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Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2020 - Beteiligungsbericht 2020

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 3210/2022 vom 20.10.2022

Stand: Am 10.11.2022 im Rat ungeändert beschlossen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 3210/2022 Freigabedatum 20.10.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2020 - Beteiligungsbericht 2020 Beschlussorgan Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt den Beteiligungsbericht 2020 zur Kenntnis. Finanzausschuss 31.10.2022 Rechnungsprüfungsausschuss 08.11.2022 Rat 10.11.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Zur Information der Ratsmitglieder und der Einwohnerschaft hat die Stadt nach § 117 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NW) 2020 einen Bericht über ihre Beteiligung an Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform des privaten Rechts erstellt. Der Be- richt soll insbesondere Angaben über die Erfüllung des öffentlichen Zwecks, die finanzwirt- schaftlichen Auswirkungen der Beteiligungen, die Beteiligungsverhältnisse und die Zusam- mensetzung der Organe der Gesellschaft enthalten. Die Verwaltung schreibt ihre jährliche Berichterstattung mit dem nunmehr vorliegenden Betei- ligungsbericht 2020 fort. Der Bericht enthält neben den Informationen zu den direkten Beteili- gungsunternehmen der Stadt Köln auch diejenigen Gesellschaften, an denen die Stadt Köln durchgerechnet mittelbar Geschäftsanteile von mindestens 25 % hält. Außerdem enthält der Bericht entsprechende Informationen über die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Köln. Gegenüber dem Vorjahresbericht wurden in diesem Jahr erstmals Informationen zu den Auszubildenden und zur Frauenquote in den städtischen Beteiligungsunternehmen aufge- nommen. Grundlage für die Darstellung wirtschaftlicher Kennzahlen der Beteiligungsgesellschaften bilden die geprüften Jahresabschlüsse für die Jahre 2018, 2019 und 2020 sofern verfügbar. Im Übrigen basieren die Angaben – sofern nicht anders angegeben - auf dem Stand 31.12.2020. Nach Behandlung des Berichts im Finanzausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und im Rat wird der Beteiligungsbericht im Internetauftritt der Stadt veröffentlicht. Anlage Beteiligungsbericht 2020 (Der Beteiligungsbericht 2020 ist im Ratsinformationssystem der Stadt Köln einsehbar).
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    Beteiligungsbericht 2020 der Stadt Köln 1 Inhaltsverzeichnis I. Allgemeiner Teil ................................ ................................ ................................ ...... 4 1. Vorwort ................................ ................................ ................................ ..................... 4 2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts ................................ ........................... 5 3. Beteiligungsmanagement der Stadt Köln im Berichtsjahr ................................ .......... 9 4. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Beteiligungsportfolio ..................... 10 5. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr .................. 11 6. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln ................... 11 7. Darstellung ausgewählter Kennzahlen der direkten Beteiligungen .......................... 15 8. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen ........................ 23 II. Spezieller Teil - Übersicht wesentlicher Beteiligungen ................................ ...... 25 1. Ver- und Entsorgung und Verkehr ................................ ................................ ....... 26 Stadtwerke Köln GmbH ................................ ................................ .......................... 26 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH ................................ ............................. 34 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH ........................... 41 Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH................................ ................... 48 GEW Köln AG ................................ ................................ ................................ ......... 52 RheinEnergie AG ................................ ................................ ................................ .... 58 NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH ................................ ........... 66 NetAachen GmbH ................................ ................................ ................................ ... 72 rhenag Rheinische Energie AG ................................ ................................ ............... 75 METRONA GmbH ................................ ................................ ................................ .. 79 BRUNATA-METRONA GmbH ................................ ................................ ................ 82 Kölner Verkehrs-Betriebe AG................................ ................................ .................. 86 Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH ................................ ................................ ......... 93 Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen ................................ ................... 96 KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH ................................ ................................ .... 99 DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH ................................ ................................ ......................... 102 Schilling Omnibusverkehr GmbH ................................ ................................ .......... 105 Häfen und Güterverkehr Köln AG ................................ ................................ ......... 109 HTAG Häfen und Transport AG ................................ ................................ ............ 116 HGK Shipping GmbH ................................ ................................ ............................ 119 Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH ................................ ................................ .. 122 RheinCargo GmbH & Co. KG ................................ ................................ ............... 125 RheinCargo Verwaltungs-GmbH ................................ ................................ ........... 128 Rheinland Cargo Schweiz GmbH ................................ ................................ ......... 130 2 neska Schiffahrts-und Speditionskontor GmbH ................................ ..................... 132 CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service ................................ .... 135 Regionalverkehr Köln GmbH ................................ ................................ ................ 138 Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR ................................ ................................ . 142 Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH ................................ ................................ 150 Flughafen Köln/Bonn GmbH ................................ ................................ ................. 153 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln ......... 160 2. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten ................................ .......... 164 GAG Immobilien AG ................................ ................................ ............................. 164 GAG Projektentwicklung GmbH ................................ ................................ ............ 171 GAG Servicegesellschaft mbH ................................ ................................ .............. 175 Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH ................................ ........................ 178 Grund und Boden GmbH ................................ ................................ ...................... 181 modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH ................................ ........ 184 GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft ................................ ....................... 187 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gebäudewirtschaft der Stadt Köln .................. 191 3. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung ................................ .................... 198 Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ................................ ........................... 198 Koelnmesse GmbH ................................ ................................ ............................... 201 Koelncongress GmbH ................................ ................................ ........................... 210 KölnKongress Gastronomie GmbH ................................ ................................ ....... 214 Köln Tourismus GmbH................................ ................................ .......................... 217 Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berüfsförderung mbH ................................ ... 221 GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln i. L. ....... 224 RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH .............. 226 BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG ................................ .............. 229 BioCampus Cologne Management GmbH ................................ ............................ 232 moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH ................................ ................................ .................. 234 Butzweilerhof Verwaltung GmbH ................................ ................................ .......... 238 Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG ................................ ......................... 241 Digital Hub Cologne GmbH ................................ ................................ ................... 244 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH ................................ ......................... 247 4. Soziales ................................ ................................ ................................ ............... 251 SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH ................................ .................. 251 Kliniken der Stadt Köln gGmbH ................................ ................................ ............ 258 RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH ................................ 265 Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR .............................. 268 3 Jugendzentrum Köln Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH ........................... 272 5. Kultur, Sport, Erholung ................................ ................................ ...................... 276 KölnBäder GmbH ................................ ................................ ................................ .. 276 KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH ................................ ............... 282 ACHTBRÜCKEN GmbH ................................ ................................ ....................... 286 Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH ................................ .. 289 Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln ................................ ........................ 293 Zoo-Gastronomie GmbH ................................ ................................ ....................... 297 KÖLNER ZOO Shop GmbH ................................ ................................ .................. 300 Kölner Sportstätten GmbH ................................ ................................ .................... 303 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln ........................... 306 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln ................................ ... 310 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln .............................. 317 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln ................................ ................................ ........................ 321 6. Anhang ................................ ................................ ................................ ................ 324 Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen ...................... 325 Direkte und indirekte Beteiligungen in den Berichtsjahren 2019 und 2020 ................ 332 Erläuterungen und Begriffsdefinitionen ................................ ................................ ...... 337 4 I. Allgemeiner Teil 1. Vorwort Die Unternehmen der Stadt Köln sind ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Leistungserbringung und Daseinsvorsorge. Sie beeinflussen damit das Leben von mehr als einer Million Einwohner*innen in Köln und der Region unmittelbar. Zentrale kommu- nale Aufgaben werden durch Beteiligungen wahrgenommen und viele der Beteiligungs- unternehmen sind für die Kölnerinnen und Kölner unverzichtbar. Unsere Beteiligungsun- ternehmen, die u.a. Strom- und Energieerzeugung, Wasserversorgung, Abfallentsorgung und Stadtentwässerung bereitstellen, sind damit tatsächlich systemrelevant. In den Beteiligungen werden daneben auch hohe Investitionen getätigt, um urbane Me- gathemen wie die Verkehrswende zu beschleunigen oder das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, z.B. durch unsere städtischen Töchter KVB und RheinEnergie. Hieraus entsteht eine besondere Verantwortung. Dieser Bericht soll der interessierten Öf- fentlichkeit daher eine Informationsquelle und den politischen Entscheidungsträger*innen in Aufsichtsräten und Rat eine Entscheidungshilfe und eine erweiterte Sicht auf den Kon- zern Stadt Köln geben. Das dem Beteiligungsbericht zu Grunde liegende Geschäftsjahr 2020 war für fast alle Beteiligungen stark von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Einige mussten zeitweise für den Publikumsverkehr schließen (wie z.B. KölnBäder, Zoo, Köln- Musik, Bühnen) viele standen vor unbekannten Herausforderungen, nahezu alle mussten Abläufe ändern und ihre Arbeitsweisen anpassen. Diese Maßnahmen führten bei den Beteiligungen zu verschiedenen Effekten mit teils erheblichen finanziellen Auswirkungen. In welchem Maße die Beteiligungen jeweils betroffen waren, lässt sich dem Bericht ent- nehmen. Daneben bietet der Beteiligungsbericht Informationen über Veränderungen im Beteiligungsportfolio, zu ausgewählten Kennzahlen der Geschäftsentwicklung, zu Be- schäftigungszahlen, zur Höhe von finanziellen Zuwendungen aus dem städtischen Haus- halt sowie zur Zusammensetzung der Überwachungsorgane. Abschließend möchten wir besonders in diesem weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägten Jahr allen Unternehmensleitungen und Aufsichtsorganen und insbesondere den Mitarbeiter*innen, die sich für das Wohl der Menschen in unserer Stadt tagtäglich einsetzen, herzlich für die geleistete Arbeit danken. Köln, im Oktober 2022 Henriette Reker Prof. Dr. Dörte Diemert Oberbürgermeisterin Stadtkämmerin 5 2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts Kommunale Aufgaben in Beteiligungsunternehmen Die städtischen Beteiligungsgesellschaften und Sondervermögen nehmen eine Vielzahl kommunaler Aufgaben wahr und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstel- lung der Daseinsvorsorge. Die städtischen Beteiligungen erbringen Leistungen in diver- sen Geschäftsfeldern, die grundsätzlich folgende Aufgaben umfassen: Ver- und Entsorgung - Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikationsdienstleis- tungen - Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung, Straßenreinigung und Winterwartung sowie Abwasserentsorgung - Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge - Pflege und Unterhaltung Kölner Gewässer - Straßenentwässerung Verkehr - Bedienung des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs - Betrieb von Häfen und Flughafen Bauen und Wohnen sowie Betreuung städtischer Bauten - Wohnraumversorgung durch Neubau, Kauf, Verkauf, Bewirtschaftung und Vermie- tung von Wohnungen über die städtische Wohnungsgesellschaften - Bewirtschaftung und Baubetreuung von städtischen Objekten sowie Planung und Ausführung von Gebäudetechnik und Hochbaumaßnahmen aller Art Kultur, Sport und Erholung - Vermietung und Verpachtung von Veranstaltungsstätten zur Durchführung kultureller und sonstiger Veranstaltungen - Vorhaltung und Betrieb von Sportstätten, Bädern und einer Eissporteinrichtung - Betrieb von Museen und Zoo Gesundheitsversorgung und Soziales - Ambulante, vor-, nach-, teil- und vollstationäre Gesundheitsleistungen 6 - Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versorgung und Pflege alter, behinderter oder psychisch kranker Menschen sowie anderweitig notleidender oder gefährdeter Men- schen Angebot von Beschäftigungsfördermöglichkeiten - Förderung der Kinder- und Jugendhilfe durch den Betrieb entsprechender Einrichtun- gen Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung - Planung, Organisation und Durchführung von Messen und Ausstellungen und ande- rer Veranstaltungen zur Förderung von Industrie, Handel und Handwerk im In- und Ausland - Förderung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Köln und der heimischen Wirt- schaft - Innovations- und Gründerförderung, Förderung der Digitalisierung und des Technolo- gietransfers - Durchführung von Stadtentwicklungsprojekten Kernfunktion der städtischen Beteiligungsgesellschaften ist die nachhaltige und zuverläs- sige Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft mit Dienstleistungen zu sozialverträglichen Preisen. Die Aktivitäten der Unternehmen wirken sich aber auch unmittelbar auf den städtischen Haushalt – im Wesentlichen in Form von Gewinnabführungen und Betriebskostenzuschüssen - aus. Chancen und Risiken in den geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaften kommen daher auch im Hinblick auf die städtische Finanzwirtschaft große Bedeutung zu. Über diese Gesellschaften soll im Fol- genden berichtet werden. Gesetzliche Grundlagen der Berichterstattung über Beteiligungsunternehmen Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Erstellung eines Beteiligungsberichts ha- ben sich in NRW zum 01.01.2019 geändert. Grundsätzlich maßgeblich sind die §§ 117 Abs. 1 Gemeindeordnung für das Land Nord- rhein-Westfalen (GO NRW) und 53 Kommunalhaushaltsverordnung Nordrhein-Westfalen (KomHVO NRW). Da jedoch nur noch diejenigen Gemeinden, die gem. § 116a GO NRW größenabhängig keinen Gesamtabschluss aufstellen müssen, einen Beteiligungsbericht erstellen müssen, ist die Stadt Köln von der Verpflichtung nach § 117 Abs. 1 GO NRW freigestellt. Wenngleich eine Verpflichtung zur Erstellung für die Stadt Köln entfällt, soll das Instru- ment dennoch weiterhin genutzt werden, um die interessierte Öffentlichkeit jährlich über die Aktivitäten in den städtischen Beteiligungsunternehmen zu informieren. 7 Der Beteiligungsbericht wurde zuletzt für das Berichtsjahr 2019 sowohl hinsichtlich seiner Struktur aber insbesondere inhaltlich vollständig überarbeitet und neu gestaltet. Der seit- dem deutlich reduzierte Umfang und die vereinheitlichten Angaben zu den Unternehmen führen zu einer besseren Lesbarkeit - relevante Informationen zu den Beteiligungsunter- nehmen der Stadt Köln sind dadurch schneller und leichter aufzufinden. Der so neu ge- staltete Bericht orientiert sich sowohl an den gesetzlichen Vorgaben bzw. Empfehlungen als auch an den Informationsbedürfnissen der vielfältigen Interessierten/Adressaten- kreise. Diese Form wurde auch für den aktuellen Bericht übernommen. In einem allgemeinen Teil werden kurz die organisatorische Struktur des Beteiligungs- managements der Stadt Köln sowie die wahrgenommen Aufgaben (Abschnitt 3) be- schrieben sowie Übersichtsinformationen zum Gesamtportfolio und seine wesentlichen Veränderungen (Abschnitte 4 bis 8) geliefert. Gegenüber dem Vorjahresbericht haben wir in diesem Jahr erstmals Informationen zu den Auszubildenden und zur Frauenquote in den städtischen Beteiligungsunternehmen aufgenommen. Die Berichterstattung zu allen direkten und ausgewählten indirekten Beteiligungen erfolgt unternehmens-individuell im speziellen Teil dieses Berichtes, wobei der Umfang der Berichterstattung nicht für alle Beteiligungen einheitlich ist. Zu den Beteiligungen wurden sowohl allgemeine Informatio- nen als auch betriebs- und finanzwirtschaftliche Daten des Berichtsjahres 2020 und der Vorjahre zusammengetragen, die ein Bild der wirtschaftlichen und finanziellen Lage ver- mitteln. Umfang der Berichterstattung Bei der Auswahl der in den Bericht aufgenommenen Unternehmen wurde grundsätzlich folgender Systematik gefolgt: 8 Dabei wurden zunächst all jene Beteiligungsunternehmen berücksichtigt, die unter die Definition einer wirtschaftlichen bzw. nichtwirtschaftlichen Betätigung i.S.d. § 107 Abs. 1,2 GO NRW fallen und an denen die Stadt Köln unmittelbar oder mittelbar über maximal zwei Stufen (die sogenannten Enkelunternehmen) beteiligt ist. Wie bislang auch, werden Unternehmen in privater Rechtsform, Anstalten öffentlichen Rechts, Eigenbetriebe und eigenbetriebsähnliche Einrichtungen abgebildet. Insgesamt wird bei der Auswahl der Gesellschaften angenommen, dass Unternehmen, (i.) an denen die Stadt mindestens 25,1 % hält, (ii.) eine Einordnung als großes Unter- nehmen nach § 267 Abs. 3 HGB erfolgt und (iii.) in deren Aufsichtsgremien die Stadt Köln repräsentiert ist, eine größere Bedeutung für die Erfüllung städtischer Aufgaben ha- ben, als Beteiligungen, die diese Kriterien nicht erfüllen. Über die Beteiligungen, die diese Kriterien erfüllen wird daher umfangreicher, über andere Gesellschaften nur einge- schränkt berichtet. Im Beteiligungsbericht nicht berücksichtigt werden indirekte Beteiligungsgesellschaften, an denen die Stadt Köln weniger als 25,1% Anteile hält. Mit Blick auf die besondere strategische oder wirtschaftliche Bedeutung für den jeweili- gen Gesellschafter wird zusätzlich über ausgewählte Beteiligungen berichtet, welche eine Stufe unter den Enkelunternehmen sind. Dazu zählen die rhenag Rheinische Ener- gie AG, Tochter der RheinEnergie AG (durchgerechneter Anteil Stadt Köln: 33,33 %), die METRONA GmbH, Tochter der BRUNATA-METRONA GmbH (100 %) und die NetAachen GmbH, Tochter der NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH (84 %). 9 3. Beteiligungsmanagement der Stadt Köln im Berichtsjahr Die Stabstelle für Beteiligungssteuerung und öffentliches Finanz- und Unternehmens- recht der Stadt Köln ist unmittelbar dem Dezernat II Finanzen und Recht unterstellt und umfasst gegenwärtig 17 Mitarbeitende. Die Aufgaben beinhalten zum einen die aktive Mandatsbetreuung, d.h. die Unterstützung der Mandatsträger der kommunalen Gremien und der von der Kommune in die Beteiligungen entsandten Vertreter*innen in fachlicher Hinsicht, zum anderen die Beteiligungsverwaltung mit den klassischen Aufgaben des Do- kumentenmanagements und der administrativen Unterstützung der Beteiligungen bei kommunalrechtlichen Anforderungen. Darüber hinaus hat sich das Beteiligungsmanagement im Berichtsjahr folgenden Themen zugewandt: - Das interne Projekt „Beteiligungsmanagement 2020“, mit dem die Arbeitsweisen des Beteiligungsmanagements vereinheitlicht und damit effizienter gestaltet werden sollen, wurde fortgeführt. Im Rahmen des Projektes werden eine Beteiligungssoft- ware eingeführt, Arbeitsabläufe und Prozesse optimiert sowie weitere Standardisie- rungen vorgenommen. - Viele Beteiligungen waren im Geschäftsjahr 2020 stark von der COVID-19-Pande- mie betroffen. Damit waren sowohl für die Unternehmen als auch die Beteiligungs- steuerung viele unbekannte Herausforderungen verbunden, viele Abläufe mussten geändert und Arbeitsweisen angepasst werden. Vielfältige Unterstützungsmaßnah- men der Stadt für besonders betroffene Unternehmen aus dem Messe- und Veran- staltungsbereich, dem Verkehrssektor und dem Bereich Kultur, Sport und Erholung wurden auf den Weg gebracht und können damit im Folgejahr ihre volle Wirkung entfalten. - Im diesjährigen Beteiligungsbericht werden auch die Auszubildenden bei den Betei- ligungen der Stadt Köln berücksichtigt. Diese sind nun in den Darstellungen ausge- wählter Kennzahlen wiederzufinden. - Am 10. September 2020 hat der Rat eine Aktualisierung des Public Corporate Governance Kodex der Stadt Köln(PCGK) beschlossen. Der in Kraft gesetzte Ko- dex enthält neue und in Teilen geschärfte Regelungen insbesondere zu einer ver- besserten Transparenz und einer optimierten Zusammenarbeit der Gremien in den Unternehmen. Wichtige Unternehmensdaten sollen demnach der Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht werden. - Auf Grundlage von Ziffer 3.3.4 des PCGK veröffentlicht die Stadt Köln wie im letzten Jahr einen Bericht über die Vergütungen der Mitglieder von Geschäftsleitungsorga- nen der öffentlichen Unternehmen der Stadt Köln. Der Vergütungsbericht wird auf der städtischen Internetseite veröffentlicht und jährlich erstellt. 10 Mit dem Vergütungsbericht unterstreicht die Stadt Köln in besonderer Weise die Be- deutung der Regelungen des Gesetzes zur Schaffung von mehr Transparenz in öf- fentlichen Unternehmen im Land Nordrhein-Westfalen (Neufassung des § 108 Abs. 1 Satz. 1 Nr. 9 GO NRW), nach denen bei öffentlichen Unternehmen die Gesamtbe- züge der Mitglieder der Geschäftsführung im Anhang zum Jahresabschluss indivi- dualisiert auszuweisen sind. (Nach Ziffer 1.4.3 PCGK soll der Vergütungsbericht je Unternehmen auch auf der jeweiligen Unternehmenshomepage öffentlich zugäng- lich sein.) Der Vergütungsbericht beinhaltet alle direkten Beteiligungen in privater Rechtsform, an denen die Stadt Köln mindestens 10% der Anteile hält, sowie weitere für die Stadt Köln wesentliche mittelbare Beteiligungen. 4. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Beteiligungsportfolio Folgende wesentliche Ratsvorlagen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Aktivitä- ten der Beteiligungsunternehmen wurden im Berichtsjahr beschlossen und inzwischen umgesetzt: Flughafen Köln/Bonn GmbH: Kapitalerhöhung Gemäß Beschluss des Rates vom 10.12.2020 erfolgte eine Einzahlung der Gesellschaf- ter der Flughafen Köln/Bonn GmbH in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von 75 Mio. EUR. RheinEnergie AG: Verkauf von Aktien der MVV Energie AG Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 02.04.2020 zwischen der EnBW Energie Baden- Württemberg AG, der RheinEnergie AG sowie der FS DE Energy GmbH wurde der Ver- kauf und die Übertragung der 10.752.819 Aktien, die die RheinEnergie AG an der MVV Energie AG hielt, vereinbart. Die Transaktion wurde am 30.06.2020 durchgeführt. RheinEnergie AG: Verkauf der cowelio GmbH Mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 03.12.2020 wurden die von der RheinEner- gie AG gehaltenen Anteile an der cowelio GmbH an die Brunata-Metrona-Unternehmens- gruppe verkauft. Mit Erfüllung sämtlicher aufschiebender Bedingungen des obengenann- ten Anteilskauf- und Abtretungsvertrages wurde die Transaktion am 16.03.2021 durchge- führt. 11 HGK: 100 % Erwerb an der Shipping GmbH Im Berichtsjahr wurden die europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten von Imperial und deren Integration unterhalb der neu gegründeten HGK Shipping GmbH vollzogen. Koelnmesse GmbH: Einrichtung eines Liquiditätsverbundes mit der Stadt Köln Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Koeln- messe Konzern richtet die Stadt Köln zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft zunächst befristet bis zum 31.12.2022 und begrenzt bis zu einer Höhe von 80 Mio. € ei- nen Liquiditätsverbund mit der Koelnmesse GmbH ein. 5. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr 6. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln (Siehe Schaubilder auf den nachfolgenden Seiten) Anteilserwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu HGK Shipping GmbH Häfen und Güterverkehr Köln AG 0,0% 100,0% Name alt Koelnmesse Ausstellungen GmbH Name Bisheriger Anteilseigner KölnKongress GmbH Koelnmesse GmbH, Köln Anteilserwerbe Verschmelzung auf Koelnmesse Ausstellungen GmbH Umfirmierungen Name neu Koelncongress GmbH Nicht mehr bestehende Gesellschaften Grund 12 13 14 15 7. Darstellung ausgewählter Kennzahlen der direkten Beteiligungen 16 17 * SAV = Sachanlagevermögen 18 19 20 21 22 Frauenquote der direkten Beteiligungen der Stadt Köln (2/2) Unternehmen Aufsichtsrat / Verwaltungsrat Geschäftsführung / Betriebsleitung / Vorstand 1. Führungsebene 2. Führungsebene Quote Quote Quote Quote BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG - 50,00% - - BioCampus Cologne Management GmbH - 50,00% - - Digital Hub Cologne GmbH - 0,00% - - RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum GmbH - 0,00% - - moderne stadt GmbH 35,70% 0,00% - - Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0,00% 0,00% 0,00% 0,00% Soziales SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH 41,70% 100,00% - - Kliniken der Stadt Köln gGmbH 25,00% 0,00% - - CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 21,40% 50,00% - - Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH 50,00% 100,00% - - Kultur, Sport, Erholung KölnBäder GmbH 6,67% 50,00% 0,00% 43,00% KölnMusik Betriebs- und Service GmbH 57,10% 0,00% - - AchtBrücken GmbH 57,10% 0,00% - - Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH 62,50% 100,00% - - AG Zoologischer Garten Köln 44,40% 100,00% - - Kölner Sportstätten GmbH 15,40% 0,00% - - eE Veranstaltungszentrum der Stadt Köln - 50,00% - - eE Bühnen der Stadt Köln - 25,00% - - eE Gürzenich-Orchester - 0,00% - - eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud - 50,00% - - Konzerne SWK 25,00% 33,30% 11,10% 40,00% GAG 40,00% 50,00% - - Koelnmesse 28,57% 33,33% - - 23 8. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen Beteiligung < - > Art der Finanzbeziehung Ist 2020 Plan 2021 Stadtwerke Köln GmbH → Werbenutzungsentgelt 4.650 4.000 → Gewinnausschüttung 48.800 50.400 ← Steuern 12.871 13.293 → Steuern Vorjahre 664 8.400 RheinEnergie AG → Konzessionsabgaben 67.829 67.500 Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR → Gewinnausschüttung 28.621 21.769 Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. ← Aufwendungen aus Verlustübernahme 210 100 GAG Immobilien AG ← Investitionszuschuss 3.270 3.270 → Dividende 7.371 7.371 ← Steuern 1.166 1.166 Grund und Boden GmbH ← Sonstige Zuschüsse 81 77 → Gewinnausschüttung 3.853 3.485 ← Steuern 610 552 GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft → Gewinnausschüttung 205 0 ← Steuern 32 0 e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ← Energiepauschale 1.200 1.200 → Ergebnisausgleich 568 0 ← Ergebnisausgleich 0 18.000 Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ← Betriebskostenzuschuss 50 50 KölnTourismus GmbH ← Betriebskostenzuschuss 5.565 6.691 RTZ GmbH ← Betriebskostenzuschuss 120 119 BioCampus Cologne ← Betriebskostenzuschuss 500 700 moderne stadt mbH ← Investitionszuschuss 3.570 5.355 → Gewinnausschüttung 1.025 738 ← Steuern 162 117 Digital Hub Cologne GmbH ← Betriebskostenzuschuss 100 100 e.E. Veranstaltungszentrum Köln ← Betriebskostenzuschuss 3.352 3.753 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH ← Betriebskostenzuschuss 12.781 13.271 ← Investitionszuschuss 713 300 → Erstattung von Zuschüssen 3.273 253 CVUA ← Sonstiges 2.034 2.237 Jugendzentren Köln mbH ← Betriebskostenzuschuss 4.746 4.822 ← Investitionszuschuss 43 43 KölnMusik ← Betriebskostenzuschuss 5.650 7.496 Akademie der Künste der Welt/Köln ← Betriebskostenzuschuss 900 1.000 AG Zoologischer Garten Köln ← Betriebskostenzuschuss 5.045 3.526 ← Investitionszuschuss 138 138 Kölner Sportstätten GmbH ← Betriebskostenzuschuss 6.600 7.259 e.E. Bühnen der Stadt Köln ← Betriebskostenzuschuss 74.242 79.930 e.E. Gürzenich-Orchester ← Betriebskostenzuschuss 11.646 12.010 e.E. Wallraf-Richartz Museum ← Betriebskostenzuschuss 4.251 4.251 Beteiligungsinduzierte Auswirkungen auf das städtische Haushaltsergebnis in T€ (konsumtiv) 24 25 II. Spezieller Teil - Übersicht wesentlicher Beteiligungen Die Darstellung der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen kann Rundungs- differenzen enthalten. Im Einzelfall können sich aufgrund dieser Rundungsdifferenzen auch Abweichungen zu den im Lagebericht ausgewiesenen Werten ergeben. Die Infor- mationen für den Beteiligungsbericht über die wesentlichen Finanz- und Leistungsbezie- hungen der Beteiligungen untereinander und mit der Stadt Köln beruhen auf Angaben der jeweiligen Gesellschaft. Durch unternehmensspezifische Buchungssystematiken kön- nen die gemeldeten Zahlen voneinander abweichen und sind in diesen Fällen nicht ab- stimmbar. 26 1. Ver- und Entsorgung und Verkehr Stadtwerke Köln GmbH Anschrift Parkgürtel 26 50823 Köln Kontakt 0221 - 178 - 0 www.stadtwerkekoeln.de Gründung 1960 Handelsregister HRB 2115, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Die Stadtwerke Köln GmbH (SWK) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Köln. Gegenstand des Unternehmens ist die Gewährleistung, Unterstützung und Förderung von Aufgaben und Vorhaben im Bereich der Kommunalwirtschaft als Holding der Stadt Köln. Zu diesem Zweck hält sie Beteiligungen in folgenden Tätigkeitsfeldern: - Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, Handel mit Energie und ener- gienahen Produkten, - Betrieb von Telekommunikationsnetzen einschließlich Telekommunikationsdienstleis- tungen, - Bedienung und Betrieb des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs einschließlich des Eisenbahn- und Rheinfährverkehrs, - Betrieb von Häfen, - Durchführung von Aufgaben der Entsorgungs -, Wertstoff - und Recyclingwirtschaft, einschließlich der Abfallsammlung, Stadtreinigung und Winterwartung, sowie die Er- bringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, - Entwicklung und Förderung von Liegenschaften, insbesondere eigener sowie derjeni- gen von konzernverbundenen Unternehmen und der Stadt Köln, - Wohnraumversorgung, insbesondere Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst- und Werkmietwohnungen, - Betrieb von Sporteinrichtungen, insbesondere von Bädern und einer Eissporteinrich- tung im Stadtgebiet Köln, - Werbung und Gewährleistung der Durchführung des lokalen Hörfunks, - Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, For schung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie, sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Leistungen. 27 Unternehmensgegenstand Aus finanzwirtschaftlicher und strategischer Perspektive lassen sich aus den oben ge- nannten Tätigkeiten folgende wesentliche Geschäftsfelder für den St adtwerke Köln Kon- zern ableiten: - Energie und Wasser, - Öffentlicher Personennahverkehr, - Hafenumschlag und Güterverkehr, - Abfallentsorgung und -verwertung, - Telekommunikation, - Liegenschaften. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Frau Stefanie Haaks Herr Timo von Lepel Aufsichtsrat Anne Lütkes (Vorsitzende seit 22.12.2020) Daniel Kolle (seit 13.01.2020) Garrelt Duin (Vorsitzender bis 10.12.2020) Holger Leonhard Marco Steinborn (stellv. Vorsitzender) Dr. Barbara Lübbecke (bis 10.12.2020) Frauke Bendokat Stefanie Mägdefrau (bis 10.12.2020) Jörg Detjen, MdR Gaetano Magliarisi (seit 01.01.2020) Dr. Ralph Elster, MdR Christiane Martin, MdR (seit 10.12.2020) Markus Fürst-Reichelt Andreas Mathes (seit 01.01.2020) Artur Grzesiek (bis 10.12.2020) Frank Michael Munkler Lino Hammer, MdR Bernd Petelkau, MdL, MdR (seit 10.12.2020) Prof. Dr. Heribert Hirte, MdB (bis 10.12.2020) Henriette Reker Mike Homann, MdR (seit 10.12.2020) Ralph Sterck, MdR Christian Joisten, MdR (seit 10.12.2020) Matthias Stoller 28 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH, Köln 100,0% AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln 100,0% GEW Köln AG, Köln 90,0% Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln 90,0% KölnBäder GmbH, Köln 74,0% Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln 54,5% Moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemein- deentwicklung mit beschränkter Haftung, Köln 51,0% AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln 50,1% Radio Köln GmbH & Co. KG, Köln 25,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Gewinnausschüttung 48.800,0 29 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 687.696 693.418 865.971 Immaterielle Vermögensgegenstände 140,0 97,0 60,0 Sachanlagen 41,0 32,0 706,0 Finanzanlagen 687.515,0 693.289,0 865.205,0 Umlaufvermögen 667.209,0 468.036,0 545.014,0 Vorräte 23,0 21,0 165,0 Forderungen und sonst. VG 318.182,0 360.505,0 316.037,0 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 349.004,0 107.510,0 228.812 Rechnungsabgrenzungsposten 14,0 23,0 18,0 Summe Aktiva 1.354.919,0 1.161.477,0 1.411.003,0 Passiva Eigenkapital 674.527,4 700.193,0 718.908,0 Gezeichnetes Kapital 185.550,0 185.550,0 185.550,0 Kapitalrücklage 203.068,0 203.068,0 203.068,0 Gewinnrücklage 237.610,0 262.775,0 279.890,0 Bilanzergebnis 48.299,4 48.800,0 50.400,0 Sonderposten 0,0 0,0 0,0 Rückstellungen 80.210,0 86.081,0 97.227,0 Verbindlichkeiten 600.169,0 375.202,0 594.846,0 Rechnungsabgrenzungsposten 12,0 0,0 22,0 Summe Passiva 1.354.919,0 1.161.477,0 1.411.003,0 30 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 15.219,0 18.050,0 26.669,0 Umsatzerlöse 15.219,0 18.050,0 26.669,0 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0 andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0 Sonstige betriebliche Erträge 29.528,0 27.636,0 17.191,0 Betriebsleistung 44.747,0 45.686,0 43.860,0 Betriebsaufwand 25.923,2 26.173,0 26.200,0 Materialaufwand 0,0 0,0 0,0 Personalaufwand 15.067,0 14.494,0 14.366,0 Abschreibungen 81,2 55,0 0,0 Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.775,0 11.624,0 11.834,0 Betriebsergebnis 18.823,8 19.513,0 17.660,0 Finanzergebnis 83.803,0 80.100,0 11.930,0 Erträge aus Beteiligungen 10.732,0 10.357,5 10.276,0 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 181.821,0 188.136,5 192.400,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 537,0 443,0 499,0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.373,0 4.345,0 2.764,0 Abschreibungen auf Finanzanlagen 7,0 0,0 0,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.472,0 3.837,0 1.608,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.922,5 24.690,0 22.760,0 Sonstige Steuern 1.563,0 958,0 1.027,0 Jahresergebnis 77.141,4 73.965,0 67.515,0 Einstellung in andere Gewinnrücklagen -28.842,0 -25.165,0 -17.100,0 Bilanzgewinn 48.299,4 48.800,0 50.400,0 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 50,8% 59,7% 61,4% Abschreibungsquote 44,9% 42,6% 6,4% Investitionen (T€) 9.028,0 6.016,0 177.113,0 Investitionsquote 1,3% 0,9% 20,5% Eigenkapitalquote 49,8% 60,3% 51,0% Bankverbindlichkeiten (T€) 216.110,0 77.293,0 111.341 Veränderung Verschuldung (T€) 116.717,0 -224.967,0 219.644,0 31 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 6,1% 6,7% 4,9% Rohertrag (T€) 15.219,0 18.050,0 26.669,0 EBIT (T€) 102.725,8 99.105,0 145.984,0 EBITDA (T€) 102.807,0 99.160,0 146.033,0 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 155 148 148 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 97,2 97,9 97,1 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die unternehmerische Tätigkeit des Stadtwerke Köln Konzerns erstr eckt sich im Wesent- lichen auf 6 Geschäftsfelder. Das Geschäftsfeld Energie und Wasser wird durch die RheinEnergie AG, Köln, (Rhein- Energie), ihre Tochtergesellschaften und eine Beteiligung der GEW Köln AG, Köln, (GEW) geprägt. Das Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr wird im Wesentlichen durch die Kölner Verkehrs -Betriebe AG, Köln, (KVB) repräsentiert. Im Geschäftsfeld Hafenum- schlag und Güterverkehr übernimmt die Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln, (HGK) die Bereitstellung von Infrastruktur und z entralen Dienstleistungen für den Hafenbetrieb und den Schienenverkehr. Der operative Betrieb wird von den Tochter- und Beteiligungsgesell- schaften der HGK wahrgenommen. Das Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung wird zum einen durch die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln, (AWB) vertre- ten, die im Wesentlichen Aufgaben der Abfallbeseitigung und Stadtreinigung, aber auch der Wertstofflogistik wahrnimmt. Zum anderen betreibt die AVG Abfallentsorgungs - und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Kö ln, (AVG) in Köln beziehungsweise in der Umge- bung eine Müllverbrennungsanlage sowie eine Deponie für die Ent sorgung von Industrie- und Gewerbeabfällen und zählt zusammen mit drei weiteren Beteiligungen eben falls zu diesem Geschäftsfeld. Die NetCologne Ge sellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, (NetCologne) bestimmt wesentlich den Geschäftsverlauf des Geschäftsfeldes Telekom- munikation. Das Geschäftsfeld Liegenschaften steht für die Aktivitäten der moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, Köln, (moderne stadt). Die übrigen Aktivitäten im Stadtwerke Köln Konzern sind finanzwirtschaft- 32 Wirtschaftliche Lage lich eher von nachrangiger Bedeutung und werden nach folgend unter „Sonstige Ge- schäftsfelder“ zusammengefasst. Hierzu zählen in sbesondere der Betrieb von Bädern im Stadtgebiet Köln sowie die Verwaltung von Wohnungen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt fiel im Jahr 2020 nach Berechnungen des Sta- tistischen Bundesamtes um 4,9 % niedriger aus als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 um 0,5 % gegenüber 2019. Die Jahresteuerungsrate 2020 lag damit deutlich niedriger als im Vorjahr (+1,4 %). Ein Grund für die niedrige Jahresteuerungsrate war die temporäre Sen- kung der Mehrwertsteuersätze. Bereits zu Beginn des Jahres 2020 wirkte die schwächere Konjunktur einer weiteren po- sitiven Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit entgegen, die die Vorjahre geprägt hatte. Die Zahl der Arbeitslosen stieg gegenüber dem Vorjahr um 429.000 auf 2.695.000 bzw. auf 5,9 % (+0,9 %). Die stabilisierende Wirkung der Kurzarbeit hat dabei Beschäftigung gesi- chert und eine höhere Arbeitslosigkeit verhindert. Relevante Märkte Hierzu wird auf die Ausführungen zu den „Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit“ verwiesen. Geschäftsverlauf Die SWK erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 67,5 Mio. €, dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (74,0 Mio. €) um 9 %. Die Ergebnisabführung der GEW an die SWK steigerte sich im Berichtsjahr um 3,7 Mio. € auf 169,2 Mio. €. Maßgeblich für die Verbesserung war die höhere Gewinnabführung der Rh einEnergie, die einen er- heblichen Veräußerungsgewinn aus dem Anteilsverkauf einer Beteiligung erzielen konnte. Die Verlustübernahme gegenüber der KVB stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Mio. € auf 109,9 Mio. €. Ursächlich sind neben den geringeren Erlösen durch die Corona-Pande- mie, die durch den „ÖPNV-Rettungsschirm“ nicht vollständig kompensiert werden, erneut gestiegene Kosten für die Instandhaltung der Stadtbahnen und Fahrwege. Die Ergebnisab- führung der HGK entspricht mit 9,9 Mio. € dem Vorjahreswert. Den Ergebnisbeiträgen der im Geschäftsjahr neu erworbenen Shipping -Gesellschaften standen dabei niedrigere Er- gebnisse der übrigen Beteiligungen gegenüber. Die Ergebnisabfüh rung der AWB lag mit 13,4 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (12,7 Mio. €). Auch d ie phasenverschobene 33 Wirtschaftliche Lage Ausschüttung der AVG lag mit 9,1 Mio. € um 0,5 Mio. € höher. Auf der Ebene der SWK beeinflussten die geringeren Personalaufwendungen und ein höheres Zinsergebnis den Jahresüberschuss der Gesellschaft positiv. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres sollen rund 25,2 Mio. € in die Gewinnrück- lagen eingestellt werden. Der Bilanzgewinn von 48,8 Mio. € soll an den Gesellschafter Stadt Köln ausgeschüttet werden. Chancen und Risiken Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand eines Konzernunternehmens oder des Konzerns gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die ab- sehbare Zukunft nicht zu erkennen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die SWK GmbH plant für das Jahr 2021 einen Jahresüberschuss von 11,2 Mio. €, der damit 56,3 Mio. € unter dem Jahresergebnis 2020 in Höhe von 67,5 Mio. € liegen wird. Der massive Ergebnisrückgang resultiert in erster Linie aus der Corona -Pandemie und den damit verbundenen geringeren Fahrgelderlösen der KVB. Zusätzlich erhöhen die kommu- nalpolitisch gewollten Leistungsausweitungen im ÖPNV das Defizit der KVB. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen ist die Ergebnisprognose einer höheren Unsicherheit als in den Vorjahren unterworfen. 34 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH Anschrift Maarweg 271 50825 Köln Kontakt 0221- 9 22 22 24 www.awbkoeln.de Gründung 2000 Handelsregister HRB 81974, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadtwerke Köln GmbH 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung im Rahmen der Entsorgungswirtschaft sowie der Stadtreinigung anfallender Leistungen jedweder Art - vorrangig für das Gebiet der Stadt Köln - , ferner die Erbringung von Leistungen für die Stadt Köln als Hilfsbetrieb in entsprechender Anwendung von § 107 Abs. 2 Nr. 5 Gemeindeordnung NW. Zu den in Satz 1 bezeichneten Leistungen gehören insbesondere - die Erfassung und Entsorgung gemäß § 17 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz ("KrWG") oder gemäß anderen jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Stadt Köln zu überlassender Abfälle jedweder Art, ferner alle mit den vorstehend bezeichneten Aktivitäten verbundenen Tätigkeiten; - die Durchführung von Leistungen der Stadtreinigung einschließlich der Winter- wartung sowie von weiteren Leistungen der Pflege und Unterhaltung des öffentli- chen Raums im Gebiet der Stadt Köln; - die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Entsorgungs-, Wertstoff- und Recyclingwirtschaft sowie die Erbringung aller im Zusammenhang mit den in vor- stehenden Ziffern 1. bis 3. anfallenden Hilfs- und Nebentätigkeiten. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Peter Mooren Herr Ulrich Gilleßen 35 Aufsichtsrat Herr Gerhard Brust, Vorsitzender (bis 10.12.2020) Frau Ira Sommer (seit 11.12.2020) Frau Sandra Schneeloch, Vorsitzende (seit 11.12.2020) Herr Frank Schneider (bis 10.12.2020) Frau Polina Frebel, stellv. Vorsitzende Herr Dr. Harald Rau Herr Gaetano Magliarisi, stellv. Vorsitzender Herr Dr. Dieter Steinkamp Frau Hamide Akbayir (bis 10.12.2020) Herr Ayan Üc Herr Hans-Werner Bartsch (bis 10.12.2020) Herr Tino von Lepel Herr Wilfried Becker (bis 10.12.2020) Herr Gerd Walter Frau Bianca Christen Herr Struwe (seit 11.12.2020) Herr Dr. Walter Gutzeit (bis 10.12.2020) Herr Stephan Arnold Frau Denise Abé (seit 11.12.2020) Frau Uschi Röhrig (seit 11.12.2020) Frau Constanze Aengenvoort (seit 11.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Hans M. Klein + Partner, Köln Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine 36 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 81.864,9 97.408,0 121.984,0 Immaterielle Vermögensgegenstände 460,4 591,9 422,0 Sachanlagen 80.946,9 96.328,0 121.109,4 Finanzanlagen 457,5 488,1 453,6 Umlaufvermögen 29.286,5 41.258,4 18.039,9 Vorräte 1.194,2 1.290,6 1.473,6 Forderungen und sonst. VG 28.083,4 39.959,4 16.463,7 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 8,9 8,3 102,5 Rechnungsabgrenzungsposten 299,6 258,4 528,8 Summe Aktiva 111.451,0 138.924,9 140.552,7 Passiva Eigenkapital 20.925,8 20.925,8 20.925,8 Gezeichnetes Kapital 15.000,0 15.000,0 15.000,0 Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0 Gewinnrücklage 5.925,8 5.925,8 5.925,8 Jahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 Sonderposten 0,0 0,0 0,0 Rückstellungen 55.954,0 61.505,9 65.917,5 Verbindlichkeiten 34.571,2 56.493,1 53.709,4 Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0 Summe Passiva 111.451,0 138.924,9 140.552,7 37 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 164.956,2 171.923,5 176.268,7 Umsatzerlöse 164.956,2 171.923,5 176.268,7 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0 andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0 Sonstige betriebliche Erträge 2.195,9 1.722,5 4.080,0 Betriebsleistung 167.152,1 173.646,0 180.348,7 Betriebsaufwand 144.915,6 151.360,3 156.334,6 Materialaufwand 21.440,1 22.775,4 22.574,3 Personalaufwand 100.313,5 103.986,3 107.381,4 Abschreibungen 10.476,8 11.423,9 12.863,7 Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.685,2 13.174,7 13.515,2 Betriebsergebnis 22.236,5 22.285,7 24.014,1 Finanzergebnis -1.498,6 -1.686,8 -1.810,7 Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 45,6 26,7 29,5 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16,4 26,3 9,1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.560,6 -1.739,8 -1.849,3 Aufwendungen aus Verlustübernah. 0,0 0,0 0,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.734,7 7.558,2 8.529,0 Sonstige Steuern 289,7 298,7 301,4 Gewinnabführung aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages 12.713,5 12.742,0 13.373,1 Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0 Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 73,5% 70,1% 86,8% Abschreibungsquote 12,9% 11,8% 10,6% Investitionen (T€) 13.741,0 27.226,0 39.170,0 Investitionsquote 16,8% 28,0% 32,1% Eigenkapitalquote 18,8% 15,1% 14,9% 38 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Pensionsverpflichtungen (T€) 31.020,0 34.933,6 38.850,9 Bankverbindlichkeiten (T€) 16.201,0 39.800,0 36.944,4 Veränderung Verschuldung (T€) 9.830,4 21.922,0 -2.783,6 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 11,6% 9,5% 10,0% Rohertrag (T€) 143.516,0 149.149,0 153.694,4 EBIT (T€) 22.282,1 22.312,4 24.043,6 EBITDA (T€) 32.759,1 33.736,4 36.907,3 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 1.617 1.656 1.666 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 62,0 62,8 64,5 Wirtschaftliche Lage Grundlagen unternehmerischer Tätigkeit Die Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten der AWB liegen in der Erbringung verschiedener, sowohl gebühren- als auch haushaltsfinanzierter Aufgaben im Zusam- menhang mit der Stadtreinigung und der Abfallwirtschaft für die Stadt Köln. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) re inigen mit über 800 Mitarbeiter*innen in der Stadtreinigung und mit fast 350 Fahrzeugen fast 480.000 km an Straßen und Gehwegen im Jahr. Zudem halten sie die Standorte der Glascontainer sauber, beseitigen wilde Müll- ablagerungen, leeren rund 22.000 öffentliche Papierkörbe, kehren Laub und führen den Winterdienst für die Stadt Köln durch. Zusätzlich übernehmen sie auch die Aufstellung und Leerung der städtischen Altkleider-Container. Im Bereich Abfallwirtschaft führen rd. 660 Müllwerker*innen und Kraftwagenfahrer*innen der AWB pro Jahr mit über 240 Fahr- zeugen mehr als 21,2 Mio. Tonnen- und Behälterleerungen in Köln durch. Die Hausmüll- und Biotonnen werden von der AWB mindestens einmal wöchentlich geleert. Dazu kom- men alle 14 Tage die Blauen und die Wertstofftonnen. Zusätzlich erledigen die AWB - Mitarbeiter*innen fast 231.000 Termine zur Sperrmüll- und Elektro-Altgeräteabfuhr. Auch im Jahr 2020 wurden trotz der Herausforderungen durch die Covid -19-Pandemie die in den vergangenen Jahren aufgebauten Geschäftsaktivitäten weiter konsolidiert und in vie- len Bereichen ausgebaut. Dabei steht die Geschäftsbeziehung mit der Stadt Köln naturgemäß im Vordergrund. Die betriebswirtschaftliche Steuerung der AWB ist in erster Linie auf das Jahresergebnis vor 39 Wirtschaftliche Lage Steuern ausgerichtet. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 hatte die AWB ohne die beiden Geschäftsführer 1.902 Beschäftigte (Vorjahr 1.870), davon 54 Auszubildende (Vorjahr 44) in acht Berufsbildern. Die Gesellschafterversammlung hat am 5. September 2017 eine Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung von 30 % und im Aufsichts- rat von 30 % beschlossen. Die Zielgrößen sollen spätestens am 30.Juni 2022 erreicht sein. Die gleiche Quote hat die Geschäftsführung am 26.Juli 2017 für die ihr direkt unter- stehenden zwei Führungsebenen festgelegt, die ebenfalls spätestens am 30.Juni 2022 erreicht werden soll. Zum Stichtag 31.Dezember 2020 ergibt sich folgender Frauenanteil: • Aufsichtsrat 47%, in der • Geschäftsführung 0% und in der • ersten Führungsebene 25% • zweiten Führungsebene 35% Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Auswirkungen der (gesamt-) wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die AWB er- geben sich im Wesentlichen aus den Aussagen zu den Zielen und Strategien im Rahmen der Erläuterung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten sowie aus der Be- schreibung der relevan ten Märkte und der Chancen und Risiken der AWB. Allerdings sind zusätzlich zu den aktuell bestehenden Aufträgen weitere Akquisitionen denkbar, z.B. durch die Ausweitung von Reinigungsleistungen in Köln oder den Ausbau ihres Services- pektrums. Relevante Märkte Wie die Darstellung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten und der wirt- schaftlichen Rahmenbedingungen deutlich zeigt, ist die AWB weitaus überwiegend für die Stadt Köln tätig. Dabei werden zahlreiche, sowohl gebühren - als auch haushaltsfi- nanzierte Aufgaben im Zusammenhang mit Abfallwirtschaft und Stadtreinigung erbracht. Die Schwerpunkte der Geschäftsentwicklung lagen auch im Jahr 2020 auf einer kontinu- ierlichen Leistungsverbesserung. Zudem stand auch weiterhin das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des Handelns und Gestaltens. Die Marktposition der AWB in Köln und die Befriedigung der steigenden Ansprüche der Kunden*innen soll durch die Wertstoffstra- tegie („Aktiv für Köln“) mit Fokus auf einem weiteren Ausbau der getrennten Sammlungen und verstärkten Investitionen in die Digitalisierung der Prozesse dauerhaft gefestigt wer- den. Ebenfalls von hoher Ergebnisrelevanz sind die Bedingungen an den Märkten für die Verwertung von Altpapier und Altkleidern. Hier wird ausdrücklich auf die Ausführungen 40 Wirtschaftliche Lage im Rahmen der Darstellung der Chancen und Risiken der AWB verwiesen. Die Entwick- lung des volatilen Marktes für Altpapier - und Altkleidererlöse beeinflusst das Unterneh- mensergebnis in hohem Maße. Chancen und Risiken Nach wie vor ist die AWB in ihrem Kerngeschäft keinen nennenswerten geschäftsgefähr- denden Risiken aus dem laufenden Geschäft ausgesetzt. Durch die Verlängerung der Leistungsverträge mit der Stadt Köln für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2019 für weitere 15 Jahre konnte die AWB Planungssicherheit fü r den wesentlichen Teil der Umsätze erzielen. Allerdings muss die AWB zur Sicherung des erreichten Ergebnisniveaus aus- geprägtes Kostenmanagement betreiben. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ergibt sich aus den stark volatilen Verwertungserlösen, insbesondere für Altpapier und Altkleider, die somit auch ein erhebliches Ergebnisrisiko bilden. Insbesondere in der Altpapierverwer- tung liegt das Risiko sowohl in der Mengen - als auch in der Qualitätsentwicklung. Stei- gende Anteile an Verpackungsmengen sowie sinkende M engen an Druckerzeugnissen belasten die erzielbaren Altpapiererlöse. Daneben verzeichnet die AWB rückläufige Sammelmengen. Das anhaltende Absinken des Zinsniveaus hat dazu geführt, dass die betrieblichen Versorgungszusagen mit immer geringeren Zinssätzen a bgezinst werden müssen und ein weiterer Rückgang zu erheblichen Ergebnisbelastungen führen kann. Zur systematischen Erkennung und Steuerung der Risiken aus der Geschäftstätigkeit der AWB existiert ein Risikomanagementsystem. Mögliche Risiken aus einer weiter an- dauernden Belastung durch die Covis -19-Pandemie) lassen sich aktuell nicht final ab- schätzen. Die bisherigen Erfahrungen im Jahr 2020 lassen jedoch die begründete Ver- mutung zu, dass AWB dadurch keinen geschäftsgefährdenden Risiken ausgesetzt ist. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Das Augenmerk des Unternehmens wird weiterhin darauf liegen, seine Marktposition zu stärken und auszubauen. Für das Geschäftsjahr 2021 plant die AWB bei Umsatzerlösen von rund 176.181 T€ und Personalkosten in Höhe von rd. 113.201 T€ ein Ergebnis von 23.785 T€ vor Ertragsteuern. Dies entspricht einem Jahresüberschuss in Höhe von 18.851 T€. In diesem Ergebnis ist allerdings ein Sondereffekt in Höhe von 10.800 T€ aus dem Verkauf eines Betriebsgrundstücks enthalten. In Höhe dieses Buchgewinns aus der Veräußerung des Betriebsgrundstücks ist eine Zuführung zur Gewinnrücklage der AWB geplant. 41 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH Anschrift Geestemünderstraße 23 50735 Köln Kontakt 0221 - 7170 - 0 www.avgkoeln.de Gründung 1992 Handelsregister HRB 22790, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadtwerke Köln GmbH 50,1% Remondis GmbH Rheinland 49,9% Unternehmensgegenstand Unternehmensgegenstand ist die Planung (einschließ lich des Betreibens von Plange- stellungsverfahren und Altlastensanierung), der Bau und der umweltfreundliche Betrieb von Einrichtungen der Entsorgungswirtschaft, insbesondere von Anlagen zur Kompos- tierung, Gewerbeabfallaufbereitung, Baustellenabfallaufbereitung zur thermischen Ab- fallbehandlung inklusive Schadstoffentfrachtung sowie die Vermarktung der in den Ein- richtungen gewonnenen Wertstoffe und Energie. Die öffentlich -rechtlichen Vorschriften, insbesond ere die abfallrechtlichen Bestimmun- gen sind zu beachten; die Leitlinien des Abfallwirtschaftskonzeptes der Stadt Köln in der jeweils gültigen Fassung sind für die Gesellschaft verbindlich. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Andreas Freund (Sprecher) Herr Karl Georg Boje Herr Peter Mooren (hauptamtlicher Geschäftsführer AWB Köln) 42 Aufsichtsrat Herr Hans-Werner Bartsch, Vorsitzender (bis 10.12.2020) Herr Stephan Krings, Mitglied (bis 21.12.2020) Stellv. Vorsitzender (ab 22.12.2020) Herr Jürgen Mauthe, Stellv. Vorsitzender (bis 21.12.2020) Herr Peter Lindlar (ab 21.12.2020) Herr Wilfried Becker (bis 10.12.2020) Frau Sarah Niknamtavin (ab 11.12.2020) Herr Gerhard Brust, Mitglied (bis 10.12.2020) Vorsitzender (ab 22.12.2020) Herr Dr. Harald Rau Herr Dr. Ansger Fendel Herr Robert Schallehn (ab 11.12.2020) Frau Polina Frebel Frau Dr. Gertrud Scholz (bis 10.12.2020) Herr Stefan Gatter Frau Marion Sollbach (ab 11.12.2020) Herr Volker Görtzel Frau Ira Sommer (ab 11.12.2020) Herr Stefan Götz Herr Dr. Dieter Steinkamp Herr Burghard Hercik Christoph Trump Herr Reinhard Hohenstein Herr Sebastian Vollbrecht (bis 21.12.2020) Frau Barbara Junker (seit 21.12.2020) Herr Florian Weber (ab 11.12.2020) Herr Karl-Heinz Walter (bis 10.