 221,7 50,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.192,4 3.540,1 4.375,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 929,3 694,1 983,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.997,8 13.339,5 -1.039,5
Sonstige Steuern 1.188,8 1.357,8 1.270,9
Jahresergebnis 46.845,7 38.773,2 -98.607,7
Gewinnvortrag 0,0 46.845,7 85.618,9
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,0 0,0 -12.988,8
Bilanzgewinn 46.845,7 85.618,9 0,0
206
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 61,8% 68,6% 92,2%
Abschreibungsquote 10,3% 8,7% 5,9%
Investitionen (T€) 35.877,4 70.290,2 106.907,7
Investitionsquote 18,2% 29,0% 32,8%
Eigenkapitalquote 65,1% 69,6% 41,8%
Pensionsverpflichtungen (T€) 6.182,6 6.537,5 6.601,0
Bankverbindlichkeiten (T€) 0,0 0,0 120.000,0
Veränderung Verschuldung (T€) 26.759,7 -19.438,2 82.946,1
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 14,9% 11,2% -27,8%
Rohertrag (T€) 98.481,6 132.259,7 -17.755,9
EBIT (T€) 53.522,0 53.943,0 -97.443,1
EBITDA (T€) 72.434,8 73.697,9 -78.424,6
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 641 689 676
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 74,5 76,7 64,5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Geschäftstätigkeit der Koelnmesse umfasst die Planung, Organisation und Durchfüh-
rung von Messen, Ausstellungen und Events in Köln und in den wichtigsten Märkten welt-
weit sowie die Durchführung von Gastveranstaltungen in Köln. Die Koelnmesse ist mit ei-
nem Gesamtprogramm, an dem über 54.500 ausstellende Unternehmen aus 122 Ländern
und rund 3 Mio. Besucher aus 224 Nationen teilnehmen, einer der größten internationalen
Messeveranstalter weltweit. 284.000 m² Hallen- sowie 100.000 m² Außenfläche stehen für
Veranstaltungen aller Art zur Verfügung. Der Konzern besteht aus der Koelnmesse GmbH
mit 10 vollkonsolidierten ausländischen und zwei inländischen Tochtergesellschaften so-
wie einer 50-prozentigen Beteiligung in Italien. Insgesamt 1.000 Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter waren 2020 im Durchschnitt beim Koelnmesse -Konzern beschäftigt, davon 676
bei der Koelnmesse GmbH. Das Unternehmen fördert Märkte durch die Zusammenführung
von Angebot und Nachfrage über Messe-, Kongress- und Online-Plattformen.
207
Wirtschaftliche Lage
Gleichzeitig profitieren Stadt und Region in hohem Maße von der Koelnmesse. Jährlich
generieren die Ausgaben der Messeteilnehmer im Durchschnitt bundesweit mehr als 2
Mrd. € Umsatz. Das Messegeschäft sichert bundesweit über 18.500 Vollzeit-Arbeitsplätze
in Handel, Handwerk, Transport, Logistik, Hotellerie und Gaststättengewerbe.
Mit ihrer Unternehmensstrategie „Course IOI“ will die Koelnmesse ihren Platz unter den
wichtigsten internationalen Messeveranstaltern weltweit sichern. Die Internationalisie-
rungsstrategie der Koelnmesse zielt vor allem auf die Entwicklung und den Ausbau von
Veranstaltungen im Ausland sowie eine effiziente weltweite Vertriebsstruktur. Das Investi-
tionsprogramm Koelnmesse 3.0 ist Grundlage für die Geschäftsfähigkeit der Koelnmesse,
sie will bis 2034 das attraktivste innerstädtische Messegelände der Welt erschaffen. Mit
dem 2018 neu aufgesetzten Programm Digitale Transformation investiert sie in einem 10-
Jahresumfang rund 100 Mio. € in die Digitalisierung. Die Koelnmesse erweitert mit ihrer
digitalen Event-Plattform ihr Geschäftsmodell. Zu den Klimazielen der Stadt Köln will die
Koelnmesse einen signifikanten Beitrag leisten.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezeichnet die Folgen der Corona-Pandemie für
die Weltwirtschaft im Jahr 2020 als schweren Kollaps. Er hat ein Minus von 3,5 % errech-
net.
Relevante Märkte
Das Statistische Bundesamt meldet für 2020 für die Messen am Standort Deutschlan d
Corona-Pandemie-bedingt 820 Messeverschiebungen und -absagen. 351 Messen wurden
bis zum 7.12.2020 abgesagt, 343 Messen auf einen anderen Termin und 89 unbestimmt
verschoben. 37 Messen wurden alternativ digital durchgeführt. Nach Berechnungen des
AUMA, Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., konnten 2020
nur knapp 2,5 Mio. m² Standfläche, 70.000 Aussteller und 4,3 Mio. Besucher registriert
werden.
Geschäftsverlauf 2020
Geschäftsverlauf und Lage des Koelnmesse Konzerns:
Die finanzi ellen Reserven aus der guten wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen
Jahre, Kurzarbeit und eine strikte Sparpolitik trugen das Unternehmen in 2020 durch die
Corona-Krise, die dennoch, wie in der gesamten Messewirtschaft, deutliche Spuren in der
Bilanz hinterlässt: Der Konzernumsatz beträgt 94,3 Mio. €, der Verlust 109,6 Mio. €.
208
Wirtschaftliche Lage
Der Rückgang des Eigenkapitals um 43,0 % auf 145,5 Mio. € resultiert fast ausschließlich
aus dem Jahresfehlbetrag 2020. Aufgrund des deutlich niedrigeren Eigenkapitals vermin-
derte sich die Eigenkapitalquote von 63,1 % auf 38,4 %. Der Finanzmittelfonds gemäß
Kapitalflussrechnung in Höhe von 38,5 Mio. € (Vorjahr 128,4 Mio. €) umfasst die liquiden
Mittel. Zugänge zum Fonds ergaben sich vor allem aus dem Cashflow aus Finanzie-
rungstätigkeit. In der ersten bis 2024 umfassenden Investitionsphase bezüglich Koeln-
messe 3.0 wurde mit einem Kreditbedarf von etwa 120 Mio. € gerechnet. Der bereits in der
Vergangenheit dafür abgeschlossene Kreditvertrag über 120 Mio. € wurde 2020 abgeru-
fen. Wie geplant wurden die sehr hohen Investitionen in das Anlagevermögen damit erst-
mals aus Fremdmitteln bestritten.
Geschäftsverlauf und Lage der Koelnmesse GmbH
2020 hat die Koelnmesse GmbH trotz der Corona-Pandemie 9 von ursprünglich geplanten
46 Messen und Ausstellungen organisiert. Die vor dem im März 2020 verhängten Lock-
down durchgeführten Messen zeigten verglichen zur jeweiligen Vorveranstaltung stabile
Umsätze. Da die digitalen Messen erstmalig durchgeführt wurden, ist kein Vergleich mög-
lich. Die Umsatze rlöse der Koelnmesse GmbH belaufen sich im Geschäftsjahr 2020
Corona-bedingt auf nur 75,4 Mio. €. Der Jahresfehlbetrag beträgt 98,6 Mio. € und liegt 93,1
Mio. € unter Plan. Das Eigenkapital sank in Höhe des Jahresfehlbetrags um 98,6 Mio. €
auf 147,6 Mio. € . Die Eigenkapitalquote fiel deutlich auf 41,8 % (Vorjahr 69,6 %). Zum
Jahresende 2020 betrugen die liquiden Mittel der Koelnmesse GmbH 10,4 Mio. €. Der
Rückgang bei der Koelnmesse GmbH ergibt sich vor allem aus den Investitionen in das
Anlagevermögen sowie dem Corona-bedingt negativen operativen Cashflow. Gegenläufig
wirkten sich die Veräußerung der restlichen Wertpapiere des Umlaufvermögens aus sowie
die Auszahlung des bereits in 2019 abgeschlossenen Darlehens über 120 Mio. €. Um un-
terjährige Zahlungsspitzen auszugleichen, wurde mit der Stadt Köln in 2020 ein Cash-Poo-
ling-Vertrag abgeschlossen und unterjährig kurzzeitig genutzt.
Chancen und Risiken
Die Corona-Pandemie wirkt sich weiterhin wesentlich auf Veranstaltungen auch im Jahr
2021 aus. Verlegungen und Absagen von Messen und Veranstaltungen im In- und Ausland
zwischen Januar bis einschließlich Juni haben bereits stattgefunden und sind weiterhin
möglich. Die bisherigen Absagen bzw. Verschiebungen führen zu einem Umsatz- und Er-
gebnisrückgang im Jahr 2021 in Höhe eines hohen zweistelligen Mio.betrags mit entspre-
chenden Auswirkungen auf die Liquiditätssituation.
209
Wirtschaftliche Lage
Die Gesellschaft hat zur Finanzierung ihres Investitionsprogramms einen Kreditvertrag mit
der EIB über 120 Mio. € abgerufen. Notwendige Investitionen in das Messegelände werden
fortgeführt. Mit Beschluss des Rats der Stadt Köln sowie des Lands NRW haben die Ge-
sellschafter beschlossen, eine Kapitalerhöhung durch Zuführung in die Kapitalrücklagen
über 120 Mio. € durchzuführen. Darüber hinaus wird in 2021 das in 2020 aufgelegte Cash-
Pooling mit der Stadt Köln teilweise in Anspruch genommen. Dieses kann bis zu einem
Volumen von 80 Mio. € zur Deckung des Finanzmittelbedarfs in Anspruch genommen wer-
den und hat eine vereinbarte Laufzeit bis Ende 2022. Maßnahmen der Kostenreduktion
wie auch die Verschiebung von Investitionsprojekten werden geprüft und umgesetzt. Die
mittelfristige Finanzprognose weist einen positiven operativen Cashflow aus, sodass ge-
plante notwendige Investitionen fortgeführt werden können. Der Konzern ist mit diesen
Maßnahmen bis einschließlich 2022 und damit voraussichtlich bis nach Überwindung der
Corona-Krise ausreichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet. Dies gilt jedoch nur, sofern
Messen ab der zweiten Hälfte 2021 im geplanten, eingeschränkten Umfang wieder statt-
finden können und werden. Dennoch besteht das Risiko, dass auch ab der zweiten Jah-
reshälfte 2021 weiterhin Messen und Veranstaltungen abgesagt werden müssen oder die
Erwartungen an durchgeführte Messen deutlich verfehlt werden. In diesem Fall könnte sich
je nach Dauer der Pandemie ein weiterer signifikanter Finanzierungsbedarf ergeben.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Wir erwarten gegenwärtig für den Konzern noch einen Umsatz von ca. 226 Mio. € und
einen Verlust von rund 82 Mio. €. Für die Koelnmesse GmbH erwarten wir nun noch einen
Umsatz von rund 186 Mio. € und einen Verlust von 77 Mio. €. Für das EBITDA im Konzern
werden nun minus 54 Mio. € und in der Koelnmesse GmbH minus 51 Mio. € geplant. Die
prognostizierten Verluste, verbunden mit den Investitionen in das Gelände der Koeln-
messe, beeinträchtigen die Finanzlage der Gesellschaft. Neben der bereits beschlossenen
Eigenkapitalerhöhung über 120 Mio. € werden daher die Inanspruchnahme des Cash-Poo-
lings sowie ggfs. die Aufnahme eines weiteren langfristigen Darlehens erforderlich.
210
Koelncongress GmbH
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221- 821 - 0
www.koelnmesse.de
Gründung 2000
Handelsregister HRB 33266, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Koelnmesse GmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Planung, Organisation und
Durchführung von Messen und Ausstellungen, Kongressen, Events, Firmenveranstaltun-
gen sowie weiterer Veranstaltungsformaten. Dazu gehört auch das Vermieten von Ver-
anstaltungsflächen der Koelnmesse GmbH außerhalb der von dieser Gesellschaft ge-
nutzten Zeiten und unter Berücksichtigung des Gegenstands und der Aufgabenstellung
der Muttergesellschaft Koelnmesse GmbH.
Die Gesellschaft hat die Aufgabe, kleinere Messen und Ausstellungen in einem dafür
angemessenen Rahmen durchzuführen und neue zu entwickeln.
Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere auch der Betrieb und die an den Inte-
ressen aller Bevölkerungskreise orientierte Nutzung des Gürzenichs, der Flora und des
Tanzbrunnens inklusive Theater und Rheinterrassen sowie weiterer im Besitz der Stadt
Köln oder der Koelnmesse GmbH befindlichen Veranstaltungsobjekte und die Erbrin-
gung der damit verbundenen Serviceleistungen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Sandra Orth Herr Bernhard Conin
Herr Frank Höller (nebenamtlicher Geschäftsführer)
211
Aufsichtsrat
Herr Bernd Petelkau (Vorsitzender) Herr Herbert Marner
Frau Dr. Barbara Lübbecke
(1. stellv. Vorsitzende, bis 10.12.2020)
Herr Dieter März
(ab 10.12.2020)
Frau Elisabeth Thelen
(2. stellv. Vorsitzende, bis 10.12.2020)
Herr Mario Michalak
(ab 10.12.2020)
Herr Gerald Böse
(ab 10.12.2020 stellv. Vorsitzender)
Herr Pascal Pütz
(ab 10.12.2020)
Herr Vedat Akter (ab 10.12.2020) Frau Sandra Schneeloch (ab 10.12.2020)
Herr Volker Görzel (ab 10.12.2020) Frau Monika Roß-Belkner (ab 10.12.2020)
Frau Maria Helmis (ab 10.12.2020) Frau Elfi Scho-Antwerpes (bis 10.12.2020)
Herr Dr. Michael Henze Frau Ira Sommer (bis 10.12.2020)
Herr Malik Karaman (bis 10.12.2020) Herr Sebastian Tautkus (bis 10.12.2020)
Herr Niklas Kienitz (bis 10.12.2020) Herr William Wolfgramm
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung PCGK der Koelnmesse
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
KölnKongress Gastronomie GmbH 51,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 19.797,1 21.759,5 10.547,4
Jahresergebnis 9.275,9 10.196,6 -4.494,7
Eigenkapital 500,0 500,0 1.110,0
Bilanzsumme 2.251,8 3.666,8 4.174,5
Investitionen 46,4 23,2 140,4
Verbindlichkeiten 1.319,8 2.875,9 2.304,8
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 14 14 55
212
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Zum 1. Januar 2020 wurde die KölnKongress GmbH auf die Koelnmesse Ausstellungen
GmbH verschmolzen. Als 100% -ige Tochter der Koelnmesse GmbH wurde die Koeln-
messe Ausstellungen GmbH gleichzeitig in Koelncongress GmbH umfirmiert. Die Ver-
schmelzung wurde mit Eintragung in das Handelsregister rückwirkend rechtskräftig. Sie
vermarktet das Messegelände der Koelnmesse GmbH außerhalb der von dieser Gesell-
schaft selbst genutzten Zeiten an Messeveranstalter, Unternehmen und Eventagentu-
ren. Sie betreut Gastveranstaltungen und Events aller Art. Dazu gehören neben natio-
nalen sowie internationalen Messen und Ausste llungen Show- und Eventproduktionen,
Gala-Abende, Automobil -Präsentationen, Händlertagungen, Roadshows und Sporte-
vents. Außerdem betreibt sie auf dem Messegelände der Koelnmesse zwei voneinander
unabhängige und für jede Veranstaltungsgröße einsetzbare Kongress-Zentren sowie au-
ßerhalb des Campus der Koelnmesse den Gürzenich Köln, den Tanzbrunnen Köln, die
Rheinterrassen und den Cologne Beach Club sowie die Flora Köln.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezeichnet die Fol gen der Corona-Pandemie
für die Weltwirtschaft im Jahr 2020 als schweren Kollaps. Er hat ein Minus von 3,5 %
errechnet.
Relevante Märkte
Turnusbedingte Durchführungsrhythmen im Veranstaltungsportfolio sowie konjunktu-
relle Schwankungen der jeweiligen Branch en stellen wichtige Einflussfaktoren der Ge-
schäftstätigkeit dar. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen
haben die Veranstaltungsbranche seit März 2020 in einer Art und Weise getroffen wie
ansonsten fast keine Branche in Deutschland. Die Branche mit ihren bundesweit 1.800
Veranstaltungszentren, 450 Mio. Besuchern und 129 Mrd. € Umsatz liegt seitdem so gut
wie brach.
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr 2020 war geprägt durch die Einflüsse der weltweiten Corona-Pande-
mie. Aus diesem Grund konnte lediglich ein Jahresumsatz von 10,5 Mio. € erzielt wer-
den. Das operative Geschäft wurde aufgrund der pandemischen Entwicklungen ab Mitte
März 2020 ausgesetzt. Lediglich die zu Beginn des Jahres (Januar – Februar) erfolgreich
durchgeführten Gastmessen sowie einige wenige, kleinere, Corona-konforme Veranstal-
tungsformate im Tagungssegment konnten im weiteren Verlauf des Jahres realisiert wer-
den. Im Jahr 2020 wurde durch die KölnKongress Gastronomie GmbH ein Verlust in
213
Wirtschaftliche Lage
Höhe von 1,7 Mio. € erwirtschaftet, welcher in voller Höhe von der Koelncongress GmbH
im Rahmen des Organschaftsverhältnisses übernommen wurde. Der Jahresfehlbetrag
in Höhe von 4,5 Mio. € der Koelncongress GmbH vor Verlustübernahme durch die Ge-
sellschafterin Koelnmesse GmbH hat die Erwartungen eines Überschusses in Höhe von
6,6 Mio. € Co rona-bedingt um 11,1 Mio. € deutlich verfehlt. Das Eigenkapital erhöhte
sich in Folge der verschmelzungsbedingten Zugänge in die Kapitalrücklage. Die Eigen-
kapitalquote erhöhte sich dadurch auf 26,6 %. Die flüssigen Mittel zum Ende des Ge-
schäftsjahres belaufen sich auf 0,8 Mio. €.
Chancen und Risiken
Mit Blick auf die zunehmende Verknüpfung und Verschmelzung von Veranstaltungsfor-
maten und deren Entwicklungen, wie z.B. Kongressmessen, erfolgte 2020 die Ver-
schmelzung der KölnKongress GmbH auf die Koelnmesse Ausstellungen GmbH mit an-
schließender Umbenennung in Koelncongress GmbH. Die Geschäftsführung sieht die
konsequente Weiterentwicklung der Gesellschaft zu einem professionellen Full-Service-
anbieter im Messe -, Tagungs-, Kongress- und Eventgeschäft mit einem ze ntralen An-
sprechpartner und einer Bandbreite von innovativen und digitalen Serviceangeboten so-
wie hoher Beratungsleistung in der konzeptionellen Umsetzung von Show - und Event-
produktionen als sehr große Entwicklungschance mit nicht unerheblichen Umsatzpoten-
tialen an.
Das Ende 2019 aufgetretene Corona-Virus wirkt sich auch auf Veranstaltungen in 2021
erheblich aus. Verlegungen und Absagen von Veranstaltungen haben bereits stattge-
funden und sind weiterhin möglich. Die weiteren Folgen des Corona -Virus sind aktuell
nicht abschließend absehbar. Die Koelncongress GmbH rechnet für 2021 mit erhebli-
chen Umsatz- und Ergebniseinbußen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Auf Basis unseres aktualisierten, gegenwärtigen Erkenntnisstands wird für die Gesell-
schaft 2021 ein Umsatz von 25,6 Mio. € und ein Verlust von rund 1,8 Mio. € erwartet.
Auch im Jahr 2022 werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch das Ergebnis
der Gesellschaft beeinflussen. Erst ab dem Jahr 2023 sind wieder Umsätze und Ergeb-
nisse auf dem Niveau von vor der Pandemie eingeplant.
214
KölnKongress Gastronomie GmbH
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt
0221- 821 - 0
www.koelnkongress-gastrono-
mie.de
Gründung 2016
Handelsregister HRB 88756, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
KölnKongress GmbH 51,0%
Koelnmesse GmbH 49,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebetrieben. Die
gastronomischen Dienstleistungen beschränken sich auf die Bewirtschaft ung von Ver-
anstaltungsorten, die im Besitz der Gesellschafter sind oder von diesen als Veranstal-
tungsorte betrieben werden. Die KölnKongress Gastronomie GmbH dient ihren Gesell-
schaftern als Hilfsbetrieb und fördert deren Aufgabenstellung.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Bernhard Conin (hauptberuflicher Geschäftsführer der Koelncongress GmbH)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Koelnmesse
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
215
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 4.293,5 9.694,8 4.458,8
Jahresergebnis 288,3 -798,5 -1.658,3
Eigenkapital 25,0 25,0 1.691,7
Bilanzsumme 1.338,4 2.860,3 2.082,1
Investitionen 436,3 1.658,1 154,9
Verbindlichkeiten 1.227,8 2.630,2 327,6
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 29 59 59
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der KölnKongress Gastronomie GmbH ist die gastronomische Bewirtschaf-
tung des Gürzenich Köln und des Tanzbrunnen Köln.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Ende 2019 in China aufgetretene Corona -Virus wirkte sich in 2020 extrem auf die
Gastronomiebranche aus. Es kam zu einer großen Anzahl von Absagen von Veranstal-
tungen sowie zu Schließungen öffentlich zugänglicher Gastronomiebereiche.
Geschäftsverlauf 2020
Die Gesellschaft bewirtschaftete in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020
insgesamt 112 Veranstaltungen im Gürzenich Köln mit 72.000 Gästen und 113 Veran-
staltungen im Tanzbrunnen und den Rheinterrassen mit 88.000 Gästen.
Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 4,46
Mio. €. Laut Wirtschaftsplan 2020 waren Umsatzerlöse von insgesamt 10,25 Mio. € ge-
plant, so dass der Planansatz coronabedingt um 5,8 Mo. € unterschritten wurde. Das
Jahresergebnis vor Ergebnisverwendung beläuft sich auf -1,66 Mio. €, welches gemäß
den Bestimmungen des Organschaftsvertrages durch den Gesellschafter Koelncon-
gress GmbH ausgeglichen wird, so dass ein ausgeglichenes Jahresergebnis gezeigt
wird.
216
Wirtschaftliche Lage
Zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes stehen zum Ende des Geschäftsjahres liquide
Mittel in Höhe von 0,15 Mio. € zur Verfügung. Zur Stärkung der Liquidität hat der Gesell-
schafter Koelnmesse GmbH, den am 28.10.2020 noch offenstehenden Betrag in Höhe
von 1,67 Mio. € des Gesellschafterdarlehens in die Kapitalrücklage eingestellt. Des Wei-
teren werden von der beherrschenden Gesellschafterin Koelncongress GmbH unterjäh-
rig Abschläge auf einen eventuell absehbaren Verlustausgleich geleistet. Mit diesen
Maßnahmen ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen
nachzukommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 56,2%.
Chancen und Risiken und erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Das Ende 2019 in China aufgetretene Corona -Virus hat sich zwischenzeitlich auf der
gesamten Welt ausgebreitet und erheblichen Einfluss auf die Gastronomie. Seit dem
14.03.2020 sind alle Betriebe der KölnKongress Gastronomie GmbH so gut wie ge-
schlossen. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass ab dem Ende des 2. Quartals eine
schrittweise Wiederinbetriebnahme erfolgen kann, umsatzstarke Großveran staltungen
aber wahrscheinlich bis Ende des Jahres 2021 ausfallen könnten.
Da die Corona-Pandemie auch im Jahr 2021 einen beherrschenden Einfluss auf die Ge-
schäftsentwicklung der KölnKongress Gastronomie GmbH haben wird, sah der Wirt-
schaftsplan für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz in Höhe 3,6 Mio. € und einen Ver-
lust vor Verlustübernahme in Höhe von 2,2 Mio. € vor. Dabei wurde von einer kompletten
Veranstaltungsabsage im 1. Quartal inklusive dem umsatzstarken Karnevalsgeschäft
sowie von Risikoabschlägen für das restliche Geschäftsjahr ausgegangen.
Inzwischen wurden diese Erwartungen im Erwartungswert aktuell nach unten korrigiert,
da immer noch kein Ende der Betriebsschließung abzusehen ist. Es wird nun aktuell mit
einem Umsatz in Höhe von 3,2 Mio. € un d einem Verlust von 2,4 Mio. € gerechnet. Zur
Verringerung des prognostizierten Verlustes befindet sich die Belegschaft zurzeit weiter-
hin in Kurzarbeit.
Auch im Jahr 2022 werden die Auswirkungen dieser Krise noch das Ergebnis der Ge-
sellschaft beeinflussen. Erst ab dem Jahr 2023 sind wieder Umsätze und Ergebnisse auf
dem Niveau von vor der Pandemie eingeplant. Die vorstehenden Planzahlen werden
jedoch je nach weiterer Entwicklung der Pandemie nicht unerheblichen Schwankungen
ausgesetzt sein.