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil AVG Kompostierung GmbH 100,0% AVG Ressourcen GmbH 100,0% AVG Service GmbH 100,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€) keine 43 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 87.649,7 83.895,5 82.114,0 Immaterielle Vermögensgegenstände 227,1 181,8 175,9 Sachanlagen 72.190,4 68.498,9 66.745,4 Finanzanlagen 15.232,1 15.214,9 15.192,7 Umlaufvermögen 35.428,3 32.822,2 26.142,9 Vorräte 6.280,0 6.888,7 7.258,5 Forderungen und sonst. VG 14.228,8 16.905,4 6.802,4 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 14.919,5 9.028,0 12.082,0 Rechnungsabgrenzungsposten 98,0 162,2 908,5 Summe Aktiva 123.176,0 116.879,9 109.165,4 Passiva Eigenkapital 45.208,1 45.034,5 Gezeichnetes Kapital 8.700,0 8.700,0 8.700,0 Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0 Gewinnrücklage 26.762,0 26.762,0 26.762,0 Bilanzergebnis 17.246,1 18.072,5 19.301,7 Rückstellungen 11.475,2 10.970,7 11.873,9 Verbindlichkeiten 58.067,4 51.564,6 41.846,7 Rechnungsabgrenzungsposten 925,9 810,2 681,1 Summe Passiva 123.176,0 116.879,9 109.165,4 44 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 98.752,9 101.395,0 107.772,9 Umsatzerlöse 98.734,0 101.395,0 107.702,0 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0 andere aktivierte Eigenleistungen 17,9 0,0 70,9 Sonstige betriebliche Erträge 536,0 162,0 384,0 Betriebsleistung 99.287,9 101.557,0 108.156,9 Betriebsaufwand 82.174,9 85.429,1 90.980,3 Materialaufwand 40.424,8 43.219,1 46.238,0 Personalaufwand 16.243,2 17.453,8 18.621,6 Abschreibungen 11.941 11.203 11.052,0 Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.567 13.555 15.068,7 Betriebsergebnis 17.113,1 16.127,9 17.176,6 Finanzergebnis 5.772,8 7.380,3 8.184,3 Erträge aus Beteiligungen 6.939,4 8.095,9 8.821,8 Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 7,9 5,7 2,7 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22,2 21,3 13,8 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 Zinsen und sonstige Aufwendungen 1.196,7 742,6 654,9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.396,2 5.159,8 5.625,4 Sonstige Steuern 243,5 275,9 432,8 Jahresergebnis 17.246,1 18.072,5 19.301,7 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität (%) 71,2% 71,8% 75,2% Abschreibungsquote (%) 16,5% 16,3% 16,5% Investitionen (T€) 10.026,2 7.477,0 9.352,4 Investitionsquote (%) 11,4% 8,9% 11,4% Eigenkapitalquote (%) 42,8% 45,8% 50,2% Pensionsverpflichtungen (T€) 7.594,5 8.227,2 9.168,3 Bankverbindlichkeiten (T€) 30.865,2 26.029,0 22.474,4 Veränderung Verschuldung (T€) -440,0 -6.500,8 -9.717,9 45 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 15,0% 16,1% 18,3% Rohertrag (T€) 58.328,1 58.175,9 61.534,9 EBIT (T€) 24.051,6 24.223,9 25.998,4 EBITDA (T€) 35.992,4 35.426,4 37.050,4 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 214 224 223 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 75,9 77,9 83,5 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Geschäftsaktivitäten Die am 23.06.1992 gegründete AVG – Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (nachfolgend AVG Köln) ist nach ihrem satzungsgemäßen Zweck sowie auf- grund der mit der Stadt Köln geschlossenen Verträge zuständig für Planung, Bau und Betrieb von Einrichtungen der Entsorgungswirtschaft. Entsprechend dieser Zweckbe- stimmung hat die AVG Köln im Geschäftsjahr 2020 folgende Aufgabenschwerpunkte zu verzeichnen: - Betrieb der Restmüllverbrennungsanlage einschließlich der vorgeschalteten Homo- genisierungsanlage (RMVA) - Betrieb der Deponie Vereinigte Ville - Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften für Kompostierung, für die Behand- lung und Verwertung von Altholz, Baumisch- und Gewerbeabfällen sowie zur Erbrin- gung von Instandhaltungsleistungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Für die AVG-Gruppe war 2020 in Summe t rotz der Corona Pandemie wirtschaftlich ein gutes Jahr. Aus der Sicht eines Entsorgungsunternehmens war als eine positive Folge der Pandemie ein Anstieg bei den städtischen Hausmüllmengen um rund 1,5 % zu verzeichnen. Und nach dem Ende des ersten Lockdowns waren auch die Gewerbeabfallmengen sehr schnell wieder auf einem hohen Niveau und sorgten damit insgesamt für eine gute Aus- lastung. Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie, von denen zum Ende 46 Wirtschaftliche Lage des Jahres 2020 vor allem die Wirtschaftszweige Gastronomie und Handel stark betrof- fen waren, haben das Gewerbeabfallaufkommen 2020 insgesamt nicht nachhaltig beein- flusst. Für den Bereich Deponiebetrieb gab es ebenfalls stabile Mengenanlieferungen an mine- ralischen bzw. inerten Gewerbeabfällen. Durch weitere Preisanhebungen konnte zudem die Umsatzentwicklung zusätzlich positiv beeinflusst werden. Dies galt ebenso für den Bereich der Restmüllverbrennung von Gewerbeabfällen. Auch hier konnten nochmals deutliche Preissteigerungen durchgesetzt werden. Geschäftsverlauf 2020 Im Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2020 hat sich die AVG Köln zum Ziel gesetzt, ein positives Gesam tergebnis in Höhe von 11.887 T€ nach Steuern zu erreichen. Mit dem erzielten Ergebnis von 19.302 T€ konnte der Plan um 7.415 T€ übertroffen werden. Das Vorjahresergebnis in Höhe von 18.072 T€ konnte damit ebenfalls um 1.230 T€ über- troffen werden. Die Verbesserung gegenüber dem Planergebnis wurde im Wesentlichen durch höhere Beteiligungsergebnisse, höhere Umsätze aus der Energievermarktung und durch die Auswirkungen aus der weiterhin positiven Entwicklung auf dem Gewerbeab- fallmarkt erreicht. Chancen und Risiken Die AVG Köln muss sich weiterhin in ihren Kerngeschäften zu jeder Zeit mit den Marktri- siken auseinandersetzen. Der Entsorgungsvertrag mit der Stadt Köln sichert ihr mittel- fristig die Andienung der städtischen Haus - und Sperrmüllmengen sowie einen Großteil der städtischen Bioabfälle. Der geltende Abfallwirtschaftsplan NRW bietet der AVG Köln zudem Chancen, sich an Ausschreibungen von kommunalen Haus - und Sperrmüllmen- gen zu beteiligen. Gemäß dem aktuellen Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Köln wird die getrennte Samm- lung von biogenen Abfällen und weiteren Wertstoffen noch weiter intensiviert werden. In der Folge werden damit aber bei der thermischen Verwertung die Hausmüllmengen sin- ken und müssen durch zusätzliche andere Abfälle kompensiert werden. Der Handlungs- bedarf in der AVG-Gruppe im Bereich der Akquisition von Abfallmengen, auch im Euro- päischen Ausland, zusätzlich aktiv zu werden, wird dadurch aber immer konkreter. Die AVG Köln ist gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften weiterhin im Markt gut ge- rüstet. Durch hohe Leistungsbereitschaft, Service sowie Anlagenqualität und Verfügbar- keiten im Spitzenbereich überzeugt die AVG Köln ihre Kunden. 47 Wirtschaftliche Lage Durch das umfassende Verwertungs- und Entsorgungsangebot haben die AVG Köln und ihre Tochtergesellschaften ih re Stellung im Abfallmarkt in der Vergangenheit gefestigt. Diese Aktivitäten werden planmäßig fortgesetzt. Auch die Herausforderungen aus der neuen Gewerbeabfallverordnung hat die AVG in 2020 gut gemeistert. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die Auslastung der Anlagen erscheint aufgrund der aktuellen Marktsituation trotz einiger negativer Einflüsse derzeit gesichert. Die Volatilität der Märkte erfordert jedoch eine hohe Flexibilität bei den Akquisebemühungen. Die heute noch positive Marktlage k ann sich recht schnell eintrüben. Daher wird sich die AVG Köln auch weiterhin um Gewerbeabfall- mengen, Mengen aus dem Europäischen Ausland sowie um kommunale Abfälle Dritter bemühen. Diese Akquisitionsstrategie soll der AVG auch weiterhin den Erfolg sicher n. Daher geht die Planung für 2021 beim Jahresüberschuss von einem Ergebnis von 11.900 T€ nach Steuern aus. Ob die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung durch die bekannten Risikofaktoren wie Handelsstreitigkeiten, den Brexit oder auch die noch nicht bekannten Folgen der Corona Epidemie zu größeren Nachteilen für die Abfallwirtschaft führen werden, bleibt weiter ab- zuwarten. 48 Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH Anschrift Parkgürtel 24 50823 Köln Kontakt 0221/178 - 0 www.stadtwerke-koeln.de Gründung 1964 Handelsregister HRB 2367, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadtwerke Köln GmbH 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst- und Werkmietwohnungen für Beschäftigte der Stadtwerke Köln Gesellschaft (SWK) mit be- schränkter Haftung und der mit ihr verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des benannten Gesellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unter- nehmen, die ihren Zwecken dienen oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässige n Form beteiligen und solche Unternehmen erwerben und errichten. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Dr. Dieter Steinkamp Frau Stefanie Haaks Aufsichtsrat Sabine Pakulat, MdR (Vorsitzende) Marion Heuser, MdR Herr Dr. Nils Helge Schlieben (Stellv. Vorsitzender) Jürgen Kircher, MdR Wolfgang Nolden (Stellv. Vorsitzender) Stefanie Ruffen, MdR Christoph Besser bis (31.08.2021) Hans Schwanitz 49 Aufsichtsrat Claudia Brock-Storms, MdR Felix Spehl, MdR Marcela Cano seit (27.09.2021) Marco Steinborn Markus Greitemann Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung ES EversheimStuible Treuberater GmbH Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€) keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 13.475,0 14.087,4 14.243 Jahresergebnis *) 483,5 1.110,0 573,0 Eigenkapital 18.820,8 19.930,9 20.504 Bilanzsumme 90.105,9 96.102,7 87.600 Investitionen 4.469 1.471 542 Verbindlichkeiten 66.852,8 71.501,4 62.376 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0 *) vor Gewinnabführung Wirtschaftliche Lage Die Gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen / Wohnungsmarkt Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft 2020 in eine tiefe Rezession gestürzt und eine zehnjährige Wachstumsphase beendet. Das preisbereinigte Bruttoinlandspro- dukt (BIP) sank 2020 um -4,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 3.332,2 Milliarden €. Zuletzt hat die Finanz - und Wirtschaftskrise 2008 2009 einen so starken Konjunktureinbruch verursacht, der 2009 mit -5,7 % noch deutlicher ausfiel. Bis auf das Baugewerbe sank die Bruttowertschöpfung in allen Wirtschafsbereichen. Während das Baugewerbe mit 50 Wirtschaftliche Lage +1,4 % gegenüber dem Vorjahr zulegte, verloren der Bereich Handel, Verkehr, Gastge- werbe -6,3 %, das produzierende Gewerbe mit -9,7 % und sonstige Dienstleister -11,3 % am deutlichsten. Im 2019 lebten in Köln 1.091.819 (+0,16 %) Einwohnerinnen und Einwohner mit Haupt- oder Nebenwohnsitz und es gab 564.841 (+0,10 %) Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße ist mit 1,88 Personen weiterhin unverändert. Die Anzahl der Einperso- nenhaushalte stieg leicht auf 285.743, das entspricht 50,7 %. Den Ergebnissen der städtis chen Bevölkerungsvorausberechnung zufolge werden im Jahr 2030 rund 1.120.400 Menschen mit Hauptwohnsitz in Köln leben. Damit steigt die Einwohnerzahl im Vergleich zum Ausgangsjahr der Berechnung 2018 voraussichtlich um 38.900 (3,5 %). Die Bevölkerungszunahme setzt sich auch in den darauffolgenden Jahren fort und endet im letzten Berechnungsjahr 2040 bei 1.146.100 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies sind 64.600 Menschen mehr als 2018, was einem Anstieg um 6,0 Prozent entspricht. Die Immobilienpreise in Köln sind auch im Jahr 2020 weiter gestiegen. Nach Auswertung der Angebote in Immobilienscout24 sind die Mietpreise für Wohnungen in Köln im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreswert um 2,71 % gestiegen, während die Kauf- preise für Wohnimmobilien mit Werten zwischen 9,97 % (Häuser) und 12,29 % (Woh- nungen) erneut stärker gestiegen sind als die Mietpreise. Geschäftsverlauf Der Jahresüberschuss der Gesellschaft beträgt 573 T€ (Vorjahr 1.110 T€). Die Umsatz- erlöse (ohne Verwaltungsumlage) einschließlich der Bestandsveränderungen waren um 20 T€ höher als im Vorjahr und erreichten 13.306 T€. Die Umsatzerlöse aus Verwaltungsleistungen stiegen um 140 T€ auf 909 T€. Die sons- tigen betrieblichen Erträge sind um 85 T€ auf 343 T€ gestiegen. Die Aufwendungen für die H ausbewirtschaftung beliefen sich auf 8.150 T€ (Vorjahr 7.267 T€). Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Instandhaltungskosten um 940 T€. Die Betriebskosten sanken um 40 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 1.943 T€ und verringerten sich ge- genüber dem Vorjahr um 34 T€. Dies resultiert insbesondere geringeren Abschreibun- gen auf Forderungen in Höhe von 34 T€. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten passive latente Steuern in Höhe von 131 T€, der Gewerbesteuer in Höhe von 82 T€ und der Körperschaftsteuer in Höhe von 20 T€. 51 Wirtschaftliche Lage Chancen- und Risiken Das Risikofrüherkennungssystem der WSK ist in die Organisation der SWK eingebettet. Bestandsgefährdende Risiken bestehen zurzeit nicht. Mögliche Risiken bestehen im branchenüblichen Rahmen durch nicht erkannte Mängel, die kurzfristig instandgesetzt werden müssten. Die in den ersten Monaten des Jahres 2020 eingesetzte Entwicklung und Ausbreitung einer Pandemie durch den Virus SARS -COV-2 (Corona-Virus) und die damit einherge- hende Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen führte zu zunehmenden Einschrän- kungen des öffentlichen Lebens. Die Höhe und Dauer der wirtschaftlichen Auswirkungen für die WSK sind derzeit nur schwer abschätzbar. Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs - und Minimierungsmaßnah- men sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens ge- fährden. Prognosebericht Die WSK hat das Ziel, den Wohnungsbestand an den Bedürfnissen der Konzernmitar- beiter auszurichten. Hierzu sind erhebliche Investitionen und In standhaltungsmaßnah- men erforderlich. Für das Jahr 2021 sind folgende Sanierungen geplant: Hermeskeiler Straße 13 – 13c Fassaden, Treppenhaus- und Strangsanierung Bonner Straße 360 Umbau Bäckerei Bistro und Gästewohnen Deutz-Kalker Straße 11 – 25 Fassaden- und Strangsanierung Weinsbergstraße 191 – 193 Fassaden- und Strangsanierung 52 GEW Köln AG Anschrift Parkgürtel 24 50823 Köln Kontakt 0221 178 - 0 www.gewkoelnag.de Gründung 1960 Handelsregister HRB 2114, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadtwerke Köln GmbH 90,0% Stadt Köln 10,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Handel mit Energie und energienahen Produkten sowie mit darauf bezoge- nen Finanzinstrumenten, sofern diese Tätigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnis- frei ist, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, die Nutzung von Einsatzstoffen in Anlagen zur Energieerzeugung, die Beteiligung an Unter- nehmen, die Telekommunikationsnetze einschließlich Telekommunikationsdienstleistun- gen betreiben, im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung von Wohnverwaltungsdienstleistungen und Durchführung von Maßna hmen zur Förde- rung der sozialen Infrastruktur sowie der Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur För- derung von Wissenschaft, Forschung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie. Organe der Gesellschaft Vorstand Aufsichtsrat Hauptversammlung Vorstand Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Herr Dieter Hassel Herr Norbert Graefrath 53 Aufsichtsrat Herr Martin Börschel (Vorsitzender, bis 22.12.2020) Herr Norbert Kasten Herr Christian Joisten (Vorsitzender, seit 22.12.2020) Herr Dr. Stephan Keller (bis 31.10.2020) Herr Wolfgang Nolden (stellv. Vorsitzender) Herr Niklas Kienitz (seit 22.12.2020) Frau Barbara Bethke Herr Jakob Klein (bis 31.08.2020) Frau Berrit Blümel (seit 22.12.2020) Herr Ralf Klemm (seit 22.12.2020) Herr Karl-Heinz Böhle Herr Heiner Kockerbeck (seit 22.12.2020) Herr Florian Braun (seit 22.12.2020) Herr Dr. Gerrit Krupp (bis 22.12.2020) Herr Ulrich Breite (seit 22.12.2020) Frau Stefanie Mägdefrau Herr Jürgen Brenig Frau Christiane Martin (seit 22.12.2020) Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (seit 22.12.2020) Herr Jan Orbach Herr Dr. Ralph Elster (bis 22.12.2020) Herr Stefan Plag (seit 01.09.2020) Herr Jörg Frank (bis 22.12.2020) Herr Dr. Frank Schaefer Herr Stefan Götz (bis 22.12.2020) Frau Ursula Schlömer Frau Inge Halberstadt-Kausch (bis 22.12.2020) Frau Sonja Schnürpel Herr Thomas Hegenbarth (bis 22.12.2020) Frau Brigitta von Bülow (bis 22.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln 100,0% BRUNATA-METRONA GmbH, Köln 100,0% RheinEnergie AG, Köln 80,0% RW Beteiligungs GmbH i. L., Düsseldorf 21,4% Stadtwerke Düsseldorf AG, Düsseldorf 20,0% 54 Aufsichtsrat Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH, Essen 1,69% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 829.879,4 836.529,2 836.529,2 Immaterielle Vermögensgegenstände 0,0 0,0 0,0 Sachanlagen 0,0 0,0 0,0 Finanzanlagen 829.879,4 836.529,2 836.529,2 Umlaufvermögen 201.922,7 199.408,5 176.020,3 Vorräte 0,0 0,0 0,0 Forderungen und sonst. VG 201.912,7 199.398,5 176.010,3 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 10,0 10,0 10,0 Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0 Summe Aktiva 1.031.802,1 1.035.937,6 1.1012.549,4 Passiva Eigenkapital 789.589,5 789.589,5 789.589,5 Gezeichnetes Kapital 255.700,0 255.700,0 255.700,0 Kapitalrücklage 119.427,3 119.427,3 119.427,3 Gewinnrücklage 424.462,2 414.462,2 414.462,2 Bilanzergebnis 0,0 0,0 0,0 Sonderposten 0,0 0,0 0,0 Rückstellungen 241,0 244,0 253,0 Verbindlichkeiten 241.971,6 246.104,1 222.706,9 Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0 Summe Passiva 1.031.802,1 1.035.937,6 1.012.549,4 55 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0 Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0 andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0 Sonstige betriebliche Erträge 151,2 150,9 150,2 Betriebsleistung 151,2 150,9 150,2 Betriebsaufwand 943,3 766,8 851,9 Materialaufwand 0,0 0,0 0,0 Personalaufwand 67,8 70,1 71,3 Abschreibungen 0,0 0,0 0,0 Sonstige betriebliche Aufwendungen 875,5 696,7 780,6 Betriebsergebnis -792,1 -615,9 -701,7 Finanzergebnis 166.945,8 170.856,0 174.666,5 Erträge aus Beteiligungen 13.917,1 15.030,0 13.666,0 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 151.300,8 151.383,0 160.997,5 Erträge aus anderen Finanzanlagen 3.036,4 6.650,0 1.169,0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22,5 23,0 7,0 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.331,0 -2.230,0 -1.173,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.842,6 4.778,1 4.808,4 Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0 Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 161.311,0 165.462,2 169.156,6 Abgeführte Gewinne aufgrund Ergebnisabfüh- rungsvertrag 161.311,0 165.462,3 169.156,6 Jahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 80,4% 80,4% 80,4% Abschreibungsquote entfällt entfällt entfällt Investitionen (T€) -27,2 0,0 0,0 Investitionsquote 0% 0% 0% Eigenkapitalquote 76,5% 76,5% 76,5% 56 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bankverbindlichkeiten (T€) 54.500,0 54.500,0 28.000,0 Veränderung Verschuldung (T€) 13.339,3 4132,5 -23.397,2 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 15,5% 15,8% 16,3% Rohertrag (T€) 0,0 0,0 0,0 EBIT (T€) 16.161,4 21.064,1 14.133,3 EBITDA (T€) 16.161,4 21.064,1 14.133,3 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 0,0 0,0 0,0 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 0,0 0,0 0,0 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf Die GEW Köln AG (GEW) hat im Geschäftsjahr 2020 rund 169 Mio. € an die Mutterge- sellschaft Stadtwerke Köln GmbH (SWK) abgeführt. Das waren rund 4 Mio. € mehr als im Vorjahr. Grundlage dieses Erfolgs waren die guten Ergebnisse der operativen Ge- sellschaften der GEW. Als reine Finanzholding ohne eigenes operatives Geschäft und auch ohne eigenes Personal hält die GEW 80 Prozent der Anteile der RheinEnergie AG sowie je 100 Pro- zent der Anteile des Telekommunikationsanbieters NetCologne und des Abrechnungs- dienstleisters BRUNATA-METRONA Hürth. Zudem hält sie 20 Prozent der Anteile an der Stadtwerke Düsseldorf AG. Zum Unternehmensergebnis der GEW im Jahr 2020 trugen im Wesentlichen die Er- träge aus den Beteiligungen an der RheinEnergie, der BRUNATA-METRONA und an den Stadtwerken Düsseldorf bei. Wie gewohnt leistete dabei die RheinEnergie den mit Abstand größten Ergebnisbeitrag. Der Energiedienstleister und -versorger führte rund 132 Mio. € an die GEW Köln AG ab und übertraf somit den Vorjahreswert um knapp 10 Mio. €. Die BRUNATA-METRONA konnte mit ihrem Beitrag von 28,7 Mio. das Vorjahresni- veau (28,8 Mio.) halten. Auch NetCologne blickte auf ein erfolgreiches operatives Ge- schäftsjahr 2020 zurück. Der Gewinn wurde jedoch vollständig thesauriert, um weite- res Wachstum zu ermöglichen. Die Stadtwerke Düsseldorf schütteten ihr Ergebnis 57 Wirtschaftliche Lage komplett aus. Sie konnten einen Beitrag mit rund 14 Mio. € (2019: rund 15 Mio. €) zum GEW-Ergebnis leisten. Prognosebericht Nach wie vor ist der Markt, auf dem sich die GEW-Unternehmen bewegen, hoch volatil. Zudem stellen die stetig wachsende Bevölkerung der Millionenstadt Köln und die im- mer größeren Erwartungen der Kunden besondere Herausforderungen an alle Unter- nehmen der Daseinsvorsorge. Die GEW-Töchter reagierten darauf im Geschäftsjahr 2020 erfolgreich mit innovativen Produkten und speziell auf einzelne Kundengruppen zugeschnittenen Dienstleistungen, ohne dabei ihr angestammtes Kerngeschäft zu ver- nachlässigen. 58 RheinEnergie AG Anschrift Parkgürtel 24 50823 Köln Kontakt 0221 34645 - 300 www.rheinenergie.com Gründung 2002 Handelsregister HRB 37306, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil GEW Köln AG, Köln 80,0% Westenergie AG, Essen 20,0% Unternehmensgegenstand Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Handel mit Energie und ener- gienahen Produkten sowie mit darauf bezogenen Finanzinstrumenten, sofern diese Tä- tigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnisfrei ist, die Erbringung von Dienstleistun- gen im Bereich der Abwasserentsorgung und der Telekommunikation (Bau und Verpach- tung von Breitbandnetzen), die Nutzung von Einsatzstoffen in Anlagen zur Energieer- zeugung sowie im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung von Wohnverwaltungsdienstleistungen und Durchf ührung von Maßnahmen zur Förde- rung der sozialen Infrastruktur. Daneben betreibt das Unternehmen eine gemeinnützige Familienstiftung und eine gemeinnützige Kulturstiftung. Organe der Gesellschaft Vorstand Aufsichtsrat Hauptversammlung Vorstand Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Herr Dieter Hassel Herr Dr. Andreas Cerbe Herr Achim Südmeier Herr Norbert Graefrath 59 Aufsichtsrat Herr Bernd Petelkau (Vorsitzender) Herr Dr. Thomas König (seit 01.10.2020) Herr Wolfgang Nolden (stellv. Vorsitzender) Frau Claudia Kowalak Frau Frauke Bendokat (seit 21.01.2020) Herr Dr. Gerrit Krupp (seit 22.12.2020) Herr Walter Berndgen Herr Dr. Stefan Küppers (bis 30.09.2020) Herr Bernd Böddeling (bis 30.09.2020) Frau Stefanie Mägdefrau Herr Martin Börschel (bis 22.12.2020) Frau Christiane Martin (seit 22.12.2020) Herr Ulrich Breite (bis 22.12.2020) Herr Andreas Mathes Herr Jürgen Brenig Herr Reiner Priggen (seit 22.12.2020) Herr Gerhard Brust (bis 22.12.2020) Frau Katharina Reiche (seit 01.10.2020) Frau Clivia Conrad Herr Dr. Frank Schaefer Frau Prof. Dr. Dörte Diemert Herr Gernot Schubert Herr Dr. Ralph Elster (bis 22.12.2020) Frau Ira Sommer (seit 22.12.2020) Herr Dr. Karsten Klemp Herr Rafael Struwe Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil AGO GmbH Energie + Anlagen, Kulmbach 100,0% cowelio GmbH, Köln 100,0% ENERGOTEC Energietechnik GmbH, Köln 100,0% ENTALO GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 100,0% GT-HKW Niehl GmbH, Köln 100,0% RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG, Köln 100,0% RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH, Köln 100,0% RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH, Köln 100,0% RheinEnergie HKW Rostock GmbH, Köln 100,0% RheinEnergie Industrielösungen GmbH, Ludwigshafen a. R. 100,0% RheinEnergie Solar GmbH, Köln 100,0% 60 Unternehmensbeteiligungen RheinEnergie Trading GmbH, Köln 100,0% RheinEnergie Windkraft GmbH, Köln 100,0% Rheinische NETZGesellschaft mbH, Köln 100,0% RheinEnergie Express GmbH, Köln 87,8% TankE GmbH, Köln 80,0% AggerEnergie GmbH, Gummersbach 62,74% Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth 56,63% BELKAW GmbH, Bergisch Gladbach 50,1% Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), Leverkusen 50,0% Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und Beteiligungsges. mbH, Leverkusen 50,0% RheinWerke GmbH, Düsseldorf 50,0% AS 3 Beteiligungs GmbH, Essen 49,0% evd energieversorgung dormagen GmbH, Dormagen 49,0% Stadtwerke Leichlingen GmbH, Leichlingen 49,0% Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar 49,0% Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH, Lohmar 49,0% Stadtwerke Pulheim GmbH, Pulheim 49,0% Stromkontor Rostock Port GmbH, Rostock 49,0% Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG, Bornheim 49,0% Stadtwerke Sankt Augustin GmbH, Sankt Augustin 45,0% Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf 40,0% chargecloud GmbH, Köln 33,33% COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L., Cluj-Napoca 33,33% rhenag Rheinische Energie AG, Köln 33,33% GWAdriga GmbH & Co. KG, Berlin 31,0% GWAdriga Verwaltungs GmbH, Berlin 31,0% Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH, Bonn 13,71% 8KU GmbH, Berlin 12,5% ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG, Köln 6,67% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Konzessionsabgaben 69.222,8 61 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 1.448.774,7 1.489.053,7 1.290.571,7 Immaterielle Vermögensgegenstände 10.587,2 10.611,4 8.994,9 Sachanlagen 506.151,1 548.324,7 592.785,1 Finanzanlagen 932.036,3 930.117,6 688.791,7 Umlaufvermögen 527.244,2 464.379,5 716.855,6 Vorräte 34.722,2 59.122,6 70.495,3 Forderungen und sonst. VG 390.295,3 343.105,2 545.539,7 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 102.226,6 62.151,8 100.820,6 Rechnungsabgrenzungsposten 39.485,6 41.569,5 8.538,0 Summe Aktiva 2.015.504,4 1.995.002,7 2.015.965,3 Passiva Eigenkapital 906.918,1 906.918,1 914.418,2 Gezeichnetes Kapital 400.000,0 400.000,0 400.000,0 Kapitalrücklage 274.739,0 274.739,0 274.739,0 Gewinnrücklage 232.179,1 232.179,1 239.679,1 Bilanzergebnis 0,0 0,0 0,0 Sonderposten 68.482,7 69.544,2 71.571,1 Rückstellungen 475.107,2 504.924,6 612.687,2 Verbindlichkeiten 524.983,8 470.838,5 416.687,2 Rechnungsabgrenzungsposten 40.012,5 42.777,2 679,5 Summe Passiva 2.015.504,4 1.995.002,7 2.015.965,3 62 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 2.387.388,2 2.525.244,7 2.473.645,3 Umsatzerlöse 2.381.313,2 2.514.597,6 2.468.382,0 Bestandsveränderungen 2.056,5 5.083,1 -1.127,3 andere aktivierte Eigenleistungen 4.018,5 5.564,0 6.390,6 Sonstige betriebliche Erträge 105.595,6 107.471,6 150.725,3 Betriebsleistung 2.492.983,8 2.632.716,3 2.624.370,4 Betriebsaufwand 2.359.092,1 2.442.924,2 2.494.684,2 Materialaufwand 1.826.663,6 1.919.462,3 1.880.205,5 Personalaufwand 263.085,8 269.659,1 270.006,8 Abschreibungen 50.497,9 48.879,6 49.865,6 Sonstige betriebliche Aufwendungen 218.844,8 204.923,2 294.606,3 Betriebsergebnis 133.891,7 189.792,1 129.686,2 Finanzergebnis 35.520,3 -32.015,5 47.789,1 Erträge aus Beteiligungen 59.032,1 52.598,7 53.974,6 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.928,5 5.819,3 3.906,1 Erträge aus anderen Finanzanlagen 1.495,2 1.422,3 1.376,7 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.316,8 346, 583,5 Zuschreibungen auf Finanzanlagen 6.484,0 0,0 19.316,2 Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.805,5 2.844,0 3.683,9 Verluste aus Gewinnabführungsverträgen 14.716,1 73.513,5 14.996,9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.214,7 15.845,2 12.687,2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.965,6 9.722,5 7.377,1 Jahresergebnis 160.446,2 148.054,0 170.098,2 Ausgleichszahlung gemäß § 304 AktG 27.832,3 25.435,1 30.266,8 Gewinnabführung gemäß Ergebnisabführungsvertrag 122.613,9 122.618,9 132.331,4 Jahresüberschuss 10.000,0 0,0 7.500 Einstellung in andere Gewinnrücklagen 10.000,0 0,0 7.500 Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0 63 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 71,9% 74,6% 64,0% Abschreibungsquote 9,8% 9,5% 8,3% Investitionen (T€) 94.823,0 70.290,2 147.473 Investitionsquote 6,5% 8,2% 11,4% Eigenkapitalquote 45,0% 45,5% 45,4% Bankverbindlichkeiten (T€) 62.000,0 73.000,0 37.364,0 Veränderung Verschuldung (T€) -103.573,7 -54.145,3 -54.151,3 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 9,1% 8,2% 9,1% Rohertrag (T€) 560.724,6 605.782,4 593.439,8 EBIT (T€) 179.825,7 173.274,1 170.262,8 EBITDA (T€) 230.323,6 222.153,7 220.128,4 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 2.972 2.920 2.902 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 88,5 92,3 93,0 Wirtschaftliche Lage Die RheinEnergie AG konnte im Jahr 2020 ihr geplantes Jahresergebnis überschreiten. Das Unternehmensergebnis betrug rund 170 Mio. €, das waren etwa 22 Mio. € mehr als im Jahr 2019. Der Umsatz der RheinEnergie lag für 2020 ohne Energiesteuer bei rund 2,47 Mrd. € (2019: 2,51 Mrd. €). Vertriebsseitig hat hoher Wettbewerbsdruck und eine weiter fortschreitende Diversifika- tion von Anbietern und Angeboten im Jahr 2020 das Marktumfeld der RheinEnergie cha- rakterisiert. Hinzu kommt ein immer stärkerer gesellschaftlicher Druck auf die gesamte Branche, die sich mit ambitionierten Forderungen hinsichtlich des Tempos der Energie- wende konfrontiert sieht. Die RheinEnergie nimmt diese Herausforderungen an und sieht sich mit ihrer Strategie für die Weiterentwicklung des Unternehmens gut aufgestellt. Das gilt auch mit Blick auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Die RheinEnergie hat es sich zum Ziel gesetzt, dauerhaft der führende Energie- und Wasserversorger der rheinischen Region zu bleiben. Basis des Geschäfts ist eine sichere, nachhaltige und be- zahlbare Belieferung der Kunden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, treibt die RheinEnergie ihren bereits vor mehreren Jahren eingeschlagenen 64 Wirtschaftliche Lage Wandel vom Versorger zum Energiedienstleister entschieden voran. Digitalisierung spielt dabei eine Schlüsselrolle – ebenso wie veränderte Arbeitsprozesse in neuen und flexib- len Strukturen. Das Investitionsvolumen war 2020 mit 114 Mio. € niedriger als im Jahr zuvor (122 Mio. €). Ausschlaggebend waren Investitionen in die Infrastruktur, vor allem in die Netze. Da- mit betreibt die RheinEnergie nicht nur aktive Daseins-, sondern auch Zukunftsvorsorge. Absatz Der vertriebliche Stromabsatz war von 11,80 Milliarden Kilowattstunden (kWh) im Jahr 2019 auf 10,38 Milliarden kWh im Jahr 2020 zurückgegangen. Ursache war im Wesentli- chen ein Rückgang bei Sondervertragskunden. Die Stromvermarktung aus Eigenerzeu- gung sank ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um 0,50 Milliarden auf 4,84 Milliarden kWh. Positiv entwickelte sich demgegenüber das Direktvermarktungsgeschäft beim Strom, un- ter anderem aus BHKW-Anlagen. Mit 1.143 Mio. kWh im Jahr 2019 gegenüber 427 Mio. kWh im Jahr 2019 festigte sich die deutlich steigende Tendenz der Vorjahre. Der Erdgasverkauf stieg im Direktabsatz auf 8,16 Milliarden kWh gegenüber 7,52 Milliar- den kWh im Vorjahr. Grund war hier insbesondere, wie schon im Vorjahr, eine Auswei- tung bei Sondervertragskunden. Der Fernwärmeabsatz lag mit 1,09 Milliarden kWh leicht unter dem Wert des Vorjahres (1,13 Milliarden kWh). Hinzu kamen 669 Mio. kWh an Wärmeverkauf aus dem Bereich des Energiecontractings (gegenüber 720 Mio. kWh im Vorjahr). Der Verkauf von Pro- zessdampf insbesondere für die Industrie im Kölner Norden lag mit 498,2 Mio. kWh pan- demiebedingt unter dem Vorjahresniveau in Höhe von 556,7 Mio. kWh. Der Wasserabsatz sank leicht. Insgesamt wurden 85,3 Mio. Kubikmeter gegenüber 85,7 Mio. Kubikmetern im Vorjahr verkauft. RheinEnergie-Gruppe Zur RheinEnergie-Gruppe zählen neben der RheinEnergie AG die wesentlichen Tochter- gesellschaften im Kraftwerks-, Netz- und Handelsbereich sowie Erneuerbare Energie. Der konsolidierte Umsatz sank hier auf 4,04 Mrd. € (2019: 4,13 Mrd. €). Der Stromver- kauf der RheinEnergie-Gruppe belief sich insgesamt auf rund 30,8 Milliarden kWh (Vor- jahr: 29,8 Milliarden kWh) und war relativ konstant zum Vorjahr. Zudem hat die Rhein- Energie-Gruppe 57,0 Milliarden kWh Gas abgesetzt (Vorjahr 51,8 Milliarden kWh). Ausblick Im Rahmen der regelmäßig aktualisierten und weiterentwickelten Unternehmensstrategie stellt sich die RheinEnergie den großen Herausforderungen in energiepolitischer, rechtli- cher und wirtschaftlicher Hinsicht. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der internen 65 Wirtschaftliche Lage Prozesse einerseits und den beabsichtigten Investitionen in den einzelnen Wertschöp- fungsstufen andererseits soll die Basis für Wachstum und dauerhafte Ertragskraft beibe- halten werden. Dabei nimmt die RheinEnergie die besondere gesellschaftliche und ökologische Verant- wortung sehr ernst, die ihr als Akteur der Energiewende zukommt. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RheinEnergie wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind derzeit nicht abzuschätzen. 66 NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH Anschrift Am Coloneum 9 50829 Köln Kontakt 0221 2222-0 www.netcologne.de Gründung 1994 Handelsregister HRB 25580, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil GEW Köln AG, Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraumes Köln orientierten privaten Tele- kommunikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruktur der Gesellschaften der Stadtwerke Köln -Gruppe, einschließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste, die Entwicklung, Erbringung und Vermarktung von Basis - und Mehrwert-Netzdienstleistungen einschließlich der zum Netzabschluss erforderl ichen Hardware- und Software -Produkte, die Erstellung und Vermarktung technischer Kon- zepte und Studien sowie sämtliche Managementleistungen auf den vorgenannten Ge- bieten und damit zusammenhängende ganzheitliche Komplettlösungen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Timo von Lepel Frau Dorothee Schumacher (bis 05.08.2020) 67 Aufsichtsrat Herr Dr. Andreas Cerbe (Vorsitzender) Herr Christian Joisten Herr Achim Südmeier (stellv. Vorsitzender) Herr Dr. Stephan Keller (bis 31.10.2020) Herr Stephan Berndorf Herr Gerrit Krupp Herr Florian Braun Herr Stefan Münzel Herr Jörg Frank Herr Stephan Radloff Herr Norbert Graefrath Herr Gernot Schultz Herr Martin Hanz Herr Dr. Dieter Steinkamp Herr Dieter Hassel Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil NetCologne IT Services GmbH, Köln 100,0% NetRegio GmbH, Köln 99,99% NetAachen GmbH, Aachen 84,0% Deutsche Netzmarketing GmbH, Hamburg 2,56% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) keine 68 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 233.978,4 237.508,1 238.916,9 Immaterielle Vermögensgegenstände 9.454,3 8.619,0 7.827,2 Sachanlagen 182.706,1 187.071,2 189.271,7 Finanzanlagen 41.818,0 41.818,0 41.818,0 Umlaufvermögen 65.621,5 78.445,6 75.706,4 Vorräte 31.952,9 25.417.0 30.671,4 Forderungen und sonst. VG 32.514,9 51.947,6 44.384,1 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 1.153,6 1.081,0 650,9 Rechnungsabgrenzungsposten 6.420,9 9.972,1 8.038,2 Aktive latente Steuern 1.408,7 948,1 1.574,5 Summe Aktiva 307.429,4 326.874,2 324.236,1 Passiva Eigenkapital 90.750,3 98.023,8 106.120,5 Gezeichnetes Kapital 9.210,0 9.210,0 9.210,0 Kapitalrücklage 51.873,3 51.873.3 51.873.3 Gewinnrücklage 21.553.2 29.667,0 39.940,5 Jahresüberschuss 8.113,8 7.273.4 8.096,7 Rückstellungen 19.976,4 19.535,8 20.082,9 Verbindlichkeiten 189.291,9 199.013,1 189.566,6 Rechnungsabgrenzungsposten 7.410,8 10.301,3 8.466,1 Summe Passiva 307.429,4 326.874,2 324.236,1 69 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 276.589,0 277.484,8 290.876,9 Umsatzerlöse 268.252,5 283.660,5 288.778,3 Bestandsveränderungen 7.171,5 -9.031,3 -312,1 andere aktivierte Eigenleistungen 1.165,0 2.855,6 2.410,7 Sonstige betriebliche Erträge 6.169,0 4.365,3 1.979,5 Betriebsleistung 282.758,0 281.850,1 292.856,4 Betriebsaufwand 269.163,2 270.441,6 280.289,0 Materialaufwand 128.882,9 125.114,6 130.464,2 Personalaufwand 60.531,0 65.640,9 69.056,5 Abschreibungen 32.283,5 33.972,3 37.198,1 Sonstige betriebliche Aufwendungen 47.465,8 45.713,8 43.570,2 Betriebsergebnis 13.594,8 11.408,5 12.567,4 Finanzergebnis -1.315,6 -222,6 -7,3 Erträge aus Beteiligungen 1.987,3 2.279,9 2.207,3 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.112,2 2.556,6 2.831,2 Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153,6 208,3 130,4 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.568,7 5.267,4 5.176,2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.143,9 3.889,2 4.441,7 Sonstige Steuern 21,6 23,2 21,8 Jahresüberschuss /-fehlbetrag 8.113,8 7.273,4 8.096,8 Einstellung in andere Gewinnrücklagen -8.113,0 -7.273,4 -4.048,4 Gewinnausschüttung 0,0 0,0 -4.048,4 Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 76,1% 72,7% 73,7% Abschreibungsquote 16,8% 17,4% 18,9% Investitionen (T€) 34.787,8 38.700,0 40.438,5 Investitionsquote 14,9% 16,3% 16,9 Eigenkapitalquote 29,5% 30,0% 32,7 70 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bankverbindlichkeiten (T€) 82.054,3 88.072,0 80.949,5 Veränderung Verschuldung (T€) -9.984,2 9.721,2 -9.446,5 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 4,5% 3,8% 4,1% Rohertrag (T€) 147.706,1 152.370,2 160.412,7 EBIT (T€) 17.694,3 16.245,00 17.605,9 EBITDA (T€) 49.977,8 50.217,3 54.804,0 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 871 937 936 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 69,5 70,0 73,8 Wirtschaftliche Lage Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2020 ein Volumen von ca. 170 Mrd. € um und beschäf- tigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,2 Mio. Personen. Geschäftsverlauf 2020 In 2020 konnte sich die NetCologne GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dynami- schen und regulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbe- werb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, sehr gut behaupten. Das Geschäftsjahr 2020 war durch die folgenden Besonderheiten geprägt: - Überdurchschnittliches Umsatzwachstum - Erfolgreiche Vorvermarktung und Ausbaustart FTTB/H in Pulheim - COVID19-Pandemie - Verlängerung der Zusammenarbeit mit der GAG Immobilien AG - Doppelte Auszeichnung mit „sehr gut“ im connect Breitbandtest Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) von 12.538 T€ und konnte damit ihr Ziel von 11.181 T€ übertreffen. Das Ergebnis lag um 1.375 T€ über dem Vorjahreswert (11.163 T€), insbesondere aufgrund der deut- lich gewachsenen Umsatzerlöse. Der Jahresüberschuss betrug 8.097 T€ (Vorjahr 7.273 T€). 71 Wirtschaftliche Lage Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 288.778 T€ und lagen um 5.118 T€ über dem Vorjah- reswert (283.660 T€). Die Überschreitung war im Wesentlichen auf steigende Umsatzer- löse im Geschäftskunden- und Privatkundenbereich zurückzuführen, i.W. aufgrund er- höhter Umsätze im Wholesale- und Festnetzbereich. Chancen und Risiken Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetCologne mittelfristig, trotz des herausfor- dernden Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Geschäfts- entwicklung: Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen FTTB/FTTH und HFC (Hybrid Fiber Coax) ist die NetCologne für neue Herausforderungen bezüglich des stark zunehmenden Band- breitenbedarfs gut positioniert. Die eigenen Netze vermindern die Abhängigkeit von der Deutschen Telekom und ermöglichen Alleinstellungsmerkmale bei Leistungsumfang und Leistungsqualität. Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten Markt, in dem die Bundesnetzagentur und auch das Bundeskartellamt stark steuernd ein- greifen. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend ausfallen. Beispielsweise reduziert jede Absenkung der sogenannten Festnetz-Terminierungsent- gelte die Umsätze pro Kunde. Es besteht grundsätzlich Unsicherheit darüber, wie künf- tige Regulierungsentscheidungen ausfallen. Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb, großen Preis- druck, zunehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kunden ge- prägt. Dies kann zum Verlust von Umsatzerlösen, Marktanteilen sowie zu Margendruck bei einigen Produkten führen. Ergänzend existieren individuelle, operative Risiken bspw. durch den Ausfall eines Tech- nikstandorts, die im Rahmen des Risikomanagementsystems analysiert und soweit mög- lich gesteuert werden. Prognose Für das Jahr 2021 rechnet die NetCologne mit wachsenden Umsätzen im Vergleich zu 2020 sowie einem weitestgehend stabilen Ergebnis vor Steuern von über 12 Mio. €. 72 NetAachen GmbH Anschrift Grüner Weg 100 52070 Aachen Kontakt 0800 2222 - 333 www.netaachen.de Gründung 2009 Handelsregister HRB 15383, Amtsgericht Aachen Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln 84,0% Stadtwerke Aachen AG, Aachen 16,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist:  der Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraumes Aachen und Köln orien- tierten privaten Telekommunikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruk- tur der Gesellschaften der Stadtwerke Köln -Gruppe und der STAWAG-Gruppe, ein- schließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste,  die Entwicklung, Erbringung und Vermarktung von Basis - und Mehrwert-Netzdienst- leistungen ein-schließlich der dazugehörigen Hardware - und Softwareprodukte, so- wie  die Erstellung und Vermarktung technischer Konzepte und Studien sowie sämtliche Managementleistungen auf den vorgenannten Gebieten und damit zusammenhän- gende ganzheitliche Komplettlösungen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Andreas Schneider 73 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung WIBERA Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil NetRegio GmbH, Köln 0,01% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 39.849,5 37.620,5 40.487,6 Jahresergebnis 2.257,2 2.399,8 3.027,0 Eigenkapital 10.715,5 10.858,0 11.485,3 Bilanzsumme 25.852,1 25.154,1 25.696,2 Investitionen 937,2 897,8 2.734,0 Verbindlichkeiten 9.447,6 9.127,1 8.817,2 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 84 87 83 Wirtschaftliche Lage Die NetAachen GmbH ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden und Geschäftskunden aktiv. Das Leistungsangebot umfasst dabei Telefonie, TV sowie Internet-, Daten- und Wholesale-Dienste. Technische Grundlage bildet das eigene, hochleistungsstarke Breitbandnetz. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2019 ein Volumen von ca. 170 Mrd. € um. 74 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 In 2020 konnte sich die NetAachen GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dynami- schen und hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, weiter erfolgreich behaupten. Das Geschäftsjahr 2020 war durch folgende Besonderheiten geprägt: - Pandemie - Aufbau eines funkbasierten Kommunikationsnetzes für Smart City-Anwendun- gen (LoraWAN) - Förderverfahren „weiße Flecken“ Die NetAachen GmbH konnte im Geschäftsjahr 2020 in einem Marktumfeld, das wei- terhin durch starken Wettbewerb geprägt ist, die sehr guten Ergebnisse der beiden Vorjahre erneut steigern. In 2020 stieg die Gesamtleistung der Gesellschaft im Ver- gleich zum Vorjahr um 3.208 T€auf 40.488 T€ (Vj. 37.280 T€). Chancen und Risiken Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetAachen mittelfristig, trotz des heraus- fordernden Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Ge- schäftsentwicklung: Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen ist die NetCologne für neue Herausforde- rungen bezüglich des stark zunehmenden Bandbreitenbedarfs gut positioniert. Eine Vielzahl von Lebensbereichen bietet hier zusätzliches Wachstumspotenzial. Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten Markt. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend ausfallen. Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb geprägt. Ergän- zend existieren individuelle, operative Risiken, die fortlaufend analysiert und soweit möglich gesteuert werden. Prognose Für das Jahr 2021 rechnet die NetAachen mit leicht wachsenden Umsätzen im Ver- gleich zu 2020 sowie einem Ergebnis vor Steuern von ca. 3,9 Mio. €. 75 rhenag Rheinische Energie AG Anschrift Bayenthalgürtel 9 50968 Köln Kontakt 0221 93731 - 0 www.rhenag.de Gründung 1872, RE-Beteiligung seit 2007 Handelsregister HRB 35215, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Westenergie, Essen 66,67% RheinEnergie AG, Köln 33,33% Unternehmensgegenstand Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme sowie die Entsorgung. Zur Errei- chung des Gesellschaftszweckes kann die Gesellschaft Gas, Wasser, elektrische Ener- gie und Wärme erzeugen, beziehen, verwerten und veräußern sowie alle sonstigen mit diesen Versorgungsbereichen und der Entsorgung zusammenhängenden Geschäfte und Maßnahmen einschließlich Planung und Beratung vornehmen. Die Gesells chaft kann insbesondere Anlagen und Einrichtungen aller Art, die dem genannten Zweck zu dienen geeignet sind, erwerben, errichten und betreiben, allein oder gemeinsam mit an- deren, für eigene oder fremde Rechnung. Sie kann sich an Gesellschaften und anderen Unternehmungen und allen Geschäften beteiligen, die mit dem Gegenstand d es Unter- nehmens zusammenhängen. Organe der Gesellschaft Vorstand Aufsichtsrat Hauptversammlung Vorstand Herr Dr. Hans-Jürgen Weck Frau Dr. Catharina Friedrich 76 Aufsichtsrat Herr Dr. Jürgen Grönner (Vorsitzender) Herr Dr. Christian Ohlms (bis 12.02.2020) Herr Oliver Henrichs (stv. Vorsitzende) (seit 12.02.2020) Herr Michael Stangel Frau Gabriele Eggers (seit 12.02.2020) Herr Dr. Dieter Steinkamp Herr Harald Heß (seit 12.02.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Gemeindewerke Windeck GmbH & Co KG, Siegburg 100,0% Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler 100,0% Rhein-Sieg Netz GmbH, Siegburg 100,0% rhenagbau GmbH, Köln 100,0% Westerwald-Netz GmbH, Betzdorf-Alsdorf 100,0% KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH, Köln 74,9% GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH, Siegburg 50,0% Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG, Niederkassel 49,0% energy4u GmbH & Co. KG, Siegburg 49,0% energienatur Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH, Siegburg 44,0% evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG, Höhn 33,2% e-regio GmbH & Co. KG, Euskirchen 31,74% MAINGAU Energie GmbH, Obertshausen 26,12% A/V/E GmbH, Halle (Saale) 25,1% Siegener Versorgungsbetriebe GmbH, Siegen 24,92% Propan Rheingas GmbH & Co. KG, Brühl 21,09% Propan Rheingas GmbH, Brühl 20,0% BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH, Wipperfürth 19,47% SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH, Köln 16,68% SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG, Köln 16,67% 77 Unternehmensbeteiligungen GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH, Troisdorf 3,87% GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen 3,87% Stromnetzgesellschaft Neunkirchen-Seelscheid GmbH & Co. KG, Neunkirchen-Seelscheid 1,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 170.869 178.662 179.347 Jahresergebnis 25.788 34.203 28.388 Eigenkapital 139.972 148.389 142.622 Bilanzsumme 255.244 237.719 233.810 Investitionen 3.403 3.288 2.501 Verbindlichkeiten 48.192 29.449 34.595 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt: 268 284 292 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr 2020 stand wie bei allen Unternehmen auch bei rhenag im Zeichen der Corona-Pandemie. Im Frühjahr mussten die Arbeitsabläufe von heute auf morgen so umgestellt werden, dass der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden konnte, ohne die Gesundheit der Kunden und Mitarbeitenden zu gefährden. Dass beides aus dem Stand gelungen ist, betrachtet rhenag als großen Erfolg. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser nicht prognostizierbaren Krise waren mit ei- ner zurückgehenden Energienachfrage und einer daraus resultierenden geringeren Netzauslastung bei den Netztöchtern auch für die rhenag spürbar. Von einem drasti- schen Ergebniseinbruch ist rhenag jedoch verschont geblieben, da sich sowohl das Energiegeschäft als auch das Dienstleistungs- und Beteiligungsgeschäft in der Corona- Krise als relativ robust erwiesen haben. Die wesentlichen Entwicklungen in den genannten Geschäftsfeldern hier kurz im Über- blick: Im Commodity-Geschäft standen den deutlichen witterungsbedingten Absatz- rückgängen beim Gas Absatz- und Kundenzuwächse beim Strom gegenüber. Da rhenag vor allem im Haushaltskundensegment stark ist, waren sie von den Corona-be- dingten Einbrüchen im Industrie- und Gewerbebereich weniger stark betroffen. 78 Wirtschaftliche Lage Auch das Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich trotz stark zurückgefahrener per- sönlicher Kontakte robust. Zentrale Projekte konnten in digitaler Zusammenarbeit fort- gesetzt werden, insgesamt konnte rhenag 2020 sowohl den Umsatz und die Kunden- zahl als auch das Ergebnis in diesem Segment weiter steigern. Der im Vorjahresvergleich deutliche Rückgang der Erträge aus Gewinnabführungsver- trägen ist auf die Ergebnisentwicklung der Netztöchter Rhein-Sieg Netz GmbH (RSN) und Westerwald-Netz GmbH (WWN) zurückzuführen. Anders als 2019 wurden hier im Berichtszeitraum keine weiteren Sondererträge, unter anderem bei der RSN aus Ab- gängen des Sachanlagevermögens, vereinnahmt. Die rhenag-Beteiligungen im klassi- schen Beteiligungsgeschäft entwickelten sich auch im schwierigen Jahr 2020 weiter positiv und konnten die hohen Vorjahresausschüttungen noch einmal überbieten. Insgesamt betrug das Ergebnis vor Steuern 36,0 Mio. € (Vorjahr 46,3 Mio. €). Nach Steuern erwirtschaftete rhenag 2020 einen Jahresüberschuss von 28,4 Mio. € (Vorjahr 34,2 Mio. €). Die Zahlen spiegeln insbesondere die beschriebenen Entwicklungen im Netzbereich wider. 79 METRONA GmbH Anschrift Max-Planck-Str. 2 50354 Hürth Kontakt 02233 50 - 0 www.brunata-metrona.de Gründung 1983, GEW-Beteiligung seit 1997 Handelsregister HRB 88470, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil BRUNATA-METRONA GmbH, Hürth 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens sind sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zu- sammenhang mit der Abrechnung von Energie, insbesondere Wärme, im Bundesland Baden-Württemberg und außerhalb von Deutschland mit Ausnahme von Belgien, Frank- reich, dem Großherzogtum Luxemburg und dem Fürstentum Monaco. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Oliver Geer Herr Norbert Rolf Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesell- schaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil METRONA POLSKA Pomiary i Rozliczenia Sp.z. o.o., Warschau 100,0% 80 Unternehmensbeteiligungen METRONA Union GmbH, München 44,0% METRONA S.R.L, Rom 44,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 25.187,3 24.121,4 25.544,9 Jahresergebnis 4.257,1 5.519,2 5.117,3 Eigenkapital 2.207,3 2.207,3 2.207,3 Bilanzsumme 13.686,6 14.938,2 14.517,7 Investitionen (siehe BRUNATA-METRONA GmbH) - - - Verbindlichkeiten 10.950,1 12.168,0 11.730,8 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (Geschäftstätigkeit erfolgt durch BRUNATA-MET- RONA GmbH) 0 0 0 Wirtschaftliche Lage Kerngeschäft der METRONA GmbH (METRONA) ist die Materialbeschaffung und –be- vorratung für die Muttergesellschaft BRUNATA-METRONA GmbH (BRUNATA). Zu- sätzlich betreibt sie außerhalb des regionalen Kernarbeitsgebietes der BRUNATA ein eigenes Wärmemessdienstgeschäft. Der Geschäftsgang der METRONA ist weitgehend an den der Muttergesellschaft BRUNATA gekoppelt. In 2020 haben sich weder im eigenen Wärmemessdienstge- schäft, noch im Zuliefergeschäft an BRUNATA nennenswerte Änderungen am Markt- volumen ergeben. Dabei ist der Markt für Wärmemessdienstleistungen in Deutschland vollständig erschlossen und verteilt, was insbesondere im Großkundenbereich zu in- tensiven Wettbewerb und Preisdruck führt. Geschäftsverlauf 2020 Im Geschäftsjahr 2020 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 25,5 Mio. € erreicht, womit der Vorjahreswert um 1,4 Mio. € überschritten wurde. Die erreichte Steigerung ist dabei im Wesentlichen auf ein gestiegenes Liefervolumen an BRUNATA zurückzuführen. 81 Wirtschaftliche Lage Gleichzeitig sind die Materialaufwendungen leicht überproportional gestiegen, was ne- ben Aufwendungen aus der Inanspruchnahme für Gewährleistungs-verpflichtungen als wesentliche Einflussgröße auch auf den Einsatz von Desinfektionsmitten, Schutzmas- ken und sonstiger Materialien zur Einhaltung der Corona-Arbeitsschutzstandards zu- rückzuführen sind. Insgesamt ist das Ergebnis vor Ergebnisabführung um 0,4 Mio. € auf 5,1 Mio. € zurückgegangen. Chancen und Risiken Die METRONA verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem, in das neben der Gesell- schaft unter anderem auch die BRUNATA eingebunden ist. Beide Gesellschaften sind zusätzlich in das Risikofrüherkennungssystem der GEW eingebunden. Unverändert fortgeschrieben wird ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundes- kartellamt durchgeführten Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergeb- nis wurde kein marktmissbräuchliches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfeh- lungen an den Gesetzgeber gegeben, die auf eine Stärkung des Wettbewerbs abzie- len. Deren Umsetzung könnte zu erhöhtem Preisdruck am Markt führen. Neu aufge- nommen wurde in 2020 ein Risiko aus der Verbreitung des COVID-19-Virus und den daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Diese in Art und Umfang außergewöhnlichen Umstände haben direkte und indirekte Auswirkungen auf die allgemeine wirtschaftliche Lage. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2020 waren gering. Als allgemeines Ri- siko ist weiterhin der durch Wettbewerbstätigkeit bedingte, anhaltend hohe Preisdruck, insbesondere im Großkundenbereich, zu sehen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die in der Muttergesellschaft BRUNATA für 2021 geplanten Wachstumsmaßnahmen werden in der METRONA zu einer stabilen Umsatz- und Ertragsentwicklung führen. Insgesamt erwartet METRONA für das Folgejahr 2021 ein deutlich positives, über dem Niveau des Jahres 2020 liegendes Ergebnis. 82 BRUNATA-METRONA GmbH Anschrift Max-Planck-Str. 2 50354 Hürth Kontakt 02233 50-0 www.brunata-metrona.de Gründung 1953, GEW-Beteiligung seit 1997 Handelsregister HRB 88488, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil GEW Köln AG 100,0% Unternehmensgegenstand Sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zusammenhang mit der Abrechnung von Energie, insbesondere Wärme. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Oliver Geer Herr Norbert Rolf Aufsichtsrat Herr Achim Südmeier (Vorsitzender) Herr Norbert Kasten Herr Norbert Graefrath (stellv. Vorsitzender) Frau Annemarie Kurth-Schäfer Herr Dr. Andreas Cerbe Herr Holger Marian Herr Dieter Hassel Herr Dr. Nils Helge Schlieben Herr Wolfgang Herde Frau Ursula Schlömer Frau Sabine Huerth Herr Dr. Dieter Steinkamp Herr Sven Kaske Herr Karl-Heinz Walter 83 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesell- schaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil METRONA GmbH, Hürth 100,0% BRUNATA-METRONA FINANCE LUX S. a. r. l., Nospelt/Luxemburg 1,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 119.028,4 121.083,8 125.389,7 Jahresergebnis 24.429,8 23.245,0 23.548,9 Eigenkapital 16.926,7 16.926,7 16.926,7 Bilanzsumme 71.636,5 76.635.2 78.547,9 Investitionen (incl. METRONA GmbH) 27.556,0 27.037,0 29.897,0 Verbindlichkeiten 29.204,2 29.350,2 30.645,4 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) 548 562 569 Wirtschaftliche Lage Kerngeschäft der BRUNATA ist die regelmäßig e Durchführung von Verbrauchsabrech- nungen nach den Bestimmungen der Heizkostenverordnung, die Erbringung von Dienst- leistungen zur nachhaltigen Einsparung von Heizenergie und das Angebot zur Ausstat- tung von Gebäuden mit entsprechenden Messgeräten. Ergänzend dazu trägt BRUNATA mit weiteren Servicedienstleistungen wie der Ausstattung, Prüfung und Wartung von Rauchmeldern und die Prüfung von Trinkwasser zur Vermeidung von Legionellenrisiken durch akkreditierte Wasserlabore zum Schutz der Sicherheit von Be- wohnern in Immobilien bei. 84 Wirtschaftliche Lage Relevanter Markt Der für BRUNATA relevante Markt umfasst insbesondere Gebäude mit 3 oder mehr Wohnungen. Die Anzahl der Neubaugenehmigungen für solche Wohngebäude lag in den für BRUNATA relevanten Bundesländern in 2019 – und damit als Marktvolumen in 2020 wirksam – bei rund 7.800 Gebäuden bzw. 80.000 Wohnungen, was eine Erhö- hung um rund 200 Gebäude bzw. 4.000 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr darstellt. Der Markt für Wärmemessdienstleistungen ist in Deutschland vollständig erschlossen und verteilt. Weitere Marktanteile können deshalb, außerhalb des durch Neubau zu- sätzlich entstehenden Marktvolumens, nur durch Verdrängung anderer Marktteilneh- mer gewonnen werden. Dies führt zu erheblichem Wettbewerbsdruck und daraus fol- gend – insbesondere im Großkundenbereich – zu tendenziell rückläufigen Preisen. Geschäftsverlauf 2020 Im Geschäftsjahr 2020 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 125,4 Mio. € erreicht, womit der Vorjahreswert um 4,3 Mio. € überschritten wurde. Erlössteigerungen wurden hier- bei insbesondere im Kerngeschäft durch Erhöhungen der Erlöse aus dem Abrech- nungs- und dem Vermietungsgeschäft um 2,2 Mio. € bzw. 1,2 Mio. € erreicht. Einher- gehend mit den vorgenommenen Umwandlungen von Handelsvertretungen in Nieder- lassungen, sind die Aufwendungen für bezogene Ablese- und Montageleistungen wei- ter gesunken und Personalaufwendungen entsprechend gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Investitionen in die im Vermietungsgeschäft eingesetzten Messge- räte führten zu erhöhten Abschreibungen. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 23,5 Mio. € erzielt, womit der Vorjahres- wert um 0,3 Mio. € überschritten wurde. Chancen und Risiken Die Gesellschaft verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem und ist zusätzlich einge- bunden in das Risikofrüherkennungssystem der GEW. Unverändert fortgeschrieben wird ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundeskartellamt durch- geführten Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergebnis wurde kein marktmissbräuchliches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfehlungen an den Gesetzgeber gegeben, die auf eine Stärkung des Wettbewerbs abzielen. Deren Um- setzung könnte zu erhöhtem Preisdruck am Markt führen. Als weiteres unverändert fortbestehendes Risiko wurde in 2018 ein zwischen den drei BRUNATA-Gesellschaften in München, Hamburg sowie Hürth und der Minol-Zenner Gruppe geführter Marken- rechtstreit über die Nutzung der Marke „Brunata“ identifiziert. Neu aufgenommen wurde 85 Wirtschaftliche Lage in 2020 ein Risiko aus der Verbreitung des COVID-19-Virus und den daraus resultie- renden restriktiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Diese in Art und Umfang au- ßergewöhnlichen Umstände haben direkte und indirekte Auswirkungen auf die allge- meine wirtschaftliche Lage. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Ge- schäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2020 waren gering. Als allgemeines Risiko ist weiterhin der durch Wettbewerbstätigkeit bedingte, anhaltend hohe Preisdruck, insbe- sondere im Großkundenbereich, zu sehen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Zur Absicherung des Kerngeschäftes stellt BRUNATA, auch zusammen mit den BRUNATA-Gesellschaften in München und Hamburg, strategische Überlegungen zur Geschäftsausweitung an, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. Ins- gesamt erwartet BRUNATA für das Folgejahr 2021 einen weiterhin positiven Ge- schäftsverlauf und ein deutlich positiven, leicht unter dem Niveau des Jahres 2020 lie- gendes Ergebnis vor Ergebnisabführung. Bestandsgefährdende Risiken sind für BRUNATA derzeit nicht zu erkennen. 86 Kölner Verkehrs-Betriebe AG Anschrift Scheidtweilerstr. 38 50933 Köln Kontakt 0221 - 547 - 0 www.kvb.koeln Gründung 1960 Handelsregister HRB 2130, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 10,0% Stadtwerke Köln GmbH 90,0% Unternehmensgegenstand Unternehmensgegenstand ist die Bedienung des öffentlichen Verkehrs. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des benannten Gesellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sic h zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die ih- ren Zwecken dienlich oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiligen und solche Unternehmen erwerben oder errichten. Organe der Gesellschaft Vorstand Aufsichtsrat Hauptversammlung Geschäftsführung Frau Stefanie Haaks Herr Jörn Schwarze Herr Peter Densborn Herr Dr. Schaffer (ab 01.09.2020) Aufsichtsrat Herr Wilfried Kuckelkorn (bis 22.12.2020) Frau Mira Ball Herr Marco Steinborn (stellv. Vorsitzender, Betriebsratsvorsit- zender) Frau Andrea Blome 87 Frau Helga Blömer-Frerker, (bis 22.12.2020) Herr Ralf Finkensieper Herr Detlef Friesenhahn Herr Markus Fürst-Reichelt Frau Teresa De Bellis-Olinger (seit dem 22.12.2020) Herr Daniel Kolle Herr Dirk Michel (bis zum 22.12.2020) Herr Frank Michael Munkler Herr Michael Nettesheim Herr Horst Noack (bis zum 22.12.2020) Herr Thomas Oberwinter Herr Andreas Pöttgen (bis zum 22.12.2020) Herr Ralph Sterck, Herr Michael Weisenstein (bis zum 22.12.2020) Herr Stefan Weyers Herr Andreas Wolter Herr Lino Hammer (seit dem 22.12.2020) Eric Haeming (seit dem 22.12.2020) Herr Mike Homann (seit dem 22.12.2020) Frau Christiane Jäger (seit dem 22.12.2020) Dr. David Lutz (seit dem 22.12.2020) Güldane Tokyürek (seit dem 22.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH, Köln 100,0% Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen, Köln 100,0% KSV – Kölner Schulbusverkehr GmbH, Köln 51,0% Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth 51,0% Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH, Köln 25,5% VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, Köln, Kommanditanteil 10,1% Beka GmbH 0,3% 88 Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Gewährte Darlehen zum 31.12. 24.656,8 Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 238.232,2 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 741.492,8 768.718,4 875.498,3 Immaterielle Vermögensgegenstände 6.546,7 7.249,2 7.981,4 Sachanlagen 728.245,7 755.116,09 861.410,4 Finanzanlagen 6.700,4 6.353,1 6.106,5 Umlaufvermögen 194.108,8 262.434,4 156.169,9 Vorräte 29.354,2 31.644,2 31.582,1 Forderungen und sonst. VG 162.636,9 228.795,5 119.553,3 Wertpapiere 24.538,4 28.108,5 Liquide Mittel 2.117,7 1.994,7 1.775,8 Rechnungsabgrenzungsposten 3.471,9 2.850,7 3.258,7 Summe Aktiva 939.073,5 1.034.003,5 1.031.668,2 Passiva Eigenkapital 328.455,8 347.043,8 365.775,5 Gezeichnetes Kapital 78.300,0 78.300,0 78.300,0 Kapitalrücklage 249.992,8 268.580,7 287.312,4 Gewinnrücklage 163,1 163,1 163,1 Sonderposten 47.104,2 53.131,9 85.573,3 Rückstellungen 119.081,5 124.147,6 137.774,5 Verbindlichkeiten 440.487,0 505.991,4 440.391,9 Rechnungsabgrenzungsposten 3.944,9 3.688,8 2.153,0 Summe Passiva 939.073,5 1.034.003,5 1.031.668,2 89 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 293.075,9 307.074,9 258.581,4 Umsatzerlöse 288.029,5 299.399,5 250.756,4 Bestandsveränderungen -28,0 -71,9 -847,9 andere aktivierte Eigenleistungen 5.074,6 7.747,3 8.672,9 Sonstige betriebliche Erträge 47.393,0 47.998,4 102.616,7 Betriebsleistung 340.469,1 355.073,3 361.198,1 Betriebsaufwand 417.165,2 441.134,0 459.598,1 Materialaufwand 134.320,2 144.107,9 153.759,6 Personalaufwand 209.978,9 224.257,9 234.357,3 Abschreibungen 40.182,6 40.137,2 41.454,2 Erfolgsunabhängige Steuern 362,8 323,4 306,0 Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.320,7 32.307,6 29.721,0 Betriebsergebnis -76.697,0 -86.059,0 -98.400,0 Finanzergebnis -13.800,1 -13.925,5 Erträge aus Beteiligungen 1.164,9 1.068,8 1.038,0 Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 42,0 34,5 20,0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60,5 60,3 58,2 Abschreibungen auf Finanzanlagen 18,0 20,6 5,5 Aufwendungen aus Verlustübernahme 725,4 65,6 -320,4 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.324,1 15.000,9 12.314,6 Zinsen und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 0,0 0,0 Sonstige Steuern 362,8 323,4 305,9 Jahresergebnis (vor Verlustausgleich) -90.496,2 -99.984,2 -109.924,5 Erträge aus Verlustübernahme 90.496,2 99.984,2 109.924,5 Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0 90 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität (%) 79,0% 74,3% 84,9% Abschreibungsquote (%) 5,5% 5,3% 4,8% Investitionen (T€) 77.901,0 83.623,0 163.752,0 Investitionsquote (%) 10,5% 10,9% 18,7% Eigenkapitalquote (%) 35,0% 33,6% 35,5% Pensionsverpflichtungen (T€) 70.729,9 75.513,1 78.713,3 Bankverbindlichkeiten (T€) 373.276,9 382.743,2 352.332,8 Veränderung Verschuldung (T€) 16.472,3 65.504,5 -65.599,5 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) -8,1% -8,2% -9,5% Rohertrag (T€) 158.755,7 162.967,0 104.821,7 EBIT (T€) -74.747,0 -84.868,4 -97.017,5 EBITDA (T€) -32.840,4 -43.271,2 -53.800,3 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 3.388 3.536 3725 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 62,0 63,4 62,9 Wirtschaftlichen Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Unternehmensgegenstand der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), Köln, ist gemäß § 3 der Unternehmenssatzung die Bedienung des öffentlichen Verkehrs. Die KVB befördert Personen in Köln und auf abgehenden Linien im Umland mit Omnibussen und Stadt- bahnen. Sie übernimmt damit gemeinsam mit anderen Unternehmen aus dem Ver- kehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS) die notwendige Aufgabe einer allgemeinen, flä- chendeckenden Daseinsvorsorge des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für die Bevölkerung des Kölner Stadtgebietes sowie des näheren Umlandes. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der deutschen Konjunktur war – wie die ganze Weltwirtschaft – im Ge- schäftsjahr 2020 geprägt von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Angesichts massiver Einschränkungen des Wirtschaftslebens infolge staatlicher Maßnahmen zur Krisenbewältigung sanken die Fahrgastzahlen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) 91 Wirtschaftlichen Lage kurzzeitig auf rund 80 % des Normalniveaus. Nach einer kurzzeitigen Anpassung des Fahrplans mit einer geringeren Taktung kehrte die KVB zum normalen Fahrplan mit reduziertem Abendangebot zurück u nd ab dem 11. Mai 2020 wieder zum regulären Fahrplan. Mit Beginn der Schulzeit nach den Herbstferien sorgten zusätzliche Verstärkungsfahrten dafür, dass die vorgeschriebenen Abstandsregeln eingehalten werden können. Während zweier deutschlandweiter Lockdow ns im Frühjahr und Herbst/Winter hat die KVB ihre Bus- und Bahnangebote aufrechterhalten, um die Mobi- lität von Menschen in systemrelevanten Berufen und die Mindestabstände in den Fahr- zeugen sicherzustellen. Dies ist ihr vor allem deshalb gelungen, weil die KVB durch die frühzeitige Einrichtung eines internen Krisenstabes mit umfangreichen Schutzvorkeh- rungen dafür gesorgt hat, dass das Infektionsniveau innerhalb der KVB kontinuierlich auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden konnte. Vor diesem Hintergrund konnte die KVB während der Krise aufgrund der politisch gewünschten Aufrechterhaltung des An- gebotes kaum Kosteneinsparungen realisieren, es fielen im Gegenzug sogar weitere Kosten für die Sicherstellung der Covid-Schutzmaßnahmen an. Relevante Märkte Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben die Unterneh- men des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonennah- verkehrs (SPNV) im vergangenen Jahr hart getroffen Um allen Bürgerinnen und Bür- gern, die auch während der Pandemie auf einen funktionierenden und möglichst siche- ren ÖPNV angewiesen waren, gerecht zu werden, fuhren die Bus - und Bahnunterneh- men seit März 2020 trotz Fahrgastrückgängen von teilweise bis zu 80 % fast 100 % ihres Angebots. Geschäftsverlauf 2020 Insgesamt wies die KVB im aktuellen Geschäftsjahr – vor organschaftlichem Verlust- ausgleich durch den Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH (SWK), Köln – ein Unter- nehmensergebnis von -109,9 Mio. € (Vorjahr -100,0 Mio. €) aus. Dies wurde insbeson- dere durch die Zuwendu ngen aus dem von der Bundesregierung beschlossenen „ÖPNV-Rettungsschirm“ zur Abmilderung der Belastungen infolge der Covid-19-Pande- mie in Höhe von 45,6 Mio. € beeinflusst. Das Planergebnis in Höhe von -104,7 Mio. € konnte nicht erreicht werden. 92 Wirtschaftlichen Lage Chancen und Risiken Der weitere Verlauf der Fahrgastentwicklung und der Fahrgelderlöse ließ sich aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlus- ses 2020 noch nicht absehen. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Der strategische Schwerpunkt der KVB liegt darauf, die Mobilitätswende und ein damit verbundenes Fahrgastwachstum zu erreichen. Der Ausbau der Infrastruktur und die ge- nerelle Ausweitung der bestehenden Angebote sind die zentralen Aspekte. Hierfür ist es zwingend notwendig, den ÖPNV für die Kunden deutlich attraktiver und zuverlässiger auszugestalten sowie ausreichende Kapazitäten für steigende Fahrgast- zahlen zu schaffen. Bereits im Jahr 2015 vergab die KVB den Auftrag über die Lieferung 20 moderner Hochflur-Stadtbahnwagen der Baureihe HF6. Im Geschäftsjahr 2020 sind die ersten bestellten Stadtbahnwagen eingetroffen und weitere sieben neue Stadtbahn- wagen wurden bestellt. Daneben erfolgte zur Erweiterung und Modernisierung des Köl- ner ÖPNV im November des Geschäftsjahres 2020 die Vergabe von 62 modernen Nie- derflur-Stadtbahnen mit einer Länge von rund 60 Metern (sogenannte „Langzüge“) so- wie zwei rund 30 Meter langen Niederflurfahrzeugen zur Ausweitung der neuen Flotte. Daneben wird angestrebt, den gesamten Busbetrieb bis zum Jahr 2030 auf Elektrofahr- zeuge umzustellen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der städti- schen Klimaschutzziele zu leisten. Dazu wurden im Geschäftsjahr 2020 die ersten be- stellten 53 E-Busse plangemäß ausgeliefert. Parallel wurde Ende März 2021 ein weite- rer Auftrag zur Beschaffung von 51 E-Gelenkbussen erteilt. Darüber hinaus sind die Erweiterung der KVB -Rad-Flotte und die damit verbundene Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet vorgesehen. Im Geschäftsjahr 2020 verzeich- nete die KVB mehr als 162.000 Kunden des KVB-Rades. Im Bereich der Digitalisierung liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung der KVB -App, deren Anbindung an eine bundesweite Mobilitätsplattform sowie auf der Vernetzung mit Sharing-Diensten. In diesem Zusammenha ng sind ebenfalls Beteiligungen an Mobility Hubs und Quartierskonzepten geplant, um den Kunden an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet ein vielseitiges und abgestimmtes Angebot von Mobilitätsdiensten zur Ver- fügung zu stellen. Zusätzlich erprobt die KVB neue Mobilitätsformen und hat zu diesem Zweck ein „On-Demand-Angebot“ eingerichtet. 93 Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH Anschrift Riehler Str. 180 50735 Köln Kontakt 0221 - 547 - 4183 www.koelner-seilbahn.de Gründung 1956 Handelsregister HRB 60, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,0% Unternehmensgegenstand Bau und Betrieb einer Seilschwebebahn über den Rhein und einer Kleinkabinenseilbahn im Rheinpark der Stadt Köln sowie von Nebenbetrieben, die mit den Seilbahnen im Zu- sammenhang stehen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Thomas Miebach (bis 31.03.2020) Herr Martin Süß (ab 01.04.2020) Frau Sonja Lorsy Aufsichtsrat Keiner Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 94 Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 77,2 1.292,2 936,7 Jahresergebnis -712,8 -51,7 - 306,4 Eigenkapital 1.700,0 1.700,0 1.700,0 Bilanzsumme 2.367,3 1.775,6 1.872,7 Investitionen 56,5 256,1 79,0 Verbindlichkeiten 74,3 8,7 141,8 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 5 Wirtschaftliche Lage Gegenstand der Seilbahn ist gemäß § 3 der Unternehmenssatzung der Bau und der Be- trieb einer Seilschwebebahn über den Rhein sowie die Unterhaltung von Nebenbetr ie- ben, die mit der Seilbahn im Zusammenhang stehen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Am 11. März 2020 erklärte die WHO die durch den Virus SARS -COV-2 (Coronavirus) ausgelöste Krankheit zur weltweiten Pandemie. Zum 16. März 2020 wurden einschnei- dende Maßnahmen im öffentlichen Leben zur Vermeidung sozialer Kontakte verhängt, weshalb die Seilbahn nicht zum geplanten Saisonstart, sondern unter Auflagen und Ein- schränkungen erst Mitte Mai in Betrieb gehen konnte. Die Saison endete am 01. Novem- ber 2020. Damit wur de die Saison 2020 aufgrund der Coronavorschriften verspätet be- gonnen und vorzeitig beendet. Auch die zum Ausgleich geplanten Fahrten an den Ad- ventswochenenden entfielen. Dies führte – bei gleichbleibenden Fixkosten und entstan- denen Mehrkosten durch Schut zmaßnahmen – zu erheblichen Mindereinnahmen und damit zu einer Belastung des Geschäftsjahresergebnisses. Relevante Märkte Die öffentliche Personenbeförderung über den Rhein, die insbesondere für die Zoo- und Thermenbesucher eine echte Alternative zum Fährbetrieb sowie zum Bus- und Bahn- 95 Wirtschaftliche Lage transport darstellt, tritt bei der großen Masse der Fahrgäste jedoch angesichts des über- wiegenden Freizeitcharakters eher in den Hintergrund. Für die Mehrzahl der Kölner Bür- ger und der Touristen ist die Seilbahnfahrt, mit der Zoo/Aquarium und Flora linksrheinisch sowie Rheinpark und Claudius-Therme rechtsrheinisch direkt verbunden werden, Teil ih- res Naherholungs- und Freizeitprogramms bzw. ihres Besuchsprogramms. Geschäftsverlauf 2020 Durch die coronabedingten Betriebsunte rbrechungen erhöhte sich der Jahresfehl betrag von 51,7 T€ im Vorjahr auf 306,5 T€ im Geschäftsjahr. Bei einer Verminderung der Er- träge in Höhe von 344,0 T€ und höheren Aufwendungen von 89,2 T€ verschlechterte sich das Unternehmensergebnis um insgesamt 254,8 T€. Gemäß dem bestehenden Organ- schaftsvertrag mit Ergebnisausschlussvereinbarung wird der Verlust von der Kölner Ver- kehrs-Betriebe AG übernommen. Chancen und Risiken Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere in einer weiteren Stabilisierung der Fahrgastzahlen auf vorherigem Niveau durch Verstärkung der Eventaktionen, wie z.B. vermehrte Nachtfahrten der Seilbahn oder Ausweitungen weiterer attraktiver Sonderfahr- ten. Bedingt durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie besteht weiterhin das Ri- siko einer Einschränkung der Leistungen mit daraus resultierende n Mindereinnahmen und ggf. Mehrkosten durch Schutzmaßnahmen. Unter den Risiken der zukünftigen Ent- wicklung sind insbesondere die möglichen witterungsbedingten Gefahren hervorzuhe- ben, die direkten Einfluss auf den Umfang des Geschäftsbetriebes nehmen können . Diese können zu einer moderaten negativen Auswirkung auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage führen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Zur Vorbeugung möglicher Umsatzausfälle werden gezielt Aktionen beworben, die den Betrieb auch bei mäßiger Witterung lukrativ gestalten. Technischen Ausfällen wird durch hohen Standard und regelmäßige Überprüfung und Wartung der Anlagen vorgebeugt. 96 Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen Anschrift Scheidtweilerstraße 38 50933 Köln Kontakt 0221 - 547 - 3600 Gründung 2006 Handelsregister HRB 58377, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand ist die Planung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf Strecken im Verkehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt in Köln haben müssen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Peter Hofmann Herr Jörn Schwarze Aufsichtsrat Keinen Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine 97 Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 0,5 0,0 0,0 Jahresergebnis -12,6 -13,9 -13,9 Eigenkapital 200,0 200,0 200,0 Bilanzsumme 207,4 207,7 207,8 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 0,0 0,1 0,0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Unternehmensgegenstand der Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen (West- igo) mit Sitz in Köln ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages die Planung und Durc h- führung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf Strecken im Ver- kehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt in Köln haben müssen. Hierdurch soll die intensive Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auch im SPNV- Bereich unterstützt werden, um so den Individualverkehr von und nach Köln zur reduzie- ren. Die Geschäftstätigkeit der Westigo wurde in 2010 eingestellt und die Gesellschaft personallos gestellt. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die alleinige Gesellschafterin Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln (KVB), beschloss Ende 2009, dass sich die Westigo nicht mehr an Ausschreibungen von SPNV-Betriebsleistun- gen beteiligen wird und das operative Geschäft einstellt. Das Jahr 2020 war geprägt von den Folgen der Corona -Pandemie und den damit ein- hergehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Relevante Märkte Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben die Unterneh- men des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im vergangenen Jahr hart getroffen Um allen Bürgerinne n und Bürgern, die auch während der Pandemie auf eine funktio- nierende und möglichst sichere Mobilität angewiesen waren, gerecht zu werden, fuhren die Bus- und Bahnunternehmen seit März 2020 trotz Fahrgastrückgängen von teilweise bis zu 80 % fast 100 % ihres Angebots. 98 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Nach der Anpassung der Mietverträge zum 1. Januar 2012 wurden - wie im Vorjahr - keine Umsatzerlöse aus der Vermietung des von der Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln (HGK), zur Herstellung der Traktionsfähigkeit angemieteten Triebfahrzeugs erzielt. Ebenso bestehen danach für den Mieter Westigo keine Zahlungsverpflichtungen, so- lange sich der Vertragsgegenstand im Besitz der HGK befindet. Dies war in den Ge- schäftsjahren 2019 und 2020 der Fall. Da die Gesellschaft zudem Anf ang 2010 perso- nallos gestellt wurde, fallen seit 2011 auch keine Personalaufwendungen mehr an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Beiträge und Prü- fungskosten. Die Bilanzsumme lag unverändert bei 208 T€. Die Aktivseite ist wesentlich geprägt von den Forderungen gegen die Stadtwerke Köln GmbH, Köln (SWK), aus dem Verrechnungskonto von 184 T€ (2019: 183 T€) sowie gegen die Gesellschafterin KVB von 14 T€ (2019: 14 T€) aus der organschaftlichen Verlustübernahme. Das Cash - und Liquiditätsmanagement ist per Geschäftsbesorgungsvertrag der Muttergesellschaft KVB übertragen und wird im Rahmen des SWK Konzerns über das konzerninterne Cash - Pool-Verfahren mittels eines Verrechnungs kontos durchgeführt. Dies reduziert die An- zahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß und stellt gleichzeitig die jederzeitige Liquidität des Unternehmens sicher. Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital unver- ändert 200 T€. Daneben sind Rückstellungen in Höhe von 8 T€ (2019: 8 T€) ausgewie- sen. Chancen und Risiken Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine gefährdenden Risiken bekannt. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Eine Wiederaufnahme des operativen Geschäfts ist derzeit nicht beabsichtigt. Die Ge- sellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2021 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 14 T€. 99 KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH Anschrift Friedrich-Karl-Str. 261 50735 Köln Kontakt 0221 - 547 - 3828 Gründung 2007 Handelsregister HRB 60027, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,0% IG Kölner Busunternehmen GmbH 49,0% Unternehmensgegenstand Die Durchführung von Schülerspezialverkehren und die Beförderung von Schülern mit Bussen im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Volker Heinsch (ab 01.01.2020) Herr Wilfried Wolters Aufsichtsrat Keiner Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Jahresabschlussprüfung Probare GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine 100 Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 6.844,2 7.149,2 5.086,0 Jahresergebnis 802,4 654,4 396,4 Eigenkapital 902,4 754,4 496,4 Bilanzsumme 2.321,0 2.493,0 1.591,8 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 1.072,9 1.263,9 1.070,8 Beschäftigte im Jahresdurch- schnitt 0,0 0,0 0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die KSV – Kölner Schulbusverkehr GmbH wurde zur Organisation und Durchführung von Schülerspezialverkehren und der Beförderung von Schülern mit Bussen im Kölner Stadtgebiet gegründet. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren aufgrund der Corona-Pandemie völlig anders als im Vorjahr. Reise - und Gelegenheitsverkehre kamen ab dem zweiten Quartal 2020 völlig zum Erliegen. Auch die Beförderungen im Schülerspezialverkehr wurden ab dem Sommer 2020 in weiten Teilen eingestellt. Relevante Märkte Im Rahmen des Schülerspezialverkehrs mit Bussen handelt es sich um Beförderungen von Schüler/innen für alle Schulformen. Unterschieden werden hier Schulbus -, Schwimm-, Sport- und Sonderfahrten. Die Beförderung erfolgt im Gebiet des Verkehrs- verbundes Rhein-Sieg. Bei den zu befördernden Schüler/innen handelt es sich vorwiegend um Kinder mit schweren, meist mehrfachen Behinderungen (z.B. körperliche und geistige Behinde- rung), die eine besondere Sensibilität erforderlich machten. Geschäftsverlauf 2020 Die Gesellschaft schließt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 396 T€ ab (Vorjahr: 654 T€). Die Umsatzerlöse betrugen 5.828 T€ (Vorjahr: 7.149 T€; -18,5 %). Der Materialaufwand lag bei 5.086 T€ (Vorjahr: 6.003 T€; -15,3 %), 101 Wirtschaftliche Lage der Personalaufwand bei unverändert 24 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendun- gen in Höhe von 125 T€ (Vorjahr: 155 T€) setzten sich insbesondere aus Aufwendun- gen für die Geschäftsbesorgung durch die KVB und Gestellung von Personal zusam- men. Die Bilanzsumme hat sich im dargestellten Zeitraum um 36,1 % auf 1.592 T€ (Vorjahr: 2.493 T€) reduziert. Da die Gesellschaft kein Anlagevermögen besitzt, setzen sich die Aktiva lediglich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (474 T€, Vor- jahr: 498 T€) und liquiden Mitteln (1.118 T€, Vorjahr: 1.995 T€) zusammen. Auf der Pas- sivseite werden das Eigenkapital (496 T€, Vorjahr: 754 T€), Steuerrückstellungen (0 T€, Vorjahr: 478 T€), die Rückstellungen – für Jahresabschlusskosten – (25 T€, Vorjahr: 24 T€) und die Verbindlichkeiten (1.071 T€, Vorjahr: 1.237 T€) geführt. Chancen und Risiken Als wesentliches ertrags- und finanzwirtschaftliches Risiko werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Durchführung des Schülerspezialverkehrs gesehen. Die mit der Stadt Köln vereinbarten Stützungsmaßnahmen tragen zur Stabilisierung der Nach- unternehmer bei. Chancen sieht die Geschäftsführung in der neuen Ausschreibung der Schülerspezialver- kehre durch die Stadt Köln. Bei Zuschlag ist das Geschäftsmodell für die nächsten vier Jahre gesichert. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die KSV hat die Ausschreibung in 2021 gewonnen und somit ist bis Ende des Schuljah- res 2024/2025 die Fortführung des Auftrages gewährleistet. 102 DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH Anschrift Robert-Perthel-Str. 79 50739 Köln Kontakt 0221- 9544420 www.dks-koeln.de Gründung 1970 Handelsregister HRB 4521, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Siemens Mobility GmbH 49,0% Häfen- und Güterverkehr Köln AG 25,5% Kölner Verkehrs-Betriebe AG 25,5% Unternehmensgegenstand Die Planung, der Bau und Vertrieb sowie der Betrieb und die Instandhaltung von Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regionalverkehr. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Ralf Kochs Herr Christian Döring Aufsichtsrat Herr Jörn Schwarze (Vorsitzender) Herr Manfred Fuhg (Vorsitzender) Herr Johannes Emmelheinz (stellv. Vorsitzender) Herr Uwe Wedig (stellv. Vorsitzender) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln 103 Jahresabschlussprüfung DORNBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 4.613,9 5.201,7 8.175,0 Jahresergebnis 857,2 936,7 1.576,0 Eigenkapital 1.803,3 1.882,9 2.522,2 Bilanzsumme 3.898,3 3.804,7 4.836,7 Investitionen 61,7 61,7 53,0 Verbindlichkeiten 789,6 609,8 647,1 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17,25 19,75 19,0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt - und Regio- nalverkehrs mbH, Köln, beschäftigt sich mit Planung, Bau und Vertrieb sowie Betrieb und Instandhaltung von Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regionalverkehr. Sie ist ein verbundenes Unternehmen der Stadtwerke Köln GmbH, Köln. Relevante Märkte Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist eine attraktive Alternative und Ergänzung zum Individualverkehr. Im Rahmen zunehmend geforderter Maßnahmen zu Verkehrsbe- ruhigung spielt er heute nicht nur eine entscheidende Rolle für den Umweltschutz, son- dern auch für eine nachhaltige Steigerung der Lebensqualität. Die DKS GmbH entwickelt und fertigt Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regio- nalverkehr und unterstützt somit die Sicherheit der Fahrgäste – eine Grundvoraussetzung für den erfolgreichen ÖPNV. Die Kernkompetenz der DKS GmbH liegt in der Planung, Entwicklung, Fertigung und War- tung von Kommunikations- und Videoanlagen für den ÖPNV. 104 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Der Umsatz des Geschäftsjahres betrug 7.795 T€ (VJ 5.108 T€) und liegt sehr deutlich über dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang im GJ 2019/20 konnte mit 13.331 T€ (VJ 8.090 T€) um rund 65% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die größten Einzelaufträge betrafen die Liefe- rungen und Leistungen zur Migration der nachrichtentechnischen Ausrüstung der Kölner Verkehrs-Betriebe AG über die Trapeze Switzerland GmbH sowie die Lieferung von Vi- deosystemen und Komponenten an den Fahrzeughersteller Siemens. Der Materialaufwand liegt mit 3.487 T€ sehr deutlich über dem Vorjahresniveau von 2.088 T€. Die Materialaufwandsquote ist mit 43 % gegenüber dem Vorjahr (VJ 40 %) na- hezu unverändert. Der Personalaufwand liegt mit 1.737 T€ leicht über dem Vorjahresniveau (1.620 T€). We- sentlicher Grund hierfür war geplanter Kapazitätsaufbau. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 2.347 T€ (VJ 1.406 T€) und konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Wesentlicher Grund hierfür die deutliche Steige- rung des Umsatzvolumens. Als Jahresüberschuss wurden 1.576 T€ (VJ 937 T€) erwirt- schaftet. Die Gesellschaft bildet im technischen Bereich zwei Mitarbeiter aus. Chancen und Risiken Bezüglich der möglichen Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus (SARS -CoV-2) sind auch bedeutsame Umfeld - und Branchenrisiken mit entsprechenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht auszuschließen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Der Auftragsbestand am 30. September 2020 liegt mit 16.349 T€ historisch hoch und sehr deutlich über dem Vorjahresniveau (10.902 T€). Der aktuelle Auftragsbestand entspricht rechnerisch einer Reichweite von etwa 25 Monaten, tatsächlich sollen jedoch etwa 70 % dieses Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2020/21 bereit s zu Umsatz werden. Zur Um- satzrealisierung aus dem gestiegenen Auftragsbestand ist eine weitere Kapazitäts erhö- hung im kommenden Geschäftsjahr geplant. Beim Auftragseingang erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020/21 einen deutlichen Rückgang. Aufgrund des deutlich wachsenden Umsatzes erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020/21 auch eine leichte Ergebnissteige- rung. 105 Schilling Omnibusverkehr GmbH Anschrift Bonnstr. 260 50354 Hürth Kontakt 0223 - 79000 www.schillinggruppe.de Gründung 2005 Handelsregis- ter HRB 56620, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Brigitte Kläs 19,4% Karl Kläs, 18,6% Marcel Kläs 11,0% Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand ist die Beförderung von Personen mit Bussen im öffentlichen Nahverkehr. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Karl-Joachim Kläs Herr Karl Schroeteler Aufsichtsrat Keiner Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung heun + schmidt GmbH, Aachen 106 Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil K-B-S Busreisen GmbH 100,0% K.R.B.-Busreisen GmbH 100,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 15.798,0 11.625,8 11.696,7 Jahresergebnis 1.164,8 1.212,1 1.867,9 Eigenkapital 3.877,3 4.224,5 5.180,3 Bilanzsumme 10.714,6 10.987,1 11.354,1 Investitionen 243,1 357,8 95,0 Verbindlichkeiten 6.110,0 6.034,1 5.351,4 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17 17 18 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Beförderung von Personen mit Bus- sen im öffentlichen Nahverkehr. Als Tochtergesellschaft der KVB befördert die Schilling- gruppe Personen in Köln und auf abgehenden Linien mit Omnibussen. Die Schill ing- gruppe besteht aus der Schilling Omnibusverkehr GmbH mit den Tochterunternehmen K-B-S Busreisen GmbH und K.R.B.-Busreisen GmbH. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2020 ist durch die Corona -Pandemie völlig anders verlaufen als er- wartet. Gesamtwirtschaftlich hat es nach Jahrzehnten des Wachstums erstmals eine schrumpfende Wirtschaftskraft gegeben. Das Jahr war von verschiedenen Phasen wirt- schaftlicher und persönlicher Einschränkungen geprägt. Für die gesamte ÖPNV -Bran- che hat der Bund einen Rettungsschirm beschlossen, der über die Verkehrsverbünde an die beteiligten Unternehmen zu leistende finanzielle Ausgleichsmaßnahmen vorsah. Auch die KVB AG als Mehrheitsgesellschafter hat davon profitiert. Mittelbar wurde hier- über auch die SOV als Tochterunternehmen mit einem ausreichenden Auftragsbestand abgesichert. 107 Wirtschaftliche Lage Relevante Märkte Die Schilling Gruppe ist ein Omnibustransportunternehmen und überwiegend als Dienst- leister für die Kölner Verkehrs Betriebe AG tätig. Daneben führen wir in geringem Um- fang Gelegenheitsverkehre für Reisegruppen und Schülerspezialverkehre der Region durch. Hauptkundensind die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) sowie die KSV Kölner Schulbusverkehr GmbH (KSV). Die am Standort vorhandene Infrastruktur wird in gerin- gem Umfang genu tzt, um Deckungsbeiträge zu generieren. Sowohl die KVB als auch die RVK nutzen den Betriebshof. Geschäftsverlauf 2020 Für das Jahr 2020 waren Leistungsanpassungen im Kölner Busnetz vorgesehen. Der Verlauf des ersten Quartals ließ zunächst auf ein stabiles, ausgeweitetes Geschäft schließen. Ab dem zweiten Quartal haben sich jedoch die Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie völlig verändert. Die Fahrgastzahlen im ÖPNV und damit die Fahr- gelderlöse sind eingebrochen. Der Reise - und Gelegenheitsverkehr kam völlig zum Er- liegen. Schließlich wurde der Schülerspezialverkehr ab Sommer 2020 in weiten Teilen eingestellt. Zudem wurden über Bund und Land Verstärkerfahrten auf stark ausgelaste- ten Linien subventioniert und für abgesagte Transporte im Schülerspezialverkehr gab es Ausfallentschädigungen. Chancen und Risiken Die Risiken aus der Corona-Pandemie sowie der daraus folgenden Konsequenzen für die Branche sind - wie die Entwicklungen aus der Energiewende - über die vertraglichen und gesellschaftsrechtlichen Bindu ngen zum Gesellschafter KVB AG abgesichert. Die tarifvertraglichen Entwicklungen beim NWO-Verband sowie das geänderte Marktumfeld sind durch die KVB AG bewertet und mitgetragen worden. Durch die Vereinbarung von Preisindices in den von der KVB beauftragten Leistungspaketen sind die wesentlichen ertragsorientierten Risiken abgesichert. Es wird zwar erwartet, dass die ÖPNV-Nachfrage erst 2023 wieder das Niveau von 2019 erreichen wird. Vor dem Hintergrund der Bedeutung des ÖPNV für die Verkehrs - und Energiewende wird jedoch von einer Fortführung der staatlichen Unterstützungsmaß- nahmen für den ÖPNV ausgegangen. Durch die enge Kooperation mit der KVB AG ist die Auftragslage abgesichert. Darüber hinaus wurde vereinbart, in 2021 die Werkstattgesellschaft MK Fahrzeu gservice GmbH & Co KG als GmbH in die Schilling-Gruppe zu integrieren und damit die Geschäftstätig- keit weiter zu stärken. 108 Wirtschaftliche Lage Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Kurzfristig ist nicht zu erwarten, dass die verschiedenen staatlichen Ebenen ihre Un ter- stützung der für die Infrastruktur wichtigen Branchen aufgeben. Mittelfristig bleibt abzu- warten, auf welches Niveau sich Nachfrage und Angebot an ÖPNV -Leistungen sowie die finanzielle Mittel nach der Pandemie einpendeln. Wesentliche Herausforderungen liegen in der Erneuerung des Omnibuswagenparks auf- grund der kommenden Umweltstandards in der Region Köln. Daher soll die Kooperation mit der KVB AG noch vertieft werden. Dabei stehen auch alternative Antriebsformen im Fokus. 109 Häfen und Güterverkehr Köln AG Anschrift Scheidtweilerstraße 4 50933 Köln Kontakt 0221 - 390 - 0 www.hgk.de Gründung 1992 Handelsregister HRB 22957, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadtwerke Köln GmbH 54,5% Stadt Köln 39,2% Rhein-Erft-Kreis 6,3% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Häfen und von öffentlichem und nicht öffentlichem Eisenbahn - und Binnenschifffahrtsverkehr und der Rheinfähre Köln -Lan- gel/Hitdorf sowie die Durchführung und Förderung aller Vorhaben, die damit im Zusam- menhang stehen. Organe der Gesellschaft Vorstand Aufsichtsrat Hauptversammlung Vorstand Herr Uwe Wedig (Vorstandsvorsitzender) Herr Wolfgang Birlin Aufsichtsrat Frau Susana dos Santos Herrmann (Vor- sitzende) Herr Martin Gawrisch Herr Dirk Michel (stellv. Vorsitzender) Herr Klaus Hebert-Okon Herr Michael Auer Herr Lukas Lorenz Herr Johannes Bortlisz-Dickhoff Herr Josef Henseler Herr Dirk Collin Herr Dr. David Lutz 110 Aufsichtsrat Herr Paul-Werner Diederichs Frau Teresa De Bellis-Olinger Frau Alexandra Engler Herr William Wolfgramm Herr Manfred Giesen Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH, Duisburg 100,0% HTAG Häfen und Transport AG, Duisburg 100,0% Rheinland Cargo Schweiz GmbH, Basel 100,0% HGK Shipping GmbH, Köln 100,0% CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land Service, Köln 77,5% KCG Knapsack Cargo GmbH, Hürth 77,0% RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss 50,0% RheinCargo Verwaltungs-GmbH, Neuss 50,0% Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH, Köln 50,0% RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln 26,0% DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH, Köln 25,5% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine 111 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 268.949,0 268.884,9 472.345,8 Immaterielle Vermögensgegenstände 629,3 695,6 1200,7 Sachanlagen 170.379,4 170.195,5 198.753,1 Finanzanlagen 97.940,2 97.993,8 272.392,0 Umlaufvermögen 30.349,6 38.444,3 23.743,4 Vorräte 4.247,2 4.169,1 4.692,0 Forderungen und sonst. VG 26.099,3 34.266,9 19.048,5 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 3,1 8,3 2,8 Rechnungsabgrenzungsposten 1.035,1 942,2 1.117,9 Summe Aktiva 300.333,7 308.271,3 497.207,2 Passiva Eigenkapital 97.399,2 103.399,2 108.799,2 Gezeichnetes Kapital 26.340,0 26.340,0 26.340,0 Kapitalrücklage 49.214,1 55.214,1 60.614,1 Gewinnrücklage 21.845,1 21.845,1 21.845,1 Bilanzergebnis 0,0 0,0 0,0 Sonderposten 33.071,7 29.908,3 28.814,5 Rückstellungen 42.700,8 45.023,4 48.723,2 Verbindlichkeiten 125.004,2 127.450,0 308.649,6 Rechnungsabgrenzungsposten 2.157,8 2.490,2 2.220,7 Summe Passiva 300.333,7 308.271,1 497.207,2 112 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 70.324,1 76.213,5 72.325,1 Umsatzerlöse 69.760,0 75.355,3 71.241,1 Bestandsveränderungen -83,8 3,1 240,1 andere aktivierte Eigenleistungen 648,0 855,1 843,9 Sonstige betriebliche Erträge 10.012,9 20.866,6 16.324,2 Betriebsleistung 80.337,1 97.080,2 88.649,3 Betriebsaufwand 75.128,1 89.695,8 82.608,5 Materialaufwand 14.540,0 14.272,2 13.449,8 Personalaufwand 45.219,4 49.993,5 48.272,6 Abschreibungen 9.068,8 9.261,9 9.263,8 Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.299,8 16.168,1 11.622,3 Betriebsergebnis 5.209,0 7.384,4 6.040,8 Finanzergebnis 3.085,6 3.434,0 4.745,4 Erträge aus Beteiligungen 1.022,2 3.143,1 3.393,8 Erträge aus Gewinnabführung 5.872,6 2.986,8 4.171,5 Erträge aus anderen Finanzanlagen 3,0 3,0 286,0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80,0 86,0 80,2 Abschreibungen auf Finanzanlagen 2,0 10,0 0,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.890,0 2.775,0 2.886,4 Aufwand aus Verlustübernahme 0,0 0,0 299,6 Auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9,4 61,3 56,4 Sonstige Steuern 437,4 467,4 472,2 Ausgleichszahlung gemäß § 304 AktG 51,1 357,0 357,0 Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.796,6 9.932,7 9.901,4 Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0 Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 89,6% 87,2% 95,0% Abschreibungsquote 5,3% 5,4% 4,6% Investitionen (T€) 31.090,0 37.927,0 221.804,0 113 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Investitionsquote 11,6% 14,1% 47,0% Eigenkapitalquote 32,4% 33,5% 21,9% Bankverbindlichkeiten (T€) 98.115,0 105.369,0 96.352,0 Veränderung Verschuldung (T€) -9.630,0 2.445,8 181.200,0 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 3,9% 4,2% 2,5% Rohertrag (T€) 55.784,1 61.941,3 58.876,1 EBIT (T€) 12.104,9 13.507,3 10.786,9 EBITDA (T€) 21.173,7 22.769,2 20.262,9 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 559 554 558 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 80,9 90,2 86,5 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Tochter- und Beteiligungsunternehmen der HGK erbringen umweltfreundliche Trans- portdienstleistungen mit dem Binnenschiff und der Eisenbahn sowie im Kombinierten Ver- kehr. Dabei verknüpft die HGK die jeweiligen Stärken der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße miteinander. Darüber hinaus übernehmen wir regionale Verkehrs- und Infrastrukturaufgaben. Die HGK betreibt ein Eisenbahnnetz, das für die Versorgung Kölns bedeutsam und diskri- minierungsfrei öffentlich zugänglich ist. Neben dem Güterverkehr bietet die HGK auf die- sem Netz auch Personenverkehrsleistungen an. Die HGK -Gruppe betreibt Häfen für die Güter- und Personenschifffahrt. Der Rheinauhafen dient als Sporthafen. Außerdem bietet die HGK Reparatur - und Instandhaltungsleistungen im Rahmen der Hauptuntersuchung von Lokomotiven an. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschaftswachs- tum1 von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirtschaft im 1 IWF World Economic Outlook Update, Juli 2021 114 Wirtschaftliche Lage Euroraum2 um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt 3 in Deutschland ging 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück. Relevante Märkte Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr4 insgesamt hat laut Bun- desamt für Güterverkehr 2020 gegenüb er 2019 um -3,3 % abgenommen. Die Transport- leistung im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt hat 2020 gegenüber 2019 um -3,2 % abgenommen. Das Transportaufkommen im Straßengüterverkehr5 hat 2020 um -2,7 % und die Transportleistung um -1,8 % abgenommen, jeweils im Vergleich zu 2019. Der Schienengüterverkehr6 verzeichnete 2020 gegenüber 2019 einen Rückgang um -6,0 % bezogen auf das Transportaufkommen und um -4,2 % bezogen auf die Transportleistung. In der Binnenschifffahrt7 nahm im Jahr 2020 voraussichtlich das Transportaufkommen gegenüber 2019 um -8,3 % und die Transportleistung gegenüber 2019 um -9,0 % ab. Diese Rückgänge sind auf die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID19-Pandemie und den daraus folgenden Einbrüchen in der deutschen Wirtschaft zurückzuführen. Geschäftsverlauf 2020 Beherrschende Themen des Jahres 2020 innerhalb der HGK waren die Covid -19-Pande- mie sowie der Erwerb der Europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten von Imperial und de- ren Integration unterhalb der neu gegründeten HGK-Shipping. Die Co vid-19-Pandemie hatte im Berichtszeitraum auch Auswirkungen auf die HGK - Gruppe. Dabei waren Transportrückgänge zu verzeichnen. Einzelne Wirtschaftszweige wie beispielsweise der Bekleidungshandel, aber auch Baumärkte, hatten keinen oder nur sehr eingeschränkten Transportbedarf. Dies wirkte sich auch auf die HGK -Beteiligungen aus. Den negativen Markteinflüssen durch Covid-19 haben die HGK und ihre Tochter- und Be- teiligungsunternehmen durch sehr unterschiedliche Maßnahmen entgegengewirkt. Bei- spielhaft sind zu nennen Einsparungen bei den Einstandskosten, Verschiebung von Inves- titionen, Reduzierung der Zugumläufe, Kündigung von Mietverträgen für Leihlokomotiven und/oder Schiffsraum, Minimierung der Instandhaltungen auf das Notwendige, Abbau von Überstunden, Reduzierung von Zeitarbeitspersonal oder auch Anmeldung von Kurzarbeit. Das zweite beherrschende Thema des Geschäftsjahres 2020 war der Erwerb der 27 Ge- sellschaften von der südafrikanischen Imperial-Gruppe, die heute unter der HGK Shipping 2 Europäische Kommission: European Economic Forecast Winter 2022 – Statistical annex, Februar 2022 3 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 244 vom 25. Mai 2021 4 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021 5 ebd. 6 ebd. 7 ebd. 115 Wirtschaftliche Lage GmbH in der HGK-Gruppe angesiedelt sind. Durch die Integration der Europäischen Bin- nenschifffahrtsaktivitäten der Imperial in die HGK -Gruppe kann die HGK die Umsetzung ihrer satzungsmäßigen Aufgaben für den Gemeinwohlbelang Kölns und der Region gezielt ausbauen. Das Eigenkapital der HGK erhöhte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 103,4 Mio. € auf 108,8 Mio. € (+5,4 Mio. €). Die Investitionen stiegen von 37,8 Mio. € auf 47,4 Mio. €. Die Bilanzsumme wuchs von 308,3 Mio. € auf 497,2 Mio. €. Das entspricht einem Zuwachs von 188,9 Mio. € oder 61,3 %. Die Umsatzerlöse fielen von 75,4 Mio. € auf 71,2 Mio. €, was einem Rückgang von 4,2 Mio. € bzw. -5,6 % entspricht. Der Materialaufwand sank auf mit 13,4 Mio. € nahezu konstant (2019: 14,3 Mio. €), während der Personalauf- wand von 50,0 Mio. € auf 48,3 Mio. € fiel. Das Ergebnis vor Steuern blieb somit gegenüber dem Vorjahr bei 10,7 Mio. € nahezu konstant (2019: 10,8 Mio. €). Nach Abzug der sonsti- gen Steuern und der Garantiedividende an den Rhein-Erft-Kreis werden die verbleibenden 9,9 Mio. € im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die SWK GmbH abgeführt. Chancen und Risiken Es bestehen ergebnisrelevante Risiken, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die Ertragslage der HGK haben könnten. Die Auflistung d er Chance und Risiken übersteigen den an dieser Stelle zur Verfügung stehenden Platz. Da- her sei für eine detaillierte Betrachtung auf den Geschäftsbericht der HGK AG für das Ge- schäftsjahr 2020 verwiesen. Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs - und Minimierungsmaßnahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der HGK oder eines Tochter- und Beteiligungsunternehmens gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die absehbare Zukunft nicht zu erkennen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Der Logistikmarkt entwickelt sich ständig weiter und verzeichnet kontinuierliche Zuwächse. Bei dieser Veränderung werden die HGK und ihre Gesellschaften Schritt halten. Zielge- richtetes Handeln ist der Schlüssel, um auch in Zukunft ein erfolgreicher Teil des SWK - Konzerns zu sein. 116 HTAG Häfen und Transport AG Anschrift Neumarkt 7-11 47119 Duisburg Kontakt 0203 - 47989 - 0 www.htag-duisburg.de Gründung 1904 Handelsregister HRB 5202, Amtsgericht Duisburg Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist der öffentliche Güterverkehr mit Schiffen und Eisen- bahnen beim Betrieb von Häfen sowie dazu gehöriger Vor- und Nachlauf – auch mit LKW - sowie der Abschluss aller hiermit im Zusammenhang stehender Handelsgeschäfte. Organe der Gesellschaft Vorstand Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Vorstand Herr Volker Seefeldt (Sprecher) Herr Joachim Holstein Aufsichtsrat Herr Uwe Wedig (Vorsitzender) Herr Dr. Wolfgang Cieslik Herr Michael Zimmermann Herr Thomas Jasinski Herr Udo Bärfacker Herr Patrick Timp Herr Wolfgang Birlin Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK 117 Jahresabschlussprüfung KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Oudkerk B.V., Niederlande 100,0% Bunkerbetriebe Büchting GmbH, Duisburg 100,0% MASSLOG GmbH, Duisburg 50,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 83.600,1 70.374,9 52.087,8 Unternehmensergebnis 3.063,1 2.151,9 1.209,3 Eigenkapital 8.309,0 8.309,0 8.309,0 Bilanzsumme 29.387,2 29.741,2 27.014,9 Investitionen 724,0 1.199,7 320.526,0 Verbindlichkeiten 7.699,2 11.388,6 8.852,4 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente) 62,85 62,97 56,00 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die HTAG Häfen und Transport AG („HTAG“) übernimmt mit ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen umfangreiche Aufgaben bei der Steuerung, Koordination und Distri- bution komplexer Massengutströme im Gütertrans port. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Binnenschifffahrt und dem Betrieb von Hafenumschlaganlagen. Die Hauptver- kehrsrelationen befinden sich zwischen den Benelux -Staaten, Deutschland, Frankreich und Polen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internat ionale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts - wachstum von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirt - schaft im Euroraum um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ging 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück. 118 Wirtschaftliche Lage Relevante Märkte Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr 8 insgesamt hat laut Bundesamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleistung um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Mut- tergesellschaft HGK AG. Geschäftsverlauf 2020 Die HTAG erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 52.088 T€, was um 26,0 % bzw. 18.287 T€ unter dem Vorjahresniveau lag. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 1.268 T€. Die Eigenkapitalquote ist bei einer gesunkenen Bilanzsumme auf 30,8 % im Ver- gleich zu 27,9 % in 2019 gestiegen. Chancen und Risiken Im Bereich des Kohletransports und -umschlags sind die Mengen aufgrund der Energie- wende weiterhin stark rückläufig. Hinzu kommt, dass die HTAG als Logistikdienstleister den branchenspezifischen Risiken in Form von konjunkturellen Nachfragerückgängen und witterungsbedingten Einschränkungen unterliegt. Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirt- schaftliche Lage bestehen, außer den beschriebenen branchenüblichen Risiken, nicht und sind aus heutiger Sicht auch nicht zu erkennen. Chancen bieten sich durch gezielte Kundenmaßnahmen, eine Veränderung des Güter- mixes und Produktivitätssteigerungen in der Verwaltung. Hinzu kommt die Möglichkeit der operativen Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften innerhalb der HGK - Gruppe. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Für das Jahr 2021 ist die Neustrukturierung der Trockenschifffahrt innerhalb der HGK - Gruppe vorgesehen. Die Sparte Reederei/Befrachtung der HTAG soll dabei auf die HGK Dry Shipping abgespalten werden. Die verbleibende Umschlagssparte soll anschließend auf die NESKA verschmolzen werden. 8 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021 119 HGK Shipping GmbH Anschrift Scheidtweilerstraße 4 50933 Köln Kontakt 0203 -31887922 0221 - 390 - 0 www.hgk.de Gründung 2020 Handelsregister HRB 101819, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an Unternehmen zum Betrieb von öffentlichem Verkehr, insbesondere die Beförderung von Gütern aller Art mit eigenen und fremden Schiffen im Binnen - und Küstenmotorschiffsverkehr, aber auch mittels aller sonstigen Landfahrzeuge, sowohl straßen - als auch schienengebunden sowie der Umschlag und die Lagerung von Gütern aller Art einschließlich Spedition, Logis- tik, Distribution und Güterbearbeitung. Organe der Gesellschaft Vorstand Gesellschafterversammlung Vorstand Herr Steffen Bauer Herr Walter Steinig Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 120 Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil HGK Gas Shipping GmbH, Köln 100,0% HGK Dry Shipping GmbH, Köln 100,0% HGK Shipping Rotterdam B.V., Rotterdam, NL 100,0% Imperial Schiffsbeteiligung B.V., Druten, NL 100,0% Wijnhoff & Van Gulpen & Larsen B.V., Druten, NL 100,0% HGK Ship Management Lux S.a`r.l., Wisserbillig, L 100,0% HGK Logistics Sarl, Sarreguemines, F 100,0% Amadeus Schiffahrts-und Speditionsgesellschaft mbH, Duisburg 90,0% Niedersächsische Verfrachtungsgesellschaft mbH, Hannover 100,0% DeGrave Antverpia N.V., Antwerpen, Belgien 55,5% Buss Imperial Verwaltung GmbH, Duisburg 50,0% Buss Imperial Logistics GmbH & Co. KG, Duisburg 50,0% Beka Imperial GmbH, Kehl 40,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) keine Kennzahlenübersicht (T€) 01.07.-31.08.20 01.09-31.12.2020 Gesamtleistung 634,0 3.203,6 Unternehmensergebnis -267,8 267,8 Eigenkapital 0,0 3.231,2 Bilanzsumme 188.779,9 196.574,9 Investitionen in Anteile 163.990,1 3.471,3 Verbindlichkeiten 183.183,3 187.069,2 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente) 288 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gegenstand der Gesellschaft ist die Verwaltung des eigenen Vermögens, die Beteiligung an Unternehmen zum Betrieb von öffentlichem Güterverkehr zur Sicherung des kommu- nalen Bedarfs und zur Wirtschaftsförderung. 121 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfond s hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts- wachstum9 von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirtschaft im Euroraum10 um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt 11 in Deutschland ging 2020 im Ver- gleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück. Relevante Märkte Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr 12 insgesamt hat laut Bun- desamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleistung um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Mutterge- sellschaft HGK AG. Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.09.2020 bis zum 31.12.2020, wes- halb Vergleichswerte mit dem Vorjahr keine Aussagekraft haben. Der Gesamtumsatz be- trug 3.204 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 9 T€. Die Erträge aus Finanz- anlagen umfassten 3.224 T€. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 3.239 T€. Chancen und Risiken Chancen und Risiken liegen in der Höhe des geplanten Beteiligungsergebnisses, das wie- derum abhängig von der operativen Entwicklung der Tochterunternehmen ist. Hier können beispielsweise größere als in der Planung angenommene negative Auswirkungen der Corona-Krise zu einer Minderung des Beteiligungsergebnisses führen Kundenverluste, aber auch witterungsbedingte Einflüsse wie Hoch-/Niedrigwasser können neben der kon- junkturellen Entwicklung die gleiche Wirkung haben. In der operativen Entwicklung der Tochtergesellschaften liegen aber gleichzeitig auch Chancen, z.B. durch Kundengewin- nung oder bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die HGKS Umsatzerlöse in Höhe von 6,8 Mio. €. Dabei plant die HGKS einen Operating Profit von 0,5 Mio. €. Bei einem geplanten Beteili- gungsergebnis von 12,2 Mio. € und einem Zinsergebnis von -2,1 Mio. € ergibt sich ein geplantes Nach-Steuer-Ergebnis von 9,2 Mio. €. 9 IWF World Economic Outlook Update, Juli 2021 10 Europäische Kommission: European Economic Forecast Winter 2022 – Statistical annex, Februar 2022 11 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 244 vom 25. Mai 2021 12 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021 122 Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH Anschrift Scheidtweilerstraße 4 50933 Köln Kontakt 0221 – 390 - 0 www.hgk.de/leistungen/rheinfaehre Gründung 1929 Handelsregister HRB 1063, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Beförderung von Personen, Tieren, Fahrzeugen, Lasten und so weiter von einem Ufer des Rheines zum anderen zwischen Köln -Langel und Leverkusen-Hitdorf. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Norbert di Raimondo Aufsichtsrat Entfällt Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 123 Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 616,4 670,9 549,2 Jahresergebnis 28,2 -32,6 -130,1 Eigenkapital 536,9 504,3 374,2 Bilanzsumme 649,9 610,0 452,9 Investitionen 1,5 1,4 13,9 Verbindlichkeiten 77,3 64,5 43,1 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) 9,25 9,50 9,5 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb des Fährschiffes „Fritz Middelanis“. Mit diesem Schiff betreibt die Gesellschaft die Beförderung von Personen und Fahrzeu- gen zwischen Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Ausübung dieser wirtschaftlichen Betätigung erfolgt unter Beachtung des § 107 (1) GO NRW, da für das Betreiben der Fähre ein öffentliches Interesse besteht und die Be- tätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Städte Köln und Leverkusen steht. Relevante Märkte Die Auslastung der Rheinfähre ist stark abhängig von der Befahrbarkeit der Autobahn- brücke entlang der A1 zwischen Köln und L everkusen. Änderungen von Gewichts- und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Brücke wirken sich unmittelbar auf die Zahl und Art der Fahrgäste aus. Der LKW-Verkehr ist eingeschränkt durch schmale Straßen und Verkehrsbeschränkungen auf Leverkusener Seite. D ie Gewichtsbeschränkungen auf der Mülheimer Brücke führen jedoch zu verstärkter Nutzung durch Landmaschinen aus dem Kölner Norden. 124 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Das Beförderungsaufkommen ist im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um -12,35 % ge- sunken. Dadurch sank das Umsatzvolumen der Beförderungsentgelte von 700.324 € um 125.478 € bzw. -18 % auf 574.846 €. Die Gesamterträge sanken von 670.902 € auf 549.163 €, die Aufwendungen stiegen von 704.079 € auf 746.894 €. Daraus ergibt sich ein Verlust von 130.104 € im Vergle ich zu einem Verlust von 32.583 € in 2019. Die Li- quidität war jederzeit sichergestellt. Chancen und Risiken Aus der beschränkten Befahrbarkeit der Autobahnbrücke ergeben sich Chancen auf eine weiterhin verbesserte Auslastung der Fähre und damit auf anhalte nde Umsatz- und Er- gebnissteigerungen. Damit korrespondieren Risiken aus der ungewissen Dauer der Stra- ßenverkehrseinschränkungen und deren Umfang, die eine Planbarkeit der Mehrerlöse für die Fähre auf der Zeitschiene ausschließen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Gegenwärtig und in absehbarer Zeit existieren keine bestandsgefährdenden Einzelrisi- ken. Auch die Gesamtsumme der Risiken gefährdet nicht den Fortbestand der Gesell- schaft. Der langfristige Fortbestand – nach Beseitigung der Verkehrsbehinderungen auf der A1 und der Mülheimer Brücke – ist abhängig von der Zuzahlung der Gesellschafter. 125 RheinCargo GmbH & Co. KG Anschrift Hammer Landstraße 3 41460 Neuss Kontakt 02131 - 53 23 - 0 www.rheincargo.com Gründung 2012 Handelsregister HRA 7150, Amtsgericht Neuss Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,0% Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Binnenhäfen in Köln, Neuss und Düs- seldorf einschließlich eines öffentlichen Eisenbahngüterverkehrsunternehmens sowie alle den Betriebszweck fördernden Geschäfte. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Geschäftsführung Herr Wolfgang Birlin Herr Jan Sönke Eckel Aufsichtsrat Herr Manfred Abrahams (Vorsitzender) Herr Fabian Sicking Frau Susanna Dos Santos Herrmann (1. stellv. Vors.) Herr Armin Persicke (2. stellv. Vors.) Herr Dirk Michel Herr Stefan Crefeld Herr Rolf Buschhausen Frau Dorothée Schneider Herr Manfred Giesen Herr Peter Heumann Herr Stefan Lommetz Herr William Wolfgramm Herr Klaus Starzer Frau Constanze Stroeks 126 Aufsichtsrat Herr Dr. David Lutz Herr Guido Trappen Herr Harald Löscher Frau Caroline Lehmann Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung PWC GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 172.040,5 170.281,2 156.001,6 Jahresergebnis 3.448,6 4.554,8 780,6 Eigenkapital 57.031,7 58.829,9 56.250,4 Bilanzsumme 106.124,3 111.723,9 116.676,0 Investitionen 9.474,0 20.160,6 16.772,9 Verbindlichkeiten 39.338 17.036 12.173 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) 187 261 347 127 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die RheinCargo GmbH & Co. KG ist die Betreiberin der Häfen in Köln, Neuss und Düs- seldorf. Sie stellt den zweitgrößten Binnenhafen-Verbund Deutschlands dar. Daneben ist die RheinCargo eines der größten deutschen Eisenbahngüter-Verkehrsunterneh- men. Außerdem stellt die RheinCargo Industrie- und Gewerbeflächen bereit, die über einen Wasser-, Gleis- und Straßenanschluss verfügen und betreibt ein zukunftsorien- tiertes und nachhaltiges Flächenmanagement. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenübe r 2019 ein Weltwirtschafts - wachstum von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirt - schaft im Euroraum um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ging 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück. Relevante Märkte Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr13 insgesamt hat laut Bun- desamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleistung um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Mut- tergesellschaft HGK AG. Geschäftsverlauf 2020 Das Gesamtgütervolumen der RheinCargo betrug 2020 41,0 Mio. t (-5,3 Mio. t, -11,4 % gegenüber 2019). Die Umsatzerlöse haben von 170.281 T€ auf 156.002 T€ um 8,4 % abgenommen. Das betriebliche Ergebnis (EBT) betrug 2.493 T€. Die Bilanzsumme hat sich von 111.724 T€ um 4.952 T€ bzw. 4,4 % auf 116.676 T€ erhöht. Die Eigenkapital- quote nahm dabei von 52,7 % auf 48,2 % ab. Chancen und Risiken Risiken ergeben sich aus konjunkturellen Schwankungen, dem Wettbewerbsumfeld, der zunehmenden Marktbedeutung kostengünstiger LKW-Flotten aus der erweiterten EU, umwelt- und fiskalpolitische Entscheidungen, Betriebsstörungen, dem Mangel an Triebfahrzeugführern, einer Verminderung von Gewerbe- und Umschlagflächen in den Häfen und dem Coronavirus. Chancen bestehen im wirtschaftlichen Aufschwung und einem zunehmenden internationalen Warenaustausch und politischen Entscheidungen zur Verlagerung von Gütern auf umweltfreundliche Alternativen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Es wird für 2021 mit einem Umsatz von 163,7 Mio. € und einem betrieblichen Ergebnis (EBT) von +2,0 Mio. € gerechnet. 