217
Köln Tourismus GmbH
Anschrift Kardinal-Höffner-Platz 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 346 43 - 0
www.koelntourismus.de
Gründung 2004
Handelsregister HRB 53248, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Positionierung Kölns und seiner Region als at-
traktive Tourismus- und Kongress-Destination im nationalen und internationalen Markt
und damit einhergehend die Erhöhung der Wertschöpfung aus dem Tourismus und dem
Kongresswesen für die Wirtschaft in der Stadt und der Region.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Josef Sommer
Herr Dr. Jürgen Amann ab 01.02.2020
Aufsichtsrat
Frau Elisabeth Thelen (Vorsitzende)
Herr Jörg van Geffen (stellv. Vorsitzender) Herr Malik Karaman
Frau Teresa De Bellis-Olinger Frau Prof. Dr. Birgitt Killersreiter
Frau Lisa Hanna Gerlach Frau Ira Sommer
Herr Stefan Hoff Herr William Wolfgramm
218
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Nawrot GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebskostenzuschuss 4.146,8
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 3.436,9 3.608,4 1.530,5
Jahresergebnis -3.593,3 -3.888,9 -5.109,6
Eigenkapital 4.612,9 4.809,3 4.454,6
Bilanzsumme 7.944,8 8.103,4 8.155,6
Investitionen 87,8 157,2 37
Verbindlichkeiten 2.872,4 2.830,4 3.262,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 97 103 97
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Das Jahr 2020 war für das Reiseziel Köln pandemiebedingt ein sehr schwieriges Jahr,
welches entsprechend nicht an die Vorjahresrekorde anknüpfen konnte. Nach der offizi-
ellen Beherbergungsstatistik des Landes Nordrhein-Westfalen kamen 1,44 Mio. € Über-
nachtungsgäste in die Stadt, was einem Minus von 62,3 Prozent gegenüber des Vorjah-
res entspricht. Insgesamt wurden in den meldepflichtigen Beherbergungsbetrieben
Kölns 2,55 Mio. € Übernachtungen gezählt, ein Rückgang um 61,1 Prozent im Vergleich
zu 2019.Vor allem die Ankünfte (minus 74,0 Prozent) und Übernachtungen von Gästen
aus dem Ausland (minus 73,3 Prozent) waren stark betroffen. Dies hatte zur Folge, dass
der Internationalisierungsgrad von 35,2 Prozent auf 24,3 Prozent zurückging. Auch der
Kölner Tagungsmarkt war von der Pandemie betroffen: 2020 fanden 20.422 Veranstal-
tungen (minus 61,8 Prozent) mit 1,65 Mio. € Teilnehmern (minus 62,8 Prozent) statt.
219
Wirtschaftliche Lage
Bei den wichtigsten Quellmärkten für Köln gab es einige Veränderung im Ranking und
bei der Übernachtungsentwicklung: Die meisten Hotelübernachtungen tätigten deutsche
Gäste (1,94 Mio. €, minus 54,4 Prozent) gefolgt vom wichtigsten ausländischen Markt
Niederlande (67 Tausend, minus 65,6 Prozent). Auf den Plätzen folgten USA (60 Tau-
send, minus 72,4 Prozent) sowie Großbritannien, im Vorjahr noch wichtigster ausländi-
scher Markt (51 Tausend, minus 76,9 Prozent).
Analog zur Tourismusbilanz der Stadt Köln verlief auch die gewerbliche Geschäftstätig-
keit der KölnTourismus GmbH. Die den Vorjahren außergewöhnlich erfolgreiche Vermitt-
lung von Stadtführungen, Bussen, Restaurants, Bahn -Pauschalen, Ticketing und der
Verkauf der Köl nCard sowie von Merchandising -Produkte musste aufgrund der Ein-
schränkungen des Tourismus und des entsprechenden Ausbleibens der Gäste massive
Einschnitte verzeichnen und konnte kein positives Ergebnis erzielen.
Der touristische Bereich der Gesellschaft erz ielte 2020 einen Jahresfehlbetrag von mi-
nus 4,7 Mio. €, der gewerbliche Bereich hat Corona-bedingt einen Jahresfehlbetrag von
minus 375 T€ erwirtschaftet. Die Gesellschaft erzielte somit im Berichtsjahr insgesamt
einen Jahresfehlbetrag in Höhe von minus 5,1 Mio. €. Der Gesellschafter hat in 2020
Zahlungen zum Ausgleich des strukturell bedingten Verlustes im touristischen Bereich
in Höhe von 4.7 Mio. € geleistet, das Defizit im gewerblichen Bereich musste durch die
in den Vorjahren erwirtschafteten Rücklagen ausgeglichen werden.
Chancen und Risiken
Als Reiseziel ist Köln entscheidend von der weiteren Entwicklung der Pandemie und den
ggf. daraus folgenden Einschränkungen für den Tourismus abhängig. Events und wirt-
schaftsnahe Veranstaltungen (Messen, Kongresse, Tagungen etc.), aber auch Kultur -
und Freizeitangebote sind ein wichtiger Motor für das touristische Aufkommen. Wenn
entsprechende Einrichtungen geschlossen und Veranstaltungen nicht durchführbar sind,
hat dies entsprechend gravierende Auswirkungen auf die touristische Nachfrage. Zudem
ist Köln auch von der Erreichbarkeit durch eine gute Verkehrsinfrastruktur und den Mo-
bilitätsangeboten innerhalb der Stadt abhängig. Dabei sind alle Verkehrsträger relevant.
Als besonders wichtig wird dabei die Entwicklung eines ganzheitlichen neuen Konzeptes
für alle touristischen Busreiseverkehre in Köln angesehen, das ganzjährig greift. Weitere
Chancen für den Tourismus in Köln liegen in dem Ausbau von
Anlandungsmöglichkeiten für Flusskreuzfahrtenschiffe sowie im Ausbau der Hotelkapa-
zitäten im 4-5 Sterne Bereich. Nicht bzw. kaum beeinflussbare Risiken sind latente Ter-
rorgefahr, Streiks, Großdemonstrationen, Klimaextreme und Wirtschaftskrisen.
Ausblick: Das erste Quartal 2021 ist von einem neuerlichen touristischen Lockdown ge-
kennzeichnet. Der Tourismus sehr stark eingeschränkt, es ist zu erwarten, dass sich
220
Wirtschaftliche Lage
dies auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. Mittelfristig neue Perspektiven er-
öffnet die fortgesetzte Weiterentwicklung der KölnTourismus Gesellschaft von einem
Destinationsmarketing- zu einem Destinationsmanagementunternehmen und der zu
Beginn des Jahres 2021 eingeschlagene damit verbundene Zielgruppenprozess. Mit
der Konzentration auf die Ansprache ausgewählter Zielgruppen wird es langfristig ge-
lingen, die Wertschöpfung aus dem Tourismus zu erhöhen.
221
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berüfsförderung mbH
Anschrift Geestemünder Straße 18
50735 Köln
Kontakt 0221 - 942011 - 0
www.kgabmbh.de
Gründung 1989
Handelsregister HRB 19274, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Organisation und Dur chführung eines Beschäfti-
gungs- und Qualifizierungsprogramms für arbeitslose Kölner Einwohner.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Stefan Kersjes
Aufsichtsrat
Herr Dr. Walter Schulz (Vorsitzender) Herr Michael Paetzold
Herr Stephan Pohl Herr Dr. Harald Rau
Herr Norbert Bittner Frau Dr. Katja K. Robinson
Herr Ossi Helling Herr Michael Scheffler
Frau Katja Hoyer Herr Jakob Schröder
Frau Ursula Klawitter Frau Ira Sommer
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
222
Jahresabschlussprüfung
Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Zweigniederlassung Ratingen
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 5.029,4 6.051,4 6.472,7
Jahresergebnis -123,4 79,1 96,7
Eigenkapital 0,0 0,0 53
Bilanzsumme 2.616,7 1790,9 2.143,5
Investitionen 24,3 48,0 197,4
Verbindlichkeiten 2.577,6 1.066,1 1.547,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 158 252 282
223
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Das für das Geschäftsjahr 2020 geplante Betriebsergebnis von 13 T€ konnte deutlich
übertroffen werden. Das Jahresergebnis weist einen Gewinn von T€ 97 aus. Der Anteil
der Stadt Köln sowie der städtischen Unternehmen an den Aufträgen lag bei 97,3%, so
dass die Inhouse-Fähigkeit des Unternehmens gesichert werden konnte.
Grundsätzlich liegt es im Interesse der Stadt Köln und des sozialen Kölns, dass die
vorgehaltenen Arbeitsplätze bei der Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförde-
rung mbH mit der Zielsetzung der Förderung der Mitarbeitenden besetzt werden. Auf
diese Weise wird arbeitsmotivierten, insbesondere auch älteren Menschen die Möglich-
keit eröffnet, sich unter betrieblichen Bedingungen auf Tätigkeiten in Betrieben des ers-
ten Arbeitsmarktes neu vorzubereiten und gegebenenfalls zukünftig durch Erwerbstä-
tigkeit am ersten Arbeitsmarkt ihr Einkommen zu sichern und dabei gänzlich unabhän-
gig von Transferleistungen der Stadt Köln zu werden. Im Rahmen ihrer Mitarbeit im Un-
ternehmen erbringen sie Dienstleistungen und erstellen Produkte für die Gesellschafte-
rin Stadt Köln.
Zum 31.12.2020 wurden 153 Beschäftigungsverhältnisse vom Jobcenter Köln nach §
16i SGB II und 7 nach § 16e SGB II gefördert. Aus dem Landesprogramm Öffentlich-
geförderte Beschäftigung wurden 35 Mitarbeitende vom Jobcenter Köln und der Stadt
Köln gemeinsam finanziert und im Ergebnis insgesamt 31 von ursprünglich 37 langzeit-
arbeitslosen Menschen in eine nachhaltige Beschäftigung bei der Stadt Köln vermittelt.
Die Integrationsquote lag 2020 bei überragenden 70%.
Die Förderung der Mitarbeitenden im Unternehmen wurde 2020 strukturell beibehalten
und inhaltlich weiterentwickelt. Sie ist darauf ausgerichtet, die Chancen für den 1. Ar-
beitsmarkt zu erhalten bzw. zu verbessern. Die Förderung erfolgt in Bezug auf die per-
sönliche, soziale, gesundheitliche, methodische und fachliche Kompetenz. Die Förder-
möglichkeiten aus dem Kommunalen Programm für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit
wurden insbesondere für die Qualifizierung in Anspruch genommen.
Chancen und Risiken
Bei der vorliegenden Auftragssituation ist für 2021 die geplante Entwicklung des Unter-
nehmens und des Betriebsergebnisses allenfalls in Frage gestellt, wenn für die geplan-
ten Arbeitsplätze und damit für die vorgehaltenen Ressourcen für Qualifizierung und
Förderung im KölnService und im Handwerk keine ausreichende Zahl von Bewer-
ber*innen von dem Jobcenter Köln und der Agentur für Arbeit Köln angeworben wer-
den können. Das Unternehmen wird die Zielplanung 2021 erreichen, wenn, mit einer
verlässlichen, der Kapazität des Unternehmens angepassten Mitarbeiterzahl geplant
und gearbeitet werden kann und die bestehenden betrieblichen Ressourcen im Unter-
nehmen ausgelastet und weiterentwickelt werden können.
224
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH
im TechnologiePark Köln i. L.
Anschrift Eupener Str. 165
50933 Köln
Kontakt 0221 - 22 25 80 - 0
www.giz-koeln.de
Gründung 1985
Handelsregister HRB 15631, Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
RE Cologne Industriebau GmbH & Cie. KG 67,4%
Stadt Köln 27,6%
Volksbank Köln Bonn eG 5,0%
Unternehmensgegenstand
Die Einrichtung und der Betrieb eines Gründer - und Innovationszentrums, mit dem die
Gründung neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue
Technologien, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und ver markten, gefördert
werden soll.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Michael Susan
Aufsichtsrat
Herr Michael Josipovic (Vorsitzender)
Marc Degavre (stellv. Vorsitzender)
Herr Dirk Hindrichs
Herr Günter Grossmann
Herr Peter Moll
Herr Malik Karaman
225
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
HSP Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019* 2020*
Gesamtleistung 294 210,3 0
Jahresergebnis -13 -20 7,2
Eigenkapital 27,3 7,3 14,5
Bilanzsumme 55,2 38,8 17,5
Investitionen 6 0 0
Verbindlichkeiten 8,1 17,2 0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1 1 0
*) Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 31.12.2019 aufgelöst. Die Liquidation endete am 05.08.2021. Daher wurde für 2020
kein Lagebericht erstellt.
226
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH
Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 60-62
51105 Köln
Kontakt 0221 – 839111 - 0
www.rtz.de
Gründung 1995
Handelsregister HRB 26366, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 99,92%
Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft
Köln e.V. 0,08%
Unternehmensgegenstand
Der Betrieb des Rechtsrheinischen Technologie - und Gründerzentrums Köln, mit dem
allgemein der Technologietransfer und speziell die Gründung neuer Unternehmen sowie
die Entwicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Dienstleistungen, Güter
oder Verfahren entwickeln, produzieren und vermarkten, gefördert wird.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr André van Hall
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
HSP Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln
Unternehmensbeteiligungen
Keine
227
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebskostenzuschuss 120,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 715,9 711,6 680,9
Jahresergebnis (ohne BKZ) -32,8 -182,8 -87,7
Eigenkapital 1.465,1 1.416,2 1,448,6
Bilanzsumme 1.789,2 1.746,2 1.684,1
Investitionen 6 5 1
Verbindlichkeiten 263,6 212,2 180,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (inkl. Auszubil-
dende)
Aushilfskräfte
5
4
4
4
4
4
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gesellschafter der RTZ Köln GmbH sind seit dem 01.0 1.2011 die Stadt Köln mit
99,925 % sowie der Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft
Köln e. V. (vfw Köln rechtsrheinisch) mit 0,075 %. Gesellschaftszweck der RTZ Köln
GmbH ist die Förderung der Gründung und Entwicklung junger U nternehmen, die neue
Technologien, Produkte oder Verfahren entwickeln. Diesen Unternehmen sollen Bera-
tungsleistungen und Mieträume angeboten werden. Die Aufgaben der Gesellschaft um-
fassen damit neben der Ansiedlung neuer Unternehmen auch verschiedene Aktiv itäten
zur Förderung des Technologietransfers in der Wirtschaftsregion Köln. Dabei liegt der
Fokus auf wissensbasierten Zukunftstechnologien, um somit nachhaltig zur Schaffung
von hochqualifizierten und zukunftssicheren Arbeitsplätzen für den Wirtsc haftsstandort
Köln beizutragen.
Geschäftsverlauf 2020
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresergebnis in Höhe von 31
T€ (Vorjahr 49 T€) abgeschlossen. Die Verbesserung des Jahresergebnisses 2020 ge-
genüber dem Vorjahr in Höhe von 80 T€ begründet sich bei etwa gleichbleibenden Ein-
nahmen insbesondere durch geringere Aufwendungen.
Die Umsatzerlöse, im Wesentlichen resultierend aus der Vermietung der Immobilien,
konnten stabil gehalten werden. 2020 betragen die Umsatzerlöse 681 T€ (Vorjahr 711
T€). Die Einkünfte für die Büro - und Laborvermietung verteilen sich im Jahr 2020 auf
228
Wirtschaftliche Lage
insgesamt 41 Mieter (Vorjahr 43 Mieter), so dass eine Risikostreuung bzgl. des eventu-
ellen Ausfalls einzelner Mieter gewährleistet ist. Die Grundstücksaufwendungen beliefen
sich 2020 auf 253 T€ (Vorjahr 345 T€). Der Aufwand für Instandhaltungen betrug 20 T€
(Vorjahr 107 T€).
Zum Stichtag werden die Sachanlagen der Gesellschaft (Immobilienbestand inkl. tech-
nischer Anlagen) mit einem Betrag in Höhe von 1.582 T€ (Vorjahr 1.654 T€) bewertet.
Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten bestehen am Stichtag in Höhe von 137 T€ (Vorjahr 170 T€)
und konnten somit entsprechend dem Tilgungsplan gesenkt werden. Im Jahr 2020 erhielt
die Gesellschaft einen Betriebskostenzuschuss seitens der Gesellschafterin Stadt Köln
in Höhe von 120 T€. Dieser wurde im Sinne der o.g. Betrauung zur Erfüllung der ge-
meinwirtschaftlichen Verpflichtung genutzt.
Die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis der G esellschaft sind in den vergangenen
Jahren stabil geblieben. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum
Berichtszeitpunkt ist gut. Im Berichtsjahr war die Zahlungsfähigkeit stets gewährleistet.
Die Ausstattung mit flüssigen Mitteln ist au sreichend. Das Anlagevermögen ist durch
Eigenkapital und langfristige Bankdarlehen gedeckt. Die Rückstellungen, Lieferanten-
verbindlichkeiten und sonstigen Passiva sind durch flüssige Mittel gedeckt.
Chancen und Risiken
Die Geschäftsführung erwartet für 2021, dass die Mieternachfrage seitens des Marktes
bestehen bleibt. Aufgrund der bereits hohen Auslastung können jedoch nur noch ein-
zelne Anfragen bedient werden. Daher ist in Bezug auf die Umsatzerlöse und das Be-
triebsergebnis weiterhin eine stabile Entwicklung zu erwarten.
229
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG
Anschrift Nattermannallee 1
50829 Köln
Kontakt 0221-93336-0
www.biocampuscologne.de
Gründung 2002
Handelsregister HRA 20087, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
BioCampus Cologne Management GmbH
(Komplementärin ohne Kapitalbeteiligung)
0,0%
Stadt Köln (Kommanditistin) 100,0%
Unternehmensgegenstand
Der Erwerb sowie die Verwaltung, Entwicklung des Geländes „BioCampus Cologne“ Nat-
termannallee, Köln-Bocklemünd, mit der allgemein Technologietransfer und speziell die
Gründung neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue
Technologien, Dienstleistungen, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und ver-
markten, gefördert wird.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
BioCampus Cologne Management
GmbH
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
230
Jahresabschlussprüfung
Nawroth & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesell-
schaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Kapitalzuführungen 500,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 9.638,2
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 4.313,5 4.438,9 4.497,7
Jahresergebnis -88,9 219,0 -48,2
Eigenkapital 27.083,9 28.302,8 28.753,8
Bilanzsumme 39.032,5 38.233,4 37.441,5
Investitionen 224,7 435,8 30,9
Verbindlichkeiten 11.671,3 9.695,9 8.518,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Stadt Köln hat die Gesellschaft mit der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung zur För-
derung und Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Stadt Köln und darüber
hinaus mit der Vermarktung der Stadt Köln als Standort für Zukunftstechnologien betraut.
In Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung der Vermarktungsaktivitäten liegt der Fokus ins-
besondere auf der Biotechnologie sowie angrenzenden Technologiefeldern. Diese so-
genannten Zukunftstechnologien gelten allgemein als Branchen mit sehr hohem Wachs-
tumspotential für die kommenden Jahrzehnte.
Geschäftsverlauf 2020
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresergebnis in Höhe von -48
T€ (Vorjahr: 219 T€) abgeschlossen. Die Verschlechterung des Jahresergebnisses 2020
gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 267 T€ begründet insbesondere durch höhere Auf-
wendungen im Bereich Instandhaltung. 2020 wurden dabei diverse Um- und Ausbaupro-
231
Wirtschaftliche Lage
jekte realisiert, die eine verbesserte Vermietbarkeit von Flächen und damit höher Ein-
nahmen ermöglichen. Zudem wurde die notwendige Sanierung des Abwasserkanalsys-
tems fortgesetzt.
Auch im Jahr 2020 hat die Gesellschaft in Bezug auf die Kennzahlen Umsatz, Flächen-
auslastung und Mieteranzahl zum wiederholten Male historische Rekordwerte seit Be-
stehen erreicht.
Zur Bewertung des Immobilienbestandes wird seit 2015 als Vergleichswert der Immobi-
liensachzeitwert herangezogen. Dieser wurde gemäß Gutachten Cushman & Wakefield
vom 20.04.2016 auf den Stichtag 01 .02.2016 mit einem Wert von 58.516 T€ ermittelt.
Zum 31.12.2020 beträgt der bilanzierte Buchwert der Immobilien 35.651 T€ (Vorjahr
36.603 T€). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Bilanzstichtag in
Höhe von 8.167 T€ (Vorjahr 9.338 T€) und konnten somit erneut u.a. durch Sondertil-
gungen signifikant gesenkt werden. Im Jahr 2020 erfolgten direkte Ausgleichszahlungen
von der Stadt Köln an die Gesellschaft in Höhe von 500 T€ als Einzahlung in die Kapi-
talrücklage. Diese wurden im Sinne der o.g. Betrauung zum Abbau vorhandener Ver-
bindlichkeiten eingesetzt.
Chancen und Risiken
Die Geschäftsführung erwartet für 2021, dass die Mieternachfrage seitens des Marktes
bestehen bleibt. Aufgrund der bereits faktischen Voll auslastung können jedoch keine
Anfragen mehr bedient werden. Für die konsequente Umsetzung der konzeptionellen
Wachstumspotentiale ist die Planung von Neuprojekten dringend notwendig. Durch die
Vermarktung von Restflächen wird für 2021 ein leichter Anstieg bei den Umsatzerlösen
erwartet. Die Unternehmensfortführung und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sind
nur dann sichergestellt, wenn durch die Stadt Köln weiter ausreichend liquide Mittel zur
Deckung des Kapitalbedarfs und zum Ausgleich von Verlusten zur Verfügung gestellt
werden.
Die Ertrags- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2021 ist im starken Maße von der weiteren
Entwicklung des Geländes, der Forcierung neuer und bestehender Vermietungen und
insbesondere der Vorbereitung für die zeitnahe Realisierung eines Neubauprojektes ab-
hängig, um die bestehende Nachfrage von Bestandsmietern, aber auch von externen
Interessenten zu bedienen. Mittel - bis langfristig besteht die Chance, die Ergebnisent-
wicklung der Gesellschaft durch rentierliche Neubauprojekte positiv zu beeinflussen.
232
BioCampus Cologne Management GmbH
Anschrift Nattermannallee 1
50829 Köln
Kontakt 0221-93336-0
www.biocampuscologne.de
Gründung 2002
Handelsregister HRB 48029, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der BioCampus Cologne
Grundbesitz GmbH & Co. KG, Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Andrea Blome (Beigeordnete) Herr Andre van Hall (ab 01.09.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Nawroth & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesell-
schaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
233
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 0,0 0,0 0
Jahresergebnis 0,3 0,3 1,4
Eigenkapital 33,3 33,7 35,1
Bilanzsumme 41,6 41,3 311,7
Investitionen 0,0 0,0 0
Verbindlichkeiten 3,8 4,1 265,3
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 26 T€. Geschäftszweck ist die Beteiligung
als persönlich haftende Gesellschafterin an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH
& Co KG, deren Gegenstand der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung
von Immobilien auf dem Gelände „BioCampus Cologne“ in Köln-Bocklemünd ist.
Alle Aufwendungen, die die Gesellschaft zur Erfüllung Ihrer Aufgaben gegenüber der
Kommanditgesellschaft wahrnimmt, werden an diese weiterbelastet. Ferner erhält die
Gesellschaft als jährliche Haftungsvergütung eine Vergütung von 5% des Stammkapi-
tals. Die Gesellschaft sollte vor diesem Hintergrund ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis
erzielen.
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Gewinn in Höhe von 1.429,99 € ab.
Seit dem 01.09.2020 ist Herr André van Hall zum hauptamtlichen Geschäftsführer der
Gesellschaft bestellt. Alle damit verbundenen Kosten werden an die BioCampus Co-
logne Grundbesitz GmbH & Co. KG (80 %) und die Schwestergesellschaft Rechtsrhei-
nisches Technologie - und Gründerzentrum Köln GmbH (20 %) weiterberechnet. Die
Weiterberechnung an das RTZ erfolgt im Zuge der Umsetzung eines Beschlusses des
Rates der Stadt Köln vom 07.02.2020 bzgl. der Etablierung einer gemeinsamen Ge-
schäftsführung.
Chancen und Risiken
Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der Geschäftssituation der Komman-
ditgesellschaft.
234
moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der
Gemeindeentwicklung mbH
Anschrift Brückenstraße 17,
50667 Köln
Kontakt 0221 2059401
www.modernestadt.de
Gründung 1969
Handelsregister HRB 4000, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 51,0%
Stadt Köln 49,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung eigener und im Eigentum der Gesell-
schafter - inkl. Tochterunternehmen - befindlicher Liegenschaften zum Zwecke der För-
derung der Wohnungsversorgung und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Köln.
Zur Verwirklichung dieser Zwecksetzung stellt die Gesellschaft geeignete Grundstücke
bereit und betreibt die vollständige Projektplanung und -entwicklung. Die Gesellschaft ist
auch berechtigt, die Aufgaben eines Sanierungs- oder Entwicklungsträgers zu überneh-
men. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Tochtergesellschaften mit ähnlicher Zweck-
bestimmung zu gründen und sich an anderen Unternehmen zu beteiligen, deren Gegen-
stand und Zweck mit dem der Gesellschaft in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
Herr Thomas Scheitza
235
Aufsichtsrat
Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Herr Niklas Kienitz (stellv. Vorsitzender)
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger Herr Martin Börschel (bis 22.12.2020)
Herr Uwe Eichner (seit 22.12.2020) Herr Jörg Frank (bis 22.12.2020)
Herr Michael Frenzel Herr Alexander Recht
Frau Brigitte Scholz Herr Jörg van Geffen (bis 22.12.2020)
Herr Markus Greitemann (bis 22.12.2020) Stefanie Haaks (seit 22.12.2020)
Herr Timo von Lepel Frau Christiane Martin (seit 22.12.2020)
Frau Sabine Pakulat Frau Monika Roß-Belkner
(bis 22.12.2020)
Herr Hans Schwanitz (seit 22.12.2020) Herr Ralph Sterck
Herr William Wolfgramm (seit 22.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Warth & Klein Grant Thornton AG
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 41,0%
Butzweilerhof Verwaltung GmbH 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Gewinnausschüttung (Dividende GJ 2019 netto) 862,7
Investitionszuschuss (Neue Mitte Porz inkl. Umsatzsteuer) 3.570,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft per 31.12). 61.352,9
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 31.339,1 27.365,2 31.943,6
Jahresergebnis 2.971,3 2.091,5 1.699,0
Eigenkapital 17.801,9 18.342,6 19.456,8
Bilanzsumme 142.576,7 162.726,4 180.319,2
Investitionen (SAV) 222 67 237
Verbindlichkeiten 115.127,3 131.448,8 149.028,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 22 22 23
236
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im Berichtszeitraum auf dem Vertrieb
unbebauter Grundstücke, auf der Planung und Durchführung der Baureifmachung be-
ziehungsweise Erschließung eigener Grundstücke, auf der Herstellung und dem Vertrieb
von Bauträgerobjekten sowie auf der Akquisition von Grundstücken, die entwickelt und
mittel- bis langfristig einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen. Außerdem erbrachte
die Gesellschaft Leistungen aus der Durchführung von Projektsteuerungs- und Manage-
mentverträgen für Baumaßnahmen auf Grundstücken Dritter sowie Beratungsleistungen
zu Grundstücksentwicklungen Dritter.
Geschäftsverlauf 2020
Der Jahresüberschuss 2020 in Höhe von 1.699 T€ wurde maßgeblich durch Gewinne
aus dem Verkauf von unbebauten Grundstücken beeinflusst und liegt mit rund 190 T€
über dem Planergebnis des Geschäftsjahres. Im Übrigen geplante, aber nicht realisierte
Umsatzerlöse aus dem Verkauf unbebauter Grundstücke w aren ohne Ergebnisbeitrag
in den Planrechnungen enthalten. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge haben
das Jahresergebnis per Saldo mit rund 245 T€ belastet.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Für das projektierte Bau-
programm und insbesondere zur Deckung des Finanzbedarfs des ab dem Jahr 2021
geplanten Bau- und Planungsumfangs sowie des Grunderwerbs im Deutzer Hafen Köln
sind weitere Finanzierungsmittel zu beschaffen. Zur Finanzierung des laufenden Bau-
programms steht eine weitere zeitlich befristete Kreditlinie in Höhe von 25,0 Mio. € zur
Verfügung, die flexibel in Anspruch genommen werden kann. Insgesamt wird mit einer
positiven Entwicklung der Finanzlage gerechnet.
Risiko und Chancen
Die Auswirkungen der Corona Pandemie auf die künftige Entwicklung, auf die Nachfrage
von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie die Auswirkungen von damit in Zu-
sammenhang stehenden Marktverwerfungen, sind derzeit nicht seriös prognostizierbar.
Die Gesellschaft hält keine kritischen Infrastrukturen zur Daseinsvorsorge vor, ist jedoch
eng in die Interventionssystematik für den Ereignisfall der Stadtwerke Köln GmbH und
der Stadt Köln eingebunden.
Die Baureifmachung, die teilweise eigene Bebauung und der Verkauf unbebauter Grund-
stücke in Köln -Nippes sowie die Grundstücks - und Projektentwicklungen in Köln -Porz
und im Deutzer Hafen Köln eröffnen der Gesellschaft kurz -, mittel- und langfristig Ent-
237
Wirtschaftliche Lage
wicklungspotenziale, um dem Gesellschaftszweck, nämlich der Förderung der Woh-
nungsversorgung und der wirtsc haftlichen Entwicklung der Stadt Köln, gerecht zu wer-
den.
238
Butzweilerhof Verwaltung GmbH
Anschrift c/o moderne stadt GmbH
Brückenstraße 17
50667 Köln
Kontakt 0221 - 205940
www.modernestadt.de
Gründung 2012
Handelsregister HRA 75067, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
moderne stadt
Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung
mbH
100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschaf-
terin an der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
Aufsichtsrat
Keinen
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln durch den Geschäftsbesorger moderne stadt
GmbH
239
Jahresabschlussprüfung
Warth & Klein Grant Thornton Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG
(Komplementärin ohne Kapitalbeteiligung)
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0
Jahresergebnis 11,5 132,8 129,7
Eigenkapital 39,4 161,2 159,0
Bilanzsumme 84,0 180,1 196,8
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 27,1 1,9 0,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Dem Gesellschaftszweck entsprechend lagen die Tätigkeitsschwerpunkte im Berichts-
zeitraum in der Geschäftsführung als Komplementärin der Butzweilerho f Grundbesitz
GmbH & Co. KG. Deren Geschäftszweck ist der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung
und Veräußerung von Immobilien, insbesondere von Grundstücken an der Von -Hüne-
feld-Straße und auf dem ehemaligen Kasernengelände „Butzweilerhof“.
Geschäftsverlauf 2020
Alle Aufwendungen, die die Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben gegenüber der
Kommanditgesellschaft wahrnimmt, werden an diese weiterbelastet. Dabei werden Kos-
ten für die eigene Geschäftsführung, die eigene Buchhaltung und die eigenen Jahresab-
schlüsse bis zu einem Betrag von 100.000,00 € netto durch die Kommanditgesellschaft
übernommen. Die Gesellschaft erzielt vor diesem Hintergrund ein nahezu ausgegliche-
nes Ergebnis. Das positive Jahresergebnis resultiert im Wesentlichen aus Beteiligungs-
erträgen.
240
Wirtschaftliche Lage
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Deckung der laufen-
den Aufwendungen erhält die Gesellschaft monatliche Abschlagszahlungen in Höhe von
6.000,00 € netto, die am Jahresende mit der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG
abgerechnet werden.
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Aktiva der Gesellschaft bestehen
im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Bankguthaben.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität
Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der
Kommanditgesellschaft. Die aktuelle Planung sieht einen Planungshorizont bis in das
Jahr 2022 vor. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein positives Jahresergebnis erwartet.
241
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG
Anschrift c/o moderne stadt GmbH
Brückenstraße 17
50667 Köln
Kontakt 0221 - 205940
www.modernestadt.de
Gründung 2002
Handelsregister HRA 20048, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln (Kommanditistin) 100,0%
Butzweilerhof Verwaltung GmbH (Komplementärin, nicht am Kapital beteiligt) 0,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Verwaltung, die Vermietung, die Ent-
wicklung und die Veräußerung eigener Immobilien, insbesondere der Grundstücke Von-
Hünefeld-Straße sowie des Geländes der ehemaligen Bundeswehrkaserne Butzweiler-
hof, 50829 Köln zum Zweck der Förderung der Wohnungsversorgung und der wirtschaft-
lichen Entwicklung der Stadt Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
Aufsichtsrat
Keiner
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln durch den Geschäftsbesorger moderne stadt
GmbH
242
Jahresabschlussprüfung
Warth & Klein Grant Thornton
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 3.459,1 6.614,4 8.152,1
Jahresergebnis 438,3 4.479,3 4.552,5
Eigenkapital 0,0 3.136,3 7.688,8
Bilanzsumme 24.273,0 25.743,5 26.843,9
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 18.656,1 17.466,1 14.187,6
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Geschäft und Rahmenbedingungen
Im Geschäftsjahr 2020 konnte die Gesellschaft den Ausbau, die Erschließung und die
Vermarktung des vorhandenen Immobilienvermögens entscheidend vorantreiben. Mit
dem Ausbau des östlichen Teils konnte die Butzweilerhofallee vollständig fertiggestellt
werden. Darüber hinaus ist die Planstraße B im Norden des Areals bis auf die Feindecke
ebenfalls ausgebaut worden. Ein bereits im Geschäftsjahr 2018 veräußertes Grundstück
mit einer Fläche von rd. 8.305 qm sowie drei weitere Grundstücke mit einer Gesamtflä-
che von rd. 26.335 qm konnten im Geschäftsjahr 2020 erfolgswirksam übergeben wer-
den. Darüber hinaus sind zwei weitere Grundstückskaufverträge mit einer Fläche von rd.
26.135 qm abgeschlossen worden, die bereits im ersten Quartal 2021 ergebniswirksam
übergeben wurden.
Geschäftsverlauf 2020
Der Jahresüberschuss 2020 in Höhe von 4.553 T€ (Vorjahr: 4.479 T€) liegt deutlich über
dem Planergebnis, da zusätzlich zu den geplanten Grundstücksverkäufen ein weiterer
Grundstückskaufvertrag noch im Dezember 2020 erfolgswirksam übergeben werd en
konnte. Der Jahresüberschuss wurde maßgeblich durch Gewinne aus dem Verkauf von
243
Wirtschaftliche Lage
Grundstücken des Vorratsvermögens in Höhe von 5.896 T€ (Vorjahr: 4.651 T€) und der
Bildung von Rückstellungen für noch anfallende Grundstücks- und Erschließungskosten
für in Vorjahren veräußerte Grundstücke in Höhe von 954 T€ (Vorjahr: 207 T€) beein-
flusst.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Finanzierung der
noch anfallenden Grundstücks - und Erschließungskosten stehen ausreichend liquide
Mittel und ein bis zum 31.12.2021 befristetes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 16.736
T€ zur Verfügung, von dem im Berichtsjahr ein Teilbetrag in Höhe von 3.000 T € und
Anfang des Geschäftsjahres 2021 ein weiterer Teilbetrag in Höhe von 10.000 T€ zurück-
gezahlt worden ist.
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Reduzierung der Bilanzsumme
resultiert im Wesentlichen zum einen aus dem Abgang von Vorratsvermögen bei Über-
gabe veräußerter Grundstücke und zum anderen aus der Verwendung von Kaufpreis-
zahlungen zur Rückführung von Kapitalmarktmitteln.
Risiken und Chancen
Die Chancen der Gesellschaft bestehen in einem Abverkauf der einzelnen Baufelder zu
Preisen, die über den Buchwerten und noch zu erwartenden Herstellungskosten für die
Erschließung und Vermarktung liegen. Die Verkaufsprognosen sind im Rahmen der Wirt-
schaftsplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen bis zum
Jahr 2021 kalkuliert worden. Für ein Baufeld mit einer Grundstücksfläche von rd.
3.650 qm besteht eine befristete Reservierungsvereinbarung mit einem potenziellen Er-
werber. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Berichtsjahr zwei Grundstückskaufver-
träge mit einer Gesamtfläche von rd. 26.135 qm abgeschlossen, die bereits im ersten
Quartal 2021 erfolgswirksam übergeben werd en konnten. Weitere Risiken der Gesell-
schaft bestehen in einer unzureichenden Nachfrage und dem damit verbundenen zeit-
verzögerten Abverkauf der Grundstücke bei laufenden Vermarktungs-, Verwaltungs- und
Vorhaltekosten. Das implementierte Risikomanagementsys tem berücksichtigt das wirt-
schaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risi-
ken der jeweiligen Leistungsbereiche. Bei der Auswahl der bei der Projektierung und
Umsetzung Beteiligten wird auf erfahrene und leistungsfähige Vertragspartner zurück-
gegriffen. Ein permanentes Augenmerk gilt im Rahmen des Risikomanagements der
Analyse von Risiken aus Finanzinstrumenten. Mit dem wesentlichen Ausfall von Forde-
rungen wird nicht gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein positives Ergebnis
erwartet, dass im Wesentlichen aus Verkaufsgewinnen aus bereits abgeschlossenen
und geplanten Grundstückskaufverträgen resultiert.
244
Digital Hub Cologne GmbH
Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 62
51105 Köln
Kontakt 0221 – 9758084 - 0
www.digitalhubcologne.de
Gründung 2016
Handelsregister HRB 89123, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 33,3%
Universität Köln 33,3%
Industrie- und Handelskammer Köln 33,3%
Unternehmensgegenstand
Der Betrieb eines Hubs ("Drehscheibe") zur Förderung von Startups sowie zur Förderung
der Digitalisierung, insbes. der digitalen Transformation von Mittelstand und Industrie.
Dabei zielt der Hub auf die diskriminierungsfreie Korrektur von Marktversagen. Im Rah-
men dessen ist die Gesellschaft unter anderem berechtigt, sich am Förderprogramm
"DWNRW-Hub" zu beteiligen und dadurch das Eco -System und die Startup -Szene zu
unterstützen sowie förderfähige Leistungen abzuwickeln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Thomas Bungard
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Daniels GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
245
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Kapitalzuführungen 100,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 583,2 581,6 438,3
Jahresergebnis -194,6 -210,3 -376,3
Eigenkapital 342,2 431,9 355,6
Bilanzsumme 446,0 525,1 468,2
Investitionen 0 0 0
Verbindlichkeiten 29,8 28,2 18,7
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 7 9 13,75
Wirtschaftliche Lage
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Digital Hub Cologne GmbH mit Sitz in Köln wurde 2016 gegründet als e iner von
insgesamt sechs DWNRW Hubs. Bis zum 30.06.2020 war die Gesellschaft Teil der
DWNRW Landesinitiative, die der Stärkung der Digitalen Wirtschaft in Nordrhein West-
falen dienen soll. Im Fokus stehen auch nach Ende der Förderphase der Erfahrungs-
transfer zwischen Startups und der Digitalisierungsszene sowie etablierten Unterneh-
men, der Austausch von Kompetenzen sowie die kontinuierliche Entwicklung von neuen,
innovativen Angeboten und Dienstleistungen, um neue Werte für die digitale Wirtschaft
in der Region Köln zu schöpfen.
Geschäftsverlauf 2020
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2020 waren geprägt durch die
Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Lockdown der Wirtschaft und des öf-
fentlichen Lebens ab März bis zum Sommer und erneut zum Jahresende. Dadurch ging
die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr zurück, gleichzeitig brachte der Lock-
down einen Digitalisierungsschub für Unternehmen, Institutionen und die Bevölkerung,
um das öffentliche Leben und die Wirtschaft weiter am Laufen zu halten.
Mit dem Auslaufen der Förderung zum 30.06.2020 lag der Fokus im Jahr 2020 weiter
auf dem Aufbau eines nachhaltigen und eigenständigen Geschäftsmodells.
246
Wirtschaftliche Lage
Anfang 2020 wurde das auf den Mittelstand ausgerichtete kostenpflichtige Produktange-
bot „DHC -Werkstatt“ eingeführt, mit dem der DHC mittelständische Unternehmen als
Lotse und Navigator durch die Herausforderungen der Digitalisierung begleitet. Der Ver-
trieb dieses Produktes wurde durch die Pandemie erschwert, weshalb Kostensenkungs-
maßnahmen eingeleitet wurden.
Weitere mittelfristige Einnahme quellen wurden durch die Teilnahme an verschiedenen
Förderaufrufen erschlossen. Erfolgreiche Bewerbungen waren: das “Modellprojekt
Smart Cities͞ “ mit der Stadt Köln und das „Mittelstand-Digital Zentrum Rheinland“ im Kon-
sortium mit der TH Köln und Instituten der RWTH Aachen.
Ein weiteres Geschäftsfeld soll im Bau - und Immobilienbereich entstehen mit dem Auf-
bau eines sog. „PropTech Hubs“, der sich auf die Herausforderungen und die Digitalisie-
rung dieser Branche fokussiert.
Diese Neuausrichtung, die im Jahr 2020 begonnen wurde, konnte erfolgreich umgesetzt
werden. Zum 1. November 2021 startete das Mittelstand -Digital Zentrum Rheinland mit
einer Laufzeit bis Oktober 2024. Am 31. August 2021 wurde der Verein PropTech Power-
house e.V. gegründet, für den der DHC d ie Geschäftsbesorgung übernimmt. Das gibt
dem DHC eine stabile Grundlage für die nächsten Jahre. Es ermöglicht dem Unterneh-
men seine Kompetenzen und das Netzwerk weiter auszubauen und zur Digitalisierung
in der Region Köln beizutragen.
247
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH
Anschrift Börsenplatz 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 99501 - 0
www.koeln.business.de
Gründung 2018
Handelsregister HRB 96833, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Förderung der Wirtschaft und des Standortes, insbesondere durch Ansiedlung, Ent-
wicklung und Förderung von Industrie, Gewerbe, Handel und Handwerk sowie der Bran-
chen des Dienstleistungssektors, Wissenschaft und Innovation durch Beratungs - und
Dienstleistungen auf allen Gebieten, zur Verbesserung der räumlichen, sozialen und
wirtschaftlichen Struktur und zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Dr. Manfred Janssen Herr Michael Josipovic
Aufsichtsrat
Herr Nicolai Lucks
(Vorsitzender)
Herr Mario Michalak
(ab 10.12.2020)
Herr Jörg Frank (1. stellv. Vorsitzender,bis
10.12.2020)
Herr Dirk Michel
(ab 10.12.2020)
Frau Brigitta von Bülow (1. Stellv. Vorsit-
zende, ab 10.12.2020)
Frau Sabine Pakulat
(bis 10.12.2020)
248
Aufsichtsrat
Herr Jörg van Geffen
(2. stellv. Vorsitzender)
Herr Berndt Petri
Herr Dr. Walter Botermann
(bis 10.12.2020)
Herr Andreas Pöttgen
(bis 10.12.2020)
Herr Sebastian Bucher
(ab 10.12.2020)
Frau Sandra Schneeloch
(ab 10.12.2020)
Herr Volker Görzel Herr Dr. Martin Schoser
(bis 10.12.2020)
Herr Markus Greitemann Frau Lisa Steinmann
(ab 10.12.2020)
Frau Claudia Heithorst Frau Elisabeth Thelen
(bis 10.12.2020)
Herr Christian Joisten
(bis 10.12.2020)
Herr Dr. Simon von Danwitz
(ab 10.12.2020)
Frau Derya Karadag
(ab 10.12.2020)
Frau Züleyha Kurt
(ab 10.12.2020)
Herr Malik Karaman
(bis 10.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
SRS Audit GmbH
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebs- und Investitionskostenzuschüsse
(erhalten in 2020 für die Geschäftsjahre 2020 und 2021) 27.017,8
Rückzahlungen an Stadt Köln 4.189,3
249
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 442,2 136,5
Jahresergebnis -6.189,6 -9.373,1
Eigenkapital 23,0 12.576,6
Bilanzsumme 6.650,6 20.471,0
Investitionen 1.103,0 648,8
Verbindlichkeiten 5.190,6 5.105,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 28,75 48,25
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs -GmbH ist eine einhundertprozentige Tochter-
gesellschaft der Stadt Köln und von dieser mit der Wahrnehmung der kommunalen Auf-
gabe Wirtschaftsförderung im weiteren Sinne betraut. Die Stadt Köln betraute die Ge-
sellschaft mit definierten Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse,
die mit besonderen Gemeinwohlverpflichtungen verbunden sind und im Interesse der
Allgemeinheit erbracht werden. Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung der Wirt-
schaft und des Standortes Köln. Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft erfolgt ge-
mäß Betrauungsakt über Einzahlungen des Gesellschafters. Die finanziellen Mittel wer-
den nur im Rahmen des Betrauungsaktes ausgezahlt.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2020 geprägt durch die umfassenden und
anhaltenden Ausw irkungen der Corona -Pandemie sowie den Brexit. Der Wirtschafts-
standort Köln zeichnet sich einerseits durch seine Branchenvielfalt aus, ist andererseits
als einer der weltweit größten Messestandorte, Tourismusmagnet, Karnevalshochburg
und Einkaufsstadt wirtschaftlich besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie
betroffen, aber auch der Strukturwandel der Automobilindustrie stellt den Standort Köln
vor große Herausforderungen.
Geschäftsverlauf 2020
Die KölnBusiness hat im Jahr 2020 einerseits die lokale Wirtschaft in der Corona -Pan-
demie durch akute Krisen - und Fördermittelberatung unterstützt, andererseits den Auf-
bau der Gesellschaft im zweiten Jahr ihres Bestehens konsequent vorangetrieben.
Chancen und Risiken
Die Chance auf eine Aufwertung der Wirtschaftsförderung zur Bewältigung der Corona-
Krise und deren negativen wirtschaftlichen Auswirkungen sowie auf den Neustart und
250
Wirtschaftliche Lage
schnelleren Strukturwandel der Wirtschaft besteht auch in Köln. Durch den erfolgten Auf-
bau der Gesellschaft als agile, digitale städt ische Tochter sind hierfür sehr gute Grund-
lagen geschaffen worden. Konkret bestehen Chancen, die Unterstützungsleistungen für
die kommunale Wirtschaft weiter zu verbessern.
Risiken für die weitere Entwicklung der Gesellschaft bestehen zum einen in einer unzu-
reichenden finanziellen Mittelausstattung, wodurch sich einige Geschäftstätigkeiten nicht
mehr aus- bzw. fortführen ließen. Zum anderen stellt die große Knappheit an verfügba-
ren Gewerbe- und Industrieflächen ein Risiko für erfolgreiche Wirtschaftsförderu ngsar-
beit am Standort dar.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Durch ihre agilen, schlanken und digitalen Strukturen hat die Gesellschaft die besten
Voraussetzungen, um die zukünftigen Herausforderungen der Wirtschaftsförderungsar-
beit erfolgreich zu bewältigen. Zudem wird die weitere Aufbauarbeit der Gesellschaft
dazu beitragen, die Gesellschaft zu einer der führenden Wirtschaftsförderungen in
Deutschland werden zu lassen.
251
4. Soziales
SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH
Anschrift Boltensternstraße 16
50735 Köln
Kontakt 0221- 777 55 301
www.sbk-koeln.de
Gründung 2006
Handelsregister HRB 58783, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0 %
Unternehmensgegenstand
Zweck des Unternehmens ist die Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versorgung und
Pflege alter, behinderter, psychisch kranker Menschen oder anderweitig Not leidender
oder gefährdeter Menschen, die häusliche Pflege sowie weitere entsprechende Ange-
bote für di esen Personenkreis, der Betrieb von Werkstätten für behinderte Menschen,
die Aus- und Weiterbildung in pflegerischen, pflegenahen, betreuerischen, handwerkli-
chen und kaufmännischen Berufen. Weiterer Gegenstand ist die Funktion als zentraler
Beschäftigungsträger im Rahmen beruflicher und sozialer Rehabilita tion nach dem So-
zialgesetzbuch.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Gabriele Patzke
Aufsichtsrat
Herr Ossi Werner Helling (Vorsitzender) Herr Michael Paetzold
(stellv. Vorsitzender, bis 18.12.2020)
252
Herr Thomas Welter
(stellv. Vorsitzender ab 18.12.2020,
zuvor Mitglied)
Herr Daniel Bauer-Dahm (ab 10.12.2020)
Frau Hanne Cürten Herr Martin Erkelenz (bis 10.12.2020)
Herr Andreas Greggersen Frau Katja Hoyer
Herr Klaus Keller Frau Marion Krohn
Herr Dr. Harald Rau Frau Elfi Scho-Antwerpes (ab 10.12.2020)
Frau Monika Schultes (bis 10.12.2020) Frau Friederike Stolle
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Ratingen
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Investitionszuschüsse (ergebnisneutrale Weiterleitung erh. GFG-Mittel) 3.830,4
Gewährte Darlehen 1.076,5
Kommunalbesicherte besicherte Verbindlichkeiten 2.053,6
253
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 120.373,4 116.972,5 117.249,6
Immaterielle Vermögensgegenstände 312,6 359,3 294,5
Sachanlagen 119.076,5 115.709,9 115.815,3
Finanzanlagen 984,2 903,3 913,8
Umlaufvermögen 61.501,9 69.030,6 74.606,9
Vorräte 599,3 544,5 804,6
Forderungen und sonst. VG 7.685,4 8.092,3 6.617,3
Wertpapiere 151,6 0,0 0,0
Liquide Mittel 53.065,7 60.393,8 67.185,0
Rechnungsabgrenzungsposten 266,0 283,9 507,1
Summe Aktiva 182.141,3 186.287,0 192.363,6
Passiva
Eigenkapital 64.537,8 65.073,5 65.655,7
Gezeichnetes Kapital 45.000,0 45.000,0 45.000,0
Kapitalrücklage 11.908,6 11.908,6 11.908,6
Gewinnrücklage 161,6 161,6 161,6
Bilanzergebnis 7.467,6 8.003,2 8.585,5
Sonderposten 18.092,9 19.277,6 23.183,7
Rückstellungen 27.932,7 31.259,3 34.620,3
Verbindlichkeiten 69.571,6 68.410,0 66.586,7
Rechnungsabgrenzungsposten 2.006,3 2.266,7 2.317,1
Summe Passiva 182.141,3 186.287,0 192.363,6
254
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 98.797,9 102.368,3 108.605,7
Umsatzerlöse 98.716,8 102.229,9 108.609,2
Bestandsveränderungen -3,3 6,5 -3,5
andere aktivierte Eigenleistungen 84,4 131,9 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 12.619,9 16.152,7 17.272,9
Betriebsleistung 111.417,8 118.521,0 125.878,6
Betriebsaufwand 107.662,2 113.715,5 122.618,4
Materialaufwand 14.641,2 15.044,5 18.598,3
Personalaufwand 68.022,9 70.307,7 76.097,4
Abschreibungen 7.203,1 7.580,9 6.944,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.795,0 20.782,4 20.978,1
Betriebsergebnis 3.755,6 4.805,5 3.260,2
Finanzergebnis -2.934,6 -4.170,3 -2.585,1
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 37,3 35,6 37,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81,1 80,9 104,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,2 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.053,0 4.286,8 2.726,4
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 0,0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8,3 17,2 9,0
Sonstige Steuern 81,0 82,4 83,8
Jahresergebnis 731,7 535,6 582,3
Gewinnvortrag 6.735,9 7.467,6 8.003,3
Bilanzgewinn 7.467,6 8.003,2 8.585,5
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 66,1 62,8 61,0
Abschreibungsquote 6,0 6,5 6,0
Investitionen (T€) 3.424,2 4.734,3 7.717,0
Investitionsquote 2,8 4,0 6,6
Eigenkapitalquote 35,4 34,9 34,1
Pensionsverpflichtungen (T€) 12.743,8 14.158,0 16.005,2
255
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bankverbindlichkeiten (T€) 47.398,6 44.871,3 42.409,7
Veränderung Verschuldung (T€) -2.424,9 -2.527,3 -2.461,6
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) 0,4% 0,3% 0,3
Rohertrag (T€) 84.156,7 87.323,9 90.007,4
EBIT (T€) 3.755,5 4.805,7 3.260,2
EBITDA (T€) 10.958,6 12.386,6 6.944,6
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt,
Summe in VK 1.134,5 1.144,9 1.189,5
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 60,0 61,4 64,0
Wirtschaftliche Lage
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH (im folgenden SBK genannt) bietet
aufeinander abgestimmte vernetzte Leistungen für Senioren, Menschen mit Behinderung
und arbeitsuchende Menschen an. Derzeit ist sie in 15 Stadtteilen im Kölner Stadtgebiet
mit einer breiten Angebotspalette, die nahezu alle Dienst leistungen umfasst, die alte
Menschen oder Menschen mit geistiger, psychischer oder mehrfacher Erkrankung benö-
tigen, vertreten.