13 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021 128 RheinCargo Verwaltungs-GmbH Anschrift Hammer Landstraße 3 41460 Neuss Kontakt 02131 - 53 23 - 0 www.rheincargo.com Gründung 2012 Handelsregister HRB 16733, Amtsgericht Neuss Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,0% Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist das Beteiligung als persönlich haftende und ge- schäftsführende Gesellschafterin an einer Kommanditgesellschaft, die die Binnen häfen in Köln, Neuss und Düsseldorf, einschließlich eines öffentlichen Eisenbahngüterver- kehrs-unternehmens, betreibt. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Wolfgang Birlin Herr Jan Sönke Eckel Aufsichtsrat Entfällt Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung PWC GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf 129 Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil RheinCargo GmbH & Co. KG 100,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0 Jahresergebnis 2,1 2,1 2,1 Eigenkapital 39,7 41,8 43,9 Bilanzsumme 43,8 46,2 47,8 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 0,7 1,3 0,4 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Geschäftszweck der RheinCargo Verwaltungs -GmbH ist die Komplementärstellung für die RheinCargo GmbH & Co. KG. Sie übt keine operative Geschäftstätigkeit aus. Geschäftsverlauf 2020 Der Geschäftsverlauf ist ausschließlich vom Geschäftsverlauf der RheinCargo GmbH & Co. KG abhängig. Chancen und Risiken Risiken können sich lediglich aus der Geschäftsführung und der Haftung für die Rhein- Cargo GmbH & Co. KG ergeben. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die Gesellschaft wird auch in 2021 Erträge aus der Vergütung für die Übernahme der Haftung sowie aus Kostenerstattungen durch die KG erzielen. 130 Rheinland Cargo Schweiz GmbH Anschrift Steinengraben 42 CH-4051 Basel Kontakt 0221 - 390 - 0 www.hgk.de/hgk/toechter-und-be- teiligungen/rheinland-cargo- schweiz Gründung 2012 Handelsregister CHE-241.881.078, Handelsregis- ter des Kantons Basel-Stadt Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0% Unternehmensgegenstand Die Gesellschaft bezweckt die Erschließung des Güterverkehrsaufkommens für den Ei- senbahngüterverkehr zwischen der Schweiz und dem Wirtschaftsraum Köln. Das Unter- nehmen betreibt öffentlichen Eisenbahnverkehr und fördert bzw. führt alle Vorhaben durch, die damit in Zusammenhang stehen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Paul Schumacher (Vorsitzender der GF) Herr Marc Piatti Aufsichtsrat Entfällt Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK 131 Jahresabschlussprüfung Fidem Treuhand AG Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (TCHF) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 1.446,3 1.046,7 1.130,7 Jahresergebnis 75,0 25,8 61,2 Eigenkapital 224,6 250,4 311,6 Bilanzsumme 522,1 499,9 513,6 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 277,5 249,5 202,0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Die Bruttoerlöse im Geschäftsjahr 2020 stiegen von 1.047 T€ um 84 T€ (7,4 %) auf 1.131 T€. Dabei konnte ein Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) 76 T€ im Gegensatz zu 29 T€ in 2019 erzielt werden. Die Bilanzsumme nahm 2020 im Vergleich zu 2019 von 500 T€ auf 514 T€ ab, während die Eigenkapitalquote von 50,1 % auf 60,7 % zunahm. 132 neska Schiffahrts-und Speditionskontor GmbH Anschrift Neumarkt 7 - 11 47119 Duisburg Kontakt 0203 - 47989 30 - 0 www.neska.com Gründung 1981 Handelsregister HRB 8753, Amtsgericht Duisburg Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im öffentlichen Güterverkehr insbesondere durch die Übernahme, Durchführung und Vermittlung von Binnen- und Küstenmotorschifffahrtstransporten, aber auch mittels aller sonstigen Land- fahrzeuge, sowohl straßen - als auch schienengebunden sowie den Betrieb von Häfen und anderen Lager- und Umschlageinrichtungen sowie von Containerterminals und allen damit in Zusammenhang stehenden Schifffahrts-und Handelsgeschäften. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Stefan Hütten Herr Dr. Jan Zeese Herr Markus Krämer Aufsichtsrat Entfällt Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK 133 Jahresabschlussprüfung KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Duisburg Bulk Terminal GmbH, Duisburg 100,0% uct Umschlag Container Terminal GmbH, Duisburg 100,0% Pohl & Co. GmbH, Hamburg 100,0% neska Intermodal GmbH, Duisburg 100,0% neska Container Line B.V., Niederlande 100,0% KCT Krefelder Container Terminal GmbH, Krefeld 100,0% CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service, Köln 62,5% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 50.477,5 48.901,9 42.002,9 Unternehmensergebnis 2.809,5 835,7 -299,6 Eigenkapital 3.075,3 3.075,3 3.075,3 Bilanzsumme 72.688,7 67.255,9 69.367,2 Investitionen 911,8 1.021,8 2.318,9 Verbindlichkeiten 62.661,9 57.600,1 59.113,2 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente) 177,00 184,0 182,0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gegenstand der Gesellschaft ist die Durchführung von Transporten sowie Logistik- dienstleistungen aller Art. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts - wachstum von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirt - schaft im Euroraum um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ging 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück. 134 Wirtschaftliche Lage Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts- wachstum14 von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpfte die Wirt- schaft im Euroraum15 um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt16 in Deutschland ging 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück. Relevante Märkte Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr17 insgesamt hat laut Bundesamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleis- tung um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Muttergesellschaft HGK AG. Geschäftsverlauf 2020 Der Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr von 48.926 T€ auf 41.999 T€ . Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken gegenüber dem Vergleichszeitraum um T€ 729 auf 2.849 T€. Die Erträge aus Finanzanlagen stiegen von 3.813 T€ im Vorjahr auf 5.002 T€. Das Ergebnis nach Steuern hat sich insgesamt um 1.135 T€ verschlech- tert und ist mit -225 T€ nun negativ (Vorjahr 910 T€). Zusammenfassend betrachtet hat die NESKA ein schwieriges Geschäftsjahr durchlaufen. Chancen und Risiken Die konjunkturelle Lage in Deutschland und weltweit wird weiterhin von der Corona- Pandemie stark beeinflusst. Die Krise hat auf verschiedene Geschäftsbereiche unter- schiedliche Auswirkungen. Chancen bestehen in gezielteren Kundenmaßnahmen, eine höhere Marktdurchdringung und die intensivere Betreuung der Bestandskunden, sowie ein Ausbau der Bestandsgeschäfte und eine Diversifizierung in den Leistungen und Produkten. Ein Risiko von hoher Bedeutung besteht in der Abhängigkeit und dem Aus- fall von Großkunden insbesondere aus dem Bereich Automotive und der Stahlindustrie. Die Abhängigkeit dieser Kunden von der globalen Wirtschaftsentwicklung führt dazu, dass ein Konjunktureinbruch wie bspw. infolge der Corona-Pandemie unmittelbar ne- gative Auswirkungen auch auf die NESKA haben würde. Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage sind aus heuti- ger Sicht nicht zu erkennen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die NESKA eine Steigerung der Auslastung und damit verbunden einen Anstieg des Umsatzes auf 55.357 T€, das Ergebnis vor Ge- winnabführung soll auf 3.132 T€ steigen. 14 IWF World Economic Outlook Update, Juli 2021 15 Europäische Kommission: European Economic Forecast Winter 2022 – Statistical annex, Februar 2022 16 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 244 vom 25. Mai 2021 17 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021 135 CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service Anschrift Stapelkai/Niehl Hafen 50735 Köln Kontakt 0221 - 752080 www.cts.container-terminal.de Gründung 1983 Handelsregister HRB 14115, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 62,5% DB Intermodal Services GmbH 22,5% Häfen und Güterverkehr Köln AG 15,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben eines Containerterminals in Köln ein- schließlich Durchführung aller damit zusammenhängenden Nebenleistungen, der Han- del mit Containern sowie Speditionsgeschäfte aller Art. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Beirat Geschäftsführung Herr Oliver Grossmann Herr Dirk Meyer Aufsichtsrat Entfällt Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK 136 Jahresabschlussprüfung KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil KCG Knapsack Cargo GmbH 51,0% DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH 49,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 31.437,8 32.061,0 30.920,3 Jahresergebnis 931,6 1.119,1 1.372,0 Eigenkapital 1.366,3 1.553,9 1.806,8 Bilanzsumme 7.681,5 7.477,1 7.576,8 Investitionen 943,2 814,6 748,4 Verbindlichkeiten 4.878,0 4.514,0 4.261,7 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (inkl. Auszubildende, Vollzeitäquivalente) 87,25 93,0 93,0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Geschäftstätigkeit der CTS erstreckt sich im Berichtsjahr unverändert auf den Be- trieb eines Container -Terminals im Kölner Hafen und die Durchführung aller damit zu- sammenhängenden Nebenleistungen, Organisation der Containertransporte per Bin- nenschiff, Bahn und LKW sowie auf den Handel mit und die Reparatur von Containern. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds hat für 2020 gegenüber 2019 ein Weltwirtschafts- wachstum von -3,2 % ermittelt. Laut Europäischer Kommission schrumpf te die Wirt- schaft im Euroraum um 6,4 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ging 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % zurück. 137 Wirtschaftliche Lage Relevante Märkte Das Transportaufkommen im bundesdeutschen Güterverkehr18 insgesamt hat laut Bundesamt für Güterverkehr 2020 gegenüber 2019 um -3,3 % und die Transportleis- tung um -3,2 %abgenommen. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Muttergesellschaft HGK AG. Geschäftsverlauf 2020 Mit 30,9 Mio. € ist der erzielte Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2 020 mit 3,4 % leicht unter dem Planumsatz (31,9 Mio. €). Das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern (681 T€) wurde mit 1.496 T€ deutlich übertroffen. Darin enthalten ist das ebenfalls über Plan liegende Beteiligungsergebnis der DCH Düsseldorfer Container Hafe n GmbH in Höhe von 1.348 T€ (Plan 945 T€). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann im Vorjah- resvergleich insgesamt als stabil angesehen werden. Chancen und Risiken Die Auswirkungen der Corona Pandemie sind aufgrund der weiterhin unsicheren Ent- wicklung bezüglich ihrer Dauer und ihrer Intensität noch immer schwer abschätzbar. Ein bedeutendes Risiko liegt nicht zuletzt im Ausfall von Großkunden. Einerseits könnte dieser durch Werks- oder Standortschließungen hervorgerufen werden, ande- rerseits sind auch Kundeninsolvenzen möglich. Dieses könnte wiederum Umsatz- und Ergebnisrückgänge sowie Forderungsausfälle zur Folge haben. Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirt- schaftliche Lage sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die CTS eine Umsatzsteigerung von 5,2 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020. Dies resultierend aus den bereits akquirierten Neu- geschäften, sowie der erwarteten Erholung der Bestandsgeschäfte. Gleichzeitig entfal- len ab Januar 2021 Umsätze und Personalkosten für die Dienstleistungen am Terminal Köln-Nord, die CTS bis dato für HGK erbracht hat. 18 Bundesamt für Güterverkehr: „Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2020“, August 2021 138 Regionalverkehr Köln GmbH Anschrift Theodor-Heuss-Ring 19-21 50668 Köln Kontakt 0221 - 1637 - 0 www.rvk.de Gründung 1976 Handelsregister HRB 7432, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln, Köln 12,5% Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH, Bonn 12,5% Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises GmbH, Bonn 2,5% Kreisholding Rhein-Sieg GmbH, Siegburg 12,5% Rhein-Erft-Kreis, Bergheim 12,5% Oberbergischer Kreis, Gummersbach 2,5% Rheinisch-Bergischer Kreis, Bergisch Gladbach 12,5% Kreis Euskirchen, Euskirchen 12,5% Stadtwerke Hürth AöR, Hürth 2,5% Stadtverkehr Euskirchen GmbH, Euskirchen 2,5% Stadtwerke Brühl GmbH, Brühl 2,5% Stadtwerke Wesseling GmbH, Wesseling 2,5% Eigene Anteile 10,0% Unternehmensgegenstand Durchführung des Personenverkehrs und hiermit zusammenhängende Nebenge- schäfte, die der Förderung des Hauptgeschäftes dienen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung 139 Geschäftsführung Herr Eugen Puderbach (bis 31.12.2020) Dr. Marcel Frank, Köln (seit 1.11.2020) Aufsichtsrat Herr Günter Rosenke Herr Andreas Pöttgen (bis 31.10.2020) Frau Svenja Udelhoven Herr Ralf Rindermann Herr Andreas Frauenkron Herr Reinhard Schmitt-Berger Herr Uwe Gerbert Herr Thorsten Schmalt (bis 31.10.2020) Herr Gregor Golland Herr Björn Bourauel Herr Hans-Jürgen Koenig Herr Stephan Santelmann (seit 01.11.2020) Herr Bernd Nottbeck Herr Frank Herhaus (seit 01.10.2020) Herr Andreas Wolter (seit 01.11.2020) Herr Anno Schichler-Koep (seit 01.11.2020) Herr Achim Blindert (seit 01.11.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung eigener PCGK Jahresabschlussprüfung PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Regio-Bus-Rheinland GmbH, Köln 100,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Verlustausgleich 2020 179,0 (Guthabenverrechnung, nachrichtlich) 7,9 Guthaben Verlustausgleich 2020 7,9 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 72.357,1 48.235,3 44.259,6 Jahresergebnis 482,7 -1.710,4 -942,3 Eigenkapital 11.446,7 9.512,1 9.788,6 Bilanzsumme 61.191,5 63.436,5 74.005,2 Investitionen 13.608,5 14.258,7 20.429,8 140 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Verbindlichkeiten 40.701,1 44.353,7 47.174,4 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 368 383 832 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit ist die Durchführung von Personenverkeh- ren und hiermit zusammenhängender Nebengeschäfte, die der Förderung des Hauptge- schäftes dienen. Nachdem die Gesamtlage für öffentliche Verkehrsunternehmen in den letzten Jahren dadurch geprägt war, dass die Verkehrsunternehmen und ihre Eigentü- mer bzw. die Aufgabenträger, den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen fol- gend Vorbereitungen für EU-rechtskonforme Beauftragungen getroffen haben, befinden sich die Strukturen des Nahverkehrsmarktes in einem stetigen Veränderungsprozess. Der Ausbau von neuen Bedienungsformen wie On -Demand-Verkehr und zunehmende Quartierserschließungen durch Klein- und Midibusse, die Verknüpfung von Mobilitätsträ- gern und die Digitalisierung sowohl des Vertriebs, der Kundeninformation und der Steu- erung der Nahverkehrsangebote sind aktuelle Trends. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Gesamtlage für öffentliche Verkehrsunternehmen war in den letzten Jahren zum ei- nen dadurch geprägt, dass die Verkehrsunternehmen und ihre Eigentümer bzw. die Auf- gabenträger, den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen folgend Vorbereitun- gen für EU-rechtskonforme Beauftragungen getroffen haben. Zudem befinden sich die Strukturen des Nahverkehrsmarktes in einem Veränderungsprozess, der durch zuneh- mende ökologische Ansprüche, Ausbau von neuen Bedienformen und Verknüpfung von Mobilitätsträgern geprägt ist. Ein Schwerpunkt der konzeptionellen und operativen Vor- bereitungen lag in der Sicherstellung emissionsfreier Transportmittel, insbesondere der Brennstoffzellen-Hybridtechnik (Wasserstoffbusse). Relevante Märkte Relevante Märkte befinden sich im Wesentlichen im Bedienungsgebiet des Verkehrsver- bund Rhein Sieg (VRS), soweit dort die unternehmensspezifischen Linien- und Sonder- verkehre, Leistungen im Auftrag anderer Verkehrsunternehmen oder sonstige ÖPNV - Dienstleistungen erbracht werden. Zwischenzeitlich sind Öffentliche Dienstleistungsauf- träge des Rhein -Sieg-Kreises, des Kreises Euskirchen un d des Rheinisch -Bergischen Kreises erteilt worden. 141 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Die Gesamtfahrleistungen sind im Berichtsjahr 2020 im RVK -Konzern gestiegen und umfassen insgesamt 20,54 Mio. Km (Vorjahr 19,87 Mio. Km). Die bedeutsamsten finan- ziellen Leistungsin dikatoren des Unternehmens sind die Linienverkehre nach § 42 PBefG und die Fahrleistungen für andere Verkehrsunternehmen, da mit diesen Leistun- gen rd. 93 % des gesamten Beschäftigungsvolumens generiert werden. Chancen und Risiken Wesentliche Risiken zum Ende des Berichtsjahres: - Laufende Auswirkungen der Einnahmeaufteilung (VRS) - Entwicklung der Fahrgastzahlen - Politische Festlegung der Beförderungstarife - Abhängigkeit von Software-Lieferanten - Verfügbarkeit von Personal am Arbeitsmarkt - Verfügbarkeit von IT-Systemen (Hard- und Software) - Gefährdung elektronischer Daten Den o. g. Risiken stehen u. a. die folgenden Chancen gegenüber: - Vermarktungsstrategien aller Dienstleistungen - Etablierung neuer Geschäftsfelder im Bereich Mobilität - Nutzung von Potenzialen im Bereich neuer technischer Anforderungen (insbes. Digitalisierung) Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Ein Schwerpunkt der konzeptionellen und operativen Vorbereitungen lag in der Sicher- stellung emissionsfreier Transportmittel, insbesondere der Brennstoffzellen-Hybridtech- nik (Wasserstoffbusse). Die hierzu zwischenzeitlich erfolgten Förderbescheide in erheb- licher Höhe wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 und werden im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 zum Aufbau einer umfassen den Flotte von Wasserstoffbussen nebst Infrastruktur genutzt. Mit dem Ziel, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) klimaneutraler sowie innovativer zu gestalten plant die RVK in Verbindung mit dem Kreis Euskirchen den Bau eines „Aus- und Weiterbildungszentrum für klimaneutrale und digi- tale Mobilität“ (AWM) in der kreisangehörigen Stadt Mechernich. Im Vordergrund steht dabei der Ausbau einer grünen und nachhaltigen Nahverkehrs -Infrastruktur. Zudem ist an diesem Standort der Ausbau von attraktiven Arbeits - und Ausbildungsplätzen in der Region vorgesehen. 142 Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR Anschrift Ostmerheimer Straße 555 51109 Köln Kontakt 0221 - 221 - 26868 www.steb-koeln.de Gründung 2001 Handelsregister Entfällt Beteiligungsverhältnisse Träger Kapitalanteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Wesentliche Aufgabenbereiche der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) sind gemäß § 2 der Satzung: - Abwasserbeseitigung auf dem Gebiet der Stadt Köln, - Annahme und Mitbehandlung flüssiger und pumpfähiger biologischer Abfälle zur Ver- wertung nach behördlichen Genehmigungen, - Unterhaltung, Betrieb und Reinigung aller Straßenentwässerungsanlagen einschließ- lich der Nebenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln, - Sanierung und Neubau aller Stra ßenentwässerungsanlagen einschließlich der Si- ckergruben auf dem Gebiet der Stadt Köln, - Hochwasserschutz auf dem Gebiet der Stadt Köln, - Gewässerunterhaltung einschließlich des Gewässerausbaus, des Ausgleichs der Wasserführung und des Hochwasserschutzes bei dem auf den auf dem Gebiet der Stadt Köln gelegenen sonstigen Gewässern. Die StEB Köln kann weitere Tätigkeiten im unmittelbaren Zusammenhang mit den Auf- gaben, zu denen die Stadt Köln gegenüber Dritten unmittelbar verpflichtet ist, als Erfül- lungsgehilfe übernehmen. Organe der Gesellschaft Vorstand Verwaltungsrat 143 Vorstand Herr Otto Schaaf Verwaltungsrat Frau Denise Abé, Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Thomas Kahlix, stellv. Mitglied Frau Constanze Aengenvoort, Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Jürgen Kircher, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020), Mitglied ab 11.12.2020 Herr Dr. Rolf Albach, Mitglied Herr Andreas Köhler, Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Wilfried Becker, stellv. Mitglied Frau Dr. Sabine Müller, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020) Frau Andrea Blome, Vorsitzende Frau Erika Oedingen, Mitglied Herr Gerhard Brust, Mitglied Frau Dagmar Paffen, Mitglied (bis 10.12.2020) Herr Dietmar Ciesla-Baier, Mitglied (bis 10.12.2020), stellv. Mitglied ab 11.12.2020 Herr Stephan Pohl, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020) Herr Martin Erkelenz, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020), Mitglied ab 11.12.2020 Herr Ralph Scherbaum, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020) Frau Polina Frebel, Mitglied (bis 10.12.2020) Herr Tobias Scholz, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020 Frau Lisa Hanna Gerlach, Mitglied (bis 10.12.2020) Frau Elisabeth Lange, Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Manfred Giesen, stellv. Mitglied (ab 11.12.2020) Frau Ira Sommer, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020) Herr Dr. Walter Gutzeit, Mitglied (bis 10.12.2020) Frau Stefanie Ruffen, stellv. Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Eric Haeming, stellv. Mitglied (ab 11.12.2020) Frau Sabine Ulke, Mitglied Herr Peter Heumann, Mitglied (bis 10.12.2020) Herr Robert Schallehn, Mitglied (ab 11.12.2020) Frau Katja Hoyer, stellv. Mitglied Herr Karl-Heinz Walter, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020) 144 Verwaltungsrat Herr Gerrit Krupp, stellv. Mitglied (bis 10.12.2020) Frau Ursula Schlömer, Mitglied bis 10.12.2020), stellv. Mitglied ab 11.12.2020 Herr Heinz Klein, Mitglied (bis 10.12.2020) Herr Felix Spehl, stellv. Mitglied (ab 11.12.2020) Frau Christiane Jäger, Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Rafael Struwe, stellv. Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Manuel Jeschka, stellv. Mitglied (ab 11.12.2020) Frau Karina Syndicus, Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Peter Jüde, stellv. Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Florian Weber, stellv. Mitglied (ab 11.12.2020) Herr Helmut Jung, Mitglied (bis 10.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil aquabench GmbH, Hamburg 8,0 % Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft gemeinnützige GmbH, Essen 2,0 % Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Gewinnausschüttung 28.620,8 145 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 1.909.619,6 1.873.160,4 1.848.638,2 Immaterielle Vermögensgegenstände 1.670,7 1.634,1 1.688,2 Sachanlagen 1.907.899,3 1.871.512,4 1.846.926,8 Finanzanlagen 49,6 14,0 23,2 Umlaufvermögen 3.950,5 7.074,8 5.491,0 Vorräte 1.071,5 1.131,0 1.099,9 Forderungen und sonst. VG 2.874,7 5.939,2 4.387,6 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 4,3 4,6 3,6 Rechnungsabgrenzungsposten 15,2 68,2 35,3 Summe Aktiva 1.913.585,3 1.880.303,5 1.854.164,5 Passiva Eigenkapital 799.032,7 806.293,9 801.344,2 Gezeichnetes Kapital 500,0 500,0 500,0 Kapitalrücklage 710.841,4 708.603,8 706.368,9 Gewinnrücklage 66.792,5 69.390,8 68.569,3 Bilanzergebnis 20.898,8 27.799,3 25.906,0 Sonderposten 275.384,7 267.694,6 264.906,2 Rückstellungen 74.333,7 85.045,7 97.092,4 Verbindlichkeiten 762.019,9 719.335,9 689.341,6 Rechnungsabgrenzungsposten 2.814,3 1.933,4 1.480,1 Summe Passiva 1.913.585,2 1.880.303,4 1.854.164,6 146 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 211.485,8 213.147,5 216.979,5 Umsatzerlöse 208.425,5 209.825,2 212.986,4 Bestandsveränderungen 9,0 -20,4 2,0 andere aktivierte Eigenleistungen 3.051,4 3.342,8 3.991,1 Sonstige betriebliche Erträge 13.996,8 17.666,1 15.634,7 Betriebsleistung 225.482,6 230.813,6 232.614,3 Betriebsaufwand 185.705,2 188.869,8 196.739,6 Materialaufwand 46.991,5 44.788,7 45.571,0 Personalaufwand 50.526,5 53.294,4 60.200,3 Abschreibungen 76.358,2 77.570,7 77.367,9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.828,9 13.036,0 13.600,4 Betriebsergebnis 39.777,5 41.943,8 35.874,7 Finanzergebnis -19.842,7 -15.858,8 -11.927,2 Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24,3 52,7 222,8 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 0,0 0,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.867,0 15.911,5 12.150,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15,8 16,8 72,5 Sonstige Steuern 857,3 506,5 203,9 Jahresergebnis 19.061,8 25.561,7 23.671,2 Ausschüttung 20.558,9 18.300,5 28.620,8 Gewinnvortrag/ Verlustvortrag aus dem VJ 23.074,2 20.898,9 27.799,3 Entnahmen aus der Kapitalrücklage 1.837,1 2.237,6 2.234,9 Einstellungen in die Gewinnrücklagen 2.515,3 2.598,3 -821,5 Bilanzgewinn 20.898,8 27.799,3 25.906,0 147 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 99,8% 99,6% 99,7% Abschreibungsquote 4,0% 4,2% 4,2% Investitionen (T€) 53.254,3 43.915,5 53.891,2 Investitionsquote 2,8% 2,3% 2,9% Eigenkapitalquote 41,8% 42,9% 43,2% Pensionsverpflichtungen (T€) 47.201,7 52.950,7 60.343,3 Bankverbindlichkeiten (T€) 672.883,4 636.883,1 572.521,4 Veränderung Verschuldung (T€) -28.087,3 -42.684,0 -29.994,3 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 2,0% 2,2% 1,9% Rohertrag (T€) 164.494,3 168.358,8 171.408,5 EBIT (T€) 39.777,5 41.943,8 35.874,7 EBITDA (T€) 116.135,7 119.694,5 113.242,7 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 622 628 637 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 81,2 84,9 94,5 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die StEB Köln führen ihre Tätigkeiten in den Sparten Abwasserbeseitigung, Straßenent- wässerung, Straßenentwässerung investiv, Sonstige Gewässer, Parkweiher, Konstrukti- ver und Operativer Hochwasserschutz, Hochwasserschutzzentrale, Betriebsführung Wasser- und Bodenverband Wahn (WBV Wahn) und Leistungen für Dritte aus. Im Rahmen eines Strategiebildungsprozesses wurden unter Einbeziehung des Perspek- tivkonzeptes 2025 die Strategiefelder - Ökologie, Wasser und Klima - Ökonomie - Kunden - Personal 148 Wirtschaftliche Lage formuliert und in dem seit 2004 bestehenden Zielvereinbarungssystem operationalisiert. Hiermit soll eine ausgewogene und komplette Umsetzung der strategischen Ziele sicher- gestellt werden. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die konjunkturellen Veränderungen haben für die StEB Köln branchentypisch keinen we- sentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Grundsätzlich führten die anhaltenden Be- mühungen der Verbraucher, den Wasserverbrauch bei industriellen Verfahren sowie in den privaten Haushalten zu senken, in den letzten Jahren zu einer tendenziell spürbaren Reduzierung des Frischwasserverbrauchs, der die Grundlage für die Schmutzwasserge- bühr bildet. Auch wenn aktuell eine Abnahme dieses Trends zu verzeichnen ist, führt al- lein die sinkende Verbrauchsmenge bei einem hohen Anteil fixer Kapitalkosten und einem geringen Anteil variabler Kosten an den Gesamtkosten zu einem Preisdruck auf die Ab- wassergebühren, der jedoch durch die sinkenden Zinsaufwendungen für Fremdfinanzie- rung aufgefangen werden konnte. Geschäftsverlauf 2020 Es wurde ein Jahresüberschuss von 23,7 Mio. € (Vorjahr 25,6 Mio. €) gegenüber einem Planergebnis von 20,3 Mio. € erzielt. In den Jahren 2005 bis 2020 ging der Frischwas- serverbrauch in Köln um 6,1% zurück. Wäre der Frischwasserverbrauch nicht gesun- ken, hätte der Schmutzwassergebührensatz 2020 1,38 €/m³ betragen. Der tatsächliche Schmutzwassergebührensatz in Höhe von 1,54 €/m³ liegt höher. Diese Steigerung ist allein auf die gesunkenen Frischwassermengen zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote wird stabil bei c a. 43% verharren. Die StEB Köln gehen aktuell davon aus, dass das Planergebnis 2021 in Höhe von 21,8 Mio. € erreicht wird. Im Jahre 2020 lag die Priorität weiterhin in der Bearbeitung der baulichen Sanierung der Kölner Kanalnetze, in diversen Netzergänzung en für Erschließungsmaßnahmen und in Erneuerungsmaßnahmen in den Kölner Kläranlagen. Betrieblich lag in 2020 ein beson- derer Schwerpunkt in dem zum 1. Mai 2017 übernommenen Geschäftsfeld des Betriebes und der baulichen Unterhaltung der 16 Weiher in den Kölner Parkanlagen. Aufgrund der Corona-Pandemie kam es zu erheblichen organisatorischen Anpassungen im Unternehmen. Das wirtschaftliche Ergebnis wurde durch vermehrte Absetzungen und Stundungen bei den Abwassergebühren als auch kostenseitig aufgrund von adhoc ge- stiegenen IT-Anforderungen und sonstigen betrieblichen Schutzmaßnahmen berührt. 149 Wirtschaftliche Lage Chancen und Risiken Die wesentlichen Risiken bestehen in folgenden Bereichen: - Auswirkungen der Corona-Pandemie Größtes Risiko stellt hierbei eine Infizierung von Mitarb eitenden dar. Diesem Risiko begegnet StEB Köln durch die Gründung eines Krisenstabes, der insbesondere be- stehende Pandemiepläne aktualisiert und angepasst hat. - Informationssicherheit Die Leitlinie zur Informationssicherheit und die darauf aufbauende Informationssicher- heitsorganisation wurden auf die aktuellen unternehmerischen Entscheidungen und Anforderungen aus dem modernisierten Standards zur Informationssicherheit ange- passt. - Sicherheit der Klärschlammentsorgung und Phosphorrecycling Derzeit werden mehrere Standorte untersucht, die sich für die Errichtung einer Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage eignen. Da für eine Standortentscheidung die Zustimmung sowohl der Kooperationspartner als auch die Ortspolitik des potentiellen Standortes notwendig sind, muss die letztendliche Entscheidung auf den Jahresan- fang 2021 verschoben werden. 150 Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH Anschrift Scheidtweilerstraße 39, 50933 Köln Kontakt Gründung 1974 Handelsregister HRB 6597, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 50,0% Bundesstadt Bonn 20,39% Stadt Brühl 3,29% Stadt Bergisch Gladbach 3,29% Kreisstadt Siegburg 2,63% Stadt Bad Honnef 1,97% Stadt Königswinter 2,63% Stadt Wesseling 1,97% Stadt Hürth 3,95% Gemeinde Alfter 1,32% Stadt Bornheim 1,97% Stadt St. Augustin 2,63% Rhein-Sieg-Kreis 1,32% Rhein-Erft-Kreis 1,32% Stadt Niederkassel 1,32% Unternehmensgegenstand Planung, Bau und Betrieb einer Stadtbahn im Ve rkehrsraum Köln/Bonn. Zur Planung und Bauausführung innerhalb des jeweiligen Gemeindegebietes bedient sich die Gesell- schaft der betroffenen Gemeinde; diese ist verpflichtet, die von der Gesellschaft festge- legten allgemeinen Richtlinien zu beachten. Die Ges ellschaft ist berechtigt, alle Ge- schäfte vorzunehmen, die dem Zweck des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar för- derlich sind. Sie ist berechtigt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen oder Interessengemeinscha ften einzugehen. Sie wird den Be- trieb der Stadtbahn, soweit das mit der Zweckbestimmung des Unternehmens vereinbar 151 Unternehmensgegenstand und wirtschaftlich ist, auf einzelne Nahverkehrsbetriebe oder Regionalgesellschaften übertragen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung/Liquidatoren Aufsichtsrat (2010 aufgelöst) Gesellschafterversammlung Geschäftsführung/Liquidatoren Herr Andre Seppelt Herr Jörn Schwarze Aufsichtsrat Keiner Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung West-Rhein-Treuhand Zacharias & Demmer Part mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Verlustausgleich (Einzahlung Gesellschafternachschuss) 76,6 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0 Jahresergebnis -195,2 -177,1 -153,3 Eigenkapital 0,0 0,0 0,0 Bilanzsumme 11.953,5 12.130,2 12.566,9 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 885,2 1.046,0 1.465,9 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 3 3 152 Wirtschaftlichen Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01. Januar 2008 in Liquidation. Die Aufgabe der Liquidatoren ist es, die laufenden Geschäfte zu beenden und die Gesellschaft geordnet abzuwickeln. Geschäftsverlauf 2020 Im Jahr 2020 wurden noch geringe Umsatzerlöse aus der Abrechnung von Resthonora- ren erzielt. Im Übrigen stehen sonstigen bet rieblichen Erträgen von 2 T€ Personalauf- wendungen für die beiden Liquidatoren und den Prokuristen von 19 T€, sonstige betrieb- liche Aufwendungen von 119 T€ (i.W. Versicherungs- und Geschäftsbesorgungsaufwen- dungen) sowie Zinsaufwendungen von 17 T€ gegenüber. Danach ergibt sich ein Jahres- fehlbetrag von 153 T€. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages und der in 2020 eingeforderten Nach- schüsse der Gesellschafter wird zum 31.12.2020 ein Bilanzverlust von 11.912 T€ aus- gewiesen. Dieser Verlust übersteigt das Eigenkapital um 11.134 T€, die als nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in der Bilanz ausgewiesen werden. Eine Insolvenz liegt aber trotz der bilanziellen Überschuldung nicht vor, da entsprechende Rückgriffs- möglichkeiten durch Freistellungserklärungen der KVB bzw. der HGK bestehen. Chancen und Risiken Finanziellen Risiken im Rahmen der Liquidation bestehen vor allem durch mögliche Zu- schussrückforderungen aufgrund aktueller bzw. zukünftiger Prüfungen des Staatlichen Rechnungsprüfungsamtes. Hierfür wu rden Rückstellungen in Höhe von 10.680 T€ ge- bildet. Der voraussichtliche Zeitpunkt der Löschung der Gesellschaft ist derzeit nicht vorherzu- bestimmen. Er ist u.a. von der Abwicklung, Abrechnung und Prüfung aller Zuschuss- maßnahmen durch die Bewilligungsbehör de und der abschließenden Übertragung der Zuwendungsverhältnisse auf die Eigentümer der Anlagen abhängig. 153 Flughafen Köln/Bonn GmbH Anschrift Heinrich-Steinmann-Str. 12 51147 Köln Kontakt 02203 40-4001/02 www.koeln-bonn-airport.de Gründung 1950 Handelsregister HRB 226, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 31,12% Bundesrepublik Deutschland 30,94% Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mbH 30,94% Stadtwerke Bonn GmbH 6,06% Rhein-Sieg-Kreis 0,59% Rheinisch-Bergischer Kreis 0,35% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens sind der Betrieb und der Ausbau d es Verkehrsflugha- fens Köln/Bonn einschließlich der Versorgung Dritter mit elektrischer Energie auf dem Gebiet des Flughafens sowie die Durchführung aller damit verbundenen Nebenge- schäfte. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Johan Vanneste (Vorsitzender) Herr Torsten Schrank Aufsichtsrat Herr Friedrich Merz (Vorsitzender) Herr Arndt Klocke (ab 18.12.2020) 154 Frau Alexandra Cahn (1. Stellv. Vorsitzende, ab 08.10.2020) Frau Cornelia Krahforst (bis 22.06.2020) Herr Jochen Ott Herr Dr. Gerrit Krupp Herr Reinhard Klingen (3. Stellv. Vorsitzender, ab 10.06.2020) Herr Hans-Dieter Metzen (bis 22.06.2020) Herr Nuretdin Aydin (bis 22.06.2020) Herr Dr. Patrick Opdenhövel Herr Nils Berner (ab 22.06.2020) Herr Bernd Petelkau (bis 18.12.2020) Herr Bernhard Braun (bis 22.06.2020) Herr Peter Rothhaar (vom 22.06.2020 bis 08.10.2020) Frau Prof. Dr. Dörte Diemert Herr Dr. Hendrik Schulte Herr Wolfgang Fuchs Herr Sven Schwarzbach Herr Hakan Gülcicek (ab 22.06.2020) Frau Kerstin Wambach Frau Dr. Martina Hinricher (3. stellv. Vorsitzende, bis 10.06.2020) Frau Petra von Wick Herr Ferat Kar (ab 22.06.2020) Frau Verena Wolf (vom 22.06.2020 bis 08.10.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung eigener PCGK Jahresabschlussprüfung RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil AHS Köln Aviation Handling Services GmbH, Hamburg 49,0% AHS Aviation Handling Services GmbH, Hamburg 10,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine 155 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 732.366,1 732.288,0 713.103,2 Immaterielle Vermögensgegenstände 17.855,0 20.126,4 20.117,8 Sachanlagen 710.515,0 708.214,3 691.135,4 Finanzanlagen 3.996,1 3.947,3 1.850,0 Umlaufvermögen 52.438,6 50.708,3 42.725,0 Vorräte 2.100,1 1.914,0 1.571,1 Forderungen und sonst. Vermögens- gegenstände 49.097,3 40.080,7 39.340,6 Wertpapiere 0,0 0,0 0 Liquide Mittel 1.241,2 8.713,5 1.813,3 Rechnungsabgrenzungsposten 519,7 1.215,8 1.367,7 Summe Aktiva 785.324,5 784.212,1 757.195,9 Passiva Eigenkapital 278.901,0 259.590,1 228.490,2 Gezeichnetes Kapital 10.821,0 10.821,0 10.821,0 Kapitalrücklage 82.732,6 82,732,6 82.732,6 Gewinnrücklage 184.411,7 185.347,3 166.036,5 Jahresfehlbetrag/ -überschuss 935,6 -19.310,9 -31.099,9 Rückstellungen 66.327,3 80.405,8 823.200,5 Verbindlichkeiten 349.523,9 360.004,7 375.926,7 Rechnungsabgrenzungsposten 4.074,8 5.252,8 5.517,7 Passive latente Steuern 86.497,5 78.958,7 64.060,8 Summe Passiva 785.324,5 784.212,1 757.195,9 156 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 336.518,0 343.601,5 210.262,9 Umsatzerlöse 333.944,9 341.233,7 208.357,9 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0 andere aktivierte Eigenleistungen 2.573,1 2.367,8 1.905,0 Sonstige betriebliche Erträge 9.915,4 4.193,7 16.833,3 Betriebsleistung 346.433,4 347.795,2 227.096,2 Betriebsaufwand 334.824,3 354.324,3 261.546,7 Materialaufwand 134.106,1 126.802,2 90.073,7 Personalaufwand 129.557,5 145.496,2 111.106,1 Abschreibungen 36.564,0 47.505,1 40.554,4 Sonstige betriebliche Aufwendungen 34.596,7 34.520,8 19.812,5 Betriebsergebnis 11.609,1 -6.529,2 -34.450,50 Finanzergebnis -7.240,1 -6.847,1 -9.229,0 Erträge aus Beteiligungen 90.7 161,8 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 6,8 5,5 13,0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 5,1 10,2 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 2.547,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.337,6 7.019,4 6.705,2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 233,6 -6.616,8 -15.524,7 Sonstige Steuern 3.199,7 12.551,4 2.945,1 Jahresfehlbetrag / -überschuss 935,6 -19.310,9 -31.099,9 Einstellung in / Entnahme aus Gewinnrückla- gen -935,6 19.310,9 31.099,9 Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 93,3% 93,4% 94,2% Abschreibungsquote 5,0% 6,5% 6,1% Investitionen (T€) 91.317,8 53.913,8 26.583,5 Investitionsquote 12,5% 7,4% 3,7% Eigenkapitalquote 35,5% 33,1% 30,2% Bankverbindlichkeiten (T€) 254.004,4 258.644,2 293.898,9 157 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Veränderung Verschuldung (T€) 55.279,4 10.480,8 15.922,7 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 1,1% -1,6% -3,2% Rohertrag (T€) 98.481,6 132.259,7 120.189,2 EBIT (T€) 11.706,6 -6.361,9 -36.974,3 EBITDA (T€) 48.270,6 41.143,2 6.127,2 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 1.838 1.838 1.717 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 70,5 79,2 64,7 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Der Flughafen Köln/Bonn setzt in einer von Unsicherheit geprägten Situation auf folgende strategische Ziele: - Bindung der Bestandskunden: Köln/Bonn war für Eurowings vor der Krise eine von vier „core bases“, an denen die Direktverkehre gebündelt und die Marktanteile vertei- digt wurden. Diese Position soll u.a. durch das neue Key -Account-Management und passende Gebührenmodelle gehalten werden. Das vom Flughafen entwickelte Ra- battprogramm (Wachstum und Volumen) soll Anreize zur Rückkehr des Verkehrs schaffen und weiteres Wachstum sichern. Das Low -Cost Segment soll in CGN wei- terhin eine tragende Rolle spielen und gut 30% des Verkehrs abbilden - eine wesent- liche Rolle spielen dabei Ryanair und Wizz Air. Das Portfolio soll auch künftig durch weitere Low-Cost-Carrier wie Pegasus Airlines (Türkei), Pobeda (Russland), Blue Air (Rumänien) und Ai r Arabia (Marokko) ergänzt werden, die vor allem stark im ethni- schen Verkehr vertreten sind. - Die Bedeutung des touristischen Geschäfts wächst: Der Businessverkehr erzielt schon seit Jahren keine signifikanten Wachstumsraten mehr, dies verstärkt sich durch die Pandemie weiter. Seit 2019 ist der Ferienflieger Corendon ein neuer Player in diesem Segment. Er hat auch in der Pandemie ein hohes Angebot in den Markt ge- stellt und weiteres deutliches Wachstum geplant. Sun Express als zweiter zentraler 158 Wirtschaftliche Lage Player fokussiert auf den türkischen Urlaubsmarkt und will diesen kontinuierlich aus- bauen. Das Urlaubsportfolio soll durch weitere Touristik-Carrier (TUIfly, Freebird, Ho- liday Europe, Onur Air) sowie das Ferien-Angebot der Low-Cost-Carrier flankiert wer- den. - Der Ausbau der Hub -Verbindungen der Netzwerk -Carrier (Lufthansa, Austrian Airli- nes, Turkish Airlines) ist der dritte Strategiebaustein. Ziel ist es - nach dem Wiederan- laufen des Verkehrs - durch eine engere Taktung und optimierte Zeiten die Konnekti- vität für Weiterflüge innerhalb Europas zu erhöhen. Die Anbindung an Langstrecken- ziele rückt erst zeitverzögert wieder in den Fokus, da diese von der Pandemie am stärksten betroffen sind. - Strategisches Ziel im Frachtverkehr des Köln/Bonn Airport ist es, dass trotz begrenz- ter Kapazitäten in der Nacht die Großkunden ihr geplantes Wachstum abbilden kön- nen. Dies bedeutet u.a. einen bedarfsgerechten Ausbau der landseitigen Frachtum- schlagskapazitäten, den Ausbau der Tagesfracht (u.a. durch Tagesfracht -Incentive) und den Umstieg auf größeres, moderneres Fluggerät. Geschäftsverlauf 2020 - Die Weltwirtschaft wurde durch den Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 in eine tiefe Rezession gestürzt. In Deutschland fiel das Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 5,0%. Stärker war die Wirtschaft nur während der globa- len Finanzkrise 2009 geschrumpft, als das BIP um 5,7% sank. Die nationale Luftfahrt sank aufgrund der Corona -Krise im Jahr 2020 (gemessen in Verkehrseinheiten) um 63,2 %, im Vorjahr war noch ein leichter Anstieg von 0,7% zu verzeichnen. Der Flug- hafen Köln/Bonn erzielte beim Einbruch der Verkehrseinheiten im Jahr 2020 ein Minus von 43,5 % und lag somit signifikant besser als der Branchendurchschnitt. Beim Ran- king der absoluten Verkehrseinheiten liegt Köln/Bonn mit 11,5 Mio. in Deutschland in diesem Jahr auf Platz vier hinter den Flughäfen Frankfurt, Leipzig/Halle und München. Hier wirkt sich der Umstand aus, dass Köln/Bonn und Leipzig/Halle von dem starken Frachtverkehr im Jahr 2020 profitiert haben. Im Jahr 2 020 sank das Passagierauf- kommen im Zuge der Pandemie am Flughafen Köln/Bonn auf rund 3,1 Mio. Fluggäste. Mit einem Rückgang um 75,1% im Vergleich zum Vorjahr lag Köln/Bonn nahezu gleichauf mit dem Bundesdurchschnitt von -74,6% (auf 63 Mio. Passagiere). 159 Wirtschaftliche Lage Chancen und Risiken und erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten - Die Flughafen Köln/Bonn GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem. Wesent- liches Element dieses Risikomanagements ist eine Überwachung der Risiken der Ge- sellschaft mittels einer Risi koinventur, bei der die Risiken gemäß ihrer Auswirkung (T€) und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (%) gruppiert werden. Neben den Auswir- kungen der Corona-Krise sind als wesentliche Risiken „Schnittstelle „Fracht“ Zugang sensibler Teil Sicherheitsbereich“, „Insolvenz Airlines/Reiseveranstalter“ und mögli- che „Gefahr von Terroranschlägen“ im Fokus, welche auf Grund ihrer Eintrittswahr- scheinlichkeit und Auswirkungen auf den Flughafen Köln/Bonn von hoher Bedeutung sind. Die Auswirkungen der andauernden Corona-Krise wird die Flughafen Köln/Bonn GmbH auch im Jahr 2021 h eftig zu spüren bekommen. Der im Dezember 2020 f ür das Jahr 2021 verabschiedete Wirtschaftsplan sah noch eine Verkehrsmenge von 6,1 Mio. Passagieren vor. Diese Prognose musste im Frühjahr 2021 auf 4,5 Mio. Passa- giere reduziert werden. - Dagegen konnte die u rsprünglich geplante Frachtmenge von 880.000 Tonnen auf 945.000 Tonnen angehoben werden. Insgesamt wird diese Verkehrsentwicklung zu signifikanten Einnahmeverlusten gegenüber der ursprünglichen Wirtschaftsplanung für 2021 führen. Im Ergebnis ist aus heutig er Sicht davon auszugehen, dass der ur- sprüngliche Planverlust in Höhe von ca. 25.000 T€ nicht überschritten wird. Die FKB geht aufgrund der bisherigen erfolgreichen Bewältigung der Corona-Krise davon aus, dass auch im Jahr 2022 noch ein hoher einstelliger Mio.-Fehlbetrag zu erwarten ist. Die Liquidität des Unternehmens ist ausreichend gesi chert. Die Gesellschafter der Flughafen Köln/Bonn GmbH haben mit Beschluss vom 18. Dezember 2020 eine Ein- zahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt 75.000 T€ beschlossen. Dar- über hinaus wurden im Dezember 2020 Darlehensverträge in Höhe von insges amt 100.000 T€ mit fünf Hausbanken abgeschlossen, die unter dem NRW -Corona-Infra- struktur Programm der NRW.BANK staatlich gefördert werden. Eine Bestandsgefähr- dung aus heutiger Sicht ist auf Grundlage der Unternehmensplanung und bei Beibe- haltung der Kreditlinien nicht zu erwarten, so dass die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zugrunde gelegt wurde. Der Flughafen Köln/Bonn verfügt über einen Public Corporate Governance Kodex, dessen Regelungen zu einer besseren Steuerung und Kontrolle sowie Trans- parenz des Unternehmens beitragen. 160 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln Anschrift Stadthaus Deutz/Willy-Brand- Platz 2 50679 Köln Kontakt 0221-221-0 Gründung 1998 Handelsregister Entfällt Beteiligungsverhältnisse Entfällt Unternehmensgegenstand Der Zweck des Abfallwirtschaftsbetriebes der Stadt Köln ist die Gewährleistung der Ab- fallbeseitigung, Straßenreinigung und Winterwartung nach Maßgabe der Abfallsatzung und der Straßenreinigungssatzung der Stadt Köln. Ausgenommen sind abfallwirtschaft- liche Grundsatzangelegenheiten, die der Beschlussfassung des Rates und seiner Aus- schüsse zum Abfallwirtschaftskonzept unterliegen. Organe des Eigenbetriebes Betriebsleitung Betriebsausschuss Betriebsleitung Dr. Harald Rau (1. Betriebsleiter) Dr. Thomas Kreitsch (Geschäftsführender Betriebsleiter) Aufsichtsrat Herr Rafael Christof Stuwe (Ausschussvorsitzender bis 05.11.2020) Frau Denise Abé (Ausschussvorsitzende ab 06.11.2020) Herr Wilfried Becker (bis 05.11.2020) Frau Marget Dresler-Graf (bis 05.11.2020) Frau Katharina Welcker (bis 06.11.2020) Herr Stefan Götz (bis 05.11.2020) Herr Efkan Kara (bis 06.11.2020) Herr Dr. Walter Gutzeit (bis 05.11.2020) Herr Karl-Heinz Walter (bis 05.11.2020) Herr Gerhard Brust (bis 05.11.2020) 161 Aufsichtsrat Frau Ursula Schlömer Frau Hamide Akbayir (bis 05.11.2020) Frau Polina Frebel Herr Dr. Rolf Albach Herr Robert Schallehn Herr Christian Achtelik (ab 06.11.2020) Frau Christiane Martin (ab 06.11.2020) Frau Christiane Jäger (ab 06.11.2020) Frau Constanze Aengenvoort (ab 06.11.2020) Frau Sarah Niknamtavin (ab 06.11.2020) Herr Florian Weber (ab 06.11.2020) Herr Felix Spehl (ab 06.11.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung Dornbach GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft, Köln Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Betriebsleistung 222.285 230.816 237.121 Jahresergebnis -2.569 -2.075 3.237 Eigenkapital 0 0 0 Bilanzsumme 13.205 14.851 12.310 Investitionen 0 0 0 Verbindlichkeiten 13.043 12.185 6.556 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit Die Stadt Köln ist gemäß § 5 des Abfallgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (LAbfG NRW) als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (örE) dafür verantwortlich, 162 Wirtschaftliche Lage die auf ihrem Gebiet anfallenden Abfälle zu entsorgen. Diese Aufgabe nimmt die eigen- betriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln (AWB eE) wahr. Die Stadt Köln hat gemäß § 1 des Straßenreinigungsgesetzes des Landes Nordrhein- Westfalen (StrReinG NRW) die öffentlichen Straßen innerhalb geschlossener Ortsla- gen zu reinigen. Diese Aufgabe nimmt die AWB eE ebenfalls wahr. Die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) und die AVG Abfallverwertungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH (AVG) sind mit der operativen Aufgabenwahrneh- mung beauftragt. Die AWB stellt die Abfallsammlung und den -transport (Müllabfuhr), die Straßenreinigung und den Winterdienst sicher. Die AVG stellt die Abfallentsorgung und -verwertung sicher, kompostiert und vergärt Bioabfälle, sortiert und verwertet Ge- werbeabfälle und verbrennt anfallenden Restabfall. Bei der AWB eE verbleiben somit diesbezüglich keine operativen Aufgaben. Die Stadt Köln behält ihre gesetzliche Ver- antwortung als örE bei und bestimmt nach wie vor die Kölner Abfallpolitik (z. B. Abfall- wirtschaftskonzept, Abfallsatzung, Abfallgebührensatzung, Straßenreinigungssatzung inkl. Straßenreinigungsgebühren). Die AWB eE trägt Sorge für die ordnungsgemäße Aufgabenerledigung durch Dritte. Entsprechende Kontrollrechte sind vertraglich gere- gelt. Geschäftsverlauf 2020 Coronabedingt ist es entgegen des Trends seit 2016 in 2020 insgesamt sowie auch pro Kopf zu einem Anstieg beim Aufkommen der gemischten Siedlungsabfälle gekommen. Dies ist maßgeblich auf mehr Restabfall und mehr Sperrmüll insgesamt zurückzufüh- ren. Dabei ist in 2020 die Zahl der Einwohner*innen entgegen des bisherigen Trends erstmalig leicht zurückgegangen. Die Corona-Pandemie hat 2020 zu Aussetzungen von Abfallgebühren und zu Stundungen von Abfall- und Straßenreinigungsgebühren im gewerblichen Bereich geführt. Im zweiten Halbjahr 2020 galt ein reduzierter Mehrwert- steuersatz von 16 %. Dies wird für sich betrachtet zu Kostenüberdeckungen führen, die vorrangig zum Verlustausgleich verwendet werden. Der Jahresabschluss 2020 weist einen Jahresüberschuss von 3.237 T€ aus. Der Wirt- schaftsplan 2020 hat dagegen einen Jahresüberschuss von 91 T€ prognostiziert. Das Rohergebnis fällt mit 6.550 T€ (Vorjahr 3.038 T€) positiv aus. Die AWB eE. weist ein Eigenkapital von 2.692 T€ aus. Zum Erhalt des Vermögens wurde gemäß § 10 der Ei- genbetriebsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) eine Eigenka- pitalzuführung mit Mitteln aus dem allgemeinen Haushalt der Stadt Köln vereinbart, die am 12.12.2019 durch den Rat beschlossen wurde und in 2020 ausgezahlt wurde. 163 Wirtschaftliche Lage Der Vergleichsvorschlag des OVG NRW hinsichtlich der nachsortierbedingten Mehrge- bühren für die Jahre 2013 bis 2020 wurde angenommen. Die Gebührenerstattung be- läuft sich auf rd. 3,0 Mio. €. Chancen und Risiken Risiken für das Wirtschaftsjahr 2020 liegen vor allem in der Mengenentwicklung im Be- reich der Entleerungen und der Sammelmengen von Rest und Biomüll sowie in der Neufassung der Leistungsaustauschbeziehungen mit den Dualen Systemen auf Grundlage des ab 01.01.2019 geltenden Verpackungsgesetzes und in Systemausfäl- len. 164 2. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten GAG Immobilien AG Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 - 2011 - 0 www.gag-koeln.de Gründung 1913 Handelsregister HRB 901, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Aktionäre Anteil Stadt Köln 88,53% Ernst-Cassel-Stiftung 5,16% Einzelaktionäre 3,36% Eigene Aktien 1,90% Treuhandaktionäre 1,05% Unternehmensgegenstand Gegenstand der GAG Immobilien AG (GAG AG) ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Zur Erfül- lung ihres Gegenstands kann die Gesellschaft Grundstücke erwerben, belasten, be- bauen, verwalten und veräußern. Die Gesellschaft kann alle im Bereich der Wohnungs- wirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören auch die Betreuung von Bauvorhaben, die Sanierung von Bauten, die Betreuung von Sanierungsvorhaben sowie die Durchführung städtebaulicher Maßnah- men im Zusammenhang mit der Erneuerung oder Entwicklung von Wohngebieten. Die Gesellschaft kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Ge- werbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereitstellen. Die Gesellschaft kann darüber hinaus im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH insbesondere folgende Aufgaben übernehmen: a) Erwerb, Errichtung, Verwaltung und Betrieb von technische n Anlagen und Geräten sowie die Bereitstellung von Ausstattung und Einrichtungsgegenständen zur Versorgung von Mietern mit Wärme und Energie. b) Erbringung und Vermittlung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen, insbesondere Energielieferung, Mieterstrom , Energieeffizienz Maßnahmen, Energiespeicherbewirt- schaftung. 165 Organe der Gesellschaft Vorstand Aufsichtsrat Hauptversammlung Vorstand Herr Uwe Eichner (Vorsitzender, bis 31.12.2020) Frau Kathrin Möller Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021) Aufsichtsrat Herr Jochen Ott (1. Vorsitzender) Frau Sabine Pakulat (1. stellv. Vorsitzende) Frau Martina Richter (2. stellv. Vorsitzende) Frau Dr. Eva Bürgermeister Herr Michael Frenzel (bis zum 10.12.2020) Frau Ursula Gärtner Herr Markus Greitemann Herr Niklas Kienitz Herr Harald Knopp Frau Karina Köbnik Herr Antonio Mossuto Herr Dr. Franz Georg Rips Herr Andreas Schubring Herr Michael Weisenstein Herr Thomas Welter Frau Marion Heuser (seit dem 10.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/ Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Grund und Boden Köln, GmbH 62,0% Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH, Köln 100,0% GAG Servicegesellschaft mbH, Köln 100,0% GAG Projektentwicklung GmbH, Köln 90,0% 166 Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Gewinnausschüttung (netto nach Abzug von Steuern) 6.145,7 Zuwendungen im Rahmen einer Betrauung 3.270,4 Gewährte Darlehen zum 31.12. 74.508,0 Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen zum 31.12. 0,0 Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 283.337,1 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 1.917.815,0 1.998.204,2 2.104.625,4 Immaterielle Vermögensgegenstände 467,2 384,3 257,4 Sachanlagen 1.636.955,4 1.718.899,6 1.802.147,8 Finanzanlagen 280.392,4 278.920,3 302.220,2 Umlaufvermögen 111.294,8 137.002,0 133.115,8 Vorräte 49.970,5 53.696,2 47.526,3 Forderungen und sonst. VG 59.541,7 81.201,6 66.240,4 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 1.782,5 2.104,2 19.349,1 Rechnungsabgrenzungsposten 601,0 1.009,7 1.105,8 Summe Aktiva 2.029.710,8 2.136.215,9 2.238.847,0 Passiva Eigenkapital 526.228,8 565.950,9 607.603,1 Gezeichnetes Kapital 16.240,1 16.210,2 16.179,3 Kapitalrücklage 154.200,3 154.230,2 154.255,2 Gewinnrücklage 335.266,9 370.752,2 410.742,9 Bilanzergebnis 20.521,5 24.758,4 26.425,7 Sonderposten 27.017,4 26.348,8 25.680,2 Rückstellungen 59.573,5 57.928,4 56.949,8 Verbindlichkeiten 1.405.095,0 1.466.318,4 1.518.333,8 Rechnungsabgrenzungsposten 11.796,0 19.669,4 30.280,0 Summe Passiva 2.029.710,8 2.136.215,9 2.238.847,0 167 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 216.240,6 231.394,3 233.519,7 Umsatzerlöse 217.119,8 227.569,8 239.676,6 Bestandsveränderungen -883,7 3.725,7 -6.169,9 andere aktivierte Eigenleistungen 4,6 98,8 13,0 Sonstige betriebliche Erträge 18.614,9 29.004,3 29.577,8 Betriebsleistung 234.855,5 260.398,6 263.097,4 Betriebsaufwand 185.492,6 200.800,8 199.445,5 Materialaufwand 84.760,6 96.107,0 91.562,1 Personalaufwand 31.931,7 33.197,7 45.730,9 Abschreibungen 11.079,1 11.445,9 43.739,1 Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.521,1 5.457,8 18.413,4 Betriebsergebnis 38.936,0 41.912,2 63.652,0 Finanzergebnis -7.645,7 -5.669,1 -5.914,5 Erträge aus Beteiligungen Erträge aus Gewinnabführung 14.139,8 17.686,9 18.074,6 Erträge aus anderen Finanzanlagen 2.955,8 1.312,0 1.266,6 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 821,3 710,7 204,5 Aufwendungen aus Verlustübernahmen 1.203,5 0,0 0,0 Abschreibungen auf Finanzanlagen Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.359,0 25.378,7 25.460,2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.214,8 6.372,8 8.127,3 Sonstige Steuern -916,4 -291,8 -154,6 Jahresergebnis 39.418,9 47.847,8 49.764,7 Gewinnvortrag 602,6 410,5 6610 Einstellung in andere Gewinnrücklagen 19.500,0 23.500,0 24.000,0 Bilanzgewinn 20.521,5 24.758,4 26.425,7 168 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 94,5% 93,5% 94,0% Abschreibungsquote 2,4% 2,4% 2,4% Investitionen (T€), (Zugänge SAV) 190.047 133.109 154.755 Investitionsquote 9,9% 6,7% 7,4% Eigenkapitalquote 25,93% 26,49% 27,14% Pensionsverpflichtungen (T€) 39.106,9 41.298,8 42.130,5 Bankverbindlichkeiten (T€) 1.126.155,1 1.104.574,3 1.080.735,9 Veränderung Verschuldung (T€) 98.898,2 62.282,3 52.602,0 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 3,1% 3,4% 3,4% Rohertrag (T€) 131.479,9 135.287,3 141.957,6 EBIT (T€) 49.362,9 59.597,8 63.652,0 EBITDA (T€) 88.298,9 101.510,0 43.739,1 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 542 549 560 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 74,3 78,3 79,7 Wirtschaftlichen Lage Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Die GAG ist schwerpunkt- mäßig in den Geschäftsfeldern Immobilienbewirtschaftung, Neubau, Modernisierung/In- standhaltung sowie Bauträgergeschäft tätig. Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regio- nen bleibt angespannt. Deutsche Großstädte verzeichnen einen weiterhin spürbaren Ein- wohnerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den Uni- versitätsstädten weiter. Aufgrund des Einwohnerzuwachses wird auch die Lage auf dem 169 Wirtschaftlichen Lage Kölner Wohnungsmarkt weiter angespannt bleiben. Dies trifft insbesondere auf das Seg- ment der preiswerten und öffentlich geförderten Wohnungen zu. Zentrale Problemfelder bilden weiterhin die fehlende Verfügbarkeit von Bauland und hohe Bodenpreise. Geschäftsverlauf 2020 Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresüberschuss von 49.765 T€ (Vorjahr: 47.848 T€) ab. Das EBITDA verbesserte sich um 6% auf 107.391 T€ (Vorjahr: 101.510 T€). Die Umsatzerlöse stiegen um 5% auf 239.677 T€ (Vorjahr: 227.570 T€). Die Umsätze resultieren im Wesentlichen aus der Hausbewirtschaftung und dort vor allem aus der Vermietung. Die Umsatzerlöse aus Sollmieten lagen bei 142.051 T€ (Vorjahr: 137.528 T€). Diese Steigerung ergab sich aus dem Bezug von Neubaumaßnahmen, den Anhebungen der Mieten aufgrund von Modernisierungsmaß- nahmen sowie den Mietanpassungen im Wohnungsbestand an den Miet-spiegel sowie Fluktuation. Hinzu kamen Umsatzerlöse aus Nebenkosten von 44.425 T€ (Vorjahr: 41.596 T€). Die Umsätze aus dem Verkauf von Grundstücken stiegen um 65% auf 11.398 T€ (Vorjahr: 6.926 T€). Es konnten 22 (Vorjahr: 16) erfolgswirksame Verkäufe aus Bauträgermaßnahmen getätigt werden. Die Bilanzsumme stieg um 5% auf 2.238.847 T€ (Vorjahr: 2.136.216 T€). Der Wert des Anlagevermögens stieg um 5% auf 2.104.625 T€ (Vorjahr: 1.998.204 T€). Den Zugängen in Höhe von 154.755 T€ stan- den insbesondere Abschreibungen in Höhe von 43.739 T€ und Buchwertabgänge in Höhe von 4.595 T€ gegenüber. Die Zugänge resultierten im Wesentlichen aus Investiti- onen für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Finanzinvestitionen bei Tochtergesellschaften. Als Vermieter unterliegt der GAG-Konzern auch einem Mietaus- fallrisiko. Hauptursache für rück-ständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieter sind wachsende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme in den Stadtteilen, in denen der GAG-Konzern seine Wohnungen bewirtschaftet. Durch die enge Betreuung der Mieter in den Kundencentern und durch die Abteilung Forderungs- management wird gewährleistet, dass problematische Mietverhältnisse schneller er- kannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Ertragslage sind bisher überschaubar geblieben. Aus der CO2-Bepreisung können sich Ergebnisbelastungen ergeben. Chancen und Risiken und erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die größten Chancenpotenziale sieht der GAG-Konzern im Standortfaktor, in dem in 100 Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft sowie in den Kölner Ei nwohnern und zukünftig vermehrt den Neu-Kölnern. Hier werden an dem hervorragenden Standort Köln, der nach den gängigen Bevölkerungsprognosen langfristig stabile Nachfragepotenziale 170 Wirtschaftlichen Lage bereithält, wohnungswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen ihre Abn ehmer fin- den, wenn sie ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewogen sind. Für 2021 sind ein Jahresüberschuss von 28.673 T€ und ein EBITDA von 93.344 T€ ge- plant. Diese Ergebnisse basieren im Wese ntlichen auf einem Umsatz von 237.655 T€ und Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen von 99.363 T€ sowie auf einem Personal-aufwand von 49.999 T€. Die Abschreibungen sind mit 45.722 T€ und das Finanzergebnis mit -14.454 T€ geplant. 