Angesicht der steigenden Zahl alter und insbesondere hochaltriger Menschen ergibt sich
die Herausforderung, auch in Zukunft eine angemessene Versorgung der Pflegebedürf-
tigen zu gewährleisten. Auch wird sich die Nachfrage nach individuellen Pflege- und Be-
treuungsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund in den nächsten Jahren ver-
ändern. Zudem ist von einem steigenden Anteil jüngerer pflegebedürftiger Menschen,
auszugehen. Der Anteil von Menschen, die einer organisierten Betreuung aufgrund von
geistiger bzw. verstärkt psychischer Behinderung bedürfen, auch bei über 65 -jährigen,
wächst ebenfalls.
In der Betreuung von Menschen m it Beeinträchtigungen gehen die politisch gewollten
Bestrebungen dahin, auch Menschen mit komplexen Bedarfen ambulant zu versorgen,
sofern dies ihr Wunsch ist.
256
Wirtschaftliche Lage
Im ambulanten Bereich ist der Anteil der leistungsberechtigten Erwachsenen von
Wohnleistungen mit ambulanter Unterstützung stetig angestiegen. Allerdings sind alter-
native Wohn- und Pflegearrangements in einer Großstadt wie Köln nicht einfach umzu-
setzen. Die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt in Köln steigt weiter. Dies wird sich
auch in den nächsten Jahren nicht ändern.
Geschäftsverlauf 2020
Das Jahr 2020 wurde von der Corona-Pandemie geprägt. Zum Schutz der Bewohner*in-
nen in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanter Betreuung gab es daher zahlrei-
che Gesetze und Verordnungen von Seiten des Bundes und des Landes, die es umzu-
setzen galt. Die Umsetzung war dabei zumeist mit großem organisatorischen und finan-
ziellen Aufwand verbunden. Auch bezüglich der Förderung neuer Stellen im Bereich der
Pflege gab es im Jahr 2020 gesetzliche Neuerungen. Das Zweite Pflegestärkungsgesetz
sah unter anderem die Anfertigung eines wissenschaftlich fundierten Verfahrens zur
Messung des Personalbedarfs in der stationären Altenpflege vor. Demnach besteht bei
Pflegeeinrichtungen insgesamt ein Mehrbedarf von 100.000 Stellen, was einem Wert von
36% entspricht.
Schritte in Richtung einer bedarfsgerechten Personalausstattung in vollstationären Pfle-
geeinrichtungen wurden durch das Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversor-
gung und Pflege (Gesundheitsversorgungs - und Pflegeverbesserungsgesetz – GPVG)
und das Pflegepersonal -Stärkungsgesetz (PpSG) vorgenommen. Auf Grund der nicht
vorhandenen Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt erweist sich die Umsetzung als nur be-
dingt möglich.
Das Wirtschaftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresergebnis in Höhe von 582 T€ ab. Der
Überschuss übertrifft das geplante Ergebnis u. a. auf Grund niedrigerer Instandhaltungs-
aufwendungen. Insgesamt war das Jahresergebnis 2020 von Sondersachverhalten be-
einflusst, vor allem auf Grund der ab März 2020 herrschenden Corona -Pandemie. Dies
führte zu zusätzlichen Aufwendungen und in einigen Bereichen zu geringeren Erlösen.
Diese wirtschaftlichen Auswirkungen wurden durch verschiedene Rettungspakete aufge-
fangen. Die Vermögenslage der SBK ist ausgewogen. Das Anlagevermögen wird zu über
100 % durch Eigenkapital, Sonderposten und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Somit
sind die langfristig gebundenen Vermögenswerte auch durch langfristig bereitgestellte
Mittel finanziert. Der Deckungsgrad bezogen auf Eigenkapital, Sonderposten und Auf-
wandsrückstellungen beträgt überdurchschnittliche 77,4 % (73,9 % im Vorjahr).
257
Wirtschaftliche Lage
Die Veränderung zum Vorjahresstichtag entsteht durch den Anstieg des Sonderpostens
auf Grund von verwendeten Zuschüssen. Im Berichtsjahr wurden Baumaßnahmen wie
der Neubau von Haus 8 in Riehl und der Umbau des Hauses in Dellbrück fortgeführt.
Prognose
Das Jahr 2021 wird weiter durch die Corona Pandemie bestimmt. Für die Ertragslage
wird entscheidend sein, wie lange das Rettungspaket des § 150 SGB XI noch fortgesetzt
wird. Außerdem zeigt sich, dass die Belegungssituation aktuell schwierig ist. Die Men-
schen sind zurückhaltender, die Angebote der stationären Pflege in Anspruch zu neh-
men. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen ist für 2021 ein ausgeglichenes Er-
gebnis geplant. Auch die p andemieunabhängigen finanziellen, politischen und gesell-
schaftlichen Rahmenbedingungen, die für die erfolgreiche Tätigkeit der SBK bestimmend
sind, unterliegen einem Wandel, der sehr schnelle Anpassungen erfordert. Die bereits
angesprochenen gesetzlichen Regelungen, die fortschreitende Digitalisierung sowie evtl.
anstehende Personalbemessungsveränderungen ziehen weiterhin erhebliche Verände-
rungen im Unternehmen nach sich. Vor allem wird die Gewinnung von Fach - und Füh-
rungskräften nach wie vor für die Zukunft des Unternehmens prägend sein.
Die SBK beabsichtigen, in den kommenden Jahren rd. 80 Mio. € in ihren Immobilienbe-
stand zu investieren. Ziel ist es, das Angebot durch weitere Neubauten und Umbaumaß-
nahmen zu optimieren und auch auf neue Stadtteile auszuweiten. Die Corona Pandemie
wird weiterhin zu Verzögerungen bei den Bauprojekten führen.
Chancen und Risiken
Ungeachtet der oben genannten Maßnahmen sind die Entwicklung der Ertragslage so-
wie die Entwicklung der Liquidität risikobehaftet. Weder die aktuelle Vermögenslage noch
laufende Projekte bieten derzeit jedoch Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken.
258
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Anschrift Neufelder Str. 34
51067 Köln
Kontakt 0221 – 8907 - 0
www.kliniken-koeln.de
Gründung 2004
Handelsregister HRB 53323, Amtsgericht
Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens insbe-
sondere durch die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung der Stadt Köln vor al-
lem durch ambula nte, vor-, nach-, voll- und teilstationäre Krankenversorgung mit leis-
tungsfähigen wirtschaftlich gesicherten Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungs-
zentren und Rehabilitationseinrichtungen sowie die medizinisch zweckmäßige und aus-
reichende Versorgung der in diesen Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungszen-
tren und Rehabilitationseinrichtungen behandelten Patientinnen und Patienten;
der Aus-, Fort- und Weiterbildung insbesondere durch die Bereithaltung theoretischer
und / oder praktische Lehrangebote, vor allem im Bereich der medizinischen Berufe und
der Pflegeberufe. Darüber hinaus kann die Gesellschaft in sämtlichen anderen Berufen
ausbilden, soweit sie dazu über die rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen verfügt;
die Forschung und Lehre im Bereich der Medizin und der Pflege insbesondere im Rah-
men des Betriebes von akademischen Lehrkrankenhäusern in Zusammenarbeit mit
Hochschulen und Hochschuleinrichtungen.
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Kliniken und Medizinischen Versor-
gungszentren einschließlich der Schulen für Pflegeberufe.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
259
Geschäftsführung
Herr Holger Baumann
Aufsichtsrat
Herr Michael Paetzold
(Vorsitzender)
Herr Dr. Portz
Herr Joachim Heinlein
(stellv. Vorsitzender)
Herr Dr. Harald Rau
Frau Ursula Gärtner Frau Uschi Röhrig
Frau Beate Hane-Knoll (ab 10.12.2020) Herr Hartmut Steffens
Herr Sven Kaske Herr Thomas Stiefelhagen
Herr Michael Krakau (bis 10.12.2020) Herr Dr. Ralf Unna
Frau Ulla Lötzer (bis 10.12.2020) Frau Heike Wolf (ab 10.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
BW PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mdB Wirtschaftsprüfungsge-
sellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Gesellschafterdarlehen 110,3 Mio. €
260
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 173.357,9 168.759,2 184.484,8
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.328,6 3.274.5 3.311,0
Sachanlagen 169.198,6 165.360,1 168.892,4
Finanzanlagen 830,7 123.6 12.281,5
Umlaufvermögen 114.279,0 128.697,2 162.153,1
Vorräte 13.398,9 15.260,1 16.079,4
Forderungen und sonst. VG 79.779,3 90.862,5 109.598,8
Liquide Mittel 21.100,8 22.574,5 36.474,8
Rechnungsabgrenzungsposten 288,0 178,0 128,1
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensbe-
wertung 25,9 22,9 0,0
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 79.860,6 100.149,0 148.722,3
Summe Aktiva 367.811,5 397.805,4 495.488,3
Passiva
Eigenkapital 0,0 0,0 0,0
Gezeichnetes Kapital 17.000,0 17.000,0 17.000,0
Kapitalrücklage 15.878,9 45.878,9 45.878,9
Verlustvortrag -66.307,7 -112.739,5 -163.028,0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -46.431,8 -50.288,4 -48.573,2
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 79.860,6 100.149,3 148.722,3
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 61.666,0 59.596,2 58.328,1
Rückstellungen 74.201,9 85.729,0 118.008,0
Verbindlichkeiten 231.943,5 252.480,1 319.152,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0
Summe Passiva 367.811,5 397.805,4 495.488,3
261
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung
Umsatzerlöse 356.220,0 359.608,1 383.666,0
Bestandsveränderungen -364,8 1.923,0 -1.683,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 14.222,2 13.803,1 13.832,8
Betriebsleistung 370.077,3 375.334,4 395.815,8
Betriebsaufwand
Materialaufwand 104.630,2 112.387,9 116.152,2
Personalaufwand 235.312,3 252.833,4 256.849,2
Abschreibungen 16.273,3 10.113,1 14.857,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 53.046,0 37.044,5 43.484,2
Betriebsergebnis -39.184,5 -42.710,6 -35.527,0
Finanzergebnis
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10,4 31,3 9,9
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 645,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.771,1 6.718,8 8.776,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 372,3 162.8 4.204,4
Sonstige Steuern 114,2 82,5 74,9
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -46.431,7 -50.288,4 -48.573,2
262
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 47,1% 42,4% 37.2%
Abschreibungsquote 9,4% 9,4% 8,6%
Investitionen (T€) 10.088,7 11.988,2 30.538,9
Investitionsquote 5,8% 7,1% 16,6%
Eigenkapitalquote 0,0% 0,0% 0,0%
Pensionsverpflichtungen (T€) 27.122,0 30.966,0 38.830,0
Bankverbindlichkeiten (T€) 86.551,4 70597,6 4.159,3
Veränderung Verschuldung (T€) 50.256,8 20.536,6 66.672,0
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) -10,8% -10,4% -8,4%
Rohertrag (T€) 265.447,0 262.946,5 279.663,6
EBIT (T€) -39.184,6 -48.546,0 -36.465,0
EBITDA (T€) -22.911,3 -32.766,8 -21.600,8
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 4.313 4.404 4.470
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 54,6 57,4 57,5
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Kliniken wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2004 durch Ausgliederung zur Neugrün-
dung aus einem Eigenbetrieb der Stadt Köln in eine gemeinnützige Gesellschaft mit be-
schränkter Haftung umgewandelt. Alleingesellschafterin ist die Stadt Köln
Auch im Jahr 2020 haben die Kliniken wie in den vergangenen Jahren Ihren Platz in der
Gesundheitsversorgung der Region wahrgenomme n Die Belegung blieb jedoch haupt-
sächlich bedingt durch die Pandemie deutlich hinter den Plan- und den Vorjahreswerten
zurück. Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich gesunken, was insbesondere auf
die rückläufigen Fallzahlen zurückführen ist (2020: 49 .043; Vorjahr: 57.014), wobei die
Leistungsentwicklung an allen drei Standorten eine negative Entwicklung zeigt: In Mer-
heim wurden 22.338 Patienten versorgt (Vorjahr: 25.924), in Holweide 17.664 (Vorjahr:
20.448). In Riehl sank die Patientenzahl auf 9.041 (Vorjahr: 10.642).
263
Wirtschaftliche Lage
Die erzielten Casemixpunkte („CMP“) lagen in 2020 rd. 5.000 CMP unter dem Vorjahres-
wert und betrugen 52.821 CMP.
Geschäftsverlauf 2020
Die Kliniken der Stadt Köln haben im Geschäftsjahr 2020 ein gegenüber dem Vorjahr
leicht verbessertes Jahresergebnis von -48,6 Mio. € (Vorjahr: -50,3 Mio. €) zu verzeich-
nen. Im Vergleich zum gemäß Wirtschaftsplan geplanten Ergebnis (- 57,4 Mio. €) ist hin-
gegen eine deutlich positive Abweichung zu verzeichnen.
Im Bereich der Personalaufwendungen wurde der gemäß Wirtschaftsplan formulier te
Planwert um 0,6 Mio. € bzw. 0,2 % überschritten. Die Anzahl der Vollkräfte ist im Vor-
jahresvergleich um 10 auf 3.238 Vollkräfte gesunken.
Das negative Jahresergebnis zeigt im operativen Geschäft ein deutliches Minus. Neben
den Belastungen, die aus der CO VID-19-Pandemie resultieren, trugen hierzu ins beson-
dere das zunehmende Auseinanderklaffen von Preisentwicklungen auf der Leistungs-
seite zu den im Vergleich überproportionalen Steigerungen auf der Kostenseite und da-
bei neben der Personalkostenseite insb esondere überproportionale Sachkostensteige-
rungen durch Personalleasing und sonstige betriebliche Aufwendungen.
Die günstige Abweichung zwischen dem laut Wirtschaftsplan prognostizierten und dem
tatsächlichen Jahresergebnis resultiert insbesondere aus Ausg leichs- und Zuschlags-
zahlungen, die der Gesetzgeber als Unterstützungsmaßnahme im Rahmen der Corona-
Pandemie beschlossen hat.
Für das Freihalten von Betten für COVID-19-Pantienten wurden Ausgleichszahlungen in
Höhe von 20,9 Mio. € und sonstige Zuschüsse in Höhe von 1,8 Mio. € vereinnahmt.
Chancen und Risiken
Chance: Gute Marktpositionierung
Die Kliniken der Stadt Köln sind am Markt gut positioniert und genießen auch überregio-
nal einen sehr guten Ruf. Im Einzugsgebiet von Düsseldorf über Aachen und Bonn haben
sie einen Marktanteil von rd. 12% und annähernd gleiche Fallzahlen wie die umliegenden
Universitätskliniken. Durch ihr breites medizinisches Spektrum, die vorteilhafte Mischung
von Maximalversorgung und Grund- bzw. Regelversorgung sind die Kliniken gut au fge-
stellt. Durch die gezielte strategische Ausrichtung der einzelnen Kliniken auf Vervollstän-
digung der Wertschöpfungskette innerhalb eines Faches und Breite des Angebotes wird
horizontal und vertikal diversifiziert.
264
Wirtschaftliche Lage
Das ermöglicht zum einen eine vollständige Behandlung des Patienten (One-stop-
shopping-Ansatz), aber auch eine sehr breite Ausbildung der Mitarbeiter. Letzteres ist
nach aktuellen Studien der wichtigste Faktor für die Auswahl eines Arbeitgebers.
Chance: Personalentwicklungskonzept
Darüber hinaus wird durch das Personalentwicklungskonzept sowohl das Aus-, Fort- und
Weiterbildungs-spektrum vergrößert, als auch die Qualifikation der Mitarbeiter erhöht,
insbesondere durch den Ausbau der Lehrstühle mit der Universität Witten-Herdecke. Im
Ergebnis e rhöht sich so die Qualität des Personals, was wiederum den Patientenzu-
spruch verbessert.
Risiko: Fachkräftemangel
Der Fachkräftemangel im Gesundheits - und Pflegebereich führt zu nicht absehbaren
Kostensteigerungen sowie zu Mindererlösen, die aus der Schli eßung von Betten sowie
ganzer Stationen resultieren. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter wird die größte
Herausforderung für die Zukunft sein.
Risiko: Investitionsstaus
Die Investitionskosten der Krankenhäuser werden schon lange nicht mehr alleine durch
Fördermittel finanziert. Die Investitionsförderquote in NRW ist seit 1972 von 24,9% auf
heute ca. 4%, somit um knapp 21% abgesunken. Dazu kommen weitere erhebliche Kos-
tensteigerungen in den Bereichen Energie, Haftpflicht -versicherungsprämien, M edika-
mente und Medizintechnik.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Klinken der Stadt Köln werden durch ein strategisch neu ausgerichtetes Standort-
konzept und die begonnene Umsetzung hin zur Zentren-Organisation ihre Marktposition
in Köln und Umg ebung wesentlich verbessern. Durch die Zentralisierung von medizini-
schen Leistungen werden Grenzen zwischen Fachdisziplinen aufgehoben und Experten
von Erkrankungen arbeiten interdisziplinär als fachliches Team zusammen. Die daraus
resultierenden Synergien führen zu einer kostengünstigeren Leistungserbringung mit ei-
nem maximalen medizinischen Output.
265
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH
Anschrift Ostmerheimer Str. 200
51109 Köln
Kontakt 0221 – 2784 - 0
Gründung 1996
Handelsregister HRB 27853, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Neurologischen Rehabilitationskli-
nik für Schädel-Hirn-Patienten in Köln-Merheim für Mitglieder der gesetzlichen Kranken-
versicherung, der Berufsgenossenschaften / Rentenversicherungsträger und für Privat-
patienten. Die Gesellschaft wird in enger Kooperation mit dem Krank enhaus Köln-Mer-
heim, einem Betriebsteil der Kliniken der Stadt Köln gGmbH, betrieben.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Prof. Dr. Horst Kierdorf
Frau Daniela Levy (25.11.2019-14.04.2020)
Aufsichtsrat
Frau Ursula Gärtner (Vorsitzende) Herr Dr. Harald Rau
Herr Joachim Heinlein (stellv. Vorsitzender) Herr Holger Baumann
Herr Michael Paetzold
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
266
Jahresabschlussprüfung
BW PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mdB Wirtschaftsprüfungsge-
sellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 15.595,4 15.052,9 14.717,8
Jahresergebnis -3.792,3 -2.863,1 -1.384,4
Eigenkapital 0,0 0,0 0,0
Bilanzsumme 7.103,1 12.747.1 14.445,1
Investitionen 37,4 382.783,7 390,2
Verbindlichkeiten 6.071,4 11.813,3 12,882,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 195,3 276,5 174,9
Wirtschaftliche Lage
Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten
Die RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH, Köln ist eine auf die
Rehabilitation von schädel-/hirnverletzten Patienten spezialisierte Klinik mit 132 Betten.
Sie wird in enger Kooperation mit dem Krankenhaus Köln-Merheim betrieben.
Im Jahr 2020 gab es lt. Angaben des Statistischen Bundesamtes 1.107 Vorsorge - und
Reha-Einrichtungen in Deutschland (Vorjahr: 1.112) mit insgesamt rd. 160.000 Betten.
Unverändert ist eine Tendenz erkennbar, auch den Rehabilitationssektor weiter zu „ver-
schlanken“. Dies erklärt sich aus der Finanzierungslücke zwischen der aus dem demo-
grafischen Wa ndel zu erwartenden Einnahmesituation der Krankenkassen und der
wachsenden, altersbedingten Versorgungslage. Eine weitere Verstärkung dieses Effek-
tes durch die COVID-Pandemie ist zu erwarten. Für die RehaNova wird diese Entwick-
lung jedoch keine wesentlichen Auswirkungen haben, da bei den Neurologischen Krank-
heitsbildern die an die Akutversorgung anschließende Rehabilitation ein unverzichtbarer
Bestandteil für den Behandlungserfolg und die Gesundung der Patient*innen darstellt.
267
Wirtschaftliche Lage
Wie schon seit mehr als 10 Jah ren zeigen sich die marktspezifischen Gegebenheiten
durch einen zunehmenden Fachkräftemangel und erhebliche Kostensteigerungen für
Ärzte und Pflegekräfte aus, die durch die Anpassungen der Pflegesätze nicht vollständig
kompensiert werden.
Chancen und Risiken des Marktsegments
Das wesentliche Risiko der zukünftigen Entwicklung ist die Leistungserbringung. Falls
die Belegungstage rückläufig sind bzw. unter Plan liegen (z.B. durch die COVID-Pande-
mie), hat dies erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Gesellschaft.
Der Schweregrad der zugewiesenen Patienten hat in 2020 im Vergleich zu Vorjahren
weiter zugenommen, was auch auf die enge Kooperation mit der N eurochirurgie / Neu-
rologie des KH Merheim zurückzuführen ist. Diese schwerkranken Patiente n der Reha-
bilitationsphase B, verursachen in der initialen Phase (Intensivbehandlung) Kosten von
mehr als 900,00 €/Tag verursachen. Unabhängig vom tatsächlichen Schweregrad der
Patienten beträgt aber der Tagessatz für alle Patienten der Phase B 550,00 €/Ta g (bei
infektiösen Patienten gibt es einen Zuschlag von 45,00 €/Tag).
Die Belegung wiederum ist unmittelbar abhängig von der Verfügbarkeit von Fachkräften
im ärztlichen Dienst wie auch im Pflegebereich. Da der Schweregrad der behandelten
Patienten in den vergangenen Jahren stetig zunahm, ist unter sonst gleichen Bedingun-
gen die Versorgung nur einer geringeren Anzahl von Patienten möglich.
Als generelles Personalrisiko ist der Fachkräftemangel in der Pflege zu benennen, der
die Nachbesetzung bei Fluktuation gerade in der Region Köln massiv erschwert. Die
RehaNova hat dieser Entwicklung mit neuen Konzepten erfolgreich begegnet. Weiterbil-
dungen in unserem eigenen, die Anpassung des Internetauftritts und die Präsenz in an-
deren digitalen Medien, um die Personalsuche moderner und interessanter zu gestalten,
sollen vor allem das Interesse von jüngeren Fachkräften zu wecken.
Die wesentliche Chance der zukünftigen Entwicklung liegt in der Spezialisierung der
RehaNova auf die Neurologischen Rehabilitationen, insbeso ndere die Neurologisch-/
neurochirurgische Frührehabilitation. Die RehaNova ist ein nicht wegzudenkender Be-
standteil der medizinisch notwendigen Versorgung und hat durch ihre Fachkunde und
exponierte Lage inmitten der Stadt Köln einen klaren Wettbewerbsvorteil. Daher wurden
zum 1. Januar 2021 10 Akutbetten für diese Patienten in Betrieb genommen, eine Auf-
stockung auf bis zu 30 Akutbetten wird für die nächsten 2 Jahre erwogen.
268
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR
Anschrift Winterstraße 19
50354 Hürth
Kontakt 02233 96839100
www.cvua-rheinland.de
Gründung 2011
Handelsregister Eintragung nicht notwendig
Beteiligungsverhältnisse
Träger Kapitalanteil
Land Nordrhein-Westfalen 30,0%
Stadt Aachen 5,833%
Stadt Bonn 5,833%
Stadt Köln 5,833%
Stadt Leverkusen 5,833%
Städteregion Aachen 5,833%
Kreis Düren 5,833%
Kreis Euskirchen 5,833%
Kreis Heinsberg 5,833%
Oberbergischen Kreis 5,833%
Rheinisch-Bergischer Kreis 5,833%
Rhein-Erft-Kreis 5,833%
Rhein-Sieg-Kreis 5,833%
Unternehmensgegenstand
Das CVUA Rheinland ist nach § 4 des IUAG NRW zuständig für die Untersuchungen
und Kontrollen auf dem Gebiet des Lebensmittel - und Futtermittelrechts, der Tierseu-
chenbekämpfung, der Tiergesundheit und des Tierschutzes, u.a. auch damit zusammen
hängende Beratung, Erstellung von Gutachten, Beurteilungen und Stellungnahmen.
Organe der Anstalt
Vorstand
Verwaltungsrat
269
Vorstand
Frau Dagmar Pauly-Mundegar (Vorsitzende) Herr Rainer Lankes
Verwaltungsrat
Herr Dr. Peter Heyde (Vors.)
(Städteregion Aachen)
Herr Alexander Lünenbach
(Stadt Leverkusen), ab 03.03.2020
Herr Martin Gawrisch (stv. Vors.)
(Rhein-Erft-Kreis)
Herr Dirk Hürtgen
(Kreis Düren)
Herr Dr. Thomas Delschen
(Land NRW)
Herr Franz-Josef Dahlmanns
(Kreis Heinsberg), bis 20.01.2020
Frau Dr. Christiane Krüger
(Land NRW)
Herr Leonard Stepprath (Kreis Heins-
berg), ab 20.01.2020 bis 05.11.2020
Herr Dr. Markus Kremer
(Stadt Aachen)
Herr Dr. Hans-Helmut Ahlborn
(Kreis Heinsberg), ab 05.11.2020
Frau Dr. Ute Zolondek
(Stadt Bonn), bis 05.06.2020
Herr Heinz Rosell
(Kreis Euskirchen)
Herr David Baier
(Stadt Bonn), ab 05.06.2020
Frau Birgit Hähn
(Oberbergischer Kreis)
Herr Konrad Peschen
(Stadt Köln)
Frau Anette Kupferschmidt-Fritz
(Rheinisch-Bergischer Kreis)
Herr Dr. Michael Rudersdorf
(Stadt Leverkusen), bis 03.03.2020
Herr Dr. Johannes Westarp
(Rhein-Sieg-Kreis)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
EversheimStuible Treuberater GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Entgeltanteil Stadt Köln gemäß Entgeltordnung 2.034,1
270
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 9.534,5 9.645,5 9.761,0
Jahresergebnis -659,78 -694.2 -708,8
Eigenkapital 3.951,4 3.257,2 2.548,4
Bilanzsumme 32.393,6 32.787,1 33.216,1
Investitionen 310,0 518,2 446,9
Verbindlichkeiten 11.941,8 11.210,9 10.513,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 90 87 87
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Auf Grund § 3 Absatz 1 sowie § 5 des Gesetzes zur Bildung integrierter Untersuchungs-
anstalten für Bereiche des Verbraucherschutzes (IUAG NRW) vom 11. Dezember 2007
(GV NRW S. 662) wurde das CVUA Rheinland gemäß Artikel 1 der Verordnung vom 4.
November 2010 zur Änderung der Verordnung zur Errichtung integrierter Untersu-
chungsanstalten für Bereiche des Verbraucherschutzes (Errichtungsverordnung; GV
NRW S. 599) zum 1. Januar 2011 gebildet und als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen
Rechts errichtet.
Das CVUA Rheinland wurde aus dem Fachbereich Chemische Lebensmitteluntersu-
chung der Stadt Aachen, der Amtlichen Lebensmitteluntersuchung - Leistungszentrum
optimierter Laborbetrieb der Stadt Bonn, dem Institut für Lebensmitteluntersuchung der
Stadt Köln und dem Chemischen Untersuchungsinstitut der Stadt Leverkusen gebildet.
Sitz der Anstalt ist Hürth.
Träger der Anstalt sind das Land Nordrhein-Westfalen sowie als kommunale Träger die
Städte Aachen, Bonn, Köln und Leverkusen, die Städteregion Aachen, die Kreise Düren,
Euskirchen, Heinsberg, der Oberbergische Kreis, der Rheinisch -Bergische Kreis, der
Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das CVUA Rheinland finanziert sich im Wesentlichen aus Entgelten der Träger, darüber
hinaus aus Gebühren. Das Stammkapital beträgt 300.000 €.
Relevante Märkte
Das CVUA Rheinland erfüllt Aufgaben des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.
271
Wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2020
Das operative Geschäft ist im Wesentlichen entsprechend der vorgesehenen Planungen
verlaufen. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ausschlaggebend
für das gegenüber der Planung trotzdem verbesserte Ergebnis des CVUA Rheinland
sind die Zinsbelastungen für Pensions- und Beihilfeverpflichtungen.
Chancen und Risiken
Die Kooperation Düsseldorf/Mettmann ist zum 01.01.2020 dem CVUA -RRW beigetre-
ten. Ca. 4.500 Proben/Jahr aus dieser Kooperation betreffen Warenobergruppen der
Schwerpunktbildung, wodurch eine Anpassung der Schwerpunktbildung innerhalb der
CVUÄ NRW erforderlich war. Im Frühjahr 2021 haben sich die CVUÄ einstimmig auf
eine Fortschreibung der Schwerpunktbildung geeinigt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter waren in diesen Prozess von Anfang an einbezogen und haben die von uns
eingebrachten Vorschläge selbst entwickelt. Unsere Vorstellungen konnten in der Fort-
schreibung der Schwerpunktbildung weitgehend berücksichtigt werden. Mit der neuen
Aufgabenverteilung wurde zum 01.01.2022 gestartet. Dabei ist das CVUA Rheinland fast
ausschließlich für die ihm untersuchten Waren obergruppen Kompetenzzentrum und
konnte so sein Profil schärfen.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Durch eine stufenweise Anpassung der Entgelte zum 01.01.2021, 01.01.2022 und
01.01.2023 ist die Finanzierung des CVUA Rheinland zunächst auf sichere Füße gestellt
auch weil die Verluste im Ergebnis geringer ausfielen als im Plan erwartet. Der wirt-
schaftliche Erfolg wird weiterhin von den Aufwendungen für die Pensions - und Beihilfe-
lasten und der Entwicklung der Zinsen bestimmt werden. Das MULNV beabsichtigt den
Zusammenschluss aller fünf CVUÄ in ein einziges CVUA -NRW als Anstalt öffentlichen
Rechts im Rahmen seines Konzepts „Lebensmittelüberwachung 2025“ unter Beibehal-
tung von 5 Standorten. Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest.
272
Jugendzentrum Köln Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH
Anschrift Christianstraße 82
50825 Köln
Kontakt 0221 – 54600 - 300
www.jugz.eu
Gründung 1997
Handelsregister HRB 29553, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 51,0%
Jugendhilfe Köln e.V. 49,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die selbstlose Förderung der Kinder und Jugend-
hilfe. Hierzu betreibt die Gesellschaft insbesondere Einrichtungen, die an die Interes-
sen junger Menschen mit und ohne Behinderungen anknüpfen und von ihnen mitbe-
stimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu sozialem
Engagement anregen und hinführen. Darüber hinaus entfaltet die Gesellschaft Aktivitä-
ten, die zur Lösung aktueller Probleme der Kinder- und Jugendarbeit beitragen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Almut Gross (Geschäftsführerin)
Aufsichtsrat
Herr Dr. Ralf Heinen Frau Sylvia Laufenberg
Frau Ulrike Kessing Herr Andreas Pöttgen
Herr Dr. Helge Schlieben Frau Hanna Parnow
Herr Robert Voigtsberger Frau Carola Wewer
Frau Luisa Schwab
273
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Gemeinnützige Gesellschaft für urbane Jugendarbeit mbH (GUJA) 33,3%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebskostenzuschuss 4.746,2
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 12.557,0 13.371,6 13.177
Jahresergebnis 56,0 33,7 6,7
Eigenkapital 920,9 954,6 961,3
Bilanzsumme 3.841,6 4.038,0 3880,0
Investitionen 126,8 135,4 196,9
Verbindlichkeiten 726,0 836,5 752,0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 610 630 533
Wirtschaftliche Lage
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Gesellschaft betreibt an verschiedenen Standorten in der Stadt Köln 20 Jugend -
einrichtungen, in 9 Jugendeinrichtungen be steht eine Übermittagsbetreuung. 18 Ein -
richtungen befinden sich in von der Stadt Köln angemieteten Räumlichkeiten. Neben
einer symbolischen Miete trägt die Gesellschaft sämtliche Haus- und Grundstücks-
aufwendungen einschließlich Reparaturen an Dach und F ach. Für die anderen Einrich-
tungen bestehen Verträge mit fremden Dritten. Die Gesellschaft ist in der Stadt Köln der
Träger mit den meisten Jugendeinrichtungen. Weiterhin betreibt die Gesellschaft das
Sozialpädagogische Fanprojekt in angemieteten Räumlichk eiten, ist Kooperations-
partner an 9 Grundschulen im Bereich der Offenen Ganztagsgrundschulen und an 9
weiterführenden Schulen bzw. Förderschulen in der Sekundarstufe 1. Die hierfür genutz-
ten Räumlichkeiten in den Schulen werden im Rahmen der Kooperation un entgeltlich
274
Wirtschaftliche Lage
zur Verfügung gestellt. Die Tätigkeiten der Gesellschaft sind in Teilen dem SGB VIII,
insbesondere § 11, zuzuordnen. Die Finanzierung der Jugendarbeit und der Übermit-
tagsbetreuung ist dem Grunde, aber nicht dem Umfang nach gesetzlich geregelt. Dies
führt dazu, dass die Zuwendungen der öffentlichen Hand in ihrer Höhe als nicht gesichert
gelten können. Die Finanzierungsgrundlage für die Offene Ganztagsschule und Betreu-
ung an weiterführenden Schulen ist der Erlass für den Ganztag.
Geschäftsverlauf 2020
Das Sozialpädagogische Fanprojekt wird aus Mitteln des DFB (Deutscher Fußballver-
bund), des Landes und der Stadt Köln finanziert. Den Erträgen von 13.485,9 T€ stehen
Aufwendungen von 13.291,3 T€ sowie Abschreibungen von 187,9 T€ gegenüber, so
dass als Saldo ein Jahresüberschuss von 6,7 T€ ausgewiesen wird. Die Gesellschaft hat
sich im Jahr 2020 wie geplant entwickelt. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit ist mit 6,7
T€ (Vorjahr 33,7 T€) positiv und liegt etwas unter dem des Prognostizierten (23,9 T€).
Die vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln vorgenommenen Interventionen
zur Bekämpfung der Pandemie führten zu zeitweiligen Schließungen der Jugend -ein-
richtungen und der Schulen. Die Präsenzangebote wurden in allen Einrichtungen auf
alternative und digitale Angebote umgestellt, zusätzlich wurden Notfallbetreuungen ein-
gerichtet. Trotz umfangreicher Finanzierungszusagen seitens der Kostenträger wird die
Gesellschaft Einnahmenverluste aufgrund des Wegfalls von Veranstaltungen und kurz-
fristigen Vermiet ungen haben. Im Bereich der Ganztagsbetreuung an den Schulen
kommt es aufgrund des Wechselunterrichts (Präsenz- und Distanzunterricht) oder einer
ausschließlichen Notbetreuung ebenfalls zu spürbaren Einnahmeverlusten.
Einsparungen werden derzeit in den Bereichen vorgenommen, in denen dies schnell
und unmittelbar möglich ist (Heizung, Strom, Übungsleiter/Honorarkräfte, Abbau Mehr-
arbeitsstunden usw.). Mit der Entscheidung das digitale Angebot massiv in der gegen-
wärtigen Krise auszubauen, entstehen zusätzliche Kosten in einem überschaubaren
Rahmen. Dies wird gemacht, um während der Krise mit den Kindern und Jugendlichen
in Kontakt zu bleiben, digitale Angebote bereit zu stellen und auszuprobieren und damit
auch eine Investition in die Zukunft vorzunehmen. Denn wir gehen davon aus, dass
nach der Krise die Entwicklung digitaler Angebote, auch in der Jugendarbeit, verstärkt
gefordert und gefördert wird. Mit Beginn der Pandemie wurde in Zusammenarbeit mit
verschiedenen Trägern ein digitales Jugendzentrum entwickelt, das bis Ende Mai 2020
mit Hilfe von Stiftungsmitteln aufgebaut und betrieben werden konnte. Anfang Juni
2020 hat die JugZ damit begonnen, eine ihrer bestehenden Jugendeinrichtungen zu ei-
275
Wirtschaftliche Lage
nem Jugendmedienzentrum weiterzuentwickeln, in dem auch das Digitale Jugendzent-
rum integriert wurde. Der JugZ ist gelungen, für diese innovative Fortentwicklung des
Angebotes umfangreiche Projektfördermittel zu akquirieren.
Chancen und Risiken
Insgesamt sind die aus dem Coronavirus resultierenden Risiken zurzeit noch nicht final
absehbar bzw. quantifizierbar. Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 wird ein negatives
Jahresergebnis in Höhe von -245,8 T€ prognostiziert. Hier wurden die anhaltenden
Auswirkungen aufgrund der Pandemie berücksichtigt. Die weitgehenden Zusagen
durch die Kostenträger und die bestehenden Rücklagen der Jugz werden nach derzei-
tiger Sachlage dazu führen, dass die Gesellschaft in ihrer Existenz nicht bedroht ist.
276
5. Kultur, Sport, Erholung
KölnBäder GmbH
Anschrift Parkgürtel 26
50823 Köln
Kontakt 0221- 178 - 0
www.stadtwerkekoeln.de
Gründung 2001
Handelsregis-
ter HR B 29611, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadtwerke Köln GmbH 74,0%
Stadt Köln 26,0%
Unternehmensgegenstand
Die KölnBäder GmbH betreibt den Betrieb von 13 öffentlichen Bädern, darunter ein Na-
turfreibad, und leistet einen wertvollen Beitrag zur Daseinsvorsorge im Rahmen eines
unverzichtbaren Freizeit- und Gesundheitsangebotes der Stadt Köln. Sie stellt die Infra-
struktur für Schwimmvereine und den Schwimmunterricht an Schulen bereit. Einige Bä-
der haben ihr Angebot auf Sauna und Fitness erweitert. Im Winter stehen Eisflächen auf
dem Heumarkt den Besuchern des Weihnachtsmarktes und im Lentpark bereit.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Claudia Heckmann Herr Dirk Kolkmann
277
Aufsichtsrat
Herr Ralf Klemm (Vorsitzender) Herr Jürgen Kircher (stellv. Vorsitz.)
Herr Ulrich Breite Herr Max Christian Derichsweiler
Herr Jörg Detjen
Herr Thomas Geffe Herr Peter Pfeifer
Herr Franz Philippi Herr Manuel Jeschka
Herr Floris Rudolph Herr Heiko Seifert
Herr Florian Weber Frau Iris Januszewski
Herr Henk van Benthem Herr Robert Voigtsberger
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Keine
278
Bilanz (T€) 2018 2019 2020
Aktiva
Anlagevermögen 91.990 88.775 86.595
Immaterielle Vermögensgegenstände 163 139 134
Sachanlagen 91.751 88.563 86.407
Finanzanlagen 76 73 54
Umlaufvermögen 1.084 1.093 1.217
Vorräte 113 111 113
Forderungen und sonst. VG 729 841 1.030
Wertpapiere
Liquide Mittel 242 141 74
Rechnungsabgrenzungsposten 132 12 141
Summe Aktiva 93.206 89.880 87.953
Passiva
Eigenkapital 35.302 35.302 35.302
Gezeichnetes Kapital 7.675 7.675 7.675
Kapitalrücklage 27.627 27.627 27.627
Gewinnrücklage
Bilanzergebnis
Rückstellungen 4.372 5.329 3.787
Verbindlichkeiten 52.729 48.368 48.211
Rechnungsabgrenzungsposten 803 881 653
Summe Passiva 93.206 89.880 87.953
279
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 15.725 15.922 9.834
Umsatzerlöse 15.725 15.922 9.834
Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0
andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 1.064 841 798
Betriebsleistung 16.789 16.763 10.632
Betriebsaufwand 33.654 34.591 30.486
Materialaufwand 10.144 10.004 8.362
Personalaufwand 15.097 16.402 14.063
Abschreibungen 4.486 4.445 4.462
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.927 3.740 3.599
Betriebsergebnis -16.865 -17.828 -19.854
Finanzergebnis -1.691 -1.231 -811
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 1,0 1,0 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 13,0 10
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.692 1.219 802
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 0,0 0,0
Sonstige Steuern 129 302 286
Unternehmensergebnis -18.685 -19.361 -20.898
Erträge aus Verlustübernahme 18.685 19.361 20.898
Jahresüberschuss 0 0 0
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bilanz
Anlagenintensität 98,7% 98,8% 98,5%
Abschreibungsquote 4,9% 5,0% 5,2%
Investitionen (T€) 1.230,0 1.281,0 4.472, 0
Investitionsquote 1,3% 1,4% 5,2%
Eigenkapitalquote 37,9% 39,3% 40,1%
Pensionsverpflichtungen (T€) 691,0 782,0 859,0
280
Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020
Bankverbindlichkeiten (T€) 37.942,0 32.976,0 36.232,0
Veränderung Verschuldung (T€) -1.998,0 4.360,0 -157,0
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) -18,2% -20,2% -22,8%
Rohertrag (T€) 5.581,0 5.918,0 1.525,0
EBIT (T€) -16.865,0 -17.841,0 18.990,0
EBITDA (T€) -12.324,0 -13.347,0 23.462,0
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 318 332 305
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 47 49 46,1
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die KölnBäder im Stadtwerke Köln Konzern realisieren seit vielen Jahren ein bürgerori-
entiertes und im Grundsatz wirtschaftliches Konzept, um bestehende Angebote auf qua-
litativ hohem Niveau zu erhalten und in einzelnen Bereichen noch attraktiver zu machen.
Zunächst haben die KölnBäder angesichts der Corona -bedingten Gegebenheiten das
neue E-Ticket besonders zügig eingeführt. Mit dem E-Ticket können Gäste ihren Besuch
vorab online buchen und bezahlen, im Ergebnis verringern sich damit die Wartezeiten
am Eingang. Der Service ist für viele Einrichtungen der KölnBäder nutzbar.
Geschäftsverlauf 2020
Das Geschäftsjahr 2020 war durch die Corona Pandemie geprägt. Auf gesetzliche An-
ordnung waren die Einrichtungen der KölnBäder von Mitte März bis Mitte Mai geschlos-
sen. Danach konnte ein Badebetrieb unter strengen Schutzmaßnahmen erfolgen. Auch
die Freibadesaison konnte – zwar mit erheblichen Kapazitätseinschränkungen – stattfin-
den. Im November und Dezember mussten alle Einrichtungen dann wieder aufgrund ge-
setzlicher Anordnung schließen. Somit entfiel die komplette Eissaison, sowohl im Lent-
park als auch - aufgrund der Absage der Weihnachtsmärkte - die Eisflächen auf dem
Heumarkt und Ebertplatz. Die Auswirkungen auf die Besucherzahlen und Ertragslage der
KölnBäder GmbH sind enorm. Die KölnBäder haben sofort Gegensteuerungsmaßnah-
men. So haben die KölnBäder im April und Mai sowie im November und Dezember für
einen Großteil der Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet, enorme Energiesparmaßnah-
men eingeleitet, Dienstleistungen aus vertraglichen Bindungen wurden – soweit wie mög-
lich – gemindert.
281
Wirtschaftliche Lage
Der Unternehmensverlust und damit auch die Verlustübernahme durch die Stadtwerke
Köln GmbH beträgt 20.898 T€ (Vorjahr 19.361 T€). Der Verlust je Besucher beläuft sich
im Berichtsjahr auf 13,89 € (Vorjahr 7,06 €).
Die Umsatzerlöse sind mit 9.834 T€ um 6.088 T€ und damit rund 38 % niedriger als im
Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 798 T€. Der Materialauf-
wand verringerte sich insgesamt um 1.642 T€ auf 8.362 T€ (Vorjahr 10.004 T€). Der
Personalaufwand ist auf 14.063 T€ (Vorjahr 16.402 T€) gesunken. Die Abschreibunge n
auf Sachanlagen betragen 4.462 T€ (Vorjahr 4.445 T€).
Chancen und Risiken
Die KölnBäder haben neben dem Risiko - auch ein Chancenmanagement im Unterneh-
men implementiert. Beide zusammen dienen als zentrale Planungs- und Steuerungssys-
teme. Dabei sieht das Unternehmen interne wie externe Potenziale als Chancen, die sich
kurz- und langfristig positiv auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Die daraus ab-
zuleitenden Maßnahmen stimmt die Geschäftsführung im Rahmen der Planung mit dem
operativen Bäderbetriebsmanagement ab. Diese Strategie funktioniert seit mehr als 20
Jahren erfolgreich.
Die KölnBäder definieren sämtliche Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen
der Unternehmensziele auswirken können, als Risiken. Das Risikomanagementsystem
der Gesellschaft konzentriert sich darauf, latent vorhandene Risiken rechtzeitig zu iden-
tifizieren und zu analysieren, damit die Gesellschaft gegebenenfalls frühzeitig reagieren
kann. Im Geschäftsjahr 2020 konzentrierte sich das Risikomanagement der KölnBäder
auf d as Risiko durch die Corona Pandemie. Im Geschäftsjahr 2020 meldete die Ge-
schäftsführung der KölnBäder GmbH regelmäßig die Ergebnisveränderung aufgrund der
Corona Pandemie im Rahmen des Risikomanagements.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Das Geschäftsjahr 2021 wird auch weiterhin stark von der Corona Pandemie geprägt
sein. Die KölnBäder mussten aufgrund gesetzlicher Anordnung ihre Einrichtungen ab
dem 2. November 2020 schließen. Ab wann und in welchem Umfang eine Freibadesai-
son oder auch die Ei ssaison im Geschäftsjahr 2021 stattfinden kann, ist zum aktuellen
Zeitpunkt noch nicht absehbar.
282
KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH
Anschrift Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 20408 - 0
www.koelner-philharmonie.de
Gründung 1985
Handelsregister HRB 15515, Amtsgericht
Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 89,9%
Westdeutscher Rundfunk, Köln 10,1%
Unternehmensgegenstand
Der Betrieb des zur vielfältigen, an den Interessen aller Bevölker ungskreise orientierten
Nutzung errichteten Konzertsaals der Stadt Köln „Kölner Philharmonie“ und die Erbrin-
gung der damit verbundenen Serviceleistungen sowie die Durchführung von Veranstal-
tungen außerhalb der „Kölner Philharmonie“.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Louwrens Langevoort
283
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Frau Brigitta von Bülow
Frau Valerie Weber (stellv. Vorsitzende) Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
Herr Prof. Klaus Schäfer
(stellv. Vorsitzender bis 10.12.2020)
Herr Knut-Lennard Scholz
(ab 10.12.2020)
Herr Dr. Ralph Elster
(stellv. Vorsitzender)
Frau Gisela Stahlhofen
(bis 10.12.2020)
Herr Prof. Hans-Georg Bögner
(ab 10.12.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
West-Rhein-Treuhand GmbH
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
ACHTBRÜCKEN GmbH 49,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebskostenzuschuss 5.649,6
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 10.457,5 10.747,4 4.762,0
Jahresergebnis -4.904,2 -5.531,6 -5.428,1
Eigenkapital 3.237,7 2.990,1 3.211,6
Bilanzsumme 11.092,1 11.520,0 8.554,1
Investitionen 233,0 1.044,6 957,6
Verbindlichkeiten 6.509,8 7.253,6 3.953,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 60 59 59
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Weltwirtschaft war im ersten Halbjahr 2020 von einem massiven Einbruch infolge
der COVID-19-Pandemie geprägt. Weltweit verhängten Behörden Beschränkungen und
284
Wirtschaftliche Lage
ordneten die Schließung von Geschäften und Verbote von Veranstaltungen an. Mit
geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen versuchten zahlreiche Staaten dem drastischen
Abschwung zu begegnen. Nachdem die Wirtschaft im Sommer angesichts sinkender
Infektionszahlen und einer Lockerung der Auflagen wieder an Fahrt aufgenommen hatte,
verschärften die Behörden im Herbst die Beschränkungen vor dem Hintergrund einer
drastisch steigenden Zahl der Ansteckungen mit dem Virus wieder.
Der Livemusik-Markt verzeichnete in 2020 aufgrund der Corona -Pandemie starke Ver-
luste. Im gesamten Jahr waren kaum noch Konzertveranstaltungen möglich. Infolgedes-
sen verzeichneten die Streaming-Umsätze einen steilen Aufwärtstrend. Auch wenn sich
dieser Trend in den letzten Jahren, insbesondere überproportional im Jahr 2020, fort-
setzte, kann das Erleben einer Live -Konzertveranstaltung durch die Nutzung digitaler
Streaming-Angebote nicht ersetzt werden.
Die Corona-Pandemie hatte für die Kölner Philharmonie ebenfalls drastische Auswirkun-
gen Aufgrund der behördlich angeordneten Schließung der Kölner Philharmonie musste
nahezu der gesamte Konzertbetrieb ab Mitte März eingestellt werden. In den wenige n
Wochen und Monaten, in denen Konzertveranstaltungen möglich waren, konnten klei-
nere kammermusikalische Konzerte unter Beachtung eines strengen restriktiven Hygi-
ene-Schutz-Konzeptes angeboten werden. Durch die sich permanent ändernden
Corona-Schutz-Verordnungen war ein normaler Spielbetrieb kaum noch aufrecht zu hal-
ten. Aus diesem Grund setzte auch die KölnMusik zusammen mit den Hausorchestern
vermehrt auf das Konzert-Streaming unter seiner Marke philharmonie.tv. Online wurden
im Geschäftsjahr eine Vielzahl von Konzerten Online als Video-Streaming angeboten.