171 GAG Projektentwicklung GmbH Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 - 2011 - 0 www.gag-koeln.de Gründung 2000 Handelsregis- ter HRB 33693, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Anteilseigner Anteil GAG Immobilien AG, Köln 90,0% Grund und Boden GmbH, Köln 10,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art, die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchfüh- rung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichtigung sozial wichtiger Maßnahmen. Die Gesellschaft kann Immobilien erwerben, belasten, verwalten und veräußern. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des genannten Gesellschaftszwecks notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unter- nehmen, die ihren Zwecken dienlich oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiligen oder solche Unternehmen erwerben oder errichten. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Uwe Eichner (Vorsitzender, bis 31.12.2020) Frau Kathrin Möller Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021) 172 Aufsichtsrat Kein Aufsichtsrat Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als Konzernmutter. Jahresabschlussprüfung Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€) Kommunalbesicherte besicherte Verbindlichkeiten (per 31.12) 22.976,8 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 10.691,7 7.870,3 8.917,3 Jahresergebnis -839,9 294,6 364,0 Eigenkapital 231,2 231,2 14.687,5 Bilanzsumme 57.603,6 58.749,9 64.612,0 Investitionen (Zugänge SAV) 2 6.076 8.710 Verbindlichkeiten 54.118,3 57.011,5 48.552,1 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art, die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchfüh- rung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichtigu ng sozial wichtiger Maßnahmen. Die Geschäftstätigkeit in Bezug auf die Verwaltung eigener Grundstücke ist durch den Ankauf eines Wohnungspaketes in Köln -Chorweiler in 2016 deutlich fokussiert worden. Hier erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen im allge mei- nen wirtschaftlichen Interesse (DAWI), für die ein entsprechendes Vertragswerk mit der 173 Wirtschaftliche Lage Stadt Köln abgeschlossen wurde. Diese besonderen Rahmenbedingungen der Bewirt- schaftung werden die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestimmen. Seit Anfang 2019 wurde eine neue Modernisierungsstrategie für die Bestände der Gesellschaft in Köln - Chorweiler beschlossen. Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnausgleich von 364 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss vor Gewinnausg leich von 295 T€) sowie mit einem positivem EBITDA von 2.069 T€ (Vorjahr: positives EBITDA von 2.316 T€). Die Umsatzerlöse stiegen um 12 % auf 8.989 T€ (Vorjahr: 8.011 T€). Der wesentliche Grund für die gestiegenen Umsatzerlöse ist der höhere Betrauungsaktzuschuss in Höhe von 1.626 T€ (Vorjahr: 754 T€). Der Betrauungsaktzuschuss wird in der Höhe erfolgs- wirksam eingebucht, die erforderlich ist, um das Ergebnis aller dem Betrauungsakt zu- rechenbarer Aufwendungen und Erträge auszugleichen. Der Differenzbetrag z um Zu- schussbetrag der Stadt Köln in Höhe von 1.614 T€wurde mit dem übrigen sonstigen Vermögensgegenstand verrechnet. Im Geschäftsjahr befanden sich 433 Wohnungen (Vorjahr: 296 Wohnungen) in der Mo- dernisierungsdurchführung. Das Investitionsvolumen betrug im Geschäftsjahr 8.347 T€ (Vorjahr: 5.997 T€) und der Aufwand aus Großmodernisierung betrug 636 T€ (Vorjahr: 468 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf 1.063 T€ (Vorjahr: 3.232 T€). Dieser Rückgang resultierte hauptsächlich aus gesunkenen Erträgen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe. von 519 T€ (Vorjahr: 1.778 T€). Des Weiteren fielen im Ge- schäftsjahr keine weiteren Erträge aus früheren Jahren an (Vorjahr: 730 T€). Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um 5.862 T€ auf 64.612 T€ (Vorjahr: 58.750 T€) erhöht. Der Wert stieg im Wesentlichen aufgrund der Eigenka- pital-zuführung in die Kapitalrücklage (14.456 T€), denen gesunkene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8.148 T€ (Vorjahr: 14.913 T€) ent- gegenstehen. Der Wert des Anlagevermögens stieg im Geschäftsjahr auf 60.806 T€ (Vorjahr: 53.300 T€). Den Investitionen von 8.710 T€ standen Abschreibungen von 1.204 T€ gegenüber. Chancen und Risiken Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berück sichtigung des mit der GAG AG abgeschlossenen Beherrschungs - und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. 174 Wirtschaftliche Lage Allerdings wird die Gesellschaft auch in den Folgejahren auf die Unterstüt zung durch die GAG Immobilien AG angewiesen sein. Die Gesellschaft erwartet für 2021 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von 640 T€ und es ist ein positives EBITDA von 1.182 T€ geplant. Diese Ergebnisse basie- ren im Wesentlichen auf einem Umsatz von 10.638 T€ und Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen von 9.225 T€. 175 GAG Servicegesellschaft mbH Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 - 2011 - 0 www.gag-koeln.de Gründung 2002 Handelsregis- ter HRB 52209, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil GAG Immobilien AG, Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des U nternehmens ist es, unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und städtebaulicher Zielsetzungen, für die Gesellschaften des GAG -Konzerns oder be- gleitend zu deren Hauptgeschäft auch für Mieter folgende Aufgaben zu übernehmen:  die Bewirtschaftung sowie die Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz und Immo- bilienbeständen sowie die Vermittlung von Grundstücksankäufen, Grundstücksverkäu- fen und von grundstücksgleichen Rechten jeder Art;  die Baubetreuung, die Errichtung und Veräußerung von Ein - und Mehrfamilienhäusern, Eigentums-wohnungen, Mietwohngebäuden und gewerblichen Bauten sowie die Er- schließung und Parzellierung von Grundstücken;  der Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und der Betrieb von technischen Anlagen und Geräten sowie die Bereitstellung von Ausstattungen und Einrichtungsgegenständen zur Versorgung von Mietern und Gesellschaften des GAG -Konzerns mit Wärme, Energie und sonstigen Dienstleistungen;  die Erbringung von Hausmeister-, Wohnungsverwaltungs- und sonstigen Dienstleistun- gen mit eigenem u nd fremdem Personal für Mieter und Gesellschaften des GAG -Kon- zerns.  Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung 176 Geschäftsführung Herr Ingo Frömbling Herr Klaus Möhren Aufsichtsrat Kein Aufsichtsrat Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als Konzernmutter. Jahresabschlussprüfung Domus AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€) keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 38.132,0 43.062,6 42.681,4 Jahresergebnis 864,4 1.492,2 1.560,4 Eigenkapital 375,2 1.556,7 13.090,0 Bilanzsumme 14.724,8 26.479,2 26.270,9 Investitionen (Zugänge SAV) 4.259 7.940 2.432 Verbindlichkeiten 12.068,7 23.612,2 11.949,1 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 7,0 7,0 8,0 177 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit Die wesentlichen Aufgaben des Unternehmens sind der Erwerb, die Errichtung, die Ver- waltung und der Betrieb von technischen Anlagen und Geräten sowie die Bereitstellung von Ausstattungen und Einrichtungsgegenständen zur Versorgung von Mietern und Ge- sellschaften des GAG-Konzerns mit Wärme, Energie und sonstigen Dienstleistungen. Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 1.560 T€ (Vorjahr: 1.492 T€) sowie mit einem EBITDA von 2.654 T€ (Vorjahr: 2.437 T€). Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 42.686 T€ (Vorjahr: 43.069 T€). Sie resultieren im Wesentlichen mit 25.070 T€ (Vorjahr: 25.048 T€) aus erbrachten Leistungen aus der Immobilienverwaltung und Hausmeistertätigkeit (Betreuungstätigkeit). Im Geschäfts- zweig der Gaslieferung wurden nach Abzug der Energiesteuer Umsätze in Höhe von 6.642 T€ (Vorjahr: 8.527 T€) erwirtschaftet. Die Bilanzsumme sank gegenüber dem Vorjahr um 1% auf 26.271 T€ (Vorjahr: 26.479 T€). Die Verringerung der Bilanzsumme resultiert zum einen aus zum Stichtag rückgän- gigen noch nicht abgerechnet en konzerninternen Dienstleistungen und zum anderen aus höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen für den Ankauf von Photovolta- ikanlagen, dem Bau von Heizkesseln und Blockheizkraftwerken. Die Gesellschafterin GAG AG hat im Berichtsjahr 11.533 T€ in die Kapitalrücklage der GAG SG eingezahlt. Chancen und Risiken Unter Berücksichtigung des mit der GAG Immobilien AG, Köln (GAG), abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die Finanz- und Vermögenslage als geordnet zu bezeichnen. Darübe r hinaus ist die Zahlungsfähigkeit durch die konzern- weite Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben. Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG ab- geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen Ri- siken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Da die Gesellschaft den wesentlichen Teil der ihr entstehenden Aufwendungen im Rah- men der Konzernumlage an Konzerngesellschaften weiterbelasten kann, ist für 2021 ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 752 T€ sowie ein EBITDA von 2.176 T€ geplant. 178 Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 - 2011 - 0 www.gag-koeln.de Gründung 2014 Handelsregis- ter HRB 81216, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil GAG Immobilien AG, Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Der Zweck der Gesell- schaft wird vorrangig erfüllt durch  den Erwerb, die Vermietung, die Verpachtung, die Verwertung und Verwaltung von ei- genen und fremden Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und beweglichen Sa- chen;  die Errichtung und Verwaltung von Baulichkeiten aller Art, ausgenommen sind Tätigkei- ten oder Geschäfte, die in § 34c der Gewerbeordnung aufgeführt sind.  Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Uwe Eichner (Vorsitzender, bis 31.12.2020) Frau Kathrin Möller Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021) Aufsichtsrat Kein Aufsichtsrat 179 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex Anwendung des PCGK der Stadt Köln im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnab- führungsvertrages mit der GAG als Konzernmutter. Jahresabschlussprüfung Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 13.244,4 13.954,5 14.198,1 Jahresergebnis -363,6 2.582,4 1.651,2 Eigenkapital 15.072,1 15.072,1 15.072,1 Bilanzsumme 149.210,3 151.910,4 152.661,3 Investitionen (Zugänge SAV) 4.247 5.402 5.100 Verbindlichkeiten 133.884,0 134.746,5 133.631,5 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Die MGAG ist schwer- punktmäßig in den Geschäftsfeldern Immobilienbewirtschaftung, Neubau, sowie Moder- nisierung/Instandhaltung tätig. Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regio- nen bleibt angespannt. Deutsche Großstädte ver zeichnen einen weiterhin spürbaren Einwohnerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter. Aufgrund des Einwohnerzuwachses wird auch die Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt weiter angespannt bleiben. Dies trifft insbesondere auf das Segment der preiswerten 180 Wirtschaftliche Lage und öffentlich geförderten Wohnungen zu. Zentrale Problemfelder bilden weiterhin die fehlende Verfügbarkeit von Bauland und hohe Bodenpreise. Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 1.651 T€ (Vorjahr: 2.582 T€) sowie mit einem positiven EBITDA von 7.885 T€ (Vorjahr: 7.185 T€). Das Jahresergebnis ist durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.532 T€ belastet. Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 14.138 T€ (Vorjahr: 13.776 T€). Sie resu ltieren aus der Bewirtschaftung von 1.943 freifinanzierten Wohnungen und 70 Gewerbe - und sonstigen Einheiten. Von dem Wohnungsbestand waren am Bilanzstichtag 138 Woh- nungen nicht belegt, davon zehn vermietungsbedingt. Die Mietausfälle durch Leerstand, Preisnachlässe und wegen Modernisierungsmaßnahmen beliefen sich auf 669 T€. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 751 T€ auf 152.661 T€ (Vorjahr: 151.910 T€). Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf das um 853 T€hö- here Anlagevermögen bzw. dessen Finanzierung zurückzuführen. Unter Berücksichtigung des mit de r GAG Immobilien AG, Köln (GAG AG), abgeschlos- senen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die Finanz- und Vermögens- lage als geordnet zu bezeichnen. Darüber hinaus ist die Zahlungsfähigkeit durch die konzernweite Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben. Chancen und Risiken Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentlichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Die Gesellschaft wird auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch die GAG AG angewiesen sein. Für 2021 ist ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 447 T€ sowie ein positives EBITDA von 5.242 T€ geplant. 181 Grund und Boden GmbH Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 - 2011 - 0 www.gag-koeln.de Gründung 05.02.1936 Handelsregister HRB 181, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil GAG Immobilien AG, Köln 62,0 % Stadt Köln 38,0 % Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art, die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchfüh- rung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter Berücksichtigung sozial wichtiger Maß- nahmen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des genannten Gesellschaftszwecks notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die ihren Zwecken dienlich und förderlich sind, in jeder gesetzlich zuläs- sigen Form beteiligen oder solche Unternehmen erwerben oder errichten. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Uwe Eichner (Vorsitzender, bis 31.12.2020) Frau Kathrin Möller Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021) Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. 182 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der GAG als Konzernmutter. Jahresabschlussprüfung Domus AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/ Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH, Köln 25,0% GAG Projektentwicklung GmbH, Köln 10,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€) Gewinnausschüttung (netto, nach Abzug von Steuern) 3.243,3 (davon Garantieanteil (netto), nachrichtlich) 1.177,1 (davon Gewinnausschüttung (netto), nachrichtlich) 2.066,2 Gewährte Schuldendiensthilfen 80,7 Gewährte Darlehen zum 31.12. 31.213,7 Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen (per 31.12.) 0,0 Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) (per 31.12). 140.809,6 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 139.061,3 143.170,3 145.511,3 Jahresergebnis * 17.106,1 17.170,8 18.962,2 Eigenkapital 139.367,4 139.367,4 139.367,4 Bilanzsumme 840.278,5 822.238,0 808.955,5 Investitionen (Zugänge SAV) 11.340 5.752 11.818 Verbindlichkeiten 689.144,5 669.586,7 656.511,8 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0 * vor Ausgleichszahlung und Gewinnabführung 183 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der wirtschaftlichen Tätigkeit Gegenstand des Unternehmens i st die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Die Grubo ist schwer- punktmäßig in den Geschäftsfeldern Immobilienbewirtschaftung, Neubau, sowie Moder- nisierung/Instandhaltung tätig. Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regionen bleibt angespannt. Deutsche Großstädte verzeichnen einen weiterhin spürbaren Einwohnerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studiere ndenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter. Aufgrund des Einwohnerzuwachses wird auch die Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt weiter angespannt bleiben. Dies trifft insbesondere auf das Segment der preiswerten und öffentlich geförderten Wohnungen zu. Zentrale Problemfelder bilden weiterhin die fehlende Verfügbarkeit von Bauland und hohe Bodenpreise. Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 14.499 T€ (Vorjahr: 13.318 T€) sowie mit einem positiven EBITDA von 52.204 T€ (Vor- jahr: 51.654 T€). Chancen und Risiken Als Vermieter unterliegt der GAG -Konzern auch einem Mietausfallrisiko. Hauptursache für rück -ständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieter s ind wachsende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme. Durch die enge Betreuung der Mieter in den Kundencentern und durch die Abteilung Forderungsmanagement wird ge- währleistet, dass problematische Mietverhältnisse schneller erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die größten Chancen sieht der GAG -Konzern im Standortfaktor sowie in dem in über 100 Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft und in den Kölner Einwohnern und zukünftig noch stärker den Neu-Kölnern. Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG ab- geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages keine wesentlichen Ri- siken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Für 2021 sind ein Jahresüberschuss v or Gewinnabführung von 9.525 T€ sowie ein E- BITDA von 43.499 T€ geplant. Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf einem Umsatz von 144.767 T€ und Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen von 94.642 T€. 184 modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH Anschrift Brückenstraße 17, 50667 Köln Kontakt 0221 2059401 www.modernestadt.de Gründung 1971 Handelsregister HRB 4934, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil moderne stadt GmbH 41,0% Grund und Boden GmbH 25,0% Stadtwerke Köln GmbH 25,0% Sparkasse KölnBonn 9,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist es, insbesondere im Bereich der Stadt Köln im eigenen Namen für eigene oder fremde Rechnung Grundstücke und grundstücksglei- che Rechte zu erwerben, zu bebauen und zu verwerten sowie alle Aufgaben der Stadt- entwicklung, der Baubetreuung sowie der Projektentwicklung und -steuerung zu über- nehmen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Tochtergesellschaften mit ähnlicher Zweckbestimmung zu gründen und sich an anderen Unternehmen zu beteiligen, deren Gegenstand und Zweck mit dem der Gesellschaft in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Geschäftsführung Herr Andreas Röhrig Herr Thomas Scheitza 185 Aufsichtsrat Herr Uwe Eichner (vorsitzender, bis 22.12.2020) Herr Rainer Virnich (Vorsitzender, ab 22.12.2020) Herr Dr. Dieter Steinkamp Frau Stefanie Haaks Frau Kathrin Möller Frau Monika Roß-Belkner Herr Martin Börschel (ab 22.12.2020) Herr Rafael Struwe (bis 22.12.2020) Frau Dr. Eva Bürgermeister (bis 22.12.2020) Herr Ulrich Voigt (bis 22.12.2020) Herr Guido Dörrenberg (bis 22.12.2020) Herr Markus Greitemann (bis 22.12.2020) Herr Ingo Frömbling (ab 22.12.2020) Frau Christiane Martin (ab 22.12.2020) Herr Klaus Möhren (ab 22.12.2020) Frau Viola Recktenwald (ab 22.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Bacher & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Gewinnausschüttung Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0 Jahresergebnis -150,2 -143,3 -136,6 Eigenkapital 3.260,2 3.116,6 2.980,3 Bilanzsumme 3.340,4 3.281,2 3.018,9 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 30,0 75,1 5,1 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0,0 0,0 0,0 186 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 in der Fortführung der Gesellschaft unter Kostenoptimierungsgrundsätzen. Die Akquisi- tionsbemühungen des Geschäftsjahres 2020 zum Erwerb bebauungsfähiger Grundstü- cke führten zum Abschluss einer Machbarkeitsstudie für ein Gewerbegrundstück am Butzweilerhof in Köln -Ossendorf. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wird die Ent- scheidung zum Erwerb des Grundstücks wesentlich beeinflussen. Das negative Jahres- ergebnis 2020 der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus angefallenen persönli- chen und sächlichen Verwaltungskosten. Ohne Anschlussprojekte wird auch für das Ge- schäftsjahr 2021 ein negatives Ergebnis in Höhe der Verwaltungskosten erwartet. Die Gesellschaft hat Anfang des Geschäftsjahres 2021 eine Machbarkeitsstudie zum Ankauf und zur Entwicklung eines Gewe rbegrundstücks in Köln -Ossendorf beauftragt. Das Ergebnis dieser Studie soll bis Juni 2021 vorliegen und wird die Entscheidung zum Erwerb des Grundstücks wesentlich beeinflussen. Sollte dieses Projekt mit dem Ziel ei- nes zukünftigen gewinnbringenden Verkaufs umgesetzt werden, erhöht sich die jährliche Vergütung gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag und führt kurz- bis mittelfristig zu höhe- ren sächlichen Verwaltungskosten, die jedoch im Rahmen der Betriebsleistung den ak- tivierungsfähigen Projektkosten zugerechnet werden können. Ob weitere laufende Ak- quisitionsbemühungen zum Erwerb bebauungsfähiger Grundstücke führen werden, bleibt abzuwarten. Bis dahin soll der Geschäftsbetrieb unter Kostenoptimierungsgrund- sätzen fortgeführt werden. Chancen und Risiken Das implemen tierte Risikomanagementsystem berücksichtigt das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risiken der jeweiligen Leistungsbereiche. Insbesondere bei teilweise auf Vorrat errichteten Bauträgermaßnah- men wird den Analysen zum Projektstandort, den Kosten- und Erfolgsannahmen sowie den einzusetzenden Finanzierungsmitteln erhebliche Bedeutung beigemessen. Bei der Auswahl der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird auf erfahrene und leistungsfähige Vertragspartner zurückgegriffen. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein negatives Jahresergebnis erwartet, das im Wesentlichen aus den anfallenden persönli- chen und sächlichen Verwaltungskosten resultiert. Ohne Anschlussprojekte ist auch für die Folgeperioden mit negativ en Jahresergebnissen zu rechnen, deren Höhe von den anfallenden persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten bestimmt wird. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird sich auch an der weiteren Zusammensetzung des Gesellschafterkreises orientieren. 187 GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft Anschrift Kölnstr. 16 50354 Hürth Kontakt 02233 / 7195 -0 www.gwg-rhein-erft.de Gründung 1940 Handelsregister HRB 43262, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadtwerke Wesseling GmbH 25,30% Zweckverband für die Kreissparkasse Köln 19,99% Stadtwerke Hürth AöR 16,68% Stadt Frechen 16,54% Kreissparkasse Köln 10,00% Stadt Pulheim 6,03% Stadt Köln 5,46% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist vorrangig e ine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung (gemeinnütziger Zweck). Die Gesellschaft errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in allen Rechts - und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen. Sie kann außerdem alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen, Grundstücke erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben. Sie kann Gemeinschaftsanlagen und Fol ge- einrichtungen, Läden und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrich- tungen und Dienstleistungen bereitstellen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweignieder- lassungen zu errichten, andere Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu be- teiligen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung 188 Geschäftsführung Herr Achim Leirich Aufsichtsrat Herr Bruno Wendeler (Vorsitzender) Herr Erwin Esser (stv. Vorsitzender) Frau Martina Engels-Bremer Herr Dirk Breuer Frau Susanne Stupp Frau Rita Markus-Schmitz Herr Frank Keppeler Herr Jochen Ott Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Orientierung an Beteiligungsrichtlinie der Stadt Hürth Jahresabschlussprüfung Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungs-/ Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (in T€) Gewinnausschüttung (netto, nach Abzug von Steuern) 172,2 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 21.957,1 23.093,5 24.338,3 Jahresergebnis 3.580,7 3.194,8 1.182,0 Eigenkapital 54.145,5 57.340,3 54.775,0 Bilanzsumme 164.576,9 185.289,6 216.621,8 Investitionen 18.478,0 24.266,0 26.692,0 Verbindlichkeiten 105.613,6 122.489,3 155.119,5 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 72,9 81,9 76,3 Wirtschaftliche Lage Rahmenbedingungen Zweck der Gesellschaft ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungs- versorgung der breiten Schichten der Bevölkerung in den Städ ten Hürth, Frechen, Pul- heim, Wesseling und im Kölner Süden. 189 Wirtschaftliche Lage Regionaler Wohnungsmarkt Die Auswirkungen auf die Leerstandszahlen und Erlösausfälle waren bezogen auf die Gesamtbruttomieteinnahme nur marginal. Die GWG Rhein-Erft wird trotz der Pandemie alle ih re begonnenen Planungen und Neubaumaßnahmen fortführen und umsetzen. Weiterhin wird das Ziel verfolgt, einen hohen Anteil von öffentlich gefördertem Wohn- raum bei den Maßnahmen mit umzusetzen. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2020 entwickelte sich sehr positiv und schließt mit einem Jahresüber- schuss in Höhe von 1.182 T€ ab (Vorjahr 3.195 T€). Das gute Ergebnis, erwirtschaftet von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wird überwiegend aus der Hausbewirtschaf- tung getragen. Es liegt vor Steuern mit 4.259 T€ nochmals über dem sehr guten Ergebnis des Jahres 2019 in Höhe von 4.158 T€. Die Anzahl der Leerstände aufgrund von Ver- mietungsproblemen oder geringer Nachfrage belief sich auf 16 Wohnungen (Vorjahr 1). Dies entspricht einer Quote von 0,52 % (Vorjahr 0,03 %). Risiken und Chancen Die weiterhin wirtschaftlich und strukturell positive Entwicklung der letzten Geschäfts- jahre ist Basis und Voraussetzung, um zukünftig heute nicht bekannte Krisen zu bewäl- tigen. - Personal Seit dem Ausbruch des Corona -Virus in 2020 i st die Anzahl der Mitarbeitenden so- wohl im gewerblichen als auch im Angestelltensegment der GWG Rhein Erft kon- stant. Freiwerdende und zur Nachbesetzung ausgeschriebene Positionen konnten zeitgerecht mit adäquatem Personal besetzt werden. Die während der letzten andert- halb Jahre gezeigten menschlichen Verhaltensweisen unserer Mitarbeiter*innen las- sen erkennen, dass auch in Ausnahmesituationen bedacht, angemessen, respektvoll und immer unter dem Gesichtspunkt der Verbundenheit mit allen Menschen gehan- delt und agiert worden ist. - Mieteinnahmen Die Mietausfälle und die Mietstundungen aufgrund von pandemiebezogenen Minder- einnahmen bei unseren Mieter*innen haben bisher nicht si gnifikant Auswirkungen gezeigt. - Neubauten / Baukosten Die aktuellen Bauvorhaben der GWG Rhein-Erft sind aufgrund der vertraglichen Konstellationen zu fast 100 % kostensicher, das heißt, dass Aufträge erteilt worden 190 Wirtschaftliche Lage sind und die Auftragnehmer in der Regel mit ihren Lieferanten Preissicherheit verein- bart haben. Für zukünftige Bauvorhaben lässt sich zurzeit keine gesicherte Prognose erstellen. Die Materialpreise, aber auch die Mineralölpreise haben deutlich angezo- gen. Preissteigerungen jenseits der 100 % sind keine Seltenheit. In der Regel beträgt der Materialanteil an Gebäuden rund 60 %. - Wohnungsnachfrage / Leerstand Die aktuellen und zukünftigen Bauvorhaben der GWG Rhein -Erft bewegen sich bei den frei finanzierten überwiegend im mittleren Preissegment. Wie bei dem öffentlich geförderten Wohnraum, der als preiswert zu bezeichnen ist, ist das Segment bei der Nachfrage relativ stabil. Die GWG Rhein-Erft wird mit ihrer starken Substanz, beste- hend aus soliden wirtschaftlichen Kennzahlen, einem ordentlichen Wohnungsbe- stand und ihrem Personal angemessen und bestmöglich darauf reagieren. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität Die GWG Rhein-Erft geht mit Stand heute daher davon aus, dass aufgrund der steigen- den Anzahl von modernisierten Wohneinheiten, der hohen Neubautätigkeit und auch der Anpassung der Grundmieten für das Geschäftsjahr 2021 ein Jahresüberschuss in Höhe von 3.200 T€ erzielt werden wird. 191 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Anschrift Triangle, Ottoplatz 1 50679 Köln Kontakt 0221 – 221 – 20100 www.stadt-koeln.de Gründung 1997 Handelsregister Entfällt Beteiligungsverhältnisse Entfällt Unternehmensgegenstand Zweck des Betriebes ist es, die Dienstleistungsbedarfe der Fachdienststellen im Bereich der Bereitstellung, Verwaltung und Entwicklung der für die Verwaltung für ihre Dienst- leistungen und Aufgaben benötigten Gebäude zu erfüllen. Dazu gehören die - Bereitstellung der benötigten Immobilien - Werterhaltende Objektverwaltung (insb. Bauunterhalt , Sanierung, Umbau, Ausbau und Modernisierung, Jahresplanung, Einheitlicher Ansprechpartner) - Erfüllung der Objektverantwortung (insb. Wahrnehmung der Eigentümerpflichten im Interesse der auftraggebenden Fachdienststellen, Betreiberverantwortung, verant- wortliche Baubetreuung) - Objektservice, Unterstützung bei der Planung und Bauausführung. - Organe des Eigenbetriebs Betriebsleitung Betriebsausschuss der Gebäudewirtschaft Betriebsleitung Herr Markus Greitemann (1. Betriebsleiter) Herr Wolfgang Behrisch Frau Petra Rinnenburger Betriebsausschuss Frau Stefanie Ruffen (Ausschussvorsitzende) Herr Gerhard Brust 192 Betriebsausschuss Frau Bärbel Hölzing Frau Anna-Maria Henk-Hollstein Herr Jürgen Kircher Frau Erika Oedingen Frau Denise Abé Herr Ralf Klemm Herr Heiner Kockerbeck Herr Robert Schallehn Frau Claudia Brock-Storms Frau Monika Roß- Belkner Herr Ralf Schmidt Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung Eversheim Stuible Treuberater GmbH Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Ergebnisausgleich 2020 570,0 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 1.700.905,0 1.882.425,8 2.120.076,7 Immaterielle Vermögensgegenstände 390,3 394,4 431.7 Sachanlagen 1.659.503,1 1.840.853,5 2.078.383,6 Finanzanlagen 41.011,6 41.177,9 41.261,4 Umlaufvermögen 91.465,0 108.317,1 155.676,8 Vorräte 65.605,1 73.947,3 65.468,2 Forderungen und sonst. VG 25.067,1 27.757,8 64.758,1 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 Liquide Mittel 792,8 6.611,9 25.540,6 Rechnungsabgrenzungsposten 476,1 520,8 529,9 193 Summe Aktiva 1.792.846,1 1.991.263,6 2.276.283,4 Passiva Eigenkapital 177.922,1 181.443,00 182.730,6 Stammkapital 1.000,0 1.000,0 1.000,0 Kapitalrücklage 110.316,9 111.265,3 112.552,9 Gewinnrücklage 66.605,1 66.605,1 69.177,7 Bilanzergebnis 0,0 2.572,6 0,0 d Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 352.233,1 360.963,4 494.127,5 Rückstellungen 99.725,1 105.067,7 103.984,2 Verbindlichkeiten 1.162.449,8 1.343.308,0 1.495.005,6 Rechnungsabgrenzungsposten 515,9 481,5 435,4 Summe Passiva 1.792.846,1 1.991.263,6 2.276.283,4 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 334.260,8 332.822,1 335.873,8 Umsatzerlöse 335.780,7 320.237,5 341.377,4 Bestandsveränderungen -4.846,1 8.440,1 -8.424,1 andere aktivierte Eigenleistungen 3.326,2 4.144,5 2.920,5 Sonstige betriebliche Erträge 6.678,8 12.924,9 31.081,8 Betriebsleistung 340.939,6 345.747,0 366.955,6 Betriebsaufwand 319.025,3 317.314,2 341.160,0 Aufwendungen für bezogene Leistungen 243.819,3 237.215,0 255.699,5 Personalaufwand 37.697,3 44.346,8 46.505,5 Abschreibungen 24.248,7 22.575,1 24.564,3 Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.260,0 13.177,3 14.390,7 Betriebsergebnis 21.914,3 28.432,8 25.795,6 194 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Finanzergebnis -21.910,7 -25.859,3 -25.792,5 Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 2.251,4 2.186,8 2.109,2 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 817,9 144,6 75,6 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.980,0 28.190,7 27.977,3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,6 0,9 3,1 Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0 Jahresergebnis 0,0 2.572,6 0,0 Gewinnvortrag 0,0 0,0 0,0 Bilanzgewinn 0,0 2.572,6 0,0 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 94,9% 94,5% 93,1% Abschreibungsquote 1,5% 1,2% 1,6% Investitionen (T€) 130.092,9 217.044,5 274.249,6 Investitionsquote 7,6% 11,5% 12,9% Eigenkapitalquote 9,9% 9,1% 8,0% Pensionsverpflichtungen (T€) 491,5 327,0 363,0 Bankverbindlichkeiten (T€) 1.007.866,0 1.130.188,6 1.319.329,7 Veränderung Verschuldung (T€) 62.089,4 180.858,2 151.697,6 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 1,4 1,4 1,2 Rohertrag (T€) 90.441,5 95.607,1 80.174,2 EBIT (T€) 24.165,8 30.619,6 2,5 EBITDA (T€) 48.414,5 53.194,7 32.841,9 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 615 663 708 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 61,3 66,9 65,7 195 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die für die Stadt Köln prognostizierte demographische Entwicklung und die hieraus ent- wickelte Schulentwicklungsplanung sorgen perspektivisch für einen anhaltend hohen Be- darf an zusätzlich zu schaffenden Schulplätzen. Ein Bedarf, der insbesondere durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, dem zentralen innerstädtischen Immobiliendienstleis- ter, möglichst kurzfristig zu decken ist. Darüber hinaus besteht u. a. das zwingende Er- fordernis, vorhandene Schulplätze durch Generalinstandsetzungen oder Neubauten der Gebäudewirtschaft zu sichern, Interimslösungen durch dauerhafte zu ersetzen und die baulichen Voraussetzungen für ein erweitertes Ganztagsangebot zu schaffen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln (GW) bewegt sich vor diesem Hintergrund in ei- nem vergleichsweise schwierigen gesamtwirtschaftlichen und betrieblichen Umfeld: Überhitzter Bausektor: Der enge rechtliche Rahmen bei Einkaufsprozessen führt in der aktuellen Marktsituation dazu, dass der Öffentliche Dienst kaum noch wirtschaftliche An- gebote erhält. Grundstücksknappheit: Flächenkonkurrenzen in einer wachsenden Metropole verursa- chen langwierige politische und öffentliche Diskussionen zu allen Baugrundstücken. Knappe Ressourcen / Immobilienstrategie: Zur Deckung des gesamtstädtischen Flä- chenbedarfs erscheint es geboten, neben GU/TU-Vergaben über weitere alternative Re- alisierungswege und Einkaufsstrategien insbesondere für Neubaumaßnahmen nachzu- denken. Geschäftsverlauf 2020 Priorisierende Schulbaumaßnahmenliste: Von den insgesamt 188 Schulbaumaßnahmen befinden sich im September 2021 79 Projekte in Bearbeitung / Umsetzung. Modulbauten: Durch den Rat der Stadt Köln wurde in 2019 ein drittes Containerpaket. Die Gebäudewirtschaft hat sich allerdings dazu entschieden, diese Projekte sowie künf- tige Ersatzbeschaffungen möglichst mittels Modulbauten zu realisieren. Derzeit befinden sich nahezu sämtliche Maßnahmen der ersten Tranche in der Umsetzung. Die restlichen Standorte, die zweite Tranche, soll nach einem entsprechenden Beschaffungsbeschluss umgesetzt werden. 2. Maßnahmenpaket Schulen: Das Bauprogramm umfasst rd. 50 Neubau -, Erweite- rungs- und/oder umfassende Sanierungsarbeiten an 20 Schulstandorten im ganzen Stadtgebiet. Das Projektvolumen beläuft sich auf rd. 1,6 Mrd. € bis 1,7 Mrd. € Angestrebt wird eine bauliche Umsetzung bis voraussichtlich Ende 2027. 196 Wirtschaftliche Lage Strategisches Büroflächenmanagement Das gemeinsam mit dem zentralen Raummanagement der Stadt verfolgte Projekt Stra- tegisches Raumflächenmanagement“ hat das Ziel, eine effiziente Nutzung von B üroflä- chen zu reduzierten Kosten und einer verminderten CO2_Emission zu erreichen. Investorenverfahren / Umwidmung angemieteter Objekte. Im Rahmen von Investorenverfahren werden Grundstückseigentümer*innen gesucht, die auf eigenem Grundstück Schulen bzw. Sporthallen entrichten. Ein Verfahren (Gesamt- schule Lindenthal) konnte abgeschlossen werden, andere sind noch in der Umsetzung bzw. Vorbereitung. Dem Ziel der Schaffung von Schulplätzen dient auch die Anmietung vorhandener Gebäude, die zu Schulen umgebaut werden. Vermögens- Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme zum 31.12.2020 beläuft sich auf knapp 2,3 Mrd. €. Das Grundvermö- gen macht hiervon rd.90,2 % aus. Die Eigenkapitalquote beträgt unter Einbeziehung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse 29,7 %. Von den für 2020 geplanten Bauinvestitionen ( € 301,0 Mio.) konnten im Wirtschaftsjahr Baumaßnahmen (incl. Beschaffung von Containern) in einem Umfang von € 271,5 Mio. realisiert werden. Dem positiven Ergebnis im Vermietungssegment (€ 4,98 Mio.) steht eine Unterdeckung im Servicesegment (€ 4,41Mio.) gegenüber. Im Saldo ergibt sich aus der Segmentrech- nung ein Ergebnisausgleich zugunsten der Kernverwaltung von € 0,57 Mio. Nach Ergeb- nisausgleich verbleibt ein Jahresergebnis von € 0,0. Risiken und Chancen Auch für die Wirtschaftsjahre 2021 ff. wird von einer hohen Investitionstätigkeit und im Vermietungssegment von einem stetig ansteigenden Umsatzwachstum ausgegangen. Mit einem für 2021 geplanten Investitionsvolumen von € 400 Mio. ist allerdings auch eine Grenze erreicht und ein weiteres Wachstum der eigenen Bautätigkeit nicht mehr zu er- warten. Die Vielzahl der an stehenden Serviceprojekte wird auch im Servicesegment zu nachhaltig steigenden Umsätzen führen. Corona-Pandemie: Es ist gelungen, einen Großteil der Aufgaben vom Homeoffice aus zu erledigen. Im Verlauf des Jahres 2021 waren Projekte mit einem Volumen von fast 75 % des Jahresbudgets durch Corona bedingte Effekte beeinträchtigt. Dies führt zu deutli- chen Abschlägen auf den Forecast 2021 und hat auch Auswirkungen auf den Planwert für 2022. Personalwirtschaftliche Problemlage: Von elementarer Bedeutung für die Fähigkeit der Gebäudewirtschaft, eigenen und fremden Anforderungen zu entsprechen, sind nach wie vor die Schwierigkeiten / Erfolge bei der Personal-gewinnung /-erhaltung: Hier zeigt sich insbesondere der Markt für erfahrene Projektleitungen und Führungskrä fte als nahezu 197 Wirtschaftliche Lage erschöpft. Mit Sachstand August 2021 sind 88 vollzeitverrechnete Stellen, überwiegend in den technischen Bereichen, vakant. Abbau des Instandhaltungsstaus : Der Abbau des Instandhaltungsstaus gehört unverändert zu den zentralen Zielsetzungen der Gebäudewirtschaft. Trotz der anhaltend schwierigen Haushaltslage sind daher mehr als die üblichen Ressourcen notwendig, um nachhaltige Effekte erzielen zu können. Betreiberverantwortung Museen / Kulturbauaufgabe: Die um diverse Museen erweiterte Zuständigkeit der Gebäudewirtschaft umfasst auch die Betreiber -verantwortung. Im Er- gebnis einer Bestandsaufnahme wurde ein hoher Neubau-Instandsetzungs- und Moder- nisierungsbedarf identifiziert. Die anstehenden Aufgaben werden nicht nur eine Aufsto- ckung der Personalkapazitäten erfordern, sondern perspektivisch erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. 198 3. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH Anschrift Schanzenstraße 36 51063 Köln Kontakt 0221 - 6110748 www.mediengruenderzentrum.de Gründung 2006 Handelsregister HRB 55468, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Film- und Medien Stiftung NRW GmbH 50,0% Stadt Köln 50,0% Unternehmensgegenstand Zur Förderung des Medienstandortes Nordrhein-Westfalen bietet die Gesellschaft Unter- nehmensgründer*innen und jungen Unternehmen preisgünstige und anforderungsge- rechte Betriebsräume, Service-Einrichtungen und ein Zentrums-Management an. Im Mit- telpunkt der Förderung stehen insbesondere die Absolventen der Medienhochschulen. Die Leistungen des Zentrums -Managements liegen in erster Linie in einer betriebswirt- schaftlichen Beratung der im Zentrum ansässigen Unternehmen, sowie in der Vermitt- lung von Kontakten zu anderen Unternehmen und Institutionen der Medienbranche. Der gemeinsame Standort soll weiterhin Absatzchancen erschließen und verbessern sowie wirtschaftliche Kontakte innerhalb des Zentrums fördern. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Joachim Ortmanns Aufsichtsrat Kein Aufsichtsrat 199 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung WWS - Wirtz, Walter, Schmitz GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebskostenzuschuss 200,0 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 418,4 585,8 772,5 Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0 Eigenkapital 36,5 36,5 36,5 Bilanzsumme 191,6 193,5 325,6 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 7,7 27,9 22,7 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2 3 4 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Das Mediengründerzentrum NRW hat sein Förderprogramm im Jahr 2020 insge samt erfolgreich fortgeführt. Die Einführung der neuen Programmteile „MGZintro“ – für Grün- dungsinteressierte – und „MGZplus“ ‐ für Alumni – wurden weiter verfolgt. Allerdings wurde das gesamte Programmangebot des Mediengründerzentrums durch die Corona ‐ Pandemie beeinträchtigt. Insbesondere k onnte der Programmausbau in den Erweite- rungsteilen (MGZintro und MGZplus) nicht im geplant en Umfang umgesetzt werden. Wirtschaftlich war der Geschäftsverlauf durch die Einhaltung der finanziellen Zusagen der betriebsmittelgebenden Gesellschafter (film‐ und Medienstiftung NRW GmbH, Stadt Köln) und der projektmittelgebenden Förderung durch das Land NRW gesichert. Wegen der pandemiebedingten Einschränkungen im Programmausbau und der Nichtbesetzung einer Personal ‐Stelle wurden nicht verausgabte Mittel dem Ergebnis zugeführt und in eine Rücklage gestellt. 200 Wirtschaftliche Lage Chancen und Risiken Die Chancen der Einrichtung liegen in ihrem besonderen Charakter, da es nach wie vor keine vergleichbare Institution in Deutschland gibt. Risiken bestehen in der jeweiligen Begrenzung der Finanzierungszusagen der beteiligten Gesellschafter. 201 Koelnmesse GmbH Anschrift Messeplatz 1 50679 Köln Kontakt 0221- 821 - 0 www.koelnmesse.de Gründung 1922 Handelsregister HRB 952, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 79,075% Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen 20,000% Industrie- und Handelskammer zu Köln 0,725% Handelsverband Nordrhein-Westfalen Aachen-Düren-Köln e.V. 0,075% Handwerkskammer zu Köln 0,050% WIGADI Rheinland e.V. 0,075% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung und Organisation von Messen und Ausstellungen und anderer Veranstaltungen zur Förderung von Industrie, Handel u nd Handwerk im In- und Ausland. Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört die Erledigung aller mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängenden und seinen Belangen dienenden Geschäften, vor- nehmlich auch die Unterhaltung von Messe - und Ausstellungshallen mit den zugehöri- gen Anlagen und Einrichtungen sowie die Erweiterung und der Neubau solcher Gebäude und deren Einrichtungen. Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen. Sie kann sich an Unternehmen, die ihren Zwecken nützlich sind, beteiligen oder solche Unternehmen erwerben oder errichten. Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft eine Stiftung mit dem Ziel der Förderung von Wissenschaft und Forschung des Messewesens, der Messewirtschaft und der Distribu- tionsforschung sowie der Förderung von Universitätseinrichtungen im Bereich Mes- sen/Messewirtschaft und Distributionsforschung einschließlich der Vergabe von Stipen- dien für Studenten und die Auszeichnung von wissenschaftlichen Arbeiten. 202 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Gerald Böse (Vorsitzender) Herr Oliver Frese Herr Herbert Marner Aufsichtsrat Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Frau Derya Karadag (ab 10.12.2020) Herr Manfred Richter (1. stellv. Vorsitzender) Herr Axel Kaske (bis 10.12.2020) Herr Alexander Stary (2. stellv. Vorsitzender) Herr Niklas Kienitz (bis 10.12.2020) Herr Hans-Werner Bartsch (bis 10.12.2020) Frau Dr. Barbara Lübbecke (bis 10.12.2020) Frau Eva Bruch (ab 10.12.2020) Frau Corinna Mülstegen Frau Brigitta von Bülow Herr Dr. Patrick Opdenhövel Frau Teresa De Bellis-Olinger (ab 10.12.2020) Frau Petra Opgenoorth Frau Pia D´Hondt Herr Bernd Petelkau Herr Olivier Fuchs (ab 10.12.2020) Herr Ulf C. Reichardt Herr Volker Görzel Herr Ingo Riedeberger Frau Dr. Nicole Grünewald (ab 04.06.2020) Herr Matthias Schlüter Herr Dr. Michael Henze Herr Fabian Ströter Herr Christian Joisten Herr Torsten Weil Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung eigener PCGK Jahresabschlussprüfung BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Koelncongress GmbH 100,0% 203 Unternehmensbeteiligungen Koelnmesse Inc., Chicago, USA 100,0% KoelnMesse S.r.l., Mailand, Italien 100,0% Koelnmesse Pte Ltd., Singapur 100,0% Koelnmesse Ltd., Hongkong 100,0% Koelnmesse Co. Ltd. Peking, China 100,0% Koelnmesse Co. Ltd., Tokio, Japan 100,0% Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda. 100,0% Koelnmesse SAS, Bogotá 100,0% Koelnmesse YA Tradefair Pte. Ltd., Mumbai 75,0% Koeln Parma Exhibitions S.r.l. 50,0% Expolink Global Network Ltd., Bangkok 49,17% KölnKongress Gastronomie GmbH 49,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) 120.000,0 204 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 196.948,8 242.496,9 325.779,6 Immaterielle Vermögensgegenstände 6.608,8 4.298,6 1.724,6 Sachanlagen 177.381,6 221.394,8 308.457,4 Finanzanlagen 12.958,5 16.803,4 15.597,6 Umlaufvermögen 121.364,0 110.822,2 26.780,6 Vorräte 255,5 174,6 164,8 Forderungen und sonst. VG 28.955,1 33.097,0 16.255,6 Wertpapiere 23.617,5 9.924,8 0,0 Liquide Mittel 68.536,0 67.625,7 10.360,2 Rechnungsabgrenzungsposten 159,6 361,0 666,4 Summe Aktiva 318.472,5 353.680,0 353.226,6 Passiva Eigenkapital 207.394,0 246.167,2 147.559,5 Gezeichnetes Kapital 51.200,0 51.200,0 51.200,0 Kapitalrücklage 42.038,2 42.038,2 42.038,2 Gewinnrücklage 67.310,1 67.310,1 54.321,3 Bilanzergebnis 46.845,7 85.618,9 0,0 Rückstellungen 33.708,3 49.870,8 64.646,5 Verbindlichkeiten 75.499,0 56.060,8 139.006,9 Rechnungsabgrenzungsposten 1.871,2 1.581,2 2.013,7 Summe Passiva 318.472,5 353.680,0 353.226,6 205 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 284.420,6 350.098,3 75.421,8 Umsatzerlöse 284.420,6 350.098,3 85.313,5 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0 andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0 Sonstige betriebliche Erträge 42.969,7 4.133,7 9.891,7 Betriebsleistung 327.390,3 354.232,1 85.313,5 Betriebsaufwand 282.012,1 326.543,8 181.043,1 Materialaufwand 185.939,0 217.838,6 93.177,7 Personalaufwand 47.734,8 52.848,3 43.626,0 Abschreibungen 18.912,8 19.754,9 19.018,5 Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.425,5 36.102,0 25.220,9 Betriebsergebnis 45.378,2 27.688,3 -95.729,6 Finanzergebnis 7.654,1 25.782,3 -2.646,6 Erträge aus Beteiligungen 0,0 19.539,2 7.100,0 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 9.275,9 10.196,6 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 60,3 59,0 56,3 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 439,6 221,7 50,2 Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.192,4 3.540,1 4.375,1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 929,3 694,1 983,3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.997,8 13.339,5 -1.039,5 Sonstige Steuern 1.188,8 1.357,8 1.270,9 Jahresergebnis 46.845,7 38.773,2 -98.607,7 Gewinnvortrag 0,0 46.845,7 85.618,9 Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,0 0,0 -12.988,8 Bilanzgewinn 46.845,7 85.618,9 0,0 206 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 61,8% 68,6% 92,2% Abschreibungsquote 10,3% 8,7% 5,9% Investitionen (T€) 35.877,4 70.290,2 106.907,7 Investitionsquote 18,2% 29,0% 32,8% Eigenkapitalquote 65,1% 69,6% 41,8% Pensionsverpflichtungen (T€) 6.182,6 6.537,5 6.601,0 Bankverbindlichkeiten (T€) 0,0 0,0 120.000,0 Veränderung Verschuldung (T€) 26.759,7 -19.438,2 82.946,1 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 14,9% 11,2% -27,8% Rohertrag (T€) 98.481,6 132.259,7 -17.755,9 EBIT (T€) 53.522,0 53.943,0 -97.443,1 EBITDA (T€) 72.434,8 73.697,9 -78.424,6 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 641 689 676 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 74,5 76,7 64,5 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Geschäftstätigkeit der Koelnmesse umfasst die Planung, Organisation und Durchfüh- rung von Messen, Ausstellungen und Events in Köln und in den wichtigsten Märkten welt- weit sowie die Durchführung von Gastveranstaltungen in Köln. Die Koelnmesse ist mit ei- nem Gesamtprogramm, an dem über 54.500 ausstellende Unternehmen aus 122 Ländern und rund 3 Mio. Besucher aus 224 Nationen teilnehmen, einer der größten internationalen Messeveranstalter weltweit. 284.000 m² Hallen- sowie 100.000 m² Außenfläche stehen für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung. Der Konzern besteht aus der Koelnmesse GmbH mit 10 vollkonsolidierten ausländischen und zwei inländischen Tochtergesellschaften so- wie einer 50-prozentigen Beteiligung in Italien. Insgesamt 1.000 Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter waren 2020 im Durchschnitt beim Koelnmesse -Konzern beschäftigt, davon 676 bei der Koelnmesse GmbH. Das Unternehmen fördert Märkte durch die Zusammenführung von Angebot und Nachfrage über Messe-, Kongress- und Online-Plattformen. 207 Wirtschaftliche Lage Gleichzeitig profitieren Stadt und Region in hohem Maße von der Koelnmesse. Jährlich generieren die Ausgaben der Messeteilnehmer im Durchschnitt bundesweit mehr als 2 Mrd. € Umsatz. Das Messegeschäft sichert bundesweit über 18.500 Vollzeit-Arbeitsplätze in Handel, Handwerk, Transport, Logistik, Hotellerie und Gaststättengewerbe. Mit ihrer Unternehmensstrategie „Course IOI“ will die Koelnmesse ihren Platz unter den wichtigsten internationalen Messeveranstaltern weltweit sichern. Die Internationalisie- rungsstrategie der Koelnmesse zielt vor allem auf die Entwicklung und den Ausbau von Veranstaltungen im Ausland sowie eine effiziente weltweite Vertriebsstruktur. Das Investi- tionsprogramm Koelnmesse 3.0 ist Grundlage für die Geschäftsfähigkeit der Koelnmesse, sie will bis 2034 das attraktivste innerstädtische Messegelände der Welt erschaffen. Mit dem 2018 neu aufgesetzten Programm Digitale Transformation investiert sie in einem 10- Jahresumfang rund 100 Mio. € in die Digitalisierung. Die Koelnmesse erweitert mit ihrer digitalen Event-Plattform ihr Geschäftsmodell. Zu den Klimazielen der Stadt Köln will die Koelnmesse einen signifikanten Beitrag leisten. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezeichnet die Folgen der Corona-Pandemie für die Weltwirtschaft im Jahr 2020 als schweren Kollaps. Er hat ein Minus von 3,5 % errech- net. Relevante Märkte Das Statistische Bundesamt meldet für 2020 für die Messen am Standort Deutschlan d Corona-Pandemie-bedingt 820 Messeverschiebungen und -absagen. 351 Messen wurden bis zum 7.12.2020 abgesagt, 343 Messen auf einen anderen Termin und 89 unbestimmt verschoben. 37 Messen wurden alternativ digital durchgeführt. Nach Berechnungen des AUMA, Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., konnten 2020 nur knapp 2,5 Mio. m² Standfläche, 70.000 Aussteller und 4,3 Mio. Besucher registriert werden. Geschäftsverlauf 2020 Geschäftsverlauf und Lage des Koelnmesse Konzerns: Die finanzi ellen Reserven aus der guten wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre, Kurzarbeit und eine strikte Sparpolitik trugen das Unternehmen in 2020 durch die Corona-Krise, die dennoch, wie in der gesamten Messewirtschaft, deutliche Spuren in der Bilanz hinterlässt: Der Konzernumsatz beträgt 94,3 Mio. €, der Verlust 109,6 Mio. €. 208 Wirtschaftliche Lage Der Rückgang des Eigenkapitals um 43,0 % auf 145,5 Mio. € resultiert fast ausschließlich aus dem Jahresfehlbetrag 2020. Aufgrund des deutlich niedrigeren Eigenkapitals vermin- derte sich die Eigenkapitalquote von 63,1 % auf 38,4 %. Der Finanzmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung in Höhe von 38,5 Mio. € (Vorjahr 128,4 Mio. €) umfasst die liquiden Mittel. Zugänge zum Fonds ergaben sich vor allem aus dem Cashflow aus Finanzie- rungstätigkeit. In der ersten bis 2024 umfassenden Investitionsphase bezüglich Koeln- messe 3.0 wurde mit einem Kreditbedarf von etwa 120 Mio. € gerechnet. Der bereits in der Vergangenheit dafür abgeschlossene Kreditvertrag über 120 Mio. € wurde 2020 abgeru- fen. Wie geplant wurden die sehr hohen Investitionen in das Anlagevermögen damit erst- mals aus Fremdmitteln bestritten. Geschäftsverlauf und Lage der Koelnmesse GmbH 2020 hat die Koelnmesse GmbH trotz der Corona-Pandemie 9 von ursprünglich geplanten 46 Messen und Ausstellungen organisiert. Die vor dem im März 2020 verhängten Lock- down durchgeführten Messen zeigten verglichen zur jeweiligen Vorveranstaltung stabile Umsätze. Da die digitalen Messen erstmalig durchgeführt wurden, ist kein Vergleich mög- lich. Die Umsatze rlöse der Koelnmesse GmbH belaufen sich im Geschäftsjahr 2020 Corona-bedingt auf nur 75,4 Mio. €. Der Jahresfehlbetrag beträgt 98,6 Mio. € und liegt 93,1 Mio. € unter Plan. Das Eigenkapital sank in Höhe des Jahresfehlbetrags um 98,6 Mio. € auf 147,6 Mio. € . Die Eigenkapitalquote fiel deutlich auf 41,8 % (Vorjahr 69,6 %). Zum Jahresende 2020 betrugen die liquiden Mittel der Koelnmesse GmbH 10,4 Mio. €. Der Rückgang bei der Koelnmesse GmbH ergibt sich vor allem aus den Investitionen in das Anlagevermögen sowie dem Corona-bedingt negativen operativen Cashflow. Gegenläufig wirkten sich die Veräußerung der restlichen Wertpapiere des Umlaufvermögens aus sowie die Auszahlung des bereits in 2019 abgeschlossenen Darlehens über 120 Mio. €. Um un- terjährige Zahlungsspitzen auszugleichen, wurde mit der Stadt Köln in 2020 ein Cash-Poo- ling-Vertrag abgeschlossen und unterjährig kurzzeitig genutzt. Chancen und Risiken Die Corona-Pandemie wirkt sich weiterhin wesentlich auf Veranstaltungen auch im Jahr 2021 aus. Verlegungen und Absagen von Messen und Veranstaltungen im In- und Ausland zwischen Januar bis einschließlich Juni haben bereits stattgefunden und sind weiterhin möglich. Die bisherigen Absagen bzw. Verschiebungen führen zu einem Umsatz- und Er- gebnisrückgang im Jahr 2021 in Höhe eines hohen zweistelligen Mio.betrags mit entspre- chenden Auswirkungen auf die Liquiditätssituation. 209 Wirtschaftliche Lage Die Gesellschaft hat zur Finanzierung ihres Investitionsprogramms einen Kreditvertrag mit der EIB über 120 Mio. € abgerufen. Notwendige Investitionen in das Messegelände werden fortgeführt. Mit Beschluss des Rats der Stadt Köln sowie des Lands NRW haben die Ge- sellschafter beschlossen, eine Kapitalerhöhung durch Zuführung in die Kapitalrücklagen über 120 Mio. € durchzuführen. Darüber hinaus wird in 2021 das in 2020 aufgelegte Cash- Pooling mit der Stadt Köln teilweise in Anspruch genommen. Dieses kann bis zu einem Volumen von 80 Mio. € zur Deckung des Finanzmittelbedarfs in Anspruch genommen wer- den und hat eine vereinbarte Laufzeit bis Ende 2022. Maßnahmen der Kostenreduktion wie auch die Verschiebung von Investitionsprojekten werden geprüft und umgesetzt. Die mittelfristige Finanzprognose weist einen positiven operativen Cashflow aus, sodass ge- plante notwendige Investitionen fortgeführt werden können. Der Konzern ist mit diesen Maßnahmen bis einschließlich 2022 und damit voraussichtlich bis nach Überwindung der Corona-Krise ausreichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet. Dies gilt jedoch nur, sofern Messen ab der zweiten Hälfte 2021 im geplanten, eingeschränkten Umfang wieder statt- finden können und werden. Dennoch besteht das Risiko, dass auch ab der zweiten Jah- reshälfte 2021 weiterhin Messen und Veranstaltungen abgesagt werden müssen oder die Erwartungen an durchgeführte Messen deutlich verfehlt werden. In diesem Fall könnte sich je nach Dauer der Pandemie ein weiterer signifikanter Finanzierungsbedarf ergeben. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Wir erwarten gegenwärtig für den Konzern noch einen Umsatz von ca. 226 Mio. € und einen Verlust von rund 82 Mio. €. Für die Koelnmesse GmbH erwarten wir nun noch einen Umsatz von rund 186 Mio. € und einen Verlust von 77 Mio. €. Für das EBITDA im Konzern werden nun minus 54 Mio. € und in der Koelnmesse GmbH minus 51 Mio. € geplant. Die prognostizierten Verluste, verbunden mit den Investitionen in das Gelände der Koeln- messe, beeinträchtigen die Finanzlage der Gesellschaft. Neben der bereits beschlossenen Eigenkapitalerhöhung über 120 Mio. € werden daher die Inanspruchnahme des Cash-Poo- lings sowie ggfs. die Aufnahme eines weiteren langfristigen Darlehens erforderlich. 210 Koelncongress GmbH Anschrift Messeplatz 1 50679 Köln Kontakt 0221- 821 - 0 www.koelnmesse.de Gründung 2000 Handelsregister HRB 33266, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Koelnmesse GmbH 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Planung, Organisation und Durchführung von Messen und Ausstellungen, Kongressen, Events, Firmenveranstaltun- gen sowie weiterer Veranstaltungsformaten. Dazu gehört auch das Vermieten von Ver- anstaltungsflächen der Koelnmesse GmbH außerhalb der von dieser Gesellschaft ge- nutzten Zeiten und unter Berücksichtigung des Gegenstands und der Aufgabenstellung der Muttergesellschaft Koelnmesse GmbH. Die Gesellschaft hat die Aufgabe, kleinere Messen und Ausstellungen in einem dafür angemessenen Rahmen durchzuführen und neue zu entwickeln. Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere auch der Betrieb und die an den Inte- ressen aller Bevölkerungskreise orientierte Nutzung des Gürzenichs, der Flora und des Tanzbrunnens inklusive Theater und Rheinterrassen sowie weiterer im Besitz der Stadt Köln oder der Koelnmesse GmbH befindlichen Veranstaltungsobjekte und die Erbrin- gung der damit verbundenen Serviceleistungen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Frau Sandra Orth Herr Bernhard Conin Herr Frank Höller (nebenamtlicher Geschäftsführer) 211 Aufsichtsrat Herr Bernd Petelkau (Vorsitzender) Herr Herbert Marner Frau Dr. Barbara Lübbecke (1. stellv. Vorsitzende, bis 10.12.2020) Herr Dieter März (ab 10.12.2020) Frau Elisabeth Thelen (2. stellv. Vorsitzende, bis 10.12.2020) Herr Mario Michalak (ab 10.12.2020) Herr Gerald Böse (ab 10.12.2020 stellv. Vorsitzender) Herr Pascal Pütz (ab 10.12.2020) Herr Vedat Akter (ab 10.12.2020) Frau Sandra Schneeloch (ab 10.12.2020) Herr Volker Görzel (ab 10.12.2020) Frau Monika Roß-Belkner (ab 10.12.2020) Frau Maria Helmis (ab 10.12.2020) Frau Elfi Scho-Antwerpes (bis 10.12.2020) Herr Dr. Michael Henze Frau Ira Sommer (bis 10.12.2020) Herr Malik Karaman (bis 10.12.2020) Herr Sebastian Tautkus (bis 10.12.2020) Herr Niklas Kienitz (bis 10.12.2020) Herr William Wolfgramm Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung PCGK der Koelnmesse Jahresabschlussprüfung RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen KölnKongress Gastronomie GmbH 51,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 19.797,1 21.759,5 10.547,4 Jahresergebnis 9.275,9 10.196,6 -4.494,7 Eigenkapital 500,0 500,0 1.110,0 Bilanzsumme 2.251,8 3.666,8 4.174,5 Investitionen 46,4 23,2 140,4 Verbindlichkeiten 1.319,8 2.875,9 2.304,8 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 14 14 55 212 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Zum 1. Januar 2020 wurde die KölnKongress GmbH auf die Koelnmesse Ausstellungen GmbH verschmolzen. Als 100% -ige Tochter der Koelnmesse GmbH wurde die Koeln- messe Ausstellungen GmbH gleichzeitig in Koelncongress GmbH umfirmiert. Die Ver- schmelzung wurde mit Eintragung in das Handelsregister rückwirkend rechtskräftig. Sie vermarktet das Messegelände der Koelnmesse GmbH außerhalb der von dieser Gesell- schaft selbst genutzten Zeiten an Messeveranstalter, Unternehmen und Eventagentu- ren. Sie betreut Gastveranstaltungen und Events aller Art. Dazu gehören neben natio- nalen sowie internationalen Messen und Ausste llungen Show- und Eventproduktionen, Gala-Abende, Automobil -Präsentationen, Händlertagungen, Roadshows und Sporte- vents. Außerdem betreibt sie auf dem Messegelände der Koelnmesse zwei voneinander unabhängige und für jede Veranstaltungsgröße einsetzbare Kongress-Zentren sowie au- ßerhalb des Campus der Koelnmesse den Gürzenich Köln, den Tanzbrunnen Köln, die Rheinterrassen und den Cologne Beach Club sowie die Flora Köln. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezeichnet die Fol gen der Corona-Pandemie für die Weltwirtschaft im Jahr 2020 als schweren Kollaps. Er hat ein Minus von 3,5 % errechnet. Relevante Märkte Turnusbedingte Durchführungsrhythmen im Veranstaltungsportfolio sowie konjunktu- relle Schwankungen der jeweiligen Branch en stellen wichtige Einflussfaktoren der Ge- schäftstätigkeit dar. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben die Veranstaltungsbranche seit März 2020 in einer Art und Weise getroffen wie ansonsten fast keine Branche in Deutschland. Die Branche mit ihren bundesweit 1.800 Veranstaltungszentren, 450 Mio. Besuchern und 129 Mrd. € Umsatz liegt seitdem so gut wie brach. Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr 2020 war geprägt durch die Einflüsse der weltweiten Corona-Pande- mie. Aus diesem Grund konnte lediglich ein Jahresumsatz von 10,5 Mio. € erzielt wer- den. Das operative Geschäft wurde aufgrund der pandemischen Entwicklungen ab Mitte März 2020 ausgesetzt. Lediglich die zu Beginn des Jahres (Januar – Februar) erfolgreich durchgeführten Gastmessen sowie einige wenige, kleinere, Corona-konforme Veranstal- tungsformate im Tagungssegment konnten im weiteren Verlauf des Jahres realisiert wer- den. Im Jahr 2020 wurde durch die KölnKongress Gastronomie GmbH ein Verlust in 213 Wirtschaftliche Lage Höhe von 1,7 Mio. € erwirtschaftet, welcher in voller Höhe von der Koelncongress GmbH im Rahmen des Organschaftsverhältnisses übernommen wurde. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,5 Mio. € der Koelncongress GmbH vor Verlustübernahme durch die Ge- sellschafterin Koelnmesse GmbH hat die Erwartungen eines Überschusses in Höhe von 6,6 Mio. € Co rona-bedingt um 11,1 Mio. € deutlich verfehlt. Das Eigenkapital erhöhte sich in Folge der verschmelzungsbedingten Zugänge in die Kapitalrücklage. Die Eigen- kapitalquote erhöhte sich dadurch auf 26,6 %. Die flüssigen Mittel zum Ende des Ge- schäftsjahres belaufen sich auf 0,8 Mio. €. Chancen und Risiken Mit Blick auf die zunehmende Verknüpfung und Verschmelzung von Veranstaltungsfor- maten und deren Entwicklungen, wie z.B. Kongressmessen, erfolgte 2020 die Ver- schmelzung der KölnKongress GmbH auf die Koelnmesse Ausstellungen GmbH mit an- schließender Umbenennung in Koelncongress GmbH. Die Geschäftsführung sieht die konsequente Weiterentwicklung der Gesellschaft zu einem professionellen Full-Service- anbieter im Messe -, Tagungs-, Kongress- und Eventgeschäft mit einem ze ntralen An- sprechpartner und einer Bandbreite von innovativen und digitalen Serviceangeboten so- wie hoher Beratungsleistung in der konzeptionellen Umsetzung von Show - und Event- produktionen als sehr große Entwicklungschance mit nicht unerheblichen Umsatzpoten- tialen an. Das Ende 2019 aufgetretene Corona-Virus wirkt sich auch auf Veranstaltungen in 2021 erheblich aus. Verlegungen und Absagen von Veranstaltungen haben bereits stattge- funden und sind weiterhin möglich. Die weiteren Folgen des Corona -Virus sind aktuell nicht abschließend absehbar. Die Koelncongress GmbH rechnet für 2021 mit erhebli- chen Umsatz- und Ergebniseinbußen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Auf Basis unseres aktualisierten, gegenwärtigen Erkenntnisstands wird für die Gesell- schaft 2021 ein Umsatz von 25,6 Mio. € und ein Verlust von rund 1,8 Mio. € erwartet. Auch im Jahr 2022 werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch das Ergebnis der Gesellschaft beeinflussen. Erst ab dem Jahr 2023 sind wieder Umsätze und Ergeb- nisse auf dem Niveau von vor der Pandemie eingeplant. 214 KölnKongress Gastronomie GmbH Anschrift Messeplatz 1 50679 Köln Kontakt 0221- 821 - 0 www.koelnkongress-gastrono- mie.de Gründung 2016 Handelsregister HRB 88756, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil KölnKongress GmbH 51,0% Koelnmesse GmbH 49,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebetrieben. Die gastronomischen Dienstleistungen beschränken sich auf die Bewirtschaft ung von Ver- anstaltungsorten, die im Besitz der Gesellschafter sind oder von diesen als Veranstal- tungsorte betrieben werden. Die KölnKongress Gastronomie GmbH dient ihren Gesell- schaftern als Hilfsbetrieb und fördert deren Aufgabenstellung. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Bernhard Conin (hauptberuflicher Geschäftsführer der Koelncongress GmbH) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Koelnmesse Jahresabschlussprüfung RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 215 Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 4.293,5 9.694,8 4.458,8 Jahresergebnis 288,3 -798,5 -1.658,3 Eigenkapital 25,0 25,0 1.691,7 Bilanzsumme 1.338,4 2.860,3 2.082,1 Investitionen 436,3 1.658,1 154,9 Verbindlichkeiten 1.227,8 2.630,2 327,6 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 29 59 59 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gegenstand der KölnKongress Gastronomie GmbH ist die gastronomische Bewirtschaf- tung des Gürzenich Köln und des Tanzbrunnen Köln. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Ende 2019 in China aufgetretene Corona -Virus wirkte sich in 2020 extrem auf die Gastronomiebranche aus. Es kam zu einer großen Anzahl von Absagen von Veranstal- tungen sowie zu Schließungen öffentlich zugänglicher Gastronomiebereiche. Geschäftsverlauf 2020 Die Gesellschaft bewirtschaftete in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 insgesamt 112 Veranstaltungen im Gürzenich Köln mit 72.000 Gästen und 113 Veran- staltungen im Tanzbrunnen und den Rheinterrassen mit 88.000 Gästen. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 4,46 Mio. €. Laut Wirtschaftsplan 2020 waren Umsatzerlöse von insgesamt 10,25 Mio. € ge- plant, so dass der Planansatz coronabedingt um 5,8 Mo. € unterschritten wurde. Das Jahresergebnis vor Ergebnisverwendung beläuft sich auf -1,66 Mio. €, welches gemäß den Bestimmungen des Organschaftsvertrages durch den Gesellschafter Koelncon- gress GmbH ausgeglichen wird, so dass ein ausgeglichenes Jahresergebnis gezeigt wird. 216 Wirtschaftliche Lage Zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes stehen zum Ende des Geschäftsjahres liquide Mittel in Höhe von 0,15 Mio. € zur Verfügung. Zur Stärkung der Liquidität hat der Gesell- schafter Koelnmesse GmbH, den am 28.10.2020 noch offenstehenden Betrag in Höhe von 1,67 Mio. € des Gesellschafterdarlehens in die Kapitalrücklage eingestellt. Des Wei- teren werden von der beherrschenden Gesellschafterin Koelncongress GmbH unterjäh- rig Abschläge auf einen eventuell absehbaren Verlustausgleich geleistet. Mit diesen Maßnahmen ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 56,2%. Chancen und Risiken und erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Das Ende 2019 in China aufgetretene Corona -Virus hat sich zwischenzeitlich auf der gesamten Welt ausgebreitet und erheblichen Einfluss auf die Gastronomie. Seit dem 14.03.2020 sind alle Betriebe der KölnKongress Gastronomie GmbH so gut wie ge- schlossen. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass ab dem Ende des 2. Quartals eine schrittweise Wiederinbetriebnahme erfolgen kann, umsatzstarke Großveran staltungen aber wahrscheinlich bis Ende des Jahres 2021 ausfallen könnten. Da die Corona-Pandemie auch im Jahr 2021 einen beherrschenden Einfluss auf die Ge- schäftsentwicklung der KölnKongress Gastronomie GmbH haben wird, sah der Wirt- schaftsplan für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz in Höhe 3,6 Mio. € und einen Ver- lust vor Verlustübernahme in Höhe von 2,2 Mio. € vor. Dabei wurde von einer kompletten Veranstaltungsabsage im 1. Quartal inklusive dem umsatzstarken Karnevalsgeschäft sowie von Risikoabschlägen für das restliche Geschäftsjahr ausgegangen. Inzwischen wurden diese Erwartungen im Erwartungswert aktuell nach unten korrigiert, da immer noch kein Ende der Betriebsschließung abzusehen ist. Es wird nun aktuell mit einem Umsatz in Höhe von 3,2 Mio. € un d einem Verlust von 2,4 Mio. € gerechnet. Zur Verringerung des prognostizierten Verlustes befindet sich die Belegschaft zurzeit weiter- hin in Kurzarbeit. Auch im Jahr 2022 werden die Auswirkungen dieser Krise noch das Ergebnis der Ge- sellschaft beeinflussen. Erst ab dem Jahr 2023 sind wieder Umsätze und Ergebnisse auf dem Niveau von vor der Pandemie eingeplant. Die vorstehenden Planzahlen werden jedoch je nach weiterer Entwicklung der Pandemie nicht unerheblichen Schwankungen ausgesetzt sein. 217 Köln Tourismus GmbH Anschrift Kardinal-Höffner-Platz 1 50667 Köln Kontakt 0221 - 346 43 - 0 www.koelntourismus.de Gründung 2004 Handelsregister HRB 53248, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Positionierung Kölns und seiner Region als at- traktive Tourismus- und Kongress-Destination im nationalen und internationalen Markt und damit einhergehend die Erhöhung der Wertschöpfung aus dem Tourismus und dem Kongresswesen für die Wirtschaft in der Stadt und der Region. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Josef Sommer Herr Dr. Jürgen Amann ab 01.02.2020 Aufsichtsrat Frau Elisabeth Thelen (Vorsitzende) Herr Jörg van Geffen (stellv. Vorsitzender) Herr Malik Karaman Frau Teresa De Bellis-Olinger Frau Prof. Dr. Birgitt Killersreiter Frau Lisa Hanna Gerlach Frau Ira Sommer Herr Stefan Hoff Herr William Wolfgramm 218 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Nawrot GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebskostenzuschuss 4.146,8 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 3.436,9 3.608,4 1.530,5 Jahresergebnis -3.593,3 -3.888,9 -5.109,6 Eigenkapital 4.612,9 4.809,3 4.454,6 Bilanzsumme 7.944,8 8.103,4 8.155,6 Investitionen 87,8 157,2 37 Verbindlichkeiten 2.872,4 2.830,4 3.262,0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 97 103 97 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Das Jahr 2020 war für das Reiseziel Köln pandemiebedingt ein sehr schwieriges Jahr, welches entsprechend nicht an die Vorjahresrekorde anknüpfen konnte. Nach der offizi- ellen Beherbergungsstatistik des Landes Nordrhein-Westfalen kamen 1,44 Mio. € Über- nachtungsgäste in die Stadt, was einem Minus von 62,3 Prozent gegenüber des Vorjah- res entspricht. Insgesamt wurden in den meldepflichtigen Beherbergungsbetrieben Kölns 2,55 Mio. € Übernachtungen gezählt, ein Rückgang um 61,1 Prozent im Vergleich zu 2019.Vor allem die Ankünfte (minus 74,0 Prozent) und Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland (minus 73,3 Prozent) waren stark betroffen. Dies hatte zur Folge, dass der Internationalisierungsgrad von 35,2 Prozent auf 24,3 Prozent zurückging. Auch der Kölner Tagungsmarkt war von der Pandemie betroffen: 2020 fanden 20.422 Veranstal- tungen (minus 61,8 Prozent) mit 1,65 Mio. € Teilnehmern (minus 62,8 Prozent) statt. 219 Wirtschaftliche Lage Bei den wichtigsten Quellmärkten für Köln gab es einige Veränderung im Ranking und bei der Übernachtungsentwicklung: Die meisten Hotelübernachtungen tätigten deutsche Gäste (1,94 Mio. €, minus 54,4 Prozent) gefolgt vom wichtigsten ausländischen Markt Niederlande (67 Tausend, minus 65,6 Prozent). Auf den Plätzen folgten USA (60 Tau- send, minus 72,4 Prozent) sowie Großbritannien, im Vorjahr noch wichtigster ausländi- scher Markt (51 Tausend, minus 76,9 Prozent). Analog zur Tourismusbilanz der Stadt Köln verlief auch die gewerbliche Geschäftstätig- keit der KölnTourismus GmbH. Die den Vorjahren außergewöhnlich erfolgreiche Vermitt- lung von Stadtführungen, Bussen, Restaurants, Bahn -Pauschalen, Ticketing und der Verkauf der Köl nCard sowie von Merchandising -Produkte musste aufgrund der Ein- schränkungen des Tourismus und des entsprechenden Ausbleibens der Gäste massive Einschnitte verzeichnen und konnte kein positives Ergebnis erzielen. Der touristische Bereich der Gesellschaft erz ielte 2020 einen Jahresfehlbetrag von mi- nus 4,7 Mio. €, der gewerbliche Bereich hat Corona-bedingt einen Jahresfehlbetrag von minus 375 T€ erwirtschaftet. Die Gesellschaft erzielte somit im Berichtsjahr insgesamt einen Jahresfehlbetrag in Höhe von minus 5,1 Mio. €. Der Gesellschafter hat in 2020 Zahlungen zum Ausgleich des strukturell bedingten Verlustes im touristischen Bereich in Höhe von 4.7 Mio. € geleistet, das Defizit im gewerblichen Bereich musste durch die in den Vorjahren erwirtschafteten Rücklagen ausgeglichen werden. Chancen und Risiken Als Reiseziel ist Köln entscheidend von der weiteren Entwicklung der Pandemie und den ggf. daraus folgenden Einschränkungen für den Tourismus abhängig. Events und wirt- schaftsnahe Veranstaltungen (Messen, Kongresse, Tagungen etc.), aber auch Kultur - und Freizeitangebote sind ein wichtiger Motor für das touristische Aufkommen. Wenn entsprechende Einrichtungen geschlossen und Veranstaltungen nicht durchführbar sind, hat dies entsprechend gravierende Auswirkungen auf die touristische Nachfrage. Zudem ist Köln auch von der Erreichbarkeit durch eine gute Verkehrsinfrastruktur und den Mo- bilitätsangeboten innerhalb der Stadt abhängig. Dabei sind alle Verkehrsträger relevant. Als besonders wichtig wird dabei die Entwicklung eines ganzheitlichen neuen Konzeptes für alle touristischen Busreiseverkehre in Köln angesehen, das ganzjährig greift. Weitere Chancen für den Tourismus in Köln liegen in dem Ausbau von Anlandungsmöglichkeiten für Flusskreuzfahrtenschiffe sowie im Ausbau der Hotelkapa- zitäten im 4-5 Sterne Bereich. Nicht bzw. kaum beeinflussbare Risiken sind latente Ter- rorgefahr, Streiks, Großdemonstrationen, Klimaextreme und Wirtschaftskrisen. Ausblick: Das erste Quartal 2021 ist von einem neuerlichen touristischen Lockdown ge- kennzeichnet. Der Tourismus sehr stark eingeschränkt, es ist zu erwarten, dass sich 220 Wirtschaftliche Lage dies auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. Mittelfristig neue Perspektiven er- öffnet die fortgesetzte Weiterentwicklung der KölnTourismus Gesellschaft von einem Destinationsmarketing- zu einem Destinationsmanagementunternehmen und der zu Beginn des Jahres 2021 eingeschlagene damit verbundene Zielgruppenprozess. Mit der Konzentration auf die Ansprache ausgewählter Zielgruppen wird es langfristig ge- lingen, die Wertschöpfung aus dem Tourismus zu erhöhen. 221 Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berüfsförderung mbH Anschrift Geestemünder Straße 18 50735 Köln Kontakt 0221 - 942011 - 0 www.kgabmbh.de Gründung 1989 Handelsregister HRB 19274, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand der Gesellschaft ist die Organisation und Dur chführung eines Beschäfti- gungs- und Qualifizierungsprogramms für arbeitslose Kölner Einwohner. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Stefan Kersjes Aufsichtsrat Herr Dr. Walter Schulz (Vorsitzender) Herr Michael Paetzold Herr Stephan Pohl Herr Dr. Harald Rau Herr Norbert Bittner Frau Dr. Katja K. Robinson Herr Ossi Helling Herr Michael Scheffler Frau Katja Hoyer Herr Jakob Schröder Frau Ursula Klawitter Frau Ira Sommer Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln 222 Jahresabschlussprüfung Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Zweigniederlassung Ratingen Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 5.029,4 6.051,4 6.472,7 Jahresergebnis -123,4 79,1 96,7 Eigenkapital 0,0 0,0 53 Bilanzsumme 2.616,7 1790,9 2.143,5 Investitionen 24,3 48,0 197,4 Verbindlichkeiten 2.577,6 1.066,1 1.547,9 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 158 252 282 223 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Das für das Geschäftsjahr 2020 geplante Betriebsergebnis von 13 T€ konnte deutlich übertroffen werden. Das Jahresergebnis weist einen Gewinn von T€ 97 aus. Der Anteil der Stadt Köln sowie der städtischen Unternehmen an den Aufträgen lag bei 97,3%, so dass die Inhouse-Fähigkeit des Unternehmens gesichert werden konnte. Grundsätzlich liegt es im Interesse der Stadt Köln und des sozialen Kölns, dass die vorgehaltenen Arbeitsplätze bei der Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförde- rung mbH mit der Zielsetzung der Förderung der Mitarbeitenden besetzt werden. Auf diese Weise wird arbeitsmotivierten, insbesondere auch älteren Menschen die Möglich- keit eröffnet, sich unter betrieblichen Bedingungen auf Tätigkeiten in Betrieben des ers- ten Arbeitsmarktes neu vorzubereiten und gegebenenfalls zukünftig durch Erwerbstä- tigkeit am ersten Arbeitsmarkt ihr Einkommen zu sichern und dabei gänzlich unabhän- gig von Transferleistungen der Stadt Köln zu werden. Im Rahmen ihrer Mitarbeit im Un- ternehmen erbringen sie Dienstleistungen und erstellen Produkte für die Gesellschafte- rin Stadt Köln. Zum 31.12.2020 wurden 153 Beschäftigungsverhältnisse vom Jobcenter Köln nach § 16i SGB II und 7 nach § 16e SGB II gefördert. Aus dem Landesprogramm Öffentlich- geförderte Beschäftigung wurden 35 Mitarbeitende vom Jobcenter Köln und der Stadt Köln gemeinsam finanziert und im Ergebnis insgesamt 31 von ursprünglich 37 langzeit- arbeitslosen Menschen in eine nachhaltige Beschäftigung bei der Stadt Köln vermittelt. Die Integrationsquote lag 2020 bei überragenden 70%. Die Förderung der Mitarbeitenden im Unternehmen wurde 2020 strukturell beibehalten und inhaltlich weiterentwickelt. Sie ist darauf ausgerichtet, die Chancen für den 1. Ar- beitsmarkt zu erhalten bzw. zu verbessern. Die Förderung erfolgt in Bezug auf die per- sönliche, soziale, gesundheitliche, methodische und fachliche Kompetenz. Die Förder- möglichkeiten aus dem Kommunalen Programm für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit wurden insbesondere für die Qualifizierung in Anspruch genommen. Chancen und Risiken Bei der vorliegenden Auftragssituation ist für 2021 die geplante Entwicklung des Unter- nehmens und des Betriebsergebnisses allenfalls in Frage gestellt, wenn für die geplan- ten Arbeitsplätze und damit für die vorgehaltenen Ressourcen für Qualifizierung und Förderung im KölnService und im Handwerk keine ausreichende Zahl von Bewer- ber*innen von dem Jobcenter Köln und der Agentur für Arbeit Köln angeworben wer- den können. Das Unternehmen wird die Zielplanung 2021 erreichen, wenn, mit einer verlässlichen, der Kapazität des Unternehmens angepassten Mitarbeiterzahl geplant und gearbeitet werden kann und die bestehenden betrieblichen Ressourcen im Unter- nehmen ausgelastet und weiterentwickelt werden können. 224 GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln i. L. Anschrift Eupener Str. 165 50933 Köln Kontakt 0221 - 22 25 80 - 0 www.giz-koeln.de Gründung 1985 Handelsregister HRB 15631, Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil RE Cologne Industriebau GmbH & Cie. KG 67,4% Stadt Köln 27,6% Volksbank Köln Bonn eG 5,0% Unternehmensgegenstand Die Einrichtung und der Betrieb eines Gründer - und Innovationszentrums, mit dem die Gründung neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und ver markten, gefördert werden soll. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Michael Susan Aufsichtsrat Herr Michael Josipovic (Vorsitzender) Marc Degavre (stellv. Vorsitzender) Herr Dirk Hindrichs Herr Günter Grossmann Herr Peter Moll Herr Malik Karaman 225 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung HSP Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019* 2020* Gesamtleistung 294 210,3 0 Jahresergebnis -13 -20 7,2 Eigenkapital 27,3 7,3 14,5 Bilanzsumme 55,2 38,8 17,5 Investitionen 6 0 0 Verbindlichkeiten 8,1 17,2 0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1 1 0 *) Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 31.12.2019 aufgelöst. Die Liquidation endete am 05.08.2021. Daher wurde für 2020 kein Lagebericht erstellt. 226 RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 60-62 51105 Köln Kontakt 0221 – 839111 - 0 www.rtz.de Gründung 1995 Handelsregister HRB 26366, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 99,92% Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft Köln e.V. 0,08% Unternehmensgegenstand Der Betrieb des Rechtsrheinischen Technologie - und Gründerzentrums Köln, mit dem allgemein der Technologietransfer und speziell die Gründung neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Dienstleistungen, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und vermarkten, gefördert wird. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr André van Hall Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung HSP Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln Unternehmensbeteiligungen Keine 227 Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebskostenzuschuss 120,0 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 715,9 711,6 680,9 Jahresergebnis (ohne BKZ) -32,8 -182,8 -87,7 Eigenkapital 1.465,1 1.416,2 1,448,6 Bilanzsumme 1.789,2 1.746,2 1.684,1 Investitionen 6 5 1 Verbindlichkeiten 263,6 212,2 180,0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (inkl. Auszubil- dende) Aushilfskräfte 5 4 4 4 4 4 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gesellschafter der RTZ Köln GmbH sind seit dem 01.0 1.2011 die Stadt Köln mit 99,925 % sowie der Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft Köln e. V. (vfw Köln rechtsrheinisch) mit 0,075 %. Gesellschaftszweck der RTZ Köln GmbH ist die Förderung der Gründung und Entwicklung junger U nternehmen, die neue Technologien, Produkte oder Verfahren entwickeln. Diesen Unternehmen sollen Bera- tungsleistungen und Mieträume angeboten werden. Die Aufgaben der Gesellschaft um- fassen damit neben der Ansiedlung neuer Unternehmen auch verschiedene Aktiv itäten zur Förderung des Technologietransfers in der Wirtschaftsregion Köln. Dabei liegt der Fokus auf wissensbasierten Zukunftstechnologien, um somit nachhaltig zur Schaffung von hochqualifizierten und zukunftssicheren Arbeitsplätzen für den Wirtsc haftsstandort Köln beizutragen. Geschäftsverlauf 2020 Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresergebnis in Höhe von 31 T€ (Vorjahr 49 T€) abgeschlossen. Die Verbesserung des Jahresergebnisses 2020 ge- genüber dem Vorjahr in Höhe von 80 T€ begründet sich bei etwa gleichbleibenden Ein- nahmen insbesondere durch geringere Aufwendungen. Die Umsatzerlöse, im Wesentlichen resultierend aus der Vermietung der Immobilien, konnten stabil gehalten werden. 2020 betragen die Umsatzerlöse 681 T€ (Vorjahr 711 T€). Die Einkünfte für die Büro - und Laborvermietung verteilen sich im Jahr 2020 auf 228 Wirtschaftliche Lage insgesamt 41 Mieter (Vorjahr 43 Mieter), so dass eine Risikostreuung bzgl. des eventu- ellen Ausfalls einzelner Mieter gewährleistet ist. Die Grundstücksaufwendungen beliefen sich 2020 auf 253 T€ (Vorjahr 345 T€). Der Aufwand für Instandhaltungen betrug 20 T€ (Vorjahr 107 T€). Zum Stichtag werden die Sachanlagen der Gesellschaft (Immobilienbestand inkl. tech- nischer Anlagen) mit einem Betrag in Höhe von 1.582 T€ (Vorjahr 1.654 T€) bewertet. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Stichtag in Höhe von 137 T€ (Vorjahr 170 T€) und konnten somit entsprechend dem Tilgungsplan gesenkt werden. Im Jahr 2020 erhielt die Gesellschaft einen Betriebskostenzuschuss seitens der Gesellschafterin Stadt Köln in Höhe von 120 T€. Dieser wurde im Sinne der o.g. Betrauung zur Erfüllung der ge- meinwirtschaftlichen Verpflichtung genutzt. Die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis der G esellschaft sind in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Berichtszeitpunkt ist gut. Im Berichtsjahr war die Zahlungsfähigkeit stets gewährleistet. Die Ausstattung mit flüssigen Mitteln ist au sreichend. Das Anlagevermögen ist durch Eigenkapital und langfristige Bankdarlehen gedeckt. Die Rückstellungen, Lieferanten- verbindlichkeiten und sonstigen Passiva sind durch flüssige Mittel gedeckt. Chancen und Risiken Die Geschäftsführung erwartet für 2021, dass die Mieternachfrage seitens des Marktes bestehen bleibt. Aufgrund der bereits hohen Auslastung können jedoch nur noch ein- zelne Anfragen bedient werden. Daher ist in Bezug auf die Umsatzerlöse und das Be- triebsergebnis weiterhin eine stabile Entwicklung zu erwarten. 229 BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG Anschrift Nattermannallee 1 50829 Köln Kontakt 0221-93336-0 www.biocampuscologne.de Gründung 2002 Handelsregister HRA 20087, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil BioCampus Cologne Management GmbH (Komplementärin ohne Kapitalbeteiligung) 0,0% Stadt Köln (Kommanditistin) 100,0% Unternehmensgegenstand Der Erwerb sowie die Verwaltung, Entwicklung des Geländes „BioCampus Cologne“ Nat- termannallee, Köln-Bocklemünd, mit der allgemein Technologietransfer und speziell die Gründung neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Dienstleistungen, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und ver- markten, gefördert wird. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung BioCampus Cologne Management GmbH Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln 230 Jahresabschlussprüfung Nawroth & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesell- schaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Kapitalzuführungen 500,0 Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 9.638,2 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 4.313,5 4.438,9 4.497,7 Jahresergebnis -88,9 219,0 -48,2 Eigenkapital 27.083,9 28.302,8 28.753,8 Bilanzsumme 39.032,5 38.233,4 37.441,5 Investitionen 224,7 435,8 30,9 Verbindlichkeiten 11.671,3 9.695,9 8.518,1 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 5 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Stadt Köln hat die Gesellschaft mit der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung zur För- derung und Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Stadt Köln und darüber hinaus mit der Vermarktung der Stadt Köln als Standort für Zukunftstechnologien betraut. In Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung der Vermarktungsaktivitäten liegt der Fokus ins- besondere auf der Biotechnologie sowie angrenzenden Technologiefeldern. Diese so- genannten Zukunftstechnologien gelten allgemein als Branchen mit sehr hohem Wachs- tumspotential für die kommenden Jahrzehnte. Geschäftsverlauf 2020 Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresergebnis in Höhe von -48 T€ (Vorjahr: 219 T€) abgeschlossen. Die Verschlechterung des Jahresergebnisses 2020 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 267 T€ begründet insbesondere durch höhere Auf- wendungen im Bereich Instandhaltung. 2020 wurden dabei diverse Um- und Ausbaupro- 231 Wirtschaftliche Lage jekte realisiert, die eine verbesserte Vermietbarkeit von Flächen und damit höher Ein- nahmen ermöglichen. Zudem wurde die notwendige Sanierung des Abwasserkanalsys- tems fortgesetzt. Auch im Jahr 2020 hat die Gesellschaft in Bezug auf die Kennzahlen Umsatz, Flächen- auslastung und Mieteranzahl zum wiederholten Male historische Rekordwerte seit Be- stehen erreicht. Zur Bewertung des Immobilienbestandes wird seit 2015 als Vergleichswert der Immobi- liensachzeitwert herangezogen. Dieser wurde gemäß Gutachten Cushman & Wakefield vom 20.04.2016 auf den Stichtag 01 .02.2016 mit einem Wert von 58.516 T€ ermittelt. Zum 31.12.2020 beträgt der bilanzierte Buchwert der Immobilien 35.651 T€ (Vorjahr 36.603 T€). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von 8.167 T€ (Vorjahr 9.338 T€) und konnten somit erneut u.a. durch Sondertil- gungen signifikant gesenkt werden. Im Jahr 2020 erfolgten direkte Ausgleichszahlungen von der Stadt Köln an die Gesellschaft in Höhe von 500 T€ als Einzahlung in die Kapi- talrücklage. Diese wurden im Sinne der o.g. Betrauung zum Abbau vorhandener Ver- bindlichkeiten eingesetzt. Chancen und Risiken Die Geschäftsführung erwartet für 2021, dass die Mieternachfrage seitens des Marktes bestehen bleibt. Aufgrund der bereits faktischen Voll auslastung können jedoch keine Anfragen mehr bedient werden. Für die konsequente Umsetzung der konzeptionellen Wachstumspotentiale ist die Planung von Neuprojekten dringend notwendig. Durch die Vermarktung von Restflächen wird für 2021 ein leichter Anstieg bei den Umsatzerlösen erwartet. Die Unternehmensfortführung und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sind nur dann sichergestellt, wenn durch die Stadt Köln weiter ausreichend liquide Mittel zur Deckung des Kapitalbedarfs und zum Ausgleich von Verlusten zur Verfügung gestellt werden. Die Ertrags- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2021 ist im starken Maße von der weiteren Entwicklung des Geländes, der Forcierung neuer und bestehender Vermietungen und insbesondere der Vorbereitung für die zeitnahe Realisierung eines Neubauprojektes ab- hängig, um die bestehende Nachfrage von Bestandsmietern, aber auch von externen Interessenten zu bedienen. Mittel - bis langfristig besteht die Chance, die Ergebnisent- wicklung der Gesellschaft durch rentierliche Neubauprojekte positiv zu beeinflussen. 232 BioCampus Cologne Management GmbH Anschrift Nattermannallee 1 50829 Köln Kontakt 0221-93336-0 www.biocampuscologne.de Gründung 2002 Handelsregister HRB 48029, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG, Köln. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Frau Andrea Blome (Beigeordnete) Herr Andre van Hall (ab 01.09.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Nawroth & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesell- schaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine 233 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 0,0 0,0 0 Jahresergebnis 0,3 0,3 1,4 Eigenkapital 33,3 33,7 35,1 Bilanzsumme 41,6 41,3 311,7 Investitionen 0,0 0,0 0 Verbindlichkeiten 3,8 4,1 265,3 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 26 T€. Geschäftszweck ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co KG, deren Gegenstand der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung von Immobilien auf dem Gelände „BioCampus Cologne“ in Köln-Bocklemünd ist. Alle Aufwendungen, die die Gesellschaft zur Erfüllung Ihrer Aufgaben gegenüber der Kommanditgesellschaft wahrnimmt, werden an diese weiterbelastet. Ferner erhält die Gesellschaft als jährliche Haftungsvergütung eine Vergütung von 5% des Stammkapi- tals. Die Gesellschaft sollte vor diesem Hintergrund ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Gewinn in Höhe von 1.429,99 € ab. Seit dem 01.09.2020 ist Herr André van Hall zum hauptamtlichen Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Alle damit verbundenen Kosten werden an die BioCampus Co- logne Grundbesitz GmbH & Co. KG (80 %) und die Schwestergesellschaft Rechtsrhei- nisches Technologie - und Gründerzentrum Köln GmbH (20 %) weiterberechnet. Die Weiterberechnung an das RTZ erfolgt im Zuge der Umsetzung eines Beschlusses des Rates der Stadt Köln vom 07.02.2020 bzgl. der Etablierung einer gemeinsamen Ge- schäftsführung. Chancen und Risiken Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der Geschäftssituation der Komman- ditgesellschaft. 234 moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Anschrift Brückenstraße 17, 50667 Köln Kontakt 0221 2059401 www.modernestadt.de Gründung 1969 Handelsregister HRB 4000, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadtwerke Köln GmbH 51,0% Stadt Köln 49,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung eigener und im Eigentum der Gesell- schafter - inkl. Tochterunternehmen - befindlicher Liegenschaften zum Zwecke der För- derung der Wohnungsversorgung und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Köln. Zur Verwirklichung dieser Zwecksetzung stellt die Gesellschaft geeignete Grundstücke bereit und betreibt die vollständige Projektplanung und -entwicklung. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, die Aufgaben eines Sanierungs- oder Entwicklungsträgers zu überneh- men. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Tochtergesellschaften mit ähnlicher Zweck- bestimmung zu gründen und sich an anderen Unternehmen zu beteiligen, deren Gegen- stand und Zweck mit dem der Gesellschaft in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Andreas Röhrig Herr Thomas Scheitza 235 Aufsichtsrat Herr Dr. Dieter Steinkamp (Vorsitzender) Herr Niklas Kienitz (stellv. Vorsitzender) Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger Herr Martin Börschel (bis 22.12.2020) Herr Uwe Eichner (seit 22.12.2020) Herr Jörg Frank (bis 22.12.2020) Herr Michael Frenzel Herr Alexander Recht Frau Brigitte Scholz Herr Jörg van Geffen (bis 22.12.2020) Herr Markus Greitemann (bis 22.12.2020) Stefanie Haaks (seit 22.12.2020) Herr Timo von Lepel Frau Christiane Martin (seit 22.12.2020) Frau Sabine Pakulat Frau Monika Roß-Belkner (bis 22.12.2020) Herr Hans Schwanitz (seit 22.12.2020) Herr Ralph Sterck Herr William Wolfgramm (seit 22.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Warth & Klein Grant Thornton AG Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 41,0% Butzweilerhof Verwaltung GmbH 100,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Gewinnausschüttung (Dividende GJ 2019 netto) 862,7 Investitionszuschuss (Neue Mitte Porz inkl. Umsatzsteuer) 3.570,0 Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft per 31.12). 61.352,9 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 31.339,1 27.365,2 31.943,6 Jahresergebnis 2.971,3 2.091,5 1.699,0 Eigenkapital 17.801,9 18.342,6 19.456,8 Bilanzsumme 142.576,7 162.726,4 180.319,2 Investitionen (SAV) 222 67 237 Verbindlichkeiten 115.127,3 131.448,8 149.028,4 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 22 22 23 236 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im Berichtszeitraum auf dem Vertrieb unbebauter Grundstücke, auf der Planung und Durchführung der Baureifmachung be- ziehungsweise Erschließung eigener Grundstücke, auf der Herstellung und dem Vertrieb von Bauträgerobjekten sowie auf der Akquisition von Grundstücken, die entwickelt und mittel- bis langfristig einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen. Außerdem erbrachte die Gesellschaft Leistungen aus der Durchführung von Projektsteuerungs- und Manage- mentverträgen für Baumaßnahmen auf Grundstücken Dritter sowie Beratungsleistungen zu Grundstücksentwicklungen Dritter. Geschäftsverlauf 2020 Der Jahresüberschuss 2020 in Höhe von 1.699 T€ wurde maßgeblich durch Gewinne aus dem Verkauf von unbebauten Grundstücken beeinflusst und liegt mit rund 190 T€ über dem Planergebnis des Geschäftsjahres. Im Übrigen geplante, aber nicht realisierte Umsatzerlöse aus dem Verkauf unbebauter Grundstücke w aren ohne Ergebnisbeitrag in den Planrechnungen enthalten. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge haben das Jahresergebnis per Saldo mit rund 245 T€ belastet. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Für das projektierte Bau- programm und insbesondere zur Deckung des Finanzbedarfs des ab dem Jahr 2021 geplanten Bau- und Planungsumfangs sowie des Grunderwerbs im Deutzer Hafen Köln sind weitere Finanzierungsmittel zu beschaffen. Zur Finanzierung des laufenden Bau- programms steht eine weitere zeitlich befristete Kreditlinie in Höhe von 25,0 Mio. € zur Verfügung, die flexibel in Anspruch genommen werden kann. Insgesamt wird mit einer positiven Entwicklung der Finanzlage gerechnet. Risiko und Chancen Die Auswirkungen der Corona Pandemie auf die künftige Entwicklung, auf die Nachfrage von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie die Auswirkungen von damit in Zu- sammenhang stehenden Marktverwerfungen, sind derzeit nicht seriös prognostizierbar. Die Gesellschaft hält keine kritischen Infrastrukturen zur Daseinsvorsorge vor, ist jedoch eng in die Interventionssystematik für den Ereignisfall der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln eingebunden. Die Baureifmachung, die teilweise eigene Bebauung und der Verkauf unbebauter Grund- stücke in Köln -Nippes sowie die Grundstücks - und Projektentwicklungen in Köln -Porz und im Deutzer Hafen Köln eröffnen der Gesellschaft kurz -, mittel- und langfristig Ent- 237 Wirtschaftliche Lage wicklungspotenziale, um dem Gesellschaftszweck, nämlich der Förderung der Woh- nungsversorgung und der wirtsc haftlichen Entwicklung der Stadt Köln, gerecht zu wer- den. 238 Butzweilerhof Verwaltung GmbH Anschrift c/o moderne stadt GmbH Brückenstraße 17 50667 Köln Kontakt 0221 - 205940 www.modernestadt.de Gründung 2012 Handelsregister HRA 75067, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschaf- terin an der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Andreas Röhrig Aufsichtsrat Keinen Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln durch den Geschäftsbesorger moderne stadt GmbH 239 Jahresabschlussprüfung Warth & Klein Grant Thornton Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG (Komplementärin ohne Kapitalbeteiligung) Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 0,0 0,0 0,0 Jahresergebnis 11,5 132,8 129,7 Eigenkapital 39,4 161,2 159,0 Bilanzsumme 84,0 180,1 196,8 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 27,1 1,9 0,4 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Dem Gesellschaftszweck entsprechend lagen die Tätigkeitsschwerpunkte im Berichts- zeitraum in der Geschäftsführung als Komplementärin der Butzweilerho f Grundbesitz GmbH & Co. KG. Deren Geschäftszweck ist der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung von Immobilien, insbesondere von Grundstücken an der Von -Hüne- feld-Straße und auf dem ehemaligen Kasernengelände „Butzweilerhof“. Geschäftsverlauf 2020 Alle Aufwendungen, die die Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben gegenüber der Kommanditgesellschaft wahrnimmt, werden an diese weiterbelastet. Dabei werden Kos- ten für die eigene Geschäftsführung, die eigene Buchhaltung und die eigenen Jahresab- schlüsse bis zu einem Betrag von 100.000,00 € netto durch die Kommanditgesellschaft übernommen. Die Gesellschaft erzielt vor diesem Hintergrund ein nahezu ausgegliche- nes Ergebnis. Das positive Jahresergebnis resultiert im Wesentlichen aus Beteiligungs- erträgen. 240 Wirtschaftliche Lage Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Deckung der laufen- den Aufwendungen erhält die Gesellschaft monatliche Abschlagszahlungen in Höhe von 6.000,00 € netto, die am Jahresende mit der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG abgerechnet werden. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Aktiva der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Bankguthaben. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der Kommanditgesellschaft. Die aktuelle Planung sieht einen Planungshorizont bis in das Jahr 2022 vor. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein positives Jahresergebnis erwartet. 241 Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG Anschrift c/o moderne stadt GmbH Brückenstraße 17 50667 Köln Kontakt 0221 - 205940 www.modernestadt.de Gründung 2002 Handelsregister HRA 20048, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln (Kommanditistin) 100,0% Butzweilerhof Verwaltung GmbH (Komplementärin, nicht am Kapital beteiligt) 0,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Verwaltung, die Vermietung, die Ent- wicklung und die Veräußerung eigener Immobilien, insbesondere der Grundstücke Von- Hünefeld-Straße sowie des Geländes der ehemaligen Bundeswehrkaserne Butzweiler- hof, 50829 Köln zum Zweck der Förderung der Wohnungsversorgung und der wirtschaft- lichen Entwicklung der Stadt Köln. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Andreas Röhrig Aufsichtsrat Keiner Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln durch den Geschäftsbesorger moderne stadt GmbH 242 Jahresabschlussprüfung Warth & Klein Grant Thornton Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 3.459,1 6.614,4 8.152,1 Jahresergebnis 438,3 4.479,3 4.552,5 Eigenkapital 0,0 3.136,3 7.688,8 Bilanzsumme 24.273,0 25.743,5 26.843,9 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 18.656,1 17.466,1 14.187,6 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 Wirtschaftliche Lage Geschäft und Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2020 konnte die Gesellschaft den Ausbau, die Erschließung und die Vermarktung des vorhandenen Immobilienvermögens entscheidend vorantreiben. Mit dem Ausbau des östlichen Teils konnte die Butzweilerhofallee vollständig fertiggestellt werden. Darüber hinaus ist die Planstraße B im Norden des Areals bis auf die Feindecke ebenfalls ausgebaut worden. Ein bereits im Geschäftsjahr 2018 veräußertes Grundstück mit einer Fläche von rd. 8.305 qm sowie drei weitere Grundstücke mit einer Gesamtflä- che von rd. 26.335 qm konnten im Geschäftsjahr 2020 erfolgswirksam übergeben wer- den. Darüber hinaus sind zwei weitere Grundstückskaufverträge mit einer Fläche von rd. 26.135 qm abgeschlossen worden, die bereits im ersten Quartal 2021 ergebniswirksam übergeben wurden. Geschäftsverlauf 2020 Der Jahresüberschuss 2020 in Höhe von 4.553 T€ (Vorjahr: 4.479 T€) liegt deutlich über dem Planergebnis, da zusätzlich zu den geplanten Grundstücksverkäufen ein weiterer Grundstückskaufvertrag noch im Dezember 2020 erfolgswirksam übergeben werd en konnte. Der Jahresüberschuss wurde maßgeblich durch Gewinne aus dem Verkauf von 243 Wirtschaftliche Lage Grundstücken des Vorratsvermögens in Höhe von 5.896 T€ (Vorjahr: 4.651 T€) und der Bildung von Rückstellungen für noch anfallende Grundstücks- und Erschließungskosten für in Vorjahren veräußerte Grundstücke in Höhe von 954 T€ (Vorjahr: 207 T€) beein- flusst. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Finanzierung der noch anfallenden Grundstücks - und Erschließungskosten stehen ausreichend liquide Mittel und ein bis zum 31.12.2021 befristetes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 16.736 T€ zur Verfügung, von dem im Berichtsjahr ein Teilbetrag in Höhe von 3.000 T € und Anfang des Geschäftsjahres 2021 ein weiterer Teilbetrag in Höhe von 10.000 T€ zurück- gezahlt worden ist. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Reduzierung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen zum einen aus dem Abgang von Vorratsvermögen bei Über- gabe veräußerter Grundstücke und zum anderen aus der Verwendung von Kaufpreis- zahlungen zur Rückführung von Kapitalmarktmitteln. Risiken und Chancen Die Chancen der Gesellschaft bestehen in einem Abverkauf der einzelnen Baufelder zu Preisen, die über den Buchwerten und noch zu erwartenden Herstellungskosten für die Erschließung und Vermarktung liegen. Die Verkaufsprognosen sind im Rahmen der Wirt- schaftsplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen bis zum Jahr 2021 kalkuliert worden. Für ein Baufeld mit einer Grundstücksfläche von rd. 3.650 qm besteht eine befristete Reservierungsvereinbarung mit einem potenziellen Er- werber. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Berichtsjahr zwei Grundstückskaufver- träge mit einer Gesamtfläche von rd. 26.135 qm abgeschlossen, die bereits im ersten Quartal 2021 erfolgswirksam übergeben werd en konnten. Weitere Risiken der Gesell- schaft bestehen in einer unzureichenden Nachfrage und dem damit verbundenen zeit- verzögerten Abverkauf der Grundstücke bei laufenden Vermarktungs-, Verwaltungs- und Vorhaltekosten. Das implementierte Risikomanagementsys tem berücksichtigt das wirt- schaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risi- ken der jeweiligen Leistungsbereiche. Bei der Auswahl der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird auf erfahrene und leistungsfähige Vertragspartner zurück- gegriffen. Ein permanentes Augenmerk gilt im Rahmen des Risikomanagements der Analyse von Risiken aus Finanzinstrumenten. Mit dem wesentlichen Ausfall von Forde- rungen wird nicht gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein positives Ergebnis erwartet, dass im Wesentlichen aus Verkaufsgewinnen aus bereits abgeschlossenen und geplanten Grundstückskaufverträgen resultiert. 244 Digital Hub Cologne GmbH Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 62 51105 Köln Kontakt 0221 – 9758084 - 0 www.digitalhubcologne.de Gründung 2016 Handelsregister HRB 89123, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 33,3% Universität Köln 33,3% Industrie- und Handelskammer Köln 33,3% Unternehmensgegenstand Der Betrieb eines Hubs ("Drehscheibe") zur Förderung von Startups sowie zur Förderung der Digitalisierung, insbes. der digitalen Transformation von Mittelstand und Industrie. Dabei zielt der Hub auf die diskriminierungsfreie Korrektur von Marktversagen. Im Rah- men dessen ist die Gesellschaft unter anderem berechtigt, sich am Förderprogramm "DWNRW-Hub" zu beteiligen und dadurch das Eco -System und die Startup -Szene zu unterstützen sowie förderfähige Leistungen abzuwickeln. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Thomas Bungard Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Daniels GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 245 Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Kapitalzuführungen 100,0 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 583,2 581,6 438,3 Jahresergebnis -194,6 -210,3 -376,3 Eigenkapital 342,2 431,9 355,6 Bilanzsumme 446,0 525,1 468,2 Investitionen 0 0 0 Verbindlichkeiten 29,8 28,2 18,7 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 7 9 13,75 Wirtschaftliche Lage Geschäft und Rahmenbedingungen Die Digital Hub Cologne GmbH mit Sitz in Köln wurde 2016 gegründet als e iner von insgesamt sechs DWNRW Hubs. Bis zum 30.06.2020 war die Gesellschaft Teil der DWNRW Landesinitiative, die der Stärkung der Digitalen Wirtschaft in Nordrhein West- falen dienen soll. Im Fokus stehen auch nach Ende der Förderphase der Erfahrungs- transfer zwischen Startups und der Digitalisierungsszene sowie etablierten Unterneh- men, der Austausch von Kompetenzen sowie die kontinuierliche Entwicklung von neuen, innovativen Angeboten und Dienstleistungen, um neue Werte für die digitale Wirtschaft in der Region Köln zu schöpfen. Geschäftsverlauf 2020 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2020 waren geprägt durch die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Lockdown der Wirtschaft und des öf- fentlichen Lebens ab März bis zum Sommer und erneut zum Jahresende. Dadurch ging die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr zurück, gleichzeitig brachte der Lock- down einen Digitalisierungsschub für Unternehmen, Institutionen und die Bevölkerung, um das öffentliche Leben und die Wirtschaft weiter am Laufen zu halten. Mit dem Auslaufen der Förderung zum 30.06.2020 lag der Fokus im Jahr 2020 weiter auf dem Aufbau eines nachhaltigen und eigenständigen Geschäftsmodells. 246 Wirtschaftliche Lage Anfang 2020 wurde das auf den Mittelstand ausgerichtete kostenpflichtige Produktange- bot „DHC -Werkstatt“ eingeführt, mit dem der DHC mittelständische Unternehmen als Lotse und Navigator durch die Herausforderungen der Digitalisierung begleitet. Der Ver- trieb dieses Produktes wurde durch die Pandemie erschwert, weshalb Kostensenkungs- maßnahmen eingeleitet wurden. Weitere mittelfristige Einnahme quellen wurden durch die Teilnahme an verschiedenen Förderaufrufen erschlossen. Erfolgreiche Bewerbungen waren: das “Modellprojekt Smart Cities͞ “ mit der Stadt Köln und das „Mittelstand-Digital Zentrum Rheinland“ im Kon- sortium mit der TH Köln und Instituten der RWTH Aachen. Ein weiteres Geschäftsfeld soll im Bau - und Immobilienbereich entstehen mit dem Auf- bau eines sog. „PropTech Hubs“, der sich auf die Herausforderungen und die Digitalisie- rung dieser Branche fokussiert. Diese Neuausrichtung, die im Jahr 2020 begonnen wurde, konnte erfolgreich umgesetzt werden. Zum 1. November 2021 startete das Mittelstand -Digital Zentrum Rheinland mit einer Laufzeit bis Oktober 2024. Am 31. August 2021 wurde der Verein PropTech Power- house e.V. gegründet, für den der DHC d ie Geschäftsbesorgung übernimmt. Das gibt dem DHC eine stabile Grundlage für die nächsten Jahre. Es ermöglicht dem Unterneh- men seine Kompetenzen und das Netzwerk weiter auszubauen und zur Digitalisierung in der Region Köln beizutragen. 247 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH Anschrift Börsenplatz 1 50667 Köln Kontakt 0221 - 99501 - 0 www.koeln.business.de Gründung 2018 Handelsregister HRB 96833, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Die Förderung der Wirtschaft und des Standortes, insbesondere durch Ansiedlung, Ent- wicklung und Förderung von Industrie, Gewerbe, Handel und Handwerk sowie der Bran- chen des Dienstleistungssektors, Wissenschaft und Innovation durch Beratungs - und Dienstleistungen auf allen Gebieten, zur Verbesserung der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Struktur und zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in Köln. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Dr. Manfred Janssen Herr Michael Josipovic Aufsichtsrat Herr Nicolai Lucks (Vorsitzender) Herr Mario Michalak (ab 10.12.2020) Herr Jörg Frank (1. stellv. Vorsitzender,bis 10.12.2020) Herr Dirk Michel (ab 10.12.2020) Frau Brigitta von Bülow (1. Stellv. Vorsit- zende, ab 10.12.2020) Frau Sabine Pakulat (bis 10.12.2020) 248 Aufsichtsrat Herr Jörg van Geffen (2. stellv. Vorsitzender) Herr Berndt Petri Herr Dr. Walter Botermann (bis 10.12.2020) Herr Andreas Pöttgen (bis 10.12.2020) Herr Sebastian Bucher (ab 10.12.2020) Frau Sandra Schneeloch (ab 10.12.2020) Herr Volker Görzel Herr Dr. Martin Schoser (bis 10.12.2020) Herr Markus Greitemann Frau Lisa Steinmann (ab 10.12.2020) Frau Claudia Heithorst Frau Elisabeth Thelen (bis 10.12.2020) Herr Christian Joisten (bis 10.12.2020) Herr Dr. Simon von Danwitz (ab 10.12.2020) Frau Derya Karadag (ab 10.12.2020) Frau Züleyha Kurt (ab 10.12.2020) Herr Malik Karaman (bis 10.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung SRS Audit GmbH Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebs- und Investitionskostenzuschüsse (erhalten in 2020 für die Geschäftsjahre 2020 und 2021) 27.017,8 Rückzahlungen an Stadt Köln 4.189,3 249 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 442,2 136,5 Jahresergebnis -6.189,6 -9.373,1 Eigenkapital 23,0 12.576,6 Bilanzsumme 6.650,6 20.471,0 Investitionen 1.103,0 648,8 Verbindlichkeiten 5.190,6 5.105,0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 28,75 48,25 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs -GmbH ist eine einhundertprozentige Tochter- gesellschaft der Stadt Köln und von dieser mit der Wahrnehmung der kommunalen Auf- gabe Wirtschaftsförderung im weiteren Sinne betraut. Die Stadt Köln betraute die Ge- sellschaft mit definierten Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse, die mit besonderen Gemeinwohlverpflichtungen verbunden sind und im Interesse der Allgemeinheit erbracht werden. Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung der Wirt- schaft und des Standortes Köln. Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft erfolgt ge- mäß Betrauungsakt über Einzahlungen des Gesellschafters. Die finanziellen Mittel wer- den nur im Rahmen des Betrauungsaktes ausgezahlt. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2020 geprägt durch die umfassenden und anhaltenden Ausw irkungen der Corona -Pandemie sowie den Brexit. Der Wirtschafts- standort Köln zeichnet sich einerseits durch seine Branchenvielfalt aus, ist andererseits als einer der weltweit größten Messestandorte, Tourismusmagnet, Karnevalshochburg und Einkaufsstadt wirtschaftlich besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, aber auch der Strukturwandel der Automobilindustrie stellt den Standort Köln vor große Herausforderungen. Geschäftsverlauf 2020 Die KölnBusiness hat im Jahr 2020 einerseits die lokale Wirtschaft in der Corona -Pan- demie durch akute Krisen - und Fördermittelberatung unterstützt, andererseits den Auf- bau der Gesellschaft im zweiten Jahr ihres Bestehens konsequent vorangetrieben. Chancen und Risiken Die Chance auf eine Aufwertung der Wirtschaftsförderung zur Bewältigung der Corona- Krise und deren negativen wirtschaftlichen Auswirkungen sowie auf den Neustart und 250 Wirtschaftliche Lage schnelleren Strukturwandel der Wirtschaft besteht auch in Köln. Durch den erfolgten Auf- bau der Gesellschaft als agile, digitale städt ische Tochter sind hierfür sehr gute Grund- lagen geschaffen worden. Konkret bestehen Chancen, die Unterstützungsleistungen für die kommunale Wirtschaft weiter zu verbessern. Risiken für die weitere Entwicklung der Gesellschaft bestehen zum einen in einer unzu- reichenden finanziellen Mittelausstattung, wodurch sich einige Geschäftstätigkeiten nicht mehr aus- bzw. fortführen ließen. Zum anderen stellt die große Knappheit an verfügba- ren Gewerbe- und Industrieflächen ein Risiko für erfolgreiche Wirtschaftsförderu ngsar- beit am Standort dar. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Durch ihre agilen, schlanken und digitalen Strukturen hat die Gesellschaft die besten Voraussetzungen, um die zukünftigen Herausforderungen der Wirtschaftsförderungsar- beit erfolgreich zu bewältigen. Zudem wird die weitere Aufbauarbeit der Gesellschaft dazu beitragen, die Gesellschaft zu einer der führenden Wirtschaftsförderungen in Deutschland werden zu lassen. 251 4. Soziales SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH Anschrift Boltensternstraße 16 50735 Köln Kontakt 0221- 777 55 301 www.sbk-koeln.de Gründung 2006 Handelsregister HRB 58783, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0 % Unternehmensgegenstand Zweck des Unternehmens ist die Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versorgung und Pflege alter, behinderter, psychisch kranker Menschen oder anderweitig Not leidender oder gefährdeter Menschen, die häusliche Pflege sowie weitere entsprechende Ange- bote für di esen Personenkreis, der Betrieb von Werkstätten für behinderte Menschen, die Aus- und Weiterbildung in pflegerischen, pflegenahen, betreuerischen, handwerkli- chen und kaufmännischen Berufen. Weiterer Gegenstand ist die Funktion als zentraler Beschäftigungsträger im Rahmen beruflicher und sozialer Rehabilita tion nach dem So- zialgesetzbuch. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Frau Gabriele Patzke Aufsichtsrat Herr Ossi Werner Helling (Vorsitzender) Herr Michael Paetzold (stellv. Vorsitzender, bis 18.12.2020) 252 Herr Thomas Welter (stellv. Vorsitzender ab 18.12.2020, zuvor Mitglied) Herr Daniel Bauer-Dahm (ab 10.12.2020) Frau Hanne Cürten Herr Martin Erkelenz (bis 10.12.2020) Herr Andreas Greggersen Frau Katja Hoyer Herr Klaus Keller Frau Marion Krohn Herr Dr. Harald Rau Frau Elfi Scho-Antwerpes (ab 10.12.2020) Frau Monika Schultes (bis 10.12.2020) Frau Friederike Stolle Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Ratingen Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Investitionszuschüsse (ergebnisneutrale Weiterleitung erh. GFG-Mittel) 3.830,4 Gewährte Darlehen 1.076,5 Kommunalbesicherte besicherte Verbindlichkeiten 2.053,6 253 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 120.373,4 116.972,5 117.249,6 Immaterielle Vermögensgegenstände 312,6 359,3 294,5 Sachanlagen 119.076,5 115.709,9 115.815,3 Finanzanlagen 984,2 903,3 913,8 Umlaufvermögen 61.501,9 69.030,6 74.606,9 Vorräte 599,3 544,5 804,6 Forderungen und sonst. VG 7.685,4 8.092,3 6.617,3 Wertpapiere 151,6 0,0 0,0 Liquide Mittel 53.065,7 60.393,8 67.185,0 Rechnungsabgrenzungsposten 266,0 283,9 507,1 Summe Aktiva 182.141,3 186.287,0 192.363,6 Passiva Eigenkapital 64.537,8 65.073,5 65.655,7 Gezeichnetes Kapital 45.000,0 45.000,0 45.000,0 Kapitalrücklage 11.908,6 11.908,6 11.908,6 Gewinnrücklage 161,6 161,6 161,6 Bilanzergebnis 7.467,6 8.003,2 8.585,5 Sonderposten 18.092,9 19.277,6 23.183,7 Rückstellungen 27.932,7 31.259,3 34.620,3 Verbindlichkeiten 69.571,6 68.410,0 66.586,7 Rechnungsabgrenzungsposten 2.006,3 2.266,7 2.317,1 Summe Passiva 182.141,3 186.287,0 192.363,6 254 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 98.797,9 102.368,3 108.605,7 Umsatzerlöse 98.716,8 102.229,9 108.609,2 Bestandsveränderungen -3,3 6,5 -3,5 andere aktivierte Eigenleistungen 84,4 131,9 0,0 Sonstige betriebliche Erträge 12.619,9 16.152,7 17.272,9 Betriebsleistung 111.417,8 118.521,0 125.878,6 Betriebsaufwand 107.662,2 113.715,5 122.618,4 Materialaufwand 14.641,2 15.044,5 18.598,3 Personalaufwand 68.022,9 70.307,7 76.097,4 Abschreibungen 7.203,1 7.580,9 6.944,6 Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.795,0 20.782,4 20.978,1 Betriebsergebnis 3.755,6 4.805,5 3.260,2 Finanzergebnis -2.934,6 -4.170,3 -2.585,1 Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 37,3 35,6 37,1 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81,1 80,9 104,2 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,2 0,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.053,0 4.286,8 2.726,4 Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 0,0 0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8,3 17,2 9,0 Sonstige Steuern 81,0 82,4 83,8 Jahresergebnis 731,7 535,6 582,3 Gewinnvortrag 6.735,9 7.467,6 8.003,3 Bilanzgewinn 7.467,6 8.003,2 8.585,5 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 66,1 62,8 61,0 Abschreibungsquote 6,0 6,5 6,0 Investitionen (T€) 3.424,2 4.734,3 7.717,0 Investitionsquote 2,8 4,0 6,6 Eigenkapitalquote 35,4 34,9 34,1 Pensionsverpflichtungen (T€) 12.743,8 14.158,0 16.005,2 255 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bankverbindlichkeiten (T€) 47.398,6 44.871,3 42.409,7 Veränderung Verschuldung (T€) -2.424,9 -2.527,3 -2.461,6 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) 0,4% 0,3% 0,3 Rohertrag (T€) 84.156,7 87.323,9 90.007,4 EBIT (T€) 3.755,5 4.805,7 3.260,2 EBITDA (T€) 10.958,6 12.386,6 6.944,6 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe in VK 1.134,5 1.144,9 1.189,5 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 60,0 61,4 64,0 Wirtschaftliche Lage Geschäft und Rahmenbedingungen Die SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH (im folgenden SBK genannt) bietet aufeinander abgestimmte vernetzte Leistungen für Senioren, Menschen mit Behinderung und arbeitsuchende Menschen an. Derzeit ist sie in 15 Stadtteilen im Kölner Stadtgebiet mit einer breiten Angebotspalette, die nahezu alle Dienst leistungen umfasst, die alte Menschen oder Menschen mit geistiger, psychischer oder mehrfacher Erkrankung benö- tigen, vertreten. Angesicht der steigenden Zahl alter und insbesondere hochaltriger Menschen ergibt sich die Herausforderung, auch in Zukunft eine angemessene Versorgung der Pflegebedürf- tigen zu gewährleisten. Auch wird sich die Nachfrage nach individuellen Pflege- und Be- treuungsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund in den nächsten Jahren ver- ändern. Zudem ist von einem steigenden Anteil jüngerer pflegebedürftiger Menschen, auszugehen. Der Anteil von Menschen, die einer organisierten Betreuung aufgrund von geistiger bzw. verstärkt psychischer Behinderung bedürfen, auch bei über 65 -jährigen, wächst ebenfalls. In der Betreuung von Menschen m it Beeinträchtigungen gehen die politisch gewollten Bestrebungen dahin, auch Menschen mit komplexen Bedarfen ambulant zu versorgen, sofern dies ihr Wunsch ist. 256 Wirtschaftliche Lage Im ambulanten Bereich ist der Anteil der leistungsberechtigten Erwachsenen von Wohnleistungen mit ambulanter Unterstützung stetig angestiegen. Allerdings sind alter- native Wohn- und Pflegearrangements in einer Großstadt wie Köln nicht einfach umzu- setzen. Die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt in Köln steigt weiter. Dies wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Geschäftsverlauf 2020 Das Jahr 2020 wurde von der Corona-Pandemie geprägt. Zum Schutz der Bewohner*in- nen in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanter Betreuung gab es daher zahlrei- che Gesetze und Verordnungen von Seiten des Bundes und des Landes, die es umzu- setzen galt. Die Umsetzung war dabei zumeist mit großem organisatorischen und finan- ziellen Aufwand verbunden. Auch bezüglich der Förderung neuer Stellen im Bereich der Pflege gab es im Jahr 2020 gesetzliche Neuerungen. Das Zweite Pflegestärkungsgesetz sah unter anderem die Anfertigung eines wissenschaftlich fundierten Verfahrens zur Messung des Personalbedarfs in der stationären Altenpflege vor. Demnach besteht bei Pflegeeinrichtungen insgesamt ein Mehrbedarf von 100.000 Stellen, was einem Wert von 36% entspricht. Schritte in Richtung einer bedarfsgerechten Personalausstattung in vollstationären Pfle- geeinrichtungen wurden durch das Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversor- gung und Pflege (Gesundheitsversorgungs - und Pflegeverbesserungsgesetz – GPVG) und das Pflegepersonal -Stärkungsgesetz (PpSG) vorgenommen. Auf Grund der nicht vorhandenen Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt erweist sich die Umsetzung als nur be- dingt möglich. Das Wirtschaftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresergebnis in Höhe von 582 T€ ab. Der Überschuss übertrifft das geplante Ergebnis u. a. auf Grund niedrigerer Instandhaltungs- aufwendungen. Insgesamt war das Jahresergebnis 2020 von Sondersachverhalten be- einflusst, vor allem auf Grund der ab März 2020 herrschenden Corona -Pandemie. Dies führte zu zusätzlichen Aufwendungen und in einigen Bereichen zu geringeren Erlösen. Diese wirtschaftlichen Auswirkungen wurden durch verschiedene Rettungspakete aufge- fangen. Die Vermögenslage der SBK ist ausgewogen. Das Anlagevermögen wird zu über 100 % durch Eigenkapital, Sonderposten und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Somit sind die langfristig gebundenen Vermögenswerte auch durch langfristig bereitgestellte Mittel finanziert. Der Deckungsgrad bezogen auf Eigenkapital, Sonderposten und Auf- wandsrückstellungen beträgt überdurchschnittliche 77,4 % (73,9 % im Vorjahr). 257 Wirtschaftliche Lage Die Veränderung zum Vorjahresstichtag entsteht durch den Anstieg des Sonderpostens auf Grund von verwendeten Zuschüssen. Im Berichtsjahr wurden Baumaßnahmen wie der Neubau von Haus 8 in Riehl und der Umbau des Hauses in Dellbrück fortgeführt. Prognose Das Jahr 2021 wird weiter durch die Corona Pandemie bestimmt. Für die Ertragslage wird entscheidend sein, wie lange das Rettungspaket des § 150 SGB XI noch fortgesetzt wird. Außerdem zeigt sich, dass die Belegungssituation aktuell schwierig ist. Die Men- schen sind zurückhaltender, die Angebote der stationären Pflege in Anspruch zu neh- men. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen ist für 2021 ein ausgeglichenes Er- gebnis geplant. Auch die p andemieunabhängigen finanziellen, politischen und gesell- schaftlichen Rahmenbedingungen, die für die erfolgreiche Tätigkeit der SBK bestimmend sind, unterliegen einem Wandel, der sehr schnelle Anpassungen erfordert. Die bereits angesprochenen gesetzlichen Regelungen, die fortschreitende Digitalisierung sowie evtl. anstehende Personalbemessungsveränderungen ziehen weiterhin erhebliche Verände- rungen im Unternehmen nach sich. Vor allem wird die Gewinnung von Fach - und Füh- rungskräften nach wie vor für die Zukunft des Unternehmens prägend sein. Die SBK beabsichtigen, in den kommenden Jahren rd. 80 Mio. € in ihren Immobilienbe- stand zu investieren. Ziel ist es, das Angebot durch weitere Neubauten und Umbaumaß- nahmen zu optimieren und auch auf neue Stadtteile auszuweiten. Die Corona Pandemie wird weiterhin zu Verzögerungen bei den Bauprojekten führen. Chancen und Risiken Ungeachtet der oben genannten Maßnahmen sind die Entwicklung der Ertragslage so- wie die Entwicklung der Liquidität risikobehaftet. Weder die aktuelle Vermögenslage noch laufende Projekte bieten derzeit jedoch Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken. 258 Kliniken der Stadt Köln gGmbH Anschrift Neufelder Str. 34 51067 Köln Kontakt 0221 – 8907 - 0 www.kliniken-koeln.de Gründung 2004 Handelsregister HRB 53323, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens insbe- sondere durch die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung der Stadt Köln vor al- lem durch ambula nte, vor-, nach-, voll- und teilstationäre Krankenversorgung mit leis- tungsfähigen wirtschaftlich gesicherten Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungs- zentren und Rehabilitationseinrichtungen sowie die medizinisch zweckmäßige und aus- reichende Versorgung der in diesen Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungszen- tren und Rehabilitationseinrichtungen behandelten Patientinnen und Patienten;  der Aus-, Fort- und Weiterbildung insbesondere durch die Bereithaltung theoretischer und / oder praktische Lehrangebote, vor allem im Bereich der medizinischen Berufe und der Pflegeberufe. Darüber hinaus kann die Gesellschaft in sämtlichen anderen Berufen ausbilden, soweit sie dazu über die rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen verfügt;  die Forschung und Lehre im Bereich der Medizin und der Pflege insbesondere im Rah- men des Betriebes von akademischen Lehrkrankenhäusern in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Hochschuleinrichtungen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Kliniken und Medizinischen Versor- gungszentren einschließlich der Schulen für Pflegeberufe. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung 259 Geschäftsführung Herr Holger Baumann Aufsichtsrat Herr Michael Paetzold (Vorsitzender) Herr Dr. Portz Herr Joachim Heinlein (stellv. Vorsitzender) Herr Dr. Harald Rau Frau Ursula Gärtner Frau Uschi Röhrig Frau Beate Hane-Knoll (ab 10.12.2020) Herr Hartmut Steffens Herr Sven Kaske Herr Thomas Stiefelhagen Herr Michael Krakau (bis 10.12.2020) Herr Dr. Ralf Unna Frau Ulla Lötzer (bis 10.12.2020) Frau Heike Wolf (ab 10.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung BW PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mdB Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH 100,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Gesellschafterdarlehen 110,3 Mio. € 260 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 173.357,9 168.759,2 184.484,8 Immaterielle Vermögensgegenstände 3.328,6 3.274.5 3.311,0 Sachanlagen 169.198,6 165.360,1 168.892,4 Finanzanlagen 830,7 123.6 12.281,5 Umlaufvermögen 114.279,0 128.697,2 162.153,1 Vorräte 13.398,9 15.260,1 16.079,4 Forderungen und sonst. VG 79.779,3 90.862,5 109.598,8 Liquide Mittel 21.100,8 22.574,5 36.474,8 Rechnungsabgrenzungsposten 288,0 178,0 128,1 Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensbe- wertung 25,9 22,9 0,0 Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 79.860,6 100.149,0 148.722,3 Summe Aktiva 367.811,5 397.805,4 495.488,3 Passiva Eigenkapital 0,0 0,0 0,0 Gezeichnetes Kapital 17.000,0 17.000,0 17.000,0 Kapitalrücklage 15.878,9 45.878,9 45.878,9 Verlustvortrag -66.307,7 -112.739,5 -163.028,0 Jahresüberschuss/-fehlbetrag -46.431,8 -50.288,4 -48.573,2 Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 79.860,6 100.149,3 148.722,3 Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 61.666,0 59.596,2 58.328,1 Rückstellungen 74.201,9 85.729,0 118.008,0 Verbindlichkeiten 231.943,5 252.480,1 319.152,1 Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0 Summe Passiva 367.811,5 397.805,4 495.488,3 261 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung Umsatzerlöse 356.220,0 359.608,1 383.666,0 Bestandsveränderungen -364,8 1.923,0 -1.683,0 andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0 Sonstige betriebliche Erträge 14.222,2 13.803,1 13.832,8 Betriebsleistung 370.077,3 375.334,4 395.815,8 Betriebsaufwand Materialaufwand 104.630,2 112.387,9 116.152,2 Personalaufwand 235.312,3 252.833,4 256.849,2 Abschreibungen 16.273,3 10.113,1 14.857,2 Sonstige betriebliche Aufwendungen 53.046,0 37.044,5 43.484,2 Betriebsergebnis -39.184,5 -42.710,6 -35.527,0 Finanzergebnis Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10,4 31,3 9,9 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 645,0 0,0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.771,1 6.718,8 8.776,8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 372,3 162.8 4.204,4 Sonstige Steuern 114,2 82,5 74,9 Jahresüberschuss/-fehlbetrag -46.431,7 -50.288,4 -48.573,2 262 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 47,1% 42,4% 37.2% Abschreibungsquote 9,4% 9,4% 8,6% Investitionen (T€) 10.088,7 11.988,2 30.538,9 Investitionsquote 5,8% 7,1% 16,6% Eigenkapitalquote 0,0% 0,0% 0,0% Pensionsverpflichtungen (T€) 27.122,0 30.966,0 38.830,0 Bankverbindlichkeiten (T€) 86.551,4 70597,6 4.159,3 Veränderung Verschuldung (T€) 50.256,8 20.536,6 66.672,0 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) -10,8% -10,4% -8,4% Rohertrag (T€) 265.447,0 262.946,5 279.663,6 EBIT (T€) -39.184,6 -48.546,0 -36.465,0 EBITDA (T€) -22.911,3 -32.766,8 -21.600,8 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 4.313 4.404 4.470 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 54,6 57,4 57,5 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Kliniken wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2004 durch Ausgliederung zur Neugrün- dung aus einem Eigenbetrieb der Stadt Köln in eine gemeinnützige Gesellschaft mit be- schränkter Haftung umgewandelt. Alleingesellschafterin ist die Stadt Köln Auch im Jahr 2020 haben die Kliniken wie in den vergangenen Jahren Ihren Platz in der Gesundheitsversorgung der Region wahrgenomme n Die Belegung blieb jedoch haupt- sächlich bedingt durch die Pandemie deutlich hinter den Plan- und den Vorjahreswerten zurück. Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich gesunken, was insbesondere auf die rückläufigen Fallzahlen zurückführen ist (2020: 49 .043; Vorjahr: 57.014), wobei die Leistungsentwicklung an allen drei Standorten eine negative Entwicklung zeigt: In Mer- heim wurden 22.338 Patienten versorgt (Vorjahr: 25.924), in Holweide 17.664 (Vorjahr: 20.448). In Riehl sank die Patientenzahl auf 9.041 (Vorjahr: 10.642). 263 Wirtschaftliche Lage Die erzielten Casemixpunkte („CMP“) lagen in 2020 rd. 5.000 CMP unter dem Vorjahres- wert und betrugen 52.821 CMP. Geschäftsverlauf 2020 Die Kliniken der Stadt Köln haben im Geschäftsjahr 2020 ein gegenüber dem Vorjahr leicht verbessertes Jahresergebnis von -48,6 Mio. € (Vorjahr: -50,3 Mio. €) zu verzeich- nen. Im Vergleich zum gemäß Wirtschaftsplan geplanten Ergebnis (- 57,4 Mio. €) ist hin- gegen eine deutlich positive Abweichung zu verzeichnen. Im Bereich der Personalaufwendungen wurde der gemäß Wirtschaftsplan formulier te Planwert um 0,6 Mio. € bzw. 0,2 % überschritten. Die Anzahl der Vollkräfte ist im Vor- jahresvergleich um 10 auf 3.238 Vollkräfte gesunken. Das negative Jahresergebnis zeigt im operativen Geschäft ein deutliches Minus. Neben den Belastungen, die aus der CO VID-19-Pandemie resultieren, trugen hierzu ins beson- dere das zunehmende Auseinanderklaffen von Preisentwicklungen auf der Leistungs- seite zu den im Vergleich überproportionalen Steigerungen auf der Kostenseite und da- bei neben der Personalkostenseite insb esondere überproportionale Sachkostensteige- rungen durch Personalleasing und sonstige betriebliche Aufwendungen. Die günstige Abweichung zwischen dem laut Wirtschaftsplan prognostizierten und dem tatsächlichen Jahresergebnis resultiert insbesondere aus Ausg leichs- und Zuschlags- zahlungen, die der Gesetzgeber als Unterstützungsmaßnahme im Rahmen der Corona- Pandemie beschlossen hat. Für das Freihalten von Betten für COVID-19-Pantienten wurden Ausgleichszahlungen in Höhe von 20,9 Mio. € und sonstige Zuschüsse in Höhe von 1,8 Mio. € vereinnahmt. Chancen und Risiken Chance: Gute Marktpositionierung Die Kliniken der Stadt Köln sind am Markt gut positioniert und genießen auch überregio- nal einen sehr guten Ruf. Im Einzugsgebiet von Düsseldorf über Aachen und Bonn haben sie einen Marktanteil von rd. 12% und annähernd gleiche Fallzahlen wie die umliegenden Universitätskliniken. Durch ihr breites medizinisches Spektrum, die vorteilhafte Mischung von Maximalversorgung und Grund- bzw. Regelversorgung sind die Kliniken gut au fge- stellt. Durch die gezielte strategische Ausrichtung der einzelnen Kliniken auf Vervollstän- digung der Wertschöpfungskette innerhalb eines Faches und Breite des Angebotes wird horizontal und vertikal diversifiziert. 264 Wirtschaftliche Lage Das ermöglicht zum einen eine vollständige Behandlung des Patienten (One-stop- shopping-Ansatz), aber auch eine sehr breite Ausbildung der Mitarbeiter. Letzteres ist nach aktuellen Studien der wichtigste Faktor für die Auswahl eines Arbeitgebers. Chance: Personalentwicklungskonzept Darüber hinaus wird durch das Personalentwicklungskonzept sowohl das Aus-, Fort- und Weiterbildungs-spektrum vergrößert, als auch die Qualifikation der Mitarbeiter erhöht, insbesondere durch den Ausbau der Lehrstühle mit der Universität Witten-Herdecke. Im Ergebnis e rhöht sich so die Qualität des Personals, was wiederum den Patientenzu- spruch verbessert. Risiko: Fachkräftemangel Der Fachkräftemangel im Gesundheits - und Pflegebereich führt zu nicht absehbaren Kostensteigerungen sowie zu Mindererlösen, die aus der Schli eßung von Betten sowie ganzer Stationen resultieren. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter wird die größte Herausforderung für die Zukunft sein. Risiko: Investitionsstaus Die Investitionskosten der Krankenhäuser werden schon lange nicht mehr alleine durch Fördermittel finanziert. Die Investitionsförderquote in NRW ist seit 1972 von 24,9% auf heute ca. 4%, somit um knapp 21% abgesunken. Dazu kommen weitere erhebliche Kos- tensteigerungen in den Bereichen Energie, Haftpflicht -versicherungsprämien, M edika- mente und Medizintechnik. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die Klinken der Stadt Köln werden durch ein strategisch neu ausgerichtetes Standort- konzept und die begonnene Umsetzung hin zur Zentren-Organisation ihre Marktposition in Köln und Umg ebung wesentlich verbessern. Durch die Zentralisierung von medizini- schen Leistungen werden Grenzen zwischen Fachdisziplinen aufgehoben und Experten von Erkrankungen arbeiten interdisziplinär als fachliches Team zusammen. Die daraus resultierenden Synergien führen zu einer kostengünstigeren Leistungserbringung mit ei- nem maximalen medizinischen Output. 265 RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH Anschrift Ostmerheimer Str. 200 51109 Köln Kontakt 0221 – 2784 - 0 Gründung 1996 Handelsregister HRB 27853, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Neurologischen Rehabilitationskli- nik für Schädel-Hirn-Patienten in Köln-Merheim für Mitglieder der gesetzlichen Kranken- versicherung, der Berufsgenossenschaften / Rentenversicherungsträger und für Privat- patienten. Die Gesellschaft wird in enger Kooperation mit dem Krank enhaus Köln-Mer- heim, einem Betriebsteil der Kliniken der Stadt Köln gGmbH, betrieben. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Prof. Dr. Horst Kierdorf Frau Daniela Levy (25.11.2019-14.04.2020) Aufsichtsrat Frau Ursula Gärtner (Vorsitzende) Herr Dr. Harald Rau Herr Joachim Heinlein (stellv. Vorsitzender) Herr Holger Baumann Herr Michael Paetzold Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln 266 Jahresabschlussprüfung BW PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mdB Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 15.595,4 15.052,9 14.717,8 Jahresergebnis -3.792,3 -2.863,1 -1.384,4 Eigenkapital 0,0 0,0 0,0 Bilanzsumme 7.103,1 12.747.1 14.445,1 Investitionen 37,4 382.783,7 390,2 Verbindlichkeiten 6.071,4 11.813,3 12,882,0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 195,3 276,5 174,9 Wirtschaftliche Lage Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten Die RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH, Köln ist eine auf die Rehabilitation von schädel-/hirnverletzten Patienten spezialisierte Klinik mit 132 Betten. Sie wird in enger Kooperation mit dem Krankenhaus Köln-Merheim betrieben. Im Jahr 2020 gab es lt. Angaben des Statistischen Bundesamtes 1.107 Vorsorge - und Reha-Einrichtungen in Deutschland (Vorjahr: 1.112) mit insgesamt rd. 160.000 Betten. Unverändert ist eine Tendenz erkennbar, auch den Rehabilitationssektor weiter zu „ver- schlanken“. Dies erklärt sich aus der Finanzierungslücke zwischen der aus dem demo- grafischen Wa ndel zu erwartenden Einnahmesituation der Krankenkassen und der wachsenden, altersbedingten Versorgungslage. Eine weitere Verstärkung dieses Effek- tes durch die COVID-Pandemie ist zu erwarten. Für die RehaNova wird diese Entwick- lung jedoch keine wesentlichen Auswirkungen haben, da bei den Neurologischen Krank- heitsbildern die an die Akutversorgung anschließende Rehabilitation ein unverzichtbarer Bestandteil für den Behandlungserfolg und die Gesundung der Patient*innen darstellt. 267 Wirtschaftliche Lage Wie schon seit mehr als 10 Jah ren zeigen sich die marktspezifischen Gegebenheiten durch einen zunehmenden Fachkräftemangel und erhebliche Kostensteigerungen für Ärzte und Pflegekräfte aus, die durch die Anpassungen der Pflegesätze nicht vollständig kompensiert werden. Chancen und Risiken des Marktsegments Das wesentliche Risiko der zukünftigen Entwicklung ist die Leistungserbringung. Falls die Belegungstage rückläufig sind bzw. unter Plan liegen (z.B. durch die COVID-Pande- mie), hat dies erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Gesellschaft. Der Schweregrad der zugewiesenen Patienten hat in 2020 im Vergleich zu Vorjahren weiter zugenommen, was auch auf die enge Kooperation mit der N eurochirurgie / Neu- rologie des KH Merheim zurückzuführen ist. Diese schwerkranken Patiente n der Reha- bilitationsphase B, verursachen in der initialen Phase (Intensivbehandlung) Kosten von mehr als 900,00 €/Tag verursachen. Unabhängig vom tatsächlichen Schweregrad der Patienten beträgt aber der Tagessatz für alle Patienten der Phase B 550,00 €/Ta g (bei infektiösen Patienten gibt es einen Zuschlag von 45,00 €/Tag). Die Belegung wiederum ist unmittelbar abhängig von der Verfügbarkeit von Fachkräften im ärztlichen Dienst wie auch im Pflegebereich. Da der Schweregrad der behandelten Patienten in den vergangenen Jahren stetig zunahm, ist unter sonst gleichen Bedingun- gen die Versorgung nur einer geringeren Anzahl von Patienten möglich. Als generelles Personalrisiko ist der Fachkräftemangel in der Pflege zu benennen, der die Nachbesetzung bei Fluktuation gerade in der Region Köln massiv erschwert. Die RehaNova hat dieser Entwicklung mit neuen Konzepten erfolgreich begegnet. Weiterbil- dungen in unserem eigenen, die Anpassung des Internetauftritts und die Präsenz in an- deren digitalen Medien, um die Personalsuche moderner und interessanter zu gestalten, sollen vor allem das Interesse von jüngeren Fachkräften zu wecken. Die wesentliche Chance der zukünftigen Entwicklung liegt in der Spezialisierung der RehaNova auf die Neurologischen Rehabilitationen, insbeso ndere die Neurologisch-/ neurochirurgische Frührehabilitation. Die RehaNova ist ein nicht wegzudenkender Be- standteil der medizinisch notwendigen Versorgung und hat durch ihre Fachkunde und exponierte Lage inmitten der Stadt Köln einen klaren Wettbewerbsvorteil. Daher wurden zum 1. Januar 2021 10 Akutbetten für diese Patienten in Betrieb genommen, eine Auf- stockung auf bis zu 30 Akutbetten wird für die nächsten 2 Jahre erwogen. 268 Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR Anschrift Winterstraße 19 50354 Hürth Kontakt 02233 96839100 www.cvua-rheinland.de Gründung 2011 Handelsregister Eintragung nicht notwendig Beteiligungsverhältnisse Träger Kapitalanteil Land Nordrhein-Westfalen 30,0% Stadt Aachen 5,833% Stadt Bonn 5,833% Stadt Köln 5,833% Stadt Leverkusen 5,833% Städteregion Aachen 5,833% Kreis Düren 5,833% Kreis Euskirchen 5,833% Kreis Heinsberg 5,833% Oberbergischen Kreis 5,833% Rheinisch-Bergischer Kreis 5,833% Rhein-Erft-Kreis 5,833% Rhein-Sieg-Kreis 5,833% Unternehmensgegenstand Das CVUA Rheinland ist nach § 4 des IUAG NRW zuständig für die Untersuchungen und Kontrollen auf dem Gebiet des Lebensmittel - und Futtermittelrechts, der Tierseu- chenbekämpfung, der Tiergesundheit und des Tierschutzes, u.a. auch damit zusammen hängende Beratung, Erstellung von Gutachten, Beurteilungen und Stellungnahmen. Organe der Anstalt Vorstand Verwaltungsrat 269 Vorstand Frau Dagmar Pauly-Mundegar (Vorsitzende) Herr Rainer Lankes Verwaltungsrat Herr Dr. Peter Heyde (Vors.) (Städteregion Aachen) Herr Alexander Lünenbach (Stadt Leverkusen), ab 03.03.2020 Herr Martin Gawrisch (stv. Vors.) (Rhein-Erft-Kreis) Herr Dirk Hürtgen (Kreis Düren) Herr Dr. Thomas Delschen (Land NRW) Herr Franz-Josef Dahlmanns (Kreis Heinsberg), bis 20.01.2020 Frau Dr. Christiane Krüger (Land NRW) Herr Leonard Stepprath (Kreis Heins- berg), ab 20.01.2020 bis 05.11.2020 Herr Dr. Markus Kremer (Stadt Aachen) Herr Dr. Hans-Helmut Ahlborn (Kreis Heinsberg), ab 05.11.2020 Frau Dr. Ute Zolondek (Stadt Bonn), bis 05.06.2020 Herr Heinz Rosell (Kreis Euskirchen) Herr David Baier (Stadt Bonn), ab 05.06.2020 Frau Birgit Hähn (Oberbergischer Kreis) Herr Konrad Peschen (Stadt Köln) Frau Anette Kupferschmidt-Fritz (Rheinisch-Bergischer Kreis) Herr Dr. Michael Rudersdorf (Stadt Leverkusen), bis 03.03.2020 Herr Dr. Johannes Westarp (Rhein-Sieg-Kreis) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Entgeltanteil Stadt Köln gemäß Entgeltordnung 2.034,1 270 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 9.534,5 9.645,5 9.761,0 Jahresergebnis -659,78 -694.2 -708,8 Eigenkapital 3.951,4 3.257,2 2.548,4 Bilanzsumme 32.393,6 32.787,1 33.216,1 Investitionen 310,0 518,2 446,9 Verbindlichkeiten 11.941,8 11.210,9 10.513,4 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 90 87 87 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Auf Grund § 3 Absatz 1 sowie § 5 des Gesetzes zur Bildung integrierter Untersuchungs- anstalten für Bereiche des Verbraucherschutzes (IUAG NRW) vom 11. Dezember 2007 (GV NRW S. 662) wurde das CVUA Rheinland gemäß Artikel 1 der Verordnung vom 4. November 2010 zur Änderung der Verordnung zur Errichtung integrierter Untersu- chungsanstalten für Bereiche des Verbraucherschutzes (Errichtungsverordnung; GV NRW S. 599) zum 1. Januar 2011 gebildet und als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts errichtet. Das CVUA Rheinland wurde aus dem Fachbereich Chemische Lebensmitteluntersu- chung der Stadt Aachen, der Amtlichen Lebensmitteluntersuchung - Leistungszentrum optimierter Laborbetrieb der Stadt Bonn, dem Institut für Lebensmitteluntersuchung der Stadt Köln und dem Chemischen Untersuchungsinstitut der Stadt Leverkusen gebildet. Sitz der Anstalt ist Hürth. Träger der Anstalt sind das Land Nordrhein-Westfalen sowie als kommunale Träger die Städte Aachen, Bonn, Köln und Leverkusen, die Städteregion Aachen, die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, der Oberbergische Kreis, der Rheinisch -Bergische Kreis, der Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das CVUA Rheinland finanziert sich im Wesentlichen aus Entgelten der Träger, darüber hinaus aus Gebühren. Das Stammkapital beträgt 300.000 €. Relevante Märkte Das CVUA Rheinland erfüllt Aufgaben des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. 271 Wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2020 Das operative Geschäft ist im Wesentlichen entsprechend der vorgesehenen Planungen verlaufen. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ausschlaggebend für das gegenüber der Planung trotzdem verbesserte Ergebnis des CVUA Rheinland sind die Zinsbelastungen für Pensions- und Beihilfeverpflichtungen. Chancen und Risiken Die Kooperation Düsseldorf/Mettmann ist zum 01.01.2020 dem CVUA -RRW beigetre- ten. Ca. 4.500 Proben/Jahr aus dieser Kooperation betreffen Warenobergruppen der Schwerpunktbildung, wodurch eine Anpassung der Schwerpunktbildung innerhalb der CVUÄ NRW erforderlich war. Im Frühjahr 2021 haben sich die CVUÄ einstimmig auf eine Fortschreibung der Schwerpunktbildung geeinigt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter waren in diesen Prozess von Anfang an einbezogen und haben die von uns eingebrachten Vorschläge selbst entwickelt. Unsere Vorstellungen konnten in der Fort- schreibung der Schwerpunktbildung weitgehend berücksichtigt werden. Mit der neuen Aufgabenverteilung wurde zum 01.01.2022 gestartet. Dabei ist das CVUA Rheinland fast ausschließlich für die ihm untersuchten Waren obergruppen Kompetenzzentrum und konnte so sein Profil schärfen. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Durch eine stufenweise Anpassung der Entgelte zum 01.01.2021, 01.01.2022 und 01.01.2023 ist die Finanzierung des CVUA Rheinland zunächst auf sichere Füße gestellt auch weil die Verluste im Ergebnis geringer ausfielen als im Plan erwartet. Der wirt- schaftliche Erfolg wird weiterhin von den Aufwendungen für die Pensions - und Beihilfe- lasten und der Entwicklung der Zinsen bestimmt werden. Das MULNV beabsichtigt den Zusammenschluss aller fünf CVUÄ in ein einziges CVUA -NRW als Anstalt öffentlichen Rechts im Rahmen seines Konzepts „Lebensmittelüberwachung 2025“ unter Beibehal- tung von 5 Standorten. Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest. 272 Jugendzentrum Köln Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH Anschrift Christianstraße 82 50825 Köln Kontakt 0221 – 54600 - 300 www.jugz.eu Gründung 1997 Handelsregister HRB 29553, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 51,0% Jugendhilfe Köln e.V. 49,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die selbstlose Förderung der Kinder und Jugend- hilfe. Hierzu betreibt die Gesellschaft insbesondere Einrichtungen, die an die Interes- sen junger Menschen mit und ohne Behinderungen anknüpfen und von ihnen mitbe- stimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu sozialem Engagement anregen und hinführen. Darüber hinaus entfaltet die Gesellschaft Aktivitä- ten, die zur Lösung aktueller Probleme der Kinder- und Jugendarbeit beitragen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Frau Almut Gross (Geschäftsführerin) Aufsichtsrat Herr Dr. Ralf Heinen Frau Sylvia Laufenberg Frau Ulrike Kessing Herr Andreas Pöttgen Herr Dr. Helge Schlieben Frau Hanna Parnow Herr Robert Voigtsberger Frau Carola Wewer Frau Luisa Schwab 273 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Gemeinnützige Gesellschaft für urbane Jugendarbeit mbH (GUJA) 33,3% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebskostenzuschuss 4.746,2 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 12.557,0 13.371,6 13.177 Jahresergebnis 56,0 33,7 6,7 Eigenkapital 920,9 954,6 961,3 Bilanzsumme 3.841,6 4.038,0 3880,0 Investitionen 126,8 135,4 196,9 Verbindlichkeiten 726,0 836,5 752,0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 610 630 533 Wirtschaftliche Lage Geschäft und Rahmenbedingungen Die Gesellschaft betreibt an verschiedenen Standorten in der Stadt Köln 20 Jugend - einrichtungen, in 9 Jugendeinrichtungen be steht eine Übermittagsbetreuung. 18 Ein - richtungen befinden sich in von der Stadt Köln angemieteten Räumlichkeiten. Neben einer symbolischen Miete trägt die Gesellschaft sämtliche Haus- und Grundstücks- aufwendungen einschließlich Reparaturen an Dach und F ach. Für die anderen Einrich- tungen bestehen Verträge mit fremden Dritten. Die Gesellschaft ist in der Stadt Köln der Träger mit den meisten Jugendeinrichtungen. Weiterhin betreibt die Gesellschaft das Sozialpädagogische Fanprojekt in angemieteten Räumlichk eiten, ist Kooperations- partner an 9 Grundschulen im Bereich der Offenen Ganztagsgrundschulen und an 9 weiterführenden Schulen bzw. Förderschulen in der Sekundarstufe 1. Die hierfür genutz- ten Räumlichkeiten in den Schulen werden im Rahmen der Kooperation un entgeltlich 274 Wirtschaftliche Lage zur Verfügung gestellt. Die Tätigkeiten der Gesellschaft sind in Teilen dem SGB VIII, insbesondere § 11, zuzuordnen. Die Finanzierung der Jugendarbeit und der Übermit- tagsbetreuung ist dem Grunde, aber nicht dem Umfang nach gesetzlich geregelt. Dies führt dazu, dass die Zuwendungen der öffentlichen Hand in ihrer Höhe als nicht gesichert gelten können. Die Finanzierungsgrundlage für die Offene Ganztagsschule und Betreu- ung an weiterführenden Schulen ist der Erlass für den Ganztag. Geschäftsverlauf 2020 Das Sozialpädagogische Fanprojekt wird aus Mitteln des DFB (Deutscher Fußballver- bund), des Landes und der Stadt Köln finanziert. Den Erträgen von 13.485,9 T€ stehen Aufwendungen von 13.291,3 T€ sowie Abschreibungen von 187,9 T€ gegenüber, so dass als Saldo ein Jahresüberschuss von 6,7 T€ ausgewiesen wird. Die Gesellschaft hat sich im Jahr 2020 wie geplant entwickelt. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit ist mit 6,7 T€ (Vorjahr 33,7 T€) positiv und liegt etwas unter dem des Prognostizierten (23,9 T€). Die vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln vorgenommenen Interventionen zur Bekämpfung der Pandemie führten zu zeitweiligen Schließungen der Jugend -ein- richtungen und der Schulen. Die Präsenzangebote wurden in allen Einrichtungen auf alternative und digitale Angebote umgestellt, zusätzlich wurden Notfallbetreuungen ein- gerichtet. Trotz umfangreicher Finanzierungszusagen seitens der Kostenträger wird die Gesellschaft Einnahmenverluste aufgrund des Wegfalls von Veranstaltungen und kurz- fristigen Vermiet ungen haben. Im Bereich der Ganztagsbetreuung an den Schulen kommt es aufgrund des Wechselunterrichts (Präsenz- und Distanzunterricht) oder einer ausschließlichen Notbetreuung ebenfalls zu spürbaren Einnahmeverlusten. Einsparungen werden derzeit in den Bereichen vorgenommen, in denen dies schnell und unmittelbar möglich ist (Heizung, Strom, Übungsleiter/Honorarkräfte, Abbau Mehr- arbeitsstunden usw.). Mit der Entscheidung das digitale Angebot massiv in der gegen- wärtigen Krise auszubauen, entstehen zusätzliche Kosten in einem überschaubaren Rahmen. Dies wird gemacht, um während der Krise mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben, digitale Angebote bereit zu stellen und auszuprobieren und damit auch eine Investition in die Zukunft vorzunehmen. Denn wir gehen davon aus, dass nach der Krise die Entwicklung digitaler Angebote, auch in der Jugendarbeit, verstärkt gefordert und gefördert wird. Mit Beginn der Pandemie wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern ein digitales Jugendzentrum entwickelt, das bis Ende Mai 2020 mit Hilfe von Stiftungsmitteln aufgebaut und betrieben werden konnte. Anfang Juni 2020 hat die JugZ damit begonnen, eine ihrer bestehenden Jugendeinrichtungen zu ei- 275 Wirtschaftliche Lage nem Jugendmedienzentrum weiterzuentwickeln, in dem auch das Digitale Jugendzent- rum integriert wurde. Der JugZ ist gelungen, für diese innovative Fortentwicklung des Angebotes umfangreiche Projektfördermittel zu akquirieren. Chancen und Risiken Insgesamt sind die aus dem Coronavirus resultierenden Risiken zurzeit noch nicht final absehbar bzw. quantifizierbar. Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 wird ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -245,8 T€ prognostiziert. Hier wurden die anhaltenden Auswirkungen aufgrund der Pandemie berücksichtigt. Die weitgehenden Zusagen durch die Kostenträger und die bestehenden Rücklagen der Jugz werden nach derzei- tiger Sachlage dazu führen, dass die Gesellschaft in ihrer Existenz nicht bedroht ist. 276 5. Kultur, Sport, Erholung KölnBäder GmbH Anschrift Parkgürtel 26 50823 Köln Kontakt 0221- 178 - 0 www.stadtwerkekoeln.de Gründung 2001 Handelsregis- ter HR B 29611, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadtwerke Köln GmbH 74,0% Stadt Köln 26,0% Unternehmensgegenstand Die KölnBäder GmbH betreibt den Betrieb von 13 öffentlichen Bädern, darunter ein Na- turfreibad, und leistet einen wertvollen Beitrag zur Daseinsvorsorge im Rahmen eines unverzichtbaren Freizeit- und Gesundheitsangebotes der Stadt Köln. Sie stellt die Infra- struktur für Schwimmvereine und den Schwimmunterricht an Schulen bereit. Einige Bä- der haben ihr Angebot auf Sauna und Fitness erweitert. Im Winter stehen Eisflächen auf dem Heumarkt den Besuchern des Weihnachtsmarktes und im Lentpark bereit. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Frau Claudia Heckmann Herr Dirk Kolkmann 277 Aufsichtsrat Herr Ralf Klemm (Vorsitzender) Herr Jürgen Kircher (stellv. Vorsitz.) Herr Ulrich Breite Herr Max Christian Derichsweiler Herr Jörg Detjen Herr Thomas Geffe Herr Peter Pfeifer Herr Franz Philippi Herr Manuel Jeschka Herr Floris Rudolph Herr Heiko Seifert Herr Florian Weber Frau Iris Januszewski Herr Henk van Benthem Herr Robert Voigtsberger Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Keine 278 Bilanz (T€) 2018 2019 2020 Aktiva Anlagevermögen 91.990 88.775 86.595 Immaterielle Vermögensgegenstände 163 139 134 Sachanlagen 91.751 88.563 86.407 Finanzanlagen 76 73 54 Umlaufvermögen 1.084 1.093 1.217 Vorräte 113 111 113 Forderungen und sonst. VG 729 841 1.030 Wertpapiere Liquide Mittel 242 141 74 Rechnungsabgrenzungsposten 132 12 141 Summe Aktiva 93.206 89.880 87.953 Passiva Eigenkapital 35.302 35.302 35.302 Gezeichnetes Kapital 7.675 7.675 7.675 Kapitalrücklage 27.627 27.627 27.627 Gewinnrücklage Bilanzergebnis Rückstellungen 4.372 5.329 3.787 Verbindlichkeiten 52.729 48.368 48.211 Rechnungsabgrenzungsposten 803 881 653 Summe Passiva 93.206 89.880 87.953 279 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 15.725 15.922 9.834 Umsatzerlöse 15.725 15.922 9.834 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0 andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,0 Sonstige betriebliche Erträge 1.064 841 798 Betriebsleistung 16.789 16.763 10.632 Betriebsaufwand 33.654 34.591 30.486 Materialaufwand 10.144 10.004 8.362 Personalaufwand 15.097 16.402 14.063 Abschreibungen 4.486 4.445 4.462 Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.927 3.740 3.599 Betriebsergebnis -16.865 -17.828 -19.854 Finanzergebnis -1.691 -1.231 -811 Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus Gewinnbeteiligungen 0,0 0,0 0,0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 1,0 1,0 1 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0 0,0 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 13,0 10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.692 1.219 802 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 0,0 0,0 Sonstige Steuern 129 302 286 Unternehmensergebnis -18.685 -19.361 -20.898 Erträge aus Verlustübernahme 18.685 19.361 20.898 Jahresüberschuss 0 0 0 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bilanz Anlagenintensität 98,7% 98,8% 98,5% Abschreibungsquote 4,9% 5,0% 5,2% Investitionen (T€) 1.230,0 1.281,0 4.472, 0 Investitionsquote 1,3% 1,4% 5,2% Eigenkapitalquote 37,9% 39,3% 40,1% Pensionsverpflichtungen (T€) 691,0 782,0 859,0 280 Kennzahlenüberblick 2018 2019 2020 Bankverbindlichkeiten (T€) 37.942,0 32.976,0 36.232,0 Veränderung Verschuldung (T€) -1.998,0 4.360,0 -157,0 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) -18,2% -20,2% -22,8% Rohertrag (T€) 5.581,0 5.918,0 1.525,0 EBIT (T€) -16.865,0 -17.841,0 18.990,0 EBITDA (T€) -12.324,0 -13.347,0 23.462,0 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 318 332 305 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 47 49 46,1 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die KölnBäder im Stadtwerke Köln Konzern realisieren seit vielen Jahren ein bürgerori- entiertes und im Grundsatz wirtschaftliches Konzept, um bestehende Angebote auf qua- litativ hohem Niveau zu erhalten und in einzelnen Bereichen noch attraktiver zu machen. Zunächst haben die KölnBäder angesichts der Corona -bedingten Gegebenheiten das neue E-Ticket besonders zügig eingeführt. Mit dem E-Ticket können Gäste ihren Besuch vorab online buchen und bezahlen, im Ergebnis verringern sich damit die Wartezeiten am Eingang. Der Service ist für viele Einrichtungen der KölnBäder nutzbar. Geschäftsverlauf 2020 Das Geschäftsjahr 2020 war durch die Corona Pandemie geprägt. Auf gesetzliche An- ordnung waren die Einrichtungen der KölnBäder von Mitte März bis Mitte Mai geschlos- sen. Danach konnte ein Badebetrieb unter strengen Schutzmaßnahmen erfolgen. Auch die Freibadesaison konnte – zwar mit erheblichen Kapazitätseinschränkungen – stattfin- den. Im November und Dezember mussten alle Einrichtungen dann wieder aufgrund ge- setzlicher Anordnung schließen. Somit entfiel die komplette Eissaison, sowohl im Lent- park als auch - aufgrund der Absage der Weihnachtsmärkte - die Eisflächen auf dem Heumarkt und Ebertplatz. Die Auswirkungen auf die Besucherzahlen und Ertragslage der KölnBäder GmbH sind enorm. Die KölnBäder haben sofort Gegensteuerungsmaßnah- men. So haben die KölnBäder im April und Mai sowie im November und Dezember für einen Großteil der Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet, enorme Energiesparmaßnah- men eingeleitet, Dienstleistungen aus vertraglichen Bindungen wurden – soweit wie mög- lich – gemindert. 281 Wirtschaftliche Lage Der Unternehmensverlust und damit auch die Verlustübernahme durch die Stadtwerke Köln GmbH beträgt 20.898 T€ (Vorjahr 19.361 T€). Der Verlust je Besucher beläuft sich im Berichtsjahr auf 13,89 € (Vorjahr 7,06 €). Die Umsatzerlöse sind mit 9.834 T€ um 6.088 T€ und damit rund 38 % niedriger als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 798 T€. Der Materialauf- wand verringerte sich insgesamt um 1.642 T€ auf 8.362 T€ (Vorjahr 10.004 T€). Der Personalaufwand ist auf 14.063 T€ (Vorjahr 16.402 T€) gesunken. Die Abschreibunge n auf Sachanlagen betragen 4.462 T€ (Vorjahr 4.445 T€). Chancen und Risiken Die KölnBäder haben neben dem Risiko - auch ein Chancenmanagement im Unterneh- men implementiert. Beide zusammen dienen als zentrale Planungs- und Steuerungssys- teme. Dabei sieht das Unternehmen interne wie externe Potenziale als Chancen, die sich kurz- und langfristig positiv auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Die daraus ab- zuleitenden Maßnahmen stimmt die Geschäftsführung im Rahmen der Planung mit dem operativen Bäderbetriebsmanagement ab. Diese Strategie funktioniert seit mehr als 20 Jahren erfolgreich. Die KölnBäder definieren sämtliche Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken können, als Risiken. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft konzentriert sich darauf, latent vorhandene Risiken rechtzeitig zu iden- tifizieren und zu analysieren, damit die Gesellschaft gegebenenfalls frühzeitig reagieren kann. Im Geschäftsjahr 2020 konzentrierte sich das Risikomanagement der KölnBäder auf d as Risiko durch die Corona Pandemie. Im Geschäftsjahr 2020 meldete die Ge- schäftsführung der KölnBäder GmbH regelmäßig die Ergebnisveränderung aufgrund der Corona Pandemie im Rahmen des Risikomanagements. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Das Geschäftsjahr 2021 wird auch weiterhin stark von der Corona Pandemie geprägt sein. Die KölnBäder mussten aufgrund gesetzlicher Anordnung ihre Einrichtungen ab dem 2. November 2020 schließen. Ab wann und in welchem Umfang eine Freibadesai- son oder auch die Ei ssaison im Geschäftsjahr 2021 stattfinden kann, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar. 282 KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH Anschrift Bischofsgartenstr. 1 50667 Köln Kontakt 0221 - 20408 - 0 www.koelner-philharmonie.de Gründung 1985 Handelsregister HRB 15515, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 89,9% Westdeutscher Rundfunk, Köln 10,1% Unternehmensgegenstand Der Betrieb des zur vielfältigen, an den Interessen aller Bevölker ungskreise orientierten Nutzung errichteten Konzertsaals der Stadt Köln „Kölner Philharmonie“ und die Erbrin- gung der damit verbundenen Serviceleistungen sowie die Durchführung von Veranstal- tungen außerhalb der „Kölner Philharmonie“. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Louwrens Langevoort 283 Aufsichtsrat Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Frau Brigitta von Bülow Frau Valerie Weber (stellv. Vorsitzende) Frau Susanne Laugwitz-Aulbach Herr Prof. Klaus Schäfer (stellv. Vorsitzender bis 10.12.2020) Herr Knut-Lennard Scholz (ab 10.12.2020) Herr Dr. Ralph Elster (stellv. Vorsitzender) Frau Gisela Stahlhofen (bis 10.12.2020) Herr Prof. Hans-Georg Bögner (ab 10.12.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung West-Rhein-Treuhand GmbH Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil ACHTBRÜCKEN GmbH 49,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebskostenzuschuss 5.649,6 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 10.457,5 10.747,4 4.762,0 Jahresergebnis -4.904,2 -5.531,6 -5.428,1 Eigenkapital 3.237,7 2.990,1 3.211,6 Bilanzsumme 11.092,1 11.520,0 8.554,1 Investitionen 233,0 1.044,6 957,6 Verbindlichkeiten 6.509,8 7.253,6 3.953,1 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 60 59 59 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Weltwirtschaft war im ersten Halbjahr 2020 von einem massiven Einbruch infolge der COVID-19-Pandemie geprägt. Weltweit verhängten Behörden Beschränkungen und 284 Wirtschaftliche Lage ordneten die Schließung von Geschäften und Verbote von Veranstaltungen an. Mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen versuchten zahlreiche Staaten dem drastischen Abschwung zu begegnen. Nachdem die Wirtschaft im Sommer angesichts sinkender Infektionszahlen und einer Lockerung der Auflagen wieder an Fahrt aufgenommen hatte, verschärften die Behörden im Herbst die Beschränkungen vor dem Hintergrund einer drastisch steigenden Zahl der Ansteckungen mit dem Virus wieder. Der Livemusik-Markt verzeichnete in 2020 aufgrund der Corona -Pandemie starke Ver- luste. Im gesamten Jahr waren kaum noch Konzertveranstaltungen möglich. Infolgedes- sen verzeichneten die Streaming-Umsätze einen steilen Aufwärtstrend. Auch wenn sich dieser Trend in den letzten Jahren, insbesondere überproportional im Jahr 2020, fort- setzte, kann das Erleben einer Live -Konzertveranstaltung durch die Nutzung digitaler Streaming-Angebote nicht ersetzt werden. Die Corona-Pandemie hatte für die Kölner Philharmonie ebenfalls drastische Auswirkun- gen Aufgrund der behördlich angeordneten Schließung der Kölner Philharmonie musste nahezu der gesamte Konzertbetrieb ab Mitte März eingestellt werden. In den wenige n Wochen und Monaten, in denen Konzertveranstaltungen möglich waren, konnten klei- nere kammermusikalische Konzerte unter Beachtung eines strengen restriktiven Hygi- ene-Schutz-Konzeptes angeboten werden. Durch die sich permanent ändernden Corona-Schutz-Verordnungen war ein normaler Spielbetrieb kaum noch aufrecht zu hal- ten. Aus diesem Grund setzte auch die KölnMusik zusammen mit den Hausorchestern vermehrt auf das Konzert-Streaming unter seiner Marke philharmonie.tv. Online wurden im Geschäftsjahr eine Vielzahl von Konzerten Online als Video-Streaming angeboten. Geschäftsverlauf 2020 Im Geschäftsjahr 2020 wurden in der Kölner Philharmonie 170 Veranstaltungen – teils als Doppelkonzerte an einem Tag - durchgeführt, davon 81 KölnMusik-Veranstaltungen (Vorjahr: 429 Veranstaltungen, davon 194 KölnMusik-Veranstaltungen) inklusive 6 Phil- harmonie Lunch-Veranstaltungen (Vorjahr: 30 Veranstaltungen) und 5 Koproduktionen (Vorjahr: 8). Die Abonnements der KölnMusik-Veranstaltungen für die Spielzeit 2019/2020 mussten nach der Schließung der Kölner Philharmonie im März 2020 insgesamt anteilig rückab- gewickelt werden. Ebenso mussten die Abonnements für die im August startende neue Spielzeit 2020/2021 aufgrund der behördlichen Schließung ab Ende Oktober rückabge- wickelt und für den Rest der Spielzeit ausgesetzt werden. Durch die sich immer wieder ändernden behördlichen Verordnungen war im Geschäfts- jahr 2020 kein ordentlicher Spielbetrieb möglich. Das Jahr war wesentlich durch Kon- zert-Absagen, -Umplanungen und -Verschiebungen geprägt. 285 Wirtschaftliche Lage Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden Jah- resfehlbeträge durch die Gesellschafter aufgefangen werden. Insbesondere durch die Corona-Krise zusätzlich entstehende Verluste müssen durch staatliche Stellen und wei- teren Hilfsprogrammen für die Veranstaltungsbranche entwickelt und ausgebaut werden, damit die Kultur die Pandemie überstehen kann. Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft, insbesondere durch die Corona-Krise können das Geschäft durch verändertes Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf Umsatz und Unternehmenser- gebnis auswirken. Durch den langen Verzicht auf Kulturveranstaltungen kann sich das Umsatzergebnis in den nächsten Jahren positiv auswirken. 286 ACHTBRÜCKEN GmbH Anschrift Bischofsgartenstr. 1 50667 Köln Kontakt 0221 - 20408 - 0 www.achtbruecken.de Gründung 1991 Handelsregister HRB 21837, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 51,0% KölnMusik GmbH 49,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Erarbeitung der künstlerischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Konzeption sowie die Durchführung eines Musikfestivals. Die Ge- sellschaft ist insbesondere berechtigt, damit verbundene Leistungsschutz- und sonstige Urheberrechte zu erwerben und vermarkten. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Louwrens Langevoort Aufsichtsrat Frau Henriette Reker (Vorsitzende) Frau Brigitta von Bülow Frau Valerie Weber (stellv. Vorsitzende) Frau Susanne Laugwitz-Aulbach Herr Prof. Klaus Schäfer (stellv. Vorsitzender, bis 10.12.2020) Herr Knut-Lennard Scholz (ab 10.12.2020) Herr Dr. Ralph Elster (stellv. Vorsitzender) Frau Gisela Stahlhofen (bis 10.12.2020) Herr Prof. Hans-Georg Bögner (ab 10.12.2020) 287 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung West-Rhein-Treuhand GmbH Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebskostenzuschuss 450,0 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 158,0 126,0 42,1 Jahresergebnis -501,9 -492,6 -228,3 Eigenkapital 285,5 243,0 464,6 Bilanzsumme 405,8 395,1 533,1 Investitionen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten 87,1 109,3 41,9 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 4 4 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Festivalausgabe 2020 geplant vom 30. April bis 10. Mai stand unter dem Titel „Musik und Kosmos“. Aufgrund der Corona-Pandemie und des damit einhergehenden behörd- lich festgesetztem Veranstaltungsverbostes in diesem Zeitraum, musste das gesamte Festival abgesagt werden. Im Oktober des Jahres konnten aufgrund einer kurzfristigen Aufhebung des Veranstaltungsverbotes zwei Konzerte nachgeholt werden. In der Sitzung am 30.04.2018 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, der ACHTBRÜ- CKEN zur Durchführung des Musikfestiva ls "ACHTBRÜCKEN Musik für Köln" in den Jahren 2019 bis 2021 Betriebskostenzuschüssen von 450 T€ p.a. zu gewähren. Chancen und Risiken Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden Jah- resfehlbeträge durch die Gesellschaft er aufgefangen werden. Weitere Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. 288 Wirtschaftliche Lage Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft können das Geschäft durch verän- dertes Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf Umsatz und Unternehmensergebnis auswirken. Ein Risiko würde sich erge- ben, wenn die Liquiditätsreserven für die zeitgerechte Erfüllung der finanziellen Ver- pflichtungen nicht mehr ausreichen. Zur Deckung des Kapitalbedarfs stehen grundsätz- lich die flüssigen Mittel von 440 T€ zur Verfügung. Das Risiko wird daher als gering ein- gestuft. Bei planmäßigem Verlauf der Geschäftsentwicklung ergibt sich im Verlauf des Geschäftsjahres weder eine Zahlungsunfähigkeit noch eine Überschuldung. 289 Akademie der Künste der Welt/Köln gemeinnützige GmbH Anschrift Im Mediapark 7 50670 Köln Kontakt 0221 - 337748 - 0 www.adkdw.org Gründung 2012 Handelsregister HRB 76052, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Etablierung und der Betrieb der Kultureinrichtung „Akademie der Künste der Welt, Köln“, die das zeitgenössische internationa le und ins- besondere außereuropäische Kulturangebot der Stadt Köln fördert. Zur Erreichung die- ses Zwecks kann das Unternehmen Kongresse für die Mitglieder der Akademie durch- führen, Veranstaltungsprogramme, insbesondere in Kooperation mit Kultureinrichtun- gen, in Köln entwickeln und organisieren sowie Stipendien an ausländische Künstlerin- nen und Künstler, Theoretikerinnen und Theoretiker, Kritikerinnen und Kritikern sowie Kuratorinnen und Kuratoren für einen Aufenthalt in Köln vergeben. Im Rahmen der vor- genannten Betätigungen die Etablierung und der Betrieb einer Jugendakademie zur kul- turellen Bildung Jugendlicher aus dem Raum Köln. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Frau Imke Itzen 290 Aufsichtsrat Herr Prof. Klaus Schäfer (Vorsitzende, bis 10.12.2020 Herr Horst Thelen bis 10.12.2020 Frau Dr. Eva Bürgermeister (Vorsitzende seit 11.12.2020) Frau Brigitta von Bülow Herr Dr. Ralf Elster seit 11.12.2020 Frau Maria Helmis seit 11.12.2020 Frau Bärbel Hölzing seit 11.12.2020 Frau Anne Henk-Hollstein bis 10.12.2020 Herr Jörg Kobel seit 11.12.2020 Frau Susanne Laugwitz-Aulbach Frau Gisela Stahlhofen bis 10.12.2020 Frau Katharina Welcker bis 10.12.2020 Herr Thomas Welter seit 11.12.2020 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€)* Betriebskostenzuschuss 900,0 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 912,5 1.056,4 1.066,1 Jahresergebnis -170,6 -156,5 38,3 Eigenkapital 312,2 58,7 97,0 Bilanzsumme 428,5 355,9 420,1 Investitionen 0,8 4,4 4,7 Verbindlichkeiten 67,0 52,2 106,1 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 8 8,9 12 291 Wirtschaftliche Lage Geschäft und Rahmenbedingungen Die ADKDW wird aus öffentlichen Geldern gefördert, deren Bereitstellung aus langfristi- gen Beschlüssen resultiert. Somit best eht keine sich auf das Geschäftsjahr 20 20 aus- wirkende Korrelation zum kommunalen Haushalt. Jedoch wurde der Betriebskostenzu- schuss von 850 T€ im Vorjahr (2016: 1,0 Mio. €) auf 900 T€ erhöht. 2020 war das achte volle Geschäftsjahr der ADKDW. Diese konnte ihrem Gesell- schaftszweck nachkommen und künstlerische Projekte durchführen und fördern sowie Projekte ihrer internationalen Mitglieder in Köln präsentieren, zudem führte sie zwei Online‐Mitgliederversammlungen durch. Allerdings galten im Jahr 2020 veränderte Be- dingungen aufgrund der Corona-Epidemie, was sich auch auf die Umsetzung des künstlerischen Programms auswirkte. Insgesamt beträgt der Materialaufwand sowie Künstlerische Produktionsaufwand € 393,1 T€ (im Vorjahr € 491,9 T€). Die Personalkosten liegen bei € 493 T€ und sind im Vergleich zum Vorjahr um 32,5 T€ gestiegen. Diese Veränderung resultiert aus der Verlängerung des Vertrages einer El- ternzeitvertretung um 2 Monate. Zudem wurden Prämienzahlungen für das Jahr 2019 an die künstlerische Leitung und an die Geschäftsleitung im Januar 2020 und nicht wie kalkuliert im Dezember 2019 ausgezahlt. Die Prämienzahlungen betragen zusammen 11.6 T€. Des Weiteren wurde für Überstunden und für nicht genommen Urlaubstage in 2020 eine Rückstellung in Höhe von rd. 9 T€ gebildet sowie an die Mitarbeiter*innen der ADKDW Corona‐Prämien in Höhe von insgesamt 2.3 T€ ausgezahlt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen € 150,1 T€ (im Vorjahr 357,2 T€). Insbesondere die Reisekosten für Arbeitnehmer*innen fielen in 2020 aufgrund der ein- geschränkten Reisemöglichkeiten in Zusammenhang mit der Corona ‐Pandemie gerin- ger aus. Ebenso fielen die Rechts ‐ und Beratungskosten geringer aus im Vergleich mit dem Vorjahr. Grund dafür ist ein geringerer Beratungsbedarf in der Geschäftsstelle der ADKDW. Die Kosten für die Hardware sind hingegen gestiegen. Ursache dafür ist ein Einbruch in das Büro der ADKDW und der damit einhergehende Diebstahl von Compu- tern, die neu angeschafft werden mussten. Der Schaden aus dem Diebstahl wurde von der Versicherung übernommen. Da die ADKDW gemeinnützig und dezentral organisiert ist und daher nur geringe Ein- nahmen über das Ticketing direkt von der ADKDW erzielt werden, sind Risiken, die durch ein konjunkturabhängiges Konsumverhalten der Besucher auftreten können, als minimal einzuschätzen. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Kunst- und Kulturbereich sind bis- her nicht abzusehen. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die öffentliche Hand neue 292 Wirtschaftliche Lage und andere als bisher geplante Ausgaben zu tätigen hat, die ggf. durch Kürzungen im Kulturbereich aufgefangen werden. Das kann Auswirkungen auf den Betriebskostenzu- schuss der ADKDW als auch auf die Drittmittelakquise haben. Die Neukonzeption der Jungen Akademie und des Stipendienprogramms können eine Signalwirkung für die Stadt Köln und NRW mit sich bringen und sowohl die Stadtgesell- schaft aktivieren, als auch den internationalen Austausch fördern. Zudem kann durch die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses der Stadt Köln im Jahr 2020 und 2021 eine umfangreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stattfinden, die die wachsende Sichtbar- keit der ADKDW erhöht. 293 Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln Anschrift Riehler Str. 173 50735 Köln Kontakt 0221 - 77 85 101 www.koelnerzoo.de Gründung 1860 Handelsregister HRB 167, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Aktionäre Anteil Stadt Köln 88,1% Streubesitz 11,9% Unternehmensgegenstand Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Anlage und der Betrieb eines Zoologi- schen Gartens in Köln. Die Gesellschaft hat es sich insbesondere zur Aufgabe gemacht, die im Zoologischen Garten Köln lebenden Tiere nach dem neuesten Stand tiergärtneri- scher Kenntnisse zu halten, hierdurch einen Beitrag zur Erhaltung der Tierwelt unserer Erde zu leisten, wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Zoologie zu fördern und naturwissenschaftliche Kenntnisse in allen Bevölkerungskreisen zu verbreiten un d zu vertiefen. Zum Gegenstand der Gesellschaft gehört ferner die Durchführung von Na- turschutz- und Artenschutzprojekten im In - und Ausland. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder zweckmäßig erscheinen; hierzu gehören auch Er- werb und Verkauf von Grundvermögen, Errichtung geeigneter Gebäude für eine Gast- stätte, Beteiligung an Unternehmen gleicher oder verwandter Art sowie der Abschluss von Interessensgemeinschaftsverträgen. Organe der Gesellschaft Vorstand Aufsichtsrat Hauptversammlung Vorstand Herr Prof. Theo B. Pagel (zoologischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender) Herr Christopher Landsberg (kaufmännischer Vorstand) 294 Aufsichtsrat Herr Dr. Ralf Heinen (Vorsitzender) Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger Herr Peter Zwanzger (2. stellv. Vorsitzender) Herr Dr. Joachim Bauer Frau Monika Möller Frau Monika Assenmacher Frau Monika Roß-Belkner Herr Dr. Ralf Unna Herr Murat Zengin Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil Zoo Gastronomie GmbH, Köln 100,0% Zoo Shop GmbH, Köln 100,0% Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebskostenzuschuss 5.025,2 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 18.076,6 19.099,5 14.126,9 Jahresergebnis 402,9 169,6 -2.077,5 Eigenkapital 15.011,3 18.192,9 23.317,6 Bilanzsumme 35.101,0 37.849,2 43.531,9 Investitionen 2.184,7 3.697,3 10.637,5 Verbindlichkeiten 18.133,0 17.440,2 16.228,2 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 162 159 157 295 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens in Köln, indem die Tiere nach neuestem Stand tiergärtnerischer Kenntnisse gehalten wer- den. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Auch wenn der Kölner Zoo über einen wissenschaftlichen Auftrag verfügt, gelten für den Zoo im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen, wie für die Freizeitbranche. Da- her ist der Zoo vor allen an Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien auf gu tes Wetter angewiesen. Wettbewerber sind andere Freizeiteinrichtungen wie bspw. Freizeit- parks, Indoor-Hallen oder Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen mit ihren vielfältigen Wellnessangeboten. Daneben konkurriert der Zoo mit weiteren Freizeitangeboten wie bspw. Sport- und Konzertveranstaltungen, Flohmärkten, Straßenfesten und verlängerten Ladenöffnungszeiten, vor allem an Sonntagen. Geschäftsverlauf 2020 Das Jahr 2020 war durch die angeordneten Einschränkungen und Schließungen zur Eindämmung der Corona Pandemie geprägt. Auch Aktionen und Sonderveranstaltungen konnten nicht stattfinden. Diese Entwicklungen führten demzufolge zu erheblichen Be- sucher – und Umsatzeinbußen. Trotz deutlich gestiegener Zuwendungen während der Lockdown Phasen und gesunke- ner Gesamtkosten, waren die Umsatzeinbußen durch die Corona Pandemie verbunde- nen Einschränkungen und Auflagen so immens, dass ein hoher Jahresfehlbetrag ent- standen ist. Chancen und Risiken Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen - abgesehen von dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und dem allgemeinen Tierseuchenrisiko - nicht. Die Gesellschaft ist ansonsten von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken weitest- gehend unabhängig. Inflationsrisiken und Kostensteigerungen müssen durch den Zoo aufgefangen werden. Zudem ist der Zoo stark witterungsabhängig, was sich stets unmit- telbar negativ oder positiv auf das Besucheraufkommen und damit auf die Umsatzerlöse und die Liquidität des Zoos auswirkt. Als Chance betrachtet der Zoo das zunehmende Bewusstsein in der Bevölkerung für den Natur- und Artenschutz und den Wunsch vieler Menschen, Tieren möglichst nahe zu sein. Aus diesem Grund arbeitet der Zoo stetig daran, die Tierhaltung zu optimieren und dadurch gleichzeitig die Attraktivität des Zoos weiter zu steigern. 