Geschäftsverlauf 2020
Im Geschäftsjahr 2020 wurden in der Kölner Philharmonie 170 Veranstaltungen – teils
als Doppelkonzerte an einem Tag - durchgeführt, davon 81 KölnMusik-Veranstaltungen
(Vorjahr: 429 Veranstaltungen, davon 194 KölnMusik-Veranstaltungen) inklusive 6 Phil-
harmonie Lunch-Veranstaltungen (Vorjahr: 30 Veranstaltungen) und 5 Koproduktionen
(Vorjahr: 8).
Die Abonnements der KölnMusik-Veranstaltungen für die Spielzeit 2019/2020 mussten
nach der Schließung der Kölner Philharmonie im März 2020 insgesamt anteilig rückab-
gewickelt werden. Ebenso mussten die Abonnements für die im August startende neue
Spielzeit 2020/2021 aufgrund der behördlichen Schließung ab Ende Oktober rückabge-
wickelt und für den Rest der Spielzeit ausgesetzt werden.
Durch die sich immer wieder ändernden behördlichen Verordnungen war im Geschäfts-
jahr 2020 kein ordentlicher Spielbetrieb möglich. Das Jahr war wesentlich durch Kon-
zert-Absagen, -Umplanungen und -Verschiebungen geprägt.
285
Wirtschaftliche Lage
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität
Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden Jah-
resfehlbeträge durch die Gesellschafter aufgefangen werden. Insbesondere durch die
Corona-Krise zusätzlich entstehende Verluste müssen durch staatliche Stellen und wei-
teren Hilfsprogrammen für die Veranstaltungsbranche entwickelt und ausgebaut werden,
damit die Kultur die Pandemie überstehen kann.
Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft, insbesondere durch die
Corona-Krise können das Geschäft durch verändertes Konsumverhalten der Besucher
beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf Umsatz und Unternehmenser-
gebnis auswirken. Durch den langen Verzicht auf Kulturveranstaltungen kann sich das
Umsatzergebnis in den nächsten Jahren positiv auswirken.
286
ACHTBRÜCKEN GmbH
Anschrift Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 20408 - 0
www.achtbruecken.de
Gründung 1991
Handelsregister HRB 21837, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 51,0%
KölnMusik GmbH 49,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erarbeitung der künstlerischen, wirtschaftlichen
und organisatorischen Konzeption sowie die Durchführung eines Musikfestivals. Die Ge-
sellschaft ist insbesondere berechtigt, damit verbundene Leistungsschutz- und sonstige
Urheberrechte zu erwerben und vermarkten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Louwrens Langevoort
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Frau Brigitta von Bülow
Frau Valerie Weber (stellv. Vorsitzende) Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
Herr Prof. Klaus Schäfer
(stellv. Vorsitzender, bis 10.12.2020)
Herr Knut-Lennard Scholz
(ab 10.12.2020)
Herr Dr. Ralph Elster
(stellv. Vorsitzender)
Frau Gisela Stahlhofen
(bis 10.12.2020)
Herr Prof. Hans-Georg Bögner (ab 10.12.2020)
287
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
West-Rhein-Treuhand GmbH
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebskostenzuschuss 450,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 158,0 126,0 42,1
Jahresergebnis -501,9 -492,6 -228,3
Eigenkapital 285,5 243,0 464,6
Bilanzsumme 405,8 395,1 533,1
Investitionen 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten 87,1 109,3 41,9
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 4 4
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Festivalausgabe 2020 geplant vom 30. April bis 10. Mai stand unter dem Titel „Musik
und Kosmos“. Aufgrund der Corona-Pandemie und des damit einhergehenden behörd-
lich festgesetztem Veranstaltungsverbostes in diesem Zeitraum, musste das gesamte
Festival abgesagt werden. Im Oktober des Jahres konnten aufgrund einer kurzfristigen
Aufhebung des Veranstaltungsverbotes zwei Konzerte nachgeholt werden.
In der Sitzung am 30.04.2018 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, der ACHTBRÜ-
CKEN zur Durchführung des Musikfestiva ls "ACHTBRÜCKEN Musik für Köln" in den
Jahren 2019 bis 2021 Betriebskostenzuschüssen von 450 T€ p.a. zu gewähren.
Chancen und Risiken
Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden Jah-
resfehlbeträge durch die Gesellschaft er aufgefangen werden. Weitere Risiken, die den
Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.
288
Wirtschaftliche Lage
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität
Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft können das Geschäft durch verän-
dertes Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und sich sowohl positiv als auch
negativ auf Umsatz und Unternehmensergebnis auswirken. Ein Risiko würde sich erge-
ben, wenn die Liquiditätsreserven für die zeitgerechte Erfüllung der finanziellen Ver-
pflichtungen nicht mehr ausreichen. Zur Deckung des Kapitalbedarfs stehen grundsätz-
lich die flüssigen Mittel von 440 T€ zur Verfügung. Das Risiko wird daher als gering ein-
gestuft. Bei planmäßigem Verlauf der Geschäftsentwicklung ergibt sich im Verlauf des
Geschäftsjahres weder eine Zahlungsunfähigkeit noch eine Überschuldung.
289
Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH
Anschrift Im Mediapark 7
50670 Köln
Kontakt 0221 - 337748 - 0
www.adkdw.org
Gründung 2012
Handelsregister HRB 76052, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Etablierung und der Betrieb der Kultureinrichtung
„Akademie der Künste der Welt, Köln“, die das zeitgenössische internationa le und ins-
besondere außereuropäische Kulturangebot der Stadt Köln fördert. Zur Erreichung die-
ses Zwecks kann das Unternehmen Kongresse für die Mitglieder der Akademie durch-
führen, Veranstaltungsprogramme, insbesondere in Kooperation mit Kultureinrichtun-
gen, in Köln entwickeln und organisieren sowie Stipendien an ausländische Künstlerin-
nen und Künstler, Theoretikerinnen und Theoretiker, Kritikerinnen und Kritikern sowie
Kuratorinnen und Kuratoren für einen Aufenthalt in Köln vergeben. Im Rahmen der vor-
genannten Betätigungen die Etablierung und der Betrieb einer Jugendakademie zur kul-
turellen Bildung Jugendlicher aus dem Raum Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Frau Imke Itzen
290
Aufsichtsrat
Herr Prof. Klaus Schäfer
(Vorsitzende, bis 10.12.2020
Herr Horst Thelen bis 10.12.2020
Frau Dr. Eva Bürgermeister
(Vorsitzende seit 11.12.2020)
Frau Brigitta von Bülow
Herr Dr. Ralf Elster seit 11.12.2020 Frau Maria Helmis seit 11.12.2020
Frau Bärbel Hölzing seit 11.12.2020 Frau Anne Henk-Hollstein bis 10.12.2020
Herr Jörg Kobel seit 11.12.2020 Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
Frau Gisela Stahlhofen bis 10.12.2020 Frau Katharina Welcker bis 10.12.2020
Herr Thomas Welter seit 11.12.2020
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)*
Betriebskostenzuschuss 900,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 912,5 1.056,4 1.066,1
Jahresergebnis -170,6 -156,5 38,3
Eigenkapital 312,2 58,7 97,0
Bilanzsumme 428,5 355,9 420,1
Investitionen 0,8 4,4 4,7
Verbindlichkeiten 67,0 52,2 106,1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 8 8,9 12
291
Wirtschaftliche Lage
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die ADKDW wird aus öffentlichen Geldern gefördert, deren Bereitstellung aus langfristi-
gen Beschlüssen resultiert. Somit best eht keine sich auf das Geschäftsjahr 20 20 aus-
wirkende Korrelation zum kommunalen Haushalt. Jedoch wurde der Betriebskostenzu-
schuss von 850 T€ im Vorjahr (2016: 1,0 Mio. €) auf 900 T€ erhöht.
2020 war das achte volle Geschäftsjahr der ADKDW. Diese konnte ihrem Gesell-
schaftszweck nachkommen und künstlerische Projekte durchführen und fördern sowie
Projekte ihrer internationalen Mitglieder in Köln präsentieren, zudem führte sie zwei
Online‐Mitgliederversammlungen durch. Allerdings galten im Jahr 2020 veränderte Be-
dingungen aufgrund der Corona-Epidemie, was sich auch auf die Umsetzung des
künstlerischen Programms auswirkte. Insgesamt beträgt der Materialaufwand sowie
Künstlerische Produktionsaufwand € 393,1 T€ (im Vorjahr € 491,9 T€).
Die Personalkosten liegen bei € 493 T€ und sind im Vergleich zum Vorjahr um 32,5 T€
gestiegen. Diese Veränderung resultiert aus der Verlängerung des Vertrages einer El-
ternzeitvertretung um 2 Monate. Zudem wurden Prämienzahlungen für das Jahr 2019
an die künstlerische Leitung und an die Geschäftsleitung im Januar 2020 und nicht wie
kalkuliert im Dezember 2019 ausgezahlt. Die Prämienzahlungen betragen zusammen
11.6 T€. Des Weiteren wurde für Überstunden und für nicht genommen Urlaubstage in
2020 eine Rückstellung in Höhe von rd. 9 T€ gebildet sowie an die Mitarbeiter*innen
der ADKDW Corona‐Prämien in Höhe von insgesamt 2.3 T€ ausgezahlt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen € 150,1 T€ (im Vorjahr 357,2 T€).
Insbesondere die Reisekosten für Arbeitnehmer*innen fielen in 2020 aufgrund der ein-
geschränkten Reisemöglichkeiten in Zusammenhang mit der Corona ‐Pandemie gerin-
ger aus. Ebenso fielen die Rechts ‐ und Beratungskosten geringer aus im Vergleich mit
dem Vorjahr. Grund dafür ist ein geringerer Beratungsbedarf in der Geschäftsstelle der
ADKDW. Die Kosten für die Hardware sind hingegen gestiegen. Ursache dafür ist ein
Einbruch in das Büro der ADKDW und der damit einhergehende Diebstahl von Compu-
tern, die neu angeschafft werden mussten. Der Schaden aus dem Diebstahl wurde von
der Versicherung übernommen.
Da die ADKDW gemeinnützig und dezentral organisiert ist und daher nur geringe Ein-
nahmen über das Ticketing direkt von der ADKDW erzielt werden, sind Risiken, die durch
ein konjunkturabhängiges Konsumverhalten der Besucher auftreten können, als minimal
einzuschätzen.
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Kunst- und Kulturbereich sind bis-
her nicht abzusehen. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die öffentliche Hand neue
292
Wirtschaftliche Lage
und andere als bisher geplante Ausgaben zu tätigen hat, die ggf. durch Kürzungen im
Kulturbereich aufgefangen werden. Das kann Auswirkungen auf den Betriebskostenzu-
schuss der ADKDW als auch auf die Drittmittelakquise haben.
Die Neukonzeption der Jungen Akademie und des Stipendienprogramms können eine
Signalwirkung für die Stadt Köln und NRW mit sich bringen und sowohl die Stadtgesell-
schaft aktivieren, als auch den internationalen Austausch fördern. Zudem kann durch die
Erhöhung des Betriebskostenzuschusses der Stadt Köln im Jahr 2020 und 2021 eine
umfangreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stattfinden, die die wachsende Sichtbar-
keit der ADKDW erhöht.
293
Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln
Anschrift Riehler Str. 173
50735 Köln
Kontakt 0221 - 77 85 101
www.koelnerzoo.de
Gründung 1860
Handelsregister HRB 167, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Aktionäre Anteil
Stadt Köln 88,1%
Streubesitz 11,9%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Anlage und der Betrieb eines Zoologi-
schen Gartens in Köln. Die Gesellschaft hat es sich insbesondere zur Aufgabe gemacht,
die im Zoologischen Garten Köln lebenden Tiere nach dem neuesten Stand tiergärtneri-
scher Kenntnisse zu halten, hierdurch einen Beitrag zur Erhaltung der Tierwelt unserer
Erde zu leisten, wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Zoologie zu fördern
und naturwissenschaftliche Kenntnisse in allen Bevölkerungskreisen zu verbreiten un d
zu vertiefen. Zum Gegenstand der Gesellschaft gehört ferner die Durchführung von Na-
turschutz- und Artenschutzprojekten im In - und Ausland. Innerhalb dieser Grenzen ist
die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des
Gesellschaftszwecks notwendig oder zweckmäßig erscheinen; hierzu gehören auch Er-
werb und Verkauf von Grundvermögen, Errichtung geeigneter Gebäude für eine Gast-
stätte, Beteiligung an Unternehmen gleicher oder verwandter Art sowie der Abschluss
von Interessensgemeinschaftsverträgen.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Vorstand
Herr Prof. Theo B. Pagel (zoologischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender)
Herr Christopher Landsberg (kaufmännischer Vorstand)
294
Aufsichtsrat
Herr Dr. Ralf Heinen (Vorsitzender)
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger
Herr Peter Zwanzger (2. stellv. Vorsitzender)
Herr Dr. Joachim Bauer
Frau Monika Möller
Frau Monika Assenmacher
Frau Monika Roß-Belkner
Herr Dr. Ralf Unna
Herr Murat Zengin
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
Zoo Gastronomie GmbH, Köln 100,0%
Zoo Shop GmbH, Köln 100,0%
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebskostenzuschuss 5.025,2
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 18.076,6 19.099,5 14.126,9
Jahresergebnis 402,9 169,6 -2.077,5
Eigenkapital 15.011,3 18.192,9 23.317,6
Bilanzsumme 35.101,0 37.849,2 43.531,9
Investitionen 2.184,7 3.697,3 10.637,5
Verbindlichkeiten 18.133,0 17.440,2 16.228,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 162 159 157
295
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens in
Köln, indem die Tiere nach neuestem Stand tiergärtnerischer Kenntnisse gehalten wer-
den.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Auch wenn der Kölner Zoo über einen wissenschaftlichen Auftrag verfügt, gelten für den
Zoo im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen, wie für die Freizeitbranche. Da-
her ist der Zoo vor allen an Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien auf gu tes
Wetter angewiesen. Wettbewerber sind andere Freizeiteinrichtungen wie bspw. Freizeit-
parks, Indoor-Hallen oder Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen mit ihren vielfältigen
Wellnessangeboten. Daneben konkurriert der Zoo mit weiteren Freizeitangeboten wie
bspw. Sport- und Konzertveranstaltungen, Flohmärkten, Straßenfesten und verlängerten
Ladenöffnungszeiten, vor allem an Sonntagen.
Geschäftsverlauf 2020
Das Jahr 2020 war durch die angeordneten Einschränkungen und Schließungen zur
Eindämmung der Corona Pandemie geprägt. Auch Aktionen und Sonderveranstaltungen
konnten nicht stattfinden. Diese Entwicklungen führten demzufolge zu erheblichen Be-
sucher – und Umsatzeinbußen.
Trotz deutlich gestiegener Zuwendungen während der Lockdown Phasen und gesunke-
ner Gesamtkosten, waren die Umsatzeinbußen durch die Corona Pandemie verbunde-
nen Einschränkungen und Auflagen so immens, dass ein hoher Jahresfehlbetrag ent-
standen ist.
Chancen und Risiken
Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen - abgesehen von dem
weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und dem allgemeinen Tierseuchenrisiko - nicht.
Die Gesellschaft ist ansonsten von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken weitest-
gehend unabhängig. Inflationsrisiken und Kostensteigerungen müssen durch den Zoo
aufgefangen werden. Zudem ist der Zoo stark witterungsabhängig, was sich stets unmit-
telbar negativ oder positiv auf das Besucheraufkommen und damit auf die Umsatzerlöse
und die Liquidität des Zoos auswirkt. Als Chance betrachtet der Zoo das zunehmende
Bewusstsein in der Bevölkerung für den Natur- und Artenschutz und den Wunsch vieler
Menschen, Tieren möglichst nahe zu sein. Aus diesem Grund arbeitet der Zoo stetig
daran, die Tierhaltung zu optimieren und dadurch gleichzeitig die Attraktivität des Zoos
weiter zu steigern.
296
Wirtschaftliche Lage
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Der Zoo kalkuliert das Jahr 2021 vorsichtig, geht jedoch grundsätzlich von steigenden
Besucherzahlen und damit auch von höheren Einnahmen aus. Mit den so vereinnahmten
Mitteln kann der weitere Ausbau des Zoo erfolgreich fortgeführt werden. Voraussetzung
hierfür ist aber, dass die Corona -bedingten Auflagen zeitnah beendet werden und der
Zoo wieder in den normalen Geschäftsbetrieb übergehen kann. Solange aber Besucher-
obergrenzen gelten oder weitere Schließungen erfolgen, wird der Zoo die dadurch ent-
stehenden Einnahmeverluste auf Dauer nicht aus eigener Kraft aufbringen können.
297
Zoo-Gastronomie GmbH
Anschrift Riehler Straße 173
50735 Köln
Kontakt 0221 - 767 – 574
www.koelnerzoo.de
Gründung 2003
Handelsregister HRB 52157, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebe trieben und
Verkaufsstellen auf dem Gelände der AG Zoologischer Garten Köln mit Ausnahme des
von der Kölner ZOO Shop GmbH zu betreibenden Souvenirshops. Das Unternehmen ist
Hilfsbetrieb der Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln und dient der preisgün sti-
gen Beköstigung und Versorgung der Besucher des zoologischen Gartens Köln mit Be-
darfsgegenständen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Christopher Landsberg Herr Thomas Schwiertz
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
298
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
keine
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 4.564,8 4.908,5 2.468,7
Jahresergebnis 181,5 194,8 -276,0
Eigenkapital 1.359,4 1.554,2 1.278,1
Bilanzsumme 4.918,7 4.762,0 4.097,7
Investitionen 63,6 290,9 73,6
Verbindlichkeiten 3.166,4 3.067,3 2.779,3
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 83 102 48
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung sämtlicher Gastrono-
miebetriebe auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Schwerpunkt der Gesellschaft ist die Bewirtung der Besucher des Kölner Zoos. Somit ist
der wirtschaftliche Rahmen im Wesentlichen von den Besucherzahlen im Kölner Zoo
geprägt. Im weiteren Geschäftsb ereich der Durchführung von privaten und geschäftli-
chen Events gelten für die Gesellschaft die gleichen Rahmenbedingungen wie für andere
regionale Eventanbieter.
Geschäftsverlauf 2020
Die Gesellschaft weist durch die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona Pande-
mie einen negativen Geschäftsverlauf auf. Das Tages - sowie das Veranstaltungsge-
schäft ruhten fast vollständig. Bereits gebuchte Events mussten storniert werden. Ein-
sparungen in den Aufwendungen konnten die Umsatzeinbußen nicht auffangen, so dass
ein Jahresfehlbetrag entstanden ist, der ausschließlich auf die Corona Krise zurückzu-
führen ist.
299
Wirtschaftliche Lage
Chancen und Risiken
Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen – abgesehen von dem
weiteren Verlauf der Corona-Pandemie - nicht. Die Gesellschaft ist ansonsten von Bran-
chenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestgehend unabhängig. Das hängt damit
zusammen, dass die Zoo Gastronomie GmbH ihr Geschäft im Wesentlichen auf dem
Zoogelände betreibt. Insofern ist die Gesellschaft aber stark von de n Besucherzahlen
des Kölner Zoos abhängig. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Kölner Zoo wirken
sich daher unmittelbar positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft
aus. In Hinblick auf das Eventgeschäft verfügt die Gesellschaft über ein Alleinstellungs-
merkmal als einzigartige Eventlocation auf dem Gelände des Kölner Zoos. Darin liegt
weniger ein Risiko, als vielmehr die Chance, dieses Geschäftsfeld über eine intensive
Vermarktung weiter auszubauen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Entwicklung der Gesellschaft ist stark abhängig von den Besucherzahlen des Köl-
ner Zoos. Die Corona-bedingte Besucherobergrenze im Kölner Zoo wirkt sich somit un-
mittelbar auf die Umsätze im Tagesgeschäft aus. Erst wenn der Zoo seinen normalen
Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen kann, wird sich die Umsatzsituation entspannen.
Das Eventgeschäft ist zurzeit schwer prognostizierbar. Die weitere Entwicklung hängt
daher stark von der weiteren Entwicklung, der mit der Corona-Pandemie verbundenen
Auflagen ab. Es ist aber festzustellen, dass viele Kunden aufgrund der Corona-beding-
ten Unsicherheiten mit Buchungen noch zurückhaltend sind. Mittelfristig blicken wir je-
doch zuversichtlich auf den weiteren Geschäftsverlauf.
300
KÖLNER ZOO Shop GmbH
Anschrift Riehler Str. 173
50735 Köln
Kontakt 0221 - 7785 - 218
www.koelnerzooshop.de
Gründung 1993
Handelsregister HRB 23583, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
AG Zoologischer Garten Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb von Souvenirshops auf dem Gelände des
Zoologischen Gartens Köln als Hilfsbetrieb der AG Zoologischer Garten Köln.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Christopher Landsberg Herr Thorsten Hoenen
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
keine
301
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 884,1 932,7 644,7
Jahresergebnis 28,5 18,8 -28,2
Eigenkapital 176,2 185,0 156,8
Bilanzsumme 300,3 280,0 208,4
Investitionen 17,6 8,4 19,9
Verbindlichkeiten 83,6 58,5 17,4
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 16 16 13
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Souvenir- und Geschenkar-
tikelshops auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Gesellschaft vertreibt fast ausschließlich Souvenir - und Geschenkartikel auf dem
Gelände des Kölner Zoos. Somit ist der wirtschaftliche Rahmen im Wesentlichen von
den Besucherzahlen im Kölner Zoo geprägt.
Geschäftsverlauf 2020
Die Bewältigung der Corona Krise mit den behördlich angeordneten Einschränkungen
führte zu Umsatzeinbußen, die durch Einsparungen nicht zu kompensieren waren. Diese
Entwicklung führte im Berichtsjahr zu einem Fehlbetrag.
Chancen und Risiken
Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen – abgesehen von dem
weiteren Verlauf der Corona-Pandemie - nicht. Die Gesellschaft ist ansonsten von Bran-
chenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestg ehend unabhängig. Das hängt damit
zusammen, dass die Kölner ZooShop GmbH ihr Geschäft im Wesentlichen auf dem Zoo-
gelände betreibt. Insofern ist die Gesellschaft aber stark von den Besucherzahlen des
Kölner Zoos abhängig. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Kölner Zoo wirken sich
daher unmittelbar positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus.
Als Chance betrachtet die Gesellschaft die zum 01.01.2020 übernommene Zoo Fotogra-
fie.
302
Wirtschaftliche Lage
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die Entwicklung der Gesellschaft ist stark abhängig von den Besucherzahlen des Köl-
ner Zoos. Die Corona bedingte Besucherobergrenze im Kölner Zoo wirkt sich somit un-
mittelbar auf die Umsätze aus. Erst wenn der Zoo seinen normalen Geschäftsbetrieb
wieder aufnehmen kann wird sich die Umsatzsituation entspannen. Mit der Übernahme
der Zoo Fotografie erwartet die Gesellschaft eine zusätzliche Steigerung bei den Um-
satzerlösen.
303
Kölner Sportstätten GmbH
Anschrift
RheinEnergieSTADION-
Tribüne Ost
Aachener Str. 999
50933 Köln
Kontakt 0221 -71616 - 150
www.koelnersportstaetten.de
Gründung 1958
Handelsregister HRB 1958, Amtsgericht Köln
Beteiligungsverhältnisse
Gesellschafter Anteil
Stadt Köln 100,0%
Unternehmensgegenstand
Die Errichtung, die Unterhalt ung und der Betrieb sowie die an den Interessen aller Be-
völkerungskreise orientierte Bereitstellung und Vermarktung von Sporteinrichtungen, ins-
besondere eines multifunktionalen Stadions für soziale und kulturelle Veranstaltungen in
Köln-Müngersdorf (Hauptk ampfbahn), des Albert -Richter-Radstadions, des Reit - und
Baseballstadions, des Südstadions (Hauptkampfbahn), des Sportparkes Höhenberg
(Hauptkampfbahn), und der öffentlichen Golfanlage Roggendorf/Thenhoven. Die Gesell-
schaft übernimmt die Durchführung sportlicher, kultureller und unterhaltender Veranstal-
tungen sowie die Förderung des Amateursports im Rahmen der gegebenen Möglichkei-
ten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung
Herr Lutz Wingerath Herr Gerhard Reinke
304
Aufsichtsrat
Herr Dr. Martin Schoser
(Vorsitzender, bis 10.12.2020)
Frau Elisabeth Thelen
(stellv. Vorsitzende, bis 10.12.2020)
Herr Hans-Werner Bartsch
(bis 10.12.2020
Herr Henk van Benthem
Herr Ulrich Breite Herr Olivier Fuchs (ab 10.12.2020)
Herr Matthias Grüner (bis 10.12.2020) Eris Haeming (ab 10.12.2020)
Herr Jürgen Kircher (bis 10.12.2020) Herr Ralf Klemm (ab 10.12.2020)
Herr Peter Kron (bis 10.12.2020) Herr Horst Noack (bis 10.12.2020)
Herr Franz Philippi Herr Manfred Richter
Frau Ursula Schlömer (ab 10.12.2020) Frau Elke Schröder (ab 10.12.2020)
Her Felix Schulte (ab 10.12.2020) Oliver Seeck (ab 10.12.2020)
Herr William Wolfgramm Herr Maximilian Arntz
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Eversheim Stuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerbera-
tungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Verlustausgleich 6.600,0
Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 64.588,6
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 12.495,0 15.062,4 13.716,3
Jahresergebnis vor Verlustaus-
gleich -6.565,1 -3.927,0 -5.684,0
Eigenkapital 34.448,7 34.021,7 34.937,6
Bilanzsumme 111.196,5 105.952,9 105.888,0
Investitionen 451 512 3.372
Verbindlichkeiten 74.187,2 69.670,5 67.610,5
305
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(inkl. Auszubildende)
Saisonaushilfskräfte
32
34
34
31
33
34
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Grundlage der unternehmerischen Tätigkeiten der Gesellschaft sind der Betrieb und die
Vermarktung von sechs Sportstätten mit Schwerpunkt RheinEnergieSTAD ION. Neben
den Spielen des Hauptmieters 1. FC Köln wird das RheinEnergieSTADION auch für wei-
tere Fußball-Großveranstaltungen genutzt, wie z.B. das jährlich stattfindende DFB -Po-
kalfinale der Frauen sowie für Länderspiele der Herren Nationalmannschaft. Weite rhin
finden regelmäßig Konzerte und das jährlich stattfindende Weihnachtssingen im Rhein-
EnergieSTADION statt.
Geschäftsverlauf 2020
Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2020 von der Corona-Pandemie geprägt. Der ope-
rative Verlust in 2020 beträgt – 5.684 T€ und weicht damit um – 1.757 T€ vom Ergebnis
2019 ab. Im Jahr 2020 hat die Gesellschafterin einen Betrag in Höhe von 6.600 T€ (Vor-
jahr 3.500 T€) im Rahmen der Verlustübernahme zur Verfügung gestellt und damit Um-
satzverluste aus der Unterbrechung des Spie lbetriebs ab März 2020 und der Absage
von Konzertveranstaltungen auf Grund der Corona-Pandemie aufgefangen.
Chancen und Risiken
Auch im Jahr 2021 wirkte sich die Corona-Pandemie stark auf die Geschäfte der Gesell-
schaft aus. Die Forderung der vollen Pachtzahlungen gegenüber dem 1. FC Köln, die im
November 2020 noch als begründet angesehen und damit voll in den Wirtschaftsplan
2021 eingestellt wurde, konnte nach einer Gesetzesanpassung zum § 313 BGB „Störung
der Geschäftsgrundlage“ nicht aufrechterhalten werden.
Für das Wirtschaftsjahr 2021 erwartete die Gesellschaft einen operativen Verlust in Höhe
von -7.011 T€. Trotz weniger Erlösen aus Pachtzahlungen in Höhe von 3.028 T€ verlief
das Geschäftsjahr 2021 erfolgreicher als erwartet, sodass mit einem deutlic h besseren
Ergebnis gerechnet wird.
Für das laufende Geschäftsjahr 2022 wird eine langsame Rückkehr in einen sich erho-
lenden Veranstaltungsbetrieb erwartet.
306
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
Anschrift Venloer Straße 151-153
50672 Köln
Kontakt 0221- 221 - 24040
www.stadt-koeln.de
Gründung 1994
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist der Betrieb der Kölner Philhar-
monie, des Gürzenichs der Stadt Köln, des Veranstaltungsgebäudes Flora Köln sowie
des Tanzbrunnens und des Theaters am Tanzbrunnen auf dem Gelände des Rheinparks
im Wege von Gesamt- und Einzelverpachtungen. Dabei ist bei dem Betrieb dieser Ver-
anstaltungsstätten vorrangig einer an den Interessen aller Bevölkerungskreise orientier-
ten Nutzung Rechnung zu tragen.
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist des Weiteren auf dem Messege-
lände in Köln-Deutz und Köln-Mülheim:
1. die Anmietung und der Betrie b der nördlichen Messehallen Nr. 6 bis 9 im Wege der
Gesamt- und Einzelverpachtung bzw. -vermietung,
2. der Betrieb der südlichen Messehallen 1 bis 5 sowie 10 und 11 im Wege der Einräumung
von Erbbaurechten an den für den Betrieb dieser Hallen benötigten Grundstücken.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Erste Betriebsleiterin)
Herr Frank Höller (Geschäftsführender Betriebsleiter)
307
Betriebsausschuss
Herr Dr. Gerrit Krupp (Vorsitzender) Herr Mike Homann (ab 03.12.2020)
Herr Manfred Richter
(1. stellv. Vorsitzender ab 03.12.2020) Herr Christian Joisten
Herr Bernd Petelkau
(1. stellv. Vorsitzender bis 30.10.2020) Frau Ulrike Kessing (ab 03.12.2020)
Herr Bernd Petelkau
(2. stellv. Vorsitzender ab 30.10.2020) Herr Niklas Kienitz
Herr Manfred Richter
(2. stellv. Vorsitzender bis 30.10.2020) Herr Ralf Klemm (ab 03.12.2020)
Herr Christian Achterlik (ab 03.12.2020) Herr Peter Kron
Herr Ulrich Breite Frau Sandra Schneeloch (ab 03.12.2020)
Herr Dietmar Ciesla-Baier (bis 30.10.2020) Frau Güldane Tokyürek (ab 03.12.2020)
Herr Jörg Detjen (bis 30.10.2020) Frau Brigitta von Bülow
Herr Jörg Frank (bis 30.10.2020) Frau Gräfin Alexandra von Wengersky
Frau Anna-Maria Henk-Hollstein
Mitglieder mit beratender Stimme:
Herr Stepfan Boyens Herr Julian Kampa (ab 03.12.2020)
Herr Olivier Fuchs (ab 03.12.2020) Herr Henning Lenz (ab 03.12.2020)
Frau Nicolin Gabrysch (ab 03.12.2020) Herr Niklas Schmickler (ab 03.12.2020)
Herr Lino Hammer (ab 03.12.2020 Herr Markus Wiener
Herr Michael Hoffmann (ab 03.12.2020) Herr Walter Wortmann
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Entfällt
Jahresabschlussprüfung
RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Unternehmensbeteiligungen
Gesellschaft Anteil
KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 89,9%
Koelnmesse GmbH 79,075%
308
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Kapitalzuführungen 1.914,4
Betriebskostenzuschüsse 3.352,0
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 2.841,5 2.965,7 2.989,5
Jahresergebnis -811,5 -2.252,3 -2.643,0
Eigenkapital 167.739,1 167.456,2 166.747,6
Bilanzsumme 389.190,9 330.059,7 324.825,3
Investitionen 269,1 1.322,3 699,9
Verbindlichkeiten 219.713,5 161.248,5 156.778,3
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Das Veranstaltungszentrum nimmt - mit Ausnahme der Vermietung bzw. Verpachtung
der betriebsnotwendigen Immobilien an die Betriebsgesellschaften - keine eigenen ge-
schäftlichen Tätigkeiten wahr. Seine wirtschaftliche Situation wird im Wesentlichen durch
die Ergebnisse, die sich aus dem Betrieb der Objekte Gürzenich, Tanzbrunnen und Phil-
harmonie sowie - seit Inbetriebnahme zum 1. Juli 2014 - der Flora durch die jeweiligen
Betriebsgesellschaften ergeben, bestimmt. Die im Wege der Verpachtung an die Be-
triebsgesellschaften KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH (KölnMusik) und
KölnKongress GmbH sowie aus der Bestellung der Erbbaurechte an die Koelnmesse
GmbH erzielten Umsatzerlöse reichten nicht aus, um die aus der Sanierung des Gürze-
nichs, der Generalinstandsetzung der Flora und der Renovierung des Tanzbrunnens re-
sultierenden Zins- und Abschreibungs- sowie die laufenden Instandsetzungsaufwendun-
gen zu kompensieren.
Geschäftsverlauf 2020
Trotz eines Zuschusses aus dem st ädtischen Haushalt in Höhe von 2 ,3 Mio. € hat die
eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln mangels weite rer nach-
haltiger Erträge in 2020 einen Verlust in Höhe von rd. 2,6 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €)
erwirtschaftet, der auf neue Rechnung vorgetragen wird und das Eigenkapital entspre-
chend vermindert.
Zum Geschäftsverlauf der Beteiligungsgesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Ein-
richtung wird auf die separaten Darstellungen im Beteiligungsbericht verwiesen.
309
Wirtschaftliche Lage
Chancen und Risiken
Die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln hat ihre Geschäfts-
anteile an der KölnKongress GmbH mit Wirkung zum 31.12.2019 an die Koelnmesse
GmbH verkauft. Zugleich wurde das Organschaftsverhältnis zwischen der Eigenbe-
triebsähnliche Einrichtung und der KölnKongress GmbH mit Ablauf des 31.12.2019 be-
endet. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung hat damit letztmalig für das Geschäftsjahr
2019 den Verlust der Gesellschaft übernommen.
Die sich seit Ende 2019 von China aus weltweit ausbreitende Corona -Pandemie hat ei-
nen erheblichen negativen Einfluss auf die meisten Wirtschaftsbereiche in Deutschland,
darunter insbesondere auch auf die Veranstaltungsbranche. So musste in den Betriebs-
gesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung der Veranstaltungsbetrieb bereits
Mitte März 2020 komplett eingestellt werden. Das Veranstaltungszentrum ist als reine
Besitzgesellschaft von diesen Auswirkungen nur indirekt betroffen. Bislang sind Folgen
der Veranstaltungsverbote einzig aus der Ergebnisentwicklung der KölnMusik zu erwar-
ten.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität
Auch in den Folgejahren wird das Veranstaltungszentrum strukturelle Jahresfehlbeträge
erzielen. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist dauerhaft auf Zuschüsse bzw. mittel-
fristig auf einen Verlustausgleich durch den städtischen Haushalt angewiesen.
Vor dem Hintergrund der aktuell noch hohen Eigenkapitalquote und der praktizierten
bzw. weiter geplanten Finanzierungsmaßnahme über Abschreibungen, Zuschüsse und
Kreditaufnahme ist der Bestand des Betriebes derzeit nicht gefährdet.
Bezogen auf die Tochtergesellschaften des Veranstaltungszentrums hat d er Rat der
Stadt Köln in seiner Sitzung am 23.03.2021 für den Bau eines neuen Kongresszentrums
eine Einlage in die Kapitalrücklage der Koelnmesse GmbH in Höhe von 96 Mio. € be-
schlossen. In der Sitzung hat er ferner beschlossen, zum Ausgleich der Corona-beding-
ten Verluste den Betriebskostenzuschuss an die KölnMusik GmbH in Abhängigkeit von
dem tatsächlichen Geschäftsverlauf von ursprünglich 5,7 Mio. € auf bis zu 7,5 Mio. € zu
erhöhen.
310
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln
Anschrift Offenbachplatz
50667 Köln
Kontakt 0221 - 221 28212
www.buehne.koeln
Gründung 2000
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und
Förderung kultureller Aufgaben, insbesondere die Aufführungen von Bühnenwerken al-
ler Gattungen im Musik-, Tanz-, und Sprechtheater.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
Herr Patrick Wasserbauer
(Geschäftsführender Direktor)
Frau Dr. Birgit Meyer (Intendantin der Oper)
Herr Stefan Bachmann (Intendant des Schauspiels)
Herr Bernd Streitberger (Technischer Betriebsleiter)
Betriebsausschuss
Frau Dr. Eva Bürgermeister (Vorsitzende) Herr Horst Thelen
Frau Brigitta von Bülow (1. Stellvertreterin) Herr Thomas Welter
Herr Dr. Ralph Elster (2. Stellvertreter) Frau Gisela Stahlhofen
Frau Elfi Scho-Antwerpes Herr Dr. Ulrich Wackerhagen
Herr Karl-Heinz Walter Herr Peter Sörries
Frau Katharina Welcker Herr Prof. Klaus Schäfer
Frau Karin Reinhardt
311
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
Schüllermann und Partner AG
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Wirtschaftsjahr 2019/20* (T€)
Betriebskostenzuschuss 74.242,0
312
Bilanz (T€) 2017/18 2018/19 2019/2020
Aktiva
Anlagevermögen 357.240,9 393.513,0 428.016,8
Immaterielle Vermögensgegenstände 168,4 193,5 190,2
Sachanlagen 357.072,5 393.319,5 427.825,6
Finanzanlagen 0,0 0,0 0
Umlaufvermögen 55.204,1 36.288,7 20.983,7
Vorräte 4.237,2 4.441,2 4.276,7
Forderungen und sonst. VG 11.725,7 13.577,2 16.442,0
Wertpapiere 0,0 0,0 0
Liquide Mittel 39.241,2 18.270,3 265,1
Rechnungsabgrenzungsposten 432,1 445,8 475,2
Summe Aktiva 412.877,1 430.247,5 449.475,7
Passiva
Eigenkapital 10.710,2 5.826,2 10.487,1
Gezeichnetes Kapital 50,0 50,0 50
Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0
Gewinnrücklage 10.909,6 9.771,5 7.803,6
Bilanzergebnis -249,4 -3.995,3 2.633,5
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 22.046,1 20.935,4 19.822,7
Rückstellungen 15.378,9 16.854,7 18.954,4
Verbindlichkeiten 357.531,9 380.025,1 390.567,3
Rechnungsabgrenzungsposten 7.210,0 6.604,9 9.644,2
Summe Passiva 412.877,1 430.246,3 449.475,7
313
Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017/18 2018/19 2019/20
Gesamtleistung 7.277,7 8.105,3 6.039,4
Umsatzerlöse 5.679,8 6.124,2 4.538,4
Bestandsveränderungen -37,5 182,7 -87,2
andere aktivierte Eigenleistungen 1.635,4 1.798,4 1.588,2
Sonstige betriebliche Erträge 73.659,9 78.167,7 80.876,2
Betriebsleistung 80.937,6 83.273,0 86.915,6
Betriebsaufwand 82.562,6 87.652,4 81.814,4
Materialaufwand 16.931,1 18.027,8 14.543,0
Personalaufwand 46.585,1 50.211,4 47.695,5
Abschreibungen 3.895,2 4.485,3 4.724,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.151,2 14.927,9 14.851,2
Betriebsergebnis -1.625,0 -4.379,4 5.101,2
Finanzergebnis -418,9 -475,1 -489,9
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0
Erträge aus Gewinnabführung 0,0 0,0 0
Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 156,6 126,1 6,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 575,5 601,2 495,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -39,4 -4,3 -0,4
Sonstige Steuern 28,3 33,6 49,9
Jahresergebnis -2.032,8 -4.883,8 4.660,7
Gewinnvortrag 11.419,0 -249,5 -3.995,1
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 9.635,6 -1.138,0 1.967,9
Bilanzgewinn -249,4 -3.995,3 2.633,5
314
Kennzahlenüberblick 2017/18 2018/19 2019/20
Bilanz
Anlagenintensität 86,5% 91,5% 95,2
Abschreibungsquote 1,1% 1,1% 1,1%
Investitionen (T€) 33.573,1 36.272,2 34.503,3
Investitionsquote
Eigenkapitalquote 2,6% 1,4% 2,3%
Pensionsverpflichtungen (T€) 4.994,3 5.395,4 5.512,8
Bankverbindlichkeiten (T€) 49.788,6 75.968,0 93.315,2
Veränderung Verschuldung (T€) 70.617,2 22.493,3 10.542,2
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (%) -0,4% -1,0% 0,73%
Rohertrag (T€) -9.653,4 -9.922,5 -8.503,7
EBIT (T€) -1.625,0 -4.379,4 5.101,2
EBITDA (T€) 2.270,2 105,9 9.826,0
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 766 749,75 788
Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 60,8 67,0 60,5
315
Wirtschaftliche Lage
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die von den Bühnen in der Sp ielzeit 2019/20 realisierten Inszenierungen erbrachten fol-
gende Leistungsdaten:
Veran-
ange- staltung. Besu- Besu- Aus-
botene am cher cher lastung
Plätze1 Standort max. Ist %
Summe Musiktheater 590 150 88.567 82.190 92,80
Summe Sprechtheater 281 231 64.832 49.023 75,62
Summe Tanztheater (BoD) 464 8 3.712 3.681 99,16
Summe Tanztheater 614 13 7.977 7.830 98,16
Summe gesamt 411 402 165.088 142.724 86,45
Summe Theaterpädagogik 2 482 11.838
Summe Theater gesamt 884 154.562
Spielstätte
1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal
angebotenen Plätze
Bei einem Rückgang der Besucherzahl um insgesamt 73.314 (33,9%) auf 142.724 (ohne
Theaterpädagogik) verbesserte sich die Auslastung gegenüber der Spie lzeit 2018/19 um
4,6%.
Geschäftsverlauf 2020
Die Bühnen schlos sen die Spielzeit 2019/20 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von
4.661 T€ (im Vorjahr Jahresfehlbetrag 4.884 T€) ab. Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt,
dass der Spielbetrieb mit einem Überschuss in Höhe von 3.945 T€ (im Vorjahr -2.916 T€)
zum Jahresergebnis 2019/20 der Bühnen beiträgt. Daneben weisen der Betrieb der Inte-
rimsspielstätten für die Spielzeit 2019/20 einen Fehlbetrag in Höhe von 689 T€ (im Vorjahr
-652 T€) und der Bereich der Sanierung einen Überschuss in Höhe von 1.405 T€ (im Vor-
jahr -1.316 T€) aus. Der Fehlbetrag im Bereich Interim kann teilweise durch Inanspruch-
nahme einer zweckgebundenen Rücklage ausgeglichen werden.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität
Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen hängt damit maßgeblich von den kon-
kreten Ertragssituationen in der abgelaufenen Spielzeit 2020/21 sowie der laufenden Spiel-
zeit 2021/22 und den Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in
diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der Personalkosten am G esamt-
kostenvolumen der Bühnen wird – ohne Berücksichtigung der Sondereinflüsse der
Corona-Krise - von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein,
316
Wirtschaftliche Lage
wie er sich in den Wirtschaftsplänen 2020/21 und 2021/22 der Bühnen für diese Wirt-
schaftsjahre und die Folgejahre niedergeschlagen hat.
317
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln
Anschrift Bischofsgartenstrasse 1
50667 Köln
Kontakt 0221 - 221 28595
www.guerzenich-orchester.de
Gründung 2000
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Orchesters zur Pflege und Förderung
kultureller Aufgaben. Der Zweck der Einrichtung umfasst insbesondere die musikalische
Mitwirkung bei der Aufführung von Bühnenwerken im Bereich des Musiktheaters und die
Darbietung von Konzerten.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
François-Xavier Roth (künstlerischer Betriebsleiter)
Stefan Englert (geschäftsführender Direktor)
Betriebsausschuss
Frau Dr. Eva Bürgermeister
(Vorsitzende bis 31.10.2020,
ab 01.11.2020 sachkundige Bürgerin)
Herr Thomas Welter
Frau Brigitta von Bülow
(1. Stellvertreterin bis 31.10.2020,
ab 01.11.2020 Mitglied)
Herr Horst Thelen (bis 31.10.2020)
318
Betriebsausschuss
Herr Dr. Ralph Elster
(2. Stellvertreter bis 31.10.2020,
1. Stellvertreter ab 01.11.2020)
Frau Gisela Stahlhofen
(bis 31.10.2020)
Frau Elfi Scho-Antwerpes
(Vorsitzende ab 01.11.2020)
Herr Prof. Klaus Schäfer
(bis 31.10.2020)
Herr Karl-Heinz Walter
(bis 31.10.2020)
Herr Dr. Ulrich Wackerhagen
(bis 31.10.2020)
Frau Karin Reinhardt
(bis 31.10.2020)
Frau Katharina Welcker
(bis 31.10.2020)
Herr Peter Sörries
(bis 31.10.2020)
Herr Mario Michalak
(ab 01.11.2020 2. Stellvertreter)
Frau Bärbel Hölzing
(ab 01.11.2020)
Herr David Lutz
(ab 01.11.2020)
Frau Maria Helmis
(ab 01.11.2020)
Frau Ira Sommer
(ab 01.11.2020)
Herr Jörg Kobel
(ab 01.11.2020)
Herr Lorenz Deutsch
(ab 01.11.2020)
Herr Dominik Schneider
(ab 01.11.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Kein PCGK
Jahresabschlussprüfung
SWS Schüllermann und Partner AG
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Wirtschaftsjahr 2019/20* (T€)
Betriebskostenzuschuss 11.646 T€
319
Kennzahlenübersicht (T€) 2017/18 2018/19 2019/20
Betriebsleistung 19.884,4 21.385,5 21.392,7
Jahresergebnis 76,5 -156,7 2.362,6
Eigenkapital 3.551,2 3.394,7 5.757,3
Bilanzsumme 12.487,0 12.610,0 14.102,2
Investitionen 117,5 149,6 168,2
Verbindlichkeiten 304,6 396,2 166,3
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 150,5 150,8 150,75
Wirtschaftliche Lage
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln hat den Betrieb eines
Orchesters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben zum Gegenstand. Das Or-
chester wirkt bei der Aufführung von Bühnenwerken im Bereich des Musiktheaters der
Bühnen der Stadt Köln mit. Diese Opernbespielung erfolgt gegen eine Vergütung. Zu-
dem führt das Orchester eigene Konzerte durch, die in der angemieteten Kölner Philhar-
monie stattfinden. Das Orchester wirkt außerdem bei Rundfunk-, Fernseh- und CD-Auf-
nahmen mit.
Die Einrichtung vereinnahmt Kartenerlöse aus Abonneme nts und Einzelverkäufen. Zu-
dem erhält sie von der Stadt Köln jährlich einen Zuschuss zu den Betriebskosten, der
sich im Wirtschaftsjahr 2019/2020 auf 11.646 T€ belief.
Das Gürzenich-Orchester Köln verfügt wie alle öffentlichen Theater und Orchester als
personalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Kostenbestandteile nur be-
grenzt über kurz- und mittelfristig realisierbare Verbesserungsmöglichkeiten der Kosten-
und Erlösstrukturen.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie und deren Auswirkungen auf den Kon-
zertbetrieb hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Orchesters damit maßgeb-
lich von der Ertragslage bzw. Bezuschussung in den folgenden Wirtschaftsjahren sowie
der laufenden Tilgung der Restforderung gegen die Stadt Köln aus der seinerzeitigen
Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ab.
Das Gürzenich-Orchester konnte in der Spielzeit 2019/2020 mittels der vereinnahmten
Betriebskostenzuschüsse, der Erträge aus der Opernbespielung und der übrigen selbst
erwirtschafteten Erträge trotz der Einbrüche bei den Erlösen aus dem Kart enverkauf,
aufgrund der starken Reduzierung von Aufwendungen und des Bezugs von Kurzarbei-
tergeld ein hohes positives Betriebsergebnis und einen hohen Jahresüberschuss erzie-
len. Auch in der Spielzeit 2020/2021 wird aus den gleichen Gründen ein positives Be-
triebsergebnis erzielt
320
Wirtschaftliche Lage
Es besteht weiter die Notwendigkeit, die Folgen der in 2020 auftretenden Corona -Pan-
demie für das Orchester und die beteiligten Musiker zu analysieren, zu bewerten und
sodann nachhaltig zu bewältigen. Unterstützung erfährt dies durch das Bestreben, neue
Einnahmequellen (z.B. das Sponsoring) zu erschließen bzw. durch innovative Projekte,
so z.B. das vom Gürzenich-Orchester betriebene Projekt GO Plus, das „Ohrenauf!“ Pro-
jekt für jüngere Musikliebhaber und Familien sowie Livestream -Konzerte, bisherige Be-
suchergruppen zu binden und neue Besuchergruppen anzusprechen.
Aus der Sicht der Orchester selbst ist in diesem Zusammenhang die weitere Verbesse-
rung und Entwicklung der künstlerischen Qualität sowie die Kreierung eines möglichst
einzigartigen, charakteristischen und unverwechselbaren Klangbildes von besonderer
Bedeutung, um die Attraktivität für Konzertbesucher, Sponsoren und auch Medien zu
erhöhen.
Für die kommenden Spielzeiten erwartet das Gürzenich-Orchester Köln eine herausfor-
dernde wirtschaftliche Entwicklung, aufgrund einer deutlichen Stellenzusetzung beim Or-
chester, die in die mittelfristige Finanzplanung bereits mit aufgenommen wurde. Die
Mehrbelastungen aufgrund steigender Personalkosten, können voraussichtlich bis zum
städtischen Haushaltsjahr 2025 ohne eine deutliche Erhöhung des Betriebskostenzu-
schusses aus den Rücklagen finanziert werden. Mit der Kämmerei wurde der entspre-
chende Prozess definiert.
321
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der
Stadt Köln
Anschrift Obenmarspforten 40
50667 Köln
Kontakt
0221 – 221 - 21119
stadt-koeln.de wallraf-richartz-mu-
seum.
Gründung 2008
Handelsregister Entfällt
Beteiligungsverhältnisse
Entfällt
Unternehmensgegenstand
Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud führt einen Betrieb mit Sammlun-
gen, insbesondere aus Gegenständen aus dem Bereich der Europäischen Kunst vom
13. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert. Zu den Aufgaben gehören die Präsentation
der Sammlung, die Ausrichtung von Sonderausstellungen, die wissenschaftliche Er-
schließung, Erhaltung, Pflege und Unterhaltung der Sammlung sowie die Vermittlung der
kunstgeschichtlichen und kulturellen Aspekte der Sammlung. Die Fondation Corboud hat
dem Museum ihren Bestand an Kunstwerken des Impressionismus und des Postimpres-
sionismus als Ewige Leihgabe zur Verfügung gestellt.