296 Wirtschaftliche Lage Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Der Zoo kalkuliert das Jahr 2021 vorsichtig, geht jedoch grundsätzlich von steigenden Besucherzahlen und damit auch von höheren Einnahmen aus. Mit den so vereinnahmten Mitteln kann der weitere Ausbau des Zoo erfolgreich fortgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist aber, dass die Corona -bedingten Auflagen zeitnah beendet werden und der Zoo wieder in den normalen Geschäftsbetrieb übergehen kann. Solange aber Besucher- obergrenzen gelten oder weitere Schließungen erfolgen, wird der Zoo die dadurch ent- stehenden Einnahmeverluste auf Dauer nicht aus eigener Kraft aufbringen können. 297 Zoo-Gastronomie GmbH Anschrift Riehler Straße 173 50735 Köln Kontakt 0221 - 767 – 574 www.koelnerzoo.de Gründung 2003 Handelsregister HRB 52157, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebe trieben und Verkaufsstellen auf dem Gelände der AG Zoologischer Garten Köln mit Ausnahme des von der Kölner ZOO Shop GmbH zu betreibenden Souvenirshops. Das Unternehmen ist Hilfsbetrieb der Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln und dient der preisgün sti- gen Beköstigung und Versorgung der Besucher des zoologischen Gartens Köln mit Be- darfsgegenständen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Christopher Landsberg Herr Thomas Schwiertz Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft 298 Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) keine Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 4.564,8 4.908,5 2.468,7 Jahresergebnis 181,5 194,8 -276,0 Eigenkapital 1.359,4 1.554,2 1.278,1 Bilanzsumme 4.918,7 4.762,0 4.097,7 Investitionen 63,6 290,9 73,6 Verbindlichkeiten 3.166,4 3.067,3 2.779,3 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 83 102 48 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung sämtlicher Gastrono- miebetriebe auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Schwerpunkt der Gesellschaft ist die Bewirtung der Besucher des Kölner Zoos. Somit ist der wirtschaftliche Rahmen im Wesentlichen von den Besucherzahlen im Kölner Zoo geprägt. Im weiteren Geschäftsb ereich der Durchführung von privaten und geschäftli- chen Events gelten für die Gesellschaft die gleichen Rahmenbedingungen wie für andere regionale Eventanbieter. Geschäftsverlauf 2020 Die Gesellschaft weist durch die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona Pande- mie einen negativen Geschäftsverlauf auf. Das Tages - sowie das Veranstaltungsge- schäft ruhten fast vollständig. Bereits gebuchte Events mussten storniert werden. Ein- sparungen in den Aufwendungen konnten die Umsatzeinbußen nicht auffangen, so dass ein Jahresfehlbetrag entstanden ist, der ausschließlich auf die Corona Krise zurückzu- führen ist. 299 Wirtschaftliche Lage Chancen und Risiken Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen – abgesehen von dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie - nicht. Die Gesellschaft ist ansonsten von Bran- chenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestgehend unabhängig. Das hängt damit zusammen, dass die Zoo Gastronomie GmbH ihr Geschäft im Wesentlichen auf dem Zoogelände betreibt. Insofern ist die Gesellschaft aber stark von de n Besucherzahlen des Kölner Zoos abhängig. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Kölner Zoo wirken sich daher unmittelbar positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus. In Hinblick auf das Eventgeschäft verfügt die Gesellschaft über ein Alleinstellungs- merkmal als einzigartige Eventlocation auf dem Gelände des Kölner Zoos. Darin liegt weniger ein Risiko, als vielmehr die Chance, dieses Geschäftsfeld über eine intensive Vermarktung weiter auszubauen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die Entwicklung der Gesellschaft ist stark abhängig von den Besucherzahlen des Köl- ner Zoos. Die Corona-bedingte Besucherobergrenze im Kölner Zoo wirkt sich somit un- mittelbar auf die Umsätze im Tagesgeschäft aus. Erst wenn der Zoo seinen normalen Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen kann, wird sich die Umsatzsituation entspannen. Das Eventgeschäft ist zurzeit schwer prognostizierbar. Die weitere Entwicklung hängt daher stark von der weiteren Entwicklung, der mit der Corona-Pandemie verbundenen Auflagen ab. Es ist aber festzustellen, dass viele Kunden aufgrund der Corona-beding- ten Unsicherheiten mit Buchungen noch zurückhaltend sind. Mittelfristig blicken wir je- doch zuversichtlich auf den weiteren Geschäftsverlauf. 300 KÖLNER ZOO Shop GmbH Anschrift Riehler Str. 173 50735 Köln Kontakt 0221 - 7785 - 218 www.koelnerzooshop.de Gründung 1993 Handelsregister HRB 23583, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil AG Zoologischer Garten Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb von Souvenirshops auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln als Hilfsbetrieb der AG Zoologischer Garten Köln. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Christopher Landsberg Herr Thorsten Hoenen Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) keine 301 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 884,1 932,7 644,7 Jahresergebnis 28,5 18,8 -28,2 Eigenkapital 176,2 185,0 156,8 Bilanzsumme 300,3 280,0 208,4 Investitionen 17,6 8,4 19,9 Verbindlichkeiten 83,6 58,5 17,4 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 16 16 13 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Souvenir- und Geschenkar- tikelshops auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Gesellschaft vertreibt fast ausschließlich Souvenir - und Geschenkartikel auf dem Gelände des Kölner Zoos. Somit ist der wirtschaftliche Rahmen im Wesentlichen von den Besucherzahlen im Kölner Zoo geprägt. Geschäftsverlauf 2020 Die Bewältigung der Corona Krise mit den behördlich angeordneten Einschränkungen führte zu Umsatzeinbußen, die durch Einsparungen nicht zu kompensieren waren. Diese Entwicklung führte im Berichtsjahr zu einem Fehlbetrag. Chancen und Risiken Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen – abgesehen von dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie - nicht. Die Gesellschaft ist ansonsten von Bran- chenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestg ehend unabhängig. Das hängt damit zusammen, dass die Kölner ZooShop GmbH ihr Geschäft im Wesentlichen auf dem Zoo- gelände betreibt. Insofern ist die Gesellschaft aber stark von den Besucherzahlen des Kölner Zoos abhängig. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Kölner Zoo wirken sich daher unmittelbar positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus. Als Chance betrachtet die Gesellschaft die zum 01.01.2020 übernommene Zoo Fotogra- fie. 302 Wirtschaftliche Lage Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die Entwicklung der Gesellschaft ist stark abhängig von den Besucherzahlen des Köl- ner Zoos. Die Corona bedingte Besucherobergrenze im Kölner Zoo wirkt sich somit un- mittelbar auf die Umsätze aus. Erst wenn der Zoo seinen normalen Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen kann wird sich die Umsatzsituation entspannen. Mit der Übernahme der Zoo Fotografie erwartet die Gesellschaft eine zusätzliche Steigerung bei den Um- satzerlösen. 303 Kölner Sportstätten GmbH Anschrift RheinEnergieSTADION- Tribüne Ost Aachener Str. 999 50933 Köln Kontakt 0221 -71616 - 150 www.koelnersportstaetten.de Gründung 1958 Handelsregister HRB 1958, Amtsgericht Köln Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Anteil Stadt Köln 100,0% Unternehmensgegenstand Die Errichtung, die Unterhalt ung und der Betrieb sowie die an den Interessen aller Be- völkerungskreise orientierte Bereitstellung und Vermarktung von Sporteinrichtungen, ins- besondere eines multifunktionalen Stadions für soziale und kulturelle Veranstaltungen in Köln-Müngersdorf (Hauptk ampfbahn), des Albert -Richter-Radstadions, des Reit - und Baseballstadions, des Südstadions (Hauptkampfbahn), des Sportparkes Höhenberg (Hauptkampfbahn), und der öffentlichen Golfanlage Roggendorf/Thenhoven. Die Gesell- schaft übernimmt die Durchführung sportlicher, kultureller und unterhaltender Veranstal- tungen sowie die Förderung des Amateursports im Rahmen der gegebenen Möglichkei- ten. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Aufsichtsrat Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Herr Lutz Wingerath Herr Gerhard Reinke 304 Aufsichtsrat Herr Dr. Martin Schoser (Vorsitzender, bis 10.12.2020) Frau Elisabeth Thelen (stellv. Vorsitzende, bis 10.12.2020) Herr Hans-Werner Bartsch (bis 10.12.2020 Herr Henk van Benthem Herr Ulrich Breite Herr Olivier Fuchs (ab 10.12.2020) Herr Matthias Grüner (bis 10.12.2020) Eris Haeming (ab 10.12.2020) Herr Jürgen Kircher (bis 10.12.2020) Herr Ralf Klemm (ab 10.12.2020) Herr Peter Kron (bis 10.12.2020) Herr Horst Noack (bis 10.12.2020) Herr Franz Philippi Herr Manfred Richter Frau Ursula Schlömer (ab 10.12.2020) Frau Elke Schröder (ab 10.12.2020) Her Felix Schulte (ab 10.12.2020) Oliver Seeck (ab 10.12.2020) Herr William Wolfgramm Herr Maximilian Arntz Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Eversheim Stuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerbera- tungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Verlustausgleich 6.600,0 Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten 64.588,6 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 12.495,0 15.062,4 13.716,3 Jahresergebnis vor Verlustaus- gleich -6.565,1 -3.927,0 -5.684,0 Eigenkapital 34.448,7 34.021,7 34.937,6 Bilanzsumme 111.196,5 105.952,9 105.888,0 Investitionen 451 512 3.372 Verbindlichkeiten 74.187,2 69.670,5 67.610,5 305 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (inkl. Auszubildende) Saisonaushilfskräfte 32 34 34 31 33 34 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Grundlage der unternehmerischen Tätigkeiten der Gesellschaft sind der Betrieb und die Vermarktung von sechs Sportstätten mit Schwerpunkt RheinEnergieSTAD ION. Neben den Spielen des Hauptmieters 1. FC Köln wird das RheinEnergieSTADION auch für wei- tere Fußball-Großveranstaltungen genutzt, wie z.B. das jährlich stattfindende DFB -Po- kalfinale der Frauen sowie für Länderspiele der Herren Nationalmannschaft. Weite rhin finden regelmäßig Konzerte und das jährlich stattfindende Weihnachtssingen im Rhein- EnergieSTADION statt. Geschäftsverlauf 2020 Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2020 von der Corona-Pandemie geprägt. Der ope- rative Verlust in 2020 beträgt – 5.684 T€ und weicht damit um – 1.757 T€ vom Ergebnis 2019 ab. Im Jahr 2020 hat die Gesellschafterin einen Betrag in Höhe von 6.600 T€ (Vor- jahr 3.500 T€) im Rahmen der Verlustübernahme zur Verfügung gestellt und damit Um- satzverluste aus der Unterbrechung des Spie lbetriebs ab März 2020 und der Absage von Konzertveranstaltungen auf Grund der Corona-Pandemie aufgefangen. Chancen und Risiken Auch im Jahr 2021 wirkte sich die Corona-Pandemie stark auf die Geschäfte der Gesell- schaft aus. Die Forderung der vollen Pachtzahlungen gegenüber dem 1. FC Köln, die im November 2020 noch als begründet angesehen und damit voll in den Wirtschaftsplan 2021 eingestellt wurde, konnte nach einer Gesetzesanpassung zum § 313 BGB „Störung der Geschäftsgrundlage“ nicht aufrechterhalten werden. Für das Wirtschaftsjahr 2021 erwartete die Gesellschaft einen operativen Verlust in Höhe von -7.011 T€. Trotz weniger Erlösen aus Pachtzahlungen in Höhe von 3.028 T€ verlief das Geschäftsjahr 2021 erfolgreicher als erwartet, sodass mit einem deutlic h besseren Ergebnis gerechnet wird. Für das laufende Geschäftsjahr 2022 wird eine langsame Rückkehr in einen sich erho- lenden Veranstaltungsbetrieb erwartet. 306 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln Anschrift Venloer Straße 151-153 50672 Köln Kontakt 0221- 221 - 24040 www.stadt-koeln.de Gründung 1994 Handelsregister Entfällt Beteiligungsverhältnisse Entfällt Unternehmensgegenstand Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist der Betrieb der Kölner Philhar- monie, des Gürzenichs der Stadt Köln, des Veranstaltungsgebäudes Flora Köln sowie des Tanzbrunnens und des Theaters am Tanzbrunnen auf dem Gelände des Rheinparks im Wege von Gesamt- und Einzelverpachtungen. Dabei ist bei dem Betrieb dieser Ver- anstaltungsstätten vorrangig einer an den Interessen aller Bevölkerungskreise orientier- ten Nutzung Rechnung zu tragen. Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist des Weiteren auf dem Messege- lände in Köln-Deutz und Köln-Mülheim: 1. die Anmietung und der Betrie b der nördlichen Messehallen Nr. 6 bis 9 im Wege der Gesamt- und Einzelverpachtung bzw. -vermietung, 2. der Betrieb der südlichen Messehallen 1 bis 5 sowie 10 und 11 im Wege der Einräumung von Erbbaurechten an den für den Betrieb dieser Hallen benötigten Grundstücken. Organe des Eigenbetriebes Betriebsleitung Betriebsausschuss Betriebsleitung Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Erste Betriebsleiterin) Herr Frank Höller (Geschäftsführender Betriebsleiter) 307 Betriebsausschuss Herr Dr. Gerrit Krupp (Vorsitzender) Herr Mike Homann (ab 03.12.2020) Herr Manfred Richter (1. stellv. Vorsitzender ab 03.12.2020) Herr Christian Joisten Herr Bernd Petelkau (1. stellv. Vorsitzender bis 30.10.2020) Frau Ulrike Kessing (ab 03.12.2020) Herr Bernd Petelkau (2. stellv. Vorsitzender ab 30.10.2020) Herr Niklas Kienitz Herr Manfred Richter (2. stellv. Vorsitzender bis 30.10.2020) Herr Ralf Klemm (ab 03.12.2020) Herr Christian Achterlik (ab 03.12.2020) Herr Peter Kron Herr Ulrich Breite Frau Sandra Schneeloch (ab 03.12.2020) Herr Dietmar Ciesla-Baier (bis 30.10.2020) Frau Güldane Tokyürek (ab 03.12.2020) Herr Jörg Detjen (bis 30.10.2020) Frau Brigitta von Bülow Herr Jörg Frank (bis 30.10.2020) Frau Gräfin Alexandra von Wengersky Frau Anna-Maria Henk-Hollstein Mitglieder mit beratender Stimme: Herr Stepfan Boyens Herr Julian Kampa (ab 03.12.2020) Herr Olivier Fuchs (ab 03.12.2020) Herr Henning Lenz (ab 03.12.2020) Frau Nicolin Gabrysch (ab 03.12.2020) Herr Niklas Schmickler (ab 03.12.2020) Herr Lino Hammer (ab 03.12.2020 Herr Markus Wiener Herr Michael Hoffmann (ab 03.12.2020) Herr Walter Wortmann Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Entfällt Jahresabschlussprüfung RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmensbeteiligungen Gesellschaft Anteil KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 89,9% Koelnmesse GmbH 79,075% 308 Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Kapitalzuführungen 1.914,4 Betriebskostenzuschüsse 3.352,0 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 2.841,5 2.965,7 2.989,5 Jahresergebnis -811,5 -2.252,3 -2.643,0 Eigenkapital 167.739,1 167.456,2 166.747,6 Bilanzsumme 389.190,9 330.059,7 324.825,3 Investitionen 269,1 1.322,3 699,9 Verbindlichkeiten 219.713,5 161.248,5 156.778,3 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Das Veranstaltungszentrum nimmt - mit Ausnahme der Vermietung bzw. Verpachtung der betriebsnotwendigen Immobilien an die Betriebsgesellschaften - keine eigenen ge- schäftlichen Tätigkeiten wahr. Seine wirtschaftliche Situation wird im Wesentlichen durch die Ergebnisse, die sich aus dem Betrieb der Objekte Gürzenich, Tanzbrunnen und Phil- harmonie sowie - seit Inbetriebnahme zum 1. Juli 2014 - der Flora durch die jeweiligen Betriebsgesellschaften ergeben, bestimmt. Die im Wege der Verpachtung an die Be- triebsgesellschaften KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH (KölnMusik) und KölnKongress GmbH sowie aus der Bestellung der Erbbaurechte an die Koelnmesse GmbH erzielten Umsatzerlöse reichten nicht aus, um die aus der Sanierung des Gürze- nichs, der Generalinstandsetzung der Flora und der Renovierung des Tanzbrunnens re- sultierenden Zins- und Abschreibungs- sowie die laufenden Instandsetzungsaufwendun- gen zu kompensieren. Geschäftsverlauf 2020 Trotz eines Zuschusses aus dem st ädtischen Haushalt in Höhe von 2 ,3 Mio. € hat die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln mangels weite rer nach- haltiger Erträge in 2020 einen Verlust in Höhe von rd. 2,6 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) erwirtschaftet, der auf neue Rechnung vorgetragen wird und das Eigenkapital entspre- chend vermindert. Zum Geschäftsverlauf der Beteiligungsgesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Ein- richtung wird auf die separaten Darstellungen im Beteiligungsbericht verwiesen. 309 Wirtschaftliche Lage Chancen und Risiken Die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln hat ihre Geschäfts- anteile an der KölnKongress GmbH mit Wirkung zum 31.12.2019 an die Koelnmesse GmbH verkauft. Zugleich wurde das Organschaftsverhältnis zwischen der Eigenbe- triebsähnliche Einrichtung und der KölnKongress GmbH mit Ablauf des 31.12.2019 be- endet. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung hat damit letztmalig für das Geschäftsjahr 2019 den Verlust der Gesellschaft übernommen. Die sich seit Ende 2019 von China aus weltweit ausbreitende Corona -Pandemie hat ei- nen erheblichen negativen Einfluss auf die meisten Wirtschaftsbereiche in Deutschland, darunter insbesondere auch auf die Veranstaltungsbranche. So musste in den Betriebs- gesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung der Veranstaltungsbetrieb bereits Mitte März 2020 komplett eingestellt werden. Das Veranstaltungszentrum ist als reine Besitzgesellschaft von diesen Auswirkungen nur indirekt betroffen. Bislang sind Folgen der Veranstaltungsverbote einzig aus der Ergebnisentwicklung der KölnMusik zu erwar- ten. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität Auch in den Folgejahren wird das Veranstaltungszentrum strukturelle Jahresfehlbeträge erzielen. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist dauerhaft auf Zuschüsse bzw. mittel- fristig auf einen Verlustausgleich durch den städtischen Haushalt angewiesen. Vor dem Hintergrund der aktuell noch hohen Eigenkapitalquote und der praktizierten bzw. weiter geplanten Finanzierungsmaßnahme über Abschreibungen, Zuschüsse und Kreditaufnahme ist der Bestand des Betriebes derzeit nicht gefährdet. Bezogen auf die Tochtergesellschaften des Veranstaltungszentrums hat d er Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 23.03.2021 für den Bau eines neuen Kongresszentrums eine Einlage in die Kapitalrücklage der Koelnmesse GmbH in Höhe von 96 Mio. € be- schlossen. In der Sitzung hat er ferner beschlossen, zum Ausgleich der Corona-beding- ten Verluste den Betriebskostenzuschuss an die KölnMusik GmbH in Abhängigkeit von dem tatsächlichen Geschäftsverlauf von ursprünglich 5,7 Mio. € auf bis zu 7,5 Mio. € zu erhöhen. 310 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln Anschrift Offenbachplatz 50667 Köln Kontakt 0221 - 221 28212 www.buehne.koeln Gründung 2000 Handelsregister Entfällt Beteiligungsverhältnisse Entfällt Unternehmensgegenstand Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben, insbesondere die Aufführungen von Bühnenwerken al- ler Gattungen im Musik-, Tanz-, und Sprechtheater. Organe des Eigenbetriebes Betriebsleitung Betriebsausschuss Betriebsleitung Herr Patrick Wasserbauer (Geschäftsführender Direktor) Frau Dr. Birgit Meyer (Intendantin der Oper) Herr Stefan Bachmann (Intendant des Schauspiels) Herr Bernd Streitberger (Technischer Betriebsleiter) Betriebsausschuss Frau Dr. Eva Bürgermeister (Vorsitzende) Herr Horst Thelen Frau Brigitta von Bülow (1. Stellvertreterin) Herr Thomas Welter Herr Dr. Ralph Elster (2. Stellvertreter) Frau Gisela Stahlhofen Frau Elfi Scho-Antwerpes Herr Dr. Ulrich Wackerhagen Herr Karl-Heinz Walter Herr Peter Sörries Frau Katharina Welcker Herr Prof. Klaus Schäfer Frau Karin Reinhardt 311 Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung Schüllermann und Partner AG Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Wirtschaftsjahr 2019/20* (T€) Betriebskostenzuschuss 74.242,0 312 Bilanz (T€) 2017/18 2018/19 2019/2020 Aktiva Anlagevermögen 357.240,9 393.513,0 428.016,8 Immaterielle Vermögensgegenstände 168,4 193,5 190,2 Sachanlagen 357.072,5 393.319,5 427.825,6 Finanzanlagen 0,0 0,0 0 Umlaufvermögen 55.204,1 36.288,7 20.983,7 Vorräte 4.237,2 4.441,2 4.276,7 Forderungen und sonst. VG 11.725,7 13.577,2 16.442,0 Wertpapiere 0,0 0,0 0 Liquide Mittel 39.241,2 18.270,3 265,1 Rechnungsabgrenzungsposten 432,1 445,8 475,2 Summe Aktiva 412.877,1 430.247,5 449.475,7 Passiva Eigenkapital 10.710,2 5.826,2 10.487,1 Gezeichnetes Kapital 50,0 50,0 50 Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0 Gewinnrücklage 10.909,6 9.771,5 7.803,6 Bilanzergebnis -249,4 -3.995,3 2.633,5 Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 22.046,1 20.935,4 19.822,7 Rückstellungen 15.378,9 16.854,7 18.954,4 Verbindlichkeiten 357.531,9 380.025,1 390.567,3 Rechnungsabgrenzungsposten 7.210,0 6.604,9 9.644,2 Summe Passiva 412.877,1 430.246,3 449.475,7 313 Gewinn- und Verlustrechnung (T€) 2017/18 2018/19 2019/20 Gesamtleistung 7.277,7 8.105,3 6.039,4 Umsatzerlöse 5.679,8 6.124,2 4.538,4 Bestandsveränderungen -37,5 182,7 -87,2 andere aktivierte Eigenleistungen 1.635,4 1.798,4 1.588,2 Sonstige betriebliche Erträge 73.659,9 78.167,7 80.876,2 Betriebsleistung 80.937,6 83.273,0 86.915,6 Betriebsaufwand 82.562,6 87.652,4 81.814,4 Materialaufwand 16.931,1 18.027,8 14.543,0 Personalaufwand 46.585,1 50.211,4 47.695,5 Abschreibungen 3.895,2 4.485,3 4.724,8 Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.151,2 14.927,9 14.851,2 Betriebsergebnis -1.625,0 -4.379,4 5.101,2 Finanzergebnis -418,9 -475,1 -489,9 Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0 0 Erträge aus Gewinnabführung 0,0 0,0 0 Erträge aus anderen Finanzanlagen 0,0 0,0 0 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 156,6 126,1 6,0 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 575,5 601,2 495,9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -39,4 -4,3 -0,4 Sonstige Steuern 28,3 33,6 49,9 Jahresergebnis -2.032,8 -4.883,8 4.660,7 Gewinnvortrag 11.419,0 -249,5 -3.995,1 Einstellung in andere Gewinnrücklagen 9.635,6 -1.138,0 1.967,9 Bilanzgewinn -249,4 -3.995,3 2.633,5 314 Kennzahlenüberblick 2017/18 2018/19 2019/20 Bilanz Anlagenintensität 86,5% 91,5% 95,2 Abschreibungsquote 1,1% 1,1% 1,1% Investitionen (T€) 33.573,1 36.272,2 34.503,3 Investitionsquote Eigenkapitalquote 2,6% 1,4% 2,3% Pensionsverpflichtungen (T€) 4.994,3 5.395,4 5.512,8 Bankverbindlichkeiten (T€) 49.788,6 75.968,0 93.315,2 Veränderung Verschuldung (T€) 70.617,2 22.493,3 10.542,2 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (%) -0,4% -1,0% 0,73% Rohertrag (T€) -9.653,4 -9.922,5 -8.503,7 EBIT (T€) -1.625,0 -4.379,4 5.101,2 EBITDA (T€) 2.270,2 105,9 9.826,0 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Summe 766 749,75 788 Personalaufwand je Beschäftigte/r (T€) 60,8 67,0 60,5 315 Wirtschaftliche Lage Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die von den Bühnen in der Sp ielzeit 2019/20 realisierten Inszenierungen erbrachten fol- gende Leistungsdaten: Veran- ange- staltung. Besu- Besu- Aus- botene am cher cher lastung Plätze1 Standort max. Ist % Summe Musiktheater 590 150 88.567 82.190 92,80 Summe Sprechtheater 281 231 64.832 49.023 75,62 Summe Tanztheater (BoD) 464 8 3.712 3.681 99,16 Summe Tanztheater 614 13 7.977 7.830 98,16 Summe gesamt 411 402 165.088 142.724 86,45 Summe Theaterpädagogik 2 482 11.838 Summe Theater gesamt 884 154.562 Spielstätte 1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze Bei einem Rückgang der Besucherzahl um insgesamt 73.314 (33,9%) auf 142.724 (ohne Theaterpädagogik) verbesserte sich die Auslastung gegenüber der Spie lzeit 2018/19 um 4,6%. Geschäftsverlauf 2020 Die Bühnen schlos sen die Spielzeit 2019/20 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 4.661 T€ (im Vorjahr Jahresfehlbetrag 4.884 T€) ab. Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass der Spielbetrieb mit einem Überschuss in Höhe von 3.945 T€ (im Vorjahr -2.916 T€) zum Jahresergebnis 2019/20 der Bühnen beiträgt. Daneben weisen der Betrieb der Inte- rimsspielstätten für die Spielzeit 2019/20 einen Fehlbetrag in Höhe von 689 T€ (im Vorjahr -652 T€) und der Bereich der Sanierung einen Überschuss in Höhe von 1.405 T€ (im Vor- jahr -1.316 T€) aus. Der Fehlbetrag im Bereich Interim kann teilweise durch Inanspruch- nahme einer zweckgebundenen Rücklage ausgeglichen werden. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen hängt damit maßgeblich von den kon- kreten Ertragssituationen in der abgelaufenen Spielzeit 2020/21 sowie der laufenden Spiel- zeit 2021/22 und den Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der Personalkosten am G esamt- kostenvolumen der Bühnen wird – ohne Berücksichtigung der Sondereinflüsse der Corona-Krise - von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein, 316 Wirtschaftliche Lage wie er sich in den Wirtschaftsplänen 2020/21 und 2021/22 der Bühnen für diese Wirt- schaftsjahre und die Folgejahre niedergeschlagen hat. 317 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln Anschrift Bischofsgartenstrasse 1 50667 Köln Kontakt 0221 - 221 28595 www.guerzenich-orchester.de Gründung 2000 Handelsregister Entfällt Beteiligungsverhältnisse Entfällt Unternehmensgegenstand Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Orchesters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben. Der Zweck der Einrichtung umfasst insbesondere die musikalische Mitwirkung bei der Aufführung von Bühnenwerken im Bereich des Musiktheaters und die Darbietung von Konzerten. Organe des Eigenbetriebes Betriebsleitung Betriebsausschuss Betriebsleitung François-Xavier Roth (künstlerischer Betriebsleiter) Stefan Englert (geschäftsführender Direktor) Betriebsausschuss Frau Dr. Eva Bürgermeister (Vorsitzende bis 31.10.2020, ab 01.11.2020 sachkundige Bürgerin) Herr Thomas Welter Frau Brigitta von Bülow (1. Stellvertreterin bis 31.10.2020, ab 01.11.2020 Mitglied) Herr Horst Thelen (bis 31.10.2020) 318 Betriebsausschuss Herr Dr. Ralph Elster (2. Stellvertreter bis 31.10.2020, 1. Stellvertreter ab 01.11.2020) Frau Gisela Stahlhofen (bis 31.10.2020) Frau Elfi Scho-Antwerpes (Vorsitzende ab 01.11.2020) Herr Prof. Klaus Schäfer (bis 31.10.2020) Herr Karl-Heinz Walter (bis 31.10.2020) Herr Dr. Ulrich Wackerhagen (bis 31.10.2020) Frau Karin Reinhardt (bis 31.10.2020) Frau Katharina Welcker (bis 31.10.2020) Herr Peter Sörries (bis 31.10.2020) Herr Mario Michalak (ab 01.11.2020 2. Stellvertreter) Frau Bärbel Hölzing (ab 01.11.2020) Herr David Lutz (ab 01.11.2020) Frau Maria Helmis (ab 01.11.2020) Frau Ira Sommer (ab 01.11.2020) Herr Jörg Kobel (ab 01.11.2020) Herr Lorenz Deutsch (ab 01.11.2020) Herr Dominik Schneider (ab 01.11.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Kein PCGK Jahresabschlussprüfung SWS Schüllermann und Partner AG Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Wirtschaftsjahr 2019/20* (T€) Betriebskostenzuschuss 11.646 T€ 319 Kennzahlenübersicht (T€) 2017/18 2018/19 2019/20 Betriebsleistung 19.884,4 21.385,5 21.392,7 Jahresergebnis 76,5 -156,7 2.362,6 Eigenkapital 3.551,2 3.394,7 5.757,3 Bilanzsumme 12.487,0 12.610,0 14.102,2 Investitionen 117,5 149,6 168,2 Verbindlichkeiten 304,6 396,2 166,3 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 150,5 150,8 150,75 Wirtschaftliche Lage Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln hat den Betrieb eines Orchesters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben zum Gegenstand. Das Or- chester wirkt bei der Aufführung von Bühnenwerken im Bereich des Musiktheaters der Bühnen der Stadt Köln mit. Diese Opernbespielung erfolgt gegen eine Vergütung. Zu- dem führt das Orchester eigene Konzerte durch, die in der angemieteten Kölner Philhar- monie stattfinden. Das Orchester wirkt außerdem bei Rundfunk-, Fernseh- und CD-Auf- nahmen mit. Die Einrichtung vereinnahmt Kartenerlöse aus Abonneme nts und Einzelverkäufen. Zu- dem erhält sie von der Stadt Köln jährlich einen Zuschuss zu den Betriebskosten, der sich im Wirtschaftsjahr 2019/2020 auf 11.646 T€ belief. Das Gürzenich-Orchester Köln verfügt wie alle öffentlichen Theater und Orchester als personalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Kostenbestandteile nur be- grenzt über kurz- und mittelfristig realisierbare Verbesserungsmöglichkeiten der Kosten- und Erlösstrukturen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie und deren Auswirkungen auf den Kon- zertbetrieb hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Orchesters damit maßgeb- lich von der Ertragslage bzw. Bezuschussung in den folgenden Wirtschaftsjahren sowie der laufenden Tilgung der Restforderung gegen die Stadt Köln aus der seinerzeitigen Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ab. Das Gürzenich-Orchester konnte in der Spielzeit 2019/2020 mittels der vereinnahmten Betriebskostenzuschüsse, der Erträge aus der Opernbespielung und der übrigen selbst erwirtschafteten Erträge trotz der Einbrüche bei den Erlösen aus dem Kart enverkauf, aufgrund der starken Reduzierung von Aufwendungen und des Bezugs von Kurzarbei- tergeld ein hohes positives Betriebsergebnis und einen hohen Jahresüberschuss erzie- len. Auch in der Spielzeit 2020/2021 wird aus den gleichen Gründen ein positives Be- triebsergebnis erzielt 320 Wirtschaftliche Lage Es besteht weiter die Notwendigkeit, die Folgen der in 2020 auftretenden Corona -Pan- demie für das Orchester und die beteiligten Musiker zu analysieren, zu bewerten und sodann nachhaltig zu bewältigen. Unterstützung erfährt dies durch das Bestreben, neue Einnahmequellen (z.B. das Sponsoring) zu erschließen bzw. durch innovative Projekte, so z.B. das vom Gürzenich-Orchester betriebene Projekt GO Plus, das „Ohrenauf!“ Pro- jekt für jüngere Musikliebhaber und Familien sowie Livestream -Konzerte, bisherige Be- suchergruppen zu binden und neue Besuchergruppen anzusprechen. Aus der Sicht der Orchester selbst ist in diesem Zusammenhang die weitere Verbesse- rung und Entwicklung der künstlerischen Qualität sowie die Kreierung eines möglichst einzigartigen, charakteristischen und unverwechselbaren Klangbildes von besonderer Bedeutung, um die Attraktivität für Konzertbesucher, Sponsoren und auch Medien zu erhöhen. Für die kommenden Spielzeiten erwartet das Gürzenich-Orchester Köln eine herausfor- dernde wirtschaftliche Entwicklung, aufgrund einer deutlichen Stellenzusetzung beim Or- chester, die in die mittelfristige Finanzplanung bereits mit aufgenommen wurde. Die Mehrbelastungen aufgrund steigender Personalkosten, können voraussichtlich bis zum städtischen Haushaltsjahr 2025 ohne eine deutliche Erhöhung des Betriebskostenzu- schusses aus den Rücklagen finanziert werden. Mit der Kämmerei wurde der entspre- chende Prozess definiert. 321 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anschrift Obenmarspforten 40 50667 Köln Kontakt 0221 – 221 - 21119 stadt-koeln.de wallraf-richartz-mu- seum. Gründung 2008 Handelsregister Entfällt Beteiligungsverhältnisse Entfällt Unternehmensgegenstand Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud führt einen Betrieb mit Sammlun- gen, insbesondere aus Gegenständen aus dem Bereich der Europäischen Kunst vom 13. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert. Zu den Aufgaben gehören die Präsentation der Sammlung, die Ausrichtung von Sonderausstellungen, die wissenschaftliche Er- schließung, Erhaltung, Pflege und Unterhaltung der Sammlung sowie die Vermittlung der kunstgeschichtlichen und kulturellen Aspekte der Sammlung. Die Fondation Corboud hat dem Museum ihren Bestand an Kunstwerken des Impressionismus und des Postimpres- sionismus als Ewige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Organe des Eigenbetriebes Betriebsleitung Betriebsausschuss Betriebsleitung Frau Susanne Laugwitz-Aulbach (1. Betriebsleiterin) Herr Dr. Marcus Dekiert Betriebsausschuss Frau Dr. Eva Bürgermeister (Vorsitzende bis 31.10.2020, ab 01.11.2020 sachkundige Bürgerin) Herr Dr. Ralph Elster (2. Stellvertreter bis 31.10.2020, ab 01.11.2020 1. Stellvertreter) 322 Betriebsausschuss Frau Brigitta von Bülow (1. Stellvertreterin bis 31.10.2020, ab 01.11.2020 Mitglied) Herr Mario Michalak (ab 01.11.2020 2. Stellvertreter) Frau Elfi Scho-Antwerpes (Vorsitzende ab 01.11.2020) Herr Prof. Klaus Schäfer (bis 31.10.2020) Herr Lorenz Deutsch (ab 01.11.2020) Herr Karl-Heinz Walter (bis 31.10.2020) Frau Maria Helmis (ab 01.11.2020) Herr Jörg Kobel (ab 01.11.2020) Frau Bärbel Hölzing (ab 01.11.2020) Herr Dr. David Lutz (ab 01.11.2020) Frau Karin Reinhardt (bis 31.10.2020) Herr Dominik Schneider (ab 01.11.2020) Frau Ira Sommer (ab 01.11.2020) Herr Thomas Welter Frau Katharina Welcker (bis 31.10.2020) Herr Horst Thelen (bis 31.10.2020) Herr Peter Sörries (bis 31.10.2020) Frau Gisela Stahlhofen (bis 31.10.2020) Herr Dr. Ulrich Wackerhagen (bis 31.10.2020) Anwendung eines Public Corporate Governance Kodex (PCGK) Anwendung des PCGK der Stadt Köln Jahresabschlussprüfung Dhpg Dr. Harzem & Partner MBB Unternehmensbeteiligungen Keine Finanzbeziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2020 (T€) Betriebskostenzuschuss 4.251,0 323 Kennzahlenübersicht (T€) 2018 2019 2020 Gesamtleistung 6.274,0 6.793,0 6.082,6 Jahresergebnis -372,9 -788,4 -297,0 Eigenkapital 88.160,2 87.371,8 87.074,8 Bilanzsumme 693.827,9 693.202,4 692.817,6 Investitionen 53 97 127,6 Verbindlichkeiten 956,7 1.762,2 1.238,2 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 19,3 19,3 21,3 Wirtschaftliche Lage Das Wirtschaftsjahr 2020 hat mit einem Fehlbetrag in Höhe von 297 T€ (im Vorjahr Fehl- betrag in Höhe von 788 T€) abgeschlossen. Zuwendungen und allg . Umlagen inkl. für Sonderausstellungen wurden in 2020 in Höhe von 4.903 T€ (2019: 4.958 T€) erwirtschaf- tet. Im Ergebnis hat das Museum im Wirtschaftsjahr 2020 einen Finanzmittelüberschuss in Höhe von 41 T€ erwirtschaftet und weist liquide Mittel zum 31.12 .2020 in Höhe von 6.884 T€ aus. Vor dem Hintergrund des am 16.9.2021 vom Rat beschlossenen Wirtschaftsplans für 2021 zeichnet sich für dieses Wirtschaftsjahr ein negatives Jahresergebnis in Höhe von rd. 1.843 T€ ab. Für den Projekt - und Ausstellungsbereich wird weiterhin ein ausgegli- chenes Ergebnis erwartet, jedoch werden dafür die städtischen Zuschüsse 2020/21 in Höhe von 356 T€ (Plan 134 T€) in Anspruch genommen. Das Projekt der Erweiterung des Museums ist auch in 2021 weiter fortgeschritten, so dass die Verwaltung die weite- ren Planungsschritte fortsetzen und anschließend mit dem Bau beginnen kann. Dieser umfasst den Erweiterungsneubau inklusive eines Verbindungsbauwerks mit insgesamt rund 3.800m², bauliche Wallraf -Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Anlage II, Seite 19 Anpassungen im jetzigen Museumsgebäude auf dem Grundstück Obenmarspforten sowie eine Blockrandbebauung. Die Blockrandbebauung neben dem am Martinsplatz geplanten Erweiterungsbau für das Museum soll mit zwei voneinander getrennten Baukörpern entlang von Martinstraße und Steinweg realisiert werden. Beide Gebäude werden später über eine Nutzfläche von rund 2.600 m² verfügen. Die beiden Bauten sollen durch einen gemeinsamen Innenhof miteinander verbunden werden. Ihre Nutzung wurde in einem mehrstufigen Prozess entwickelt. Die derzeit ermittelten Ge- samtbaukosten belaufen sich auf rund 76,1 Mio. €, zuzüglich eines ermittelten Risiko- budgets von rund 19 Mio. €. Bis zur Fertigstellung des Objekts wird dieses von der städ- tischen Gebäudew irtschaft errichtet und vorfinanziert (Ratsbeschluss 1051/2020 vom 18.6.2020). 324 6. Anhang 325 Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) 8KU GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 10,0 A/V/E GmbH rhenag Vierte Ebene 6,7 AchtBrücken GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 51,0 AG Zoologischer Garten Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 88,1 AggerEnergie GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 50,2 AHS Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 3,1 AHS Köln Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 15,2 Akademie der Künste der Welt/Köln, gemeinnützige GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 AS 3 Beteiligungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2 ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 5,7 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH SWK Zweite Ebene 50,1 AVG Kompostierung GmbH AVG Dritte Ebene 50,1 AVG Ressourcen GmbH AVG Dritte Ebene 50,1 AVG Service GmbH AVG Dritte Ebene 50,1 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH SWK Zweite Ebene 100,0 AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,2 Bäderbetriebsgesellschaft Bergisch-Gladbach mbH BELKAW Vierte Ebene 40,1 Bäderbetriebsgesellschaft Burscheid mbH BELKAW Vierte Ebene 40,1 beka GmbH HGK Zweite Ebene 5,8 BELKAW GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 40,1 BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH rhenag Vierte Ebene 5,2 BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 BioCampus Cologne Management GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 biogas NRW GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0 Biogas Pool 3 für Stadtwerke GmbH & Co. KG Rheinwerke Vierte Ebene 25,0 BRUNATA-METRONA FINANCE LUX S. a. r. l. BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 1,0 BRUNATA-METRONA GmbH GEW Zweite Ebene 100,0 Bunkerbetriebe Büchting GmbH HTAG Dritte Ebene 93,7 Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 Butzweilerhof Verwaltung GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 chargecloud GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 26,7 COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L RheinEnergie Dritte Ebene 26,7 326 Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) cowelio GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service Köln HGK Zweite Ebene 72,6 CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 5,8 dbt Duisburg Bulk Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7 DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH Düsseldorf CTS Dritte Ebene 35,6 Deutsche Netzmarketing GmbH NetCologne Dritte Ebene 2,6 Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH HGK Zweite Ebene 23,9 Digital Hub Cologne GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 33,3 DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH KVB Zweite Ebene 74,9 e.E. Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 e.E. Bühnen der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 e.E. Gürzenich-Orchester Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 e.E. Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 e.E. Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 11,0 energienatur Gesellschaft für erneuerbare Energien mbH rhenag Vierte Ebene 17,1 energieNRW GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0 Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 40,0 Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs-und Beteiligungsgesellschaft mbH RheinEnergie Dritte Ebene 40,0 Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 13,1 ENERGOTEC Energietechnik GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 Energy4u GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 13,1 ENTALO GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH Stadtwerke Leichlingen Vierte Ebene 19,6 Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH & Co. KG BELKAW Vierte Ebene 20,0 e-regio GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 11,5 evd energieversorgung dormagen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2 evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 8,9 Expolink Global Network Ltd., Bangkok Koelnmesse Zweite Ebene 38,9 Flughafen Köln/Bonn GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 31,1 GAG Immobilien AG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,0 GAG Projektentwicklung GmbH GAG Zweite Ebene 83,9 GAG Servicegesellschaft mbH GAG Zweite Ebene 89,0 327 Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft RheinEnergie Dritte Ebene 45,3 Gemeinde Windeck GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 26,7 Gemeinschaft für Energieeffizienz GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 5,3 Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna Düsseldorf GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0 GEW Köln AG SWK/ Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 27,6 GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH rhenag Vierte Ebene 13,3 Grund und Boden GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 93,2 Grünwerke GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0 GT-HKW Niehl GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 GWAdriga GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 24,8 GWAdriga Verwaltungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 24,8 GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 5,5 Häfen und Güterverkehr Köln AG SWK / Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 93,7 HAUBNER IT GmbH NetCologne Dritte Ebene 70,0 Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7 Holzkraft Plus GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0 HTAG Häfen und Transport AG HGK Zweite Ebene 93,7 ID Quadrat Verwaltungsgesellschaft mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0 Innovative Immobilien Duisburg Düsseldorf ID Quadrat GmbH & Co. Betriebsgesellschaft KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0 ivl Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH EVL Vierte Ebene 36,0 Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 51,0 K.R.B.-Busreisen GmbH Schilling Omnibusverkehr Dritte Ebene 51,0 K-B-S Busreisen GmbH Schilling Omnibusverkehr Dritte Ebene 51,0 KCG Knapsack Cargo GmbH Hürth HGK Zweite Ebene 61,4 KCT Krefelder Container Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7 Kliniken der Stadt Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH RheinEnergie HKW Rostock Vierte Ebene 61,6 Koeln Parma Exhibitions S.r.l. Koelnmesse Zweite Ebene 39,5 Koelnmesse Ausstellungen GmbH Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 Koelnmesse Co. Ltd., Tokio, Japan Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 Koelnmesse Co., Ltd. Peking, China Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 Koelnmesse GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 79,1 328 Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Koelnmesse Inc., Chicago, USA Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 Koelnmesse Ltd., Hongkong Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda., Sao Paulo, Brasilien Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 Koelnmesse Pte Ltd., Singapur Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 KoelnMesse S.r.l., Mailand, Italien Koelnmesse Zweite Ebene 79,1 Koelnmesse YA Tradefair Pte. Ltd., Mumbai, Indien Koelnmesse Zweite Ebene 59,3 KölnBäder GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH KVB Zweite Ebene 100,0 Kölner Sportstätten GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 Kölner Verkehrs-Betriebe AG SWK / Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 KÖLNER ZOO Shop GmbH Zoo Zweite Ebene 88,1 KölnKongress Gastronomie GmbH Stadt Köln Zweite Ebene 64,7 KölnKongress GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,7 KölnMusik Betriebs- und Service GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,9 KölnTourismus GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH KVB Zweite Ebene 51,0 KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH rhenag Vierte Ebene 20,0 Logistikzentrum Ruhr Ost GmbH Neska intermodal Vierte Ebene 18,7 Lohmar Netzeigentumsgesellschaft Stadtwerke Lohmar Vierte Ebene 39,2 MAINGAU Energie GmbH rhenag Vierte Ebene 7,0 MASSLOG GmbH HTAG Dritte Ebene 46,9 Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 25,1 meine-energie eG & Co. KG Stadtwerke Troisdorf Vierte Ebene 23,9 METRONA GmbH BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 100,0 Metrona Polska Pomiary i Rozciezcenia Sp.z.o.o. METRONA Vierte Ebene 100,0 Metrona S.r.l. METRONA Vierte Ebene 44,0 Metrona Wärmemesser Union GmbH METRONA Vierte Ebene 44,0 Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH Köln GAG Zweite Ebene 89,0 moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemeindeentwicklung mbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH SWK Zweite Ebene 75,0 MTB Multimodal Terminal GmbH i.L. Neska intermodal Vierte Ebene 29,0 Münchberg Solarpark GmbH RheinEnergie Solar Vierte Ebene 80,0 329 Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) MURVA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 19,0 MVV Energie AG RheinEnergie Dritte Ebene 13,1 Nahverkehr Rheinland GmbH ZV VRS Zweite Ebene 18,4 Nahwärme Düsseldorf GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 13,2 neska Container Line B.V. Neska Dritte Ebene 93,7 neska intermodal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7 Neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH HGK Zweite Ebene 93,7 NetAachen GmbH NetCologne Dritte Ebene 84,0 NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH GEW Zweite Ebene 100,0 NetCologne IT Services GmbH NetCologne Dritte Ebene 100,0 NetRegio GmbH NetCologne Dritte Ebene 100,0 Netzgesellschaft Düsseldorf mbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 20,0 Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0 Neuss-Düsseldorfer Häfen Verwaltungs-GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0 Niederrheinisch-Bergisches Gemeinschaftswasserwerk GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0 Oudkerk B.V. HTAG Dritte Ebene 93,7 Pohl & Co. GmbH Neska Dritte Ebene 93,7 Propan Rheingas GmbH rhenag Vierte Ebene 5,3 Propan Rheingas GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 6,4 Radio Köln GmbH & Co. KG SWK Zweite Ebene 25,0 Regionalverkehr Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 12,5 RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik GmbH Kliniken Zweite Ebene 100,0 REMONDIS Rhein Wupper GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 9,8 REMONDIS Rhein Wupper Verwaltungs-GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 9,8 RheinCargo GmbH & Co KG HGK Zweite Ebene 46,8 RheinCargo Verwaltungs-GmbH HGK Zweite Ebene 46,8 RheinEnergie AG GEW Zweite Ebene 80,0 RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 RheinEnergie Express GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 70,2 RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 RheinEnergie HKW Rostock GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 RheinEnergie Industrielösungen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 RheinEnergie Solar GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 330 Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) RheinEnergie Trading GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 RheinEnergie Windkraft GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH HGK Zweite Ebene 46,8 Rheinische NETZGesellschaft mbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,0 Rheinland Cargo Schweiz GmbH HGK Zweite Ebene 93,7 Rhein-Sieg-Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7 Rheinwerke GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 50,0 Rheinwerke GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0 rhenag Rheinische Energie AG RheinEnergie Dritte Ebene 26,7 rhenagbau GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7 RRT Rhein-Ruhr Terminal Ges. für Container u. Güterumschlag mbH Neska intermodal Vierte Ebene 93,7 RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 99,9 RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH HGK Zweite Ebene 24,4 RW Beteiligungs GmbH i.L. GEW Zweite Ebene 21,5 SBK Sozial-Betriebe-Köln, gemeinnützige GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 Schilling Omnibusverkehr GmbH KVB Zweite Ebene 51,0 SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG rhenag Vierte Ebene 4,5 SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH rhenag Vierte Ebene 4,5 Sirius EcoTech Fonds Düsseldorf GmbH & Co. KG Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 6,2 Solarpark Bronkow Luckaitztal GmbH RheinEnergie Solar Vierte Ebene 80,0 Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 50,0 Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 Stadtwere Pulheim GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2 Stadtwerke Düsseldorf AG GEW Zweite Ebene 20,0 Stadtwerke Hilden GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 5,0 Stadtwerke Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,0 Stadtwerke Leichlingen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2 Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 39,2 Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2 Stadtwerke Sankt Augustin GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 36,0 Stadtwerke Troisdorf GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 32,0 Stromkontor Netzgesellschaft mbH Stromkontor Rostock Vierte Ebene 39,2 Stromkontor Rostock Port GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,2 Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG RheinEnergie Dritte Ebene 39,2 331 Beteiligung Muttergesellschaft direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Stromnetz Bornheim Verwaltungs GmbH Stromnetz Bornheim Vierte Ebene 39,2 Stromnetz Pulheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pulheim Vierte Ebene 29,4 Stromnetz Pulheim Verwaltung GmbH Stadtwerke Pulheim Vierte Ebene 29,4 SVB Siegener Versorgungsbetriebe GmbH rhenag Vierte Ebene 6,6 TankE GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 64,0 TKN Terminal Nord GmbH i.L. CTS Dritte Ebene 37,0 uct Umschlag ContainerTerminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,7 VDV eTicket Service GmbH & Co. KG KVB Zweite Ebene 10,1 Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH GEW Zweite Ebene 1,7 Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH ZV VRS Zweite Ebene 25,0 Wärmegesellschaft RHEIN-ERFT mbH Gasversorgungsgesellschaft Vierte Ebene 22,6 Wärmegesellschaft Wesseling mbH Gasversorgungsgesellschaft Vierte Ebene 22,7 Wärmekontor Rostock GmbH Stromkontor Rostock Vierte Ebene 39,2 Wasserübernahme Neuss-Wahlscheid GmbH Stadtwerke Düsseldorf Dritte Ebene 10,0 Westerwald-Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,7 Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen KVB Zweite Ebene 100,0 Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH SWK Zweite Ebene 100,0 ZOO-Gastronomie GmbH Zoo Zweite Ebene 88,1 332 Direkte und indirekte Beteiligungen in den Berichtsjahren 2019 und 2020 333 334 335 336 337 Erläuterungen und Begriffsdefinitionen Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) finden Sie in §§ 266, 275 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie im Internet z.B. unter http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/bilanz.html beziehungsweise unter http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/gewinn-und-verlustrechnung-guv.html. Erläuterung Kennzahlen - Bilanz Anlagenintensität Anlagevermögen Bilanzsumme × 100 Als Verhältnis zwischen Anlagevermögen und Gesamt- vermögen gibt die Kennzahl Auskunft über die Kapital- bindung innerhalb eines Unternehmens. Je größer die Kennzahl, desto mehr Kapital ist innerhalb des Anlage- vermögens gebunden und je höher sind die Fixkosten. Eine hohe Anlageintensität beinhaltet ein höheres Ri- siko, da das Unternehmen bei Marktveränderungen i.d.R. nicht so schnell darauf reagieren kann. Der Ziel- wert ist stark branchenabhängig. Abschreibungen Abschreibungen ohne Abschreibungen auf den Ge- schäfts- und Firmenwert Abschreibungsquote Abschreibungen Immaterielle Vermögen + Sachanlagevermögen × 100 Das Verhältnis zwischen den Abschreibungen eines Ge- schäftsjahres und dem Anlagevermögen lässt Schlüsse über den Erneuerungszyklus von Anlagegütern (z.B. Maschinen) und deren Nutzungsdauer zu. Je höher die Abschreibungsquote, desto eher werden Anlagen nach Auslaufen der Abschreibungen weiterhin verwendet. Der Zielwert ist stark branchenabhängig. Bankverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 338 Veränderung der Verschuldung Gesamtverbindlichkeiten lt. Bilanz des Betrachtungsjah- res abzüglich der Gesamtverbindlichkeiten lt. Bilanz des Vorjahres Investitionen Summe der Zugänge beim Anlagevermögen d.h. bei den immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sach- anlagevermögen sowie zu den Finanzanlagen Investitionsquote Investitionen in Anlagevermögen Anlagevermögen × 100 Diese Kennzahl spiegelt den prozentualen Anteil der In- vestitionen in das Anlagevermögen wider; sie gibt einen Hinweis auf die Erneuerungsquote. Ist die Investitions- quote langfristig hoch, so lässt dies den Schluss zu, dass ständig in neue Vermögensgegenstände investiert wird. Eine langfristig niedrige Investitionsquote hingegen kann auf eine Überalterung der Anlagegüter hinweisen. Eine Aussage zur Notwendigkeit oder Qualität der Inves- titionen enthält diese Kennzahl nicht. Der Zielwert sollte langfristig größer als Null sein. Eigenkapital Im Gegensatz zum Fremdkapital jene Mittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Finanzie- rung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden (Selbstfinanzierung). Das davon gezeichnete Kapital ist das Kapital, auf das die Haftung der Gesellschafter für die Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft gegenüber den Gläubigern be- schränkt ist (§ 272 I HGB). Eigenkapitalquote Eigenkapital Bilanzsumme ×100 Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Ei- genkapitals am Gesamtkapital ist. Je höher die Eigenka- pitalquote, umso höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern. Banken bewerten daher die Bonität 339 eines Unternehmens bei hoher Eigenkapitalquote höher. Je höher die Anlagenintensität ist, umso höher sollte auch die Eigenkapitalquote sein. Erläuterungen Kennzahlen - Gewinn- und Verlustrechnung EBIT Earnings before interest and taxes Summe aus Betriebsergebnis, Erträgen aus Beteiligun- gen, Erträgen aus Gewinnabführung, Erträgen aus an- deren Finanzanlagen abzüglich Aufwendungen aus Ver- lustübernahme und Abschreibungen auf Finanzanlagen Hierbei handelt es sich um das Unternehmungsergebnis bevor Steuern und Zinsen hinzugerechnet bzw. abgezo- gen werden. Die Kennzahl EBIT wird vor allem verwen- det, um die operative Ertragskraft eines Unternehmens beurteilen zu können, unabhängig von regionalen Be- steuerungen und unterschiedlichen Finanzierungsfor- men. Zielwert ist größer Null. EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation EBIT + Abschreibungen auf Sachanlagevermögen + Abschreibungen auf immaterielle Vermögen (Firmen- wert) Mit dem EBITDA wird das Betriebsergebnis ohne Ver- zerrungen durch Steuern, Zinsen und Abschreibungen dargestellt. Diese Kennzahl ist also nicht nur um das Fi- nanzergebnis und Steuern bereinigt, sondern gegenüber dem EBIT zusätzlich noch um die Abschreibungen. Die Ertragskennzahl EBITDA wird genutzt, um insbesondere Abschreibungen im Zusammenhang mit Patenten, Li- zenzen und dem Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert) 340 aus der Betrachtung der Ertragskraft eines Unterneh- mens zu eliminieren. Der Zielwert ist größer Null. Gesamtaufwand Summe alle Aufwendungen d.h. Betriebsaufwendungen, Abschreibungen auf Finanzanlagen, Aufwendungen aus Verlustübernahmen, Zinsen und ähnliche Aufwendun- gen sowie Ertragsteuern und sonstige Steuern Gesamtleistung Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen sowie aktivierter Eigenleistungen Gesamtkapital- rentabilität (Jahresergebnis + Zinsaufwendungen) Bilanzsumme x 100 Durch diese Kennzahl lassen sich die Verzinsung und die Effizienz des gesamten Kapitaleinsatzes vor Ergeb- nisübernahme bzw. -abführung im Unternehmen errech- nen. Die Fremdkapitalzinsen werden dem Gewinn hinzu- gerechnet, da sie in derselben Periode angefallen sind, jedoch als Aufwand den Gewinn schmälern. Da die Ge- samtkapitalrentabilität die Verzinsung des gesamten im Unternehmen, also inkl. Fremdkapital, investierten Kapi- tals angibt, ist sie aussagefähiger als die Eigenkapital- rentabilität. Der Zielwert sollte größer als der Zins für das eingesetzte Fremdkapital sein. Gesamtleistung Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen sowie aktivierter Eigenleistungen. Die Bestandsveränderungen geben die Änderung inner- halb des Vorratsvermögens (u.a. bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen) an, aktivierte Eigenleistungen (bei- spielsweise in Form von selbst erstellten Anlagen) stel- len einen Vermögensgegenstand dar. Die Gesamtleis- 341 tung beschreibt daher den Wert, der durch die abgesetz- ten Produkte/ Dienstleistungen und die selbst erstellten Güter innerhalb einer Periode geschaffen wurde. Betriebsleistung Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Er- träge. Die Betriebsleistung ist eine wesentliche Größe, die als Bezug für eine Reihe von Kennzahlen verwendet wer- den kann (z.B. Personalintensität, Materialintensität, usw.). In der Bilanzanalyse kommt der Betriebsleistung insbesondere bei lagerintensiven Unternehmen eine hö- here Aussagekraft zu als den Umsatzerlösen. Zu den la- gerintensiven Unternehmen gehören Betriebe, bei de- nen aus Gründen des Produktionsprozesses die Pro- dukte nicht innerhalb einer Rechnungsperiode fertigge- stellt sind und deshalb zu hohen Bestandsveränderun- gen führen. Bei Betrieben mit hoher Lagerumschlags- häufigkeit spielt die Gesamtleistung indes keine Rolle, weil hier lediglich der Bilanzstichtag zufällig zu Lagerbe- ständen führt, die als Bestandsveränderung zu zeigen sind. Rohertrag Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand Der Rohertrag zeigt an, welcher Betrag für die Beglei- chung aller übrigen Positionen verbleibt. Der Rohertrag stellt somit die einfachste Form eines Deckungsbeitrags dar. Personal Beschäftigte Alle Angestellten in Voll- und Teilzeit inkl. Auszubil- dende. 342 Auszubildende Bei den Auszubildenden soll der Stichtagsbezogene Wert gewählt werden. Falls dieser nicht vorhanden sein sollte, kann auch der Durchschnittswert aus dem An- hang gewählt werden. Personalaufwand pro Beschäftigte/r Personalaufwand Beschäftigte im Jahresdurchdschnitt Dezernat für Finanzen und Recht Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung und Gestaltung Zentrale Dienste der Stadt Köln 13-CS/382-22/Dez II/80/10.2022 Kontakt Dezernat II-2 – Stabsstelle für Beteiligungssteuerung und öffentliches Finanz- und Unternehmensrecht Venloer Straße 151 – 153 50672 Köln T: 0221 221-23423 beteiligungsmanagement@stadt-koeln.de

Beratungsverlauf

  1. 31.10.2022

    Finanzausschuss

    TOP 10.29, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  2. 08.11.2022

    Rechnungsprüfungsausschuss

    TOP 5.2, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  3. 10.11.2022 zuletzt

    Rat

    TOP 10.7, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: ungeändert beschlossen

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