Organe des Eigenbetriebes
Betriebsleitung
Betriebsausschuss
Betriebsleitung
Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
(1. Betriebsleiterin)
Herr Dr. Marcus Dekiert
Betriebsausschuss
Frau Dr. Eva Bürgermeister
(Vorsitzende bis 31.10.2020,
ab 01.11.2020 sachkundige Bürgerin)
Herr Dr. Ralph Elster
(2. Stellvertreter bis 31.10.2020,
ab 01.11.2020 1. Stellvertreter)
322
Betriebsausschuss
Frau Brigitta von Bülow
(1. Stellvertreterin bis 31.10.2020,
ab 01.11.2020 Mitglied)
Herr Mario Michalak
(ab 01.11.2020 2. Stellvertreter)
Frau Elfi Scho-Antwerpes
(Vorsitzende ab 01.11.2020)
Herr Prof. Klaus Schäfer
(bis 31.10.2020)
Herr Lorenz Deutsch
(ab 01.11.2020)
Herr Karl-Heinz Walter
(bis 31.10.2020)
Frau Maria Helmis
(ab 01.11.2020)
Herr Jörg Kobel
(ab 01.11.2020)
Frau Bärbel Hölzing
(ab 01.11.2020)
Herr Dr. David Lutz
(ab 01.11.2020)
Frau Karin Reinhardt
(bis 31.10.2020)
Herr Dominik Schneider
(ab 01.11.2020)
Frau Ira Sommer
(ab 01.11.2020)
Herr Thomas Welter
Frau Katharina Welcker
(bis 31.10.2020)
Herr Horst Thelen (bis 31.10.2020)
Herr Peter Sörries
(bis 31.10.2020)
Frau Gisela Stahlhofen
(bis 31.10.2020)
Herr Dr. Ulrich Wackerhagen
(bis 31.10.2020)
Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
Anwendung des PCGK der Stadt Köln
Jahresabschlussprüfung
Dhpg Dr. Harzem & Partner MBB
Unternehmensbeteiligungen
Keine
Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)
Betriebskostenzuschuss 4.251,0
323
Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020
Gesamtleistung 6.274,0 6.793,0 6.082,6
Jahresergebnis -372,9 -788,4 -297,0
Eigenkapital 88.160,2 87.371,8 87.074,8
Bilanzsumme 693.827,9 693.202,4 692.817,6
Investitionen 53 97 127,6
Verbindlichkeiten 956,7 1.762,2 1.238,2
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 19,3 19,3 21,3
Wirtschaftliche Lage
Das Wirtschaftsjahr 2020 hat mit einem Fehlbetrag in Höhe von 297 T€ (im Vorjahr Fehl-
betrag in Höhe von 788 T€) abgeschlossen. Zuwendungen und allg . Umlagen inkl. für
Sonderausstellungen wurden in 2020 in Höhe von 4.903 T€ (2019: 4.958 T€) erwirtschaf-
tet. Im Ergebnis hat das Museum im Wirtschaftsjahr 2020 einen Finanzmittelüberschuss
in Höhe von 41 T€ erwirtschaftet und weist liquide Mittel zum 31.12 .2020 in Höhe von
6.884 T€ aus.
Vor dem Hintergrund des am 16.9.2021 vom Rat beschlossenen Wirtschaftsplans für
2021 zeichnet sich für dieses Wirtschaftsjahr ein negatives Jahresergebnis in Höhe von
rd. 1.843 T€ ab. Für den Projekt - und Ausstellungsbereich wird weiterhin ein ausgegli-
chenes Ergebnis erwartet, jedoch werden dafür die städtischen Zuschüsse 2020/21 in
Höhe von 356 T€ (Plan 134 T€) in Anspruch genommen. Das Projekt der Erweiterung
des Museums ist auch in 2021 weiter fortgeschritten, so dass die Verwaltung die weite-
ren Planungsschritte fortsetzen und anschließend mit dem Bau beginnen kann. Dieser
umfasst den Erweiterungsneubau inklusive eines Verbindungsbauwerks mit insgesamt
rund 3.800m², bauliche Wallraf -Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln
Anlage II, Seite 19 Anpassungen im jetzigen Museumsgebäude auf dem Grundstück
Obenmarspforten sowie eine Blockrandbebauung. Die Blockrandbebauung neben dem
am Martinsplatz geplanten Erweiterungsbau für das Museum soll mit zwei voneinander
getrennten Baukörpern entlang von Martinstraße und Steinweg realisiert werden. Beide
Gebäude werden später über eine Nutzfläche von rund 2.600 m² verfügen. Die beiden
Bauten sollen durch einen gemeinsamen Innenhof miteinander verbunden werden. Ihre
Nutzung wurde in einem mehrstufigen Prozess entwickelt. Die derzeit ermittelten Ge-
samtbaukosten belaufen sich auf rund 76,1 Mio. €, zuzüglich eines ermittelten Risiko-
budgets von rund 19 Mio. €. Bis zur Fertigstellung des Objekts wird dieses von der städ-
tischen Gebäudew irtschaft errichtet und vorfinanziert (Ratsbeschluss 1051/2020 vom
18.6.2020).
324
6. Anhang
325
Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
8KU GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 10,0
A/V/E GmbH rhenag Vierte Ebene 6,7
AchtBrücken GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 51,0
AG Zoologischer Garten Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 88,1
AggerEnergie GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 50,2
AHS Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 3,1
AHS Köln Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 15,2
Akademie der Künste der Welt/Köln, gemeinnützige GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
AS 3 Beteiligungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 5,7
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH SWK Zweite Ebene 50,1
AVG Kompostierung GmbH AVG Dritte Ebene 50,1
AVG Ressourcen GmbH AVG Dritte Ebene 50,1
AVG Service GmbH AVG Dritte Ebene 50,1
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH SWK Zweite Ebene 100,0
AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,2
Bäderbetriebsgesellschaft Bergisch-Gladbach mbH BELKAW Vierte Ebene 40,1
Bäderbetriebsgesellschaft Burscheid mbH BELKAW Vierte Ebene 40,1
beka GmbH HGK Zweite Ebene 5,8
BELKAW GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 40,1
BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH rhenag Vierte Ebene 5,2
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
BioCampus Cologne Management GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
biogas NRW GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Biogas Pool 3 für Stadtwerke GmbH & Co. KG Rheinwerke Vierte Ebene 25,0
BRUNATA-METRONA FINANCE LUX S. a. r. l. BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 1,0
BRUNATA-METRONA GmbH GEW Zweite Ebene 100,0
Bunkerbetriebe Büchting GmbH HTAG Dritte Ebene 93,7
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Butzweilerhof Verwaltung GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
chargecloud GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 26,7
COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L RheinEnergie Dritte Ebene 26,7
326
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
cowelio GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service Köln HGK Zweite Ebene 72,6
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 5,8
dbt Duisburg Bulk Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH Düsseldorf CTS Dritte Ebene 35,6
Deutsche Netzmarketing GmbH NetCologne Dritte Ebene 2,6
Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH
HGK Zweite Ebene 23,9
Digital Hub Cologne GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 33,3
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH
KVB Zweite Ebene 74,9
e.E. Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Bühnen der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Gürzenich-Orchester Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
e.E. Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 11,0
energienatur Gesellschaft für erneuerbare Energien mbH rhenag Vierte Ebene 17,1
energieNRW GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 40,0
Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs-und Beteiligungsgesellschaft mbH RheinEnergie Dritte Ebene 40,0
Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 13,1
ENERGOTEC Energietechnik GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
Energy4u GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 13,1
ENTALO GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH Stadtwerke Leichlingen Vierte Ebene 19,6
Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH & Co. KG BELKAW Vierte Ebene 20,0
e-regio GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 11,5
evd energieversorgung dormagen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 8,9
Expolink Global Network Ltd., Bangkok Koelnmesse Zweite Ebene 38,9
Flughafen Köln/Bonn GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 31,1
GAG Immobilien AG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,0
GAG Projektentwicklung GmbH GAG Zweite Ebene 83,9
GAG Servicegesellschaft mbH GAG Zweite Ebene 89,0
327
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft RheinEnergie Dritte Ebene 45,3
Gemeinde Windeck GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 26,7
Gemeinschaft für Energieeffizienz GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 5,3
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna Düsseldorf GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
GEW Köln AG SWK/ Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 27,6
GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH rhenag Vierte Ebene 13,3
Grund und Boden GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 93,2
Grünwerke GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
GT-HKW Niehl GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
GWAdriga GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 24,8
GWAdriga Verwaltungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 24,8
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 5,5
Häfen und Güterverkehr Köln AG SWK / Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 93,7
HAUBNER IT GmbH NetCologne Dritte Ebene 70,0
Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7
Holzkraft Plus GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
HTAG Häfen und Transport AG HGK Zweite Ebene 93,7
ID Quadrat Verwaltungsgesellschaft mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Innovative Immobilien Duisburg Düsseldorf ID Quadrat GmbH & Co.
Betriebsgesellschaft KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
ivl Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH EVL Vierte Ebene 36,0
Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 51,0
K.R.B.-Busreisen GmbH Schilling Omnibusverkehr Dritte Ebene 51,0
K-B-S Busreisen GmbH Schilling Omnibusverkehr Dritte Ebene 51,0
KCG Knapsack Cargo GmbH Hürth HGK Zweite Ebene 61,4
KCT Krefelder Container Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
Kliniken der Stadt Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH RheinEnergie HKW Rostock Vierte Ebene 61,6
Koeln Parma Exhibitions S.r.l. Koelnmesse Zweite Ebene 39,5
Koelnmesse Ausstellungen GmbH Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Co. Ltd., Tokio, Japan Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Co., Ltd. Peking, China Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 79,1
328
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
Koelnmesse Inc., Chicago, USA Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Ltd., Hongkong Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda., Sao Paulo, Brasilien Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse Pte Ltd., Singapur Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
KoelnMesse S.r.l., Mailand, Italien Koelnmesse Zweite Ebene 79,1
Koelnmesse YA Tradefair Pte. Ltd., Mumbai, Indien Koelnmesse Zweite Ebene 59,3
KölnBäder GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH KVB Zweite Ebene 100,0
Kölner Sportstätten GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Kölner Verkehrs-Betriebe AG SWK / Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
KÖLNER ZOO Shop GmbH Zoo Zweite Ebene 88,1
KölnKongress Gastronomie GmbH Stadt Köln Zweite Ebene 64,7
KölnKongress GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,7
KölnMusik Betriebs- und Service GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,9
KölnTourismus GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH KVB Zweite Ebene 51,0
KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH rhenag Vierte Ebene 20,0
Logistikzentrum Ruhr Ost GmbH Neska intermodal Vierte Ebene 18,7
Lohmar Netzeigentumsgesellschaft Stadtwerke Lohmar Vierte Ebene 39,2
MAINGAU Energie GmbH rhenag Vierte Ebene 7,0
MASSLOG GmbH HTAG Dritte Ebene 46,9
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 25,1
meine-energie eG & Co. KG Stadtwerke Troisdorf Vierte Ebene 23,9
METRONA GmbH BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 100,0
Metrona Polska Pomiary i Rozciezcenia Sp.z.o.o. METRONA Vierte Ebene 100,0
Metrona S.r.l. METRONA Vierte Ebene 44,0
Metrona Wärmemesser Union GmbH METRONA Vierte Ebene 44,0
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH Köln GAG Zweite Ebene 89,0
moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der
Gemeindeentwicklung mbH
Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH SWK Zweite Ebene 75,0
MTB Multimodal Terminal GmbH i.L. Neska intermodal Vierte Ebene 29,0
Münchberg Solarpark GmbH RheinEnergie Solar Vierte Ebene 80,0
329
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 19,0
MVV Energie AG RheinEnergie Dritte Ebene 13,1
Nahverkehr Rheinland GmbH ZV VRS Zweite Ebene 18,4
Nahwärme Düsseldorf GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 13,2
neska Container Line B.V. Neska Dritte Ebene 93,7
neska intermodal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
Neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH HGK Zweite Ebene 93,7
NetAachen GmbH NetCologne Dritte Ebene 84,0
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH GEW Zweite Ebene 100,0
NetCologne IT Services GmbH NetCologne Dritte Ebene 100,0
NetRegio GmbH NetCologne Dritte Ebene 100,0
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Neuss-Düsseldorfer Häfen Verwaltungs-GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Niederrheinisch-Bergisches Gemeinschaftswasserwerk GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Oudkerk B.V. HTAG Dritte Ebene 93,7
Pohl & Co. GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
Propan Rheingas GmbH rhenag Vierte Ebene 5,3
Propan Rheingas GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 6,4
Radio Köln GmbH & Co. KG SWK Zweite Ebene 25,0
Regionalverkehr Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 12,5
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik GmbH Kliniken Zweite Ebene 100,0
REMONDIS Rhein Wupper GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 9,8
REMONDIS Rhein Wupper Verwaltungs-GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 9,8
RheinCargo GmbH & Co KG HGK Zweite Ebene 46,8
RheinCargo Verwaltungs-GmbH HGK Zweite Ebene 46,8
RheinEnergie AG GEW Zweite Ebene 80,0
RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Express GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 70,2
RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie HKW Rostock GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Industrielösungen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Solar GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
330
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
RheinEnergie Trading GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
RheinEnergie Windkraft GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH HGK Zweite Ebene 46,8
Rheinische NETZGesellschaft mbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0
Rheinland Cargo Schweiz GmbH HGK Zweite Ebene 93,7
Rhein-Sieg-Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7
Rheinwerke GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 50,0
Rheinwerke GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
rhenag Rheinische Energie AG RheinEnergie Dritte Ebene 26,7
rhenagbau GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7
RRT Rhein-Ruhr Terminal Ges. für Container u. Güterumschlag mbH Neska intermodal Vierte Ebene 93,7
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 99,9
RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH HGK Zweite Ebene 24,4
RW Beteiligungs GmbH i.L. GEW Zweite Ebene 21,5
SBK Sozial-Betriebe-Köln, gemeinnützige GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Schilling Omnibusverkehr GmbH KVB Zweite Ebene 51,0
SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 4,5
SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH rhenag Vierte Ebene 4,5
Sirius EcoTech Fonds Düsseldorf GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 6,2
Solarpark Bronkow Luckaitztal GmbH RheinEnergie Solar Vierte Ebene 80,0
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 50,0
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Stadtwere Pulheim GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stadtwerke Düsseldorf AG GEW Zweite Ebene 20,0
Stadtwerke Hilden GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 5,0
Stadtwerke Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0
Stadtwerke Leichlingen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 36,0
Stadtwerke Troisdorf GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 32,0
Stromkontor Netzgesellschaft mbH Stromkontor Rostock Vierte Ebene 39,2
Stromkontor Rostock Port GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 39,2
331
Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet in %)
Stromnetz Bornheim Verwaltungs GmbH Stromnetz Bornheim Vierte Ebene 39,2
Stromnetz Pulheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pulheim Vierte Ebene 29,4
Stromnetz Pulheim Verwaltung GmbH Stadtwerke Pulheim Vierte Ebene 29,4
SVB Siegener Versorgungsbetriebe GmbH rhenag Vierte Ebene 6,6
TankE GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 64,0
TKN Terminal Nord GmbH i.L. CTS Dritte Ebene 37,0
uct Umschlag ContainerTerminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7
VDV eTicket Service GmbH & Co. KG KVB Zweite Ebene 10,1
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH GEW Zweite Ebene 1,7
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH ZV VRS Zweite Ebene 25,0
Wärmegesellschaft RHEIN-ERFT mbH Gasversorgungsgesellschaft Vierte Ebene 22,6
Wärmegesellschaft Wesseling mbH Gasversorgungsgesellschaft Vierte Ebene 22,7
Wärmekontor Rostock GmbH Stromkontor Rostock Vierte Ebene 39,2
Wasserübernahme Neuss-Wahlscheid GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0
Westerwald-Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen KVB Zweite Ebene 100,0
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH SWK Zweite Ebene 100,0
ZOO-Gastronomie GmbH Zoo Zweite Ebene 88,1
332
Direkte und indirekte Beteiligungen in den Berichtsjahren 2019 und 2020
333
334
335
336
337
Erläuterungen und Begriffsdefinitionen
Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung
(GuV) finden Sie in §§ 266, 275 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie im Internet z.B. unter
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/bilanz.html beziehungsweise unter
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/gewinn-und-verlustrechnung-guv.html.
Erläuterung Kennzahlen - Bilanz
Anlagenintensität Anlagevermögen
Bilanzsumme × 100
Als Verhältnis zwischen Anlagevermögen und Gesamt-
vermögen gibt die Kennzahl Auskunft über die Kapital-
bindung innerhalb eines Unternehmens. Je größer die
Kennzahl, desto mehr Kapital ist innerhalb des Anlage-
vermögens gebunden und je höher sind die Fixkosten.
Eine hohe Anlageintensität beinhaltet ein höheres Ri-
siko, da das Unternehmen bei Marktveränderungen
i.d.R. nicht so schnell darauf reagieren kann. Der Ziel-
wert ist stark branchenabhängig.
Abschreibungen Abschreibungen ohne Abschreibungen auf den Ge-
schäfts- und Firmenwert
Abschreibungsquote Abschreibungen
Immaterielle Vermögen + Sachanlagevermögen × 100
Das Verhältnis zwischen den Abschreibungen eines Ge-
schäftsjahres und dem Anlagevermögen lässt Schlüsse
über den Erneuerungszyklus von Anlagegütern (z.B.
Maschinen) und deren Nutzungsdauer zu. Je höher die
Abschreibungsquote, desto eher werden Anlagen nach
Auslaufen der Abschreibungen weiterhin verwendet. Der
Zielwert ist stark branchenabhängig.
Bankverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
338
Veränderung der
Verschuldung
Gesamtverbindlichkeiten lt. Bilanz des Betrachtungsjah-
res abzüglich der Gesamtverbindlichkeiten lt. Bilanz des
Vorjahres
Investitionen
Summe der Zugänge beim Anlagevermögen d.h. bei
den immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sach-
anlagevermögen sowie zu den Finanzanlagen
Investitionsquote Investitionen in Anlagevermögen
Anlagevermögen × 100
Diese Kennzahl spiegelt den prozentualen Anteil der In-
vestitionen in das Anlagevermögen wider; sie gibt einen
Hinweis auf die Erneuerungsquote. Ist die Investitions-
quote langfristig hoch, so lässt dies den Schluss zu,
dass ständig in neue Vermögensgegenstände investiert
wird. Eine langfristig niedrige Investitionsquote hingegen
kann auf eine Überalterung der Anlagegüter hinweisen.
Eine Aussage zur Notwendigkeit oder Qualität der Inves-
titionen enthält diese Kennzahl nicht. Der Zielwert sollte
langfristig größer als Null sein.
Eigenkapital Im Gegensatz zum Fremdkapital jene Mittel, die von den
Eigentümern einer Unternehmung zu deren Finanzie-
rung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im
Unternehmen belassen wurden (Selbstfinanzierung).
Das davon gezeichnete Kapital ist das Kapital, auf das
die Haftung der Gesellschafter für die Verbindlichkeiten
der Kapitalgesellschaft gegenüber den Gläubigern be-
schränkt ist (§ 272 I HGB).
Eigenkapitalquote Eigenkapital
Bilanzsumme ×100
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Ei-
genkapitals am Gesamtkapital ist. Je höher die Eigenka-
pitalquote, umso höher ist die finanzielle Stabilität des
Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber
Fremdkapitalgebern. Banken bewerten daher die Bonität
339
eines Unternehmens bei hoher Eigenkapitalquote höher.
Je höher die Anlagenintensität ist, umso höher sollte
auch die Eigenkapitalquote sein.
Erläuterungen Kennzahlen - Gewinn- und Verlustrechnung
EBIT
Earnings before interest and taxes
Summe aus Betriebsergebnis, Erträgen aus Beteiligun-
gen, Erträgen aus Gewinnabführung, Erträgen aus an-
deren Finanzanlagen abzüglich Aufwendungen aus Ver-
lustübernahme und Abschreibungen auf Finanzanlagen
Hierbei handelt es sich um das Unternehmungsergebnis
bevor Steuern und Zinsen hinzugerechnet bzw. abgezo-
gen werden. Die Kennzahl EBIT wird vor allem verwen-
det, um die operative Ertragskraft eines Unternehmens
beurteilen zu können, unabhängig von regionalen Be-
steuerungen und unterschiedlichen Finanzierungsfor-
men. Zielwert ist größer Null.
EBITDA
Earnings before interest, taxes, depreciation and
amortisation
EBIT
+ Abschreibungen auf Sachanlagevermögen
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögen (Firmen-
wert)
Mit dem EBITDA wird das Betriebsergebnis ohne Ver-
zerrungen durch Steuern, Zinsen und Abschreibungen
dargestellt. Diese Kennzahl ist also nicht nur um das Fi-
nanzergebnis und Steuern bereinigt, sondern gegenüber
dem EBIT zusätzlich noch um die Abschreibungen. Die
Ertragskennzahl EBITDA wird genutzt, um insbesondere
Abschreibungen im Zusammenhang mit Patenten, Li-
zenzen und dem Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert)
340
aus der Betrachtung der Ertragskraft eines Unterneh-
mens zu eliminieren. Der Zielwert ist größer Null.
Gesamtaufwand
Summe alle Aufwendungen d.h. Betriebsaufwendungen,
Abschreibungen auf Finanzanlagen, Aufwendungen aus
Verlustübernahmen, Zinsen und ähnliche Aufwendun-
gen sowie Ertragsteuern und sonstige Steuern
Gesamtleistung
Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen
sowie aktivierter Eigenleistungen
Gesamtkapital-
rentabilität
(Jahresergebnis + Zinsaufwendungen)
Bilanzsumme x 100
Durch diese Kennzahl lassen sich die Verzinsung und
die Effizienz des gesamten Kapitaleinsatzes vor Ergeb-
nisübernahme bzw. -abführung im Unternehmen errech-
nen. Die Fremdkapitalzinsen werden dem Gewinn hinzu-
gerechnet, da sie in derselben Periode angefallen sind,
jedoch als Aufwand den Gewinn schmälern. Da die Ge-
samtkapitalrentabilität die Verzinsung des gesamten im
Unternehmen, also inkl. Fremdkapital, investierten Kapi-
tals angibt, ist sie aussagefähiger als die Eigenkapital-
rentabilität. Der Zielwert sollte größer als der Zins für
das eingesetzte Fremdkapital sein.
Gesamtleistung
Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen
sowie aktivierter Eigenleistungen.
Die Bestandsveränderungen geben die Änderung inner-
halb des Vorratsvermögens (u.a. bei Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen) an, aktivierte Eigenleistungen (bei-
spielsweise in Form von selbst erstellten Anlagen) stel-
len einen Vermögensgegenstand dar. Die Gesamtleis-
341
tung beschreibt daher den Wert, der durch die abgesetz-
ten Produkte/ Dienstleistungen und die selbst erstellten
Güter innerhalb einer Periode geschaffen wurde.
Betriebsleistung
Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Er-
träge.
Die Betriebsleistung ist eine wesentliche Größe, die als
Bezug für eine Reihe von Kennzahlen verwendet wer-
den kann (z.B. Personalintensität, Materialintensität,
usw.). In der Bilanzanalyse kommt der Betriebsleistung
insbesondere bei lagerintensiven Unternehmen eine hö-
here Aussagekraft zu als den Umsatzerlösen. Zu den la-
gerintensiven Unternehmen gehören Betriebe, bei de-
nen aus Gründen des Produktionsprozesses die Pro-
dukte nicht innerhalb einer Rechnungsperiode fertigge-
stellt sind und deshalb zu hohen Bestandsveränderun-
gen führen. Bei Betrieben mit hoher Lagerumschlags-
häufigkeit spielt die Gesamtleistung indes keine Rolle,
weil hier lediglich der Bilanzstichtag zufällig zu Lagerbe-
ständen führt, die als Bestandsveränderung zu zeigen
sind.
Rohertrag Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand
Der Rohertrag zeigt an, welcher Betrag für die Beglei-
chung aller übrigen Positionen verbleibt. Der Rohertrag
stellt somit die einfachste Form eines Deckungsbeitrags
dar.
Personal
Beschäftigte Alle Angestellten in Voll- und Teilzeit inkl. Auszubil-
dende.
342
Auszubildende
Bei den Auszubildenden soll der Stichtagsbezogene
Wert gewählt werden. Falls dieser nicht vorhanden sein
sollte, kann auch der Durchschnittswert aus dem An-
hang gewählt werden.
Personalaufwand pro
Beschäftigte/r
Personalaufwand
Beschäftigte im Jahresdurchdschnitt
Dezernat für Finanzen und Recht
Amt für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung und Gestaltung
Zentrale Dienste der Stadt Köln
13-CS/382-22/Dez II/80/10.2022
Kontakt
Dezernat II-2 – Stabsstelle für Beteiligungssteuerung und
öffentliches Finanz- und Unternehmensrecht
Venloer Straße 151 – 153
50672 Köln
T: 0221 221-23423
beteiligungsmanagement@stadt-koeln.de
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3210/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 20.10.2022
- Erstellt
- 29.09.2022 11:55